Drittes Blatt 153. Jahrgang Samstag Februar 1903 2.20; durch Klinge Bemerkungen über altes und neues eke- der liches Küterrecht, zu Wutz und Irommen ^Leute, welche ö traten wollen. Von einem hessischen Gerichtsmann. n. Wlaudereien aus der Kaiserstadt. (Nachdruck verboten.) Wieder ein Brandopfer! — Feuergefährliche Betriebe. — Ber- liner Ballchronik. — Die Tanzpoeme Miß Duncans. — Das Honorar der Vvetie Guilbert. Der Südosten Berlins, der das Zentrum der Metallindustrie und verwandter Fabrikationsgebiete bildet, zeigt Straßenzüge, die Haus bei Haus in ihren Hinterräumen oft drei, vier und mehr Fabrikwerkstätten beherbergen Vielfach sind diese Hintergebäude nur im Rohbau ausgeführt, und wenn man die eisernen Stufen in den weißgetünchten Treppenhäusern hinaufgeht, an den schweren eisernen Türen der Etagen vorüber, möchte man glauben, in einem Ge- fängnisbau zu wandeln. Wie wenig aber die Eisenkonstruktionen und ähnliche Vorsichtsmaßregeln bei manchen Betrieben schützen, hat uns der letzte Fabrikbrand in der Michaelkirchstraße gezeigt, wo im Quergebäude 23 a gleich zwei Celluloid-Fabriken untergebracht waren. Der Schacht des Fahrstuhls, sowie das Treppenhaus, wirkten auch hier wie große Blasebälge, die den feuergefährlichsten der modernen Verarbeitungsstoffe in haushohe Flammen umsetzten, sodaß nach kurzer Zelt an eine Rettung der in den oberen Etagen beschäftigten Personen nur noch über die Nachbardächer fort zu denken war. Ein junger Mann konnte nur als unkenntliche, halbverkohlte Leiche herausgeholt werden; auch zwei Arbeiterinnen schweben durch Brandwunden vorläufig in Lebensgefahr. Und das alles am Nachmittag trotz schnellster und umsichtigster Hilfeleistung der Feuerwehr. Der Fall wird hoffentlich Veranlassung geben, die Frage anzuregen, ob dergleichen feuergefährliche Betriebe überhaupt in den Fabrikkaserrren dieser großen, dichtbevölkerten Stadtteile zu dulden sind. Hat doch die Sicherheitspolizei unlängst das zweite Theater in dieser Saison aus ähnlichen Bedenken geschlossen; itämlicL Wolzogens erste Heim- sie aber über 21 Jahre alt sind, nimmt die Sache eine schlimme Wendung. Bis zu diesem Zeitpunkt stand dem Vater die Nutznießung an dem mütterlichen Vermögen von 10 000 Mk. zu und dadurch hatte er ein zulängliches Auskommen. Jetzt aber revanchieren sich die Kinder erster Ehe an Vater und Stiefmutter: sie verlangen ihr Vermögen und der Vater muß wohl oder übel ihnen 10000 Mk. herausgeben. Das kann er nur, indem der Grundbesitz der Familie veräußert werden muß; er muß das Wohnhaus, worin er 21 Jahre lang glücklich und zufrieden lebte, verkaufen und zusehen, wie er mit den Kindern zweiter Che unterkommt, sein Familienstand ist wenig besser als ruiniert. Dieses also ist die Gestaltung des Familiengüterrechts nach gemeinem Recht, und es wird kaum jemand sagen können, daß dies ein erfteulicher Zustand ist. Das hat man in Oberhessen schon vor 300 Jahren begriffen, und man hat dem von der Reichsgewalt angenommenen römischen Recht grundsätzlich opponiert. Diese Opposition ist am besten uno vollständigsten im Solmser Landrecht geschehen, und deshalb wird das Solmser Landrecht von den Leuten, die es kennen und verstehen, für richtiger und besser gehalten, als das gemeine Recht. Das Solmser Landrecht bestimmt nämlich: Wenn die Leute nach Solmser Landrecht heiraten, f6 behalt der bei Sterb fall eines Ehegatten überlebende Teil auf Lebenszeit, nicht bloß zur Volljährigkeit der Kinder, das gesamte Vermögen des Erstverstorbenen in Verwaltung und Nutznießung Das Nutznießungsrecht heißt der „Beiseß" und geht in der Wirkung noch um etwas über die gemeinrechtliche Nutznießung hinaus. Dabei ist es gleichgiltig, ob Kinder da sind oder nicht; und der überlebende Ehegatte verliert diese Rechtsstellung auch dann nicht, wenn er wieder heiratet. Man vergleiche die Vermögenslage des überlebenden Elternteils im Gebiet des Solmser Landrechts (in einem Wetterauer Dorf) mit demjenigen des im gemeinen Recht Wohnenden (z. B. in Wieseck): Ergebnis, daß der Wetterauer bis an sein Lebensende in Ruhe und Sicherheit ist, während der Wiesecker nach der Ausplünderung durch die Kinder erster Ehe von vorn anfangen muß. stätte, wo das Ueberbrettl seine Triumphe gefeiert, das allerdings mehr als winkliae imb verbaute Theater am Alexanderplatz? Ob diesem und jenem der älteren, in Zugängen und ^rräumen bedenklich engen Musentempel nicht über kurz oder lang ein gleiches Schicksal bevorsteht, mögen die Götter wissen! Es bleibt der Bautätigkeit des schnell gewachsenen Berlin nach dieser Richtung hin für lange Jahre noch ein wettes Feld offen. Auch an wirklich großen, gut ausgestatteten Sälen im Innern der Stadt mangelt es bedenklich, sodaß alle Ballfestlichkeiten, die auf eine gewisse Eleganz und Vornehmheit Anspruch erheben, die „Philharmonie" mit ihren teuren Preisen bei schmaler Verpflegung wählen müssen, wenn „Kroll" schon besetzt ist, wobei „Regen und Traufe" als kein allzufern liegender Vergleich erscheinen. In der Ballsaison sind wir schon ziemlich weit vorgeschritten. Am letzten Samstag, dem auch hier beliebtesten Ballabend, fand in der Philharmonie der Presse-Ball statt, der diesmal eigentlich mehr Diplomaten- und Marine-Ball war. Namhaftere Federhelden sowohl als auch die Herren und Damen von den Brettern, die die Welt bedeuten, waren herzlich dünn gesät. Dafür war der Meister der Zitate, der Reichskanzler, anwesend, und eine wahre Invasion von Uniformer: zu verzeichnen. Bei Kroll hatte am gleichen Abend die „Deutsche Kvlonialg esell- schaft" ein Fest veranstaltet, bei dem es mohrenfidel zuging, während es im aus geräumten „M etropolthea- t e r" einen Hausball für die flotten Freunde und verführerischen Freundinnen dieses Theaters gab, bei dem man sehr aufgeräumt gewesen sein soll. Danken gibt es eine Sintflut kleinerer Balle, wovon man sich besonders in den Stunden nach Mitternacht in den Cafes oder auch Bier- Restaurants mit Künstler- und Presse-Zuspruch überzeugen kann. ,Le später der Abend, desto schöner die Gäste." Das alte Sprüchwort trifft hier in der Tat zu. Alle Augenblick öffnet sich die Tür, und van ihren schwarzbeftackten Herren geleitet, erscheinen in strahlender Balltoilette, dekoltettiert, brillantenübersät, mitunter auch ein wenig pastelliert und Nr. »re • r|d)etnt täglich außer Sonntags Dem Gretzener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt bte Giehener Familien, blätter dermal tn der Woche betgelegL ÄotanonSbrud u. Verlag der Brüh l'schen Unwers.-Buch- u.Stein- brudetei tPietich Erben) VUbaftion, Expedition und Druckerei: Schul st ratze 7. Cbtefle iür Depeschen, Anzeiger Gießen. FernsprrlbanschtußNr 51 Eisenbahn-Zeitung. Dresden, 5. Febr. Der sächsische Eisenbahnrat erklärte sich mit 15 gegen 5 Stimmen mit der vom Finanzministerium vorgelegten Reform der Eisenbahn-Personentarife einverstanden. Platzkarten für D-Züge. Wie man der „Fr. Ztg." mitteilt, ist in Aussicht genommen, vom 1. März ab zum Zwecke der Entlastung der den Platzkartenverkauf tn den D-Zügen bewirkenden Zugbegleitungsbeamten auf allen Stationen, auf denen D-Züge halten, die Platzkarten am Fahrkartenschalter zu verabfolgen. Es liegt daher int Interesse der Reisenden, sogleich bei Lösung der Fahrkarten zum D-Zug die erforderliche Platzkarte zu entnehmen; auch empfiehlt es sich für die Inhaber von schon früher gelösten Fahrkarten und Fahrscheinheften, bei Antritt oder Fortsetzung der Reise oder bei der Rückreise mit einem D-Zug die Platzkarte gleichfalls schon vorher am Fahrkartenschalter zu lösen. Die Platzkarten werden ohne Bezeichnung eines bestimmten Platzes oder Wagens ausgegeben. Die Ein- ttagung der Platznummer erfolgt im Zug selbst, nachdem der Reisende einen Platz eingenommen hat. das Solmser Landrecht. Diese Rechtssysteme sind vom B. G.-B. aufgehoben worden und können namentlich nicht mehr in einem zu errichtenden Ehevertrag in Bezug genommen werden, B G.-B. 1433. Diese Partikularrechte hatten sämtlich die Tendenz, das römischrechtliche Prinzip des ehelichen Güterrechts, das Rotalsystem, zu beseitigen oder ein zu schränken. Das Rotal- system bestand darin, daß die Che zwar eine vollständige Lebensgemeinschaft, aber keineswegs irgend eine Ver- Vermögensgemeinschaft der Ehegatten begründete. Zufolge der zurzeit der römischen Kultur ganz anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stellung der Frau war das weibliche Geschlecht durchgehends in der damaligen Rechtsordnung schlechter gestellt als die Mannsleute; in älteren Zeiten trat die Frau durch Verheiratung so vollständig aus ihrer eigenen Familie heraus, daß die Nachkommenschaft, die sogenannte kognatische Verwandtschaft, gar kein Erbrecht in der mütterlichen Familie hatte. Die Gleichstellung der Verwandtschaft durch die Frauenseite mit der Verwandtschaft im Mannsstamm, der agnatischen Verwandtschaft, datiert erst aus spätrömischer Zeit. Aus oiefer Gesamtauffassung ergab sich demnach die Rechtsgestaltung der Ehe dahin, daß der Mann für den ehelichen Aufwand, für die materielle Existenz der Familie, allein zu sorgen hatte; und dem entsprach die völlige Ausschließung der Frau von der Errungenschaft, der im Lauf der Ehe erzielten wirtschaftlichen Verbesserung. Wenn nun die Frau aus einer vermögenden Familie entstammte, so war es eine gesellschaftliche Anstandspflicht, die sich allmählich zur Rechtspflicht steigerte, daß die Frau einen gewissen Vermögensbetraa dem Manne zubrachte; dies war die „Dos", Mitgift, welche während der Ehe dem Manne zu Eigentum zustand und seiner freien Verwaltungsbefugnis unterstand. Darüber hinaus hatte der Mann am Vermögen der Frau, welches sie irgendwo besaß, etwa durch Erbschaft oder Schenkung, keinerlei Rechte noch Berwaltungs- befugnis, sofern ihm nicht freiwillig im Einzelfall solche Befugnisse Angewiesen wurden. Man sieht aus dem Vorstehenden, daß das gesetzliche eheliche Güterrecht des B G.-B. diesem Rotalrecht des römischen und seitherigen gemeinen Rechts ziemlich nahe steht; in beiden Rechtssystemen besteht der Ausschluß der Eheftcku vom Errungenschaftserwerb, dagegen ist im B. G.-B. der Umfang des eingebrachten Vermögens gesetzlich erheblich erweitert. Die volle Tragweite wird indeffen erst durch die zum ehelichen Güterrecht hinzutretenden Rechtsgestaltungen des sonstigen Familiengüterrechts, nämlich die Rechtsgestaltung zwischen Ätern und Kindern, zu stände gebracht. Insoweit geht das maßgebende Prinzip des älteren Rechts, welches im B. G.-B. im wesentlichen beibehalten ist, dahin, daß den Eltern die gesetzliche Nutznießung am Vermögen der Kinder bis zu deren Volljährrgkeit zusteht. Zur Veranschaulichung konstruieren wir wiederum ein Beispiel, wie sich die Rechtslage einer Familie nach gemeinem Recht seither stellte: Der Herr A., Landwirt mit geringem Vermögen, heiratete die B., die ihm 10 000 Mk. Barvermögen als Mitgift zubrachte. Die Frau stirbt nach 5 Jahren mit Hinterlassung zweier kleinen Kinder, 2 und 4 Jahre alt. Wahrend die Eheleute in diesen 5 Jahren zufrieden lebten und wirtschaftlich sichtlich vorwärts kamen, tritt im Witwerstand das Gegenteil ein; der Witwer kommt nicht zurecht, muß zuviel an frentbe Leute ausgeben, deshalb heiratet er wieder. Die Kinder bekommen eine Stiefmutter, das Familienleben leidet darunter, die Kinder erster Ehe verlaffen frühzeitig das Elternhaus, der Junge lernt eine Profession, das Mädchen dient in der Stadt. Sobald gepudert, die holden Wesen, die nach den rauschenden Stunden de-r Ballfreude noch einen Kimg Pilsener trinken wollen, um den sichs lohnt, anzufangen. Denn in den Balllvkalen ist man gleich nach dem Anfang meist schon am Ende! Der beliebteste der großen Berliner Bälle ist in den letzten Jahren das „Alp en fest" des „Deutsch- Oesterreichischen Alpenvereins" geworden, das eine Anziehung von erstaunlicher Kraft auf alle Kreise der Metropole ausllbt, selbst auf kleine Damen süße, die sich sonst schon vor den Bergen der Sächsischen Schweiz fürchten und beim Anblick einer richtigen Alpenkette mit der Zu» muttrng der Traversion derselben unfehlbar in Ohnmacht fallen würden. Schon seit Wochen ist eine Einlaßkarte zum „Alpenfest" nicht mehr aufzutteiben, obgleich manch geplagter Gatte statt der ursprünglichen 12 Mark gern das vier- und fünffache springen lassen würde. Aber es ist kein Wunder, daß bei diesem stolzesten aller Kletter-Vereine auch die Kartenpreise nach oben streben. Die Tanzkünste, die sich dort offenbaren werden, stehen in einem gewissen Gegensatz zu der merkwürdigen Ueber- kunst einer Amerikanerin, der Miß Isadora Duncian, die erst im „Opernhause" und jetzt im „Theater des Westens" Stimmungen durch Tanz-Rhytmik veranschaulichen will. Sie tanzt Mozart, sie tanzt Chopin und sonst wen. Da es sehr teuer ist, die Tänzerin aus dem Auslande stammt und statt der bei uns üblichen Trikots mit nackten Füßen erscheint, auch sonst nicht, gerade prüde im Anzug ist, so strömt das zahlungsfähige und zahlungsfteudige Berlin, natürlich mit guten Operguckern bewaffnet, hin und füllt das Theater und die Börse der spekulativen Miß, die vielleicht noch mehr verdient als Kvette Guilbert, die uns wieder 'mal im Wintergarten für 2000 Mark pro Abend die Ehre gibt! „Aber nicht schüchtern!" Das scheint die Devise der Ausländer zu sein, wenn sie nach Berlin kommen. Und wenn man sieht, was sie damit erreichen, kann man ihnen nicht unrecht geben! A. 9t die Post Mk.2.— mertel* fährt aueldjl Bestellg. Annahme von Anzeigen Hit die Xageßnummet bis oorrnttlags 10 Uhr, tjettenpreis: total 1LP|* ün4rvärli 20 Psg. verantwortlich» für den poltt. d atigern» Teil P Wlttto. für .Stadt und L'antr und ,(Serid)tS|aale Gurt Plato, siir den Anzeigenteil: Hans Beck« GietzenerAnzeigek w General-Anzeiger " Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen In einem der großen Amtsgerichtsbezirke in Hessen find in den drei Jahren seit Einführung des B. G.-B. etwa 1500 Eheschließungen geschehen. Während dieser Zeit sind etwa 80 Eintragungen zum Güterrechts-Register vollzogen worden, und da von diesen mehr als die Hälfte erst nachträglich, nicht zugleich mit der Eheschließung, stattfand, so ergiebt sich daraus, daß nur eine verschwindend geringe Zahl von Eheverttägen geschlossen wurde. Dabei kann angenommen werden, daß die gerichtlich oder nota= rieft geschlossenen Eheverträge auch insgesamt zum Güter- rechts-Register gelangt sind; dies ist zwar nicht unbedingt erforderlich, aber doch um deswillen veranlaßt und gebräuchlich, weil nur durch Eintragung der Eheverträge zum amtsgerichtlichen Register die Rechtswirksamkeit derselben gegen jeden Dritten sichergestellt wird. Da nun der vorige Artikel die Nachweisung gebracht bat, daß die Unterlassung der Errichtung eines Ehevertrags die Ebkfrauen insofern schlecht stellt, als sie dann keinen Anteil an der Errungenschaft haben, so fragt es sich, weshalb bei 1500 Eheschließenden noch nicht 50 sind, bei denen die Frau sich die Beteiligung an der Errungenschaft gesichert hat. Daß dies ein unerwünschter Zustand ist, wenn die Frau bei allem Fleiß und Mitwirkung im wirtschaftlichen Fortkommen während langjähriger Ehe leer ausgeht, bedarf keines weiteren Wortes; zwar wird durch das B. G.-B. eine kleine Ausgleichung dadurch geboten, daß nach demselben der Ehegatte ein gesetzliches, mit Pflichtteilsrecht aus gestattetes, d. h. nicht einfach entziehbares Erbrecht erhalten hat, doch ist das im Vergleich zu dem seitherigen Rechtskustand ein nur geringes Almosen. Der Grund dieser auffälligen Erscheinung darf mit Gewißheit nur in der Unkenntnis des Publikums gesucht werden; denn die Erklärung, daß der vor dem Amtsgericht oder durch einen Notar zu errichtende Ehevertrag (B. G.-B. 1434. 14321 Leuten zu teuer kommt, steht doch ganz außer Verhältnis zu dem Nachteil, der die Unterlassung bringt. Ein Eheverttag kann seit 1900 nicht mehr durch das Ortsgericht errichtet werden, sondern er muß (B. G.-B. 1434) in gleichzeitiger Anwesenheit beider Kontrahenten vor einem Notar oder vor Gericht abgeschlossen werden. Regelmäßig beantragt bei den notariell errichteten Eheverträgen der Notar im Interesse der Vertragschließenden am Amtsgericht die Eintragung zum Güterrechts-Register. Das macht allerdings einen gewissen Bettag an Kosten; wer aber ein Interesse daran hat, der Braut die Beteiligung an der Errungenschaft zu sichern, wird durch diese Kosten sich nicht abhalten lassen. Ter seitherige Rechtszustand in Oberhessen war hinsichtlich des ehelichen Güterrechts keineswegs einheitlich. Grade auf dem Gebiet des ehelichen Güterrechts bezw. des Familiengüterrechts hatte sich in Deutschland durcb Gewohnheitsrecht, Gerichtsgebrauch, partikularrechtlich uno statutarisch eine außerordentliche Mannigfaltigkeit der Gestaltung entwickelt, sodaß ein bekannter Rechtslehrer die Zahl der bezüglichen Partikularrechte auf etwa 400 angegeben hat. In Oberhessen war außer dem Gebiet des Gemeinen bezw. Römischen Rechts, welches für das deutsche Reichsgebiet vor 300 Jahren angenommen wurde, eine Mehrzahl von Partikularrechten in Geltung, an erster Stelle eeingbprtifs monullich7bP1^ derteU jährlich M. Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch 3“11 tlll W--S 7T Tjirrtis* Hospiz*“ g-M' M l- W’"' erste Hypotheken in*, oder geteilt zu verleihen, g“ vertuen. „SgSSS ÄÄer ..... c Damen 40 Psg, Geheiickm mb falle: öeaenfatten 1,20 SIL, 20 M ' iren Wh ©dHroea, »fl, irsig, Leliersweg. - 8d)eimtatttn w ta Wxx; W Vorstand. «t 1903; ^Nmngkii. abends 8 M den zehen -ermit freundlichst ein. 3en Gehennkarten, welche von »9 genommen werden können. 4 Person zu lösen. Has Coeiti. ^Nentarien J» Neuenbäue beit** ?ei den Yen»« 1 örten in dem 1180 r*tand. Bei den 1109 leistet dir altbewährte MAGGI-WÜBZE der Hmrssrau unschätzbare Dienste, um auf billige Art gute, schmackhafte Gerichte zu bereiten. Sehr konzentriert, nur sparsam verwenden. ■ in Patentflaschen mit Originalverschluss 1150 30 ZN werden. [1099 empfehlen 207 372 Großes Lager in Technikum in Aschaffenburg | ■ 1 M ichi't i.b. •. ktroi ehnlk. HocL*-Tiefbau. Prosp. kosten los ■ iiflia'.n. . i St invstpr "i n: 15. April u. ö. dov. 68r, ■ » 935 Verpachtung. Die Schafweide der Gemeinde Wieseck pro 1903 soll Samstag, den 14. Februar 1903, vormittags 10 Uhr auf hiesiger Bürgermeisterei verpachtet bester Hausbrand, [0539 billigst frei ans Haus, ebenso trockenes .Holz. J. Kaiser, Kderftr. 2. Brennspiritiis Marke „Herold66 282] Perrücken und Bärte zu Theater-Vorstellungen leihweise. Alle feineren Haar-Arbeiten werden billigst angefertigt. Spezialität in weißen und grauen Haaren. H. Tichy, Selter:, dcq 4:: bestraft werden. Gießen, den 2. Februar 1903. Der Oberbürgermeister: Mecu m. Baelienheimer & Schaumberger Baumaterialien 22 Marburgerstraßc 22. Darmstadt Centrale: Heidelbergerstrasse 129 Fabrik: Weinbergstrasse 44 Lager: Weinbergstrasse Filiale: Rheinstrasse 39 Gas- und Wasserleitungs-Artikeln Klosett- und Uade-Kinlichiungen Afen, haushkliungs- u. uindherden, Gasöfen, Gasherden Schwach- und Starkstrom-Artikeln Beleuchtungskörpern für Gas- und elektrisches Licht. Leitspindel- Drehbänke. 150 m/m Spitzenhöhe, [to6 1000—1500 m/m Drehlänge Fuss- und Kraftbetrieb mit Krüpluug, (relraisten V eeliselrädern sclbsllüiigiT Laag- and Plsnzug etc. Billigste Preise, auf Wunsch bequeme Teilzahlung. Komplette Werkstatls - Einriehtangen. Julius Rosenau, Frankfurt a. Main 17 Höchsterstr. 33. Telefon 715. in Gleesen üeberall erhältlich! Filiale: Frankfurt a. M Kaiser Wilhelm-Passage Eingetragenes Warenzeichen. M- Wir geben nachstehend die Bestimmungen für den Verkehr mit unserer Abteilung für Spareinlagen zur allgemeinen Kenntnis der Interessenten. Gießen, im Dezember 1902. Dank für Kandel und Industrie. Aeposttenkasse Gießen. Bankgebäude: Johannesstratze 1. Warnung! An Stelle des unübertrefflichen echten Dr. Thompson’s Seifenpuiver werden den Hausfrauen oft minderwertige Produkte ausgehändigt. Man achte genau auf die Schutzmarke „SCHWAN“/ Man verlange es überall! BREMEN. JCostenfreie ^Auskunft ertheilt in Giessen: Carl Loos c» „ Grünberg: Julins Karl „ Friedberg: Isidor Schulhof - • - • - M Kohlen x prima Kausörandkohten (Zeche Mansfeld) Saar-Gasflammkoylen Antyracit-tzierörikctts Frima Koks (für Dampfheizungen), Priiuu PlltluuS-Cemeut A. P. Christopherson InSaLationsbiireau- Ki ßen, Mockkraße 12. Delikatetz-Würitchen tischiertig und zum Warmmachen, per Paar 20 Pfg., [902 Deutsches Achieusteisch im Ausschnitt p. Pid. Mk. 1,20, Lchstyuuiieu in Men ä Mk. 3.20 u. Mk.4.— empfehlen A. & G. Wallenfels, Original-Literflasche SO Volumen-Prozent 28 Pfg. excl. Glas Bestimmungen: 1. Das Einlagebuch wird mit 10 Pfg. berechnet. 2. Einzahlungen können täglich geleistet werden. 3. Das Emlagebuch ist von dem Besitzer gut zu verwahren. 4. stammt ein Einlagebuch abhanden, so hat der Sparer unverzüglich bei der Bank Anzeige zu erstatten. 5. Die Bank ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, bei stapttal- rückzahlungen die Legitimation des Lorzeigenden zu prüfen. 6. Die Beischreibung der Zinsen erfolgt iin Januar jeden Jahres in den Büchern der Bank. Die Besitzer der Einlagebücher können die Auszahlung oder Beischreibung wdoch ganz gelegentlich auch in anderen Atonalen veranlassen. 7. Kapitalien unter 1000 Mark können ohne Kündigung abgehoben werden, dagegen hat der Zurücknahme von Beträgen über 1000 Mark in der Regel eine dreimonatliche stündigung vor- auszugehen. 8. Bormünder können die Zinsen für ihre Mündel erheben, -wenn das Gericht nicht anders bestimmt hat. Bei Kapitalrückzahlungen bedarf es der schriftlichen Ermächttgung der obervormund- schafttichen Behörde. 42 Holz-Versteigerung in der Iürstlichen Hberförsterei «Lich. Es sollen versteigert werden: Montag den 16. Februar, vormittags 9‘/2 Uhr, im Distrikt Hard: Buchen: 308 Rm. Scheiter (habet 5 Rm. Werkscheit), 109 Rm. Knüppel, 155 Rm. Stöcke, 3700 Wellen; Eichen: 7 Rm. Scheiter (dabei 3 Rm. rund), 64 Rm. Knüppel, 93 Rm. Stöcke, 2180 Wellen; Nadelholz: 13 Rm. Knüppel, 720 Wellen; 2 Rm. Linden-Knüppel; 1430 Ausbuschwellen (Hainbuchen re.) 19 Stück Eichen-Schuittholz = 19,14 Fstm.; 4 Stück Buchen-Schnittholz = 3.50 Fstm.; 2 Stück Kieferu-Schnitt- holz —1,70 Fstm.; 26 Stück Uiefern-Banholz — 13,81 Fstm. (dabei sind 8 Stück, welche auch für Schreiner brauchbar sind); 56 Stück Fichteu-Bauholz — 23,44 Fstm. Die Zusammenkunft ist aus dem Weg von Muschenhenn über die Hard nach Lich, beim Eingang in den Wald. Dienstag den 17. Februar, vormittag 970 Uhr, im Distrikt Münchwald: Buchen: 21 Rm. ^ct)eiter, 175 Rm. Knüppel (Stammknüppel, 12 Rm. Stöcke, 3400 Wellen (meistens aus zweiter Durch- sorsttmg); Eichen: 43 Rm. Knüppel, 42 Rm. Stöcke, 1200 Wellen; Nadelholz: 62 Rm. Knüppel, 3600 Wellen. 128 Stück Fichteu-Bauholz = 35,03 Fstm. (davon 15 T4ück = 5.30 Fstm. aus dem Distritt Meilbach, welche nicht vorgezeigt werden); 241 Fichteu-Derbstaugen — 10,53 Fstm. (Gerüststaugen, Wagnerholz re.); 2000 Fichtcu-Neisstangen (meistens Bohnenstangen). Die Zusammenkunft ist auf dem Weg Burkhardstelden-Ltch (Scklaqweg), dort wo derselbe vom Bieinalweg Albach-Hattenrod gekreuzt wird.1089 Mil Merk ”‘n Riesenöampjcm des MWM Lloyfl, Verdingung Die für die Errichtung eines Glasabschlusses, sowie für sonstige bauliche Herstellungen m der Wohnung des städt. Straßenmeisters erforderlichen Schreiner- und Weißbinder - Arbeiten ollen Samstag, den 14. l. Mts. vormittags 10 Nhr öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung, Zeichnungen und Bedingungen liegen während den Amtsstunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 3 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 6. Febr. 1903. Städt. Hochbauamt. I. V.: Gerbet. 1151 Sehenswürdigkeit I. Ranges bedeutendstes Einrichtungshaus Mitteldeutschlands besichtigt zu haben. 160 ÜMr-kMmW stets Merhr vorrätig. Es sind komp). Einrichtungen von 1000 bis I5 00Ö Mk. einschliesslich der Küche in wirklichen Wohnräumen ausgestellt. Als Ausstellungs - Lokalitäten dienen zusammen 8 Läden mit 20 Schaufenstern und 6 vollständigen Etagen. Streng feste Preise. Alles offen ausgezeichnet. 10jährige Garantie. Freie Besichtigung ohne Kaufzwang. 960 Kosten-Voranschläge und Möbelierungspläne gratis. Franko-Lieferung nach allen deutschen Bahnstationen. r- Man verlange Offerte und Preisliste. Sonntags geöffnet von 11 bis 1 Uhr. Darmstadter Monel sind heute tonangebend. Pachtliebhaber wollen sich zum bezeichneten Termin einfinden. Wieseck, den 4. Febr. 1903. Gr. Bürgermeisterei Wieseck. Versteigerung. Samstag, deu 14. t>. Mts. nachmittags 2 Uhr versteigere ich im Pfandlokal Sellersweg 11 gegen Barzahlung: 1 Cassaschrank, 1 Sekretär, eine Nähmaschine, Sofas, Kommode, Kleiderschrank, 1 Theke, 1 Re- gulateur u. v. m. [1053 Gießen, den 3. Februar 1903. Sier, stellv. Vollziehungsbeamter. Pferdemarkt z« Gießen Am Mittwoch dein 25. Mürz 1903 findet auf den städtischer: Marktanlagen nächst der Nodbcimerslraßc Pferdemartt ftatt Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohickutscher Hnhu dahier wenden: Auskunft über sonstige Marktangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pferdemartt ist eine Präniiierang verbunden, für welche 1565 Mark zur Verfügung stehen. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Oekonomierat Schleuke, Hardthof bei Gießen, zu erbitten. Tie Preisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 12l/„ Uhr. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplatz und zurück. Am 26. Mürz, nachmittags 2 Uhr, findet in der Turnhalle der Stadtknabenjchule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose ä 1 Mark ist dem Herrn Richard Buchacker dahier übertragen. Gießen, am 1. Februar 1903. 943 Die Pferdemartt - Kommission. _____ Jean Kirch, Stadtverordneter. Nicht allein der hübschen Formen, sondern auch der Gediegenheit und Auswahl, sowie des billigen Preises wegen. Dafür ist heute Darmstadt im ganzen Deutschen Reiche und weit über dessen Grenzen hinaus bekannt und wird täglich von Interessenten aus Nah und Fern besucht. Verlobte "ME kaufen daher keine Ausstattung, ohne vorher die grossen Ausstellungsgebäude der Darmstädter Möbelfabrik Grossh. Hessische Hofmöbelfabrik Bekanntmachung, betreffend: Das Beschneiden der Heue«. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- uub Feldbesitzer au deu ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen einsriedigenden Hecken tu jedem Frühjahr bis zum 1. März auf 1,25 Meter Höhe und 0,50 Meter Breite zurückzuschneiden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntuts gebracht daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Art. 31 des Feldstrafgejetzes mit Geldstrafe von 1 bis 10 Mk. Ferner zu beziehen in Aüendorf a. Lumda bei W. Reuning; in Garbenteich bei Balth. Häuser; in Keffelbach bei Frau W. Meißinger II.; in Krofdorf bei Hch. Rinn; in Lollar bei Heinrich Geißler VI., Aug. Zimmermann; in Lich bei A. Bing, H. E. Bingmann, Carl Heller, K. Köhler, Hch. Walz, Ferdinand Zimmer; in Mainzlar bei W. Ph. Schlapp. SN8T Weitere MederverLäufer gesucht! Engros-Vertriebs Ed. Siibereisen, Giessen. fl n 0 FSf 8fl $ Lampen, -Heiz-Oefen, -Kocher, -Bügeleisen etc OjJOillllv in tiieesen zu beziehen durch: Carl Hensel, Eisenwaren, A. Kröll Söhne, Wilhelm Orbig Nachf., Fritz Eccarius, Brüder Schmidt, m Lollar zu beziehen durch Josef Volpp. =3» Geistesmächte. Wie man Einfluss ausübt. Packende Urteile des Komitees, welches ernannt Emil Horst, Giessen | Aauartikel-Iabrik und -Hroßhandfung. : CeMihlatteil, Tonplatten, MosinMen, «. s. w. , führe ich reichhaltiges Lager und halte mich zur Ausführung von Bodenbelägen und « Wandbcklctduugcu bestens empfohlen. ' Ferner liefere ich Treppenstufen, Spülsteine und Grabcinfasfungcn in Ccmcnt, Kunst ' • stein und Terrazzo, fowie Fensterbänke, Gesimse, Thorpferlcr, Vorgarten,lerne, Abdcck- ' platten und alle anderen Bauwcrksteruc in jeder gewünschten Slusiurjrung, Dachziegel, < Rohre, Rinnen, Krippen, Tröge, la. Portland-lLement, gemahlenen KaU usm. usw. % ' Mü Preislisten, Kostenvoranschlägen und Mustern stehe ich gerne zu Diensten. 86 > VWVNWWVNi Dr. O. S. LINCOLN 101 Crutchfleldstreet. Dalia«, Texas. Pastor PAUL WELLER Corham, N. Y, Richter HENRY SCHÄFER Flenungton, N. J. F. H. STOUFER Sekretär und Schatzmeister der ElsenbahO- beamten Pueblo, CoL wurde, um den Hypnotismus zu erforschen, (üebersetzt aus dem New York Journal.) HypnotiSmuS ist nicht mehr länger eine Sage. eMe phanlastische Schöpfung des Geiste?, sondern eine Wahrheit, eine sehr bedeutende Macht, fähig, unendlich viel Gutes hervorzubringen. Um deu genauen Wert dieser vielbesprochenen Kraft zu ermitteln, wurde ein Komitee gebildet, welches sich aus einem Arzt, einem wohlbekannter Juristen, einem hervorragenden Geistlichen und einem höheren leitenden Eisenbahn-Beamten zusammensetzte, um den Hypnotismus zu ergründen. DaS Komitee nahm eine Reihe von Untersuchungen in Bezug auf die Kraft des Hypnotismus vor, die Handlungen der Menschen in jeder Lebenslage zu beeinflussen. Der erste Schritt, den die Mitglieder des Komitee unternahmen, war, die Wissenschaft in jeder Einzelheit zu beherrschen, so daß durch persönliche Erfahrung das Gute oder Schlechte,' welches diese sonder- bare Kraft verursachte, leicht festgestellt werden konnte. Sie schrieben an daS New York Institute of Science in Rochester, N. Y., der größten Schule für Hypnotismus und Magnetismus, und erhielten volle und ausführliche Instruktionen, wie man Hypnotismus anwendet, um Leute im Geschäftsleben zu beeinflussen, um Krankheiten zu heilen rc. In wenigen Tagen beherrschten sie diese Lehren gänzlich und waren vollständig ausgebildete Hvpnotiseure. ES wurde klar bewiesen, daß HypnotiSmuS derart angewendet werden kann, daß die Person, mit welcher man operiert, sich gänzlich unbewußt ist, unter Einfluß eines Anderen zu stehen. Alle Umstände be- rücksichtigt, betrachtete daS Komitee dies als die wertvollste Entdeckung der modernen Zeit. Eine Kenntnis des HypnotiSmuS ist wesentlich, um im Leben Erfolg und in der Gesellschaft eine hervorragende Stellung zu erlangen. Dr. Lincoln sagt nach einer gründlichen Untersuchung, daß er den HypnotiSmuS als den wunderbarsten therapeutischen oder heilenden Vermittler der neuesten Zeit betrachtet. Richter Schäfer, obgleich ein sehr in Anspruch genommener Staatsbeamter, richtete mich seine Auf. /nerksamkeit aus Heilung von Kranken, und nach wenigen Behandlungen gelang es ihm, Herrn John E. MeyerS aus Flemmiugton, R. I., von einer sonderbaren Krankheit, welche ihn neun Jahre an das Bett gefesselt hatte und von welcher die Aerzte behaupteten, daß er daran zu Grunde gehen würde, zu heilen. Richter Schäfers Rus verbreitete sich meilenweit, und Hunderte von Leuten kamen, um sich von ihm behandeln zu lassen. Herr Staufer leistete folgendes Erstaunliche: Er hypnotisierte Herrn Cunningham aus Pueblo, Sol., auf eine Entfernung von mehreren Straßen. Auch hypnotisierte er einen älteren Herrn, bewirkte, daß derselbe durch die Straßen lief, rufend: ^Kauft Aepfel'. Herr Staufer behaupet, HypnotiSmuS ist geschäftlicher Vorteile wegen unentbehrlich. Herr Pastor Paul Weller sagt, bafj jeder Geistliche und jede Mutter HypnotiSmuS erlernen solle, um denselben zum Besten derjenigen anzuwenden, mit welchen sie täglich in Berührung kommen. Präsident Eliot von der Haward Universität sagte gelegentlich eines Vortrages über diese wunder- bare Kraft zu den Studenten: .Meine jungen Herren, jeder von Ihnen besitzt eine wunderbare latente Kraft, Welche wenige von Ihnen beobachtet haben, aber welche, wenn entwickelt, jeden Menschen unüberwindlich wacht. Sie wird persönlicher Magnetismus oder Hypnotismus genannt. Ich rate Ihnen, zu lernen, denselben zu beherrschen.' DaS New York Institute of Science hat soeben 10000 Exemplare eines BucheS erscheinen lassen, welches vollständig all' die Geheimnisse dieser wunderbaren Kraft erklärt und ausführliche Anweisungen enthält, um selbst praktisch hypnotisieren zu können, so daß man die Kraft ohne Wisjen eines Anderen anwenden : mafdune hat fidt nach etuvinnc bc-s .>? . . m • । ic um -rreisannellung ctncr ""chen am inc tur inetr ' i'üupimann u (Sompaome Chef 9. Rhetn Jus. Regt. No. 160. Portwein- Punschessenz der Firma Carl Schroeter Söhne in Hanau a. 2)t. 700 (schmeckt und bekommt vorzüglich) Arak- nd Rum- Punsch-Essenz Rum de Jamaica Arak de Batavia sowie feinere Liköre deutscher nnd französischer Mognak (ärztlich empfohlen) zu haben bei F. Scholl, Lahnhosslr., Ecke 'Ißoiteiiflühe. Telefon 330 Bonnen \ E bsen X Linsen 1 la Sauerkraut Essiggurken baizgurtten Koumdpse»e P?g. fccii. Vohheringe ä 4 und 5 Psg. empfiehlt 1114 Robert Stuhl. Bekanntmachung. Beehre mich hierdurch bekannt zu geben, daß ich die geometrische Praxis meines an das Großh. Kreisvermessungsamt Gießen versetzten Vetters, des Großherzogl. Geometers I. Klasse Herrn Ferdinand Bischoff, übernommen habe und in unveränderter Weise weiterführen werde. Indern ich mich gleichzeitig zur Ausführung aller technischen, mit meinem Bernie zusammenhängenden Arbeiten empfehle und prompte Bedienung zusichere, zeichne Hochachtungsvoll Freedräch Bischoff Großh. Geometer I. Klasse, Lich. Lich, im Februar 1903. 1090 9 Heneral-Dersammlung bei Wirt Sauer, Neustadt. LageS°Ordnung: L Satzungen betr. — 2. Jahresbericht. — 3. Rechnungsbericht. — 4. Wahl eines Kassierers. — 5. Erledigung der etwa bis dahin eingebrachten schrift- lichen Anträge der Mitglieder. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht 892 Der Vorstand. nerkannl|einste/take za Äf von (g . jeglichen künstlichen Aethcri b Fssen^cn W. Brllok, Wisamar. 792 van bittet erenan anf obige Sohn’zmarke zu achten. Gegründet 1843. Cognac aus französ. Wein gebrannt '/, Fl. JL 3 —. 4 —, 5.— V? u. */< Fl. verhRltniflmäfleig. Carl Seibel. Frankfurterstr. Ferdinand Zimmer, Lich. Konsum-Halle, Heuchelheim. A. C. Müller, Langgöns. Aug. Seibert, Wieseok. Erste Tann n «-Cognac-Brenn er ei Fritz Scheller Söhne Homburg v. d. H. Cognac „Greif anf Globus“ l/_ Fl. v#L 1 80, 2.40, 3. 4. 5, it u- V* Fl. verhältnismässig. Litern. JL 1 80 u. 2.—. Niederlagen bei: Gebr. Adami, Mänsb'irg. Jac. Friesleben, Bahnhofstr. H. Belloff II., Alicpstraese. W. Möser, Seltersweg. L, Steinhäuser, Neuenbäue. Lager in Maschinnn-Treilirieioen Interessenten zur gefl. Mitteilung, daß ich infolge größerer Abschlüsse in der Lage bin Treibriemen in jeder gewünschten Breite und Stärke per sofort zu liefern. Beste Qualität deS Leders und sauberste AuSsührimg garanttert. Reparaturen werden schnell und billig effektuiert. Offerten und Preislisten stehen kostenlos zur Verfügung. Friedrich Gross, Sattlermeister. Gießen. — Neuenweg 32. 685 K. Vereinshaus Treviris, A.-G. Trier (Mosel) Jakobstrasse 28/30 Moselstrasse 6/12 W4ngro«♦ Elfen-, Metall- und Werkzeug-Hanblmg Kaus- und Küchengeräte Oefen und Kochherde, Baubeschläge Mangen Messerputzmaschinen Waagen Or. K *in’« Ffeisc Saftpressen Vogelkäfige. Wärmflaschen. Laubsägeholz. 84 Drnhitt« strikt? unti webe. Itzraht» LIQUEU^ L'ANCIENNE AE1BÄT5 DE F^CAMP ÜBERALL ZV HAREN ■ Egfe*.*»£»A*£**££$**A**,*.******.*.**»o?bätkcr U SGSDKSOLOGSDVKS SthanzenslraBBe 18. Mister Fr. Kewells mit seinem wunderbaren Musik- Instrument. Wclt- Attraktiou allerersten Ranges. U. Rosenthal Liebigftrafte 13. Teleph. 218. Kulterschneidmaschinen Kickwurzmühlev, Schrotmüftfen Kartoffelquetschen Autterkeffel Autterdämpser Hvslmühlen und -Keltern sowie alle anderen landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte Excentric- Soubrette. Zahlreichem Besuch lieht entgegen Pie JHrflWo” II »ns Prof tengri r. S’eu! Neu! Ludwig Seifi Humorist. Emmy Rammon Soubrette. Staunen- errrgende Lcifiungen. Sensationell! Vcn! Wen! Reparatnren an Maschinen jeder Art werden in meiner Wcrkstätte fachgemäß und prompt auSgcführt. täglich frisch. F* f-’ar Dominos, C-Iowr sowie Perrttcken und "'ärtc billigst zu verleihen. In sämtl. Karnevals-Artikeln große Auswahl. f-luch im Theaterfrisicre« f. B. halte ich mich bestens empfohlen. Emli Koch, T^eaterjriseur, Bahuhosstr. 51. 893 Rrnst Challier (Rudolphs Nacht) Giessen. ietml-GescH tir Mram aller Art WreiAM- Atihwahl, solide Preise. fliustrje- e Preisverzeichnisse gratis und tränke VuisikHlieu-IInndhing und »Lcihanslalt Spezialität: Billige Ausgaben. Wohltätigkeitsverein. Sonntag den 8. Februar 1903, abends 8 Uhr: Großer Markenhall Ür Cafe Leib mit großen staunenerregenden Gruppen - Aufführungen u. a. kommt zur Aufführung: Das Duell zur Uarrenzeit. Um Hopf und Hals. Eintrittspreis im Vorverkauf für Herren 1 Mk., Damen 40 Pfg., Geheimkarten bis zur Demaskierung gütig 50 - An der Kasse: Herrenkarten Mk. 1.20, Damenkarten 50 Pfg., Gallerte 20 Pfg. — Vorverkaufstellen bei den Herren Jmheuser, Teihel unb Zigarrenhau? Weiler, Marktplatz, Cohn (früher Leitzow), Marktstraße, Ockel, Neustadt, sowie bei den Herren Friseuren Kock, Bahnhofstraße, Stier, Neuen Bäue, Klenker, Tichh, Selterswcg, Wahl, Neustadt, Balser, Lindenplatz, Rüger, Wallthor stratze. — Geheimkarten nur bei den Herren Teipel und Weiler, Marktplatz. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Der Vorstand.« ÄB. Der lleberfchnß wird an hiesige Stadtarme verteilt._??? 'S- £ •,l?e‘lS*onn*S- ÄÄ Er Sflnlil£ Kg® •‘““TeniS1 und W . ch der preußischen la suchsanstall >ür tl errichten, mit gro| die Ausgabe eer .. juchung aus inlai estellte Mehle au die gesamte rechnc wesens'und der 2, irr hält die Äi technische Abteiluiie dem Sinne der o Industrie und Ahr ziva,r als eine felvst ist die (Entimdeiun anstatt ins Auge zi wonach derpreußijä verbände die 8ctue unter der Lorausse Adjc Verwaltung b lüMchen Unteres beleW werden, umjajsend, daß d eignete landwrrts lenswert erachtet i möglich gewesen ■ für 1903 einzufteli einfachere Berfuch schaftlichen Äufljub uni) cinpjiefjlt zu t imion in dem Men zu rufen. ree 'zinnag des Misters v. Arnm-H »Ter Deutsch beten Aegierunge wörtigen Zession Zweck hat, die st Verbrauches aus herbeizuführen." An zweiter S u b e r e i n k o in m c handelt. Ter erste Hofen). Er begründ der lautet: "1- Bei dem Vertrages mit Qg erfolgreiche Lelm . Äiehseuchenü un landwirtschast önterefse niau veich-tzilgaru ist ungen des ViM Ä-warten' ^kommens nich lUmmungen inf mens uiiö im & betretend bie j 5ec aui9cnomt i.^er zweite Rx fc” mit $ Di« (J ö' ^ernbur s " «Ui! au- ^65 einlc *»w S4S