ggftcg dlatt. ISS. Jahrgang Freitag7.A«g«ft»80S außer Sonntags. «dT ä BezugSpretSr Dem Gießener Anzeiger 5|f Y IBg V monatlich 7öPi., viertel- sSSrSs int Alf AH Aü yl H 4Af AA4I MMN blätter viermal in der M Bl e8 H H H @ M M H| ffl Jr H Ä K ffl B drePost Mk.2.— viertel- Woche beigelegt. Hi M W fgT UZ W M W 0 Jf WWW W M W gsL^ W tahrl. ausjchl. Bestellg. LML Vz IVIJVlIVI 44 IllV IHV 1 F£S= =2= w General-Anzeiger " t-™: MM Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WÄ mimiuMii ihjullj.j.—. __________________________________________ zetqentetl: panS Beck. Bekanntmachung. Die Wolkengasse wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeüen von Montag, den 10. V Mts. ab bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkebr gesperrt. Gießen, den 6. August 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Fer neue Uapst. Gießen, 7. August. Wenn in deutschen Blättern — besonders im „Rhein. Kurier" ist das geschehen — Stimmen laut werden, die den Vorwurf erheben, die deutsche Presse beschäftige sich viel zu viel mit der Wahl des neuen Papstes, so könnte man daraus entgegnen, daß es eben schwer hält, in der politischen Umschau etwas Interessanteres zu erspähen. Ob es sehr nüchttch ist, über zukünftige Entscheidungen in der deutschen Politik, die noch fern liegen, längere Betrachtungen anzu- stellen, ist zweifelhaft. Warum sollte man, auch wenn man mit der katholischen Kirche nichts zu tun hat, nicht mit Interesse auf ein Ereignis schauen, das für einen großen Teil der Christenheit von großer Bedeutung ist und auch ui politischer Hinsicht in jebcm Fall weittragende Einflüsse geltend machen wird? Eine Charakteristik des neuen Papstes, die Wahl des neuen Staatssekretärs verdienen ohne Zweifel Beachtung, und es wäre töricht, wenn die deutsche Presse sich den Zwang antun würde, diese Dinge zu ignorieren. In einer Charakteristik des neuen Papstes hebt der „Corriere della Sera" besonders seine Einfachheit und seinen Wohltätigkeitssinn hervor. Dann heißt es weiter: Obwohl er eine gute Pfründe hatte, lebte er ärmlich und verkaufte sogar sein Pferdchen, um die Schulden, die er durch .Schenkungen gemacht hatte, zu bezahlen; ein anderes Mal mußte er in das Leihhaus von Treviso seinen Ring senden, um einer unglücklichen Bauernfamilie helfen zu können. Der Wohltätigkeitssinn des Papstes ist wirklich sprichwörtlich. Er schenkt ohne Maß, so daß seine Angehörigen ihn sanft überwachen müssen und daß sein Sekretär ihn in dieser Beziehung wie einen verschwenderischen Sohn in Schranken halten muß. Im Anfang des Monats gibt der Sekretär ihm die Summe, die zu Wohltätigkeitszwecken zur Verfügung steht; Se. Eminenz findet sie klein, der Sekretär macht praktische Gründe zur Sparsamkeit geltend, Se. Eminenz kann ihm nicht unrecht geben, aber am dritten des Monats ist die kleine Summe bereits erschöpft. In Bezug auf diesen Wohltätigkeitssinn erzählt man eine hübsche Geschichte, die sich auf die Zeit bezieht, als Pius X. noch Bischof von Mantua war. Eines Tages kam eine seiner Schwestern, die die bescheidene Küche besorgte, in sein Zimmer gestürzt und meldete ihm, daß das Fleisch, das sie zum stochen aufs Feuer gesetzt hatte, verschwunden sei. Der Bischof zuckte leicht b)ie Achseln und sagte ruhig in seinem venetianischeu Dialekt: „Ach geh, es wird die Katze gewesen sein!" — „Die Katze, die trägt nicht den Topf mit fort und der ist ebenfalls verschwunden!" — „Liebe Schwester, es scheint mir, daß Du schlecht auf das Haus auspasfest; wenn Du's wissen willst: ich habe das Fleisch fortgenommen." — „Du?" — „Ja! Was willst Du, es kam ein armer Mann zu mir und sagte mir, seine Frau läge krank zu Bett und habe keine Suppe und da habe ich ihm das Fleisch gegeben." Und als die Schchester sich kopfschüttelnd entfernte, rief er ihr nach: „Sei nur ruhig, auch für uns wird der Herr sorgen!" ‘ Von Interesse ist auch, daß der neue Papst der erste war, welcher als Bischof von Mantua die Anordnung traf, nach welcher dem Klerus in seiner Diözese das R.ad- sahren verboten wurde, und daß er neuerdings für den Wiederaufbau des Campanile eine große Geldsumme gespendet hat. • « * Es liegen heute folgende Meldungen vor: Kardinal- Erzbischof Kopp telegraphierte, wie das „Berl. Tagebl." meldet, dem Berliner Vertreter eines amerikanischen Blattes auf dessen Anfrage, wie sich der neue Papst gegen Deutschland uno Italien verhalten werde: „gegen Deutschland freundlich, friedlich gegen Italien zurückhaltend, schonend, nicht rächend." Es ist indessen sehr möglich, daß diese Meldung aus der Luft gegriffen ist; es ist wenigstens schwer zu begreifen, wie Kopp dazu kommen sollte, derartige Feststellungen vorzunehmen. — In der Sankt Peterskirche beginnt man bereits die nötigen Vorbereitungen für die Sonntag stattfindende Krönung zu treffen. Gestern, Donnerstag, wurde in allen Kirchen Roms und in der«Sankt Marluskirche in Venedig ein Tedeum gesungen und alle Glocken wurden geläutet. Der Papst empfing vorm. in den früher von Rampolla bewohnten Gemächern das diplomatische Korps, welches große Uniform angelegt hatte. Die Diplomaten warteten im grünen Saal, der Empfang fand im roten saat statt, welcher vor dem Arbeitszimmer Rampollas liegt. Irn^ Hintergründe des Saales, wo früher das Porträt des verstorbenen Papstes hing, war der Thron ausgestellt. Pius lrat, vom Hofstaate 'gefolgt, ein und nahm auf dem Thron Platz. Der Majordomus führte daraus die Diplomaten ein. Ter portugiefijche Botschafter hielt eine kurze Ansprache iu französischer Sprache, in welcher er die Wünsche des ^plo malischen Korps ausdrückte. Der Papst erwiderte italienisch. Er dankte für die Glückwünsche, die nicht seiner Person, sondern dem hohen Posten gälten, den er als Haupt her Kirche einnahrue. Er druckte die besten Wünsche für die Souveräne, etmi^uüerirüupter und Völker aus und fügte stnzu, die Kirche sei die natürliche Stütze der Souveräne, 'Jiegicrungen uno Gesetze. Zum Schluß bemerkte der Papst, die Kirche wünsche, zum Wohle aller den Frieden sich festigen zu sehen, und erteilte den Segen. Hierauf stellte: der Major- domus nach der Anciennität die einzelnen Botschafter vor. Tie Diplomaten küßten dem Papst die Hand und zogen sich mit demselben Zeremoniell, wie beim Eintritt, zurück, während der Papst den Segen erteilte. — Der Papst bot das Amt des Staatssekretärs dem Kardinal Satolli an, der aber ablehnte. Kardinal Cavagnes, dem der Papst darauf die Stelle anbot, bat sich bis abends Bedenkzeit aus. — Wie der „Germania" aus Rom gemeldet wird, hat der Papst M errydeVal zum Staatssekretär ernannt. Wie das Blatt glaubt, dürste demnächst die formelle Ei> uennung zum Staatssekretär erfolgen. Politische Tagesschau. Die Vorgänge in Ungarn. Was in Ungarü gegenwärtig vorgeht, ist im wesentlichen ein Streit um die Futterkrippe. Die Opposition ist lange nicht so sehr von heißer Begeisterung für die Unab- hängigtell Ungarns, von Besorgnissen ernster Art gewiß nicht, als vielmehr von dem Wunsche erfüllt, die liberale Partei in dem Besitze der Macht, in dem Genüsse abzulösen, den diese aus der Regierung des Landes für die von ihr vertretene Industrie zieht. Tie Opposition ist sich ganz gut bewußt, daß ohne ein Zo llb üno nis mit der östreichi- ichen Reichshälste Ungarn für die Erleichterung seiner Getreideausfuhr nach einem anderen Lande, als nach Oesterreich, nichts zu bieten haben würde, und angesichts der Zölle Deutschlands und Frankreichs, |otuie Rußlands etwa in die Lage geraten müßte, worin sich heute Serbien der Monarchie des Doppeladlers gegenüber befindet. Daß ein politisch selbständiges Ungarn dem Druck der benachbarten Großmächte aus seine Grenzen nicht widerstehen könnte, hat selbst Kossuth in der zweiten minder glänzenden Hälfte seiner Laufbahn eingesehen. Es geht aus seinem gänzlich unpolitischen Plane einer „Konföderation der Donautänder" hervor. Auch wenn die Sprachenfrage in der Armee und das Armeekontingent — an und für sich schon eine Lappalie — zum Sturze Szells, des größten Staatsmannes, den die Liberalen Ungarns augenblicklich besitzen, benutzt worden ist, so ist doch die ungarische Opposition von der Wahrheit des Wortes überzeugt, das der erste große Minister nach der Versöhnung von 1867 mit Franz Josef, das An d r a s s y niederschrieb, um seine Landsleute von der Notwendigkeit eines engen Bündnisses mit Oesterreich zu überzeugen: „Es ist wahr, daß die rumänischen Truppen auf rumänisches Kommandowort exerziert worden sind, aber sie haben auf russisches Kommandowort geblutet. Ist es nicht besser, auf deutsches Kommandowort nach rechts und links zu schwenken, aber für ungarisches Interesse, für ungarische Ziele nach dem Kommandowort der ungarischen Nation zu kämpfen?" Nichts ist freilich seit alters in dem ungarischen Volke itarker als der Unabhängigkeitsgedanke, und selbst der törichteste Appell an ihn muß in einem Lande, wo die Studentenschaft fast als der wichtigste Vertreter der politischen Intelligenz gilt, wo im übrigen aber die Hälfte der Einwohner aus Analphabeten besteht, gefährliche Flammen zünden. Darum hatte Graf Khuen recht, als er den 0$. Nessi, den Märtyrer der ungarischen Armeesprache, zum Schweden bringen wollte. Daß seine Freunde allerdings zu dem altungarischen Mittel der Bestechung griffen, das dre Opposition selbst seit nahezu 40 Jahren politisch zu verwerten nur feine Gelegenheit mehr hatte, war' eine unerhörte Kurzsichtigkeit. Nicht so sehr die Moral, als der Verdacht, daß der Ministerpräsioent zentralisierende Absichten verfolge, wurde dadurch von neuem erregt. Der Ruf einer eifern zusammenfassenden Hand ging dem ehemaligen Banns von Kroatien ohnehin voraus. Die Zentralisation der Reichsteile steht auf dem Programm von Wiener Liberalen. Denn irrtümlicherweise sehen diese die Rettung des Deutschtums darin, während sich gerade in Oesterreich- und mehr noch in Ungarn, gezeigt ljat, daß das Vordringen der slavischen und italienischen Flut auf wirtschaftlichen Ursachen beruht, und nur durch die wirt- chaftliche Ernennung des Deutschtums, nicht aber durch kleinliche politische Maßregeln aufgehalten werden kann. Tas Phantom, wogegen in Ungarn das Volk sich jetzt wehrt, ist wiederum vom Grafen Hndrassh in ein knappes Programmwort gefaßt worden: „Im allgemeinen können >ie Deutschen auch jenseits der Leitha nicht mehr verlangen; sie müssen nur in die Lage gebracht werden, die berechtigten Interessen ihres Stammes auch da zu wehren, wo sie in der Minorität sind." Das Schicksal des Minister- rcäfibenten ist noch nicht entschieden. Tie neuesten Meldungen besagen, daß die Blättermeldung, wonach seine Stellung unhaltbar wäre, jeder Grundlage entbehrt. Diese Meldungen seien zumeist Budapester Oppositionsblättern entnommen, und entsprächen hauptsächlich den Wünschen der Opposition. In liberalen Kreisen verlautet, daß der nach Ischk aügereifte Ministerpräsident die Krone vor die Wahl stellen werde, entweder das Parlament aufzulösen oder die Demission des gesamten Kabinetts anzunehmen. Zu den englifcheu Torpedomauövern wird uns ans Marinetreisen geichrieben: Seit der Aufsehen erregenden Fahrt, die Prinz Heinrich von Preußen mit einer deutschen Dorpedobootsflottille bei wildbewegter See nach England unternahm, sind Jahre versttichen. Die britische Admiralität hat seitdem die größten Anstrengungen gemacht, den Deutschen im Torpedowesen den Rang abzulansen. Es sind Torpedoboote aller möglichen Typeii von englischen Wersten zu Wasser ge- las,en worden, doch in der Hauptsache, in der Erzielung größtmöglicher Schnelligkeit im Verein mit solider Bauart der Boote, ist der deutsche Torpedoschiffbau unerreicht geblieben. Auch die deutsche Torpedobootsflottille hatte allerdings Unglücksfälle zu verzeichnen, aber an denen gemessen, die Englands Flottille betrafen, erscheint deren Zahl gering. Gegenwärtig finden nun wieder die Torpedomanöver der englischen Marine statt, an denen rund 100 Boote beteiligt sind, darunter auch Turbinenschiffe, die bisher besonders vom Unglück heimgesucht wurden (Verlust der „Cobra" usw.). Es wird nun von Interesse sein, darauf zu achten, wie diese angeblich auf das sorgfältigste vorbereiteten Manöver verlaufen. Der Beginn war nicht gerade verheißungsvoll; wurden doch fünf kleinere Boote durch das stürmische Wetter so beschädigt, daß sie ins Dock geschafft werden mußten. Auistand in Mazedonien. Tie türkischen Meldungen seitens der Militär-, Zivilund Provinzbehörden über die jüngsten Bandenüberfälle, die im ersten Moment versaßt 'wurden, scheinen etwas übertrieben zu jein. Trotz der Attentate gegen die Eisenbahnlinie Saloniki-Monastir erlitt der Verkehr, da der an- gerichtete Schaden bedeutend ist, fast keine Unterbrechung. Acht Bataillone unter Marschall Omer Rusch di Pascha gehen von Werisowitsch nach Aöonastir. Ein kaiserliches Jrade ordnete an, daß dem Eisenbahnzuge, welcher den Transport besorgt, eine Sicherheitsmaschine vorausfahre, um den Zug gegen jedes Attentat der Komitadschis zu schützen. Der griechische Gesandte erhob beim Minister oes' Auswärtigen in Konstantinopel Vorstellungen, weil bei den jüngsten Vorfällen in Monastir zahlreiche Griechen getötet oder materiell geschädigt worden seien. — Die Zeitung „Autonomia", Organ der inneren Organisation, enthält einen Aufruf, in dem für Saloniki uno Monastir ein allgemeiner Aufstand proklamiert wird. Hier eingetroffene Nachrichten besagen, daß alle Drahtverbindungen nach Saloniki und Monastir ab geschnitten wurden, die Ernte vernichtet ist und Brücken zerstört sind. In maßgebenden bulgarischen Kreisen wird die Beoeutung des Äufstandsver- sucyes vezweiselt. Die Blätter kündigen an, der Fürst werde demnächst zurückkehren. Deutsches Keich. Berlin, 6. August. Der Kaiser gedenkt voraussichtlich am 16. September dem Herzog Ernst von Sachsen- Altenburg anläßlich seines 50 jährigen Negierungs-Jubiläums einen Gratulationsbesuch abzustatten. — Die „Deutsche Tageszeitung" veröffentlicht einen Ausruf des Vorstandes des Bundes der Landwirte an die Bundesmitglieder zur Unterstützung, besonders Naturalunterstützung der Ueberschwemmten in Schlesien, Posen, Brandenburg und Westpreußen. Kiel, 6. August. Der Kaiser gab dem Kadetten^, schulschisf Stosch, welches beabsichtigte, von Norwegen nach England abzudampfen, den Befehl, nordwärts zu dampfen und in Bergen mit der Kaiser-Flotille zusammenzutreffen. Cadinen, 6. August. Die Kaiserin machte heute früh mit den Prinzen August Wilhelm und Oskar und Umgebung eine vierstündige Dampferfahrt durch den Kraffohl- kanal m die Nogatmündung und passiette hierbei die von der Ueberschwemmnng betroffenen Außenländereien des Niederungsgeländes. Ausland. Bergen, 6. Aug. Die Kö nigin-Witw e .Mar - garita von Italien ist heute an Bord der „Jolanthe" hier angekommen. L o n d o n, 6. Aug. Wie Reuters Bureau erfährt, trifft König Eduard nächste Woche in Marienbad ein, voraussichtlich am 13. oder 14. August. — Das Unterhaus nahm die dritte Lesung der Vorlage betreffend die Brüsseler Zucker-Konvention mit 119 gegen 57 Stimmen an. Paris, 6. Aug. Londoner Meldungen versichern, Mi- nistervräsident Balfour und der Oppositionsführer Camp- bell-Äannermann beabsichtt'gen, an dem Gegenbesuch der englischen Parlamentarier in Paris teilzunehmen; Waldeck- Rousseau hätte zugesagt, dem französischen Empfangsauschuß beizutreten. — Der Minister des Aeußern hat die Akten betreffend die Expedition Leb and y nach der marorkauischen Küste vom Marineministcr eingefordert, da in dieser Angelegenheit nur das Ministermm des Auswärtigen zu- tänbig sei. Die Yacht Lebaudys ist wegen unberechtigter Führung der porttrgiesischen Flagge in Las Palmas beschlagnahmt worden. Bern, 6. Aug. Der Bundesrat hat wegen zehn französischer Orden und Kongregationen, die sich trotz des eidgenössischen Verfassungsverbotes im Juni in mehreren Kantonen niederließen, eine Enquete angeordnet. Belgrad, 6. Aug. Tas russische Finanzministerium beschloß die Errichtung einer russischen Handelsvertretung, mit deren Leitung der ftühere serbische Milttärattachee in Belgrad, Oberstleutnant Mosiic, unter Kontrolle der russischen Gesandtschaft beauftragt wurde. Konstantinopel, 6. Aug. Der Vizeadmiral Bendjit Pascha und K o n t r c a d m i r a l Albin Pascha von äer kaiserlichen Jacht wurden unter dem Verdachte, aus dem Arsenal 2 K a n o n e n e ii t w e nden zu wollen, verhaftet und mittels Spezialschisses nach fernen gebracht. Der A11achee der deutschen Gesandtschaft ' in L Eine besondere Kommission von 9 Mit- lief) angenommen. «onn Ter Later wird jevenjalls noch eine Strafe erhalten, weil begannen nut dem Anträge Quidde, die be- v i s e t t r o a öon $ grotz, Hi 2c Z> Hn Ria roel Rai W fc Mark schor von Beu folg piot R den & von getlag , Rittmeister Baron von »-^^^und gestern I? wurde'schließ, dub weilte, ift an Typhus errranrr uno ge,rern ^n otcici h tfnmmnfmn unn 9 Mtt- beutj kehn 101 W 481 6w Ln erh La O3757 W öqi .61111 Nli Athen, ---------- , auf Urlaub weilte, ist an TYPhu im deutschen Hospital gestorben. Frankfurter Chaussee zu stehen, wo die Stadt ein Gelände von 2,36 Hekt. für die Summe von 25 451 Mk. angetauft hat. Die Neubauten werden sofort in Angriff genommen, nachdem für das Baugelände Anschluß an die Wasserleitung geschaffen worden ist. R.'B. T a r m st a d t, 6. Aug. In der heutigen Stadt- verordnetensi tzung bildete die Frage der Beschaffung das Faß nicht zugedeät war. Bom Odenwald, 5. Aua. Durchs das fortgesetztes furchtbare Regenweiter gehen die letztenHeidelbeeren' vollständig verloren. Die armen Leute verlieren dadurch viele Lausende. Auch fängt bei uns nun an, daß das Getreide Schaben leidet. Auch die Sommervögel reisen ab. Besseres Wetter wäre sehr notwendig. Mainz, 6. Aug. Bei der Papstwahl befand sich auch ein Mainzer während des Konklaves im Vatikan. Es war dies Professor Dr. Hubert, welcher dem Kardinal Steinhuber als Sekretär Hur Seite stand. Frankfurt, 6. Aug. Die Schlußverhandlungen des nationalen Kongresses zur Bekämpfung der Vi- AuS den Verhandlungen des Hessischen Land- wirtschastsrats am 30. und 31. Juli in Darmstadt seien besonders folgende Be° sür 9 fieüu Sav mi srü§ Su schi je 3' Gell eihi' 161 $ /liti66 Ibiffll5 * Der schlaue Radler, j wohner Braunschweigs auf einer Radtour nach Hildesheim hinter der Ortschaft Lafferde von Feldarbeitern mit Sternen bombardiert, wobei ein scharfer Stein so heftig gegen den Laufreisen flog, daß dieser undicht wurde. Der r-iaosahrer stellte die Leute zur Rede, wurde aber mit Spott und Hohn überschüttet. In scheinbarer Ruhe setzte er sich nun hin oildlich dargestettt, und durch die Anbringung der zweiten Llattertrone sollte das Vorrecht uno die iuiaclx des Papstes ais weltlicher Herrscher uno ms Kirch enfurp über weilrche und geistlrchie Angelegenheiten zu befrnden mrd zu entscheiden, zum Auvorua gevracht werden. Papp Urvan V., oer »vom 29. September 13u2 vis u. 1^,Ll gierte, lieg b tu — .u^a mn 0 - e 0 rieten Blätter kröne versehen. Damit hat die Tiara, die auch mit zwei heiav- ijüiigciiben Dand^rn, den In;ulen, uno oben aus der spitze mit dem Reichsapfel versehen wurde, die noch je£t übliche Form erhalten. Die so eiu|iaiu)ene dreifache Krone sollte hindeuten aus die dreifache Herrschaft des Pappes über ULc streitende, über die leidende und uoer die triumphierende Kirche, oder auch über die menjchAchen Seelen auf der Erde, im Himmel uiid in der Hölle. Andererseits sind die drei (9 heute Moii Wt) liche. Banke lwn j, esfom. hoher, itzen ruffifd der ■( Nifi dem l und g ansaln Änöoi Kaufe. P ! urfp" 5» S 'h l’V1' ein ^7 pion L tolDlW1 * Von der Vergeßlichkeit der Reisenden legt der Umstand beredtes Zeugnis ab, daß am Haupl- vahnhos Franlsurt im Monat Zuii allein gegen 860 Funo- i ach en abgeliesert wurden, al'^o jeden Tag etwa 27 Hano- xofser, Handtaschen, Schirme, Sloae, Ueberzieher, Damen- * Die Tiara des Papstes. In den Heraldischen Mitteilungen (Herausgeber tz. Ahrens, Verlag von Adolph ^ponholz tu Hannover) lesen wir übet die Tiara der ; „Es ist eine ziemlich hohe, nacl) oben zug^.spc(-j.e falls sie Lärm schlage. Die Sittel war n*r mit Hemd und Nachtjacke bekleidet und wurde erst von rhren Befreiern mit Kleidung versehen. * Würzburg, 5. Aug. Em hiesiger Photograph hatte seit einiger Zeit mit der 16 jährigen Tochter eines -tM gleichen Hause wohnenden Kaufmauus em L r e b e s Verhältnis, dessen Lösung die Eltern des Mädchens verlangten. Heute morgen wurden die beiden jungen Leute vermißt; Mittags traf aus Bamberg die telegraphische Nachricht ein, daß sich das Liebespaar dort das Leben genommen hat. ~ , , , , ~ . * Graz, 7. Aug. Ingenieur Schenkel, der Erbauer vieler Bahnen in Oesterreich und der Schweiz ,ist ge- fchlüsse hervorgehoben: Der Voranschlag des Hessischen Landmirtschaftsrats pro 1904/5 wird genehmigt. Mit Rückslcht aut die geringen zur Verfügung stehenden Mittel wird beschloßen, die bisherigen besonderen Unternehmungen des Hessischen Landwinfcbaflsrcns, wie Beschickung der Berliner Gersten- und Hopfen-Ausstellung und der landwirtschaftlichen Aiaschinenprüsungen bereits im laufenderi Jahre ausfallen zu lassen. Betreffs einer definitiven Bcschluvfaßung des Hessischen Land- wirtschastsrats über das Referat des vom "Ministerialrat Braun (Errichtung e i n e r L a n d w i r t s ch a f t s k a >n m e r) wtirde folgender einstimmiger Beschluß gefaßt: .Der Hessische Landwirt- U1UUU uuv ---------- ,-------—. SÄÄWSÄ SS »g ÄrtÄJX&ÖStÄ*® m.,MÄ, -»- 1 p V - - zur Prüfung übörivetsen." ün lo. Jahrhuuvert noch, eine Aenderung statt, indem wah- Als Sachverständiger in Veterinärangelegenheiten wird Kreis- rend der Regierungszeit deS Papstes Paul II., die vom veterinärarzt Schmidt-Gießen in das Kollegium des Land- zo. August 1464 bis 28. Juli 1471 sich, erstreckte, der mit gewählt. . ' . den drei goldenen Kronen umzogene Teil der Tiara, also Eme Petition der süddeutschen^ Zuckeripbriken, gegen eme A^rn, der bis dahin fast graolmig nach oben sich zu- e . .. } auder jedoch für Ermäßigung der Frachtsätze NN öinne der gegenwärtig. Die pupsilichs Tiara har bereits Vorgangs! D , ? . . 1 1 C" :I »Vnar 1I n mtrh. 6PI hPTT Silben. hPTlIl Tinr i bPT. neuer elektrischer Straßenbahnwagen mit Schutzvorrichtungen für die Wintermonate abermals den Gegenstand.-—,—— ... , .... , eifriger Debatte. Von weiterem Interesse war ein Gesuch Landwirtschastsrat wenigstens dre Berücksichtigung wesentlicher jchiuslose Nächte bereiten, hiesiger Meßoerküuser um billigere Ueberlassung der Plätze iFebernahme9»achd-rr ivaitbte sich schließlich an die Polizei, die mdeji-u Tür Die heimischen Verlader. L» aber durch die Gewerbe- ^etÄSaungStoften durch den öraal nach dem Vorbilde aller ein Einschreiten jv lange ablehnre, als nicht eme Willens, orünung verboten ist, bei Der Verstergerung der Meßplatze anberen' Bundesstaaten, die Ausschließung der Hansichlachtungen ertlarung aller tzansbewohner Dorticge. Fmgs wurde nun zwischen einheimischen und auswärtigen Geschäftsleuten aus dem Versicherungsgesetze, um die in dem Gesetzentwürfe vor- eine Beschwerdesa-ri-t in Umlauf'gesetzt, unterzeichnet und der einen Unterschied zu machen, wurde das Gesuch abgelehnt. gesehene Ausdehnung des Schlacht- und Fleischbeschäuzwanges auf Polizei übermittelt, die darauf gegen Nelson einen Stras- Bezüglich des geplanten Umbaues des städtischen Krankem- diefe zu verhindern. . . . befehl wegen Verübung groben Unfngs und ruhestörenden Hauses ist jetzt ein Projekt ausgearbeitet, das einen I Endlich beschließt der Landwirtschaftsrat die Veranstaltung Ickarms erließ. Die von den 5^ausgenossen erwartete Wirt- Kostenaufwand von 1300 000 Mk. erfordern wird. Heute einer gemeinsamen Beschickung aus dem Großherzogtum Hessen h^^b aber aus; Nelson ervov Eirirpruch und unterbewilligte die Versammlung zunächst 50M Mark, um der im Jahre 1904 stattstndenden ^ven G artenbau aus- br£tete jeine Angelegenheit dem Schpfseingericht. Dieses wenigstens für den kommenden Winter die erforderlichen >^^ung tn Dus s eio o rf vorzu,ei)en. ^^^uritp au- 15 Mk. Geldstrafe. Auf eingelegte Berufung Unterkunftsräume für die Kranken zu schaffen. I . I hin hatte sich nun die Strafkammer mit der Sache zu 8 Sprendlingen (Starkenburg), 6. Äug. Ein Kind 1J£IUII|uJI£5» befassen. Da das Instrument zur Stelle war, veranlaßte von drei Jahren stürzte gestern in ein Wassersaß, * 7 oina Vom Henschel'schen Fabrikneubau der Vorsitzende eine Musikprobe, um sich völi der Klaug- welches im Garten emgegrabeu war und konnte nur noch .. r,tpJ' rPr? Ai-beiter infolae Gerüstbruches Wirkung zu überzeugen. Der Gerichtshof gelangte zu der als L e i ch e herausgezogen werden. Obwohl nicht viel Wasser vo7ihnen wurden schwer verletzt 1 W Ansicht, daß von einer Verübung groben UnlugS oder ruhe- in dem Faß war, erstickte das Linde m dem Schlamms * Berlin 6 Aug Der Schnellzug Nr. 116 Hof- störenden Lärms nicht- die Rede jein könne. Die Hausbe- Würzburg ist heute sruh 6V4 Uhr bei der Einfahrt in den wohner möchten sich )a durch das atidauernde Spielen be- Bahnhos Lichtenfels teilweise entgleist. Tie Lokv- lästigt fühlen, aber nach wieverholler Entscheidung des motive, der Gepäckwagen, sowie ein Personenwagen wurden Reichsgerichts sei die Belästigung von Hausbewohiieril durch aus den Schienen geschleudert. Mehrere Personen wurden einen Hausgenosjen keine öffentliche Belästigung des Pubu- verletzt; der Materialschaden ist bedeutend. Der Verkehr kums im allgemeinen. Abhilfe dagegen sei un ziviirecht^ war einige Stunden lang gesperrt. I lichen Wege zu erstreben; am wenigfien |ei es ^ach,e der * Berlin, 6. Aug. Eine g ew a ltsa m e B e sr eiun g Polizei, derartige häusliche Streitereien zu schlichten oder eines Mädchens aus dem Magdalenenstift in Teltow hat sich zu bestrafen. Unter Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils heute zugetragen. Es handelt sich um das im dortigen Stift erkannte die Strafkammer auf tostenlose Freisprechung, zur Zwangserziehung untergebrachte Mädchen Friedas * Der schlaue Radl er. Kürzlich wurde ein^ Le- Sittel, die als Hauptzeugin in dem bekannten Strafprozeß gegen Steldt und Genossen wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit in der heutigen Verhandlung vernommen wer- I den sollte. Tas Mädchen wurde nachts von drei Männern ..... aus der Zelle befreit und ist seitdem verschwunden. Tie hördliche Ueberwachung der Vivisektion zu fordern, ohne der! drei Männer drohten der Wärterin, sie niederzuschießen, cingctroffen,^nach. denen verschiedene ku r d i s ch c © tänthie mtnehlidi ne te An griffe gegen die A r Ni e n i e r hervvr- ruruien beabi.chtiaen. Der russische Konsul in Erzerum verlangte eine Kojakenabteilung zur Beivachüng des Konfulatev und behufs eventueller Aufnahme armenischer Flüchtlinge. Mhama. 6. Aug/ Emer Nachricht von Soul zu- mnfdien 7)i u f; land u n d K 0 r e a em A b k 0 m - Ä "ach benr.SiuBlanb.200 IM ™urb m Jonganrphor auf 99 ^ayre rn Pacht nimmt xaS vorn rchsischen titefanbten Pawlos, ge,teilte suchen, Tele- grophen- und Telephonleitungen in ^ongarnphor errichten zu dürfen, wurde abgelehnt. .,. SÄ W SMS» 886 rvirtschaftsrat gegen eine solche aus. I straßi <. Ev ist nach deii Bekundungeil des Zeugen stets ein 3u dem von der Regierung zur Begutachtung vorgelegten I sehr „ruhiges Haus" gewesen. Die Verwalterin duldet tetn Entwurf über die Errichtung einer staatlichen Schlachtvieh- Ausrufen und Musizieren aus dem 5)vse, und nur schüchtern Versicherung spricht sich der Landwirtschaüsrat dahiil aus, ^^1 Hanse eilte junge Dame, sich während einiger Nach daß er die Einführung einer allgemeinen obllgatorifchen Vieh- nlitiagSstnndeli zur Pianistin auszubilden. Großes Ent- versicherung für zweckmäßiger und volllomniener yalt, ße auch sm k . verbreitete sich daher in dem stillen Hanse, als eines einfacher und weniger kostspielig gegenüber der ^urchfuhimig einer Nelson'even Wovnuna die Klänae eines obllgatorifchen Schlachtviehverstchermig erachtet, welche nur bet -vages au^ Dei..jJ£L1'uniu-),Ln Wohnung Die Klange eine» Ergänzung durch roeitere Versicherungsunternehmungen einen ge- Grammophons sich vernehmen ließen und nach der Be- nügenben Versicheruiigsfchutz bieten könne. Für öen Fall, daß Häuptling der Hausbewohner nimmer enden wollten. Nach Großherzogliche Regierung mit Rücksicht auf die finalizielle Lage deren Aussagen sollten bei Tage Frau Nelson, bei Nacht die Wünsche der Zweiten Kammer an der Vorlage eines Schlacht- Herr Nelson sich mit dem Grammophon einen musikalischen viehversicherungsgefetzentwurfes festhalten wolle, beantragt der Ohrenschmaus, iden doauSgenossen dagegen Höllenqualen und Wou^»a.J. .JJ ------- . - Ein unmittelbarer Wohnungs- ^tuüt und Kund. Gießen, 7. August 1903. L U Der Privatdozent Dr. Wilhelm van Ealler zu Freiburg u B. wurde zum ordentlichen^ Professor ° m der jm-isüsche« der ^nd^umvers'la^ einmmtuie' die anderen dann angenommen. drei übereinander" beflndücheu"gölöi-.t'en t (Kl unoen Bienenvölker und Honig Frl. Behrens-Frankfurt stellt einen Katalog über die ^rvnenreifen mit je sechs Bläuern und sechs Perlen UM- ^ungeno eiuaeaanqen• ebenso werden auch die Bücher und Schriften, die den Tierschutz betreffen, her, und geben ist. Die Gegait ocr Tiara har sich im ^auze der hud i^r reichlich vertreten erweitert diesen Katalog von Jahr zu Jahr. Den Schluß Beit, nach und nach., hcrausgebttdei. Anfangs war . diese Grupps . ' • unö Lehrmittel findet die Ausstellung . Berbandlunaen bildeten Besprechungen über Drucklegung Kopfbedeckung der Päpste, die schon die yohc tegtliuLiuLg MeSu? bTSuraU „Germania" ftatt Schrift in der Schweiz, zuge.pitzte Für Völker und Utensilien .^rden AN iem:ichau miDer Kongreß wurde nach^Beglückwünschungen durch Vertreter ^oben'1 mit einem Knopf versehen uno erhielt einen im Garten ,iiriÄrDereilt» finbet ^reitaq, unb ^ertcete^nnen au§ England, Rußland und Frankreich, I bee üumnbtl^^ loar uno i^dteL" aid s£V\iUtx,» sammlung des ^ber^ d)t Unteren Sa^ die als Gäste den Verhandlungen beiwohnten, um 5 Uhr ausgestaitm wurve. Die umge|taUung des schlichten den 11. Sm W - geschlossen. Stirnreifens zu emer Blürterkrone geschah tm Auftrage bet ht. Scharfschießen. Von dem Kleine Mitteilungen aus Hessen uneben 0e5 Papstes Bonijacius VM., der vom 24. Dezember 12v4 n h p n ü h u n a o n l a b bei Darmstadt wird über Nachbarstaaten. In Et t i n g s h au s e li hat oer^turm ^^^ober 1^03 den päpstlichen-^tuhl innehatte. Dieser beoinnenoe Lchi^ßen der Truppen des 18. Armee- in den Wäldern wieder einigen schaden verursacht, indem ^uch noch eine zweite Btatterirmie in einiger Ent- zipmeihPt- Anr 7. Aua. schießt das Gen.-Kdo. zur er starke Tannen und Kiefern entwurzelte uno andere an ^imung über der ersten anbringen, sodaß die pupsU.che am* 10 und 12. Unteroff.-Schple Biebrich, am der Mitte des Stammes avbrach, — Nächsten ^onnlag halb ^opsbeoeckUiig demnach zu einer Dvppelirone wurde. Nick i§ iq ldüe Res-Felpart-Abt., am 14. Leibgarde-Regt. der Kriegerverein in Ettingshausen ein P r e is ; che ib en-,ut Berwenoung gelangten er|ien Biattertrone war E 20., 22., 26., 28., 31. Aug., 2., 4. Sept, das schieß en ob; es sind im ganzen lo Preise am gesetzt. | ^ouveranetut des Pappes, des oderften Kirchenfurjten, ^nf.-Reat. dir. 116, am 24. das Drag.-Regt. sJ^r. 24. w. Von der Lahn, 6. Aug. Der Minister für Land- wtttschast, Domänen und Forsten hat genehmigt, daß in der Veit vom 10. August bis 12. September d. an der Landwirtschaftsschule tn Weilburg ebenso wie in früheren Zahr^n ein Kursus zur Ausbildung von Volksschul- lehrern in der Erteilung des Unterrichts in ländlichen Fortbildungsschulen veranstaltet wird. Dazu werden alljährlich Lehrer aus der Provinz Hessen-Nassau, der Rheinprovinz und den Hohenzollernschen Laiiden unter Zubilligung angemessener Beihilfen aus Staatsmitteln ein- derufen. Der Kursus wird den ersten ^vett eine» Gesamt- lehraanges darftelien und als Leyrgegenstände organische Chemie, Pflanzenproduttwnslehre, Tierphysiologre und landwirtschaftliches Unterrichtswesen behandeln. 8. Leihgestern, 6. Aug. Sonntag den 16. und 23. August veranstaltet der hiesige Kriegerverein em Scheib en- ^^rmicrenbe Konsularberichte i-d-ch. eme neue Form de- W f^en 1 J Ä dem Antrag selbst soll jeder einzelne r)-all der Vivlstt- tion behördlicherseits veröffentlicht werden, sodaß stets Kritik aeübt werden kann. Anlaß zur Forderung der behördlichen Ueberwachung gab die Tatsache, daß die in den einzelnen Bundesstaaten nach dem Borbilde Preußens erlassenen ministeriellen Verordnungen, die der Tierquälerei bei der ivlssen- schaftlichen Forschung vorbeugen sollten, wirkungslos geblieben sind. Hierauf referierte Stenz- Berlin über die Q.iiidde'sche Denkschrift .Die Notivendigkeit eines größeren Schutzes der Tiere durch das Strafgesetz". Quidde fordert — und seine Forderungen wurden von Stenz erweitert —, daß jegliche Tierquälerei mit Geldstrafe bis zu tausend Mark, Hast bis zu sechs Wochen oder mit Gefängnis bis zu zwei Jahren bestraft werde. Trunkenheit soll nicht als Wilderungsgrund gelten. Wiederholte Tierquälerei soll ftrenger bestraft werden und die Verfolgung wegen Tierquälerei von Amtswegen er- folgen. Auch diese Denkschrift wird von der eingesetzten LLJ. r± .... < „ -v Samrt rtiinunnniillPII. I ~ mann teilnehmen kann. e. Saasen, 7. Aug. Unser S chu l h au s n e u b an geht seiner Vollendung entgegen. iÄegenwärllg wird . mneren Ausbau geaibettet. Airt Begumdes Unterhalb. ^'NichaNsr^^gewah^u jahrs wird das ftattlrche Gebäude feierlich eingeweiyt. fReich§tag§re|olution vom 10. Ium 1902, betr. 5) e t a r i f i e r u n g enthält einen Schulsaal, eine Lehrerwohnung unb ein’ - - *• - - ------ --- u------ Standesamtszimmer für die Gemeinde, MwWSlÄ l|t neUe im u. Hauch bei den Juden,.denn nach der a en i ab^r?k erballln und dadurch einem ängst Eine Anfrage der Eisenbahndirektion Mainz betr. Ausnahme ckhristi der Hohepriester eine yohe Ipiße Mütze mit brei- erfundenen Bedürfnis ^geho^few M^ n°hmeta!i'‘to Dünge,nitt'el"wird"imSinne der°Fr°chte'rn>äßigung he?Inden^M°der Hoheprllsllr nach d?r Anordnung ÄÄ P' «Gerung zur Begutachtung oorgeteg.e ^s^ ,nen Hut £ netensitzung berichtete Kreisbauinspektor Stiehl an der itimmung. , ., 3t. r • m ^Uni) auT fem le^en' ^ie ÖexItSe Ärone ^rmh der von ihm entworfenen Zeichnungen eingehend Ferner werden die vom Viehzuchtausschuß m Vorschlag ge- an den Hut." über den bevorstehendeli Seminar bau. Es wird dabei brachten Maßregeln zur Bekämpfung der Schwein es euche, * Eine Musik Probe im Gerichts; aale beram hip(Pbr prfrpnl^eit eilt daß die Kosten des S ch w e I n e p e st und des a n st.e den denSche id e tat a r r h ä ftaItcte die achte Strafkammer des Landgerichts I in Berlin sehr schönen und stattlichen Baues insgesmnt nur 142000 Regierung um Berücksichtigung der Beweiserhebung über die Verübung großen Unfugs, Mark betragen. Es sind m bieder Summe auch fchon die’ - " ° 03; bei Regierungsbauten üblichen 4 pEt. für Unvorhergesehenes mit einbegriffen. Ter Vorentwurj wies bekanntlich die Summe Don 160 000 Mk. auf. Die Seminargebäude kommen, wie bereits bekannt, mtt der Präparandenanstalt an die fest auf Publikums- u. Schlußkurse. 208.00 212.90 137.00 180.75 178.00 Märkte. Gießen, 7. August. Bei dem am 4. und 5. August d. Js. zu Gießen staktgehabten Markte waren 1681 Stück Rindvieh aufgetrieben. Der nächste Markt findet am 18. und 19. d. Mts. statt; am letzten Tag auch Krämermarkt. Neueste Melöuugeu. Originaldrahtmeldungeu des Gießener Anzeigers. Berlin, 7. August. Die von der Polizei-Behörde unternommenen Nachforschungen bezüglich der Befreiung der Frieda Stittel aus dem Magdalenenstift in Teltow sind bisher ergebnislos gewesen. Es wird angenommen, daß das Mädchen von den drei Männern, die sie aus der Anstalt befreiten, in einem Versteck in Berlin verborgen gehalten wird. Frankfurt, 7. Aug. (Origrnaltelegramm des „Gieß. Anz.") Der Bäckerhausbursche Johann Wieland erschoß heute in der Gutleutstraße seine ehemalige Braut, die 22jähr. Emilia Schmidt und versuchte sich dann selbst zu erschießen. Er wurde schwer verletzt in das Spital gebracht. Heidelberg, 7. Aug. An dem Festmahl, das gestern um 33/4 Uhr in der städtischen Festhalle begann, nahmen der Grotzyerzog, der Erbgwßherzog und Prinz Max von Baden teil. Rach dem ersten Gange hielt der Großherzog eine Rede. Er führte aus, wie das Streben nach der Einigung Deutschlands keineswegs so jungen Datums sei, als man gewöhnlich annehme. Schon im April des Jahres 1806 habe Friedrich von Gentz diese ideale Forderung erhoben; ja, noch 20 Jahre zuvor fand man sie bei Johannes Müller. Was aber ganz besonders beitrug, diesen endlich zum Siege gelangenden Geist hervorzurufen, ba£ waren die deutschen Hochschulen. Darum wollen wir alles daransetzen, um die Hochschulen auf ihrer jetzigen Höhe zu erhalten. Auch unser Kaiser fühlt das, und wird darum alles aufbieten, unsere nationale Kraft auf Londoner Verkäufe nach. Kassamarkt sehr Käufe. Privak-Diskont 3% Prozent. Anfangs-- Oest. Kredit.... 208.20 Deutsche Bank . . . 212.70 Darmstädter Bank . . 136.50 Bochumer Guß . . . 180.70 Harpener Bergbau . . 179.75 Schluß-Tendenz: fest. Sport. Marburg, 6. Aug. Die hiesigen Radfahrer, die sich zum deutschen Radfahrerbundesfest nach Hamburg begeben hatten, kehrten gestern Abend um 10 Uhr zurück. Es waren im ganzen 10 Mann, darunter 4 Vereinsdauerfahrer, die sich nach Hamburg begeben hatten. Es waren für die Strecke von hier nach Hamburg, 487 Kilometer, 30 Stunden Fahrzeit festgesetzt, die aber um 10 Stunden des schlechten Wetters wegen verlängert wurde. Die Strecke wurde in 34 Stunden zurückgelegt. Jeder der Beteiligten erhielt ein Diplom. Die Vereinspreije werden nach der „Hess. Landesztg." erst im Herbst aus dem Bundestag bekannt gegeben. Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 6. Aug. no Die Großh. Handelskammer Gießen hat in ihrer Sitzung vom 28. Juli d. I. den Beschluß gefaßt, unseren Bestrebungen um Ein- stlhrung des sonntäglichen Ladenschlicsses um 1 Uhr ihre Unterstützung zu versagen, sich vielmehr mit Rücksicht auf die Kundschaft der Landbevölkerung für die Beibehaltung der bisherigen Sonntagsarbeit auszusprechen. Demgegenüber weisen wir darauf hin, daß der 1 Uhr-Schluß im GroßherzoLtum Hessen bereits für Mainz, Darmstadt und Langen besteht und man allseits die heften Erfahrungen damit gemacht hat. Auch die einen vorwiegend ländlichen Bezirk vertretende Handelskammer Friedberg richtete im vorigeir Jahre an das Großh. Kreisaml auf Grund eines einstimmigen Beschlusses das Gesuch: „einen einheitlichen Ladenschluß an Sonn- und Festtagen „um 1 Uhr mittags im ganzen Kreise Friedberg herbei- „zuführen". Diese Tatsachen beweisen, daß der Einführung des 1 Uhr- Ladenschlusses keinerlei begründete Bedenken entgegenstehen, und daß die geäiißerten Befürchtungen nicht zutreffcn. Ortsgruppe Gießen des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 9. Sonntag nach Trinitatis, den 9. August. Gottesdienst. Ju der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgememde. Vormittags 91/« Uhr: Pfarrassistent Vogt. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. m . Pfarrer Euler.. Nachmittags 2 % Uhr: Versammlung der Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde an der Biebertalbahn züm Ausflug nach Hohensülms. . 1 a In der Johanueskirche. Vormittags 8 Uhr: siehe Stadtkirche. Vormittags 9>/r Uhr: Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. S a m s t a g, den 8. A u g u st 1903. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 9. August. 10. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6 7, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kom- munion. * um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vormittags um 9 7, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 27, Uhr: Andacht. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge, Südaulage. Samstag, d e n 8. A u g u st 1903. Vorabend 7.30 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. M Predigt. Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 8.45 Uhr. und flickte den Luftreifen, wobei die Arbeiter neugierig zusahen. Es entwickelte sich ein Gespräch! zwischen dem Radfahrer und den Leuten, und bald waren sie derart Freunde, daß ersterer ein Gruppenbild aufnahm. Die Leute warteten von Tag zu Tag auf das Eintreffen des ihnen versprochenen Bilves. Endlich kam es. Der Ueberbringer war aber ein Gendarm, der die Photographierten einlud mit ihm einen Gang nach dem Amtsrichter zu tun. * Ein gutes Mittel gegen das Schwanzschlagen der Kühe beim Melken hatte ein Bewohner eines thüringischen Dörfchens erfunden; er band nämlich ein Gewicht an den Schwanz der Kuh. Nun ist aber (wie man bei jeder Ochsenschwanzsuppe bemerken kann) ein «Rind er schwänz ziemlich kräftig, und so kam es, daß besagte Kuh ruhig weiter Wedeire und mit dem angehänqten Gewicht dem Bauer beim nächsten Melken fünf 'Zähne ein» schlug. Kunst und Wissenschaft. D a r m st a d t, 5. Aug. Bildhauer Rudolf Bosselt, Mitglied der Darmstädter Künstlerkolonie, hat zum 1. November einen Ruf als Lehrer an die Düsseldorfer K u n st g e w e r beschule angenommen. Gerichtssaäl. K 0 nstanz, 6. Aug. Das Schwurgericht verurteilte den 45jährigen verheirateten Landwirr Ignaz Moosbrugger von Schlatr auf Krähen, der wegen Kindestötung, Mord re. angeklagt rvar, nach viertägiger Verhandlung zu 77, Jahren Zuchthaus. Da die Mitangeklagte 25jährige Frau Balbine Haug, die frühere Dienstmagd Moosbruggers, im Verlaufe der Verhandlung für geisteskrank erklärt worden war, wurde gegen sie die Einstellung des Verfahrens beschlossen. Paris, 6. August. Frau Humbert hat in ihrem am Samstag beginnenden Prozeß als neue Zeugen den Justiz- Minister V a l l 6 vorladen lasten. Neapel, 6. August. Heute endete der Prozeß gegen den früheren Deputierten Casale, ben früheren Bürgermeister Summ 0 nte und zahlreiche Mitangeklagte wegen Unterschlagungen im Amte und zum Schaden der Gemeinde Neapel begangenen Betrügereien. Casale und Summonte wurden je zu drei Jahren und einem Monat Gefängnis und 1000 Lire Geldstrafe und zu einem Jahr Ehrverlust verurteilt. 11 Angeklagte erhielten 33 bis 2 Monate Gefängnis und beträchttiche Geldstrafen. 16 Angeklagte wurden freigesprochen. Landwirtschaft. Berlin, 6. Aug. Der ständige Ausschuß des deutschen Landwirtschaftsrates erklärte sich für Einführrmg der Z w a ngs-Jnvaliden-Versicherung für kleinbäuerliche -r Aus Oberhessen, 6. Aug. Allenthalben werden Klagen laut über das Ueberhandnehmen der Feldmäuse, welche am Getreide und an den Erdgewächsen, wie Tickwurz und Kartoffeln, bedeutenden Schaden aurichten. Bereits im vorigen Jahre traten die Feldmäuse hauptsächlich in der Wetterau in solcher Menge auf, daß man den angerichteten Schaden auf Tausende von Mark schätzte. Infolge des gelinden Winters dürfte ihre Zahl im Herbst noch größer werden. Die Behörden veranlasten deshalb schon jetzt, daß die Mäuse durch Vergiftung verttlgt werden. Jrn vorigen Jahre versuchte man in der Wetterau durch Infektion eine Seuche unter den Feldmäusen zu veranlassen, doch mit wenig Erfolg. Jetzt wird meist wieder mit Strychnin vergifteter Hafer em= pfohlen. Hande! und Urrkehr. Uolkswirlfchast. Berliner Börse vom 6. August 1903. (Mitgeteill von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Auch der neuen Panik in New-Pork begegnete unsere Börse heute mit erstaunlicher Widerstandsfähigkeit. Die Hausse auf dem Montanmarkte machte sogar weitere Fortschritte, indem von günstigen Abschlußziffern der Laurahütte verlautete. Kohlenaktien auf freundliche Silualionsberichte und hohe Wagengestellungen höher. Von Banken bleiben besonders Deutsche in guter Frage, da die Spekulation jetzt schon die Gewinne bei dem türkischen Konversionsgeschäft eskomptiert. Schaaffhausen auf die Hausse der Jndustriewerte höher. Darmstädter gleichfalls gebessert. Die russischen Banken setzen ihre steigende Bewegung fort, da die gute Stimmung an den russischen Börsen anhält. Prmce Henry höher in Verbindung mit der Festigkeit der Deutsch-Luxemburgischen Vorzugs-Aktiem In Schiffahrts-Aktien große Prämienkäuje für allererste Seite. Aus dem Rentenmarkte setzte sich die Nachfrage für Portugiesen fort und gab Anlaß zu lebhaftem Termingeschäft in denselben. Canada, anfänglich ausgezeichnet behauptet, gaben gegen Schluß auf dieser Höhe zu erhalten. Sein Hoch galt dem deutschen Kaiser. Es ging eine mächtige Bewegung durch den Saal, als sich, nachdem der Großherzog geendet hatte, Kuno Fischer erhob. Er sprach — Auge in Auge — im Namen 1 der deutschen Universitäten ihren Dank aus für Wort und Tat, womit Großherzog Friedrich im schönen Baden die Freiheit der Wissenschaft gepflegt und gefördert habe. Sein Trinkspruch galt dem Großherzog. — Es toastete Staatsminister von Dusch, Geh. Rat Dr. Wach, Oberbürgermeister Dr. Wilckens und der Vertreter des durch Krankheit am Erscheinen verhinderten kommandierenden Generals des 14. Armeekorps. Dieser Trinkspruch galt der akademischen Jugend. Am Abend fand ein glänzendes Schloßfest statt, an dem wiederum alle Fürstlichkeiten teilnahmen. Kobe, 7. August. Der französische Dampfer Ton- king steht in Flammen. Indes hofft man, des Feuers Herr zu werden. Rom, 7. August. Hier zirkulieren Gerächte, daß der Papst bereits in Begleitung zweier Kardinäle m einem mit zwei Rappen bespannten Wagen den Vatikan verlassen und eine Spazierfahrt unternommen habe. — Gestern hat der Papst zwei seiner Schwestern sowie drei Nichten empfangen. Bozen, 7. Aug. Infolge des letzten Unwetters erfolgte bei Hibernock im Raintale ein gewaltiger Bergsturz, der großen Schaden anrichtete. Rum bürg (Böhmen), 7. August. In einem hiesigen Zirkus stürzte gestern währeud der Vorstellung die Tribüne ein, auf welcher etwa 3 bis 400 Personen Platz genommen hatten. Glücklicherweise trugen die meisten nur leichtere Verletzungen davon. Budapest, 7. Aug. Nach Meldungen aus Ischl hat Graf Khuen in der gestrigen Audienz bereits die Demission des gesamten Kabinets eingereicht. Der Kaiser hat sich die Entscheidung vorbehalten, lieber die Persönlichkeiten, welche eventuell mit der Neubildung betraut werden sollen, herrscht noch Ungewißheit. Budapest, 7. Aug. Der Abg. Palni kündigte gestern die Enthüllung einer angesehenen ungarischen Wochenschrift an, die mitteilt, daß ver Journalist Singer in Begleitung des Direktors der Budapester Kommercial-Bank beim Ministerpräsidenten gesehen worden ist. Diese Tatsache, welche als verbürgt und durch Zeugen nachweisbar von dem Herausgeber jener Zeitschrift bezeichnet wird, stehen in direktem Widerspruch, zu ven Aussagen des Ministerpräsidenten vor dem Untersuchungsausschuß. Gestern fand eine geheime Sitzung der Abgeordneten statt, bei der alle Abgeordneten sich zu unbedingtem Schweigen verpflichten mußten. Selbst die Stenographen mußten das Haus verlassen. Wie verlautet, wurde in dieser Sitzung über die Verbindung des vielgenannten Journalisten Dienes mit einer sehr hohen Wiener Persönlichkeit verhandelt. Sofia, 7. Aug. Nach den nun vorliegenden ausführlichen Meldungen über die ersten Operationen der Aufständischen beherrschen die Insurgenten den größten Teil des Vilajets Monastir, ebenso die südlich davon be- legenen Gebirgszüge. Besonders starke Kommandos operieren im Gebirge bei Prilep. Bei Monastir wurde am 3. August das türkische Dorf Obeduik überfallen, die Häuser in Brand gesteckt und die Militärposten im Dorfe Smitewo niedergemacht. Der Aufstand ist auch im Distrikt Demir- hissar proklamiert worden, wo das Dorf Pribilzi in Brand gesteckt und zahlreiche Einwohner und Soldaten niedergemacht wurden. Die von Skutari nach Monastir abgegangene Post wurd^ gezwungen, umzukehren. Bei seiner gestrigen Begegnung mit dem auswärtigen Vertretern erklärte Ministerpräsident Petrow, der Aufstand in Monastir könne die friedlichen Dispositionen der bulgarischen Regierung nicht ändern. Bulgarien könne nur in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn sich die türkischen Truppen zu arge Ausschreitungen zu schulden kommen lassen würden. Colorado-Springs, 7. Aug. In einer Versammlung des Neger-Re dakteurvereins wurde beschlossen, den Papst zu bitten, er möge seinen Einfluß auf die amerikanischen Katholiken ausüben, um das Raffenproblem in Amerika zu lösen. Für die Redaktion: I. V. August Götz. TeSepIhomscher ^ursberschL Jb'rankiart u. Jie, 372% Reioheanleihe . . 102.05 3>/u do. ... 90.90 3V,% Konsols .... 101.90 3% do 90.95 372% Hessen .... 101.10 37,56 Oberhessen . . . 100.20 456 Oesterr. Goldrente . . 102.80 4%56 Oesterr. Silberrente 100.90 456 Ungar. Goldrente . . 101.15 4°L Italien. Rente . . . 103.50 47z 56 Portugiesen . , . 50.20 3°/ Portugiesen. .... 31.20 156 0. Türken .... 3500 Türkenlose 131.40 4u/o Grieoh. Monopol.-Aal. 44.20 47-56 äussere Argentiner 40.80] 7. August 1903. 3% Mexikaner ... 26.65 4V2-/0 Chinesen .... 92.50 Electric. Schuckert . . . 98.70 Nordd. Lloyd . . . . 98.70 Kreditaktien . ... 208.00 Diskonto-Kommandit, . . 188.00 Darmstädter Bank . . . 137.30 Dresdener Bank .... 147.90 Beniner Handelsges. . . 154.50 Oesterr. Staatobahn . . . 143.30 Lombarden .... 17.20 Gotthardbahn 191.00 Laurahütte 221.50 Bochum ...... 181.00 Harpener 180.60 Tendenz: fest. AemMMMkin fir Gjch'8 u. Versammlung Sonntag den 9. August 1903, nachm* 3y2 Uhr präcis bei Bauer. 6044 Tages-Ordnung ist durch Nr. 7 der „Biene" bekannt. Zahlreicher Besuch erwünscht. Der Vorstand: Döll. Uanorama von Hießen von Kunstmaler Otto Fritz (feinster Farbendruck, 48x65 Cttn. groß), bisheriger Preis 5 Mt., werden, so lange Vorrat, zu dein Ausnahmepreis von 2 Mark. per Stück abgegeben. Oüo Hochstätier, MsAMung, 03757 ____Seltersweg 56, Ecke Volksvad. Bin vom 8. bis inet. 22. August beurlaubt und ijt das Rentamtsbüreau für diese Zeit geschlossen. Hungen, den 6. August 1903. Fürstliches Rentamt Hungen. W i e g m e y e r. 6047 Salat- ußd Speise-Kartoffeln zum billigsten Tagespreis empfiehlt 5685 I. Hankel, Cchlchch ö. Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute und morgen: 6056 KchiueweSeislh 50 $)fg. Ich bringe Samstag in der Schulstrahe M arabische Kirschen zum Verkauf 6055 Anton Schneider. 41 Fettleibigkeit 4>| Laarmann’a EntfettunaStec. H Marke ..'Jiebucln", von Gustav M Uaarmann, Herford, wird empfohlen H bei Cvrvuttnz und Fettleibigkeit B mit naturgemäßer Anwendung. Be- B standtetle: Hagebutten 10, Flieder lv, H Laferflocken 3, Linden 10, Kamillen 3, ■ Wollblumen iu, Faulbaumrinde 16, ■ (Sennes!7, Heidelbeeren 6, Huflatttg l, H Althee 4, sibir. Wolsötrapl'fraur 7. H Pareirawurzel 8,5, Liebstöckel 2,5, 9 Hauhechel 8,5, Wacholderbeeren 2,5 ■ Quantität Nr. 1 — 3 —, Nr 2 = 5 —, Q nN Nr 3 bei bes. starker Corpulenz Mk ■ 7 Probekart Mk i 50 Nieder!.in H Gicstcu. 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Dankfagnng. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, für die zahlreichen Blumenspenden, für die Beteiligung des Herrn Lehrer Schmidt mit seinen Schülern bei der Beerdigung, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Euler sagen wir hiermit unseren innigsten Tank. SaunUe Aelkichöstr. Gießen, den 5. August 1903. 03759 reis a. Lda Sonntag den 9. August: Kirchweihfest SSI£T ssercd Zoologischer Harten Frankfurt a. W° Samstag den 8. August, abends van 8 Uhr an: Stiftungsfest zur Feier des Whrigen Bestehens des Artens. Dovpel-Konzert der 81 er Musik und der Garten-Kapelle im Weihertempel und auf der Terrasse. Illumination mit mehreren tausend Beleuchtungskörpern. Tanzboden im Freien. 6039 Bengalische Beleuchtung mit Musik auf dem Weiher. Bierschänkc am Bärenzwinger mit Würstelbraterei und Bockmusik Tas Abonnement ist von 1 Uhr an aufgehoben. Eintrittspreis 1 Mark. Abouneuteu 50 Pfg. 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