sda Ochalstraße 7. Hbttll« für Depesche«! Anzeiger Gtetzen. ^milpttd)on1d}lu6y,ZT 51. attacken, die Belöhnung bei Unterofixiere zur Sprache kamen. Abg. Rueb (Hb.) klagte über die Last der (Sinquartier* ungen bei den lebten Manövern. Abg. Keid el >,Soz.) wandte sich gegen das System des jetzigen Militarismus, welches immer wieder Mißhandlungen und Uebergrrjfe der Borgesetzten gegen bie Untergebenen bringe. Die ö^Ue fyättcn in der testen Zeit auch in Bayern wieder angenommen. Die Strafen jur solche Vergehungen seien zu niedrig. Auch. die Offiziere ließen sich manches zu schulden kommen. Das Ehrgefühl der Soldaten werbe durch, solche Behandlung untergraben. Die Strafen für die kleinste Jnsudorbination {eien dagegen außerordentlich hoch D-as Beschw-erderecht sei unzulänglich Schließlich tadelt er die „Schmiererei" bei den Proviantämtern und besonders auch in den Kasernen. Abg. Di. S ch ä b l e r (Zentr.) hält den bewaffneten Frieden, bei dem bie Volker in Waffen starren, nicht für einen normalen Zustand. Er wende: sich gegen die „gewaltigen" bieiterattacten und tadelt die tgäufigieit der Mißhandlungen und Uebergriffe gegen die Untergebenen. Von dem Beschwerderecht machten die Soldaten aus Furcht meist? keinen gebrauch. Gine Einschiränkung der Mitzyandlungen müsse mit aller Energie ange]trebt werden. Die Attlbe der Urteile sei in der Ta: ausfallend. Sittliche gefahren seien fernzuhalten und die Pflege der christlichen Pflichten durch ocn Kirchen besuch zu erleichtern. Jüngere Leumants hätten da unb dort während des Gottesdienstes kein ausmndtgcS Benehmen an den Tag gelegt. Eine Beneilung der Äia- növer lasten fei angezeigt, um beu einzelnen Gemeinden nicht zu viel aufzuburden. Bebenken erregt der Wert, den man bei dem Ossizierkorps auf Aeuß erlich ketten zu legen scheint, sowie die Zunahme des Luxus. Abg. Di. tz a m m e r s ch m i b t (lib.) bedauerte die immer wiederlehrenden Soloatenmißhandlungen. Die Unteroffiziere, welche sich solche Verjehlungen zu schulden lammen lassen, sind als Erzieher der So lauten eben nicht geeignet, Auch. die Offiziere sollten beöenfen, daß nicht nur Ruhe unb Kaltblütigkeit vor dem Feiiide, sondern auch Selbstbeherrschmig dem wehrlosen Untergebenen gegenüber ein Gebot bei Äc-ännlichkeit sei. Rach einigen Klagen über angebliche Ungerechtigkeit bei ber Beförderung zum Sergeanten und Feldwebel, sowie über zu schweren Dienst an aen Sonntagen, besonders vor einer Vorstellung, wendet sich der Redner zu der in der Oeffentlichteit getadelten Zunahme des Luxus im preußischen Osfizierkorps. Es! bestehe bie Sorge, daß man geneigt sein könnte, solche Auswüchse nachzuahmen. Wir wünschen jeboch in jebem Offizier das Vorbild eines deutschen Mannes erblicken zu dürfen, das Muster von Berufsfreudigkeit, Tüchtigkeit, Enthaltsum- teit und Vaterlandsliebe. Die Abgg. Ehrhardt unb St ein d el (Ztr.) bringen Klagen über Belästigung ber Bevölkerung burch die Manöver vor. die Darstellerin großen Spielraum, das vom Dichter Gegebene feinsinnig unb geistvoll auszugestalteu. Die Rolle beansprucht aber, was sie doppelt schwer macht, auch ein großes Maß künstlerischen Temperaments. Frl. Hohl war im Spiel der schauspielerischen Bewegungen {eijtr gewandt, aber jie lief gerade dadurch Gefahr, den Glauben an die Echtheit der inneren Bewegung des unglücklichen Mädchens zu beeinträchtigen. In der Darstellung der llebercaschuug z. B. übertrieb sie das rasche Erheben des Kopses und den Blick der sich öffnenden Augen. Als Meister Anton die Bestätigung darüber haben will, daß er bei ber Einsargung ber Mutter sich nicht habe helfen lassen, erfolgte bie Antwort der Tochter auch mit etwas zu viel Betonung. Auch in der Nolle der Klara ist gestern leider eine Streichung an einer Stelle vorgekommen, die aus dem Munde des Mädchens sehr wirkungsvoll und treffend ist. Als nämlich Wolfram, der von Herrn Haag mit Erfolg, vielleicht um ein ganz klein Weniges zu blaß gegeben wurde, Klara mit der Nachricht von dem Wiederaufstuben der Juwelen überrascht, liegt in dem Ruf: „O meine arme Mutter!" und dem Hervorstoßen des Jammers: „Es ist doch zu schändlich!" eine Schönheit des Gedichts, die man nicht hatte kürzen sollen. Die Mutter Klaras, von Fr. K e l l e r m a n n wieder- gegeben, war zu wenig bürgerlich, redete nicht übereinstimmend mit ber Einfachheit der geprüften Frau und bot wenig Erfreuliches. Die Rolle des S e f r e t ä r § ist überaus dankbar. Wie bewundernswert ist sein Auftritt, als er der Klara die frohe Botschaft bringen will, und, um sich über die veränderten Verhältnisse seit ber langen Trennung hinwegzu- setz-en, munter zu reden beginnt vorn Studieren und von den Bedrängnissen der tleinen ABC-Schützen, die wohl wissen, warum sie sich wehren: „sie haben keine Ahnung davon, daß, wenn sie sich nur mit ber Fibel nicht ein- lajsen, sie mit der Bibel nie Händel bekommen tonnen." Herr ©anborff hatte sich in dies liebenswürdige Geplauder nicht mit ber vollen Liebe vertieft, er sprach an biefer Stelle zu gefühlvoll auf bie Geliebte ein unb erreichte babei nicht das, aus was der Dichter hinzielen wollte. Am besten hat gestern Herr Acht er berg seine Aufgabe gelöst. Er wußte sich! mit ber Rolle bes polternden unb zürnenden Karl feyr gut abzusinben. Herr Gronert als Gerichtsdiener Adam hätte den Haß gegen Meister Anton etwas intensiver zum Ausdruck bringen können. / Das Haus war gut besetzt, und wenn auch bie Leistungen der Mitwirkenden nicht einwandfrei waren, so hat trotz allem bie Wiedergabe bes ijeroorragenben, nur eben außerorbentlich schweren Stückes sehr inierefjiert unb be- friebigt, was sich durch reichen Beifall kundgab. A. G. entgehen. Man wird sich aber doch wohl in Konstantinopel sehr erheblich täuschen. Mehr noch als ber Inhalt ber türkischen Antwort soll deren Form in Petersburg unb Wien aufs äußerste verstimmt haben. Ein derart kühl abweisender Ton )ei bisher noch nicht angeschlagen worden; über wichtige Punkte der Vorschläge gehe bie Antwort eüifaci) hinweg. Die Note lasse keinen Zweifel darüber zu, bah weitere diplomatische Berhandlungen, die Pforte zu größerem Entgegenkommen zu veranlas;en, überflüssig feien. Deutschland hat dem Vernehmen nach wiederholt dem Suttan angeraten, die Forderungen zur Beruhig- ung Mazedoniens anzunehmen. Daß aua). diese Stimme, die sonst im Mlbiz-Kiosk st'" Ablehnung oes Reforrnpvograrnms nicht zu verhindern ver- mCCl'iC ,-rf« oirt S)iti2.pimrrr hniür rtpffp« ixn6 '! Nr. Erscheint täglich auher Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem bekfischen Landwirt die Gießener Kamillen« Hättet viermal tat der Woche beigelegt -towttonSdrnck u. Vertag bei Brühl*ichen Nnwett^Buch- rr. Siern- buudrin (Pietsch tfrrben) Ile Antwort der Pforte auf die Aeformnote Hai Rußland und Oesterreich geradezu entrüstet, da jie die Mürzsteger 2Sereinbarungen fast vollständig ignoriere, und die beiden Mächte erwägen nach einer Meldung des „B. T." aus Konstantinopel die Uebersenbung einer zweiten schärferen Note. Auf der Einsetzung europäischer Kommissare und Chefs der Gendarmerie, welche entgegen der Ansicht der Pforte die Souveränität des Sultans nicht berühren, soll bestanden werden. England erhebt jedoch schon jetzt Schwierigkeiten wegen der in Frage kommenden Persönlichkeiten. — Wie weiter aus Konstantinopel gemeldet wird, finden die Gerüchte von einer bevorstehenden r u s s i s ch -- ö str e i chi s ch e n Flo 11 e n - Demonstration, die neuerdings dort in Umlauf sind, Nahrung durch die augenblickliche Anwesenheit eines russischen Geschwaders in Triest. Die Antwort der Pforte enthält auch die Mittellung, daß der mit ber Ergänzung und Reorganisation der Gen- darmeiie betrauten Kommission die b c u t j chenInstruk- teure Auie r Pascha uuo v. Ruebgisch Pasu.-a( biefer war früher Offizier im 1. litt. Dragouer-Regt. in Tilsit. D. Reb.) angeboren. Die Kommission, bie zurzeit in Mo- nafhr weilt unb aus zwei türkischen Divifionsgeneralen unb ben obengenannten Instrukteuren besteht, war ursprünglich bazu bestimmt, bas Kriegsgericht zur "Aburteilung ber von ben Truppen verübten Ausschreitungen zu inspizieren. Generalinspetteur Hilmi Pascha unb bie Walls unb Militärwmniaiibanten bei brei Wilajets erhielten neuerbings strenge Bejehle zur Durchführung ber Reformen, bantii Erfolge sichtbar werben, ferner alle Folgen unb Slachwirkungeii der von Truppen unb Baschioozuts verübten Ausschreitungen so rasch als möglich gut zu machen unb zu vertuschen. Die Pforte ist sichtlich bemüht, bie Verhältnisse in ben brei Wilajets oberflächlich zu bessern unb glaubt, bem Wiener Korr.-Bureau zufolge, hierburch ben Reformsorberungen ber Ententemächre zu Gießener Sinöttisealer. Maria Magdalena. Ein bürgerliches Traner>plel in 3 Men. Ein Hürlschen in enger Gasse, eine einfache Stube, in der die Glieder der Familie hinter den blaßgeblümten Burhängen der Fenster ,rille dahtnleben, angekränkelt von den trüben Grillen des alten i-ansvaters; ü-emi Uteister Anton hat sa)en in der Jugend im sanren >sck)toeiß und in der bitteren Not {einer LehrltngSjahre ben Frohstnn verloren unb das ^kaehien verlernt. Alas tst d-as sür ein yans! Eine kalte, traurige Stimmung verdüstert dieses Handwerkerheim, wo die Äiutter sich vom Krankenbett er» hoben hat, die Tochter ängstlich und schuldbebrückt stch um jie müht, uub der Sohn bie Schwelle des Hauses meidet, um dem grollenden Later nicht zu begegnen, der fernen jugendlichen Trang nach Lnstbarwiren zu unterdrücken sucht. Und daraus entwickelt nun Hebbel Schjlag aus Schlag in immer schwärzeren Farben das Bild seiner gewaltigen Tragödie Aus dieser Stimmung, in der wir schpn in der ersten Szene nach ben paar ersten Worten ber jungen Heldin mitten drin uns befinden, wachsen bie Menschen heraus, bie bas Schicksal in so unginäliche Berhältntsse gestellt hat, daß sie mit Notwendigkeit dem Verderben verfatlen sind. Hebbel sagt uns nicht, noch läßt er umständlich durch die Handlung sagen, was das für Meuten sind. Sie selbst offenbaren sich uns durch ihre Reden. Unb da erkennen wir, baß bas nid),t nur Menf chen sind, Menschen, wie sie auch in ben modernen Gedichten sich tummeln, bie sprechen, hanbeln unb das Publikum unterhalten, sondern baß wir vor Geschöpfen eines Dichters stehen, deren Daseinsberech- tigung — obgleich sie dem einfachsten bürgerlichen Leben ungeschminkt entnommen sinb — der große Ammatiker Hebbel aus feinem fuvjMiven, künstlerischen Walten be° ^1135a, es sind Menschen einer klassischen Dichtung, und sie sagen uns etwas. Tarin liegt schon bie Größe ber Tragödie, day ihre Helden und Heldinnen von vornherein al» Charaktere erscheinen. Hebbel brauchte sie nicht aus ber Handlung erst hervor geh en zu lassen. Darum stellen sie an die Sckmuspieler auch ganz andere Aufgaben, als so viele andere Mchrungen, die kaum ein anderes Interesse als das für den Stoff und bie Handlung erwecken möchten. Aber wie meisterhaft hat Hebbel auch alle Forderungen an die SiauMung n*ib ihre Wirkung und an bie Technik (einer Tragödie beherrscht. Selbst Lessing steht er darin nicki-t nach. Aktes Ueverstüsstge, Abschwei,ende und Undrama- tische ist ausgeschlossen; in knappen Szenen und der wirksamsten Stetgerung eiiiwt-aelt er feine großartige Tragik. Uub keine Mache sinb diese eng aneinander gejchlosfenen Üaüirel des sich erfüllenden Schicksals, sondern mit selbstverständlicher Konsequenz, bie die Seele des Zuschauers un- wiberstehiich packt unb mit Grausen erfüllt, verketten sich in erstaunlich schneller Folge bie Umstände, die zum traurigen Schlüsse führen. Meister Aiilon ist ein ganz seltsamer Charakter. In feinen Reden offenbart sich, ein Inneres, bas in Arbeit, im Kampf mit beS Lebens Lasten und dem ärmlichen Ringen umS tägliche Brot, in das er hineingebvren wurde, starr und hart geworben ist. Ehrlich unb grabe ist er geblieben, unb biesen Nerv, an dem allein er noch lebt, bars man ihm nicht zerschneiden. Mit welcher Angst unb mit welchem Bangen sieht bie von ihrem Fehltritt verfolgte Klara zu, wie nach bem bei der Hausjuchung erfolgten Tode ber Mutter ber Vater tiefsinnig, mürrisch unb mißtrauisch grübelnb im Hause umhergeht. Wie büfter glühend mutet uns baS an! Aber Meister Slnion muß, so will es ber Dichter, mehr zu sich selber sprechen als zu ^eonharo unb ber Tochter. Seine äußerliche Teilnahme an ben Vorgängen ist ganz gering. Er macht, nach seinen eigenen Worten, nur Erfahrungen; beuten tut er über bie Menschen nichts, gar nichts, nichts Schlimmes, nichts Gutes, bann braucht er nicht aowechsetrib, wenn sie ihn täuschen, rot ober blaß zu werden. Und bitter sarkastisch ivirb er, wenn dies geschieht. Wie schade ist es, daß gestern abend bie Stelle gestrichen worden ist, wo Meister Anton über den Kirch-gang, den sein Sohn versäumt hat, und über das Vaterunser sich ausläßt. „Ich yabe auch nichts dagegen, und wollt Ihr sogar zwischen bie jleben Bitten sieben Gläser einfani Beck. Der Bayerische Landtag und der Miiitäretat. Uuu. viu|v Ter jvttlitaretat jtand aut §rettag aus der ^agesord- stets Gehör gesunden hat, bie nung ber 2. daher. Kanimer. Der Referent Abg. Wagner ........... Hütt--.. (lib.) berichtete ausführlich Über die ^Verhandlungen im 1UVU 4.C, niuß als ein Anzeichen bajür gelten, baß 'die Finanzausschuß, bei welcher die SoIbatenmißHandlungen, Männer der schärferen Tonart in ber Türkei, die es auf bie Militärgerichtsbarkeit, die Unfälle bei den Kavallerie- Deutsches Reich. Berlin, 6. Nov. Der Kaiser ist heute auf der Wild- parkftation eingettoffen und von der Kaiserin am Bahnhöfe empfangen worden. Er hat sich sofort nach dem Neuen Palais begeben. — Der ,FieichSanz." veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung betr. das Ruderkommando vom 18. Oktober und eine kaiserliche Verordnung über das spätere Inkrafttreten von Vorschriften des Gesetzes betr. tveitere Adänder- ■lingen des Krankenversicherungsgesetzes vom ‘25. Mai 1903 für die preußischen Knappschafts kaffen vom 2. November. — Der .^Lokalanz." teilt mit, die im Reichsamte des Innern zur Einführung einer Schlachtviehversicher- •ung abgehaltene Konferenz von Vertretern der deutschen Regierungen lmbe zu keinem praktischen Ergebnis geführt. 9ticht nur die süddeutschen Regierungen hätten sich ablehnend Verhallen, auch unter den Regierungen Norddeutschlands konnte eine Verständigung über die grund- Legenden 'Bestimmungen nicht erzielt werden. Keer und Alotre. Die Entfestigung von Kastel ist nach langen Verhandlungen genehmigt worden; das gegenüber von Mainz gelegene und mit ihm durch eine Straßenbrücke über den Rhein verbundene Städtchen hat die am dichtesten bebaute Fläck^ aller Gemeinden Hessens. Denn die alten Festungswerke engten es von allen Seiten ein und verschlossen jede Ausdehnung und Entwicklung in räumlicher oder wirtschaftlicher Hinsicht. Dadurch litten die sozialen und gesundheitlichen Verhältnisse der Stadt seit Jahren Not, was besonders in letzter Zeit zu bitteren Beschwerden und scharfen Erörterungen in der Stärrdekammer Veranlassung gab. 9hin, nach der Mitteilung des preußischen Kriegsministeriunrs an die hessische Regierung, kann mit der Einebnung der Lünette Wiesbaden, sowie dreier Bastionen der llmwallung sofort begonnen werden. So wird es der gut vermotteten und gewerbefleißigen kleinen Stadt er- möglicht, von ihrer herrlichen Lage am Zusammenfluß des Mains und Rl)eines den erwünschten und notwendigen Nutzen ziehen zu tonnen, sofern nicht alsbald eine wüste Bodenspekulation sich des sreiwerdenden Geländes bemächtigt, was die städttsche Verwaltung zurzett noch durch rechtzettigen Erwerb größerer Gelände strecken vermeiden kann. (K. Ztg.) Ausland. Belgrad, 6. Nov. Hier erhalt sich das Gerücht über die Abdankung des Königs zu Gunsten seines minderjährigen Sohnes Georg, das aus Hofkreisen stammt, trotz aller Dementis. Auch die Gegner der Königsmörder erblicken in der Thronentsagung einen Ausweg aus der schwierigen Lage. Sie behaupten, der König tonne angesichts gewisser Verpflichtungen gegen die Verschwörer, für welche schriftliche Beläge vorhanden sein sollen, im Ossiziertorps unmöglich Ruhe stiften. Petersburg, 6. Nov. Wie aus Eharwin gemeldet wird, versuchten chinesische Räuber auf Veranlassung einiger Japaner die lange Eisenbahnbrücke über den Sungarifluß bei Charwin in d i e Lu f t zu sprengen. Der Anschlag mißlang jedoch infolge der Wachsamkeit der russischen Eisenbahnposten. In der Stadt Charwin wurden unter der chinesischen Bevölkerung Aufrufe verteilt, worin sie zur Niedermetzelung der russischen Einwohner aufgefordert wird. Znfolge- dejsen sind alle Garnisonen in der Mandschurei verstärkt und die Militärbehörden angewiesen worden, jedem Zug der Mandschureibahn 10 Soldaten zum Schutze mitzugeben. New York, 6. Nov. Nach einer Depesche aus La- Uama erklärten die meisten Städte des Isthmus ihren Anschluß an die neue Republik. Washington, 6. Nov. Das Staatsdepartement tele- grapyierre an den amerikanischLn Gesandten in Bogota, daß das Volk von Panama seine politische Zusammengehörigkeit mit Kolumbien anscheinend einmütig ausgegeben, seine Unabhängigkeit wieder hergestellt und eine neue republikanische Regierung angenommen habe, milder die Vereinigten Staaten in Beziehungen getreten seien. Roosevelt empfehle mit Rücksicht auf die Banoe der Freundschaft, welche sett langem zwischen beiden Nationen bestehen, den Regierungen von Kolumbien und Panama aufs dringendste, eine friedliche Lösung der Fragen zu finden, die noch zwischen ihnen zu erledigen seieu Roosevelt glaube, daß oie Vereinigten Staaten, nicht allein vertragsmäßig, sondern auch mit Rücksicht auf die Interessen der Zivili,ation verpflichtet seien, darüber zu wachen, daß der friedliche Handel auf dem Isthmus für die Welt nicht länger durch eine ununterbrochene Folge von unnötigen, verheerenden Bürgerkriegen gestört sei. Aus Stadl und Land. Gießen, den 8. November 1903. L.-U. Landes - Universität. Bis ' Freitag den 6. Nooemner haben sich neu eingeschrieben 157 Studierende, darunter 4 Theologen, 22 Juristen, 38 Mediziner, 22 Veterinärmediziner, 71 Angehörige der philosophischen Fakultät. Die zweite Immatrikulation hat heute mittag stattgefunden; die dritte (letzte) ist auf den 14. November angesetzt. * * Personalien. Ernannt wurde der Gerichtsvollzieher- Aspirant Emil Hühnermann in Homberg zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Homberg, * * Ernennung. Postinspektor Flaschenträger ist zum Postdirektor in Butzbach ernannt worden. * * Promenadenkonzert findet morgen in der Ostanlage um halb 12 Uhr mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre z. O. ,Norma" von Bellini. 2. Rosen aus dem Süden! Walzer von Strauß. 3. Glühwürmchen! Idyll von Lincke. 4. Fantasie über Koschats ,Verlassen bin i" von Reindel. ** In der Gemälde-Ausstellung am Brand findet kommende Woche, voraussichtlich am Mittwoch, ein vollständiger Wechsel der Gemälde statt. Wir können unsere Kunstfreunde schon darauf aufmerksam machen, daß eine Kollertion von 76 Gemälden des vor zwei Jahr em verstorbenen Münchner Schlachtenmalers Faber du Faur zur Ausstellung gelangt. Die Bilder zeigen meist Schlachtszenen aus den napoleonischen Kriegen und dem deutsch- französischen Kriege, sowie solche aus dem vrientaliscyen Reiterleben. AusdemBureau deSStadttheaterS. Nochmals sei auf die morgige Sonntagsoorstellung hingewiesen, die in Lindners „B l u t h o ch z e i t" em hochinteressantes, überaus wirkungsvolles Werk bringt, dessen poetischer Gehalt den Herzog von Meiningen seiner Zeit veranlaßte, das Stück in sein Gastspielrepertoire aufzunehmen. Die sorgfältig vorbereitete Jnscenierung leitet Direktor Hermann Steingoetter, die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Hohl, Kellermann, Hellberg und des Herrn Sandorff, Teleky, Achterberg, Linzen, Pichler, Tamke, Hag. Uebrigens ist das gesamte Personal in dem sigurenreichen Stücke beschäftigt. • * Vier Jahreszeiten. Sonntag den 8. Nov. inden in genanntem Lokal 2 große Spezialitäten-Vorstell- ungen der Künstler-Gesellschaft Tarevill statt. Das Nähere ist aus Inseraten und Plakaten zu ersehen. * * Sturz. Gestern nachmittag stürzte vor dem Loos- chen Hause am Kirchenplatz ein Schuljunge in einen ca. 6 Meter tiefen Schacht der Kanalisation, welcher zum Teil mit Wasser gefüllt war. Zwei Männer beförderten den Knaben wieder in die Höhe. Er war vollständig mit Schlamm bedeckt, im übrigen trug er merkwürdigerweise keine Verletzung davon. **JugendlicherUebermut. Heute morgen sahen die Passanten des Wetzlarerweges wieder einmal ein kleines Hindernis. Abermals lag ein Wagen, ein zweirädriger Gepäckkarren eines hiesigen Hotels, mitten auf der Fahrbahn des Weges, im dicksten Schmutz umgestülpt, so daß >ie Räder nach oben standen. Wenn die Urheber nichts besseres zu tun wissen, sollten sie bei den Kanalisierungs- arbeiten Beschäftigung suchen. * * Eine Räuberbande am Anfang des 19. Jahrhunderts. Ungefähr zwanzig Jahre nach dem Tode des Schinder Hannes wurden die Wilderer Geiz und Genossen aus Kombach bei Biedenkopf wegen „Postraubs in der Subach" hier in Gießen durch das Schwert vom Leben zum Tode gebracht. Die Räuberbande bestand aus folgenden Helfershelfern: 1. David Briel von Dexbach, 2. der Landschütze Volk, 3. Hans Jakob Geiz von Kombach und eine Söhne 4. Jakob, 5. Heinrich, 6. Johannes Soldan von Kombach (Schwiegersohn von Geiz), 7. Ludwig Acker, eben- alls daher, und 8. Wege von Wolfsgruben. Sonntag, 19. Mai 1822 kam der Raub auf kurhessischem Boden in der einsamen Waldschlucht südlich von Gladenbach, die Subach genannt, am hellen Mittag zustande. Mit Pistolen bewaffnet, bemächtigte man sich des Postillons Müller und des Landschützen Haman. Beide wurden auf unmenschliche Weise seitwärts'in den Wald geschleppt. Grausam festgeknebelt an Händen und Füßen, die Arme kreuzweise auf dem Rücken, die Augen mit Lumpen verschnürt, lagen diese Unglücklichen sprachlos da in den fürchterlichsten Schmerzen. Sie hörten, wie der Wagen auf die andere Seite ins Gebüsch gefahren und der Deckel des Geldkastens zertrümmett wurde. Uebcr 10 000 Gulden fielen in die Hände der verlarvten Räuber. Einen großen Sack voll Geld, der zum Fottschleppen zu chwer war, versteckten sie in eine hohle Eiche. Jeder mit einer Last begaben sie sich auf Umwegen zur Heimat. Der Raub erregte selbstredend unter der Bevölkerung große Unruhe. An Nachforschungen und Verhaftungen ließ es die Polizei nicht fehlen. Dieselben waren aber anfangs fruchtlos. Gegen Herbst 1822 stießen Spuren auf obige Räuber. Ihr übermäßiger Geldverbrauch erregte Aufsehen, und andere Verdachtsgründe genügten dem Kriminalrichter Danz, einen nach dem andern — mit Ausnahme von dem Urheber Briel, welcher ins Ausland geflüchtet war — ins Gefängnis hierher nach Gießen bringen zu lasten. Trotz allem Verhör und Nachforschungen konnten die Verdächtigen der Tat nicht überwiesen werden. Nach einem Jahre machte Acker seinem Herzen Lust, ,roeit zu viele Hunde des Hasen Tod feien*. Er gestand die Tat ein und nach ihm alle Angeklagten, lieber die Schuldigen verhängte man hier nach zweitägiger Verhandlung am 25. März 1824 das Todesurteil. Tas Oberappellationsgericht zu Darmstadt bestätigte dasselbe. Volk und Soldan endigten als Selbstmörder, und die anderen 5 wurden hier am 7. Oktober 1824 mit dem Schwere enthauptet. Der Vater Geiz mußte Augenzeuge bei der Hinrichtung seiner Söhne sein. § Sichenhausen, 6. Nov. Heute Nacht brannte die mit reichlichen Futtervorräten gefüllte Feldscheuer des Nikolaus Appel V. hier gänzlich nieder. Die Scheuer wurde vor zwei Jahren schon einmal ein Raub der Flammen und von dem Besitzer wieder aufgebaut. Man vermutet Brandstiftung. , R.-B. Darmstadt, 7. Nov. (Eigener Drahtbericht.) Der russische Minister Graf Lamsdorff begab sich heute früh nach Schloß Wolfsgarten, um dem Zaren Vottrag zu halten. Gleichzeitig verabschiedete er sich für einige Zeit vom Zaren. Er wird nicht den Zaren nach Polen begleiten, sondern heute abend von hier aus, wohin er aus Wolfsgatten bereits heute vormittag um 11 Uhr zurückkehtte, über Berlin und Eydtkuhnen nach Petersburg reifen, wo er am Montag nachmittag eintreffen wird. In Berlin wird er sich nur zwei Stunden aufhalten. Darmstadt, 6. Nov. Vertreter der aus ihrem Lande ausgewiesenen Finländer suchten heute eine Audienz bei dem Kaiser von Rußland zu erhalten, um ihm eine Schrift zu überreichen, in der die Unterzeichner die Politik der jetzigen Regierung Finland gegenüber beleuchten und Auslassungen des Herrn v. Plehwe, die dieser in einem Schreiben an Herrn Stead gemacht hat, als auf falscher Interpretation der Gesetze und Entstellung der Tatsachen gegründet bezeichnen. Die gewünschte Audienz wurde nich erzielt, dagegen foll die Schrift empfangen worden sein. (Fckf. Ztg.) R B Darmstadt, 6. Nov. Beim Staatsminister, Exz. Rothe, sand heute abend 7 Uhr im Staatsministerialgebäude zu Ehren der russischen Gäste ein Festmahl Satt, an welchem auch der Minister Gras Lamsdorss. ürst Ku da sch ess, Prinz H o h e n la h e-Oehringen und die ersten Vertreter des kaiserlich-russischen Gefolges teil- rrahnien. — Der Zar hat in generöser Weise alle diejenigen Persönlichkeiten, die mit der kaiserlichen Familie direkt oder mit den Angehörigen der russischen Diplomatie resp. der Hofstaaten in Berührung getreten sind, mit wertvollen Andenken an den diesjährigen Zarenbesuch überrascht. Die Offiziere des Leib-Dragoner-Regts. Nr. 24, dessen Chef der Zar ist, erhielten mit Brillanten besetzte goldemaillierte Manschettenknöpfe und andere Bijouterien, die höheren hessischen Hofbeamten, die Vertreter der Polizeibehörde il v. a. schwere goldene Uhren mit dito Kette und dem in kRelies in Gold gearbeiteten kall^dzen Wappen usw. usw. r. Mainz, 6. Nov. Für die Zeit der Vakanz des hiesigen Bischofssitzes ist Generaloikar Domkapitular Dr. Engelhardt zum Bistumsverweser ernannt worden. Der Genannte wird von vielen Seiten bereits als Nachfolger des Bischofs Brück bezeichnet. Wie ein hiesiges Bl art mit- zuteilen weiß, werde aus der neuen Bijchvfsliste Prinz M a x von Sachsen io lebe rum als Kauoioat erscheinen. Bei der letzten Bijchofswahl war Prinz Max von Sachsen auch unter den KauoiDaten. Die Leiche des Bischofs Brück wird unmittelbar neben dem Bischof Haffner vor dem Nassauer Altar in dem hiesigen Dom beigesetzt werden. Ucrullschles. * B e r l i n , 6. 9ioo. Der Direktor des Grand-Hotel de Nome und du 9iorb, Jannia ist nach Verübung von Unter- chlagungen und Diebstählen flüchtig geworden. * Wollin, 6. Nov. Der Genchtsoollzieher Künzel wurde dieser Tage nach einer 38jahrigen Dlensl- tätigfeit auf sein Ansuchen pensioniert. In (Segen* wart sämtlicher Beamten des dortigen Amtsgerichts überreichte Amtsrichter Görke dem Scheidenden das ihm vom Kaiser verliehene Allgemeine Ehrenzeichen in Gold am Bande des Roten Adlerordens. Zum großen Erstaunen der Versanunelten nahm indessen der also Geehrte die Dekoration Nicht an mit der Begründung, daß er als Beamter nur seine Pflicht streng und gewissenhaft getan und dafür ja Gehalt bezogen habe. Für eine solche Pflichterfüllung aber eine Auszeichnung anzunehmen, widerspreche seiner Ueberzeugilng.- Auch trotz allen Zuredens war der bejahrte Pensionär zur Annahme des Ordens nicht zu bewegen. * Hamburg, 6. Nov. In einem wegen Schwindeleien hier verhafteten Steward, der sich August Mehr nannte, wurde ein aus Santes in Brasilien geflohener Raubmörder Ni i n ch erkannt, auf dessen Ergreifung eine hohe Belohnung gesetzt war. • Zittau, 6. Nov. Wegen Verbrechens wider das keimende Leben sind in letzter Zeit nicht nur in der Stadt Zittau, sondern auch in verschiedenen sächsischen und böhuiijchen diachbarorten zahlreiche Verhaftungen uorgenommen worden. Die Verhafteten sind Frauen und Niädchen böhmischer Nationalität, etwa 60 an der Zahl. Die meisten der Beschuldigten befinden sich im Bezirksgericht zu Friedland i.B. in Hast. Verhaftet ist auch der Arbeiter August Lange, der ,,Helfer" dieser Frauen, der fein „Gewerbe" über 20 Jahre lang getrieben haben foll. Durch die „langjährige Praxis" erwarb er sich ein ansehnliches Vermögen, denn zu seiner Kundschaft zählten auch Damen, die in Equipagen vor seinem Haufe vorfuhren. Lange wird auch beschuldigt, durch seine Handlungsweise den Tod einer Frau verschuldet zu haben. Die Voruntersuchung in der Aussehen erregenden Affäre ist noch nicht abgeschlossen, da noch immer neue Fülle bekannt werden, die Verhaftungen zur Folge haben. S ch ö n a u b. T e p l i tz, 6. Nov. Hier stürzte sich eine Mutter mit ihrem halbjährigem Söbnchen in einen Teich. Beide ertranken.______________ Geuchtssaat. * * Gießen, 7. Nov. Straikammer. In längerer Sitzung verhandelte die Kammer gestern die Anklagesache gegen den Zigarrensabrikanlen Karl E. von hier wegen Unterschlagung. Der Angektagre war Gefellschaster der hiesigen Zigarrenfabrik A„ einer offenen Handelsgesellschaft. Als solcher reifte er für diese Firma und veremahmte auch Kundengelder. Hililer dem Rücken seines Gesellschafters A. kassierte er Gelder in der Gesamthöhe von 3200 Alk., führte solche aber an die Gesellschaft nicht ab, sondern unterschlug sie, Tas Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Unterschlagung zu zwei Al o n a t e n Gefängnis. Wie in der Begründung ausgeführt wird, mar der Angeklagte, wenn auch nicht rechtlich, so doch tatsächlich als Gesellschafter miteigentumberechtigt an den für die Firma eingehenden Geldern. R. B. Darmstadt, 6. Nov. Bor der hiesigen Strafkammer kam heute der traurige Eisenbahn-Unfall bei Groß-Gerau zur Verhandlung, bei welch-ern am 25. Juli ein Menschenleben zu Grunde ging, ein Fuhrwerk zertrümmert und der Kutscher schwer verletzt wurde. Unter Anklage stand des'Mb der 62jährige Bahnwärter August Raiß ans Groß-Gerau, evang., verheiratet. An jenem Tage abends Uhr war der Lunowirt Peter Rothenburger aus Mörfelden, der den Tag über in Rhein Hessen Einkäufe gemocht hatte, mtt seinem schweren zweispännigen Fuhrwerk und 40 Zentnern Last, das von dem 19jährigen Knecht Ja tob Roth gelenkt wurde, auf dem Rückweg auf der Kreisstraße von Groß-Gerau nach! Klein-Gerau begriffen und hatte dort 'ben lieber gang der preußisch-hessischen Bahnstrecke in der Nähe des Bahnhofs Dornberg-Gtoß- Gerau zu passieren. Es war ziemlich dunkel, doch sah der Knecht — Rothenburger schlief —, bay die Barriere geöffnet war, er erblickte auch die an derselben befindliche Laterne in der Höhe. Roth fuhr infolgedessen mit dem schweren Wagen über die Geleise, bemerkte jedoch plötzlich den 9.40 von Groß-Gerau abgefahrenen Personenzug heranbrausen. Er trieb die Pferde an, aber zum Entweichen war's zu spät. Auf dem zweiten Geleise erfaßte die Lokomotive das Fuhr-" tverk unter lautem Krach, zertrümmerte es und schleuderte die beiden Insassen heraus, wobei Rothenburger so unglücklich unter die Räder fiel, daß er tödlich verletzt wurde und noch in derselben Nacht starb. Roch trug neun Kopfwunden und sonstige Körperverletzungen davon und mußte sofort ins Kreis krankenhaus zu Groß-Gerau geschasst werden. Er ist sowett wieder hergestellt, daß er heute als Zeuge auftreten tonnte, muß aber noch einige Zeit im Krankenhaus verbleiben und dürste nicht ohne dauernde Schädigung seiner Körperkras.t davontornmen. T«er Angeklagte, der von ReckManwalt O s an n II. verteidigt wurde, gab zu seiner Entschuldigung an, daß er die bereits von ihm geschLossene Barriere noch einmal halb geöffnet habe, um noch schnell einen Radfahrer passieren zu lassen. Das Fuhrwerk auf der anderen Sette habe er nicht bemertt. Das Gericht neigte dagegen der Anschauung zu, daß Reiß die Schranke überhaupt nicht rechtfertig geschlossen haben könne. Aber selbst wenn dies geschehen wäre, hätte er sahrlässig und vorschriftswidrig gehandell, da er angesichts des nur noch wenige hundert Meter entfernten Zuges noch einmal die Schranke zum Teil öffnete. Die vorgesetzte Behörde erteilte dem Bahnwärter das Zeugnis eines langjährigen pslichtttenen Beamten, der sich bi;e,gers. London, 7. Nov. „Daily Mail" melden ans Kapstadt ein Telegramm, dag die deutsche Garnison lt.ibie umzingelt und massakriert wu.de. V^ele deutsche Händler in eutfcruten Tiftril.en wurden ernt o r d e t. Die Rebellen haben 600 Gewehre und Muuitwn. London, 7. Nov. „Daily Telegraph" von angeblich zuständiger Seite aus L>hungyai erfahren haben, daß der große Rat in Peking sämtliche Vizerönige und Gouverneure telegraphisch ausgefordert habe, Geld auszubringen und Truppen anzuwerben, da der Abbruch der diplomatischen Beziehungen m i t R u ß l a n d bevorstehe. Tie chinesischen Beamten seren sehr erfreut über diesen Beweis des Erwachens der Tat- 4‘,6% Oesterr. biiberrento 101.20 Kunst und Wstculäjüil. Göteborg, 6. Nov. Tie .Göteborg Haudels-och-Sjöfart- stidning- melde: aus Stockholm: In Kreisen, die den Richtern des Nobelpreises naheslehen, verlautet, daß der Preis iur Physik zwischen dem Ehepaar Eurie, das die Eigenschaften des Radiums entdeckte, u>id dem deutschen Profehor " enard - Kiel, der Röntgens Erfindungen vorbereitere, geteilt werden soll. Ter EhcmiepreiS soll dem schwedischen Proiegor Arch'enius, der medizinische Preis dem dänischen Proieswr Finsenoder R. B. D a r m st a d t, 6. Nov. Dreimal in einer Woche wegen desselben Vergehens vor Gericht zu erscheinen hatte der Arbeiter Isidor Karl aus Offenbach, welcher der fahr- ■ lässigen Kindestötung angeklagt war. Kurl wohnte im dritten Stock eines Hauses in der Obermaingasse zu Offenbach und seine Frau hatte ihm ein halbes Jahr nach ihrer Vernrählung einen Buben besck-ert. Obgleich der Lhe- uiann nicht sel/r erbaut davon war, ließ er das Kind doch als das Seinige eintragen. Ls blieb ihm aber nach Aussage seiner Frau, die siw inzwischen von ihm getrennt hat, doch stets ein Dorn im Auge und er sprach offen den Wunsch aus, der liebe Gott möchte doch das Kind wieder zu sich nehmen. Lr soll auch zu dem Kleinen sehr roh gewesen sein und ihn stark geschlagen haben, ihn auch einmal aus dem Fensterbrett aufs Töpfchen gesetzt haben usw. Am 3. August d. I. setzte er das 17 Monat alte ftinb wieder aus die FensterLrustung in der Küche, während seine Frau nicht zugegen war. Auch Karl entfernte sich bann — wie er zuerst angab, etwa 1U Minuten, wie er jetzt behauptet, nur einige Sekunden, — und als er wieder in die Küche trat, war das Kind verschwunden; es war in die Tiefe gestürzt und mit zerschmettertem Schädel liegen geblieben. Der Angeklagte leugnete natürlich jede Abstcht oder Fahrlä|sigkeit. Lr spielte sich in der ersten Verhandlung am Mvuwg als ein großer Lunder ft rund aus, und das Gericht kam ihm soweit entgegen, daß es füll, weitere Zeugen für Mittwoch, und bann abermals welche für heute bestellte, um dem Angeklagten, der sich selbst verteidigte, den größtmöglichsten Spielraum zum Nach- weis seiner Unschuld zu gewähren. Aus die,er dreimaligen Verhandlung gewann jedoch der Gerichtshof die feste Ueberzeugung, daß der Angeklagte, wenn uiajt gar vorsätzlich, so doch in gröbster Wet|e fahrlässig die Tötung des Krick) es herbeigefuhrt habe. Das Urterl lautete daher auf li/a Jahre Gefängnis und sofortige Verhaftung des Angeklagten. M eg, 6. Nov. In dem Beleidig ungsprozeg gegen ben Leutnant Bilse finden zweilagige Verhanblungen unter Ausschluß der Oessenttichkeil statt. Lte ^laaisanwachchan hat last sämtliche Offiziere deS Forbacher Trainbataillons Nr. 16, viele frühere Offiziere und mehrere Forbacher Bürger als Zeugen geladen. __ __ kraft in Peking. „Daily Mail" glaubt die Meldung ein ihr aus Tientsin zugegangenes Telegramm betätigen ju a§$0w, 7< Nov. Eine große Feuersbrun.st nahm in kurzer Zeit ungeheuren Umfang an. Mehrere Feuertvehrleute sind in den u™9e* kommen. Der Schaden wird aus über 1 Million Pfund Sterling geschätzt. . , Calais, 7. Nov. Lolonel Cory unternahm ohne ,ede Begleitung die Reise über d e n K a na l in seinem sogenannten Drachenboot. Dasselbe ist Met« lang und mit Segeltuch überspannt, sodaß nur der Körper Lorys hervorragt. Gezogen wird das Boot von einem mächtigen> Drachen aus Seide. . , Kien, 7. Nov. Nach guten Jnsvrmatronen brld eten bie ostasiatischen Angelegenheiten den hauptsächlichen Gegenstand der Wiesbadener Entrevue. Das Lr- aebnis derselben besteht in ganz bestimmten Abmach" uuaen zwischen Deutschland u n d Ru ß l an d hinsichtlich des ferneren Vorgehens in Osmsren. Wenn ^zapau mit Unterstützung Lnglands an Rußland den Krieg errtarrii ivürde, wu.e Rußland oerUurerstütz.ungDeut|ch- l a n d s s icher. Belgrad, 7. Nov. Wie verlautet, ist es nunmehr König Peter gelungen, von einer österreichtsch-sranzä- nschen Bantgruppe eine Anleihe von einer Million Francs gegen Sicherstellung auf die serbische Zivilltste auf* runehmen. Konstantinopel, 7. Nov. Da auf einem aus Smyrna atigelaugten Dampfer eine Sendung Dyn a m i t und eine Höllenmaschine anlangten, die in einem Fasse verpackt tvaren, das als Zement deklariert war, uina den türf^ajen Zollbehörden die Weisung zu, nur chch-es Zement zuzulaften, das in Säcken verpackk^rst.^. möglicherweise Professor Pawlow - Prag der Litteraturpreis dem Lngländer Herbert Spencer oder dem Spanier Eche garay zuertelll^Werbern, $ Der Apuellarist Profefior Passini, Mitglied des Senates und der Akademie der Künste, ist gestern Abend gestorben. _ __ _ Arbciterbcwegiing. Denver 6? Nov. Die Kohlengrubenarbeiter in Colorado, Utah, Neu-Mexiko unb Südwyoniing haben beschlossen, am Aton- tag in den Ausstand zu treten. - Dandefifimö^erkrhr. Dolkswirrschast. Berliner Börse vom 6. November 1903. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gieyen.) Prinat-Diskoitt L'/s Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Teienhonischer Kursbericht. . 26.65 Märkte. Gießen, 7 Nov. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt kosteten: Buller pr. Pfd. 0.95-1,05 Bit., Hühnereier 1 St. 8-9 Bfa., 2 Stck. 00-00 Psa., (Äansecier00-00 Pig., Lnleneier8-0 Pig., Ka|e vr.Stck.5- 8 Pf., Kasematte2 Stck. 5—6Psg., Erbsen pr.Liter 21Ptz., Linsen pr. Liter 32 Pig., Tauben pr.Paar0,70 09,0Mk., Hühner pr. ^t. 1,30—1,80 Ack., Hahiie pr. Stück 0,70—1,50 All., Emen pr. etna 1,70-2,20 All., Gänse pr. Psd. 56—60 Pig., Ochsensteisch pr. Pmnd 68—78 Pig., Kuh- und : indsleisch pr. Pfund 62—66 Psg., -Lchweine- steisch pr. Pfund 66—"<6 Psg., Schtvemesleisch, gesalzen, pr. Pstuid 80 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd.'70-76 Psg., Haminelsleiich pr. Pmnd 65—74 Pig., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,00—5,50 Alk., A-eißkraul per Stück 5-7 Pfg., per Zentner 1.30-1.60 Mk., Z'viebeln pr. Zentner 4,50—5,00 Aich Alilch per Liter 18 Psg., Aepsel per Zentner 16 bis 20 Mk., in Körben 00-00 Pfg. KunsteAnsstcUung. Tie Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand ist täglich mit Ausnahme Samstags von 11 bis 1 Uhr geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags. An Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nicht- Mitglieder des Kunstverems an Wochentagen 50 Psg., an Sonn- und Feiertagen 20 Pig. ___________________________________8348 WbeflhcrMgiittKleiAliüüel-Lcllililirlmstlilt Am 4. Adveut-Sountag, deu 20. Dezember d. I., soll die Christbescherung für die Kinder unserer Anstalt stallfinden. Wir haben für 230 Kinder die Bescherung herzurichten und den Weihnachtstisch mit Gaben zu deckeii. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unferer Anstatt und ihrer Kinder. Wir bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn und dergleichen, besonders aber auch Getdgabeu, die uns die gleichniäßigste Bescherung für unsere Kleuren ermöglichen, zuwendeii zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebigstraße 21; Frau Johanna HaaS, Ostanlage 31; Frau Kommerzienrat Heyligen- staevt, Liebigstrage 49; Frau Rechnungsrai Kalbfleisch, Ludwlg- slraße 7; Frau Profefior Leist, Ostanlage 36; Frau Plärrer Naumann, Südanlage 8; Frau Luise Ottens, Bisniarck|lras;e 11; Frau Liua Schwall, Lstanlage 36; Fräulein Luise Wortmauu, Damnistrage 32. Auch die Schwestern unserer -lnstatt find bereit, Gaben an- zunehmen; man wolle freundlichst beachten, daß es die Kleüikinder- schulschweslern find Diezstraße 15. Gießeii, den 7. 9lovember 1903. Ter Vorstand der Kleuikinder-Bewahranstalt. Dr. 91 au mann._________________8356 Verkäuferin gesucht Für Leitung meines hiesigen Kaffeespezialgeschäftes suche ich per 1. Dezbr. evtl, früher eine durchaus tüchtige, branche- kundige Bertüuferiu. Gest. 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November 1903, fje Auswahl o ia angekleideter L- 8370 5. Puppen-Sportwagen, CrouHeaux etc. Puppen-Köpfe und -Seltelle 3. ß. fuhr gegen Barzahlung: 1. Kleiderschrank, 8*206 Henn Stork. Sonnenlfrafje 25. Sonneiüfrafje 25. Kommode, Soso,voUständig. Bett, Nacht- Ferdinand Schott Bahnhofstrasse Separate Zimmer für Gesellschaften« 8363 Der Vorstand. Anfang 5 Uhr. Cintritt frei. SW Alfred Heichelheim Frankfurt a. M. Telephon 3527. Wäsche- und Bettenfabrik Spezialität: U J. Kwast. P Cornelius. Edw. Grieg. A Alabietf. . F. Schubert. . R. Schumann. . L. v. Beethoven. (Sperrsitz Mk. 4.50) sind in der Musikalien- und abends an der Kasse, für Studierende . J. Brahms. . J. Haydn. . R. Strauss. a) Das Geheimnis b) Das Geständnis Trio in G-dur op. 1 . 1. Trio in H-dnr op. 8 . 2. Arie: Mit Würd’ und Hoheit . 3. Sonate für Cello und Pianoforte 4. Lieder am Klavier: OS W M Kaiserstrasse 13 Entresol. Versteigerung. Dienstag, d. 10. Novbr. d. I., nachm. 2 Uhr, versteigere ich Oleuftabt 55 dahier Nr. 1. „ 2. Wein- und Frühstücksstnben In- und ausländische Weine, Champagner und Mousseux Zigarren und Zigaretten Warmes Frühstück und warme Speisen zu jeder Tageszeit ■t? K Die Beerdigung findet Sonntag den 8. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Vergebliches Ständchen . . . J. Brahms. Nr. 5. Drei Klavierstudien (C-dur. Des- GHESSEN Ecke Wolkengasse 27 W einhandlung von den billigten bis zu den köillltSII. Gelenkpuppen m edlen Sröhen dur. A-durj 6 a) Die Untreue . b) Guten Morgen c) Die Nachtigall Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater und Großvater Hm Kaspar Mandler gestern nachmittag 5 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Todes-Anzeige. Gestern mittag entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Johannes Schäfer Haltestelleausseher i. P. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters Herrn Jakob Wegerl© sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schlosser und für die liebevolle Pflege der barmherzigen Schwestern sagen innigen Dank Die trauernden Hinterbliebenen: Max Sadowski. Lina Sadowski, geb. Wegerle. ausgeführt von der Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Spielplan: 1. Fatinitza. Marsch Supp6. 2. Ouvert. Stradella. Flotow. 3. Glühwürmchen. Lincke. 4. Czardas a. d. Op. Dor Geist des Woywoden. Grossmann. 5. Ouvert. Der Freischütz. Weber. 6. Nocturno. Eilenberg. 7. Walzer a. d. Optt. Das lustige Mädel. Reinhardt. 8. Fantasie a. d. Op. Das Glöckchen des Eremiten. Maillart. 9. Tscherkessischer Zapfenstreich. Machts. 10. Vielliebchen. Polka. Krausse. 11. Ein Abend im American-Theater. 12. Kupferberg Gold! Sekt-Galopp. Eberle. 8335 Anfang 4 Uhr. Eintritt 35 Pf ff. Stobt Marburg. Sonntag den 8. November, von nachmittags 5 Uhr ab". Tanz-Vergnügen. Streichmusik. [05531] Eintritt frei. Es ladet ergebenst ein Fritz Kremer. Manntmachrmß. Am 9. November, nachmit' tags von 2 Uhr an, werden im städtischen Pfandlokal, Selters- weg 11, eine Partie Gartengeräte, Kleider, Weißzeug, Küchengerät-- schasten, ein 2-rädriger Karren u. s. w. versteigert. Gießen, den 2. Vtovember 1903. Städtisches Armenamt. Eurschmann. 8235 LiebigshZhr. I. kicheikr Amm- Mi Riag-M IW. Sonntag den 8. November: Abentl - Unterhaltung verbunden mit 8318 Pyramiden, lebenden Bildern und Tanz. iowie alle Puppenfeile, Puppenwäfdie, -Kleider, -Schuhe, -Strümpfe. Puppen=Beilanhalt ta Puppen-ßeüanifalf Reparaturen an Puppen werden fdinelhiens ausgeiührt. 03 Zweiter Abend: 17. Januar 1904. Billots: Abonnements für drei Abende: Sperrsitz Mk. 6.—, unnummerierter Platz Mk. 3.75. Für einen Abend: Sperrsitz 31k. 2.50, uunummerierter Platz Mk. 1.75, Studentenkarten Mk. 1.— sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolph’s Nachfolger) zu haben — Studentenkarten auch beim Hausverwalter VerßeigerNMMge. Dienstag den 1V. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, wird im Gasthaus zum Adler in Bad-Nauheim ein gepfändeter Hotel - Omnibus mit altem Zubehör öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert. 8320 Saintouges, Gerichtsvollzieher -= Stellvertreter. Kutscher-Verein Gießen Heute, Samstag abeud, im Cafs Leib: Feier des 11. Stiftungsfestes 8322 - Der Vorstand. Samstag den 5. Dezbr. 1903, nachmittags 3 Uhr, wird aus hiesigem Orlsgericht das vor dem Namen der Carl Buß Eheleute stehende Grundstück Flur 1,516 — 243 qm Hosraite aus dem Atarktplatz öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 23. Oktober 1903. Großherzogi. Ortsgericht Gießen. G ros. Präludium und Fuge. A-moll . F. Liszt. Arie aus „Ernani“ (Ernani iuvolami)......G. Verdi. a) Intermezzo (Es-dur) . . t , Rrflhms b) Rhapsodie (G-moll) . . / Lieder: Die Forelle.......F. Schubert. Neuer Saalbau (früher Steins Garten). Sonntag den 8. Novembers Grosses Konzert tisch u. getragene Herren- und Dainentlcider. 2. 2 Ladenschränke, Bleifiauren, 2 Sosas, Vertikow, 6 Rohrstühle u. s. w. Die Versteigerung zu 1 findet bestimmt statt. 8359 Vorn, Gerichtsvollzieher. -saer'rcder üernftnri«. Sonuiag den 8. November: im Neuen Saalbau (Stein's Garten). Anfang 87, Uhr abends. 8323 Freunde des Vereins können durch Mitglieder eingeiührt werden. Der Vorstand. Zweites Konzert Sonntag, dem 15. Novbr. 1903, abends 5 Uhr, im Saale des Gesellschafts-Vereins, . .... , Frau Erika Wedekind, Kammersängerin aus Dresden (Sopran). Ausiuhrende: yerr i^rofessor JWLwast aus Berlin (lavier). 8349 PROGRAMM. Kammermusik-Abende der Herren Hegar, Bebner, Trautmann. Erster Abend Sonntag den 8. November, abends 5 ühr in der grossen Auia. Gast: Herr Allton Kohmann aus Frankfurt (Tenor). Programm. Beiteste Tischwäsche üitewäsche am Stück und abgepasst 8341 Wollene, gesteppte Decken, Piquödecken jeder Art. Bewährte Qualitäten. Billigste Preise« Grösste Auswahl. Sm-Suita sowie Anfertigung nach Matz unter Garantie für gutes Paffen in bester Ausführung zu billigsten Preisen. 8329 J. Kaan jr., Kreuzplatz 10. Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Firma Schwetasch & Seidel, Tuchfabrik und Versandhaus in Spremberg N.-L. bei. [8352 Iie 9a M- »ha« Der Ausl ,6:t dem auf weit««? Greß-r l'lt'ei* nuöet . / dir»-' Ä la« dnute--'" f Ubreflt % a ^rrJP^ Die D< -nlage, roid Montag, werks- und Gieß' Die an Asierweg Hievnit ans Gieß Die Nordan hiermit ai Gies pichen Knipses i über ben. ernst. ^rzlich e, « »och ichen Gg Ql| °us Port Ter meldet z! „Der g r der Gebii Witbois platz kein daß in üe Io Untere fier, steht, standes in lich nicht Gebirgs gejchütze n hoek statior Feldbatteri m GebrM nottoenbige 5hre Verwi mtt RücksicI ohnehin uü Keetmanshc oUr Seile ivarts nicht Meldungen, ton des D b'i 'Mei; Wit i«s Dch d ■ ftetuitben’ httb hifL. AuslÄ I