Akr. S33 Grschetvt tSgltch außer SonmagÄ. Gern GießenerAnzetger werden im Wechsel mit bem hessischen Landwirt die Gießener Familien, v Unter viermal in der Woche beigelegt. -totattonSdruct u. Verlag der «rühNichea llntver^Buch- «.Stein» bruckevei(Pi«Üch Erben) Gchalftratze *!• Dldresie für Depeschen» «n-etgee Vietze», tzervwrechanschluß Nr. 51. Zweites Blatt. 153. Jahrgang Montag 5. Oktober 1903 Gietzener Anzeigers “ Seneral.llnjeiger »Mts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Sichen ———————______ -eiqenteU: Pan« Beck. Iie Heutige Wummer umfaßt 10 Seite». Ier butgarisch-tülLilche Krieg hat öegounen! Am Sonntag nachmittag erhielten wir folgendes Privattelegramm, das wir als Extrablatt bekannt gaben: Hd. London, 4. Oktober, mittags. RenterS Bureau meldet ans Sofia: Dort gingen Varnaer Telegramme ein, wonach bei Demirkapu au der Grenze des Vilajets Adrianopel em Gefecht zwischen einer Schwadron türkischer Kavallerie mit bulgarischen Truppen stattgefuudeu hat. AugebUch sind 11 Bulgaren und 30 Türken gefallen. Die Anerkennung dieser Meldung von WolfsS Bureau ging uns heute (Montag) früh zu. Anderweitige Bestätigung der 9tachricht fehlt noch. Trotzdem scheint kein Zweifel mehr obwalten zu können: Der orientalische Krieg ist ausgebrochen trotz der Mürzsteger Konferenzen, trotz der Warnungen von Rußland und Oesterreich, trotz der friedlichen Versicherungen der Türkei. Es wird weiter gemeldet, daß das Festungs-.Artillerie-Regiment in Sofia nach Philippopel verlegt worden ist und die bulgarische Kriegsoerwaltung die diesjährigen Rekruten statt im März nächsten Jahres bereits am 2. Oktober einstellte. — Wie aus Sofia noch gemeldet wird, find in Rilo wiederum über tausend Flüchtlinge an* «gekommen. Sie berichten von neuen blutigen Kämpfen, die unter Führung Zentschews und Jankows stattgefunden haben. — Rach Konsulats-Depeschen ist ein Aufstand im Sandschak Serres mit großer Heftigkeit ausgebrochen. Zahlreiche Ortschaften, darunter auch solche mit starken Garnisonen, werden von den Aufständischen hart bedrängt und mit Dyna- mtt angegriffen. Die Militärbehörden ersuchten um schleunige Verstärkungen der Garnisonen. Aus Stadt und Zand. Gießen, den 5. Oktober 1903. ** Empfang b ei Hofe. S. K. H. der Groß- Herzog empfing am 30. September den Oberkonsiftorial- rat und Superintendenten Petersen von Gießen und den Professor Dr. Brauns, Rektor der Landes- Universität. ** Ueber die gestrige Friedhofsweihe wird uns geschrieben: Trotz des denkbar schlechtesten Wetters sand Sonntag, 4JD&, nachmittags 4 Uhr die evangelische Weihe des neuen Friedhofes vor einer großen Gemeinde in würdigster Weise statt. Nach feierlicher (Hoffnung des Gottesdienstes im Freien sang der Knabenchor, dann folgte die eindrucksvolle, nur Glauben und Liebe atmende Weiherede des Pfarrers Dr. Naumann über Pf. 126, 5. 6, und das Weihegebet; nach einem Gesang des Mädchen- chors schloß der Geistliche mit dem Segen. Gewiß haben alle Anwesenden eine ergreisende und erheberrde Stunde durchlebt. Schwurgericht. P. Gießen, 3. Oktober. AuslauS. London, 3. D£t In den rabäfaTcn Kreisen wird versichert, Lord Miln er habe den Posten als Kolonialmckrister aus materiellen Gründen abgelehnt. 2lls Oberkommissar in Südafrika bezieht er einen Gehalt von 11000 Pfd. Sterl.; als Lvlonialminister würde er nur ein solches von 5000 Pfund beziehen. Es wird noch hinAUgesügt, daß Miliner nicht sehr vermögend ist. — Tie Umbildung des Kabinetts soll endlich vollzogen sein. Lord S-elbvrne, 5er gestern nach Bal- moral berufen wurde, wird Kolonialmiuister. Rom, 3. Ort. In einer heute veröffentlichten ersten Enzyklika gedenkt Papst Pius X. zunächst seiner Wahl zum Papst und sagt, er habe unter Tranen und inbrünstigen Gebeten seine Erwählung zu vermeiden gesucht, da er sich, für unwert dieser Ehre gehalten habe. Ihn habe der Gedanke tief bewegt, Nachfolger desjenigen Papstes werden zu sollen, der 26 Jahre hindurch die Kirche mit höchster Weisheit und erhabener Einficht tin Glanze so vieler Tugenden gelenkt habe. Er sei auch besonders durch die höchst ver - hängnisvollen Zu starr de in der bürgerlichen Gesellschaft erschrecke gewesen, weil diese gegenwärtig mehr als in der Vergangenheit von sehr tiefgehender Unzufriedenheit er füllt sei, die immer mehr um sich greife und der Gesellschaft Verderben zusühre. Er habe sich dem Willen Gottes im Vertrauen auf seine Hilfe gefügt. Für sein Pontifikat ö^bc es kein anderes .Programm, als das Ziel, alles auf Eyristum zurückzuleiten, sodaß Christus alles und in allem sei. Ter Papst fährt dann fort: Der eine und der andere wird in unjerer Seele geheime Bestrebungen zu entdecken suchen, um sie auf weltliche Ziele und Parteiwünsche zurückzuführen. Wir erklären, um jeder nichtigen Erwartung vorzubeugen, daß wir vor der menschlichen' Gesellschaft nur ein Dien er Gottes sein werden^ dessen Willen auszupchren wir eingesetzt sind. Der Papst appelliert sodann an die Mitarbeit der Bischöfe. Man müsse der Erziehung der Jugend, besonders der für den geistlichen Beruf 6,eftimirrten, besondere! Sorgfalt zuwenden. Er wünsche, daß in den Städten und auf dem Lande immer mehr katholische Vereine Deutsches Keich. Berlin, 4. Okt. Der Kaiser hörte gestern im Jagdschloß Rominten die Vorträge des Mnisters <£ec. Studt und des Ministers von Podbielski. — Die „Münch. 9t N." veröffentlichen einen Aufruf zur Gründung einer „sozial-aristokratischen Partei", der ihnen von einem Berliner Dr. Eduard Loewenthal zugegangen ist. Aus dem Programm, auf das der Gründer die neue Partei aufbauen will, sei angeführt, es werde für alle Freunde der Wahrheit, des Rechtes und der Humanität zur Pflicht, sowohl gegen den plump ma- terialisttschen Terrorismus von der einen, wie gegen die Reaktionsgelüste von der andern Seite entschieden Front zn machen und sich unter einem neuen Banner — dem der Sozial-Aristokratie — zusammenzuscharen. Die Sozial- Aristokraten werden den großen Prinzipien fragen, welche die Gegenwart bewegen, nicht aus dem Wege gehen, sondern offen und energisch Stellung zu denselben nehmen, — sie werden die Religion oder Weltanschauung nicht nur al- Privatsache, sondern auch als Gesellschastssache betrachten, und zwar im Sinne des Coaitanteutums, d. h. der Religion des Wissens und der Wifsenserweckerung, sie werden offen sich zu dem Grundsatz bekennen, daß auch im polckiichen Staatenverkehr die Herrschaft des Rechtes an die Stelle der Willkür und Gewalt treten muß." ^Der Aufruf gipfelt in einem Ruf nach einer obligatorischen internationalen Friedensjustiz und "einem Weltstaatenbund der Zukunft. entstehen wmb Vorbilder christlichen Lebens geben. Wenn alles auf Christus zuruckgeleukt sei, würden die Vornehmen und Weichen gerecht und liebreich gegen die Niederen fein stnd diese würden mit Ruhe und Geduld auch die schmierz- lichsten Nöte ertragen'. Achtung und Liebe gegenüber den Obrigkeiten wurden als Pflicht betrachtet werden. Dann werde es schließlich offenkundig werden, daß die von Christus eingesetzte Kirche völlige Unabhängigkeit von äußerer Herrschaft genießen müsse. Indem diese Freiheit gefordert wird, wäre es nicht nur dem heiligen Rechte der Religion gemäß, sondern es werde auch für das allgemeine Wolst und die Sicherheit der Völker gesorgt werden. Wien, 3. Okt. Der Zar ist programmmäßig heute nachmittag vom Bahnhofe Aieidling nach Darmstadt abgereist. Die beiden Atonarchen verabschiedeten sich au: das Herzlichste von einander. Budapest, 3. Okt. In einer Berliner Korrespondenz tritt der „Pester Lloyd" den Gerüchten energisch entgegen, wonach Prinz Eitel Friedrich oder Prinz Adalberts sich auf die Thr o n so lg e in den Ländern d er Stefanskrone vorbereiten und zu diesem Zwecke die ungarische Drache studieren. Maßgebenden Ortes trete man dem Unfug, die deutschen Kaisersöhne für deutschf- seindliche und antidynastische Zwecke zu gdbrauchen, schar entgegen. bares Geld verliehen und oieses Darlehen, welches vom Vormund seines außerehelich geborenen Kindes gepfändet werden sollte, sich zurückzahlen lassen, unter Umständen, welche den Verdmyt rechtfertigen, daß es ihm nur darum zu tun war, die 200 Mark der drohenden Zwangsvollstreckung zu entziehen, von deren Awordnung er wohl Wind bekommen haben muß. Dem Angellagten Graulich wird aus Den Akten der Voruntersuchung vor gehalten, daß er dem Untersuchungsrichter gegenüber ein umfassendes Geständnis seiner Schuld abgelegt hat. Landgerichtsrat Sandmann erklärt als Zeuge, daß der Angeklagte ihm gegenüber, als er in der Strafsache gegen Graulich die Voruntersuchung gefiihrt habe, ein offenes Geständnis seiner Schuko abgelegt hat. Den Geschworenen lag die gfrage vor, ob der Angeklagte wissentlich einen falscben Eid geleistet habe. Auf Antrag des Verteidigers wuröe noch für den Fall der Verneinung der von amtswegen gestellten Frage die weitere Frage gestellt, ob der unter Anllage stehende Eid fahrlässig falsch geschworen sei. Gerichts- asfessor Dr. Hetzel begründete bte Anklage und bittet die Geschworenen, die erste Schuldftage wegen wissentlichen falschen Eides zu bejahen. Rechtsanroalt Katz plaidiert auf Verneinung der auf Meirreid'gerichteten Schuldfrage, es sei dem Angeklagten zu glauben, daß er im Moment, als er den Eid geleistet, nicht daran dachte, daß er zu Hause noch den Betrag von 50 Mack habe. Tie Jury bejahte nach! kurzer Beratung mir die Schuldftage wegen fahrlässigen Falscheides, worauf der Gerichtshof auf 10 Monate Gefängnis, von denen 2 Monate der Untersuchungshaft in AbrechnurM kommen, erkannte. Der Staatsanwalt hatte 1 Jahr Gefängnis beantragt. Heute, am Samstag, verhandelte das Schwurgericht gegen den Landwirt unb Gastwirt Valentin Schäfer von Lornshausen, früher Gerneinderechuer daselbst, wegen 23er- brecheus im Amt. Den Vorsitz ftihrte Landgerichtsrat Schmeckenbecher, die Landgerichtsräte Wehner und Koch fungierten als Beisitzer. Gerichtsassesfor Dr. Hetzel vertrat die Anklage. Rechtsanwalt Arnold führte die Verteidigung. — Der Tatbestand ist der folgende: Der 48 Jahre alte Angeklagte ist seit 1896 Gemeinderechner der etwa 250 Seelen zählenden Gemeinde Berrrshausen. Als solcher hat er in den letzten Jahren, besonders in 1901 und 1902, mehrere gröhere Betrüge unterschlagen und den ordnungsgemäßen Eintrag in die Bücher der ca. 2400 Mark äusmachenden Summen unterlassen. Die Beweisauftlähme ergibt, daß, toeim der Angeklagte alle die unterschlagenen Posten in das Tagebuch als Einnahnw eingetragen und die Beträge in die Gerneindekasse eingelegt hätte, er nie eine Uebekzahlung haben würde, fonoern im Gegenteil stets Ueberschuß gehapt haben würoe. Ferner wird fest- gestellt — was der Angeklagte auch zugestand — daß Schäfer die Gemeindegelder nicht in einer gesondertere Kasse, sonderrr mit seinen Privatgeldern zusammen in einen Kasten getan hat. Gerichtsassesfor Dr. Hetzel plaidierte auf Bejahung der Schuldfrage, er tritt aber dafür ein, daß man den Angellagten für sein Tun nicht ins Zuchthaus schicken solle. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Arnolo, hüll es nicht für direkt nachgewiesen, daß der Angeklagte wirklich die Betrüge unterschlagen hat. Nach viertelstündiger Beratung sprachen die Geschworenen den Angellagten schuldig des Verbrechens im Amt, bewilligten chm aber mildernde Umstände. Der Gerichtshof erkannte darauf auf 1 Jahr Gefängnis, lehnte aber die vom Vertreter der Staatsbehörde beantragte Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte ab. Zlveisellos könne man annehmen, daß Schäfer, der in seinen Vermogensverhältnissen zurück^ gekommen gewesen, in einer gewissen Mtlage gehandelt habe. Zwei Monate der erlittenen Untersuchungshaft sind dem Angeklagten als von der Strafe verbüßt in Anrechnung gebracht worden. Mit dieser Verhandlung schloß die diesmalige Tagung des Schwurgerichts. In der gestrigen Verhandlung vor den Geschvorenen hatte sick) der bisher unbeftrafte 26 Jahre alte Maurer Paul Graulich aus Wallersdorf wegen Meineids zu verantworten. Die Richterbauk 'bestand aus Landgerichts- rat Schmeckenbecher, Vorsitzender, den Landgerichtsräten Dornseiff und Neunhagen, als Beisitzer. Die Anklage vertrat Gerichtsassessor Dr. Hetzel. Verteidigt wurde der Angeklagte vom Rechtsanwall Kcch Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, daß er am 21. Januar 1902 vor dem Amtsgericht Alsfeld wegen einer Alimeutenforderung, wegen der er fruchtlos gepfändet worden war, einen wisjeutllch falschen geleistet hat. Er gesteht zu, daß, als er sein BennSgen unter Eid abgegeben hat, er Noch im Besitz von 60 Mark war, welche er dabei verschwiegen hat. Er will bet Leistung des Eides nicht daran gedacht haben, daß er zu Hause diesen Betrag habe, auch will er im Glauben esen sein, er brauche diese Summe, welche er demnächst zu seinem und 'feiner Familie Lebensunterhalt en wollte, nicht anzugeben. Der An- gellagte war seinerzeit Verurteilt worden, pro Monat 15 Mark für fein unehelich geborenes Kind zu zahlen. Zwei Tage vor seiner Verurteilung hat er ein Erbteil in Höhe von 200 Mark, welches sein Bruder in Gewahrsatn hatte, bei diesem erhoben, um, wie er angi&t, bis auf einen Rest von 50 Mark, Schulden damit zu bezahlen. Ter Angeklagte hat dann nachgewiesenermaßen 5 Monate später, nachdem er den Offenbarrm-gseid geleistet hat, 200 Mark i ** Aus dem Stadttheater-Bureuu. Für das Stobitzer'sche Lustspiel,^Liselottt', das bei der Rentiere von dem Publikum mit großem, spontanen Beifall aul* genommen wurde, macht sich derart reges Sntereffe geltend, daß die morgige DieEag-Aufführung ein stark- besuchtes Haus aufweisen dürste. — In Dorberellung fleht Engels spannendes Drama „Üeber den Wasserw. ** Die Ueberreichuug der Meisterbriefe an die erfolgreichen Teilnehmer an der Prüfung für die Provinz Oberhessen fand gestern früh um V2U. llhr im großen Saale des Cafs Leib feierlich statt. Es war eine sehr große Zahl, die der Ernennung zu Meistern wartete. Baumeister T r a b e r als Vorsitzender der Prüfungskommissiou begrüßte die jungen Meister und Ehrengäste, besonders die Vertreter der Großh. Staatsregier- uug und der Großh. Handwerkskammer, und hob hervor, daß es erfteullch fei, daß eine sv große Zahl von Handwerkern bei dieser zwecken Prüfung seck der Einführung der Gewerbeordnung um die Zuerkennung des Meistertitels sich beworben habe. Das sei ein Zeichen, daß die Meisterprüfung Anllang unter den Handwerkern gefunden habe. Er forderte die Junghandwerker auf, nach Empfang der Meisterbriefe fixt), dieses Titels stets würdig zu erweisen. Ministerialrat Braun hielt als Vertreter der Großh. Staatsregierung eine sehr schöne, sinnreiche Ansprache an die Versammlung, indem er sie zur Verleihung des DLeistertitels begMck- wünschte und an das Wort Hans Sachsens in Richard Wagners „Meistersingern" anknüpfte: Verachtet mir die Meister nicht, und ehrt mir ihre Kunst! Er erinnerte an den Streit, der damals, bei der Einführung der Bestimmung der Gewerbeordnung sich erhoben habe darüber, ob die Meisterprüfung nützlich sei oder nicht. Ec habe immer gedacht: tteberlaßt die Entscheidung dieser Frage doch nur denen, die sie zunächst angeht. Die Handwerker selbst werden chon durch die Erfahrung wissen, wie sie sich dazu zu stellen haben. Die heute so überaus große Zahl der jungen Erwerber sei ein Zeugnis dafür, daß die Verleihung des Meistertckels nützlich und erwünscht sei. Auch Mlnisterial- rat Braun forderte mit schönen Worten die Handwerker auf, ihren Stand und Meistertitel stets hochzuhalten. Er schloß mit des Meistersingers Worten: Drum sag' ich Euch: Ehrt eure deutschen Meister, dann bannt ihr gute Geister! Nach ihm ergriff als Vertreter der Großh. Handwerkskammer £herr Falk das Wort, um ebenfalls seine Glück- wünsche auszusprechen, den großen Bemühungen der Prüfungskommission, besonders dem Vorsitzenden, Herrn Traber, Dank und Anerkennung zu zollen und eindringlich zu ermahnen, die Meister möchten doch stets ihrem Beruf Ehre machen und an allen Dingen, die das Handwerk angingen, nach bestem Können mitwirken. Dann werde auch bald den Wünschen der Handwerker ncch» mehr Interesse und Wohlwollen entgegengebracht als seither. Sck)ließlich sprach noch Ingenieur Schiele im Namen des Ortsgewerbevereins den jungen Meistern Glückwünsche aus und verwies auf die Tätigkeit der Gewerbevereine, die den Fortschritt des Handwerks, das noch heute einen goldenen Boden habe, er- trebten. Auch er erkannte die Verdienste des Herrn Traber an und dankte ihm dafür. Es erfolgte darauf die Aufrufung der einzelnen Meister, die mit Handschlag geloben mußten, den Meistertitel hochzuhalten und danach die Urkunde empfingen. Zur Prüfung hatten sich 97 Kandidaten angemeldet. Von diesen haben 89 Kandidaten bestanden, 6 bestanden nicht, 2 traten während der Prüfung zurück. Nach den Gelverben verteilen fich die Kandidaten wie folgt: 17 Schreiner, 4 Glaser, 1 Drechsler, 1 Imker, 1 Pflasterer, hatte. läge der Pulsometer war nicht ganz fertig. Erbsen 00.00—00 Mk., Linsen 00.00 Mk., Lein 00.00 All., Mieten00.00 -Anl. 4l/a% äussere Argentiner eintrefsen werden. Im Laufe des heutigen Tages kamen 372% 3% 3V.% 3°/o 372% . 99.20 . 101.95 100.60 . 99.90 . 103.35 . 51.70 . 31.70 . 36.80 . 132.80 . 44.- Reichs anleihe do. Konsole . do. . . Hessen Ober liessen 1% C. Türken Türkenlose . . . 4°/o 0riech. Monopo . 101.85 . 90.40 . 101.60 . 90.45 . 100.— u. a. mitteilte, daß der Protektor des Stenographentages, Prinz Friedrich Karl von Hessen jein Erscheinen bei der Festsitzung in Aussicht gestellt habe. Es folgten Fachvorträge. a. Marburg, 4. Ott. Der Gesangverein Liedertafel feierte gestern abend im Museum sein 40- jähriges Stiftungsfest durch einen in der denkbar schönsten Weise verlaufenen Kommers. Von auswärts waren u. a. erschienen der Bauersch.e Gesangverein Gießen und Heiterkeit-Gießen. Die Festrede hielt §mupttehrer Schneider, im Namen des Lahntalsängerbundes sprach Oberlehrer Storch-Butzbach. Ansprachen wechselten mit Liedervvrttägen und gemeinsamen Kommersliedern. Der Bauersche Gesangverein überreichte als Angebinde einen Dirigentenstab und ein Schild zur Verzierung der Fahne, Herr Zean Arnold vom Gesangverein Heiterkeit-Gießen ein Bild von Gießen. Stürmischer Beifall folgte besonders den Liedervorträgen des Bauerschcn Gesangvereins. Einem noch lebenden Begründer der Liedertafel, Herrn Roch, wurde ein mit Blumen geschmückter Sessel überreicht. Erst gegen 2 llhr fand der offizielle Teil sein Ende, worauf die Fttmlü- töt in ihre Rechte trat. Heute morgen findet ein ^äugertag des Lahntalsängerbundes statt, bei dem es sich um die Wertung der Ehöre und um den Preischor für das nächste Bundesjängerfest handelt. Abends schließt sich im Aiuseum t | ein Festball an. . 27.20 . 92.35 . 98.50 . 103 80 . 204.70 . 188.90 . 139.60 . 148.70 . 156.20 . 139.80 . 16.40 . 192.60 . 229.50 . 185.50 . 190.00 Kunst und WUenschajl. — Sudermanns neue Komödie „Der Sturm- Vermischtes. * Ueber einen Bahn Unfall bei Scho engei- sing in Bayern wird amttich gemeldet: In der Station Schoengeising entgleisten am 3. d. M. gegen 6.45 llhr abends von dem, von Lindau kommenden'Schnellzuge I einige Wagen. Sechs Personen wurden leicht fr er * letzt, der Verkehr wurde durch llmparkierung aufrecht Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Darmstädter Bank. Die Aktien der Darmstädter Bank sind in den letzten Tagen um nahezu 272 Prozent gestiegen, ohne daß besondere Gründe für diese Steigerung bekannt geworden wären. Einerseits hört man, ttafc das Institut großes Interesse an den in der letzten Zeit ebenialls nicht unwesentlich gebesserten portugiesischen Anleihen habe und andererseits soll einer der Direktoren der Bank, der bekanntlich eine Informationsreise nach den Vereinigten Staaten unternommen hat, von dort recht gute Nachrichten gesandt haben. Vielleicht wird man schon in nächster Zeit näheres gerade hierüber ersahreii uiid sich nicht mehr aus Vermiitungen beschränken müssen. Märkte. - Die Feier de§ 30jährigen Stiftungsfestes deL kaufmännischen Vereins wurde am Samstag iabend im neuen Saalbau gefeiert. Man war in Ball-Toilette erschienen und nahm zunächst an den weiß bedeckten Tischen «Platz, um sich bei Musik und Theateraufführungen gesellig zu unterhalten. Musiker unserer Regimentskapelle spielten einige hübsche Stücke, worauf das Personal unseres Stadttheaters mit der Aufführung zweier Einatter die Festteilnehmer er-! freute. „Flitterw ochen", ein Schwank, von Direktor Steingötter verfaßt, war mit den unbegründeten Eifersuchtsszenen, die die junge Gattin dem über die unbegreiflich aufdringliche, nicht aus der Welt zu schaffende Existenz der Eva Müller verzweifelten Gatten machte, sehr amüsant. Das zweite Lustspiel, ,Zum Einsiedler", von Benno Jacobson, rief unter den so zahlreich vertretenen noch zu habenden jungen Damen und Herren eine tiefgehende, wohl vielfach entscheidende Sttmmung hervor. Denn wenn auch nach 25 Jahren der Sanitätsrat Schlomann viel von feinem ehemaligen Zartgefühl verloren hat und ein bequemer alter Polterer geworden ist, der sich von seiner Frau die Stiefel auSziehen läßt, so lag doch in all der Zärtlichkeit, die der Doktor Siegfried Cornelius und seine junge Frau an ihrem Hochzettsabend in jenem auch von dem Schlomannschen Paar in ihres Lebens Mai benutzten Zimmer für einander haben, ,so viel unbestrettbarer Reiz, daß sich der jungen Wett im Ballstaat em Himmel zu öffnen schien. Das Stück war sehr paffend ausgesucht und hat viel Beifall gefunden. Bei dem Ball, der daraüf stattfcmd, wird noch viel die Rede davon 3 Bäcker 9 Mrsiger, 3 Schuhmacher, 1 Schneider, 4 Schorn- ftemfegei, 2 Buchbinder, 15 ffltauire, 7 Staun««, 6 Waquer, 7 Weißbinder, 3 Sp-n-fler, 1 Kupferschmied, 2 Satt, ler 6 Schlosser, 2 Dachdecker, 3 Steinmetzen, 1 Mechaniker Tie Prüfungen erstreckten sich >vie Herr Traber imtgcteiU Meisterstück und ÄrbeWprobe; schriftliche Fach- kerrntnisse mit Zeichnungen und Kostenanschlägen, mündliche Fachkerrnttrisse, Buch- und ReckMungSftchrung ernschließllch W^selkuude, schriftlich und mündlich, Gesetzeskunde (Gewerbeordnung, Kranken-, Unfall- und Jnvalidenver- an: Kronprinz und Kronprinzessin fron Griechenland, Prinz und Prinzessin Nikolaus von Grietzenland, die sämtlich im Residenzschloß nbftiegen- ferner Prinzessin Beatrice ur^ Prinzessin Viktoria Eugenie von Battenberg, Prinz Ulbert uon Schleswig-Holstein und der Herzog von Teck, die lamtlich im Alten Palais Wohnung nahmen. Die Königin von England und Prinzessin Viktoria von Gvotzbritaunien, sowie Großfürst und Großfürstin Sergius, die morgen ein- treffen, nahmen int Neuen Palais und das Königspaar von Griechenland, sowie Prinz und Prinzessin Georg von Gme- ckunland, Großfürst und Großfürstin Georg von Rußland, und Herzogin Werra von,Württemberg nahmen im Residenzgeselle Sokrates" sand bei ihrer Erstausführung im Lessing- Theater zu Berlin — das Buch gelangte gleichzeitig zur Ausgabe ,;... 'ich— v.i Stuttgart (Preis 2 Mk.) — freundlichen , « ■ ■ . . ~ Beifall, in den sich zum Schluß freilich auch Widerspruch mischte. ,brannte es m der „Bruckenmuhl e . ^n einem Jiebcn* Stück spielt unter alten Achtundvierzigern, den „Sturmbau war das Feuer ausgebrochen und dieser stand bereits in gesellen", in einer'kleinen ostpreußischen Stadt. Der Konflikt wird wollen Flammen, als die Feuerwehr erschien. In den dort durch die Söhne des einen Sturmgesellen herbeigeführt, die teils >°°-°>^ »«.. NW SÄ' Rechtzeitig hatte man den dort schlafenden, fchwerkranken jeine Hauptgestalten balb ernsthaft, bald komisch. Es ist anzu- Großvater zu bergen vermocht. Einige Hühner, Wäsche, erkennen, daß er ersichtlich bemüht gewesen ist, diesmal mit ehr- Sch litten und anderes verbrannten. Der Regen half den licheren Mitteln zu arbeiten. Die Aufführung war angemessen. •*«} !°d°d m» d"*L;«LL'L prächtiger Neubau, gerettet werden konnten. „jeinen 70. Geburtstag bereits vor einem Jahre gefeiert hat. h. M ü ck,e, 4. Ott. Der Brunnen auf Station Mücke war, Die Angaben über seinen Gebuttstag in den Lexika beruhen auf wie man uns mitteilt, als er den Extrazug Laubach-Mücke einem Irrtum". Auch die Berliner Blätter brachten am 3. d. Ms. mit Wasser versehen sollte, nicht eingestürzt, sondern die An- ähnliche Noüzen^wie wir. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. 5. Oktober i«03. too sie denn auch bald darauf niederkam, vor all dem 'Publikum, das die Afsaire angesammelt hatte. Durch den diensttuenden Bahnhofsportter und andere Bahnbeamte !wurde die Stattonsverwaltung und die hiesige Polizei be- iMhrichtigt, die im ersten Augenblick des Schreckens auch Mlos waren. Zufällig kam gerade der Kreisarzt, Medi- ^ülrat Dr. Mathias, ohne dessen sofortige Hilfe das Kind vielleicht gestorben wäre. Nachdem eine in der Nachbarschaft wrchuende Wirtsfrau Kleidungsstücke herbeigebracht hatte,' wurde die Mutter mit dem Kinde mittels Droschke nach dem Hospital gefahren, wo jetzt die Aufnahme gestattet 1869 zu Gießen, geborenen Georg Daniel August Andreas Gellfus, wohnhaft in Chicago, wurde nach dem Großh. Regierungsblatt gestattet, statt seines seicherigen in Zukunft den Familiennamen .Edward* zu führen. ** Unferm Berichte üb er die letzte Stadt- oerordnetensitzung vom Freitag ist nachzuttagen, daß die Herren Stadtverordneten Faber und Schaffstaedt ebenfalls ankvesend waren. r r Butzbach, 3. Ott. Der Ehrenbürger Butzbachs, Ober- realichuldirettor Jäger und seine Gemahlin zu Offenbach haben für die hiesige evangelische Kirche em großes Fenster mit bunter Glasmalerei gestiftet. ,---—D—- - -r -. ,, । , , 0 Friedberg, 4. Ott. Der hiesige Bahnhofswarte- letzt, der Verkehr wurde durch llmparkierung ausrecht saal 3. und 4. Klasse war gestern mittag gegen 2 Uhr der erhalten. Die Entgleisung scheint durch vorzeittge Weichen- S-chauplatz eines äußerst selten vor komm end en Umstellung erfolgt zu sein. Die Untersuchung ist eiugelettct. ^Zwischenfallles. Mtt dem Homburger Zuge 12,26 Uhr — lieber ein fchwer es Eis enb ahnun g lück in Ruß- ttau aus Merzhausen bei (Ufingen eine Dame hier an, welche land wird tÄegraphiert: Bei Tomsk entgleiste ein Per- um 2,14 llhr mit dem Zuge Weiterreisen wollte, um in so'nenzug der sibirischen Bahn, wobei der Maschinist, der Marburg in der Entbindungsanstall Aufnahme zu suchen. Heizer und ein Kondutteur getötet, acht Passagiere ^Kurz nach ihrer Ankunft im hiesigen Bahnhöfe aber stellten leicht verletzt wurden. n'ich schon Geburtswehen ein und durch einige mttleidige " * Paris, 3. Okt. Bei St. Cyprien hat sich gestern Personen wurde che Dame nach dem städtischen Hospital wiederum ein Automobilunfa ll ereignet. Der gebraut Hier wurde sie wegen Mangels an Aufnahme- Wagen, in dem sich das El)epaar de St. Victor befand in bescheinigungen nicht ausgenommen. In chrer Hllslosigkett Begleitung einer Frau und des Führers, tippte infolge kam die Dgme allein wieder nach dem Bahnhofe zurück, Platzens eines Reifens um. Die beiden Dani en wurden wo sie denn auch bald darauf niederttun, vor all dem auf der Stelle getötet, während die beiden männlichen " * " ~ c Insassen mit Verletzungen dafronkamen. * Chambery, 4. Okt. 4 Alpentouristen, welche den Mont Blanc besteigen wolllen, sind von sehr heftiger Kälte überrascyt worden. 3 sind tot, der vierte lebensgefährlich er fr an Ü. R 0 m, 3. Ott. In der K a t h e d r a l e Imola Romagna wurde nach einer Feier vor einem Beichtstuhl eine Bombe gesunden, welche der Atterttäter auzuzüuden unterlassen ... — —o v---i -—ic. Frankfurt a. M., 5. Okt. (Orig.-Tetegr. des „Gießen, schon hier weilen oder am Montag und Dienstag noch hier Anz.") Arnikiche Slotierungeu der heutigen Fruchlrnarktpreise: cintreffen werden. Im Laufe des heutigen Tages kamen Weizen All. 16.50—00.00, Kurhessifcher Äck. 16.75—00.00. La Plata Mk. 16.75—17.75, Kansas Mk. 16.75—17.75, Roggen (hiesiger) Mark 13.25—13.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.55—15.50, Franken- selber Mk. 16,00—16,25, Hafer Mk. 13.25—13.75, Mais Mk. 13.00—00.00, Weizenmehl' 0 Mk. 25.75—26.25, 2. Qualität Alk. 23.75 bis All. 24.25, 3. Qualität Mk. 21.75—22.25, Noggenmehl 0 Mk. 22.00—23.50,1. Qualität Mk. 19.25—20.25, Weizenkleie Mk. 9.00 bis Mk. 0.00, Roqgenkleie Mk. 9.75—10.25, Maiskeime Mk. 10.25 bis Mk. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 00.00—000.0. Alles per 100 Kg. ab hier. ko. Frankfurt a. M., 5. Okt. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preife. Bum Verkaufe standen: 506 Ochsen, 4 aus Oestreich 52 Bullen, 0 aus Oestreich, 724 Kühe, Fersen, Sttere und Winber, 0 aus Oestreich, 326 Kälber, 297 Schafe und Hammel, 1298 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 ©Wammer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen l.Qualttat 72—73 Ml., 2. Qual 67—69 Alk., 3. Qual. 64—66Alt.; Bullen l.Qual. 65 bis 67 Mk., 2. Qual. 61—64 Mk.; Kühe 1. Qual. 67—69 Mk^ 2.Qual. 65—66 Mk., 3. Qual. 54—56 Alt, 4. Qual. 51—53 Alk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber: 1. Qualität86—87Psg.,Lebendgewicht 53-56 Pf., 2. Qual. 81—85 Pfg., Lebendgewicht 50—51 Pfg., Schlachtgewicht 71—74 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 70—72 Pfg., 2. Qual. 64—66 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweme 1. Qual. 59—00 Pfg., Lebendgew. 46 Pfg., 2. Qual. 57-58 Pfg., Lebendgewicht 45—oo Psg., 3. Qual. 50—55 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft: bei Hornvieh gut, urrbedeutender lleberstand; bei Klen- vieh gut, kein lleberstand. __ schloß Wohnung. Darmstadt, 4. Ott. An der am 15. Oktober statt- sindendcn Landtagsersatzwahl für Darmstadt wird das Zentrum diesmal, im Gegensatz zur vorigen Wahl, jedenfalls eine bestimmte Parole ausgeben. Es hat von der Bürgermeisterei eine Abschrift der Wählerliste bezogen und fordert durch Inserate in Darmstädter Blättern feine Anhänger zur Prüfung der Wahllisten auf. Die Nationalliberalen haben ihre Kandidaten schon lange nominiert, die Verhandlungen zwischen Freisinnigen und Sozialdemokraten, den letzten Siegern, sollen bekanntlich gescheitert fein. Die Sozialdemokraten rechnen für sich 800 Stimmen von 1826 sozial-freisinnigen im Jahre 1902. — Im Alter von 64 Jahren ist hier der Gew erberar Moes er verstorben. Frankfurt a. M., 3. Okt. Ser zweite Stenographentag der Schule Stolze-^chrei) mürbe heute von den: Verbands-Vorsitzenden von Wittken eröffnet, der L"/g Mexikaner . . 41/2°/o Chinesen . . . Electric. Schuckert . * Nordd. Lloyd . , Kreditaktien ... Diskonto-Kommandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . . Lombarden . . . . Gotthardbahn .... Laurahütte..... Bochum ... ... Harpener..... Tendenz: fest Gründerg, 3. Oktober. Fruchtrnarkt (Durchschnitts- I preis pro 100 Kilo.) Weizen 16.00 bis 16.10 Mk., Korn 14.50 bis IG.— Alk., Gerste 00.00 bis 00.00 Hafer 12.00 bis 12.25 Mk., Neueste Meldungen. Origiualdraytmeldungen des Äreßener Anzeigers. Berlin, 5. Ott. In der Kindesunterschiebungs-Affäre Kwilecka werden Graf Cbigniew und Gräfin Ziwilecka am 26. Oktober sich vor dem hiesigen Schwurgericht zu verantworten haben. Mitangettagt sind drei Frauen, darunter eine Hebamme wegen Beihilfe. Die Verhandlungen werden infolge des umfangreichen Zeugenapparates, der nahezu an 200 Perfon en umfaßt, mehrere Wochen dauern. — Ein 19jähriger Hausdiener, der bei den letzttägigen Ausschreitungen anläMch des Omnibusstreites drei scharfe Revolverschüsse auf die Schutzleute abfeuerte, ist wegen Mordversuchs verhaftet worden. — Die wiederholl vorbestrafte Frau Mritz,^die in der Mauerstraße ein Pensionat betrieb, in welchem unter dem Vorwande der Massage die bedenklichsten Dinge getrieben wurden, ist festgenommen worden. Frankfurt a. M., 5. Okt. Anläßlich des vom 2. 6i5 6. Oktober hier stattfindenden zweiten Stenographentages der Süchte Stolze-Schrey sand im Zoologischen Garten eine Festsitzung statt.' Die Begrüßungsansprache hielt der Verbands vor sitz ende A. von Wittken-Berliu. Ez-z. v. Lindequist brachte ein Hurra auf den Kaiser ans. Namens des O'berprafidenten sprach Regierungsrat Schhlin- Kassel, namens des hiesigen Oberlandesgerichts-Prä/iden- ten Oberlandesgerichtsrat Weigelt. Stadttat Schrader überbrachte die Begrüßung des Magisttats und Herr Götz- Rigaud die der Handelskammer. Die Festtede hielt Oberlehrer Tr. C. Dewitscheit-Breslan. London, 5. Ott. In Offizierkreisen, speziell in denen der vornehmsten Regimeitter wird die Abfassung einer ungewöhnlich scharfen Protestnote gegen die Belgrader Offiziere, welche am Königsmord teilgenommen haben, geplant. In dem Schriftstück heißt es u. a.: Solange einer der Mitschuldigen in den Reihen der serbischen Armee steht, solange bleibe sie mtt dem Kainszeichen fchmachfrollster untreue behaftet und jeder Gentleman wird den serbischen Offizier aufs tiefste verachten, solange er sich Kamerad der Memhelmörder nennt. Der Protest schließt mit einer Sympathie-Kundgebung für die im Nischer.Prozeß verurteilten Osfizrere und soll, von Offtzieren anderer Nationen unterstützt, dem König Peter übermittelt werden. r „ Wien, 4. Ort. Nach den Murzsteger Besprech- ungen gingen an die Botschafter Frhr. v. Ealice und Sinowjew identtsche Telegramme, in denen es heißt, die Botschafter sollen int gegenseitigem Einvernehmen der türkischen Regierung Mitteilen: Um den festen Entschluß Oesterreich-Ungarns und Rußlands darzulegen, auf der vollständigen Durchführung ihres Reformprogramms zu beharren. wurde. , c X Gründers, 4. Ott. Gestern abend hat ein hiesiger hochdetagter Einwohner in der Höfenttänke den Tod gesucht und'gefunden. Der Bedauernswerte hat die .Tat in einem Falle geistiger Umnachtung vollbracht. § Ruppertenrod, 3. Okt. In der verflossenen^Nachi "" $f‘“nWbc" “mm*£ gewesen fein, *• Der Kaufmännische Verein beginnt morgen, Dienstag, wieder mit seinen regelmäßigen Wmterkegelabenden. Es dürste dieser gesunde und anregende Sport, bei welchem Gelegen Heck zu stöhlicher Geselligkeit geboten ist, die Herren, welche tagsüber ans Bureau geseffelt sind, gewiß veranlassen, ihrem Körper ein paar Stunden gesunde Bewegung zu geben. — Namensveranderung. Dem am 13. Dezember R. B Darmstadt, 4. Ott. Der Kaiser vonRuß- 1 ant) ist heute vormittag 10,46 Uhr mittels Extrazuges in Bereitung des russischen Ministers Grafen Lams- dorff aus Wien hierher zurückgekehrt. Er begab sich sofort nach der Ankunft mit der Zarin und den übrigen, der römisch-tatholischen Kirche angehöreuden Fürstlichkeiten zum Gottesdienst in die russische Kapelle. An der Tafel im Neuen Palais nahmen nur die engeren Familienmitglieder eitl. Der Nachmittag, der starken Regen brachte, I wurde von den fürstlichen Herrschaften meist zur Ab-^ stattung von Visiten benutzt. Am Abend begaben sich ba§ Zarenpaar, Prinz und Prinzessin Heinrich, das griechische Kronprinzenpaar, und die meisten übrigen 5)ochzeitsgäste ins Hoftheater, wo Wagners „Fliegende 5dolländer" zur Aufführung Eam. — Die vom Hofmarschallamt aufgeftellte offizielle Qu ar 11 ex.l i st e weist ni^t weniger a.o Sarnen 00.00—00 Ack., Kartoffeln 6.00 bis 00.00 All. 31 Mitglieder regierender Fürstenhäuser auf, dre entweder - - *- z- 11 - • ~ - 4% Oesterr. Goldrente . 4xjs% Oesterr. ßilberrente 4% Ungar. Goldrente . 4°/a Italien. Rente . . 4Portugiesen . . f.O/ Portugiesen. . . . 1 Krieskasten der Redaktion. erkstatt zu vermieten. 6271 Bahnhofstraße 33. Briefbogen mit Firma in fein[fer und sauberster Ausführung billigst. Hochachtungsvoll Heinrich Müller1 Neuenweg 2. föoiltfht nröbl. Zirnmer, un- xS/lJ UUfl geniert, mit separat. Eingang. Offerten mit Preis unter 04794 an die Exped. d. Bl. 7379] Möbliertes Zimmer nut Kabinett und Stübchen mit Bett zu vermieten Mäusburg 9. ’J.G.HOVßEN SOHN CARL, AACHEN^ Prospekte gratis-Vertreter an fasf allen Plötzen^ 04834] Ein schön möbl. Zimm. zu vermieten Seltersweg 83a, II. p.v5seldorM902 - Jjolcltf edai Ue< Siebener Hnzeiger, BrühlTche Drudterel Geschäfts - Eröffnung. Freunden und Bekannten, meiner werten Nachbarschaft, sowie einem verehrten Publikum die ergebene Mitteilung, daß ich die früher von Bäckermeister Carl Horn Z Neuenweg 2 betriebene Wrot- und Jem-Aäckerei wieder eröffnet habe. Es wird mein Bestreben sein, durch zuvorkommende Bedienung und Verabreichung von nur guten Waren meine werten Abnehmer zufrieden zu stellen. Mtt der höflichen Bitte, mein Unternehmen gütigst unterstützen zu wollen, empfehle ich mich GeM-e-UelKeMMs Giessen Lony's Merkeller, großer Saat. Donnerstag den 8. Oktober 1903 vormittags 10*/2 Nhr beginnend soll auf Ordre der Frau Baroni» von Waugeuheim, sowie auf Ordre der Künstler eine wertwolle Sammlung von ca. 200 stuck Oelgemälden worunter Bilder von Prof. Achenbach, Prof. Ed. Grützner, Prof. Franz v. Defregger, Prof. Gabriel Max, Prof. Alb. Rieger, Jul. Scheuerer, A. Kauffmann, Jdel-Torc, M. Stifter, L. Gedleck, Schleicher, I. Zatzka, L. Paulus und noch andere mehr irr öffentlicher Auktion ä tont prix an den Meistbietenden verkauft werden. — Die Gemälde sind bis Mittwoch abend zur Me-umMtchlaMaW gesucht. Chr. Haubach 04814 Hinter der Westanlage 5. 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Konrad Stephan, Wagenfabrik, Großen-Buseck. LWige ZenMtarbeittt (Rohrmacher) gesucht. Reserve- «5)1 Statt besonderer Mitteilung* Herr Gustav Zinsser Altor von 34 Jahren. im Namens der tieftrauernden Hinterbliebenen: AdoGf Zinsser* Die Beerdigung findet auf Wunsch des Verblichenen in Plauen statt. 7511 WtW sich zu rufen. Drofjen-Linden, den 4. Oktober 1903. Die Beerdigung stndet Dienstag den 6. d. MtS., nachmittags BVa Uhr, statt. f>ert Mit Schützengrub Der Vorstand. 7504 Georg Wilhelm Wagner I was wir Freunden und Bekannten in tiefer Trauer zur Kenntnis bringen. 5) Verschiedenes. 7495 Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein Der Vorstand. 7482 7304 von Die trauernde» Hinterbliebene« Droßmühle bei Alten-Buseck, den 4. Oktober 1903, 748h Theater-Wer em. I TRj-Uiiterricht Novität! NhvEtiitl 9 Uhr übcnbtf 7487 Jom. Itlöhl, Tanzlehrer. An hing 8 Uhr pünktlich. Ende gegen 11 Uhr verfügt worden. 7499 tMM RMKCaaL. V) ix U i *<■ I ' V" Amneldungen zu dem Tanr.- JiarMii* ivrrben noch cnfflcnen genommen. Unterricht auch nach Am 3. d. Mts. verschied unerwartet in Plauen i. Vogtl. unser lieber Sohn, Bruder und Schwager 'n .wf Zusendung der Kurten findet nicht Htatt. Uobor Kurten, die bin HiuiiMlaif noch nicht wbuoholt wind, wird wogcu der nohr Htiukcn Nnch- frntfc nach Pllitzcn evtl, nndorwoit 548521 Braune» Portemonnaie verloren. Abzugeben Lnd)oigftras»e 0, 111. Die Proben nehmen Dienstag den 6. Oktober wieder ihren Anfang. Da der Verein schon am 1. November im Gottesdienst mitzuwirken hat, wird um pünktliches Erscheinen der Mitglieder dringend gebeten. Anmeldung neuer Mitglieder nimmt der unterzeichnete Vorsitzende entgegen. [7501 Der Vorstand: Schlosser. Nad-Club Germania. Ordentliche Generalversammlung am 7. Oktober er., abends 9 Uhr, im Vereinslokal (RÜhrle'ü Bierhalle). Tagesordnung: 1) Bericht deü Vorstandes. 2) Nech- nungSablage und Entlastung des Rechners. 3) Wahl zweier Kasscnrevisoren und deren Stellvertreter. 4) Vorstandswahl. Hm» Heinrich InderthaB sagen herzlichen Dank Lisetott Lustspiel in 4 Ausz. von Stobitzet. Freitag den 0. Oll ober 1903: II. Freitag-Abonnsment. Zum zweiten Male Der bliick Kgllgier. Lustspiel in 3 Allen v. O. Blumenthal u. Ä.öladelburg. 3oiW0oCÖ®ö»5® IO O ÖO ilk. bar Geld 1 lk. zu iialimi Ziehung garantiert 7. Oktober 1903 oai:0 der Deutsch - Kolonialen - Lotterie 2328 %2”fc 400001 Los 1 Mk., 11 Lose 10 Mk. f orlo u. Liste 25 Pfg. empfiehlt B J. Stürmer, LolL-Gencrnl-Asent, Strassburg i. Els. M und allo mit dionoii Lotion konntliohon VorkaufKstollen. D? Hier bei: Hielt, ßuchacker, W. Semmlor, Fh. Weiler. BlllßtS zu (ltin ^'rvihvn von Mk. 6.—, b. , 3.50 und 2. im Vor- *rverkauf bot Herrn ChnlHcr und ubondN im der Kaue. IInnere Mitglieder werden crnucht, ihre AhoijnomonUknrton haldignt, npilte.Ktcnn bi* 8ain 1 tag, bei Herrn Oh ul Her abzuhulou. Danksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Bruders, Schwagers und Onkels Mgertzrsnr. Heutige PM Maus Nächste Probe: Donnerstag, Oktober, abends 9 Uhr. 7505 Der Vorstand. RMmMmi!!! Im Stricke» u.AnstrickcnvünStriiuiPtr» emptebl» ich muh ünueleqen.liditl ^tri(fiflarn<(btllföualiliilen| habe ich ftetö oorrüug VW- Pertfe billigst. “18QB Ernestine Höptner (-runbergerstratze 1? lw< Kijüie«. IBtimisfliliM groftart. vteuhett. Preis!. grat. 7oi« tlb. Vtrrni, ^annyeim fto. Schuhenverein. Wir laben hiermit unsere verehelichen Mitgliebcr zu der am Montag den 12. d, Mt»., abends 9 Nhr, im Schützenhau» stattsinbenben Generalversammlung ()ÖfL ein und biten um rege Beteiligung. Tagesordnung. 1. Berichterstattung. 2. Rechnungsablage. 3. Dor- standswahl. 4. Wintersestlichkciten. 5. Verschiedenes. Todes-Anzeige Freunden und Benvandten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß eS dem Herrn über Leben und Tod gefallen fy\t, unsere innigst geliebte Daltin, Tochter, Schwester und Schwägerin 8m Chrätme L-ML geb. Dern heute morgen 7 Uhr nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 29 Jahren zu I. Vorstellung: Montag den 1». Oktober. Gastspiel Von Agne? Zirm ah Rnut(mdeli)in In „Die voran di keno <■ locke1*. läeslhiistshMö mit mögl. grobem Laden. Lager- räumeu und Wohnung in bester Lage der Stadt zu mieten cd. -u kaufen gesucht. Offerten unter Ü. fei. II. 140Ü an Hudolf Monne, Cölii. [7480 Im Namen der Hinterbliebenen: Ludwig Luüi, 04341 OOOOOOOOOQ 7503l Meine »verte Kundschaft mache daraus aufmerksam, das» ich am 0. d. MtS. von morgens 10 llljv ab einen Posten l!» lnlege schweiue und Ferkel bei Herrn Uhr isttau Rebe bei Bnrkomützle in (ilieftcii abzugeben habe. Karl Ltirtnger, Viehhandluug. 3iuci Stimbrn im Ikidjc brr »irrten Kirnension. 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