Freitag 5. Juni 1903 153. Jahrgang Zweites Blatt. 6 13 Uhr ab Die heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. des am Politische Tagesschau. und erfordert, an. i im fol- ein- Sitte zu richtet'.: x . Hohe Krrchenbehöroe icolle ihren ^ßrixeter bet der Eisenacher Kirchenkonseren; beauftragen, geaen eine befind •^ann enstände husdien cuchiung. ihrt. er im Glas 10 Pfg. f Vorstand. 4445 Dr David einzutreten. Das Wahlkomitce der deutsch-freisinnigen Parte: de§ Acr-1 Wahlkreises Siegen-Wittgenstein fordert in einem Wahl- — Bei dem in Lissa garnisonierenden Feldatt.-Regt. Nr. 56, das gegenwärtig auf dem Truppenübungsplatz Pie- drusko weilt, haben sich mehrere schwere Unfälle ereignet. Ein Soldat wurde von einer K reuzotter gebissen und ist trotz sofortiger ärztlicher Hilfe gestorben. Ein anderer Soldat ist beim Baden ertrunken, ein Unteroffizier ■siten'faw* Kckanutmachung. Nachdem von berechtigter Seite die Rückgabe der von dem verstorbenen Dienstmann Karl H^il dahier gestellten Diensllaution verlangt worden ist, fordern wir diejenigen auf, welche Ansprüche an diese Kaution auS der Eigenschaft des p. Herl als Dlenstmann erheben zu können glauben, solche bei Meldung deS AuSschlufleS binnen acht Tagen bei uns vorzubringen. Gießen, den 4. Juni 1903. Gcoßherzogtlches Poiizeiamt Gießen. Hechler. Nr. 129 Erscheint täglich außer Bonn tag*. Dein Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Keffffchen Landwirt die Olebener Familie»' blätter viermal in der Woche d« »gelegt. RotanonSdruck n. vertag der t) r ü l) l'scheu Untvers.-Buch» ikBietn- druckeretlArellch Erden) Rebafnon. trpebinaa unb Druckerei: Gchnlstratze 7. Vdrelse für Deveschen: Nuzetgee Ferniprkchanlchluh^tr 5L ein Mann erlitten Beinbrüche. ttirche und Schule. Ter Vorstand des evang. Pfarrvereins Großh. Hessen hat dem Großh. Oberkonsistortum gende von allen Mitgliedern unterzeichnete Eingabe Nordlandsreise am 6. Juli an. v. ......Berlin, 4. Juni. Ter Kaiser hatte gestern abend weist daraus hm, daß die Er-1 nach der Ankunft im Königlichen Schlosse zu Wiesbaden " ~ an« Veck. M Fräulein, stitzuäheu gelernt bat, ein hiesiges Äelchail io- St. Oss. nebst Altersang. । an die Exp.d.Ä. erb. Heer und Flotte. — Hainer, Dizefetbwebel, zum Leutnant von der Re. ferne deS König!. Bayerischen 20. Jnfanterie-RegimentS be- um Stöcker zu verdrängen. Kassel, 4. Juni. Die Hauptversammliing des Wahl. Vereins der freisinnigen Volkspartei beschloß in der bevorstehenden RetchSlagSwahl von der Aufstellung ema eigenen Kandidatur zu Gunsten deS Nationalltbera- len Beinhauer abzusehen. — Die Aufstellung der Kandidaten ist mit "Ausnahme weniger Kreise, in denen die Kandidatensuche große Schwierigkeiten macht, und einer Anzahl von Zah - landidatureii beendet. Eine vorläufige Uebersicht ergiebt fol- acnbcS: Nicht weniger als 1424 Kandidaturen stnd bisher in den 397 Wahlkreisen bekannt geworden, daS sind für den Wahlkreis durchschnittlich 3—4 Kandidaten, 1171 Mandats- I bewerbet, darunter natürlich eine große Anzahl von Zah - kandidaten, treten auf. Mehr als 100 Kandidaten haben aufqefteüt: die Sozialdemokraten (322 in 395 Wahlkreisen), die Nationalliberalen (178 in 184), das Zentrum (161 m 218), die freisinnige Volkspartei (112 in 119), die deutsch- konservativen (111 in 112 Wahlkreisen). Dann folgen Antt- jemüen (50 in 107), freisinnige Vereinigung (41 rn 43), der Bund der Landwirte (39 in 40), die deutsche Reichspartei (38 in 39), die Polen (25 in 47), die deutsche Votkspattei (24 in 26), der bayerische Bauernbund (20 m 19), die j Rechtsparteien (19 in 28), Elsässer (19 in 15), National- joAialc (9 in 12), Litauer und Dänen (je 3), Masuren (1). Richt weniger als 147 Berliner bie Vororte mitgerechnet, befinden sich unter den Reichstags-Kandidaten. Davon sind 46 Sozialdemokraten und 43 Freisinnige, 16 Nalionalliberale, 13 Konservative, 2 Bündler (Hahn und Bley), 2 ReichSparteiler, 14 Antisemiten aller Richtungen, 6 Zentrumsanhänger und 5 Nationalsoziale. ÄKS Die wbnembergische Regierung und der Bund der Landwirte.! Unser Berliner Mitarbeiter schreibt unterm 4. Juni:k Die kräftige Absage, die der Württemberg ische Minister I des Innern v. Pischek auf der Wander Versammlung der schwäbischen Landwirte zu Geislingen den, extremen Agrw riern erteilte, findet in der hiesigen Pre),e em lebhaftes s Echo. Tie „Nationalztg." f V- *“ ' fabrungen in der Wahlagitatron die Ansichten des Mr- nisters durchaus bestätigen. Spreche man mit den Bau- ein so seien sie zufrieden mit dem irn Zolltarif Erreichten. Komme aber ein Agitat or des Bauernbundes, so ruhe er nicht, bis er ihnen die lieber xcugung von der Notwendigkeit noch b öderer Kölle beigebracht habe. Die „Voss. Ztg." meint, die bezahlten Wortführer" würden vermutlich manchem! Lerrn im Bunde der Landwirte die Ohren klingen la,sen. Die offiziöse „Aordd. Allg. Ztg" bringt die Repe des Ministers heute abend noch nicht zum Abdruck; doch> es iit kein Zweifel, daß sie auch in Regierungskrei)en vollen Beifall findet. Denn Herr v. Pischek hat in Geislingen nur Awas markanter dem Ausdruck gegeben, was er in seiner auch auf der Bundeöratsestrade beifällig ausgenammenen großen Reichstagsrede zum Zolltarif darlegte Die frei- inütinen Worte, die der Minister vor den schwäbischen Landwirten sprach, finben hier umsomehr Beachtung, clls seither kein anderer deutscher Staatsmann sich auf die Wahlen hat vernehmen Äsen. Der Wink aus Württemberg dürfte feine klarende Wirkung nicht verfehlen. Deutsches Deich. Berlin, 5. Juni. Ter Kaiser tritt die diesjährige Wahlbewegung. 1 G. (Srebenau b. Alsfeld, 3. Juni. Gestern abend stellte sich in der Resthschen Wirtschaft dahier Kreisrat Tr. Wall au der hiesigen Wählerschaft als Reichstagslandidat vor. Es waren ungefähr 80 den verschiedensten Ständen und Konfessionen angehörige Personen anwesend, die den Ausführungen des Redners gespannt lauschten. Ta stch kein Widerspruch auS der Versammlung heraus erhob, ergriff Forstmeister Bus noch einmal das Wort, um den Anwesenden _ ------------ . . , bie Wahl des Kandidaten zu empfehlen und em Hoch auf hic.-em Beschlüsse wörtlich Kenntnis zu geben, welcher Zeug- Kaiser und Großherzog anszubringen, in das lebhaft ein-' " ------------ gestimmt wurde Viel Aussicht auf Wahl dürfte Tr. Wallau in hiesiger Gegend nicht haben, da der Antisemitis- jmuS hier zu verbreitet ist. (J'l denn Herr Kreisrat Tr. Wallau ein Jude? D. Red. des .Gieß. Anz.-) Mainz, 4. Juni. Tie deutsch-freisinnige Partei hat gestern abend in einer zahlreich besuchten Versammlimg einstimmig beschloffen, bei der Reichstagswahl mit allen »Kräften für den Kandidaten der fozialdemokral-.^cyen Partei Die deutsche Kolouialgesellschaft hielt am 4. d. M. in Karlsruhe ihre Vorstandsschung ab. Ter Präsident Herzog Johann ^recht von Mecklenburg, eröffnete die Sitzung mit einer Ansprache, ber er zunächst der verstorbenen Kämpfer für die koloniale Sache gedachte und sodann hervorhob, daß ui folge der wlrt bchasUichen Tepression der Gesellschaft manck)es' Mitglied verloren ging, daß aber ^it Begi^ des neuen^ Inh eine Besserung zu verzeichnen sei. Seit 1. Januar sei em Zuwachs von 904 Mitgliedern vorhanden. ^^eich^Urg-,eige sich aber auch eine vermehrte Beteiligung der Kreis deutschen Industrie an den Unternehmungen, welche der wirtlchasllichen Erschließung der deut.chen Schutzgebiete zu dienen bestimmt seien. In allen.vier asrlkanisthin Schutzgebieten würden wichtige aussichtsreiche^^senblll)n nt r | nehmungen in absehbarer ZeU zur Ausführung g gen i Ein Emporblühen verheiße die Ausbeutung bet £obul!7 in und SW.W°li°sr'^ Tog° und Samoa, welche uns durch den Bezug wich tiger, Nvy | TT allmählich weniger abhängig vom Auslande tande^dw^n mter der angunst der wttt ch°Iti ch Endlagen für ihre zu leiden haben, deoursen > ' n uni> ein neuer Eiitwickelung. _ Eine uachhaittg - unsicher- Aufschwung ist eiroarten. Taher haben heil der haudelspolittschen ^g o an ber Fortführung Handel und Industrie grov^_^lllik und an dem Abschluß der bewahrten Handelvvert.ag p Dagegen wäre bei! langfristiger, guter welche die Einfuhr in1 Abschluß solcher ^'^r.7schä>igonben x.aße erleichtern, cutem unfern Eren Martt scy g Land- töE- g-nz b-fonder-, g lt d«- S«« die KÖ&Äw» s-s 0eC Jfcie Hauptverfammlung unseres Vereins zu Friedberg hat auf Grund eines der Tagesordnung gemäß erstatteten Referats bettefsennd den geplanten enaeren Zusam- menschluß der deutschen evang. Landeskirchen mit besonderem Bezug auf bie hierher gehörigen in der Presse erörterten „Vorschläge" der Treizeynerlommisston der Eisenacher Konserenz einstimmig folgende Erklärung angenommen. Sie lautet: , Ter hessische Pfarrverein erklärt: Wir stehen nach wie vor grundsätzlich dem Gedanken der Einigung shm- pathisch gegenüber, können aber in den Vorschlägen der Eiseiiacher Konferenz einen gangbaren Weg nicht erblicken. i Insbesondere halten wir es für untunlich, 1) daff von einer Mitwirkung synodaler Vertreter ganz abgesehen ist, 2) Berlin als fester ctj) und der Präsident des Sberkirchen- rats als fester Vorfitzender ins Auge gefaßt ist. Wir halten es unter diesen Umständen |ur da» beste, wenn diese Vorschläge allgemein abgelehnt und die Verhandlung der Eisenacher Konferenz über dirse Frage ab> I gebrochen weide. Mögen dann die geeinten Ptarrvereine einerfeits und die Landesfynoden andererseits von sich aus im Einvernehmen mit ihren heimischen Kirchenregierungen den Zusammentritt eines Evangelischen Kirchentags vielleicht zu Eisenach anregen, wobei Zttrchen- reqierungen und freie kirchliche Vertretungen in entsprechendem Verhältnis sich vereinigen mit bet Tages- I ordnung: Schaffung eines Zusammenschlus'.es der evangelischen Landesliichen aus föderativer Grundlage, mit freier Wahl der Borortschafis-Kirche von jedesmal o zu 5 Jahren, mit einem den seither schon mehrfach ausgesprochenen G-danken er.tcrecbenb.n Aktionsprogramm, worin das Ziel für größere Selbständigkeit für die inner- kirchlichen Angelegenheiten nicht fehlen darf" Indem wir uns beehren, hoher Kirchenbehörde von , üad-u.ßatbenW)e, )!-°u.EU,ei)ilwnsackbell. icht p. so!, ec. ipaLtMg- t AU ob. ItzedMt. ^sSleÜe^shauö- I inädchen ober all , allein inllemei»^ r269U]Jir6Ä^ erem bie). [flUt. ? O^öllandieIP^ dafür die Aussicht auf eine Steigerung der br um einige hundert Millionen einzutauschen. Wir brauchen weder Schutzzölle noch Handelsverttäge allein, wir brauchen beides: eine Wirtschaftspolitik, die beiden Teilen gleichmäßig gerecht wird. Dieses Ziel ist aber nur zu erreichen durch einen Reichstag, dessen Zuiammen- setzung eine Wahrnehmung seiner Rechte und Pjlichten in nationalem Sinne gewährleistet. Jeder Reichstags- wähler sollte daher gewissenhastprufen,ob eine Stimme einen Volksvertreter trifft, »em die dauernde Wohlfahrt des Vaterlan- GiehenerAMger General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen — gelchuyt- Ehrlicher u vergL W bW*"2 W «61fÄ *•&*#**• eipB'2 «WM mit guter Zchulbiibg. möglichst im Besitz des »'Zeugnisses für bas !che Bureau eine» Eisen- -r balö ges. Bieibu.ig an bie ^xv. b. Bl. erd, lütt UiWM ffstcu von Tchirmru gesucht. 4öO3 rmsabrik M. Levi. Züugerks Aladcheu ges. ^ouhestr. 46, pih. *attürauob.2au!mäbii'. srankiurlersirage 71,111. Tüchtige »iodi uuv Lchuciberiu für mein ojort gesucht. Serien Kreuzplatz 6. Mdchcn uni) QauSarbeit gesucht oiort ober 'JJHite yuni. Hadoit Aowack, istaulage 35, Hl. Herzen liegt, und sich im besonderen auch über unsere zukünstige Handelsvertragspolitik in sachlicher Weise unterrichten. Tie Frage: „Warum brauchen wir Handelsverttage? erörtert eine unter diesem Titel soeben bei E. S. Mittler & Sohn, Berlin SW 12 erschienene Wahl-Flugschrift, bie sich zur Verbreitung in Wählerkreisen und zur Aufklärung Über die Bedeutung der Handelsverträge vorzüglich eignet. ttve Beschlußfassung über die „Vorschläge" nachdrücklichstem Widerspruch einzulegen und darauf hinzuwirken, daß diese für die gesamte Entwicklung unseres evangelischen Kirchenwesens unermeßlich wichtige Angelegenheit zuvor der Beratung der einzelnen Landessynoden unterbreitet werde." Ein Exjesuit Frhr. v. Derlichingen beschäftigt seit längerer Zeit die öffentliche Meinung der Universitätsstadt Würzburg namentlich durch seine Angriffe aus Luther und den Protestantismus. Nun hat er eine Maiandacht abgehalten und durch diese die Anwesenden schwer verletzt. Nach der „Augsb. Abendztg." sagte er: „Ueberall hin begleitete Maria ihren Sohn Jesus, um unter anderem für ihn auch zu kochen und ihm die Wäsche au besorgen. Maria war nichts anderes als eine Pfarrers- k ö ch i n." Kolonialpost. An den Tabakbau in Afrika würden sicherlich nicht große Anforderungen gestellt werden, wenn ein einiger- maßen rauchbares Kraut erzielt werden könnte. Das ergiebt sich aus folgender, im amtlichen „Kolonialbl." veröffentlichten Notiz über ein Verbot des Hanfrauchens im Kongostaat: ,3m Hinblick auf den die Gesundheit und die Moral schädigenden Einfluß des Hanfrauchens und in Erwägung, daß die zum Rauchen dienende Pflanze keine gewerbliche Verwendung findet, hat der Gcneralgouverneur zu Boma durch Verordnung vom 22. Januar d. I. den Anbau, Verkauf, Transport und Besitz von Hanf zum Rauchen verboten. Der bereits geerntete oder noch auf dem Halm stehende Hanf muß gegen Erstattung des Wertes vernichtet werden. Die Verordnung hat am 1. März 1903 die Genehmigung des Königlichen Souveräns erhalten und ist sofort in Kraft getreten. _______________________________ Die Balkan-Unruhen. Belgrader Blätter berichten über neue Kämpfe im Wilajet Monastir. Bei Palum, Ismail, LeSkowatz und Krepeschin in der Nähe von Prilep sollen Insurgenten einen türkischen Offizier fürchterlich gemartert haben, indem sie ihm die Augen ausstachen, die Nase, die Ohren und die Zunge abschnitten. Auf den Kopf Sara- fows soll türkischerseits ein Preis von 35000 Franken ausgesetzt sein. Die Sofiotischen „Reformi" melden, höhere türkische Offiziere rekognoszierten heute den Grenzpunkt Barkowo, gegenüber Botschannowo, an der großen Chauffee Nadaetdiu- mQja. — Dasselbe Blatt giebt die in türkischen Ossiziers- kreisen verbreitete Meinung wieder, wonach die Türkei auf Grund des Berliner Vertrages berechtigt sei, in Südbulgarien ohne Kriegserklärung einzudringen. Die Nachrichten aus Makedonien sind andauernd beunruhigend. Die Verfolgungen der bulgarischen Bevölkerung im Nevrokop- und Raslogebiete dauern fort. Neue Flüchtlinge kommen über die Grenze. Private Nachrichten melden eine gro ße Teuerung im Wilajet Monastir. Es drohe Hungersnot. Infolge freundschaftlicher Ratschläge Oesterreich-Ungarns und Rußlands wurde die Entlassung verhafteter Bulgaren, deren Schuld nicht erwiesen ist, fortgesetzt. Nach türkischen Abgaben beträgt die Zahl der in allen drei Wilajcts in Haft befindlichen Bulgaren kaum 1000. Die beschlossene Verbannung nach Tripolis und Kleinasien wurde einstweilen sistiert und dürfte vielleicht aufgegeben werden. In Konstantinopel befinden sich nach den letzten Entlassungen und Abschiebungen in die Heimat nur ungefähr 20 Bulgaren in Haft. Auch nach Adrianopel, wo aus Anlaß der Suche nach Waffen in letzter Zeit zahlreiche Verhaftungen vorgenommen wurden, sind die Befehle ergangen, die Verhaftungen auf offenbar Schuldige zu beschränken. Der berüchtigte Räuberchef Porojlue, ein Parteigänger des makedonischen Komitees, wurde im Gebirge von Toplo von türkischen Soldaten eingeschlossen. Ausland. London, 4. Juni. Die Zollvorschläge Chamberlains stoßen immer mehr auf Widerstand. Der frühere Schatzminister Hicks Beach ist entschlossen, das Chamberlain'sche Vorgehen energisch zu bekämpfen. Brüssel, 4. Juni. Baron v. Etvelde, der Minister 6e6 KongostaatcS, erklärte in einem Interview, seine Regierung habe England vorgeschlagcn, den Konflikt wegen Lago einem Schiedsgericht zu unterbreiten. Paris, 4. Juni. Der Antiscmiten-Hauptling Max RcgiS, welcher für gestern eine Versammlung cinberufen hatte, wurde, noch ehe er den Saal betreten konnte, von Sozialdemokraten angegriffen und am Kopfe verletzt. Das Meeting konnte nicht stattfinden. — Wie aus Petersburg berichtet wird, hat das Zarenpaar die französischen Delegierten zur Jahrhundertfeier in besonderer Audienz empfangen. Die französischen Gcmcindcräte unternahmen alsdann eine Spazierfahrt in den Hof-Equipagen. — Präsident Loubct tritt am 6. Juli die Reise nach England an und verweilt drei Tage. — Senat. Das Haus berät den Art. 31 des Gesetzes, welcher die Militärdienstzcit auf zwei Jahre festsetzt. Dieser Artikel wird angenommen. Madrid, 4. Juni. Kardinal Sancha, der Primas von Spanien, erhielt vom Papste den Auftrag, eine katholische Partei zu bilden und ordnete demzufolge die Gründung zahlreicher Komitees m allen Provinzen an. 91 o m, 4. Juni. Die ,Italic* veröffentlicht ein Interview eines seiner Redakteure mit dem früheren Offizier des Kongostaateö, Angeli. AuS den Erklärungen Angelis geht hervor, daß die Kongo-Regierung sich erboten hat, Italien ein Gebiet von 200 000 Quadratkilometer Flächen raum m einer durch beiderseitige Vereinbarung noch zu bestimmenden Region behufs Gründung einer italienischen Kolonie abzutreten. Budapest, 4. Juni. Tic Agramer ZeitungS-Behörden beabsichtigen, daS Erscheinen sämtlicher oppositioneller Blätter zu verbieten. Eine Druckerei wurde von Militär umzingelt und die noch feuchten Exemplare konfisziert. Falls die Situation sich nicht baldigst ändert, soll auch über Agram das Standrecht verhängt werden. In Djakowar wurden nachts zahlreiche Tafeln mit deutschen Aufschriften beschmutzt. In Bcla forderte ein Bauernhaufcn von einem Pfarrer die bei tzvang^isch-sojialer Kongreß. R. B. Darmstadt, 4. Juni. In der heute vormittag stattgehabten Sitzung wurde vom Vorsitzenden, Herrn Prof. D. H ar n a ck - Berlin, zuerst dem Generalsekretär Pfarrer Sic. Schneemelcher zur Erstattung des Jahresberichts das Wort erteilt. Danach beträgt die Zahl der Mitglieder des Kongresses 830, das Vermögen etwa 5000 Mk. Pfarrer Naumann und sämtliche zum Kongreß eingeladenen Mitglieder des preußischen Staatsministeriums haben dem Vorstand ihre Behinderung zum Teil mit besonderen Ausdrücken des Interesses für die Verhandlungen mitgeteilt. Herr Geh. Justizrat Prof. D. Tr. Wilhelm Kahl- Berlin hielt darauf den mit allgemeiner Spannung er- warteten Vortrag über „Die Reform des deutschen Strafrechts i m Lichte evangelischer Sozialpolitik". Ter Herr Redner führte einleitend zur Orientierung aus, daß das deutsche Strafrecht einer Reform unterzogen werden soll, weil es sozusagen durch die Ver- brecherivelt überflügelt wurde; es sei für einfachere Verhältnisse angelegt gewesen und überholt worden durch die neuere Entwicklung unserer öffentlichen und sozialen Zustände. Dem heutigen konjizierten, hastigen gesellschaftlichen Organismus der Gesellschaft sei es nicht mehr gewachsen. Tie Reform des Strafgesetzbuchs bedeute also nur eine Anpassung an die neue Zeit, aber nicht ein Verlassen der alten bewährten Grundlage überhaupt, kein grundsätzliches Niederreißen des Alten. Durch die Strafrechtsreform soll aber auch die Pflege einer gesunden evangelischen Sozialpolitik gesichert werden. Das deutsche Strafrecht ist nicht konfessionell, aber das Konfessionelle tritt doch in die Erscheinung in den Fällen, in denen es gilt, spezielle evangelische Interessen der katholischen ftirdjt gegenüber wahrzunehmen. Dem Gesetz muß auch jede theokratische Tendenz genommen werden, denn nach evangelischer Auffassung ist die menschliche Gesellschaft frei und keinen dispositiven göttlichen Normen unterworfen. Eine Reform in evangelisch- sozialem Sinne verstehe er in dem Sinne, daß das Strafgesetzbuch von einem wahrhaft christlichen Geist und christlicher Liebe durchdrungen werde. Besonders reformbedürftig seien die Paragraphen über die Majestätsbeleidigung, deren Bestrafung voltstümlicher, d. h. dem natürlichen Verständnis näher gebracht werden müsse. Hier sei eine Beschränkung des sogen. Loyalitätsprinzips auf solche Fälle notlvendig, in welchen ein wirkliches öffentliches Staatsinteresse vorliegt; es empfehle sich die Einführung einer Vorprüfung der Verfolgung durch eine ministerielle Zentralinstanz. Tie Hauptsache aber sei eine Beschränkung des abscheulichen Denunziantentums. Auch die Meineidsbestimmungcn bedürfen der Aenderung, nicht einer vielfach gewünschten Strafverschärfung. Es sei widersinnig, eine Dame wegen falscher Altersangabe mit einer Meineidsstrafe zu bedenken, daS sei nicht christlich. (Große Heiterkeit.) Man sollte überhaupt die Eidesleistungen erheblich einschränken. Ganz verfehlt sei auch der vielgenannte § 166. Derselbe ist viel mehr im Sinne der katholischen als der evangelischen Kirche, weil er nicht nur die Kirche, sondern „deren Einrichtungen" schützt. So konnte es geschehen, daß ein Angriff auf das Dogma der Unfehlbarkeit als eine Beschimpfung der katholischen Kirche hingestellt wurde, ja der Papst und selbst der heilige Rock in Trier sind „Einrichtungen der katholischen Kirche". Luther ist dagegen keine solche „Einrichtung" und die Bibel auch nicht, auf die kann inan also schimpfen, so viel man will. Ter Herr Redner führte hier noch interessante Beispiele über die Anwendung des § 166 an und verlangt dann, daß im Gebiete de: Sittlickleitsdelikte der Einfluß wider christlicher Anschauungen abgewehrt, andererseits aber gerade hier die Schranke slrafgesetzlicher Macht anerkannt werde. Weiter verlangt Redner eine Erhöhung des Straf- rechtschutzes, der Zweikampf müsse unter allen Umständen beslraft werden, aber die jetzigen Bestrebungen auf eine Beschränkung des Duellunwesens iverden solange erfolglos bleiben, als das deutsche Strafrecht den Begriff „Ehre" io niedrig wie nur möglich einschätzt. Zu erwägen sei, ob nicht eine V^lHciriung der Bestimmung gegen den Anar- chismus am Platze sei, ebenso eine Strafe für Arbeitseinstellungen, welche zu einer Gemeingefahr werden. Tie sttafbcjtimmunßen dcS oeitenben Rechts könnten der Art nach bestehen bleiben. Eine Einschränkung der kurzfristigen Freiheitsstrafen jci sehr am Platze, als Ersatz dafür sollte eine stärkere Heranziehung zu gemeinnütziger Arbeitsleist- img, staatlich kontrollierten Hausarrest oder sonstige Be- treten/01^ ^cr gesellschaftlichen Bewegungsfreiheit ein- q. . Todesstrafe wünscht der Redner beibehalten, die Prügelstrafe dagegen aufgehoben. Auf dem Gebiete des nTfÖ? ~ .Freiheitsstrafe müßte vom Standpunkte evan- gciistyer Lozialpolitik vor anderen immerhin berechtigten Forderungen auf die fortschreitende Durchführung des der Einzelhaft und auf eine der Eigenart des ^rvrcchens noch näher angepaßte Abstufung der Boll- ziehiingsweise, sowie auf die Gewinnung eines im christ- lichen Geiste geschulten und staatlich wohlgestellten Anstalt- Perfonals das .Hauptgewicht gelegt rocroen. Soweit im ianW gegen do.c jugendliche Verbreäiertum Strafrecht Strafvollzug und staatliche Wohlfahrtspflege überhaupt eine iich ergänzende Hilfe darbieten, müsse diese vor allem 6. Ter Jah.csiuc.au ver jus i stummer für 1'302 liegt zum Teil gedruckt, vor. Dir e^nleuung wurde cerlefen und genehmigt. Ter Bericht wird im Laufe dieses Monats fammer für an alle Firmen, die hierzu Beiträge geliefert yaven. vcr. sandt werden. a) Jahresbericht deutscher Kaufleute in !Berlin, des Verbandes reisender Kaufleute Teutlchlands rn -elpstg, des Vereins für Dandlungs-Kommis von 18o8 m Hamburg des Vereins deutfcher WerkzeugmaschinensaLriken, be» Ernst Ludwig-Vereins (Hessischer Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen). b) Erstes Heft über belgische Zolltarifveränderungen, heraus* gegeben von der Deutschen Handelskammer m Brussel. e) Denkschrift des Vereins deutscher Gerber zu den Handelsverträgen. d)Tas neue russische Zolltarifsvstem, herausgegeben von der Firma Gerhard L Ney in Leipzig. , e) Antwort der Handelskammer Mainz auf die Denkschrift der Handelskammer Tarmsradt, betr. die Errichtung einer Reichsbankhauptstelle in Hessen. f) Wettbewerbe-Ausschreibung des K. K. Handelsministe- riums in Wien für ein Kanal-Schiffs-Hebewerk am Tonau-Oder-Kanal. g)Ter amerikanische Tabaktrust, Japanische Konkurrenz in Konstantinopel, Klagen jiber Warenlieferungen und Warenverpackungen nach Südafrika, Absatz deutscher Kar toffeln in Süd- und Ostafrika, Absatzgelegenheit für Bergwerksmaschinen in Japan. * Tie Eingänge können während der üblichen Geschäftszeit im Sekretariat der Handelskammer eingesehen werden. Herausgabe einer ungarischen Krone, die er versteckt halte. Als der Pfarrer beteuerte, daß bei ihm keine Krone sei, wurde er geprügelt. In Susak kam es bei der Proklamierung des Standrechts zu wilden Szenen. Ein Präses s o r wurde arg mißhandelt. 4. Sitzung Großh. Handelskammer Gießen, für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll-Auszug. Gießen, 3. Juni 1903. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsitzender; Kommerzienrat Heichelheim, Grünewald, Jhring, Katz, Nowack, Röhr, Schirmer, Ster- necke, Zurbuch. 1. Aus dem Geschäftsbericht ist Folgendes mit* zuteilen: a-Tie Hanseatischen Handelskammern hatten in einer Eingabe an den Staatssekretär des Reichspostamts sich gegen die geplante obligatorische Einführung des vom Berner Internationalen Bureau der Telegraphen-Verwaltungen herausgegebenen amtlichen Wörterverzeichnisses, für die Abfassung von Telegrammen in verabredeter Sprache, ausgesprochen, da die vorhandenen Privattodes sich cus zweckmäßig erwiesen hätten und der Entwurf des amtlichen Wörterverzeichnisses erhebliche Mangel aufweise. Die Kammer hat nach einer Umfrage bei den interessierten Firmen des Bezirks von einer Unterstützung jener Eingabe abgesehen und sich prinzipiell für die Einführung eines amtlichen internationalen ^öörterve.rzeichnisjes erklärt, vorausgesetzt, daß die dem C.Kwurf noch anhaftenden Mängel beseitigt werden. b)Den vielfach an die Kammer he.angetr...nen Wünschen entsprechend ist bei der Königl. Eise. oahn-Tirektion Frankfurt a. Di. nochmals die Einlegung eines Spätzuges Gießen—Lich—Hungen beantragt und das Großh. Ministerium der Finanzen um Unteriiü^ung dieses Antrages gebeten worden. c) Der Vertreter der Handelskammer hat int Bezirks-Eisenbahnrat Frankfurt a. SJL in Gemeinschaft mit dem Abgeordneten Macco-Siegen die Einlegung eines Schnellzuges Gießen—Köln und zurück beantragt. d) Auch die weiteren Wünsche oberhessischer Verkehrsinteressenten sind von dem Vertreter der Kammer im Bezirks - Eisenbahnrat geltend gemacht worden, doch empfiehlt es sich, der Handelskammer geeignete Anträge für den kommenden Winke rfahrplan tunlichst bald zu überreichen. e) Dem Zentral-Verband des Deutschen Bank- und Vankier- gewerbes ist eine statistische Uebersicht über die Wirkungen der Börsengesetzgebung auf das Bankgeschäft in dem Han- delskammerbezirte übermittelt worden. f) Ta die Polizeiverordnung vom 5. März 1903 über das Ausmelken der Kühe vor dem Auftrieb auf den Viehmarkt ober dem Antreiben zu Handelszwecken für die Gießener Viehmärkte durchaus undurchführbar ist, den Handel und die auf den A'carkt verkehrenden Landwirte schwer schädigt und ferner eine ernstliche Gefahr für das Fortbestehen der hiesigen Viehmärkte bedeutet, hat die Kammer auf Grund einer Umfrage sich für die Aushebung, bezw. die Beschränkung der Verordnung dahin ausgesprochen, daß das Ausmeilen am Abend vor dem Markte zu erfolgen hat. Stellt sich auf dem Markte oder dem Auftrieb starke Spannung des Euters ein, bann soll ber anwesende Tierarzt anordnen können, daß die Tiere innerhalb einer halben Stunde auszumelken sind. g)Dem Reichskanzler und dem Großh. Ministerium des Innern sind die Wünsche des Huthandels und der Haar- hut-Jndustrie des Kammerbezirks bezüglich der neuen Zollsätze von Oesterreich-Ungarn und der Schweiz mit* geteilt worden. 2. Auf Grund ber Bestimmungen ber Gewerbeordnung sind von Behörden den Handlungsagenten Legiti- mationskarteii verweigert und .ihnen nur Wandergewerbescheine erteilt worden. Tie Kammer beschloß daher eine Eingabe des Zentralverbandes deutscher Handlungsagenten an den Reichskanzler, daß durch eine Aender- ung der Gewerbeordnung den Handlungsagenten der Anspruch auf Erteilung von Legitanationslarien zugestanden werden, zu unterstützen. 3. Seit einiger Zeit ist die .Beförderung von Postpaketen mit Schnellzügen eingeschränkt worden. Da diese Maßregel schon jetzt enipfindliche Benachteiligungen für eine große Anzahl von Geschäftsbetrieben herbeigeführt hat und geeignet ist, fortgesetzt den geschäftlichen Verkehr aufs schwerste zu schädigen, beschloß die Kammer, ihre Aufhebung zu beantragen. Wenn es sich auch rechtfertigt, Vorkehrung zu treffen, daß der Gang der Schnellzüge nicht gestört werde, so liegt doch ein nicht zu verkennendes, eminentes Verkehrsinteresse vor, nach gegebener Möglichkeit, wie es der fahrplanmäßige Aufenthalt der betr. Züge zuläßt, die Uebergabe der Postpakete zu bewerkstelligen. In diesem Sinne wird die Kammer vorstellig werden. 4. Tie Großh. Regierung hat im Anschluß an mehrere Anfragen im Landtage Erhebungen über die Frage ber Warenhausbestenerung in Hessen veranstaltet und die Ergebnisse in einer Tenlschrift niedergelegt. Die Erhebungen haben ergeben, baß im Großherzogwm wahrscheinlich nur ein Betrieb vorhanden ist, ber unter bie Bestimmungen des preußischen Warenhaussteuergesetzes (400000 Mk. Jahresumsatz, Führung mehrerer Warengruppen) fallen wurde. Ferner ist den Feststellungen zu entnehmen, daß Warenhäuser erheblichen Umfangs, das einen Umsatz von 250000 Mark und darüber vermuten läßt, nur 3 vorhanden sind. Tie Wirkung der Warenhäuser auf die Zahl und das Einkommen der Tetailgeschäste konnte statistisch nicht sicher erfaßt werden, doch hat in einigen Städten mit warenhausähnlichen Betrieben bie Zahl biefer Geschäfte und auch das Einkommen erheblich zugenommen. Festgestellt wurde, daß die jetzige Gewerbestenergejetigebuiig in Hessen voll- kommen veraltet ist und die größeren Betriebe oft prozentual geringer belastet als die kleineren Geschäfte. Tie Handelskammer war der Ansicht, daß die hessische Ge- werbestenergesetzgebung dringend einer Umänderung nach der Richtung hm ersorder.. daß die einzelnen Betriebe entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit herangezogen würden. Von einer cnbgilngcn Stellungnahme gegenüber der Frage ber Warenhausbesteuerung in Lessen wurde noch Abstand genommen, bis die von der Kammer eingeleiteten Erhebungen abgeschlossen sind. 5. Nach einem Bericht über die Versammlung der Inter- ftattgeiunben hat, beschloß die .Hommcr, dem ncngeqrün« beten Lahnkanalverein als Mitglied beizurreici IL . 180.60 feft. In der IohanueSktrche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Eiller. Zugleich Ehristenlehre für die Neukonfirmierten auS der mit Telephonischer Kursbericht« Tendenz: abgeschwlcht. Die diesjährigen grossen 37.% 3°/o 87,% 3% 8*/.% B'/q Mexikaner 47. /o Chinesen . . Electric, bohuckert . Nordd Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank Dresdener Bank . . Beniner Handelsges. Oeaterr. Staatobahn . Lombarden . . . Gotthard bahn . . . Laura Urte . . . . Bochum . . « . . Harpener . . . Reichsanicibe do. Koneol. . do. . . Hessen AnsangS- . 809.60 . 209.60 . 13'3.50 . 175.—■ mittags ausdehnte. c e Tie heutige letzte Nachmittags)itzung, die Herr Prof. Dr. h a r n a d - Berlin um 3 Uhr erofincte, beschäftigte sich ausschließlich mit der Frauen frage. ES entspann sich darüber nach dem Vortrag des Frl. Maura Hermann-Berlin eine lange Debatte, die bis gegen 7 Uhr abends andauerte. Wir berichten noch ausführlich in nächster Ausgabe darüber. CefL Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . 87,% Oberhessen . . . 4% Oesterr. Ooldrente . , 4* 6% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 47. Italien. Rente . . . 4'/,% Portugiesen . . . »0/ Portugiesen. . . . 1)6 0. Türken . . . Türkenlose 4% Uriech. Monopol.-Anl. 4* ,96 äussere Argentiner ?o’ I abzusehen. Ter Verteidiger Tr. Bernstein hatte daß Bild auf daß lö- • Verhalten des deutschen Gesandten m der amentanischen Union, Sped oon Lternbnlg, jurüdc.cfubrt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Trinitatis, den 7. Juni. G o t t e s d i e n st. In der Stadtktrche. Vormittags 8 Uhr : Pfarrer S ch e u n e m a n n. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markus- gemeinde. Vormittags 9'/, Uhr: Psarrasftstent V o g L Vormittags 11 Uhr: Kinderkrrche für die MatthäuSgemeinde. Psarrassistent Vogt. CAU6 ^laöt uui) £aui). Gießen, 5. Juni 1903. — DaS Konzert, das, wie gestern an dieser Stelle berichtet wurde, in einigen Tagen im Neuen Saalbau stattfinden wird, findet nicht nächsten Samstag, sondern Sonntag den 7. Juni statt. - Ländung. Der Diener der hiesigen Rudergesellschaft, Schwan, teilt unS mit, daß er für die Auffindung der Leiche des Gärtners Jnderthal bisher keine Belohnung erhalten . 102.10 . 91.80 . 102.15 . 91.80 . 101.25 . 100.60 . 102.90 100.60 . 102.00 . 103.90 . 50.60 . 32.10 . 3415 . 133.60 . 44.90 . 26.20 . 93.00 . 94.00 . 10100 . 209.40 . 185.70 . 136.90 . 148.00 . 154.K. . 146*0 . 17.10 . 189.70 . 216.60 . 174.00 . 180.40 habe. Lasciate ogni speranza! △ Lich, 4. Jnni. Am 3. Pfingsttage fand wieder, rote alljährlich, das Jahresfest des evangel. Rettungs- haufeß m Arnsburg statt. Der Vorsteher des evangelischen I ü/a. Hoffmann," Runge, Mitscherlich und Margrafs, gehörten um DialonissenhauseS zu Darmstadt Ps°rr-r D-ggau, und Psa-rer !°r°r öemeintoan. 3>ae Wt Wr Herbst aus Barmen hielten Festpredigten. Außer ihnen ^Veroxt)Cn bntte ^asse mit Schleife. sprachen Pfarrer Wcber-Lich und Bräß-Darmstadt. -- -j- Von der Ohm, 4. Juni. Die Gewitter der letzten Tage, die die erwünschte Abkühlung nach den überaus heißen Pfingsttagen gebracht, haben mehrfache Blitzschläge in ihrem Gefolge gehabt. Bei Wettsaasen schlug der Blitz in einen hart am Wege nach dem nahen Walde .Hochroth* stehenden allen Birnbaum. In ein Dorf in der Nähe Kirtorfs, wie uns von glaubhafter Seite nutgeteilt wurde, schlug ein Blitzstrahl in em Haus. Er fuhr in den Schornstein, lief diesen entlang in die Stube und traf dort die Hausfrau, die mit einem Strickstock den Kuchen lockerte. An den erhaltenen Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Verliuer vörfe vom 4. Juul 1903. (Mttgeteill von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Prwat-TiSkont 37. Prozent. ' * Scblußkurse. 209.50 209.40 136.60 174.75 180.40 Kpott. Radrennen. Man ichreidt unß: Jung und All unserer G,eßeirer Mitglieder besprechen lebhaft den Llnierfdncb der Rad- rennen zwischen einst und jetzt. Man bat aud) (cincsroegd Unrecht, wenn man sich außerordentlich hohe Leistungen verspricht, zumal der Rennsport ein gain anderes Gesicht und einen anderen Charakter erhalten hat, seitdem der mächtige Motor immer mehr die Bahn __I Eingesandt. Geheimes direktes Wahlrecht! Der Bürg crmei st er eines Dorfes ertunbiate sich kürzlich bei einem Kreisamtsbeamten, ivaä er machen sollte, wenn ein Wähler mehrere Wahlzettel in eilten Wahlumschlag lege — das wurde doch ohne Zweifel die Mehrzahl der Wähler tun, er halte es daher iur ratsam, wenn man in das neue Mlojct einen Ronupllbeainicn 'teile !! Kunst und Missenschasl. Berlin, 5. Juni. Tas Festmahl der Stadt zu Ehren des hier tagenden Ehemiker>Kongresses vereinigte gestern tu den Räumen des Rathauses mehr als tausend Personen, darunter die Minister Frhr. v. Hammerstein, Studt und Budde, Professor Adolf Menzel und Polizeipräsident Borries. Cbetburgcr- meifter Kirschner begrüßte die Gäste und wieS auf die doppelten Ziele der Ehemie hin, die in der Berliner Bürgerschaft seit Jahrzehnten das größte Interesse gefunden hätten. Tie führenden Geister, ' '■ - Dlitscherlich und Margrafs, gehörten un- Harpener Bergbau . . 180.60 Schluß-Tendenz: Ziemlich — Gewerkschaft Gießener Brauusteiubergwerke vormalö Keruie. Wie wir vor Kurzem mittedten, hat die Geiverken- versammlung der Gewerkschaft den oon dem Vorsitzenden deL Gesamtvorstandes, Rechtsamvalt Grünewald, vorgelegten Plan der «zlnanzurung der Gewerkschaft, insbesondere der Abstoßung des Borbesiyers Fernie mit etwa einer Dhllion Mart und der Auf brmgung von etwa 200 000 Alk. für BetrtebSverbesieriingen auf dem Wege der Veräußerung der ruhenden Kuxe der Gewerkschaft an eine zu bildende Gesellschaft nut beschränkter Haftung genehmigt. Es war beabsichtigt, das erforderliche Kapital von 1 200 000 Mk. möglichst durch Zeichnung der Gewerken aufzubringen, event. aber auch dritte Personen zeichnen zu lassen. Wie wir nunmehr in Erfahrung bringen, haben bereits die Gewerken selbst nahezu 1450 000 WIL gezeichnet, sodaß eine reduzirle Zuteilung m Gemäßheit des Kuxenbesitzes einlrete» muß und fremdes Kapital nicht mehr nötig ist. Tamit ist die Bildung der Gesellschaft gesichert und hierdurch gleichzeitig die Gewerkschaft der Sorge ledig, wie sie den Gläubiger Fenne befriedigen werde, an dem sie, wenn seine Forderung noch in diesem Jahre getilgt wird, emen Nachlaß von etwa 800 000 Mk. genießt. — Ter Versand an Erzen bei der Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke betrag pro Monat Mat d. I. ca. 11500 Tonnen mit einem Bruttoergebms von 110 000 Alk. Gcrichlssual. München, 4. Juni. Tas Schöffengericht verurteilte den Maler Th. Heine und den veraiitwortlichen R e d a k te u r d es .S i mp l izif s tmus«, I. Linn cf ogel, wegen des Titelbildes ,Gesandtenerziehung" ui Nr. 6 des „ onnp ijiffunus wegen groben Unfugs, verübt durch die Preße, zu ie 3 0 M k G e l d st r a f e und sprach die Unbrauchbarmachiing der Eremplare und Platten aus. Ter Amtsanwalt hatte drei und eine Woche Gefängnis beantragt. In der Urteilsbegründung wird die ho h e a e i st i g e B e d e u i n n g“ des i m pld'l hm u s und d.e .Meisterschaft und Genialität" Heines an- erkannt, aber gerade bei diesen Eigenschaften halle peme formen rartn ramoraeeritetama vor Dem flrafvertrnlwormcyen I vermewm sollen, die den Dakdefland bet groben Umug« bd)mgten. äÄäää " ....... Jahre, ferner durch bedingte Strasau....tzung mit Unterstellung unter die Aufsicht von Pflegern und endlich durch ein beschleunigtes Strafverfahren und Beschränkung der Oesfentltchkcit der Hauptverhandlung erstrebt werden. Für Hauptpslicht der evangeliscl)-sozialen Bestrebungen müsse die Fürsorge für die Lbdack)- und Heimatlosen werden. Be-1 sonders wird sich diese Fürsorge gegen die Gememgefahr D€ö arbeitsscheuen Landsireichertums wenden müs,en. Tas Strafrecht sei ein wertvolles, aber nicht das werlvoUste Mittel im Kampfe gegen das Verbrechen. Die Hauptsache bleibe, die Quellen des Verbrechens abzugrabeu, und die liegen im Menschen, tn der Zuchtlosigkeit, Geldgier, Arbeitsscheu usw. Hier habe die ivesellschast die Pflicht, bessernd und ausgleichend ein^utreten. Eine gesellschaftlich organisierte Lrebestutigkeit müsse aufgerufen roeroen zum Stampfe gegen das Verbrechen, das sei die ttefste, wirksamste, inner- sich sie und dankbarste Aufgabe zur Reform des Strafrechts im Lichte evangelischer Sozialpolitik. (Lebhafter Beifalls Dein umfangreichen, fesselnden Vortrag schloß sick) noch eine recht animierte Debatte an, die sich bis nad) 1 Uhr Ucncste Ulelvinnzciu Lriginaldrahtutcldungcu dcs Gießener -lnzeiger». Wiesbaden, 5. Juni. (Qrig.-Tel. des Gtcß. Anz.) Der Großherzog von Hessen wurde bei seiner gestrigen Abreise vom Prinzen Eitel Friedrich zur Bahn geleitet. Heilte morgen um 7 Uhr unternahmen der Kaiser mit dem Prinzen Eitel Friedrich und Gefolge einen AuSritt in die Waldungen von Wiesbaden, von wo er um 8 7, Ul)r zurück- kehrte. Um 8 Uhr 50 Min. fuhr das Kaiserpaar nut den Prinzen und Gefolge nach Frankfurt, um dem Wettstreit der 3. Gruppe beizuwohnen. Nachmittags 1 Uhr werden die Herrschaften bei dem kommandierenden General von Linde- quist das Frühstück einnehmen. Die Kaiserin wird sofort nach dem Frühstück nach Wiesbaden zurückkehren, während der Kaiser am Nachmittag dem Gesangswettstreit beizuwohnen gedenkt. Frankfurt a. M., 5. Juni. Der Kaiser besprach gestern ivähreno der Wcttgesänge mit den Leitern bet großen Berliner Gesangvereine, Siegfried Ochs und Georg Schumann, die Ko n zer tver hä l t n is se Berlins. Er timmtc dem Gedanken populärer Oralorien-Aufführungen lebhaft zu und betonte die Notweitbigkeit baulicher Veränderungen in der Philharmoiiie und der Sing-Akademie. Berlin, 5. Junü Zu der gestrigen Kaiserrede schreibt der „Vorwärts": Es ist lehr ersreulich, daß das Gebiet der Sozial-Politik, das so grünüliches Studium erfordert, von dem deutschen Kaiser so eingehend durchforscht worden ist. Leider aber scheine ihn eine Umgebung in seinem Bestreben nicht zu unterstützen, da sonst manche Mißverständn'sie und Irrtümer vermieden worden wären. Etwas überrajcheno und unvermittelt erscheine in der Rede des Kaisers der Uc&ergang vom Gebiete der Sozialpol-itik zu den Wünschen der Patrizier unb den Frankfurter Garnisons-Verhältnissen. München-Gladbach, 5. Juni. Der als Alkoholiker bekannte Arbeiter Höhnen hat seine Frau und dann sich selbst erschossen. Tas Ehepaar hinterläßt 12 Kinder. Madrid, 4. Juni. (Haoas.) Ministerpräsident Sil- vela teilte dem Könige mit, der Au f st an d in Maro k k o sea fa'fb vollständig erloschen. Mailand, 5. Juni. In der Pulverfabrik Bi- gangoli bei Bergamo fand eine große Explosion statt, wobei zwei Arbeiter tätlich verletzt und mehrere andere verwundet wurden. Rom, 5. Juni. In ganz Italien herrscht seit 24 Stunden ein fürchterliches Unwetter. Wolkenbrüche richten an den Kulturen großen Schaden an. Rom, 5. Juni. Der Leibarzt Dr. Lapponi hat dem an einem Tarrn katarrh leidenden Papst em- sohlen, das itonfiftorium um einige Zeit zu verschieben. Dasselbe soll nunmehr am 22. oder 25. Juni zujammen- treten. Budapest, 5. Juni. Im ganzen nördlichen Ungarn haben fürchterliche Gewitter mit Hagelschlag und orkanartigem Sturm großen Schaden angerichtet. Beni-Unif, 4. Juni. (Havas.) Hier werden bereits Truppen zusammengezogen. Tie Marokkaner in Zenaga verbreiten die Nachricht, sie Kütten eine Schlacht gewonnen und rüsteten sich zum Kampfe mit den Franzosen. — Ein aus der Lase F i g i g entkommener israditv fcher Kaufmann berichtet, die Einwohner der Oase treffen große Vorbereitungen und erwarten bedeutende Ver- st ä r f u n g e n. Verletzungen starb die Frau. — Eigentümliche Verteilung der Niederschläge brachten die Gewitter mit sich. Während manchen W-g-nd-n biefe m reichem Maße zu teil wurden, Luka^emem^ £r erhielten andere nur gänz roemge. I Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes» § Ehringshausen, 4. Juni. Zu dem vor acht *a9cnI gemeinbe. Pfarrer Tr. Naumann. hier gefeierten 50jä hrigenDien st jubiläum des Lehrers Sonntag Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbefprcchung Hünergarth müssen wir noch ergänzend nachtragen, daß mi Koufirmandeusaal der Johanneskirche. zu dem Verlauf der Feier ganz besonders beitrugen die schönen Katholische Gemeinde. Liedervorträge eines Doppelquattetts, sowie die Sologesänge S a m s t a g, den 6. I n u l 1903. des Lehrers Kronim. Weiter verdient aus der Ansprache des Nachmittags um ö Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur Landlaasabaeordneten Brauer hervorgehoben zu werden ber | hl. Beicht. Hinweis aui die Gemeu.den mit ständigem L-hr-rwechstl im g^'an: B-l-gÄ-it'?ur hlu.'Beichl. Vergleich zu den Gemeinden mit langjähriger Wirksamkeit ihrer I um 7 Tie erste heiU Messe, Lehrer. Letztere preist er glücklich, erstere nennt er geradezu vor und in derselben Austeilung der heil. Kom- «n.oücklick Nur eine langjährige Wirksamkeit eines Lehrers munion. , _r in emer Gemeinde könne sü- beide Teile °°n Segen fein ; um Dw^zweU^heä.^ Melle. 1C. 9)1 a r b u r g, 4. Juni. Dem im Brungshauser Walde I Nachmittags UM 27, Uhr: Ehristenlehre; darauf Andacht erschossene Förster Keller aus Bromskirchen sind laut Segen. SektionSbefund 29 Schrote Nr. 00 in Herz und Lunge ge- Israelitische Religionsgemcinde. gangen. Zwölf Schritte weit hat der Förster, der fern Ge-1 Gottesdienst in der Synagoge, Lndanlage. wehr, aber zwei Revolver bei sich trug, seinen Angreifer oer-l Samstag, den 6. Juni 1903. folgt,' dann ist er tot zufammengebrochen. Der tätliche Schuß aLcna\7Hc U ^r* borgens 8.30 Uhr. ist nach dem Befund meuchlings abgegeben worden. | Nachmittags 4 Sabbathausgang 9,80 Uhr. Hottrsdteuü la tsraelitischen Keltgionsgestllschast. Sabbathfeier am 6. Juni 1903. Freitagabend 8 Uhr. Samstag Vormitrag 8 Uhr. Nachmuiag 4 Uhr. Sabbaihausgang 9.25 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6 Uhr, abends tz Uhr. Krieskallen der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) A. L. Gießen. Nidda hat 1950 Einwohner. Inventur - Ausverkäufe in meinem Wäsche- und Ausstattungs-Geschäft und Beiien-Geschäfi beginnen dem <3. Günstigste Einkaufs - Gelegenheit für Brautleute, Ausrührliche Preisliste folgt. Fritz Nowack. 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Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Mitgliedes und Kollegen Die verehrt. Mitglieder werden gebeten, sich an dem am Sonntag den 7. d. Mts. stattfindenden Sommerfcst (Schöne Aussicht) unseres Brudervereins .Fechtoerband Gießen—Lahr' recht zahlreich zu beteiligen. (Frauen und Töchter von den Mitgliedern haben freien Zutritt.) DereinSzeichen sind unbedingt zu tragen. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Mitglieder des Vereins von dem Ableben unseres Kameraden Wilhelm Heinen geziemend in Kenntnis zu setzen mit der Bitte, zur Erweisung der letzten Ehre zahlreich tell zu nehmen. Der Vorstand des Mariue-Beretu Gießen. Die Beerdigung findet Sonntag den 7. Juni, nachmittags 2 Uhr, von den neuen Kliniken aus statt. Sammelpunkt: bei Herrn Otto, .Drei Linden'. [4500 f. GLOBUS' £ , PUTZ-7 ' EXTRACT. All’iniger Fahl ikant; FritzSchuIzjun ■ ____Leipzig. Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute uuo morgen: 4428 stchMrilch hü pfg. '0 Kfg. 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Die dciuuachst m Krall tretende Friedhofs- und Begräbnis- ordnung für die Stadt Gießen fleht vor, daß die Beteiligten flch für Beucttung der Särge der Vermittlung des städtischen Be- gräbnisainies bedienen kennen. Tas Begrübnisamt wird seine Auftrage gleichmäßig an alle lncflgeu Schremer und Sarghändler, die durch Ainnetdung den Wunsch zu erkennen geben, bei diesen Bestellungen berücksichtigt zu werden, verteilen. Tie Aieldungen werden in der Bürgermeisterei, Atmmer Rr. 13, entgegenge nominell. I Zur Saison! empfehle größte Auswahl: Beste Lawn-Tennis- Scht -ger- u. Zzülle, Nk^s- unb stdkrbüll Slcnt Matits-Sciinlte „ Maltii-jstttojitlii „ ßgopftr Zwicbck Betonkics- Lahnfand in allen Körnungen, gesiebt und gewaschen, durchaus reines Material, empfiehlt Conr. Kidsamk» Dampfbaggerei. Lagerplatz am Wißmarer Weg. Bureau: Westanlage 60. Telephon Str. 259. 2738 Birkenholz rcyrcr vilbeler Doppelkümmel leigeneS Destillat) zu haben bei 3815 I Ludw. Loth, Wallthorstr. 23. in großer Auswahl. 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Die diesjährige ösfenlliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend mit Mittwoch den 10. Juni, im Jmpklokale — Schulgebäude Neustadt 01 — für die nächsten »—6 Wochen jede» Mittwoch, uachinittag» 5 bis 6 Uhr, ab- gehalten werden. Impiplltchtig im laufenden Kalenderjahr sind die un vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Fahren. Ich lade die hiesigen Einwohner, welche impspflichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dein Bemerken ein, bau alle in demelben oorgeuominemm Impfungen uueutgelt- ltch sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung feines vslichiigen Kindes bis zum Jahresschlüsse auf feine Kosten bewerkstelligen lassen, widrigemalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwochcnkliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren und, auf Wunfch ihrer Vertreter geimpft. Alle m einem Termine geimpften Kinder inüssen in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erfchemen. Kinder, bereit Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beanfprucht wird, können gleich'alls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Jmpiliuge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Lanücsiinpfinsiitut geimpft. Kinder aus Familien, tu denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den o. Juni 1903. 4507 Ter Oberbürgermeister. M e c u in. « i 11 /* 5 -■ für reisende stillt fiOspiZ Damen Untcriidjtyflbciib. evang. Schwesternhaus, 45081 Givsaen, Johannesstr. 7. Ztziime werden schnell und gut ttMkrtll.iltllbtziigell testier Hiniiiiilrili Gießen. Seltcröweg 9. Prim WIM- Ccmciit Allerbe st e Marken per 6lr. 1,45 Alk. [4502 BuWeiiiittLWiinibkrgn 22 Marburgerstraße 22. Der Vorstand. 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