Montag 6. April 1903 Nr. 81 153. Jahrgang (Z-rftes Blatt Aom KLa.Kau ;ar nicht schlief. Die Botschafter Oesterreich-UngarnS, Ruß- ands und Englands wohnten dem Salomlik bei und wurden ne Amtes mit könnte." eine derartige Verquickung eines öfjentlichen einem Privatunternehmen geduldet werden Bekanntmachung. Nm 31. Mürz L IS. rourbc em braun-grait-gescheckter, anscheinend wertvoller Jagdhund in den hiesigen Anlagen ein- gefangen. Der Eigentümer desselben beliebe seine Ansprüche alsbald bei unS gellend zu machen. Gießen, den 6. April 1908. GroßherzoglicheS Polizeiamt Gießen. Hechler. siaes Blatt: „Diese Personal-Union zlvisc1)en dem Stadt- Oberhaupt und einem industriellen Unternehmen muß das größte Befremden erregen, da die Interessen des bett, diesigen Unternehmens und der Stadt naturnolwendig yäufig kollidieren. Man erwartet von dem neuen Regierungspräsidenten, daß er sein Veto einlegen wird. Herr von Brandenstein hatte dies für sich in bestimmte Aussicht gestellt. In der Bürgerjchajt würde man es nicht verstehen, wie -------- m —a Aus Htaöt uni) Juni). Gießen, am 6. April 1903. — Personalien. Ernannt wurde der Oberlehrer zu Dieburg, Geißler, zum Oberlehrer an dem Schullehrer- Seminar zu Alzen — S. König!. Hoh. der Großherzog haben verliehen: das Komtuikreuz 1. Klasse des Verdienstordens VhilippS des Großmütigen dem Generalmajor EhaleS de Beaulieu, jeuher Kommandeur der 25. Feldart.-Brigade; Wahl-Bewegung. fe. Im Wahlkreise Höchsl-Homburg-Usingen stellen die Nationalliberalen den Geh. Justizral Ri eße r in Berlin als RelchStagSkandidaten auf. Rießer ift geborener Frankfurter und gehört der Darmstädter Bank an. Tie „Frkf. Ztg." meldet aus Konstantinopel: Bei der Selamlikseter herrschte unter Zuschauern und Truppen eine 'sichtbare Aufregung. Allgemein fiel daSsehrmüdeAus- ehen des Sultans auf, der die Unten Nächte fast aar nicht schlief. Die Botschafter Oesterreich-UngarnS, Ruß- Deutsches Deich. Berlin, 5. April. Admiral ä la suite von 5 Marinen ist Kaiser Wilhelm nach seiner Ernenn- ung zum Ehrcnadmiral der dänischen Flotte. 1888 trat der Kaiser in die Stellung ä la suite der schwedischen und norwegischen Marine und zwar, als König Oskar IL gelegentlich der Taufe des Prinzen Oskar in Berlin weilte. Leim ersten Besuche in England ernannte die Königin den Kaiser zum „Admiral of the sleet" und tm August 180/ wurde Kaiser Wilhelm Admiral ä la suite der ruuuchen Marine. . n. — Soweit die Reisedispofitumen de- Kat,er^ sest- ftehen, trifft er am 3. Juni gegen 7 Uhr abends m tf ranl, furt zum Sänger fest ein, um gleich vom Hauptbahnhof zur Ringerhalle zu fahren. Tie Knegervereine werden Spalier bilden. ,.. — Heute fand im Geschäftsgebaude des preug. Abge- ordnetenhauses unter dem Vorsitz des Ministers für Handel hierauf in Audienz empfangen. Zar Nikolaus sandte dem schwer verletzten russischen Konsul in Mttrowitza ein Telegramm, worin er ibm dankt, ihn zu seiner ausgezeichneten mutigen Haltung beglückwünscht uiü) die Hofinung aus seine baldiae Genesung aussvricht. Der Soldat Jbrabim, welcher den Konsul Schtscherbtna verwundete, wurde vom Kriegsgericht in Milrowitza au 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. — Der Ausstand der Albanesen ist nunmehr allgemein. Cie haben in einer Versammlung beschlossen, die bei Mitro- witza Gefallenen blutig zu rachem Die bei Uesküb über den Wardarfluß führende Eisenbahnbrücke wurde von den Alba- sen gesprengt und die Telegraphenleitung zerstört. Die Petersburger Blätter fangen an, wegen d«S Attentates auf den russischen Konsul einen scharfen Ton gegen die Türkei anzuschlagen. Die w9torooic Wremja" erklärt, die Türken müßten bedenken, daß die Bevorzugung der Albanesen nicht mehr geduldet werden könne. Die „yrowosti" vertritt die Ansicht wenn die Türkei nicht imstande sei, die Albanesen zu bändigen, so mutzten Rußland und Oesterreich-Ungarn die Sache in die Hand nehmen. Die übrigen angesehenen Blätter vertreten denselben Standpunkt. Die Verwendung von mehreren Zentnern Dynamit beim letzten Attentat läßt daraus schließen, daß die Revolutionäre aber große Sprengmittel-Quantitäten verfügen. Auch die Eisenbahnlinie Saloniki-^Monastir wird von den Revolutionären bedroht. Zur Bewachung sämt- Ausland. Madrid, 5. April. Gestern nachmittag wurde nach dem Wagen, in dem der kommandierende General der Provinz saß, mit Steinen geworfen, weil man glaubte, es säße ein Minister darin. — Die Unruhen werden unaufhörlich fortgesetzt. Es kam noch zu vereinzelten Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Studenten, wobei einige Schüsse fielen. Die Studenten rissen den Zaun eines Neubaues ein, und bewaffneten sich mit Ziegelsteinen. Die Polizei griff daraus die Studenten an. Stach den amtlichen Feststellungen ist bei den Unruhen eine Person getütet worden, zahlreiche andere wurden verletzt. Nach privaten Berichten ist indes die Zahl der Getöteten vier. Die für gestern abend einberufenen Versammlungen wurden polizeilich unteisagt. Rom, 5. April. Der Papst empfing gestern 22, meist deutsche, Journalisten. Redakteur Grimann hielt eme Ansprache und überreichte dem Papst wertvolle Geschenke. Wien, 4. April. Dr. Karl Lueger wurde heute mit 124 von 145 Stimmen wieder zum Bürgermeister oonWien gewählt. Die Liberalen gaben leere Stimmzettel ab. Lueger wies in seiner Dankesrede auf die Erfolge der ck>risrlich-sozialen Partei hin und erklärte, er sei Agitator und werde Agitator bleiben. Peking, 4. April. Der Kaiser und die Kaiserin-Regentin empfingen gestern den Prinzen Rupprecht und den Prinzen Georg von Bayern. Newyork, 4. April. Der englische Botschafter Her- bert teilte namens der Alliierten dem amerikanischen Gesandten Bowen mit, daß, falls das Schiedsgericht die Berechtigung der Vorzugs-Forderung der Dlokademächte verneine, es die Frage entscheiden solle, ob Venezuela die Blockadekosten zu zahlen habe. Milwaukee, 4. April. Präsident Roosevelt besuchte am 3. d. M. den hiesigen deutschen Klub, wo er feierlich empfangen wurde. Auf einen vom Vorsitzenden des Klubs ausgidrachten Tcinkspruch erwiderte Präsident Roosevelt nut einer Ansprache, in der er erklärte, es sei sein Ziel, den Frieden im Jnlande und Auslande aufrecht zu erhalten. In einer Rede, in der er die Bezieh- ungen der Unionstaaten zu Kuba erläuterte, kam der Präsi- dent auf die Zolltariffrage zu sprechen und sagte, die Regierung der llnronstaaten, welche die Interessen aller Bevölkerungsklassen wahrzunehmen habe, könne es nicht für ratsam halten, das bestehende System aufzuheben. Es müsse ihr Ziel fein, die Schutzzollpolitik auf- rechrzuerhalten, wobei aber, wenn es notwendig sei, einzelne Zollsätze abgeändert werden könnten. Tie Unionftaaten müßten, wenn die Umstände es fordern, ihren Zolltarif ändern. Amerika stehe in der ersten Reihe bei dem internationalen industrietten Wettbewerb und dürfe nicht durch einen Akt der Torheit feine Stellung, die cs sich im Triumph errungen habe, preisgcben. kicher europäischen Linien in der Türkei sind gegen 7000 Mann erforderlich Der größte Teil der Reisenden, welche ^ioiistanlinopel verlassen, wählen jetzt den Seeweg nach dem europäischen Constanza. Ter serbische Kriegsininister hat an alle Militärbehörden öen Befehl erteilt, .adle Vorbereitungen für eine Dlobili- sierung der ganzen Armee zu treffen. • Ter „Äbln. Ztg." wird aus Ltonstantinopel gemeldet: Ein Reisender, der Gelegenheit hatte, einige an der bulgarischen Grenze liegende türkische Gebiete zu besuchen, schildert den Zustand der Grenzbeoölkerung. Die Türken haben jedes Dors besetzt und schicken häufig Streifpatrouillen in Stärke von etwa 50 Mann aus, welche aus Nyzam-Truppen, sowohl Infanterie wie Reiterei bestehen, und zwischen den Dörfern die Verbindung aufrecht erhalleii. Baschibozuks sind nicht beteiligt. Die christlichen Dörfer sind anscheinend ganz ruhig. Die Bewohner gehen ihren Geschäften nach und feinen zu den Türken in guten Beziehungen zu stehen. Während der 'Nacht ziehen die Türken die Euizelposten ein. — Die verschiedenen Nachrichten von der Beschädigung der Bahn Saloniki-Degedaghatsch, sowie das für die Türken ungünstige Gefecht bei iDdjrtba, wo über 3000 Aufständische sich an gesammelt Haden sollen, ferner die Nachrichten, daß die Arnauteu lärmeiide Vetsamnilungen in Jspek und Tjakowa obhallen, haben an amtlicher türkischer Stelle einen nieder- schlagenden Eindruck hervorgerufen. In Belgrad gärt es auch höchst bedenklich Eine Versammlung von Handlungsgehilfen, in der gegen die .Verfügung der Polizeidehöroe, daß die Handlungsgehilfen, wie alle anderen Bediensteten, Dienstbücher bei sich zu führen haben, Einspruch erleben werden sollte, wurde polizeilich ausgelöst, i^s kam zu einem Zusammenstoß mit Den Gendarmen, die von den Waffen Gebrauch machten und eine einige hundert Köpfe zählende Menge, der fich etwa 50 Hochfchuler angeschlossen hatten, auseinander trieben; mehrere Personen wurden hierbei verwundet. Am gestrigen Sonntag wiederholten sich Die Kundgebungen. Zwei Schwadronen Kavallerie gaig.n gegen oie R. h fi^r.r iwr und gab n angesichts Der heraussorderiwen Haltung der Studenten mehrere Salven ab. Die Zahl der Verwundeten i|t unbekannt. das Komturkreuz 2. Klasse desselben Ordens dem Obersten von Werder, Ehef befl GeneralstadeS des 18. Armeekorps, seither Kommandeur dcS 1. Großh. Drag.-RegtS. (Garde- Drag.-ReglS.) dir. 23; das Ritterkreuz 1. Klasse desselben OrdenS dem Major z. D. und BezirkSofftzier beim Landwehr-Bezirk Mainz, Frhr. von Houwald, seither Platz- major der Festung Mainz, dem Tlajot Praül im 2. Ober- Elsässischen Infanterie-Regiment Nr. 171, seither Hauptmann im Jnfanterie-Leib-Regnnent Großherzogin (3. Großh. Hess.) 9lr. 117, dem Hauptmann und Lehrer an der Kriegsschule in Danzig von Schrader, seither Batteriechef im 2. Feld- artiUerle-Regiinent Nr. 61, und Dem Hauptmann und Korn- pagniechef im 1. Kurhcssischen Infanterie-Regiment Nr. 81 von Hanstein, seither un Jnfantene-Regiement Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116; daS Ritterkreuz 2. Klasse desselben OrdenS dem Oberleutnant beim FestungS- gefangniS Rastatt Girfchner, seither im b. Infanterie-Regiment Nr. 168, und dein Oberleutnant Edler von der Planitz im Feldartillerie-Reglmcnt Generalfeldmarschall Graf Waldersee (SchleSw.) Nr. 9, seither im 1. Fcldarlillerie- Regnnent Nr. 2b (Großh. Att.-KorpS). "Tagesordnung fuc dieSitznng Der ©tobt* verordneten-Versammlung Mittwoch, den 8. Apr. 1903, nachmittags 4 Uhr. 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch des Joh. Gg. Pfaff für die Ecke Eredner- und Hillebrand- straße; hier: Dispens. 3. Desgl. des H. Winn f. d. Ecke Ricgelpfad und Querstraße. 4. TcSgl. des A. Rahnefeld f. d. Schanzenstraße. 5. Tesgl. der Gebrüder Zutt f. d. Steinstraße; hier: Dispens. 6. Desgl. des A. Scheppel- mann f. d. Gr. Steimveg; hier: Dispens. 7. Desgl. des Karl Becker f. D. Schisfenbergerweg; hier: Dispens. 8. Tesgl. des Karl Müller f. D. Plockstrage. 9. Desgl. des Batth. Keil von Hcuck-Lthetm f. d. Straße Gicßen-Heuchelheim. 10.Das> Turmhaus am Brand; hier: Herrick)tung eines Tach- zimmers. 11. Unterhaltung der Anlagen vor dem Uni* oersitätsgebäude. 12. Gesuch des FriedbofsausseherS Sier um pachtweise Ueberlafjung eines Stück Landes beim neuen Friedhof. 13. Antrag der Arbeitnehmerbeisitzer des Gewerbegerichts wegen Teilnahme eines Beisitzers an dem, am 11. und 12. September 1003 in Dresden stattfindcnden Verbandslag. 14. Revision der Rechnung der Stadt Gießen für 19U0/01; hier: Bemerkung 14 und 38. 15. Vergebung /von Sielbauarbeiten. 16. Gesuch des Rud. Trescher und Herm. Schrödel von Frankfurt a. M. um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Bergstraße 20. 17. Desgl. des Karl Hartmann im Hause An den Bahnhöfen 71. 18. DeSgt. des Paul Drexelius aus Dortmund im Hause Walltorstr. 24. 19. Desgl. des Wilhelm Lomes im Hause Sonnenstraße 29. 20. Desgl. des Johs. Seeger im Hause Neuenbäue 6. 21. DeSgl. des Georg Kraft f. d. Frankfurterstraße 83. 22. Desgl. des Wilh. Wagner im Hause Bahnhofstraße 31. 23. Desgl. dcS Gg. Korndörfer im Hanke Grünbergerstr. 117. -- EinHund ein gefangen. Wie aus der Bekanntmachung des Polizeiamts am Kopf unseres Blattes ersichtlich ist, ist am 31. März ein anscheinend wertvoller Jagdhund in den Anlagen eingefangen worden, dessen Eigentümer z. Zt. noch unbekannt ift Vielleicht tragen diese Zeilen zur Ermittelung desselben bei. *• D ie Gemälde-AuSstellung am Brand roirt nunmehr von Mittwoch an wieder geöffnet fein. Der Ausstellung sind außer den schon erwähnten Kunstwerken noch einige Radierungen und Handzeichnnngen von Ernst Haymann, Ludw. Richter, Schnorr von Earolsfeld, Ph. Beith, ferner Aquarelle von F. Preller d. A. und K. Brauer beigefflgl worden. Tie diesmalige Ausstellung ist eine der interessantesten, Die der Kunftverein jemals aufzuweisen hatte. (!) Sängertag. Auf dem am Sonntag hier im „Postkeller" abgehaltenen Sängertag des „Lahntal- Sängerbundes" begrüßte der Bundesoor sitzende Schneider-Marburg die zahlreich Erschienenen mit einer herzlichen Ansprache,die mit dem Losungswort: „Einig im Lied, treu im Gemüt!" schloß. Hierauf wurde Storch- Butzbach zum Schriftführer ernannt Vertreten waren sämtliche Bundesvereine und zwar: „Orpheus"-Butzdach, ,^Liederkranz"-Tillendurg, „Bauer scher Gesangverein", „Gemütlichkeit", Harmonie" und „Hciterkeit"-Gießen, „Män- nergesangverein"-Grünbcrg, „Cäcilia"-Lich, „Frohsinn"- Londorf, Wieder! ranz" und ,^Licdertafel"-Marburg, .Liederkranz" - Weilburg und „Männergesangverein"- Wetzlar. Tas vom Bundesvorsitzenden verlesene Protokoll berichtet über das 1904 in Grünberg stattfindende Bundes- fest, Wertung der Gesänge, Erteilung von Tiplomen für 25 jährige Bundeszugeyöngkeit an die Mitglieder Wind hack und Rosenbaum u. v. a. Tas verzinslich angelegte Bundesvermögen beträgt 746 Mark. Tie in Gemeinschaft des Bnndesoorsitzenden mit einer Kommis.ion ausgearbeiteten neuen Satzungen, wobei die §§ 3—8 gegen früher eine wesentliche Aenderung erfuhren, fanden Annahme. Jedem Mitglied ist ein Exemplar einzuhändigen. Vom Festort muß eine Festschrift verfaßt und zu einem mäßigen Preise an die Mitglieder abgegeben werden. Zum Bundesorgan wurde die „Sängerhalte" bestimmt. Die Geschäfte des Bundes werden jetzt nicht mehr durch den Vorort, sondern durch einen Vorstand geführt, bestehend aus dem Dor/chenden S ch n e i d e r - Marourg, dessen Stellvertreter Storch-Butzbach, sowie dem Schriftführer Petri-Marburg. Tie Wahl der Beisitzer bleibt den Bundesvereincn überlassen. Tem Bundesoerein „Lrpheus"-Butzbach wurde mit anerkennenden Worten für 40 jährige gewissenhafte Kassenfuhrung wiederum dieselbe Übertranen. Zum ge- mei"sa^»ftlichen ag auf tem nächsten BundeSfest werden als Ehor mit Orchester „Tas deutsche Lied" von 2lbt, als o capella-Ehöre: „Der hat Tich Tu schöner Wald" und Gewerbe eine Konferenz über die zur Bekämpfung der Wurmkrankheit in dem Oberbergamts- bezirke Dortmund zu treffenden Maßnahmen statt. Die Verhandlungen, an denen außer den Kommissaren dcS Handels- und Kultusministers eine größere Anzahl von Medizinal- und Bergdeamlen, Aerzten, Bergwerksbesitzern, Bergleuten usw. teilnahmen, waren sehr eingehend; sie werden voraussichtlich zu einer Reihe behördlicher und sonstiger Maßregeln Anlaß geben, die als geeignet erscheinen zur wirksamen Bekampftina der Krankheit. — Der Plan der Stadt Berlin zur Durchführung deS wettausgreisenden Bau-Projektes eine Anleihe von 228 Millionen Mark aufzunehmen, hat vorläufig die Genehmigung der Regierung nicht gesunden. Es wurden von der Stadt Erklärungen über verschiedene Punkte des «Inleiheplanes und der Finanzlage Der Stadt verlangt. Han nover, 5. April. Stadtdirektor (ein Titel, der soviel wie Oberbürgermeister" bedeutet) Tramm, der mit ccl 25 000 Marl besoldet ist, wurde in der Generalversammlung der Continental-Laoutchouc- und Gutia- percha-Eompagnie zum Mitgliede des Aufsichtsrat s gewählt, womit eine jährliche Dividende von ca. 60 000 Mark perbunden ift — Dazu schreibt ein hie- GletzeimAnzelgerW General-Anzeiger w v w den polu. und aQflem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MWZ U ACtnenletl Pan« Beck. außer Sonntag*. Dein Gießener Anzeiger werden Im Wechsel mit dem keltischen Canörolrt bie Siebener Kamillen« blätter viermal in der Woche beigelegt. Rolalwn«druck u. Verlag bei Brüh l'schen Untverl.-Buch- u. Steindrucke rei iPietlch Erben) Redaktion, Erpedinon und Druckerei: Echnlßraße 7. tlbrefle tüt Depeschen: tln)etger Gießen. Frrn'prrchantidtußNr 5L ' “wie 2361 Grössen Billige Prelle. i & Sohn I» eeli m, ItiüeiUi h reichhaltlgtr hmül Mn etc. A«grn. 4032 blodiira^ ; Bonbon;, Tm» nmgs-kustalt itr. geg' ündet 1838. ’ersichernng intommew, xar Altert- J iüt Aussteuer, Studium lebereeoduDg der Ueoteo innerhalb Deoteebhtiai. i Frankfurt kB . IM Hin a. jebe’s nMacke saufen atzrnfurh. auevwaldr. H ungShem für Itanftun» SÄ-" der Ml- inen« ««ter »«• prel,e* id» "r 4 dermania i 31an*ke 8220 Ä«5 Dem Mvhrtng und „O Frühlinaszeit" von Paul Polstet bestimmt. Heber einen weiteren Chor mit Orchester beschließt der im Derbst stattfindende Sängertag. Mit einem brausenden Doch auf den „Lcchntal-Sängetbund" fanden die Verbandlungen ihren Abschluß. Seibert-Wetzlar dankte dem Vorsitzenden für die umsichtige Leitung, die mühevolle Umarbeitung der Satzungen und wünschte, daß er noch lange an der Spitze des Bundes stehe und schloß mit einem kräftigen Hoch auf ihn. — Unfall. Bei Zug 623 nach Fulda fiel am SamS- tag morgen hinter Wallenrod der Heizer vom Zuge. Glücklicherweise soll derselbe sich nicht erheblich verletzt haben. Er mußte indeß in Lauterbach die Fahrt unterbrechen. * • Erhöhung der Brandsteuer. Für das ab- gelausene Jahr wird nach der „Franks, Ztg.^ eine nicht unwesentliche Erhöhung der Bcandsleuer erfolgen, während 1901 eine Brandsteuer von 7 Pf. für je 100 Mk. Umlagekapitak erhoben wurden, werden jetzt 10 Pf. zu erheben fein. Die bedeutenden Ausgaben für Brandschäden haben diese Erhöhung veranlaßt. * * Bauernregeln für April. Wenn der April bläst in sein Horn, so steht es gut um Heu und Korn. Wenn der April Spektakel macht, giebts Heu und Kvrn in voller Pracht. Aprilerr-Megen bringt stets uns Segen. April kann rasen, nur der Mai halt Maßen. Frösche zu Anfang Avril bringt der Teufel ins Spiel. Maikäfer, die im April scywirrcn, müssen im Mai erfrieren. Avril dürre, macht die Hoffnung irre. Nasser April verspricht der Früchte viel. Der dürre trockne Avril ist nicht der Bauern Will, aber des Aprilen Regen ist ihnen gar gelegen. Sind die Reben um Georgi noch blind, so erfreut sich Mann und Kind. Bläst der Avril mit beiden Backen, gibts genug zu jäten und zu hacken. Heller Mondschein in der Aprilnacht schadet leicht der Bäume Blütenpracht. Der April ist ein Freiherr, er gibt Regen und Schnee her. Ist der April auch noch so aut, so streut er dem Schäfer doch Schnee aus den Hut. April hat seine dummen Mucken, er will, daß die Bauern nach dem Weller gucken. Sankt George (23.) und St. Marcs (25.) die drohen uns viel Args. So lange die Frösche vor Marci geigen, Jo lairge müssen sie nach Marci schweigen. Ist Ambro,ius (4.) schön und rein, wird St. Florian (4. Mai) dann wilder feilt Bleibt der April recht sonnig warm, macht es dem Bauer auch nicht arm. Gedeihn die Schnecke und die Nessel, fülln sich der Speicher und das Fasset Ist der April sehr trocken, geht dann der Sommer nicht aus Socken. Wenn die Grasmücken fleißig singen, werden sie zeillgen Lenz uns bringen. Bauen im April schon Schwalben, giebts viel Fuller, ftom und Kalben. Jetzt muß der Hollunder munter sprossen, sonst wird des Bauern Mien' verdrossen. Kommt Aprilsturm schon bei Zeiten, ist das Ende wohl zu leiden. Je früher im April der Schlehdorn blüht, desto früher der Schnitter zur Ernte zieht. Des Aprils Lachen verdirbt des Landmanns Sachen. Besser Wassersnot im April, als der Mäuse lustiges Spiel! - f- Krofdorf, 4. April. Dem 16jährigen Sohne beS Briefträgers Möller, der im Februar einen Knaben, der auf dem Eise eingebrochen war, vom Tode des Ertrinkens errettete, wurde vom Bürgermeister eine silberne Uhr überreicht. § Butzbach, 5. April. Der hiesige Turnverein leierte gestern abend im „Gambrinirs" unter zahlreicher Beteiligung sein 57jähriges Bestehen. Seit zwei Jahren besitzt unser Turnverein die Rechtsfähigkeit im Sinne des B. G.-B. durch Eiillrag in das gerichtliche Vereinsregister. Die Mitgliederzahl beträgt etwa 350. — Heftiger Sturm, zeüwcise begleitet von Schneegestöber und Regengüssen, herrschte heute in hiesiger Gegend. 8 Hoch-Weisel, 5. April. Unser Mitbürger Mohr, Musikus, und seine Frau geborene Wächtershäuser, begingen heute ihr goldenes Ehejubiläum bei körperlicher und aeisliger Rüstigkeit. — Die nämliche Feier konnten in Merzhausen heute der Landwirt I. Nöll und Frau geb. Nöll begehen. ! L Friedberg, 6. April. Der ortsübliche Tage- /ohn für städtische Arbeiter über 16 Jahre wurde vom Stadtvorstand auf 2.50 Mk. festgesetzt. •* Alsfeld, 4. April. In Eifa feierte der Förster . Darmstadt, ö. April. Eine sehr gefährliche Acetylen-Explo fion fand gestern abend 10 Uhr im Gasthaus zur ftronc in Büttelborn statt. Als die Diskussion über einen von dem Generalagenten Möser- Darmstadt über Haftpflichtversicherung gehaltenen Vor- trag begonnen halle, erloschen plötzlich unter donnerähnlichem Krachen sämtliche Gaslichte, und eS wurde alsbald fcftaeflellt, daß der in einem Nebenraum des HauseS ausgestellte Acetylenapparat explodiert war, als der Sohn des Wirtes demselben mit einer brennenden Laterne nahe kam. Er soll nicht unbedenkliche Verletzungen und Brandwunden erlitten haben. Der entstandene Schaden ist ein übrigens sehr bedeutender und das ganze HauS hat Sprünge. Eine acht Meter lange Giebelwand im zweiten Crock wurde eingedrückt, sämtliche Fenster in beiden Stockwerken find durch die Gewalt des Druckes gesprungen. Einzelne Türen sind eingedrückt, andere auS den Fisch- bLudern gesprungen. Ein Lurchzug wurde vom Anker ob- gerkfsen, kurz die Verheerungen sind unglauvllche, und es ist ein großes Glück, daß Menschenleben nicht getroffen wurden. DaS Laus wird kaum erhalten bleiben können. — Ter Umstand zeigt wieder, wie notwendig gerade bei Acetylen die größte Vorsicht ist. Auch im Saal harte einzelne Gäste das aus den Flammen he raus sch lag ende Feuer Die Gesichter gestreift. * Krematorium in Mainz. In der Generalversammlung des Vereins für Feuerbestattung in Mainz teilte der Vorsitzende mit, daß die Eröffnung des Krematoriums in der letzten Hälfte des April stattfinden werde. Für die Erbauung des Kremawriums find bis jetzt 85 031 Mk. eingegangen, die Kosten des Baues belaufen sich auf 103000 Mark, sodaß noch etwa 18—20000 Mk. zu beschaffen seien, die aber bald aufgebracht sein dürften. Die Zahl der Mitglieder des Vereins habe sich im Laufe des Jahres sehr vermehrt, und von sehr vielen auswärtigen Städten, Köln, Frankfurt a. M., Wiesbaden rc. seien bereits Urnennischen angekauft worden. Sponsheim, 3. April, lieber die Person des ermordeten Frl. Steimer wird noch wie folgt berichtet: Fräulein Steimer kam vor ca. 14 Jahren hierher, um sich, obschon völlig fremd, in hiesiger Gemeinde dauernd nieder- znlasien. Die überaus stille, in ihrem ganzen Auftreten sehr feine Dame erwarb sich bald bei allen Einwohnern die größte Sympathie und Hochachtung. Stets ging dieselbe schwarz gekleidet und war namentlich in Krankenzimmern ein oft und gern gesehener Gast. Von ihren Verwandten aus Frankreich erhielt sie oft Besuch, zog sich aber so viel als möglich von diesen zurück, well dieselben sie, rote man hier glaubt, oft mit Geldunterstützungen in Anspruch nahmen. Namentlich der mutmaßliche Mörder soll Frl. Steimer hierin viel geplagt haben. Worms, 2. April. Der Vorstand und Ausschuß des deutschen Vereins für K n a b e n y an d a r b e i t hat ein* stimmig beschlossen, die deutschen Schulverwaltungen aus die seit fünf Jahren durch SchulInspektor Scherer in Worms an der Volksschule unternommenen Versuche aufmerksam zu machen, die erziehliche Knaben Hand ar beit mit wesentlich vereinfachten Mitteln als Unterrichtsfach durch alle Klassen durchzuführen. Vom 8.—10. Juli wird am Seminar des deutschen Vereins für Knabenhandarbeit in Leipzig ein Jnformationskursus und im Jahre 1904, wo die Schererschen Versuche rum vollen Abschluß gelangt sein werden, in Worms ein allgemeiner deutscher Lbongreß abgehalten werden, um die Schulverwaltungen und Schulaufsichtsbehörden mit den Schererschen Bestrebungen bekannt zu machen. fc. Frankfurt a. M., 5. Aplll. Die hiesige Gastwirteinnung beschloß in ihrer letzten Sitzung, fortan alle Firmen, welche mit Wirten in geschäftlicher Verbindung stehen und sich ferner an der Eröffnung von Automatenrestaurants mit Kapital beteiligen, zu boykottieren. Vermischtes. * Berlin, 4. April. Ein Studierender der hiesigen Hochschule für die bildenden Künste hatte durch den Dialer Professor Saltzmann eine freie Studienreise auf einem Dampfer der Hamburg-Amerika-Linle vermittelt erhalten und hat auf dieser Reise die Mannschaften der Schiffe zur Meuterei gegen die Offiziere aufgehetzt. Er wurde deswegen mit dauerndem Ausschluß von der Hochschule bestraft. • Brüssel, 5. Aplll. In Bawichove bei Brügge ent- stand gestern ein Brand, dem zwei Häuser zum Opfer fielen. Eine taubstumme Frau kam in den Flammen um. ♦ Petersburg, 1. April. Der rätselhafte Mord in Dabossary beschäfttgt fortgesetzt die hiesige Presse, ohne daß es bisher gelungen wäre, wirklich zuverlässiges über den Vorgang zu ermitteln. Heute verösfenL- licht die „Now. Wr." die Zuschrift eines Herrn Govodetzki, wonach der Großvater des Knaben Rybalenko seinerzeit keineswegs als der Urheber der Legende vom Ritualmord erscheint. Er hat den Behörden nur angezeigt, daß sein Enkel mit anderen Knaben spazieren gegangen war, daß die letzteren ohne ihn zurückgekehrt sind und erzählt haben, R sei beim Eislauf in eine offene Stelle geraten und ertrunken. Vier Tage später wurde der Leichliam in einem Garten am Ufer des Dnjestr gefunden, in derselben Kleidung, in der R seinerzeit das Haus verlassen halle, aber mit Blutspuren. Die Legende vvm Ritualmord kam erst später d thüringischen Bahnen herdeigesuhn werden soll, ist jeyl einen Schrut weiter geiordert worden. Ter preuhische »isenbahnmlnlster Hal an die Londrcue der deteiliglen «reise bte Aufforderung ergehen lassen, da» binnen zwei Wochen die VerkehKnachwe.se sur die protektierte Eisenbahnlinie nach Berlin Kübfrmmdii sind. Inkolgedessen Haden nun die Baudrate färnt- tze Bürgermeister der an der projeUierten Hmie gelegenen Gemeinden ausgesorderi, die Nachwe.se einzufenden. Dandcl und Uerlrehr. Uotbswirlschast. ÄraefTurt a. 4. April. Tie Chemische Fabrik Griesheim-Elektron erzielte nach 1179 261 Alk. Abschreibungen 2 023 415 Wit. Reingewinn, gegen 1 691 9u» Alk. tm i$or- jahrt. Dre Tividende wird iv,eder mit 15 pCt. beantragt. — HSchsicr Farbwerke vorrn. Meister HuctuS u. Brüning in Höchst a. Al. Wie em Lelegramm meldet, wird die Dividende -mit 20 p (L L (wie im Bortahre) in Vorschlag gebracht. Markte. Grüuberg, 4. April. Fruchtmarkt. (DurchschnittS- vrri» pro luu Milo.) Weizen 15.90 bi« —Mk., Korn 14J14, bi« 00.00 Alk- Gerne 14.16 bis 00.00 pater 13.92 bis 14.00 W* Erbsen 17 JO—uo ÜJIL, Hinten 00.00 Alk., Hein 00.00 Alt., Wicken 00.00 Alork, Samen 00.00-00 Alt., Kariosfeln 6.40 bis 0.00 Alk. to. Franksari a. Vt., 6. April. (Lrig.-Telegr. des „Gießen tbu.") Amtliche Notierungen der heullgei» Frucht markt preise Welzen Alk. 16J5—uu.oO, Murhessischer Atk. 16.50—00.00, Ha Vlata Alt. 17^0—lb.00, «ansa« All. 14.25—14^)0, Roggen (hiefiger- Dlark oo.OG—OO.OO, Gerste (Wetterauer) Alk. 16.00—ou.oO, Franlen. selber Alk. 00,00—00,00, pater Alk.00.00—00.00, Ata iS Alk. 14.25—14.50, Weizenmehl 0 Atk. 25.50—26.00, 2. Qualität Alk. 00.00 bl» Alk. 00.00, 3. Qualität Alk. OO.OO—00.00, Roggenmehl 0 AU. 00.00—uo.OO, 1. Qualität Alk. 21.25—24.00, Weizenkleie Atk. 9.00 bi« Alk. 0.00, Roggeiikleie Atk. 9.50—10.00, AtaisleiNie Atk. 10.00 bi« AU. 10.25, Fraiiken, Pfälzer, Ried AU. 00.00—00.00. Alles per 100 stg. ab hier. ic. Frankfurt a. M., 6. April. (Telegr. Ong.-Bericht des .Gieß. Anz.'). Anuliche Slotierungen der heutigen Vieh Marktpreise. Hum Verkäme standen: 483 Ochsen, 131 aus Oesl- reich, 50 Bullen, 5 aus Oestreich, 764 Kühe, Fersen, Stiere und Rlnder, 0 au« Oestreich, 2uö Kälber, 268 ochaie und päinmel, 1228 Schweine, 0 Liegen, 12 Ziegen-, 46 Schastammer. Bezahlt wurde sur 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1.Qualität 70—71 AU., 2. Qual. 65—68 AU., 3. Qual. 6o—63 AU.; Bullen 1. Qual. 61 biß 63 Atk- 2. Qual. öS—60 AU.; Kühe L Qual. 61—63 DIL, 2. Qual. 58—60 DU* 8. Qual. 48-5o Alk, 4. Qual. 44—46 Atk., 5 Qual. 00—00 Atk. Kälber: L Qualität85—86Plg., Hebendgewtchl 51—52 Vs., 2. Qual. 82—84 Psg., Hebeiidgewichl 48—50 Big* Schlachtgewicht 00—00 Psg., edjttfe: L Qual. Schlachtgewicht 58—70 Big., 2. Qi,al. 54—66 Big-, 3. Qual. 00—00 Vsg.; Schweine 1. Qual. 56-00 Psg., Hedendgew. 45 Psg.. 2. Qual. 55 - 00 Psg* Hebendgewicht 44—00 Psg., 3. Qual. 45—48 Pfg^ Hebendgewtchl uo—00 Psg. Spirlplan der «reinigteu Frankfurter Ztadttheater. Opern hau». TienStag den 7. April'): .Der schwarze Domino.' Mittwoch den 8. April geschlossen. Donnerstag den 9. April: .Romeo und Julie.' Freitag den 10. April geschlossen. Samstag den 11. April: Martha oder Ter Atarkt zu Richmond.' Sonntag den 12. April, nachmittags halb 4 llhr: .T,e Fledermaus.- Abends 7 Uhr.: Tannhäuser ober Der Sängerkrieg ans Warlbura.' Atonlag ben 18. tiprü, nachmittags halb 4 Uhr: .Tie tlemen Atichus.' Abends 7 Uhr: ,Gvy von Berlichmgen.' •) Anfang, wenn nicht ander« bemerkt, abend« um 7 Uhr. Kirchliche Nachrichten. Berichtigung. Die Konfirmation der Kinder au« der Matthäusgemeinde findet nicht am 1. sondern am 2. Cfterteiertag statt. Außerdem wird am Karfreitag eine Kollttle für die evangelischen Anstalten iu Jerusalem erhoben werden. Ncucsle Nlelbuinzeiu Originaldrahtmelduugen des Siebener Anzeiger». Mainz, 6. April. (Priva 1 telegr. deS .Gieß. Anz.') Gellern abend traf der Minister Budde hier em und besichtigte die UeberführungSarbetten an der Eisenbahn- brücke. Heule mittag wird er wieder nach Berlin zurückreisen. — Gestern mittag wurde daS neue EchützenhauS der Schützengesellschaft in Jlmvesenheit der Behörden und zahlreicher Vereine emgeweiht. Bei dieser Gelegenheit hielt der neue Gouverneur von Scheele seine erste Ansprache hier, m der er das gute Einvernehmen der hiesigen Bürgerschaft und der Garnison betonte. Frankfurt a. $DL, 6. April. Der 35jährige Rechtsanwalt Tt. l’iaf Geiger befand sich diese diacht in lustiger Gesellschaft in der American Bar des Holet Imperial. Um Mitternacht fiel der Rechtsanwalt plötzlich mitten im Gespräch tot zu Boden. Ein Herzschlag harte seinem Leben ein Ende gemacht. Saarbrücken, 6. April. W'gen Ermordung seiner Ehefrau wurde vom hiesigen Schwurgericht der Bergmann Nikolaus Trouzain zum Tode verurteilt. Wilhelmshaven, 6. AprU. Eine Berscunmluiig der Vertrauensmänner aller freisinnigen 9iidjimißcu im Wahlkreise Wilhelmshaven-Aurich beschloß ein gemeinsames Bvr- gehen und ftelltc einstimmig den Schriftsteller Erdman n s d ö r f f e r in Wilhelmshaven (früher in Marburg) als Reichstags-Kandidaten auf. Oldenburg, 6. April. Im Großh. Theater wurde das Drama „M aria von Magdala" von Paul H e y s e in Gegenwart der Großherzogin zum ersten Male aus» geführt. Tas Schauspiel wurde vor einem ausverkauflen Vaufe mit starkem von Akt zu Akt steigendem Beifall ausgenommen. Breslau, 6. April. Der Kommandeur des 6. Armeekorps, Erbprinzvon Sachsen-Meiningen, richtete an die ihm unterstehenden Dienststellen einen scharfen Erlaß gegen die Soldatenmißhandlungen. Jede Mißhandlung solle von dem Betroffenen sofort angezeigt und von jeder Beschwerde an das Generalkommando sofort Meldung erstattet werden. Stuttgart, 6. April. Auf der Alb sind nach Gewittern erhebliche Schneefälle niebergegangen. Pirmasens, 6. April. Die ,Pfalz. Presse' meldet, daß gestern abend hier m der Schuhfabrik Dehmer Feuer entstand, wodurch die ganze Fabrik eingeäschert wurde. Kopenhagen, 6. April. DaS deutsche Geschwader trat heute früh 7,15 Uhr unter dem Salut der dänischen Geschütze die Rückfahrt nach Kiel an. Amsterdam, 6. April. Infolge des ausgebrochenen Ausstandes werden alle Eisenbahnlinien und Bahnhöfe militärisch bewacht, ebenjo die Uferstraßen, an denen die Handelsschiffe anlegen. Ein Arbeiter, ivelcher nicht wußte, daß der Ausstand erklärt war, wurde, als er auf den Anruf eines Soldaten nicht stillstano, von diesem dur-ch einen Reoolverschuß verwundet. Tie Eisenbahnverwaltung trifft Maßnahmen, um die vom Auslande kommenden ulid nach dem Auslande gehenden Eisenbahnzüge unter militärischem Schutz verkehren zu lassen. Paris, 6. April. König Eduard wird am 2. Mak in Paris eintreffen und in der englischen Botschaft ah* steigen. )m Elyfee und in der Botschaft sollen große DinerA und in der Opcr eine Galavorstellung veranstaltet werden. Ter König wird drei oder vier Tage in Paris bleiben. Gewisse Aeußerungen der Firnes" über eine englisch- französische Annäherung und übet angeblich^ Fntriguen Deutschlands werden vom „Marin", dem hauplorgan dieser enalisch-sranzösiscl-cn Bestrebungen, an auffälliger Stelle wiedergegeben. Rom, 6. '2lpriL Nach Meldungen de» „Giornals d'Jtalia" hat sich der ft'ö nia von Sachsen wegen dec Annullierung der EheoeS Kronprinzen durch einen hohen Mittelsmann vertraulich an den Papst ge« wendet und daraufhin auch angeblich ein zu faqen b e 9 Versprechen ciljalten. Als Grund für die Nichtigkeit: der Che wird geltend gemacht, daß die Prinzessin fdjoit zurzeit ihrer Vermählung au Hysterie gelitten habe. O l n» ü tz, 6. April. Zwiscl-en einem Reserve-Offizier und einem Mediziner sand ein Säbelducll statt, bei dem der Mediziner durch einen Hieb über den Kopf schwer verwundet wurde. Newyork, 6. April. Die auS einem Briefe auS Puerto Cortez in Honduras vom 25. Marz hervorgeht, fand dort eine Meuterei unter den 200 Mann der Garnison statt, wobei 7 Offiziere ermordet mürbem Die &ft KtrikLgarneldkökTllslMell! baoe ich ftet« Dortäiig Versende 30 2t Weißwein z. 9)M. 11,40 30 , Rotwein , , 12,— gegen Rachnayrne; Faß leih- weife und franko zurück. 12938 F. Brennfleck Weingut Schloß Küpperwolf, (Pfalzl. GfenlacK wohlriechend, in Flaschen von 25 und 50 Psg., empfehlen Gebrüder Michel, Wallthorstr. 29. [2618 Sultaninen , , .... 55 , 80 , rji Mandeln gewählte und handgewählte, Haselnuß- kerne, Litronat, Orangeat, Ceylon - o[UIWt, Zilr-llmlis DkHes alkoholfreies Hifrilchungs-Helränk. Empföhle« von erste« Antoritäten Dentfchlands. Kencrat-^erlreter: Conrad Roih, Hießm, Achtung! Din Dienstag den 7. 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Für die herzliche Anteilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung unseres lieben Balers, Schwiegervaters und Großvaters, deS Lehrers i. P. Gilbert Seipp sagen wir auf diesem Wege tiefgefühlten Dank. 2941 Familie Friedrich Seipp, Offenbach. Familie Lehrer Noth, Lich. Konserven Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Nerluste, 'für die zahlreichen Blumenspenden, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Heoding, für die treue und liebevolle Pflege der Schwester uno die Beteiligung der Vereine sagen wir unfern aufrichtigsten Dank. 01613 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Rudolf Rohrbach. Vroßen-Linden, den 6. April 1908. in bester Ware empfehle: tzrmge Erbse« (Poie mojens) Junge Erbse« (Braunschweiger) Stauaenspargel Brechspargel mit Köpfen . . . Keine Schnittbohnen . . . . Earotteu . . . . 2 Pfund-Dose 45 Pfg. 60 95 80 30 44 . 2 . 2 . 2 . 2 . 2 Ferner Kohlrabi, Spinat. 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Rott6, KaplaaSgasfe 2, IL SLiohnnngsDtriinöcruHg. Wohne von heute ab ]2Sl5 Nordanlage VA (Ecke Dammstraße). Otto Sperber, Schneidermeister. Gründl. Rachhilfe»Uuterricht unter Gewährleistung lut sicheren Erfolg wird erteilt. Gefl. IdjuUL Anerbieten unter ^Nachhllie' an die Exped. d. Bl.f 01b74 ©rotier taten, in d. Schutze list raße, ist Familienperhältnisje halber preiSmert zu verpachten. »Näheres Heinrich Simon, 2921 Neuenweg 82. 01600] In der Markllaube Nr.9 am Lindenpl. ist em Kord stehen geblieben. Abzuholen gegen Ber- gülung der Jnseralgebühren bei Meyger Arnold, Bahnhosstr. 13. (Jebera!/erhältlich- " T, Billig und praktisch” Bauer scher Gesangverein. Dienstag abend 8'/, Nhr: Probe bet tciötn itnört. Am Karfreitag: AuSfl »ig nach ^lsfl r Alstvburg^ich. Abmarsch 9 Uhr vom Ludwigs- play. (2942] Ter Dorstand.