Fie heutige Kummer umfaßt 8 Seiten. i. 2. 3. Ausland. Vchulstrabe 7. Adrrsie tüt Depelchenr «u-etger Gießen. ArrnWrechanjchluß Nr. 6L Die Einwendungen gegen die Arbeiten de§ IL Abschnitts, die Entscheidung des Schiedsgerichts über diese Einwendungen, diejenigen Bonitierungskarten, in welchen nach schiedsrichterlicher Entscheidung eine Aenderung der Bonitierung eingetreten ist. Bekanntmachung. Bett.: Feldberemigung in der Gemarkung Gießen, rechts der Lahn. In der Zeit vom 10. bis einschließlich 13. Juli d. I. liegen auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim folgende Akten und Starten zur Einsicht der beteiligten offen: Nr. 156 Srßcheivt täglich auger Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem SeMschen Landwirt die Sletzeuer Zamiiien. Wärter utennal in der Woche delgelegt. Rotationsdruck u. Verlag bet Brüht 'schen Unlvert.-Buch- u. Stein» tzvuckererOpreych ttrben) schlügen Oesterreich-Ungarns und Nußlands, die in vollem Einvernehmen mit den übrigen Großmächten handeln, folgen urrd die Ruhe und Ordnung ihres Landes ausrechterhalten. Man versichert, daß, wenn Bulgarien einen Krieg leichtfertig vom Zaun breche, es auf keinerlei Unterstützung Rußlands rechnen könne und die Verantwortung allein zu tragen habe.'Die allgemeine Ansicht ist, ein Krieg Bulgariens mit der Türkei würde mit einer blutigen Abfuhr Bulgariens enden. Bulgarien irre, so versichert man, wenn es nach einem erfolgreichen Kriege auf die Ein- verleibungMacedoniens rechne. Macedonien werde Offizierkorps des hiesigen zweiten Garde-Dragoner-Regiments mit einer Ansprache, in welcher er in kurzen Zügen die Vorgänge schilderte, die sich vor 37 Jahren im Regiments ab- (pielten, als Prinz Kart von Hohenzollern dasselbe verließ, um einem Rufe der rumänischen Station zu folgen. 3m Anschluß daran gab er einen Ueberblick über das LebenSwerk des Königs. Der Kommandeur des 2. Garde-Dragoner- Regiments, Oberst Bartsch v. Sigsfeld, erhielt gestern vom König von Rumänien aus Sinaia ein herzliches Sympathie- Telegramm. Aus Homburg-Kusel läßt der „Schwäb. Merkur* sich melden, der in der Stichwahl gewählte Gutsbesitzer Stauffer werde auf fein Mandat verzichten, um dem im Wahlkreise Kaiserslautern unterlegenen Direktor des Bundes der Landwirte, Dr. Rösicke ein neues Mandat zu verschaffen. Kiel, 6. Juli. Prinz Heinrich trat die Uebungsfahrt mit dem ersten Geschwader nach Norwegen an. Hamburg, 6. Juli. Wie die ,Hamb. Nachr.* erfahren, wurde die Fürstin Bismarck heute morgen in Friedrichsruh glücklich von einem Sohne entbunden. Köln, 6. Juli. Kardinal Erzbischof Dr. Fischer ist heute abend von seiner Romreise zurückgekehrt und unter feierlichem Geläut aller Glocken durch die reichgeschmückten Straßen in fein Palais eingezogen. Kreuznach, 6. Juli. Der Fürst vonMontenegro mit Familie traf zu einem zweiwöchigen Besuch seines Schwiegersohnes Peter Nikolajewitsch hier ein und nahm im Hotel Royal Wohnung. Bulgarien keineswegs einverleibt werden. Die russische Regierung sei fest entschlossen, für utop-istische Bestrebungen auf dem Balkan keinen Tropfen Blut seiner Söhne zu opfern. Aus StM uni) Land. Gießen, 7. Juli 19*3. **Person alien. S. K. Hoheit der Großherzog haben der Gemcindehebamme BenignaBleyzuTrcis-Hor- loss die Silberne Medaüle des Ludewigs-OrdenS verliehen. — In den Ruhestand wurd-e versetzt der Lokomotivheizer in der Hessisch^Preußischen Cisenbahngemeinschast Stephan Dietz zu Mainz. ** Wissenschaftlicher Fund. Dem Privat- do^entcn Lie. Dr. Walter Köhler hier ist bei seinen Arbeiten über den schwäbischen Reformator Johannes Brenz ein glücklicher Funv gelungen; er entdeckte aus dar Stuttgarter Staatsbibliothek den als verloren angesehenen 1 ?odex Suevo-Hallensis, eine wichtige historische Handschrift aus Schwäbisch-Hall, dte zur Erhellung oes Reformatronszeitalters berträgt. * * Gebrauchsmuster-Eintragung. Mr erfahren, daß Josevh Kreuter von hier folgende Erfindung gemacht hat: An seinem Umfang mit mehreren Druckslächen versehener, drehbarer und einstellbarer Stempel für Fleischbeschauer und Tierärzte. * * Das feierliche Begräbnis, das unter Be- terliaung des Stadtvorstandes zur Eröffnung des neuen Friedhofs stattfinden sollte, ist gestern bei der Beerdigung des Frl. Luise Becker vor sich gegangen. Biele Texten vom Stadtvorstand nahmen daran teil. - Todesfall. Gestern starb hier infolge Herzschlages und vorheriger Lungenentzündung im Lazaret der unverheiratete Landwehrmann Hermann in der 2. Uebungs- kompagnie, Bäcker aus Ruppertsburg. Die Beerdigung fand heute morgen 9 Uhr vom Lazaret aus statt. * * Bei der Pferdeschwemme ertrunken. In der gegenüber der Pulvermühle gelegenen Pferdeschwemme wollte gestern abend ein bei einem hiesigen Oekonomen und Fuhrunternehmer bediensteter Knecht fein Pferd baden. Plötz- lich wurde dieses scheu, brach durch eine Lücke in der Umzäunung der Schwemme und verließ das seichte Wafler. Draußen warf es seinen Reiter ab. Auf dessen Hülferufe sprangen sofort zwei Mitgliederder Darmstadtia, Hesse und Bo erst von der Pulvermühle aus ins Waffer, dem Verunglückten zu Hülfe. Bevor sie jedoch an die Unglücksstelle kamen, war der Verunglückte gesunken. Erst nach 10 Minuten langem Tauchen und Suchen konnten die Studenten den Verunglückten finden. Die angesteüten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. •• Die Submissions-Offerten-Eröffnung für die weiter zur Vergebung kommenden Arbeiten der Kanalisationsbauten in unserer Stadt, welche gestern nachmittag in Gegenwart der erschienenen Interessenten durch Baumeister Braubach vorgenommen wurde, hatte folgendes Ergebnis: Im ganzen waren 4 Offerten eingegangen. Nach erfolgter rechnerischer Prüfung fordern Franz Bauch-Peine Mk. 264032,70 und Mk. 20 296, P h. Wilh. Düren- Frankfurt a. M. Mk. 346 443 und 20 214, I. C. Jäger u. Rumpf-Hanau Mk. 317 687,70 und 12 248,50, PH. Holzmann u. Co. Frankfurt a. M. Mk. 329 947,60 und Mk. 17 761. Die jeweils an zweiter Stelle genannten kleineren Beträge der Offerten sind für die Herstellung der eventuell in Cementrohr vorzunehmenden Verlegung des< Schoorgrabens von der Steinsttaße bis zum Walltor als Regenwaffersammler gemacht. — Die in den Offerten bezeichneten Schlußsurnmen der Forderungen für die gesamte Arbeit bedürfen im ganzen und im einzelnen noch der gründlichen Nachprüfung durch das Tiefbauamt, besonders dahin, ob nicht bei den geforderten Einzelbettägen für die Ausführung von Arbeiten Bedingungen seitens der Unternehmer gestellt sind, deren Annahme seitens der Stadt für diese trotz der eventuellen billigeren Preisforderung ungünstiger sich stellt als die einer anderen Offerte, die zwar höher im Preise, aber vorteilhafter in den Bedingungen ist. Wir hören übrigens, daß die städtische Behörde wegen der weiteren Arbeitsver- gebung der Kanalarbeiten sich sehr bald schlüssig machen wird. London, 6. Juli. Der internativ na le Feuerwehrkongreß wurde vorn Lordmayor programmmäßig eröffnet. Nach der Begrüßungsansprache des Lordmayors sprach als Vertreter des preußischen Ministeriums des Innern Branddirektor Giersberg. Der russische Vertreter Looff überbrachte die Wünsche des Zaren urrd des russischen Ministeriums des Innern. Graf Szechenyr^Ungarn sprach die Hoffnung aus, den Kongreß nächstes Jahr in Budapest bewillkommnen zu können. Paris, 6. Juli. Ziemlich allgemein wird angenommen, daß der Besuch des Königs von Italien in Paris nunmehr aus den Herbst verschoben werden wird. Ter „Gaulois" toill wissen, der König halte die Reise in diesem Augenblick sowohl aus Gründen der Schicklichkeit wie angejrchts der Notwendigkett während eines Konklave in Rom zu sein, für unmögluh^ Belgrad, 6. Juli. Eine aus 50 Mitgliedern bestehende bulgarische Bande stieß bei dem Dorfe Oresje **. Garbenteich, 6. Juli. Das 5jährige Stiftungs» fest, verbunden mit Fahnenweihe, feierte gestern und heute der Gesangverein „Liederblüte". Etwa 20 Vereine hatten slch von auswärts eingefunden. Der Festzug bewegte sich um 2 Uhr durch das schön geschmückte Dors; es beteiligten sich daran: die Festdamen, welche die neue Fahne trugen, der Ortsvorstand, der Radfahreroerein, der Kriegerverein, die auswärtigen und hiesigen Gesangvereine. Der Festplatz befand sich an der Straße nach Steinbach. Nach der Festrede' wurde von den Festjungfrauen das neue Panier übergeben, wonach die Gesangvereine ihre Festlieder zum Vortrags brachten. y. St ein hei mb. Hungen, 5. Juli. Unter Beteiligung von 18 auswärtigen Vereinen beging der hiesige Gesangverein „Frohsinn" heute sein 25jährigesl Stiftungsfest, verbunden mit Fahnenweihe. 9tachdem Bürgermeister Nillas die Vereine und Festteilnehmer begrüßt hatte, hielt Pfarrer Stotz von Rodheim die Weihe- rede, worauf Fräulein Döpfer das neue Banner enthüllte und den Vereinen übergab, dessen Fahnenwart es unter dem Gelöbnis der Treue entgegennahm. Die von den einzelnen Vereinen hierauf gesungenen Lieder wurden te,ll- weise recht schön vorgetragen, ein Beweis, daß in unserer Gegend das deutsche Volkslied die gebührende Pflege erfährt. A Bad-Nauheim, 6. Juli. Am heuttgen 2. Festtage des Stiftungsfestes des Gesangverein »Frohsinn" fand vormittags 10 Uhr auf dem Festplatz ein Früh- schoppenkonzert statt. Nachmittags 3 Uhr war Festzug durch die Stadt nach dem Festplatz, wo ein großes Volksfest stattfand. Während gestern das Fest von denkbar schönste») Wetter begünstigt war, wurde heute der Besuch durch die etwas kühle Witterung und gegen Abend durch den Regen beeinträchtigt. Im ganzen hat das Jubelfest des „Frohsinn" den besten Verlauf genommen. Die neu geweihte Fahne zeigt auf der einen Seite das Wappen von Bad-Nauheim, auf der anderen den Genius des Gesangs. j. Wetterfeld, 6. Julr. Unserem Dorfe wird aut kommenden Sonntag die große (El)re zu teil, So. Kgl. .Hoheit- Deutsches Reich. Berlin, 6. Juli. Man meldet aus Warnemünde: Nachmittags 4% Uhr liefen auf der Rhede ein die ,Hohen- ßoflecn", „Nymphe" und der Panzer „Mecklenburg". An Bord des letzteren befindet sich der Großherzog von Mecklenburg, welcher der „Hohenzollern" entgegengefahren war. Die Schiffe ankerten aus der Rhede. Etwa eine Stunde später ging „Meteor" mit dem Kaiser an Bord durchs Ziel, eine halbe Minute später „Orion", eine halbe Minute darauf „Hamburg". Die anderen Pachten folgten. — Von hier aus gedenkt der Kaiser die Nordlandreise anzutreten. Auf der Nordlandreife werden den Kaiser begleiten: Generaladjutant Graf Kessel, der Chef des Marinekabinets, Vize- i Admiral v. Senden-Bibran, die Generaladjutanten Generalleutnant v. Scholl und Generalmajor v. Moltke, Oberst-I leutnant v. Pleeskow, Flügeladjutant Fregattenkapitän i Gramme, Generalarzt Leuthold, Hausmarschall Freiherr v. Lyncker, Prinz Albert von Schleswig-Holstein, Prinz Sayn- Wlttgewtein, Fürst zu Eulenburg-Hertefeld, Oberjägermeister Hemtze, Gesandter v. chirschky und Bögendorff und die Professoren Grußfeld uuö Saltzmann. ~ Der hiesige rumänische Gesandte de Beldiman überreichte das Port-ät des Königs von Rumänien an das! Blatt. 183. Jahrgang Dienstag 7. Jntt 1903 GießenerAnzelgerS w General-Anzeiger " S den poltt. ant aügem. teil; P. Wirrta. für „Stadt und Land" und „Gerrchtsjaat": August Götzi tüi den vln» zetqenteU: pan« Beck. Der sächsische Ministerpräsident über den Ausfall der Wahlen. Auf dem soeben in Pirna abgehaltenen sächsischen Ge- tneindetage hat sich Staatsmülister v. Metzsch über bie Sage nach den Reichstagswahlen ausgesprochen. Er nannte das Resultat der Wahlen erschreckend, herbeigeführt durch eine zersetzende Agitatton", welche zu einem Telle mit Erfolg gearbeitet habe, einen Riß zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft zu schaffen. Ein Teil der Bevölkerung habe, irreleitenden Agitatoren folgend, in einer Weise gewählt, die für alles öffentliche Leben gefahrdrohend erscheinen müsse. Aber man dürfe den Mut und die Spannkraft nicht verlieren und müsse vorbeugend für die Zukunft eingreifen. Gs bestehe ein chronischer Zu st and der Unzufrie-i denheit, aus der heraus viele sich bewogen gefunden hätten, regierungsfeindlich zu wählen. Da sei es Pfticht und Gewissensfache aller öfsenllichen Gewalten in Stadt und Gemeinde, mitzuhelfen, daß die Zustände wieder auf eine bessere Basis zurückgeführt würden. Auf ethischem Gebiete müßten Familie, Haus und Kirche die sittlichen und kulturellen Grundlagen festigen. Dann fuhr der Minister wörtlich fort: Hinsichtlich der wirtschaftlichen Fragen ist der Moment gekommen, wo die öffentlichen Gewalten zum Eingreifen verpflichtet sind. Dazu wollen wir schreiten, vor dieser Ausgabe, so schwer sie auch ist, wollen wir nicht zurückschrecken. Wir wollen dort, wo wir anerkennen, daß derbe jserungs fähige Zustände vorhanden sind, einsetzen. Wir wollen, wo wir erkennen, wir haben Fehler gemacht ~ , , , . „______ _____ —> und auch die Regierung häll sich nicht für infallibel auf die ständigen im Dorfe Patradischte garnisonierenden — einfetzen. Wir wollen bessere Zu stände'schaffen, unse- türkischen Truppen. Der Zusammenstoß war heftig rem Volke die guten Fundamente erhalten. Wir wollen blutig. Es gab beiderseits an 40 To te und Ver- dasür sorgen, daß das große Sammelbecken der llnzu- wundete. Unter den Macedoniern. in Uesküb herrscht große ftiedenheit, wenn auch nicht gan& so doch etwas entleert Aufregung, well Hilmi Pascha die aus Anlaß des Atten- wird und nicht noch einmal überflutet. kats in Saloniki verhafteten Bulgaren zu ent* Die sächsische Presse erkennt an, daß die Regierung zu Haupt en beabsichtigt. Die Beunruhigung der Macedonier der Einsicht gelangt i)t, mitverantwortlich für die gegen- wird noch dadurch erhöht, daß in Uesküb aus dem Fried- wärtige Lage M sein und enffchlossen ist, zu handeln, aber zahlreiche von bulgarischen Komitee-Mitgliedern ver- sie vermißt mit Recht jede Andeutung über den Weg, den borgene Waffen aufgefunden wurden. die Regierung im einzelnen zu gehen gedenkt. Das Wahl- Konstantinopel, 6. Juli. Im gestrigen Ministerrecht wird mit keinem Worte erwähnt, und über die I rate, welchem eine Sitzung der Mllitärkommission voran- drückenden Steuerzu)chläge geht der Minister mit gegangen war, wurde beschlossen, sofort 32 Batterien, 196 Stillschweigen hinweg. Alle Welt erwartet dringend, daß Schnellfeuergeschütze bei Krupp in Essen zu bestellen, ehebaldigst von feiten der Regierung volle Klarheit über Petersburg, 6. Juli. Die L a g e auf dem Bal kan chr Reformprogramm gegeben wird, droht doch schon die wird an leitender russischer Stelle aü sehr ernst, aber sozialdemokratische „Leipz. Volksztg." mit der Inszenierung ruhig aufgesaßt, in der Hoffnung, die Türkei, und besonders einer großen Volksbewegung für die bevorstehenden Land- Bulgarien, werden den eindrtnglichen, wohlgemeinten Rattagswahlen. Dieje wird der Sozialdemokratie um so eher ’r " glücken, je jpäter die Regierung die Führerschaft in dem Reformwerke übernimmt. "~ Dresden, 6. Juli. Es verlautet, König Georg sei ein persönlicher Ge gner einer Aenderung des Landtagswahlrechts, die im Ministerium nur der frühere Justizminister, jetziger Finanzminister, Rugger, befürwortet habe. Amts- unii Anzeigeblatt für den Kreis Metzen _____________ Diese Offenlegung ersetzt zugleich die besondere Zustellung der Entscheidungen des Schiedsgerichts an die von diesen Entscheidungen betroffenen beteiligten Grundeigentümer, welche gegen die Arbetten des II. Abschnttts nicht reklamiert hatten. Friedberg, 3. Juli 1903. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommiffär: _____________Spanier, Kreisamtmann. Völkische Tagesschau. . 178.00 -Anl. 4* , % Äussere Artfontiner Die Großh. Baubehörde für Unioersitätsneubauten über* Gelände als mit dem tatsächlichen Wert in größtem Miß- ber Brandstelle völlig isoliert liegt, lieber bic Frage der 3. GertchtssaaU 4. . 102.10 . 91.50 . 102.15 . 91.40 . 101 00 . 100.00 . 103.00 100.60 . 101.70 . 103.40 . 49.65 . 31.15 . 33 90 . 131.00 . 44.70 4% Italien. Rente 4*/,% Portugiesen i°/ Portugiesen. . 1% C. Türken . Türkenlose . . . 4°/o U riech. Monopol 4* 6% Oesterr. bilberrento 4% Ungar, boldrente, . Reichsanleibe do. Konsole • do. . . Hessen überliessen Harpener Tendenz; behauptet. tznteignuug von Kelände für den Neubau einer chirurgischen und einer Augenklinik. 8u/o Mexikaner . . 4,/a'Vo Chinesen . . Electric, bchuckert . Mordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Ötaatsbahn , Lombarden • • . Gotthard bahn . . . Laurahütte . .. . Bochum . . . . . Verhältnis stehend hinzustellen und die öffentliche Meinung zu gunslen der Geländceigentümer gegen das Projekt aufzubringen. Dabei fehlte es nicht an ungehörigen Bemerkungen gegen unS, denen die Vertretung des Staates in Vorbereitung und Durchführung des Projektes übertragen ist. Wir haben s. Zt. von einer Erwiderung auf jene Veröffentlichungen und Widerlegung ihrer vielen tatsächlich falschen Angaben sowohl deshalb abgesehen, weil sie u. E. eme sachliche Würdigung an jener Stelle doch nicht gefunden hätte, । qIS auch vor allem deshalb, weil wir den Anschein durch-- ! aus meiden wollten, als suchten auch wir eine Einwirkung auf daß Vcrwaltungsgericht auSzuüben. Nachdem nunmehr das Urteil vorliegt, können sich alle diejenigen, welche die Angelegenheit verfolgt haben, ein un- pukteiisches Bild darüber machen, ob die Mittel, mit welchen man daS im öffentlichen und in erster Linie in Gießens Jn- tereffe liegende Projekt zu bekämpfen suchte, gerechtfertigt waren. DaS Urteil. Krieskasten der Redaktion. (Anonhme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) P. I. Tab tue Preis-Unterschiede bei der Submission ntr das neue veterinärmedizinische Institut sich aus der Verschiedenartigkeit des offerierten Materials ergeben, versteht sich wohl voii selbst. — __ 3l/t°/o 8°/u 3V.% ä°/o 872% . 26.70 . 93.00 . 92.50 . 99 00 . 208.50 . 186.80 . 136.30 . 147.80 . 153.90 . 143.50 . 18.30 . 191.00 . 214.60 . 172.80 Hersfeld als 2. Sieger hervor. kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Auf der Eisenbahn Hanau-Friedberg wurde der diensttuende Hllsswärter Konrad Betz oon der Maschine des Personenzugs 9fr. 826 ersaßt und auf der Stelle getötet. Der Mann hinterläßt^ eine junge Witwe und ein Rind. | Dermischles. • Berlin, 6. Juli. Eme Droschke mit dem Bildhauer Professor Menzel stieß gestern vormittag mit der elektrischen Bahn zusammen. Menzel flog im Bogen aus der Droschke. Er erlitt eine Verstauchung des linken Armes und eine Wimde an der linken Hand. • Straßburg i. E., 6. Juli. Der Grenzaufseher Scheiber erschoß ohne ersichtlichen Grund in Menglatt, Kr. Alttirchen, den Bauernsohn Schütt. Zwei Kameraden des Getöteten verletzte er mit dem Flintenkolben. Die Krankheit des Papstes. Rom, 7. Juli. Nach dem Empfang der letzten Oelung richtete sich der Papst einige Augenblicke vom Kissen^aus und segnete die Anwesenden mit den Worten: „Dies ist meinletzterSege n." Der Papst fühlte sich sehr schwach. Der Puls setzt zeitweise aus. Man glaubt, daß der Kraule den morgigen Tag noch erlebt. Nach Mitternacht vermehrte sich die Schwäche. Mehrere Kardrnäle begaben sich nach dem Vatikan. , Rom, 7. Juli. Prof. Mazzoni erklärte, er| nlaußc, der Papst könne, wenn nicht ein unvorhergesehenes Ereignis einirete, u o ch 2 4 oder 4 8 Stnnden leben. | Wie der „Osservatore Romano" in einer Sonderausgabe meldet, wurde abcirds 8 Uhr in der Panlinerkapelle das Merheiligste ausgestellt. Rom, 7. Juli. Bulletrnvon 7..-K) Uhrmorgens: -er Papst ruhte während der Nacht gut und nahm einige aNhrung. Wglicherweise wir^ er noch den ganzen Tag leben - Währeiid der Nacht nahm der Papst biennal Telephonischer Kursbericht« fr'rmiktnri m. Jü-, 7. Juli 1903 Mukste ^tirluiuuiru. Crioi«al6r«l)tmclt>iuiflcii des Gießener «uzeigcrs. 91 S& Darmstadt, 7. Juli. (Originaltele- gramm des Gieß. Anz.) Die 2. Hess. Kainmev trat heute vormittag zwecks Erledigung einiger dringender Regierungsvorlagen zu einer Sitzung zusammen. Angenommen wurde die Regicimngsvorlage üöer dre Ossi- z i e r s - W i t w e n > un d W a i s e n k a j s c und die U n t e r . ofsiziers-Witwenkasse. Ferner genehmigte die Versammlung den Verkauf des Steuerkommissa- riatsgcdäudes in Friedberg und dre Errrchtung eines Steuerverwaltungsgebäudes daselbst. Auch dieMehr- sorderung von 4000 Mk. für die Kiesbohrung auf Sool- und Termalwasser in Bad Salzhausen lvurde genehmigt und ebenso auch die Regierungsvorlage bctr. die Veräußerung von fiskalischen Grundstücken. Nach Nahrung zu sich Der Puls ist cttvas besser Heute früh 6.30 Uhr stand der Papst aus und setzte sich rn den Lehnstuhl. — lieber sein Vermögen hat der Papst die Bestimmung getroffen, daß die Hülste an ferne Nesjen fällt. Die erste Hälfte haben diese schon früher erhallen. Ferner bestimmte er, daß die Ersparnisse, die er als Papst gemacht und die mehrere Millronen betragen, als stand i g e r G e h e i in s o n d s aus seinen Nachfolger übergehen. Tatsache ist nur, daß der Wachtposten kurz vor Ausbruch I des Feuers zwei Individuen mit Drlllichjackc in der Whe der Brandstelle bemerkte, die bei wetteren 9Lach,forjchungen verschwunden waren. Höck)st auffällig bleibt dagegen, daß tu der Nacht zum Montag auch der Telephon schupp en, der für die Kommandantur auf dem sog. „Ehttnborasjo" errichtet war, ebenfalls ein Raub der Flammen wurde. Zurzett der Schießübungen lungert in jener Gegend titel Gesindel herum, so erscheint die Annahme einer böswilligen Brandstiftung in beiden Fallen sehr wohl im Bereich der Äüöglichkett. sd. Seligenstadt a. Rt., 7. Juli. (Orig in alte le- gramm des Gieß. Anz.) Hier wütet seit heute nachts 2 Uhr eine mächtige Feuersbrunst, die bis jetzt 8 Wohnhäuser und 9 Scheunen in Asche gelegt hat. I Viele benachbarte Feuerwehren sind mtt den Löjcharbeiten > beschäftigt. Ter Brand scheint jowett bewältigt zu sein. Die Entstehungsurjache ist unbekannt; Menschenleben sind seither nicht zu beklagen. Der Schaden ist beträchtlich. Q Marburg, 6. Juli. Beim heutigen letzten Festtag des hessischen Athletenverbandsjestes erregte das meiste Interesse der Kampf um die Meisterschaft vou Hesfen im Stemmen und Ringen. Das Resuttat im Stemmen war folgendes: Serd et vom „Krastsport Cassel" 1. Preis, Köhler von demselben Verein 2. Preis. Im Ringen ging Reini vom Athletenverein ,Moland"-Cajjel als 1. und Riemann vom Athletenverein „Einigkett"- ben Großherzog hier empfangen zu können. Der Groß» derzog wird an diesem Tage der letzten Aufführung des L n t h e r s e st s p i e l e s des hiesigen Gesangvereins bei* wohnen. Reges Leben herrscht fdjon, um Straßen und Hauser festlich zu schmücken. Die Ankunft des Groß- Herzogs wird am Abend des 11. Juli in 3aubad) erfolgen. Am Sonntag wird dann Se. Kgl. Hoheit in Begleitung Sr. Erl. des Grafen zu l^mbad) um 3 lU)r nad)i Wetter seid fahren. Am Dorfeingang wird die Begrüßung durch den Ortsvorstand stattsinden, woraus fid) die Herrjd)asten in das Vereinslokal des Gesangvereins begeben werden, tun da der Ausführung des Vereins anzuwohnen, zu der ettva 30 Einladungen ergingen. Nach Schluß der Vorstellung wird die Rückfahrt durch das sestlick) geschmückte Dors er- ichwebte, sei üentern, oag ucy oavjeioe yunutti großen xnenjt geieqiet yave. ycvti yui. uiu v>lu|u;iu.|l n Meter seitwärts hinter einem Erdwall befindet, also von ^djl angetreten und läßt nadj Erbberechttgten forschen, der Brandstelle völlig isoliert liegt Heber die Frage der London, 7. Juli. Die Morgenblätter kommentteren Entstehung des Brandes fehlt zurzeit noch jede Gewißheit m längeren Artikeln den Besuch des Präsidenten Loubet ---- - “ ‘ c " liberalen Blätter erklären sich für den Abschluß emes S ch i e d s v e r t r a g e s zwischen F r a n k r e i ck) und England, die konservativen befürworten ein herzlid)es Einverständnis, aber ohne Abschluß einer formellen Allianz. Nicht ein einziges Blatt verzeichnet einen Mißton, der bis letzt tiorgekommen wäre. London, 7. Juli. Loubet begab sich vom Buckingham- palast nach Marlborough House zum Besuche des P r i n z e n von Wales, welchem er dav Großkreuz der Ehrenlegion verlieh. Der Präsident besudle darauf den Prinzen von Connaughtin Elarenfe House und fuhr sodann zur fran-1 zöjischen Botschaft, wo er eine Abordnung der französischen Kolonie entpfing. Bon der Botjck)aft kehrte der Präsident nach Bork House zurück, auf dem ganzen Wege von einer ungeheuren Menge begeistert begrüßt Bon York House begab sich Loubet wieder zum Buclinghampalaste, wo gegen 9i/8 Uhr ein Festmahl stattfand. Beim Festmahl brachte der i König einen Trinksprucy auf den Präsidenten Sou- bet aus. Der König gab der Freude Ausdruck, welche Oie Königin und er selbst empfinden, den Präsidenten im Buckinghanipalaste zu empfangen, unb sprach die Hoffnung ans, daß der Präsident eine angenehme Erinnerung an den Aufenthalt in London mitnehmen werde. Der Empfang, der ihm von allen Klassen der Bevölkerung bereitet worden sei, beweise die wahrhaft freundschaftliche Gesinnung gegenüber Frankreich, das Land, welches Eiigland am nächsten 1 - 1 " r r-' - machbar fein Besuch, den In Sachen, betreffend die Enteignung von Gelände in' der Gemarkung Gießen zum Zwecke der Errichtung einer chirurgischen und einer Augenklinik, hat der Provinzial- Ausschuß der Provinz Oberhessen in em er öffentlichen Sitzung, in welcher zugegen waren: 1. Als Vorsitzender: Provinzialdirektor Dr. Brerdert; 2. als Mtt- qlieber: Oberamtsrickster Rabenau, Laudgertd)tsrat Dr. Schäfer, Justizrat Dr. Gut fleisch, Gutsbeutzer Schade, Bürgermeister Stöpler, Bürgermeister Kromm; 3. als Ersatzmitglied: Kommerzienrat Hey- li a en st a ed t; 4. als Referent: Regierungsassessor H abe r- Eorn; 5. »Ks Protokollführer: Schreibgehilfe Batz; nad) dem aus den Akten cr|tattetcn Vortrag des Referenten I und stattgehabter mündlicher Verhandlung zu Recht erkannt: . „ , , 1. Die gegen den Plan des Unternehmens und gegen d a s V er f ah r en er ho be ne n Einwendungen werden als unbegründet tier- daS ObeekrieaSqericht aus 14 Tage gelinden Arrests erkannt, die in 7 Tage Festung umgcivandelt werden. Zwei Dtanatc und 7 Tage sind durch die Untersuchung verbüßt Der Angeklagte ertzielt von verschiedenen Oiflzieren Glückwünsche. - In Essen rief die nnlde Bestrafung HüsseiierS, besonders die Verurteilung nur zu tfcftimgß- hast, g r o ß e Entrü st u n a bervor. Oppeln, 6. Juli. Die Strafkammer verurteilte oen 17iahr. rrz.giiui der Jdioteiiaiistalt zu Leschliitz, Paul Scholz, zu 15 Jahren Gefängnis. S. halte am 8. Ntärz die Anstalislehrerm, Fräulein Bartsch, in ihrem Zimmer übciiallen, durck) Atesserstiche ermordet mid ihre goldene Uhr unb barcS Geld geraubt, dann hatte er daü ZiNimer in Brand gesteckt. Bei Begruiidung des Urteils führte der Vorsitzende aus, daß leider die Gesetzgebung eine höhere Strafe für diesen jugendlicheii Verbrecher nicht ziilaße. 37g% 4% Oesterr. Goidrento liege und infolgedessen auch sein bester Na solle. Der König erinnerte schließlich an den er kürzlich in Paris abgestattet habe und an den liebenswürdigen Empjang, der ihm dort zuteil geworden sei. Prüsi- bent Loubet erwiderte: Ich bin von dem Empsang^ der mir von Eurer Majestät bereitet worden ist, umsomehr gerührt, als er sich an die gesamte französische Nation richtet. In ihrem Namen bitte ich Eure Majestät, meinen aufrichtigsten Tank entgegenzunehmeiu Franireich bewahrt sorgfältig das Ändenten an den Äefuch, den Sie in Paris I abaestattet haben. Ich bin gewiß, daß dieser die glücklichsten Erfolge haben und in hoher Weise dazu dienen wird, die Beziehungen aufrecht zu erhalten und noch enger zu knüpfen, welche zwischen den beiden Nationen bestehen, für ihr gemeinsames Wohl und für die Sicherung des Weltfriedens. In diesem Sinne trinke ich auf das Wohl König Eduards VII., Ihrer Majestät der Königin, des Prinzen und der Prinzessin von Wales, der gesamten königlichen Familie und der englischen Nation. R o m, 7. Juli. Der „Avanti" veröffentlicht eine Unterredung, die sein Korrespondent mit Singer hatte. Dieser protestiert entschieden gegen die Sern ft ei n'sche Auffassung über das Präsidium im Reichstage und erklärte, auch er sei für die Uebernahme des Präsidiums, aber mit Ausschluß aller höfischen Pflichten. Belgrad, 7. Juli. Die Unteroffiziere des am Königsmord beteiligten 6. Regiments demonstrierten gegen die Versetzung in die Provinz. Es heißt, daß infolge Lieses Zwischenfalles die Stellung des Kriegsministers erschüttert sei. — Gestern wurde der Nachlaß dar Königin Draga in Belgrad versteigert. worfen. . . , 2 Als Gegenstand der Enteigliung werden dem Anträge der Unternehmerin, den vorliegenden Plänen, Grnnd- bnchsauSzügen und Meßbriefen gemäß diejenrgen m der Gemarkung Gießen gelegenen Grundstücke fest- gestellt, welck)e in den Spalten 8 bis 13 des nachstehenden Verzeichnisses aufgeführt sind^ Tie Entschädigungen, welche den in spalte 2 des nack)stehenden Verzeichnisses aufgeführten, rm Grund- bud) eingetragenen Eigentümern oder den Rechtsnachfolgern derselben nad) Maßgabe ihrer Miteigentumsrechte von der Großh. Baubehörde für die Universitätsneubauten in Gießen als Illtternehmerin zu leisten sind, werden auf die in den Spalten 14 biS 21 des nachstehenden Verzeichnisses ausgesührten Betrüge folgen. R. B. Darmstadt, 6. Juli. Der Brand auf dem Truppe «Übungsplatz in der Nähe von Gr i e s h e i m ist weniger gefahrvoll verlaufen, als nad) den ersten Meldungen darüber angenommen werden mußte. Wir sind in der Lage, aus authentischer Quelle darüber folgendes Nähere mitzuteilen: Der dort ausgestellte Wachtpopen bemerkte plötzltch gegen halb 12 Uhr nachts, daß aus dem Schuppen, der zur Aufbeival)rung der Schießscheiben dient, Helle Flammen aufstiegen. Er sdstug sofort Vllarni, und in wenig Minuten waren and) zahlreiche Bllmnschasten, sowie der kommandierende Offizier, Hauptmann K a g e, und andere zur Stelle. Die Flammen hatien inzwischen schnell den ganzen, 34 Meter langen und 6 Meter breiten Schuppen ergriffen und loderten wie eine lange Feuersäule zum Himmel empor. Der Geistesgegenwart des genannten Offiziers und dem energischen Eingreifen der sofort alarmierten Lager-Z-euer- wehr (die drei zum Sd)arssck)ießen kommandierten Artillerie-Regimenter Rr. 27, 61 und 63 waren ganz in^der Nähe ui Baracken ein quartiert) gelang es jedoch, das Feuer auf seinen Herd zu befd)räiifcn. dtur die Bäume des dicht an den schuppen hcrantretenden Waldes wurden^ vom p v „ ~ „ ö „ „ „ (------, _ZI _ _ Feuer nod) etwas in Mitleidenschaft gezogen. Der Sck)ieß '»einigen daraus vorgenommenen Ergänzungswahlen für die scheiben-Sckuppen bestand aus einem langen Holzgerippe Ausschüsse vertagte jid) das Haus bis zum Herbst. Der mtt Bretterverlleidung und Fngenleistcn und trug ein leich- Präsident lud noch zu der reckst zahlreichen Beteiligung res Ziegeldach; das Ganze ruhte auf einem Fundament» an dem Ausflug nach Oberhcssen ein. Die Abfahrt dazu sendet unS das inzwischen ergangene Urteil des Provinzial- ^dstußdevSitzung 1 Uhr. Ausschusses bctr. Enteignung der neuen Kliniken zum Abdruck, eder eine E r b s ch a s t un s ste uns hierzu schreibt: Während die Enteignungsverhandlungen vor dem von Bruchsteinen. Im Schuppen befanden fid) zahlreiche von Darmstadt erfolgt 7.55 Uhr. 4 aufgehangte Schießscheiben auS Leinwand, deren dicker Oel- U1 m, 7. Juli. B e b e l hat wieder eine E r b s d> a f---- anstrich dem Feuer natürlich außerordentlick) förderlid) war. Betrage von 400000 Mk. gemacht. Der Erblasser ist der Wertvolles Artillerie-Materml n>ar nicht barm vorhanden, vor kurzem in einer Münchener Heilanstalt verstor-i ~ oeführt mürben bemübte man sich seitens auch nichts, was zu einer Selbstentzündung hätte führen dene ehemalige bayerische Leutnant Kollmann. Er P^vmzial-Ausschub gechhrt ^ können. ^Entgegen den ersten Meldungen, daß bei dem vermadne Bebel bereits im Jahre 18/9 die Halste semes der Expropnanden durch Flugblätter re. m emer sc, Brand auck> das „Pulvermagazin" in ernster Gcfal)r!)O0000 Mk. betragenden Bernwgens, „weil ihm Bebel einen hier nicht naher bezeichnet werden soll, elnersells oa^ slaat- schwebte, sei bemerkt, daß sich dasselbe verschiedene hundert großen Dienst geleistet habe." Bebel hat die Erbsck)aft noch siche Projekt als unsinnig, andrerseits die Gebote sur das Kur das Kind nur das ^este! Wenn Kinder beim Waschen weinen, so ist dies ost nur ein Aufschrei gegen die bedauernswerte Unsitte, Kiiider mit fodascharfer Leise zu waschen. Aiülter, die ihr eure Kinder liebt, yebraucht zmn- Waschen eurer Babys feine andere Seise als Doernig's überaus milde und fettreiche Euleu-Seife. Diese Seife ist allseits anerkannt als unverfälscht rein und frei von Sodafchärfe. Preis 40Pfg. per Stück. 2301 Kiel, 6. Juli. Hü s s en er-P r o z e ß. In der heutigen Revisions-Verhandlung wird auf Antrag des Verteidigers der Brief Hüffeners an seine Mutter verlesen. Tann beginnt das Plaidoyer des Anklägers, der hervorhebt, daß auch die heutige Verhandlung kein anderes Bild ergab als die erste. Der erste Gerichtshof nahm einen minder schweren Fall an, der aber nicht vorliege, deshalb legte auch der Gerichlsherr Berufung em. Er beantrage eine Zuchthaus st r a f e von s e ch s I a h r e n. I Verteidiger Stoobe führt m seiner Verteidigungsrede aus, daß der Angeklagte nur die Disziplin habe aufrechthalten wollen. Er beantrage Freisprechung; unter keinen Umständen dürfe eme entehrende Strafe emtreten. Nach einer Erwiderung des Anklägers Hebt sich der Gerichtshof zur Beratung zurück. Das Urteil, lautet: 2 Jahre 7 Tage Festungshaft wegen vorichrifts^ widriger Behandlung eines Unteraedenen in Ideal!onturrenz mit Mißhandlung nut Todeserlolg. Tas Urteil wird wie folgt be- arünbet: „Tas Gericht hat dem Angeklagten geglaubt, dav Hart, mann einen Stoß nach ihm geführt hat; das $end)t ut der ^n- Tirfit dan der Angeklagte, als Hartmann den Stotz gab und sich zur Flucht wandte, berechtigt war. die Waffe zu ziehen und zu ge- buchen. Dagegen bestand ein Notstand der Disziplin nicht, als der Angeklagte den Fliehenden verfolgte. Er hätte sich den e- b^am veischaffen können, mbeni er den Hart.nami zu ergre.ien odei- m Booen zu schlagen veisucht hätte. Der Angeklagte hatte sich dwses auch selbst sagen müssen. Tas Gericht nahm einen muide^ schweren Fall an, weil die Situation eine schwierige war mw cie Jugend des Angeklagten huizukam. Es hat deshalb von CApi, abgesehen, weil bannt eme Dcgrai-a.ion ücrbunben i|t, a-">itäht <äer oei Ansicht ist, daß die Umpande iiir den An- iehr H,iibc lagen. UeberDies habe die lieutigc ticigmiö- luna beiüfllicb des Stiches we,eittlich günst.gere Momente ergeben. WLen 0« vorichristswchrigen Beha.rdlung des Untergebenen hat festgestollt. . Außerdem ist von der Unternehmerin die vordere Grenze nad) den vorstehend unter Ordn.-Nr. 5, 6 und 8 aufgeführten Grundstücken mit entstirechender Bauplatzeinfriedigung, wie sie in der Stadt Gießen vorgeschrieben ist, zu versehen. Der Antrag auf Ausspruch der Enteignung ift binnen zwei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft von 1 und 2 dieser Entscheidung unb nach Erbringung des Nachweises über rechtsgillige Zahlung oder Hinter-' legung der unter 3 fLstgestellten Entschädigungssumme im Gesamtbeträge von 235 462 Mk., in Worten Zwei- hundertsmifunddreißigtausenbvierhundertzwemndsech'- zig Mark durch die Unternehmerin zu stellen. Die Kosten des Verfahrens trägt die Unternehmerin. Men Beteiligten steht gegen die Entscheidungen unter 1, 2, 5 binnen einer unerstrecklichen Frist von 14 Tagen, nad) Zustellung der Rekurs an das Großh. Ministerium des Innern gegen die Entscheidung unter 3 innerhalb sechs Monaten nach erfolgter Zustellung der Entsd-eidung bic Beschreitung des Rechtswegs zu. I Das Wesentliche in der Urteilsbegründung werden ivn mvraeu auszugsweise mitteilen. ______________________Verzeichnis der zu enteignenden Grundstücke und der zu leistenden Entschädigungen. 1 - Ordn.-Nummer Bezeichnung der Grundstücke nach Angabe des Grundbuchs hiervon sind zu enteignen zu gnnsten des Großherzogtums __„Landeseigentum" zu leistende Entschädigungen für M Gesamt- Entschädigung Bescher r Culturart s Gewann 4 Flur 5 Nr. 6 Inhalt der Parzelle nach dem Grundbuch qm 7 8 Culturart 9 Flur 10 Nr. ii Flächeninhalt den qm Gelände 14 daS Gelände im Ganzen 15 HauS und Hofraum 16 Bäume m und Sträucher - Einfrie- 00 digungen Wasier- anlagen 19 Zusammen 20 berechnet qm 12 reduziert qm 18 1 Die 1. evangelische Pfarrei Gießen Acker Auf der Rodhohl XXV V 161 309 2175 2457 die ganze Parzelle AC 5 At 12285 AL AI AL AL AL. 12285 AL 12285 2 Schwan, Karl Heinrich Acker Acker Auf der Rodhohl das. XXV XXV V 162 162 a 310 1300 1300 2489 die ganze Parzelle desgl, 5 12445 12445 12445 3 Weidig, Andreas III. Acker Acker Acker Auf der Rodhohl das. das. XXV V XXV XXV V 160 311 154 155 318 2413 2175 1169 1250 2266 die ganze Parzelle die ganze Parzelle desgl. 5 5 10875 11330 — 83 > — — 22288 22288 4 Rosenthal, Nathan und Ehefrau geb. Bauer Acker u Auf der Rodhohl XXV V ___ 158 313 1187 1276 die ganze Parzelle 5 6380 269 10 6659 6659 5 Gail, 1. Minna, Ehefrau des Dr. Otto Prinz in Nidda, 2. Marie, Ehest, des Frh. Fr. v. Röder in Gießen, 3. Auguste, Ehefrau des Oberförsters Haberkorn in Alsfeld, 4. Georg Ferdinand in Chicago, 5. Bücking, Erika und Fritz Karl, Kinder der verstorbenen Ehefrau des Friedrich Bücking, Nanny, geb. Gail in Büdingen Acker Acker Acker Acker Acker Grabgarten Gartenhaus Grabgarten Grasgarten Grabgarten Grasgarten Aus der Rodhohl das. r das. das. das. Am Selters- bcrg links der Chaussee das. } " } ” XXV V XXV V XXV V XXV XXV V V XXV XXV 7 V 140 325 142 316 143 315 137 138 327 327*/10 1937r° 1927x0 274 { 276 { 1119 1079 1119 1131 2587 2323 2675 2675 5271 136 12375] 37) 2028 8514 2271 1584 die ganze Parzelle desgl. desgl. desgl. desgl. die Tcilparzellc die Teilparzclle Hostaitegrund Hofraitegrund XXV 7 1937« 276-/m 1420 610 810 1225 1425 5 5 5 5 5 7,50 5395 5655 11615 26355 680 10650 1 II III } 878 810 683 Illi 3300 5395 5655 11615 j-27913 15443 66021 6 Balsersche Stiftung Grabgarten Am Sclters- berg Am Seltersberg links der Chausse XXV 7 1887io 278 u. 279 10539 10426 die Teilparzelle die Teilparzelle Hostaitegrund 11ofra itegrund XXV 7 1887i0 276710 4076 4076 4125 4081 7,50 30570 — 517 — — 31087 31087 7 Gabriel, August II. Acker Grabgarten Grabgarten Grabgarteu Grabgarten Hofraite Hofraite Auf der Rodhohl das. das. das. » das. | XXV XXV XXV XXV 7 XXV XXV XXV V 150 1517.0 1527io 1537io 319 1517io 152/i. 1537io 320 925 350 363 1231 2203 106 112 169 1085 oic ganze Parzelle desgl. desgl. deSgl. desgl. deSgl. desgl. desgl. desgl. 10 10 22030 10850 27000 9687 33067 37850 70917 13 50 8 Plank, Wilhelm II. und Ehefrau geb. Hirschfeld Grabgarten - Am SelterS- berg links der Chaussee XXV 7 167 a710 289 2663 2408 die Tcilparzelle desgl. Hofraitegrund Hofraitegrund XXV 7 167a37ioo 26S7,o 1101 1101 1224 1107 12 13212 548 13760 13760 Bemerkungen: 1. Die schräg gedruckten Einträge beziehen sich auf das neue Grundbuch. Gesamtsumme 2. Bei Berechnung der Geländeentschädigung sind die Inhalte nach dem neuen Grundbuch und nach dem berechneten Flächeninhalt zu Grunde gelegt. 235462 Du vermieten 5343) Drei-Zimmerwohnimg mit allem Zubehör per 1. 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