Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen BezugSpretSr monalucb7bPl., vtenel- täbrlid) Mk. 2L0; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Pik. 2.-— viertelnd. ausschl. BesteUg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormulaga 10 Uhr. Zonenpreis: total uuSwLlrrS 20 Pfg. U8ecanitPvrtUdL Mr den poltL und aUgem. Teil P. Wtttto- tüt .Stadt und Vanb* und ,®erubt8|aale: August Götz i für den Anzeigenteil' pan« Beck. Nr. 184 Erscheint täglich auster Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Familien, blätter viermal in der Woche deigelegl. VtotottonSbrud u. Verlag der Brü h l'scheu Unwers.-Buch- ruStein- bruderei (Pietsch Erden) Redaktion. Expedition und Druckerei: Gchnlstratze 7. Adresse für Depeschen; Anzeiger Gießen. Fernlprkchanschluß Nr. 51. Zweites Blatt. 153. Jahrgang Samstag 8. August 1803 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger Ale Heutige Wummer umfaßt 14 Seite». Volltische Tagesschau. Deutsch.englischer Zollkrieg? Der berliner Korrespondent des „Standard" hört aus einer „durchaus sicheren Quelle", daß gegenwärtig keine Verhandlungen zwischen Großbritannien und Deutschland über einen neuen Handelsvertrag im Gange seien. Alles, was bisher zwischen den beiden genannten Regierungen verhandelt worden sei, sei in den Blaubüchern veröffentlicht worden. Nach der Veröffentlichung derselben habe Deutschland allerdings eine Note an die britische Negierung gesandt, die sehr freundlich gehalten sei, sie enthalte aber nichtsdestoweniger durchaus nichts neues. Englands Aufforderung an Deutschland, Vorschläge zu neuen Handelsverträgen zu machen, weil Großbritannien in Hinsicht auf den deutschen Taris nicht mit neuen Vorschlägen hervortreten könne, sei von der deutschen Regierung dahin beantwortet worden, daß auch diese Macht nichts Vorschlägen könne, weil die zukünftige Wirtschaftspolitik Englands durch die Chamberlainschen zu unbestimmt sei, man müsse zunächst abwarten, wie die britische Nation sich zu den neuen Plänen des Kolonial- sekretärs stellen werde, dann erst könne man sich über das Weitere entscheiden. Der Korrespondent findet diese Antwort etwas überraschend,, da Deutschland durch den neuen Taris sich so zu schützen suche, daß es unmöglich von einer anderen Macht erwarten könne, daß sie mit weiteren Vorschlägen hervortrete. Daraus folge, daß, wenn auch Deutschland und Großbritannien sich noch nicht im Zustande eines Zollkrieges befänden, England sich doch unbedingt für einen solchen Fall voroereiten müsse. Man könne sich also nicht wundern, wenn die britischen Staatsmänner sich jetzt daran machten, die Folgen des Zollkrieges zwischen Rußland und Deutschland zu studieren. Der Umstand, daß Mr. Chamberlain vorgeschlagen habe, die Lebensmittel, die nach Großbritannien eingeführt werden, mit Zöllen zu belegen, zeige doch deutlich, daß niemand in England daran denke, die Spitze speziell gegen Deutschland zu richten, denn die Lebensmittel kämen doch, nur zum allergeringsten Teil aus Deutschland. Außerdem seien die besten Sachverständigen in Deutschland der Ansicht, daß Chamberlains Plan, die Kolonien enger an das Mutterland zu fesseln, das höchste Lob verdiene, und Deutschland habe ja schon längst selbst die gleiche Politik seinen Kolonien gegenüber verfolgt. Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet, sei es daher auch nur natürlich, wenn die deutschen Staatsmänner mit einer gewissen Begierde den Ausgang der Verhandlungen über die Chamberlainschen Pläne erwarten. Erhöhung der Ausgaben im ReichshauZhaltsetat. Eine Erhöhung der Ausgaben an verschiedenen Stellen des Reichshaushaltsetats von 1904 wird nach den „Verl. Pol. Nachr." nicht zu vermeiden sein. In erster Linie kommen dabei die Posten in Betracht, die ihrer Natur nach von Jahr zu Jahr eine Steigerung erfahren. Dazu gehört einmal der Reichszuschutz für die Jnvaliditäts- und Altersversicherung. Allmählich ist diese Etatsposition, die anfänglich klein war, auf nahezu 41 Millionen Mark gestiegen. Sie hat im Durchschnitt Jahressteigerungen zwischen 3 und 4 Millionen Mark erfahren. Von 1901 auf 1902 betrug die Erhöhung ausnahmsweise über 4 Millionen Mark, von 1902 auf 1903 nahezu 2,7 Millionen. Man wird jedenfalls nicht sehlgehen, wenn man annimmt, daß sie sich auch im nächsten Etat in der Höhe von etwa 3 Mill. Mark bewegen wird. Ein weiteres stetig steigender Poften ist die Ausgabe für die Reichsschuld. Von 1901 auf 1902 betrug die Erhöhung 5,4 Millionen Mark, von 1902 aus 1903 etwas über 6 Mill. Mart. Die Reichsschuld dürfte, nachdem sie inzwischen in die Höhe von 3 Milliarden Mark gelangt ist, weiter steigen. Selbstverständlich wird sich damit die Zinsenlast erhöhen, und sonach ist zu erwarten, daß auch im nächstjährigen Reichshaushalt^etat eine Ausgabensteigerung für die Reichsschuld sich vorfinden wird. Auch der Allgemeine Pensionssonds hat in den letzten Jahren ständig 'e'ine Erhöhung der Ausgaben aufzuweisen gehabt, und zwar ebenso, wie der Zuschuß der Jnvaliditäts- und Altersversicherung, um Beträge zwischen 3 und 4 Mill. Mark. Es ist, wenn auch vielleicht von der künftigen Steigerung nicht die gleiche Höhe innegehalten wird, schwerlich anzunehmen, dag die Erhöhung für 1904 in Fortfall kommen könnte. Ein anderer Posten, der in den letzten Jahren unter den Ausgaben Erweiterungen aufwies, war der für oen Reichsinvalidenfonds. Von 1901 auf 1902 betrug die Erhöhung nahezu 16 Millionen Mark, jedoch war sie auf die im Jahre 1901 beschlossene Besserung der Bezüge der Kriegs invaliden und ihrer Hinterbliebenen zurückzusühren. Die Nachwirkungen davon verursachen für 1903 noch eine Ausgabensteigerung von nahezu l1/» Millionen Mark. Selbst ivenn sich diese Erscheinung auch auf 1904 in irgend einem Maße erstrecken sollte, so würde sie nicht erschwerend für oie Gestaltung des Reichsbudgets ins Gewicht fallen, da man sich ja daran gewöhnt hat, die Ausgaben des Reich^- Jnvalidenjonds, soweit sie nicht durch die Zinsen des letzteren gedeckt werden, aus dem Kapitalbestande zu entnehmen. ..kann man demgemäß auch davon absehen, so bleibt doch, .oie dargelegt, eine Anzahl von naturgernäß zu erwartenden Ausgabensteigerungen übrig. Zum Uebertritt der Nationalfozialen. Herr v. G^riach hält es für angezeigr, ucm „Berl. Tageblatt" die Versicherung zu geben. Vag Die Aationalsozialen Keilte Antisemiten seien. Es sei ein Irrtum, zu behaupten, daß die nationalsoziale Partei aus der christlich- sozialen Stpckers hervorgegangen fei; von dieser Partei konservativen Grundzuges seien nur sehr wenige Mitglieder der freiheitlichen Richtung Naumanns beigetreten, darunter allerdings er, v. Gerlach, selbst, der sich als junger Mann zu einem sehr radikalen Antisemitismus bekannte, diesen aber unter dem Einfluß Naumanns als politischen Irrtum erkennen gelernt habe, weil Antisemitismus und Reaktion von einander untrennbar seien. §erc v. Gerlach gibt den § 7 der nationalsozialen „Grundlinien", der in Anknüpfung an die Vergangenheit des Christentums, das freilich nicht zur Parteisache gemacht werden dürfe, in den Mittelpunkt des geistigen und sittlichen Volkslebens stellt, preis, wie schon bei der Beschlußfassung über die „Grundlinien" erklärt worden sei, daß § 7 keinen Gewissenszwang für die einzelnen Mitglieder bedeuten solle. § der „Grundlinien" mit der Forderung der Erhaltung der staatsbürgerlichen Rechte alter Staatsbürger habe eine entschiedene Absage an den Antisemitismus festgelegt. Seither feien auch eine Anzahl von Israeliten mit Begeisterung und Hingebung für die nationalsozialen Ideale eingetreten. In dent „nationalsozialen Katechismus" Naumanns heißt es nun allerdings: „Besteht eine Judenfrage? Ja. Worin besteht sie? Tarin, daß die Israeliten ein anderer Stamm sind als die Deutschen." Von dem „Gegensatz zwischen Deutschen und Israeliten" wird gesagt: „Er ist begreiflich und wird als gesellschaftlicher Gegensatz nur insoweit überwunden werden, als die Israeliten deutsche unD christliche Denkweise annehmen." Abschaffung der freien Arznei bei den Krankenkassen. Zu diesem Kapitel schreibt der „Tägl. Rundschau" ein Arzt: Die Abschaffung freier Arzneilieferung an Kassen- kranke, selbst wenn die Regierung — was ausgeschlossen scheint, darein willigte, ist im Interesse der Kassenärzte und ihrer Heilerfolge nicht zu wünschen. Andererseits aber werden durch den Zwang der Arzneilieferung manche Krankenkassen fast in ihrer Existenz bedroht. Wer einen Einblick in diese Verhältnisse hat, der weiß, was für ungeheure Ausgaben den Kassen durch völlig unnütze Arzneien, wie Pflästerchen, Einreibungen, Lebenselixiere usw. entstehen. Und jede Verordnung erfordert eine vorherige Konsultation des Arztes, macht also bei bestehender Einzel- liquidation doppelte Kosten. Der Arzt befindet sich diesen Forderungen gegenüber in schwieriger Lage. Er kennt die Nutzlosigkeit ihrer Erfüllung, muß jedoch Den Kassenangehörigen zu Willen sein. Denn wenn öfter Klagen der Mitglieder über ihn einlaufen, dann kündigt man ihm ohne Rücksicht. — Es gilt daher, einen Modus zu finden, nach dem die Lieferung aller unnötigen Arzneien nach Möglichkeit zu verhindern ist, der jedoch die Gewähr leistet, daß durchaus notige Medikamente ohne jede Schwierigkeit dem Kranken zugänglich find. Dieser Modus ist fast erreicht durch die einstweilige Bezahlung der Arznei bei der Auslieferung in der Apotheke durch den Kranken, resp. dessen Angehörige und die spätere Rückerstattung seitens der Kranienkasse. Schon vor einigen Jahren wurde diese Form der Arzneilieferung bei einer sehr bedrängten Gienbahn-Betrtebs- krankentasse (ich glaube es war die des Direktionsbezirks Halle) mit ausgezeichnetem Erfolge eingesührt. Denselben Erfolg kann ich heute bei einer ganz anderen, bei landwirtschaftlicher Bevölrerung feststellen. Auf zwei großen Gütern, die meiner Obhut unterstellt sind, wuchsen die Ausgaben für Medikamente fast ins Unerschwingliche. Seitdem die Leute das Geld für Arzneien — und sei es nur auf wenige Tage — selbst hergeben müssen, wird ihnen klar, wie viel an baren Mitteln für sie geleistet wird. Tas Fordern ins Blaue hinein hat aufgehört. Zweitens aber — und das ist der wichtigste Punkt — haben die meisten kleinen Leute eine gewisse Scheu, rollendes Geld (leider mit Ausnahme des zu Vergnügungszwecken dienenden!) aus der Hand zu lassen, auch nur für Stunden. Jedenfalls — der täfolg ist da. In beiden angeführten Fällen wird an Arzneikosten gespart. Es lohnte sich wohl, Versuche mit dieser Methode der Arzneilieserung weiter auszudehnen. Sollte ein Kassenangehöriger völlig mittel- oder kreditlos sein, daß er nicht imstande wäre, das Geld zur augenblicklichen Bezahlung aufzubringen, so müßte Vorsorge getroffen werden, dag in diesem Äusnahmefalle die Kasse sofort für Bezahlung eintritt. Are Heidelberger Aniversirälsfeier. Heidelberg, 7. August. Ter zweite Hauptfestakt wurde in der Stadthalle abgehalten. Feierlich zogen die Fakultäten um 11 Uhr vormittags ein. Der Großherzog und die Großherzogin, sowie die anderen Fürstlichkeiten erschienen bald darauf. Dann trug das städtische Orchester Wolf rums Huldigungs- gesang mit Chor unv Baritonsolo unter des Komponisten Leitung vor. Die Festrede hielt der Geschichtsprofessor E. M a r ck s. Sie behandelte „Tie Universität Heidelberg im 19. Jahrhundert". Kurfürst Ruprecht hatte in einer Urkunde die Gesamtheit der römischen Kirche dem besonderen Vaterlande ausdrücklich vorängeftellt. Seitdem hatte feine Schöpfung die großen Wandlungen des allgemeinen Lebens in Geist und etaat miterfahren. Unter den Herrschern der Neuen- burgischen und Der Sulzbacher Linie fristete sie, fremdartiger geistlicher Leitung ausgeliesert, dem Gesamtwesen Deutschlands entrückt, ein duntles und unfruchtbares Dasein, und als sie nach dem Sturm der Revolutionskriege 1803 mit den rechtsrheinischen Trümmern ves Pfälzer Staates in die Obhut oes Markgrafen von Baden überging, war sie ohne Ansehen und eigenes Daseinsrecht. Das Fahr lbu3, da Aart Friedrich als Reorganisator tarn, bedeutet einen tiefen Einschnitt, der die alte und neue/ Universität von einander scheidet, die kirchliche Weltanstalt, die herabgesunken war zur engen pfälzischen Landesschule, und die badische Hochschule, die alsbald zur deutschen Universität emporwuchs. Die beste Sprache des 18. Jahrhunderts klingt aus Karl Friedriche berühmtem Statut. Vieles ward noch unter dem neuen Begründer selbst wesentlich verändert. Auch der eigentümlichste Zug des Ediktes, der Zusammenschluß katholischer, lutherischer und reformierter Professoren an ein und dieselbe theologische Fakultät, erlosch, als 1807 die katholische Theologie in das neu erworbene Freiburg übertragen ward. Ader der Grundzug blieb, das Privileg verschwand, die Universität wurde staatliche Anstalt. Der Staat gab chr die Mittel zum Dasein und nahm dafür die oberste Leitung in die Hände. Er ließ ihrer Selbstverwaltung und Selbständigkeit schließlich allen notwendigen Räum, aber er fügte sie seinen Organen ein. Die Grenzbeftimmung zwischen Freiheit und Regiment ist nach dem Tasten der ersten Tage bald gefunden und durch alle Schwankungen des Jahrhunderts hindurch immer wieder auf das Glücklichste hergestellt worden. Dieser Staat verkündete den Grundsatz der religiösen Duldsamkeit. Er hob seine Universität über die schmerzensreiche Einseitigkeit der Jahrhunderte empor. Aus allen Gebieten griff er wohltätig ein und beschnitt mit fester Hand die argen Auswüchse studentischer Roheit. Er gab den Medizinern und Naturforschern ihre ersten Institute, den Theologen und Philologen ihre ersten Seminare, ihre Bibliothek, ihre sicheren Grundlagen. Von allen Seiten wurden schaffensträftige Lehrer berufen: de Wetter und MarheineLe, Paulus und Voß, Erenzer und Böckh, §eife und Thibaut, Klüber und Zachariä, Nägele und Ackermann — Namen und Gegensätze aus allen Fakultäten. Die Studenten wanderten aus ganz Deutschland zu. Bald waren es mehr als 400, meistens Juristen. Aber man lebte nooh im Rheinbund und strebte kaum hinaus. Indessen die Empfindung von Vergangenheit und Eigenart, von Volk und Volkstum stellte sich bald ein. Ihr erster Gegenschlag gegen Aufklärung und Fremdherrschaft geschah durch die Poeten. In Heidelberg zogen sie ein seit 1804 wie Brentano und Arnim, wie Görres und Creuzer. Ans Heidelberg ging „Des Knaoen Wunderhorn" in die deutsche Welt uno palf ihr das Bewußtsein chrer Volksart wiederfinden. Die beiden Grimm waren diesem Kreise befreundet, aber auch August Böckh hat sich im zugeneigt. Die Neublidung der Studentenschaft, die 1803 begonnen war, vollendete erst die deutsche Burschenschaft. Sie war übrigens hier nicht politisch, erst allmählich orangen die politisa)en, die radikalen Gedanken in der Burschenschaft vor. Von 1816 ab nahm, wenngleich nur auf kurze Jahre, der große Ordner Hegel diese Jugend in seine schöpferische Zucht; die Burschenschaft wurde „philo- sophisch". Dann abe-o orang in Heidelberg neben und über den Antrieben der Romantik die andere, neu verstärkte Geistesrichtung des Jahrhunderts vorwärts und nahm die Führung, der Liberalismus. Dem deutschen Süden schrieben es die politischen löie die Bildungsverhältnisse zu, daß in seinen Mittelftaaten der liberale Gedanke bald hervortrat. Man darf wohl für Heidelberg bezeichnend nennen, daß von hier 1814 Thibauts berühmter Aufruf für das allgemeine bürgerliche Gesetzbuch, für die Rechtseinigung der Deutschen erfolgte. Politisch unausführbar, wie er damals und lange war, wissenschaftlich von den Schwächen naturrechtlicher Vergangenheit keineswegs frei, gab er das Signal eines künftigen Strebens, das von dieser Stelle ausgehen sollte: Einheit der Nation. Zuerst war es sozusagen ein negativer ober reaktionärer Liberalismus, der sich in Heidelberg den Romantikern entgegenwarf. Ein maßvoller, nicht zu sehr rückwärts als vorwärts gewandter Liberalismus, Dem sich bereits ein gewisses historisches Element beigesellte, indem die Gegensätze bereits leise sich mischten, gewann seit den zwanziger Jahren allmählich die Ueberhand. Wir gedenken des Strafrechtslehrers Mitter- maier, des Natioualinrnomen Carl Heinrich Ran. Vor allem aber glaubt sie sich als Träger der Heidelberger Eigenart und ihres weiten Einflusses auf die Nation, die Historiker, deren Wesen und Bedeutung der Festredner eingehend schilderte, zunächst Friedrich Christoph Schlosser, der strenge Friese, dessen Erbschaft schon zu seinen Lebzeiten in zwei rbichtungen weit auseinanderging: sie teilte sich zwischen Gervinus und Häusser. Dann beschäftigte sich der Redner mit der Entwiaelung der medizinischen Wissenschaft an der Heidelberger Universität. Hier seien genannt die Namsn Tiedemann, Chelins, Puchen, Pfaufer, öpenle — der Naturwissenschaften, es sei erinnert an Gmelin, Jolly, Arnold, Bunsen, Kirchhoff, Helmholtz. Die Jahre iyrer ^ieae toaren die Siegesjayre des Volkes, des Reiches. Heidelberg ist in den Zeiten, da diese Männer wirkten uno schufen, ein Vorbild der Einheitsbewegung. In den Kämpfen bis 1865 trug Häusser die Fahne vvrart. Aus den Händen des Sterbenden nahm Heinrich Treitzschke die Waffe und führte sie glorreich weiter, der rechte Prophet des neuen Reiches. Nach einer kurzen geschichtlichen Würdigung der Universität in den drei Jahrzehnten — die siebziger Jahre brachten ihr kein Glück — schloß der Redner: Wiisenschaftlich arm geworden ist auch das neue Heidelberg lemeswegs. Wir sehen heute denselben Wandel, Den unser allgemeines Leben, Den insbesondere Die Wissenschaft dieser Jahrzehnte überall zeigte, Arbeitsteilung uhD Arbeitsbereicherung, Sieg des Realismus. Aber freilich, roie ist es mit Dem alten Iniversalismus? Es soll nicht untersucht werden, ob wir wirklich verarmt finb an seelischen Gütern. Des Einen dürfen wir aber ^ewißlich fein in dieser frohen Stunde: Die Geiste^,.ätte, Deren Feste wir feiern, lebensvoll ist sie geblieben. Sjolje, C statten haben auch nach 1870 über ihr geragt, alle dürfen a.n unsere Universität und ihre Lebens- iräfte glauben, sie wird bestehen. Das Vorspiel zu Den „Meistersingern" beschloß die Feier. Heute abend ist Festkommers in der Stadthalle. (Frkf. 3tß.) Hof-Möbelfabrik und Kunstsnhrelnerel von Ludwig Alter in Darmstadt Etablissement allererster. Ranges Grossh. Hessischer und Kaiserlich Russischer Hoflieferant. Permanente Ausstellung von 120 Zimmer-Einrichtunge* Aul Wunsch kostenlose Unterbreitung meiner Haupt-Kollektion Hochfeine, stilvolle Einrichtungen Breuer 12,6 750,6 in hohem Alter stehender August 1903. 57 88 87 WSW, bW. NE. 2 9 Mann war heute allein zu Hause und wollte sich in seiner Stube Feuer anmachen. Plötzlich wurde das neben dem Ofen stehende Bett vom Feuer ergriffen und stand alsbald tn hellen Flammen. Die Gefahr wurde sogleich von Nachbarsleuten gemerkt und zwei beherzte Männer retteten den Alten vom Tode des Erstickens. Einige Augenblicke später wäre das ganze Anwesen ein Raub der Flammen geworden. p. Weilburg, 7. Aug. In den Tagen des 31. August bis 1. September d. I. findet hier d-ie General ver- Dan der gezielte Zeiger steht." diese sarbigen Scherben aus der men. Die Hospitalkirche wurde erbaut. § Kaulstos, 6. Aug. Ein Sonnenschein Hell. Himmel Sonnenschem vielem oloftisttze ^eobuchtuttgeu der Station Gießen. Dr. G. Schwalbe aus Straßburg über „Tie Vorgeschichte des Menschen", Vortrag des SanitätSrats Dr. M. Alsberg aus Cassel über „Erbliche Entartung infolge sozialer Einflüsse". — Donnerstag, 24. Sept.: Sitzung der medizinischen und der naturwissenschaftlichen Hauptgruppe, 1. in der medizinischen: Lichttherapie: a) Prof. Dr. Allan Macsadyen (London): lieber Vorkommen und den Nachweis von intracellulären Toxinen, b) Dr. Paul Jensen (Breslau): Die physiologischen Wirkungen des Lichts, c) Pros. H. Rieder (München: Tie bisherigen Erfolge der Lichttherapie; 2. in der naturwissenschaftlichen: lieber naturwissenschaftliche Ergebnisse und Ziele der neuen Mechanik: a- Pros. Dr. Schwarzschild (Göttingen): Astronomische Mechanik, b) Pros. Dr. Sommerfeld (Aachen): Technische Mechau.k, c- Pros. Dr. Otto Fischer (Leipzig): Physiologische Mechanik. An sämtliche Vorträge schließen sich Besprechungen an. — Freitag, 2ö. Sept.: 2. Allgemeine Sitzung: Vortrag des Herrn W. Ramsay aus London über „Tas periodische System der Elemente", Vortrag des Pros. tz. Griesbach aus Mülhausen i. E. über den „Stand der Schulhygiene", Vortrag des Geh. Rat Pros. Tr. E v. Behring aus Marburg a. über die „Tuberkulosebekämpfung", Ansprache zur Schließung der Versammlung. * Sorgen um die Zukunft haben den 63 Jahre alten Metalldreher Slad M. in Berlin, Buttmannstraße 8, in den Tod getrieben. M. war 25 Jahre lang in einer Fabrik in der Pankstraße beschäftigt. Als diese vor einem Viertelfahr verkauft wurde, verließ er die alte Stelle schon nach anderthalb Tagen. Diesen Schritt erklärte er seiner Frau damit, daß die neue Verwaltung ihm schwerere Arbeit angewiesen habe, die er bei seinen Jahren nicht mehr anshalten könne. Seitdem konnte der Mann keine Beschäftigung mehr finden. Jetzt waren feine Ersparnisse aufgebraucht, ohne daß sich für absehbare Zett eine bessere Aussicht bot. In der Verzweiflung schickte M. gestern nachmittag feine Frau zu einer Verwandten und erhängte sich dann in feiner Schlafkammer. Treppe ein seyr altes Taufbecken gesunden. Der wertvolle Fund ist neben dem Altar in einer Nische ausgestellt worden Zwei wertvolle Scheiben aus dem Jahre 1547 trägt auch d-as Fenster neben dem Altar; auf der einen befindet sich unter » St und war in Schulstrafe genommen . worden. Er beantragte gerichtliche Entscheidung, wc cr nur bestraft werden könne, wenn das Dnd den plEa^gen Unterricht versäume; das Schosfengerrcht v^opPelte dt Strafe mit Rückficht auf die Umstande, und das bei dem die Berufung eingelegt wurde, hielt die ^rdoppcl- , ung aufrecht, weil die Nachsitzestunde, in der versaumU Schularbeiten nachgemacht werden, als Schulunterrtchtsstunde Du gellen $ab roir machen °n dieser Stelle nochmals aus das morgen, Sonntag, aus der Radrennbahn an der Hardt stattfindende große Wettrennen aufmerksam und sind überzeugt, daß cs wieder )o vre> Zuspruch fmden wird wie das letztemal. v. . . . ** Die Volksheilstättenbewegung hat, hnc setzt von ärztlicher Seite verschiedentlich betont wird, nicht in allen Punkten den erwarteten Erfolg ut der Heilung der Tuberkuloseertranknngen gehabt. Gelegentlich der dte^- iährigen Hauptversammlung des ^creinv zur Begründung und Unterhaltung von Volksheilstatten tm Koni g- reich Sachsen wurde bemerkt, daß zwar durch dre Anstaltsbehandlung eine Besserung der Krankheit erzielt werde, daß aber ein Rückfall eintrete, sobald Die Kranken m ihre alten Lebens- und Ernährungsverhaltnifie zurucklehrtcn. Zolle in der Bekämpfung der Lungenschwindsucht ein dauernder Erfolg erzielt werden, so sei dres nur möglich, wenn mit ihr eine Hebung der wirtschaftlichen Lage der Arbeiter Hand in Hand gehe. In diesem Sinne mustc daher auf die Beschaffung gesunder, billiger Wohnungen, billige, nahrungsreiche Kvst hingewirkt werden, mußten Volksbäder reichlich zur Verfügung stehen, mußte vor allem dafür gesorgt werden, daß in Fabriken die Arbcitsräume hygienisch gehalten werden, datz die Arbeiter nicht über ihre Kraft angespannt, daß sie genügeiid bezahlt werden rc. Dies sino alles alte Forderungen aller Anhänger einer sozialen Reform im Rahmen der heutigen Staatsordnung. Lützellinden, 7. Aug. Tie hiesige Gemeinde hat /ich in erfreulicher Weise bereit erklärt, ein großes Schulhaus mit vier Schulsälen zu bauen. Tie Verdingung für das stattliche Haus nebst Hofgebäuden erfolgte am 12. April; die Arbeiten, welche alle von hiesigen Meistern ausgeführt werden, haben bereits einen guten Anfang genommen. Die Schule zählt gegenwärtig drei Klassen mit zwei Lehrern und wird nach Vollendung des Neubaues sofort eine dritte Lehrkraft erhalten, während der vierte Schulsaal in Reserve gehalten wird. Butzbach, 7. Aug. Zu Ehren des von hier nach Gumbinnen versetzten Stabsarztes Dr. Krantz sand gestern abend im Offizierskasino ein Abschiedsessen statt, zu dem auch Herr Oberst v. Jablonowski erschienen war. V. Bad Nauheim, 7. Aug. Bis zum 6. August sind 18 766 Kurgäste angenommen, rooon an genanntem Tage noch 6294 anwesend waren. 230 359 Bäder wurden bis zum 6. August abgegeben. ? Schwickartshausen, 7. Aug. Der hiesige Lehrer Henrich, welcher nahezu 18 Jahre an unserer Schule wirkte, erhielt die Lehrerstelle zu Borsdorf. Grünberg, 7. Aug. Die dem Abstürz drohenden Felsen am Weg zum Brunnental werden gegenwärtig von sachkundiger Hand losgelöst. Em mächtiger Felsblock stürzte heute früh unter starkem Gepolter herab, wobei Teile desselben ihren Weg bis in den im Tal befindlichen Teich nahmen. — In jüngster Zeit werden wieder vielfach Klagen laut über Feld- und Gartendiebstähle. Die Diebe scheinen ein ganz besonderes Vergnügen darin zu finden, durch Zertreten und Ausreißen von Sträuchern usw. die Besitzer zu ichädigen. )( Gründer g, 7. Aug. Die hiesige Hospital- kirche aus dem Friedhof wird zurzeit einer Renoviertln g unterzogen. Bei den Arbeiten hat man hinter einer Gewiech schnell ablaufen, — Man nimmt an, daß ^dji|)'5uaüjrUijku. bi e ö Star Liure. Ter Postdampfer „Pennland" der Red Star Lintd in Antwerpen ist laut Telegramm am 5. August wohlbehalten in Philadelphia angekommen. „ Gerichts! ütN. -Wegen ibelei b igung der Berit n e r merzte hatte sich der 78jähr. „Heilkundige" Karl Jacobi vor der Berliner Ferienstrafkammer zu verantworten. Im März d. I. ließ der Angeklagte durch mehrere Zeitungen Anzeigen veröffentlichen, worin er behauptete, daß nicht die 6Ö0 ui Berlin wohnenden Heilkundigen Kurpfuscher seien, sondern die 2000 in Berlin praktizierenden k erzte. In diesem Sinne hätten sich auch Proi. Virchow und andere medizinische Autoritäten geäußert. An diese Behauptungen knüpften sich Beschreibungen von den angeblichen Wunderkuren Jacobis. Ter Berliner Äerzteverem stellte wegen des Vorwurfs der Kurpfuscherei Strafantrag wegen Beleidigung. Ter Angeklagte erklärte un Termin, daß er sich lediglich im Zustande der Abwehr und in Wahrnehmung berechtigter Interessen befunden habe. In einem Bericht an die Regierung habe der dazu bestellte Arck behauptet, daß es 600 Kurpfuscher in Berlin gäbe. Tannt seien oie Ausüber der Heilkunde, die nicht studiert hätten, gemeint. Ter Ausdruck „Kurpfuscher" sei, wie das Reichsgericht wiederholt anerkannt habe, eine schwere Beleidigung und ihm müsse das Recht zustehen, denselben Ausdruck mit Bezug auf seinen studierten Gegner zu gebrauchen, zumal er doch nur das Echo medizinischer Autoritäten gewesen sei Ter Gerichtshof wollte dem Angeklagten em solches Recht nichi zugestehen, sondern verurteilte ihn wegen Beleidigung zu 200 Mk. Geldstrafe. Tas Urteil soll in denjenigen Zeitungen veröffentlicht werden, in denen die beanstandete Anzeige veröffentlicht worden ist. Aus StaSt und Land. Gießen, 8. August 1903. - An8 Anlaß der Wahl des neuen Papstes soll auf Anordnung des h. Bischofs am Sonntag den 9. August in allen Pfarr- und Filialkirchen der katholischen Gemeinde ein feierliches Hochamt (Missa solenmis de lii- nitate) vor ausgesetztem Allerheiligsten abgehalten und nach demselben das Te Deum nebst den betreffenden Orattonen gesungen werden. Das vorgeschriebene feierliche Am wtu in hiesiger Kirche um 91/a llhr stattfinden. - Promenadenkonzert findet morgen m der L>ud- anlage mit folgendem Programm statt: Ouvertüre zu /Martha" von Flotow; .Glühwürmchen", Idyll Don^ttnrc, Wotans Abschied und Feuerzauber a. d. /Walküre" von für dieses Fest, denen sämtlich große Leistungen anferlegt inb recht flott von ftatiten gehen. Der Festplatz kann aus den großen Kasernenplatz gelegt wer^n, wahrend für dre landwirtschaftliche Ausstellung sck>one Raume rm Glosse ,ur Verfügung gestellt sind. Eine Glanznummer des ^st- programms wird offenbar der Festzug bilden welcher am Dienstag d en 1. Septeniber stattfiuden wird und für welchen schon eine große Anzahl Gruppen zu Festwagen geschert find — Es können folgende Tiere und Gegenstände aus- aeftcIIt werden: 1. Pferde, 2. Rindvieh der Simmentaler Lahn- und Westerwälder Rasse, Bullen, 18 Monate alt und darüber, Bullen unter 18 Monate alt, jüngere Ge- meindcbullen, Kühe und träch.ige und nicht trächtig- Rinder, 3. Schweine, Eber und Sauen des Edclschwetnes und der Land rasse; zu gelassen werden auch Gemeindeeber, 4. Ziegenböcke und Ziegen in verschiedenem Alter, 5. Kaninchen, 6. Geflügel, 7. Erzeugnisse des Feld- und Gartenbaues, 8. landwirtschaftliche Maschinen. Insbesondere sind geeignet: Aehreu oder Gebunoe, oder einzelne Pflanzen von Roggen, Weizen, Hafer, Gerste, Erbsen, Mais, Klee, Bohnen und andere Kulturpflanzen, Achren oder Gebnude von einzelnem Pflanzen von verschiedenen Sorten, welche von einem Be- itzer gebaut werden. Hierzu eignen sich ebenfalls die Sorten der genannten Fe los rächte und auch andere Feld- und^arken- rüchte; eingemachte Früchte, eingemachte Gartenerzcugnisse, eingemachtes Becrenobsr, Ob sl sä sie, Litöre u. a. Die Obstvereine und Gemeinden könnten sich verdient machen, wesnu sammlung pes Vereins nassauischer Land - und Forstwirte und die Zentralschau dieses Vereins und der Landwirts chaftskammer statt. Aus diesem Anlaß und der damit verbundenen Ausstellung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Geräte wird Weilburg seinen Gästen, die dazu in großer Zahl aus allen G^uen oes ehemaligen Herzogtums und weit darüber hinaus, sich cinfinoen dürften, ein großes Fest bic.ui. Au der spitze selben steht her Vorsipcnoe des 6. rnndwirtschaftlichen Be- zirrsvereins, Landrai Lex, der zugleich der Vorsitzende des Festausschus.cs ist und unter des n Oberleitung und tat- Prüfung, zu deren Ablegung er sich gemeldet hatte. In der Ueberzeugung, daß er nicht bestehen werde, zog er die Anmeldung zurück, wollte aber feine Eltern nicht enttäufchen und bestellte sich deshalb bei einem Drucker Formulare über das bestandene Examen, beauftragte auch einen Stempelschneider mit Herstellung eines Stempels der fgl. Prüfungskommission für Eimahrig-Freuvllllge und fälschte dreimal den Namen eines Beamten der kgl. Kreis- Hauptmannschaft. Dem Stempelschneider kam die Sache verdächtig vor, er meldete das Verlangen Ronnebergers bei l'-oluet, diese schult zur Verhaftung und der„ Kandidat" wnd zu fünf -b3od)en Gefängnis verurteilt. Landmütschnst. h. ® o m 6 5 b C r e n « o g e l 6 b e r n e, 7. August. Peremzest stehen jetzt auch Kornhaufen im Felde. Die Eruie fallt für den Kandwirt befriedigend aus. Die ^ommerfrucht ist teils noch grün, teils steht sie auch fchon tu der Reife und verspricht einen gleich guten Ausfall. Infolge des seitherigen Regenmetters sind viele Heute mit der Heuernte nocl) im Rückstände, sodatz letzt der Hand- wirt vollauf zu tun hat. 1. Queckbor n, 7. August. Korn und Gerste ftno nun schnitten und die Dres ch m a s chine beginnt bereits ihre Tätigkeit. Di'e Körnerergebnisse sind vorzügliäi, die nasse Erntezeit hat allerdings einigen Schaden verursacht. Jetzt häufen sich die Arresten und überall herrscht Mangel an Tagelöhnern. Die durch bic Trockenheit kurz gebliebene Sommerfrucht bringt einen guten Körnereiiiag, dies gilt in erster Linie vom Hafer. Der Stand der Mesen verspricht eine reiche Grummeternte. Der Regen hat den seither fühlbaren Futtermangel behoben, Klee und Hackfrüchte stehen sehr gm. I 751,8 18,9 751,7 rjtt ■v-j. - -v . .,„.7 Leipzig, 5. Aug. Der 17jähr. Privatjchüler Herrn. Ronne- träftifleu Mttarvert die Arvetren ver einzelnen Ausschus cch^rger hatte große Angst vor der Eintährig-^reiwilligen- ... ... ■ vtreeT' - , .•aeeD:-« . uu -i. »rvjrwr .ir.nr nee ei ■ i ■ i ti - 7 q ö« Elukiro- u. fclaschincn- Technaac^m Inoenleuru, -Techniker ____________________________ unn • ___ v" Str^skomrulsKa^jiä . .tabt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getraute. Lukasgemeinde. Den 25. Juli. Wilhelm Kuckel. Schreiner zu Gießen, Wittwer, und Sophie Berger, geb. Schmidt. , _ Getaufte. Matthä usgemeinde. Ten 3. August. Dem Bierbrauerelbesitzer Adolf Tenninghoff ein Sohn, Karl Adolf Julius, geb. deii 10. Ium. M a r t u ä g e m e i u b e. Den 2. August. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Braun ein Sohn, Georg Kudwig, geb. den lb. Juni. Tenselbeii. Dem Ehefredakteur Paul Wutko ein Sohii, Ernst liubiuig Gustav Heinrich, geboren den 15. März, liulas« g e m c i u b e. Den 26. Juli. Dem Schreinermeister Karl Klingel' meijcr ente Tochter, Elisabeth ftilaric Else, geb. den 7. Juli. Ten- jclben. Dem Kauf mann Heuirich Joh ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geb. den 22. Juni. I o h a n n e s g e m e i n d e. Den 26. Juli. Dem Schreiner Hemrick) Pfeil ein Sohn, Heinrich Johannes Karl, geb. ben 30. Juni. Denselben. Dem Architekt Wilhelm Mühlberger em Lohn, Max Oswald Heinrich, geb. den 13. Mai. Denselben. Dem Parlier Ernst Ludwig ein Sohn, Karl Ernst, geb. den 12. Ium. Beerdigte. Ma11häusge m einde. Den 4. August. Adam Reick), Hüttenarbeiter, verheiratet, 40 Jahre alt, starb den 1. August. M a r t u 5 g c m e i u i) c. Adolf üaudoii, Schremer, Witwer, 63 Jahre alt, starb den 1. August. Höchste Temperatur am (x—7. 2lug. 19,9 U. Niedrigste „ „ 6.-7. „ 6,5" 0.______ Mikikallen Sor Aeöiilillim. (Tllronylue Anfragen bleiben nnbcrnckfichtigt.) W. L!. tu D. Wir nennen folgende Häfnereien in Gießen. P f elfte r, Reuen baue ; W a g n e r, Neustadt. In Beuern ^Ranft. 'eis. at 6U|ti, .Ä ers 1ua Öleid) •»Sä ,j:nö nun uPi , 5;« im I e£ ^urch Wien ; 1 <-|uiii> der M h°t de?, fflWe stehe,, ®eot8Mn ■ V 9eb. Mnü,- •»'mann d^ ^"chtsschreiber. *» -todjtec des iienbranbt eine 'ernläläproie^or ln9 Tiettich. - m Jüedrich, — -udwig Georg. einen Loh» -achter. - Dem Wilhelm. Am rochier Sena ■v einen Lohn ftcb. ®lombijd), . i »«"!'■ ,lt ult, ft«»«” uion, Lchr« itiuge» geiler ionncn^ei" £ ar» as» ar» ar» .iS ar» CO CD cd p CD c X o p c x x o X % CD E CD E P c e o o \x ( ast - CD E ED E C D ä o M © o are S C N- x £ c E •E; L) — c p SET p ZN E p »e Z LED s -Ä» E p »Er Z E 5 E >§- •El s E V iE es» — :o E ast LZ p , CD E E" C P ►-> .. p . “P 5 p o 'e-« C "E E=c3 ar» p-* eä 2 L .X C.©P 82.2 - ar» «. ZAZ- S o E O ■ E E ' p O X ~ p E 3 o 2. AA o .9 8? P x" lE -£ ° $Z$ CD O "2 p p ; P p CD® P Er >b CD*^" *o" R ■ E C g E E O "Hw X p P p P = öS? CD 2®* E § 5* p ö CDU *P "*0 •? o OOS» Ä 2-.L ö E sP *w -E w X, CD CD L-. CO P p c >b e" - c o X P CD -X — jQ ast T p eto Jo *x" c H -x Z E LSD. X .-*-* O iS ° 'S" CD P X :d 'J L, -*-* CD— — x Xi p — rs L « § rr X> S Jp1 ■ p C-?' c s c n O+. O .2? o SöK CD ä c o Z ‘X'T? c L S -p E d - 6 .^0 CD X p p p *“p ^=x p SJx *p" C ca>S *x' Ä p *6 x xA Zx *x^ c p X X p p <5X0 §£ E-Z E^ «ft S E e p p O N- E ar» "*^p p e „ 05» E p p P p P X . C - W g '*p *0 *-• P 22^ - p-Z TZ LZ c?-u? p L>_ _ p POD X:p E ® ■w 'e :p P p w b CD-0 x E <= 7. x £ = o 5 Ef p p o tp# X? P T7 Z •ö ® s p» x x »E Säst* T> 05» *-*? E "p c x C 05« ■p P 2 xM o CDP O C e *2 Z " uL p o 6^ ,2- x x P p lE »S' p ° c •— §» FS p ©I iZS •E 05» rr e »ä C P o X P p p o x- p_.p 05» «5» SS 05» CD C ' c — e' p ZL g as» p X '■£ CQ ” -7- O c -2 CD £ o C N >b E p M S x -X x ET ^7-X o £ p N c. N E >b _ o to c p£ x P c p >b p X c X X L) Q CD x 2 X P CD X x AA W «ft .i vermieten Ostaulage 9. 28731 Eine 4-Zlinmerwohnung nebst Zubehör int 2. Stock per sofort zu verm. Steinllr. 67, 11. 2905] Geräumige 4-Zimmer- wohnung mit Gasemrichtung und allen sonst. Bequemlichkeiten zu vermieten. . 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