h tun«. wen |et> ^ttQino^ Nbq h »1.1 8: L^Z'V. mit Aj, sÄ ^rejen in Oh. 1 Arztes mehrere Tag: und der iener Blät ulverband rz eine h -lm hat namlilh auf Bitte lomobilverbandes die (fo Krtgliedern des Berbander ' Berliner Automobilaus- ^rt mit Automobilen vor dementsprechend hat dv nobilverbandes beschloß Berlin einen außerordem- icn und am 7. Mrz, m •t Deutschen Automobile t, eine huldizungsfahrt te dem königlichen Lchlosse i Dunkelheit wird der jt lchteten Automobile sich re. eßen. Die Fahrt wüd ce- Ziergarten, das Brackr- :en geleitet werden, tw ... Anstellung nehmen jic ig einer Huldigung, »ms angetreten wird. Kaiser. Dem ter melden, die repräsentierte« ^uldigungs fM DLandwirtscha^ arvnsammlMtz Mmw MndiM Ausschusses k trat wird und nahm i, 1 bei 12 Stimmenthalturr i welchem das Borges Lt und über den M i jibergegangen wird. 1t m Donnerstag abend r H Erscheinen haben ua.V . der Minister desS-«° sinanzminister Freiherr ÄSS* SÄ»* 2 2 i 2 - Ku _ * "iw ; -— i— 7 2) an, wie vi-> grtnuhcl‘ __- ivclt1 anerbahet Ä MW- &*££*1 Nr. 80 liHfht tSgttch «kxtfxi Bannta^*, fcem Auftener Anzeiger »erben lm Wechlel mit dem Sesstschev Landwirt bk Stehen«! Lamille». blittet dermal In der Woche delgetegt. ptolotteieObrud a. ütv teg bet «c üblichen Ontvert-Bucy- u Stet»» bruderet tWetlch Orten) Vbebaknon. fcpebttiwi anb Druck« ret, «chnlprahe t. Ubrefie für Depeschen» «nzetger Stehen. ^fTHlptfd)onlcblu6 Wr 6L Erstes Blatt. 158. Jahrgang Donnerstag 5. Februar 1903 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen kV* 7 ■■■DHfflHMi MonotUch7b Wirrt* jährlich Mk. £20; durch Abhoie- u. Zweigstellen nwnatltd) 6o Pf.! durch die Post Mk. 2.— werte* Jäbrl. auSichl. Leslellg. Annahme von Anzeige« für bi« tageSnumma bil eormUtagi 10 Uhr. ßeUenpreti; lokal 12 P^ «uSrodrtl 80 Psg. S«rantr»OrtUchr ?x den ooltt. a. allgem» ett P Witiko» Hh .Stadt und Qanb* und .Denchtsiaal" L u rt Plato, für den tlr» jeiflenteü: Han» veck Dolilische Tagesschau. Itaf bk Absage bei Herr, k PodbielZki au bei Landbuub «ttworlet bc[[cn Lvrrespondenz mit der Fra«: Warum Io nervös? oie erinnert, bezüglich des scharfen Ausfalls e* LandwirlfchaftSministeriums gerate gegen Dr. Hah« daran, haft sorooht konservative Parteiorgane, als auch namhafte konservative Abgeordnete, wiederholt sich genau in demselben Sinne und mit der gleichen Schärfe geäußert haben, wie Dr. Hahn; so habe beispielsweise die Aeußerung des Herrn o. Kröcher gelautet, „daß er zur Regierung genau ebensowenig Vertrauen habe wie Dr. Hahn." Warum ereifere sich also Herr v. Podbielski so sehr? Etwa deswegen, weil die agrarischen Redner ihn von dem Mißtrauensvotum gegen die Regierung im allgemeinen nicht ausgenommen haben? ,Lugegeben, daß Herr v. Podbielski hinsichtlich der „kleinen Mittel" entschieden ein tieferes Verständnis für die Wünsche der Landwirtschaft gezeigt hat, als seine Amtsvorgänger. In den großen Lebensfragen der Landwirtschaft, wie bei der Gestaltung des Zolltarifs ist ihm jedenfalls im machester- lichen Dunstkreis der Reichsämter entweder der agrarischklare Blich den er als früherer Provinzialvorsitzender oes Bundes noch im vollsten Maße besessen, getrübt worden, oder aber er hat es nicht verstanden, weder im Bundesräte den der Bedeutung des preußischen Landwirtschaftsministers entsprechenden Einfluß zu gewinnen, noch die allerhöchste Stelle über die Notlage und die Stimmung der Landwirte mit der nötigen Entschiedenheit zu orientieren, wozu gerade er häufig Gelegenhell haben soll. Er möge sich daher durchaus nicht der Selbsttäuschung St)en, daß er ein besonders großes Vertrauen innet- der Landwirtschaft genießt. Seine Tätigkeit bei der atiffrage ist dazu, «eluite gesagt, eine zu passive gewesen. Der Optimismus, den auch er in seinen Äeugerungen über die künftigen Verträge, bei deren Abschluß er wohl so gut wie „nif to sengen" haben wlld, zeigt, beweist auch, daß die Landwllte hinsichtlich der Wahrung ihrer Interessen auf ihren „Landsmannschaftsminister" keine all- W großen Hoffnungen setzen dürfen." Deutsches Keich. Berlin, 4. Febr. Im Weißen Saale des Schlosses war heute abend großer Hofball. In feierlichem Zuge nahten der Kaiser und die Äaiferin, dahinter Me hier anwesenden Fürstlichkeiten. Das Kaiserpaar begrünte S" 'ft die Erschienenen. Sodann begann sofort der Nachdem um 10y8 Uhr der Lee ein genommen war, der Lanz fortgesetzt. Der Ball schloß mit einem Reinen, der in eine Huldigung für den Kaiser und die Kaiserin auÄies. — Die von dem Verbände der Berliner Spezialgeschäfte angeregte Organisation eines Bundes der Kaufleute schreitet rüstig weiter. Am 1. Februar waren bereits Zu- st immungser klärungen von über 100 Vereinen und Verbänden eingelaufen. — Die Rektifikation eines Beamten der Staatsanwaltschaft kam am Dienstag in der Bud- zetkommislion des preuß. Abgeordnetenhauses zur Sprache, hier wurde bei Beratung des Justizetats der Fall des Fräulein v. Bardelebeu in Wilmersdorf erwähnt, die auf der Polizeiwache Anzeige machte über einen Diebstahl bei einem Nachbarn, aber unhöflich behandelt wurde und gar wegen Beleidigung angeklagt war. JustiKminifter Dr. Schönstedt erklärte, daß als Staatsanwalt, der die Anklage erhob, ein ziemlich unerfahrener Assessor fungiert habe. Dieser sei nachträ^ich wegen seines Vorgehens rektifiziert worden, es Hege ein bedauerlicher Mißgriff vor. Er mißbillige die Anklage, namentlich, daß auch das Dienstmädchen, die nur ihre Herrin begleitete, hineingezogen worden sei. Die Freisprechung könne er nur billigen. Hamburg, 4. Febr. Im Jahr 1902 waren bei der Ankunft in Hamburg für Hamburger und Berliner Firmen bestimmte Partien nordamerikanischen Weizens von der Zollbehörde wegen der Vermutung, daß sie teilloeise kanadischen Ursprung? seien, beanstandet worden. Die von der Zollbehörde unter Hinzuziehung von Hamburger und Berlllrer Sachverständigen veranstaltete Untersuchung ergab, daß sich der Beweis für jene Annahme nicht erbringen ließ. Daraufhin ist jetzt den Empfängern die von ihnen hinterlegte Zolldifferenz zurückerstallet worden. Inzwischen haben die beteiligten amerikanischen und deutschen Produktenbörsen verernbart, daß in Zukunft Ware, Die nicht dem Vertragszoll unterliegt und die Vereinigten Staaten passieren muß, mll dem Zertifikat „Aonted" versehen werden soll Dresden, 4. Febr. Der Kronprinz von Sachsen hat den Plan, zwei Monate in Meran Aufenthalt zu nehmen, wo bereits eine Villa für ihn gemietet worden war, wieder auf gegeben. Gera. 4. Febr. Die gestern abend von dem Vorstand bet Textü. - Betriebs - Krankenkasse veranstallete Volls- wersammlung war von 3000 Personen besucht. Die st rei- klenden Aerzte waren nicht zugelassen. Der Kassen- voorstand hiell eine 21/2 stündige Stete, konnte aber den heftigsten Widerspruch der Kassenmllglieter nicht verhin- boern, und mußte schließlich §ugeben, daß es den Bemüh- mngen der Aerzte gelungen ist, Zuzug von auswärtigen Kassenärzten fernzuhalten. Kolonialpost. Berlin, 4. Febr. Die Nordd.Allg. Z. schreibt: „Gegen- tuber den Auslassungen einiger Blatter zu der Beurlaubung dors stellvertretenden Gouverneurs von Deutsch-Süd- mre st-Afrika, Major v. Estorfs, können wir mitteilen, daß eine Aenderung ter bisherigen wohlwollenden Stellung der Kolonialverwaltung zu der Bureneinwanderung nach Südwest-Aftika in keiner Weise eingetreten ist. Die Abmachungen, welche Major v. Eftorff mit leitenden Buren wegen Einwanderung in bad Schutzgebiet getroffen hatte, geben viel weniger in den Punkten, die eine Regelung kirchlicher Beziehungen bezwecken, als um deswillen Anlaß zu Bedenken, weil die den Buren in anderer Beziehung, namentlich auf dem Gebiete des Schulunterrichts eingeräumten Rechte, den deutschen Reichsangehörigen nicht zugeftanden werten können. Aus Hluöt und Kund. Gießen, den 6. Februar 1903. LU. Der ordentliche Prof ess or des Straftechts an der Unioersttät Bern, Dr. Wolfgang Mittermaier, hat den Ruf als Nachfolger be5 Professors Dr. Josep h Heimberger angenommen. ** Extra-5l0nzert am Sonntag, den 8. Februar, im Klub. Wir kommen heute noch einmal auf das Konzert des vorliegenden Sonntags zurück, das Progranim, resp. deffen Zusammenstellung ist die Veranlaflung dazu. Wll hallen es für einen ungemein glücklichen Gedanken seitens ter Künsller, so einmal ganz sich in den Dienst ter modernen öiichtung zu stellen, denn Brahms, Schumann, Rich. Strauß, Hugo Wolff und Seyffardt zählen wir ausnahmslos hierzu. DaS aber nicht allein hat uns besonders interesiiell, Frau Hiller-Rückbeil hat sich entschlosien, den ganzen ZylluS .Frauenliebe und -ßeben* als geschloffenes Danze zu fingen, das ist unseres WiffenS hier noch nicht unternommen, trotzdem das gerade zu einer der dankbarsten Aufgaben zu zählen ist. Die Dichtung von L h a m i s s 0 als ZylluS ist nur zweimal komponiert worden, merkwürdiger Weise außer Schumann noch von Loewe, während einzelne Lieder, wie z. B. „DuRing an meinem Finger^, sehr häufige Vertonung fanden. Schumann und Loewe stehen beide, fast ohne Rivalen, an der Spitze der Balladenkomponisten, aber wem von b.'iden der erste Platz anzuweisen ist, darüber sind die Musikgelehrten bisher noch nicht einig geworden. — Aus dem Theaterbureau. Morgen, Freitag ten 6. Februar gelangt zum zweüen- und letztenmal als oollsiümliche Vorstellung das dreiakttge VolkSstüct: .Gewonnene Herzen^ oder .Nord und 6üb* von Hugo Müller unter Mitwirkung ter RegimentSkapelle zur Aufführung. Der hohen Kosten wegen finb b« Preise ter Plätze um 10 Pfg. erhöht worben. •* Lieferungen für baS Provinzial-Siechen- h a u S. Wir feilten gestern mit, baß bie 200 erforberlichen Bettstellen von ber Firma Th. Brück Hierselbst geliefert werben. Dazu wirb mrs noch gefchrieben, baß bie Lieferung ber dazu gehörigen Matratzen der Finna Pfeffer hier, und bie der Kopfkissen ter Firma Ferb. Nennsticl übertragen worben ist. ** Beamtengehalt und Unfallrente. Der Stationsassistent Josef Appel in Gernsheim erlitt int Juli 1895 auf der dortigen Station dadurch einen Betriebsunfall, daß er beim Platzen einer Bombe giftige Dämpfe einatmete, woraus sich ein schweres Lungenlerden entwickelte. Apvel war zur Zell des Unfalls Privatbeamter bei der Hessischen Ludwigseisenbahngesellscl)aft, wurde aber bei der Uebernahme derselben durch die Preußisch-Hessische Eisen- xchngemeinschaft Staatsbeamter. Die Eisenbahndllektion Mainz ertannte das sich spater entwickelnde Lungenleiden des Appel als Betriebsunfall an, verweigerte aber die Rente, well der Kranke sein Diensteinkommen habe und wollle die Rente nur unter der Voraussetzung gewähren, wenn das Dieusteinkommen Hinwegfalle. Der Stationsassistent ergriff gegen diesen Deschäd Berufung, und die Sache tarn im Mai v. I. am Arbellerschiedsgericht des EisenbahndirektionsbeHirrs zur Entscheidung Das Schiedsgericht erkannte dahin., da<ß dem Appel neben seinem Diensteinkommen auch die Rente für den Unfall zu st ehe. Dagegen erhvb die Eisenbahndllektion Rekurs >eim Reichsversicherungsamt, das jetzt das Urteil des Schiedsgerichts betätigte und den Rekurs als unbegründet zurückwies. •* Holzversteigerungen. Bei den letzten hiesigen Holzversteigerungen stellten sich die Preise wie folgt: Bauholz 1 Fm. 20—80 Mll, Schichtholz 3 Fm. 26—27 Mll, Werkholz: Eichen L Qualität 1 Fm. 80—85 Mk., Brennholz: 2 Rm. Tannenprügel 12 Mk., Buchenschellholz 1 Rm. 8.50—10 Mk. z. Garbenteich, 3. Febr. Der Gesangverein .Lieber- blüti* feiert anfangs Juli b. I. sein fünfjähriges StiftungS- eft, verbunben mll Fahnenweihe. t. Kirch-Göns, 4. Fcbr. Sell 15. Dezember ist hier ein Haltepunkt an ber Main-Wefer-Bahn errichtet. Da nun ber Verkehr ein ziemlich starker ist, so hofft man in Bälbe bie Umwanblung in eine Haltestelle; es halten bereits mehr Züge als zu Anfang. Auch bie Errichtung einer Güterverlabestelle wirb nur noch eine Frage ber Zeit ein. Den Hauptverkehr bringt außer Kirch- unb Pohl-Göns bas große Dorf Gambach. § Griebel, 4. Febr. Im süblichen Eingänge unseres Orts würbe an ber Oeffnung einer gefüllten Scheune von ruchloser Honb ein Strohbüschel in Branb gesetzt. Noch zur rechten Zeit würbe die Gefahr bemerkt und bas Feuer t erstickt. — Auch in unserer Gegenb herrscht ter Mißstanb, - baß vielfach an ten Scheuerwänben Oeffnungen — oft in ■ Fenllergrüße — sich beftnben, ohne Verschlußvorrichtungen. t Friebberg, 4. Febr. Die Unterführung ber : Straße unter ber Main-Weser-Bahn hinburch bürste nun ■ in Kürze begonnen werben, nachtem in ben letzten Tagen bie 1 Verhanblungen zwischen ber Bahnbirektion unb bem Stabtrat . zu einem beftiebigenben Resultat geführt haben. Die Stabt : muß bas Gelänbe teilweise stellen unb einen Beitrag zu ben Kosten leisten. — Am Kreuzungspunkt ber Bahn Frieb- derg-Homburg unb ber sehr verkehrreichen Frankfurterstraße hatte bie Stabt bie Errichtung einer Barriere beantragt. Dieser Tage lief nun'bie Mitteilung ein, baß bie Bahnverwaltung biesem Ersuchen nicht entsprechen wolle. Bekanntlich trug sich an jenem KreuzungSpunkl voriges Jahr durch Ueberfahren eines Fuhrwerks ein schwerer Unfall zu. + Ermenrod, 4. Febr. Ein hiesiger bejahrter Landwirt wollte einem bei ihm vorsprechenben Besenhanbler seine eigenen, selbstgemachten Besen zeigen. Zu biesem Zwecke begab sich ber 77jahrige Mann in ten Oberstock, um bie bort lagernben Besen zu holen. Hierbei stürzte er bie Treppe herunter unb brach bas Rückgrat. Vollstänbig gefühllos, brachte man ben Greis zu Bette, wo er nunmehr seiner schweren Verletzung erlegen ist. § Aus bem Ohmtale, 4. Febr. Ein sehr gesuchter Slrttkel sinb in biesem Winter bie Pelztiere. Man zahlt dafür ganz ungewöhnlich hohe Preise. Galt sonst ein FuchS- balg 3 bis 4 All., so zahlt man jetzt 6 Wik. dafür. Em Jlttsfell gilt baS Doppelte beS früheren Preises, für ein Marberfell werben sogar bis zu 15 Mk. bezahlt. Einem Einwohner zu Ruppertenrob, ter bas Fangen ber Pelztiere versteht, gelang es bieser Wvche, zwei Iltis zu fangen. da. Lauterbach, 4. Febr. Zu ben bevorstehenben Reichstagswahlen schreibt man uns aus bem Wahlbezirk Alsfelb-Lauterbach-Schotten, baß bem Vernehmen nach als Kanbibat Herr Wilhelm Finger in Lauterbach in Vorschlag gebracht worben ist. Büdingen, 4. Febr. Dem Schuler des hiesigen Gym- .msIums Wilhelm Fleiner aus Schopfheim ist von S. L H. dem GrvßLer^og in Anerkennung der ixm ihm mit Mut und Entschlossenheit sowie unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung des siebenjährigen Äärl Göbel hier vom Tode des Ertrinkens die Rettungsmedaille verliehcn worden. Die Dekoration wurde dem Schüler fyeute oem Direktor unter einer Ansprache überreicht. R. B. Darmstadt, 5. Febr. Die BiSmarckfeier der Darmstädter Studentenschaft, bie gestern Abenb in sämtlichen Räumen bes stäbtischen SaalbauL stattfanb, hat einen überaus glänzenben Verlauf genommen. Fast bie gesamte beffere Gesellschaft ter Stabt, höhere Staatsbeamte, der Oberbürgermeister, Rektor unb Professoren bet Technischen Hochschule waren mll chren Damen erschienen unb ber 2ln- brang war so groß, baß eine Zirkulation fast unmöglich war. Das konnte aber auch nicht vermuntern, beim ba§ Programm des Abends war höchst mannigfaltig und genußreich. Die Festrede hiell Herr Profeffor Trümpert, der mit treffenden, echt vaterländischen Worten bie unsterblichen Verbienste Bismarcks feierte, indem er in seiner Rebe bie beiten Fragen beantwortete: „Was war Deutschlanb vor Bismarck unb „Was hat Bismarck für Deutschlanb getan?" Das breimalige Hoch auf sein Werk, auf bas liebe beutsche Vaterlanb, würbe von ter Festversammlung mit lauter Begeisterung ausgebracht. Einen prächtigen Kunstgenuß bot bann ber „Akabe- mffche Ehor* mll bem Vortrag von 6 altnieberlänbischen Volksliebern mll Orchesterbeglellung, wobei auch bie Kapelle des Leibgarbe-RegimentS Nr. 115 ganz Vorzügliches leistete. Sologesänge bes Herrn Hofopernsängers Sparmann unb bie Aufführung von Puttitz's „Babekuren", ein reichhaltiger Bazar unb Ball würzten bad schöne Fest aufs beste. () O ffenbach, 5. Febr. Auf eigentümlichen nächtlichen Schleichpfaden ist ein Stadtverordneter der Stadl Offenbach, und ynar, wie uns ein Privattelegramm aus Offenbach meldet, der „Genosse" George, am Montag abend bei Einbruch der Dunkelheit ertappt worden. Die „Offenb. Ztg." gibt folgende Details darüber: „Der Betreffende (der erwähnte Stv. George. D. Red.) suchte die von ihm drastisch ausgeleaten Lehren vom Zutunslsstaat, in dem aller Grund inib Boden mit feinen Erträgnissen Eigentum der Allgemeinheit ist, dadurch ins Praktische zu übertragen, daß er sich als „stiller Kompagnon" an der Ausbeutung der Gemüseäcker einiger Oberroder Gärtner beteiligte, allerdings ohne Dorwissen der Besitzer. Das nächtliche Verschwinden von allerhand Bodenerzeugnissen verdroß nun die biederen Gärtnersleute; sie legten sich auf die Lauer und hatten auch bald diesen eigentümlichen ,Mertreter" der Stadt Offenbach, der eben einen mitgebrachten Sack gefüllt hatte, erwischt. Die empörten stämmigen Gärtner waren schon dabei, dem unter Berufung auf sein Amt um Gnade bittenden Besucher zu beweisen, daß sie sich auf sein ureigenstes Metier, das „Versohlen", nicht schlechter verstehen als er selbst, da rettete die Dazwischenkunft eines Feldschützen ten Bedrohten vor einem Akte der Lynchjustiz. Dafür ist die Sache jetzt zur Anzeige gekommen. Am peinlichsten dürfte der Fall wohl für diejenigen sein, die den Mann aufgestellt und zur Annahme seines Mandats veranlaße haben." Frankfurt a. M., 4. Febr. Im Palafthotel „Fürsten- hof" fand gestern abend der Ball mit Souper des kommandierenden Generals des 18. Armeekorps v. Lindequist statt. An demselben nahmen 300 Personen u. cu teil Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, letztere geb. Prinzessin v-on Preußen, sowie sämtliche Militär- und Zivilbehörden. Frankfurt a. M., 4. Febr. Charakteristisch ist ein Antwortschreiben der neuen Theatergesellschaft (Schauspiel- und Opernhaus) an den Vereinakademisch gebildeter Lehrer. Wie das Philol. Korrespondenz^ blatt schreibt, war den Offizieren unb den Richtern eine Anzahl besserer Plätze zu ermäßigten Preisen reserviert worden; nun wandte sich der erwähnte Verein an die Gesellschaft mit der Bitte, eine gleiche Vergünstigung auch für seine Mitglieder zu gewähren. Darauf antwortete die Gesellschaft ablehnend, wies aber darauf hnr, daß von Zeit zu Zeit Volksvorstellungen gegeben würden (Charakteristisch ist, so bemerkt die „Frkft. Ztg.", die Antwort in hohem Grade. Anderseits scheint es ein Fehler, daß der Verein durch sein Gesuch sich einer derartigen Antwort ausgesetzt hat. Die Bevorzugung einzelner Bevölkerungsklassen in angesehener Lebensstellung ist ein Mißbrauch. Offizierkorps und Richterstand in Frankfurt a. M. haben wahrscheinlich nicht um diese Bescherung gebeten — ob der einzelne davon Gebrauch macht, ist seine Sache — und wir halten es nicht für angebracht, wenn ein anderer angesehener Stand diesen Mißbrauch auch noch zu erweitern beantragt.) Wetzlar, 4. Febr. Die Vorarbeiten zur Wiederherstellung des hiesigen Doms sind, wie Kreisbauinspektor Stiehl in der Hauptversammlung des Dombanvereins aus- fuhrte, im Herbst v. I. zum Abschluß gelangt und die Plane liegen gegenwärtig dem Kultus Ministerium vor. Die Kosten übersteigen eine Million Mark. Zunächst ist eine Erhöhung des Chordaches geplant, welche eine bessere Uebereinstünmung mit den Umrißlinien des Bauwerks herbeiführt. Die Front des Querschiffes wird ergänzt, die oberen Teile erhallen Strebepfeiler und Galerien; letztere werden sich bis zur Dtordselle des Langhauses fortsetzen. Der sogenannte Heideturm wird mit einer neuen massiven Kuppel bekrönt. Die Westsassade erfährt keine Veränderung, Die Hauptarbeit besteht aber in dem Ersatz aller baufälligen, vermittelten und schadhaft gewordenen Teile durch, gutes dauerhaftes Material. Die Kostendectung scheint einstweilen eine offene Frage zu sein. Villmar a d. L., 4. Febr. Am vergangenen Freitag starb hier plötzlich die Frau des Tünchermeisters Wilh. Stein. Ueber die näheren Umstände dieses plötzlichen Todes wird nun folgendes bekannt. Den Anverwandten der Verstorbenen, namentlich dem Gendarmen Ackerknecht hier erschien der plötzliche Tod verdächtig. Aus Veranlassung des Beamten wurde die gerichtliche Untersuchung der Leiche am Samstag an Ort und Stelle vor genommen, worauf der Ehemann Stein verhaftet wurde. Am Montag ist die Leiche durch den Kreisphysikus Dr. Menke-Weilburg seziert worden. Es hat sich dabei folgendes ergeben: Der Hinterkopf wies einen groben Schädelbruch aus, her- rührend von einem stumpfen. Instrument. Der Tod erfolgte anscheinend durch Eindringen des Blutes ins Gehirn. Stein leugnet bis jetzt noch die Täterschaft, doch ist der gerich.t- liche Leichenbefund und die Zeugenaussagen so belastend für ihn, daß niemand mehr rei Uhr wiederkommen werde. Zufällig wickelte sich aber das Geschäft schneller ab, als er gedacht hatte, und so kam es, daß er bereits um 1/22 Uhr zurückkehrte. Als sein Auge auf die an seiner Tür klebende Nottz fiel, blieb er einen Moment stehen und las sie durch. Dann, nachdem chm 5er Inhalt derselben gründlich zum Bewußtsein gekommen war, schte er sich auf die Treppe und wartete geduldig bis 3 Uhr. — Dom zerstreuten Professor ist noch etwas neues zu berichten. Er sitzt in der Zwischenpause im Theater innend auf seinem Eckplatz, am Ausgang einer ziemlich engen Sperrsitzreihe. „Dars ich hüten, mich hinaus zu lässen?" ertönt plötzlich die Frage an fein Ohr. — „Nein, ich lajse Sie nicht hinaus", entgegnet der zerstreute Professor, „sonst kommt die ganze Klasse und verlangt nachher das- elbe." * Verschnappt. A: Gestern abend ist mir mein Hut vertauscht worden. — B.: Weißt du denn nicht, wer ich deinen allen, schäbigen Filz mitgenommen hat? — A: Keine Ahnung, als ich wegging, hing er noch da. Kunst und Wissen schüft. Das Testament Fritz Reuters. Das kürzlich ausgefundene, beim k. Amtsgertcht ia Demmin hinterlegte Testament Fritz Reuters ist dieser Tage publiziert worden. Das Schrislstück har folgenden Wortlaut: »Ich ernenne hiermit meine Ehegattin Luise Reuter geborene Kuntze zur alleinigen Erbin meines dereinsligen Nachlasses. Dies ist mein wohlüberlegter letzter Wille. Treptow a. Toll., den 10. März 1854. Friedrich Reuter, Prioallehrer/ Diese Niederschrift ist von Reuter eigenhändig vollzogen, desgleichen auch die Aufschrift des dreifach versiegelten Kuverts: .Hierin ist mein letzter Wille. Treptow a. Toll., den 15. März 1854. F. Reuter, Lehrer/ — Uebrigens sei wiederholt daraus ausmerkfam gemacht, daß Reuters ämlliche Werte jetzt in einer billigen und dabei recht guten Ausgabe von 10 Mk. unlängst herausgetommen sind. Summa: 40 Weidetage Abtrieb Austrieb 26 122 76,0 0,60 Wetter § 8 6t Höchste Temperatur am 3.-4. Februar 4- 4,9° C. Niedrigste „ , 3.-4. , 4- 2,0’ C. Wernings Tiergarten 129 122 108 126 Namen der Weide 2 1 1 2” 9» 7“ +4,3 + 2,8 + 2,9 5,3 5,2 5,3 -5 & 758,8 759,5 759,5 Februar 1903 Fohlen 2 38 7. Oktbr. 2. „ 2. , 4. „ 53 5 Sero. Himmel leichter Nebel Bed. Himmel Meteoell- jch ast für elektrische Unternehmungen. Der den am 17. Februar stattfindenden Generalversammlungen der beiden Gesellschaften vorzulegende Fusionsoertrag will die Verschmelzung der beiden Geselljchasten durchsühren. Nachdem die Lahmeyer- Gescllschast schon 9 790 000 Mk. ihrer Aktten hergegeben hat, um dafür 14 685 LOO Alk. der Deutschen Gesellschaft für elektrifche Unternehmungen einzulauschen, soll sie nunmehr weitere 210 000 M- ihrer Aktten für die noch ausstehenden 315 000 Mk. Aktten des 31. Mai 2. Juni Zell" 16. , Lauterbach 31. Mai 4. 4. 5. Das Ergebnis des Betriebes sichtlich: Während die Gewichtszunahmen der einzelnen Tiere, auf den Tag berechnet, sich auf, den Weiden Lauterbach und Tiergarten ziemlich gleich, auf 0,60 kg pro Tag stellen, haben die Jungvieh- weideu Zell und Wernings nicht unwesentlich höhere Zunahmen, von 0,81 und 0,72 kg ergeben. Ob diese beiden Weiden den anderen Weiden tatsächlich so wesentlich überlegen sind, rowd sich m den nächsten JahreR zeigen müssen. Das Resultat der Weide Lauterbach ist durch die schlechte Entwickelung von 2 Tieren her-unter- gedrückt ivorden, von denen eines 26 kg abnahm, das andere, em oberbadifches, nur 1 kg zugenommen halte. Jedenfalls mutz zugestanden werden, daß die Resultate unserer Weiden vorzuguche find. Rein rechnerisch betrachtet haben die Tierbesitzer nut einer Bezahlung von 35 Alk. sür Weidegeld eine durchschnittliche Lebend- gewichtszunahme von 1Zentner erzielt. Die anderen Vorteile, wie Kräftigung der Konstitution, Stärkung der Gesundheit, Verbesserung des Knochenbaues und der Stellung der Glieder, sind für den Züchter Vorteile, die mindestens ebenso hoch angeschlagen werden müssen. Gerichtssaal. Leipzig, 4.- Febr. Es war am 19. August, als der Re» e r e u d a r T. auf dem Zlorridor des hiesigen Amtsgerichts dem Referendar 5). gegenüber äußerte: ^Tas Verhalten des Re° erendars Z. in dem Erbschaftsprozesse sei ein Skandal, er hätte die Sache sehr in die Länge gezogeri." P., ein Freund des Referendars Z., erzählte diese Aeußerung letzterem wieder, woraus dieser durch einen Rechtsanwalt, der Leutnant der Reserve im Karabinier- Regiment zu Borna ist, dem T. eine Forderung auf Pistolen, zehn Schritt Distanz, zweimaliger Kugelwechsel, überbringen ließ. Referendar T. lehnte die Forderung ab und brachte den Fall zur Anzeige. Das Kriegsgericht zu Halle hat jüngst den Referendar Z wegen Herausforderung zum Zweikampf zu dreiTagen Festungshaft verurteill. Der Rechtsanwalt wurde am Dlittwoch in einer Sitzung des Kriegsgerichts zu Leipzig wegen Kartelltragens zu einem Tage Festungshaft verurteilt. Der leidige Streitgegenstand ist übrigens aus der Welt geschafft, da der Referendär X. seine Aeußerung zu Protokoll zurückgenommen hat. Rinder 59 16 35 57 167 Kandwirtschast. Die Betriebsergelmiffe der Oberheffifchen Proviuzial» Juugviehweiden im Sommer 1902. Die vom landwirtschaftlichen Verein der Provinz Oberhessen eingerichteten und unterhaltenen 4 Jungviehweiden sind im letzten Sommer rote folgt be- 85 I 8. 93 SoE. 94 NNW. "v. »b .2: G kg kg a ■£! CD fo kg kg 32 214 93,2 0,72 25 102 74,4 0,61 32 134 87,0 OPI aal ■ ^QJin 2Ii eina rrKr ftSifia 'ftnrfss ,nh te,W iftj fety*-* LZE sDZL "eine tzeaM. ^M8*« ■SS**« |«erm tft mem le^er Jg 6- Revier, Lehrer' IS. August, als der Ri. >es hlestgen Amtsgerichts bra Je: ,Tas Verhallen des Rt- W kl ein Skandal, er hall! ' $k ein Fremd des Reser«, etzlerem wieder, woraus dies« lwt der Reserve im Karabinier- orderung aus Pistolen, zch chsei, überbringen lies. Resm» 9 ab unb brachte den Fall j« le hat jüngst ben Reserrndar F mpszubreiTagenFeslung-- : wurde am Mlltwoch in em« g wegen Kartelltragens einer, er leidige .Strellgegeniland iji er Referendar L seine Aeuiem: lschast. r LberheMeu Prov»ü°l> )02. Tie vom landwirM- M emgeridjtden unb * legten Sommer wie folgt te Fohiw 2 A Rinder R 16 L ___o7 i: 40 16J ; ist aus lochender Tabtü fr KewWm^ v -.8 M'detage 5 | |5 2 Z. Vv c » kg Ute Oller .1 2 1 1 129 122 108 r s 11 86 93 94 2 Z 3.-L^ Z jO I 8. Sok. JJW. kg „ 32 214 93,2 g 32 134 8?, K 26 122 76,0 1^' leidiiet 's«** 126 /01 ' . k- -srsK ÄS 3b diese * alid) übciiegen uQU. -n. Ta5'RcMA„ ^eninier- Mlungvoli^ andere, em ■ 26 kg abn^alls niuv ^ nnnen hanr- vorzug" iitate unserkr-^tzer nut emj -geld eine/Aderen ft* Llariung ^Glieder, st» bestens __ tzLR ^>u«ge" ,fl Si*__ Trufte« hergeben, kosten- und ftempeffrei, dividen den berechtigt ab L April 1903. Soweit die Attien der Deutschen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen nicht fristgemäs emgereicht würden, sollen sie nach der .Franks. Zig.-" nach Maßgabe des § 290 D. h. B. sür kraftlos erklärt werden unter glerchzeUrger Verwerlmig der auf sie entfallenden Lahmeyer-Aktien. Eure Liquidation des Vermögens der Deutschen Gesellschaft für elektrrjche Unter- nchmungen findet nicht statt. Märkte. Limburg «- b. L., 4. Febr. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 13.45 ML, Weißer Weizen 00.00 Dtk., Korn 10.49 9JIL, Gerste 9J7 SD1L, Hafer 6L2 Mk., Erbsen 0.00 Mk^ Kartoffeln 0.00 Mk. Neueste Meldungen, vrigiualdrahtmeldungeu des Gietzeuer Anzeigers. Berlin, 5. Febr. Wie die ^Morgenpost" zu berichten weiL- hatKaiserWilhelm wegen derVergiftungS- gesahr verboten, bei Hofe englische Austern zu servieren. — Die alten Herren des Heidelberger Korps Saxo-Borussia feierten ihr 83. Stiftun gs- f e st durch ein großes Festnicchl im Hotel Laiserhof. Äbg. d. Kar dorff brachte den Kaisertoast aus. Der Gesandte von Oertzen ließ das aktive Korps leben, an das ein Begrüß- ungs-Lelearcunm ab gesandt wurde, wie ein solches auch aus Heidewerg an die alten Herren eintras. — Im Prozeß der Frankfurter Stadttbeater-Intendanz gegen hie Direktwn des Lessing-Theaters betreffend die Etttschädignug für hie Lösung hcd Vertrages von Vilma Illing ist die Direktion des LessingtbeaterS zur Zahlung der Entschadignngs- summe von 12000 Mark an die Frankfurter Intendanz verurteilt worden. Berlin, & Febr. Zum Selbstmordversuch des lo-ialdemokratischen Reichstagsabg. A g ft e r teilt ein parlamentarischer Berichterstatter noch mit, daß in dem Revolver, »den Agster benutzt hat, mehrere Kugeln steckten, sodaß nicht sicher ist, ob nicht auch der erste Schuß eine Kugel entsandte. Mr den Geiste Instand des schon mehrere Wochen an starker Nervenzerrüttuug Leidenden ist bezeichnend, daß er B r i e f e «echt krausen Inhalts an den Kaiser, die Kaiserin, deu LSnig von WürttemberH und andere geschrieben hat. Mau hatte schon läng we Zeit seine Entmündigung kwwoaeu, davon aber tu der Hoffnung Abstand genommen, daß sein Zustand bis zum Schluß der Tagung keine» bedenklichen Charakter aunehmen werde. Frankfurt a. M., ü. Febr. Für den Gesangwett- streit im Juni 1903 sind in der Sanger-Hesch-rlle auch die Logen ä Mk. 1000 nahezu alle vergeben. Der Finanzausschuß, Vorsitzender Dr. Barrerrtrnpp, will daher dem hauvtausschuß empfehlen, die wenigen noch übrigen Logen zunächst nicht zu verkaufen, da eS ratsam erscheint, eure Unzahl Logenplätze verfügbar zu haltern Für die Ermie- tiung der Sauger-Hesthalle, welche bekanntlich nach Be- cndtgung des Gesangwettstreits für andere geeignete Bereustaltungen auf kürzere oder längere Zeit vergeben wird, kaufen zahlreiche Anmeldungen ein. Die Festhalle befindet sich in vorzüglicher Lage cm der Forsthausstraße; sie hat einen Flächeninhalt von 8100 Quadratmeter im Erdgeschoß rud 6000 Quadratmeter im Obergeschoß. London, 4. Febr. Der Präsident der Lokalverwaltung, Minister Long, hielt in Cardiff eine Ansprache, in der er sich giegen den Vorwurf wandte, daß die Regierung in der venezolanischen Streitfrage voreilig vorging. Er stellte in Abrede, daß die Regierung unberechtigte Forderung erhob, rvelche das Land in eine unglückliche Lage bringen könnten, und erklärte, der einzige Wunsch der Regierung sei, darauf zu achten, daß den geschädigten englischen Untertanen Ge- mugtuung zu teil werde. London, 4. Febr. In einer Rede in Edinburgh kam der Parlamentsunterfekretär des Kolonialamts, Onslow, auf di-e hohen Frachtsätze nach Südafrika zu sprechen und sagte, das Kolonialamt werde sich bemühe», angemeffene und auch lohnende Frachtsätze zu sichern, selbst wenn eS eigene Dmnpfer für diesen Zweck zu chartern hätte. London, 5. Febr. „Daily Mail" berichtet, der Zustand König Eduards habe sich derart gebessert, daß derselbe bereits heute bei günstigem Wetter einen Spaziergang unternehmeic könne. Madrid, 4. Febr. Infolge einer Unterredung mit dem Bürgermeister nahmen die Fuhrleute heute die Arbeit wieder auf. Madrid, 4. Febr. Der Ministerrat beschloß, die Materialien für das bei Malaga zu errichtende Denkmal für dre mit der ,Gneisenau" untergegangenen Seeleute von den Eingangszöllen zu befreien. Gibraltar, ö. Febr. Die englische Transportgesellschaft von Algesiras hat chre Tätigkeit eingestellt, nachdem die spanischen Behörden einen Dampfer der Gesellschaft beschlagnahmt haben. Ro m, 5. Febr. Der zum Kardinal designierte Erzbischof Mistrangelo von Florenz ist lebensgefährlich er Ec cm ft Wien, 5. Febr. Die mit Giron in Genf eingetroffene Kronprinzessin von Sachsen sandte von dort aus eine umfangreiche Depesche an den Kronprinzen. Sie Protestiert darin, daß alle chre Anfragen über das Befinden ihres erkrankten Sohnes bisher unbeantwortet blieben, und erklärte, daß sie auf ihre Mutterrechte keineswegs verzichte. Die Prinzessin beabsichtigt heute nach Salzburg abzureisen, um mit ihren Eltern die Modalitäten ihres zukünftigen Lebens und Verkehrs mit ihren Kindern zu besprechen. Vorläufig ist auf ihre Anfrage aus Salzburg keine Antwort erteilt worden. In hiesigen Hofkreisen verlautet, der toskanische Hof verweigere den Empfang der Prinzessin. Der Aufenthalt in Genf wird voraussichtlich eine Woche dauern Bozen, 5. Febr. Die Ortschaft Deutschmetz ist durch fortgesetzte große Felsstürze von dem Furmiga-Merge in großer Gefahr. Salzburg, 5. Febr. Die Gerüchte, daß die Kronprinzessin von Sachsen bereits hier eingetrosfen sei, sind vollständig unbegründet. Lemberg, 5. Febr. Zn dem hier gegen Johann Fedyk il Gen. wegen Spionage durc^eführüm Kwzesse wurden sämtliche Angeklagte der Spionage freigesprochen. Nur der Hauptangektagte Fedyk wurde wegen Begünstigung des Deserteurs Theophil Fedyk zn drei Monaten Gefängnis verurteilt. Lemberg, 5. Febr. Polenblätter melden aus Warschau: Wahrend einer Theatervorstellung erschollen von der letzten Galerie stürmische Rufe: Wieder mit dem Absolutismus, hoch die Arbeitet". Zugleich flatterten Tausende von Zetteln in das Parquet mit der Aufschrift: „Zur Erinnerung an die am 28. Januar 1886 Hingerichteten Arbeiter". Polizei drang in das Theater ein und nahm viele Verhaftungen vor. Konstantinopel, 5. Febr. Die russische Botschaft hat die hier lebenden Macedonier unter ihren Schutz gestellt. Tan g e r, 5. Febr. Auch die letzten Nachrichten ans Fez bestätigen die Gefangennahme Buha- m aras. Bestochene Kabylenführer, die dem Prätendenten bisher ergeben waren, nahmen chn im eigenen Lager gefangen und lieferten ihn den in der Nahe stehenden Truppen des Sultans aus. Es entbrannte darauf ein erbitterter, aber vergeblicher Kämpf um di« Befreiung Buhamaras. Dem Sultan sind auch Geschütze der Rebellen in die Hände gefallen und Dokumente, durch die mehrere vornehme Bewohner von Fez stark kompromittiert sein sollen. Es verlautet, daß der Prätentent und mehrere andere Rebellen von Rang bereits hurgerichtet sind. Washington, 5. Febr. Gestern fand eine Konferenz zwischen dem deutschen Vertreter und dem Staatsekretär Hay, eine andere Konferenz zwischen dem Baron ). Sternburg und Bowen statt und eine dritte Kon- erenz hatte Baron v. Sternburg mit ben. übrigen Vertretern der verbündeten Machte. Man erwartet Die Antwort Deutschlands für heute. Newyork, 5. Februar. Ein Telegramm aus Caracas dementiert die Nachricht von der Ankündigung der Beschießung La Guayras für den Fall, daß venezolanische Truppen sich in den Straßen der Stadt zeigen sollten. Newyork, 5. Febr. Vier Dampfer, welche gestern ab fahren wollten, mußten infolge K o h 1 e n rn a n g e l s die Abfahrt verschieben Man glaubt jedoch, daß sie hei^-e oder morgen abfahren können. Newyork, 5. Febr. Der Vorschlag Speck von Sternburgs geht auf eine dreimonatliche Be- vorzngnng der Alliierten. Tie Vertreter der anderen Mächte ftim mten zu Bowen ist bereit zur Annahme des Vorschlages, wenn die Regierungen einverstanden sind. Caracas ift von den Rebellen bedroht trotz des angeblichen Sieges Castros, dessen Lage anscheinend kritisch ist. In WashingMner Regierungskreisen befürchtet man eine Abnahme des amerikanischen Prestige in Südamerika bei Zuerkennung von Vorzugsrechten für die Alliierten. Die längere Anwesenheit einer großen europäischen Flottenniacht venrrsacht E- schiedenes Unbehagen. Caracas, 5. Febr. Der Sieg der Regierungstruppen bei Catamagua wird amtlich bestärigt. General Dncheme mußte die Flucht ergreifen. Vergangene Nacht sind Truppen voir Caracas nach dem L,sten abgegangcn Es fand ein Kämpf bei Mamo statt. — Die Regiermig ersuchte die einheimischen und fremden Kaufleute, eine neue Anleihe von 250 000 Boliv ares zu zeichnen. Telephonischer Kursbericht. (Frankfurt h. b. Februar 19U8. 8% Mexikaner .... 26.70 sy8% Reichsanleihe . . 102.90 3°/o do. ... 93.— 3l/,e/o Konsole .... 102.90 3e»sveks.-Mk sucht tüchtigen Vertreter. Off. sub. F. K. 393 an Haascu- stet» L Vogler, Krank furt