Dienstag 7. April 1903 158* Jahrgang Drittes Blatt. 53 Z Wett« 8 £ Bed. Himmel 2” Höchste Temperatur am 5.-6. April 4- Nieorigsle , , 5.-6. , + Gegen Schnupfen: Korman-Aether-Watte (Dose 30 Pfg.). 62 81 78 -e 3 o eo 2 2 749,0 747,9 742,5 9,4» C. 03“ c. Äbrtfle für Depefche« «nzeiger «tehe». Aeriilprrchanlchlub ät. 5L b< 1 •e 4-93 63 4- 7,9 6,4 4- 8,0 63 Nr. 8Ä »fistlet ILgNch «übet Corot ia$*. T*m -u.6an» Beck. Gewächsen. Wann'» morgen noch nicht fertig ist, wird S ab« üb«morgeu ganz gewiß fertig! Die Nauheim« Sprudel stehen im innigsten Zusammenhänge mll dem Prozeß, den das Ko h l e n s ä u r e we r k dicht bei Nauheim durchführen muß» um feinen Betrieb vergrößern zu können. Tie» Kohlensäurewerk pumptKvhlen- äure in Gasform aus der Erde unb verarbeitet dieselbe zu echnischen Zwecken. DaS Geschäft geht offenbar gut, denn Das Werk will feinen Betrieb wesentlich vergrößern. ES will noch piel mehr Kohlensäure aus der Erde pumpen, als bish«. Nun sind aber cipe fürsorgliche Regierung unb nidyt zuletzt die Nauheim« d« Ansicht, durch das verstärkte Anpumpen der Muller Erde um Kohlensäure könnte Den Sprudeln der Lcbensobem entzogen werben. Sie protestieren gegen die in Aussicht stehenden Maßnahmen. Nun entstand die Streitfrage, ist das Kohlensäurewerk eine chemische Fabrik? Dann bedarf es zur Vergrößerung einer Konzession, die chm leicht vorenthallen werden kann. Ter Provinzialausschuß für Ober Hessen ersucht Sachverständige, hochgelehrte Leute, um ein Gutachten über die Frage. Ti« Gutachten wid«sprLchen sich, Tas eine Gutachten belegt mll guten Gründen, das Kohlensäurewerk ist eine chemische Fabrik, das andere Gutachten sagt, auch mit unten Gründen, Das Pumpen unb weitere Verarbeiten d« Kohlensäure als Kohlensäure hat mll der Frau Wissenschaft Ehcmie nichts zu tun. DaS Werk ist also keine chemische Fabrik, es ft eilt 1a au» der Kohlensäure leine neuen chemischen Verbindungen ber. Zch hätte, ohne daß mir widersprochen werden komlle, bewiesen, daß ganz Nauheim und damit das Kohlensäure- w«k eine chemische Fabrik ist. Und das geht so zu: Nauheim bildet, wenn die Saison beginnt, em großes Filler, in dem aus all« Herren Land« LNenschen sich sammeln, die wenig chemische ob« sonstige Verwandtschaft mll einander haben. Sie mischen sich ganz von selbst in einem für Nau- hcrrn glücklichen V«hältnis. Ist der eine arm an gewissen chemischen Öementen, so sind andere um so reüher daran. DaS Filtrat rinnt in eine LerdampfungSschale, die in ein Sand bad gesetzt wird, das die Nauheimer gut zu heilen verstehen. Am Schluß d« Saison ist auch der letzte Rest des Filtrates «rdampft in alle Windrichtungen. Die Nauheim« beugen sich neugierig über die Verdampfungsschale unb entdecken als Rückstand zu ihr« Freude pures Gold, mll dem sie eine günstige Bilanz machen. Also, sonnen- Har, nicht allein das Lohlensäurewerk, nein, ganz Nauheim ist eine chemische Fabrik. ES wlld aus den alter» verschiedensten Stoffen ein neues Produkt, ja sogar das, was d« Ehemik« ein Element nennt, gewonen. Wll haben nun von den Sprudeln unb dem Kohlensäurr- rvert genug. ES ist uns dabei «was ^plemperig" geworden unb wir denken daran, daß wir unserem Magen etwas schuldig finb. Der läßt nun einmal nickt von der allen Gewohnheit, zu mahnen, wenn « vorübergehend einmal vergess« nrirbT Wir kehren bei Langsdorf ein, und da finb sie ja schon, die «sten Kurgäste. Denn auch die ersten Schwalben keinen Sommer machen und die ersten Kurgäste in Nauheim noch keine Saison, so «regen die ersten zurück- kehrenden Wandervögel aller Art angenehme Hoffnungen, und die spiegeln sich in unserem Falle in den Gesichtern Der Langsdorfschen Lellnerschar wieder. Die jungen Kellner lachen, ber Herr Oberkellner lächelt nur disttet hinter der vorgehallenen Serviette. Nach dem Kaffee wandern wll zu dreien well« den Fußweg eullang, ber Nauheim mit Friedberg verbindet unb der für so viele Menschenkinder im Hotel Trapp zu endigen pflegt. 3u unseren Rechtep dehnen sich ine Buchenwälder des Taunus, deren Kronen ein leuchtendes Braun angenommen haben: die Biattknospen schwellen. Well = 5- T. "3 'S i FckMksitzW für Jedermann! Bitte meine Schaufenster zu beachten! Bitte meine Schaufenster zu beachten. 13.50 ausgesetzt. Jie kc 18.50 Betr.: S ausgesetzt 2847 ausgesetzt ausgiebigsten Bitte meine Schaufenster zu beachten. Bitte meine Schaufenster zu beachten. Carl Frensdorf Bahnhofstrasse Giessen Ecke Neustadt Betonkies- Di« Eröffnung O unserer mit vielen Neuheiten reich versehenen .äx - ^uöftdlung durchaus reines Material, 2458 an 1 Großher Elsaß-Lothri' teilt, die Los Verein beuch und dem beul lich einer in sindenden bi« Verlosung vt halb deS Src die sächliche Deckung der Wir den Behörde gene ausgegeben rc Tewinnsten di Nach den drücklich oerlc zahlbar. Dies Vemnkn zur < Ließen, in HSeröasev,Haertierv, gefüsstenKSröchen u.Acstern Attrapen, Bonbonnieren, Fefferts etc. beehren wir uns ergebenst anzuzeigen. 2632 Geschw. Altenpohl 4 Plockstraße 4 4 Ploekftratze 4 Spezial Niederlage in Schokolade, Kakao, TefferiS, Bonbons, Tee rc. w* Es i8t JedermaM Serie I: Anzüge zn 13.50 Mk. im Fenster nach der Neustadt Serie II: Anzüge zu 18.50 IM. im Fenster nach der Bahnhofstrasse. Serie III: Anzüge zu 25.— Mk. im Fenster nach der Bahnhofstrasse. in jeder Ausführung zu billigsten Preisen stets am Lager. Ab^epasste Gardinen in creme und weiss, das Fenster von Mk. 3 StfÄÄ Atz hianet vermal ^Voche betge Iflfl de» vru UnWttM dmcternlPieli Redawon, unö Dru« echalß'- Ibrffle lür ttnirtfltr • Wer B(1darf in Herren-Bekleidung hat, sollte nicht versäumen, von dieser überaus günstigen Einkaufs-Gelegenheit den Gebrauch zu machen. Geschäfts - Eröfffnamg* „ , . Puer verehrlichen Einwohnerschaft von Gießen und Umgeqend hierdurch zur gefl. 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