’ ^tc tfte Jk" '»»iet J® °«L *•*- bflrihjf c ehtfle5 km -n W in cnn J* habe ' en, fo,;r v .lc bauten ^beiter ir * Beso^ ^ cn woüe^sej" ^.der N, daß L.4°,hm- tiauje. 6 "er Arbeiter m’^5 £(?''Vner m Gefahr *Sä: ^*=8 außerhalb «SS'ff; »LiLÄ gestrichene dritte Rate İ'"^mburgbe. Rest des Triraordina. «g de? CtatS der Yer« 1 Uhr. Azetat altschast in Bezug aus nicht jüt gerechtfertigt 5t M scharf bei der n tue das letztere nur hluugen Vorlagen, wir iß der Dein, der mir hen sei, dem Publikuw : werde usw. Daß aus achten auch Freisprvü rwundern und komik er vor. Er gebe mic gleichmäßig gehandbat^ ungleichmäßiger Ä^n< Heinhe/'sen, Aachteilr ;ierung möge darauf Weinbaugegenden m n, Ime er mittcken, ich vueitL m DeM- cium an den Bundesrat za erwägen, ob nicht inunungen in den ein :den könnten. Dm Ant- t er zweifle aber nidn, Leise die Erzielung einer •then wird. 197500 Mark bewilligt. A und Gemüsebaus ein ®&Sü™ S«K (ie ErrMng * $ ’ Einrichtung emer g t Erwägung to8 e einzeln KxSSS SÄS .„nti Mark s?- »/Ä d« && Ai« S-tti-b jW * tä*r r *tr«A &tgf -r'b'ch, i0)*p» «»'7>r ' la^orb^ J »ib* Nr. 55 Erstes Blatt. 153. Jahrgang Freitag 6. März 1903 • rlftetnt ,«glich autzei Eonnlag-, Hein Eietzener Anzeiger werden im Mechtel mit dem Kesstschea Landwirt die Gießener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt. -lotationSdruck tu Verlag der Brühl 'lchea Ünwerl.-Buch- u.Slem» beackeret (Pieüch Erben) ßttdaklion, ErpedUloa und Druckereu Echut st ratze 7. kldress« für Depeicheni Anzeiger Gieße«. sternlprechanichluß Ar 51. GietzenerAiMiger u General-Anzeiger w Amtr- und Anzetgeblatt für den Kreis Gießen vehog»P»«ts» monailich/b Pi., ottrtel« jährlich Mk. 2-20; durch Abhole- u. Krveigsiellea monatlich 6o Ps.; durch diePoll Vik.S.— oieriel* |öbrl auddjl Bestell^ Annahme von Anzeige» tüt bi, LageGnurnnt« bitt vorrnlliag« 10 Uhr. tzetlenprei»: lokal 12'01, auf icärtl 80 Otg. vetaniw,,ll»cht tOi den poltL n. aßgenk teil: P Wtttk«: fül .Stadt und Land* uni .Genchiasaat* ft sei Plato, für den 811* zeigentell: Hans Beck Politische Tagesschau. Die Wohnungsnot nad deren Bekämpfung. Im Reichsamt des Innern ist man gegenwärtig mit der Aufstellung einer Statistik beschäftigt, aus welcher der Stand dieser Arbeiten zur Lösung dieser Wohnungsfrage zu ersehen sein wird. Soweit bis jetzt Daten vorliegen, dürste sich folgendes Bild skizzieren lassen: Das Reich hat in den Etats für 1901, 1902 und 1903 insgesamt 10 Millionen Mark zur Förderung der Herstellung geeigneter Kleinwohnungen für Arbeiter und gering besoldeter Beamte in seinen Betrieben und Verwaltungen zur Verfügung gestellt. Die Landesversicherungsanstalten haben zur Erbauung von Arbeiterwohnungen bis Ende 1902 über 100 Millionen Mark hergegeben. In Preußen sind neuerdings wieder 12 Millionen Mark für Wohnungszwecke im Landtage verlangt worden. Werden sie bewilligt, so wächst die für diesen Zweck verfügbare Summe auf 44 Millionen Mark an. Bayern hat vom bayerischen Landtage im Vorjahre einen Kredit von 4x/a Millionen Mark für ähnliche Zwecke.erhalten. In Hessen ist bekanntlich durch ein Gesetz vom vorigen Jahre die Bereitstellung von Mitteln aus der Landeskreditkasse zur Förderung des Wohnungswesens be- schloffen. Lübeck und Hamburg suchen durch die kostenlose Hergabe von unbebauten Staatsgrundstücken und durch sonstige Erleichterungen den Bau kleiner Wohnungen zu begünstigen. Aehnlich ist eine große Anzahl von Gemeinden vorgegangen. Unter diesen sind namentlich süddeutsche Städte vertreten, wie WormS, Mainz, Mannheim, Fürth, Eßlingen, Ulm und andere. Einige andere Städte, wie Frankfurt a. M., Halle a. d. S. und Leipzig, haben gemeinnützigen Bau- gesellschasten Erbbaurecht an städtischem Grundbesitz eingeräumt; wieder andere, wie Freiburg i. Br., Ulm, Straßburg i. E., Schweinfurt und neuerdings Emden und Düsseldorf, haben den Bau von Arbeiterwohnungen in eigener Verwaltung unternommen. Zum erheblichen Teil ist ferner die Erbauung billiger und gesunder Wohnungen der Tätigkeit einer Reihe privater Vereinigungen zu danken. Rach einer im Herbst 1900 von der Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen angestellten Ermittelungen befaßten sich damals 384 gemeinnützige Vereinigungen mit dem Bau von Kleinwohnungen, die insgesamt gegen 25 000 Wohnungen errichtet hatten. Schließlich haben auch viele Arbeitgeber für die Bereitstellung paffender Wohnungsgelegenheiten für ihre Arbeiter gesorgt. Das sächsische Wahlkartell und der Liberalismus- Der Vorstand des Jungnationalliberalen Vereins zu Leipzig hielt am 28. Februar eine Sitzung ab wegen Stellungnahme zu der Veröffentlichung über die Kartelloerhandlungen der nationalliberalen Partei mit den Kon- servatioen, Reformern und dem Bunde der Landwirte in Sachsen, und sprach sich dahin aus, daß der Abschluß des Landeskartells zu beklagen sei. Die Kartellpolitik habe der nationalliberalen Pattei schon die größte Einbuße an Teilnahme in den Wählerkreisen gebracht. Ein Land, das durch und durch die Disposition zu dem naUonallideralen Programm habe, das eine Bevölkerung ausweise, die sich lebhaft für alle Fragen der Reichspolüil interessiere, spreche damit seine entschiedene Abneigung gegen die jetzige nationalltberale Parteipolitik aus, daß es an den Fragen derselben teilnahmlos vorübergehe. Alan sei dabei roeu entfernt, bestreiten zu wollen, daß in einzelnen Wahlkreisen, das Z u • sammengehen der sogenannten bürgerlichen Parteien zweckmäßg sein könne. TaS Kartell aber für das ganze Land aufzunehmen, bedeute entschieden den Verzicht für die erforderliche Eigeitatt. Besonders mit dem Bunde der Landwirte, der jetzt für die konservative Partei das maßgebende Element sei, cm Kartell emzugehen, mit dem Bunde, der m allen Stücken den Gegensatz zum ilatlonaUiberalen Gedanken bilde, der sich auch nicht gescheut habe, hervorragende nanonalliberale Abgeordnete in ungewöhnlicher Weise zu verletzen, könne nur Befremden erregen bei allen, die politisch denken. Eine der wichtigsten Allfgaben des nächsten Reichstages sei in der Beschlußfassung über die Handelsverträge zu erblicken. Es liege auf der Hand, daß die national- liberale Partei em ganz entschiedenes Interesse an den Handelsverträgen habe uiid zwar an Handelsverträgen, die im wesentlichen den Grundzügen des Zolltarifs entsprächen. Die Stellung des Bundes der Landwirte sei genügend befamit und deshalb unoerst ä n d l i ch, wie man mit einem Reichstag, der solch eine Hauptaufgabe habe, mit diesem Bunde Übereinkommen könne. Die Haltung des Bundes fei um so bedenklicher angesichts des Versuches des Reichskanzlers, die Verantwortung für die Aushebung des § 2 des Jesuitengeseyes auf den Reichstag abzuwälzen. Heer uud Flotte. D. FL-V. Die diesjährige Haüptv ersammlung des Deutschen Flotten-Vereins findet, wie wir hören, am Sonntag, 29. März, vormittags 10 Uhr, im Saale des Gemeindekollegiums (neues RathauS) zu München statt. Die ausgestellte Tagesordnung sieht vor: 1. Rechenschaftsbericht des Präsidiums. 2. Entlastung des gcschäfts- führenden Vorsitzenden, seines Stellvertreters und des Hauptschatzmeisters. 3. Genehmigung des Voranschlages. 4. Rechenschaftsbericht des Kuratoriums für den China-Fonds des Deutschen Flotten-Vereins. 5. Die Verhandlungen mit dem Hauptoerband deutscher Flottenoereine im Auslande. 6. Die für die Errichtung einer Gesellschaftslotterie geschehenen Schritte. 7. Der Reservefonds. 8. Schaffung einer Wander- Marine-Ausstellung für mittlere und kleine Städte. 9. Ersatzwahl für die nach § 11, vorletzter Absatz der Satzung ausscheidenden Mitglieder des Präsidiums. 10. Wahl von Ehrenmitgliedern. 11. Wahl der persönlichen Mitglieder des Gesamtvorstandes. 12. Wahl von zwei Rechnungsprüfern und zwei Stellvertretern. 13. Bestimmung über den Ort der Hauptversammlung im Jahre 1904. Gesellige Vereinigungen sind vorgesehen: Am 28. März, vormittags 8 Uhr: Begrüßung im Kartensaal des Hofbräuhauses; 28. März abends 8 Uhr: Festabend im Löwenbräukeller; 29. März nachmittags 5 Uhr: Festessen im alten Rathaussaale. Schwurgericht. -t. Gießen, 6. März 1903. Gestern machte unser Schwurgerichtssaal auf den ersten Blick den Eindruck eines Schulsaales. Die Verteidigung hatte auf einem Gestell zwei Wandtafeln aufftcllen lassen und auf demselben die Lertlichkeit, auf die es in der Verhandlung ankam, mit weißer, grüner und blauer Kreide groß und deutlich eingezeichnet. Verhandelt wurde gegen den 57 Jahre.alten, wegen Holzfrevels vor langen Jahren vorbestraften Schneidermeister Heinrich Hör n von Calbach bei Büdingen wegen Meineids. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Hoos, die Verteidigung Rechtsanwalt Dr. Spohr. Eine Reihe von Zeugen war zu vernehmen, sodaß die Verhandluna erst abends gegen 1/2W Uhr $u Ende ging. Jedem oer Geschworenen wurde ebenfalls ein pandriß übergeben, aus dem die Lertlichkeit ersichtlich war. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, daß er am 8. Januar d. I. vor dem Schöffengericht Altenstadt in der Strafsache gegen den Kaufmann Georg Karl Oberley und zwei Genossen von Offenbach wegen Jagdvergehens wissentlich unter seinem Eide als Zeuge die Unwahrheit beschworen habe. Horn, der mit aller Entschiedenheit das ihm zur Last gelegte *8kr- brechen bestreitet, hat nämlich beschworen, daß Oberley, Morhart und Flesche, sämtlich aus Offenbach, bei Ausübung der Jagd am 1. September 1902 die Gemarkung Lindheim nicht betreten hätten; betreffs des Flesche gab damals in Altenstadt der Angeklagte zu, daß bei diesem die Möglichkeit bestehe, daß er das Lind Heimer, ein für alle drei Jager fremdes Jagdgebiet, auf dem er zu jagen nicht berechtigt war, betreten haben könne. Die ganze Beweisaufnahme erstreckte sich gestern vor den Geschworenen auf ben Nachweis, ob die Offenbacher Jäger, von denen zwei Pächter der Jagd von Düdelsheim waren, und von denen der dritte, Kaufmann Fle che nur als Jagdgast und als solcher zum erstenmale in der Gegend weilte, bei der Hühnerjagd am 1. September die Lindheimer Jagd betreten haben. Die Lindheimer Gemarkungsgrenze bildet an der fraglichen Stelle, auf die es ankommt, einen spitzen Winkel zur benachbarten Düdelsheimer Jagd. Tie Beweisaufnahme war überaus kompliziert; jeder der Zeugen mußte genau den Standpunkt angeben, von wo er die zur Verhandlung stehenden Vorgänge — den Weg, den die Offenbacher Jager gemacht haben, wo dieselben herkamen re. — beobachtet haben will. Hierbei leistete die von der Verteidigung beschaffte, auf den Wandtafeln gezeichnete Geländekarte der beiben Jagdgebiete Lind Henn und Düdelsheim sehr gute Dienste. Drei Zeugen, der Jagdpächter des angeblich durch die Offen- bacher Jäger verletzten Lindheimer Gebiets, Rentner Heinr. Koch-Büdingen, der Lanbnwit Ferdinand Krispens und der Straßenwärter Konrad Hanstein beschworen, daß sie allerdings von verschiedenen Stellen aus die drei Offenbacher Jäger am 1. September 1902 auf Lindheimer Gebiet gesehen haben. Dieselben gingen in einem Rübenacker, bei näher bezeichnet wurde, etwa 50—60 Schritte von der Grenze der Düdelsheimer Jagd entfernt. Einer ber drei Zeugen will sogar gesehen haben, wie von dem Rübenacker Hühner aufgingen und darauf von den Jägern drei Schüsse Einiges üöer «LuvgenheUanstalten. IV. Nun kommen wir zum letzten Punkte unserer Aufgabe, zu untersuchen, ob die Zusammenbringung vieler tuberkulöser in einem Hauswesen nicht eine Gefahr für den einzelnen, das Zusammenströmen vieler Kranken an einem Kurorte nicht eine Gefahr für die einheimische Bevölkerung bedeute. Hier gilt, was bereits zu Anfang unserer Abhandlung gesagt wurde, daß durch Aufklärung und Erfahrung manches alte Vorurteil beseitigt ist, aber doch sind die gemachten Erfahrungen noch nicht allgemein genug bekannt. r . Vorerst ist es nötig festzustellen, daß nach den unumstößlichen Ergebnissen der ärztlichen Wiffenfchast die Tuberkulose zwar zweifellos durch Ansteckung verbreitet werden kann, daß diese Ansteckung aber nur bann möglich ist, wenn der betreffende Menfch in irgenD einer Weise geschwächt ist, sei es durch eine andere Krankheit, häufige Blutverluste, rasch auf einander folgende Wochenbetten oder durch schlechte Ernährung, staubige Arbeit und dergl., oder endlich durch Ausschweifungen der verschiedensten Art. Sehr bekannt ist auch, daß die Jiaa)» kommen tuberkulöser Eltern eine gewisse Neigung für die Krankheit haben. Daß es aber auch bei nahem und anhaltendem Verkehre mit Lungenkranken nicht leicht zu einer Ansteckung Gesunder kommt, das sieht man an Den Aerzten, Pflegern und Pflegerinnen in Heilanstalten, Die sich meistens der besten Gesundheit, erfreuen Es ist auch chon ost genug vorgekommen, dafz lungenkranke Aerzte nicht nur unter ihren Leidensgefährten m gefchloffenen Heilstätten ihre Gesundheit wiedererlangten, sondern batz sie auch Jahrzehnte lang in der Arbeit an solchen _Heilstätten standen, und doch gesund blieben. @ut interenanter Fall ist der eines Badedieners in Gorbersbors, der, obwohl er der Sohn eines armen Flickschneiders war, welcher in seiner engen Stube Jahrzehnte Jang fast nur die Äleider lungenkranker Kurgäste ausbeiferte, und manches Ltück für den eigenen Gebrauch geschenkt bekam, und obwohl er selbst über -10 Jahre lang als Badediener und Krankenpfleger alltäglich in der nächsten Berührung mit Lungenkranken war und unzählige ^rachtwachen am Bette Schwerkranker zu versehen hatte, doch kerngefund blieb. Wie oit sieht man nicht auch, daß von zwei in innigster löemeinicbaft stehenden Eheleuten eines nach lahrelanaem Leiden an Schwindsucht stirbt, ohne den Gatten an gesteckt zu haben. Solchen Tatsachen gegenüber sollte wenigstens die blinde Furcht vor Ansteckung weichen, nicht die Vorsicht. Wir finden aber gerade bei Leuten, die im Verkehr mit lungenkranken Angehörigen oder Bekannten die einfachsten Vorsichts- und Gesundheitsmaßregeln vernachlässigen, oft eine blinde Furcht vor Kranken, die in einer Anstalt sind, oder gewesen sind. Das ist überaus töricht. Gerade die Anstalten sind es ja, die ihre Pfleglinge auf die Gefahr der Ansteckung durch Husten und Auswurf aufmerksam machen und sie durch ftrenge Vorschriften zur Befolgung der nötigen Vorfichtsmaßregeln zwingen. Zudem wird in den Anstalten auf eine Reinlichkeit gehalten, wie sie in wenigen Haushaltungen der minder bemittelten Bevölkerung üblich fein dürfte. Dadurch kommt es, daß man von einer Ansteckungsgefahr in einer geschlossenen Heilanstalt nicht reden kann, ja, das Wort eines Arztes, daß man innerhalb einer der modernen Lungenheilstätten weniger Gelegenheit habe, sich anzustecken, als sonst irgendwo, kann man voll und ganz unterschreiben. Da es in unseren Landen keinen Ort und keine Gegend giebt, wo feine Lungenkrankheiten unter der einheimischen Bevölkerung vorkamen, und die da wohnenden Kranken fast niemals die nötige Sorgfalt auf die Vernichtung ihres Auswurfs verwenden, ist die Gefahr einer Ansteckung mit den oben gegebenen Einschränkungen tatsächlich überall vorhanden, nur nicht in Den Heilstätten. Wie könnten in denselben die Kranken gebessert" oder gehellt werden, wenn eine Ansteckungsgefahr für Die gesunden Hausgenossen oder sogar für die Umwohnenden bestände? Einen Unterschied von den modernen Lungenheilstätten machen die sogen, offenen Kurorte, in Denen sich Kranke in Gasthäusern oDer Privatwohnungen eiumieten und dann nach Belieben leben unD für ihre Gesundheit tun, was fie für gut halten. Ta allerdings kann die Gefahr einer Ansteckung vermehrt sein. Taß dies aber bei richtiger Belehrung auch dieser einem Anstaltszwange nicht unterworfenen Kranken doch nicht der Fall ist, werden wir weiter unten bei der Statistik sehen. Zu dieser übergehend, müssen wir zunächst wieder feststellen, daß eine um'assende Wiedergabe aller Beobachtungen den Rahmen unserer BetraaMngen weit über» schreiten würde. Wir beschränken uns deshalb auf vier Orte, an denen schon Jcchre hindurch Lunaenkronke in größerer Zahl zusammen strömten, zumal die Beobachtungen an neueren Kurorten noch klein und zu gering sind. Nehmen wir zuerst das in der ganzen Welt als Kurort für Lungenkranke bekannte Davos in der Schweiz. Dort boten sich dem Arzte Dr. Aebi, der sich um die Klärung der Frage, ob seit Dem Zuströmen TausenDer von Lungenkranken Die Sterblichkeit Der einheimischen Bevölkerung an Tuberkulose zugenommen habe, sehr verDient gemacht hat, große Schwierigkeiten, Denn im Laufe Der Beobachtungszeit von 1850 bis 1889 hat sich Die Einwohnerschaft von 1670 auf 3890 vermehrt, hauptsächlich DaDurch, Daß Lungenkranke von außerhalb sich in dem Kurorte Tavos ansiedelten als Aerzte, Hotelbesitzer, Geschäftsleute usw. Man sollte nun erwarten, daß dadurch die Sterblichkeit an Tuberkulose unter den Einwohnern im Verhältnis zu deren Zahl zugenommen habe. Das ist nicht der Fall, wie ans nachfolgender Tabelle hervorgeht, in der Die Tuberkulosesterblichkeit unter den Einwohnern auf bas Tausend der Lebenden (ohne die Kurgäste) ausgerechnet ist — pro Mille: Es starben im Jahrzehnt van 1850—1859 1860-1869 1865 begann 1870—1879 1880—1889 bei einer Kopfzahl von 1680—1705 von den Einwohnern an Tuberkulose 0,65 pro Mille 4705—2002 1,16 „ „ das Zuströmen von Kurgästen. 2002—2865 0,89 „ „ 2865—3891 0,88 „ „ Tie Tabelle enthält noch einen gewissen Rechenfehler, da Die Volkszählung nur alle zehn Juhce vorgenommen rourDe, Die Zählung Der Todesfälle aber in jedem Jahre, und die Ausrechnung des pro Mille-Satzes auf Die Volkszählung am Anfänge Des betreffenden Jahrzehnts bezogen wurde, obwohl die xopszahl ber lebenden Einwohner sicher höher war, um so höher, je weller das betreffenbe Jahr com Jahrzehntanfang entfernt ist. Trotz bieses Fehlers, bei dessen Vermeidung die Verhältniszahlen später kleiner ausgefallen wären, da gerade in den späteren Jahren die Bevölkerung schneller zunahm, sehen wir in der Tabelle keine wesentliche Zunah me ber Sterblichkeit ber Einwohner von Tavos an Tuberkulosen, ja, sie erscheint in ben späteren Jahren, wv sich bei bem schleichenben Verlaufe ber Krankheit ig einer allenfalls von den Kurgästen ausgegangenen Ansteckung erst hätte gettenb fielen. Die anderen missen allerdings von diesen 3 Schüssen nichts. Die Offenbacher Jäger, die vom Schöffengericht Altenstadt, mit Ausnahme des Flesche, der Gast war und daher die Grenze nicht gekannt hat, wegen Jagdvergehens verurteilt sind (das Urteil ist durch Berufung angefochten) erklären unter Eid, wissentlich auf Lindheimer Gebiet nicht die Jagd ausgeübt zu haben. Der Zeuge Flesche erklärt, er wolle zugestehen, daß er wohl das Lindheimer Gebiet an der Spitze wenige Schritte gequert habe, aber einen Schuß habe er dort nicht abgegeben. Es sei bis zu dem Zeitpunkt, wo die Grenzverletzung stattgefunden haben soll, überhaupt nur ein Schuß gefallen, ec habe auf Weidels- heimer Gebiet vorher einen Hasen geschossen, und dabei sei er von seinen beiden Genossen abgekommen. Alle drei Zeugen aus Offenbach geben an, wo sie die Jagd am 1. September ausgeübt haben, dies ist aber nach ihrer Darstellung auf Weidelsheimer Gebiet geschehen Richtig sei, daß die Kette Hühner auf einem Rübenacker aufgeflogen sei, aber sie bezeichneten ein auch mit Rüben bestelltes Stiqck Land auf ihrem Jagdgebiet, das mtt der Schmalseite an den Lindheimer Rübenacker, den die Belastungszeugen bezeichnen, unmittelbar grenzt Mohrhart und Oberley geben zu, daß es möglich fein könne, daß sie die Lindheimer Grenze gestreift haben, vielleicht einige Schritte über dieselbe gegangen seien, aber 50 Schritte von der Grenze entfernt, wie behauptet wird, wissen sie bestimmt, an dem Tage nicht gewesen zu fein. Trotzdem sich je drei beschworene Aussätzen gegenüber standen, be- jayten die Geschworenen die Schuldsratze dahin, daß der Angeklagte Horn in Altenstadt einen Meineid geleistet habe, bejahten aber ebenfalls die Milderungsfrage, daß die Angabe der Wahrheit dem Angeklagten eine Verfolgung wegen eines Vergehens (Beihilfe zum Jagdvergehen) hätte zuziehen können. Der Staatsanwatt beantragte darauf zwei einhalb Jahre Zuchthaus. Der Verteidiger bat den Gerichtshof, den allen Mann doch vor dem Zuchthause zu bewahren, und denselben nur mit einer Gefängnisstrafe zu belegen. Das Gericht erkannte auf zehn Monate Zuchtbaus, die in eine Gefängnis st rase von 1 Jahr und 3 Monate umzuwandeln waren. Irozeß tzrner. Leipzig, 5. März. J'm Laufe der heuttgen Verhandlung berichtet zunächst der als Zeuge vernommene Rechtsanwalt Zehme-Leipzig über die fehlgeschlagenen Verhandlungen der Hauptgläubiger der Bank vom 25. Juni 1901, sodann der Zeuge Rechtsanwalt Rosenthal-Leipzig über die am 3. Juli 1901 in Kassel ab gehaltene Konferenz, bei der der Status der Trebergesellschast geprüft wurde. Schmidt machte allerhand Ausflüchte. Für das Schuldkonto von 13 bis 14 Millionen brachte Schmidt keine Belege bei. Er schilderte in längerem raffiniertem Exposs die Aussichten des Konkurses der Trebergesellschast. Die Frage der Rekonstruktion der Trebergesellschaft wurde vorn Ergebnis der genauen Prüfung durch den Sekretär Wuthe abhängig gemacht. Schmidt lehnte dieselbe jedoch ab, und äußerte plötzlm) strafrechtliche Bedenken bezüglich der Konkursanmeldung. Der Zeuge erklärt, er hatte den Eindruck, daß Schmidt den Gläubigem die Pistole auf die Brust setzen wollte. In der darauffolgenden Nacht sei Schmidt entflohen. Auf Befragen erklärt Rosenthal, er erkannte Schmidt sofort als unlauteren Charakter. Im wetteren Verlaufe der Verhandlung b estätigt Sachverständiger Bankdirettor Herrmann die Aussagen Msenthals über die Kasseler Konferenz vom 3. Juli 1901. Schmidt habe damals nur Zeit zur Flucht gewinnen wollen. Zeuge habe damals vergeblich den Wunsch geäußert, Schmidt solle überwacht werden. (£rner schildert, wie seit dem Zusammenbruch der Dresdener Bank für Handel und Industrie, als die allgemeine Kleinbahngesellschaft Berlin in Schwierigkeiten geriet, die Restriktionen gegen Aeeepte der Leipziger Bank begannen. Die Verhandlungen mit der Deutschen Bank wegen einer Hilfsaktion waren ergebnislos. Deren Direktor Koch riet, die Kassen zu schließen mid ein Kommunique zu veröffentlichen. Dies geschah; schließlich gelangt Exners Entwurf zur Herstellung einer Interessengemeinschaft zwischen der Deutschen und der Leipziger Bank zur "Verlesung. Vor Eintritt in die Mittagspause erklärt der Vorsitzende, er hoffe die Beweisaufnahme heute zu beenden und mit den Plaidoyers morgen zu beginnen. Justizrat Gordon fragt sämtliche Sachverständigen, ob die Bücher der Leipziger Bank so geführt seien, daß ein sachverständiger Dritter jederzeit, besonders bei der Konkiirs- eröfsnung, einen richtigen Einblick in den Vermögensstand gewinnen tonnte. Sachverständiger Herrmann erkennt die Buchführung im allgemeinen als eine technisch musterhafte an, vermißt aber die kaufmännische Durchsichtigkeit. Aus Befragen des Verteidigers Justizrat Gordon erklären sämtliche Sachverständige mit Ausnahme Sieskinds, daß die Bücher den Sachverständigen und einem Tritten jederzeit Einblick in den Vermögensstand gewährten. Kommerzienrat Sieskind sagt aus, die Buchführung sei formell geradezu musterhaft, aber Geist und Inhalt seien un- richtig. Darauf wird die Beweisaufnahme geschlossen. Morgen vormittag beginnen die Plaidoyers. Ein Giftmordprozeß. L Mün chen, 5. März. Heute begann vor dem hiesigen Schwurgericht der Prozeß gegen die Vorsteherin des Ma^imilian-Waisenstiftes, Elise v. Heusler, wegen Körperverletzung. Die Anklage nimmt au, daß Frl. v. Heusler am 20. Juli nachmittags im Stifte einer Bediensteten, dem 26jährigen Dienstmädch en Wilhelmine Wagner aus Feuchtwangen, 15prozentige Salzsäure in den Kaffe gemischt hat, um dadurch zu erreichen, daß die Wagner erkranke und dann den Dienst verlassen müsse. Die Verteidigung führt Rechtsanwalt v. 'Pannwitz. Der Sitzungssaal ist dichtgeftillt. Die Angeklagte schildert in ihrer Verteidigung die^ Wagner als Trinkerin und bestreitet, der Wagner Salzsäure in den Kaffee getan zu haben; alles, was diese gegen sie ausgesagt habe, sei erlogen. Sie gesteht zu, der Wäscherin gesagt zu haben „Beton Sre, daß es gut geht, bann bekommen Sie etwas Schönes". Die Vorsteherin habe die Stiftsdamen „alte Laster" genannt, die sich mit Hausknechten und Offiziersburschen einließen. Die Vorsteherin habe gesagt, eine der Damen sei ins Stift gekommen, weil sie die Geliebte eines Ministers gewesen fei. Eine Zeugin bekundet, baß bie Wagner gern Bier trank unb einen schlechten Magen gehabt hak. Die Vorsteherin habe bie Stiftsdamen malträtiert, daß diese weinten, unb gäbe gesagt, wenn nur bie eine ober bie anbere verrecken würbe, habe eine Stiftsdame hinansekeln wollen, um eine Verwandte hineinzubringen. Wilhelmine Wagner, die Vergiftete, sagt, sie sei in Differenzen mit der Vorsteherin gekommen, weil diese ihr zur Last gelegt habe, sie (Wagner) habe Bier im Keller gestohlen. (Dort sollen 200 leere Bierflaschen gefunden worden fein.) Tie Wagner erklärt, sie habe kein Bier gestohlen, sei sehr selten in den Keller gekommen, habe nur das ihr zu den Mahlzeiten gereichte Bier getrunken, habe allerdings Bier (6 bis 7 Flaschen täglich) beim Bier Händler holen müssen, aber für einzelne Stiftsdamen. Sie habe der Vorsteherin gesagt, sie werde sich beim Ministerium beschweren, da werde dann noch mehr herauskommen. Darüber sei bie Vorsteherin erbost gewesen unb habe sie verfolgt. Die Wagner spricht die Vermutung aus, daß bie Vorsteherin sie vergiftet habe. Sie (Wagner) habe keine Salzsäure besessen. Der Ort, wo die Salzsäure sich befinde, fei an dem kritischen Nachmittag ausnahmsweise von der Vorsteherin versperrt worden, ebenso bie Küche, in der bet Rest bes Kaffees der Wagner auf dem Küchentasten, dem üblichen Orte, gestanden habe. Sie habe keine Ursache zu einem Selbstmord gehabt. Die Wagner erklärt entschieden, daß ihr die Vorsteherin den vergifteten Kafieerest mit Gewalt habe entreißen wollen. Vermischtes. * Das deutsche Bundesschießen in Hannover. Man schreibt uns aus Hannover: Alle drei Jahre wird das große deutsche Bundesschießen abgehalten und auf das 13., das 1899 in Dresden stattfand, folgt in diesem Jahre das 14. deutsche Bundesschießen in Hannover. Die Stadt hat große Ansttengungen gemacht, um die Tausende von Gästen, die in diesem Sommer hier zusammenströmen werden, festlich und gastfreundlich aufzunehmen. Protektor des Bundesschießens ist der Kronprinz. Neben ihm werden voraussichtlich eine ganze Reihe deutscher Bundesfürsten der Einladung Hannovers Folge leisten. Sehr lebhaft wird die Beteiligung im Auslände lebender deutscher Schützen sich gestalten, und die Zahl der aus Nord- und Südamerika einlaufenden Anmeldungen übersteigt in diesem Jahre bie bes letzten Bundesschießens. * Prinzessin Luise. Man schreibt von gut unterrichteter Seite dem „Rh. Cour.": Möglich ist — ja sehr wahrscheinlich — daß eventuell der Kronprinz den Personenstand, resp. die Vaterschaft des zu erwartenden Kindes bestreitet. Dieser Fall wird nach einem bestimmten Zeitpunkt erwogen und dann in einem besonderen Prozesse festgestellt werden. Aber auch, rnenn der Prozeß „eventuell" eingeleitet und zu Gunsten des Kronprinzen entschieden wird, erhält die Prinzessin Luise von Toskana das eingebrachte Heiratsgut voll und bar ohne jegliche Bemachen müssen, noch geringer, als in den sechziger Jahren, wo noch wenig Kurgäste nach Davos kamen. Aehnliche Ergebnisse hatten Feststellungen der bezüglichen Verhältnisse in Görbersd orf. Dort starben von Einheimischen an Lungentuberkulose: im Jahrzehnt von 1800—1809 .... 5 Personen 1810—1819 .... 9 1820—1829 .... 9 1830—1839 .... 8 1840—1849 .... 6 1850—1859 .... 7 1854 Beginn des Kurgästeverkehrs. 1860—1869 .... 4 1870—1879 .... 5 1880—1889 .... 5 Da die Bevölkerung an Zahl um über das Doppelte zunahm, ist ein erhebt ich er Rückgang der Tuberkulose unter den Einheimischen festzustellen, statt einer Zunahme infolge von Ansteckung durch bie den Kurort überflutenden Scharen von Lungenkranken. Dasselbe Bild geben die Erhebungen über die Tuber- iulosefterblichkeit der Einwohner von Falken st ein, die toir in zwei Tabellen wiedergeben. Die erste davon enthalt in dreijährigen Perioden bie Durchschnittliche Zahl der Todesfälle auf 1000 Lebende ausgerechnet in der Zett vor Errichtung der Lungenheilanstalt, die zweite dieselbe Berechnung für bie Zett nach der Errichtung der Anstalt. I. E i n h ei m i s ch e Falken steincr ft arbeit an Tuberkulose: im Zeitraum von 1856—1858 ... 4,6 pro Mille 1859—1861 . . . 1,5 „ „ 1862—1864 ... 5,3 „ „ 1865—1867 . , . 3/) „ 1868—1870 . . . 3,8 „ 1871—1873 ... 6,1 „ „ 1574—1876 . . . 4.4 „ $m Jahre 1876 wurde bie Anstatt eröffnet. ■■LL-LLA- II. 1877—1879 ... 4,5 pro Mille 1880—1882 . . . 3,3 „ 1883—1885 ... 1,5 „ 1886—1888 ... 1,0 „ 1889—1891 ... 2,1 „ 1892—1894 ... 2/) „ Hieraus ergiebt sich, daß in Fallenstein in einem dreijährigen Zeiträume unter 1000 Lebenden vor Erbauung der Anstalt durchschnittlich 4, nach der Erbauung durchschnittlich 2,4 Tuberkulosetodesfälle vorkämen, also eine beträchtliche Abnahm c. Alle drei Statistiken lassen erkennen, daß der Segen der Hellstätten in gesundheitlicher Beziehung nicht nur den Kurgästen, sondern auch der Einwohnerschaft der Um- tzegend zugute kommt, die unwillkürlich bie Geftmdheits- lehren von den Kurgästen annimmt. Es erübrigt noaj, einen offenen Kurort anzuführen. Wir nennen als solchen Fl ins berg im Riesengebirge, wo fast ebensolange wie in Görbersdorf Lungenkranke be- handelt werben, aber nicht in besonderen Anstalten, som dcrn ausschließlich in Privathäusern mitten in der Bevölkerung wohnen. Auch dort wurde im Laufe mehrerer Jahrzehnte nicht bie geringste Zunahme der Schwind- suchtssterblichkett unter den Einheimischen beobachtet. Das leider immer noch ab und zu auftauchende Schlagwort von einer „Verseuchung der Umgegend" durch die Lungenhellstätten hat somit durch bie oben angeführten langjährigen Beobachtungen jreben Schein von Berechtigung verloren. • • • Am Schlüsse unserer mehr eine Skizze als eine Abhandlung darstellenden Ausführungen angelangt, möchten wir das Gesagte noch einmal dahm zusammenfassen: Die moderne, mit allen Mitteln auf allen Linien gegen bie Tuberkulose vorgehende Bewegung unter den R.gärung.-- organen, Aerzten und allen Kreisen un|ered Volkes 'ist ein hochnöllges, großartiges unb erfolgreiches Kulturwert, der kräftigsten Mitarbeit aller Edslon wert. bingungen, welche daran zu fnüpfen das sächsische Königshaus kein Recht hat, zurück — aber erst nach der Entbindung, wenn der Kronprinz das Kind zu reklamieren in die Lage konnnt und ihm ausgeliesett wird. Die Zinsen der Mitgift, über welche die Prinzessin frei verfügen kann, werden für den künftigen Unterhalt reichlich genügen, — wenn die Prinzessin nicht, wie von Seiten des Hauses Toskana vorgeschlagen wurde, vorzieht sich in ein ft lo ft er zurückzuziehen. Es soll und bars jedoch nach Anordnung Kaiser Franz Josefs auf die Prinzessin nach dieser Richtung keinerlei Zwang oder Pression ausgeübt werden. Erst wenn die Prinzessin selbst den Wunsch anSsprtcht, 'ich in ein Kloster, wenn auch nur zeitweilig, zurückznziehen, soll ihr sowohl die Wahl, wie auch die Zeit des Aufenthalts vollkommen sreigestellt werden. Es ist nicht richtig, daß sich im Verlaufe des Ehescheidungs- Prozesses im sächsischen Königshause Anhaltspunkte ergeben haben, daß die ebemal.Kronprinzemn 511 dem Dresdener Zahnarzt O'Brian in irgend welchen Beziehungen gestanden. Sie tarn sehr oft in die Lage — es ist Tatsache, daß Luise von Toskana als Kroliprinzcssin sehr gern Briefe, und zwar meist recht lange, schrieb — Briefe zu schreiben, sie habe auch, es mag dies gefehlt fein, gern ihrem Herzen über Personen und Verhältnisse in ihrer aufrichtigen Art Lust gemacht und Tinge geschrieben, die sic wahrscheinlich jetzt unterlassen würbe, aber niemals stand sie mit O'Brian in intimen Beziehungen. O'Brians Alls Weisung geschah auch nicht so iehr wegen Besitzes derartiger Briese, über welche sich verschiedene Persönlichkeiten in der Umgebung des Königs und Kronprinzen verletzt fühlten, sondern mehr wegen Indiskretionen aus diesenBriesen, gelegentlich einer Verteidigung der ehemaligen Kronprinzessin in einer Gesellschaft. — Die größt), toskanische Villa zu Lindau, welche gegenwärtig Prinzessin Luise beherbergt, liegt am südöstlichen Ufer des Bodensees. Sie lag zumeist verödet da. Tie Villa, deren innere Einrichtung recht einfach ist, bietet von ihrer Terrasse im ersten und zweiten Stockwerke aus eine reizende Fernsicht, im Osten auf die Appenzeller Berge und den hohen Säntis, im Westen auf die sieben Ehurfirslen und im Nordosten auf das terrassenförmig aufsteigende Bregenz. * Die Deutsche Stäs c e - Aus st c i l u 11 g in Dresden. Der Gedanke, die glänzende Entwickelung des deutschen Städtewesens in den letzten Jahrzehnten durch eine große Ausstellung zur Darstellung zu Dringen, wurde 1897 bei einer Zusammenkunft der Oberhäupter verschiedener deutscher Stäbke in Karlsruhe durch den Oberbüracr- meifter von Dresden in Anregung gebracht. Diese Anregung fand schon damals lebhafte Zustimmung unb es wurde in einer bald daraus einberufenen Versammlung der Vertreter einer großen Anzahl deutscher Städte einstimmig beschlossen, den Plan durch Veranstaltung einer Deutschen Städte-Ausstellung 1903 in Dresden zur Ausführung zu bringen. Hierauf wurden die Vorbereitungen für das Werk in Angriff genommen, eine Ordnung für die Ausstellung bearbeitet, ein Vorstand unb ein .^auptaus- fchuß gebiibet und die Einladungen an alle deutschen Städte mit mehr als 25 000 Einwohnern erlassen. Dieser Einladung haben 128 Städte mit einer Ges amtein wohn er z ahl von mehr als 13 Millionen Folge zu leisten beschlossen. Mer nicht allein die deutschen stabte haben von vorn-' herein das größte Interesse an dem Unternehmen bekundet, sondern auch die deutschen Reichs- und Staatsregierungen werden d as Unternehmen nach .Mästen fördern. König Georg von Sachsen ist Protektor der Ausstellung, Reichskanzler Gras v. Bülow und Staats-Minister von Metzsch- Dresden, Ehreitvorsitzende. Die Ausstellung findet vom 20. Mai bis Ende September zu Dresden statt. Zlveck der Ausstellung ist: den Stand des deutschen Städtewesens zu Anfang des 20. Jahrhunderts, insbesondere die Entwickelung der größeren Gemeinden Deutschlands in den letzten Jahrzehnten und die Fortschritte aus den verschiedenen Gebieten der Gemeindeverwaltungen in dieser Zeit zu veranschanlickn'n, und die Erzeugnisse deutscher Gewerbetreibender für ben Bedarf der Gemeindeverwaltungen zur Darstellung zu bringen. Es werben Gruppen gebildet für: 1. Verkehr, Beleuchtung, Straßenbau und Eniwässer- ung, Brücken unb Häfen, einschließlich des gesamten Tiefbau und Vermessungsweselts, der .Straßenbahnen nsw. 2. Stadterweiterungeu, Baupolizei und Wohnungswesen, 3. öffentliche Kunst (Architektur, Malerei, Bildnerei usw. , 4. allgemeine Gesundheit und Wohlfahrt, Polizeiwesen, 5. Schulwesen, Volksbildung, 6. Armenweseu, Mranfcn- pflege, Wohltätigkeitsanstallen und Stiftungen, 7. Kassen, Finanz- und Steuerverwaltuug, städtische (Gewerbebetriebe, Grundbesitz, Sparkassen und Leihwesen, 8. Registratur und Bureau-Einrichtungeu, Beantteuschasl, Statistik und Ltteratur. Auch für die gewerbliche Abteilung der Aus ftellung liegen zahlreiche Anmeldungen vor. Schon jetzt haben mehr als 300 Gewerlttreibende, darunter die uain- haftesten deutschen Jndustriefirmen, soweit sie Gegenstände für den Bedarf der deutschen Städte Herstellen, ihre Beteiligung angemeldet. Zur Darlegung dieser ("egenstäirde Werden drei Gruppen, und zwar für 1. Maschinenwesen und Technik, 2. Bauwesen und 3. sonstige Industrie, gebildet Qi)Uißt|miOL (Für Form und Inhalt aun uuiii otejer Rubrtt stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ein Stoßseufzer. Gott bewahre un5 vor faloutähigen, auf den Höben der Ge» sellschaft schwebenden großen Theologen, deren Theologie sich nicht auf Glauben, sondern auf Hypothese arundel, die daruin ireß ihrer Größe der Religion ^gänzlich bar sein können und sich für ihr äußeres Leben an ferne Schranke gebunden fühlen. Gott bewahre uns vor den Theologen, welche die System^ spinnen, die als Erkenntnis vom Katheder ausgehen, nachdem in der Stille der Stndierslube die unklaren Gedanken gereift sind. Gott bewahre ^ms vor einer Religion, die sich ängstltch per* steckt, weil sie dem Streit der Meinungen sich nicht gewachsen nitjU, die aber die Systeme der Theologie ins praktische Leben übersetzt. Golt gebe uns Theologen, welche mit warmer Begeisterung und schlichter Klarheit die geschichtlich gegebene Religion verstehen und pflegen lehren! " Aim Itclitr Ecorg! M begmse nidjl, wie Du die ganze Zeit so husten kannst, ohne elwas für diese Oual zu tun Warum? hast Du etwas für den Katarrh, der mid) wirklich furchtbar quält ? Ja natürlich.' Geh' mal hinüber in die Apotheke oder hier neben in die Drogerie oder m eine Mineral* wasjerhandümg und laste Dir eine Schachtel Fay's ächte Sodener 'Mineral-Pastillen für 85 Pfg. geben, wenn Du die Pastillen einzeln int Munde langsam zergehen lägt und Dich im klebrigen nach der Gebrauchsanweisung richtest, garantiere ich Dir, daß Du den Husten bis morgen abend vollständig verloren hau. Für Deinen Atagen brauchst Du nicht die geringste Angst zu haben, da die Pastillen auf die Schleimhäute desselben cmen äußerst wolsttuenden Qmfluü ausüben. 354 WÄ ... gtubiii stcyen^ wortung-) Sanieren t J?nS. en lfC Nen bet®-?“» -»LK JM ’fc «*»Ä 'enn die Äh,1-1'9 .obfr Coster, we?!^lbst '°h' die tzq, A n® nie befi ft. .,en* A il* btl"$re6bcn r S),n :%$■ Ä C 9etn Üe' ?? 2uiie 9ern 'h«m ftL? h fcc Nötigen 9irt\L bfl R?n S?ä ,, ™ btr Umgebung d,- tajonbm ° einer * '» -m« G-M, Ä Q »u Lrndm,, welche ' 9t hegt am südöstlichen '>l verödet da. Tie M, rch ift bietet von ihrer mveck aus eine reizende her Berge und den hohen >hurfirsten und im 7!ore>- igenbe Bregenz. e-Aussteltung in lnzende Entwickeluiig des hten Jahrzehnten durch lung zu bringen, wurde 'er Lberhäuplcr verschic- )e durch den Cberbüratr» mg gebracht. Diese Än- afte Zustimmung und es nbenifenen .Versammlung chl deutscher Städte ein« urch VerMslaltung einet ß in Dresden zur Aus- nrben die Vorbereitungen ten, eine trbnung für die tand und ein Miute en an alle deutschen Stahl, i erlassen. Dieser Gnlad ner Gesamteimvohnerzah. he zu (eilten beschlossen. Stiibte haben von vorn- n Unterntljmen behinbei . und Staatsreglerungen Kästen fördern. Sontg, rer AusMMg, ÄV-- Einistei von Metzstt? ÄusMung findet Dom Dresden statt. Peck bei .3 deutschen Ltädtewesene § msbefonbere die Cmt- iben DeMands tn Der. MM auf den ver,chic- rwaltungen m Wr > Erzeugmi'e deutfcher L ter WneinbeverwaltuM.' . werden Mwpen LnbauundW^ J3? des gei'imien M der Straßenbahnen j- und Wohnung^lkl, Waferei, Bildneret ulv- ZSLI itilW* \ae: Mtenscha't, * x- bliche ®t£®92J|jn M ibcndc, Wj# >'»-i’TÄ» > LtSdtc W- |Wii|W' rfeaunfl W* „int,|cn UND , fa”1"k "Den * id'd)•. döei xmte llebuE -7,, > v' l Dlch NN . hab 7,r. u,,p i ich 5ut-ty. !" oerlo?' "iit Dgs^st,I,L1‘S eine" nE 5 Coursbericht von «Joseph Herz, Bankgeschäft, Gießen, Nenenbäuen 41. i Course vom 5v3. | 2 c 55 ' - ■ ■ ■ ttourfe vom 5. 3. | 26./2. • s 55 ttourfe vom 5j3. ) 26./2. i 90 ttourfe vom 5J3. 1 26.2 . 03 ! ttourfe vom B ttourfe Dom 5. 3. 2672. 578. 2672. Staats pap lere. 1 Türken LIL B. 62.- 62.- 4 W teuer 1902 . 102.50 102.70 Gelsnktrch.Brgw 177.50 176.20 1 Preuß Central- 4 Wladtkawk 96 Teulsche. 1 do. , C. 32.20 32.40 6 BuenoS-LtreS . 41.50 Harpener „ 176.50 174.60 Boben . . . 103.30 103.20 heuerfr. . . 100.90 —. —» 103.- 102 90 1 do. . D. 30.— 30.20 4*/, Do..... —.— 82.50 Hidernta , 176.50 172.80 4 WestDeutsche. . 102 90 102.70 Auatvtter . . M)3.u0 163.20 3K D. ReichS.-Änl 4 Ung. Goldrente 102.- 102.30 StanbeshrL UdL Vaura , 218.— 218.50 37, do. ... . 98.10 98.10 3 Salon.-Monast. 64.75 64L0 3 do. . . 92.90 93.30 4 do. SiaatSrente 100 50 100.20 Hdrder „ 120.— 116.25 4 Preuß. Hypoth.- 3K Preus. LonsolS 103.- 102.90 3J4 beSgi. . . 93.70 93.40 4 SolmL-Brauuf. _ _ 3Ue 185.50 188.— Akt.-Bk. abg.. 100.40 100.30 Lose 3 do. ... 92.90 93.10 0 Ärgent. v. 1887 — . — — 30, bo..... 98.— 98.- Phbntx „ 134.- 136.50 tn Prozente». 4 3X 4 Badische . . . do..... Bayer. ®L»Obl. 105.30 101.20 105.50 105.60 101 7u 105.70 4% 4 VA do. QJolD 0.1888 do. äug. v. 1897 Lhtle Gold'Ant. 8370 76 10 93.— 83.40 76.9o ä‘/i Ysend.-Btrstein. Ban! Hhten. 99.30 99.— Hoesch Stahl . iLchalkerGruben MagDedurger 160.25 364.40 162.25 373— 4 Lisenb.-priorit. Dux-Bodenbach 4 4 Bad. Lhlr. 100 Bayer. Lhtr.100 Gothaer Pram.» Psdbr. L . . do. II. . . Coln-MtnDener Riadrtdec . . Memgr Pram.- 'chsdvr. Lytr. 100 .. . Oenerr. v. 1860 do. v. 1854 OlDend. Lhtr.4" Durk. FrS. 400 149.80 160.50 105.10 1V0 40 3M 4 do..... Hess. Et^Obl. . 101.80 105.70 10180 105 30 6 5 Lymejen. . . do..... 104.80 100.90 105.20 101.— 6'/. RetchSdank . . 153.60 153.70 Bergwerk. . BuderuS. . . —•— 110.— 112.30 1 von 1891 . . Ettsab. ftenersr. 100.50 101.50 102.60 122.50 122.70 3X 3 3X Do..... do..... Württemberg. . 101.10 91.25 101.50 101.30 91.30 101.60 4% 5 bu..... Mexikaner Ser re 1—4 . 92.70 39.40 93.20 39.50 «'/, 2 Berg.-Märkische Bank . . . Berliner Bank. Berliner HotSg. Darmstäbter Bk. Deutsche Bk. DtSconto-Ges. . Dresdner Bk. . Rattonal-Bk. . Schafshsr. Bkv.. Oest. (ireb.-Ält 92*30 159.- 140.90 216.50 194.10 148.70 119.50 121 25 216.50 92*- 159.90 141 5u 216.80 196.— 150.10 119.— 121 60 217.20 4 Pfandbriefe. Franks.Hypotbk. 103.50 103.50 4 4 5 Franz Ioieph Kaschau-Oderbg. Oesterr RorD- 101 20 luO.20 KH.80 101.10 O /-, 3V, 8 112.601 138.60 5L50 112.70 139.- 50 — 3X 3M 41/« 5 Bremen o. 1899 Hamdg. v. 1899 Ausländische. BoSnrer . . . Grrech. E.B. von 100.60 101.60 100.50 101.65 5 3 3A Mexikaner v. 99 do..... Provinz- und 5iadle Anleihe. Oberhessen . . 101.10 26.30 100.— 1OL2U 26.8c 100.- 4 11 8 1 3 5 3'/z 4 N 37, 4 Seite 14 bo. Serie 15 Frkf.Hyp.-CreD.- ib ereilt 19o5. do. 19u6. do. tilgbare Frks. Landivtsch. 101.50 97.70 101.40 97.20 94.20 98.90 101.30 97.70 101.40 97-- 9o— 18.50 1 3 wesldahn B. . do. Sudbahn tLomb.) do..... do..... Raab-Oedenbg. Eds. . . . 111.10 10650 93.30 65.70 M.70 106.25 93.60 65.8U 74.40 4 3 136.- 156.30 131*.- 129.80 185^0 156.30 131*50 132.20 1890 . . . 41.60 41.70 ÖA Starkenburger. 100.— 100.- 4 Hamburger Hy- 4 Rudolsbahn. . 101.25 lOLoV Unverztu-ltchk pr. Stuct u. Mk. 4 Grrech. Monop. 45.30 44 90 4 Rhetnprvvutz . 105.- -05.- Industrie Aktien potheken-Bank 4 Zlailener Rente 103.50 103.75 3A bo..... lOu.90 100.60 280L0 279.- Ser. 141-250 101.- 101.- 3 do..... —— 72.50 4 Gießener. . . 103.50 103.70 14 Mainz.Brauerei 4 do. unlünbbar 24/w Ikal. staatl. gar. Ansbacher st. 7 — — — — 37» Oester.SUderrte 101.— 101.10 3U DO..... — _ 20 Fardw. HochN . 355.— 355. - btS 1910 103.- 103.- E.B. . . . 70.50 70.60 Äugsourg. st. 7. 36^0 5 Oester. Goidrte. 103.30 103.30 öA Frankfurter. . 100.50 100.50 10 Do. GrieSbeim 223.— 224.90 37, do. Serie 46 2'/» Ltvorneser . . 72.10 72. - Brichw.Lhlr.20 —.— — _ —> » 4X Portug. Staat. 51.60 51.90 4 Darmstadter 101.- 101.80 — Elektr.Lahmeyer 88.80 91.— bis 190 . 97.10 97.- 4 Sard. Sec. stfr. FtnntDr.Lhtr.10 —.— ■P. — 4 do..... 32.30 32.40 3A Do..... 100.20 9;>J5O — „ Schultert 99.10 99^0 3'/, do. Serte301 37, gar. . . . — MatianD.FrS.45 —. — 4 Rum. am. Rte. 9950 99.40 3A Mainzer. . . 100.20 100.20 8 , Siemens 131.— 130.50 d>S 310. 97.40 97.40 Gotthardbahn . 101.80 102.— do. FrS. 10 — -- 4 Rumän. v. 1890 87.40 86.70 3 A Offenbacher. . -_ __ — u. Halske 4 Meining. Ser. 8 103.20 103.20 4 ünrsl Kiew. stfr. Oesterr. st. 100 4 Goid-Russen v. 4 Wormser . . — — 10 Maschs.Grteyner 188^0 184.50 37, do. dbg. . 97.70 97.60 gar. . —.— von 1864. . —.— 1880 . 101.10 3A DO..... 100.- 99 80 10 bo. »leyer . 185.— 181.— 4 Preuß. Boden- 4 tlinil Südost 97 Pappenh. st. 7 37^0 3X do..... — — 3», Herdelberger 99.90 100.- — - — Credit . . . 102.30 102.50 stfr..... 100 80 —.— Meininger st. 7 32- 31^0 4 Russen v. 1902 101.25 101.20 4 Mannheimer . 102.60 103.90 Bochum Bergw, 186.40 187.50 4 Rhein Hypoth.- 4 Warschau Wien Ungar. Staats 4 Serben v. 1895 76.90 77.- 3*/, Bao Nauheimer 99.30 99J30 Concordia „ 278.— 278.- Bank 1907er 102.60; 102.6t- stfr.. . . 100.90 100.70 fl. 100 . . 344.50 348.— 4 Spanier. . 92 30 4 Lissaboner 81.80 82.10 Elchweiler „ 224.- 222.50 3'/, do. 98 50| 98.50 4 ro.XT. 1911er 10" 90 —.— Benettaner 9.30 131.70 31.90 Schwarze Besätze Kragen -t Tressen für Konfirmanden-Kleider empfehlen in reicher Auswahl und zu sehr billigen Preisen 1884 A. HoBtcrhoö Söhne /l Giessen. Seltersweg 20. Submission. Für die Großh. chirurgische und Augen-Klinik sollen für üaS Rechnungsjahr 1903 04 auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden: 1) Die Lieferung von Backwaren, Fleischwaren, Spezereiwaren, Mineralwasser, Mllch, Butler, Eiern, Bier, Eis, Schreibmaterialien, Bürstenwaren, Putzmaterialien und Porzellan- u. Glaswaren. 2) Das Reinigen der Oefen und Herde. 3) Das Reinigen der Senkgruben und das Fortschaffen des Kehrichts. 4) Die Abgabe von Knochen, leeren Flaschen, Gespül und Lumpen. 6) Die llnterhaltung des Gartens. Die Bedingungen und der Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 liegen auf dem Ber- waltungsbureau an den Wochentagen, nachmittags von 3 bis 5 Uhr, offen. Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Auffchrift versehen bis zum 21. d. M. mittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Büreau abzugeben. Die Eröffnung der Offerten findet zu diesem Zeitpunkte statt. Der Zuschlag erfolgt bis zum 24. März. 1965 Gießen, den 5. März 1903. Großh. Verwaltungs-Direktion der chirurglscheu u. Augen-Kltuik. Poppert. Vossius. ProbirenSie f.JlVKV i Seifenpulver, 46 * eg 28 31 61 32015 96 110001 137 44 77 729 41 76 850 931 3311 95 99 36 N 5 L Kesstsch-Würingische Staatslotterie (Mitteldeutsche Slaotelollrrir) Jlflmits VL Klasse (2. Tag) 5. Mär; 1903. Alle Nummern, neben welchen nicht» bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen, (Ohne Gewähr.) 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