Erstes Matt. 153. Jahrgang Dienstag 6. Januar 1903 ■ ES 53 Nr. 4 Grschei«! oufeet SonnlagS. Dem Biehener Anzeiger werden im Wechsel mit dem keffifchen Landwirt die Siebener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegt. MotationSdruck u. Verlag der Brühl 'schon !Untvers.-Buch- u.Stein- £ ruderet (Pietsch Erben» Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger «letzen. FrrnsprechanschlußNr.öl. /fflRWT ä a. a Ä vezugSpretS, ÄtiiiMH V”? HM monatlick>75Pf^ viertel« GletzenerAnzelgerW General-Anzeiger SS A-vT i . den polit. u. all gern. Teil Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen _______________________________________ ____ ________ zeigenteil: HanS Beck. KrKanntmachung. Betreffend: Vorträge über Obstbau. Der Obstbautechniker des Oberheff. Obstbauoereins, Herr Wiesner auS Friedberg, beabsichtigt, die nachbenannten Orte des Kreises Gießen zu besuchen, um Borträge über Obstbau ju halten, und an Obstbäumen praktische Unterweisungen zu erteilen. Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, SamStag, Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, SamStag, Sonntag, In Alten-Buseck, Staufenberg, Weitershain, Stangenrod and Ober-Beffingen finden Gratisverlofungen von einigen Obstbäumen an erschienene Mitglieder statt. Den Herren Bürgermeistern und Obmännern gehen hierüber besondere Mitteilungen zu. Zahlreiche Beteiligung ist erwünscht. Gießen, den 5. Januar 1903. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen des Oberheffischen Obstbauvereins: Dr. Heinrichs. den 12. Januar in Alten-Buseck. Verlosung. H 13. M tt Staufenberg. Verlosung. H 14. M tt Lollar. H 16. n ff Allendorf a. b. Lumda. M 16. H n Weitershain. Verlosung. n 17. n n Lumda. n 18. u tt Geilshausen. 19. H tt Beltershain. ft 20. n tt Stangenrod. Verlosung. M 21. H tt Göbelnrod. H 22. H tt Lauter. H 23. H Grünberg. H 24. n tt Ettingshausen. M 26. tt tt Ober-Beffingen. Bekanntmachung. Betr.: Ausführung des Reichsgesetzes vom 28. Mai 1894 über den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr im Kriege. Gemäß § 8 Abs. 2 rubr. Gesetzes bringen wir hiermit die Namen der Mitglieder des Brieftauben-Klubs Gießen, welch letzterer dem Verbände deutscher Bneftauben-Liebhaber- Vereine angehört und somit seine Tauben der Militärverwaltung zur Verfügung gestellt hat, zur öffentlichen Kenntnisnahme. Gießen, den 6. Januar 1908. Großherzogliches Pottzeiamt Gießen. Hechler. 1. Möser, Wilhelm, Mühlenbesitzer, Rodhennerstraße 18. 2. Forbach, Georg, Bäckermeister, Marktstraße 11. 3. Neuling, Karl, Weißbindermeister, Steinstraße 72. 4. Hecker: Johannes, Schuhmachermeister, Wolkengaffe 20. 5. Schwan, August, Weinhändler, SelterSweg 64. 6. Schlitt, Johannes, Zugführer, Mittelweg 2. 7. Rosenbaum, Fr., Schreinermeister, Löwengaffe 10. Kus dem neuen Neichshausßatts-Ktat. Der Etat deS allgemeinen Pensionsfonds weist an fortdauernden Lkusgaben in der Verwaltung des Reichsheeres auf 62 720525 Mk. (mehr 2111530); davon entfallen auf Preußen 55 771900 Mk. (mehr 1944 600), Sachsen 4 084 850 (mehr 129 970), Württemberg 2 863 775 (mehr 36 960) Mark. Das Reichsmilitärgcricht erfordert 4377 Mk. (mehr 3858), die Marine 4 819 454 Mr. (mehr 426 500), die Zivilverwaltung 2050884 Mk. (mehr 202 274). An sonstigen Bewilligungen sind 90 000 Mk. (mehr 40 000) zu Beihilfen für ehemalige französische Militärpersonen und deren Hinterbliebenen eingesetzt. Die Gesamtausgaben belaufen sich demnach auf 69 685 240 Mk. (mchr 2 780823). Der Etat für das Reichsschatzamt weist an Einnahmen 4 404 580 Mk. (minus 312 670) auf; die fortdauernden Ausgaben sind auf 548 718 600 Mk. (minus 15 529 400), die einmaligen Ausgaben auf 1300 Mk. (minus 13 710) berechnet. Die Ueberweisungen an die Bundes- staaten sollen 542 092 000 Mk. (minus 14143 000) betragen, und zwar 354 928000 Mk. (minus 10 883) aus dem Ertrage der Zölle und Tabaksteuer, 108 667 000 (minus 1925 000) auö dem Ertrage der Verbrauchsabgabe für Branntwein und Zuschlag dazu 78 497 000 Mk. (minus 1335 000) aus dem Ertrage der Reichsstempelabgaben. Der Etat des Reichsmilitärgerichts erfordert an fortdauernden Ausgaben 518 700 Mk. (21026 Mk. mchr als im Vorjahr), abzüglich der von Bayern allein zu tragen» dm bayerischen Kosten. Ein Teil der Mehrausgaben ist aus die Umwandlung einer außeretatsmäßigen in eine etats- mähige Stelle zurüctzuführen. Der Etat für das preußische Reichsmilitärkon- tin gen t und die in preußische Verwaltung übernommenen übrigen Kontingente weist für 1903 auf: ordentliche Einnahmen für Rechnung der Bundesstaaten ausschließlich Bayerns 11445 052 Mk. (mehr 1408135 Mk.), für Rechnung der Gesamtheit aller Bundesstaaten 866 8v6 Mk. (mehr 158 791), an außerordmtlichen Deckungsmitteln, namentlich aus dem Berkaus von Festungsgelände 4 565 959 Mk. (mehr 309 773 Mk.). Die fortdauernden Ausgaben belaufen sich aus 448160 814 Mk. (mehr 5 451 773 Mk.). Bei Kapitel „Geldverpflegung" wird bemerkt: Die aus Mangel an Kavallerie bei einzelnm Verbänden sich ergebenden Mißstände benötigten unbedingt Abhilfe, um durch Zusammmfassung der vorhandenen Eskadrons Jäger zu Pferde den dringensten Notstand beseitigen. Es solle aus fünf Eskadrons in Posen ab April 1903 ein Regiment und aus den Eskadrons Nr. 1—17 ab Oktober ein Detachement in Graudenz wie 1900 in Langensalza gebildet werden. Auch habe sich die Errichtung von vier Fußartilleriekompagnien ab Oktober 1903' infolge weiterm Ausbaues des Landesverteidigungs- systems als unaufschiebbar erwiesen. Zur weiteren Entwicklung des Selbstsahrerwesens, dessen Verwendbarkeit für Militär erwiesen ist, roerben 100000 Mk. gefordert. Beim Militürbildungswesm werden 103 000 Mk. für eine militärische Hochschule verlangt. Diese Forderung wird in einer Denkschrift begründet. M> 1906 werden die dauernden Kosten 8. Wiegand, Frz., Schreinermeister, Neuenweg 81. 9. Henkel, Heinr., Metzgermeister, Wallthorstraße 27. 10. Rüger, Max, Friseur, Wallthorstraße 6. der Hochschule auf 311000 Mk. veranschlagt. Das Jahr 1904 würde 400000 Mk. erfordern. DaS Wiffensaebiet der Militärtechnik werde auf den bestehenden Hochschulen ungenügend behandelt; die Heeresverwaltung müsse einen entscheidenden Einfluß auf das Studium der Offiziere ausüben Tonnen. Die Dauer des Studiums wird aus Drei Jahre bemessen, für den Unterricht sollen drei Abteilungen gebildet werden, eine Abteilung für Waffen und Munition, eine Abteilung für Ingenieurrvesen, eine Abteilung für Verkehrswesen. Tie erste Abteilung solle im dritten Jahre in eine Konftruktions- und eine ballistische Abteilung getrennt werden. Die Schule soll in Berlin ihren Sitz haben. Tie Eröffnung ist im Oktober 1903 im Gebäude der Artillerieschule geplant. Tie einmaligen Ausgaben des Ordi- nariums belaufen sich auf 34 064 608 Mk., weniger 5 868 879. Unter den Kasernen-Neubauten werden eine erste Rate von 500 000 Mk. für die Kaserne des Eisenbahn- Regiments in Schöneberg und eine solche von 100000 Mk. sür Ersatzbauten in Glogau infolge der Auflassung der Stadtumwallung, ferner erste Raten für eine Kaserne in Mühlheim, das Generalkommando in Frankfurt a. M, eine Kavalleriekaserne in Rosenberg für die vorläufige Unterkunft einer Eskadron Jäger in Graudenz verlangt. Die einmaligen Ausgaben der Artillerie erfordern mit 11600800 Mark gegen das Vorfahr 1479 227 Mk. weniger. Für (Saini ton bauten in Elsaß)-Lothringen sind 4198 700 ML, weniger 866 120 Mk., an gesetzt. Im Extraordinarium werden 23 246 900 ML, mehr 4 661050 ML, gefordert Der Etat des sächsischen Kontingents weist an Einnahmen für Rechnung der Bundesstaaten ausschließlich Bayerns 353 135 ML und an fortdauernden Ausgaben 4 224 681 ML auf, mehr 832 497 ML, an einmaligen Ausgaben des OrdinartumS 6 468 573 ML, weniger 2 095 089 ML, des ExtraordinariumS 406 531 ML, weniger 206 115 Mk. Ter Etat des württem- bergischen Kontingents weist an Einnahmen für Rechnung der Bundesstaaten außer Bayern wie im Vorfahre Iw 515 Mark an fortdauernden Ausgaben, 21299 479 ML, mehr 216 800 ML, an einmaligen Ausgaben deS Ordincrriums 1407 540 ML, weniger 181825 ML, auf. Der Marine-Etat für 1903 weist wie im Vorjahre 578 927 ML Einnahmen auf. Die Summe der fortdauernden Ausgaben ist veranschlagt auf 93 396 340 ML. gegen das Vorjahr mehr 6 536 937 ML, darunter für Geldverpflesung ber Marineteile 20972019 ML, mehr 1482 873 ML, Jndiensthaltunaen 23951621 ML, mehr 1983 143 ML, Instandhaltung der Flotte und Wersten 24072354 ML, mehr 1269 187 ML Im Reich smarineamt soll ein KvristruktionA-De- hartem ent und Waffendepartement neu errichtet werden. Ter Etat führt aus: Die Personalvermehrung beträgt ebenso wie in den beiden Vorjahren etwa y* mehr als die ur der Begründung des FlottengesetzeS ermittelte TurchschnittS- quote. Außerdem ist ein Zugang von 120 Köpfen für FunLn- telegraphie erfvrderlüch Tie Gründe für die anfänglich stärkere Personalbermehrung enthalt die Begründung des Flottengesetzes auf Seite 11. Neu gefordert werden 115 Seeoffiziersstellen, darunter 1 Vizeadmiral, 24 JNgenieur- ftellen, 11 Sanitätsoffiziere. Unter den einmaligen Ausgaben erscheinen neben einer Anzahl weiterer bezw. Echluß- raten für begonnene Schiffe folgende erste Raten: für die Linienschiffe M und N je 2 600 000 ML, den großen Kreuzer Aas Elternhaus von Kerman» Kelmholtz.') .... Helmholtz wurde, nachdem er bei der wissenschaftlichen Prüfungskommission in Berlin fein Examen abgelegt, an das Gymnasium zu Potsdam berufen und erhielt am 1. Oktober 1820 seine Bestallung als Oberlehrer, Ostern 1827 als Subrektor und im Februar 1828 das königliche Patent als Professor. Unmittelbar nachdenr er seine Stellung am Gymnasium angetreten, heiratete er am 5. Oktober 1820 Fräulein Karo- line Penne, die am 22. Mai 1797 geborene Tochter eines hannoverischen Artillerie-Offiziers — in mämrlicher Linie von dem bekannten amerikanischer: Bürger William Penne, von dem der Name Pennsylvanien herrührt, in weiblicher aus einer zum Refuge gehörigen Familie Sauvage abstammend —, mit der er in glücklichster Ehe bis zum Jahre 1854 vereint lebte, und die in treuer Erfüllung ihrer Pflichten als Mutter und Gattin ihrem Manne den schweren Beruf erleichterte, der durch Pflicht und eigene Gewissenhaftigkeit auf ihm lastete. .... Sein Beruf war schwer, denn gar strenge herrschte in Preußen das Regiment der Vorgesetzten. Noch ist uns die für die strenge Disziplin im preußischen Beamtenstande und für den Geist, in dem die l-eranwachsende Jugend erzogen wurde, charakteristische Antwort des Konsistoriums erhalten auf die in einer Eingabe ausgesprochene Bereitwilligkeit des jungen Lehrers, der allgemeinen Witwenkasse beizutreten: „Ihre Eingabe ist dem Inhalt nach ungenügend und rücksichtlich der Form höchst tadelnswert. Es lag Ihnen ob, bestimmt zu erklären, und sich dadurch zu verpflichten, daß Sie Ihre künftige Gattin bei der allgemeinen Witwen- versorgungsanstalr zu einer Pension von wenigstens 100 Talern ein kaufen würden, daher die Erklärung, daß Sie entschlossen wären, sich zum Einkauf Ihrer Gattin zu ver- Mir veröffentlichen hier, mit gütiger Erlaubnis der Verlagsbuchhandlung, einen Auszug aus dem ersten Kapitel einer -Biographie von Hermann v. Helmholtz, die sein Schüler und Freund, der Professor der Mathematik an der Universität Heidelberg Leo. Koenigsberger verfaßt hat und deren erster Band in diesen Tagen (im Verlage von Friedrich Viekoeg und Sohn in Braunschweig) erschienen ift SX Red. pflichten, einleuchtend nicht genügt. Jene Erklärung erwarten wir also noch binnen 8 Tagen. .... Was die Form betrifft, so mußte es Ihnen bekannt sein, oder wenigstens das Schicklichkeitsgefühl Ihnen sagen, daß eine offizielle Erklärung ober Eingabe an ein Landes ko l le gium nicht auf einem ettizelnen Blatte, sondern auf einem ganzen Bogen abgefaßt sein muß. Das von Ihnen eingereichte Blatt trägt die Beweise der größten Unaufmerksamkeit und der Vernachlässigung der Ehrerbietung, welche Sie Ihrem vorgesetzten Landeskollegio und dessen Chef, von welchem der Bescheid vom 3. d. M. ausgegangen war, schuldig sind. Wir können nicht umhin. Sie hierauf der Folgen wegen aufmerksam zu machen und Ihnen die Beobachtung der Anständigkeit und des Dienswerhältnisses wohlmeinend anzuraten." Wer derartige Zurechtweisungen nahm der junge preußische Beamte mit der ihm angeborenen Achtung vor den Anordnungen der vorgesetzten Behörden ruhig hin. Er ergab sich mit Liebe und Freude seinem Lehrerberuse, unterrichtete im Deutschen und in der Philosophie, übersetzte und interpretierte seinen Schülern Plato, die Odyssee, Ooid und Virgil, selbst der mathematische und physikalische Unterricht wurde ihm in den oberen Klassen vier Jahre hindurch aiw er traut, und er widmete sich auch diesem, wie der damalige Direktor Blume ausdrücklich der Behörde gegenüber bezeugt hat, mit regem Eifer und voller Hingave, — und trotz dieser fast erdrückenden Beschäftigung behielt er noch hinreichende Zeit, um sich ber Malerei zu widmen, ohne je darin Unterricht genauen zu haben, philosophische Studien zu treiben und eine Reihe von wissenschaftlich interessanten Programmabhandlungen zu verfassen: „lieber die erste Entwickelung der Hellenen", „Die Wichtigkeit der allgemeinen Erziehung für das Schöne", „lieber die geschichtliche Aufgabe des nächsterr Jahrhunderts" und „Die Araber, geschildert aus der Hamasa", welche später auch die volle Anerkennung hervorragerider Phcko-logen gefunden haben. „Er besitzt eine vortreffliche ästhetische Bildung, die sich auf umfassende literarische Studien stützt, ist von allgemeinem wisreirschaftlichem Interesse beseelt, sein Unterricht ist anregend und fordernd, und er zeigt durchweg eine gebildete innerliche Individualität", so lautet der offizielle Direktorialbericht, und es wird darin weiter sein wohltätiger Einfluß auf die Gesinnung und das Streben der Schüler nicht minder dervorgehoben. als es jetzt aus dem Munde von noch lebeirden Sckülern geschieht, von denen sich viele in den angesehensten Lebensstellungen befinden. DaS Brotstudiunr, wie er selbst seine Philologie bezeichnete, scheint, soweit es das Latein betrifft, in der Tat nur ein solches gewesen zu fein, hingegen war er em begeisterter Hellenist und wirkte auf seine E^mnafiasten dadurch kräftig ein, daß er sie ytm Erfassen der poetischen Schönheiten anzuregen suchte, anstatt die bloß grammatische Seite zu kultivieren. Daß er mit Vorliebe der griechischen Sprache sich hingab, währerrd er den gewünschten, schon von seinen Lehrern im Frieü-richK-Gym- nasium bei ihm vermißten Ciceronianischen Stil sich nie anzueignen vermochte, suchte er später häufig, den Anschauungen feines großen Sohnes folgend, dadurch zu erklären, „daß auch oas' Sprachtalent nicht ein einiges sei, sondern, wie alle anderen geistigen Funktionen, eine Addition verschiedener Summanden". . . . Aber neben aller Gewissenhaftigkeit des Pädagogen brach doch noch oft der Feuereifer des begeisterten FreihettS- kämpsers durch. Auf Bitten der Schüler ließ er sich einmal verleiten, drei Stunden des deutschen Unterrichts, den er als Ordinarius in der Sekunda gab, dazu zu verwenden, den Schülern eine Schilderung der geistigen Erhebung zu geb«:, welche vor 1813 im preußischen Volke herrschte; in Begeisterung jubelten ihm alte zu. Mer der Direktor erfuhr davon, und der so beliebte Lehrer erhielt einen Verweis, sowie Androhung sofortiger Entlasfung, wenn etwas Aehn- liches noch einmal vorkonunen soUte. Es war die Zeit in der Mitte der 40er Jahre, in welcher der Druck kirchlicher und staatlicher Zteattion schwer auf dem preußischen Volke lastete, die in Potsdam vornehmlich den sogenannten Treubund als Frucht zeitigte, dem auch der Direktor der Anstalt und mehrere Lehrer derselben angehörten. . . . .So entrollt sich allmählich vor uns ein Bild von Ferdinm:d Helmholtz, das es uns verstehen läßt, lvenn sein bester Freund, mit dem er ein langes Leben hindurch in stetem Briefwechsel gewesen und gemeinsam so manche Reise unternommen, Im. Herm. Fichte, der Sohn von Joh. Gottlieb Fichte, und seit 1842 Professor der Philosophie in Tübingen, später in fast überschwänglicher Weise es auS« spricht, „nm wie unverwelklicher, stets gesteigerter Liebe er ihm zugethan sei, und daß ihre gegenseitige Liebe für ihr beiderseitiges Leben von den wichtigsten Folgen ge- blieben ist"- cm» dieses speziellen Gebietes der Landwirtschaft in Anbetracht an Tantiemen beriechen. Vor einiger Zeit hat Siegfried Wagner in einem Interview bernertt, man sollte eigentlich Die Handelsverträge mit Italien. um von von ** Vortragskurs für praktische Landwirte in Mainz im großen Konzertsaal der Liedertafel. Die Vor- VoMische Tagesschau. Der gewerbliche Kinderschuh. träge am ersten Tage des Kurses (Mittwoch den 7. beziehen sich ausschließlich auf das Gebiet des Weinbaues, um den der Straffache gegen Masse und Genossen auf Beftagen des Gerichts die Auskunft erteilt habe, Ganswindt sei im vorigen Herbste nicht berechtigt gewesen, zu sagen, daß eine Prüfung seiner Erfindungen durch das Kriegsministerium in seinem Etablissement bevorstehe, obwohl Ganswindt die betreffenden ganz unzweideutigen Bescheide des Kriegsministeriums, worin es sich zu den Prüfungen bereit erklärt und eine solche tatsächlich stattgefunden habe, in den Händen halte. einen davon und steckte ihn in den Handschuh. Nach einiger Zeit erwiderte Gounod den Besuch der Dame, wobei sie ,ihn auf eine Brosche, die sie trug, aufmerksam machte; es war der mit Tiamanten beseite Kirschkern. Tie Gräsin erklärte chm, wie sie dazu gekommen war, worauf Gounod kalt bemerkte: „Ich esse niemals Kirschen;'mein Diener Jean ißt alle Kirschen, die er auf den Tisch bringt." — Als Verdi die letzte Hand an ,^Jl Travcttore" legte, besuchte ihn ein Freund, der einer der tüchtigsten Musiker und Kritiker war. Verdi zeigte ihm die Partitur und spielte Bedingte Begnadigung. Die Handhabung der bedingten „Begnadigung" ist bisher in Deutschland noch Sache der Einzelstaaten. Infolge- dessen herrschen vielfache Verschiedenheiten. Das Reichsjusäz- amt hat nun den Einzelstaaten Vorschläge für eine Vereinbarung der Bundesregierungen über die Handhabung der „bedingten Begnadigung" (des „bedingten Strafaufschubs") gemacht. Die bayerische Regierung hat bereits ihre Zustimmung erteilt, und das bayerische Justizministerium hat die zum Vollzüge erforderlichen Anordnungen getroffen. Die Vorschläge des Reichsjustizamts enthalten die folgenden Punkte: 1. Von dem bedingten Strafaufschübe soll vorzugsweise zu Gunsten solcher Verurteilter Gebrauch gemacht werden, welche zur Zeit der Tat das 18. Lebensjahr nicht vollendet hatten. 2. Gegenüber Personen, die früher bereits zu Freiheitsstrafe verurteilt sind und die Strafe ganz oder teilweise verbüßt haben, soll der bedingte Strafaufschub nur in besonderen Fällen Platz greifen. 3. Die Höhe der erkannten Freiheitsstrafen soll die Gewährung des bedingten Strafaufschubes nicht grundsätzlich ausschließen. 4. lieber die Bewilligung des bedingten Strafaufschubes ist eine Aeußerung des erkennenden Gerichts herbeizuführen. 5. Die Bewährungsfrist soll auf weniger als die Dauer der Verjährungsfrist, und zwar bei Strafen, die in zwei Jahren verjähren, mindestens auf ein Jahr, bei Strafen, die einer längeren Verjährung mterliegen, auf. mindestens zwei Jahre bemessen werden. zweistündigen Vortrag über „neuere Erfahrungen auf dem Gebiete der Kellerwirtschaft" halten. Alsdann redet Herr K. H. Koch-Mainz über „die modernen Anforderungen an die Qualität des Weines". Nachmittags findet von 3—5 Uhr die Diskuffion über beide Themata statt. s. Friedberg, 5. Jan. Der „Deutsche Flottenwegen Erdrosselung seiner Geliebten Dora Voges zum Tode! ♦ Mnsiker-Annekdoten. Aus dem unlängst et* verurteilt worden war, wurde heute früh durch den Scharf-1 schienenen Buch des Engländers Frederick Crowest, der 400 richter Engelhardt aus Magdeburg im Hofe des hiesigen Seiten mit der Erzählung von Geschichten von berühmten Krcisgcfängnissks Eingerichtet. Musikern, KommponistM und Sängern audgeMt hat, seien • Neustadt a. H. 5. Jan. Der .Pfalz. Sur.' meldet Anekdoten von bekannten Makern wiedetgegeben. . 2 iQfÄJq'JMr hoa stch manchmal Leute in ihrem Wunsche, den Beruhmt- aus Kaiserslautern, daß dort dleldiahr. ^achter des LH s Artigkeiten zu erweisen, zum Narren machen, zeigt Juna aus Wmnweiler, welche die- Lehrermnen-B ldungsan- folgendes Geschichtchen: „Eine Gräfin besuchte Gounod talt Karserslautern besuchte, sich durch Gift getö- in feiner ^lla in St Cloud, und da sie zur Frühstückszeit . ankam, mußte sie durch das Eßzimmer gehen, wo die Diener Nürnberg, 4. Jan. In später Abendstunde brach gerade den Tisch abdeckten. Ter Maestro hatte allein ae- DaS Gesetz für gewerblichen Kinderschutz im Reichstag «ar schon im vorigen Seffionsabschnitt vom Plenum an die 19. Kommission verwiesen worden. Letztere hatte nach dem Wiederzusammentritt des Reichstages zwei Lesungen, die sich von Ende Oktober bis Anfang Dezember hinzogen, abgehalten und die Vorlage wesenllich umgestaltet und verschärft. Neu gegenüber der Vorlage ist die Resolutton, den Reichskanzler zu ersuchen, zum Zwecke von Erhebungen über den Umfang und die Art der Lohnbeschäfttgung von Kindern in der Landwirtschaft und deren Nebenbetrieben, ihre Gründe, ihre Vorzüge und Gefahren, insbesondere für Gesundheit und Sittlichkeit, sowie die Stege zweckmäßiger Bekämpfung dieser Gefahren mit den Bundesregierungen in Verbindung zu treten und die Ergebnisse der vorgenommenen Erhebungen dem Reichstage mitzuteilen. Der zum Berichterstatter ernannte Abg. Sittart wird nach Beendigung der Weihnachts- ferien seinen Bericht in der 19. Kommission feststellen lassen. Die verbündeten Regierungen legen nach offiziöser Versicherung hohen Wert darauf, daß diese gesetzgeberische Arbeit bald Weinbau treibenden Landwirten sowie allen Interessenten erledigt werde. Das Plenum des Reichstags dürste sich nach )er ersten Lesung des Etats mit dieser Vorlage beschäftigen, seiner großen Bedeutung eine besondere Gelegenheit zu geben. ------ Zunächst wird Herr Professor Dr. Ka lisch -Colmar einen v • von 40 Pferdekraft unter ■■■■ ~ ■’ n I dem Dynamometer m Tätigkeit vorführen lassen und chn iinh JTrttth bann von der Automobil-Ausstellung, wo er ausgestellt war, gLUlVl Ullv gekauft. Herr Buchet selbst ist vor einigen Wochen plötzlich Gießen, den 6. Januar 1903. gestorben. Herr Ganswindt machte auch dem Luftschiff-Er- ** Gedenktage. Nachdem sich die Landlsute vonPnö.er ©anto§ Dumont seine Aufwartung, der ihn nach feiner Schwyz, Uri und Unterwalden ihrer Zwingherren enHebigt ^^berung in dem Rundschreiben zuvorkommend aufnahm hatten, kamen sie am 6. Januar 1308 zusammen und grün- un? 'n ^ine Räume führte, in denen er seine Modelle auS- deten zu Brunnen die erste Einigung der Schweizer „(Sib* hEe. Das neueste Ballon-Modell 9, das ganz be- genossenschaft". Kaiser Albrecht schwur diesen „elende Inders klein und auch wenig langgestreckt ist, erklätte der Hirten" bittere Rache, allein der Tod kam ihm zuvor. braiilianifdje Erfinder auf Befragen Ganswindts dahin, daß Leopold bei Morgarten von den „abtrünnigen Bauern" ge* cr ^amit nicket eine besonders große Fahrgeschwindigkeit erschlagen worden war, traten noch Luzern, Zürich, Glarus, P* 1 2?. wolle, sondern nur ein bequem handliches Modell Zug und Bern in den Bund der Eidgenossen. ständig zum Spazierenfahren zur Verfügung haben möchte. ------ Den Buchet-Motor, den Santos Dumont auch für seine — Das Großh. Regierungsblatt Nr. 82, aus- aeronautischen Versuche braucht, erklärte er für sehr gut. Auf gegeben am 31. Dezember 1902, enthält: Bekanntmachung, Einladung Ganswindts erllärte sich Santos Dumont die Bildung einer Genossenschaft zur Ausübung der Fischerei äerert, ihn, bei seiner nächsten Anwesenheit in Berlin, in im Main betreffend. Schöneberg zu besuchen. Ganswindt lernte in Paris auch ** Verein znr Hebung des Fremdenverkehrs, ben.Vorsitzenden des dorttgen Automobilllubs Grafen de Dion Die seinerzeit von der nach dem Cafä Leib einberufenen Ver- persönlich kennen. Er besuchte auch den „Newyorker Herold" sammlung zur Bildung eines Fremden - Vereins gewählte Pn und den „Figaro", um sich bei ihnen für ihre Kommission hat vor Weihnachten bereits einmal getagt wohlwollende Haltung gegenüber seinen Arbeiten persönlich und einen Statuten-Entwurf durchberaten. Wir hören, daß zu bedanken. Aus dem Rundschreiben geht ferner hervor, eine weitere Tagung dieser Kommission für diese Woche vor- Ganswindt vor seiner Abreise nach Paris seinen juristischen gesehen ist und daß dann einer neuen einzuberufenden Ver- Vertreter Rechtsanwalt und Notar Schönborn beauftragt hat, sammlung das Resultat der Tätigkeit der Kommission §ur 9eße.n *?en Direktor des Zentraldepartements des Kriegs- Beschlußfassung unterbreitet werden wird. Inzwischen ist ein Ministeriums, Generalleutnant v. Villaume wegen verleum- Anfruf an die interessierten Kreise in der Stadt geplant, Genscher Beleidigung die Privatklage anzusttengen, weil er in welcher zur Beitrittserklärung zu dem Verein auffordert. 013.....k " verein" hatte bisher nur wenig Mitglieder in unserer Stadt.ivm Es haben sich nun patriotische Männer zusammengetan, um I bischen auffallend"', sagte der Mann, ^a, aber sehr apart", für die gute Sache des Flottenvereins zu agitieren. Zunächst erwarte her »erfäufer. ,,Dmrke Sie b-vauchen sie nicht hat man einen Aufruf an die Bürgerschaft erlassen und zur Luruchulegen." „Sehr wohl, sonst n^ etwas geMtg-" X n' , « ° und schon begann der Kommis die Kravatte in Seiden- Mttglledschaft aufgefordert. Es soll eme Ortsgruppe ^pier einzuwickeln. ^O, kaufen will ich die doch nicht!" Friedberg gegründet und an den hessischen LandesverbandIx^f der Mann aus, ,-Sie haoeu doch im Schaufenster ein angeschlossen werden. Letzterer zählt zurzeit zirka 9000 Mit- Plakat, das verkündet, datz auf Wunsch jeder Gegenstand glieder und steht unter dem Protektorat des Großherzogs. — aus dem Fenster genommen wird, und da dieses scheußliche Die Wahlen für die Handelskammer finden dieser Tage Machwerk meinen ästhetisschen Geschmack beleidigte, bat ich statt. Für den Bezirk Friedberg werden vier Mitglieder ge- Sie, es herauszunehmen. Guten Morgen." wählt; es scheiden aus die Herren: Ferffch, Langsdorf, Kann Wieviel die Erben Richard Wagners jährlich und Rausch. an Tanttemen beziehen. Bor einiger Zett hat Siegfried Beamten die Missio-1 wegen nach Paris gereift war, ist am Dienstag Abend wieder . sie möchten nicht ohne vorherige Anzeige ab- nach Schöneberg zurückgekehrt. Wie er von Paris in einem befurchtet gedruckten Rundschreiben seinen Teilhabern mitteilte, hat er ^Ge^nwart^und.glaubt, dies sich dort dcn^. einzigen noch auf Lager vorrätigen Buchet- .. _ „ , v sta" und reichen ____„______________ J^rene" erste Rate 2000 000 Mk., für einen großen See- Land eventuell sofort zu verlas bagger erste State 500 000 Mk.; zum Bau einer Torpedoboots- daß dies nicht geschehen ist. Ui divisiou erste Rate 3100000 Mk. Tie Summe der Schiffs-- Einwohnern zu verhinoern, Haber bauten belauft sich auf 74 375 0M ML, gegen 75166 000 Mk. nare ersucht, sie * im Vorjahre, also um 791 000 ML weniger. Für arttlle- reisen. Der l ' ' ristische Armierungen werden gefordert 26 056 000 ML keine dring« aegen 23 806 000 ML im Vorjahre, also 2250000 Mk. mehr, chinesische Regierung würde durch promptes Eingreifen die l °C^ ?L Für Torpedoarmierungen 4 230 000 ML, mehr 190 000 ML letzten Funken des Fremdenhafses vernichten können. K °t0^' aeronautische Zwecke Tie Gefamtforderung für Schiffsbauten und Armierungen--- --------- *“ ist 104 661 000 ML, mehr 1649 000 ML Ter außerordentliche! Etat erfordert für Hafen- und Hochbauten 18 700000 Mark, mehr 11000 000 Mk., darunter 250 000 ML als erste Rate für die neuen Liegeplätze in Mlhelmshaven unb am Ems-Jade-Kanal, 300 000 ML als erste Rate für ein Tor- vedobootschwimmdock in Kiel, 650000 ML als erste Rate für den Ausbau der Danziger Werft, endlich 6 020 000 Mk. zunr Ankauf von Grundstücken für den Bau eines Tienst- gebäudes des Reichsmarineamts; schließlich 250000 M'. als erste Rate zur Verbesserung der Hafenbesestigung an der unteren Elbe. * Die aparte Kravatte. Der,Lonfektionär" erzählt: Jemand sah kürzlich in dem Schaufenster eines Herren garderobegeschäfts ein Plakat mit den Worten: „Auf Wunsch wird jeder Artikel aus dem Fenster genommen." Daneben lag eine Kravatte, grellrosa Grundfarbe mtt grünen Punkten und pfaublauen Streifen. Der Mann sah bte Kravatte lange an, endlich betrat er den Laden und ersuchte den Verkäufer, sie aus dem Fenster zu lanaen. Nach vielen Umständen und teilweiser Zerstörung der Dekoration' wurde endlich die Kravatte zutage gefüttert „Eigentlich ein Tie am 20. Dezember erfolgte Kündigung des italienischen Handelsvertrages von feiten Oesterreich-Ungarns vermehrt natürlich auf italienischer Seite die Spannung nach den analogen Entschließungen Deutschlands. Man glaubt in Rom nicht, daß Oesterreich-Ungarn die Kündigung von feiten des Deutschen Reiches und somit zu einer allgemeinen Erneuerung der Verträge kommen werde. Ueber die Form dieser Erneuerung urteilte eine vortrefflich unterrichtete diplomatische Persönlich kett: Man hat 1891/92 gemeint, die Interessen aller Konttahenten besonders zu walken, indem man bei den gemeinsamen.Verhandlungen in München auch suchte, das Tariftnsttument für die drei in Betracht kommenden .Verträge, wenn nicht te iure, so doch de facto gemeinsam zu gestalten, indem man bei jeder Position erwog, welche Folge ihre Tariffätze haben würden nicht nur für die Handelsbeziehungeir ter beiden Konttahenten, sondern auch dos dritten Tettnehmers. Man hat sich damit eine unendliche Mühe gemacht und eigentlich in ten 10 Jahren sehr wenig heilsame Folgen verspürt. Hingegen lernt man jetzt die nachteilige Folge Eetmat, daß ein Vorgehen wie das damalige eigentlich auch jetzt gleichzeittge Kündigung aller drei Verträge hätte bringen müssen. In Italien war man wenigstens dieser Ansichr und alle Teile sollten aus dem ganzen Zustand die Lchre ziehen, daß, wenn die Verhandlungen für Deutschland, Oesterreich- Ungarn und Italien gemeinsam fein sollten, man es' doch vermeiden kann, eine gegenfeilige Fürsorge an ten Tag zu legen, die die Verhandlungen auchätt und deren praktischer Nutzen gleich Null ist. r— Italien wird für die Er- i et hat. ________,_______ ___......_________ nennung seiner Unterhändler ebenfalls die Basis von 1891 * Nürnberg, 4. Jan. In später Abendstunde brach! gerate den"Tisch Hen. ^er"Maestro^hatte allein g festhatten, also ein Vertrtter tes Ausjwärttgen, des Schatzes, cjn gewaltiger Fa brikbrand in der Spielwarenfabrik von speist, denn seine Familie war an ter See, und als Die der Finanzwelt. Tie Nomen stehan (£örefte au§ der den großen vierstöckigen Gebäudekomplex! Gräfin auf einem Teller Kirschkerne liegen sah, nahm sie noch mcht fest, sw werden auch von der Wahl des Berhand- „ 1 .....*• ■*- 1 1 - «----- lungsortes bceinMHt werden/ vollständig emascherte ______ • Straßburg, 5. Jan. In Drcuze erschoß sich der Nene Unruhen in China? 2c° „ , . .. 1 z Anfall von Gei teskrankhert. Nach einer amtlichen Mtttettnng oer Londoner „Central , mnm x c^an rtUf ß-Qnr(>ra fSarbinien^ News^ bestehen in amtlichen Kreisen in London Befürch- m, 5. ^an. Heute.starb ach Eaprera (^rmmen) tungen wegen einer Boxer-Erhebung im nordwest- f?an-ri^a Tochter, bte Gemahlin lichen China. Ms tee letzte Post in China abaing, bc* bes Generals Canzio. stand unter den Europäern, nainelttlich unter den Missio- * Saturn, 3. Jan. Eine Anzahl Räuber drangen nareu„ Besorgnis wegen ter Tätigkeit Tungfuhsiang^ ter, in die Rentei zu Pote ein und feuerten mehrere Schreckschüsse chiEkch«, ju ^schi-r-n itilL Äcrn "°'l°^- !i,< Ssich'- ®m m Missionare in Kansee haben Befehl erhallen, das Wachtern getötet, em zweiter verwundet. , c ' * 'sen, doch nimmt man an, * Der Erfinder Hermann Ganswindt, der Im eine Panik unter den Donnerstag voriger Woche seiner lenkbaren Flugschraube krsatz „Deutschland" 3200000 Mk., die kleinen Kreuzer Ms obwohl er verbannt war, nicht das Land-verlassen fonteml nF» uni Ers«ch „Merkur- je 1225000 ML, ferner toerten ge- «■* ---St---«nw-neriajjen, Ämtern [ab. fordert für ein Mettes Flußkanonenbvot 450 000 ML, für ein Vermessungsschiff 500000 ML, zur Grundreparatur und zur baulichen Verbesserung der Jtatferin Augusta' erste Rate 2CM------ ' L bie Tonwerke Richard Wagners nur in Bayreatth aufführen dürfen, antere Darstellungen als dort feien wirklich nutzlos ' Dortmund, 5. Jan. Die bei Belecke beleqene und hätten keinen Zweck. Wie zwecllos die Aufführung große Drahtstiftfabrik und Schreinerei, welche der westfälffchen Richa^2^gner-Lonwerke außerhalb B + 5,3» C. 4- 10,0° C. 1568, 2007, 1542, 1894, Es starben an: Tuberkulose des Gehirns DiphtherittS Influenza Schiffsuachrichten. Norddeutscher Lloyd. Der Postdampfer „Karlsruhe", 5tapitän H. Koenemann vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern Illhr nachmittags wohlbehalten in Balimore angekommen. Fahrplanänderung. Am 28. Januar d. I. wird 2. ^Rhein" (au Stelle von D. ,Z i e t e n") nach Australien abgeferttgt werden. Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. L Lebensjahr: 2.—15. Jahr — 1 ia> Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Anerkannt und unübertroffen ist die Wirkung auf v die Haut der wissenschaftlich und technisch vollkommensten Schönheits-, Toilette- und mildesten Kinderseife ®lyrrholin - Seife Beweis: Glänzende Begutachtung von cirka 1000 Professoren und Aerzten. Myrrholin - Glycerin ist das hervorragendste und wirkungsvollste Präparat für Haut und Teint. Bequeme Anwendung, fettet nicht, herrlicher Wohlgeruch, der Liebling aller Damen. ESZyrrhoün - Bilder Pracht-Sammel-Album Europa, dazu 400 verschiedene hochinteressante und belehrende Ansichten. Jederman n verlange die Bilder gratis in den Apotheken und Seifen -Geschäften. o Couverts mit Firma billigst vrühl'iche UnioerMs-vruSerL Kinder Zusammen: Erwachsene: iw vom 2; in Jena alle 16 in der philosophischer. In Dießen werden vier als aufgenommene Hospitantmnen bezeichnet, welche alle bei der philosophischen Fakultät immatrikuliert sind. — In der am 2. Januar 1903 stattgebabtcn Verlosung der 4prozentigen hypothekarischen Schuldoeffchreibungen der Ilse, Bergbau-Aktiengesellschaft, wurden folgende Schuldverschreibungen gezogen: Lit A. Nr. 68 70 103 152 185 315 397 402 426 458 478 516 523 537 559 666 930 971 1178 1179 1196 12-4 1256 1347 1479 1496, St. 26 ä Mk. 1000; Lit B. Nr. 1568 1593 1627 1636 1699 1704 1743 1892 2044 2135 2142 2233 2237 2324 2421 2428 2429, St 17, ä Mk. 500. (Ohne Gewähr.) — In der am 2. Januar 1903 stattgehabten Serien^ Ziehung der Lesterreichischen 1854 er Staatslose wurden folgende Serien gezogen: 161, 213, 314, 331, 861, 396, 414, 462, 527, 545 548, 598, 609, 705, 711, 718, 723, 752, 806, 868, 891, 953, 1015 1026, 1118, 1190, 1332, 1342, 1350, 1374, 1419, 1478, " ----' 1586, 1602, 1616, 1661, 1700, 1805, 1821, 1843, 1954, 2063, 2087 , 2129, 2347, 2374, 2469, 2470, 2480, 2537, ^uoo 2614, 2618, 2821, 3000, 3074, 3080, 3182, 3188, 3218, 3227 3246 8263, 3268, 3344, 3355, 3517, 3528, 3566, 3568, 3670, ------- 3801, 3808, 3952. (Ohne Gewähr!) Krebs des MagenS 1 0.) Blinddarmentzündung 1 (1) Darmeinklemmung 1 (1) Krämpfen 1 Selbstmord _________1___ Summa: 8 (4) Hailörl und Verkehr. Volkswirtschaft. — Für 1902 ist die Dividende auf die convertierten Aktien der S p a r b a n k i n L e i p z i g auf zirka 4 Proz. zu schätzen. — In einer kürzlich abgehaltenen Generalversanumung der Toucordia, Bergbau-Aktiengesellschaft in Oberhausen, ist die Verteilung einer Dividende von zirka 15 Prozent beschlossen worden. mg, wo er D^H y e,niSen 2*»«, ^tc auch drw?«Mich 11 SUvorkorn^^^ er ^gestreckt ist be. n Ganswindts bet 'd'l-rnt- in L'" tynen Arbeiten pch2 iurischchv, vchdnborn beauftragt hat des Kriegs, ^llaume wegen verleum. V Wstrmgen, weil er in yen. M Befragen des '' ^n^vindt sei un vorigen ru^daß eine Prüfung Rtafen in seinem * die betreffenden ,e§ ^ieMMsteriums, worin ü «M unb eine solche tat» tn Händen halte. le. Ter.MseffiMr" a> ül ban 'ÄhMsenstn eines Mti. mit den Mer. Kf dem sZenster (pomm“ llrosa Gmdfvrbe mit oMen fen. Der Mamt sad dke La, i er den Laden uni) ersuchte au trotzen, allein an der Spitze des alten Serail, wo die Wellen sich ungehindert nach Norden wälzen, trat er gewöhnlich den Rüctz-tg an. Die Uuglücksfälle auf dem Schwarzen und dem Marmara-Meere sind zahlreich, und auch nicht wenige der Kaikführer, die sonst so geschickt ihre langen, schmalen Fahrzeuge durch das Gewimmel von Dampfern, Seglern und Booten beS Bosporus und des Goldenen HorneS lenken, stehen auf der Verlustliste. Ter Kapitän eines russischen Dampfers, der Auswanderer aus der Krim nach Ämstanttnopel zu bringen hatte, erklärte, einen ähnlichen Sturm noch nicht erlebt zu haben. Nach manchen Gefahren gelang es ihm, den von Nebel verhüllten Eingang in den Bosporus zn finden. Andere waren weniger glücklich, und durch den Bosporus wälzen sich Haufen ertrunkener Rinder uwd Schafe. Zwei Tage der Sonne haben genügt, um der Stadt ihr sonst übliches Winterbild wreder- zugeben. Menschen und die schwergeprüften Straßenhunde wärmen sich in den Sonnenstrahlen, und nur von fern schaut der Winter von den asiatischen Bergen herüber. * Recht zahlreiche Gevattern erhielt ein Kind in einer ostjütlänbischen Stadt. Wie sich herauSgesteüt hat, sandte der Vater dieses seines achten KindeS an 200 bekannte Geschäftsleute der Stadt gleichlautende Briefe, in welchen er bat, seinen jüngsten Sproß nach dem Betreffenden benennen zu dürfen. In einer Gesellschaft fanden sich allein neun Herren, die Jeder die erbetene Erlaubnis erteilt und dem Antwottschreiben eine chren Verhältnissen entsprechende Pathengabe beigefügt hatten. Erst die zufällige Aussprache in dieser Gesellschaft enthüllte den spekulativen Sinn des glücklichen Papas. 'Ein glückliches Brautpaar. Aus Paris vom 31. Dezember wird geschrieben: Das Brautpaar Dr. Mareile und Cordelia Le Play, dessen romantische Flucht vor einigen Wochen die Preffe und das Publikum beschäftigte, wird demnächst Hochzeit feiern können. Die Aufgebote sind bereits erlassen und der Vater Le Play soll verziehen haben. • Fatale Zerstreutheit. Professor (Nachts heimkehrend): „Denk' Dir, Louise, was mir paffiert ist! Ein ÄMg bei Dekoration wurde gefördert „Eigentlich ein flamt, aber sehr apart", nke, Äe brauchen sie Mt sonst noch etwas geMg.^' 15 die Aavatte in ÄÄen« m will ich die doch nicht!" en doch m Äh-MM ein us Wwsch jeder nid, und da dieses scheußliche j Ceschmk beleidigte, bat ich ilcn W richardSagnersMuh r nniM Zeit hat öteflirteb j nur m Layrsch mrWrm als M seien wirklich Mlos TmM die 'MMrM ; Sxto BayreÜP < an Italien 67000 ItoX'üi eW3* cmzebE "'gj & 18000 m irrdämwE- ta aoooym«6® w Lt«. fr* 5 • ; Ebringt ^chte ?■' LXV und ' fr't:ä u Sammta, Velvets, ©OiOOHSäObI von Elten & Keussen, Handlung Krefeld. Kleiner Irrtum. Wirt: .. Na, hat Ihnen baß Flötenspiel im Zimmer Ihres Nachbarn gestern abend Vergnügen bereitet?" Gast: „Wie kommen Sie denn darauf? Ich habe ja die halbe Nacht verbracht, um mit dem Fuß an die Wand zu klopfen!" Wirt: „Ach, das ist gut! . . Und der Musiker hat mir gesagt, er hätte alles viermal gespielt, weil int Nebenzimmer so stark applaudiert wurde!" („Fl. Bl.") Der Ruhestörer. Während einer langweiligen Vorstellung ist im Parkett ein Herr eingeschlafen, der fürchterlich schnarcht. Endlich wird er von einem Nachbar aufgerüttelt, der ihm zuruft: „Schnarchen Sie doch nicht so, Sie wecken ja das ganze Publikum auf!" („Lach. Jahrh.") In Gießen vertreten durck Earl L o o L, Lirchenplcch. Bremen, 2. Jan. (Per trans atlantischen Telegraph.^ Der Doppelschrauben-Postdampfer ^Neckar^, Äapit A. Harraffowitz vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, rst vorgestern 7 Uhr uachm. wohlbehalten in New-Pork angekommen. 1 ia) i (i) i (1) i 5(8) Universitäts-Nachrichten. Das durch den Tod von Mendel-SteinfelS erledigte Lektorat ür landwirtschaftliche HandelSwiffenschaft und Genoffenschaftswesen an der Universität Halle wurde dem Landschaftskammerdirektor Dr. Rabe übertragen. An den deutschen Universitäten sind im laufenden Wintersemester 1180 Damen zum Hören von Vorlesungen berechtigt und zwar in Berlin 552, in Bonn 113, in Breslau 112, in Erlangen 10, in Freiburg 17, in Gießen 19, in Göttingen 48, in Halle 43, in Heidelberg 42, in Jena 16, in Kiel 13, in Königsberg 51, in Leipzig 67, in München 33, in Marburg 19, in Straßburg 6?' m Tübingen 3, in Würzburg 58. Die Personalver^eichnrsie von Heidelberg, Jena und Straßburtz geben auch an, in welcher Fakultät dieselben Vorlesungen hören. In Heidelberg hören solche in der medizinischen Fakultät 1, in der philosophischen 22, in der naturw.-math. 19; in Straßburg in der theologischen 1, m der medizinischen 19, « der philosophischen 44, in der math^-naturw. gegen batte die Angeklagte bei Begchmrg öer Tat nicht die zur Erkenntnis der Strafbarkeit ihrer Handlung erforderliche Einsicht. Sie hatte kaum die Allersgrenze überschritten, mit der die sllafrechtliche Verantwortlichkell beginnt, macht den Eindruck eines wenig entwickellen K-indes und handelte offenbar unter dem-Einfluß ihrer Mutter, die bereits wegen Hehlerei rechMräpig verurterll ist. — Tas 20jährige Dienstmädchen I. stand im November 1902 etwa einen Monat bei der Frau Forstmeister H. Witwe in Gießen in Dienst und oll sich in dieser Zeit der Urkundenfälschung sowie eines Tiebstahls zum Nachteil ihrer Arbellgeberin schuldig gemacht haben. Die Urkundenfälschung wurde nach den Angaben der Mutter der Angerlaaten für wicht erwiesen erachtet und die Angeklagte deshalb freigesprvchen. Dagegen erhielt sie wegen Diebstahls vrer Wochen Gefängnis, da sie der Frau H. einen Rock aus dem Schlafzimmer entwendet hatte — Der 39jlchri^e frühere BieÄrauer Sch. wurde wegen Diebstahls mit vier Monaten Gefängnis bestraft, worauf ihm ein Monat Untersuchungshaft aufgerechnet wurde Der Verurteilte erkannte das Urteil ofort als rechtskräftig an. — Die Berufung des wiederholl vorbestraften N aus Friedberg, der wegen Diebstahls vom Schöffengericht zu 3 Wochen Gefängnis verurterll worden ist, wurde verworfen. Der Angeklagte war gelegenllich eines Festes in Friedberg als Aushilfskellner bei dem Wirt H. tätig und nahm bei dieser Gelegenheit einem Gaste, dem Studenten W in Friedberg, einen Stock im Werte von etwa 18 ML weg. Der Angeklagte erklärt, nicht die Absicht gAabt zu haben, sich den Stock rechtswidrig zuzueignen; er will ihn vielmehr lediglich zu dem Zweck weggenommen haben, um ich ein Trinkgeld $u verdienen. Tas Gericht nahm jedoch mit dem Urteil erster Instanz die ZueignungsMicht für erwiesen an, weshalb die Berufung verworfen wurde. — Eine weitere Sache wurde vertagt, da ein wichtiger Zeuge krankheitshaller nicht erscheinen konnte. Mainz, 5. Jan. Ein großer Weinfälschungs- ) r o z e ß, der schon nahezu ein Jahr anhängig ist, wird nächster Tage vor den hiesigen Gerichten zur Verhandlung kommen. (A dreht sich um einen Weinproduzent, der früher in Merstein ansässig war, aber schon vor längerer Zeit von dorten verzogen ist. Spielplan der «reinigten Frankfurter Stadttheatrr. Opernhaus. Dienstag den 6. Januar, abends 6 Uhr: „Die Meiftersintzek von Nürnberg." Mittwoch den 7. Januar, nachmittags halb 4 Uhr »Frau Holle" Abends geschloffen. Donnerstag den 8. Januar^>: ,Die Zwillinge." F-reitag den 7. Januar: .Der Freffcbütz." Samstag ben 10. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: Jyrau Holle." Abends 7 Uhr: Lugen Onegin.Sonntag den 11. Jcnu, nachmittags halb 4 Uhr: ^Frau Holle." Abends 7 Uhr: rä3toIettoJ* Montag den 12. Januar geschloffen. Dienstag den 18. Januar: Neu ein studiert: „Die ©tumme von Portier.^ Schauspielhaus. Dienstag den 6. Januar, abends 7 Uhr: Zum »rstenmale wiederholt: „2)ie Gerechtigkeit." Mittwoch den 7, Jarmar: „Monna Vanna." Donnerstag den 8. Jmruar: ,Manna Banna." Frettag den 9. Januar: ^Heimat." Samstag den 10. Januar: „Die Gerechtigkeit." Sonntag den 11. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: »Im bunten Rock." Abends 7 Uhr: ,Äe Gerechtigkeit." natürlich gleich bei der Polizei deponiert!^ — Gattin: .Das ist ganz recht. Hast Du aber auch, wie ich Dich morgens bat, mein goldenes Armband zur Reparatur getragen ?" * Schon glaublich! Die reiche Erbin: ,. . Ich heirate keinen Mann, der arbeiten muß, um leben zu können!" — Maler: „Aber, Miß Lucy, ich bin ja Maler!" — Die Erbin: „Sie verkaufen aber doch Ihre Bildert — Maler: „Auf Ehrenwort, ich habe noch nie in meinem Leben ein Bild verkauft!" Mütterlicher Rat. Tochter: „Mama, ich habe mich heute mit meinem Bräutigam gezankt; wer muß nun zuerst einlenken?" Mutter: „Vor der Hochzeit Du; nach derselben er". („Meggend.") Durch die Bl ume. Schusterjunge: „Sie sind wirklich jut zu mir, Frau Meestern." Meisterin: „Wieso denn?" Schusterjunge: „Sie schmieren mir bie Schrippe immer so jui, det man e überall anfassen kann, ohne sich die Hand CEp». auf Dem Klavier einen Chor vor. „WaS halten Sie davon?" ^Urffttm", erwiderte der Kenner. Verdi rieb sich die Hände, lachte unb machte ihn auf eine andere Stelle aufmerksam. „Dummes Zeug", sagte der Kritiker und drehte sich eine Zigarette. Der Komponist stand auf, umarmte ihn freudig bewegt und rief: „Lieber Freund, ich habe eine populäre Oper «gemacht, und ich war entschlossen, gttpn zu gefallen — mit Ausnahme der Puristen, großen Richter und KlaMsten, wie Sie einer sind. Hätte ick Ihnen gefallen, so würde ich keinem andern gefallen haben. Was Sie sagen, bestärkt mich in meiner Hoffnung auf Erfolg. In drei Aäonaten wird ^Jl Travatore" in gum Italien gesungen, gedrülll, gepuffert und auf den Leierkasten gespielt weroen." Und er behiell recht. — Von dem letzt so aiei geplagten Mascagni wird folgendes Geschichtchen er- zahlt: Ein Leierka.stenm.ann spielte eines morgens unter Mascagnis Fenster das unvermeidllche ^JtttermezHo" in so schnellem Tempo, daß der Lvmponist es nickt langer ruhrg anhören konnte, auf die Straße stürzte, richtigem Tempo zu drehen begann und dem erstaunten ßeierfaftenmann erklärte, er sei der Komponist des Stückes und wolle ihm zeigen, wie es gespiell werden müsse. Ms der Mann, der zuerst ärgerlich war, begriff, welche Ehre Mascagni ihm antat, kam ihm plötzlich ein Gedanke und ein breites Lachen überwog sein Gesicht. Am nächsten Morgen erschien er wieder vor dem Hause des Komponisten mit einem großen Plakat an feiner Drehorgel, darauf stand zu lesen: „Schüler des berühmten MaScaani". * Der Kuß des Feuerwehrmanns. In Paris hat sich bei der Jahreswende ein alter Meralaube auf der Straße brettgemackt, der sonst nur innerhaw der vier Mauern geübt wurde. Bekanntlich glauben die Pariserinnen, daß es ihnen Glück fürs ganze Jahr bringt, wenn sie in der Silvesternacht von einem Feuerwehrmann geküßt werden. Um dies zu bewerkstelligen, fuhren viele feine Damen mit der „Elektrischen" oder in Fiakern in den Straßen umher und warteten auf das Enoe der Theatervorstellungen. Wo immer Feuerwehrleute aus den Theatern kamen, traten ihnen Damen entgegen und - sahen sie erwartungsvoll an. Die „Pompiers" wußten, um was es sich handelte, und faßten frisch die Damen beim Kopf, um ihnen schallende Süsse aus den Mund und Wangen zu drückn. Mancher Pompier fand dann ein Zwanzia-Frauksstück in seinem Waffenrock oder in der Manschette, oie Damen aber eilten hochbeglückt nach Hause. * Konstantinopel im Schnee! Die bekannten üllesten Leute am Bosporus haben ein Schneegestöber, wie es m den letzten Tagen über Konstantinopel dahinzog, noch nicht erlebt. Fußhoch lag — so wird aus Konstantinopel berichtet, auf den flachen Dächern eine weiße Decke, deren Form unter den Windstößen wechselte; an freieren Plätzen türmte sich der Schnee meterhoch an, während eine dichte Nebelwolke über der Stadt htn& Der Straßenverkehr stoctte; Pferdebahnen und Droschen feierten, und die Stadtverwaltung sich sich gezwungen, Mannschaften zu der ungewohnten Äeschäfttgung des Schneeschaufelns ausrücken zu lassen, um wenigstens die Hauptverkehrswege fteizulegeu Das meiste wird Allah überlassen, der das von ihm an- gerichtete Unglück auch wieder zu beseitigen hat. Auf einige Tage wütenden NvrdsturmeS war ein ebenso heftiger Südsturm gefolgt, der Bäume entwurzelte und den Verkehr mit R. Gießen, 2. Jan. (Strafkammer.) Ten Vorsitz führte Gvoßh. Landgerichtsdirektor Bücking, als Vertreter der Staatsanwaltschaft fungierte flttoßh. Oberstaatsanwalt Theobald. — Ter 30jährige Wirt Z. aus Lindenstruth hat gegen ein Urteil des Schöffengerichts Grünberg, das ihn wegen Beleidigung des Ortsgenchtsmanns M. zu 10 Tagen Gefängnis verurteilte, Berufung verfolgt. Ter dem Urteil zu Grunde liegende Vorfall spielte sich der Wirtschaft des Angeklagteu ab. Ter Landwirt und Ortsgerichtsmamt M. aus Lmdenftruth unterhielt sich mit einem gewissen Sch. aus Londorf über die Anlegung des neuen Exerzierplatzes in Rüddingshausen. Ter Angeklagte mischte sich in dieses Gespräch ein und beleidigte hierbei den M. in der schroffsren Weise, indem er u. a. zu ihm agte: „Was willst Du schlechter Mensch, Du bist gar nicht ähig zum Ortsgerichtsmann, Tu kannst kaum Deinen Namen schreiben" usw. Der Berufung des Angeklagten, die lediglich eine mildere Strafe bezweckte, wurde stattgegeben und anstatt der Freiheitsstrafe auf eine Geldstrafevon 7 5 M k. erkannt. Die Kosten der Berufung wurden der Staatskasse auferlegt mit Ausnahme der durch die Nebenklage des M. erwachsenen, die dem Angellagten zur Last fallen. — Ter 50jährrge Sattler B. aus Berge, der zurzei eine längere Zuchchaussttafe verbüßt, kam am 10. Jull 1902 nach Fried-berg und mietete sich bei der Eheftau R. dortselbst ein. Er suchte sich in Friedberg Arbeit und enllieh sich bei mehreren (Sattlern verschiedene Werkzeuge. Bereits am 13. Juli verschwand B, ohne der Eheftau R. etwas zu bezahlen und ohne die enllieheuen Werkzeuge den Eigentümern zurürtzugeben. Auch wird ihm zur Last gelegt, der Eheftau R. ein Hemd entwendet zu haben. Tas Gericht hiett sowohl den Betrug als den Diebstahl zum Nachtell der F-vau R. für nicht erwiesen. Dagegen wurde der Angeklagte wegen Unterschlagung der Werkzärge zu einer Gestingnisstrafe von sechs Monaten Verurteilt, die mit 3 Monaten Zuchthaus zu der bereits gegen den Angeklagten verhängten Zuchchausstrafe in Zusatz gebracht wurde, sodaß >as Urteil auf eine Gesamtzuchthaussttafe von 2 Jahren 4 Monaten lautete, r— Das 13jährige Schulmädchen B. aus Grvß-Holbach, früher in Gießen wohnhaft, hat im Sommer v. I. von ihrer Schulfreundin und Nachbarin St. in Gießen wiwerholt größere Geldbeträae erhalten, so nach chrer eigenen Angabe einmal ein Fünfmarkstück und dann nacheinander 2.50 Mk. Die St. hatte das Geld einer Frau M. u Gießen gestohlen. Die B. wurde vom Schöffengericht wegen Hehlerei mit der Strafe des Verweises belegt. Gegen dieses Urteil hat der Vater der Angeklagten Berufung ein» jelegt. Dieser Berufung wurde heute stattgegeben und die Angeklagte freigesprochen. Nach Ansicht des Gerichts liegt zwar objektiv der Thatbestand der Hehlerei vor, da- Höchfte Temperatur am 4.-5. Modrigste „ , 4.-5. •) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Wöchentliche Ueder-icht-er Todes/älle in der Stadt Sreßeii. 52. Woche. Vom 21. Dezember bis 27. Dezember 1902. (Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (inkl. 1600 Mann Militär SterblichkeitSziffer: 16,06, nach Abzug von 4 Ortsfremden: 8,O80/co. Januar Barometer auf 0® reduziert Tenrperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtuirg Windstärke Wetter 5. 2“ 742,5 4-6,6 7,2 99 UM. 1 Rege» 5. 9M 744,2 4-9,6 7,6 86 SW. 4 Bed. Himmel 6. rjU 743,9 4-5,8 6,3 91 ssw^ 2 Hell. Himmel. 27 bei Mecum. 6 2 262 Sarg-Lager gteuenböue 15. 249 160000 Ä® ,anf in d. Vertreter: 30000 JeanWeisel, ©onnenftr.6. 256 anzumelden. UESOfflAPH ME S. die Fabrik W!IH. Ostseebad Kolberg. n = 3000 248 vor ver- Gritztter NSHmHiueu 28 Hl Weiler Nätferer 's Leberthran • Tabletten X KlUWWWWÄ 94 10 3038 821 10 20 30 60 5000 @000 6000 6000 6000 1000© Der konzentr. 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Forderungen an den Nachlaß des Schriftsetzers Wilhelm Döring sind innerhalb 8 Tagen bei Hermann Elle, Steinstraße 45, Hosten Cheviot, blau, rot ... . Bettlattuue, waschecht . . Bettbarchente, rot, gestreift Blusenstoffe, gestr^ tun Meiderkattune, waschecht . Schürzeustoffe, doppeltbreit VeßtsöriieMM Eine Flasche Wurm ist ein nützliches Weihnachts-Geschenk. Flaschenverkauf in d. meist, konzession. 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Wir bringen hiermtt zur öffentlichen Kenntnis, daß wir die seither von Herrn Wilhelm Steup geführt« Agentur unserer Bank dem Herrn Peter Schepp, Werkführer m Aurkhardsfeldeu übertragen haben. Esten a. d. Ruhr, im Januar 1903. Westdeutsche VerfichernugS-Aktien-Bank. Die Direktio«. KPeMe Lerßchmi-S-Mei-M in Esten. I MW. 2 i 5000- 10000 5^2000-10000 104000- 80000 Wurm's Wagendoktor wärmt - infolge seines f ehr hohen Gehaltes an pflanzl. Extrakten außerordentlich und ist das Osterlag-StahlpangJ Kassenschränke. ; Garantierte Sicherheit geg. Feuer, Einbruch und Thermit. 250 Ludwig Gutmann, Neue Mainzerstr. 23. Frankf»rt a. M.__ Aektrische Heiz- nnii K-E-ADirck „Prometheus". Allein-Verkauf von Silberglasreflektoren, beste Dchaufensterbeleuchtung. Glühlampen Glühstrümpfe 247 5 biS 10, 16 bis 25 Kerzen von 45 biä 125 Ke^en beste Qualität. Bei größerer Abnahme entsprechenden Rabatt A. P. Chrlstophersen, Plockstratze 12. JustattationS-Vürea». Plockstratze 12. 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