Erstes Blatt. Mittwoch 8. April 1903 IW achten. Jie Heutige Yummer umfaßt 12 Seiteru ausgesetzt 28(7 ausgesetzt ederkehrenden uis mit 250 gegen 75 Stimmen ange- iliflen stimmen dagegen,, die Rechte und den ausgiebigsten ÄL rf jtadt Heer und Flotte. Gegrinaet* Kirche und Schule. ;.ai Ubrrfle für Tepddyen: Anzeiger Lietzen. ftrrnlprtdiaiflAluftftr 5L 153. Jahrgang £tn plltijches Testament. Man schreibt u» aus Berlin, 7. April: Mao,' eiten reich verseh«-- Trier, 7. April. Ministerialrat Dr. Wantzold De- L er. e» Ke Ä KAK ATAM CHI ----- r f ■ . * . ' ilen, konferierte tm liegen, darunter einer von JaursS, welcher sich für die vom Arieg-minister vorzunehmende Untersuchung über die Treyfus-Afsäre ausspricht. Ri bot bekumpst diese Reso- atte. „Was ^elmnntmachung. Betr.: Die Zulaffung von Losen auswärtiger Lotterien zum Vertrieb im Grobherzogtum. Großherzogliches Ministerium des Innern hat dem Elsaß-Lothringischen Bienenzüchterverein die Erlaubnis erteilt, die Lose einer von demselben in Gemeinschaft mit dem Verein deutscher, österreichischer und ungarischer Bienenwirte und dem deutschen bienenwirtschaftlichenZentraloerein gelegentlich einer im Sommer dS. IS. in Straßburg i. E. statt- findenden bienenwirtschaftlichen Ausstellung zu veranstaltenden Verlosung von der Bienenzucht dienenden Geräten rc. innerhalb des GroßherzogtumS zu oertr eiben. Die Lotterie bezweckt die sächliche Hebung deutscher Bienenzucht und die teilweise Deckung der Ausstellung-kosten. Wir bemerken zugleich, daß nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten BeüosungSplan 50 000 Lose ä 50 Psg. auSgegeben werden dürfen und 10 000 Mt. zum Ankauf von Gewinnsten verwendet werden müssen. Nach dem V«lo ungSplan sind alle Gewinne, wenn ausdrücklich verlangt, »iit 20 Prozent Abzug m Geld auS- zahldar. Dieser Abzig fällt den drei gemeinsam ausstellenden Vereinen zur Deckun; der Ausstellungskosten anheim. Gießen, den!. April 1908. Großyeiog.iu-es jueidamt Gießen. . - . , r - w -^enz in Sachen deS Trierer S ch u l ft r e t t e s. Ter Tirektor der hiesigen Töchterschule wurde zu der Konferenz beigezogen. !V ausgesetzt. Kandidaten aufgestellt. Dr. König ist geborener Hesse. Frankfurt a. M., 7. April. Jrn Saale des Taunu» nahm am Tienslagabend eine Mitgli ' Nr. 83 • rietet tSgslch außer SonmagS. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessische« Landwirt die Sietzeuer janlllen- blätter viermal in der Woche betgelegL Rototiontbrucf u. Verlag bet t) r ü b l "leben Un n>e d.« tj ud>-u. 6i et n- b rüdem (Xhetld) Irrten) IiedakNon, ttrpebinoe und Druckerei: klüger aufzutreten. (Anhaltender Beifall lmlS, Ruse rechts: Gehen Sie nach Berlin!) Nach Jaurss nimmt der Kriegsminister, General A n - dr s, daS Wort und erklärt, daß die Regierung die Erforschung der Wahrheit der in Rede stehenden Angelegenheit zu sördern beabsichtige. (Bewegung.) Die Ehre der Armee sei in dieser Angelegenheit nicht im geringsten in Mitleidenschaft gezogen. (Beifall links.) Er habe niemals 1tH, W1 6 2632 >enft «i**1 1,1 Iteupo»1 lution. Waldeck-Odoulseau habse durch den Vorschlag der Amnestie angczeigt, daß das unglückliche Frankreich nicht mehr länger zerrissen werden dürfe. Nach Ribot erklärt Ministerpräsident TombeS, Ribot habe die einfache Tagesordnung verlangt, in der Hoffnung, damit leicht eine Mehrheit republikanischer Stimmen zu vereinigen. Unter diesen Umständen kann die Regierung nicht mehr zögern, die einfache Tagesordnung abzulehnen. Tie Regierung [teilt die Be r t r a u en s f ra ae über Annahme der von Jaurv» und den Führern der Linken vorge- lchlagenen Tagesordnung, welche sich für eine Enquete über Die Treyfus-Assäre ausspricht. (Große Bewegung.) Um 10 Uhr wird endlich die Debatte geschlossen und die- Kammer stimmt über die Priorität für die "Tagesordnung Jaurvs ao, welche die Erklärungen des Krieasministers zur Mcnntni» nimmt. Die Priorität wird abgelehnt. Darauf beschließt die Kammer die Priorität für die Tagesordnung Ehapuis, lautenb: Die Kammer vertrau t auf die Regierung und ist entschlossen, nicht zuzulassen, daß die Drehsus-Affäre aus der gerichtlichen Domäne heraustritt. JHe Aufrühruug der Freyfus-Fffäre. Pari», 7. April. Die meiften Blätter besprechen eingehend die gestrigen Vorgänge in der Kammer. Die nationalistischen Organe meinen, Jours» habe nichts neues vorgebracht und gebe sich einer großen Täuschung bin, wenn er glaube, mit solchen Mitteln abermals eine Revision des Trey- fuS - Prozesses erzielen zu können. Die radikalen Blätter roei^n auf die große Wirkung hin, welche die Rede JauröS auf die Kammer hervorgerufen habe, und sagen, Brisson habe durch seine Erklärungen den Führer der Nationalisten, Cavaignac, moralisch hingerichtet. „Petit Republique" schreibt: Covaigiiac, der Elende, habe den Obersten Henry in den Tod getrieben und die Verantwortung für die Vergehen aus sich allein nehmen didaten auf zu ft eilen. Tie Versammlung beauftragte schließlich ein Wah.kornitee mit den weiteren Schritten. Kassel, 6. April. Die Hessische Rechtspartei hat darauf verzichtet, in der bevorstehenden Reichs-« tagswahlbeweaung eigene Kandidaturen, die allerdings stets lediglich Zählkaiididaturen gewesen sind, auszustellen, da diesmal nur Wirtschaftliche Fragen" in Betracht kämen. — Tas Zentrum hat beschlossen, in den sämtlichen nördlich gelegenen Wahlkreisen des Regierungsbezirk» Kassel, nämlich Rinteln, .Hofgeismar-Wolshogen, Kassel- Mils nj n ^schw g -Wi^e. h s n-Schm lk L n Marlu.g. Lirii,hain-Frantenb.rg und Frchlar-^outberg.Zicgenhain, selbständig vorzutzeh^ii und den Abg. Rich Müller al» Kandidaten für sämtliche Kreise aufzustellen. Im Verlage der Hosbuchhandlung von Karl Siegismunb in Berlin erschien soeben: Stecherts Armee-Einteilung und Quartier-Liste des deutschen ReichS- beeres und der Kaiserlichen Marine. Nach amtlichen Quellen bearbeitet und berauSgegeben von der Redaktion des Deutschen Soldatenhortes. Einzelpreis 80 Pfg. Die seit 43 administrativen Enquete unter Hinzuziehung eüie'r gemiHen I Ä’äj?%ttnee^tc. ^thüll eine Anzahl 3unftcn einoetfianben ntlurL (iln^üenbu 8ki- lTar^,‘“d “nt> Sufammenftelluna oller foll links) Truppenteile der deutsck-en Armee mit namentlicher An- Sei* M?n& ruft, nach d^r I ^^dwehr- und Terrllorialbezirke ein Verzeichnis'sämt- inten gewandt, aus: Sind Sie alle denn wahnsinnig, i^i h11^" n na h?? Nummem- baö Sie solchen Lügen Glauben schenken? a u r 6 = Iro e.in Dis- Hube leches Verzeichnis der Garnisonem Ich bin nicht so dumm, auf diese vorbedachte Ablenkung ?£ die^Personali«, hereinzufallen, die von einem verlorenen und verzrveifelten Marine^ enlhalt onalien des Reichsmarine- sääkä s «3« woraus hervorgeht, daß Pellieux seine Demission zurüct- ■' ------- zog nach der llnterreoung mit Cavaignac. Nach diesen heftigen, von wüstem Lärm begleiteten Zwischenfällen führt der Antisemit Lasies aus, daß die, Wiederaufnahme der Treyfus-Asfäre im Ausland Freude zernent für die höheren Mädchenschu Hervorrufe, weil sie die französische Armee einem zweiten Provinzial-Schulkollegium zu Eoblen Sedan eutgegensühre. Er gerat in hefrige Konrrooe^se mit dem Sozialisten Pressens-. Schließli^ h^ven süi) die Leiden- chaflen etwas ausgetobt. Ter Präsident teilt mit, daß als Abschluß der Debatte mehrere AiesolutionSentwurfe vor- mit dem Gedanken zuftieden fern können, daß ein französischer Offizier meßen des gemeinsten Verbrechens verurteilt worden sei üirü halte sich an das letzte Urteil des Kriegsgerichts (Beifall recht»-, aber er glaube, daß die öffentliche Meinung durch das Auftauchen gewisser Berbreck-en des Hochverrates und mildernder Umstände ganz besonders beunruhigt worden sei. (Beifall links.) Als Minister verstehe er die Befürchtungen, die mehrere Mitglieoer des Hauses in Unruhe hielten, und um seinerseits zur Wahrheit sein Teil beizuttagen, lege er den Brief des Generals Pellieux vor. Der Minister schließt, indem er [ich mit einer GlehenerAnzeigerW General-Anzeiger ° Sg Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ZWGZ aetgentetl: Hans Beck. Die „Nationalzt." veröftentlichS einen Brief, den ihr einem Herzschlag erlitner langjähriger Eheftedakteur Ernst Köbner „gleichsam IS sein Testament seinem Kollegen hinterließ. Aus denLingangSwotten dieses Briefes spricht ein ebenso starker, dm Scblimmsten tapfer inH Auge blickender Mut, wie ein rhrendes journalifttsches Pflichtgefühl: „Im Begrift, mich einer Operation zu unterziehen, die möglicherweise meun Tod herbeiführen kann, möchte ich ein paar Notizen ülr meinen Lebensgang niederschreiben. Der Ansana meinermblizistischen Tätigkeit liegt schon so weit zurück, und id habe es so wenig geliebt^ von mir selbst zu sprechen, dß diese Notizen vielleicht willkommen sein werden". In säichter und fesselnder Weise berichtet nun Köbner, wie er ich ursvrünglich gegen seinen Willen zum Kaufmann besmmt, durch rastloieS Selbststudium weiter geb Übet hatti wie er mit 22 Jahren Redakteur in vllldesheirn, mit '^Jahren gar Eheftedakteur der damaligen „Zeitung fü Norddeutschland" in Hannover wurde, in dieser Etgenscl-aftmit Bennigsen, Miquel und anderen Führern der ftühen bannoverfchen Opposition dauernde politiidje und perso iche Beziehungen anknüpste, wie er späterhin vorübergelnd die Leüung der „Sckjles. Presse" in seiner Vaterstadt Breslau übernahm/ wieder nach Hannover, zum ,^anno Courier", zurückkehrte und endlich im Jahre 1881 in fc Redaktion der „diationalztg." ein- trat, der er ununteirochen, feit 1890 in leitender Stellung, angehörte. Na diesen Aufreichnungen spricht iümst Köbner von den Zien, die er sich gesteckt h ich wollte, war: dich die Presse politisch wirken. . . . Ich wollte dafür toi'n, bap ber Liberalismus in Deutsch- land maßgebenben Steil an bet Gestaltung des Staats- wesens habe; als Mtel dazu habe ich immer die feste Vertretung gcmäßig'liberaler Prinzipien und die posüive Beteiligung des Liüalismus an der Lösung aller neu aujtauchcnder Aufgan (Sozial-, Kölonialpolitik), wie an bei Befriedigung all> Staatsnotwendigkeilen (Wehrfragen) betrachtet." Ter Acnt dieses in seiner Kürze präzisen Programms liegt q dem Wort „feste" Vertretung gemäßigt liberaler P izipien. Allem Halben und Unentschiedenen war Köbn. der energischste Gegner. ES konnte daher auch nicht venindern, daß er beim Zollkomprorniß ftardorjf sofort in t markantesten Weise gegen das von Zweckmäßigteilsgrünn veranlaßte Pattieren mit dem Zentrum und mit m Agrariern Stellung nahm. ,Lch habe immer geglaul durch solche Haltung dem Liberalismus und dem VateAude zu dienen". Auch auf dem Parteitage von 1896 i Köbner, „die seitdem etngetretenen Zustande als Folge (r damals eingesckstagenen Polittk der schtvache vorher,ag.)", ber Führer einer kleinen Oppv> sition gewesen. Au diesem im Oktober 1896 in Benin versammelten Delegllentag gerieten bekanntlich die Vertreter der agrarisch Richtung und der induftriefteund- nichen Rickftung in d Partei hart aneinander. Die Opposition, deren von Kcier Erwähnung getan wird, forderte eine entschiedenere lltung gegenuoer dem Agranertum. Aber es kam schlleßb die Resolution zu stände gegen die einseitige BerücrsiclHung eines Berufszweiges, wenn andere für den Staagieich wichttge Berufsztände empfindlich geschädigt würd. Tie Folgezeit hat in der Tat den Ivarn en den Stimmelliecht gegeben. In einer ganzen Anzahl bedeutungsvler wirtschaftlicher Entsä-eidungen trennten sich bie parmentanschen Vertreter des National- »iberalismus, und ese Spaltung konnte zweifellos nicht Lazu beitragen, de Liberalismus in Deutschland maßgebenden Anteil an)er Gestaltung des, Staatswesens zu errinaeu. So schm-lich der Anlaß ist: dies polttisa-e Testament eines Geeskampfers von erprobter und treuer Gesinnung erschein jetzt, vor den Wahlen, zur rechten Stunde. Es enthüllie Mahnung zu den lleberlie|erungen des Liberalismus -ucrzukehren unb_ vor allem ui der Geschlossenheit und^stimmtheit das yell zu suchen. sollen, um die anderen zu retten. Er habe sich ihre Dank- barleit sichern und vor dem Lande als Retter erscheinen wollen. Der „Gaulois" führt aus: Jaurss ist an- scheineiid der Ans.cht, daß Frankreich noch nicht genug gelitten hat. Er will die Armee völlig vernichten, diese Armee, welche bisher der Schutz und die Größe Fraiik- reichs gewesen ist. Er soll die Verantwortung dafür tragen. w Wir sind bereit, den Kampf aufzunehmen. Die ,Libre I Tie Äbstimmung über den "ersten Satz, welcher das Vertta'uen "Parole" sagt: General An d rs bereitet eine neue 3 n Da- in Pie Regierung ausspricht, ergiebt eine Annahme mit 282 |ion des Auslandes vor. Dieser Elende, dieser Fe i g- gegen 217 Stimmen, der zweite Satz wird mit 383 gegen ling hat in der Armee ein Spionage-System eingesührt, \ ib Stimmen angenommen. Schließlich wird die gesamte welches ihren ritterlichen Geift völlig unterdrückt. Tagesordnung Ehapuis mit 2ü0 gegen 75 Stimmen angeblich heute ist die Kammer stark besetzt, es herrscht iwinmen. Tie Sozialisten stimmen dagegen, die Rechte und lebhafte Erregung. Jaurss nimmt die gestern abge- das Zentrum enthielten sich der Abstimmung. Tie Kammer drochene Rede unter lebhaften Zwischenrufen ber Rechten vertagt sich darauf bis zum 19. Mai. wieder aus. Redner beklagt, daß der Bries Pellieux' nicht — -- -- - dem Verteidiger DreyfuS' mitgeteilt sei, und führt aus, Wabl-Veweauna wie General Mercier nach der Fälschung Henrys dos . " System mit dem falschen Briefe des deutschen Darmstadt, 7. April. Schon vor mehreren Wochen Kaisers sich zu eigen machte, und wie er dieses System wurde der hiesige Rechtsanwalt Stein als Kandidat in der nationalistischen Presse weiterverbreitete. (An Hal- der nationallibe ralen Partei für die Rei ch»B tende Zwisck-cnruse.) Jaurss spricht von dem Vorteil, den tags wähl genannt. Seitdem ist zwar eine offizielle Pro- die Nationalisten aus der Campagne zogen. Er fragt, ob Hamatton dieser Kandidatur noch nicht erfolgt, wohl aber es einer Partei erlaubt sein solle, ungeheuerliche Legenden fin^ "ach der „Franks. Ztg." Verhandlungen gepflogen wor- zu verbreiten und bann die Presse zu verleugnen, welche den, um auch hier einen Zusammenschluß ber bürgerlichen diese Legenden verbreitet hat. Mercier und seine Freunde Elemente zu stände ^u bringen. Von dem Resultat dieser hätten denen, deren beunruhigtes Gewissen sie beruhigen veratung-'n wird die endgiltige Entscheidung Üver die Kan- loollten, Photographien des gefälschten Briefes deS deut- bibatenfiage ab hängen. In lebter Stunde haben sich die schen Kaisers gezeigt. (Lärm rechts.) Wenn aüch Mercier Kartellgründer nun auch an bie Freisinnigen ge- im Prozeß zu Rennes sein System nicht habe öffentlich wendet. vorführen können, habe er doch alles getan, um durch Mainz, 7. April. Die Z en tr u m Sp a r t ei hat für seine Zeugenaussage die Hypothese dieses Systems den b*” Wahlkreis Mainz-Oppenheim den Vortragenden Rat im Richtern zu suggerieren. Ter Krieg, dessen Gespenst die ^eichspostamt. Geh. Pvstrat Dr. König als Reichstags- Nationalisten an die Wand mallen, hänge nicht 016^ *,nnhlhzlf“M :r* * —<— c--rf- über Fran kreichs Haupt, die Nationalisten könnten, also sprechen. (Beifall links.) ES sei Pflicht der Kummer, am TienStagadend eine Mitgliederversammlung de» von ber republikanischen Regierung zu fordern, daß sie eine e m o kr a t i sch e n Vereins Stellung zur Reichstags-« Untersuchung darüber anstelll, wie ein so wichtiges wohl. Nach einem Referat des Stadtverordneten Dr. Hch Schriftstück, wie der Brief Pellieux' verheimlicht und wie ^ßler wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, in die Wahl- der gefälschte Brief des Kaisers Wilhelm oor-s agitation einzutreten und einen b e mokratische n Äan- a eie g t werden konnte. Wir haben die Pflicht, den 'Nationalisten zu lagen: Eure heutige Schwäche darf Eure Missetaten von g?|tern nicht entschuldigen, denn es wäre eine Schande für unS, wenn wir Euch erlaubten, als An- Aus Ztadt und Land. Gießen, 8. April 1903. ** KriegerLamer ad schäft Hafsia. An Unter- stükungen verausgabte der Verband 10 075 Ml., davon entfielen auf die Krregsveteranen 6 700 ML Ans der Ernst- Ludwig-Viktvria-Melita-Sttftung wurden im Jahre 1902 199 Konfirmanden — Waisen uni) Halbwaisen — mit einer Skrbe von je 10 ML unterstützt. Für das Halten von Dorträgen in den einzelnen .Vereinen wurde die Summe von 2001 ML ausaegeben. Für 1903 wurden 36 723 Hass iw, Kalender an bie Kameraden abgesetzt. Unter den 39 Vereinen, welche anläßlich ihres 25jähriaen Bestehens vom Kaiser die Fahnenschlerfe erhielten, befinden sich im Kreis Gießen die Kriegervereine zu Großen-Buseck, Staufenberg und Watzenborn. In unferm Kreis erhielten der Kriegerverein zu Münster bei Lich und Karl Schmidt-Lollar bie Ehrentafel. Rödgen, 7. April. Herr Pfarrer Schwabe schreibt ans: In der Mitteilung über den Unfall des hiesigenBürger- meisters Stein, der in Nr. 82 Ihres geschätzten Blattes erschienen, ist ein mir unangenehmer Irrtum unterlaufen. Ich habe nie „Medizin studiert", sondern lediglich einige medizinische Kenntnisse durch Selbststudium erworben. Ebensowenig habe ich als „einjähriger Arzt gedient", sondern nur den für Theologen eingerichteten Kurs in einem Lazarett seinerzett absolviert. Meine Hilfe in Unglücksfällen beschränkt sich auf die ersten Maßnahmen bis zur Ankunft des Arztes. -n. Saasen,?. April. Im vorigen Sommer wurde unser Schulhausneubau in Angriff genommen. Gegen- wärttg wird am inneren Ausbau gearbeitet. Der stattliche Neubau steht in der Nahe des Bahnhofs im Dorf und ent- hält einen Schulfaal und eine Wohnung. 8 Grünberg, 7. April. Hier findet am 16. und 17. Mai eine Geflügel-Aus st ellung des ,/Vogelsberger Geflügelzuchtvereins" statt. Es wird damit eine Verlosung von Geflügel und Geräten zur Geflügelzucht verbunden werden. b. Stockhausen, 6. April. Beim B a h n b a u Mücke-Laubach ereignete sich heute vormittag in der Nähe von Stockhausen ein Unfall, der zwei Menschen in Todesgefahr brachte. Es entgleiste eine Erdmassen fortschaffende Lokomotive und stürzte mit Führer und Heizer den Eisenbcchndamm 2—3 Meter tief hinab, ohne daß die beiden einen besonderen Schaden nahmen. Auch die Maschine ist gut w egge ko mm en. Nur das Schutzdach hat eine Verbiegung erlitten Mittels eines starken Kabels versucht man die Lokomotive wieder auf das Geleise zu bringen. Frankfurta. M., 7. April. In der gestrigen Sitzung des hiesigen ärztlichen Vereins soll konstattert worden sein, daß seit dem 1. April d. I. in allen Stadtteilen Frankfurts hundert und einige Fälle von zum Tell ernster D ip h t he- ritis eingetreten sind und diese zumeist bei Erwachsenen. Merkwürdigerweise ist diese Krankheitserscheinung hauptsächlich im westlichen Stadttelle aufgetreten. Im Lause jener ärztlichen Diskussion wollten einige Stimmen die Entstehung der Krankheit mit den letzten Wirbelstürmen in Verbindung bringen. Man hofft übrigens dps Haus mit «dem eigentlichen Entstehungsherde dieser Stranöjeit baldigst zu ermitteln. Frankfurt a. M., 7. April. Bei einem Teil der Geschäftsleute scheint, wie der Polizeibericht schreibt, dadurch, daß der Verkauf in den Lebensmittelgeschäften an Sonn- und Feiertagen nach § 1 des Ortsstatuts vom 7. Dezember 1900 bis 91/, Uhr ftattfinben darf, die irrige Annahme obzuwalten, daß die Schaufenster erst von 91/, Uhr ab entweder auszuräumen oder zu verhängen seien. Dieser Ansicht entgegen steht indes die Bekanntmachung des hiesigen Polizei-Präsidiums vom 12. November 1896, nach welcher die Hauptgottesdienststunden für Frankfurt a. M. auf die Zeit von 81/, bis 101/, Uhr vormittags festgesetzt worden sind. Während dieser Zeit aber sind die Schaufenster Nach § 6 der Polizeioerordnung vom 23. September 1896 zu verhängen oder auLzuräumen. Wiesbaden, 7. April. Die Saison in Wiesbaden verspricht sehr glänzend zu werden. Man hatte schon damit gerechnet, daß der Kaiser bloß alle zwei Jahre zu den Wiesbadener Festspielen im königl. Theater erscheinen werde, war deshalb um so freudiger überrascht, als die Nachricht einlief, der Kaiser werde Ende Mai oder anfangs Juni im Anschluß an den Frankfurter Sängerkrieg in Begleitung der Kaiserin zu den Festspielen eintreffen. Das königliche Schloß wird von außen wie im Innern einer Reparatur unterzogen. Der Besuch des Kaiserpaares wird die Höhe der Kursaison bedeuten, abgesehen davon, daß der Mai und Juni für Wiesbaden überhaupt auch in „kaiserlosen" Jahren die meisten Kurgäste zu bringen pflegen. Zwei weitere große Veranstaltungen, dazu beide noch Neuheiten für unsere Weltkurstadt, werden voraussichtlich eine bedeutende Anziehungskraft ausüben: die Rennen bei Bleidenstadt und das historische Kostümfest auf der Ruine Sonnenberg. Zwar hat sich die Stadtoerordnetenversaminlung gegen die Rennen sehr skeptisch gezeigt, war im Bewilligen der Mittel auch nicht gerade splendid. Aber zweifellos besitzen die Rennen im Kreise der interessierten Bürgerschaft nicht geringe Sympathie. Auf einer in Sachen der Rennbahn berufenen Bürgerversammlung am 2. April wurde bemerkt, Wiesbaden bedürfe zur Hebung seiner Kur neuer Zugmittel; besonders die französischen Rennstallbesitzer sehnten sich geradezu, nach Wiesbaden zu kommen; Wiesbadens Zukunft liege in den Wäldern — in denen nämlich die Rennbahn angelegt wird. Eine zweite große Neuheit ist das im Zusammenhang mit der Anwesenheit des Kaisers seitens der Wiesbadener Künstlerklause geplante Kostümfest auf der Burgruine Sonnenberg. Das Programm, zehn Abteiliingen unifasiend, liegt bereits vor. Gruppe I bringt den Einzug deS Kaisers Adolf zu Nasiau, Sommer 1296, auf Burg Sonnenberg, inmitten seiner Ge- sippen, Verbündeten und Vasallen. In ©nippe 11 findet Empfang der hoben Gäste durch den Burgvogt und die Burg- mannen statt. Die folgenden Gruppen weisen nacheinander auf: geistliche und weltliche Kurfürsten, Rheingauer Ritter, englische Gesandte Eduards I., weltliche Reichsfürsten, Patrizier von Frankfurt, Mainz und Wiesbaden, Minnesänger und fahrende Schüler. Das Gegenstück hierzu bildet Gruppe IX: gefangene Raubritter, ausgeplünderte Kaufleute. Ten Schluß bilden in der X. und letzten ©nippe: Gaukler, Zigeuner, fahrendes Volk. Gegen Schluß der Saison wird gewiß über alle alte Wiesbadener ein gewisses Gefühl der Wehmut kommen; denn das alte, beinahe ein Jahrhundert stehende Kurhaus, welches so vortrefflich und kunstvoll in den Rahmen deS Geländes und der Kolonaden paßte, wird Heuer zum letzten male seinem Zwecke dienen. DaS KurhauS- prooisonum, das Paulinenschlößchen, wird bereits für die Wintersaison in stand gesetzt. Die Arbellen hierbei sind des- halb besonders schwierig und zeitraubend, well ein nur allmählich ansteigender Fahrweg im Zickzack zu dem Hügel deS PaulinenschlößchenS gefühtt wird, was bedeutende Erdbewegungen, Abgrabungen und Maueraufführungen im Ge- folge hat. Vermischtes. • Heide (Holstein), 7. April. In Braacker wurde gestern nachmittag die Leiche deS 28 jährigen Sohnes des Bürgermeisters Ehlers aus Meldorf aufgefunden. Er hatte sich durch einen Schuß in die Schläfe getötet Das Motiv ist unbekannt. "Bernburg, 7. April. Der 20 jährige Tischlergeselle Aust in Hohen-Erxleben gab gestern vier Re o o lo erschüsse auf die Tochter seines Meisters, nut der er em Liebes-Verhältnis angeknüpft hatte, ab, die das Mädchen töteten. Alsdann suchte der Mörder zu entkommen, wurde aber festgenommen. "München, 7.April. Heute stürzte sich die Staatsratswitwe Exzellenz Mathilde von Wiesbeck aus ihrer Wohnung in den Hof hinab und erlitt so schwere innere Verletzungen, daß sie auf dem Transport nach deni Krankenhause starb. * Bludenz (Voralberg), 7.April. Durch einen Felssturz bei Dalaas stürzten heute früh sechs beladene Waggons eines Lastzuges über eine 120 Nieter hohe senkrechte Felswand. Ein Kondukteur wurde getötet, sonst niemand verletzt. * Catania, 7. April. Hier fanden starke Erd- erschütterungen statt, ferner werden Erderschütterungen aus Milo, Lingua, Goffa, Mineo, Nicolosi und Belpasio gemeldet. • Ein angenehmes Dienstmädchen. Vor ein paar Wochen nahm Frau X., die Gattin eines berühmten Pariser Spezialarztes, em neues Dienstmädchen, das nut „blendenden" Zeugnissen „bewaffnet" war. Eine Probezeit verlief über alles Erwarten gut, so daß Frau 3E. das Lob ihres neuen dienstbaren Geistes in allen Tonarten fang. Sie sang es so laut, daß es auch zu Ohren der hohen Polizeibehörde kam, und diese entbot eines Tages einen ihrer Detektives zu Frau 3E. Der Kommissär erkundigte sich eingehend nach dem Dienstmädchen. Schließlich verlangte er namens des Gesetzes, das Mädchen zu sehen, und als dieses erschienen war, .... riß er ihm mit dreister Faust den kühnen Bau der Locken vom Haupt. Frau T. fiel vor Schreck in Ohnmacht, obwohl sie dazu well weniger Veranlassung hatte, als das „Dienst- Mädchen", denn dieses war ein männliches Wesen und ge» hätte einer berüchtigten Einbrechcrbande als Mitglied an, in deren Auftrage es die Stellung bei Frau T. angenommen hatte, um Kundschafterdienste in der Wohnung zu leisten. — Frau L. hat der Schreck für mehrere Tage ans Bett ge» fesselt, der Kriminclljchutzmann dagegen den „Einbrccher- Eclaireur" für etliche Monate ans Gefängnis! — Maupasfant (ogl. die bei Fontane u. Co. in Berlin erschienene vorzüg- liche deutsch? Ausgabe seiner Werke.) hat uns diese schöne Geschichte bereits erzählt, die, wie man sieht, jetzt eine neue Auflage erlebt hat. * Fünfzigtaufend Dollar für ihr gebrocheneS Herz fordert vor einem New-Potter Gericht eine junge Deutsche von ihrem treulosen amerikanifchen Liebhaber, ganz nach amerikanischem Muster. Der Verklagte ist der Sohn des reichen New-Potter Kunstgärtners und Blumenhändlers St. Das Liebesverhältnis entspann sich im Jahre 1898, als St. mit seiner Familie feinen Geburtsort, eine kleine, süddeutsche Universitätsstadt, besuchte. Die jungen Leute lernten sich dort auf einem Balle kennen. Der junge St. kehtte 1901 nach jener Stadt zurück, um dort seine Studien zu vollenden, erneuerte die Bekanntschaft und verlobte sich mit seiner jetzigen Anklägerin. Im vorigen Jahre begab er sich zurück nach New-Pott, und da er nichts mehr von sich hören ließ, packte seine Braut kurz entschlossen ihren Koffer und reifte ihm nach. In Washington fand sie ihn, als er gerade in einer Dilettanten- Gesellschast em Theaterstück einstudiette. Er wiederholte dott sein Heiratsversprechen, da er sich aber nachträglich weigerte es zu halten, wurde er auf Zahlung jenes Schmerzensgeldes verklagt. Aus dem S implizissimus. Der Herr Oberlehrer. „Präge dir diese Gegend wohl ein, liebe Emma, damit sie dir eine Erinnerung für das Leben bleibe; denn nur hierin liegt der ethische Wett einer Hochzeitsreise, welche als bloßes Vergnügen in einem Mißverhältnis zu den nicht unbeträchtlichen Kosten stehen würde." Gerichtssaal. -t- Gießen, 8. April. (Strafkammer.) Vor etwa 2 Jahren erregte eine Verhandlung vor unserem Schwurgericht, die sich gegen den Schuhmachermeister Debus aus (Sieben richtete und m welcher es sich um Brandstiftung handelte, bei unseren Lesern em gewisses Interesse. Ter Angeklagte wurde damals für schuldig befunden und zu einer Strafe von 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Fall, um den es sich vor den Geschorenen handelte, war kurz der Folgende: DtzbuS halte im Buchackerschen Hause, Walltorslraßc 18, einen Laden mne, der mit Pappkaslen gefüllt war, Warenvorräte im eigentlichen Sinne waren nicht vorhanden, wohl aber war die wenige Habe des TebuS hoch ver- sicherl. In dem Tebus'schen Laden^brach muten m der Nacht unter sehr verdächtigen Umständen Feuer aus. Es gab eine Explosion, die damit erklärt wurde, daß TebuS feine Habseligkeiten, ehe er das Feuer anlegte, entweder mit Benzin ober Petroleum getränkt haben mußte. Tebus hat fortgesetzt seit seiner 'Bcrurieilimg durch das Schwurgericht seinem damaligen Verteidiger, Rechtsanwalt Leun, der auch noch tue Revision gegen das Schwurgerichtsurteil verfolgt hat, nut Briefen für sich zu interessieren gesucht. Er hat aber auch feine schriftliche Tätigkeit aus der Strafhaft darauf gerichtet, Personen, die amtlich in der Sache tätig gewesen waren, zu verdächtigen und schwer zu beleidigen. In einem Falle ist Tebus bereits wegen Beleidigung abgeurieilt. Gestern stand T. erneut wegen Beamtenbeleidigimg vor der Strafkammer. Ter als Sachverständiger zur Verhandluiig geladene Gefängnisarzl Dr. Kullmann-Butzbach äußerte Bedenken wegen dos Geisteszustandes des Tebus, worauf der Gerichtshof beschloß, den Angeklagten zur Beobachtung der pfvchialrtschen Klinik zu überweisen. — Ter Handelsmann Julius Piek auS Mannheim, em Mann von 3ö Jahren, der in Mejentjch geboren wurde, hat bereits vier Mal wegen Betrügereien bestraft werben müssen, darunter sogar eine Zuchthaus strafe von 1 Jahr 6 Monat zublltterr erhalten. welche er tm Jahre 1898 verbüßt bat Tem Vier nrrro nrr -an gelegt, daß er dem Isaak Neger auS Bzeszow und dem Jakob 2an- dau ans Frankfurt, zwei jüdischen Schnorrern, im Herbst v. I. ein ärztliches Zeugnis ausgestellt hat, laut welchem ein in Frankfurt a. M. existierender Arn dem Neger bescheinigt, daß er ihn behandelt habe, und worin der Mann seinen wohltätigen Glaubens- genofien empfohlen wird. Ferner aber richtet sich die Anklage dahin, daß Pick die eigenlliche Veranlassung gegeben hat, daß jene zwei nach Gießen auf den Bettel ausgezogen und mittels der gefälschten Uttunde mit Erfolg ihre Glaubensgenossen brandschatzten. Am 24. Februar sind übrigens die beiden wegen Betrugs, Sieger zu 9 Monaten Gefängnis und Landon zu 1 Jahr Zuchthaus, von der Strafkammer verurteilt worden. Tie Beweisaufnahme ergab, daß der Angeklagte Pick schon durch sein ganzes Vorleben, genau so wie seine Genossen Neger und Landau, nichts weiter ist wie em geriebener, äußerst schlauer, darum aber auch überaus gemeingefährlicher Schnorrer, der ehrliche Arbeit nicht kennt, sondern dessen Hauptmetier es ist, der ehrlichen Arbeit aus dem Wege gehend, sich bettelnd und schwindelnd auf Kosten seiner Mitmenschen durch die Welt zu schlagen. Pick war übrigens geständig, die Uttunde, um die es sich handelt, gefälscht zu haben, er will sich aber der Beihilfe am Betrug seiner beiden Glaubensgenosfen nicht schuldig gemacht haben, und meint, wenn et schon am Grund des gefälschten Zeugnisses habe einen Vorteil erstreben wollen, batte er feine Leute in Mannheim, wo er schon LJahre wohne. aus denBettel entsendet. TieStraskammer war mit dem Staatsanwalt darüber einig, daß der Angeklagte wegen Uttundensälschung in Verbindung mit der Beihilfe zum Betrüge tm Rückfalle zu bestrafen sei und erfannte auf 1 Jahr Zuchthaus, 150 Mk. Geldstrafe und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 5 Jahren. Tas Strafmaß wurde damit begründet, daß die Handlungsweise des Pick als gemeingesährlich bezeichnet werden müsse, er sei em Mann, der den Bettel gewerbsmäßig betreibe und un vorliegenden Fall den begangenen Betrug inszeniert habe. — Wetter verhandelte die Strafkammer gegen den 55 Jahre allen wegen Beleidigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt vorbestraften Wagner und Pumpenmacher I o h. Hamel von Frischborn wegen Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeuges. Ter Angeklagte ist geständig, am Sonntag, den 2. Februar, abends vor dem Eingang der Kochschen Wirtschaft in Frischborn einem 16,ährtgen Burschen einen Messerstich beigebracht zu haben. Er will die Tat begangen haben um sich einiger junger Burschen, die ihn an jenem 'Abend gehänselt haben, vom Leibe zu halten. Tie jungen Leute stellen aber entschieden in Abrede, mit dem Angeklagten an jenem Abend irgend was vorgehabt zu haben, doch wird in der Beweisaufnahme so viel festgestellt, daß Hamels Behauptungen jedenfalls nicht ganz unglaubwürdig klingen. Der Vorsitzende der Kammer brachte dies auch bei der Urteilsbegründung zum Ausdruck, bemerkte jedoch, daß die 9lrt der Abwehr, die der Angeklagte betätigt hat, weit über das zulässige 'Maß hinausgegangen sei. Der Gertchthos erkannte auf 6 Monate Gefängnis. Der Ankläger hatte 9 Monate in Antrag gebracht. des Wetter bi i( VOM GÜTEN DAS BESTE. ntal-Caoutchouc- u. scheinenden Geschäftsbericht der (Eonti fonds beantragt die Verwaltung jetzt -enoung von 50000 l an die Arbeiter, Quaker andere» -e CD 2« 9“ 4 2 9,1® C. 5,6" C. einzig ? Alk; Dieses ist die Oats Packung 739,3 737,8 736,6 + 8,8 7,4 I + 5,8 6,8 + 3,7 5,5 April 1903. 88 91 92 schuft zur Bildung einer Pensums-, 3 kasse für die Beamten, Werkmeister Fabrik eine Summe von 300 000 Mk. 6.-7. 6.-7. Bed. Himmc'. Bew. Himmel W8W BW. Krieskalten der Reaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) R. Der bisherigeLandtagsabg. Langeübach ist Vorsitzender Teiaillistenoereins in Tarmstadt. ?m demnächst er« Arbeiterfürsorge. Aus 7. 7. 8. ZS Anläßlich der Generalversammlung st l an die Arbeiter, wie seit einer langen Reiste von I, )ren, ein größerer Betrag in bar verteilt werden, und si d für das laufende Jahr hierfür 60 900 Ml. auSgesetzt. ür diesen Penfions- mfs neue eine Zuwendung in Höhe von 50000 Mk. 2 ' Fond zu Gunsten somit ausgewogene Vaare ist Nachahmung. DeS Morgens zum Frühstück ekommt nicht» bester als Quaker LatS Drei. T s Rezept „Für den Frühstückstisch" sicht auf dem Packet. Quaker 0ats g<3 E l £ -C e 's Höchste Temperatur am Niedrigste , , Meteorologische Beobachtungen der Station Gießet. der Arbeiter erhalt ebenfalls eine Zu Mark, und ein neu gebildeter Fond 31 k Unterstützung von Witwen und Waisen verstorbener Arbei ?r erhält 70 000 ML Guttapercha-Compagnie in Hannovi werden folgende Zahlen bekanntgegeven, die von der F rsorge der Verwalt« ung für ihre Arbeiter Zeugnis able, n. Die letztjährig« Gcneralverasmmlung bewilligte aus Fonds der Gesell/ twen- und Waisen- nd Vorarbeiter der L Mamsaiid WSR- 4 M ßhnmtl W 4 Sctfunut Zeobifhtuugeu Gietzr. Krdlkliim. en mbrüdsichii-i.) Langbbach istBorsihui^ Quaker andere> ? rümj ss- rO&ts A- ,ne Vaare ist -7, au u6c. „7. 4- b,6"C. $«tn Wh- !" S* ssSBS -.'tLZLtz ein flQnati iiflrfh*11* Ergab . auch üS! tt,e em NÄF-L »kä swdSSs °"am iSrunbi?3 chuk. auj btnitfJeuil un-all tachber .w en?fl1^ !' 5erbtiibunfl Haien fei?nd^ > 8 teHäpi -°°s^ZLr te »ix*1» i« ‘„»rt'lirafta $8,5 ” .F^Si ttfljetlagten an jenem Abend Wb in berSeroeiflaufnabme "mgen ledenialk nm fi J , e5 Kammer brachte dies jliebmtf, bemerfie jetocfa, geflagt betätigt hat, wen en ei Trr (Serid^f er- Antlaier hatte S Mnatr m Ws-, KorarbA .z, E Liefen Zu- äpVss B«S hre», ÄH1* 5>‘" gese^ J. Kaan jr Kreuzplatz ebleien Lebende Halfen u Cbft- und Wcmüse-Nonscrvcn — fünftel Aletzer nnb Drauuschweiger Fabrikat — empfiehlt J. M. Schulhof Telephon 119. Marktstratze 4. 3015 Nitiiiililittlkli-EesGft neu Um herabgesetzt. Hochachtungsvoll 8006 Theodor Hinkel 0. 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In unser GcnosienschaftSregister wurde heute eingetragen: Aus dem Vorstand des landwirtschaftlichen Konsumvereins, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, in LangSdorf ist auSgeschieden: Christian Köhler V1L, Landwirt zu LangSdorf. Neugewählt wurde Heinrich Bausch V., Land- lick- uni) HaiMssW 1592 (Prioatschule mit Pensionat) in Marktbreit a/Main. Die «etfezeugniffe berechtige» zum einjahrig-freiwill. Dienst. Aufnahm e»AHer 10—16 Jahre. Prospekte durch J. Damm, Rektor. Gesang-Gottesdienst vereinigter Chöre dcs christl. Sängerbundes deutscher Zunge JchkSsesl des KlkijkS Finhint i. M.-Gichcn Lfter-Montag den 13. April 1903 nachmittags 1 Ahr in bet Turnhalle zu (Sieben, an der Nordanlage, (hmd- und Gesaml-Lhöre der obigen KreiSvereine nebst Tenor-Soli und Ansprachen des Herrn Plärrer Wlltekindt, Oberissigheim, und Prediger Remer, Dlainz. Programme — alS Eintrittskarten — 4 30 Plg. an der ftafic unb vorher bet Herrn tt. volltnger, Hammstraße 11. und Frau v. Köhler, Lindenplatz 7. 8021 Spar- und Dackhnskuft Wichlk. Eingetr. Genasiensch. mit unbeschr. Haftpflicht. Durch Besch 6 der General-Versammlung vom 4. April wird der Zinsfuß mit Wirkung vom 1. Juli d. I. an für Anlehen auf 81/, Prozent , Darlehen , 4*/| , Ortsgewerbeverein. Zur Vornahme der Wahl eines Vertreters und eine« Ersatzmannes zur Handwerkskammer feitenS der Gewerbe- vereine deS Bezirks 111 haben wir eine initglirOrrortfommlung auf Mittwoch den 8. April, abends 9 Uhr, im Restaurant Fei del anberaumt, wozu alle wahlberechtigte»•) Mitglieder hiermit freundlichst eingeladen werden. Der Vorstand. •) Wahlberechtigt sind nur diejenigen Mitglieder, welche ein selbstständiges vanbwerk betreiben und keiner Jmumq angeboren. Job. 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