Nr. 56 • rfftetnt tSgNch auver Sonntags. Lern (Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit den, kesfischen Landwirt d>r Siebener Kamillen, blätter oiermal in der Woche beiqelegL IRoiaiioiiflbrud u. Der- lag bei Brüh l'lchen Unioerl.-Buch- u.Stem- bruderei('Uietld)tttben) fRebattion, Lroedilioa ui>b Trudetet; Gchotftrabe 7. Dbiefle tüi Tepelrtient Anzeiger Gießen. (Jfrnlprrd)anld)lu§'Jll 51 Viertes Blatt. 153. Jahrgang Samstag 7. Märzisyg Gietzener Anzeiger ’vz General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen eriafleprriei monalUch7bPl^oierttt» tädrlich Ml L20. durch Adhole» u. RipetgfteOen monolhcb to PI., durch btePosl TU. 2.— viertel- jährt auelchl vettellg. Annahme von Anzeige» tut bie Tagesnuininer bli oormlllage 10 UhL ßetlenpteii; lokal lltM, a»4wärt« 80 Pig, De roniwoellichi fOt den polll e. aQgem. teil v Witiko, tüt ,6tabl und Conb* und .®erid)l6laar 6 u 11 Plato, tüt den An- »eiqentetl t»an« Wed. Gesellschaft für Soziale Weform. f. Gießen, 5. März. Am 14. September 1902 wurde xu Fran kfurt a. M. die endgiltige (Gründung eines hessischen Zweigvereins der Gesellschaft für Soziale Reform, der deutschen Sektion der Internationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterfchutz beschlossen. Der Ursprung der Internationalen Bereinigung für gesetzlichen Arbeiterfchutz liegt über zehn Jahre zurück. Er ist einerseits in der auf Veranlassung des Kaisers im März 1890 zu Berlin getagten internationalen Arbeiterschutzkonferenz zu suchen, andererseits auf den von einem aus Mitgliedern schweizerischer Arbeitervereine bestehenden Organisations- komitee im August 1897 in Zürich veranstalteten Internationalen Kongreß für Arbeiterschutz zurückzusühren. Aus der Berliner Konferenz wurde dem Wunsch Ausdruck ge geben, Bestimmungen zu schaffen, die einen dauernden Austausch amtlicher Berichte über den Arbeiterschutz, statistische Erhebungen auf diesem Gebiete und Erneuerung der Konferenz in Aussicht nehmen sollten. In Zürich beschloß man Die Errichtung eines Internationalen Arbeits- anits durch die Regierungen anzuicreben. Indes blieb es bei den Berliner amtlichen Wünschen. Der Züricher, von Arbeitern gefaßte Beschluß kam, obwohl von der schweizerischen Regierung unterstützt, namentlich deshalb nicht zur Reife, weil cs an der Bereitwilligkeit der Regierungen mangelte. Im Oktober 1897 faßten daher in Brüssel eine Anzahl hervorragender Sozialp^liiiker den Entschluß, ihre Ueberzeugung von der Notwendigleit des internationalen Arbeiterschutzes in Talen umzusetzen. Von diesem Gesichtspunkt geleitet, kam der im Juli 1900 zu Paris getagte Kongreß zu stände. Hieran beteiligten sich nicht nur bürgerliche Sozialpolitiler, sondern auch Vertreter Don Regierungen; das deutsche Reich war damals nicht vertreten. Wie in Berlin und in Zürich beschäftigte sich auch der Pariser Kongreß hauptsächlich mit der gesetzlichen Begrenzung der Arbeitszeit, dem Verbote der Nachtarbeit, der Gewerbeaufsicht, der internationalen Durchführung der Ziele des gesetzlichen Arbeiterschutzes. Das Ergebnis der Verhandlungen des Pariser Kongresses war im Gegensatz zu dem Berliner und Züricher eine praktische Tat; namiiaj die Gründung einer Internationalen Bereinigung für gesetzlichen Arbei terschutz und die Errichtung eines internationalen Arbeitsamts. Was also die amtlichen Bestrebungen nicht fertig gebracht haben, ist ans freier Initiative von Soz.alpolitikern, Unternehmern, Arbeitern u,w. hervorgegangen; die Züricher und Brüsseler Beschlüsse wurden in Paris realisiert. Der Zweck der Vereinigung ist: I. Ein Bindeglied zu fein für alle, die in den verschiedenen 3nbuftrielänbevn die Arbciierschutzgest-tzgcbung als Notwendigkeit betrachten. II. Em internationales Arbeitsamt zu errichten, mit der Ausgabe, eine periodische Sammlung der Arbeiterschutzgcsetzc aller Länder in französischer, deutscher und englischer -spräche herauszugeben oder einer solchen Veröffentlichung seine Muhilie zu leisten. Tiefe Sammlung soll enthalten: aj den Wortlaut ober Hauptinhalt aller m Kraft stehenden Gesetze, Verordmmgen, Beschlüße oder Erlasse, betreffend den Ar- beuerjchutz im allgemeinen, namentlich derjenigen über Frauen- und Kinderarbeit, über die Einschränkung der Arbeitszeit erwachsener männlicher Arbeiter, über Sonntagsruhe, periodische Ruhezeiten >md über gefährliche Gewerbe; b- eine geschichtliche Darstellung dieser Gesetze und Verordnungen; c) den Hauptinhalt der amtlichen Berichte und Schriftstücke über die Auslegung und Vollziehung Lieser Gesetze, Verordnungen, Beschlüsse oder Erlasse. Jll. Das Studium der Arbeitergeseggebung der verschiedenen Länder zu erleichtern und besonders den 'Mitgliedern der Vereinigung über die in Kraft stehenden Gesetze und deren Amoendung in den verschiedenen Ländern Auskunft zu geben. IV. Durch Ausarbeitung von Denk- fchriften oder in anderer Weife das Studium der Frage zu fordern, wie die verschiedenen Arbeiterschiitz-Gefetzgebungen in Ueberein- limmung gebracht werden können und ivie eine internationale 'lrbeiterltatiftik einzurichten ist. V. Die Einberufung internationaler Arbeiterschutzkongresse. Mit Genugtuung kann heute festgestellt werden, daß in allen Ländern, in denen sich eigene Sektionen der Verenigung gebildet haben, auch die Regierungen sich bereit erklärt haben, die Vereinigung durch Suboentionen, durch lleberlaffung von amtlichen Drucksachen ufro. zu unter» stützen. Letzteres hat, soweit uns bekannt, auch unsere ) cs s ische Regierun g zugesagt. Vor allem aber entsenden jetzt bie Regierungen zu den Verhandlungen der Internationalen Vereinigung amtliche Vertreter. So waren bei der Generalversammlung in Köln im Jahre 1902 »offiziell vertreten: Deutschland, Oesterreich, Belgien, Frankreich, Ungarn, Italien, Luxemburg, Norwegen, Niederlande, Schweden, Schweiz und der heilige Stuhl. Die Verbindung staatlicher und privater jträfte in den Bestrebungen für Internationalen Arbeiterfchutz ist sonach gesichert und es kann damit auf einen positiven Erfolg gehofft werden. Ein solcher Erfolg dürfte schon zu ver- xeichnen fein. Tas Internationale Arbeitsamt in Basel Lat bereits am 1. Mai 1901 seine Tätigkeit begonnen. Letztere soll nach dem auf der konstituierenden Versammlung im Lasel gefaßten Beschlüsse einen streng wissenschaftlichen Tharakter tragen. Das Arbeitsamt ist gleich nach seiner (Eröffnung an seine Hauptaufgabe, eine periodische Samm- llung der Arbeiterschutzge,etze aller Länder zu veranstalten umd das Studium der Gesetze durch eigene Arbeiten, Gut Achtung, Auskünfte zu erleichtern, herangetreten. Von allen Seiten strömen dem Arbeitsamte amtliche Drucksachen zu. Es wird also hierdurch eine Zentralstelle der außerordentlich weit verzweigten Literatur (über den Arbeiterschutz entstehen. Tas Amt kann sionach eineäußer st segensreicheTätigkeit ent- imdeüt. Allmonatlich erscheint ein Bulletin. Außerdem erscheinen noch besondere Schriften und Abhandlungen, sowie der Geschäftsbericht. Wie bereits erwähnt, ist das Arbeitsamt eine Schöpfung der Internationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz. Beide finden ihre Hauptstütze in den Landes- feltionen. Solche Sektionen bestehen z. Zt. fast in allen bedeutenderen Staaten Europas; auch in außereuropäischen sind sie im Entstehen. In Deutschland hat sich als Sektion die „Gesellschaft für Soziale Reform" gebildet, an deren Spitze der frühere preußische Staatsminister, Exzellenz Freiherr von Berlepsch steht. Hervorragende So- zialpolititer und Parlamentarier gehören der Gesellschaft für Soziale Reform als Mitglieder an. Sie hat fidj zur Aufgabe gestellt: 1. Als Glied der internationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeilerschutz, im Zusammenwirken mit den Vertretern anderer Staaten, die Hindernisse zu beseitigen, bie der Förderung des Ar- beiterfchutzeS mit Rücksicht auf die Konkurrenzfähigkeit der Industrie auf dem Weltmärkte entgegengeftellt werden. 2. als nationale Vereinigung der verschiedenen Bestrebungen, welche in Deutschland für die soziale Reform auf dem Gebiete der Arbeiterfrage tätig sind, diese zu stärken, durch Auf- klärung in Wart und Schrift, Verständnis für die soziale Reform zu lueaen und zu tätiger Arbeit anzuregen. Als nächste Atifgabe dieser Reform betrachtet die Gesellschaft haiiptsächlich: Den Ausbau des A r b e i t e r j ch u tz e s und b e r G e w e r b e a u f st ch t, die Förderung des Arbeitsnachweises, bie Fortbildung der Einrichtungen zur Verhütung und Beilegung von Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis, den AusbaitderArbeiterverstcherung im w eite st en Sinne, die Förderung der Bestrebungen der Arbeiter, in B e vu f s ü e re in e n und Genossenschaften ihre Lage zu verbessern. Die Gesellschaft für Soziale Reform will, um es noch einmal kurz zusarnmenzusasten, für. die Hebung der Lohn- arbeiterklafsc im Verein mit der Regierung eintreten, sie will die Erhaltung und den Ausbau des Koali- tionsrechts, dieses Grundrechts der Arbeiter, sie will durch die Hebung des Arbcilerstandes unser deutsches Volk und unser deutsches Reich zu stärkerer Macht, zu sicherer Wohlfahrt, zu edlerer Gesittung,zum inneren Frieden führen. Um dies zu erreichen, ist cs notwendig, daß sich Männer aller Berufe ohne Unterschied der politischen Richtung vereinigen und so mit vereinten Kräften mit aller Energie dem Ziele zusteuern oder wie es in dem Ausruf der Sektion O b e r h e s s e n der Gesellschaft für Soziale Reform heißt: „mit aller Energie für die Ausgestaltung der Arbeiterfchutzgesetze und deren kräftige Durchführung wirken". Große Aufgaben liegen, trotz der zweifellos in Deutschland gemachten Fortschritte auf dem Gebiete der Lohnarbeiterfrage, noch vor uns uno es bedarf, so heißt es in dem genannten Aufruf „noch vieler Anstrengung, um die Hindernisse zu beseitigen, die fast naturgemäß sich einem in festgewurzelte Gewohnheiten und Mißbräuche einschneidenden Reformwerke entgegen» stellen." Was hat nun die Gesellschaft feit ihrem Bestehen (1901) geleistet: Zunächst hat sie die Anregung dazu gegeben, daß eine namhafte Subvention für das Internationale Arbeitsamt seitens des Deutschen Reiches geleistet wird, (im Etat des Deutschen Reiches sind 6000 Mark eingestellt), daß die amtlichen Drucksachen über Arbeiterschutz dem Arbeitsamt überlassen werden und daß das Deutsche Reich durch eine amtliche Delegation im Komitee der Internationalen Bereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz vertreten ist. Ferner hat sie alSbalb nach ihren Grünbung (1901) aktuelle Fragen an der Hanb sachkunbiger Referate erörtert unb nach lebhaften Debatten ihre Ansichten unb Forderungen in Resolutionen niedergelegt. An erster Stelle würbe bie Frage eines Reichs- Arbeitsamts behanbelt; zur Feststellung uub Klarlegung der Verhältnisse ber Lohnarbeiter würbe bie Errichtung eines Reichs- Arbeiisamts nut einem Beiralh aus dein Wege oer Gesetzgebung gefordert. Die Verleihung von Korporaiionsrechlen an bie Arbeiter- beruisöcreine und bereu Befreiung von ben Vorschriften der Gesetze über bas Recht ber politischen Vereine war der zweite Gegeuslanb ber Beratungen unb ein Gesetz zur Regelung ber Rechtsverhältnisse ber Beruisoereine würbe als Notivenbigkeit unb als Gebot ber Gerechtigkeit bezeichnet. Des Weiteren würbe em Reichsgesetz verlangt, das die ber Teilnahme von Frauen an sozialpolitischen Bestrebungen entgegenstehenben lanbesgejetzlichen Beschränkungen bes Vereins- unb Versammlungsrechis aushebt. Tie Einengung unb teilweise Vernichtung des reichsgesttzlichen Koalitionsrechts ber Arbeiter Durch die Vorschriften ber Vereins- und Verfammlungs- fleic jebuiifl in den Einzelstaaten bilbetc bas Thema einer von ber Gejellichast herausgegebenen Brolchüre. Eng mit ben Fragen bcs Koalitionsrechts hängt auch bie Regelung ber Arbeitsoerhälmifse m gewerblichen Gärtnereien zusammen; hier sprach sich ber Ausschuß Dafür aus, baß bie in Kunii-, Zier- unb Hanbelsgärtnereien tätigen Arbeiter ausdrücklich ben Bestiinnumgen ber Gewerbeordnung unterstellt ^verben. Endlich beschättigte bie Bunbesratsoerorbnung über den Schutz ber Angestellten m (Safi- und Schankwirtschaften ben Ausschuß unb eS würbe bie Forderung sowohl einer Verschärfung ber Vorschriften als auch ihrer weiteren Ausdehnung erhoben. Auf bet Generalversammlung am 22. Sept. 1902 in Köln war am der Tagesordnung als Haupigegenstanb die Herabsetzung der Arbeitszeit für Frauen in Fabriken unb bie Erhöhung des Schutzalters für jugenbliche Arbeiter.*) •) Bis jetzt sind erlchienen: „Schriften ber Gesellschaft für Soziale Reform". Heft 1. Tie Errichtung eines Reichs-Arbcits- amts. Reseraic von Reichstagsabg. Dr. Pachnicke und Staats- mmister Tr. Freihcrrn o. Berlepsch. — Heil 2. Tie Arbeiter- beruisvereme. Referate von Reichstagsabg. Basjerniaiui und Ar- beitersekrelär Giesberts. — Heil 3 und 4. Arbeiterfchutz in Gast- unb Schankivlrtschaslen.^ Referat von Professor Tr. Lldenberg, Korreferat von Gustav Staate, Geschänsfiihrer ber Sektion Berlin des Temscheu Kellnerbundes. Heil 5. Vereins- unb Verfammluiigs- recht wider die Koalitionsfreiheit. Referat von Proiesior Tr. Tönnies-Eutin. — Heil (>. Tie^ Rechtsverhältnisse im Gärtner» gewerbe. Referate von '2)1 v. Schulz, Vorsitzeuben bes Gewerbe- gerichls Berlin, und Franz Behrens, Gejchä'lsfuhrer des Allgemeinen Teutschen (Sänneroereins. — Heft 7. Tie Herabsetzung der Arbeiis- zeil für Frauen und bie Erhöhung des SchutzaUers für jugenbliche Zu ber Generalversammlung waren die Mitglieder und Freunde der Gesellschaft aus allen Teilen Deutschlands herbeigeeilt. Die Versammlung war in dem Ziele einer Sicherung und Erweiterung des Koalitionsrechts der Arbeiter einig. Ten Hauptverhandlungsgegenstand bildete, wie gesagt, der Zehnstundentag für die Frauen und Er- böhung des Schutzalters für jugendlicl-e Arbeiter. Auch hierin war die Berfammlung einmütig in der Forderung dieses Zehnstundentages und Erhöhung des Schutzalters für jugendliche Arbeiter. Aus bieien Darlegungen ist zu ersehen, wie die Gc fellschaft für Soziale Reform bestrebt ist, sowohl auf internationalem wie auf nationalem Boden zu wirken. In erster Linie hat sie die Pflicht in unserem geliebten deutschen Lalerlaude tätig zu sein. Ihren Zweck sucht bie Gesellschaft für Soziale Reform in der Hauptsache durch die Lrtsgruppen und Zweigvereine in den einzelnen Städten unb Bundesstaaten zu erreichen.*) Den Mitgliedern dieser Zweigvercine liegt es ganz besonders ob, in dem Staate, dem sie als Staatsbürger angehören, ihre Tätigkeit zu entfalten. Dies wird ihre Auf- gäbe, ihre Pflicht, ihr Ideal fein. Jedermann soll Mitarbeiten an der großen sozialen Aufgabe, deren Lösung trotz aller Anfeindungen zuletzt b o u) nur zum Wohle und zur Stärkung unseres gesamten deutschen Volkes führen muß. Arbeiter in Fabriken. Referate für dic Generalversammlung der Ge- jellschaK für Soziale Resorni in Köln am 22. September 1902, erstattet von Tr. Ang. Pieper, At.-Glabbach und Helene Simon, Berlin. ') In Hessen besteht em Zweigverein, dem die Provinz Cbec- hessen nach Beschluß vom 26. Oktober 1902. als besondere unb felb- Itandige Sektion angehort. Atuglieber ber Sektion können Atänner unb Frauen, ferner bie Gemeinben, Vereine, Korporationen rc. iverden. Tre Sektion wirb u.A. insbesondere ihr Auaeumekt zunächst auf bie Lösung ber Wohnungssrage richten und bas Halten von Vorträgen in ben einzelnen Orten veranlasjcit. 1 Jebes Mitglieb ber Sektion Oberhessen bziv. ber .Gesellschaft für Soziale Reform" erhält jährlich cm Heft ber „Schriften ber Gesellschaft für Soziale Reform." 2. Jebes 'Dlualieb, bas minbestens 6 9)1 f. Jahresbeitrag zahlt, erhält außerbem bas „Bulletin" unb ben „Geschäftsbericht" ber »Internationalen Bereinigung für gefeylichen Ardeirerschutz." 3. Jedes Alitglieb, bas müibeftens 8 9)larf Jahresbeitrag zahlt, erhalt sämmiliche „Schriften" ber internationalen Bereinigung. Ferner in allen Fällen bie Publikationen ber Sektion. Gefangenentransport. Wahl mit Rücksicht auf die in Preußen bekanntlich mehrfach vorgiLmniene unwürdige Behandlung von Per^ fönen, welche auf dem Transporte oder bei Bo».führungen gefesselt worden sind, hat, wie wir bereits gestern kurz meldeten, das Großh. Ministerium des Innern unb ber Justiz über die Behandlung von Gcsangenen und vorzu- führeiiden Personen auf dem Transporte „Allgemeine Bor- fchriften" erlassen. Danach dürfen „Strafgefangene unb in Korrekiivnshast befmvliche Gefangene auf einem Transporte nur gefesselt werden, wenn es wegen besonderer Gefährlichkeit ihrer Person, namentlich Lur Sicherung anderer, oder wegen der Gefahr einer S^lbstentleibung ober wegen Fluchtgcfahr unerläßlich erscheint. Fluckjtgesahr wird bei mäuniichen, zu Zuchthaus verurteilten Personen regelmäßig vorausgesept. Gesangerre, die sich im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte befinden, sollen in der Regel mit anderen Gefangenen nicht zusarnrnengefesselt werden. Ist dieses nicht zu umgehen, so dürfen sie mit Gefangenen, welche die bürgerlichen Ehrenrechte nicht besitzen, nicht zusammengefesselt rocroen. Bei Anordnung der Zusammenfesselung ist auf die Lebensstellung, die Persönlichkeit und bie Straftaten bes Gefangenen, so weit irgenb tunlich, Rücksicht zu nehmen. Die Entscheidung über die Fesselung und die Art ihrer Ausführung wird vom Vorstand der Anstalt, von welcher der Transport ausgeht, nach sorgfältiger Prüfung im einzelnen Fall getroffen. Ter den Transport aussührende Beamte darf wahrend des Transportes ohne Anweisung die Fesselung nur vornehmen, wenn unvorhergesehene Umstände eintreten, welche die Anwendung der Maßregel aus den angegebenen Gründen unerläßlich erscheinen lassen. Die vorstehenden Grundsätze finden auf Untersuchungsgefangene insoweit Anwendung, als nicht im einzelnen Falle oer Richter über die Fesselung Bestimmung getroffen hat. Von der in Ermangelung einer solchen Bestimmung durch den Vorsteher des Gefängnisses angeordneten Fesselung ist dem Richter alsbald Mitteilung zu machen. Den Unttrsuchungsgesangenen sind gleichzustellen diejenigen Personen, welche auf Grund der Gesetze, insbesondere der Prozcßorvnung zioangsweise vorgeführt werden; soweit die Vorführung nicht von einem Richter angeordnet ist, steht bie Entscheidung der die Vorführung anordnenben Behörde zu. Auf Personen, bie von ber P o- lizei auf Grund eines Haftbefehls verhaftet ober vorläufig festgenommen find, ober bie sich in polizeilicher Schutz- Haft beenden, finden inefdben Grundsätze Anwendung. Die Emscheioung über die Fesselung und die Art ihrer Ausführung werden von ber Polizeibehörbe, und, so lange Die Verhafteten dieser nach nicht vorgefuhrt werden können, von dem Polizeibeamten, dessen Verfügung sie unterstehen, getroffen. Tiefer har die etwa vorgenommene Fesselung uiuer Angabe der Gründe sofort nach der Vorführung zu melden. Bei den nicht mit Zuchthaus oder mit Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bestraften Personen hat die Trans- por.behöroe die Frage, ob sie gesonoert oacr im Sammeltransport zu transportieren fmo, mit Rücksicht auf ihre Persönllchle.t, ihre Lebens)i.linng und die Arl der Straf» tat sorgfältig zu prüfen ind etwa in dieser Be- zi ehu ng geäußerte Wünsche nicht ohne weiteres abzulehnen. Model- m-motorbetneb Giessen glieder mit ihren Damen. Der Vorstand Unterzeichneter empfiehlt sich zur OOOOOOOOOO Q H. Laufersweiler & Co. Anfertigung °°n Artenspaliettu, Gartkllhüttkll stets am Lager, empfiehlt zu den billigsten Preisen ZinmWW E-isong Schubecker 20 Erdkauterweg 20.I K. Köhler, Lich 2000 I© >S Geschäften zu Haden. 1410 VEGETALINE [406] 134 80 288 306 i00| 731 923 71 32046 33021 3 KJ telepvon No- 373 sr & Richard Buchacker, Geueralvertrieb, Gictzcu, Neucnbäue 11. Daselbst 11 Lose für 10 Marl. 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Brück 5 öelchäMprinzip; Veste arbeit ♦ Großer Umsatz • Bescheidener Nutzen Giessener Pferde-LoUerie Ziehung am 26- März 1903. Erster Hauptgewinn: Ein 4 sitzlges Kut^chier-PHaeton mit Pserd und silberplatt. Geschirr. Zweiter Hauptgewinn: Em Lauterbacher 2Lagcn mit Kutschierbock nebst Pserd und Geschirr. Dritter Hauptgewinn: Ein Reitpferd mit Sattel u. Zaum. 7 Pferoe und Foyten Zus. 600Gewinne, ta H lirk SH allen durch Plakate kenntlichen 40 48 51 * 16036^185^232 37^ 74 [1000] 85 412 59 586'601 25 [400] 729 846 908 60 72 75 1 7049 63 [400] 65 79 [400] 113 [2000] 88 227 [2000] 73 396 451 60 [400] 62 531 613 [400] 30 76 718 88 99 810 [400] 11 43 53 73 18017 150 70 201 9 [1000] 35 38 45 [400] 307 38 [400] 39 90 412 23 56 88 542 600 24 79 707 61 [400] 888 964 75 1 9001 67 71 117 242 307 68 80 419 51 508 37 54 69 611 53 737 85 814 31 905 92 20016 127 208 45 78 404 16 69 624 (4001 32 37 (4 00 1 67 7o [400] 80 707 800 43 65 84 98 944 21035 45 106 65 72 [2000] 82 [1000] 202 14 [400] 30[400] 33 303 99 424 27 538 611 28 62 726 74 97 [10001 900 36 76 81 22164 83 201 433 504 [400] 29 [400] 752 839 40 60 68 87 931 23006 11 16(400] 48 126 247(4 00 ] 53 346 52 54 418 592 60617 37 400] 40 703 19 827 50 956 2 4027 92 131 262 92 317 [400] 30 43 52 79 90 [3000] . 92 455 |400| 92 509 619 [400] 04 723 38 60 81 88 833 910 80 [5000] .L 25100 74 77 [1000] 244 66 364 73 401 21 29 69 506 96 [1000] 605 2 30 759 810 973 26024 [3000] 77 78 240 ( 400 ) 80 383 (400] 89 99(3000] 408 56 ( 400 ] 92 [400] 529 664 854 70 [2000] 901 20 87 [2000] 92 27051 L 165 70 257 84 95 302 402 [2000] 27 66 816 11000] 49 932 70 28096 139 O E5 275 341 62 407 62 560 98 670 730 45 948 [400] 29059 142 51 242 54 [400] 91 326 38 41 [1000] 418 48 60 [400] 560 635 61 [2000] 753 63 825 [3000] 86 908 [1000] 1 30016 81 380 430 31 71 568 601 99 723 41 [4001 78 807 76 87 88 919 [400] 61 93 3 1000 24 44 [2000] 63 66 68 [400 [3000] 37 413 78 90 513 16 [400] 28 3000] 77 [1000] 731 923 71 __ 66 298 [1000i 369 500 601 30 [400] 778 818 öl 932 33 [1000] K") [1000] 61 80 129 [400] 251 53 305 37 41 59 [400] 405 33 571 602 725 85 87 810 [400] 31 66 80 904 28 37 3 4010 70 106 16 27 89 203 [400] 57 432 56 77 533 640 849 947 94 , _ ___ r _ 35066 80 91 107 [30oO] 93 214 74 [400] 461 84 6:33 61 69 [400] 90 [1000] 740 865 90 [1000] 36236 48 355 716 940 3 7043 [2000] 92 [2000] 122 221 45 [2000] 54 66 331 [400] 43 74 [1000] 417 28 [2000] 41 70 527 40 608 13 31 33 76 [400] 91 99 [400] 715 61 [1000] 8 K) 83 11000] 94 958 38035 143 76 [400] 93 209 227 504 17 (400] 49 673 702 14 22 [400] 37 45 807 914 [400] 75 39056 156 62 80 213 [3000] 35 397 839 42 66 97 909 32 ] 100 0 777 1 40059 63 [400 76 223 75 449 [2000] 83 557 627 703 41029 67 110 20 33 98 99 229 ]400] 87 335 57 487 512 [100 >] 6JJ 1000) 32 [400] 71 735 38 81 99 805 52 91 917 33 42132 '400 J 60 61 78 231 66 376 452 [400] 594 626 31 49 703 824 927 86 [400] 43 )16 164 77 86 220 69 335 65 432 93 565 |40O' 66 400] 69 772 85 933 42 [400i 44017 101 21 29 37 44 45 82 220 (400 453 56 518 66 862 95 140 0 , 930 95 45093 172 219 46 79 90 4 00 ] 367 [1000, 403 27 30 548 652 90 742 47 817 61 71 11000; 935 [400] 50 [1000] 55 94 97 46086 152 [400] 326 423 517 32 614 21 712 885 918 23 S2 37 44 47U27 409 48 56 504 98 [400] 600 25 739 16 56 [2000] 840 907 8 28 49 90 48008 133 A l*''00] T A % 5 592 6W W^7o,(2OOO] £?67 78 ^2 18 608 18 63 774 840 (10001 42 [400] 62 77 51008 127 61 201 17 41 60 308 22 402 47 67 754 836 42 971 |1000] 52018 72 [400] 199 211 73 384 478 79 81 532 82 616 17 899 1000 ] 933 73 [400] 53146 50 80 205 50 65 336 425 589 839 50 ft? 922 24 [400] 54 [2000] 54045 [1000] 47 [400] 75 162 95 236 476 obC HKS«”. . 1.0.1 120001 II! 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K (Ohne Gewähr.) «89 113 18 24 31 36 87 272 [400] 84 352 409 47 84 85 88 93 1400] gS 98 523 40 44 68 643 68 70 834 88 [400] 986 [400] 87 1000 71 73 [400] *• iS. 102 9 27 96 98 329 48 57 412 537 621 53 64 764 (2000) 90 [2000] 905 “ 96 [3000] 2053 60 70 86 88 154 [400, 88 248 92 [400] 324 52 1400] 78 510 639 [400] 41 61 712 90 870 84 [1000] 932 75 90 3041 100 74 960 345 419 [400] 40 59 [2000] 505 6 (400 626 55 65 91 870 4037 [1000] 111 2Ö7 11 51 [1000] 301 79 400 55 & 82 625 799 [1000] 816 J1450U6 84 pioOJ 85 470 82^33 639 84 99 757 853 946 5255 6103 [400] 88 [5000] 95 200 323 411 15 44 76 [1000] 87 617 61 736 78 861 911 901400] 7013 23 54 92 [1000] 119 32 210 [2000] o7 [400] 58 331 58 531 1400] 69 [1000] 605 755 77 88 [10)000] 99 816(400) 71 909 |400 . 30 56 [400]J 8138 50 224 361 495 577 692 (400 ) 831 61 67 912 24 44 «3 9004 44 47 101 43 315 [400] 444 46 514 29 38 52 669 708 34 59 812 17 PFLANZEN BUTTER Krone aller Speisefette Zu ba en m Delikat ea- uud Batterhandlargen. Alleinige Fabrikanhn: Roooa.Tassy&deRoux.G.m b.H. Hamburo. 1631