Mr. 286 Fünftes Blatt. Erschein täglich mb Ausnahme des Sonntags. £)ti „Giehene. Zamilien-lStter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. 1S3. Jahrgang Samstag 5. Dezember 190b s Verantwortlich für den allgemeinen Tell: P. Wittko; für den Anzeigenteil: H. Beck. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unrversitätsdruckerei (Pietsch Erben), Gießen. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen. parlamentarisches. Be rlin, 3. Dez. Der Reichstagsabg. Dr. Beumer brachte im Reichstage, unterstützt von der gesamten nationalliberalen Fraktion, den Initiativantrag ein, die Negierungen zu ersuchen, den Mannschaften des Heeres und der Marine im Falle von UrlauLserteilung alljährlich für die Reise in die Heimat und die entsprechende Rückreise in die Garnison freie Fahrt auf den deutschen Eisenbahnen zu ermöglichen. — Dem Reichstag ging ein Antrag Nißler zu auf Bereitstellung von Mitteln zur sofortigen Gewährung von Beihilfen an die Soldaten und Unteroffiziere aus den Jahren 18 7 0/71 oder aus den Kriegen deutscher Staaten vor 1870, deren Erwerbsfähigkeit infolge Alters, Krankheit oder anderer Gebrechen dauernd auf weniger als ein Drittel herabgesetzt ist. — Wie die „Voss. Ztg." hört, h-atte der Staatssekretär des Neichsschatzamtes Frhr. v. Stengel eine Beratung mit den bayerischen Abgeordneten über seinen Gesetzentwurf zur Einleitung der F in an zr e fvrm, um die'Abgeordneten für die Grundsä^e der Vorlage zu gewinnen. Es scheint, daß auch Mitglieder des Zentrums nicht jenen Widerstand zu leisten entschlossen Hnd, den man nach der bisherigen Haltung der „bayerischen Patrioten und ihrer Presse" erwartet hätte. — Die „Germania»" bestätigt, da'ß die Zentrumsfraktion des Reichstags in ihrer gestrigen Fraktionssitzung, I in welcher Graf Hompesch als Vorsitzender wiedergcwählt wurde, beschlossen hat, den Antrag auf Aufhebung des ganzen Jesuitengesetzes und des ganzen Toleranz-Antrages alsbald wieder einzubr'ingen und zwar den ersten Teil des Toleranzantrages nach den Beschlüssen des Reichstages den zweiten Teil in der Fassung, wie das Zentrum denselben im Reichstage eingebracht hat. Die Zentrumssraktion hat beschlossen, eine Reihe sozialpolitischer Anträge wieder einzubringen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 5. Dezember 1903. "Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Assistenten für die Kunst- und historischen Sammlungen des Landesmuseums Dr. Georg Haupt auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 4. Dezember 1903 aus dem Staatsdienst entlassen. * * Medizinische Gesellschaft. Die nächste Sitzung sindet Dienstag, den 8. Dezember, abends 7% Uhr pünktlich im Hörsaale der Universitäts-Frauenklmik statt. * * Silberne Hochzeit. Kirchendiener Hermann Hosse und Ehefrau feiern am 7. Dezember das Fest ihrer silbernen Hochzeit. * * Gemälde-Ausstellung am Brand. Morgen Sonntag ist die Kollektion des Schlachtenmalers Faber du Faur, welche nach Hannover zur Ausstellung gelangt, zum letztenmale hier zu sehen. Ebenso die Gemälde von Frau Prof. Bethe-Loewe, Dr. Greiner und T. Götz. Von Montag an bleibt die Ausstellung wegen vollständigen Wechsels der Gemälde einige Tage geschlossen. Die Ausstellung ist morgen, Sonntag von 11 bis 3 Uhr mittags ununterbrochen geöffnet. Worms, 4. Dez. Unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Köhler fand gestern mittag im Stadthaussaale eine Besprechung statt, um die Sauunlung für die Gr o ß h e rz o g Geburtstags spende zu organisieren. Oberbürgermeister Köhler führte aus, daß es sich in erster Linie um eine Sympathie-Kundgebung des ganzen Volkes handle, weshalb das Hauvtaugenmerk darauf zu richten sei, möglichst viele Unterschriften aufzubringen. Die Sammler sollen daher darauf bedacht sein, neben der Zeichnung des Haushaltsvorstandes auch die Unterschriften der Frauen, erwachsenen Söhne und Töchter zu erhalten. Auch der kleinste Beitrag bis zu 10 Pfennig sei willkommen. Warniwg; vor Fälschung noc1b Pulverform noch mit Kakao ♦ V gern?seht, sondern 11 Ul* *n Pt^ohen mit eingeprägtem Namen ist Haematoaren echt. 92 Jen meisten Menschen geht es so: Sie kennen sich in fremden Orten besser aus als zu Hause, namentlich was Kunstschätze und Altertümer in Museen anbetrifft. Daraus soll man ihnen aber keinen Vorwurf machen. Das Geschäft und die täglichen kleinen und großen Sorgen lassen sie nicht dazu kommen, die Museen ihrer Heimat zu besichtigen — es sei denn, daß gerade mal Besuch von auswärts käme, der dann an Hand eines Reisebuches die Führung komischerweise selbst übernimmt. Aber wobl dem Menschen, der bei seinen jährlichen Vergnügungs- oder Ferienreisen noch so viel Zeit findet, wenigstens andere Kunststätten aufzusuchen und dadurch seine Kenntnisse zu vermehren. Eine der dankbarsten Gegenden ist in dieser Beziehung ohne Zweifel die Nheingegend. Schon den alten Römern war dieselbe ein Lieblingsplatz der Ansiedlung, und es sind hier noch eine große Anzahl Ueberbleibsel und vortreffliche Funde vorhanden, die als stumme Zeugen jener Zeit und Kultur noch heute eine beredte Sprache reden. Wer Interesse daran hat, dem sei namentlich der Besuch von Mainz empfohlen; sein Museum enthält die meisten und kostbarsten Funde. Wer aber Mainz berührt, den machen wir noch auf eine zweite Sehenswürdigkeit aufmerksam, die man ja nicht übergehe, nämlich die Kelleranlagen der Sektkellerei Kupferberg. Man hat es hier mit einer Anlage zu tun, die in der Welt einzig da steht. Selbst die größten französischen Cham- pagnerfabrikcn haben derartige Anlagen nicht aufzuweisen. Die Kellereien der Firma Kupferberg sind in sieben Etagen unter der Erde erbaut; jede derselben ist mit dem köstlichen Naß „Kupferberg Gold" angefüllt. Wie eine unterirdische Stadt mit Gäßchen, Straßen, Plätzchen nnd Häusern, alles elektrisch beleuchtet und elektrisch betrieben, so durch-- laufen die Keller den Erdboden. Es ist für den Besucher immer eine große und angenehme Ueberraschung, wenn er das Sonnenlicht von einem viel höher oder tiefer gelegenen Punkte wieder erblickt, je nachdem er seine Wanderung von unten oder oben begonnen hat. Diese Eigentümlichkeit hat ihre Ursache darin, daß die Kellereien in einem Berge sich befinden, und zwar in dem historischen Berg „Kästrich" (von dem lateinischen castrum, d. h. befestigtes Lager, von den alten Römern im I. Jahrhundert nach Ehr. erbaut). Der Gründer des Hauses Kupserberg tat das mit besonderer Absicht. Er erkannte mit sicherem Blick damals schon, daß zur Herstellung eines vorzüglichen Sektes luftige und gesunde Keller eines der Haupterfordernisse seien. Daher erklärt es sich auch zum Teil, weshalb „Kupferberg Gold" an Güte unübertroffen ist und sich stets gleich bleibt. Die Kupferberg-Keller werden jedem Jn^ teressenten mit Vergnügen gezeigt. Man versäume deshalb ja nicht, sie bei Gelegenheit mit zu besuchen. MM -v- M ■» M fcv W' AMrch-17 Part . I. II. III. HA M i i 8 N W M W WÄ finden Sie in meinen Abteilungen 9057 Kleiderstoffe, Banmwollwaren, Teppiche, Gardinen ISäffiEäESDBFJ bedeutend unter Ureis. Damenkonfektion bedeutend unter Ureis. Konfektion bedeutend unter Ureis. Damen- Hüte bedeutend unter Ureis. Mädchen- 17 Hüte l Part’1 n “L Gardinen schmal 60 50 42 35 20 10 7 Pfg. breit 150 125 90 70 60 52 40 , Teppiche 42.00 35.00 28.00 22.00 18.00 Mk. 16.50 14.50 12.25 8.75 4.90 „ Fantasie-Tischdecken 18.75 16.50 14.00 11.50 9.75 Mk. 7.50 6.50 4.75 3.25 1.75 „ Waschtisch-Decken 4.50 3.90 3.25 2.75 2.25 Mk. 1.75 1.35 0.90 0.75 0.58 , Bettdecken Stück 6.50 4.75 3.50 2.75 2.25 1.25 Mk. Bettvorlagen 3.75 3.25 2.50 1.75 1.25 0.90 0.60 0.42 Mk. Steppdecken 1 10.75 7.50 6.25 4.50 3.75 3.25 2.75 Mk. Hcnckntche Mr. 60 50 38 30 25 w Mjatich „ 72 65 62 58 „ (bestes Hemdentuch) MUbachnte w. 00 75 60 48 38 „ ßeUdciibitbcr „ 65 50 42 30 26 „ ÜnkrroifMeStr „ 75 65 42 38 32 „ Mbüchkiltesoe«.,, 120 00 60 52 45 „ Bctheiige „ 65 50 40 35 30 „ Veitkülilue 65 58 48 40 30 „ Bettuchhalbleimn,, 175 150 125 00 „ Sanhtiiijer „ 60 40 25 18 12 „ Hlllldtiichtt St. 100 80 60 35 25 „ Tischtücher „ 450 250 130 90 45 „ ftnitttn . 90 70 48 30 20 „ Wischtücher 45 38 30 20 10 „ Hauskleiderstoffe Robe 6 Meter 2.80 4.75 6.50 Mk. Bm!N»Meil>echejfe Robe, 6 Meter 2.25 2.75 3.50 4.75 Mk. Ca. 200 verschiedene Muster von Baumwoll-Bieber 2Vs Meter zu Blusen abgevaßt, A 0 j Bluse Ü.7O bis 2.- Mk. g Gheviots t^obe, 6 Meter 3.75 5.50 6.75 8.50 Mk. Noppenstoffe Robe, 6 Meter 5.50 7.50 9.70 11.50 Mk. 05985 Hann.-Miinden, im Dezember 1903. M Statt besonderer Anzeige. Clärchen Döring Heinrich Hennings Verlobte. giunstverein. Tie Kollektionen des Schlachtenmalers Faber du Faur, Bethe-Loewe, Dr. Greiner unö E. Götz sind morgen Sonnlag zum letztcnrnale ausgeftcllt. Weihnachtsbitte. Weihnachten, das freudenreiche Fest, naht wieder heran, an welchem aller Welt Freude zu teil werden soll, auch Freude un Irdischen. Froh rüsten sich die Eltern, welche sich eigener qe- sunder Kinder erfreuen, diesen den Weihnachtstisch zu decken. Wir möchten gerne auch den armen Epileptischen, die unserer Pflege und £bl)nt anvertraut sind, eine Festfreude bereiten; fie, die sonst so wenig Freude haben im Sieben imolge ihres schweren leidens, sie sollen fid) da auch freuen an den Gaben, welche die Aiicbe ihnen dar- reicht. Damit wir aber in der 2age sind, unseren jetzt ca. r-0 Pfleg- linqen diese Welhiiachtsireude zii bereiten, so bitten wir herzlich, uns die Hände zu füllen zu solchem Werl. Wer selber Freude hat oder erwartet, ist auch gerne bereit, Anderen solche zu machen. Ml er Art Gaben, g roste, kleine und kleinste, werden mit herzlichem Tanke entgegengenommen von der Leitung der Epi- levtijchen-Anstalt. dtieder-Ramstadt bei Tarmstadt, im Dezember 1903. 8991 'Weimar, Pfarrer, Inspektor. Gjchcncr Eisvcrcin E. N. A Diejenigen unserer Wiitglieder, welche die Quittungen beim Umgang des Dieners nicht in Empfang genommen haben, können dieselben bis zum 7. Dezember einschließlich bei Herrn Crnft Balser, Mäusburg, abholen lassen. Wer seine Quittung bis dahin nicht eingelöst hat, gilt als ausgetreten. Die Eröffnung der Eisbahn wird an den Plakattafeln, Säulen und Omnibussen durch Plakate bekannt gegeben. Die Eisbahn wird geöffnet sein von früh 11 Uhr bis abends 71/., Uhr (mit Ausnahme von Konzerttagen) und täglich elektrisch beleuchtet werden; ein Zuschlag für die Beleuchtung wird nicht mehr erhoben. Ntchtmitgüeder zahlen für einen einmaligen Eintritt 20 Pfg. Jahresbeitrag 2 Mk. Eintrittsgeld 1 Mk. Gießen, den 28. November 1903. [8909 Der Vorstand. Zu der am Montag den 7. Dezbr. 1903 slaltfindenden Bibclbcsprcchung im Konfirmandensaal Kirchstratze 9, abends von 7V8 bis 81/2 Uhr sind die Herren Studierenden aller Fakultäten herzlich eingeladen.05993 ^Aug.Schwab Utockllraße 4. MM MWiM \v .u ist doch und 8675 Zubehörtkilc lirnann Teilzahlungen gestattet. 5UlHü Gegen Kasse höchster Rabatt. DRESDEN.3lcp.s.ne^w.g Nur eigene Fabrikllte daher garantiert rein: Houigkucheu Lebkuchen Christbaum-Makroneu Schokolade uud Lilörtorrfekt AuiS- uud Buttergebäck. IjUcLw. L>öll Dtarktflraße 32. svl2 1 neues PMctöii 1 neues Dogcart 1 neues ieiht.HuMtLeck mehrere neue Witten. Ang. Ailbingsv SelterSweg 19. Tel. L76. H ♦♦ ♦ ♦ u^chfei r.sL Spezial.-|7ri' ^Schulho^y**» SElärktst r a sse^j/ y GMtSMlkgW Md CMpfkhlMg. 8 Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich von heute ab mein von Neustadt 15 nach meinem neu erbauten Hause Hochachtungsvoll verlegt habe und bitte um geneigten Zuspruch. Kari Müller (früher A. Kohlermann). 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