Erstes Matt. 158. Jahrgang Mittwoch 8. Juli 1908 Skr. 157 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Kamtlien- blattcr viermal in der Woche beigelegt. RotatwnSdruck u. Der- lag de, Brühlffck-en llntvers.-Buch- u. Stein» drucke rrt (Pietsch Erdens Redaktion. Grpedttion und Druckerei: Schulflratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. KernsprtchawchlußNr 5L »öflsr ä. vezugsprei-r jrer WÄ W monatliches Ps., viertel» SiehenerAnzeiaer Senerol-Hnjetfler " STg Amts- un» Anzeigeblatt für »en Kreis Sietzen WW _____ _________ ___________________________ zeiqenteil: yanS Beck. Greßeu, den 7. Juli 1903. Betr.: Lehrerkonferenzen. Die Großh. Kreis-Schulcommission Gießen an die Schulvorstände urrd Großh. Bürgerweisterezen des Kreises. Im Sommer o. e. sollen folgende Bezirkskonfe renzen stattsinden: 1. für den Bezirk Gießen am Montag, den 13. Juli I. I., vormittags 10l/a Uhr, im Lass Ebel in Gießen; 2. für den Bezirk Lich-Hnngen am Freitag, den 17. Juli l. I., vormittags 10 Uhr im Holländischen Hof in Lich; 3. für den Bezirk Grünberg am Montag, den 20. Juli L J„ vormittags 10 Uhr, im Gasthaus »Zum Hirsche in Grünberg. Die Herren Referenten werden gebeten, sich zur Erstattung ihrer Referate vorzubreüen. An jede der Konferenzen wird sich ein einfaches gemeinsames Mittagessen anjchließen. Betreffs derjenigen Konferenzen, in denen Vorträge aus dem Gebiet der Schulhygiene gehalten werden sollen, erfolg besondere Bekanntmachung. Die Schulvorstände und Großh. Bürgermeistereien beauftragen wir, die Lehrer vom Vorstehenden in Kenntnis zu setzen und darauf aufmerksam zu machen, daß der im Dienst jüngste Lehrer das Protokoll zu führen und festzu- steüen hat, welche. Konferenzmitglieder fehlen und welche anwesend find. I. V.: Dr. Kranzbühler. Bekanntmachung. Die Kreisstraße von Lollar nach Daubringen wird wegen Neuchaussierung vom 8. Juli ab bis auf Weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Der Verkehr hat über Lollar—Staufenberg—Mainzlar ttnd umgekehrt stattzufinderr, Gießen, den 7. Juli 1903. Großherzogliches ttreisamt Gießen. I. V.: Haberkoru. Dekanntmuchung. Es wird hiermit zur öffenllichen Kenntnis gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlages von Fünf vom Hundert, pro Monat Juni 1903 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg. betragen: Hafer Mk. 16.20, Heu Mk. 6.60, Stroh Mk. 5.00. Gießen, den 7. Juli 1903. Großyerzogiu.-e» u reis amt Gießen- I. V.: Dr. Kranzbühler. Krkanntmachung. Philipp Blum zu Gießen hat die Konzession als Dienstmann mit der Nr. 9 erhalten. Gießen, den 6. Juli 1903. Großherzogliches 'polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die am 25. Juni l. J§. angeordnete Sperre der Wetz- 'steingasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 8. Juli 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Keuscher «Landtag. R. B. Darmstadt, 7. Juli. Am Ministertisch: Finanzminister Gnauth, Geh. Staatsrat Dr. Krug v. Nidda, Geh. Rat Wildrand, die Ministerialräte Dr. Best und Becker. Nach vierzehnwöchiger Pause trat heute die zweite Kammer wieder zu einer kurzen Tagung zusammen^ Das Haus ist nur schwach besetzt. Präsident Haas eröffnet die Sitzung um 10% Uhr. Das Haus tritt sofort in die Tagesordnung ein und überweist den Antrag Hansel und Gen., betr. die Regelung der Mietsentschädigung für Dienstwohnungen der Staatsbeamten, den Antrag des Abg. Haas-Darmstadt, betr. das Reichsgesetz über die Pyos- phorzündwaren, den Antrag Dr. Schmitt il Gen., betr. die Ausbildung der Verwaltungsbeamten, den Antrag Dr. Frenayu. Gen., betr. Aushebung der Beiträge zur Großh. Offizier-Witwen- und Waisentäfse, sowie zur Unterosfizier- kasse, den Antrag Schönberger u. Gen., betr. die gesetzliche Regelung des Milchverkaufs, den Antrag Schönberger u. Gen., betr. die Uebernahme sämtlicher Volksschullasten auf den Staat, den Antrag Wolf über die meßbriefliche Wahrung der „zeitlichen landwirtschaftlichen" Kulturveränderungen in den Grundbüchern und Steuer- katastcrn, ferner die Beschwerde des Müllers König zu Wolf, betr. Hundesteuer, die Vorstellung des Eisenbahntolniteeö Mücke-Ulrichstein, betr. das Bahuprojekt Mücke-Ulrichstein Rixfeld, endlich den dringlichen Antrag dcö Abg. Brermer betr. Besteuerung der aus hessischem Gebiete im Rhein und Main gebaggerten Baumaterial imr, den Antrag Wolf, betr. Wembaudojtaäuen, den Antrag Haas-Darmstadt, betr. die Errichtung einer Haltestelle an der Main-Neckarbahn für Hähnlein und Langwaden, den Antrag Dr. Frenay u. Gen. auf Verlegung des Bahnhofs in Bndenherm, den Antrag Horn il Gen. auf Einstellung eines Morgen- und Abendzuges für Arbeiter auf der Strecke Erbach-Frankfurt und zwei Vorstellungen um Gehaltsaufbesserung ohne Debatte zur Berichterstattung an die Ausschüsse. Eine längere Debatte entspinnt sich bei der Positron 17, Wahl eines Mitgliedes in den vierten Ausschuß (an Stelle des aus- geschiedenen Mitgliedes Langenbach). Abg. Dr. Guts lei sch beantragt, die Wahl auszu- setzen, weil zurzeit Darmstadt nicht in der Kammer vertreten sei. Er verstehe nicht, weshalb die Großh. Regierung die Neuwahl für die Herren Säng und Langenbach so ungewöhnlich lange hinausschiebe. Abg. Graf Oriola wünscht dagegen, daß die Wahl heute vollzogen werden möge. Abg. E r a m e r tritt dem Antrag Dr. Gutfleisch bet. Abg. Weidner würde es für unrecht halten, wenn die Wahl schon heute vorgenommen würde. Es sei sowohl im Interesse der Gerechtigkeit der Freisinnigen Partei gegen- über, als auch in Rücksicht daraus, daß Darmstadt zurzeit ohne parlamentarische Vertretung sei, eine Verschiebung der Wahl geboten. Abg. Ulrich ist derselben Meinung, wie Abg. Gutfleisch. Man hätte die Stadtverwaltung Darmstadt veranlassen sollen, schleunigst ihre Pflicht zu tun. Abg. Köhler meint, er könne nicht einsehen, weshalb die Wahl hinausgeschoben werden solle. Man pflege doch auch nicht mit solchen Ausschußwahlen zu warten, wenn ein ländlicher Wahlkreis nicht im Landtag vertreten sei. Es müsse doch nun nicht gerade Herr Langenbach sein, man könne doch ein anderes Mitglied der Freisimrigen in Vorschlag bringen. Abg. Dr. Gut fleisch beklagt nochmals die Verzögerung der Anberaumung des Wahltermins. Die Wählerschaft habe ein berechtigtes Interesse daran, in der Kammer entsprechend vertreten zu sein. Die Regierung hätte schon in Rücksicht aus die Achtung vor der Kammer die Neuwahl nicht so lange hinausschieben dürfen. Geh. Staatsrat Dr. Krug v. Nidda legt gegen die Ausführungen des Vorredners Verwahrung ein. Die Großh. Regierung habe chr volle Schuldigkeit getan und die Behörden mit der Einleitung der erforderlichen Vorarbeiten betraut, aber einerseits hätte die vollständige Neuaufstellung der Wählerlisten und dann auch die schwierige Arbeit der Reichstagswahlen die definitive Erledigung erschwert. Der Antrag Dr. Gutsleisch wird mit schwacher Mehrheit abgelehnt urrd beschlossen, die in Rede stehende und die beiden weiteren Wahlen erst am Schluß der Sitzung vorzunehmen. Die Regierungsvorlage, die Großh. Ofsizier-Witwen- und Maisenkasse, sowie die Unteroffiziers-Witwenkasse, worüber namens des ersten Ausschusses Abg. Dr. Gutfleisch einen ausführlichen schriftlichen Bericht erstattet hat, wird darauf ohne Diskussion genehmigt. Ueber die Regierungsvorlage, betr. den Verkauf des Steuerkommissariatsgebäudes zu Friedberg und die Errichtung eines Steuerkommissariatsgebäudes gibt Abg. Molthan als Berichterstatter eine kurze Uebersicht über die Situation in Friedberg. Das Haus genehmigt darauf ohne Debatte den Gesetzentwurf nach den Vorschlägen der Regierung. Auch die Regierungsvorlage, die Tiesbohrung auf Sool- und Thermalwasser in Bad Salzhausen betr., für die neben den bereits mehr verausgabten 16 344 Mk. noch weitere 4000 Mk. für Pumpversuche verlangt werden, findet ohne Debatte Genehmigung. Letzter Beratungsgegenstand ist die Regierungsvorlage betr. die Veräußerung fiskalischer Grundstücke. Die Großh. Regierung verlangt auch für die Dauer des gegenwärtigen Landtags die Ermächtigung, die landwirtschaftlich benutzten, zerstreut gelegenen, d. h. nicht zu Hofgütern gehörigen ämeralfiskalischen Grundstücke, welche dern Famllieneigen- tum des Großh. Hauses angehören, allgemein ohne nähere Bestimmungen zar veräußern. — Die Kan'.mer beschließt, dem Antrag des ersten Ausschusses entsprechend, die gewünschte Genehmigung zil erteilen unter der Bedingung, raß den Ständen alljährlich ein Verzeichnis der veräußerten Grundstücke vorgelegt wird. Das Haus nimmt nun noch die drei zurückgestellten Wahlen vor. Zum Mitglied des 4. Ausschusses an stelle des .Herrn Langenbach wird Herr Abg. Pitthan (nl.) mit 19 gegen 16 Stimmen, die auf den Abg. Joutz sielen, gewählt. Zum Mllglied des Ausschusses für den Gesetzentwurf, die Landstärrde betr., wird an stelle des aus- cheidenden Abg. Dr. Heidenreich mit 19 Stimmen Abg. Stöpler (nl.) gelvählt; die Minderheit vereinigte wiederum 16 Stimmen auf den Abg. Joutz. Das Haus erklärt sich schließlich noch mit der Wahl eines Ausschusses für den in Aussicht stehenden Entwurf eines Landwirtschaftskaurmer-Gesetzes einverstunderi und wühlt zu Mitgliedern des Ausschusses die Abgg. Erk, Köhler, Bähr, Dr. Davrd, v. Brentano, Schönberger, Dr. Frenay, Dr. He id e n r e i ch und H aas- Darmstadt. Darnit ist die Tagesordltung erledigt und das Haus vertagt sich auf unbeftmnnte Zeit. Präsident Haas richtet noch an die Ausschußmitglieder die dringende Bttte, recht bald ihre Arbellen zu beginnen, bumit das Plenum pätestens zu Anfang November seine Sitzungen wieder ausnehmen kann. Der Präsident teilt noch mit, daß sich zu der für morgen und übermorgen geplanten Exkursion nach dem Vogelsberge 12 Abgeordnete gemeldet haben. Die Abfahrt von Darmgadt tviro morgen "früh 7,65 Uhr erfolgen. In Bad Sal z h a i:, c n werden die Teilnehmer aus Einladung der Großh. Regierung das Frühstück ein- nehmen. Darauf Schluß der Sitzung gegen 1 Uhr mittags. Ker sterbende ^apst. Rom, 7. Juli. Die Blätter veröffentlichen Sonderausgaben. Nach dem „Giornale d'Jtalia" war der Zustand des Papstes gestern abend gegen 10 Uhr ernst. Als seine Neffen bei ihm eintraten, atmete der Papst mühsam. Er tonnte nur sagen: „Meine Lieben", wobei Tränen in seine Augerr traten. Um öVs Uhr früh reichte Mons. Mazzolini dem Papste die heilige Eucharistie. Der Papst ließ die Personen des Dienstes rufen und sagte: „Ich fühle den Augenblick nahen, Euch Adieu zu sagen." Darauf erteilte er ihnen den Segen. Später fühlte sich der Papst besser, was gegen Morgen bei solchen Krankheiten gewöhnlich und in diesem Falle auch der Zufiihrung von Sauerstoff zu danken ist. Eine Operation. Prof. Mazzoni betrat den Vattkan nach 12y3 Uhr mittags mit dem Operationskasten, den er im Vorzimmer zurückließ. Als der Papst Mazzoni erblickte, beun^lhigte er sich etwas, wurde aber wieder ruhig, als er die beruhigende Miene Mazzonis sah. Der Papst fragte, ob sich um eine geringfügige Sache handle. Er fuhr auf bte Antwort Mazzonis fort, er sei in wenigen Minuten fertig, Mazzoni solle ohne weiteres das Erforderliche tun, er verttaue ihm. Der Papst, welcher auf dem Lehnstuhl, saß, wurde vom Kammerdiener Centra cnif das Bett gelegt. Es wurde nur die Brust entblößt. Der Papst betete schweigend. Die Operatron begann um 1 Uhr. Mazzoni wurde von Lapponi assistiert. Mazzoni machte mit einer Dietallspritze eine Kokalneinspritzung, um den Brustteil' unempfindlich zu machen. Der Papst unterstützte ihn fceinr Entblößen der Brust, er gab kein Schmerzenszeichen von sich. Mazzoni machte mit derselben Nadel einen Einstich und entzog eine kleine Menge Flüssigkeit. Nachdem de» Versuch geglückt war, nahm MiMoni eine endgiltige F l ü s- sigkeitsentziehung vor. Die Operatton ging, dank der außerordentlichen Geschicklichkeit Mazzonis, sehr gut von statten. In ganz kurzer Zeit wurden 800 Gramm blutiger Flüssigkeit entfernt. Mazzoni erklärte! dem Papst, die Operation sei beendigt. Der Papst erwiderte: „Schon fertig?" Auf die bestätigende Antwort fügte der Papst hinzu: „Warum fühlte ich nichtsi<> während ich früher bei anderen Einspritzungen Schmerlen hatte?" Mazzoni antwortete, das sei auf den neuen Apparat! zurückzuführen, den er dem Papst nach seiner Genesung zeigen werde. Der Papst erwiderte: „So wird's sein, aber Ihrer geschickten Hand kommt das größte Verdienst zu." Nach der Operation bettcpfte Mazzoni die Wunde mit kollodiumgetränkter Watte. Hierauf zogen sich die Aerzte zurück und faßten ein Bulletin ab. llmt 3 Uhr verließ Mazzoni den Vattkan. Um 41/2 Uhr nachmittags wurde folgendes Bulletin abgefaßt: Der an der Brust des Papstes ausgeführte Proben stich ergab eine serohaematis che Flüssigkeit. Mau schritt darauf zum Bruststich durch welchen etwa 800 Gramm Flüssigkeit entleert wurden. Eine rasche Untersuchung nach der Operatton ergab einiges Schleim- rasseln in der zuerst ergriffenen Lungengegend. Der Papst ertrug die Operation gut. Seine Sttmm- ung ist gehoben und der allgemeine Zustand scheint ettvas gekräftigt. Gegenwärtig ruht der Papst. Lapponi, Mazzoni. Professor Mazzoni erklärte gegenüber einem Vertreter der „Agenzia Stefani", die Gefahr drohe stettg, aber die Krankheit sei unberechenbar. Es sei möglich, daß der Papst noch drei Tage lebe. — Auch der vatikanische Korrespondent der „Gazetta di Venezia" erkundigte sich bei Mazzoni, der sagte, man dürfe sich keine Jllu- 'tonen machen. Uebrigens wollte er, Mazzoni, daß die katholische Welt über den Zustand des Papstes nicht im Unklaren sei. Kardinalstaatssekretär Rampolla glaubt nicht an eine ernste Krankheit. Rampolla wollte vermeiden, die Katholiken zu beunruhigen. Es scheine, so bemertt der Korrespondent, Mazzoni mußte seine ganze Autorität an* wenden, um zu erreichen, daß der Krankheitsbericht auch der Presse gegeben wurde. „Giornale d'Jtalia" meldet, die von Professor MaMnk ausgesührte Operation sei der l e tzt e V e r s u ch das Leben )es Papstes zu verlängern. Seit heute morgen habe sich der Zustand des Herzens sehr verschlimmert, derjenige der Lunge dagegen leicht gebessert, die Stimme sei chwach, zuweilen werde es dem Papste schwer, sich ver- tündlich zu machen. Das Bewußtsein sei vollkommen klar. Der Papst kenne den Ernst seines Zustandes. Wiederholt habe er verlangt, sein lateinisches Gedicht gedruckt zu sehen. Das baldige Ende sei jedenfalls unvermeidlich. Um 4 Uhr nachmittags erwachte der Papst, nahm Nahr- lutg und wollte sich erheben. Zugleich verlangte er die ärztlichen Bullettns zu sehen. Möglicherweise wird die Flüssigkeitsentziehung nochmals wiederholt werden. Das ziemlich befriedigende Befinden hielt auch noch am Llbend an. Der Blutumtcnlf und die Attnung sind langsam, aber in fortschreitender Besserung begriffen. Der „Voee della Verita" zufolge ist die bläuliche Färbung der Exttemitäten geschwunden. Die Störung der Nierentütig- keit dauert fort. Da8 Konkordat. Das „Giornale d'Jtali-a" meldet: Die Arbeit unter den als Papabili (Kandidaten für den päpstlichen Stuhl) genannten Kardinalen begann. Nachts telegraphierten sie an die befreundeten Kardinäle im Auslande. Der „Tribuna ' zusolge würden in dem Konklave zwei. Strömungen zutage treten, die eine für Gotti. Die andere für Rampolla, Auch Serafino Vanutelli, ü i Pietr0 irnb Capece- latro hätten Anhängern MiverMts Nachrichten Begrüuduug des Urteils. u. Schlußkurse. 208.50 210.37 136.— 172.62 177.50 gehen au. . Die nachgesuchtrn Tankmrlagen jiub in ber Folge auch ru Alssold unb (Äoßen rrichi zstgelossen worben; dagegen hat die DeutjcheEreritarrijche Petroleum-Gesellschaft m Oest. Sitebit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Lochumer Guß . Harpener Bergbau schwächt. M Privat-Diäkont 27/e Prozent. Loubet in London. Präsident Loubet fuhr gestern morgen, wie auS London gemeldet wird, von einer Abteilung Leibgarde begleitet, nach dem französischen Hospital und dann nach dem französischen Erzieherinnenheim. Um halb 1 Uhr fuhr Loubet nach York House zurück. — Minister Delcasfä besuchte den Minister deS Aeußeren, LanSdowne, und hatte mit ihm eine längere Unter-1 redung. Loubet empfing um halb 12 Uhr das diplomatische Korps. Nach Schluß des Empfanges hatte Delcasiä ein Ge- spräch mit dem russischen Botschafter v. Benekendorf. — Um 1 Uhr fuhr Loubet mit dem Botschafter Cambon und Gefolge im Staatsmagen, von einer Abteilung Leibgarde geleitet, nach Guildhall, wo er vom Lordmayor und den städtischen Behörden mit großem Pomp empfangen wurde. Nach Ueberreichung einer Adresse m einem Kästchen nahmen die Gäste, unter ihnen der Prinz von Wales und andere Mitglieder des königlichen Hauses, die meisten Minister und andere Würdenträger das Frühstück ein. Der Lordmayor brachte in herzlichen Worten emen Trinkspruch auf Präsident Anfangs- . 208.60 . 210.25 . 136.00 . 172.50 . 177Ü0 Schlup-Tendenz: ruhig. „Stalle" meldet, der Papst äußerte den Wunsch, baß] Hardinal Gotti sein Nachfolger werde. Zur Charakteristik der fieberhaften Vorbereitung des Konklaves erzählt man die pikante Anekdote, daß der (ran- >ö fische Kiirienkardinal Matthieu gesteni durch den fron-1 wsij'chen Botschafter Nisard säst g e sv a l t s a man s dem Vatikan entfernt lverdeu mußte, wo er sich einquar* ueren wollte, um das sogenannte historische Neckst des Protektorats Frankreichs über das ShuiFiavc zu bekräftigen. Vo« CuirinaL Die „Tribuna" meldet: Heute morgen prüfte der Mi- ui ft errat die Frage, ob die Reise des Königs tn-l folge der Erkrankung deS Papstes aufzuschieben sei. Ern Beschluß ivurde iiicht gefaßt, denn man würde sich natürlich auch mit der französischen Regierung ins Emver- nehmen setzen müsjeii. Auch die Meinung des Königs, Dem die Frage unterbreitet ist, wird zu hören sein, „kapitale' bemerkt: Die Aufschiebung des Besuches kann angebracht erscheinen, nicht weil der König während des Konklaves in Rom sein müßte, wobei seine Gegenwart iiicht nötig ist, sondern weil es nicht angemessen sein würde, daß der König Festlichkeiten beiwohne zu einer Zeit, in der der Tod des PapsteS zahlreiche Menschen in Italien und in Frankreich in Trauer versetzen würde, „kapitale" erkundigte sich, ob der Tod des Papstes auch der italienischen Regierung amtlich mitgeteilt lverden würde. Es wurde ihr geantwortet, wahrscheinlich nicht. An der Universität in München ließ sich Dr. theol. F. Gill mann mit einer Vorlesung über: ,Das Ehehmdernis der öffentlichen Ehrbarkeit nach seiner aeschicktllchen Entwickelung und heutigen Geltung" in der lheoloaischen Fakultät als Prwatd^ent nieder, in der juristischen Dr.H. Kreß mit einer Vorlesung über: .Das konstitutive Urteil im römischen, gemeinen und Reichs-Zivil- prozeßrechte" und in der philosophischen Dr. pbü. Jöraili mit einer Vorlesung über: »Die Organisation, Verb re ,, . ,r , t. >, ... — -___SH m nhf hiort" --- ' ?ir Vermischtes. ♦ Paris, 7. Juli. Labori übernahm unter gewissen Dedingungen die Verteidigung des Ehepaares Humbert. Labori will seine Klienten abhalten, allzu großes Aufsehen tu erregen. Der Prozeß soll vom 10. bis zum 15. August Dauern. * Bei den fortgesetzten Straßenkampfen m Evansville (Amerika) haben, wie aus Newyork telegraphiert wird, acht Kompagnien Miliz zwei Salven auf die Volksmenge abgefeuert, die 20 000 Köpfe zählte. Angesichts der Machtlosigkeit der Miliz henkte die Menge einen unschuldigen Neger auf. Die Miliz hat sieben Personen getötet und 20 verwundet. * Eine neue Liebestragödie, deren Opfer, ein lunger Mann im Alter von ungefähr 21 und ein Mädchen von etwa 26 Jahren, noch rekogiiosziert werden sollen, hat sich am Sonntag morgen in Schlachtensee in der Nähe von Berlin abgespielt. In dem genannten Restauraiit war am letzten Samstag spät abends ein Liebespaar eingekehrt. Der junge Mann, der ausfällig leidend aussah, schien Handwerker zu sein. Tas Mädchen verhielt sich ihrem mitteilsamen Geliebten gegenüber ziemlich teilnahmlos. In später Nachtstunde brach das Paar auf. Um i/s4 Uhr hörten Bahnwärter von der Berlin—Wetzlarer Eisenbahn unweit der südwestlichen Spitze des Schlachtensees mehrere Schüsse hintereinander fallen. Als die Beamten in die Nähe des Aees kamen, wurde das Paar am Waldrand tot aufge- iuriden. Das Viädchen blutete ans zwei Wunden, die chr durch Revolverschüsse in die Schläfengegend beigebracht sino. Tie Lage ihrer Leiche läßt es ausgeschlossen erscheinen, daß das Mädchen Selbstmord verübt hat. Ihr Geliebter hatte sich durch eine Kugel in den Mund getötet. Mit seinen Armen hat der auf den Tod verwundete Mann das Mädchen zu umarmen versucht. Irgend welche Ausweispapiere, die Aufschluß über ihre Persönlichkeit hätten geben können, wurden bei den Leichen nicht gefunden. Diese find nach, dem Schauhanse in Zehlendorf gebracht worden. Im Berichtsjahre wurden uns von mehreren Petro- 1 leumhandlern unseres Bezirks Klagen über die ^Bestrebungen der Deutsch-Ameritanischen Petroleum-Gesellschaft, den Großhandel mit Petroleum auszuschalten, unterbreitet Die Deuts ck)-Ame rikanij che Petroleum-Gesellschaft, eine Tochtergesellschaft der von I. D. Rockeselter begründeten Standard Oil Company, welche bekanntlich einen großen Teil der amerikanischen Oelquellen und die meisten der dortigen Raffinerien besitzt, vereinigt in sich den größten Teil des Pctrvleumimvorthanbels an den deutschen Seeplätzen. Seit Jahren ist es ihr auch gelungen, den Petroleum-Großhandel im Binnenlande immer mehr znrnckzu- drängen. Sie hat an vielen Bahnstationen Tankanlagen errichtet und versorgt von hier aus, unter Umgehung des Großhandels, in Straßentaukwagen die Detaillisten unb । größeren Konsumenten direkt mit Petroleum. Den De- I laillisten werden eiserne Bassins mit Meßapparaten ge- I liefert, die im Besitz her Gesellschaft verbleiben und von dieser mit Petroleum gefüllt werden. Petroleumtank- anlagen bestehen in den Nachbarslädten Marburg und Fulda; in Wetzlar, Limburg und Dillenburg befinden sich, Niederlassungen der Deutsch-Amerikanischen bezw. der Mannheim-Bremer Petroleumgesellschaft, die ebenfalls ein Doch ter mstitut der Standard Oil ko. ist. Im Mai des Berichtsjahres suchte die Deutsch-Amerikanische Petroleum-Gesellschaft auch an ven Stationen Alsfeld und Gießen Gelände zur Errichtung je einer Santanläge zu erwerben. Wir tonnten uns der Befürchtung nicht verschließen, daß durch ein derartiges Vorgehen der genannten Gesellschaft nicht nur der Petroleumgroßhandel ausgeschaltet, sondern auch die Gesellschaft allmählich eine Monopolstellung im Pe- troleumhandel erlangen würde, aus der sie später nur mit den größten Opfern einer starken Konkurrenz vertrieben werden könnte. Auch lag die Gefahr nahe, daß angesichts der bekannten Tendenzen der Standard Oil Company und ihrer Tochtergesellschaften nach Ansjcl-alrung des binnen- ländischen Großhaiidels ein direkter Verkauf an die Konsw menten überhaupt unter Umgehung der Detaillisten yi erwarten sei. Von der Deulsch^Amerikauischen Petroleum- Gesellschaft wurde allerdings ein derartiger Plan, sowie alle I Monopolisierungsbestrebungen ihrerseits bestritten. Jeden- Die neuen Kliniken sind derart projektiert, daß die djrfntrxiifdji- Minik, den südwestlichen und ein Stück des mittleren Teils des erwähnten Geländes umfassend, mit der Front des Hauptgebäudes nach Südwesten gerichtet, den an der K'linikstrahe bereits liegenden Wniken gegen- über errichtet, die Augenklinik, den Liest des nrrMeren Tnls mid den nordöstlichen Test des Geländes umfassend, mit der Front des Hauptgebäudes nach Nordosten gerichtet, er« baut werden soil. .. Von den 0>rmidstücken wurden 12 zum Preise von 5Mk. pro Quadratmeter freihändig erworben. Acht Eigentümer, nämlich: 1. die 1. evangelische Pfarrei Giießen, 2. toi Winrich Schwan, 3. die Andreas Weidig Erben, 4. Nathan Rosenthal, 5. die Gailschen Erben, 6. die Balsersche Stiftung, 7. August Gabriel II, & Wilhelm Plank II. gingen ans das ihnen gestellte Gebot iiicht ein, weshalb die von Großh. Regierung hierzu beauftragte Grvßh. V-aiibehorde । für die Universitatsnenbanten zu Gießen mtterrn 23. Mai 11902 die Enteignung der nicht freihändig erworbenen Grundstücke und Grundstücksteile beantragte, wobei sie 5 Mk. für heben Quadratmeter Gelände und außerdem für die Gabriel- jebe Hofraite 27 000 Mk. anbot. Ter CnteignungSantrag wurde nachträglich auf das den (Zynischen Erben gehörige Grundstück Flnr V M. 327,5 in der Größe von 136 Quadratmeter ausgedehnt, nachdem der Anwalt der Eigentümer erklärt hatte, daß er gegen emo nachträgliche Ausdehnung des Enteignungsaiitrags auch aus dieses Grundstück — für den Fall, daß die Zulässigkeit der Enteignung überhaupt ausgesprochen werde — nichts zu erinnern finde. . _ t ,, _ ,e Tiefem Anträge stattgebend, erließ das Großh. Lrersauft Gießen mitcrm 16. Juni 1902 Bekanntmachung nach Vorschrift des Art. 24 des Enteignungsgesetzes in der neuen Sossung unter Hinweis aus die Bestimmungen des Art. 2i desselben Gesetzes. Ter Plan über die Lage der zu enteignenden Grundstücke) der Enteignungsantrag unb die hierzu erforderlichen Nachweismrgen wurden in der Zeit vom 21. Juni biis 5. Juli 1902 einschließlich auf dem Blrgermeiftereiburean zu I Gießen zu jedermanns Einsicht offen gelegt Die Verhandlung über den Plan und die zu leistende Eiitschädigrmgs- jumme fand in der Tagfahrt vor der L-okalkommisswn I am 9. Juli 1902 statt Nack)dem das Gutachten der Lokalkommiftion unterm 30. Januar 1903 erstattet worben war, wurden, da eine Einigung mft den Geländeeigerftürnern nicht erzielt war, die Akten dem Provinzialausschnsse zur Entscheibnna vorgelegt, in dessen öffentlichen Sitzungen vom 14. Februar, 28. g-ebruar, 14. Marz und 28. März die Sache verhandelt mu VuuC,u.ia — ' ^breitung und Verwandtschait der paläozoischen Amphibien . — Mit emer An-- trittsvorlesunq über die ^Haftung des Tierhalters rm Bürgerlichen Reckte" hat sich Dr. jur. F. Litten m der surlstlschen Fakultät der Uiilversität in Halle als Privatdozent eingesührt — Der wiffen- schädliche Hilssarbeiter Tr. K. W a tz i n g,e r wurde zum Dlrektorra - allislenten bei den kgllMuseen irr Berlin ernannt. — ^er bo ent ht der mediftnischen Fakultät inB res l au W.tolpe: bat wie die „Voss. Zeitung" meldet, emen Ruf nach Göttingen als a. o. Professor der gerichtlichen Medizin erhallen und angenommen. — Aus Wien wird geschrieben: Für die Stelle des von seiner Lehrkanzel für Nationalökonomie scheidenden pofrats K. M e n g c r ist der Professor des gleichen Faches an der P r a g c r Universität Frhr. v. W i e s e r ausersehen. Die Professoren an der Wiener Universität Hofrat E. v. Logt ^Pharmakognosie) und Hofrat E. v. Ezyhlarz (römisches Recht), die die Altersgrenze erreicht haben, werden em Ehrenjahr absolviereti. — Aus A m st e r- d a m meldet man: SDlit einer Schrift über den altgriechischen Dichter Anyte hat sich Fräulein M. I. Bag le den Doktortitel erworben; sie ist die erste Dame, die m Holland als Alt- Gießen unb Umgegend den Straßentanrwagcnverreyr eröffnet. Der größere Teil der Detaillisten in der Stadt Gießen ist aber bei den Großhändlern verblieben, zumal eine hiesige F-irma inzwischen ebenfalls den .Straßentanr- wagenverrehr aufgenommen batte, um mit gleichen Mitteln das Vorgehen dec Gesellschaft zu bekämpfen. Dagegen hat die Gesellschast ans dem Lande durch ihr rasches Vorgeben viele Abnehmer gefunden, doch haben auch dort inzwischen andere Großhändler den Verkehr mit Straßentankwagen ausgenommen und bieten den Detaillisten die gleichen Annehmlichkeiten als die Gesellschaft, sodaß eine Zurückeroberung dieses Absatzgebietes erwartet werden kann. Auch in anderen Teilen des Reickes bat der Handels- stand den Bestrebungen der Deutsch-Amerftanischen Petro- lemn-Gesellschaft ernstlichen Widerstand entgegengesetzt., Jur Königreich Sachsen hat Die Generaldirektion der sächsischen Staatsbahnen nach dem Gutachten der Handelskammern die Zulassung von Dankanlagen an den Bahnhöfen abgelehnt. Der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten hat am 12. Dezember 1902 an die Eisenbahndirektionen eine Verfügung erlassen, day die Vermietung eisenbal-n- fiskalischer Lagerplätze an Petrolemngesellschaften behufs Errichtung von Lankanlagen nicht ftattfmbeii dürfe, wenn der beantragenden Gesellschaft hierdurch ein örtliches Monopol gewährt würde. preise auf dem jetzigen Stand beläßt. Aus diesen Gründen haben wir uns bei den Kommunal- Verwaltungen in Alsfeld uub Gießen dringend gegen die Gewährung von Gelände zur Errichfting von Tankanlagen ausaejprock>en und im gleichen Sinne Eingaben an bie Grosch. Regierung, die Kvnigl. Eisenbahndirektwn in Frankfurt a. M. und an den preußftchen Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten gerichtet. Gleichzeitig regten nur eine Reihe von Schwesterkmmeru zu einem ähnlichen Vorwurde. Die Entscheidung wurde dadurch verzögert, daß das neue Grundbuch der Gemarkung Gießen eine Aenderung der Bezeichnung der zu enteignenden Grundstücke notwendig machte, die nach dem neuen Grundbuche geprüften Meßbriefe aber erst kurze Zeit vor der Entscheidung in den Besitz des Provinzialausschusses gelangten. In dem Verfahren vor der Lokalkonimission und dem Provinzialausschusse wurden Einwendungen gemacht: (Hier folgen die seitens der einzelnen Anwälte der Eigentümer erhobenen Einwendungen, welche bereits in den Bc- rick)ten über die Verhandlungen ausführlich wiedergegeben .wurden.) Jahresbericht der Krotzh. .Handelskammer Kletzen. IV. Petroleum-Harrdel. Loubet aus. Dieser erwiderte: ,Jch schließe mich gem den Wünschen an, die sie tot daß oerzliche Einvernehmen zwlschen beiden Völkern zum Ausdruck brachten, von denen jede einen notwendigen Platz in der Geschichte der Zivilisatwn entnimmt Tas Gesicht ihrer gemeilp samen Interessen muß ihnen den Geist der^V e r j ohnlichteit und des ^nvernehmens einstoßen, der, wie Sie richtig bezeichneten^ der Sacke der Menschheit dienen wird. Tie Anwesenheit des । Ministers des Aeußeren der Slepublit an meiner Seite ist Ihnen em Unterpsand für den Wert, den die ganze französische Regierung daraus legt, zwischen unseren beiden Ländern diese glücklichen Freundschafrsbeziehungen zur Enckaltwig zu bringen. Ich erhebe mein Glas zu Ehren des Lordmayors und des Gemeinderats. Lebhaftes Aufsehen erregte bie Verhaftung eines jungen Franzosen, der im Augenblick, als Präsident Loubet voruberfuhr, mit der Hand nach einer inneren Rocktasche griff. Man vermutete emen Anarchisten und die Volksmenge machte Miene, ihn zu lynchen. Unter den Händen der herbeigeeilten Polizisten legitimierte der Mann sich jedoch als em in London angestellter französischer Kellner, der dem Präsidenten eine Bittschrift überreichen wollte. Die Polizei entließ ihn daher unbehelligt_______________________ Enteignung von Kelände für den Neubau einer chirurgischen und einer Augenklinik. In den Hauptvoranjchlag der Staatseinnahmen und Ausgaben des Großherzogtums im Rechnungsjahre 1901/02 war ein Betrag von 305000 Mk. auf genommen worden zur Erwerbung von etwa 61000 Quadratmeter Gelände, auf welchem eine neue chirurgische und eine neue Augenklinik der Landesuniverfftät Gießen errichtet werden sollten. <511 den beigefügten Erläuterungen war folgendes bemerkt: „Tas jetzige sog. Akademische Krankenbaus (ehemals eine Kaserne) enthielt bis zum Jahre 1890 die Räume für die medizinische und für bie ophthalmologische Klinik. In dem genannten Jahr bezog die medizinische Klinik ihren Neubau, und die freigeworbenen Räume wurden unter bie beiden zurückbleibenden Kliniken verteilt. Heute ist nichtt nur biefer ihnen zur Verfügung stehende Raum völlig unzureichend, die Lage, innere Einrichtung, Raumverteilung, Licht- und Lnstverhältnisse sind vielmehr derartig mangelhaft, baß nach dem Stand der heutigen Wissenschaft unb Erfahrung die Belassung der beiden genannten Kliniken in dem bermaligen Hause nicht wohl langer verantwortet werden kann. Ueberdies würde die in erfteulichem Aufblühen begriffene Bedeumng unserer Landesuniversität als! einer bevorzugten Lehrstätte für die Heilkunde empfindlichen Abbruch erleiden müssen, wenn zwei wichtigen Zweigen dieser W^senfchaft noch fernerhin diejenige Berücksichtigung Dorentßaiten werden sollte, bie beanspruchen sie^wohl berechtigt sind. Endlich gebietet — nicht an letzter Stelle — die Kirsorgepflicht des Staates für die Heilung suchenden kranken bie Bereitstellung von Einrichtungen, welche eine hygienisch verwerfliche UeberfüHung der ftranfeuräume entbehrlich machen und die zurzeft unvermeidbare Abweisung von Kranken nach Möglichkeit ausschließen." «ESäSS ft oanbuänbe gefunden hatte, wurde zur Erbauung der neuen Petroleumhandel m ern er Hand zu vereurrgen, oem Qll* tfürur(Pichen unb Augenklinik dasjenige Gelände gewählt, gemeinen Interesse der Äoniumenten 9«Jbl)rM) to rb n, Bereite ft über Gebauten (mebftini- denn es ist [einerlei Garantie gegeben, daß bie Gesellschaft, s^nE^unb^Frmren-) Minken nordöstlich ber Mnikstraße wenn sie einmal den Markt allein beherrscht, bie Petroleurn- ub bis zu den Gärten hinter der Wilhelmstraße hinzieht. Dieses Gelänbe wird sübwestlich begrenzt durch einen | längs der Klmikstraße hin-iehenden, dem Großl-erzogtum Lanoeseigentum gehörenben 6elänbeftreifen, durch bie Hofraiten oer Frankfurterstraße, nordoMch burch die Hoftaften der Lfthelmsrraße rnrb tft mit Ausnahme des Gabrieischen Grundstücks ebenso tote bas ftdoWch an- nrenLende Gelände nicht bebaut. um«aßt, von besten auSQtfynb, folgende Grundstücke DDtt ic rcr■ welche nach dem alten Gründlich bei G n.arkung Gießen sämftich ut Flur XXV liegen und folgenov Bezeichnuna haben: (Folgen bie zu entcegnenbaT Parzellen.) Philologe promovierte. Spari - Hundesport. Auf der großen internationalen Hundeausstellung zu Frankfurt a. M., bei der 950 Hunde aller Raffen in Konkurrenz traten, haben folgende Gießener Züchter für ihre zur Ausstellung gebrachten Tiere nachstehende ehrende Auszeuchimng erhallen: H e r m. F 0 e r st e r (Dachshunde) zwer 1. und vier2. sowie einenEhrmoreis. — Frrtz Jung (rolerDachshund) je einen 2. und 4. Preis. — H. R a ff a u c r (^.eonbergei: Rüde) drei 1. Preise und einen Ehrenpreis. — H e i n r l ch I e n tz e n irussische Windhündin) 1. Preis, Ehrenpreis und Ehampwntllel. — Georg Forbach (rauhaarige Pinscherhündm) 1. Prew und als beste Hm>dm der Raffe auf der Ausstellung der Ehrenpreis -- Georg Volk (Dobermann-Pichcher) 2. und 3.Preis, und Wrlh. Hamel (Bulldogge) 4. Preis. Außerdem kamen zahlrerche lodende Aneftennungen noch nach Gießem Handel und Uerkehr. Uolkswirtschast. Berliner Börse vom 7. Juli 1903. (Mllqeteilt von oer Bant für Handel und Industrie, Güßen.) heurige Borst verlief ohne irgerrd besondere Anregung vollständig ruhrg und geschästslos. In Montmnverten und Bank- afticu sanden nur vereinzelte Umsätze bet gut behaupteten tosen statt In Kanada Paestst Shares würben trotz festen New-Porks und Londons hier kleinere Realisierungen vorgeno.nnren, welche den Kurs um Kleinigkeiten drückten. Etwas lebhafter gestaltete sich der Verkehr tu Lübeck-Buchener Eisenbahn-Aktlen, für tvelche sich in Bürsenkreffen altdauernd reges Interesse zeigt. Aus dem Kaffaindustrrenmrtt war die Tendenz vorwiegend leicht abge- Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Vartenstratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten ynd Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. Es könne« eingestellt werden: 1 Küiergeselle, 1 Drechsler, 1 Schneidmüller, 5 Lackierer (auswärts), 2 jüngere Pferdeknechte, 4 Pferdeknechte, 10 kräftige Arbeiter, 29 Dienstmädchen, 2 Hausmädchen, 1 Kindermädchen, 4 Laufsrauen, 2 Laufmädchen, 1 Waschfrau, 1 Putzfrau, 1 Flickerin, i landwirtschaftliche Magd. Lehrlinge: 1 Kellner, 1 Bäcker. Es suchen Arbeit: 10 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, 3 Waschfrauen, 1 Wäsche- oder Plättmädchen, 2 Weißnäherinnen, 2 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, 1 Kindermädchen, 5 Pferdeknechte für Landwirtschaft, 1 Gartenarbeiter, 5 Erdarbeiter, 4 Pferdeknechte, 1 Kutscher, 10 Hausburschen, 2 Taglöhner, 2 Bureaudiener, 2 Diener, 1 Kinderwärterin, 2 Schlosser, 1 Metallformer, 1 Installateur, 1 Spengler und Installateur, 2 Schreiner, 1 Glaser, 1 Anstreicher, 2 Weißbmder, 1 Schuhmacher, 2 Buchbinder. Lehrlinge: 1 Schreiber. 5287 Bekanntmachung. Montag den 13. Juli 1903, nachmittags 6 Uhr, soll die Kornfrucht aus dem Halm von dem städtischen Grundstück Flllr 41 Nr. 91 = 1812 Qu.-Mtr. Acker vor der Warte, aus die Marburgerstraße, früher dem Balthaser Emll Malkomesius gehörig, öffentlich meistbietend an Ort und Stelle versteigert werden. Atsammenkunst auf der Marburgerstraße an der „Stadt Marburg". Gießen, den 6. Juli 1903. 5365 Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Die Lieferung von 4600 Ceutner Nußkohlen zweiter Größe für die städtischen Anstalten für das Rechnungsjahr 1903 soll unter den auf dem Zimmer Nr. 15 der Bürgermeisterei zrw Einsicht offen liegenden Bedingungen vergeben werden. Angebote, in welchen der Preis für den Doppelwaggon frei Bahnhof Gießen anzugeben ist, sind bis zum 25. Juli d. I., vormittags 12 Uhr, mit der Aufschrift „Kohlenlieferung" versehen im Zirmner Nr. 15 abzugeben. Gießen, am 3. Juli 1903. 5331 Der Oberbürgermeister. Mecum. 5346 fertigung der Mädchenkleider, Nnterröcke und Hemden sind spätestens bis zum 15. d. Mts. auf dem Armenamt, Neuenbäue 43, einzureichen. Für die Knaben-Anzüge sind Muster in Loden- und Lörracher Tuch vorzulegen. Gießen, den 3. Juli 1903. Die Arruen-Deputation der Stadt Gießen. Eurschmaun. Bekanntmachung. Für die Ebel-Stiftung ist zu vergeben die Lieferung von etwa 25 fertigen Anzügen für Knaben (Joppe und Beinkleid ohne Weste), r 50 Meter Stoff au Winterkleidern für Mädchen, , 35 „ Flanell zu Unterröcken, „ 80 „ Baumwollflanell bezw. Halbleinen zu Hemden. Ferner soll die Anfertigung von etwa 20 Mädchenkleidern und von etwa 45 Knaben- und Mädchenhemden vergeben werden. Angebote auf Lieferung der Anziige und Stoffe, sowie An- Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Herstellung von Parkett - F«tzböden aus Buchenriemen in verschiedenen Räumen des Gerichtsgebäudes dahier nötige Schreineracbeit nebst Materiallieferung wird hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zut Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum 14. Juli d. I. vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 3. Juli 1903. Großherzogliches Hochbauamt Gießen Neuling. [5253] Mobiliar-Versteigerung. Donnerstag den 9. Juli, nachmittags 2V2 Uhr, wird in dem Bieker'schen Saale, Neustadt 55, dahier, wegen Aufgabe eines Billen-Haushaltes eine Partie sehr gut erhaltener Möbel gegen Barzahlung versteigert. Es kommt zum Ausgebot: 1 Maquettplüsch-Sopha mit 2 Sesseln, 1 Spiegel mit Trumeaux, 1 Spiegelschrant, 1 Waschtisch und 1 Nachttisch mit Marmorplatten, 1 Sopha- tisch, 2 Betten mit Sprungrahmen nnd Haarmatratzen, 1 rundes Tischchen, 1 Kleiderständer, 1 Handtuchhalter usw. 5337 I. A.: Schneider. Das Genossenschafts-Kataster der Wassergeuossen- schast Lundorf zu Steinbach liegt vier Wochen lang zur Einsicht der Genossen in der Wohnung des Unterzeichneten offen. Abänderungsanträge müssen innerhalb dieser Frist schriftlich bei dem Genossenschastsoorsteher gestellt werden. Steinbach, den 4. Juli 1903. 5327 Krämer, Gcnoffenschaftsvorsteher. Wche Sereiiiigimg für $oltonk Freitag den 19. Juli: Ausflug nach Wchl'ar. Abfahrt in Gießen nachmittags 5.56 Uhr. In Wetzlar Besichtigung des Domo. Abends 81/* Uhr: Gemein- sinne Versammlung mit den Wetzlarer Freunden der Bereinigung im Saale des Kasinos. Ansprache des Prof. Dr. Strack über die Ziele der Lollslundc, nnd Vortrag von Prof. Dr. Wünsch über anliken und nwdernen Geisterglauberr. Besondere Einladung ergelst nicht. 5355 Vergebung Vs« Bauarbeiten. Die bei Erbauung von Oekonomiegebäuden zu Domanial- hof Konradsdorf (Bahnstation Selters der Linie Stockheim- Gedern) vorkommenden Arbeiten und Lieferungen sollen aus dem Wege des öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden. Zur Ausführung sind der Hauptsache nach vorgesehen: I. Erd- und Maurerarbeiten. 156 cbm Bruchsteinmauerwerk abzubrechen, 145 qm Pflaster aufzunehmen, 240 qm Zwischendecken abzubrechen, 1110 cbm Erdaushub, 930 cbm Bruchsteinmauerwerk, 95 cbm Backsteimnauerwerk, 205 qm Fachwerksausmauerung, 146 qm Isolierung aus Asphaltisolierplatten, 214 qm Goudronanstrich, 300 qm Kellerfußboden mit Lehmschlag, 10 cbm Haristeine zu versetzen, 560 qm Stallfußbodenklinkerbelag, 72 lfd. Mtr. glassierte Chamotteröhren zu liefern und zu verlegen, 447 qm Fugenbestich der Außen- mauern, 360 qm Stalldecken aus Hourdis mit Widerlagssteinen, 35470 kg Träger und gußeiserne Hohlsäulen zu verlegen, 130 qm Zwischendecken. II. Steinhauerarbeiten. 4 cbm Hausteine aus Sandstein für Fenster und Thür- umrahmungen, 8 cbm Basaltlavahausteine für Treppentritte und Unterlagsteine. HL Beton- und Cementarbeiten. 380 qm Schlackenbetondecken, 340 qm Kiesbetondecken, 340 qm Bleiisolierplatten, 90 qm Cementsußboden, 90 lfd. Mtr. Cementjaucherinnen, 390 qm Cementwand- putz, 200 qm Cement-Rabitzwände. IV. Zimmerarbeiten. 130 cbm scharfkantiges Tannenholz zu liefern, 5200 lfd. Mtr. Holz abzubinden, 64 lfd. Mr. Dachgesims, 240 Jalousieläden, 95 Stufen Treppen, 1400 lfd. Mtr. Holzwerk abzubrechen. V. Dachdeckerarbeiten. 870 qm Plattziegeldach, 300 qm altes Dach abzudecken. VI. Speuglerarbeiten. * 64 lfd. Mtr. Hängekandeln, 48 lfd. Mtr. Abfallrohre rc. VII. Grobschlofferarbeiten rc. 1200 kg Schmiedeeisen für Klammern, Anker, Laschen rc. zu liefern und anzubringen, 1200 Stück Löcher in I-Träger zu bohren, 1100 kg 1-Winkel und Flacherseu für Schutzgeländer, Dunstschächte rc. zu liefern und zu montieren. Bezüglich der Bedingungen für die Bewerbung um vorstehende Arbeiten und Lieferungen und ihre Ausführung wird auf den MinisteriaLerlatz vom 16. Juni 1893 (Anlage A und B) verwiesen. Die Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsunterlagen liegen von Montag den 6. Juli l. I. auf dem Amtslokal der unterzeichneten Behörde (Bismarckstraße 27) während der Dienststunden zur Einsicht offen. Die Angebotsunterlagen können gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden. Die Angebote sind verschloffen, postsrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Montag den 27. Juli, vormittags 11 Uhr, einzureichen, zu welchem Termin die Eröffnung der Angebote im Beisein etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 4 Woche«. Friedberg, den 4. Juli 1903. Großherzogliches Hochbauamt. In Vertretung: Haag. 5299 Bekanntmachung. In das Handels-Register wurde heute bezüglich der Firma , Gebrüder Michel" zu Gießen eingetragen: Geschäft mit Firma ist auf Kaufmann August Michel zu Gießen übergegangen. 5374 Gießen, am 4. Juli 1903. Großherzogliches Amtsgericht. Als Verwalter des Nach- laffes des am 20. Mai d. I. verstorbenen Kaufmanns Wilhelm Schowber in Gießen ersuche ich diejenigen, welche Forderungen an diesen Nachlaß zu bilden haben, solche binnen 14 Tagen von heute an bei Meldung deren Nichtberücksichtigung bei der Nachlaßregulierung bei mir anzumelden. 5360 Ferner fordere ich diejenigen, welche an den Nachlaß etwas schuldig sind ober dazu gehörige Sachen im Besitz haben, auf, innerhalb gleicher Frist mir hiervon Anzeige zu machen. Gießen, den 9. Juli 1903. I. Boeck, Steinstr. 15. Vergebung von Pflasterarbcrten. In der Gemeinde Großen- Buseck sollen Pflasterarbeiten, veranschlagt zu 2063,13 Mk., im Submissionsiveg vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen m den üblichen Bureaustunden zur Einsicht bei uns offen, woselbst Offerten bis zum 11. Juli, nachmittags 1 Uhr abzugeben sind. Die Eröffnung der eingegangenen Offerten sindet dann mn V/2 Uhr statt. Großen-Buseck, 6. Juli 1903. Großherzogl. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Schwalb. 5314 KHMseiWg. Die Lieferung von 200 Ctr. Anthrazitkohlen, 100 , gewaschene Nußkohlen soll auf dem Wege öffentlicher Verdingung vergeben werden. Angebote sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Samstag de« 11. Juli L I., vormittags 10 Uhr, auf unserem Amte, woselbst auch die Lieferungsbedingungen eingesehen werden körmen, einzureichen. 5308 Gießen, den 2. Juli 1903. Großherzogl. Hauptsteueramt. Weißenbruch. Arbeitsvergebung Die bei Herstellung der Eisteiche in der OberfSrsterei Schifferrbcrg zur Ausführmrg gelangenden Nusranmuugsar- veite» — veranschlagt zu rund 2252 Mk. — sollen nochmals und zwar im Wege schriftlichen Angebotes öffentlich vergeben werden. Voranschlag, Bedingungen und Pläne liegen bei der unterzeichneten BciOrde auf. Angebote haben pro Quadratmeter zu er- solaen. Die Offerten sind verschloffen, poftirei und mit entsprechender Auffchrift versehen bis Samstag den 11. d. Mts., vormittags llV-Nhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst auch deren Eröffnung um die angegebene Zell in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter statt- sindet. Zuschlagssrist 14 Tage. ließen, am 2. Juli 1903. Hrotzh. AutturiuspeLtion Kietze«. _______Wißmann.____5244 ooeoooooo Täglich frische 4630 Krdbeeröowle. ScSwtt’s Weinstube. Bahuhofstr., gegeuüb. Schanzenstr. ooooooooooo ^eschälls-Derlegung Meiner werten Kundschaft zur gefälligen Kenntnis, daß sich mein Lackier-Geschäft vom 1. Juli ab In Löbers Hof 6 befindet. 5168 Gg. Bellof, LMmmcher. Äiisnahttt-yrtise für die Monate Juli und August. Prima HausEsrand-KCoSiüen von den besten Zechen, i.15 Mk. per Ceutner. Bei Abnahme von 30 Eentner an frei Keller. pcr % S.45 Bei Abnahme von 30 Eentner frei Keller. Hungener Briketts „Grube Friedrich“ frei Haus S<> Pfg. per Ceutner. Für Bäcker HO Mk. ab Werk. 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