Erstes Blatt Samstag 7. bruar 1903 monat 153. Jahrgang Nr. 3Ä Orhchetnt täglich außei SoiinlagL. Dem «Lietzener Anzeiger werden im Wechsel mii dem hessischen Landwirt Du Giegener Fainilien- blättei oicvniol in der Woche bctgelegt tHotüHonsörud u. 93er- Ic.y der Brühl 'scheu Uiiiverl.'Bnch- u.Slein- brurferei (Pietsch Erden) Redaktion. ErvedMoo unb Druckerei Lchi> kstraße 7 81 bulle iür Deveschen^ Anzeiger (Stehen. FrcnIvrrchcinicblutzAr 51. die Post Mk. 2.- oterteU lährl. auöschl. Beslellg. Annahme oon Snzeige» sür die Xagefinummex bifl oormtUagi 10 Uhr. ßctlenput»; lokal 11W, au6rpärtl 80 Psg. verani wörtlich, für den poliL a. aügem, teil: P. Witiko: sür .Stadl und üanb* und /LerichtSsaal* 6 q r | Plato, sür den Anzeigenteil: Hans Deck vezngSpret», !lich7bPs^oiette^ tährlich wik. 2.20; durch Abhole- u RrvetgfleUen aionalhcb 6o Ps.; durch GietzenerAnzeiger General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Drlranntmachung. Betr.: Gesuch des August Gabriel jr. von Gießen um Genehmigung zur Anlage eines Dampfkessels. Fabrikant August Gabriel jr. zu Gießen beabsichtigt auf dem Grundstück Flur IV Nr. 464 710 dec Gemarkung Heuchelheim eine Dainpskesielanlage zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang oom Erscheinen dieses im Kreisblatt für den Kreis Gießen an gerechnet auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürger- lneisterei Heuchelheim zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meidung des Ausschltisses bei Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim vorzubringen. Gießen, den 6. Februar 1903. Großhei a >! n>, ,*t iTtsamt Gießen. I. 93.: Dr. Wagner. Bekanntmachung. In der Zeit oom 1. bis 7. Februar 1903 wurden tn hiesiger Stadt gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 schwazrer Damenhut, 1 Paar Herrenhandschuhe, 1 Armband, 1 Schlittschuh und 1 Stück einer Boa; oerloren: 1 goldene Damenuhr, 1 goldener Kettenring und 1 Weinzipfel. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 7. Februar 1903. Großherzoglicves Polizeiarnt Gießen. Hechler. Die Htaisöewiüigungeu für Hberyessen. Original-Artikel des „Gießener Anzeigers". R. B. Darm stadt, 5. Febr. Unter den im Etatsjahr 1903/04 für die Provinz Oberhessen zu bewilligenden Mitteln für staatliche Neuanlagen oder Erweiterungsbauten steht, wie das der Natur der Sache entspricht, die Provinzialhauptstadt Gießen obenan und hier natürlich wiederum die Landesuniversität. Sie hat in oen letzten Jahren einen so erfreulichen Aufschwung genommen, daß die jetzt in Benutzung stehenden Räume fast sämtlich völlig unzureichend geworden sind und eine energisch durchgreifende Abhilfe wirklich dringend geboten erscheint. Auch der Finanzausschuß der zweiten Kammer hat sich in den darüber mit den Regierungsvertretern gepflogenen eingehenden Verhandlungen von der Notwendigkeit der Fertiastellung der geplanten Neubauten überzeugen müssen und oeshalb auch mit Ausnahme eines für das akademische Forst-Jn- stitut vorgeschlagenen Neubaus alle anderen Forderungen für Gießen bewilligt. Es handelt sich vor allem um den Bau einer chirurgischen und einer ophthalm alogisch en Klinik. Die Frage des Neubaus selber ist schon bei der vorjährigen Etatsberatung entschieden worden, indem die Kammer als erste Rate 125 000 Mark dafür bewilligt hatte. Nach der jetzt vorliegenden genaue Baurechnung sind die Ges amt kosten für die chirurgische und die ophthalmologifche Klinik nach Abzug des Erlöses für das akademische Krankenhaus auf 1323 000 Mark berechnet. Zur üonftänOigen Fertigstellung des Rohbaus der Hauptgebäude, des Wirtschaftsgebäudes und verschiedener Nebenanlagen werden jetzt als zweite Baurate gefordert: 340 OOu Mark für die chirurgische Klinik, 172 600 Mark für die ophthalmologifche Klinik und 22 400 Mark für die Nebenanlagen, in Summa dl)0-535 000 Mark. Ter Finanzausschuß beantragte mit Stimmenmehrheit die Bewilligung dieser Summe und die Kammer wird dem Anträge zweifellos entsprechen. Weiter ist bekanntlich die Erbauung neuer veterinärmedizinischer Institute geplant, für welche die Baukosten auf insgesamt 600000 Mark veranschlagt sind. Es sollen aber zunächst nur zur Ausführung kommen ein neues Anatomiegebaude, veranschlagt zu 104 850 Mark, ein Gebäude für pathologische Anatomie zu demselben Kostenpreis, eine chirurgische Klinik, veranschlagt zu 111690 Mark und endlich Nebenanlagen, Terrainregulier- ungen, Einfriedigung usw. wofür 20 610 Mark in Rechnung gestellt sind, in Summa also 342 000 Mark. Da hiervon bereits ebenfalls im vorjährigen Etat eine erste Rate un Betrag von 150 000 Mark bewilligt wurden, so bleibt als zweite Baurate noch ein Betrag von 192 000 Mark rückständig. welchen der Finanzausschuß gleichfalls zur Bewilligung zu empfehlen beschlossen hat. Die Notwendigkeit der Erbauung eines medico- m e ch a n i s ch e n Instituts ist bei der vorjährigen Etats- fceratung ebenfalls anerkannt und für die Vorarbeiten Der Betrag von 9000 Mark bewilligt worden. Die Gesamttosten für die Fertigstellung dieses Instituts sind auf 85 000 Mark berechne: worden, sodaß als letzte Baurate noch 76 000 Mark zu bewilligen übrig bleiben. Ebenso rvurden im vorigen Jahr für die Erbauung einer Zeritt r a l w a s ch a n st a l t, deren Kosten sich auf 81000 Mk. stellen, 9000 Mark bewilligt. Auch den Rest dieser Summe FU bewilligen, wird vom Finanzausschuß beantragt. Für die neue Universitätsbibliothek waren Die Gesamtkosten auf 526 000 Mark veranschlagt. Von diesem betrag werden jetzt als dritte und letzte Rate noch 244 000 Mart eingeforberi, deren Bewilligung der Finanzausschuß gleichfalls beantragt. — Für den Anschluß der Kliniken, Oer Beterinäranstalt, der psychiatrischen Klinik an die Mdtische Kanalisation waren vor zwei Jahren zur Anlage eines Entwässerungskanals 11900 Mark bewilligt worden, wovon bisher nur 1400 Mark für eine Desinsektions- anlage verwendet wurden. Da zur Durchführung der Entwässerungsanlagen auch für die neuen Baulichkeiten ins- besamt 23 000 Mark erforderlich sind, soll noch eine Rest- sorderung von 12 500 Mark erhoben werden. Zu ergänzen ist noch unsere Mitteilung m Nr. 29 des „Gieß. Anz." über den Dispositionsfonds der Landesuniversität dahin, daß zwar, wie gemeldet, 1000 Mark gestrichen worden sind, aber nicht von den 7500 Mark, die im vergangenen Budget ausgeworfen waren, sondern von den 9000 Mk., die der diesmalige Voranschlag aufweist. Cs bleiben also disponibel 8000 Mark, das sind 500 Mark mehr, als wie sie das vergangene Budget enthielt. Als vollständige Neuforderung ist im vorliegenden Etat der Bau eines neuen Gebäudes für das akademische Forstinstitut aufgetaucht. Es war beabsichtigt, da sich die jetzigen Räume für die Sammlungen und das Auditorium als zu klein erwiesen, dieselben in das derzeitige Dienstgebäude des Hochbauamts zu verlegen, dessen Erwerbung man mit Rücksicht auf seine günstige Lage einem Neubau vorziehen würde; es brauchte an dieses Gebäude nur ein Hör, aal an gebaut zu werden. Es müßte aber alsdann für das Hochbauamt ein neues Gebäude errichtet werden, dessen Herstellung sich inkl. Geländeerwerb auf 72 OuO Mark stellen würde. Dazu tarnen dann noch 20 000 Mart für den Hörsaalneubau. Im vorliegenden Etat wurden nun als erste Rate für den Geländeerwerb 18 000 Mark gefordert. Mit Rücksicht daraus aber, daß „die Forderungen für die Landesuniversität in den letzten Jahren ganz außerordentliche gewesen seien und der gegenwärtige und der zukünftige Voranschlag noch damit belastet sei", wurde diese Forderung mit 5 gegen 2 Stimmen avgelchnt. Zu dem vom Finanzausschuß sehr ausführlich behandelten Kapitel 123 war schließlich die Entscheidu.ig dahin gefallen, daß der von der Regierung beantragte Erwerb des neuen Schlosses in Gießen als Lcuibeseigen- tum zum Preise von 31570 Mark vorläufig zurüctgeschoben werden solle. Ter Finanzausschuß war aber der Meinung, daß trotzdem der innere Ausbau des Schlosses weitergeführt werden müsse, nachdem die äußeren Restaurationsarbeiten beendet sind. Die speziellen Verwendungszwecke des Schlosses sind noch nicht festgelegt, doch soll das ganze Gebäude demnächst der Landesuniversität überwiesen werden. Der von der Regierung zum inneren Ausbau verlangte Betrag von 25 000 Mark wurde vom Finanzausschuß genehmigt. Neben diesen Bauausführungen in Gießen ist nun zunächst Friedberg zu erwähnen. Dort ist ein Neubau für ein Dienst- und Wohngebäude für das Hochbauamt und die Oberförfterei zu Friedberg im Entstehen begriffen. Von den im ganzen auf 101700 ML berechneten Baw- kosten wurden im vorigen Jahre bereits 76 410 Mk. bewilligt, sodaß noch eine Restforderung für das neue Etatsjahr im Betrage von 25 290 ML aussteht. Diese Summe beantragt der Finanzausschuß zu bewilligen, ebenso zur Mobiliarbeschaffung für die Diensträume des Hochbauamtes Friedberg 3500 Mk. Eine weitere Ausgabe betrifft die Blindenanstalt Friedberg. Der seinerzeit zu Lasten der Ohler-Stiftung erworbene Bauplatz soll zwecks Neubaus einer Blindenanstalt sür das Landeseigentum angekauft werden, was 35 OOU Mk. erfordert; sie wurden bewilligt. Verschiedene Veränderungen in Bad-Nauheim unterliegen ebenfalls der Zustimmung des Landtags. Es wird zunächst für die Erwerbung der Kolonnade im Park daselbst der Betrag von 15000 Mk. gefordert und bewilligt. Das Benutzungsrecht derselben- steht bis zum Jahre 1918 einem Konzessionär zu, der nur 200 Mk. jährlich dafür an Pacht zu entrichten Hot, dafür aber jährliche Mietsbeträge von 6600—7000 Mk. erzielt. Noch Ablauf der Konzession würde die Kolonnade kostenlos in das Eigentum des Staates übergehen. Da es aber nicht im Interesse des Letzteren liegt, noch 15 Jahre zu warten, so empfiehlt der Finanzausschuß, die Erwerbung schon jetzt zu vollziehen. Die Negierung beabsichtigt ferner, eine eigene Jn- slallationswerkstätte einzurichten, da sie hieraus eine erhebliche Ausgabenersparnis sich verspricht. Die hierfür erforderlichen Kosten von 20 000 Mk. beantragt der Ausschuß, zu bewilligen, ebenso 3500 Mk. für die durch Aufstellung eines neuen Heizkessels notwendig gewordene Erweiterung des Kesselhauses daselbst. Der Gesamtbetrag für diese Ge- bäudeausgaben, 38 500 Mk., soll dem Kurfonds entnommen werden, dessen Mittel damit erschöpft sind. Im ordentlichen Etat für Saline und Badeanstalt Nauheim ist, wie schon früher erwähnt, die Einnahme mit 818000 und die Ausgabe mit 716000 Mk. bewilligt worden. Man hat hier als Mehreinnahme an Badegeldern 10 000Mk., nämlich 510000 statt 500 000, und ebenso 10 000 Mk. als Mehreinnahme an Mutterlauge (87 000 statt 77 000 Mk.) und für Mineralwasser-Vertrieb 20000 anstatt 1580 Mk. eingestellt. Im ganzen ergiebt sich für das neue Etotsjcchr eine Mehreinnahme von 39 925 Mk., der eine Mindereinnahme von 225 Mk. an Pacht und von 4700 Mk. wegen Wegfall des seitherigen Kurfonds gegenübersteht. Der Finanzausschuß hat, wie ausdrücklich betont wird, die Ansätze der Regierung nicht beanstandet; sie entsprechen der in hohem Maße fortschreitenden und für das Land erfreulichen Entwickelung des Bades Nauheim. So glänzend die Finanzverhältnisse bei Bad-Rauhe im sind, so wenig befriedigend sind sie hinsichtlich der Badeanstalt Bad Salzhausen bei Büdingen. Der Etat für diese Badeanstalt erfordert im neuen Etat eine Ausgabe von 57 630 Mk., welcher nur 16 677 Mt. als Einnahme gegen» überstehen, sodaß er» Staatszuschuß von fast 41000 Mk. erforderlich wird. Der Finanzausschuß war der Meinung, daß ein derartig hoher Zuschuß auf die Dauer nicht zugestanden werden könne. Die Regierung bemerkte dagegen die bisherige Bohrung nach Soolwasser sei nicht zufrieden stellend gewesen; man sei genötigt gewesen, um nicht bi» in das Unternehmen gesteckten Mittel als verloren anzw sehen, die geforderten 41000 Mk., sowie demnächst zu erneuten Bohrungen weitere 100000 Mk. aufzu- wenden, mit der sicheren Aussicht, bann das erforderliche» Soolwasser zu haben, um das Bad rentabel zu machen. Dei Finanzausschuß steht der Sache zwar sehr skeptisch gegen, über, will aber den Hoffnungen auf eine demnächst doch noch zu erwartende Rentabilität des Bades nicht alle Berechn gütig absprechen und beantragt daher die Genehmigung der obengenannten Anforderung. Unter den außerordentlichen Ausgaben des neuen Etats ist noch der schon erwähnte Geländeerwerb zur Erweiterung des Bahnhofs Hungen erwähnt, der mit 67 200 Mk. genehmigt wurde, während die Gesamtkosten für die Bahn- hosserweiterung auf 410000 Mk. berechnet sind. Der ordentliche Etat weist noch für die Ob üb au sch ule und landwirtschaftliche Winterschule zu Friedoerg eine Einnahme von 5470 Mk. und eine Ausgabe von 25090 Mk. auf, deren Bewilligung vorgeschlagen wird. Für Aufforstung von Gc- meindewüstungen und Meliorationen von Hutweiden im Vogelsberg sollen 6000 ML von der Kammer betoiHigl werden. -------------- - -- ' ...... . Politische Tagesschau. Eudell-Willich. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Die „Soff. Ztg." läßt sich aus der Provinz Posen berichten, man nehme dort an, daß der Kaiser in Danzig, wo er dem kranken General v. Mackensen einen Besuch machte, bewogen worden sei, das ehrengerichtliche Urteil gegen Major a D v. EndelL abzuändern. Wir stellen gegenüber diesei aus der Lust gegriffenen Behauptung fest, daß zwischen dem Kaiser und General v. Mackensen die Angelegenheit Endell nie und mit keinem Worte berührt worden ist. Ueber das Material im Falle Willich, auf das im preuß. Abgeordnetenhause von Freiherrn v. Wangen-, heim wie schon früher in der Presse von Major a D. Endell hingewiesen wurde, schreibt die „Preuß. Korr.": „Cs dürfte seine guten Gründe haben, wenn beide Herren so lange wie möglich für sich behalten, was ihrer Ansicht nach nun eigentlich gegen die Honorigkeit des Landrats v. Willich vorliegt. Die von ihnen so diskret gehüteten Tatsachen beschränken sich nämlich lediglich auf den Vorwurf einer zweimaligen Satisfaktionsverweigerung, der gegen Herrn v. Willich erhoben wurde. Herr v. Willich hat es allerdings abgelehnt, auf zwei ihm zugegangene Herausforderungen hin sich zu stellen; er hat dies getan nicht aus prinzipieller Gegnerschaft dem Zweikampf an sich gegenüber, sondern lebig* lich, weil er nicht in der Lage zu sein glaubte, die Honorigkeit und damit die Satisfaktionsfähigkeit des Anderen anzuerkennen. Das militärische Ehrengericht hat Herrn v. Willich zweimal bestätigt, daß dieserhalb ein Makel nicht an ihm hafte, und es würde ihm seine Bestätigung zum brittenmale mit Vergnügen ausgestellt haben. Nicht Bedenken wegen einer zu erwartenden ehrengerichtlichen Entscheidung haben Herrn v. Willich in den Tod getrieben, sondern lediglich, trivial ausgedrückt, eine Art Verzweiflung an der irdischen Gerechtigkeit, die sich seiner im Zusammenhänge mit dem ganzen Verlauf des Konfliktes zwischen ihm und Posenschen Notabeln bemächtigt hatte. Herr Endell und Herr v. Wangenheim aber würden offenbar nur auf eine Art Heiterkeckserfolg rechnen können, wenn sie ihre Drohung wahr machen und ihr „Material" veröffenllichen sollten.^ Eine „Enttäuschung". Man schreibt uns aus Berlin: Auch aus vatikanischen Kreisen wird jetzt von einer Enttäuschung berichtet über die angekündigte Aushebung nur düs § 2 des Jesuitengesetzes. Das könnte nicht überraschen, nachdem die Zentrumsredner im Reichstag an den Dank für das Entgegenkommen der Regierung unmittelbar die Forderung nach voller Gerechtigkeit geknüpft haben Indessen verlautet, daß der Vatikan aufmerksamer Weise noch vor der Erklärung Bülows von der Teilauf- hebung in Kenntnis gesetzt, und daß dies mit Befriedigung aufgenommen worden sein soll. Trifft dies zu, so würde die „Enttäuschung" nicht recht verständlich sein.__________ Heer unb Flotte. Den diesjährigen Kai,erpreis des 18. Armeekorps hat Leutnant Gün t her vom Leib-Dragoner- Regiment in Darmstadt gewonnen. Ter Ritt ging über Darmstadt—Worms—Main^ nach Alzey. Es galt durch eine feindliche Vorpostenstellung in der Linie Nackenheim—Nie- der-Olm zu bringen unb bann eine feinbliche Division aus- zufinben, bie über Mainz im Rückmarsch auf Kreuznach sich befanb, unb vom Infanterie-Regiment Nr. 117 und 2 Eskadrons des Husarenregiments Nr. 13 mittels Flaggen bargeftellt wurde. Hieraus war die Meldung nach Alzey zu bringen. Ter genannte Offizier hatte die 156 Kilometer betragende Strecke, die zum Teil nachts zurückgelegt werden mußte, in 15Hz Stunden durchritten. Aus Stadl und Arad. Gießen, 7. Februar 1903. -tt- Die Schaufenster bet Kaufläden sollen mix erziehen helfen — darauf ungefähr geht bie neulich von geradezu ideales Schnupfenmittel bekannt, hat sich auch als Kunst und Wissenschaft. genue Löwin.“ Hof-Möbelfabrik und Kunstaohrelnerel von Ludwig Alter in Darmstadt mauer des allerersten Kirchleins, welches das ehemalige „Ober-Mühlheim" mit seinen 19 Familien freier Grundeigentümer und 13 Familien Leibeigener auf den Trümmern des von seiner Besatzung verlassenen Römerkastells erstehen ließ, soll, neueren Entschließungen zufolge, der Nachwelt * Influenza. Es ist Tatsache, daß man die Influenza in ihrer Bedeutung für unseren Organismus meistens ganz erheblich unterschätzt. Diese setzt gewöhnlich mit einem tüchtigen Schnupfen em. Jrregeführt von der falschen Meinung, daß ein solcher gesund sei und den Ausbruch ernster Er- kcantüngen verhüte, erträgt man den kleinen Anfall als ein notwendiges Uebel und kümmert sich nicht viel darum. Erst, wenn die „Erkältung" schlimmer wird, und zu den anfänglichen leichten Erscheinungen ernstere Symptome treten, dann wird man aufmerksam und geht zum Arzt, der nun seine liebe Not mit dem ungeduldigen Patienten hat. Namentlich ältere Leute und Personen mit zarter Konstttution greift ein vernachlässigter Jnfluenzaanfall ganz bedeutend an. Deshalb heißt es hier vor allen Dingen zu rechter Zelt eingrelfen. sie nach unseren Kräften zu unterstützen. * Das Extra-Konzert am Sonntag muß wegen Erkrankung der Sängerin Frau Rückbeil-Hiller bis Marseille, 6. Febr. Seit Dienstag herrscht hierein Sämtliche Postdampfer treffen mit Einige sind bereits überfällig. Die meisten der cingetroffenen Schiffe haben Havarie erlitten. * Wien, 6. Febr. Zwischen den Stationen Blowitz Warnung I Die meisten Nachahmungen von Dr. Bommel» Haematogen Gebrauch zu machen. , . , 1AAO , . .. SSürnber.,, «. J°br. 3m Setneb6ia6r= 1902 be rügen bie Einnahmen der Nürnberg-Furthe r E lsenbahn 316 966 -Dir. qeqen 304 858 Mk. im Vorfahre. Tie Ausgaben stellten sich auf 301677 Alk. gegen 292 428 Mk. im Vorjahre; ayo ergibt sich em Ueberfchuß von 15 289 Mk. (im Vorjahre 12 430 Mk.). Die General- verjammlung beschloß demgemäß, eine Dividende von 5 Prozent 5U 6 $et. Direttor ber Elektniita^-Aktien- Gesellschaft Helios in Köln, Paul Rattner, ist zum Staatsrat ernannt für feine nutzbringende und eifrige Arbeit auf dem Gebiete der elektrischen Beleuchtuiig in Rußland. Kampf gegen den Tabaltrust. Nicht nur bet uns m Deutschland wird gegen das Eindringen des -rabaktrusts mx- qefämpft werden, auch in Amerika sucht man demselben das tfelo I streitig zu machen. In der Legislatur des Staate-, New-Pork ist Krietkasten öer Keöaklwa. (Anonyme Anfragen bleiben unberüclfichtigt.) A Tr Ihrem Vorhaben sieht beim Einverständnis des Betr. gesetzlich nichts im Wege. Es hat jedoch Anmeldung zur Ortskrankenkasse und ev. zur Invalidenversicherung [tattdufmben. A D Wenden Sie sich an das Generalkonsulat m New- Pork Tiefes wird Ihnen Auskunft erteilen und auf Wunsch die Einziehung durch das zuständige Konsulat veraiilassen. _ Hochfeine, stilvolle Einrichtungen | Etablissement allerersten Ranges. Grossh. Hessischer und Kaiserlich Russischer Hoflieferant Permanente Ausstellung von 120 Zimmer-Einrichtunge” Auf Wunsch kostenlose Unterbreitung meiner Haupt-Kollektion werden, um das D. K. 1'. .No. zu umgeben, m.t Zuni.teuaume von Aether bereitet, ein Zusatz, der insbesondere für Kinder und Nervöse direkt schädlich ist. Um sicher zu sein, das aetherfrnie Original-Präparat zu erhalten, verlange man stets ausdrücklich Dr. Hommel’a Haematogen und achte auf die Schutzmarke „Säu- ________1. Dort wvltte, wie mehrere Blätter melden, der Musikkritiker der Leipziger Reust. Rachr." seine Loge betreten, als ihm vor derselben der ,^erzogl. Kammersänger, Ritter re." Otto Schelper in Begleitung eines anderen Herrn in den Weg trat und ihm cvrain publico mit lauter, diesmal gar nicht detoniererrder Stimme zurief: „Was ist der Kritiker, der eine Sängerin Trillertante nennt?" worauf er gleich die Antwort zusetzte: „Ein Lump." (Der also Insultierte hatte vor co. 20 Jähren, als noch ganz junger Mann, einmal eine Jnjurienllage, worin jene „Trillertante" die Hauptrolle spielle.) Sodann schrie ber feine Operrst, auf weiteres unterbleiben. ' I ber seines Alters wegen von dem betr. Kritiker stets mit ** Po st schalte rbeamte und Publikum. Fol- besonderer Nachsicht behandell wurde, letzterem noch einige gende, auch anderwärts beachtenswerte Verfügung erläßt Male ,^Lump" zu, um ferne noble Art dann durch den die Oberpostdirektton zu Oppeln: Bei der Abfertigung des Schlußruf: „Dem gehört die Huudepettiche zu krönen. Da Publikums an den Schallerstellen werden noch immer der Krittler einen wohlinszenierten-Skandal vermutete, trat Klagen dadurch hcrvorgerufen, daß einzelne Beamte er ohne em Wort der Erwiderung m dre Loge ein. Herr die an den Schaltern verkehrenden Personen Schelper stieg aber hinterher, setzte sich auf fremde, ihm gar lange Zeit unbeachtet lassen, sei es, um ander- nicht zulässige Plätze und molestrerte nunmehr dw Frau (!) weite Arbetten zunächst zu erledigen, oder um begonnene des Angerempelten, rndem er sich mehrfach nach ihr um-, dienstliche Gespräche mit anderen Beamten zu Ende zu drehte und sie höhnisch angriusie. Der Vorfall Zerfuhr führen und dergleichen. Wie im gewöhnlichen geselligen seitens der Direktion keinerlei Rüge, was jänderbare Schlüsse Verkehr der Gebildete es nicht unterlassen wird, die Per- aus die Hausordnung des Leipziger ^tadllheaters zulaßt, fönen denen er aus irgend einem Grunde nicht sogleich!Natürlich kommt nun das gerichtliche Nach! prell Gehör zu schenken vermag, in artiger Weise davon in Kennt-s ------ «»«TaKaA. mnn htc ^nfh,pn3n nis zu setzen, daß er augenblicklich nicht zu Diensten fein könne, so darf diese Rücksicht auch von dem Schalterbeamten dem wartenden Publikum gegenüber, dessen Abfertigung erste und wichtigste Ausgabe ist, nicht hintangesetzt werden. Ist eine kurze Unterbrechung in der Abferttgung des Publikums unumgänglich notwendige so erfordert es also schon die Pflicht der Höflichkeit, die am Schalter wartenden Personen von dem Grunde der Verzögerung mit dem Ersuchen in Kenntnis zu setzen, sich nur kurze Zeit zu gedulden. Vielfach wird auch durch die Art und Weise, wie dem Publikum eine verlangte Auskunft erteilt wird, Mißstimmung hervorgerufen. Won dem Tattgesühl der Beamten muß erwartet werden, daß Belehrungen und namentlich auch die Httrweise aus bestehende Vorschriften niemals in einem ÜOC aueil ^uiyeu 6« «u,™ sonderklmme^dll'im V^Ä Der Schnupfenäther Forman, Aerzten und ^Patienten als säll?gke^verttert^ ihre^ii'Wer^anz^ wenn sie mit Wider- Hervorragend wirksames Vorbeugungs- und Linderungsmittel willen und llnfreundlichkeit ausgesührt wird. Solche Per- gegen Influenza erwiesen. _______________________________ ionen, die durch den erteilten Bescheid nicht befriedigt' " sind, soll der Beamte in aller Ruhe und ohne unnütze Worte ersuchen, sich an den Vorsteher der Verkehrsanstalt zu wenden. .. Dresden, 6. Febr. Heute früh starb der Goetheforfcher Seligenstadt, 5. Febr. Die schon anfangs ^°&er ~ u Biedermann im Alter von 85 Jahren. vorigen Jahres begonnenen Nachgrabungen nach den ° vein beleidigter Direktor. Der bei uns in Gießen wohl- Fundamenten eines dem 9. Jahrhundert ent- bekannte Schauspieler Max B a y r h a rn rn e r vorn Schauspiel- st am menden Kirchleins wurden, wie die „Darmst. Hause in Frankfurt a. M. hat, wie wir bereits erwähnten, eine Qtn" mitteilt, nach mehrmonatiger Unterbrechung neuer- Anzahl Humoresken und Feuilletons unter dem ^.itel. .^ErlevniNe dings unter staatsbehördlicher Bauleitung in bar Richtung eines Wander m im e n" Lerausgegeben. .DAe m Frankfurt bet „ach der „9t=Bcn Maingasse" wieder ausgenommen.^Ms I ^dmch^eme, . jetzt blieben indessen die Funde auf die gänzliche Frev-I^ Gürtler beleidigt, und dieser hat gegen Bayrharnrner Klage legung eines lleineren Telles der Miidamentmauern b^-l 'estreugt Es sei bemerkt, daß der gekränkte Direktor m der schränkt. Außer einigen alten Kupfermünzen, vermutlich Broschüre Gertler und nicht Gürtler heißt. Bayrharnmer behauptet französischen Ursprungs, fand man in einer Tiefe von Kaum ubrjgen§z daß der Inhalt des Buches zum Teil frei erfunden ist, 50 Zentimeter ein menschliches Skelett. Die Fundstelle mag L. j 1----1-------------— -- - - wohl, wie der anstoßende Schulplatz in früheren Jahr- « Ijprhphr Hunderten als Begräbnisstätte gedient haben. Die gelegent- QUIlVll UHU y H 1 lich der im vorigen Herbste vollzogenen ^ttederlegung einiger Dresden, 6 Febr. Die heutige Derfammlung der llknonare Oekonomiegebäude der vormaligen Benediktinerabtei frei--! der Kumm er werke, in der 3 010 000 Mk. Aktien mit 3010 qeleqte auS lauter Römer kastel l-Steinen errichtete Seiten- Stimmen vertreten waren, beschloß nut allen gegen 12 Stimmen, getegre, aus Laurer j Rekonstruktionsplan des Reorganisationskomitees allenthalben gut zu heißen und zu erklären, daß die Beteiligung der Kummeraktionäre an dem neuen Sachsenwerke als Aktionäre desselben m ihrem Jntereffe liegt Deshalb seien die Aktionäre der Kummer- gesellschaft aufzufordern, zum Zwecke der Erhaltung ihres Belitzes an alten Aktien sich nach Araßgabe des gedachte,» Reorganisatlons- planes am neuen Sachse,iwerke als Aktionäre zu beteiligen, indem sie von der ihnen gewährten Befugnis zum Bezüge der Aktien des neuen Sachfenwerkes gegen Barzahlung von -0 Prozent bezw. 40 Prozent des Reinertrages der alten Älktien einen recht weitgehenden L^5^ d°7^nnt^7-lzu °b--slächl.ch-n Kunst- und Nazwcstitz der L,n,° Wien.Eger st.eüen heute zwei Züge geschrnack, der ja vielleicht zu einer Konversation bei einer auf einander. Vom Personal wurden 6 Personen mehr o Taste Tee ausreicht, aber nicht tiefer geht. Zur Zeit sehen minder schwer verletzt. Beide Lokomotiven und 8 Wagen wir hier im Leib'schen Schaufenster an der Kirchstraße ein wurden zertrümmert. großes Gemälde, das alles übrige nebenbei erdrückt, sodaß * Polnischer Geh ei mb und. Aus Warschau es gar nicht zur Beachtung kommt, „Das heilige Abend- gemeldet, daß die dottige Polizei Sahlre'che Hausluchungen mahl" von Gebhard Füget, einem Münchener Künstler, vornahrn und mehrere Ingenieure und Studenten verhaftete, von dem man in bayerischen und schwäbischen Kirchen manches die angeblich einem Geheimbund angehotten qute Altarstück antrifft Dieses „Abendmahl" ist ein Werk • In Nombazar haben Arnau en mi serbi chen Fried- von seelenvoller Innigkeit, lauterer Frömmigkeit und heiliger Hofe die Leichen zweier serbischer Kaufleute aus- Poesie, vielleicht mehr altilalienisch als deutsch im Sinne gegraben, cme m Stücke zerhauen und der anderen die Augen Eduard v. Gebhardts, mehr schön komponiert und edel ausgerissen. Den Angehörigen der Verstorbenen aber haben •rs? Äsrsis SärÄjSÄ; °b°ns°w-nig em spchfmd.g-r Progr-mmaler w.e em d am Arm spaziere». Plötzlich lief Hyperidealist ist und dessen Phantasie sich an die der Schar der andeveu Spaziergänger ein junges große religiöse Kunst der Italiener anlehnt. — ^>n allen Groß- Mädchen zu ihm hin und sagte: „Großer Maxim Gorki, städten, in allen Teezirkeln, in allen Zeitschriften ist jetzt nümn üon mir diesen Kuß für Tein herrliches Drama die Rede von der Erziehung zur Kunst. Es wird darüber „Das Nachtasyl"!" Mit diesen Worten umschlang sie so viel geredet und gedruckt. Fruchten aber kann's nur, wenn den vernieintlichen Gortt und gab ihm vor versammeltem jeder, der dazu ,m stände ist, in seiner Sphäre dieses Streben Volke einen schallenden Kutz. Die am Arme des yerrn durch entschlossene Tat zu fördern sichi bemühen würde. Wemr, ^nde und roie der Eigentümer dieses Gema. e s- auter fjicb mit demselben auf die kußlustige Dame ein. Diese hören, em hiesiger Professor — jeder, der im Besitze guter I^^rte den Angriff in derselben Weise, jo baß em regel* Kunstgegenstände ist, von Zett zu Zett dieses ober jenes red-tec init Sonnenschirmen entstand, wobei auch Stück öffentlich zur Ausstellung brächte, so würde in diesem ber ^Raxim Gorki einige Hiebe abvelam, als er den Sinne gar Wackeres und Wettvolles geleistet, das mit der Versuch machte, die kämpfenden Damen zu beruhigen. Viel- Zeit zu reichen und schönen Erfolgen führen würde im In- leicht macht der echte Gortt ein Sittendrama oaraus! teresse der Gesamtheit. Die Ausstellungen in den Schau- * Zur Verrohung des T h e a^e r p e r s o n als fenstern zumal sind ungleich wichtiger und ihr Einfluß auf liefert u. a. ein Vorgang im L e i p zi g er St ad t th e ater die Geschmackentwickelung ungleich weitreichender, als Aus- Material. h1,p ri>rp t>r mp en' ftetlungen in Sonderräumen, die doch immer nur von wenigen 11,11 n Wißbegierigen und Neugierigen ausgesucht werden, während originelle und hübsche Schaufensterauslagen jeden Passanten anziehen. Vielleicht entschließen sich unsere besitzenden Kreise häufiger zu derartigen einfach und bequem zu veranstaltenden Versuchen der Volkserziehung. Wir sind gern bereit, eine Bill erngebracht worden, welche den unabhängigen Tabak- Händlern in ihrem Kampfe gegen den übermächtigen -rabaktrnit zu Hilfe kommen will und bestimmt, daß die Verabiolgung von Ge- fcheiiken oder Preisen bei dem Verkauf von Zigarren, Zigaretten und Tabak, durch welches Geschäftsversahren der ^abaktrult Kauser anzulocken sucht, verboten sein soll. Llebertretungen werden mit Geldbuße von 10 Dollars bis 50 Dollars bestraft. Der Embruig^ erklärt, die Bill fei weder von der Zigarrenmacher°Umon noch von einem anderen Verbände ausgegangen, sondern von ihm selbst aus eigenem Antriebe ausgearbeltet worden, um die Zigarren- unb Tabak-Kleinhändler, die der Trust an die Wand zu drucken sucht, zu besehützen. . „ ,,r. Rheinische Bierbrauerei Mainz. Tas Geschastsiahr schließt per 31. Oktober mit einem Bruttogewinn von 266 399.01 Mk. ab, ans dem 5 Prozent Dividende aus das Aktienkapital von 2 010 000 Mark zur Verteilung gelangen. Aktieu-Gesellschast für Malzsabrikatiou und Hopsen» handel vorm. Les Saugiemieiiieii M neinde. tmlW anb Tochter des Mchmer v Äod ^tarl Gnnl Srn ** arg Heim zu Giehen. lischer Arzt zu t*® - Tochter des versiordm Sbe. Den 1. AbM idchenschnle Tr. P?1Lfi' ler ^P'gin’VadBli^ Vme?Sein Lohn yemrlch öU’J’ §imon Erdarbeiter Joh arelhe, 9e"*. oflr| fiein* Tem BriesM« gefr^ I-K&* l eme Iw)!'*' pari- r.m NÄ* i Ten 3. AK . &ert z. ermann )em <8. MM- 613^ fit Witwer, - tnölfe, fi” e! n b e. ~eV rlSL öS H,f'5reln^ r r^lter 1 £>“ SÄS*- ?£m ^Mmeldu?^ »üJJÄi i'?Sr Ng' ^*>derfr: ;berxa \ jfels iOi gza- t u>* ZLikanz am 31. Dezember 1902. Aktiva: 1. An Kassenkonto 644,90 2. , Warenkonto 5088,37 3. , Geschäftsutensilien 255,49 4. , Debitorenkontoll 85,14 Summe 7173,90 Mitgliederstand Ende Zugang in 1902 . Passiva: JC $ 1. Mitgliederguthaben 800,— 2. Kapitalschulden 1500,— 3. Reservefond 2535,20 4. Bctriebsrücklage 1200,— 5. Dividenden 1138,70 (Summe 7173,90 1901 . . . 83 ..... 4 87 Abgang in 1902 . . « Mitgliederstand Ende 1902 4 83 Llindwirtschastlicher Konsumverein I. Leihgestern. Der Vorstand: 1179 Balthaser Schäfer. Johannes Textor IV. Holzversteig-ernng^ im Licher Stadtwald. Donnerstag den 12. Februar, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Licher Stadtwatde, Distrikt Grollhäuserberg, versteigert werden: 250 rm Buchen-Scheiter, 300 rm „ Knüppel, 150 rm „ Stöcke, 3400 Stück Buchen-Wellen, 25 Stück Fichten-Stämme mit 3 fm Inhalt. Das Holz lagert nahe am chauffierten Wege. Zusammenkunft bei Mühlsachsen. Ferner Freitag den 13. Februar, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Hinterwald, Distrikten Langebuchen, Dickestell, Rehtränksbecg und Eichwald versteigert werden: 230 rm Buchen-, 24 rm Eichen-Scheiter, 100 rm „ 70 rm „ Knüppel, 2400 Stück „ 4500 St. „ 800 St. Nadel-Wellen, 260 rm „ 150 rm „ 30 rm „ -Stöcke 1000 Stück Fichten-Reisstangen, 20 Stück Birken-Stämme mit 6 fm Inhalt. Zusammenkunft auf der Nieder-Bessingener Schneise. Heller 1193 KM- unö Mhch-Kkißchttmig im Butzbacher Wald. Montag den 16. Februar werden in den Distrikten Struth, Jungwald, Tillenberg und Pfingstweide des Butzbacher Stadt-- waldes versteigert: 108 Eicheu-Stämme — 53,12 Kbm., Schnitt-, Bau- und Wagner- holz, nämlich: 11 Eichen — 11,50 Kbm., 40—72 Ctm. stark, bis 11 Meter lang, 26 Eichen — 17,83 Kbm., 31—40 Ctm. stark, bis 11 Mtr. lang, und 71 Eichen — 23,79 Kbm., 15—30 Ctm. stark, bis 10 Mtr. lang, ferner 44 Fichten-Stämme — 14,95 Kbm., bis 33 Ctm. stack, bis 19 Mir. lang, Bauholz, 52 Kieferu-Stämme — 12,95 Kbm., bis 31 Ctm. stack, bis 12 Mtr. lang, Bauholz, 4 Lärcheu-L>tcimme — 1,46 Kbm., bis 25 Ctm. stack, bis 14 Mtr. lang, sowie 4 Eichen-Terbstangen — 0.39 Kbm., Wagnerholz, 500 Fichten-Derbstangen — 25 Kbm., bis 14 Ctm. stack, bis 15 Mtr. lang, Sparren usw. Das Holz lagert bei chaussierten Wegen und ist sehr gut ab- fahren. — Sämtliches Stammholz ist ohne Rmde gemessen. — Auf das Eichenholz ,vird speziell aufmecksam gemacht. Zusammenkimsl vormittags 10 Uhr auf der Kreisstraße nach Espa, bei der Einmündung der Hauptschneise an der Wegscheide. Butzbach, den 4. Februar 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küchel. 1190 Nutz- uitö Breunholz-Versteigemg Fürstlich - Solmsische Oberförsterci Hohensolms. Mittwoch, den 11. Febrnar 1903, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Gastwirts Kraft zu Eiserne Hand. Aus Distrikt Windelbach: Nutzholz: 3 Eichen- Bauholzstämme mit 1,32 fm. Fichten: 8 Stämme mit 2,20 Im, 36 Derbstangen mit 1,20 fm, 44 Reisstangen (zu Bohnenstangen :c.) mit 0,60 fm. Hainbuchen: 14 (Deichsel-) Stangen. Birken: 2 St. mit 0,28 fm. Aspen: 2 St. mit 0,41 fm. Erlen: 28 rm Rollen (2 m und 1,25 m lang), 3 rm Prügel (2 m lang). Brennholz: Buchen: 140 rm Scheit und Knüppel, 4 rm Stockholz, 15 000 Wellen. Eichen: 37 rm Scheit tlnd Knüppel, 1580 Wellen. Erlen: 24 rm Knüppel, 980 Wellen. Kiefern: 6 rm Knüppel, 100 Wellen. 1174 Kleinkinder - Aewastranstalt. Von jetzt an sollen die Beiträge für unsere Anstalt in 1903 erhoben werden. Tie Erhebung geschieht durch unsere frühere Anstaltsdienerin Käthchcn Hofmann, jetzt Frau Enders, die außer der neuen Geberlisie auch die vorjährige mit sich trägt. Niemand sonst ist zur Erhebung der Beiträge berechtigt. Wir bitten zunächst um die Beiträge für das 1. Vierteljahr 1903; mit denselben kann nach Belieben der freundlichen Geber zugleich der (*>c amt-Fahresbeitrag gespendet werden. Indem mir dies den Wohltätern und Freunden unserer Anstalt mitteilen, bitten wir freiindlichst, uns auch in diesem Jahre gütige Unterstützung gewähren zu wollen. Wir haben iür etwa 230 Kinder m unserer Anstalt zu sorgen. Gießen, am 7. Februar 1903. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann. 1211 Gesellschaftsverein Vielseitigen Wünschen entsprechend steht vom nächsten Mittwoch, dem 11. Februar d. I. ab, jeden Mittwoch Nachmcklag von 4 Uhr an einer der unteren Säle zur Verfügung der Damen. 1183 Verdingung. Die für die Einrichtung von Leichenzellen auf dem alten Friedhof am Nahrungsberg erforderlichen Maurer-, Terrazzo-, Zimmer-, Spengler-, Schreiner-, Schlosser-, Glaser- und Wcitzbindcr- arbeiten sollen SametagbfnU.frbrnflrbJ. vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 3 — Schreibstube — zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 6. Februar 1903 Städt. Hochbauamt. I. V.: Gerbel. 1197 Hoffversteigerung Donnerstag den 12. Februar, vormittags von 9 Uhr an, kommt im Großen- Busecker Gemeindewald, Distr. Schwalbenwald und Dorfwiese, folgendes Holz zur Versteigerung : 10 Eichenstämme mit 1,36km 15 Nadelstm. mit 5,40 fm. 3 Eichen-Derbstcmgen mit 0,14 fm. 144 rm Buchen-Scheit. 4 „ Eichen- und 9iadel- Scheit. 192 „ Buchen-Knüppel. 10 „ Eichen- und Nadel- Knüppel. 6600 Wellen Buchen-Reifer. 4100 „ Eichen-Reiser. 1150 „ Nadel-Reiser. 64 rm Buchen-, Eichen- und Nadel-Stöcke. Die Zusammenkunft ist an der Rabenauerstraße im Distr. Schwalbenwald. Großen-Buseck, am 6. Februar 1903. GroßherzoglicheBürgerrneisterei Großen-Buseck. Schwalb. 1196 Hoffversteigerung Donnerstag den 12. Februar 1903, von vormittags 9y2 Uhr an, soll im Anne- rüder Gemeindewald in der Abteilung 1 Dornberg und 14b Neurod nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau- und Werkholz. 50 Eichenstämme bis 24 cm Turchm., 9,66 fm haltend, Wagnerholz, 120 Eichenderbstangen, 10 bis 14 cm Durchm., 9,24 fm haltend, Wagnerholz, 66 Fichtenstämme bis 36 cm Durchm., 20,10 fm haltend, dabei 2 Schnittstämme, 1807 Fichtenderbstangen, 120,85 fm haltend, 655 Fichtenreisstangen, 13,65 im haltend. B. Brennholz. 3 rm Buchenscheitholz, 9 rm Buchentnüppelholz, 101 rm Eichenknüppelholz, dabei 2 m lange zu Gartenpfählen, 24 rm Nadelknüppel, 300 Buchen-Wellen, Durchforstung, 2650 Eichen-Wellen,Durchfstg. 950 Nadelwellen, dabei lange Wellen zu Spalier und Bohnenstangen, 50 rm Buchen-, Eichen- und Nadelswckholz. Die Zllsammenkunft ist in der Tempelschneise beim alten Pflanzgarten. Annerod, den 5. Febr. 1903. Gr. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 1155 —— Sächsisch -larlnglschce Technikum Rü^oLtadt 1. Höhen) Fachschule für: Architekten tuBau-I' -’nlcnre. .Mittlere i-ach- schulcfui : Hoch-u.Tiefhau-Techniker. 8. Fachschulef.: Hau-u.Möbel-Tischler. Staatske-niniiesar. Staat! 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Febrnar: 23 Nadelstämme mit 7,63km 47 Nadelstang, mit 3,44 fm. 66 rm Buchen-Scheiter. 123 „ Buchen-Knüppel. 22 „ Nadel-Knüppel. 4070 Buchen-Reisigwellen. 3210 Eichen-Reisigwellen. 660 Nadel-Reisigwellen. 42 rm Buchen-Stöcke. 2 „ Nadel-Stöcke. Der Anfang ist am ersten Tage am Bersröderweg, am zweiten Tage im Nonnköppel am Bauholz, jedesmal des Morgens von 9*/2 Uhr an. Reiskirchen, 6. Febr. 1903. Gr. Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. 1195 Hoffversteigerung Nach st e n Dienstag den 10. Februar werden in dem Nieder-Bessingener Gemeindewald versteigert: 89 Fichtenstämme von 16 bis 27 cm Durchm. und 6 bis 20 m Länge, 4 Kiefernstämme, 359 Fichtenderbstangen, 2700 Fichtenreisstangen und Bohnenstangen, 10 Hainbuchenslämme von 24—33 cm Durchm. und 3—5 m Länge, 12 Lindenstämme von 23 bis 42 cm Durchm. und 4 bis 5 m Länge. Sämtliches Holz ist ohne Rinde gemessen. Der Anfang ist im Distrikt Hildebrand 3 vormitt. 10 Uhr. Nieder-Bessingen, den 6. Februar 1903. Großherzogl. Bürgermeisterei Nieder-Bessingen. __________Hör st.______1175 Zum iWtlichcn AusgM kommen am 19. Februar 1903, morgens 9 Uhr anfangend, 3 Paar gute Belgier Zugpferde, 3 Paar vierjährige Zug- u. Gangpferde (Belgier und Kreuzung), Kühe, Kalbiuuen, Stiere u. Schlachttälber, Schweine all. Gattungen Güngeric^ Oberuseenerhos, Post Mücke m . Freien een. 1158 Gelegen!) cito kauf. Große Betreu m. fl. unbed. Fehlern, Lber-, Unterbett u.Kin'en zus. 11' r 9)1 Prachtv. Hotcldetteu 17* , Ai. Mole Aucstattuugs- betten 22'/, M. Stichlpasf. zalile Betr. retour. Preist, gratis. |69 A. Kirsch berg, Leipzig 36. Alice-Schule. Montag den 9. Februar d. I., nachm. 31/, Uhr, findet in der Alice-Schule eine Generalversammlung statt, zu welcher alle Jrtteressenten hiermit freundlichst eingeladen sind. 1164 Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Statutenänderung. Für den Vorstand der Alice-Schule: Frau B. Gebhardt. G v l: Billigste Bezugsquelle für Zimmertären aller Art bester Konstruktion. 1198 E. H. Müller, Giessen Danjpftischlerei und Sägewerk Preise ein fordern! Die Niederlage des Nhenser Mineralbrunnen für Gießen und Umgebung befindet sich in den Händen de§ jjrrni Jean Weisel, Etlkphou Ur. 235» Waggon frischer Füllung eingetroffen. Das Ithenser ist ein vorzügliches Tafelwasser und be- wahrtes diätetisches Getränk. — Wohlschmeckend, sehr erfrischend, gesund, leicht verdaulich, haltbar. Von zahlreichen Aerzten erprobt und geschätzt. Aayrrsversa^dt: 5 Wittiouen Aullungea. 1135 Ausstellung Düsseldorf 1902: Goldene Medaille und Staatsmedaille. Der Unterzeichnete hält die früher von Herrn Professor Dr. Fuhr abgehaltene Sp eohsfunde für chirurgische Erkrankungen f täglich von II bis I21/« Uhr im Schwesternhaus an der m katholischen Kirche ab BP Operationen und nachfolgende Behandlung je nach Wunsch im evangelischen oder katholischen e Schwesternhaus BP Nachmittags von 3 bis 4l 2 Uhr halte ich wie seither bprechstunde in me ner \\ olinung, Plockstrisse jg Nr. I, (im bach’schen Hause h • upt#;ichlich lür nicht ebirorgisrhe Krkr>»nkargen ab. Dr. Richter früherer Assistenzarzt der chirurgischen Univers.-Kllnik zu Giessen. 0570 102 Eb rh rd JI Giessen. 581 arzen :c. Erfolg garantiert! Original-Briefe 50 und 30 Pfg. iFfl’anz Kiet-. ker, Paisüinerieu.Frlseilr,SelterSw.l6 MieWhmiiiiZtnMten | beseitigen innerhalb weniger Tage .jedes Hühnerauge, Hornhaut, n allen erlagen empfiehlt: Fertige in Tannen- und Eichenholz stets aus Lager. 915 Sctaon’i’djc Schreinerei mit 'Diotorbetiicb, Licbigftr. 65. Scherers s&Connäc I Vi/ih-r1 r«TÜtAeP NiO-hltll, Avthrccit, gehackt 1.30 jedes Quantum frei ans Haus liefert 1163 zu vermieten. 865 •J td. (je 7 Zimm., 12,— 130 Büttner & Damm. 139 Kauffmann & Cie. 3-Zimmer-Wohnung i. mittleren Stock per sofort zu vermieten. 141 Kirchstraße 2. Alicestraße 27. mieten 1. Steinstraße 82. 0561 2. e6 Hauses Frankfurterstraße 31, per sof. ob. spät, zu verm. Näh. Bahnhofstr. 18 bet Wtlh. Plank. 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