Nr. 56 • rfftetnt tSgltch aufeei Sonntags. Dem Gtetzener Anzeiger werden im Wechsel mit den, hessischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche deigelegt. RotattonSörud u. Verlag der Brühl 'schen Univers.-Buch- u.Stem- brucfertt (Ptetsch Erders Rebaftion, Lxvedition und Tnidetet; Schul st ratze 7. Abreise tüt Depeschent Anzeiger «letzen. KerniprrchantäilubNr 5L Drittes Blatt. 153. Jahrgang Samstag 7. Miirzi 903 GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giessen vezagdpeetsr Monatlich 7b Uk otertel» iührltch Ttt 2.20, durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich to W.. durch btePosl Ttt. 8 — vtenel- läbrl au«fd)L Bcliellg. Annahme von Anzeige» sür die lagcsnummex bi« potmutag« 10 Uhr. tfttlrnptei«. lokal UUU aeirväti« 20 Wg. <6«(anire«(llid); für den polii n. afigem teil; v Wittko tüt »Stadt und L'anb* und .Verichtdsaal* 6 u t f 13 lato; sür btn An- jeiqentetl: Pan« Ved. Kie deutsch. Tabakindustrie und v500 Verbrauchs- Artikel für 3 Mark franco?" Wir lesen in der „Südd. Tabakztg.": Vor uns liegt ein Gutscheinkataloa, der den Detaillisten Hühneraugenringe, Mausefallen, Belocipede, Kanzelreden, selbstredend für sämtliche Konfessionen, Photograph ieappa- rate zur ewigen Fixierung aller Dummköpfe — mit einem Worte: alles von einem Küchenlöffel bis zum Meyer'schen Konversationslexikon, vom Klosetpapier bis zu einer amerikanischen Tiamantzither verspricht, wenn die Menschen von der amerikanischen Firma Cigaretten kauten. Rauchen brauchen sie die Cigaretten nicht; die Hauptsache ist: Kausen und bezahlen. Auf jedes Gebrechen erhalten sie dann ver- s P rochen einen Coupon, auf jeden Floh eine Hundehütte. Cine andere Art Couponschneiderei ist ausschliesslich für die Raucher bestimmt". Die Detaillisten sollen sich für die Zukunft einer gebundenen Marschroute, vom Trust vorgezeichnet, unterwerfen. Die Firma aus Amerika appellier: direkt an solche „Raucher", welchen ein „Mensur-Kvrbschlager" ober ein „Kunstschützen-Pistol", Konstabler oder Radfahrer-Revolver lieber ist, als der Tabal und die schließlich, wenn ihnen ein „Kunstschutzcn-Pistol", Konstabler- oder Radfahrer Re Buttermilch von der Ferne winken, gewalzte amerikanische Birginiastengel für türkische Tabake rauchen. Man appelkert direkt an die Raucher, welchen ein Nagel- etui versprochen wird, wenn sie die Kontrole ausüben auf ihren Detaillisten, dem dafür ein „Manöoerbestect, seines Lederetui gesch1is,enes Trinkglas, „Barbierscife mit Pinsel" und Spucknapf mit Inhalt, versprochen wird, wenn er sich wieder vom Raucher im Dienste der Amerikaner kon- ttollieren läßt. Man apclliert so auf gegenseitige Ehrlichkeit — mit dem amerikanischen Dolch im Ledergurt (Katalog- Nr. 666). Dieses ganze Gutscheinsl)stem ist abgeguckt den geriebenen Wohltätern, welche „5uO Verbrauchsartikel für 3 Mk. franko" offerieren und den: Gimpel, der ihnen von dem ihm übrig gebliebenen spanischen SchatzgräMrgelb mit 3 Mk. auf den Leim geaangen ist, franko cinscnden: 460 Nähnadeln, 25 Stecknadeln, 13 Haarnadeln, 1 Glücksschweüichen für 2 Pfg. und ein Stück Christbaumschmuck, bestehend aus einem wattierten Lämmchen. Bei dieser ameniamfajen Geschäftsstelle sinkt der Fabrikant aus das "Niveau des hergelaufenen Marktschreiers; der Händler, bisher Kaufmann, wird fortab Kundeuzu- treiber für die Amerikaner und der Lwnsumeni soll mit Gutscheinen prämiiert werden wie etwa der Zugochse auf der landwirtschaftlichen Ausstellung „mit dem Preis", denn nicht, weil er Raucher ist uird den Tabakgenuß liebt, wird er mit einer Mundharmonika beschenkt, sondern weil er irgend ein Marterwertzeug aus der Trustkcnttktion benützen will, wird da — mit Tabakfabrilaten gehandelt. Ter gesamte Lrwerbszweig wird wirtschaftlich auf den Kops gestellt. Die deut chen Detaillisten fmb genug gewarnt worben! Ter an ber Spitze der Bestrebungen für die Fortsetzung des ererbten soliden deutschen Tabaki)andels stehende Dresdener Detaillistenoerein hat die Wege in seinem Anschreiben vorgezeichnet, die ber Tetaillist einzuschlagen hat, um bas Trust- Wesen aus^urotten. Wir erwarten von jebem beutschen Tabakinter.ssenten, baß er diesem Beispiele Folge leiste, damit nicht ein blühender Geschäftszweig nad) amerikanischer Litte ausg. plündert werde, den Fürst Bismarck nicht für hunderte von Millionen fürs Monopol erobern konnte. In wessen Tienst dieses dollaesüchtige Ainer.kanerlum inDeutsch- land steht, wissen wir nicht, aber wem brächte die Verekelung des deutschen Tabakgewerbes Vorteil'? Ob nicht die Absicht vorherrscht, das Geschäft zu verhunzen, damit die Entschädigung bald unb vorwiegend den Amerikanern in bett Schoß fällt? Der Gebanke mag in New Jersey gehegt unb gepflegt werben, aber Sorge bcs deutschen Tabakgewerbes wirb es bleiben, baß bie „Dollargutschein- Menschenfreunde" mit leeren Händen von bannen ziehen. Aus Siuöl und Land. Gießen, 7. März 1903. ** Das Großh. Regierungsblatt Nr. 11, aus- gegeben am 3. März b. I., enthält: Vervrbnung, bie Ausführung bcs Gesetzes über bie Wohnungsfürsorge für Minberbemitteltc, vom 7. August 1902 betreffenb. Vom 24. Februar 1903. ** Bei den 42 öffentlichen Sparkassen bcs Großherzog tu ms ist im Verlaufe des Jahres 1900 bie Zahl der Einleger von 235 561 auf 242 033, also um 6472, die Gesamtsumme ber Einlagen von 196 655 025 Mk. auf 203 257 140 Mk., also um 6 602115 Mk. gestiegen. ** A u f ber L e h r l i n g s s u che befinden sich gegenwärtig roieberum Hunderte von Hatidwerksrncistern, wie das aus den zahlreichen Inseraten in den Blättern heroorgeht. Während früher dem Handwerkerstände tüchtige und intelligente junge Leute von selber zuströmten, will heutzutage leider Gottes nur ein ganz kleiner Bruchteil der die Schule verlassenden Knaben und deren Eltern vom Handwerk etwas wissen. Entweder zieht die Aussicht auf sofortigen Verdienst Tausende in die Fabriken und in andere Berufe, ober ber Junge muß etwas Höheres werben, als sein Vater. Unb boch, welche Ueberfülle an tüchtigen unb unbrauchbaren Elementen herrscht g.rabe im denjenigen Er- werbskreisen, von denen man sich so viel verspricht, welche Enttäuschungen müssen Tausende und ^b.rrnu,ende erfahren, bie fick) biesen Berufen zuwenden, während bas ehrfame Hanbwerk jebem fleißigen, geschickten Mann doch jeoerzeit sein gutes Brot giebt. Gerabe bas Handwerk braucht intelligente Kräfte, einen Nachwuchs von jungen Leuten, bie in der Schule etwas gelernt haben und denen nach ge- wissenhafler Ausb.ldnng und w Personen geboren (babon 1281 totgeboren). Tie entsprechenben Ziffern lauten für Ober- ijeffen 8515 (4401; 4114), totgeboren 271. btheinhessen 11 773 (6014; 5759), totgeboren 394. Starkenburg 18637 (9503; 9044), totgeboren 616. • Die meisten Geburten im Großherzogtum fallen in ben März, bie wenigsten in ben Nvvembii Dieser Monat ist neben dem April — unb zwar in allen drei Provinzen — ber an Eheschließungen reichste. Im ganzen würben 1901 9821 Ehen geschlossen, bavon allein 2173 in den genannten Monaten. Gestorben sind 1901 (einschließlich ber Totgeborenen) 21475 (11185 männliche, 10 290 weibliche- Personen; ber Geburtenüberschuß betrug also im Großherzogtum 16169 Köpfe. m. T a r m st a b t, 5. März. Der Bor staub bes H eilst ä 11 e n v e r e i n s hat in ber Gemarkung Winterkasten ungefähr 15 Morgen Gelände als Bauplatz ber ge- planten Lungenheilstätte für Frauen sich vorläufig gesichert. Tie Vorarbeiten der Bauarbeiten werben alsbalb in Angriff genommen werben. Somit soll die Lungenheilstätte, die zum Segen der unbemittelten und minderbemittelten lungenleidenden Frauen Hessens dienen soll, in der idealen Höhenlage am Abhänge ber Neunkircher- höhe erbaut werben. Ter Verein, lediglich auf die Unterstützung durch Mitgliederbeiträge unb freiwillige Zuwenb- iingen angewiesen, bittet alle, die ein Mitgefühl für ihre leibenden Mitmenschen haben, ihn in seinem gemeinnützigen Bestreben durch Zeichnung eines Jahresbeitrags (Mindestbeitrag 2 Mk. pro anno; oder eines einmaligen ScherfleinS zu unterstützen. WarnungI Die meisten Nachahmungen von Df Hommel« Haematogen werden, um das D. K. K No. Bi,3vi zu umgehen, m t Zuui.fenaume von Aelher bereitet, ein Zusatz, der insbesondere iür Kinder und Nervöse direkt schädlich ist. Um sicher zu sein, das aetherfrele Original-Präparat zu erhalten, verlange man stets ausdrüduich Dr. Hommel's Haematogen und achte auf die Schutzmarke „Säugende Löwin.“ 92 Plaudereien aus der Kaiserstadt. (Nachdruck verboten.) Die neueste Großstadt. — Ihre Vergangenheit. — Wie fie sich einsührte! — Rixdorfer Kunst. In biesen Tagen hat roieber eine ber Berliner Schwesterstäbtc bie ersten 100000 in ber Einwohnerzahl erreicht und ist dadurch zur „Großstadt" geworden, wie Charlottenburg, das bekanntlich auch einmal ein Torf war unb bamals Lietzow hieß. Ich rebe von Rixborf, das ber Welt minbestens durch ben schönen Gassenhauer bekannt ist, wie augenblicklich unser „Komm Karlineken ttsw." Paris hypnotisiert hat: der berühmte „Rixdorfer", in dem es verkündet wird, daß in Rixborf „Musike" ist! Die Besucher von Berlin, kommen selten in das rapid gewachsene Straßengebiet Rixdorss, das mit Südberlin überall zusammenhängt. Rixdorf hat feine historischen Anziehungspunkte wie Charlottenburg mit seinem Schloß and Mausoleum, keine Naturschönheiten wie Tegel oder die Grunewaldnester. Es ist eine nüchterne, durchweg im billigen Kasernensiil gebaute Industriestadt mit armer Bevölkerung und hohen Kommunallasten. Vom Meuzberge mit seinem herrlichen „Viktoriapart" sehen es bie Fremden liegen. Militärschießstänbe und Friebhöfe, Bahn-Terrain unb Fabrikanlagen vervollftänbigen das Bild unb verschönen es nicht gerabe. Tenn wer sieht es bem alten chlichten Kirchhof bort unten an, baß bie Helben von 'Äroßbeeren und Tenncwitz unter seinen Hügeln schlummern; mehr als 2000? Ursprünglich war Rixborf ein wenbischer Ort, dem ;,eboch später bie Träger ber christlichen Kultur, bie Tempelherren von „Tempelhof" in Besitz nahmen und einen christlichen „Hof" daraus machten, ber wohl einem Ordens- imelfter zu Siebe ober vielleicht auch nach seinem ersten Wächter „Richarbsborp" getauft wurde, aus dem sich dann oallmähl.ch bas zunächst frembantlmgenbe „Rixborf" ge- Silbet hat. Anno 1737 kam frisches Blut in bie wendische Mar fr ässe, freilich mischte es sich nur sehr langsam mit bem alten. Friebrich Wilhelm I. zog eine Anzahl böhmischer Weber in sein Lanb unb wies ihnen Wohnsitze in Rixborf an, wo sie jeboch in einem abgegrenzten Komplex bes Dorfes lange ganz unter sich lebten, bas alte >,Böhmisch Rixborf". Die Weberei hat sich übrigens bis auf ben heutigen Tag dort erhalten, nur baß bie schönen Zeiten für bieses alte gute Handwerk leiber längst vorüber finb. Früher, als es noch feine Damenmäntel gab, versorgten Berliner unb Rixborfer Weber bie Welt mit den großen Umhangtüchern, bie in ben Schränken unserer Urgroßmütter noch hier unb ba zu finben sind: schöne, phantastisch gemusterte Gewebe mit vorherrschender Orangefarbe. Damals Dcrbiemen die Weber ein tüchtig Stück Geld, reisten auf bie Messen unb waren angesehene Leute. Aber selbst, wenn bie alte Mobe roieber einmal lebenbig würde, die Weber selbst dürften nicht allzuviel baoort hoben, ba ihnen bie Massenfabrikation so oder so eines Tages boch ben Garaus macht! Ihr Debüt als Großstabt hat Rixborf auf eine eigen» tümliaje Weise gegeben, und die Polizei h^t babei bie Regie geführt. Sie hat nämlich Plötz.icy eine Maß- unb Gewichtsrevision vorgenommen, eine Maßregel, bie den arglosen Geschäftsleuten gerabezu verwerflich erschienen sein muß, da man ihnen vorher nicht einmal ben leisesten Link gegeben hatte. Bei bieser eiligen Revision hat es sich herausgestelit, baß in einer bec flottesten Geschäftsstraßen ber hoffnungsvollen Großstadt nur ein einziges Geschäft gefunden wurde, in dem alles in Ordnung war. Dieser eine sott sich nn.-..n. Wenn man erfährt, baß es weit über LanfaU) ^tüct waren, wirb man das begreif Ua) fmben: Das wirst ein böses Licht auf Rixborf; aber „Menschen Jan mer alle i" — auch in Berlin und an anderen Orten sott fern Mangel an Leuten fein, bie lieber weniger als mehr fürs Geld geben. Ich kenne eine Berliner Hausfrau, bie ohne große Lamentationen Buch über Minbergewicht führt, unb mir vorgerechnet hat, baß sie an Butter allein pro Jahr 20 Pfunb zu wenig erhält. Der Verlust ist nicht so arg wie er aussieht, ba ein gut Teil verkappter Margarine bazwischen steckt, bie bekanntlich blos bie Hälfte wert ist! Um von Rixborf zebuch auch etwas Gutes zu sagen, bitte ich ben Leser, mit mir nach ber Berliner Straße dort zu roanbern. Dicht neben bem alten Jakobikirchhof finbet lich ein Komplex von Gebäuden, ber einen Zweig allererster Kunst repräsentiert. Es finb bie Werkstätten der Glasmosaik-Gesellschaft Puhl unb Wagner, bie vor kurzem burch Kaiserliche Verfügung zum Hoflieferanten unter Erlaß ber Stempelgebühren ernannt worben ist. Es ist ein interessanter Rundgang, den man hier vornimmt. Man sieht, wie bic schönen Mosaiken entstehen, vom Glasschmelzofen angefangcn. Man blickt bem Zeichner über bie Schulter, der ein prächtiges Kirchenfenster entwirft, man läßt sich von einem Meister erklären, wie sehr es auf ben richtigen Härtegrab anfommt, wenn eine Mosaik trollenbet erscheinen soll, wie Farbe, Reflexfeuer, Tiefe unb Fülle ber kleinen Steinchen sorgfältig vorbereitet werben, um eine vornehme Gesamtwirlung herdeizuführen. Hier entstehen bie wunberoollen Mosaiken für ben neuen Tom unb bie herrliche Kaiser Lilhelm-Gcdächtniskirche in Charlottenburg. Auch der kunstvolle Altar, Den ber Kaiser seinerzeit bem Kloster Maria Laach gestiftet hat, würbe hier ausgeführt. Und so manches schöne Srück Gelb, das früher nach Venedig rollte, wo bekanntlich bisher musivische Arbeit für bie ganze Welt geschaffen wurde, kann jetzt im Lande bleiben, unb zwar in Rixborf. Auch auf anderen Gebieten leistet die Jndusirie Rixoorss sehr Anerkennenswertes. Rixdorfer Linoleum ist keine schlechte Marke. Ebenso bringen Groß- tischlereien unb Brauereien tüchtigen Verdienst. Ter Klang des Gelbes in ber Tasche ist nämlich bie „Musike", bic auch bem Rixborfer trotz ihrer Kreuzpolka bei weitem bie liebste ist! - 21. 9t des Bezirks Lollar. I Bekanntmachung März an den Unterzeichneten 1414 Rohrbach, Vorsitzender. Prämiierung ist mit der Anmeldung ein- darauf aufmerksam, daß die u. a. als Vorbedingung für liche Nachteile im Gefolge hat. Für den Prüfungsausschuß des Ortsgewerbev. Lollar: Ablegung der Gesellenprüfung dre Anleitung von Lehrlingen und die Führung des Meistertitels erforderlich ist, ihre Versäumnis daher später empfind- Abteilung für Spareinlagen zur allgemeinen Kenntnis der Interessenten. Die diesjährigen gesetzlichen Gesellenprüfungen finden im Monat April statt. Hierzu gehören die Orte Treis a. d. L., Mainzlar, Daubringen, Staufenberg, Ruttershausen und Lollar. An derselben können alle junge Handwerker teilnehmen, deren Lehrzeit spätestens am Schlüsse der Prüfungen beendet ist. Anmeldungen hierzu sind unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars (bei uns erhältlich) bis zum 15. zu richten. Die Prüfungs- wer die altbewährte, vielfach preisgekrönte MAGGI-WÜRZE verwende. Schon ein ganz kleiner Zusatz derselben macht die einfachsten Suppen, Gemüse :c. kräftig im Geschmack. In Verfolg des Preisausschreibens zur Erlangung von Plänen für die Ansichten des Neubaues einer höheren und erweiterten Mädchenschule in Gießen sind 7 Entwürfe eingegangen, davon einer nut zwei Lösungen. . Das Preisgericht t>at dem Entwurf mit dem Nennwort „Wer die Wahl, hat die Qual" — Verfasser die Architekten Stein & Meyer in Gießen — den Preis zuerkcumt. Die Entwürfe werden am Samstag den 7. und Montag den 9. März, vormittags von 9 bis 12 Uhr, und am Sonntag den 8 März, vormittags von 10 bis 1 Uhr, im Stadtverordneten- M891 gebüßt beträgt 3 Mark und Der Oberbürgermeister: Izuscnden. Mecu m. I Wir machen insbesondere h flasMnngsgddspari Pfcrdcmarkt z« Gießen Am Mittwoch dem 25. März 1903 findet auf den städtischen . Marktanlagen nächst der Rodheimerslraße Pferdemarkt statt, tfurl Wir geben nachstehend die Bestimmungen für den Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge ge- <^^hr mit unserer tragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohnkutscheri ’ Huhu dahier wenden: Auskunft über sonstige Marktangelegenhelten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pserdcmarkt ist eine Wcin-Dersteigcrung in Bingen a. Rh. Mittwoch den 25. März d. F., vormittags lll/i Uhr, im „Englischen Hofe" zu Biugcu läßt Herr Hauptmann a. D. und .Kommerzreurat R, Avenarius Weingutsbesitzer iu GaualgcShcim, Ingelheim und Ockenheim «Rheinhessen) 10 1 und 5 2 Stück 1900er f Gaualgesheimer, Ockenheimer und 141 32 1901er f Niederheimbacher Weißweine; 20 2 4 4 1900er f Gaualgesheimer und Ingelheimer 22 2 ' 4 4 1901er \ Rotweine, worunter feine Auslesen^ öffentlich versteigern. ___ Probenahme für die Herren Kommissionäre an den ^-aneru in GaualgcShcim am 9. und 10. März. Allgemeine Probetage: In der Kellerei des Versteigerer^ egenüber der Station Gaualgesheim, am 18., 19., 20. 21. und 23. März, sowie m Bingen im Vcrsteigerungslokale am 2.,. Marz vor und ,nährend der Versteigerung.__^06 ©rtshranl{fiika|Fc Gicßk«. öffentliche Versammlung Sonntag den 8. März, vormittags 10% Uhr K. Vereinshaus Treviris, A.-G a) d) 1788 Das 1919 rm Kirschbaum - Rundem Buchen-Scheitholz, 3 n 11 12 Telephon 119. Sitte verta-gen Sie yreisflffe. Bergers Germania. Bank erhoben werden. Cacao 185 1955 Jt eld'Schränke tf W It II n b) c) scheiter, Elchen-Stämme von 27 cm Durchlnesscr mit 7,44 fm, Eschen - Derbstangcn mit 0,48 fm. Knüppelholz, Reisig, Stöcke, 12 181 157 800 107 5 Stangen 1. und 3 11. Kl., Buchen: 3 St. 11. Kl. = 6,83 Fstm., Weichholz: 3 St. 111. Kl. = 1,11 Fstm. und 5 St. 1V. Kl. = 1,23 Fstm., Schotten, den 20. Februar 1903. GroßhcrzoglichcS Kreisamt Schotten. Schönfeld. in der gestrigen General - Versammlung genehmigt worden und kann während der Kassenstunden im Gcschäftslokal der Bntzbach, den 1. Aiarz 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küchel. im Buchen-Scheitholz, „ „ Ktiüppelholz, „ Eichen- und Aspen-Knüppelholz, „ Buchen-Stamm- und --Astreisig, „ Buchen-Stammreisig in Schichlhaufen, Obstbaum-Stämme mit 0,47 trn, Eichen: 6 St. II. Kl. = 9,98 Fstm., 89 St. III. Kl. — 56,18 Fstm., 30 St. IV. Kl. — 6,53 Fstm. Arbeits-Vergebung Stra^en-Ueuöau. Radel- Eichen- und Radel- Gießen, im Dezember 1902. Aank für Kandel und Industrie Deposttenkaffe Kießen. Bankgebäude: Johannesstrastc 1. 1970 Der Vorstand. Holz-Versteigerung m den Waldungen der Gemeinde Nuppcriobu»g Montag, den 9. März d. Js., vormittags 10 Uhr beginnend, in den Distrikten Hohenberg, Buchwald und Roden. in Steins Garten. Tages-Ordnung: Sie neue Novelle zum MnleuversichemMesetz. Wir laden zu dieser Versammlung sämtliche Kassenmst. qlieder und Llrbcitgeber ein und bitten um zahlreichen Besuch. 1926 Der Vorstand. NB. Mitgliedern anderer Kassen, sowie deren Arbeitgebern ist der Zutritt, sowie das Eingreifen in die Diskusfioi' gestattet. Warnung! An Stelle des unübertrefflichen echten Dr. Thompson’s Seifenpulver werden dem Hausfrauen oft minderwertige Produkte ausgehändigt. Man achte genau auf die Schutzmarke „SCHWAN“ / Man verlange es überall! 280 145 239 114 6 18 Butzbacher Fasel-, Zuchtvieh- v. Lchmineniarkt ;.t den 19. Jlärz, 1903 mit Prämiierung von Z-ascln und Riuocrn statt. Gleichzeitig findet auch die Verlosung '^8 von ca. 14 Rindern, 25 Schiveinen, Ziegen, 10 Stämmen Rasse- Hühnern uird nützlichen Geräten ’ür Cefonomic unb Hauswesen, im Ganzen ca. 350 Gewinne, statt. . yapr Lose ä 1 Mk. sind burd) Rechner H. Forbach zu beziehen. Fabrik: Robert Berger, Pöeeneok i. Th. Nadelholz: 43 St. 111. u. IV. Kl. — 17,84 Fstm. 3 Stangen 1., 7 11., 35 111., 100 IV., 150 V und 70 VI. Kl. Gr.-Rechtenbach (Kr. Wetzlar), 2. März 1903. “ * Bürgcrmeistcr-Amt. GewerbebanK Die Dividende pro 1902 ist mit III Oberkleen: a) Eichen: 1 St. II. Kl. ----- 2,32 Fstm., 40 St. IIL Kl. = 24,19 Fstm., 3 St. IV. Kl. ----- 0,78 Fstm., b) Nadelholz: 59 St. HL u. IV. Kl., = 14,13 Fstm., 21 Stangen 1. Kl., 7 II., 44 111. Kl. und 144 Rm. Nutzholz. Panzerkassen. Aktenschränke 3493 rar Gnmeinrltn nnd Kassetten und Kopierpressen preiswürdig. fr. Krozmann, KaMenschraokfabrik. verbunden, für welche 1565 Mark zur Verfügung stehen. Der Prämticrungsplan ist von Herrn Oekonomierat Schtente, vardthof bei Gießen,'zu erbitten. Tie Preisverteilung erfolgt tm Anschluß an die Prämiierung um 12% Uhr. Ommbusverbmdung von dem Bahnhof nad) dein Atarktplatz und zurück. Am 26. Marz, nachmittags 2 Uhr, findet in der Turnhalle der otadtknabenjchule eine Veriosuug Fichten-Rcisstcmgen „ 2,18 „ Eine Partie Itadststanimreifig m Abteilungen (teils zu Ernst Challier (Rudolphs Nacht.) Giessen. Special-Geschän für lisimartn aller Art Grosse Answahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko Musikalien-Handlung und -Leibanstalt Spezialität: Billige Aosgaben. Obst- n. Gemüse-Konserven in besten Qualitäten zu billigsten Preisen empfiehlt 1566 J. M. Schulhof. Jakobstrasse 28/30 Moselstrasse 6/12 WelDgroMshandlutig Lieferanten vieler Offizier- a Civil-Kasmos empfiehlt in reichster Auswahl ihre Mosel- und Saarweine on kleinen Tischweinen bis za den edelsten Creacenzen der ersten Wein- gatebesitzer. Garantie für Naturreinheit. Preisliste steht portofrei zu Diensten. Beicbsbank-Giro-Konto. 6196 Fernsprech-Anschluss Nr. '41. Telegr.-Adr,: „Treviris“, Trier. statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Ge- BettiMMUNakN: rätschasten,Haushallungs° und Gebrauchsacgenstanden. Der General- V " nertrieb der ^ojc ä 1 Marl ist dem Herrn Richard Buchacker j. Tas Emlagebud) wird mit 10 Plg. berechnet, dahier übertragen. „ 12. Einzahlungen können täglich gAesttet werden. Gießen am 1. Februar 1903. 943 3. Das Emlagebuch ist von dem Besitzer gut zu verwahren. Die Pferdemartt-Kommission. 4. Kommt ein Emlagebuch abhanden, jo hat der Sparer unver- Jean Ktrch, Stadtverordneter. züglich bei der Bank Anzeige zu erstatten. ---— '5. Tre Batik ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, bei Kapital- rückzahlungen die Legttimation des Dorzeigenden zu prüfen. 6. Die Beijchreibung der Zinsen erfolgt im Januar jeden Jahres in den Büchern der Bank. Die Besitzer der Einlagebüchcr können die Auszahlung oder Beischreibung jedoch ganz gelegentlich auch in anderen Atonalen veranlassen. 7. Kapitalien unter luuo Mark können ohne Kündigung abgehoben werden, dagegen hat der Zurücknahme von Beträgen über lOuü Mark in der Regel eine dreimonatliche Kündigung vor- knüppelholz, Zusammenkunft im Distrikt Hohenberg am Fußpfad nach Wetterfeld. jSß. Für diejenigen Steigerer, welche mit der Bahn kommen, wird an der Haltestelle Wetterfeld ein Führer bereit stehen. Dienstag, den 10. März d. Js., vorm. 10 Uhr beginnend m den Distrikten Ziegenberg, Langenberg u.Bürgelberg. Bohnenstangen geeignet). Das Dürrholz im Distrikt Langenberg und Bürgelbcrg wird mittags beim Feuer nnvorgezeigt versteigert. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr in der Hcrzau am Waldeingang. Ruppertsburg, den 2. März 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruppertsburg. Lehr. 1944 Die zum Bau einer Kreisstratzc von Rudingshain uach der Poppeustruth (Länge 3243 lsd. w) erforderlichen Arbeiten und Lieferungen und zivar: Erdarbeiteu: 14655 obm Füllmasse zu lösen, 7807 ebm Erdtrans-1 aiiszugehen. „ , port (größte Dransportlänge 90 m), Herstellen von g. Bormünder können die Zinsen für chre Mündel erheben, wenn 3055 lsd. iu Reinplanie, 6220 qm Rasenansatz, sowie öqs Gericht nicht anders bestimnrt hat. Bei Kapitalrückzahl- das Ailssetzen vorkommender Steine. migcn bedars es der schriftlichen Ermächtigung der obervormund- Kanäle: Liefern, Belfahren und Verlegen von 211 lfd. m Eement-1 schastlichen Behörde. 42 röhren 0,3—0,4 mid 1,0 m weit. __--—-----------------—--------—----------- lLhansfiernna: Richten von 6110 lfd. m Wandsteinen, Liefern , • Ä Nutzholz - Verstergerungen cbm Uebergründungsmaterial, Herstellen von 13063 Gememdesaal zu Niederkleen, Kreis Wetzlar, Freitag qm Chaussierung. zz März 1903, Beginn vormittags 10 Uhr. Ortsdurchfahrt. h. Niederkleen: Erdarbeiten: 95 o.m Erdaushub . Eichen: 19 St. III. Kl. --- 10,97 Fstm., 8 St. SSu.1» km"ÄL.mg, 15 obm Bruchstein- IV. Kl. = 2M Fstm und 30,5 Rm Nutzholz, mauerwerk. b) Nadelholz: 64 St. 111. und IV. Kl. = 25,08 Fstm., Chauffieruug : Richten von 376 lfd. m Wandsteinen, Liefern von! Unb 75 Rm. Nutzholz. 136 «bm Basaltsteinen, Aufsetzeli dieser Sterne, Liefern . von 68 ci>m Klemschlag, liefern von 30 cbm lieber-s U- ^versguns. ~ tt n OA TTT ax gründungsmaterial, Herstellen von 752 qm Chaussierung sollen mittelst allgemeinen Wettbewerbs vergeben werden. Die Bedingungen liegen iverkläglich zur Einsicht der Interessenten m unserem Bauburearl offen. Angebotsfornmlare werden zum lselbst- kostenpreis, soiveit der Vorrat reicht, abgegeben. Entsprechend bezeichnete Angebote sind bis spätestens TtcuS- tag, dc» 10. März 1903, vormittags 11 Uhr, bei unterzeichneter Stelle portofrei emzusenden. Zusd)lagsfrist drei Wochen. Dasselbe gilt auch während dieser Zeit für Anfertigung Ziach. 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März 1903 nachmittags 5 Uar pünktlich im Saale des Cafe Leib: Vortrag des Herrn Di*. Heinrich Kraeger, Berlin: Wilhelm Busch für die Kinder. (Mit IOO Lichtbildern.) Zusammenhängende Abschnitte aus Max und Moritz und aus den Märchen und Possen von Busch. — Die Veranstaltung ist für Kinder berechnet, deren Verständnis Einleitung und Erläuterungen angepasst sind. Eintrittsgeld 30 Pfg. pro Person. Die Angehörigen unserer Mitglieder haben freien Eintritt. 1980 Der Vorstand. -L" u°i fei W'" 6röfjm" tro «fet Seite/« QMern Qlb “betA tk'i ImH die enbgilt eins bet Lektion di gesetzli-i 'prung be Arbeüersch seits in b zu Berlin zu suchen, schweizenll komitee in nationale der Seri n geben, Be Austausch lislijche Er bet Konser schloß mar amts dura bei den Le Arbeitern ( rischen Reg zur Reise, ungen man; eine Anzahl ihre lieber^ naten Ärbeil jichispuick tagte ^ong nur bürge von Regier vertreten. 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Eintrittekarten für die Angehörigen unserer Mitglieder (1 Dame frei) abends in der Kasse zu 50 Pfg., für Nichtmitglieder zu 75 Ptg. 1979 Die Vorstände. Hierdurch zeige ich ergebens! an, dass in vergangener Woche ein Doppel-Waggon Kinderwagen enthaltend die reizenden Neuheiten 1903, bei mir ein- getroffen ist. W'5' •S'S d.k w« blätter Word« bi RoianonSdr lag be' « UniDtd.'®1 druct»re' Platten und alle anderen Baruvcrksteinc in jeder gewünschten Ausfühnmg, Dachziegel, Rohre, Rinnen, Krippen, Tröge, 1». Portland-Ccment, gemahlenen Kalk ujlv. njio. Sehenswürdigkeit I. Hanges bedeutendstes Einrichtungshaus Mitteldeutschlands besichtigt zu haben. 160 Iiwr-WMW stets Werter vorrätig. Es sind kompL Einrichtungen von 1000 bis 15 000 Mk. einschliesslich der Küche in wirklichen Wohnräumen ausgestellt. Als Ausstellungs - Lokalitäten dienen zusammen 8 Läden mit 20 Schaufenstern . und 6 vollständigen Etagen. Streng fest« Preise. Alles offen ausgezeichnet. 10jährige Garantie. 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