153* Jahrgang Erstes Blatt Die Wahrheit i» Rußland. politische Tagesschau. Aus MM und Kanö. in zum Amt elfteren, 'überhaupt alle, die gerne und herzlich lachen können, aus das Programm in heutiger Nummer aus- Nr. 154 Prschetnt täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit bem hesfifchen Landwirt die Gießener Kamillen» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Vertag der v cühl'schen Untverl.-Buch- u.Stein- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion. Lrpeditton und Druckerei: Schnlftratze 7. Adresse sür Depeschen: Anzeiger Gießen. Fniilprechanlchtuß Nr. 61. Psarr^- Verwalter daselbst; Frischbvrn zum Detanut Offenbach. bringen. So ließ Deutschlands brünstiger Wunsch sich er* füllen und Speckchen (Specky heißen drüben schon billige Strohhüte, der Mann ist also populär) hat seinen Triumph. Auch die Amerikaner haben ihren; sie werden in Kiel auf jede erdenkliche Weise gefeiert. Ehe sie kamen, veröffentlichte ein in den Hansestädten bekannter Exporteur im Hamburgischen Korrespondenten zwei Artikel, in denen er seine „amerikanischen Eindrücke' schilderte; da war zu lesen: „Hüten sollen roir uns — das ist die übereinstimmende Ansicht der Deutschamerikaner —, den Amerikanern zu sehr die Cour zu machen und sie mit Liebenswürdigkeiten zu überhäufen. Die Amerikaner denken nicht: Timeo Danaos et dona ierented, sondern sie amüsieren sich einfach, und wir erreichen politisch das Gegenteil von dem, was wir erreichen wollen." Korinthen-Politik. ** P r o f. Albert, der ordentliche Prosessor der Landwirtschaft an der hiesigen Universität, ist bekanntlich zum ordentlichen Prosessor dieses Faches au der iiuwersrtctt Königsberg ernannt worden, und wird zum 1. Oktober das Lehramt an der Albertina übernehmen. Albert, der unter den Landwirten Oberhessens sich durch zahlreiche Vortrage usw. bekannt gemacht hat, wurde 1860 geboren. (Sr promovierte in Göttingen mit einer Arbeit über Krebse. Weitere Studien an der zoologischen Station rn Neapel ! führten zu Veröffentlichungen über Würmer Die Praxis | der Landwirtschaft erlernte Albert in Munchenhor bei Quedlinburg, Twierdzyn bei Mogilno in Posen und Grobers bei Halle. 1889 erfolgte die Habilitation als Privatdozent für Landwirtschaft an der Universität Halle mit einer Arbeit iider Grüngrasfutter. 1890 wurde dort Albert bie außerordentliche Professur für Landwirtschaft übertragen. Im Herbst 1901 folgte Albert einem Ruse als ordentlicher Professor der Landwirtschaft und Direktor des landwirtschaftlichen Instituts an der Landesuniversitat Gießen an Stelle des in den Ruhestand tretenden Geh. Hofrats Prof. Dr. Albrecht Thaer. In Königsberg übernimmt Albert das mit dem Weggang des Geh. Regierungsrates Pros. Dr. Wilhelm Fleischmann (jetzt in Göttingen) erledigte Ordinariat der Landwirtschaft und die Leitung des dortigen Im ganzen fielen bem Element etwa 25 Gebäulichkeiten zum Opfer, darunter 4 Wohnhäuser, 10 Scheunen nebst Stallungen, und zwei Wohnhäuser erlitten derartige Beschädigungen, daß ihr Abbruch unvermeidlich -ist. Das Feuer nahm einen solchen Umfang an, daß die Holz- i Heimer Löschmannschaft nicyt ausreichte. Erst als die auswärtigen Wehren aus Dors-Gill, Grüuingen, Ober-Horgern, Gambach, Lang-Göns eintrafen, konnte man dem Element wirksam entgegentreten. Doch da stellte« sich empfindlicher Wassermangel ein. Und wieder sprangen die ^Nachbarorte in anerkennenswerter Weise ein. Von allen Seiten tarnen sie mit Wassersässern. Dank dieser tatkräftigen Hüse gelang es gegen 6 Uhr, das Feuer auf seinen Herd zu^be- jdrränt'en. Die auswärtigen Wehren verblieben jum ^teil noch bis heute früh auf der Brandstätte, die krümmer r andren noch — 3 Uhr uachm. — und bie Feuerwachen sind noch ausgestellt. Verletzungen kamen zum Glück nur einige leichte vor. Sämtliches Vieh konnte gerettet werden. Die Geschädigten sind Dcrfid)ert Ein Glück war es, daß das Feuer bei Tage ausbrach und zwar am Mittag, als die Leute zu Hause waren. Wäre das Feuer nachts entstanden, dann wäre die Größe des Unglücks nicht abzusehen gewesen, da alle Scheunen mit Heu und zum Teil noch mit Stroh gefüllt sind. Die Ursachen der Entstehung sind noch vollständig unausgekiäri. — Von anderer Seite wird uns noch geschrieben: Um 4 Uhr nachmittags trafen von Gießen Regweungsassessor Hab er körn und Krecs- (eucrmel)! Inspektor Lo o s aus der Brandstelle ein, unter Samstag 4. Juli 1903 Vezugspret», Unverbürgte Kaiserliche Aeutzerungen. Der Kaiser soll, wie wir bereits gestern mitteuten, ' angesichts des Ausfalls der Reich sta ys wählen be- . merkt haben, die Sozialdemokratie sei eine Erscheinung, deren Entwicklung man abwarten müsse, er halte es nicht an der Zeit, in dieser Bewegung ein* zugreifen. Der ,-Voss. Ztg." klmgt der Berrch^ mcht unglaubwürdig, er entspreche nur den Anschauungen, denen der Herrscher bei den Verhandlungen des Staatsrats über die Arbeiterfrage huldigte. Vom sozialdemokratischen ,^Lor- wärts" dagegen wird die Echtheit des Eitats bezwerfelt. Mr möchten uns der letzteren Aufsagung anichüeßem. Dre angebliche Aeußerung schcriit eure Varratron des bekannten kaiserlichen Wortes darzustellen: „Dre Sozlaldemokratre überlassen Sie mir!" Wie der Kaiser über das Ergebnis der Wahlen denkt, darüber wird wohl nur Graf Vuloto bei feiner Anwesenheit in Kiel unmittelbaren Aufschluß er« katten haben Eine Verbreitung des Urteils oon dieser Seite ist ausgeschlossen. Es hat wohl mit der erwähnten angeblichen Aeußerung dieselbe Bewandtnis wie Mit einer anderen, die unserem Berliner KorrespondentenS« v»r ein haar Tagen ein Parlamentarier unter allem Vorbehalt erräblt bat Der Kaiser habe für den Fall eines Sieges der^^Sozmldemokratie 'in allen Berliner Wahlkreisen die r-, auprNde Verlegung ber Resiben zvon Berlin tiadi Potsdam augekündigt. Aud) dies Eitat bürste auf Kombination be^ihew Man wird schon aus dem Grunde die meisten unverkürzt in die Oeifentlid),keit öebrachten kaiserlichen Aussprüche skeptisch aufzuuehmen haben, weil ber Sailer eine starke Abneigung hat gegen Personen, die ohne [eine ausdrücklid),e Ermächtigung eine Gesprachsbemerkung weiterberichten. ___ Der amerikanische Besuch im Lichte der „Zukunft". Die Zukunft" schreibt: „Die deutsche Diplomatie hat einen img'eahnt7n, einen über alle Begriffe Herr ichen Sieg er- stritten: ihr langwieriges, heißes Werben ha em amerikanisches Geschwader nach Kiel gelockt. Um Mißverständnisse zu meiden, wird es von Düsternbrook stracks nach Eng and dampsen und King Edward Grüße aus dem Sternbannerlanü Es ist ein tragisches Schicksal, daß Zar Nikolaus EL, bent die Geschichte vielleicht den Beinamen des Guten ; Mlegen wird, die revolutionären Wogen höher gehen sieht, als viele Vorgänger,, und daß bei seinen liberalen Absichten ; ©reuet des Despotismus geübt werden. Es scheint, daß bei den Vorgängen in Belgrad russische Hände im Spiel waren Sicher ist die Echtheit der tiefen Erschütterung Nikolaus II. bei der Nachricht von der Tat im serbischen Konak. Die Judenmetzeleien in Kischine w Berichten ihn in eine Trauer, die bis zur Enthaltsamkeit von Speise und Trank ging. Er hatte den Wunsch einen seiner Flüqeladiutauten, einen persönlichen Vertrauten, zur Untersuchung der Vorgänge an den Schreckensort zu entsenden. Der Minister von Plehwe rühmte diese Willenskundgeb- una laut; dann brachte er die Bedenken vor, welche gegen eine persönlich« Stellungnahme des Monarchen sprächen, und schließlich teilte er dem Zaren mit, daß er — ein für russische Verwaltungsverhältnisse ganz außergewöhnlicher Krastauswand — den Generaldirektor des Polizei« apartemenis entsandt habe. Der Zar gab sich dainit zufrieden Wie mag dem Zaren die Lage der Juden dargestellt sein wenn Herr von Plehwe Worte gebrauchen konnte, wie wir' sie gestern Wiedergaben, und wenn er dem amerikanischen Botschafter sagen ließ, daß „bei dem unruhigen und revolutionären Charakter der Juden" und ihrer tont- schastlichen Ueberlegenheit eine bessere bürgerliche Stell« und der Inden das Landvolk erst recht gegen sie aushetzen werde? Eine Abordnung südrussischer Juden erreichte bei dem Kaiser, daß einem Antisemitenblatt der Einzelverkauf verboten werden solle. Plehwe führte den Befehl auch aus glaubte das Matt indessen gleichzeitig durch eine Jahressubvention von 25 OOO Rubel entschädigen zu müssen Ein südrussischer Beamter wurde zum Zaren berufen um über die Gründe der b äu erlich en Not la g e su berichten, mußte aber nach den ersten Worten abbrechen, da dem Kaiser die Tränen aus den Augen stürzten. Der Har glaubt andauernd, daß garnicht die Bauern, sondern der adlige Grundbesitz der notleidende Teil sei. Sein Februarmanifest läßt das deuttich erkennen. exm Mannar erstattete Herr von Witte dem Monarchen euren Bericht über die Finanzlage, über dessen glanzende Abschlußzissern der Kaiser in einem huldvollen Haiid« imr eiben ich äußerte, die Kenner der russischen Volks- wirtschaft mit einem skeptischen Lächeln quittierten. Uni> heute werden in einem engeren Ministerrat angesichts der schlechten Finanzlage strenge Sparmaßregeln beschlossen. Als Witte na di Lwadia befohlen wurde, um sich mit Plehwe SU versöhnen, wurde ihm telegraphiert, den anfangs der sechziger Jahre von Pielnikov verfaßten Entwurf einer Konstitution mitzubringen. Daraus entstand das Befrei- unasmanifest, das im Februar erschien. Cs blieb unau-- aetubrt, denn Pvbjedonoszew stellte dem Zaren vor, daß er eine unabsehbare Verantwortung übernehme. Der Zar sucht persönliche Vertraute. Ein kleiner Eisenbahnbeamter, Klagov, fuhr erster Klasse im Lande umher und berichtete, der Zar werde überall betrogen. Cw verschwand. Ein Meteorologe, Demschmski, unterbreitete ton» ufe Reformvorschlage. Er verschwand. Der neueste Vertraute ist der buddhistisch« $10^10« »abenaieto, ber vom Baikalsee stammt. Auch von seiner Reformschrist hort man nichts mehr. Wo ist die Wahrheit in Rußland?_________ moncnuch7bPtt viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 60 Pf.; durch die Post Mk.2.—vieriet- lährl. auSjchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen ür bte ^agesnummer jtS vormittags 10 Uhr. v,ctlenprct6; total 12Ptt aussroäafl 20 Pfg. Berantwortttck für den poltt and allgern. TeUi P. toutto: für „Stadl und Uand^ und .GerichtSsaal*. Auauft Götz; für den An- -elgentetlk pan» Beck. merksam. t • ** Ein starkes Gewitter, das gestern nackMrttag gegen ö Uhr losbrach, berührte nicht mit der vollen Gewalt unsere Stadt, sondern ging etwas westlich an uns vorüber. Es wurde ca. V2 Stunde vorher, als sich der Himmel verdüsterte und ein mächtiger Sturm sich erhob, angekündigt. Der Sturm hat an Dächern, in Gärten, auf Holzplätzen usw. manchen Schaden angerichtet. In manchen Däusern ergoß sich der Regen durch die geschloßenen Fenster aus den Treppen dnrck viele Räume. Hier und da wurden Bretterwände und Zäune umgerissen. Wer das zweifelhafte Vergnügen hatte, währenddessen über den Brandplatz zu kommen, erlebte etwas Fürchterliches. Man konnte denken, der ganze Brandplatz ginge auf und davon. Bis M ungeheurer wirbelten die dichten Staubmajsen, ! und der Platz erfuhr bei dieser Gelegenhett einmal eine I gründliche Reinigung, von der die Bewohner am . .. x aber nickst sehr erbaut waren. — Aus Rodheim a. d. B. ______v...o . -Wähler austuspuren und ^meldet, daß der Blitzin das Fabrikgebäude »erab^bei VÄffi Klein-Lind en schlug der Blitzt einen Wahlliteratur hat sich gezeigt, welche äußerst wertvolle Mithilfe bie bäum, der ungefähr 15 Meter von einem awhngebaude Aiaa leistet Aus ihrer Hand, auf ihren freundlichen, überzeugen- sieht. Der Baum selbst hat wenig ^Mden genommen, doch den Zufpruch hin wurden Flugblätter und Schrnflchen m gar eine angelehnte hohe Stange wurde 1 Weiter über Dem mancher kleinbürgerlichen und bäuerlid)en Wohnung emgegenge- ^botien vollständig zersplittert. nommen, deren Türe einem ,©enoffenfl vor der Ulafe zugefchlagen Holzheim, 3. Juli. Gestern mittag kurz vor worden wäre". , . 1 entstand hier, wie wtt bereits kurz meldeten, ein Daß auf diese umfangreiche und rafuose -L-atigkeit öeH 0 &; e u e r. Es brach in der größten hiesigen Hof- Genossinnen nicht nur der Andrang von Frauen und ^^lche dem Landwirt Konrad Grieb gehört. Mir Mädchen zu sozialdemokratischen Versammlungen zurückzu- Achtbarer Gewalt griff das Feuer um sich und im Nu fuhren ist, sondern daß auch ein erheblicher Teil des sozial- dünnten sämtliche angrenzenden Scheunen und GelEde. demokratischen Stimmenzuwachses der in der Gleichheit so'- ------- — 9R plastisch geschilderten Agitation sozialdemokratischer Frauen rugeschrieben werden kann, dafür spricht die innere Wahrscheinlichkeit in hohem Maße. Je mehr voraussichtlich die sozialdemokratische Frauenagitation zunehmen und je größere Erfolge sie demgemäß erzielen wird, um so ernsthafter sehen sich die bürgerlichen Parteien vor die Frage gestellt, ob ste nicht ihrerseits der sozialdemokratischen Frauenagitation durch entsprechende Organisation der bürgerlichen geeigneten weiblichen Kräfte begegnen sollen. Das für Griechen'land geplante Korinthenrnonopol ist gescheitert. Der neue Ministerpräsident Theotakis, ohnehin ein persönlicher Gegner des Monopols, hat sich beeilt, aus dem aus handelsvertraglichen Bestimmungen gestützten Einspruck> mehrerer Mächte, darunter Deutschlands, gegen das Monopol die Konsequenz zu L^hen. 1"5^77- F^attlicben Instituts, das ad interim vom a. 0. Sein soeben gestürmter alter Gegner D e l yannis,desten I Backhaus geleitet wird. Anhänger bereits -u Gewatttatigkeiten gegen bie ^heota- P M) Erweiterungsbauten in dem Bahneinkisten übergehen, wird nicht verfehlen, die vom Kvrmthen- ?w i ick en Gie ß en und Gro ßen-Lind en monopol ihre wirtschaftliche Stellung erwartende bäuerliche sch soweit fertig gestellt daß nur noch eine kurze Strecke Bevölkerung des Peloponnes gegen die neue Regierung ^uf- i Böschung eingelegten Steinfassung vollendet zuwiegeln. Delyannis hat zivar felbst, folange anr vorigen Jahr hergesteltte Abschräg- Erbitterung ber Kvrinthenpflanzer kann Köngens auZ der größeren ^A^^erler^n. Oberbürger- König, als enger Fremid des MiNisterprasldenten meister Mecum schreibt, konfessionslos, die Teilnahme des takis, in Mitleidenschaft gezogen werden, da^ die Bevoller- 1 - e|ner Beerdigung daher vollständig ung des Peloponnes vhnehcn mck anttbynapifchM Elementen etwaiger kirchlicher Beteiligung. Dis jetzt durchsetzt ist. _______ |.-t ^etr erste Beerdigung noch unbestimmt. Tie vroletariichen Stauen im Wahlkampfe". V o lks v o r st e ll un g. Das Künstlerpaar „Etcker- Unte'r der oorslehenden Ueberschnft giebt bas D^an ÄV der sozialdemokratischen Arbeiterinnen, die ^Gleichheit uäer* sß^fteHung zu kleinen Preisen. Wir machen nochmals alle, aus lehrreiche Ausschlüsse über die Rolle, welche die sozial- bie deutschen, echten Humor und gute Laune inter- demokratischen Frauen rm letzten Wahlkampfe gespielt haben. - - - " ----- Seit Monaten ließen e§ sich die Agitatorinnen Tietz und Kähler angelegen sein, fast an jedem Wochentage eine, an Sonn- und Feiertagen zwei bis drei Versammlungen abzuhalten. Aehnlich agitierte Genossin Ihrer m der Umgegend von Berlin, Genossin Gradnauer ebendott und in Sachsen, Genossin Luxemburg in Posen, Oberschlesien| und in Sachsen, Genossin Greifenberg in Bayern rc.i Ungemein wirksam haben ferner die weiblichen Vertrauenspersonen und die bestehenden Frauenorganisationen der Betätigung im Wahlkampfe vorgearbeitet. In dieser Beziehung 1 verzeichnet die Gleichheck folgende charakteristischen Einzelhecken 1 für die größeren Städte und Industriezentren: .Genossinnen halfen fleißig beim Abschreiben und Führen : der Wählerlisten, beim Ad ressenschreiden, beim Austraaen und Verteilen der Stimmzettel, beim Verbreiten der Wahlflugblatter rc. Sie beteiligten sich eifrig an dem Sammeln von Geldern, agitierten für den Besuch der Versammlungen, suchten im Privatverkehr der Sozialdemokratie Stimmen und Anhänger zu werben und rvaren am Wahltage unermüdlich, um säumige Wähler aufzuspuren und GiehenerAnMger General-Anzeiger v Mir- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen Gießen, 3. Juli 1903. ** Provinzialdirektor Dr. Breid ert ist heute Urlaub gereist. c ** Dien stnach richten. Ernannt wurden: Pfarr-- assistenk Repp zu Neu-Isenburg zum Pfarrvikar zu Als- feib Dekanat Alssew, Pfarrvikar Freund zu ^cklmgen, Dekanat Hungen, Pfarr - Verwalter Walter zu Pfarrverwalter in Sprendlingen, — Pfarrer August Freu zu Sprendlingen hat |em als Pfarrer der Hessischen evangelischen Landesnrche niedergelegt. - Zur Wied er besetz ung wird ausgeschrieben: die zweite evangelische Pfarrstelle zu Babenhausen, Dekanat Groß-Umstadt. berrn Leitung Dir Löscharbeiten weiterge führt wurden. Abend - gegen 10 Ubr gelang es, über die Flammen so weit Herr zu werden das; die Feuerwehren aus Oberstadt, Butzback und Oberhörgern entlassen werden konnten. a. Saasen, 3. Juli. Letzten Sonntag wurde hier nn Kinderfest gefeiert, das dem Veranstalter, Herrn H. Stackemann aus Frankfurt o. M. alle Ehre machte und in der Erinnerung der Meinen lange noch bleiben wird Punkt 2 Uhr versammelte sich die Schar der Kleinen ui dem festlich geschmückten, neu hergerichteten Saale des cAasthauseS zur goldenen Traube, woselbst sie mit Kaffee, Kuchen und Bretzeln bestens bewirtet wurden. Um 4 Uhr fand großer Zug durch die Ortsstraßen statt, an dem sich ganz Baasen beteiligte, und der sein Ziel oben auf der ,.Martha Ruh" sand. Hier sangen die Kinder unter ihres Lehrers Leitung schöne mehrstimmige Lieder, es wurden muntere Spiele gespielt und Reden gehalten. Der erste Redner. Lehrer Herber aus Saasen, feierte in schwungvoller Weise Herrn Stackemann sowohl als auch die übrigen Herren der Jagdgesellschaft, welche dieses schöne Fest veranstaltet haben; der Herr Pfarrer toastete auf die Hebe Heimat. Am Wend fand gesellige Vereinigung in dem Saale des Herrn Schcpp statt; Die tanzlustige Jugend vergnügte sich bis zum kommenden Tage. Grünberg, 3. Juli. Der 14jährige Sohn des Satt- lermeisters Böcking hier wurde am 'Montag auf dem Hain von einer Kreuzotter ui ein Bein gebissen, sodaß er schleunigst ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Der Vorfall zeigt, daß beim Hantieren im Gebüsch und an Steinhaufen, Den Schlupfwinkeln der Ottern, Vorsicht geboten ist. — Ein „hoher" Gast besuchte gestern inargen für kurza Zeit unsere Gegend, ein L u f t b a l l o n, der in der Richtung nach Südwest einem unbekannten Ziele zustreble. ^Auch in Butzbach hat man Den Ballon gesehen, und in Weiperfelden ist er gelandet. Siehe unter ^Weiperfelden". D. Red.) 0 Lich, 3. Juli. Sein 50jähr. Dienstjubiläum ^eierte heute unser Lehrer und Organist Jäger. Zahlreiche Freunde und Kollegen und Vertreter der Stadt nahmen an der Feier teil. Der Jubilar wurde reich be* schenkt. Vormittags 10 Uhr fand Gottesdienst statt, woran sich ein Festessen schloß. Der Jubilar ist der Dienstälteste Lehrer des Kreises Gießen. (i) DaD - Nauheim, 3. Juli. Das neue P o st - gebäuDe steht im 9k)hbau vollenDet Da; z. Zt. wird am inneren Ausbau gearbeitet Der stattliche Bau steht bei den Siedehäusern. Tas seitherige Postgebäude an der Parkallee ist Privathaus. Im Herbst soll der Neubau seiner Bestimmung übergeben werden. r. Bad-Nauheim, 3. Juli. Bis zum 2. Juli sind 11 797 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 5993 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 2. Juli 132 056 abgegeben. Nad-Nauh eim, 2. Juli. S. Durch!, der Fürst von Reuß j. L. und Regent des Fürstentums Reuß ä. L. ist beute vormittag nach Beendigung seiner mehrwöchentlichen Bade- Kur von hier wieder ab gereift. Se. Durchlaucht, welche auch dieses Jahr mit dem Erfolg Der Bäder ganz außerordentlich zufrieden ist, zeichnete Den behandelnden Arzt Medizinalrat Prof. Dr. Groedel, sowie Den Vorstand Der BaDedirekUon Daurat Dr. Es er mit Dem Reuß scheu VerDienstkreuz 2. Kl. aus. Auch erhielt BaDemeister Kissel Die nächst höhere Klasse Der ihm im vergangenen Jahre verliehenen T-ekoration. Der Großh. KurDirektor Herr Kammerherr v. Grolman hat auch Die zweite Klasse des genannten Ordens dieser Tage bekommen. — Postdiret- tor M ün ch wurde von Sr. Maj. bem Kaiser der Rote Wlerorden 4. Klasse verliehen. M e i p e r s e 1 d e n, 3. Juli. Eine große Aufregung und angenehme Abwechslung in Die Stille unseres Gebirgsdörfchens brachte gestern vormittag Vi nach 9 Uhr das Landen ein cd SuftballonsS in unmittelbarer Nähe des Dorfes. Auf Dem FelDe arbeitende Leute waren sofort zur Stelle, um durch Niederziehen Des Ballons an den ausgeworfeuen Seilen Die glückliche Landung Der in dem Korbe befindlichen Drei Insassen zu bewerkstelligen. Die Lustschiffer waren nach der „Butzb. Ztg." Offiziere und ein Unteroffizier der 2. Kompagnie des Luftschisferbataillons in Berlin-Reinickendorf. Nachdem die Fahrer aits luftiger Höhe sick ihrer warmen Hüllen entledigt und das Zrt- jammenziehen und Verpacken des Ballons uuD feiner Geräte an geordnet, nahmen sie an der Landungsstelle einige Erfrischungen ein und machten mehrere photographische Anfnahnten. Mit einem alsbald beschafften Wagen begaben sich die Herren nach Butzbach und fuhren mit dem Zug 11,33 Uhr heim. Die Abfahrt war am Abend vorher um 8 Uhr in Göttingen erfolgt. Ballon imb Zubehör wurden als Eilgut von Station Butzbach aus an da-.' Luft- jchisterbataillon abgesandt. — Von anderer Seite erfahren wir indes, .daß Prof. Wiechert, Direktor des geophhsi- kalischen Instituts in Göttingen für wissenschaftliche Zwecke Die Ballonfahrt in Begleitung seiner Assistenten Dr. Linke unD Dr. (Serbien unternommen hatten. y. Schotten, 3. Juli. Unser Städtchen galt seither als das Eldorado aller Biertrinker. ÄVährend man sonst überall für ein Gläschen Bier (0,3 Liter) einen Nickel-10-Psennig bezahlt, so konnte man diesen Genuß hier bet uns seither für 8 Pfg. sich erlauben, sodaß bei fünf „Töppen" ein Freischöppchen „heransgetrunken" war. Mau tonnte also durch Biertrinken hier etwas verdienen. Diesem idyllischen Zustande suchen nun unsere Wirte ein jähes Ende zu bereiten. Sie hoben einen „Trust" gebildet und verlangen jetzt auch nach alldeutschem Muster 10 Pfg. für ein 0,3 Gläschen Bier. Nur ein Häkck>en hat die Sache — der Ring ist nämlich nicht geschlossen, da einige Wirte das Schopplein immer noch für 8 deutsche Reichspsennige verkaufen. Selbstredend sind die 8 Pfennig-Lokale stets dicht besetzt, da sämlliche anderen Wirte von den Biertrinkern einfach boykottiert werden, weil diese von dem Zehnersystem nichts wissen wollen. Man ist allgemein gespannt, wie der „Bierkrawall" endigen wird, der vor einigen Jahren schon einmal von den Wirten in Szene gesetzt worden war, aber mit deren 9ti eher läge ausging. Darmstadt, 2. Juli. Unsere Künstlerkolonie hat wieder einen großen Erfolg errungen. Bei der Konkurrenz für den großen Zentralbahnhof in Basel ist das Projekt des Professors Olbrich mit einem Preise von 3000 Mk. ausgezeichnet worden. Frankfurt, 3. Juli. Gestern nachmittag gegen sechs Uhr fiel Der Schüler Emil Sonntag oberhalb Der Alten Brücke in den Main, würbe aber noch lebenb von bem Hänbler Valentin Kirsch aus bem Wasser gezogen unb zu seinen Eltern Klappergasse 6 gebracht. Kleine Mitteilungen aus Hessen unb ben Nachbarstaaten. In Frankfurt würbe am Donnerstag Groß feuer vom Hause Grüneburgweg 41 gemclbet. Im Wintergarten Der bem DerlagsbuchhänDler Taube gehörigen Besitzung war ein Gartenhaus in Brand geraten. Tas Haus war abgeschlossen, da der Besitzer sich im Bad befindet. Das Gartenhaus mit Inhalt brannte total nieder; auch die benachbarten Bäume wurden durch das Feuer vernichtet. — Die tot aufgefundene Frau Hartherz in Frantjurt scheint sich nach neueren. Anzeichen selbst erdrosselt zu haben. Sie war eine chronische Trinkerin und hatte eine Anzeige wegen Unterschlagung zu erwarten. Die polizeilichen Recherchen dauern noch fort. — Aus Aschaffenburg wird gemeldet, daß man noch nichts vom Mörder der Telephonistin Haas weiß. Noch immer herrscht in der Stadt die gleiche An regung wie am Tage der Entdeckung des Mordes. ALSM sus den dtenttöiuiitßrroiflmi der Statt Hießen. Aufgebote. Juli. 1. Georg Ludwig klein, Schlosser dahier, mit R'arolme Vogelhöfer Hierselbst. Eheschließungen. Juni. 27. Jakob Christian Heinrich Ott, Händler dahier, mit Anna Maria Obermann Hierselbst. 27. Justus Reinhard August Wilhelm Schmitt, Glaserineister dahier, mit Anna Cttsabethe Manct Hierselbst. Geborene. Juni. 2(X Dem Metzgermeister Konrad Bepler ein Sohn, Erich Wilhelm. 22. S)em Kaufmann Johann Heinrich Wilhelm Joh ein Sohn, Friedrich Willy. 25. Dem Schneider Wilhelm Roll ein Sohn, MnvL 25. Dem Bahnarbeuer August Fourier eine Tochter. 25. Dem Friseur Emil Moch em Sohn, Emil Wilhelm. 26. Dem praktischen Arzte Dr. Kart Ploch eine Tochter. 27. Dem Schlosser Otto Eschbach ein Sohn, Otto. 28. Dem Schuhmacher Adolf Schivan em Sohn. 28. Dem Oberlehrer am Gymnasium Otto Urstadt eine Tochter. 29. Dem Bauausseheraspiranten Wilhelm Fiedler ein Sohn, Otto Wilhelm. 29. Dem Universitats Professor Dr. Dietrich Behrens em Sohn. Gestorbene. Juni. 30. Vitus Georg Goldstein, 39 Jahre alt, Mechaniker dahier. Juli. 1. Marie Keil, 6 Monate alt, Tochter der Wäscherin "Marie Böttner, geb. Keil, dahier. 2. Anna Elsa Krück, 2 Jahre alt, Tochter des Dachdeckermeisters Philipp KrÜck dahier. 2. Johann Georg Earl, Taglöhner dahier. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Getreide. Die feste Tendenz der Vorwoche hat sich am rückgängiges Amerika etwas abgeschwächt, begründet durch Berichte über bessere Ernteaussichten in Slordamerika. Rußland und ^aplata offerieren sehr wenig zu unveränderten Preisen. Roggen ruhig. Gerste lucnig Geschäft. Hafer ditto. Mais ruhig; bessere Qualitäten sind jedoch immer noch sehr gesucht. Die heutigen Notier- ungeit sind: Kansas 131 Mk., Redwinter 131.50 Alk., La-Plata, russische Aussaat, 79 Ko. Alk. 13b, franz. Aussaat 78 Ko. Mk. 132, Ulfa 9 P. 25/30 Alk. 127, Russische Roggen Mk. 96.50, Russischer Hafer 47,48 Ko. Mk. 100, Plata-Mars Mk. 98 per Tonne ab Rotterdam. — Kraftfnttermittel. Die seit langer Zeit in imserem Markte bestehende Geschäftslosigkeit blieb auch in Der abgelausenen Woche vorherrschend. Da zudem die Forderungeii für einzelne Artikel, wie Marseiller Erdnußkuchen und deutsche Leinkuchen, feilens der Fabriken erhöht rourben und reelle Angebote von neuem amerikanischen Baumwollsaatmehl immer noch nicht vorliegen, so bewegte sich der Verkehr m engen Grenzen. Dessen ungeachtet bleibt die -Stimmung eine feste bei teilweise anziehenden Preisen. — Petroleum. Tie Notierungen der letzten Woche erfuhreti eine Erhöhung von 10 Pfg. pro 100 Kilogramm. Die Marktlage ist fest. i Seidenstoffe -------- Muster portofrei. -------- Fertigt seiden« Kostüm-Röcke, Jupons, Blusen, halbfert. Roben. Deutschlands grösstes Spezial-Seiden-Geschflft Seidenbaus Michels & Cii, Berlin SW. 19 1 48 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen-Strasse. Mechanische Seidonstotfweberei Id Krefeld -S6 (s) O w o n QH O CE> to O 2 er 5 c o o 5? QM k-- 435 ■j-. 3 GH er rr- O a p" 5 ©p o ** w er er cP ? ST vv ZS 5 Ä O. — er'S P S 4» *1 bD CH o rs 3 S 2 3 er to o er er o 25^1? - C» ~ «0 <-! O C3 p p 3 2, - er P ° 52. v o —- ZZ sO'CP 3,2 St 3** S 3- 5 sr. ä Cc f**> -'S Cm O 2 2, Z Z 2 2. 3 2 o « 3 3? er 2 0 ro = CO 3" <2 — 3 er 2" * _ o " = 2 2 Ö) h o s=r.to 3 3 ' 3 3 (2 ^3--) 2. 2. ö o C •—' S*" 3 -2^ S 3 A 3 o 3 rs "3 — er -3’3 o ■§ 5. er ex. ra 'B' c 2 ® s. =3 e? 3 s rr s s r* er er 3 G — | (tiä - co r3 » 337L w " & 3 • o o er “ == 3 -• '3 3* 3 % Q' 3 -a s: 5^7 O — - P l°r* 3 H 3 o c -TU - 3 3 2.' - er 3 2. rr S As V " c* o o;S O § 5^ A S 2 = © s 0 —----« <3 o< -- 3 3 2 (Sier •• 3* r. p-« e$r cr,Y. -§ SB cy Z!' o co 'S er zZ - 2 2 K ' - 3.5 5E -zr: cr W xS* 2 » 5« O r- o 2^ CO Q 5 s —r.--- ZX p. p 'S* 0 W •t-j: &*■ t 1 M W 1 M M ':■?< R K Wi li H V N - Fi Aff. 5252 Jleuflabt 28. 5246 SHkMskllk hält auf X^aijer und fertigt nach Ntaß an Val. Brauer, Bekanntmachung. Mittwoch ven 8.V. Mts., nachniittags 3 Uhr anfangend am sog. Tröllersberg, soll zur V e r st e i g e r u n g kommen die LUrschenernte der Gemeinde lauter von ca. 150 Stück Bäumen. Üauter, den 3. Juli 1903. Großh. Burgernieisterei Lauter. Ur. Bieociihoiiiz eingeiroffen. 5rr76 I. M. Schulhof, ftolomaliDnieii u. Zionserven. H^ferdemarlit Kietzen. Die Lieferung von 200 Pramiierungsbäuderu ist zu vergeben. Das Muster kann auf Zimmer Nr. 15 im Bürgermeistereigebäude emgesehen werden. Gefällige Offerten werden bis zum 10. l. Mts. an den Unterzeichneten erbeten. 5289 Die städtische Pjerdemarkt-Kommissioru - Jean Kirch. Mlifdjtr BchmMchmiS 8ichki. Gartenstratze 2, Zimmer Str. 14. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr^ Es sind zu vermieten: 41 Wohnungen von 2—7 Zimmern, 5 möblierte Zimmer, 1 möblierte 2-Zimmerwohnung, 1 Zimmer zum Lagern von Mobiliar oder Bibliotheksbeständen. Zu mieten gesucht: 25 Wohnungen von 2—5 Zimmern, 1 3-Zimmerwohmmg mit Stallung. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 All. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 All. bis 500 Mk. einschließlich 0,50 3JIL, und von mehr als 500 All. 1,00 Mk.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 All. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung unentgeltlich. 5286 Mamttmachung. Ueber den Nachlaß des am 20. Mai 1903 verstorbenen Kaufmanns Wilhelm Sch omder in Metzen wird durch Beschluß des unterzeich- neteli Gerichts vom 2. Juli 1903 die Nachlaßpflegschaft zum Zivecke der Befriedigung der Nachlaßgläubigec (Nach- laßverivaltung) angeordnet. Kaufmann Jean Boect in Aictzen (Stemstraße) wird .zum Nachlaßverwalter bestellt. Gießeii, den 2. Juli 1903. Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung In das Handelsregister wurde heute eingetragen, daß die Firma „I. Bamberger" zu l^iesjen erloschen ist. Gießen, 3. Juli 1903. 5250 Großherzogliches Amtsgericht. 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