Zweites Blatt. 153. Jahrgang Samstag 5. September 1909 Ale heutige Wummer umfaßt 14 Seiten. Schnlstraße 7. Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. öl. porus und erschwere den russischen Vormarsch auf den Suezkanal und arzf den persischen Golf, Rußland endlich erwartet von der Tätigkeit der Revolutionäre die Besorgung seiner eigenen Geschäfte in der Türkei und auf dem Balkan und die Erschwerung der östreichischen Politik. Sicher haben Spekulationen auf das Auseinanderfallen der habsburgischen Monarchie nach dem Tode Franz Josefs, die in Frankreich an der Tagesordnung sind, und der Wunsch, in einem solchen Stadium auch Deutschland innerpolitische Schwierigkeiten zu bereiten, die sränkorussischen Alliierten zu ihrer Nachsicht bewogen. Während so die Verwirrung des Küäuels der europäischen Politik zu einem Teile in den Händen der „Revo- lutionärkolonien" liegt, ist es sicher, daß die Entwirrung späterhin die getreuen Diener ihrer so arg befehdete Feinde ans Messer liefert. Das ist häufig die Ironie im Geschick der „Politiker aus der Dunkelkammer. Bis zum Jahre 1910 ist es ja noch lange hin, aber steter Tropfen höhlt den Stein. Die Regierung hat, um den Zolltarif durchzubringen, manches Zugeständnis machen müssen, das sie gern nachträglich ausgehoben sehen wird. Tie Aufhebung der kommunalen Verbrauchsabgaben war von der Reichstagsmehrheit als ein Beruhigungsmittel ge- dacht; die Unzufriedenheit über die Erhöhung der landwirtschaftlichen Zölle sollte damit beschwichtigt werden. Daß aus der anoeren Seite die Gemeinden mit Verbrauchsabgaben die direkten Steuern, beim Fortfall jener Abgaben, zu erhöhen genötigt sein würden, dieser Hinweis fand in der Hitze des Gefechts kaum Beachtung. 9hirt, da der Kamps vorüber, und die Frage mit mehr Sachlichkeit und Besonnenheit geprüft werden tarnt, haben die Gemeinden begründete Hoffnung auf Beseitigung des ruinösen Paragraphen, zumal da eine größere Anzahl bundesstaatlicher Regierungen sicherlich, und wohl auch, Hessen, Unter* stüßung leihen wird. ‘ ~ ~ UL U-4 L LA Lj V, , LALKLV, K, , Straßburg, Metz, Göttingen, Wiesbaden, Aachen, Kassel und Politische Tagesschau. Die Aufhebung des Oktroi. In Dresden traten am 4. September unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Beutler-Dresden und Bach-Straßburg die Vertreter von 100 deutschen Städten zusammen, um über den § 13 des Zolltarisgesetzes vom 25. Dezenrber 1902, Aufhebung der Verbrauchsabgaben ab 1910, zu beraten, Nach längerer Debatte wurde folgende Resolution angenommen: 1. § 13 des Zolltarifgesetzes bedeutet einen schweren Eingriff in die Finanz- Wirtschaft zahlreicher deutscher Gemeinden, für deren Haushatt die Erhebung der in Betracht kommenden Verbrauchsabgaben eine der wichtigsten und unentbehrlichsten Einnahmequellen bedeutet. 2. Tie Aufhebung der Abgaben würde in allen davon betroffenen Gemeinden eine bedeutende Erhöhung der direkten Steuern und damit eine Mehrbelastung des wirtschaftlich schwächeren Teiles der Bevölkerung zur Folge haben, auch in vielen Gemeinden die Einführung und Weiterbildung der gerade diesen Bevölkerungsteilen zugute kommenden Wohlfahrt s e i n r i ch L u n g e n w e s e n t l i ch e r s ch w e r e n, oder gar unmöglich machen. 3. Es ist nachdrücklich die W i e d e r b e s e i t i g u n g des § »13 anzustreben a) dadurch, daß die beteiligten Gemeinden aus ihren Vertretern einen Ausschuß bilden, der beim Reichskanzler, beim Reichstag und bei den Bundesratsbevollmächttgten wegen dieser Be- ettigung des § 13 Mündlich und schriftlich vorstellig werden oll, b) dadurch, da.ßj die beteiligten Gemeinden in den Bundesstaaten sich zu einem gemeinsamen Vorgehen bei ihren Regierungen und nach Befinden bei ben Landtagen zusammenschließen und wegen der Wiederbeseittgung des § 13 bei ihren Regierungen mündlich und schriftlich vorstellig werden, c) dadurch, daß auch durch die Vertreter der beteiligten Gemeinden im Reichstag in der Richtung auf Wiederaufhebung des § 13 eingewirkt wird. Zum g e- schäftsführenden Ausschuß werden drei hessische Städte, nämlich Darmstadt, Mainz und Kevolutionärkolonien. Mart schreibt uns aus Berlin von besonderer Seite: Es gab einmal eine Zeit — der Berliner Dönhofsplatz war damals noch nicht der Kreuzungspunkt der polnischen und^der deutschen Rasse, der er heute ist, wie einst in Wien der Stefanspratz^ beim Beginn der Kolonisierung der östrei- chischen Reichshauptstadt — da lehrte an der Berliner Universität ein baltischer Privatdozent angeblich Geschichte der alLslavischen Literatur. In Wirklichkeit trug er kaum verhüllte moderne, unter russischem Gesichtswinkel revolutionäre Gedanken vor. Zu seinen Füßen versammelte sich eine ziemlich abgerissene männliche Gesellschaft, mit der er privatim dem Sport des Zigaretten rauche ns, und eine weibliche, mit der er dem Laster des „Verschemachens", wie der alte General Klinkow zu Heinrich von Kleist sagte, fröhnte. Es war die Zeit, in welcher in den Korridoren der Universität die meisten Butterbrote aus den Mänteln, und nicht selten die Mäntel m& verschwanden. Die B u tterbrotkalamität aber und die Un> oequemlichleiten, die der deutschen Regierung aus dem Gefallen zu erwachsen drohten, das russische Geheimagenten plötzlich an den Sehenswürdigkeiten ' Berlins fanden, machten dem Dorado ein baldiges Ende. Der Zug nach dem Westert setzte wieder ein; uni) diese Abart der „slavi- schen Gefahr" wandte chr Augenmerk wieder in verstärktem Made aufParis, das ein franzöjj cher Schriftsteller das „Asyl jedermanns" genannt hat, „ocr aus seinem Vaterlande verbannt ist und die Jungfräulichkeit des Vergessens sucht." Seit der Zett, da Montesquieu seine Persischen Briese chrieb, ist Paris, mit dem Vorposten Gens, die große Börse, wo das Revolutionsangebot aus der Türkei seitens der Armenier und Maeedonier, von Kroaten und Serben, von Polen nut) Russen, seinen Mittelpunkt findet, von wo aus es durch den ungeheuren Fremdenstrom mit der ganzen Welt in Fühlung bleibt. Von Paris ist die Bewunderung für die slavische Ltteratur ausgegangen; in den Spalten nationalistischer Mütter finden polnische und russische Schriftsteller willigen Unterschlupf. Radikal-sozialistische Auslandspolitiker vom Schlage Pressense arbeiten ün Parlament und in den Salons der Hochfinanz für die Ziele dieser Propaganda und für ihre Mütter „Makedenia" urtd „Armenia". Bedeutende französische Publizisten setzen eine Ehre darein, Mitarbeiter der von Bakunin und dem Fürsten Krepotkin begründeten, aber feit Herzen's Tode bedenklich entarteten geheimen Presse, die in Genf und Zürich gedruckt wird, zu sein. Seit in Oesterreich Polen und Tschechen eine maßgebende Rolle zu spielen begonnen haben, bestehen lebhafte Beziehungen auch mit Wien und Budapest. Die Pariser Revolutionäre stehen mit den in England ansässigen Flüchtlingen üi Verbindung. Das in London erscheinende Organ „Free Rujsia" ist allerdings ein Beweis von dem Niedergang der geistig ehedem hochstehenden Londoner Kolonie. Aber die politische Bedeutung dieser „Mineurs" der bestehenden politischen Ordnung ist auch gegenwärtig noch keine geringe. Seit in den letzten zehn Jahren wiederholt die fernere Duldung dieser „Freischärler von der Jeder" die öffentliche Meinung Englands beschäftigt hat, sind sie bedeutend stiller, aber keineswegs weniger tätig. Der letzte Versuch, dem Bestehen dieser : Kolonie ein Ziel zu setzen, ist von dem ALg. für Ronsford, Sinclair, ausgegangen. Indessen die Tatsache, daß dieser ; Bekämpf er des eingewurzelten Asylgedenkens kaum einen < Tropfen rein englischen Blutes in seinen Adern hat, und । der tatsachenarme Bericht der Kommission, über fremde i Einwanderung haben ihrer Sache eher genützt, als ge- 1 schadet. j Wie kommt es nun, daß England und Frankreich, in j Deutsches Kelch. Berlin, 4. 0e.pt Aus dem Schcachtfelde von Roßbach unwett Merseburg nahm heute der Kaiser die Parade über das vierte Armeekorps ab. Der kommandierende General v. Beneckendorff und v. Hindenburg hatte das Korps, das durch die Kavalleriedivision „A" verstärkt ist, nördlich von Groß-Hayna aufgestellt. Las Kaiserpaar mit Gefolge kam vom Merseburger Schloß' aus äuf das Paradefeld. Der Kaiser führte selbst die Fahnen mit einer Kompagnie des 26. Regiments den Truppen zu und ritt dann mit den übrigen Fürstlichkeiten, unter denen sich auch der König von Sachsen befand, die Front ab. Tas Korps hatte im ersten Treffen die gesamte Infanterie, die Maschinen-Gewehr-Abteilung, die Telegraphenabteilung, sowie die Jäger zu Pferde, im zweiten Kavallerie, Feldartttle- rie und den Train. Dann nahm das Kaiserpaar mit den Fürsten vor der Tribüne Aufstellung und ließ die Truppen defilieren. Wie aus Merseburg berichtet wird, schnttt das Korps gut ab. Nach der Parade kehrte das Kaiserpaar nach Merseburg zurück, wo heute abend das Paradediner für das vierte Korps stattfand. Bei dem Diner hielt der Kaiser folgenden Trinkspruch: Ml .. Ekas gilt dem Wohle des vierten Armeekorps, dem ich u oem heutigen schönen und gelungenen Paradetage non-ma.s meinen herzlichsten Glückwunsch ausspreche. Ich bin auch feft überzeugt, daß am heutigen Tage derSiegervonRoßbach mit Wohlgefallen auf den jungen Nachwuchs herabgeblickt hat. Das vierte Armeekorps Hurra! Bemerkenswert ist aus der Erwiderung des Generals von Beneckendorff undvonHindenburg folgender Passus: Sollten Euer Röajestät aber draußen brauchen, so darf ich versichern, daß die Altmärker, Nassauer, Altenburger, Sachsen und Thüringer, die in den Reihen des 4. Armeekorps stehen, sich ihrer Väter würdig erweisen. Wir gehen d r a u f, Euer Majestät, und Unmöglich es so ll es für uns nicht geben. — Jii Berlin hat sich ein aus den Herren Wirkl. Geh. Rat Weymann, Minister des kgl. Hauses v. Wedel, Oberhofmeister der Kaiserin Frhr. v. Mirbach, Präsident der Seehandlung Havenstein, Geh. Kommerzienrat v. Mendels- ohn-Bartholdy und Geh. Kommerzienrat E. Hardt be- tehendes Komitee zur Sammlung einer Silbernen Hochzeits spende" für unser Kaiserpaar gebildet, welches am 27. Februar 1906 das Fest der silbernen Hochzeit begeht. Die eingehenden Gaben sollen zum überwiegenden Teile speziell protestantischen Interessen, nämlich dem Ausbauprotestantischer Kirchen, gewidmet werden. In dem zu diesem Zwecke erlassenen Aufrufe heißt es u. a.: Nr. 208 erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Familien* blätter vier-mal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch- u.Stein- bruderet (Pietsch Erben) W «gr veyngspret», /Wv ▼ Mr W monatlich^ Ptt viertel- Gießener Anzeiger s «eneraWnjeiger - JSBE Amis- uni) Anzeige»!«« für den Kreis Eichen WU _______________________ __ zeig enteil: Hans Deck. gewissem Grade auch Oesterreich, diese Siedelungen nickst Worms, ferner folgende Städte gewählt: 9türnberg, ^ur dulden, sich vielmehr auch mit ihnen in Heine Ge- Augsburg, Bamberg, Dresden, Karlsruhe, Ulm, Weimar' schäfte von Harid zu 59and einlassen, und daß Rußland seine ' nm- ~ - schwere Hand nicht auf sie legt? Es gehört zu den Geheimkapiteln der internationalen Politik. Oesterreich ist teils zu schwach, sich dieser Umarmung zu erwehren, teils sind ihm die Mücken im Nacken Rußlands nicht unangenehm. Frankreich begünstigt jede Bemühung, welche die Aufmerksamkeit des Sultans von seinen nvrdafrikanischen Besitzungen abziehen und die Stellung Großbritanniens in den DardMiellen schwächen kann. Englands Orientpolitik ist in diametralem Gegensätze zur französischen seit dem Berliner Vertrage von dem Gedanken beherrscht, die Loslösung und Selbständigmachung der Südslaven einerseits, der Armenier andererseits stärke beit kranken Mann am Bos- FeuiUelsn. Die Sti f ts kirch e in Wimpfen. Se. Kgl. Hoheit ber Großherzog hat, wie wir bereits mitteilten, dem Prü- lmen Tr. Fried. Schneider in Mainz für feine hervorragenden Verdienste als Mitglied des im Jahre 1893 für ine Wiederherstellungsarbeiten an der Stiftskirche zu Wimpfen a. N. berufenen Kunstrates die goldene Medaille sur Wissenschaft und Zlunst verliehen. Tie Verdienste des Dr. sn7nC^C= UTn Erhaltung bezw. Wiederherstellung dieses Bauwerks^ sind immens. Bevor noch von irgend einer Mweren Seite darauf hmgewieseu worden war, hat Dr. Schneider Schlüsse aus den baulichen Ueberresten gezogen uno tn feinem 1894 abgefaßten Gutachten niedergelegt,, drc durch die später- von der oberen Baubehörde angeord- neten 'Nachgrabungen ihre volle Bestätigung fanden. Die Vermutung Schneiders von einem Polygonbau im Sinne der Aachener, Münchener und ähnlicher Beispiele erwies stch als gerechtfertigt. Bei Wiederherstellung der im 13. Zayrhunoert erbauten Kirche war auch auf die künstlerische Ausgestaltung Bedacht genommen und die alten Glasmalereien durch Prof. Geiges in Freiburg i. B. wieder renoviert worden. ^Tas Denkmal giebt jetzt Zeugnis von dem, was in den Vagen der süchsi>chen Kaiser an Stelle des niedergelegten Zwölfeckbaues gestanden hat. Durch Renovierung der Wimp;ener Stistkirche hat die deutsche Denkmalkunst eine wertvolle Bereicherung erfahren, und daß dem Werk rille jo pietulvolle lünstterische Rckönstruktion zuteil wurde, i>r hauptsächlich Dr. Schneider zu danken. D as »ü lte Barmer Theater, das am 25. März 'n Flammen aufging, wird nun durch ein neues ersetzt werden. Regierungsbaurneister Moritz (Wln) hat die Pläne und Kostenanschläge fertiggestellt. Die St ad t Barmen hat sich der Barmer Stadttheaterakttengesellschaft gegenüber bereit erklärt, die Bürgschaft für ein auszunehmendes amor- ttisierbares D a r l e h e u v 0 n 1 M i l l i 0 n M a r k zu übernehmen. Tie Sparkasse hat das Kapital zu 4 Proz. einschließlich einer jährlichen Amorttsationsrate von Vs Pvoz. zugesagt. Als Matz für den Neubau ist ein Grundstück in Größe von etwa 42 500 Quadratftlß zum Meise von 560 000 Mark erworben worden. Die Kosten des Baues einschließlich innerer Einrichtung und Fundus sowie Grunderwerb betragen etwa 1750000 Mark. Das Vermögen der Gesellschaft beträgt rund 350000 Mt., an freiwilligen Gaben gingen aus der Bürgerschaft ein 160000 Mark, sodaß noch ein Restbetrag von 240000 Mk. aufzubringen ist. Man hofft, noch in diesem Jahre mit den Bauarbeiten beginnen zu können, sodaß das Theater spätestens im Herbst 1905 spielfertig werden dürfte. Eine hübsche Episode aus der pädagogischen Tättgkett Rudolf Hildebrands, des berühmleil Leipziger Germanisten unb vortrefflichen Menschen, dessen umfassender Geist und oerehrungswürdige Tiefe keiner feiner Leipziger Universitätshörer vergessen wird, erzählt Archivrat Tr. Theodor Distel in der Zeitschrift für den deutschen Unterricht: In der Quinta der Thomasschule zu Leipzig gab Rudolf Hildebrand 1861/62 u. a. den lateinischen Unterricht. Einmal wurde das Stück „Eervus" aus Ellendts Lesebuch übersetzt, und als der große Sprachmeister von den ,chünnen Beinen" des sich im Wasser erblickenden Hirsches sprach, stand der Sohn eines Försters auf und bemerkte, daß das Rotwild Läufe habe und nicht Beine. Nun war es um das Latein geschehen: Der Rest der Stunde wurde den sonstigenZveidmännischen Ausdrücken gewidmet, toobex der „grüne" Schüler die Belehrung übernah.m Lange verbreitete Hildebrand sich besonders über die Worte „Geäfe" (Maul), „Lichter" (Augen", „Gehöre" (Ohren). Tann schloß er die Stunde mit den Worten: „Unser Latein ist heute zu einer Art Jägerlatein geworden, aber gelernt haben wir alle und dabei ins frische Waldesgrün geschaut." Dem Könige Christian von Dänemark, der in den nächsten Tagen sein vierzigjähriges Regie r u n g s j ub i l ä u m begehen wird, setzt aus seiner Kronprinzenzeit, wie man uns schreibt, der dänische Schriftsteller und Märchendichter H. C. Andersen in seinem Romane „Sein oder Nichtsein" ein ehrendes Denkmal. Im Jahre 1853, als das kleine Dänemark sich kaum von den vorhergegangenen Kriegsjahren erholt hatte, brach in der Hauptstadt Kopenhagen eine schwere Choleraepidemie aus. Sie forderte ihre Opfer scharenweise, ganze Häuser und Familien starben aus, die Menscheri mieden einander, wer nur irgend in der Lage war, verließ die Stadt. „Häufig" — läßt Andersen, nach ettigeheuder Schilderung jener Zustande, eine der Gestalten^seines Romanes sagen — „begegnet man jetzt in ben Straßen von Kopenhagen einem Paare, das zurückgeblieben ist und dem Geringeren, der da weiß, - daß es leicht auf das Land hätte flüchten können, aber freiwillig die Müfuug mit dem armen Manne bestehen wollte, tut das wohl. Bor diesem Paare, dem Ktwn- prinzen mit seiner Gemahlin, ziehe ich jetzt noch einmal so tief als jonst ben Hut. 9he im Leben wird ihnen dieser schöne Zug vergessen werden." S. ein Auf aus der und in Staden, 23. Karl Schlöb V., Müller in Schotten, 24. Karl Haubach, Fabrikant in Gießen, 25. Wilhelm Klein, Landwirt in Burg-Gräsenrode, 26. Heinrich Weitzel III, Beigeordneter in Münch-Leusel, 27. Friedrich Tobias Heimburg, Landwirt in Bönstadt, 28. Bernhard Grüninger IV, Gerberin Butzbach, 29. Julius Fendt, Kaufmann in Hungen, 30. Theobald Meininger, Landwirt in Heldenbergen. hergestellt. Der Gedanke, Gebrauchsgegenstände, wie sie oben angeführt sind, aus Casein herzustellen, ist bereits vor mehr als 15 Jahren in einer Patentschrift niedergelegt worden. Darnach wurde frisches Casein, d. h. gewöhnlicher oder getrockneter Quark, in heißem Seifenwasser aufgelöst. Der Lösung wurden die gewünschten Farbenzutaten und em metallisches Salz zugefügt, sodaß ein fester, aus Casein und metallischer Seife bestehender Stoff entstand, welchem durch Trocknen und Pressen in geeignete Form jede gewünschte Ge- ** Verzeichnis der für die Schwurgerichtssitzungen pro 3. Quartal 1903 ausgelosten Geschworenen. 1. Johannes Greb VII., Landwirt in Fleschenbach, 2. Heinrich Sehrt, Rentner in Grünberg, 3. Karl Karl I, Landwirt in Gedern, 4. Wilhelm Rabenau, Wirt und Kaufmann in Altenbuseck, 5. Friedrich Habicht II, Kaufmann , z . . . , . in Lauterbach, 6. Alfons Kübel, Fabrikant in Herbstein, Die heutige Herstellung des Galaliths hat die Vorteile 7. Ludwig Schmand, Landwirt m Hausen, 8. Wilhelm der alten Verfahren übernommen und die Nachteile mit Hornberger, Fabrikant in Gießen, 9. Philipp Jacobi VII, Geschick zu vermeiden gewußt. Rian stellt heute zuerst Landwirt in Rodheim v. d. H., 10. Karl Dahmer, Landwirt eine unlösliche Verbindung des Caseins durch Hinzujügcn von in Hopfmannsseld, 11. Wilhelm Sack IV., Landwirt in Salzen und Säuren her, trocknet diese Substanz und erhält l Heuchelheim bei Gießen, 12. Wilhelm Ludwig Trapp, Kauf- schließlich durch Hinzufügen von Formaldehyd den Galalith, mann in Friedberg, 13. Johann Adam Weitz II, Gemeinde- Um z. B. ein dem Ebonit ähnliches für Tischmessergriffe rechner in Dornassenheim, 14. Heinrich Keller I, Landwirt in dienendes Material herzustellen, wird folgendermaßen vcr- Wetterseld, ' 15. Hermann Duchard, Brauereibesitzer in fahren: Dem Case'in gibt man durch Zusetzcn von Ruß eine Schotten, 16. Heinrich Schäfer, Beigeordneter in Ortenberg, schwarze Farbe und erhält mit Hilfe eines metallischen Salzes 17. Heinrich Moscherojch, Bürgermeister in Burg-Gräsenrode, einen schieferbarbigen Niederschlag, den man mit Wasser mischt 18. Philipp Leopold Ramspeck, Kaufmann m Alsfeld, und hernach durch Beseitigen des Wassers als eine gleich- 19. Bernhard Hofmann, Oberamtmann in Ranstadt, 20. Karl förmige, feste, schwarze Masse erhält. Diese wird mit Form- Gemmer, Landwirt in Zell, 21. Philipp Krausgrill XI, aldehyd angesetzt und darauf getrocknet. — Dem Celluloid Kaufmann in Nieder-Weisel, 22. Martin Hammel, Landwirt stalt gegeben werden konnte. Jedoch wurde das Case'in bei dieser Behandlung spröde in Luft und weich in Wasser. Die chemische Fabrik von Schering in Berlin verbesserte darauf das Verfahren in der Weise, daß sie das Case'in durch Hinzu- sügen von Formaldehyd unlöslich machte. Jedoch hatten jetzt die daraus hergestellten Gegenstände die üble Eigenschaft, daß sie sich im Wasser ganz bedeutend ausdehnten. Keer und Alotte. Trier, 4. Sept. Das 16. Armeekorps zieht aus zahlreichen Orten des Saarreviers die manöverierenden Truppen wegen Vorkommens von Typhusanfällen unter der Zivilbevölkerung aus den Quartieren zurück. Tie Regierungsvertreter von Trier und Koblenz begaben sich zur Untersuchung an Ort und Stelle. Nach einer Zusammenstellung der „Äreuzztg." sind seit 1. März, also innerhalb eines halben Jahres, 76 höhere Offiziere aus der Armee geschieden, und zwar: aus der Generalität 44 Offiziere, darunter Generaloberst Gras Haeseler, die Generale der Infanterie bezw. der Kavallerie v. Goßler, Herwarth v. Bittenfeld und v. Sick, 10 Generalleutnants und 30 Generalmajors; 18 Obersten und Oberstleutnants der Infanterie, 3 der Kavallerie, 4 der Feldartillerie, 2 der Fußartillerie, 3 des Ingenieurkorps, und je einer des Train und der Gendarmerie. Von diesen 76 höheren Offizieren ist nur einer mit Tod ab gegangen. Kolonialpost. Tabakbau in D euts ch - Süd w est afrika. Zur Mege des Tabakbaues ist der bisherige württemb. Land- wirtschastsinspektor Wunderlich in Heilbronn nach Deutsch- Süd Westafrika gesandt worden. Kom WaManbrande. Amerika möchte gar zu gern seine großen habgierigen Hände auch in den orientalischen Wirrwarr stecken und im Trüben fischen. Jener höchst merkwürdige „Irrtum", durch den die Falschmeldung von der Ermordung des übrigens aus dem Hannöverschen stammenden Vizekonsuls Magelsen durch alle Welt verbreitet wurde, hat sich als vorrresslicher Vorwand erwiesen zur Teilnahme an der Aktion im Orient. Jetzt hat der amerikanische Gesandte in Konstantinopel, Leishman, dem Staatsdepartement zu Washington mitgeteilt, einige europäische Mächte hätten in Konstantinopel Marinema nnschaften gelandet. Wenn das Leben der amerikanischen Untertanen dort gleichfalls gefährdet werden sollte, werden die Vereinigten Staaten, wie jetzt Reuter offiziös aus Washington meldet, gleichfalls eine Abteilung absenden. Die Amerikaner werden also wieder einmal, wie einst in China, zeigen, welches Unheil sie überall da anzurichten vermögen, wo einzelne der europäischen Kulturstaaten ohne große Mühe in kurzem Ordnung schassen könnten. Einer Konstantinopeler Depesche zufolge glaubt man im dortigen diplomatischen Korps yinsichtlicy der i Lage auf dem Balkan nicht an eine unmittelbare Gefahr. In der vergangenen Nacht wurden aber wieder zahlreiche! Bulgaren unter dem Verdachte, Mitglieder der macedoni- schen Komitees zu fein, verhaftet. Angeblich hat man in einer Kirche Höllenmaschinen gefunden. Aus Sojia wird gerüchtweise gemeldet: Boris Sara f o w, d e r F ü h r e r d e r m a c e d o n i s ch e n B e w e g- ung, sei im Kampfe bei Dairan gefallen, die Türken hatten seinen Leichnam geraubt. Nachrichten aus A d r i a n o p e l zufolge ist der Handel und Verkehr im Sandschak Kirkilisse gänzlich zerstört. Selbst in der nächsten Umgebung von Kirkilisse herrscht Unsicherheit. Neuerdings sind 5 Batailtone und eine Batterie nach Kirkilisse und Tirnowo abgegangen, auch soll nach Versicherungen von türkischer Seite die Säuberung dieser beiden Gebiete von den Banden fortfchreiten. In den letzten Tagen sanden wieder Bandenkämpse statt. Ausland. Paris, 4. Sept. Der König der Belgier stattete heute dem Präsidenten Loubet im Elyss einen Besuch ab, wo er mit militärischen Ehren empfangen wurde. Die Unter* * Haltung trug einen herzlichen Charakter. Der Präsident erwiderte den Besuch kurz darauf. Die Reise des Königs Leopold soll nach dem „Temps" durch eine diplomatische Note veranlaßt sein, die das englische Kabinet kürzlich an die Signatarmächte des Berliner Kongresses richtete, in der die Lage des Unabhängigen Kongostaate s besprochen und eine Revision der Bestimmungen des Kongresses verlangt wird. — Von einem Freunde Jaques Lebaudys will der! „Figaro" erfahren haben, daß dieser sich von Hamburg nach Basel begeben habe, und am Montag in Glion bei Montreux am Genfer See eintreffen werde. Von dort aus soll angeblich die offizielle Notifikation von der Gründung des Sahara-Staates erfolgen; auch sollen 500 korsische und bretamjche Bauernsamilien zur Ansiedelung in dem von Le- baudy okkupierten Gebiete angeworben werden. Rom, 4. Sept. Die Komturei des Piusordens wurde Proseffor Lapponi wegen seiner unermüdlichen Pflege des Ans Stadt und Land. Gießen, 5. Sept. 1903. •• Ein neuer Antrag der Abgg. Hirschel und Köhler-Langsdorf, die Erbauung einer Eisenbahn von Grünberg nach Lich betreffend, lautet, wie uns gütigst mitgeteilt wird, folgendermaßen: Wir beantragen, Hohe Zweite Kammer wolle beschließen, die Großherzogliche Regierung zu ersuchen, dem Landtage alsbald Vorlage zu machen wegen Erbauung einer Eisenbahn! von Grünberg nach Lich. Von einer eingehenden Begründung wollen wir absehen angesichts 1. des längst erkannten Bedürfnisses, 2. der schon früher di es er halb eingereichten Anträge und gegebenen Anregungen, und insonderheit 3. des von dem Abgeordneten Kohle r-Langsdorf im 30. Landtage (1897-1900) in Beilage 640 erstatteten Ntinderheits- «bericht über den Antrag des Abgeordneten Schonfeld, betreffend den Bau einer Nebenbahn vonGrünberg überLich nach Butzbach. Bezüglich der praktischen Ausführung unseres Antrages haben wir folgende Linienführung im ^inn: Ausgehend von Lich, längs der Häuser Wiesen her, an Mühlsachsen—Nieder-Bessingen vorbei nach Ober- Bessingen (hier Berücksichtigung von R ö t h g e s), weiter über Münster, Ettingshausen, Harbach (unter Berücksichtigung von Hattenrod) nach Q u e ck b o r n und zur Einmündung an einer geeigneten Stelle an der Eisenbahn-Hauptstrecke Gießen- Fulda zwischen Saasen und G r ü n b e r g. Vermischtes. * Berlin, 4. Sept. Durch K u r z s ch lu ß geriet heute morgen ein Wagen der elektrisch betriebenen Vorortstrecke nach Groß-Lichterfelde in Brand in dem Augenblicke, als sich der Bahnzug vom Potsdamer Ringbahnyofe aus in Beavegung setzen wollte. Ter brennende Wagen wurde auf ein Nebengeleis überführt und dort abgelöscht. Verletzt wurde niemand. * Görlitz, 4. Sept. In Bad Flinsberg schosz die Frau eines Kantors aus Eifersucht auf ihren gegenüber hat der Calalith den Vorteil, daß er sich nicht so leicht entzündet, und gänzlich geruchlos ist. Versuche haben ergeben, daß er selbst, wenn Wochen hindurch m Wasser gelegen, sich nicht mehr ausdehnt, wie das beste Büffelhorn. Zu erwähnen ist schließlich noch, daß man bestrebt ist, aus Galalith durch Hinzufügen von Pflanzenölen cm Jsolier- materiat für elektrische Zwecke herzustellen. (Technische Berichte, Bruno Heinrich Arendt, Berlin.) "Budapest, 4. Sept. Tie Ernennung des Fuianz- ministers Lukacs zum Ministerpräsidenten stehe unmittelbar bevor. Dies bedeutet, daß die Krone rn der Armeefrage keine Zuge st an dn is se macht, sondern mit der Opposition so einen friedlichen Ausgleich suchen will. Gelingt dieser Versuch nicht, so wird die Auslosung des Reichstages erfolgen. Zu diesem Verfahren wurde sich jedoch Lukacs wicht mehr berufen fühlen. Seine Ausgabe wäre mit einem Verständigungsversuch beendet. Belgrad, 4. Sept. Die „Wetschernie" melden: Eine Gruppe Offiziere hatte sich verschworen, alle jene Offiziere, welche am König sm ord beteiligt waren, zu ermorden. Dieser Gruppe sollen auch Offiziere aus anderen Garnisonen beigetreten sein. Das Komplott wurde aber entdeckt und die Teilnehmer, 47 ausschließlich jüngere Offiziere, wurden verhaftet. Viele wollen wissen, daß das ganze Komplott viel ernsterer Natur sei. Aus Nisch fehlen genauere Jnformallopcn. Hier herrschst große Erbitterung gegen die Unruhestifter. Bisher sollen 700 Offiziere die Zirkulare unterzeichnet haben. Unter den Verhafteten befindet sich der frühere Ordonnanzoffizier des Königs Alexander, Hauptmann Salowitsch, sowie ein Neffe des früheren Ministers des Innern Theodorowitjch. verewigten Papstes Leo XIII. verliehen. Wien, 1. Sept. Der Zentralausschuß der österreichi- /chen Zentralstelle zur Wahrung der la^ndwirischast- lich en Interessen faßte in der heutigen Sitzung einstimmig eine Resolution, die besagt, durch Auserlegung der Ueber- gangsgebühr für Zucker erscheint die Zollgemeinschaft mit Ungarn durchbrochen. Der Ausschuß protestiert daher gegen diese Vergewaltigung der vitalsten Interessen der öster- reichiscben Zuckerindustrie und des damit verbundenen Rübenbaues und fordert die agrarischen Vertreter des Abgeordnetenhauses aus, bei der Regierung die baldmöglichste Einberufung des Hauses zu sordern, um gegen die gänzlich unberechtigte Forderung Ungarns Stellung zu nehmen. Gleichzeitig wird das Präsidium beauftragt, unverzüglich mit den Arbeiten für den ö st r e i ch i s ch e n autonomem Zolltarif zu beginnen und der Regierung bekannt zu geben, daß unter solchen Umständen die gänzliche wirtschaftliche Trennung von Ungarn seitens der! östreichischen Land- und Forstwirtschaft gefordert werden müsse. — Der Gemeinderat beschloß heute, an die Regierung eine Petition zu richten, in der sie ersucht wird, bei der obersten Heeresverwaltung aus das nachdrücklichste auf Zurücknahme oder Außerkraftsetzung der Verfügung zu bringen, wonach die Mannschaften des dritten Jahrganges über den 1. Okbober hinaus im aktiven aeian hat. _ Die J&erL N. Nachr." schreiben: Allen Stimmungsmachern für einen binnen kurzem in Aussicht gestellten I Rücktritt des Staatssekretärs des Reichsmarineamts, Vizeadmirals v. Tirpitz, können wir zur Beruhigung Mitteilen, daß sich dieser während seines Sommerurlaubs recht erholt hat und von der nächsten Woche ab die Leitung der Dienstgeschäfte des Reichsmarineamts wieder übernehmen wird. Zur Zeit ist man nachgerade damit beschäftigt, die Diensllvohnung des Staatssekretärs für die Winterkam- pagrre in stand zu fegen. Admiral von Tirpitz wird auch den neuen Marineetat, der unter seiner Leitung ausgearbeitet und ausgestellt wurde, vor dem Reichstag vertreten. — Eine von etwa 1000 Personen besuchte Bv l k s v er - sammlung beschäftigte sich gestern abend mit der An- aelegenheit der V e r h a f t u n g d e r R e d a k t e u r e L e r d vom „Vorwärts" und Hildebrandt von der „Hilfe". Es wurde bezüglich des Falles Leid in Verbindung nut der u>q Kaiserinsel schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft erhoben. Nach ziemlich lebhafter Erörterung^ wurde beschlossen, an die beiden Redakteure Telegramme । zu entfenöen, in welchen einerseits gegen die Verhaftung protestiert, anderseits 'ben Verhafteten „wegen des ehrenhaften Verhaltens"' die Sympathie der Versammlung,aus» gesprochen wird. Ebenso gelangte eine ziemlich umfangreiche Erllarmrg zur Annahme, in der „auf das entschiedenste gegen die ungesetzliche Verhaftung Leids protestiert" wird. Betreffend des Falles Hildebrandt werden bic gesetzgebenden Körperschaften aufgesordert, dafür Sorge zu tragen, daß das Redaktionsgeheimnis ebenso gewahrt werde, wie das Berufsgeheimnis der Aerzte, Rechtsanwälte und Geistlichen. Dessau, 4. Sept. Bei der Reichstagsersatzwahl wurden bisher gezählt: Schrader (fr. Vg.) 10 623, ©drirmer (kons.) 3241, Käp Pl e r (Soz.) 12 686. Es stehen noch 19 ländliche Ortschaften aus, Stichwahl ist aber sicher. ** Ein Eisenbahnunfall, der leicht ungemein verhängnisvoll hätte werden können, trug sich am 3. d. M. zwischen Laudenbach und Heppenheim, auf der Strecke Heidelberg-Darmstadt, zu. Ein Bauernwagen fuhr dort unmittelbar vor de.n daher brausenden Zuge durch die offengebliebene Schranke. Ein schweres llnglück wurde nur dank der Geistesgegenwart des Maschinenführers verhütet. In dem Zuge befand sich unser vom Stadtjubiläum von Wimpfen nach Darmstadt heimreisender Groß Herzog mit Gefolge. ** Der Wirtschaftsbetrieb auf dem Platze der landwirtschaftlichen Ausstellung ist den Herren Trescher und Schrödel, den Inhabern des Neuen Saalbaues, übertragen worden. , ** Ihre Kirchweihfeste begehen morgen die zwöls Gemeinden der Bürgermeisterei Krofdorf; auch, m Garbenheim ist Kirchweih. Die Gemeinden der Bürgermeyterei Atzbach und andere, die Einquartierung haben, haben die Kirchweih verschoben, darunter auch Dutenhofen. ** Zur Verhaftung des Pharmazeuten C. Schrnidt sei noch bemerkt, daß sie auf Veranlassung einer auswärtigen Staatsanwaltschaft in Großen - Bu se ck vorgenommen wurde. Er ist bereits wegen dergleichen Schwindeleien vorbestraft. In Gießen sind mehrere Kaufleute und Juweliere die Opfer des Schwindlers geworden. Frankfurt a. M., 5. Sept. (Eigener Draht, bericht des „Gieß. Anz."). Auf den Frankfurt-Berliner v-Zug, der hier um 9.35 abends abgeht, ist gestern abend bei Mülheim a. M. em Attentat verübt worden, indem eine ca. 12 Nieter lange und 10 Zentner schwere Goliath- Schiene quer über das Geleise gelegt worden ist. Durch die Aufmerksamkeit eines Bahnwärters konnte rechtzeitig die Gefahr für den Zug, der 60 Kilometer in der Stunde fährt, beseitigt werden. Die Schiene muß von mehreren Männern auf den Bahndamm gelegt worden fein. Man vermutet, daß es entlassene Streckenarbeiter gewesen sind. Der Staats- Anwalt hat eine Untersuchung eingeleitet. Lieblingsw-rk Ihrer Stoieffitot isr die zrrm Dienst zu G-düchtmL unseres großen M?^Z°rs M Ä^rlm er- g f I ^chtMttg Beschlüsse zu fassen die d« Ent- Likung der Mam.sch.afi- denkrnals unserem Kaiserpaare als Gabe zu dem Tage feiner silbernen Hochzeit bargebracht, und wettere Spen- ven für den Ausbau der zum Gedächtnis an die Kaiserin Augusta erbauten Gnadeiikirche und zur Unterstutzuiig von Wohllätigkeitseinrichtungen für Arnie und Kranke verwendet werden — als ein Zeichen des tiefsten Zankes für alles, was dasselbe in den 25 Jahren zum Wohle feiner Untertanen, besonders in religiöser Beziehung, Mann, der schwer verletzt wurde. * Duisburg, 5. Sept. Der Pvstgehülfe Seger, genannt Seibrmg, ist flüchtig; es fehlen 5000 Mk. * Gegen bie Todes st rase ! Die Behörden zu Palermo veranlaßten die Freilassung eines gewissen Trago, der 1874 in Gemeinschaft mit seinem Bruder w.gen angeblichen Mordes verurteilt wurde. Sein Bruder wurde geköpft, er selbst zu lebenslänglichem Kerker begnadigt. Nunmehr stellte sich feine Unschuld heraus. Ter Freigelassene hatte sich stets geweigert, Gnadengesuch einzureichen. „ * Ein Lieb esdrama. Wie der „Frrf. Ztg. Pr eins y eim (Pfalz) berichtet wird, erschoß dort Metzger Bauer aus Eifersucht seine 20jährige Geliebte | braune sich selbst lebensgefährliche Schüsse bei. * Zigarrenspitzen und Kämme aus Milch. der jüngsten Ausstellung für hygienische Milchversorgung in Hamburg hatten die vereinigten Gummiwarenfabriken von Harburg" und Wien eine Anzahl Gegenstände ausgestellt, welche anscheinend mit hygienischer Milchversorgung wenig zu tun hatten. Da waren Kämme zu sehen, die anscheinend aus Horn bestanden, ferner Z.igarrenfpitzen mit bernstein- farbigen Mundstücken, Ntesser und Gabeln mit cellololdartigen Griffen, ferner Schirm- und Stockgriffe, Kugeln, Ringe, Schach- und Dominofiguren, schließlich auch ein kleiner Tisch mit anscheinend eingelegtem Marmor. Alle diese Gegenstände waren aus Galalith, d. h. aus Milchstern, hergestellt. Bekanntlich ist das Case'in ein Hauptbestandteil der Magermilch und aus diesem Casein ist in der Hauptsache das Galalith • Die Schicksalsiragödie des Graudenzer Geselligen. Das Graudenzer Blatt berichtete kürzlich von einer Untat, wie zu Schaky bei Nuss. Neustadt die eigenen Eltern, russische Bauern, den unerkannt bei ihnen einkehrenden Sohn, dessen Besitz an Geld sie bei ihm sahen, ermordeten. Sollte, so fragt jetzt die Allg. Ztg., diese Geschichte sich wirklich jetzt im August ereignet haben und nicht vielleicht schon früher einmal am 24. Februar? Hieß der alte Bauer nicht vielleicht Kunz Karuth und seine Frau Trude, der junge Bauer Kurt und ist nicht die ganze Untat aus Zacharias Werners berühmter Schicksals- tragödie für die saure Gurkenzeit präpariert? Denn abgesehen davon, daß im Graudenzer Geselligen die Mutter tötet und der Vater abratet, während am 24. Februar der Vater Lötet und die Mutter sich zu dem Unbekannten hingczogen fühlt, ist die Handlung ganz die gleiche. Die nach dem Graudenzer Geselligen verhaftete Mutter kann dann deklamieren: Wohlan — in Gottes Namen Ich büße gern das, was ich schwer verdient! Ich geh zum Blutgericht und geb die Mordtat an! Wenn ich durchs Henkerbeil bin abgetan, Dann mag Gott richten! ihn: ist alles bewußt, Das war ein vierundzwanzigster August! Ein Tag ists! Gottes Gnad ist eiuig 1 Amen! — Sollte aber die Geschichte sich wirklich in Nußland zugetragen haben und nicht zu Schwazenbach auf dein wilden Gemini-- passe, jo kommt die vergessene Handlung der deutschen chicksalstragödie neuerdings zu fürchterlichen, Ehren. Kunst und Wissenschaft. München, 4. Sept. Generalmusikdirektor Zumpe ist heute früh im Alter von 73 Jahren an einem Schlaganfall gestorben. Berlin, 4. Sept. Ueber die deutsche Südpolarexpedition liegt folgende telegraphische Nachricht vor: Die Expedition ist von St. Helena abgereist. Alle wohl. Abreise Ponta Delgada „Drysgaski". Universttäts Nachrichten. Der bei der Anwesenheit des Kaisers' in der Provinz Sachsen zum Wirklichen G e h e i in e u R a t mit dem Prädikat Exzellenz ernannte ordentliche Professor der Universität Halle, Geh. Oberregierungsrat Julius Kühn gehört zu bcu hervorragendsten Landwirtschaftslehrern und hat sich ilisbesondere um den Zuckerrübenbau hohe Verdienste erworben. Kühn ist 1825 geboren, steht also bereits im 78. Lebensjahre. Er studierte in Poppelsdorf und Bonn und wirkte dann als gräflicher Güterdirektor in Niederschlesien. Sein Rus als ausgezeichneter Land- wirt und seine literarische Tätigkeit bewirkten, daß er 1862 als Professor der Landwirtschaft an die Universität Halle berufen wurde, wo aus seine Veranlassung 1863 das landwirtschaftliche Institut gegründet wurde. Zu diesem mit eigenem Laboratoriuin aus- gestatteten Institute traten später ein ausgedehntes Versuchungs- feld, ein Haustiergarten, eine Prüfungsstation für landwirtschcnr- liche Maschinen und Geräte u. a. Seit 1892 war Professor Kühn Geheimer Oberregierungsrat mit dem Rang der Räte II. Klasse. Braunschweig, 4. Sept. Professor Rudolf B e n e k e am hiesigen herzoglichen Krankenhause hat einen Ruf als ordentlicher Professor der pathologischen Anatomie und allgemeinen Pathologie und als Direktor des pathologischen Instituts nach Königsberg r. P r. erhalten und denselben angenommen. Salzburg, 4. Sept. Theodor Mommsen sandte air die Leitung der F e r i a l h o ch s ch u l k u r s e folgendes Begrüßungsschreiben: Als einer von Vielen, die tm Deutschen Reiche dessen bewußt sind und bewußt bleiben werdeii, welcher Segen allen: Zusani mengehen der Reichsdeutschen mit den Deutschen Oesterreichs auf dem dafür noch offenen Gebiete hüben und drüben entströmt, blicke ich mit aufrichtiger Freude auf die Salzburger Gemeinschaft und rechne auf ihre Datier. Gerichtsfaal. sj Marburg, 4. Sept. Der seltene Fall, daß sich ein Verurteilter herzlich bedankt und mit fröhlicher Miene den Gerichtsfaal verläßt, ereignete sich heute auf dem hiesigen Landgericht. Im Dorfe Niedergrensebach wohnte die Maurers- frau Dinges bei der Bäuerin Wiegarid auf Miete. Aus irgend einem Grunde sollte die erstere ausziehen und als sie dennoch wohnen blieb, drang die Hausherrin eines morgens in der Mieterin Wohnung und hob ihr einfach die Ferrster aus. Bei der Gelegenheit soll sie gegen die letztere auch noch tätlich geworden sein. Als heute nach einem heftigen Wortgefecht zwischen der: beiden Schwälmerinuen die wegen Mißhandlung, Nötigung und Hausfriedensbruchs arigeklagte Wiegand zri 15 Alk. Geldstrafe verurteilt wurde, bedankt sie sich freudestrahlend in unverfälschtem Schwälmer Dialekt rrnd versichert, daß sie mindestens auf 2—3 Jahre Zuchthaus, wie man ihr vorgemacht, gefaßt gewesen sei. Vergnügt lachend ging sie dann zum Gerichtssaale hinaus. Paris, 4. Sept. Baron H e n r i R o t h s ch i l d ist gestern wiederum wegen Uebcrschreittiny der gesetzlich erlaubten Fahrgeschwindigkeit für Automobile vom Gericht zu eine in Tage Gefängnis und 10Francs Geldstrafe verurteilt ivc.den. Der Baron wird seine Strafe absitzen müsseii. Kauiiwirtschast. Budapest, 4. Sept. Der amtliche Saaten st ands- bericht des Ackerbaumtnisteriums vom 31. August klagt über tropische Hitze im letzteii Drittel des August. Weil jedoch die Nächte kühl waren un6 ausgiebiger Tau fiel, litten Hackfrüchte weniger. Die Aussichten für die Maisernte sind wohl geringer, aber noch befriedigend. Zuckerrübe steht gut. Hülsenfrüchte, Kraularten, Weiden, Wiesen unt> Tabak lieferten befriedigende Erträgnisse. Weinstock und Obstland sind gut und die Qualitäten vielversprechend. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 4. September 1903. (Mitgeteilt von der Baiit für Halidel und Industrie, Gießen.) Privcu-Dislont 3*,2 Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. » Oest. Kredit . 202.50 202.60 Deutsche Bank . . . 210.75 211.12 Darmstädter Bank . . 136.40 136.37 Bochumer Guß . . . 185.10 185.75 Harpener Bergbau . . 180.25 180.62 — Biehmartt. Tie Märkte waren im Laufe der Berichtswoche sehr stark frequentiert, der Handel konnte sich jedoch nicht in der gewünschten Weise entwickeln. Prima großes Schlachtvieh war ra,ch abgesetzt, auch mittlere Qualitäten verhältnismäßig besser gehandelt. Der Umsatz hierin ist als ein gut mittelniäßiger zu bezeichnen. Infolge begrenzter Zuflthren gestaltete sich der Kälber- Handel sehr flott, es war rasch ausverkauft, teilweise fomue der Bedarf nicht voll gedeckt werden. Die Preise sind innner nod) sehr hohe zu nennen. Fette Schweine gut gefragt und stark abgejetzt, doch blieb hierin euvas Ueberstand. ~ Tabak. Im Laufe der Berichtswoche lag das Geschäft ziemlich ruhig, es kamen nur sehr wenige Abschlüsse zu Stande. Jetzt, nachdem man schon einen Ueberblick über die 1903er Ernte machen kann, )d)emt festzustehen, daß Die 1900er und 1901er Tabake bedeutend besser sind; die Fabrikanten treten auch viel ivilliger an diese Jahrgänge heran. Wenngleich Die kommende Ernte qualitativ leicht aussallen wird, so weist dieselbe durch Rost, ersoffene oder blattarme Pflanzen re. re. doch auch sehr viele Mängel auf, sodaß diese Ware wohl nur als Einlage gekauft und verwendet werden dürfte. Für neue Sandgrumpetl wurden 6—9 Psg. per Mk. Mais. M. per Höck)ste Temperatur am 3.-4. Sept. 24,9'0. Niedrigste 16,4" C. Gerste. Hafer. 17,00 -17,25 14.25—14,50 15,25—16,50 13,75—14,50 100 Kilogramm frei hier. an- Jn ge- I Pfund angelegt, dieselben sind sehr braun, dürften jedoch bei haltend trockener Witterung in Farbe sich etwas bessern, losen Pfalzer Rippen geschästslos, lose feine 11—12.50 Mk., bündelte 12—13 Mk. 3. „ 4. Roggen, „ Braugerste,, Hafer, badischer Der Getreideinarkt bleibt unverändert fest. Je mehr sich das diesjährigen Weltweizenernte überblicken Kansas II Ulka-Weizen 9 p. *7M „ 10 p. Rumänischer, 80/81 Kilo „ 79/80 , 78/79 , Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Familien Nachrichten. Gestorben: Frau Heinrich Anton Harf Witwe, geb. Eller in Büdingen. — Frau Lehrer Wagner, Witwe, in Darmstadt. — Emil von Eordier, Kgl. Preuß. Major a. D., in Mainz. — Friedrich Karl Wallau III in Gonsenheim. — Frau Dekan Eva Fltting Witwe, geb. Bauer, in Alzey. 136—137 138—139 129—130 132—133 135-137 132—134 130—131 103—105 871/2-88 100—102 104—109 103-104 95—00 endgiltige Resultat der , , „ läßt, desto mehr macht sich die Ueberzeugung gellend, daß der gegenwärtige Preisstand durchaus gerechtfertigt ist und daß mid) Roggen. Russischer 9 p. 16/20 Rufs. Futtergerste 60/61 Kilo Kilo Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Samstag, den 5. September 1903. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur ht. Beichte. Sonntag, den 6. September. 14. Sonntag nach Pfingsten. S ch u tz e n g e l f e st. Vormittags von 6 V, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Komlnunion. „ um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. „ um 9 7a Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 27, Uhr: Andack)t. vorübergehende Abschwächungen daran nichts ändern werden. Tas Angebot von deutschem Weizen ist etwas reichlicher, aber immer noch nicht belangreick) zu nennen. Amerika stellt nach wie vor solch hohe Forderuiigen, daß sie hier nicht bewilligt werden fönnen. Die russischen und rumänischen Offerten sind ziemlich unverändert. Feine Sorten sind eher knapper imb teurer. Roggen bleibt fest. Tas Angebot von Rußland ist sehr schwach. Gerste: Für Braugerste zeigt sich wieder mehr Interesse; Futtergerste ist dagegen eher matter. Hafer: wenig Geschäft. Mais: etwas schwäck)er. — Petroleum. Der September brachte eine Erhöhung von 10 Pfennigen. Trotzdem nahmen die Eindeckungen ihren ungehemmten Fortgang. Märkte. Gießen, 5. S pt. Marktbericht. Auf heutigemWocbenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1,10—1,20 Alk., Hühnereier 1 St. 7—0 Pfg., 2 Slck. 00-00 Pfg., Gätiseeierl2—13 Pfg., Enteneier8—0 Pfg., Käse vr.Stck. 5—8 Pf., Käsematte2Stck.5—6Pfg., Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar0,70—l,00Mk., Hühner pr. St. 1,30—1,80 Mk., Hähne pr. Stück 0,70—1,50 Alk., Enten pr. Stück 1,80—2,40 Ack., Gänse pr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 68—78 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—66 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 56—74 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,50—7,50 Alk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 5,50—6,50 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Kirschen per Pid. 3q—40 Pfg., Aepfel per Pfd. 0-00 Pfg., m Körben 00-00 Pfg. Trauben 00-00 Pfg. — Getreide. Die heutigen Notierungen sind: Weizen. Red Winter II Russischer 47/48 „ 50,51 mixed Laplata r. t. Weizen, Pfälzer 1903. C'-~> 2 Wetter Sonnenschein HellerHimmel Sonnenschein September i|5o 750,2 749,3 748,9 24,9 29,5 16,2 65 94 93 4. 5. NE. N. N. 15,2 15,9 12,7 226 92& Ncnejle Wewnngeu. OrrginaldrayLmeLdungetl des Gießener Anzeigers. Berlin, 5. Sept. Wie an hiesiger wohlunterrichteter Stelle verlautet, besteht das Ergebnis der deutschrussischen Handels - Vertrags-Vorbesprechungen vorläufig nur in der protokollarischen Ausnahme der von beiden Seiten geltend gemachten Auffassung über die verschiedenen zur Sprache gebrachten handelspolitischen Fragen, ohne daß sich vorerst abseyen läßt, auf welcher Grundlage weiter gearbeitet wcroen könne. Tie Protokolle werden einer eingeheltden Prüfung unterzogen und von dieser wird es abhängen, wie weiter operiert werden soll. Berlin, 5. Sept. Tas neue Linienschiff L., das am 18. d. M. auf der Germaniawerst in Kiel vom Stapel laufen und dessen Taufe der Großherzog von Hessen vornimmt, wird den Namen „£> esse n" erhalten. Berlin, 5. Sept. Gegen den Staatsanwalts- s e k r e t ä r B a g a n z ist das Hauptverfahren eröffnet worden. Die Anklage richtet sich noch gegen folgende Personen: Administrator Hörmann, Kommerzienrat Eduard Sanden, den im Sanden-Prozeß ebenfalls mitangeklagt gewesenen Direktor Puchmüller, Justizrat a. D. Raetzel, Direktor Polzin und den Goldwarenhändler Aufrecht. Baganz ist geständig, in fünf Fällen in schwebenden Strafsachen beteiligten Personen aus den Akten Mitteilungen gegen Entgelt gemacht zu haben. Tie übrigen Angeklagten haben sich wegen Beihilfe resp. wegen Bestechung zu verantworten. Brieg, b. Sept. Tie Strafkammer verurteilte den Pfarrvirar Mak Klaus aus Peislcrwitz wegen Siüt- lichkeitsvergehen zu drei Monaten Gefängnis. London, o. Sept. Eine Anzahl gefährlicher Verbrecher, die im Gefängnis zu Birmingham in Alabama gefangen saßen,s p r e n g t e nach einer Meldung der „Daily Mail" aus Newyork einen Teil des Gefängnisgebäudes mittels Dynamit in die Luf.l und benutzte die dadurch entstandene Panik zu einem Fluchtversuch. Tie Gefangenwärter feuerten aus die Fliehenden, die Tynamitpcllronen gegen ryre Verfolger schleuderten. Vier oer Sträflinge wurden verwurrdet, darunter zwei schwer; einer entkam. London, 5. Sept. Die Morgenblätter beschäftigen sich noch immer mit den Enthüllungen über den Transvaalkrieg. Sie führen aus, daß der Ausschuß tröst der Absicht, die Untersuchung nicht zu Ende zu führen, doch genügend dargetan habe, welche Unfähigkeit Militär- und Zivilbehörden an den Tag gelebt haben und daß dies genüge, die öffentliche Meinung in Unruhe zu versetzen. Die Zollreformen Chamberlains treten in den Besprechungen der Blätter vollständig in den Hintergrund, v,a die gesamte Presse sich mit dem Resultate der Enquete-Kommission befaßt. Ter Bericht ist als Broschüre herausgegeben und hat in den Buchhandlungen einen so raschen Absatz gefunden, daß die erfte Auslage bereits vergrissen ist und eine zweite in Druck gegeben wurde. Prag, 3. Sept. In der Versammlung des Klubs der „Freisinnigen tschechischen Nationalpartei" der Jungtsche-- chen wurde einstimmig eine Resolution gesaßt, welche es als erste Pflicht der tschechischen Abgeordneten bezeichnet, auf den St u r z d er g e g e n w är t i g e n Regierung und Beseitigung des jetzigen Regierungssystems hinzuarbeiten. Ter Klub forderte die Abgeordneten auf, im Sinne der D e z e n t r a l i s a t i o n der Legislative und Exekutive und der Turchführung des gleichen Rechtes für die Völker Oesterreich-llngarns Be- jchlüfte zu fassen und dahin zu wirken, daß die Maßnahme der 5zeeresverwaltung betreffs nicht Entlassung der im dritten Jahre dienenden Mannschaften als in das Rekrutenbewilligungsrecht und die Legislative eingreifend nicht durchgeführt sondern aufgehoben werden. Endlich wird verlangt, daß die Führer der Partei ihre Taktik festsetzen und Schritte unternehmen, um alle tschechischen Kräfte auf einer vereinbarten gemeinsamen Grundlage zu vereinigen. Belgrad, 5. Sept. Man hat auch versucht, den Divisionär von Risch, General Jankowitsch, seines Postens zu entheben, doch weigerte sich dieser das Kommando abzugeben. Die Sachlage ist sehr ernst, zumal die aktionslustigen Offiziere die hauptsächlich an der Verschwörung beteiligt gewesenen Offiziere niedermetzeln wollen. Tas Bedenkliche der gegenwärtigen Lage wird auch durch die in Sofia umlaufenden Gerüchte über ein Attentat auf König Peter chara!- terisiert. L. Newyork, 5. Sept. Infolge des Attentatsversuchs des Geisteskranken Weilbrunner gegen den Präsidenten Roosevelt ist der geheime Sicherheitsdienst um das Haus des Präsidenten in Oysterberg um das Doppelte seines bisherigen Umfanges verstärkt worden. Präsident Roosevelt selbst betrachtet den Vorfall ganz gleichgiltig. Seine Verwandten und Freunde jedoch dringen daraus, daß mehr für seine persönliche Sicherheit geschieht. Kaiser Wilhelm utld König Eduard beglückwünschten den Präsidenten telegraphisch zu seiner Erretung aus der Gefahr. — Der zweite Flugversuch des Professors Langley mit seinem lenkbaren Luftschiff mißlang infolge Versagens des Motors. Die Maschine ließ nur ein unheimliches Geräusch hären, ohne jedock^ zu arveiten. Sie erwies sich bereits vor einem Monat als unzuverlässig. Das Luftschiff stürzte damals nach kurzer Fahrt in den Potomac. 1 Seidenstoffe -------- Muster portofrei. ■ Fertige seidene Kostüm-Röcke, Jupons, Blusen, halbiert. Roben. Deutschlands grösstes Spezial-Seiden-Geschäft Seidenbaus Michels & Cn, Berlin SW. 19 43 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen-Strasse. Mechanische Seidenstoffweberei In Krefeld ■■■£ Hengstenberg’s Weinessig wurde vielfach, zuletzt auf der Wellausstellung Paris 1900, prämiiert. 4286 Hochfeine, stilvolle i Hof-Möbelfabrik und ■am • • ■ j Kunstsohreinerei von Einrichtungen | ----- Etablissement allerersten Ranges. Grossh. Hessischer und Kaiserlich Russischer Hoflieferant Permanente Ausstellung von 120 Zimmer-Einrichtunge'1 Auf Wunsch kostenlose Unterbreitung meiner Haupt-Kollektion. Telephonischer Kursbericht« jfc'rafikturt a. U., 5. September 1903 372°/o Reicheanleihe . . 101.55 30/u do. ... 98.60 3V,% Konsole . . . 101.40 3% do 89.75 372% Hessen .... 100.05 S72% Oberhessen . . . 99.20 4% Oesterr. Goldrente . . 102.30 4*z6 % Oesterr. Silberrente 100.40 4% Ungar. Goldrente . . 100.10 4% Italien. Rente . . . 102.80 41 2 % Portugiesen . . . 50.10 h°/ Portugiesen 30.70 156 0. Türken .... 33.90 Türkenlose 126.20 4°/o Grieoh. Monopol.-Anl. 42.80 4l/,% äussere Argentiner —.— 3% Mexikaner . . . 27.00 4%7o Chinesen ... 92.30 Electric. Scbuckert . . . 96.60 Nordd. Lloyd . . . . 10310 Kreditaktien .... 202.70 Diskonto-Kommandit. . —.— Darmstädter Bank . . . 136.60 Dresdener Bank .... 146.30 Berliner Handelsges. . . 152.30 Oesterr. Staatobahn . . , 139.60 Lombarden 16.70 Gottbardbahn .... 189.00 Laurallütte ..... 228.30 Bochum ...... 185.70 Harpener ..... 180.00 Tendenz: ruhig. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenftraße 2 (Burgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. Cs können eingestellt werden: 6697 10 Pferdeknechte (darunter 6 für Landwirlschait), 3 landwirtschaftliche Arbeiter, 1 Schweizer, 1 landwirtsch. Magd, 1 Gartenarbeiterin, 1 Schlosser, 1 Schmied, 1 Schmiedelehrling, 1 Tapezierer, 1 Modellschreiner, 4 Schreiner, 1 Möbelschreiner, 1 Kiner, 2 Schubmacher, 1 Schneider, 1 Friseur, 5 Glaser, 2 Maurer, mehrere Erdarbeiter, 1 Arbeiter für die landivirtschaftl. Ausstellung, 1 Reslau- rationsköchin für auswärts, 1 Köchin, 19 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und auswärts, 2 Kindermädchen, 2 Stützen der Hausfrau, 1 Kindermädchen, 1 Flickerin, 2 Lauffrauen, 1 Waschfrau. Es suchen Arbeit: 5 Pierdeknechte, 1 Taglöhner für leichte Arbeit, 1 Kutscher, 1 Zementinüller, 1 Spengler u. Installateur, 1 Spengler, 1 Schmied, 1 Maschinist oder Heizer, 2 Schlosser, 2 Buchbinder, 1 Bäcker, 3 Schreiner, 2 Glaser, 1 Fabrikarbeiter, 1 Küchenchef, 3 Hausburschen, 1 Schreibgehilfe, 3 Dienstmädchen, 2 Kindermädchen, 4 Lauffrauen, 3 Laufmädchen, 1 Büglerin, 2 Weißzeugnäherinnen, 2 Näherinnen, 1 Flickerin. Danksagung. Für die vielen Beweise wärmster Teilnahme beim Hinscheiden unserer innigstgeliebten, unvergeßlichen Gattin, Mutter, Tochter und Schwägerin 6654 Frau Marie liicli tztb. Schultheis sowie für die überaus reichen Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Weber sagen ihren herzlichen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Londorf, 4. Sept. 1903. In deren Namen: Friedrich Lieh. Bekanntmachung. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- und Feldbefitzer die ihren Grundbesitz an öffentlichen Kahr- oder Fußwegen einfriedigenden Hecken m jeden: Frühjahr b!s zum 1. März auf 1,25 Meter Höhe und 0,50 Meter Breite zurüc.,.ifchnctden und tm Laufe des Atonats September die neuen Sprönunge wiederholt zu bcschnclden oder zurück zu bmden haben, wird i..it dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gerächt, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Art. 31 des Feld- rafgeietzes mit Geldstrafe von 1—10 Mark bestraft werden. Gl eß en, den 2. September 1903. 6646 Der Oberbürgermeister. M e c u m. Sntonissicm. Die Lieferung von Weißzeug, Bettwerk, Krankenkleidern, Stoff zu Stores und Bettteppichen soll auf dem öffentlichen Submissionswege für das Rechnungsjahr 1903/04 vergeben werden. Bezüglich der Lieferungsbedingungen ist der Erlaß Großh. Ministeriums des Innern vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betreffend, und dessen Anlage A maßgebend. Die Lieferungsbedingungen und Musterslücke sind auf den: Verwaltungsbüreau der neuen Kliniken m Gießen an den Wochentagen nachmittags von 3—6 Uhr einzusehen. Offerten mit der Aufschrift „Lieferung von Weißzeug 2c. find verschlossen bis zum Montag den 14. September 1903, mittags 12 Uhr, unter Beifügung von Stoffmustern an die Großh. Verwaltung der neuen Kliniken einzureichen. Zuschlagsfrist bis zum 19. September d. I. — Die Lieferung kann auch geteilt vergeben werden. Gießen, den 21. August 1903. 6317 Die Berwaltungsdirektion der neuen Kliniken. Eine Anzahl Excelsiormühlen sowie eine Steinbrechmaschine sind auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung in Giessen im eigenen Pavillon des Werkes aufgestellt und können dort im Betriebe besichtigt werden. Jagdschlößchm Dutenhofen. Sonntag den 6. September: Grosses Militär-Konzert SamStag, den 17. Oktober 1903 nachmittags 2*/z Uhr wird auf Hiesigent Ortsgericht das vor dem Namen des Karl Buß und Ehefrau geb. Rumpf stehende Grundstück neu Flur 1 Nr. 516—243 qm Hosreite auf dem Marktplatz öffentlich meistbietend versteigert ivcrden. Gießen, den 3. Sept. 1903 Großh. Ortsgericht Gießen. 6695_______Gros.__________ Samstag, den 10.Oktoberl903 nachmittags 2% Uhr wird die vor dein Namen des August Hofmann stehende Parzelle alt 27.1622^,0 neu 1/115,5=485 qm Hofreite am Brennofen, stößt auf die Wiese auf hiesigem Ortsgericht meistbietend versteigert. [6696 Gießen, dell 3. Sept. 1903 Großh. Ortsgericht Gießen. Verdingung vou Grabeuarbeiten. Für die Feldbereiniguug Gießen rechts der Lahn soll die Herstellung von Flutgräben, veranschlagt zu 6082 Mark, im Wege schriftlichen Angebotes öffentlich vergeben werden. Voranschläge, Pläne und Bedingungen Hegen bei der imter- zeichneten Behörde zur Einsicht auf. Angebote haben in Pro- Renten des Voranschlages zu er- olgen. Die Offerten sind verschloßen und mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis Samstag den 12. d. Mts., vorm. II1/, Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst auch deren Eröffnung um die angegebene Zett in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter statt- mdet. Zuschlagssrist 14 Tage. Gießen, den 3. Septbr. 1903. Hrotzh. Aukturlnfpeütton Hießen. _______Wißmann.____6658 Vergebung vou Pflasterarberten. Donnerstag, den 10. l. Mts., nachmittags 2 Uhr, ollen in dem Gemeindehause zu Staufenberg Pflasterarbeiten, veranschlagt zu 547,50 Mk. öffentlich vergeben werden. Gießen, den 5. Sept. 1903. Sensfeld er [6689 Kreisstraßenmeister. Versteigerung. Dienstag, den 8. September d. I. nachmittags 2 Uhr ver- teigere ich Neustadt 55 dahier freiwillig gegen Baarzahlung: Sofa mit 2 Sessel, 4 Betten mit und ohne Matratzen, 3 Tische, 4 Stühle, Kleiderschrank, Wäsche- chrank, Waschkommode, Schreibtisch, Regulator, Spiegel, tzroße Zinkbadewanne, Truhe, Bucherund andere Regale, diverses Küchengeschirr und andere Sachen. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 6700 Born, Gerichtsvollzieher. Achtung! Wegen vorgerückter Saison verkaufe einen großen Posten arbiger Knopf- und Schnürstiefel Preis früher 11 Mk. jetzt 6 Mk. 6683 ausgestrhrt von der ganzen Kapelle des Jnf.-Regts. Nr. 117 aus Mainz unter persönl. Leillmg des Kapellmeisters Hrn. Schleifer. Anfang 4 Uhr.________6588 Eintritt 50 Pfg. Gleiberg. Sonntag den ß. Lestemüer und Montag Sen L Lepteniber Kirchweihfest wozu ergebensl einladet 04233 MWt M schwarzen Wchsch. WssssBaar. Franz Nemeier 20—22 Sonnenstraße. Fiebert- Gartengewehre, Revolver, Pistolen, Patronen u. Stockdegen in großer Auswahl bei Ad. Keixxig Waffenhandlung 30 Seltersweg 30. Sonntag Sen ß.Lcptencke nnS Montag Scn?.LesteniSer Kirchweihfest wozu höflichst einladet 04237 Wmri W. Brück. 30 Ltr. Weißwein zu 12 — 30 „ Rotwein N „ 13.50 gegen Nachnahme. Faß leihweise u.franko zurückzusenden. Fr. Brennfleok, Weingut Schloß Kupperwolf, Edesheim (Pfalz). SdjrHntiilin Sonutug den 6. und Wontag Öen 7. Sept.»,der: Kirchweihfest 'M«u ergebens- einlabet 04205 Gastwirt Klinket. 90_ (£tm. groß geschnitten, per Sliick 15 Pfg., bet Abnahme von 6 Stiick 14 Pfg., mit leinener Kette per Stück 25 Pfg., bei Abnahme von 6 Stück' 23 Pfg. 0. KoSt Co. Landwirtschaftliche Ausstellung Gelegentlich der Anwesenheit Sr. Königlichen Hoheit des Ärostherzogs von Hessen findet in der Festhalle am 10. d. Mts., nachmittags 1 Uhr, ein Fest-Essen statt. Karten zur Teilnahme, das trockene Couvert L 2.50 Mk., können bis zum 9. ds. Mts. bei den Besitzern des „Neuen Saalbaues" dahier gelüst werden. Gießen, den 4. September 1903. 6702 ________________________________Der Wirrschafts Ausschuß. Landwirtschaftliche Ausstellung Teilnehmerkarten zum Fest-Essen gelegentlich der Anwesenheit Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs von Hessen sind nur noch in beschränkter Anzahl zu haben bei den Herren: Ernst Balser, Mäusburg 11, 67os Jean Hirch, am Bahnhof, und bei den Festwirten: & Schrodel, Zum neuen Saalbau. Sfleiberg Sonntag den 6. und Montag den 7. September: Kirchweihfest wozu freundlichst einladet Jkt MgMt I S. NB. Sonntag abend bei eintretender Dunkelheit: Groste Illumination der Burg-Nrnne. Prima Muser SAtWM abzugeben per Elr. 9 Alk. Origi- nalsaat 1902 bezogen direkt vom Züchter Herrn v. Lochow in Petkus. [6587 Georg Simon, Grabenstraße.________ Lebertran feinst. Medizinal, empfiehlt [6356 Emil Fischbach. Zill HnWÜWU empfehlen [6663 Pem-8miio- uni) ZUMhoWt. A. Kröll Sohne, | Wie neu roirö Seiler | H mit Kechtel's LalmiaK-Gailseife ge- 3 H wascheneStoffjeden Gewebes, 0 ■ vorrätig in Pack, zu 40 Pfg. V 0 bet [6212] Gustav Walter. W Backsteine Feldbrand, la. Qualität. Jedes Quantum billigst. Nahe und gute Abfahrt. [6642 Andreas Euler. Kartoffeln alle Sorten prima Speifekartoffelu. prima Salatkartosselu, gelbe Mäuschen empfiehlt billig 6625 J. Weisel, Telephon 235. Sonnenstraße 6. 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Herren - Käder sowie ein z?* , Knaben-Bad auf Lager, gebe lSpo«p!:eif1en"ab.$Ormt “^6665 •?“* Samstag Ab-ud 9 Uhr - — - - (^envraiVei|uöimuinß im Haslljof zum Löwen. Morgen Sonntag: Familien-Ausflug nach dem Windhof. Abmarsch mit Musik um 2 Uhr ab Lahnbrücke. [6706 __ "6692s Täglich frische Steine- clauden per Pfund la Psg. zu verkauf. Stephanstrafje 15. 6661] Fallobst, pr. Aepfel, Zwetfchen, Birnen (Grauhänschen), Bohnen rc. Frankfurterstratze 40, Hinterh. Gelegenheitslauf. Giessen, Johannesstr. 1. 6673 Der Vorstand. Land- und Postauftage unserer heutigen Ausgabe liegt der Preis-Eourant des Engros-Ver- sandthauses Gebr. I. & P. Schulhofs in München bei. [6668 Wissmar. Sönntnj örn (). Srptmbfr und Uoiüng dkn7.Krptnnbcr Kirchweihfest wozu ergebenst einladet Gastwirt Wilhelm Forsthövel. Gutbesetzte Tanzmusik sowie Doppel-Karussell und sonstige Volksbelustigungen. 6694 Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Ertrag g4 Ni Schaffung t nicht ein i darauf jehei gewinnen, s mit Lezug standsfähig! steigern. Ä denen Teil! Mais in 3 wolle und lichen Mini suche gemach heblich von Steigung L Cualitdt moi Mchneies i dch die vvi sämig Mn mit Körner, als eine guh Nagt. Dies heil und Li teilte Kennt: sanMnhang ilaMfäffigtei Clarke oerbii lchasten, um andere Leran[ man von der Re wird di und nur schmu Kte Krage de, >ut Wohnlich als eine be enbgiltige ,?i Und von sie darstellt, msjen. Tie die Änerziel. durch die il on fcinei pä. ;$ab von Lei S Eur kein Zufall, wnung1 aMsangen aut dem Ec als tehtere s* N«« 5 ®'9ll btt loaenhg SS JTä? h°ck°n 5 t, Modi ,fhnSentito ? >f°r Z.-? fei1 S'.S as. i. 6 'tz-K Ä; ttlllfc As ;b u U£u' "v 12*.