Erstes Blatt. Dienstag 7. Juli 1903 ve»ugspre»Sr monatl otertel» n E3 Fer sterbende Fapst. a. b. d. L 4. E. Bestimmungen über weiblich» Beamte. L L 3. Feuilleton ü. 6. 2. 3. gleichen SorauS' einer Beanttin 153. Jahrgang „ältesten Freunde der Kirche" gegenüber am schroffsten austrat. Der Papst sieht in dem Venetianer Sarta sein Ideal von Klugheit und Kraft. Vanutelli werden die Deutschen, ferner die Oestreicher und die Italiener, die ihn dem strengen Gotti vorziehen, unterstützen. Von Rampollai werden zahlreiche Anhänger abbröckeln, bis die Zloeidrlltel- mehrheit für den neuen Papp erreichst ist. Aber auch für Wahlumtriebe ist im Konklave Raum, trotz des Schwures der Kardinale: ,^Jch schwöre, zu wühlen, wie ich vor Gottes Richterstuhl müßte." Es wird Kämpfe kosten, bis der Kardinalsenior vom Balkon der Sixtina verkündet: ,Zabemus Pap am". Eichener Anzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen ob und von welchem Zeitpunkt an ein Beamter aus seinem Amte zu entfernen, in den dauernden oder einstweiligen Ruhestand zu versetzen oder vorläufig seines Dienstes LU entheben ist; ob und von welchem Zeitpunkt an ein in den dauernden oder einstweiligen Ruhestand versetzter Beamter zur Wiederüvernahme eines Amtes verpflichtet ist; ob im Falle des Artikels 13 Ws. 3 des Gesetzes vom 27. November 1874, die Versetzung der Staatsbeamten in den Ruhestand betreffend, die Beendigung des Dienstverhältnisses auf ein Verschulden der im Staatsdienste beschäftigten Personen zurückzuführen ist; über die Verhängung von Zwangsmitteln und Ord- von C. Goldmark (deutsche Uraufführung), „Die kleinen Michus" von A. Messager, ,/Orestes" von F. Weingarürer, „Kam" von E. d'Albert, „Das Mädchen von Navarra" von I. Massenet. Neu einstudiert gingen in Szene: „Violetta" (La Traviata), „Die Großherzogin von Gerolstein", „Die Geisha", „Romeo und Julie" (Gounod), „Die Fledermaus", „Die Stamme von Portici", „Der schwarze Domino", „Fa- tinitza", „Der Obersteiger". Preisausschreiben des 18. Kongresses der All g. Radfahrer-Union in Mannheim. Der Festausschuß des 18. Kongresses der A. R-U. vom 10.—14. Juli in Mannheim hatte zur Erlangung eines Literarisch wertvollen Radlerliedes, welches das Radwandern, das die A. R.-U. auf ihre Fahne geschrieben, besonders verherrlichen soll, ein Preisausschreiben veranstaltet. Das Preisrichteramt hatten übernommen die Dichter Otto Jul. Bierbaum, Dr. Karl Busse und I. Trojan. An 400 Einsendungen, sind erfolgt, die alle gewissenhaft geprüft wurden. Leider hat sich trotz der großen Beteiligung ein recht ungünstiges Resultat ergeben, haben doch die Preisrichter einstimmig beschlossen, daß ein erster Preis nicht $u verteilen sei, da kemes der eingesandten Lieder den gestellten Ansprüchen genügen könne. Es gelangen deshalb nur der zweite unö dritte Preis zur Verteilung. Der erste Preis wird für ein späteres Ausschreiben zurückgestellt. Den zweiten Preis erhält das Lied Ätotto und lieber)ctydji „Radritterschaft", den dritten Preis „Radler lied", Motto: Ein Trinklied iviU gesungen, nicht vorgelesen jein. Beide nach der Melodie: Wohlauf die Luft. Hcsetzentrvukf, die Aieustverhältuiffe der Staats- öeamten öetreffcud. (Schluß.) D. Bestimmungen über die vermögeuSrechüicheu Dievstansprüche der Beamtem Art. 19. lieber vermögensrechtliche Ansprüche der Be- amten gegen den Stacll aus chrem Dienstverhältnis sowie über die den Hinterbliebenen der Beamten gesetzlich gewährten vermögensrechtlicheu Ansprüche ist, soweit nicht ein Anderes bestimmt ist, im Streitfälle im Rechtsweg zu entscheiden. Der Klage hat eine Erklärung des zustän- oigen Ministeriums über den Rechtsanspruch voranzugehen. Es gilt als ein Verzicht hierauf, wenn nicht innerhalb eines Monats, nachdem ein entsprechender Antrag gestellt worden ist, eine Erklärung des zuständigen Ministeriums erfolgt und dem Beteiligten eröffnet worden ist. Art. 20. Die Entscheidungen der Disziplinär- und Verwaltungsbehörden darüber: den oder einstweiligen Ruhestand bereits begründete Anspruch auf Ruhegehalt ober Wartegeld fällt mit der Verheiratung derselben weg; in besonderen Fällen kann das zuständige Ministerium den Ruhegehalt oder das Wartegeld ganz oder teilweise fortgewähren; den Kindern und sonstigen Hinterbliebenen einer Beamtin steht kein Anspruch auf Auszahlung von Sterbegehalt und Waisengeld zu; hat eine Beamtin eheliche Nachkommen, Eltern oder Geschwister oder Geschwisterkinder, deren Ernährer sie war und die in häuslicher Gemeinschaft mit ihr gelebt haben, in Bedürftigkeit hinterlassen, oder reicht der Nachlaß zur Deckung der Kosten der letzten Krankheit und der Beerdigung nicht aus, so kann das zuständige Mini- sterium den Gehall oder Ruhegehalt für drei Monate vom Sterbetage an weiter bewilligen; unter den 'fetzungen kann ehelichen Nachkommen das gesetzliche Waisengeld zugebilligt werden; an wen der über den Sterbetag hinaus ge- wäbrte Gehalt oder Ruhegehalt oder das Waisengeld in dem einen oder anderen Falle zu verabfolgen ist, bestimmt ebenfalls das zuständige Ministerium; die Bezüge können nicht abgetreten werden. Art. 22. Auf Beamtinnen findet das gegenwärtige Gesetz mit folgenden Einschränkungen Anwendung: Beamtinnen können nach ihrer Verheiratung durch Entschließung des vorgesetzten Ministeriums ohne Anspruch auf Ruhegehalt aus dem Dienst entlassen werden, wenn sich die Weiterversehung des Dienstes mit dem durch die Verheiratung eingegangenen Familienverhältnis nach dem Ermessen des zuständigen Ministeriums nicht verträgt; der durch den Uebertritt einer Beamtin in den dauern- Ober-Rechnungskammer, der Richter, der im hessisch-preußischen Eisenbahngemeinschafts- dienst angestellten hessischen Beamten, der Offiziere und Angehörigen des Gendarmerie, korps, der 9Lotare und Gerichtsvollzieher, Man schreibt uns aus Berlin, 6. Juli: Gleich nach Bekanntwerden der ersten bedenklichen Meldungen über das Befinden des Papstes sind dem Vernehmen nach die führenden Männer der Zentrumspartei in Erörterungen eingetreten über die Frage der Entsendung einer Deputation zur Teilnahme an den BestattungS- feierlichkeiten. Wahrscheinlich werden in erster Linie die eine päpstliche Würde („Geheimkämmerer" usw.) bekleidenden Herren, wie Graf Ballestrem, Prinz Arenberg, Irhr. v. Hertling, Graf Hompesch, Dr. Schädler, Dr. P a r s ch, die zum Teil erst vor kurzem in Rom wellten, in Betracht kommen. Auch der hervorragendste parlamentarische Führer des Zentrums, Dr. Spahn, sowie der Kölner Rechtsanwall Dr. Bachem und der bayerische Priester Dr. Pichler werden genannt. Ohne Zweifel wird auch der kaiserliche Hof dem Papst die letzte Ehre erweisen, und zwar alaubt man in Zentrumskreisen, daß Kaiser Wilhelm den Kronprinzen nach Rom entsenden wird, in dessen Begleitung sich der Reichskanzler Graf Bülow befinden dürfte. Beide Herren sind vor wenigen Wochen noch von Leo XIIL mit freundlichen Worten bedacht worden. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge gab der Kaiser alsbald nach dem Eintreffen der ersten Nachrichten in einer Depesche an den Vatikan seiner lebhaften Teil- nah me Ausdruck. Als der Kardinalsenior des letzten Konllaves den Namen Leo XIII. als des neuen Papstes verkündet hatte, rief Luigi Ferri aus: „Das Ergebnis seiner Herrschaft wird darin besteben, den geistigen Aufschwung Italiens zu lähmen". Während des Tedeums in der Sixtina, das der „Adoration" des neuen Papstes folgte, befragte ein Prälat den späteren Kardinal Newman um feine Meinung. „Ich sehe", erwiderte dieser, „in den Nachfolger Pius IX. eine Tiefe des Gedenkens, eine Zarthell des Herzens, eine gewinnende Einfachhell und eine dem Namen Leo (der Lowe) entsprechende Kraft, daß ich nicht beklagen kann, daß Pius nicht mehr ist." Die Geschichte hat Newman gegen gern Recht gegeben. Leos persönliche Charaktereigenschaften stärkten den Einfluß der Kirche auf Volk und Fürsten. Durch sie ward er des Neokatholizismus und des Amerikanismus Herr, beendete er den Kulturkampf, bahnte er in Rußland und in Asien dem romanischen Katholizismus die Wege, versöhnte er Spanien mit Deutschland, brach er in Oesterreich den „Josephinismus". Seine Unterstützung der Königin Viktoria in der irischen Frage brachte die Wiederanknüpfung der diplomatischen, jell Jahrhunderten ruhenden Beziehungen mit Großbritannien durch die Entsendung von Spezialgesandten in Fluß. Von Gladstone's England ging der Ruf vom „Liberalismus des Papstes" aus, seitdem er in der Bulle an Schottlands und Englands „Siete Schollen, die nicht Bischöse den Ausspruch getan: „Siele Schollen, die nicht im Glauben mit uns übereinstimmen, lieben einfache den Namen Christi und geben sich Mühe, seine Lehre zu sichern, sein helligstes Beispiel nachzuahmen". Die „Tieft des Gedankens" schien bei Leo XIII. ganz sozial gewendet. Sie diktterte chm den Brief an „die chr i st lich e D em o kr a- tic Italiens" und verschaffte chm im einstigen weltlichen Herrschaftsbereiche Pius IX. den Namen eines „Papstes des arbeitenden Mannes". Diese Daten genügen, um zu erklären, warum gerade moderne Fürsten dem Papste eine besondere Achtung entgegenbringen. Leo XIIL hat allein seine Bullen und Ansprachen versaßt. Die Polllik der ftiedlichen Ausbreitung des Glaubens und des diplomatischen Zulvartens ist seine persönliche Politik. Für diese Polllik ist schwer ein Nachfolger zu finden. Ein ,Msonnpapst" würde den Vatllan in eine mr- aeheure Krisis stürzen, nachdem es nur dem „Liberalismus" Leos gelungen, in Spanien die Krisis zu vertagen, und in Frankreich die Kündigung des Konkordats vom Ausfall des Konllaves abhängt. Wenn am elften Tage nach dem Tode des gegenwärtigen Papstes die Kardinäle eingemauert sind, werden sie entscheiden müssen, ob Eiferer vom Schlage Pius IX. das Lebenswerk Leos in Frage stellen, oder Männer von dem weltwellen Horizont Agliardis, den Stuhl Petri besteigen. Gegen einen Eiferer werden Frankreich, Oesterreich und Spanien durch das einzig geöffnete Fenster des Sitzungssaales, die Sprechöffnung für die Gesandten, einmütigen Protest erbeben. Am Tage der Wahl holte XIH . incognito feine Papiere aus der jenseits der Tiber gelegenen Wohnung, Von da an blieb er der „Gefangene des Vallkans". Jeder Nachfolger wlld „ultramontan" sein. Agliardi, der als Nuntius in Mnchen die Beziehungen zwischen dem heiligen Stuhl und Berlin befestigte, und vom Kaiser bei fernem Rombesuch ausgezeichnet wurde, ist es wohl nur in der Form weniger als Ra m pol la, der 1883 von Wilhelm I. mit dem Schwarzen Adlerorden ausgezeichnet wurde und heute als Franzosenfreund güt, obwohl gerade er dem Nr. 156 Srfchetnt täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesflschen Landwirt die Eichener Kamtiien- blätter Diermal in der Woche beigetegL Rotationsdruck u. Verlag der Brü h l'schen Untvers.-Buch-u.Stem- d rucke rct (Pietsch Erden) HiedakNon. fcptbitten und Druckerei: Schrrlstraße 7. Adresse für Depeschenr «u-eiger Gieße«. ^rniprkchanichluß Nr. 6L Die zähe Natur Leos XIII. hat chn bisher der schweres Erkrankung noch Widerstand leisten lassen. Wenngleich nach^ dem Urteil der Aerzte auf eine Genesung durchaus nichtt mehr zu rechnen ist, wehrt sich der greife, von Haus aus gesunde Körper mit Macht gegen den Tod, und der Geist blieb bisher von wunderbarer Klarheit. Gestern in spaten Abendstunden traf auf unserer Redaktion folgendes Telegramm ein, das wir durch Aushang bekannt gaben: Rom, 6. Juli. Bulletin. Deulliche Anzeichen allgemeiner Kräfteabnahme machen sich bemerkbar. Die Atmung ist häufiger und oberflächlich Der Puls ist llein und zuweilen nicht fühlbar. Die Temperatur ist andauernd unter normal. Die geistigen Kräfte sind ungetrübt. Dr. Lapponi, Dr. Mazzoni. Andere Meldungen vom Verlauft des geftrtg-en Tages: besagen: Nachdem der Papg die Sterbefatramente empfangen hatte, plauderte er mit Kardinal Maechi und sagte: „Nun bin ich auf das Ende gefaßt; ich weiß nicht, ob alles, was ich getan habe, gut gewesen ist, aber sicherlich habe ich stets meinem Gewissen und unserem Glauben gehorcht." Die wichttgsten einlaufenden Telv- gramme werden dem Papst zur Kenntnis gebracht. Wie „Capitale" meldet, trafen im Vatikan über 500 Depeschen ein, darunter von den Königen von England und Portugal und dem Präsidenten Roosevelt. Der Papst nahm willig einige Anregungsmittel. Nach der ,^ribuna" verbrachte Leo seine Zell abwechselnd im Bett und Lehnstuhl. Wenn er auf ist, so lautet die Meldung toeiter, trägt er ein weißes Gewand; ep M sehr nervös. Eine Persönlichkeit, die den Papst gesehen hat, hebt die unbeugsame Energie desselben hervor; seine Sttmmy sei noch llar und kräftig. „Ich weiß", sagte der Papst, ,chaß ich dem Ende nahe bin, aber ich will aufrecht sterben". Unter solchen Worten gehr der Papst am Arme seines Neffen, des Grafen Pecci oder ganz ohne Hüfe auf und ab. nungsstrasen; bleiben bei der Beurteilung der vor dem Gericht geltend gemachten vermögens rechtlich en Ansprüche maßgebend. Art. 21. Die auf dem bestehenden Rechte beruhenden Sonderbestimmungen in Ansehung der Dienstverhältnisse: des Präsidenten und der Kollegialmllglieder der jährlich Mk. 2.20; durch Abhole' u. Zweigstellen monatlich 65 Pj.; durch die Post Mk.2.— ötertel- lährl. ausjchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen in die TageSnumrner o iö vormittags 10 Uhr, ZeUenpreiS: lokal 12 Pf» auSwärt» 20 Pig. Verantwortlich tür den poltt and allgern. Dell. P. ©Httoi für »Stadt und und .GerrchtSjaat*. August Götz, füx den An* zeigenteil! Hans Beck. Aus Darmstadt wird berichtet: Die Darmstädter Künstlerkolonie bereitet eine neue Ausstellung für Architektur und Innendekoration vor. Es besteht die Absicht, auf der Mathlldenhohe in der Nähe der Künstlerkolonie eine Gruppe von Häusern zu errichten, die in chrer baulichen Ausführung und inneren Einrichtung Muster moderner Wohnungen für Bürgerund Beamten familien darstellen sollen. Die von Professor Olbrich entworfenen Pläne haben die Zustimmung S. K. H. des Großherzogs gesunden, der für das Unternehmen eine bedeutende Summe zur Verfügung gestellt hat. Man hofft, die Ausstellung nächsten Sommer eröffnen zu können. — Unsere Künstlerkolonie hat wieder einen Erfolg errungen. Bei der Konkurrenz für den großen Zentralbahnhof in Basel ist das Projekt des Professors Olbrich mit einem Preise 'bon 3000 Mk. ausgezeichnet woroen. Die Ehe Ludwig Fuldas. Vor einigen Tagen ist in Berlin die Nachricht in die Öffentlichkeit gedrungen, daß der drancatische Schriftsteller Dr. Ludwig Fulda sich von feiner Gattin Ida, einer geborenen Wienerin, scheiden lassen werde. Aus Serlin erhält nun das „N. Wiener Tageblatt" folgende Mitteilung: Da die Fuldasche Scheidungs- affäre trotz des Wunsches uitb Bestrebens, sie diskret zu hallen, in die Oeffelltlichkeit gedrungen ist, so sei, um falschen Gerüchten vorzu beugen, solgerldes mitgeteilt: Ludwig Fulda weilt bereits sell einigen Monaten bei seiner in Frankfurt hochangejehenen Familll', die ihn mit stiller Zärtlichkeit umgibt. Der Wunsch nach Scheidung beruht auf psychologischen Motiven, die das Zusammenleben des Ehepaares erschwerten. Selbst das leiseste mr- moralische Motiv ist bei beiden Parteien ausgeschlossen. 1 Trotz der Schwierigkeiten, die das neue bürgerliche Gesetzbuch gerade den Ehescheidungen bereitet, ist der Fuldasche Eheschssidungstermin infolge eines Memorandums, .in dem Fulda dem Gerichte in objektiver Weise die Alotive klarlegte, noch für diesen Monat angesetzt worden. Fulda erledigt die Affäre in absolut vornehmer, seiner würdiger Weise. Frau Fulda, eine der reizvollsten Erscheinungen der Berliner Gesellschaft, war als Ida Theumer Mllglied des Deutschen Theaters. Ueber die Tätigkeit der Frankfurter Oper während der soeben beendeten Spielzeit gibt die folgende Aufstellung Bericht: Es sanden von: 3. August 1902 bis einschließlich 4. Juli 1903 insgesamt 283 Llbend-, 43 Nachmittagsvorstellungen und 6 Konzerte statt. B-ei ermäßigten Preisen wurde im ganzen 49mal gespielt. Zur Aufführung gelangten 61 verschiredeue Opern (inkl. 9 Operetten), 2 dramatische Märchen und 4 Balletts. Mozart erschien mit 3 Werken lOinal, Wagner mit 9 Werken 42mal, Verdi mit 4 Werken 19mal usw. Zum crftenmale wurden folgende musikalisch dramatische Werke gegeben: Die Bierbaum-Klee- seldtsche Neubearbeitung Oou Donizettis „Don Pasquale" (Uraufführung), „Samson unb Dalila" von C. Saint-SasnS, „Eugen Onegin" von P. Tschaikolvsky, „Dornröschen" von IE Humperdinck (Uraufführung), „Die Zlvillütge" von K. Weis (Uraufführung), „Frau Holle" von A. Wendel-Mar- I burg, Musik von C. Spangenberg, „Götz von Berlichingen" der mit den Rechten der Volks schüllehrer an gestellten Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen Anstalten werden durch das gegenwärtige Gesetz, soweit dieses nicht ein anderes bestimmt, nicht berührt. 6. 8. AoMische Lagesschau. Eine reichsoffiziose Stimme über die Wahlresultate. <£Uiü ^iüül und Kand. Gießen, 7. Juli 1903. Vermischtes. * Berlin, 6. Juli. In der Sonntagsnacht gerieten in dem Bororte Britz der Barbiergehilfe Bogel und der Arbeiter Hoffmann in einem Schanklokal mit dem Glaser- gehilsen Kvrolcwski in Streit, wobei letzterer sich eures Messers bediente. Hoffmann wurde am Arm verletzt, Bogel erhielt Stiche in die Brust und Gurgel, woran er am folgenden Morgen starb. Der Täter wurde verhaftet. * New York, 5. Juli. Das neue amerikanische Telegraphenkabel durch den Stillen Ozean, das die Bereinigten Staaten über Honolulu und Guan mit den Philippinen verbindet, wurde heute eröffnet. Der Präsident der Kabelgeselljchast, Mackay, der sich gleich Roosevelt in Oysterbay im Staate Newyork befindet, sandte ein Telegramm um die Welt an die Adresse des Präsidenten, das diesen nach zehn Minuten erreichte. * Pittsbürg, 6. Juli. Der See bei Oaksord, einem Beranügungsorte in der Nähe von hier, trat infolge eines Regen sturmes über die Ufer, durchbrach den Tamm und strömte das Tal hinunter. Etwa 50 Menschen sollen ertrunken sein. Es ist ein großer Schaden an Grundeigentum angerichtet worden. Die nächstgelegenen Städte sind überschwemmt, die Pennsylvaniaeisenbahn ist unterwaschen. ___ Sport. — Der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin estattete dem deutschen A u t o m o b r l-K l u b, das Gordon- > e n n e t - R e n n e n 1904 in seinem Lande a b z u h a l t e n. (Hessen) zw. Darmstadt u.-Heidelbg. Hotel z. Krone. Pens. 2l!lu0ll(y v. Mk. 3.50 ab. Prospekt u. Führer gratis. G. Diefenbach. in der Diätenlosigkeit wenigstens für einen Teil M Reichstages, namentlich für die Süddeutschen, eine der llrsarlsen des Absentismus zu erblicken sei. Freilich fordert das konservative Blatt Kompensationen in Form von Aender- un gen des Wahlgesetzes, und zwar ohne A.ende r u n g der versafsungsm äßig en G r u nd l a g e d e s R e i ch s t a g S w a h l r e ch t s und voller Aufrechterhaltung des allgemeinen, gleichen und geheimen Stimmrechts. Nach dem Vorgänge Bayerns sei z. B. eine bestimmte Zeit deS Aufenthalts für die Ausnahmesährgkert in die Wahllisten vorzuschreiben. Ferner tritt die „Poft" für die Einrichtung einer ständige^ Wählerliste nach englischem Muster ein. Die „Post" fordert die Regierung aus, ihrerseits eine derartige Gesetzesvorlage einzubringen, da man aits der Initiative des Reichstages selbst heraus zu einer solchen niemals gelangen könne. Frankfurt a. M. W o rm s, 4. Juli. Die Stadtverordnetenversammlung wählte an Stelle des nach, Nauheim berufenen Dr. Kayser Herrn Dr. Wcv e rs aus Itzehoe zum ersten Bei geordnete ii. Aus dem Biebertal, 5. Juli. An die Burg Betz- berg knüpft sich die Sage von Jungferraub durch Ritter Holzappel vom Vetzberg, welche für weitere Kreise von Interesse sein dürste. Auf der Burg zu Dillenburg wohnte vor mehr als vierhundert Jahren Graf Johann IV. von Nassau-Dillenburg. Er hatte ein liebreizendes Töchterlein, zu dem Ritter Holzappel von Vetzberg in heißer Liebe entbrannte. Vergebens bestürmte der Vetzberger den Grafen mit Bitten, das Edelfräulein auf seine Burg heimsühren zu dürfen. Nicht vermochten die Tränen der Jungfrau und das Geständnis der Gegenliebe zu dem Edelmanne auf I der Burg am Lahntal daS Herz des Alten zu rühren, der sein Töchterlein für einen Grasen, aber nicht für einen wenig begüterten Edelmann bestimmt hatte. Da gute Worte nichts halsen, so suchte Holzappel von Vetzberg mit Ge- lvalt sich den Besitz des Edelsräuleins zu erzwingen. Er sammelte seine Mannen, und im raschen Trabe ging's über die Höhe des Dünsbergs ins Dilltal. Durch List gelang es ihm, die Jungsrau von der Burg zu entsühcen, und heim- lvärts ging's bergauf, bergab nut der kostbaren Beute. Doch kaum war das Edeiftaulein entsührt, als der alte Gral die Freveltat erfährt. Mit seinen Getreuen fliegt er im Sturme davon, bietet unterwegs das Volk in den Dörfern auf, um dem Räuber nachzujagen. Am Fuße des Vetz- berges werden die Flüchtlinge eingeholt. Es entspinnt sich ein heißer Kampf. Trotz tapferer Wehr und trotz der heißen Gebete, die die Jungfrau für den geliebten Mann und das Glück seiner Waffen zum Himmel sendet, muß die kleine Schar der Vetzberger der Macht der Dillenburger erliegen. Tie Jungfrau wird znrückgejührt wid muß hinter düsteren Klostermauern ihr kühnes Wagnis sühnen. Lrüstdeut c£oul)d in ßugland. Der französische Präsident Loubct hcu am Dion tag vor- mittag seine Reise nach England angetreten. In seiner Begleitung befindet sich der Minister des Aeußeren Del- casss. In der französischen Hafenstadt Boulogne wurde er von den Behörden begrüßt und gab in seiner Antwort der tzofsnung Ausdruck, daß seine Reise ebenso wie die früheren von gutem Ersolge für die Wahrung des Weltfriedens begleitet sein nwge und die Befestigung der Freundschaftsbande, die bereits zwischen Frankreich und dem großen Nachbarn beständen, ivwie für Erweiterung der Handels- und industriellen Beziehungen, an welchen alle Franzosen lebhaften Anteil nehmen müßten, denen die Groge Frankreichs und der Republik am Herzen liege. Dann be- aab er sich, von der Menge lebhaft begrüßt, an Bord de» Kreuzers „Guichen", der gegen 12 Uhr nach Dover m See ging. In diesem englischen Hafen lcuidete er um 1% Uhr. 2lls das französische Gejchwader in Sicht kam, danipften ihm englische Torpedobootzerstörer entgegen und feuerten einen Salut von 21 Schufjen, während die Mannschaften aufgeentert waren. Die Höhen, auf denen die Stadl liegt, waren mit Zuschauern besetzt. In Erwiderung auf die Begrüßungsansprache des Aiuyors iBür- aermeisters) von Dover führte Loubet aus, er komme im Namen Frankreichs auf die liebenswürdige Einladung des Königs und bringe dem großen Nachbarvolke einen öffentlichen Freundschaftsbeweis, England uiid Fr-ankreich hätten nicht allein Inter essen gründe, um zusarnrnenzugeheu uni) einer Verständigung in gelangen : beide Länder hätten das gleiche Bepreben, üen Frieden zu erhalten. Ihr Einvernehmen nutze nicht nur ihnen selbst, sondern auch dem Fortschritte bei Zivilisation und der Wohlfahrt der Menschheit- Ju Loudon kam Loubet um llhr an und wurde vom Lönig und den Mitgliedern der königlichen Fauiitie aus dem Mchuhos empfangen, Lonbct und der Woiug fuhren alsdann mü dem Gefolge nach dem Yort-vouse. Aus dem ganzen Wege durch die geschmückten Straßen wurden he herzlichst begrüßt. Lei der Ankunft im York-House, feinem Absteigequartier, sprach Loubet dem Könige Herz- lichen Dank für den in Dover und London zuteil gewor- denen Empfang aus. Dann begaben sich Loubet und Mr» nifter Teleassö nach dem Buckingham-Palast, um dem König ehren Besuch abzustatten. Tie vor dem Palast angesammelte Volksmenge begrüßte sie lebhaft. Gutsbesitzer Müller sein fünfundzwanzig, jähriges Jubiläum als Besitzer des Gutes und gab deshalb seinen sämilichen Arbeitern em großes Fest- essen. Der Gesangverein Leihgestern brachte ihm nach, mittags ein Ständchen. Arbeiter, welche schon zehn Jahre auf dem Oute tätig sind, wurden mit Geldgeschenteii bedacht. Bad-Nauheim, 4. Juli. Folgeiide Unterhaltungen werden in dieser Woche stattjinden: Mittw oche nachmittags und abends, Konzert der Kurkapelle. Abends „Seine Kaminerjungfer". — Donnerstag, Nachmittags und abends, Konzert der Kurkapelle mit Einlagen des Tyroler Ensembles Alpenblume. Abends Tanz. — F r e . - tag, nachmittags und abends Konzert der Kurkapelle. Abends unter Mitwirkung der Kürkapelle: „Die Fledermaus". — Samstag, nachmittags und abends Konzert der Kurkapelle. Abends „Die Madonna". Hierauf Vor- Krüge. Znm Schluß: „Monna Vanna". — Sonntag Konzert der Kapelle des 9. Württemb. Jnf.-Regts. Nr. 127 aus Ulm. Abends Symphoniekonzert der Kurkapelle unter Mitwirkung der Konzertsängerin Theo Drill-Oridge au3 ♦♦ Personalien. DaS Ehrenzeichen für Mitglieder ' freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen dem Mitglied der t freiwilligen Feuerwehr zu Lollar Jakob Läufer, den Mit-1, gliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Heuchelheim: Karl , Steinmüller 1., Jatöb Kreiling VI., Phil. Germer III., Wilhelm Hofmann II., Philipp Rinn XV., Wilhelm Ruppert und Georg Volkmann. *♦ Tagesordnung für die Sitzung der Stadtver ordneten-Versammlung Donnerstag, den 9. Juli 1903, nachmittags 4 Uhr. 1. Vergebung von Arbeiten uno Lieferungen für die ^relbauten. 2 Vergebung von Unterhaltungsarbeiten in der städtisck)en Kaserne. 3. Nenchaussierung der Hammstraße von der Unterführung an der Westanlage bis zur Wieseckbrucke; hier: Vergebung der Pftasterarbeiten. 4. Baugesuche der Baugenofjensck>aft des evangelischen Arbeitervereins für den Wetztarerweg; hier: Fluchtlinienplan. 5. Fluchtlinienplan für die Neuen Baue. 6. Verbreiterung der Niarburger-1 praße: hier: Gelaiideerwerb. 7. Gefuch des Konrad Rüb-i [amen um Ueberlasjung eines Teiles des Schweinemarltes zum Lagern von Kies. 8. Ansckftuß des neuen Friedhofs, iowie des Arinen- und Hochbauaniteö an die Fernsprech- leituiia 9. Preis der elektrischen Energie für den Staat. 10. Herstellung eines Schutzgeländers am Schwungrad der 300pferdigen Maschine im Elektrizitätswerk. 11. Verlänger--1 ung der Gasleitung in der Rodheünerstraße. 12. Verlängerung der Gas- uiid Wasserleitung in der Landmannstraße. 13. Beleuchtung des Platzes hüiter der Johanneskirche. 14. Vergütung der Schutzmannschaft für die Perjonenitands- üuhialjuie. 15. Ferien der Stadtverordnetenversammlung. 16. Gesuch des Friedrich Kopp dahier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetciev im Hause Bismarckstraße 30. 17. Gesuch des Philipp Hoftuann dahier tun Erlaubnis zum Flaschen- bierausjchank im Hause (Scheuer) Wetzsteüigajse 14. *♦ Schlachtviehversicherung. Das Ministerium hat soeben sämtlichen beteiligten Berujsgruppen den kürzlich fertiggestellten Enllvurs eines Schlachtviehversrchermigs- aefetzes für das Großherzogtum Aur gutachtlichen Aeußerung unterbreitet. Der Landtag soll sich bereits im Herbst dieses Jahres mit der Beratung des Enllvurses besajsem ♦* Der Fernsprechverkehr zwischen Gießen und Hannover nebst den össentlichen Spcechstellen Bornum lHannover), Haiuivver-Lmden, Ricklingen mid Waldhausen lBez. Hannover) ist zugelafsen worden, jedoch mit Aus- ichluß der Zeiten von 9—12 vornu und 3—7 nachm. an Werktagen. Die Gesprächsgebühr beträgt 1 Mk. (I) Wetzlar, 6. Juli. DaS Wett-Turnen beim 30. Gauturnfest am Sonntag und Montag war von dem prächtigsten Wetter begünstigt und nahm einen echt turnerischen Verlaus. Nachstehend bringen wir die Sieger zur Kenntnis: Musterriegen am Sonntag: 1. Preis T.-V. Gießen 1 35,53 Punkte, 2. T.-V. Butzbach 35,08, 3. T.-V. Lich 34,65, f 4. T.-V. Marburg 34,33, 5. T.-V. Friedberg 33,16, n : <£,93. Wetzlar 32,50, 7. T.-V. Großen-Linden 32,03, I £,93* Launsbach 31,95, 9. T.-V. Bad Nauheim 31,70, 10.1 £,93* Wetzlar 31,49, 11. T.-V. Gießen 31,11, 12. T.-V. Langgöns 30,90, 13. T.-V. Wetzlar (Damennege) 30,41, 14. T.-V. Alsfeld 30,04, 15. T.-V. Krofdorf 29,33, 16. Männ'er-T.-V. Gießen 29,28, 17. T.-V. Alsfeld 28,90, 18. T.-V. Grünberg 28,15, 19. T.-V. Ober-Mörlen 27,42, 20. £-93. Klein-Lmden 27,32, 21. T.-V. Grünberg 26,83, 22. u. 23. T.-V. Niederweifel 26,75 u. 26,63, 24. T.-V. Lollar 25,36.1 —' Am Montag: Oberstufe mit 15 Teilnehmern: 1 Preis K. Salzmann, T.-V. Bad-Nauheim, 57% Punkten, 2 Anton Berghof, T.-V. Gießen, 55%, und I. Lippert, T.-V. Butzbach, 55, 3. K. Schmidt, T.-V. Gießen, 55, 4* Ludwig Bepler, T.-V. Gießen. 53%, 6. I. Hof, T.-V. ! Gießen, 51%, 6. K. Rees, T.-V. Butzbach, 51%, 7. Ehr. Rösing, T.-V. Marburg, 50%. — Unterstufe mit 120 Teilnehmern: 1. Preis Robert Köhler, T.-V. Wetzlar, 64% Punkten, 2. Hans Krämer, T.-V. Butzbach, 63, 3. Georg Fischer, T.-V. Marburg, 62, 4. Albert Münch, T ,93. Wetzlar, 614 6, 5. Philipp Hörr, T.-V. Launsbach, 60, 6.' Gustav Vomhos, T.-V. Biedenkopf, 59%, 7. Friedrich Jung, T.-V. Klein-Linden, 59%, 8. Max Günther, T.-V. Lollar, 58%, 9. Ludwig Dechert, T.-V. Gießen, 57%, 10. L. Schmalz, T.-V. Gießen, 57%, 10. Friedr. Schmidt, T.-V. Marburg, 67%, 11. Jak. Otto, T.-V. Wetzlar, 57% 12. Karl Bender, T.-V. Krofdorf, und Karl Dickhaut, T.-V. Alsfeld, je 572 6, 13. Emil Röhrig, T.-V. Wetzlar, 57 % 14. Heinrich Hamel, T.-V. Gießen, 57, 16. Richard Osterburg, T.-V. Friedberg, und Georg Bücking, T.-V. Alsfeld, je 56%, 16. Karl Hyroniemus, T.-V. Friedberg, 66%, 17. Karl Wenzel, T.-V. Gießen, 56, 18. Karl Gries, T.-V. I Bad-Nauheim, 662 6, 19. Karl Möller, T.-V. Lauterbach, 551/ 20. Johannes Rößner, T.-V. Marburg, und Franz Riegel, T.-V. Wetzlar, je 64%, 21. Heinrich Sommer, T.-V. Ufingen, 54%, 22. August Nicolai, T.-V. Ufingen, 53%,! 23. H. Wagner I., T.-V. Großen-Linden, 53%, 24. Fnedr. 1 Agbler T.-V. Lauterbach, 53%, 26. Ernst Koch, T.-V. Alsfeld, Emil Schulz, 2>V. Wetzlar, und Heinrich Weber, T.-V. Klein-Linden, je 53, 26. Karl Burgmann, T.-V. Wetzlar, und Louis Löwe, T.-V. Marburg, 62%, 27. Wilh. Reeh, T -V Krofdorf, 52%, 28. Karl Wack, T.-V. Bad-Nauhemi, Karl Schneider, T^V. Wetzlar, und Georg Gonder, T.-V. Wetzlar, je 61%, 29. Heinrich Rutz, T.-V. Kirchhain, 51%, 30. Georg Häuser, TD-V. Butzbach, 61, 31. Albert Völzing, T.-V. Nidda, 60%, 32. Max Höpsncr, T.-V. Gießen,^ 60%, 33. Heinrich Schnepp, T.-V. Krofdorf, 50%, 34. Heinrich Schneider, T.-V. Wetzlar, 50 Punkte. (t) Neuhof b. Leihgestarn, 6. Juki. Heute feierte der Der Ptipft plauderte mit feinem Neffen. Wiederholt erklärte er, er werde ruhig scheiden im Bewußtsein, seine Pflicht für daS Wohlergehen der Kirche getan zu haben. Die Aerzte gaben saft alle Hoffnun g. au s, daß der P^ipst die fdyiuere Krisis überstehen könne. Die Nahr- ungSausnabrne ist völlig ungeiiügend. Die Herztätigkeit, die auSzusefien droht, ist nur durch Reizmittel aufrecht zu erhalten. Der Zustand der Lunge ist uiiveräiidert. Am Sonntag diktierte der Papst dem Sekretär Angell einige lateinische Verse und bat diesen, sie sofort in die Druckerei des Vatikans zu fdjacfci^ well er den Korrektur ab zu g sehen wolle. Der Vapst äußerte, cs wären die lebten Verse seines Lebens und er wolle sie vor seinem Tode veröffentlicheii. Diese Verse atmen tiefe Melanck-vlie und enthalten unter Anrufnng des Erlösers mit) der heiligen Jungfrau den Abschied von allen Christen. c. D^m Vernehmen nach verließ Kardmalkammerer Oreglla gestern seine Wohnung, um in den Vatikan über* zujiedeln. Der Kardinal hatte eine längere Besprechung mit seinen Sekretären. (St gibt Anordnungen über alle Papiere, die er in den Vatikan mihummt. Im F-ulle, dap ein Konllave Zusammentritt, wird Oreglia durch den Vize- kämrnerer Pasjerini unterstützt. DaS für daS Konklave zu deft>lgende Zeremoniell geht den Kardinalen nicht gedruut zu, sondern wird vom Zeremonienmeister geschrieben aul der Grundlage deS alten Z^emoniells, wenn iiidjt Leo XIII. über das Konklave eine Bulle verfaßt hat, von der er|t nach seinem Tode Kenntnis genommen werden darf. GerichlC'snal. Q Gießen, 4. Juli. Strafkammer. Mit einer faubereu Musterkarte von llebellätern hatte sich unsere Strafkammer m ihrer letzten Sitzung zu befassen. Ein Landstreicher war uberluhrt worden, in Rebgeshaili aus dem Schulhause einen Ehorrock nebst dazu gehörigem Barett gestohlen zu haben, den er, da er mit den Gegenständen doch nichts beginnen konnte, auf dem -liege naa) Ulrichstein fein säuberlich im Ehausseegraben, lvorm er genächtigt, hatte liegen lassem Der Mann ist hausig wegen Diebstahls Bettelns und Landstreicherei vorbestraft, weshalb der Staatsanwalt 1 Jahr Zuchthaus beantragte. Der Gerichtshof erkannte auf 5 Monate Gefängnis. - Ein 56 Jahre altes Männchen, seines 1 Zeichens Schirmflicker, war in der Gegend bei Herbstem bettelnd anaetroffen worden und hat außerdem bei einem Wirt etne Zeche von 16 W vergessen zu bezahlen. Der Angeklagte welcher wegen Zechprellerei und Bettelns schon mehrfach bestraft ist, war halb und halb geständig. Tas Urteil gegen ihn lautet auf 3 Monate Gefängnis und 2 Wochen Haft. — Em unverbeslerlicher Zechpreller ist em Knecht, der einer guten Familie in Wald* ainncs entstammt. Er ist schon vielfach vorbestraft und hat bereits ein Jahr im Zuchthaus verbracht. Neuerdings hat er in Oppers- yoseu einen Wirt lucgcn einer Zechschuld von 77 Psg. ^eingelegt. Allerdings war er so anftänbig, beim Fortgehen aus der Wirtschast der Wirtin zuzurufen, daß et kein Geld habe und am anderen -lag (der aber nicht kam) die Schuld begleichen wolle. Das Gericht erkannte auf 4 Monate Gefängnis. . Mainz, 4. Juli. In dem Prozeß gegen die 19 Emwohnet von Gaubickelheim wegen der Vorgänge bei der Grabred e des freireligiösen Predigers wahrend der Beerdigung eines Einwohners von Gaubickelheim eUaimte das Gericht bei vier Angeklagten aus Freisprechung, die anderen wurden des Unfuges aus § 166 schuldig befunden, dagegen von der Anklage, eine gottesdienstliche Handlung gestört zu haben, fieigesprochen. I Im Einzelnen wurden die Angeklagten von 3'/r -lonat bis zu 13 Tagen Gefängnis verurteilt. Ausschlaggebend war die l>e- I leiligung der einzelnen Angeklagten an den i.umultszelien aus uetn Friedhöfe sowie ihre Vorstrafen. Köln, 4. Juli. Der 38jahtige Gattenniorder Ma^ Breuer, welcher vor etlichen Mo,laten seine 26jahr,ge Frau aus , bestialische Weise ermordete, ist nach dreilagiger ^chwuigetichls- I Verhandlung zu 16 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehroerlust ' üerurteilt worden. Der Staatsanwalt hatte die -lodesstrate be-- ' antragt. . In einem ,Mutbllck" überschriebenen Leitarllkel be- . klagt die „Nordd. Allg. Ztg." die Spaltung und Un-L einigleit der bürger lichen Parteien, die fid)1 L bei den Stichwahlen nicht zum einmütigen Vorgehen geg .mnn: eine wirksame Unterstützung tn dem Um stände daß 2 2 «ft «ft rs » 2 >b CO o o 3 ö -3 •>Q CD g 3 35 2 2 3 G «ft Lo ■** e G ^2. 3 o C4 2 G iS G v dO .2 U E) w p .+_> -r- 3 «ft G o I ei >b cu «ft ' <3 O — ^5 s o da .2 U S o o 3 vQ 3 Qc< . 2 L) T p c o da Cl> j_J §w G J*_ Je o >— g X> da • oö9 - p c T G 'T cx> v—' ** gS> C9 "r. U . o G 2 dD . QÖ? e® o - p C D c‘da . 3 CO G o >b 05 — 3 Ä 2 G ■'S«* CO P 2 -3 3 iQ «ft To CO* H 3 2 3 ö> ZZ G CD CDU— . 2 2 stf? vo g S s C -2 CQ o 3 C‘ C" 2 Sa _2 -W -2 35 -g Ä «ft 3 _t_ ro G «ft g jO 3 e. S 3 -O 3 G G ‘s’S' - ^Z.K 50 2- T x> 3 _2 S « ä ,a ES iS S' S .«> G -Q S 5 3 "3 35 «D g 2 ? 2 o g «r> «r» tr? «ft CO Ö? «ft CO o 05 C «ft vo SÄ' -3 vO Q □ u sO 3 G CD G >b .2 2 § ö o «ft L) Ct »ra .2 p T 3 o da s -+-» da 2-3 3 «ft TL 2 2 c- T «M* v B«»» «ft <*> « 3 1 g 2 35 VC «ft * >o 2 »ft - VO T? __ c SS ® tto» P Ä'ÖS P# '— ‘gös *2 ST. »LK - o p p t.® «ft 2 jQ •Q — S) *4= '**' «r .E d> ,, c U 2 *3 © S’® Z 3 CD _ r* 3 ’S' o ' Ä X> 3 e_> 3 O -2 6^'S.N -3 35 Ke-? ±J »- o 3 " .-y x> da 3 C 35 "7- 3 ^8 3 »ft 3 3 3 3 35‘S da,-2 jo "— *3 «ft 2 ?* 3 -'S W -Z e 3 c~ 3 3 2 » » E CO 3 JC O A .2 CO 2 *3 o 3LL T3 ■** s t» UD «ft TS Z pM LS •— «ft 4—» • 3 rr 5^ S Ch e g q S ö S 35 3 3^3 TT a> E O tX ° 35 •Ö 35 «ft *— 3 3^ i2-^_ «ft S 3 g "" 3 ■ Q -3 3 3 *S S (j) 2 3 «e 3- s a c Ä 6^ «£< tu 3 3 Q*° 3 vd 5^) 3 «ft o dD^^S- O >S^VD -*G *—* • V E 1, — — r— <*- a ** — o i» 3 G Li ° o e c = «-> g? ä S-s Mretzbuch öes Krcijes Gießen einschl. Stabt Meßen. Auf vielfachen Wunsch haben wir uns entschlossen, Ende dieses Jahres ein Adreßbuch des gesamten Kreises Gießen herauszugeben. Dev erste Teil wird Gieren umfassen und zwar in praktischer, übersichtlicher Anordnung. Der zweite Teil enthält alle übrigen Orte des Kreises Gießen. Auf Genauigkeit der Adressen, gute Ausstattung und deutliche Schrift Wird die größte Sorgfalt verwendet. 2 50 ■W H Preis nach dem L Oktober Mk. 3.— Nufere Zeitungsträgerinnen werden Bestellungen entgegennehmen und zu diesem Zwecke Listeu zum Einzeichnen mit sich führen. Außerdem werden Bestellungen in der Geschästsstelle des Gießener Anzeigers entgegengenommen. r ❖ 5327 Steinbach, den 4. Juli 1903. 5335 Krämer, Genoffenschastsvorsteher. 25 312 219 «3 & für Soli, 400 35 547 von 50 Psg. an. Achtungsvoll Jakob Best. 95 96 193 MAGGI Dirigent: Solisten: fi tä C9 Flascht Mk. 1.50 nur tn der Adler - Drogerie, Seltersweg 39. 733 97 77003 68 903 . 71 642 [2000] 79 410 529 49 15 704 927 63 . Chor: Orchester 401 14 32 866 72 74 66 821 94 92 98 789 • N sr 744 362 477 611 968 737 in Grünberg, Grube Stangenrod bet Lumda. Himbeersaft Zitronensaft gar. rein, empfiehlt billigst 5275 I. M. Schulhof, Kolonialwaren u. Konserven. die Hofratte mit daranstoßcnden Nebengebäuden und Lagerräumen, sowie ein Grabgarten und Aecker und Wiesen im | ersten Gemciu-ewirtshaus zn «ugerSbach zum letzten-1 male öffentllch rneislbtelend zur Versletgerung. Das Wohnhaus eignet sich infolge seiner vorzüglichen! Lage an der Staatsstraße Lauterbach-gulda und durch seine bcöeutendeu Rebenräume zu jedem Geschäftsbetrieb. Seither wurde em Kolonialwarengeschäft, verbunden mit Mühlenfabrikaten, Landesprodutten, Samen- und Eisenhandlung und eine gutgehende Wtrtschast darin betrieben. Sämtliche Gebäude sind in sehr gutem Zustande erhalten. Reflektanten belieben sich wegen Einsichtnahme der Gebäude und der näheren Bedingungen an den Unterzeichneten zu wenden. Nach Beendigung der Versteigerung erfolgt bei annehmbaren Geboten sofortiger Zuschlag. Lauterbach, den 2. Juli 1903. 5301 Wahl, Konkursverwalter. von Joseph Haydn. Chor und Orchester, comp. 1799/1800. Mitwirkende: Grossh. Univ.-Musikdirektor G. Trautmann. Frl. Tilli Hinken Konzertsängerin ans Dortmund (Sopran, Herr Otto Wolf, Gross!». Hofopern. Säuger aus Darmstadt (Tenor), Herr Adolf Müller aus Frankfurt a. M. (Lass). Der akademische Gesangverein. : Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm“ verstärkt durch auswärtige Künstler. 7 5058 68 137 80 261 74 75 82 313 21 412 569 82 86 628 86 838 908 33 76033 55 71 113 30 37 378 457 542 89 606 713 46 988 18 87 57 294 96 345 65 430 86 [300} 503 80 639 41 46 [200] 839 70 78088 45 82 141 43 57 218 (200) 84 91 99 391 407 12001 5b 701 5 871 76 79036 41 83 182 338 435 51 59 520 21 23 HStos tftopf- o. Äaarwafirr das beste der Welt. 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Juli 1903, nachm. 51/, Uhr Konzert in der Turnhalle an der Nordanlage. Hie Jahreszeiten 2) u. Speisen-liehst ern- MmÄln empfiehlt sich im An- 'Sujlluvil fertigen von Herren» und Kuaben'Garderobe sowie Reparaturen, Reinigen und Aufbügcl«. UÜdner, Neustadt 47. Mittwoch den 8. Zuti, abends 8 Mr, ftnder im Cafe «del'«reserviertes Zimmer) eine Engere Besprechung \ über die Attoyolfrage LL'L Sff2Sr£ eueren, werden dazu freundlichst eingeladen.__ 03240 Gefchafts-Uebernahine. Meiner verehrlichen hiesigen und auswärtigen Kundschaft hierdurch die ergebene Mitteilung, daß ich die von meinem verstorbenen Manne seit 1873 unter oer ^irrna Ludwig Schmitt betriebene Glaserei verbunden mit Hinrahmegeschäft 7 Aanzleiberg 7, am Brand meinem SohnesUh^verstorbenen Manne, sowie auch mir in so reichem Maße geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich, dasselbe auch auf meinen Sohn über- tragen zu wollen. Hochachtungsvoll Ludwig Schmitt Witwe. Bezugnehmend auf Obiges bringe ich zur gefälligen Kenntnisnahme, oaß ich die von meinem verstorbenen Vater feit Jahren betriebene Glaserei verbunden mit Cinrahme-Geschäft käuflich übernommen habe und unter der alten Firma weiterführen werde. Bei mäßigen Preisen, prompter und solider Ausführung halte ich mich in allen vorkommenden 740 446000063Ta040966300 92 461 600 647 68 824 936 52 80 61085 106 19 Aß 276 362 67 94 400 504 14 22 27 88 619 44 808 21 65 927 97 62003 4 15 103 67 84 90 259 79 12001 393 521 32 615 20 56 842 64 99 918 63000 37 48 MTC110 |30d] 2M 8Ö3 617 617 93 710 888 76 >3001 96 [200] 900 MOßß 72 136 74 331 84 434 511 649 731 35 844 53 87 976 80 65003 9 67 172 248 347 48 52 65 97 [250] 417 87 1200] 527 774 985 72 66118 16 53 221 46 [2501 304 26 427 573 811 916 55 67064 168 249 Z 402 81 56 71 6M 21 46 92 642 [300] 753 56 64 86 867 976 68025 112 68 228 852 404 22 628 718 804 965 69067 163 77 522 85 621 Mobiliar-Versteigerung. Donnerstag den 9. Juli, nachmittags 2Vs Uhr, wird in dem Bieker'schcn Saale, Neustadt 55, dahier, wegen Aufgabe eines Villeu-Haushaltcb eine Partie sehr | gut erhaltener Möbel gegen Barzahlung versteigert. Es, kommt zum Auögebot: 1 Maqucttpliisch-Sopha mit 2 Sesseln, 1 Spiegel mit Trumeaux, 1 Spiegelschrank, 1 Waschtisch und 1 Nachttisch mit Marmorplatten, 1 Sopha- tisch, 2 Betten mit Sprungrahmen und Haar- Matratzen, 1 rundes Tischchen, 1 Kleiderständer, 1 Handtuchhalter usw. 5337 _______ I. A.: Schneider. Das Genossenschafts-Kataster der Wassergeuossen- schaft Luudorf zu Steinbach liegt vier Wochen lang zur Einsicht der Genoffen m der Wohnung des Unterzeichneten offen. Abänderungsanträge müssen innerhalb dieser Frist schnst- lich bei . dem GenoffenschastSoorsteher gestellt werden. Bekanntmachung. Die Lieferung von 4600 (Scntncr Nußkohlen ziveiter Größe tÜr fcie städtischen Anstalten für das Rechnungsjahr 1908 soll unter den auf dem Rimmer 9h*. 15 der Bürgerineisterei zur Einsicht offen liegenden Bedingungen vergeben werden. . Angebote, in welchen der Preis für den Toppelwaggon frei Bahnhof Gießen amugeben ist, sind bis zinn -5. Juli d. I., vormittags 12 Uhr, mit der Aufschrift .Nohlenlieferung" ver- seheri im Zimmer ylr. 15 abzilgeben. Gießen, am 3. 3uü 1903. 6331 Der Cbcrbürgennetfter. M e c ii m. «• । L.jAn, zu - Mk., Sperrsitz 8 Mk. sind bei Herrn EmiriltSKarlen. Ernst Challier (Rudolfs Nachfolger) zu haben. Für Studierende zu ermässigten Preisen bei Herrn Hausverwalter Stork im Kollegiengebäude. aUÖ0 Hauptprobe Dienstag den 7. Juli 1903, nachmittag* 5 Uhr. Eintrittskarten zu 1 Mk., Schülerkarten 50 Pfg. bei Herrn Ernst Chai Her.____ Versteigerung. Mittwoch den 15. d. MtS., nachmittags 2 Nhr, werden Im Psandlokal SelterSweg 11, gegen Varzahlung versteigert: 1 Wagen, 1 Nähmaschine, SofaS, Kouimode, Kleiderschränke, Uhren, Spiegel, eine Partie Schwämme il o. m. (5823 Gießen, den 6. Juli 1903. Johann, Gr. Pfandmeister. Mittwoch den 8. Juli 1908, nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: 3 Hobelbänke mit Werkzeug, 2 geschnittene Etcheustämmc, eine Partie Tarinen-Dielen, 14 Türen, 22 Türbekleidungen, 2 Metallfärge und 1 Sofa. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Die Sachen fönnen jetzt schon besichtigt werden. 5341s Geißler, Gerichtsvollzieher. Zwirbcllmchrn jeden Montag, Mittwoch und Jreitag von 9 Uhr ab. (5339 I Friedr. Moll Hosbäcker. 818 98 900 22 51 80126 238 609 29 68 769 91 874 975 81019 47 89 278 [250] 26 603 652 700 82 869 920 57 82020 84 95 282 336 65 67 655 76 864 946 83071 118 62 73 215 338 40 415 16 597 77 810 901 50 72 84088 169 285 351 453 555 630 97 808 82 85017 79 96 109 24 247 80 87 330 74 76 458 633 62 . __ 86020 168 223 49 76 332 402 22 504 696 863 905 37 54 73 87023JW48 179 839 412 505 512 600 703 39 826 46 993‘[200] 88006 87 271 81 346 449 88 665 83 708 849 973 8905a 107 55 314 84 " ™9Ä313773544^29^ M 380 488 592 [200] 609 31 908 83 91035 44 56 124 210 329 439 48 500 11 613 28 700 945 46 92M6 IW 48 214 84 323 49 99 417 73 76 510 51 640 9‘>7 48 49 93026 28 41 133 47 223 81 | 200] 307 23 24 534 601 b87 919 36 94001 21 146 61 468 80 533 40 53 81 613 25 704 9 68 99 806 94 922 26 95089 197 257 [2000] 335 502 657 94 745 50 815 27 94 96002 58 133 48 98 216 346 94 427 44 502 32 73 607 742 87 814 47 50 66 67 907 97027 71 116 26 287 361 427 ,250t 45 47 996 98166 306 414 ul 68 587 626 31 44 49 53 75 808 29 44 940 u i 09063 06 112 53 73 221 95 31 » -7 43 416 504 670 788 58 856 963 68 08 Mime werden schnell und gut 3716 repmertii.mbezligev taler Sehiroihlirik । Gießen. Seltersweg * t^ute Zeldbrand | steine in kleinen und größeren Posten I hat dauernd abzugeben [5059 yofraitt-Versldgeroig. Konkurs des Kaufmanns Chrrstiau Scheer von mlt Sack ab Friedberg gegen «ugcrsbach (Station der Bahnlmic Gießm-Fulda) kommt «achuahme.^ Be, größerer^ Zmtrstü i)tn 9. Juli, ibtiiB 8 Hi 88 824 957 20167 490 581 679 786 802 7 98 886 21079 177 84 S] 91 434 98 547 [200] 73 661 81 80 782 817 76 1250) 22193 201 63 316 539 99 889 [200J 936 23122 83 35 41 201 304 44 711 34 24085 254 347 473 510 [2501 654 [300 ) 84 901 34 [200, 25108 11 84 388 511 56 687 809 36 64 74 921 29 66 85 26066 73 [250] 91 146 237 82 338 44 87 89 [250]^432 40.^5 536 80 841 66 77 929 L 27027 74 186 218 34 46 66 311 48 550 W 738 49 815 W8 28000 43 44 74 162 71 (4001 87 90 881 405 48 515 68 67 603 729 58 830 42 66 997 20116 275 306 667 769 860 [200] 68 , 80044 297 618 42 49 50 620 81054 106 19 408 71 79 577 |25UJ 787 98 844 56 908 19 32011 78 lg8 252 M2186 88 414 622 ^ ^34^/73 854 60 941 33009 62 160 234 91 483 668 707 45 61 76 875 34009 73 1202 L^732 M 8W 4° 9-- 9 8^ 22 41 Mw 55 W00f823^ 37052 69.290 321 525 88 653 733 53 886 79 38010 72 82 112 57 80 220 455 86 o20 56 819 41 «b 77 •«KiRfi iqr 39 30 58 206 85 368 536 57 690 742 859 87 907 40101 63 66 [200] 75 207 821 46 87 493 542 49 708 79 75 70 4 1202 5 48 97 459 541 621 28 745 78 810 89 4 2047 825 34 48 470 501 33 605 44 716 23 858 62 907 43102 3 99 347 443 91 763 821 69 99 957 44190 208 44 816 69 407 23 26 95 503 626 97 752 848 61 80 969 45095 114 89 200 44 74 86 95 301 25 482 651 908 11 40072 73 105 20 47 1200] 219 54 303 [250] 59 492 515 [250] 95 677 714 80 80.165 934 *7089 41 62 137 283 379 97 451 687 732 71 838 70 963 48089 187 [250] 338 44 98 446 81 95 587 96 701 848 83 906 38 48 63 49014 67 221 46 58 87 93 421 92 544 54 71 80 605 15 37 755 840 938 95 50123 248 49 63 327 70 510 28 67 72 646 [200] 63 705 61 809 46 907 51000 11 23 34 192 220 328 51 M 574 712 64 81 939 5 2152 253 82 88 355 457 66 658 834 981 1200] 53032 114 81 ^0 404 ^9 508 682 706 325^7\105SÖ^^24V^“ U 51 M 925 56087 135 234 43 344 95 450 89 581 638 61 859 97 933 [30M 57008 72 137 66 510 601 73 83 714 45 803 34 51 75 91 940 72 5 80^3 174 509 752 98 59097 102 92 299 349 400 13 88 45 66 72 503 41 621 61 II. KMch-TYüringische Staatslotterie (Mitteldeutsche Ztaatslotterie) Mestung in. Klaffe (2. Tag) 6. Kuli 1903. gfilc Nummern, neben welchen nicht« bemerkt ist, sind mit 134 Mark gezogen» (Ohne Gewähr.) 112 816 449 58 93 631 39 51 891 959 1 096 141 233 82 804 [2001 19 84 477 517 41 65 90 677 80 835 90 904 2070 144 223 43 54 804 <80 807 84 956 8006 106 282 407 17 637 38 85 [250] 748 859 964 68-79 4045 149 217 47 313 21 (2001 31 32 512 72 665 889 5068 125 95 288 328 48 403 16 22 64 90 94 99 556 604 721 36 62 71 98 992 6028 87 339 418 31 605 19 718 82 815 50 62 966 85 [250] 7024 90 108 49 205 437 72 550 618 33 37 779 876 952 8013 31 58 68 291 308 62 83 98 403 73 658 714 28 47 61 83 940 41 9019 77 105 856 58 68 95 412 87 699 774 81 815 62 95 987 10019 81 331 98 4^8 600 46 79 646 60 61 62 715 63 [5000 u. e. Pf. v. 50 000| 836 45 60 70 924 11042 57 113 14 329 61 4}4 43 517 30 55 601 23 38 [200] 49 737 [200] 801 962 67 12085 208 74 90 308 483 o33 57 711 69 96 949 13001 72 115 20 21 46 3u8 59 74 90 [200] 431 87 607 67 83 784 808 10 29 66 984 14078 111 204 69 94 417 92 500 92 [200] 643 ^5017^58^80^319 473 [300] 85 537 [200] 89 91 684 961 701 8 51 52 69 98 898 904 16038 [300] 148 83 276 82 410 78»511 691 738 53 8o3 88 913 1 7328 91 569 763 89 91 18211 354 90 529 82 691 840 949 9o 97 [200] 19011 57 117 78 218 32 93 [250] 426 76 77 515 67 653 734 83 Clchmbeiten, EimhmM» 5S alle« 3ieparatuicn angelegenllichst empfohlen. Hochachtungsvoll Ludwig Schmitt. Inh.: Wilhelm Schmitt, Glasermeister. ©tto Schaaf, Sieben fabrih ebemifeber u. coemctifchcT Praeparatc