Zweites Blatt. 158. Jahrgang Sorten keine U.niver |Cü) über nun daß Mai ungeres ^ujmäbditn : ‘ö“v ge- -»rttrave 77, Laufmädchea ^eujiaoi 8, pan, Handel und das Gewerbe zu heben. Unb was geschehen ist und noch geschieht unter der Regierung unseres Kaisers, . zeigen uns die Straßen dieser ausblühenden Stadt. Die letzten Jahrzehnte weisen in der hiesigen Provinz und im benachbarten Westpreußen zahlreiche Spuren der Tätigkeit auf, welche die königliche Staatsregierung entfaltet hat, um ein den verschiedensten Verwaltungsgebieten die deutsche ftC und Arbeit durchzuführen. Dabei ist der Gedanke, ein. hervorragende Stätte des Geisteslebens in der bedeutendsten Stadt unserer Ostmark zu errichten, niemals aus dem Augen verloren worden. Allzulange schon hatten Posen, Westpreußen, die einzigen Provinzen, Oie noch nicht im Besitze eines akademischen Bildungszentrums waren, einen regeren produktiven Anteil an der reichen nationalen Kultur des deutschen Volks- und Geisteslebens vermissen lassen. Selbst in Königsberg hatte es die ehrwürdige Albertina oft schmerzlich zu empfinden, daß seine weite hochschullose Flache sie vom Herzen der deutschen Kultur trennte. Noch weit mehr aber hatten die deut chen Ostmarken die wissenschaftlichen und künstlerischen Anregungen zu entbehren, welche anderwärts von den hohen Scl)ulen ausgingen und die ihre natürliche Rückwirkung auf das gesamte wirtschaftliche Leben, auf Handel, Gewerbe und Verkehr ausübten. Die neue Hochschule stellt sität im eigentlichen Sinne dar, stimmt für dieHeranbildungder gern und eifrig benutzt, nur dann wird die Akademie ersprießlich wirken können und das ihr gesteckte Ziel erreichen. Hierauf brachte Oberpräsident v. Waldow der Akademie in seiner Eigenschaft als Kurator seine Glück- und Segenswünsche dar. Es folgten Begrüßungsansprachen des Rektors der Berliner Universität Frl)r. v. Richt Hof en, des Rektors der Breslauer Universität Rosanes und des Rektors der Technischen Hochschule Chailottenburg. Sttich weiterer Begrüßung durch den Landeshauptmann von Dziembowski namens der Provinz brachte der erste Bürgermeister Wilms die Glückwünsche der Stadt Bojen dar. Tie Feier schloß mit einem vom Rektor Kühne- manu ausgebrachten Ka iserhoch. Nach der ErönnungS feier sand ein Festessen statt. Den Trinkspruch auf den Kaiser brachte Oberpräsident von Waldow aus. Ferner trank Kultusminister Sindt auf das Gedeihen der neuen Akademie und aus alle Behörden, die ihrer Begründung so lebhaftes Interesse enlgegengebrach haben. Professor Kühnemanu verlas ein Telegramm seines früheren Schülers Prinz Eitel Friedrich, welcher der Akademie Gluck wünschte. Zuletzt ergriff der jrühere Ober- präjident der Provinz und Ehrenbürger von Posen, Graf Zedlitz-Trützschler, das Wort, um den Wunsch auszudrücken, daß der Geist der Wissenschaft das Land zu friedlichen und versöhnlichen Verhältnissen gelangen lassen möge. An den Kaiser wurde ein Huldigungstelegramm, an den Reichskanzler ein B-egrüßungstelegramm abgesandt. sie ist nicht bestimmt für dieHeranbildungder akad emischenJugend, sie soll v i e l m e hr denvev- schieden st en Berufs ständen und Geist es- bedürfnissen dienen; sie ist also berechnet auf alle Gebildeten und kann nur gedeihen, wenn diese mtt Ueberwindung jeden Kastengeistes ihr zuströmen. Dem deutschen Geistesleben soll die Hochschule dienen. Indem sie das tut, wird sie die Interessen der Gesamtheit der Bevölkerung, also auch! derjenigen fördern, welche jetzt noch abseits stehen, aber hoffentlich bald erkennen werden, daß es ein Fr i e d en s w er k ist, welches hier nunmehr in Wirksamkeit treten soll. Ter Kultusminister schloß seine Äusführnnaen unt den Glückwünschen der Staatsresiernng und überbrachte dem Kurator und dem Rektor die Königliche Bestätigungsurkunde mit der Widmung „litteris et patriae". hierauf hielt der Rektor der Akademre, Professor Tr. Kühncmann (früher Extraordinarius in Koburg. D. Red b. „Gieß. Anz.") die Festrede. Er knüpfte daran an, daß Herder und Kant aus dem Osten hervorgegangen sind, und wies nach, datz gerade Herder die unwer,ekle Wissenschaft nicht aus der deutschen Vorliebe für das Fremde, sondern aus dem Geiste oorurtmlsfreter gerechter deutscher Wissenschaft heraus gepflegt habe. (Prof. Kühne- manu hat sich durch eine große Herder-Monographre m der wissenschaftlichen Welt bekannt gemacht. D. Red.) Aufgabe der Akademie solle sein, im Srnne tz^ersdte deut che Wissenschaft zu fördern und zu pflegen. Es fatefe Vita« hemie eine &6ule für das Leben fern. Die Akademie wolle Z SdtenfflUum, der aus seiner Berufstätigkeit heraus nach VeÄoMmmnnwwg des Wissens strebe, Gelegenheit dazu geben ' S a7desunterschiede könne es dabei nicht geben. ÄÄä«« sollen Lebhafter allseitiger Beifall' folgte oer Reoe. Xh ^berreaierunasrat Conrad (vordem Stegitoungg» MitatÄSTa« b^rüßte daraufim Auf- UMMZW W aus de^ Anerbieten erb. u. TÄtait such' S-lli *Vi™ auf einem ireioer JÄ**^“*4 jutbt Stelle. M«. »»Ätf KsK.: äi ®8S?“ rsWZ 5^* lSI L Are Eröffnung der Foscner Akademie. Posen, 4. Nov. Im Lichthofe des Friedrich Wilhelms-Museums jand heute die Eröffnungsfeier der hiesigen Königlichen A k a d e m i e statt. Die Feier wurde durch Gesang eröffnet. Sodann hielt der Kultusminister Dr. S t u d t eine längere Ansprache, aus der wir folgende bemerkenswerten Sätze wiedergeben: Von der heutigen Eröffnungsfeier schweift unser Blick am ein Jahrtausend zurück in die Vergangenheit. Wir sehen deutscye Missionare, Ordensbrüder und Weltgeistlick)e das Christentum, seine Kultur und Gesittung in diesen Gegenden verbreiten. Später sind es deutscheBauern, Kaufleute und Handwerker, von polnischen Königen ins Land gerufen, um als Vorbild zu dienen in Fleiß, Ku n st s e r t i g k e i t und O r d n ung. Als dann vor mehr als hundert Jahren diese Lande vereint wurden mit den westlichen Nachbargebieten, um für alle Zeit einen unlöslichen Bestandteil der mäch tig aufstrebenden Monarchie zu bilden, haben Preußens Herrscher bedeutende Mittel aufgewandt, um die Landwirtschaft, den des Anwalts des Hrch. Jos. Stork, Rechtsanwalts Rosenberg, auszuscheiden und diese dein Stork selbst zur Last zu setzen, auch die Kosten der Rekursinstanz demselben aus- zuburden, da sich dieser einen Anwalt in Alsfeld hätte an- nehmen können. Der Kreisausjchuß des Kreises Alsfeld beantragte Abweisung des Rekurses, weck die dem Stork erwachsenen Kosten der anwaltlichen Vertretung cinschließ- lich der Reisekosten deshalb als -notwendig angesehen werden mußten, weil die anwaltliche Vertretung gegen die durch einen Anwalt vertretenen Reklamanten für Stork notwendig war, ihm die Wahl in der Person eines Anwaltes freisteht und die Bestellung gerade des Gießener Anwaltes dadurch veranlasst war, daß diesem das Mandat gelegentlich, der ersten Verhandlung vor dem Provinzialausschuß übertragen war. In der heutigen Verhandlung vor dem Provinzialausschuß füllte der Vertreter des Rechtsanwatts Dornseisf, Rechtsanwalt Katz, aus, nach der authentischen Interpretation des Großh. KreiSamts A1S- seld sei der Rekurs formell begründet und nicht eine Frage der späteren Ke.uenfestsetzung. Die Wahl des Anwalts an sich stehe allerdings jedem freu Solange nickst nachgewiesen sei, daß der Anwalt in Alsfeld verhindert gewesen sei oder dte Vertretung abgelehnt habe, müsse dem Rekurs statlge- geben werden. Hiergegen bemerkte Rechitsanwalt Rosen- berg, daß sich der Rekurs nicht gegen eine authentische Interpretation richte, sondern gegen ein Urteil des Kreisausschusses. Es sei der Kostenfestsetzung vorzubehalten, ob die Reisekosten gerechtfertigt seien. Das Urteil sei am 8. Juni zugestellt und der Rekurs am 22. desselben Nionats eingegangen. Finde der Art. 70 Abs. 3 der Kreis- und Provtn- zialordnung Anwendung, so sei der Rekurs verspätet eingelegt worden. Hieraus erkannte der Provinzialausschuß, wie anfangs ausgeführt. Als letzter Punkt der Tagesordnung startd der Rekurs des Georg Heinrich Keil L zu Ettin gs hau sen gegen eine kreisamtliche Verfügung. Ter Sachverhalt ist folgender: Im verflossenen Herbst errichtete K. auf seiner Hof- raite, direkt an dem Aeschersbach und zum Teil über der Grenze in dem Bachbett stehend, eine neue Scheuer, ohne dazu die auf Grund des Bachgesetzes erforderliche kreisamtliche Genehmigung eingeholt zu haben. Am 11. September v. I. erhob der Müller Hrch Keil IV., der die Wasserkraft des Wassers zum Mühlenbetrieb benutzt, bei der Bürgermeisterei Ettingshausen Einspruch gegen den Neubau, indem er erklärte, der durch diesen erzeugte Rückstau schädige chn in seinem Betrieb und werde diesen bei Hochwasser gänzlich in Frage stellen, weshalb die Großh. Bürger- melsterei die Entfernung der im Bachbett stehenden Geländeteile veranlassen möge. Das Großh. Kreisamt Gießen forderte G. Keil L durch eine auf Grund der Art. 106, 113 und 115 des Gesetzes, die Bäche und die nicht ständig fließenden Gewässer betreffend, erlassene Verfügung an denselben auf, die in Rede stehenden Gebäudeteile zu entfernen und wies ihn darauf hin, daß to gstnze Bau kreisamtliche Genehmigung bedürfe Am 17. Oktober erhob Keil durch seinen Rechtsbeistand Beschwerde gegen diese Verfügung mit der Begründung, daß der Bau nicht gegen die Bestimmungen des erwähnten Gesetzes verstoße, da nicht über die Grenze gebaut sei und ein Hindernis für den regelmäßigen Wasserlauf durch den Bau nicht gebildet werde. Auch liege der Bauplatz nicht im Hochwasser gebiet und iverde der Wasserstand durch den Neubau in keiner Weise ungünstig beeinflußt. Die Großh. Ktrlturinspektion stellte demgegenüber durch eine Ortsbesichtigung unb Verhandlung mit der Bürgermeisterei Ettingshausen fest, daß sämtliche Behauptungen der Beschiwerdeschrift unzutreffend sind, der fragliche Bau im Ueoerschwemmungsgebiet der Aeschers- baciji liegt und die Bestimmungen des Bachgesetzes unzwei',el- haft zutrefsen. Durch den 9teubau des Rubrikaten werde das Bachbett derart eingeengt, daß Uferbeschö-digungeir am Nr. 2(50 krjchetnt täglich außer Sonntags Dem «Lietzener Anzeiger "werden urt Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gietzener Familien« blätter viermal tn der Woche betqelegL Rotationsdruck u. !&er- kxq der Brühl 'schen Unioed.'iBucb- u. Slem- bruckeret (Bietsch Erben) IReOafnorv Örnetnnon unt) Druckeret: Schnlstratze 7. Adresse füt Teveschen: Vlnzelger Bietzen. (^rm1pircbunld)lu6Dtt 51. teten möchten sich damit einverstanden erklären, daß von einer Offenlegung und Bekanntmachung Abstand genommen werde, daß dagegen ein neuer Termin vor der Lokalkvm- mission stattfinde, vereinbaren die Parteien, daß die Verhandlung von der vollen-deten Offenlegung an als nick-tig angesehen und wiederholt werden solle, woraus der Pro- vinzialausschiuß befchlwßt, bie Sache zur nochmaligen Verhandlung an die Lokaltommisfion zurückzuverweisen. Sodann entschied der Provinzialansschuß in Sachen Reklamation gegen die Bürgermeisterwahl zu Vockenrod dahin, vaß oer Rekurs gegen die Entschetdung des Kreisausschusfis des Kreises Alsfeld vom 15. Mai 1903 als unbegründet zurückzuweisen sei unter Verurteilung der Rekurrenten in die Lwsten des Verfahrens und zur Zahlung einer Verhandlungsgebühr von 10 Mk. an hie Provinzialrasse. Die Bürgermeiirerwahl beschäftigte den Pro- vinzialausschuß schon einmal in seiner Sitzung vom 22. Oktober 1902 und er entschied damals dahin, daß dem 'Rekurs des Vertreters des Heinrich Joseph Stork zu Vockenrod gegen die Entscheidung des Meisausschusses des KteiseS Alsfeld vom 27. Juni 1902 stattzngeben und die angefochtene Entscheidung auiznheben fei. Die Sache wurde zur Verhandlung und Entsa-ewung über die gegen die Wahl erhobene Retlamalion an den Kreisausschuß des Kreists Als- zuruaverwiesen unter Aussetzung der Entscheidung Die Kosten. Der Kreisausschuß des Kreises Alsfeld hat in seiner Sitzung vom 15. Mat 1903 zu Reckst erkannt, die Reklamation gegen die Bürgermeisterwahl am 31. 1902 zu Vockenrod als unbegründet zurückzuweisen sei unter Verurteilung der Reklamanten als Gesamtschuldner in sämtliche durch das Verfahren entstaiidene Hüften einschließlich derjenigen der anwaltlichen Vettretuilg des Hrch. Joseph Stork, sowie zur Zahlung eines Aversionalbetrages von 10 Mk. an: die Kreiskasse. Gegen diese Entscheidung verfolgte Rechtsanwalt Dornseisf namens der Reklamanten Rekurs an den Provinzialausschuß mit, dem Anträge, von den den Reklamanten auf er legten Kosten die Reisekosten Donnerstag 5. November 1903 mona mch75 Pt, viertel- V »ührltch Mk. LL0, durch eA. AA ybbole- u. ZrveigsteÜep monatlich 65 P1-: durch ß B M W die Post Mk.L.— viertel- W M Mj W sährt auLschl Besiellg. W M A Annahme von Anzetge« ür dir ^aue^iiununet Jlfl vonnttuigfl IV llhr. ^etUnprrtfi. lokal 12'ötw aufiiDdrtfl 80 Pi^ tÖCKUMl »I il db fftt den pvlu unt aUgem. rieft. S Udrhiii i f l . ßyamöcriatn uiiD Du Albettel. Aus London wird uns geschrieben: 9)ian muß es Air. Ehamberlatn tajjeu, er versteht sich auf politische Agitation lme teilt zweiter englischer Minister oder Parteiführer. Er feiert rednerische Triumphe nicht nur in seinem ^»eimatbezirk Birmingham, sondern im ganzen Alt-England, ja selbst in Schottland, beifcit Bevölterung als auf den Freihandel eingeschworen gelten kann. Alle die Reden, dte von den hervorragendsten politischen Persönlichkeiten des Vereinigten Königreichs gegen Ehant- berlains Schutzzollprogramm geyalten wurden, haben auch nicht annähernd solchen Erfolg gehabt Eines ist nun an Chamberlains Auftreten in der letzten Zeit bemerkenswert: das Bestteden, die Arbeiterschaft für seine Ideen zu gewinnen. Es kommt dem vtelgewandtcn ehemaligen Kolonialminister dabei aus ein bissen Byzantinismus nach unten nicht an. Er nennt die breite Äiaffe Der Arb eiter „scharfsinniger" als die Arbeiterführer, erklärt, daß ihm der Sieg zufallen müsse, wenn die „Gen tl em en Arbeiter" für ihn seien usw. Tes Beifalls der also Gefeierten ist nattirlich kein Enoe, und für die breite Masse wird Chamberlain in dem Grade mehr der Mann des Tages, in dem die sozial höher stehenden Kreise sowie die großen Tag^s^cttUtigen sich von ihm abwenden. Bei dieser Taktik leiten den emieigen Schraubew fabrikauten von Birmingham natürlich in der Hauptsache Rücksichten auf die Neuwahlen. Er will den für (ein zollpolitis ches Progranrm ein tretenden Kandidaten eine möglichst große Stinimenzahl sickern und so diesem Programm in England einen imponierenden 5Mtergrund schaffen, weil in den Kolonien der Nimbus des Namens Chamberlain zu schwinden beginnt, lieber Südasrika, wo des früheren Kolonialminiiters Rundreise nicht geringe Hoffnungen erweckt hatte, lastet schwerer wirtschaftlicher Notstand. Er ist eine natürliche Nachwirkung des Krieges, und dies Bewußtsein macht denGrollgegen Chamberlain wieder rege. In Kanada ist man infolge des Schiedsspruches in der Alaskafrage aufgebiack)t gegen England und redet einer wirtschaftlichen, ja selbst einer politischen Abkehr vom Mutterlande das Wort All das läßt begreiflich erscheinen, warum Chamberlain seine agitatorische Kraft auf England konzen triert_________ Aroviuzial-Ausschuß. Gießen, 4. November. Nachdem der auf heute vormittag 9 Uhr anberaumte Termin in Sachen Gesuch des Kaspar Müller zu Gießen um Erlaubnis zum Liköraussckank in dem 5)ause Lmdenplatz Nr 12 auf Wunsch des Gesuchstellers ausgefallen war, beschäftigte sich der Provinzialausschuß mit dem zweiten Punkt der Tagesordnung, betreffend die Durchführung des Fluchtlinienplanes für den Seltersweg zu Gießen vor dem Hause Nr. 75; hier: Enteignungsantrag der Stadt Gießen. Die Stadt hatte das Larnpuslche Gelände in Anspruch genommen und der Wttwe Lampus hierfür 50000 Mk. geboten, womtt sich jedoch diese nicht be- qnügte, worauf am 19. März l. I. Verhandlung vor der Lokalkommission stattfind, wozu die Parteien, mit Ausnahme des Sohnes Georg Lampus geladen waren. Rechls- anwalt Katz mackM nun als Vertreter der Wttwe Lampus in der Sitzung des Provinzialausschusses vom 13. Juni l. I. den Einwand gLltend,, daß durch die Nichtzuziehung bezw. -Ladung des Georg Lampus zu den Verhandlungen vor der Lokalkommission eine Lücke in dem ganzen .Verfahren sei. Der Provinzialausschuß beschloß damals eine Besich- tigung, die am 3. Oktober stattfand. Die setther stattgehabten Einigungsversuche schotterten, weshalb sich der Provinzialausschuß in seiner heutigen Srtzung wieder mit dieser Angelegenheit zu befassen hatte. ReMsanwalt Katz beantragte, das feitnerige Verfahren von Beginn der Verhandlung der Lokalwmmission an für nidjtig und ungittig zu erklären, daher anfzuheoen und die Sache zur anbermeitigen Verhandlung an die Lokalkommission zurück zuweis en, event. falls der primäre Antrag gegen Erwarten nicht zulässig erscheinen sollte, das ganze feichenge Verfahren als nichtig aufzuheben. Auf den Vorschlag des Vorsitzenden, die Par- Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen MW W-Wimm .................. Pch.Mar>ch. morgrJ arb. gef, ÜutiviM ft Gesunde, room^id) lose tauffruo o)er chen ober iüus^ieiitnii. gesucht poimannjli. 10, iiiatyäiigiflt Kran ob« Ito auf foictl Much. ^/cich/ttuve 7. ..sMMW'i unb \ud)t tu ^to\. hdhldauüt, Äloliläirape 1 stmädchen /gehevde Vertauferiu -lodert Haas Ra-fl, Leliersiveg 18, Hntm Ufer, sowie ein schädlicher ßkückstau bei Hochwasser utmuWbleibTicb sind, itnifontclrr als unterhalb deö Neubaues der lUnflutiiroben einwündet, der olmehiu schon bei Hoch- Wasser einen Rückstau int eigentlichen Bachbett bewirkt. DaS GVrofU). Ministerien deS Innern wies durch Entscheidung vom 3. SIX'(ir3 1 >D3 die erhobene BesclUverde als unbegründet znrüch Die Rechtfall nullte Justizrat Hirschhorn und Men d eis ob n zu Gießen erhoben namenS des Kett Rekurs an den Provinz,ialausschinß mit dem Anträge, die an- ct Arojcß wegen Kindesunterlchjel'ung gegen die Kräfin Kwilecki. VII. Berlin, 4. Nov. Die Schwägerin der Hedwig AndruszewSka, Valentine, bestätigt, daß die Hedwig im Sommer 1901 sich wiederholt über schlechte Behandlung beklagte und von einem Geheimnis erzählte, woraus die Zeugin an die Gräfin schrieb und bessere Behandlung unter Andeutung des Geheimnisses ihrer Schwägerin verlangte. Bei einer Anwesenheit in Wroblewo hatte die Zeugin den Eindruck, nian wolle sie verhindern, ausführlich mit Hedwig zu sprechen. Sie gibt sodann zu, daß Hedwig anläßlich eines gegen die Zeugin resultatloS geführten Prozesses wegen falschen OffenbarungS- -ideS zweimal log und erklärt auf Befragen, Hedwig fei veder schwachsinnig, noch dumm, aber nervös. Eine andere Schwägerin HedwigS, Stefanie A n c d r u s z e w S k a , bekundet, öfter Briefe für ihre Schwieger- mutter empfangen und an diese weiter befördert zu haben. Sie öffnete versehentlich einen Brief aus Warschau, in welchem eine Frau sich nach dem Verbleib des Kindes erkrindigte und eine Belohnung verlangte. Auf die Frage nach der Bedeutung des verdächtigen Briefes erwiderte ihre Schwiegermutter, der Brief betreffe ein Dienstmädchen vom Lande; sie versicherte unter Hand» schlag die Gräfin komme dabei nicht in Betracht. Die Zeugin bezeichnet Hedwig als nervös; als ^Schwindlerin kenne sie dieselbe nicht. Droschkenkutscher Wilke erinnert sich, kurz vor Kaisers Geburtstag 1897 zwei verschleierte, gebrochen deutschsprechende Damen von der Kaiserin Augustastraße nach dem Schlesischen Bahnhof zurückgefahren zu haben. Bei der Hinfahrt trug die eine etwas unter ihrem Mantel, während die andere ohne den Koffer zurückkehrte, den sie bei der Hinfahrt hatte; Zeuge erklärt, die Knoöka sei keine dec Damen, die EhwiatkowSka möglicherweise. Die Arbeiterfrauen von Wroblewo stellen der Hedwig AndruszewSka ein schlechtes Leumundszeugnis auS; eine behauptet, die AndruszewSka äußerte gesprächsweise, der Knabe sei ein Kind der Gräfin und sehe ihr ähnlich wie ein Ei dem andern. Kaufmann H e ch e l 8 k i bekundet über seine Nachforschungen dasselbe wie Graf Hektor Kwilecki und hebt hervor, eine gewiße RadawanSk aus Krakau sagte auS, sie habe bei dem Kinde als Amme auf der Reise nach Berlin gedient. HechelSki behauptet ferner, vom Grafen Hektor nur Mk. 8000 für seine Bemühungen und Auslagen, bestreitet aber, irgendwelche Versprechungen erhalten zu haben. Kriminalkommiffar Schultz- Posen stellt dem Zeugen ein gutes Leumundszeugnis auS, worauf die Verhandlung -auf morgen vertagt wird. Aus Stadt und Kaul». Gießen, 5. November 1903. ** Vortrag des KriegervereinL. Der neue Saal- ban war gestern abend von Angehörigen der hiesigen militärischen Vereine außerordentlich gut besucht. DaS interessante Thema eines Vortrags „Der Krieg der Zukunft", der durch Lichtbilder illustriert werden sollte, hatte diese große Anziehungskraft auSgeübt. Oberamtsrichter Wiener, der Vorsitzende des KriegervereinS, begrüßte die Gäste dieser Vereinsveranstaltung, die nur als MonatSversammluug zu gelten habe, und schickte dann dem Vortrag deS früheren HosschauspielerS Dr. Richard FeldhauS aus Basel voraus, daß, wenn auch der genannte Herr in seinem Vortrag sich als Anhänger der Friedensidee bekenne, doch nichts merkwürdiges darin liege, daß der Vortrag in einem Kriegerverein stattfinde. Man erstrebe den Frieden, werde aber nicht etwa durch einseitige Abrüstungen daS Vaterland in Gefahr bringen wollen. Wie eS im Kriegerverein üblich ist, klangen seine Worte auS in einem Hurra für Kaiser und Großherzog. Herr Richard FeldhauS knüpfte seinen Vortrag an an daS große Werk des ruffischen StaatSratö v. Bloch, über den „Krieg der Zukunft", für deffen Behauptung, daß der zukünftige Krieg zu einer totalen Erschöpfung auf beiden Seiten ohne Entscheidung führen werde, auch er diesen Abend den Beweis führen wolle. Neue Gedanken, sogar ganz ungefährlich auSsehende, hätten, wie die Geschichte bewiese, stets schwer Eingang gefunden — er erinnerte u. a. an die Einführung des Anbaues der Kartoffel in Frankreich und bei unS, an die Anfänge der Stenographie, die einmal von einem höheren Schul- manne als Spitzbubenhandschrift bezeichnet worden fei, u. a. m. — und so hoffe er auch, daß die heute noch vielfach angefeindete FriedenSidee doch in nicht zu langer Zeit zum Siege gelangen werde. Der Redner schilderte all die Schrecken deö Krieges, daß seit Jahrhunderten auf 1 FriedenSjahr 13 Kriege fielen, daß bei der Verbefferung der Waffen heute von Geivehr- fiitter statt von Kanonenfutter gesprochen werden müße, und kam auf daS Wort MoltkeS zu sprechen: „Wenn die Rüstungen nicht mehr zu ertragen sind, dann wird der Krieg den Krieg abschaffen." Darüber, wie eine Schlacht in Zukunft sic.) abspielen werde, könne man sich kein Bild machen; (Serie» rc,l v. d. Goltz sagte einmal, daß sie eine Sphinx sei, deren Rätsel niemand zu lösen vermöge. Nicht mehr schnellere Mobilisierungen und daß Geschick der Feldherren entschieden die Kriege der Zukunft, sondern die ökonomischen Verhält- niffc. Der Redner schilderte die Erschütterungen, die der zukünftige Krieg aus dem Geldmärkte Hervorrufen werde, das Versagen der Verkehrsmittel zu Waffer und zu Lande, das eine unerträgliche Verteuerung der Lebensmittel und Hungersnot zur Folge haben werde. Es gebe, um Kriege zu vermeiden, nur einen Ausweg: das Schiedsgericht. Schon habe sich in mancherlei Hinsicht ein Wandel der Anschauungen vollzogen. Der Redner schloß seine Ausführungen mit den Worten des großen Pasteur: „Die Wiffenschaft und der Friede werden triumphieren über Unwiffenheit und Kriegs. — Nach einer kleinen Pause begann der Vortragende, feinen Vortrag mit einer Reihe guter Lichtbilder zu unterstützen. Er illustrierte die Verbesserung der Schießwaffe, zeigte Schlachtenbilder, auch auS dem TranSoaalknege, erklärte an mehreren Abbildungen die verheerende Wirkung der modernen Geschoße u. dergl. m. und führte zum Schluß eine Galerie bekannter Friedensfreunde vor, sowie eine Anzahl von Bildern, die die Friedensidee glorifizieren. — Oberamtsrichter Wiener dankte zum Schluß dem Redner für feine interessante Darstellung. ** Kre iSrat D r. W a I I a tu In unserer gestrigen Notiz ist durch technisches Versehen ein unverständliches Tohuwabohu entstanden. ES muß richtig heißen: Dr. Wallau hätte in Bensheim denselben Rang und dasselbe Gehalt wie in Lauterbach gehabt, von einer event. Nen - w a h l hätte also keine Rede fein können. Wohl aber hätte der Wahlkreis Lauterbach - Schotten - Alsfeld durch den Wegzug Dr. Wallau'S einen erheblichen Verlust erlitten, denn selbstverständlich ist ein Abgeordneter, der seinen Wohnsitz im Wahlkreise selber hat, in ganz anderer Weise im stände, die Jntereßen seiner Wähler zu vertreten, als ein fern vom Wahlkreise Domizilierter, wie etwa Herr Bindewald oder der KreiSrat von Bensheim. Frankfurt a.M., 4. Nov. Die Stadtverordneten beschloßen mit 38 gegen 13 Stimmen: Stadtverordnete, Mitglieder des Magistrats und der Aemter, letztere für ihren Amtsbereich, sind von Arbeiten und Lieferungen für die Stadtgemein de ausgeschlossen. Ausnahmen kann der Magistrat zulaßen, wenn er eß im Interesse der Stadt ür geboten erachtet. Wiesbaden, 4. Nov. Als der Kaiser beim Spaziergang gelegentlich der Ausfahrt gestern Nachmittag das Nerotal passierte, begegnete ihm einDrei-Eselgespann. Sichtlich amüsiert, trat der Kaiser an das Gefährt heran und unterhielt sich leuselig einige Minuten mit den Insassen, einem alteren Ehepaar. Als der Kaiser hierbei einem der Grautiere daS Fell streichelte, schien sich dieses der hohen Ehre doch nicht ganz bewußt zu fein, denn unmutig feuerte eß nach feinem kaiserlichen Bewunderer auS. Lachend setzte odann der Kaiser, der nur vom Generaladjutanten General ä la suite von Löwenfeld begleitet war, seinen Weg fort. (ßrriditsIrtflL a. Marburg, 3. Nov. Die Strafkammer deö hiesigen Landgerichts verwarf heute die Berufung deS vormligen Redakteurs der konservativen Obers;. Ztg. Freiherr von Wangenbein» gegen daS ihn wegen öffentlicher Beleidung zu 50 Mk. Geldstrafe verurteilende Erkenntnis deS Schöffengerichts vom 28. August. ES handelt sich hier um ein Nachspiel der letzten N e ich S t a g S >v a h l. Am 20. Juni erschi n in der Cbertü Ztg. ein auS Wangershausen (Kreis Frankenberg^ datierter Artikel, in dem der Assistent an der hiesigen agrikulturck)emischen Versuchstation, Dr. Göffel, verdächtigt wurde, eine amtliche D t e n ft - reise dazu benutzt zu haben, für den n a t i o n a l s o z i a l e n Kandidaten von Gerlach zu agitieren und Stimmzettel zu verbreiten. Jedenfalls, hieß eS bann weiter, dürfte eS anbracht sein, daß falls zu derartigen .Dienstreise»»" deS Dr. G. auch auS landwirtschaftlichen Kreisen fließende Gelder bewilligt würden, diele betr. Kreise einmal zu einer derartigen Verwendung der für landwirtschaftliche Zwecke aufgebrachten Gelder Stellung nähmen. Da nun die Versuchsstation der Landwirtschaftskammer in Kassel untersteht und ihrem Kuratorium auch der von konsevativer Seite als Reichstagskandidat aufgestellte von Pappenheim angehört, so war die Tendenz mehr als durchsichtig. Dr. G. strengte' eine Beleidigungsklage au, die, da die Beweisaufnahme die völlige Grundlosigkeit der erhobenen Verdächtigungen ergab, zur Verurteilung W. führte. Zweibrücken, 4. Nov. Vor dem Schöffengericht stand Metzgermeister und Wurstfabrikant Friedrich Om- p h a l i u § wegen Vergehens gegen § 10 des NahrungSmittelgesetzeS. Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, längere Zeit hindurch, bcfotiberS in einigen festgestellten Fällen anfangs deS JahreS 1902 fortgesetzt zum Zwecke der Täuschung im Handel und Verkehr Nahrungsmittel durch Verwendung von Hoden und Ruten zur Herstellung von Würsten verfälscht zu haben. Der Angeklagte selbst beftritt die ihm zur Last gelegte unappetitliche Tat; er wurde aber besonder-S durch die bestimmten Angaben seines früheren langjährigen Gehilien vom Schöffengericht als überfuhrt angesehen und zu 60 Mk. Geldstrafe eventuell 20 Tagen Gefängnis, den Kosten deS Verfahrens und Publikation dnS Urteils verurteilt. Der chemische Sachverständige Prof. Dr. Halenke auS Speyer bezeichnete die Handlungsweise des Angeklagten, der solche unappetitliche, ekelerregende Bestandteile, die sonst immer weggeworfen würden und die, wie ein Schlachthofaufseher au8- agte, sogar oft von Hunden, denen sie vorgeworfen wurden, o e r s ch m ä ht werden, zur Wurstfabrikation verwendet hat, als eine „bodenlose S eh ro c i n e r e i". Die betr. Bestandteile feien allerdings zwar nicht direkt gesundheitsschädlich, jedoch könne jemand, der erfahre, daß er so was gegeßen, vorEkelSchaden an s e in er Gesundheit nehmen. Der medizinische Sachverständige Medizinalrat Dr. Ullmann schloß sich diesem Gutachten an. Essen a. d. R., 4. Nov. Am 12. d. sollte, wie schon früher gemeldet wurde, vor dem Landgericht Eßen als erster Instanz die Verhandlung stattsiuden über eine Verletzungsklage der R h e i n i - ch e n Metall waren- und M a s ch i n e n f a b r i k -Q ■9 ~ 5 T> - O 's a u «$> LZ" £‘E a*® 9 o . 7« P tZ Q E 2 v jQ s rs A § Z) VD g .s"5 *7? 9 8^ vo 9 5 vG- ÄX £-8 e e ° CD ff isä 3 KZ G 9 -er 8 ^> -7t >S'-r<2.5 i e 9 p e C;u X3 «-* ^p- ' = 2S 2 'cd ' 9. ^S.'e 9 ej ö VD 'ti H 9 x> 5 ä - H Ä» CM 9 . n 9^ * O V <2- . ; -H^Z '"-Egg u— >2 sO* iSD. o . 9 vO w ♦ o ö. ö $-* H rr ° « LK 9- 9 »2gg3s^Ää| =■ 85 ä e' c _tij_ r- _ - 7-0 D ■09 v C a» 9 S w •« 9^ o _ ° .t! 9 g o g“ |U#2®J?g g 5Ag 5o§ s Ti *7* 9 CD E r- r-r o CD 9 >o o CD «r 9 CD CD 9 «Ö -9 -o ~9 s S c E "9 9 9 >b o £ 9 "9 x 53 o E CD 9 C C — ,. 9 '-^ Uj S VD -L 9 T 5 ® _/D _ 9 ZK -O 9 K K c 0; £ I >cr । CD VD o & CD SC? 9 9 ■" w W ..P« Q H o 9 CD 9 . a e 0 ZK £ L§ ■segs - s ^>"9 .^Tr 7 © 5 S- 9 s& l^-T o E c «2 S 9 ä ° 6T w> >ir vO -C* 9 . jo X- 9 a — <*. 9 o 9 C ^_, 9 4-, 4-. ° o £ e T" C_< CJ 9 ^CT" j£e-»-< 79 ’«-• o > CU CD 9 T> *5 >p 9 v "9, ä? s%"5 9^° u -S 9 9 <^K CD— 9 9 : •90 5 9^> .E -H ^T= «d — 9 "b'9 <17 9 a—- 4-» r- .£ N»£fr» vQ A, iso T Ä S» Vekatttttmachunl^. Durch Beschluß der Stadtverordneren-Versauunlung vorn ^9. Oktober d. I. wird die Straßenbezeichnung ^Neuenweg" aus den Teil von Kreuzplatz brs Johannesslraße beschränkt und der jetzige ^Neuenweg" von Johannesslraße bezw. Neuenbäue 43 ,91euenbäueN benannt. (Äießen, den 30, Oktober 1903, 8-48 Grosßherzognche x uiyetmeifterei Meßen. Mecum. MobilLar-Versteigerung. Dienstag den 10, November, nachmitttags 2 Uhr, wird das im Hotel-Restaurant „zum Rappen", Wall- thorstraße 35, entbehrlich gewordene Inventar, bestehend in kompletlcn Metten, Waschtischen, Sopyas, Kommoden, Spiegeln etc. meistbietend versteigert. 8252 Magdeburger TÄÄ? Lebcns-Verflcherungs-Geseüschaft Ä*ÄÄle General-Agentur Gießen: H. Krieb, G°elhestratze 46. 837 UWsWlchMM 8r«rrs!-Ver§sA«lavg Freitag den 13. November 1903, abends 9 Uhr im Postkeller. *^96 Tages-Ordnung: 1. Wahl des Ausschusses für die Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes. 3. Abänderung der Statuten gemäß der Novelle vom 25. Mai 1903. . 4 Berichterstattung von der Generalversammlung deutscher ' Orts-Krankenkassen in Breslau, fowre des sreren Vereins hessischer Krankenkassen m Friedberg. Der Borstand: 8256 Gg. Da hm er, I. Vorsitzender. und Seefische j. ML Schulhof "ielepbon 119. ißioTTrptex iBertanöl nach au sw. MM w,chSt '■■; ■-----------------s Das Planola wird gebraucht von Bofmann, Godowski, Paderewskf, Rosenthal, Sauer etc. und dennoch Ist es so einfach, dass Jeder, ohne IRusik studiert zu haben, alle Klavlerkomposltonen richtig und mit vollem Ausdruck der eigenen Auffassung wiedergeben kann. Preis des planola Ul. 1200.— NI litt. RUDOLPH Seltersweg 91 • Glessen • Seltersweg 91 Filiale Marburg a./lt, eiisabethstrassc 4 MM I Unsere Fo8ik0BBiik ■ | für Zahn-, Mund- und Kiefer-Krankheiten 8 I mit eigenem Instrumentarium und von der Prtvatpraxis vollständig getrennt § steht unter Leitung eines Assistenten und ist wochentags von | 1—3 Uhr für Unbemittelte unentgeltlich geöffnet. 8 Schwalm, Zahnarzt 77131 Gießen, Bahnhofstraße 63, an der Wreseckbrücke. im Anschnitt und im Ganzen empfiehlt 05516] Frau Ebel, Nittergasse 11. ®Ä linder Lchmrjiiesel Nr. 25—26 3 M, 27—30 3.30 M so lange Vorrat reicht. Franz Neumcier, Sonnenstr. 20-22. 7766 Schellfische lebendsrisch in Eispackung, treffen heute ein bei 758- Georg Wallenfels Marktplatz 21. Telephon 46. Am 11. November 1903 beginnt die erste Gewinnziehnug der z.Se|s.-TDr.M!»i»M.i8tliMMmt Jteytwiao: 7500001 1 Prämie 500 000 M. 500000 Mk. 5 ä 75 000 w 375 000 w 1 Gewinn 250 000 ■ 250000 V 1 150 000 w 150 000 ■ 1 100 000 w iOOOUO w 2 ä 50 000 1 IOOOOO u 3 ä 40 000 w 120 000 0 4 ä 30 000 V 120 000 V 5 ä 25 000 w 125 000 w 5 ä 20 000 V IOOOOO w 25 ä 10 000 w 250000 ff 55 ä 5 000 w 275000 w 255 ä 3 000 e 765000 ff 1525 ä 1000 ir 1525000 ff 3080 ä 400 ■ 1232000 ff 23114 V ä 200 ff 4622800 ff u. s. V. zusammen 40 500 GeWÜHlß und 6 Prämien. Lose zu der am 11. November 1903 beginnenden Ziehung 7s 7i 72 7i 7999 Mk. 3.50 7.— 14.- - 28__ sind zu haben bei der amtlich bestellten Haupt-Uollettnr Richard Buchacker, Neuenbäue 11 Schwarze Anzüge liefert als Spezialität preiswert 8119] W. Karubach, Kanzleiberg 9. Ia. Dogclsv. Lanvvutter eingetroffen, per Pfund 1,15 Mk. Land-tzier per Stück 8 Pfg. 05415] W. Ullrich, Schloßgasse 7. Verkäuferin gesucht. 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November Tour XI: grllingshaujen- chluft—Hohensolms-Wetzlar, vorm. pünktlich von der üV-UHrpr.MölS.BockM 8278 8, BlL, 9, 9, 9 Prozent verteilt worden. . Bilanz und Gewinn- und Nerlustrechnung per 31. Dezember 1902 waren m Nr. öl dieses Blattes abgedruckt. Die Kommunalobligationen sind zum Handel an der Frankfurter Börse äugelaffen und gelangen durch uns und unsere Verkaufsstellen zur Ausgabe, zunächst zum Kurs von 99.50 Prozent. 8 8 Frankfurt a. M., Oktober 1903. AranKfurter Kypothekeriöank. Weiss Damast 130, 160 breit Borden Futtersachen Fertige Schürzen Reform-Schürzen Weisse Mulle 8274 Weisse Batiste Grösste Auswahl in vielen Arten. Tapestry Axminster Velours Tournay Smyrna Patent Smyrna handgeknüpft. Echt cHentallische Teppiche Donnerstag d. 26. Nov. 1908, nachmittags 8 Uhr, wird aus hiesigem Ortsgericht die vor den Namen 1) Sunon, Emilie, Ehefrau des Friede. Appel, 2) Simon, Theodor, 8) Simon, Friedrich, 4) Simon, Wilhelm, 5) Unverzagt, Justus, stehende Parzelle der Gemarkung Gießen Flur 1/965 = 810 qm Hofraite in der Mühlgasse öffentlich meistbietend zwecks Auseinandersetzung der Gemeinschaft versteigert. Großh. Ortsgericht Gießen. G r o s. 8277 Arankfurter «Hypothekenbank. Ausgabe 3V2%ifl« Kommunalobligationen Serie 1, nicht verlosbar und vor 1910 nicht kündbar. Wir haben mit der Ausgabe 3^,°/°'^ Kommunalobligationen Serie 1, zunächst im Höchstbetrage bis zu 5 Millionen Mark begonnen. Die Ausgabe erfolgt ausschließlich auf Grund von Darlehen an preußische Körperfchaften des Lsfentlichen Rechtes und von Dar- leben, für welche solche Körperschaften die volle Gewährleistung übernommen haben; di- Kommunalobl'gationen sind deshalb nach Art. 74 Nr. 4 des AusführungsgesetzeS zum Bürgerlichen Gesetzbuch in Preußen zur Anlegung von Mundelge d geeignet. Verwendung von Darlehen an andere deutsche Körperschaften des öffentlichen Rechtes bleibt nur für den Fall vorbehalten, daß der Bundesrat in der Folge die aus Grund solcher Darlehen ausgegebenen Obligationen zur Anlegung von Mündelgeld für geeignet erklären wurde (§ 1807 Nr. 4 des Bürgerlichen Gesetzbuchs). Die Serie hatZinsscheme per 1.■ San?? und 1. Juli und ist eingeteilt in Stücke von Mk. 5000 (Llt. H), Mk. 2000 (Lit. N), Mk. 1000 (Lit. 0), Mk. 500 (Lit. P), Mk. 300 (Lit. K), und Mk. 200 (Llt. Q), alle an äugend mit Nr. 1. Die Obligationen lauten aus den Inhaber, werden aber aus einen, den Bestimmungen in Art. 18 des Preußischen Ausführungsgesttzes zum Bürgerlichen Ge- setzbuch entsprechenden Antrag hin kostenftei auf Namen umgeschricden. Verlosung einzelner Nummern findet nicht statt; nur die ganze Serie oder einzelne Jahrgänge derselben können seitens der Bank und zwar erst vom Jahre 1910 ab zur Rückzahlung nach drei Monaten gekündigt werden; spätestens zum 1. Januar 1960 muß solche Kündigung erfolgen, sie ist m den Gefcllschastsblättern bekannt zu machen. Seitens der Inhaber find die Obligationen nicht kündbar. Die Einlösung von Zinsscheinen und gekündigten Obligationen erfolgt m Frankfurt a. M. an der Kasse der Bank, auswärts bei den jeweils bekanntzugeb.enden Stellen. Vorlegungs- und Verjährungssristen sind die gesetzlichen. . . Die Bank wurde am 28. Februar 1863 in das Handelsregister emgetragen, das Privileg zur Ausgabe von Jnhaberpapieren ihr damals erteilt. Das jetzt geltende, durch Allerhöchsten Erlaß vom 27. Dezember 1899 bestätigte Statut bindet die Bank hlnfichlllch ihres Geschäftsbetriebes einfach an die Bestimmungen des Hypothekenbankgesetzes und beschränkt das Recht zur Ausgabe von Schuldverschreibungen unter Verzicht aus die für altere Banken im Gesetz gegebenen Uebergangsbestlmmungen dahin, daß die Pfandbriefe den 15 fachen un einschließlich der Kommunalobligationen den 18fachen Betrag des emgezahlten Grün api a und des gesetzlichen Reservefonds nicht übersteigen dürfen. Gnde September 1903 betrugen das embezahlte Aktienkapital Mk. 18,vvV,0vv. , die Reserven und Gewinnvorträge zusammen Mk. 11,6-43,508.79, der Hypothe en es an Mk. 373,748,501.—, der Pjandbriefumlauf Mk. 357,586,900.—. Darlehen an preußische Körperschaften des öffentlichen Rechtes waren Mk. 3,521,225.12 zur Auszahlung ge rach, weitere Mk. 3,711,500.— abgeschlossen worden. An Dividende sind für die letzten 5 Fahre Seianntmachung. Am 9. November, nachmittags von 2 Uhr an. werden tm tadtifchen Pfandlokal, Seltersweg 11, eine Partie Gartengeräte, Kleider, Weißzeua, Küchengerät- chaften, ein 2-rcidriger Karren u. s. w. versteigert. Gießen, den 2. November 1903. Städtisches Armenamt. __Gurfchmann. 8235 Verdingung. Die zur Straßenunterhaltung erforderlichen Umpflaste- rungs-Ar beiten sollen Mittwoch den 11. d. Mts., vorm. 11 Vr Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Amtszimmer zur Ginsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. [8268 Gießen, 3. November 1903. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Stets günstige G-elegenheitskäufe am Lager. Aeltere Muster, Sachen welche notgelitten, zu Jedem annehmbaren Preise. Stadt-Theater Gießen. Direktion: Freies, den 6. Nsv. 1903 6. Freitag-Nbonnem.-Vorfteklung. Mm MDlene. Em bürgerliches Trauerspiel tu 3 Auiz. von Friedrich Hebbel. WM MHI MKGS» MH