Donnerstag 4. Juni 1903 153. Jahrgang Zweites Blatt. Are heutige Dummer umfaßt 8 Seiten. Holz und icn Deutschl. Frankr. 19 22 26 680 13 360 568 1920 und Iuslizpflege werden übertroffen 11 13 400 344 Bier, Wein und SchnapS Tabak 124,5 1,5 2,5 Italien 21 © 000 600 Oester.-Ung. 10 18 600 1430 Anzahl der Universitäten Studenlen einfache Postsendung. Gleichzeitig roirb Tugfahrt zur Wahl, Vereidigung Einsetzung des GenoffenschastsoorstandeS auf Mittwoch, 17. Juni L I., abends 7,7 Uhr, im Gemcindehaufe zu Langd anberaumt und die Generalversammlung zum Zwecke der Vorstandswahl hierzu einberufen. Gießen, den 3. Juni 1903. GrotzhcrzoMches Kreis amt Gießen. I. B.: Dr. Kranzbühler. 96,2 64,2 fit 0,68 1,7 Rg. 0,6 0,9 , WaS die Ernährung des deutschen Volkes betrifft, sc sind folgende Ziffern von Jntereffe: ES verzehren jährlich und pro Kopf der Bevölkerung an Getreide und Fleisch in Kilogrammen: Deutschland Frankreich England Italien Oesterreich-Ungarn 252,8 273 218 187 216 Hier also wird beim Verzehren der krästegebenden Nähr» ungSmittel Deutschland lediglich von Frankreich übertroffen; allen anderen Kulturstaaten steht eS weit voran. Betrachten wir nun die Genuß mittel und ihren Konsum jährlich und pro Kopf der Bevölkerung. Deutschl. Frankr. England Italien Oester-Ung, dreistigkeit, schäbiges Handwerk betreibe er. In seiner komischen Plattheit sei er der einfältigste aller Sozialistentöter und treibe mit Tasch - spielersiückchen tolle Konfusion. Eugen Richters Hirn sei unlöslich im Kapitalismus verkapselt. Vorzuhalten sei ihm ein Fanatismus böswilliger Erfindung. Er begeistere sich für den individuellen Kochtopf und kaue an dem Süßholz der Interessenharmonie. M.an sollte ernsthaft die Frage der Entmündigung des Freisinns erwägen. „T o bs u ch t", „Aberwi tz" beherrschen Eugen Richter, diesen „Großinquisitor des Kapitalismus". In seiner „Verratstaklik" habe er „schmählichen Wa hlschacher" getrieben und eine „ebenso bornierte wie infame Zolltaktik". Lächerlich rückständig" sei er in dem Glauben an das absolutistische Gottesgnaden- tum beliebiger FabrUanren, dieser „gemeingefährliche Gaukler des Kapitalismus". Unlöslich sei „sein Hirn im Kapitalismus verkapselt"; wenn er die Grammatik der sozialistischen Zukunftssprache zu lehren sucht, „mauschele er den kapitalistischen Jargon der Gegenwart". Etwas hübscher ist schon die Ausführung, daß Eugen Richter von Dem „Eigensinn eines wilogcwor denen Kalkulators beherrscht" werde und daß er „als Nationalökonom die. Wahnoorstellungsn einer Berliner Kanzleirätrrr „Weise" sozialdemokratische Kampfesweise. Das Gießener sozialdemokratische Wahl- ko mite hat gestern abend wieder einmal ein Flugblatt, diesmal sogar m zwei Exemplaren vor jede Haustür GießenS gelegt und cs mit Füßen tteten lasten. Es ist nachgerade das dritte während der jetzigen Wahlkampagne. Die Gießener Sozialdemokratie scheut also, um eine beliebte ReporterredenS- art zu gebrauchen, weder Kosten noch Mühe. Das gestrige Blatt gibt dabei em höchst charakteristisches Pröbchen der von dieser Partei allgemein geübten Tonart. Worte wie »ganz gemeine und niederträchtige Verläumdung", „Unverschämtheit" und „gemeiner Schwindel', „Angstmeier" 'c. 'c., das sind so die Hauptblülen dieses famosen Wisches. Sich 'mit emer Gesellschaft, die solche Worte für nötig, nützlich, angenehm und postend hält, emzulasten, wäre allerdings ein Vergnügen eigener Art! Die Herren Sozialdemokraten haben m ihren Versammlungen, wie sie erzählen ungebundenste Redefteiheit beobachtet. Ja, quod licet bovi, non licet Jovi! Eines schickt sich nicht für alle'. Auch der Furchtlose meidet die Mißachteten, die sich nicht genieren mit den derbsten Schimpfworten zu jonglieren und obendrein noch sich damit zu brüsten, daß sie früher nicht die geringsten Störungen ihreii Gegnern zu teil werden ließen! Bei den Sozialdemokraten heißt's eben mehr als in anderen Kreisen: Andere Zeiten, andere Sitten, bezw. Unsitten! Die Fähigkeit, gröblichste Störungen hcrbeizuführen, beweist aufs schlagendste eben dieses neueste Flugblatt, das so nebenbei auch noch eines der angesehensten und bebeuienb|ien Blätter 121,6 123,5 0,8 0,67 Kaffee, Tee 2,5 1,8 2,5 Im Bier-, Wein- und SchnapSttmkcn steht Deutschland allen anderen Ländern voran, den meisten leider wett voran, mäßig größte Anzahl von Volksschülern. Der Kostenaufwand für eiucn Volksschüler beträgt pro Jahr in Mark: Deutschland Frankreich England Italien Oesterreich-Ungarn 35,4 31,6 48,32 16,28 23,72 England, das erheblich weniger Volksschulen hat, als Deutschland, erscheint nur deshalb mit einer größeren Summe, weil die in England vorherrschende Privatschule selbstverständlich teurer ist, als die Staatsschule! Auch in bezug auf Universitäten steht Deutschland an erster Stelle. Es beträgt die Deutschl. Frankr. Engl. Nr. 1Z8 »rscheint tLzltch außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger «erden im Wechsel mit dem Kesffsche» tonbölrt die Gießener Kamillen- blätter viermal in der Woche deigelegt. Rota non-druck u. vertag der Brü h l'schen Untverl.-Buch- u.Siein- druckerri (Pietsch Erden) «edaknon. «rvedinon und Druckerei: Schulffraße 7. vdrelle für Depeschen: «azetger Gießen. FrrmprkchanlcklußAr 51. sämtliche Schweine in der Gemeinde heim unter Ortssperre gestellt worden. Gießen, den 3. Juni 1903. Großherzogitu-es Kicisami Gießen. 3. 93.: Dr. Kranzbühler. im Tabakgenuß nimmt eS die zweite Stelle ein. Aus dieser Zusammenstellung geht hervor, daß Deutsch» land bei niedrigster Belastung seiner Bevölkernng durch Steuern und Zölle den höchsten Aufwand für die materielle Lebenshaltung, für die Schulbildung und für sonstige Kulturaufgaben leistet. Es geht daraus hervor, daß die Schilderung der heimischen Zustände in sozialdemokratischen Blättern Phantasiegemälde sind- dazu bestimmt, die Bevölkerung unzufrieden und mißtrauisch zu machen. • • Zum Schluß noch ein niedliches Pröbchen des sozial- demokrattschen „guten" Tones in allen SebenSlagen! Eugen Rich ter pflegt von allen Parteien, auch von denjenigen, die mit ihm gründlich auf Kriegsfuß stehen, ernst genommen und als ernster Gegner behandelt zu werden. Eine Ausnahme macht dieSozialdemokra tie und sie weiß warum. Sie hat chm seine besondere Haltunc bei den Zolltarifverhanülungen noch lange nicht vergessen und nun hat er durch seinen Sozia list en spiegel erst recht das Bier verschüttet. Allerdings gehört er zu dem Unangenehmsten, was der Sozialdemokratie jemals vorae halten worden ist, aber deshalb brauchten die Genossen der Herren Singer, Stadthagen usw. doch nicht zu tun, als sei der kluge Führer der Freisinnigen Bol'spartei ein boshafter Idiot. Nachdem der „Vorwärts" schon Hervor ragendes im Schimpfen geleistet, erscheint jetzt eine sozialdemokratische Gegenschrift, über die Richter in der „Freis. Ztg." wohlgefällig quittiert. Das Titelbild ist geziert mit einer fratzenhaften Abbildung von Eugen Richter, der mit zwe Nachttöpfen in de rHand gegen die Sozialdemokratie anstürmt. Als „Spiegelfechter der Reaktion" wird Eugen Richter schon in der Einleitung begrüßt, sein Sozialisten- spiegel fei ein Arsenal von Fälschu ngen und ein Sammelbecken von Albernheiten. Man habe anfangs nicht die Absicht gehabt, den Sozialistenspiegel einei Widerlegung zu würdigen, weil man niemand zumute, durch das Elend solcher geistigen und moralischen Niederungen zu waten. Tas sind ja allge- gemein die beliebtesten sozialdemokratischen Schlagwörter! Aber well der Sozialistenspiegel zur Wahlbibel der bürget- lichen Parteien geworden fei, hätte im Interesse der öffentlichen Gesundheit die unbehagliche Reinigung Vorgenom men werden müssen. Eine solche „geistige Abstumpfung und moralische Verwilderung wie im Sa zialistenspiegel hatte man doch nicht für möglich gehalten". In der Broschüre wird Richter als ein beschränkter Spießbürger von geistiger Verkalkung be zeichnet, dessen Schreckgemälde über die Sozialdemokratte nichts seien wie Ausgeburten eines traurig beschränkten Kopfes und des besinnungslosen Eigen nutzes des kapitalistischen Unternehmertums. Als quäkender Phonograph, als Verleumder der Sozialdemokraten, als Klopffechter des Kapitalismus wird Eugen Richter bezeichnet. Er schmachte wahrhaft bejammernswert im geistigen Zuchtbaus des Ausbeutungssystems in seiner Abgestumpftheit. In seiner einfältigen Sozialiftenfrefserei kämpfe er wie ein Verzweifelter und wie ein Bankerotteur um seine Kunden. Turch Zollverrat- habe er sich verkauft. Richter sei der Sancho Pausa, der Stierkämpfer des Kapitalismus. Gemeine Fälschung, Infamie, Tu mm- Prosesioren Für die Sicherheils ausgegeben pro Kopf der Bevölkerung in Mark: Deutschland Frankreich England Italien Oesterreich-Ungarn 6,09 4,93 7,86 5,32 4,5 Hier wird Deutschland nur von England um weniges Gie ßen, den 2. Juni 1903. Bett.: Ausführung des Reichsfleischbeschaugesetzes. Das Groschcrpgliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinde« de» Kreises. Soweit Sie mit Erledigung unseres Ausschreibens vorn 9. v. MtS. (Kreisblatt 3tr. 51) im Rückstände sind, werden Sie hiermit entsprechend erinnert I. B.: Dr. Heinrichs. • Dctrauutinachuug. Betr.: Schweinepest In dem Gehöfte des Heinrich Ernst Engel in Holzheim ist die Schweinepest festgestellt worden. Für das genannte Gehöft ist Gehöftsperre angeordnet Gleichzeitig sind der freisinnigen Partei, den „Fränkischen Courier' in Nürnberg, anrempelt, ein Blatt, dessen ruhige und vornehme Ton» art wett und breit bekannt und anerkannt ist, indem er als „bekanntlich durchaus unzuverlässig' bezeichnet wird. Ob der „Fränk. Cour.' oder das dagegen mit reklamehaster Wohlgefälligkeit auSgespielte Zentralorgan der Sozialdemokratie, der „Vorwärts', zuverlässiger ist, diese Frage beantwortet jeder von selbst Der alte Sophokles hat einst von den Frauen gesagt, nicht mitzuhaffen, sondern mitzulieben sind sie da. Umgekehtt die Sozialdemokraten; sie sind nur da, um mitzuhaffen und mitzuhetzen. Wer nicht lieben kann, wer überall nur finsteren Schatten und kein gleißend Licht sehen will ttotz blendender Fülle, der bleibe uns fern! Auch die früheren Flugblätter der sozialdemokratischen Partei seien ein wenig niedriger gehängt. In ihnen allen, den in Gießen und auswärts verbreiteten, kann man nichts als recht trübselige Schilderungen unserer deutschen Zustände lesen. Wenn man diesen Schwarzmalereien Glauben schenken wollte, so müßte man annehmen, bei uns zu Lande lebe der größte Teil der Bevölkerung höchst jämmerlich, die Kulturaufgaben würden grenzenlos vernachlässigt 2C. 2C. Schon der Augenschein aber belehrt die verständigen Flugblattleser eines befjeren; denn sie müssen sich selbst sagen, daß es sich in unserem Vaterlande doch noch recht gut leben läßt, und daß wir hinter dem Auslände in keiner Weise zurückstehen. Auf die Tatsache, daß Deutschland in sozialpolitischer Hinsicht an der Spitze aller Länder steht, daß seine Arbeiterschutzgesetzgebung, seine private und staatliche Ar- bellersürsorge, fein großartiges Arbeiter-Versicherungswerk von keinem Lande der Welt erreicht worden ist, braucht hier nicht Wetter eingegangen zu werden. Tiefe Tatsache ist längst anerkannt und wird selbst in Arbeiterkreisen nicht geleugnet, wenn auch das neulich in Gießen in allen Häusern verbrellete Flugblatt der sozialdemokratischen Fraktion des Reichstages von dem kalten Abtun der notwendigsten sozialen Reformen spricht. Allein auch in Bezug ihrer Ausgaben für kulturelle Zwecke, für Kunst, Wissenschaft, Schulwesen, Rechtspflege, höhere Bildung steht die deutsche Nation anderen Kultur- nationen voran, während sie in Bezug auf ihre Belastung durch Steuern und Zölle Linke den Bewohnern anderer Länder zum Dell sehr erheblich zurücksteht. Wir lassen nach der „Bank- und Handelsztg." einige statistische Taten zum Beweise dieser Sachlage hier folgen: An direkten Steuern jährlich pro Kopf der Bevölkerung in Mark zahlen: Deutschland Frankreich England Italien Oesterreich-Ungarn 8,41 18,44 21,29 11,94 7,51 Hier steht Oesterreich nur um einige Pfennige hinter Deutschland, während die übrigen Staaten zwischen 2 bis 3 Mal so viel birette Steuern zahlen. An indirekten Steuern — über diese klagt besonders das die Wahl des Herrn Krumm empfehlende Flugblatt — jähttich pro Kopf der Bevölkerung in Mark zahlen: Deutschland Frankreich England Italien Oesterreich-Ungarn 18,23 . 46,20 30,11 16,2 26,29 18,70 Im Zahlen von indirekten Steuern wird also Deutschland von allen anderen Staaten bei weitem übertroffen. Die spezielle Getränkesteuer (Wein, Bier, Schnaps), über die das Krumm'sche Flugblatt auch ganz außerordentlich jammert, beträgt jährlich pro Kopf in Mark: Deutschland Frankreich England Italien Oesterreich Ungarn 4,71 12,34 17,26 1,80 4,78 5,37 Auch diese Zahlen reden für sich selbst. Auch die Tabaksteuer ist in Deutschland am niedrigsten und wird es hoffentlich bleiben. Nun sollen die Ausgaben für geistige Kulturzwecke folgen, die nach dem Flugblatt der sozialdemokratischen Partei ,bitter Not leiden!' Ausgaben für Wissenschaft, Kunst, Unterricht jährlich pro Kopf der Bevölkerung in Mark: Deutschland Frankreich England Italien Oesterreich-Ungarn 7,86 6,63 6,30 3,60 4,15 Ausgaben für den Volksschulunterricht jährlich pro Kopf dei^ Bevölkerung in Mprk: Deutschland Frankreich England Italien Oesterreich-Ungarn 6,20 5,10 5,83 1,64 2,77 In den Leistungen für Vollsunterricht, höheren Unterricht, Wissenschaft, Kunst marschiert Deutschland an der Spitze aller Kulturstaalen! Ebenso hat Deutschland die verhälmis- jasaw Ä Z*Sv WT M mona(iict7513l.,DterteU JKSSfir ▼ . jährlich Mk. 2.20; durch GiehenerAiiMger« General-Anzeiger v «ä Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bekanntmachung. Betr.: Schweinepest zu Grüningen. In den Gehöften der Witwe Adam Christian JSheim und des Christian Leidig IV. in Grün ingen ist die Schweinepest ausgebrochen. Es ist Gehöftsperre angeordnet. Gießen, den 3. Juni 1903. Großherzogtiu.)es sueiSamt Gießen. I. B .: Dr. K r a n z b ü h l e r. Bekanntmachung. Betr.: Bildung einer üffenttlchen Wapergenoffenschast zur Entwässerung der Fluren VI, Vill und IX der Gemarkung Langd, KreiS Gießen. Nachdem das Großh. Ministerium deS Innern dem Statut für die öffentliche Waffergenoffenfchaft zur Ent- wäfferung von Flur VI, Vill und IX der Gemarkung Langd unterm 27. v. Mts. die Genehmigung erteilt hat, bringen wir nachstehenden Statutauszug gemäß Artikel 39 des Bachgesetzes unter dem Anfügen zur öffenttichen Kenntnis, daß das Statut mit dieser Veröffentlichung in Kraft tritt. 1) Name der Genoffenschaft: „Waffergenoffenschaft Haidfeld". 2) Sitz der Genossenschaft: Langd. 3) Gegenstand des Unternehmens: Entwässerung von Flur VI, VIII und IX der Gemarkung Langd. 4) Die von der Genoffenschast ausgehenden Bekanntmachungen werden unter der Bezeichnung „Waffer-- genoffcnschaft Haidfeld zu Langd" im Kreisblatt für den Kreis Gteßen, sowie in ortsüblicher Weise in der Gemeinde Langd veröffentlicht. Die Benachrichtigung der Ausmärker erfolgt durch widerspiegelt, die seit 30 Jahren nichts als die „Vossische Ztg." gelesen hat und sich ausschließlich durch die Tienst- mädchengespräche iqrer Kaffeefreundinnen bcfruchten ließ". „Eugen Richter oder derjenige seiner Tintenadjutantcn, der die Mitschuld trägt, habe auf den Titel eines Ehren- und Meisterfälschers der kapitalistischen Partei der gerechtesten Anspruch" usw. Tie klerikale „Köln. Volksztg." schreibt dazu: Wenn dergleichen von Partei wegen gedruckt wird, darf man es wahrlich den Genossen im Lande nicht allzusehr zum Vorwurf machen, wenn sie in der Oeffentlich- feit immer roher und brutaler sich benehmen und sich in wilden Beschimpfungen gegendiepersönlicheEhrepolitischAnders- gesinnter ergehen. Politische Tagesschau. Vom Tabaktrust. In den Kreisen der Tabakinteressenten fehlte es ur- prünglicü nicht an Stimmen, die bie Befürchtungen hin- rchtlich der durch den amerikanischen Tabaktrust drohen- )cn Konkurrenz als übertrieben bezeichneten. Tas geschäftliche Auftreten des Trusts in Teutschland dürfte diese optimistische Auffassung arg ins Wanken gebracht haben. Der Trust bedeutet für Deutschlands Tabakindustrie und Handel tatsächlich eine Gefahr, und zwar infolge der beispiellos niedrigen Preise, zu denen die Trustfabri- fate angeboten werden, und infolge der geschickten, mit dem „Prämien Iiabattsystem" arbeitenden Reklame. Die Trustware hat schon in einer Reihe von Detailgeschästen Eingang gesunden; der Zusammenschluß der deutschen Ta- bakinteresseiiten scheint also nicht vollkommen zu sein. s)lad) der „Voss. Ztg." ist aber eine Gegenbewegung gegen den Trust im Gange, in die Wege geleitet durch amerikanische Firmen, die dem Trust nicht angehören. An Kapitalkraft dürste es auch dieser Organisation nicht fehlen, und so eröffnet sich die Aussicht, dag die deutsche Tabatindustrie den gefährlichen Konkurrenten mit amerikanischer Hilfe los wird. Deutsches Keich. B e r l i n, 3. Juni. Für den Kaiserbe such in Hamburg am 20. Juni zur Enthüllung des Kaiser-Wilhelm- Tenkmals sind umfangreiche Absperrungen in Aussicht genommen. Ter Kaiser wird die Nacht vom 20. auf den 21. Juni in Hamburg bleiben und auf der Hohenzollern verbringen. Tie Kaiseryacht werden einige Torpedoboote und ein Llviso begleiten, die gleichzeitig mit ihr im hiesigen Hafen eintresfen. Der Senat hat zur Bestreitung der Kosten des Kaiserbesuches von vornherein 225 000 Mk. verlangt, der Budgetausschuß der Bürgerschaft hatte zunächst nur 175 000 Mk. bewilligt. Die fehlende Summe ist jedoch nachträglich noch bewilligt tporden. — Der schwedisch-norwegische Minister des Aeußeren von Lager he im ist gestern abend für einige Tage hier eingetroffen. Mannheim, 3. Juni. Am Pfingstmontag hat hier in der Wirtschaft des Sozialdemokraten Wagner unter scharfer Ueberwachung ein zahlreich beschickter Anarchisten kongrcß getagt. Da an demselben Tage das badische Grvßhcrzogspaar anläßlich, des badischen Sängcrbundesscsles in Mannheim weilte, waren umfassende Vorsichtsmaßregeln getroffen. Der hiesigen Polizei war die Abhaltung des Kongresses von der Wiener Polizei avisiert worden. Karlsruhe, 3. Juni. Die Tagung der deutschen Kolonialgesellschaft wurde eingeleitet durch einen Hcrrenbcgrügungsabend, dem die Spitzen per Regierung, der städtischen und militärischen Behörden anwohnten. Hofrat Professor v. Lcchelhäuser begrüßt namens der Karlsruher Abteilung die Gäste. Vorsitzender Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg dantt für den Willkomm. Die Karlsruher Abteilung habe eine hervorragende Ausstellung der Völkertunde geboten, die reichste Anregung bringen iverdc. Was die Verhandlungen betreffe, so sei wohl mancher Zündstoff vorhanden, doch hoffe er, daß auch hier die einzelne Meinung sich der allgemeinen Ansicht untcrordne. Dann werde auch diese Tagung einmütig aus- klingcn. Redner schließt mir einem Hoch auf das Badncr Land und den Großherzog. _ Bayreuth, 3. ^mii. Bei der gestrigen Hoftafel im schlosse brachte der Prinz Leopold von Bayern euren Toast auf beit P r in zenAlbrechtvon Preußen aus, worauf dieser dankte und mit einem Trinkspruch auf den Prinzregenten erwiderte. Nach der Tafel begaben sich die Fürstlichieiten mit Gefolge zur Markgrafen-Reit- bahn, loo Reiterspiele begannen. Diese boten in drei wirkungsvoll zusammengestellten Gruppen eine Uebersicht über die Uniformierung des Regiments und die Entwicklung seiner Reitfertigleit und endeten mit einer gemeinsamen Huldigung aller drei Gruppen vor der Fürstcnloge. Nach Beendigung der Reitet fi>,p.ele schlossen sich die ehemali- gcn Angehörigen des Rcgunents zu einem Faüelzuge zusammen. Nach einer Parade fand im tönigl. Schlosse eine Frühstückstafel statt, worauf die Prinzen Albrecht und Leopold nach dem Schloß Renntage fuhren. Prinzregent Albrecht schenkte dem Regiment einen prächtigen goldenen Pokal, der von der Figur eines Landsinechres mit der balgerischen Standarte überragt wird. Turm fand ein Festessen statt, bei dem der Regimentskommandeur auf den Prinzregenten toastete. München, 3. Juni. Bezüglich der M ain-Kanali- srerung sind die Bestrebungen der maßgebenden bayerischen Kreise zunächst aus ben Abschluß eines Vertrags in rt Preußen und Hessen wegen der Fortführung der Kanalluue von Offenbach bis Aschaffenburg gerichtet. Die Verhandlungen, die längere Zeit ruhten, dürften demnächst wieder ausgenommen werden. Hccr und Flotte. Graf Waldersee wird, wie wir bereits mitieilten, als General Inspekteur der 3. Armeeinspektion vom 8. bis einschließlich 17. d. M. die Truppenteile des 16. Armeekorps in einzelnen Garmionorten inspizieren. Am 7. b. trifft Graf Waldersee tn Mainz ein und besichtigt dort am 8., und 10. Juni die Truppen der Mainzer Garnison toroie die dort auf dem Exerzierplätze weilenden -Truppenteile atrswärliger Garnisonen. Am 12. Ium inspiziert Graf Waldersee m Worms, am 13. und 15. in Darmstadt, am 16. in Frankfurt a. M. und am 17. Ium in Gießen. Von h^er aus reift Graf Waldersee nach Hannover zurück. Ausland. Paris, 3. Juni. Im Auftrage des deutschen Kaisers sprach der Botschafter Fürst Radolin den Ministern Teleassö und Pellet an persönlich Dank für die der „Amazon e" gewährte Hilfeleistung aus. Ter deutsche Marineattachs Kontreadmiral Siegel begiebt sich morgen nach Brest, um im Auftrage des Kaisers den Marinebehörden aus dem gleichen Anlässe zju danken. — Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, stößt die Festsetzung des Tatums der Reise König Viktor Emanuels nach Paris und London auf ernste Schwierigkeiten, aus Rücksichten auf den augenblicklichen Gesundheitszustand König Eduards. (??; — Tie Blätter verzeichnen das Gerücht, wonach die englische Regierung die französische in Kenntnis gesetzt habe, daß sie nichts dagegen einzuwenden habe, daß Frankreich das Gebiet von Figig im Hinter- lande Algeriens annektiere. Andererseits verlautet, Frankreich werde die Wirren dazu benutzen, um den Sultan von Marokko zu bewegen, das Protektorat Frankreichs über Marokko zu aeceptieren. An amtlicher Stelle heißt es, bie Beschießung von Figig habe noch nicht begonnen, sondern werde erst in 2—3 Tagen erfolgen. — Berichten aus Zenaga zufolge sammeln sich die Berager Stämme sowie Anhänger der Stämme von Figig zwecks Verhängung des heiligen Krieges gegen die Franzosen. Tie bereits zahlreich versammelten Stämme befinden sich in der Ortschaft Qued-Aibar. — Tie Kolonialgrupve des Senats besprach mit dem Ministerpräsidenten Eombes die Ereignisse in Süd- Oran. Combes erklärte, die Regierung ergriff alle nötigen Maßnahmen. Trei Kolonnen seien gebildet, um von drei verschiedenen Seiten vorzugehen und eine energische U nt erdrück ung zu sichern. Im Bedarfsfälle würde man die Streitkräfte in Süd-Oran noch verstärken und neue Militärposten errichten. Tie Regierung beabsichtigt in keiner Form neue Gebietsteile zu gewinnen, aber sie» sei gewillt, den Status qno und die Sicherheit der französischen Besitzungen in Algerien aufrecht zu erhalten. Madrid, 3. Juni. Hier verlautet, daß Frankreich eine Note an Spanien und England gerichtet habe, worin es die Notwendigkeit eines militärischen Vorgehens gegen F i g i g zu rechtfertigen unternimmt. Frankreich versichert in dieser Note angeblich, daß es keine definitive Beisetzung maroktanischen Gebietes beabsichtige. Budapest, 3. Juni. (Abgeordnetenhaus.) Abg. Benedek (Kvssuthpartei) interpellierte in Sachen einer gegen Professor Felix Somlo der Groß-Wardeiner Rechtsakademie gerichteten Eingabe, in der Professor Somlo von fünf Professoren der Rechtsatademie beschuldigt wirb, >urch einen auf Grundlage der Herbert Speucerschen An- chauungen gehaltenen Vortrag die Agitation gegen >ie Familie, Eigentum und die Religion gebilligt und den strafrechtlichen Rechtsschutz, den diese Institutionen genießen, als einen unrechtmäßigen Ueb ergriff des Staates bezeichnet zu (laben. Unterrichtsminister v. Wlassics erklärt, Professor Somlo habe evolutionistische Theorien bargelegt, möge dabei im Ausdruck vielleicht übertrieben gewesen sein, doch könne desweaen nicht die Freiheit der Wissenschaft und die Lehrfreiheit eingeschränkt werden. Männern ta Wissenschaft könne nicht verwehrt werden, daß sie als soziologische Forscher öffentliche Institutionen zum Gegenstand der Kritik machen. Der Minister billigt nicht den Weg, den die fünf Professoren durch die Eingabe gewählt haben, erklärt jedoch, daß kein Grund vorliege, wegen jener Eingabe gegen die Professoren vorzugehen. Petersburg, 3. Juni. Tie heutige Gesetzsammlung veröffentlicht in Abänderung des Gesetzes vom Jahre 1882 eine Liste von 101 Ortschaften, in denen Juden das freie Wohnrecht und Gr und er werbungsrecht zuge- ichert wird. Andererseits wird den Juden temporär verboten, außerhalb des Gebietes, wo ihnen die Ansiedlung gestattet ist, Grundkäufe abzuschließen. Der Sänger-Wettstreit in Icanstfurt a. M. Frankfurt, 3. Juni. Schluß aus dem Ersten Blatt., Während die vor dem Hauptportal der Festhalle ausgestellten Kapellen des 120. Württembergischen Infanterie- Regiments aus Ulm und des 116. he ssischen I n fa n - terie-Regiments aus Gießen die Nationalhymne spielten, umfuhr der Kaiserzug das große Boskett und hielt vor dem Kaiserportal, wo der Hauptausschuß und das Ortskomitee das Kaiserpaar empfingen und in ihre Gemächer leiteten. Voll Spannung hatten inzwischen die Besucher der Festhalle das Erscheinen der Ndajestären erwartet. Als diese )ie Loge betraten, setzte der ans 1700 Sängern bestehende Sängerchor (der Frankfurter Sängerbund und die Frank- urter Sängervereinigung), begleitet von dem auf 130 Musiker verstärkten Lpernliausorchester unter Leitung des Tirektors Maximilian Fleischer mit dem markigen Vegrüß- ungSchor „Tem Kaiser Heil" ein, den die kaiserlichen Gäste ebenso wie die Besuck)er stehend anhörten, und dem der gemeinschaftliche Gesang der Nationalhymne folgte. Tann nahmen die Majestäten ihre Platze ein, das Publikum eben- aUs, und mit kurzen Pausen wurde bas umfangreiche Programm abgewickelt. Zunächst brachte das Programm Szenen aus „rZrithjof" von Max Bruch. Tie Partie ber Jngeborg sang Frl. Johanna Tietz, die des Frithjof Herr Adolf Müller; dann den Walbchor aus „Ter Rose Pilgerfahrt von Schumann, Gold marcks „Frühlingsnetz", „Tas stille Tal", Volkslieb anö dem 18. Jahr Hunde et von Böhme, das schwäbische Volkslied „Liebcssche»" von Silcher, den Chor der Smarwachc auS der Oper „Tie beiden Geizigen" und zum Schluß da- Volkslied „Prinz Eugen, der edle Ritter" von Kremser Tie Akustik der Halle envies sich hierbei als ausge- zeichnet. Vom gewaltigen Alussenchor bis zum zartesten Pianissimo herab kamen die feinsten Schattierungen aufs Beste zur Geltung. Tie Vortrage ernt;.en reichen Beifall an dem sich auch die Majestäten beteiligten. Nach Beendigung des Konzerts erfolgte bie Abfahrt nach dem gleichen E^remonicll, wie die Ankunft. Ein geradezu wunderbares Bild bot bie Illumina 11 o n an den Villen und tn den Gürten vom Schaumain - quai ..... d.n aus dem Main Itcgcnbcn Schiffen, auf denen rouiuii. aas «chauipwihaus erstrahlte von oben bts unten c. i.• a. prächtig illuminiert und die Hotels am nahnhos jeigten eine geradezu feenhafte Beleuchtung. 9.36 Uhr erfolgte bie Ankunft bes Kaiserpaares am Hauptbahnyo'f. Die kaiserlichen Herrschaften begaben sich auf Perron 1, wohin der dofzug umrangiert worben war. Bor bem kaiserlichen Salonwagen unterhielt sich ber Kaiser noch 5 Minuten mit Oberbürgermeister Abickes, welchen er auch bat, ber Frankfurter Bevölkerung für die prachtvolle Illumination seinen herzlichsten Tank auszusprechen. Auch das Prinzenpaar Friedrich uart von Hessen, General v. Lindequist, Stadtkommandant Stülpnagel waren zum Abschied erschienen. Nachdem das Kaiserpaar sich noch in herzlicher Weise von letzteren wie von den übrigen Erschienenen verabschiedet hatte, fuhr der Zug unter den brausenden Hochrufen der Anwesenden nach Wiesbaden weiter, von wo das Kaiserpaar morgen gegen 9i 2 Uhr vormittags wieder hier eintrifft. Aus Stadl uiiü £and. Gießen, 4. Juni 1903. •• Empfänge bei Hofe. S. K. H. der Großherzog empfingen am 3. Juni u. A. den Landgerichtsdirektor Dr. Güngerich von Gießen und den Prof. Dr. Bet he von der Landesuniversität Gießen. •• Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Hauptmann und Batteriechef im 3. Gatde-Feldart.-Regt. Frhrn. v. Tin ckläge das Ritterkreuz 1. Kl..des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, den Berufskrankenpflegerinnen des Alice-FrauenvereinS für Krankenpflege im Groß- Herzogtum Hessen, Schwester Johanna Grein und Schwester Josefine Hisgen, beide zu Offenbach, das Dienstauszeich. nungskreuz für Krankenpflege in Silber verliehen. — Ter Gehilfe des Generalstaatsanwalts, Karl Lein m Darmstadt, wurde 5unt Oekonomen an der Zellenstrafanstalt Butzbach ernannt. — Durch Entschließung Großh. Ministeriums der Justiz ist der Gerichtsvollzieher-Aspirant Kornelius Franz Pfau in Mainz beauftragt worden, die durch den Tod des Gerichtsvollziehers Rlibe in Mainz erledigte GerichtSvollzieher- slelle bis zu deren Wiederbesetzung zu versehen. * Eisenbahnunfall. Bei Zug 82 von Hagen, der 9.05 Uhr nachmittags in Gießen eintrifft, fiel gestern gleich nach der Einfahrt vom Schlußmagen em Wagenwärter, während er anscheinend die Schlußlaterne abhängen wollte. Der Gestürzte, der zunächst besinnungslos liegen blieb, wurde in die Klinik verbracht. • • Wählerversammlung. Die heute abend 8 % Uhr im Neuen Saalbau stattfindende Versammlung wird auch darum von hohem Interesse sein und große Anziehungskraft ausüben, weil außer unserem Reichstagskandidaten Heyl i gen- staedt, auch Handelskammersyndikus Schloßmacher auf Offenbach und Justizrat Dr. Gut fleisch zu den Wählern sprechen werden. * • Fest-Konzert im Neuen Saalbau. Das Musikkorps des 2. Württ. Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm", König von Preußen, Nr. 120 aus Ulm unter Leitung seines tüchtigen und beliebten Dirigenten G. Stork, welches anläßlich des II. Deutschen Sängerwettstreites am 5. Juni vor Sr. Majestät dem Deutschen Kaiser in Frankfurt a. M. konzertiert, ist von der Direktion des „Neuen Saalbau" engagier« worden und wird dort am kommenden Samstag, den 7. Juni, in einem Nachmittags- und einem Abendkonzert das Festprogramm zu Gehör bringen. Die Kapelle, deren Leist- ungen als vorzüglich gerühmt werden, besteht aus 44 Mann, darunter ersten Solisten. Man darf somit diesem interessanten Konzert mit Spannung entgegensetzen. Die Konzerte finden bei jeder Witterung statt; bei schlechtem Wetter im Konzertsaal. Der Eintrittspreis ist auf 50 Psg. festgesetzt worden. * * Erster Preis. Ter vom „Bauerschen Gesang- verein" beim Gesangs-Wettstreit in Homburg v. d. H. in Klasse 2a errungene 1. Preis ist seit heute im Schaufenster ber Gebr. Jmheuscr zur Ansicht ausgestellt. Eine lustige Entführungsgeschichte wird uns berichtet. Vor einigen Tagen begleitete em Kindermädchen eine Mutter, die abreifen wollte, nach einer Station der Oberhessischen Bahn. Das Mädchen ließ den Kinderwagen mit dem darin liegenden Baby stehen, um an den Wagen jeranjutreten, in dem die Mutter Platz genommen hatte. Aber o Unglück! Der Kinderwagen, der vor dem Packwagen stand, wurde indessen für Eilgut angesehen und etwav eilig, ohne daß man den darin schlummernden kleinen Mitbürger bemerkte, in den Zug verbracht. Dieser fuhr ab, ohne daß die fürsorgliche Wärterin den Verlust gleich bemerkte. Zwischen Gießen und Großen-Buseck erst gewahtte der Packmeister, daß das Reiscgut nicht bezettelt war. Aber erst, als infolgedessen das Wägelchen in Großen-Buseck aus- gcK'tzi wurde und zugleich ein stürmisches Telegramm einlief, merfte man, daß in dem Kinderwagen auch ein kleines Menschenkind ruhte. Tie Rückreise verlief dann ebenso glücklich wie die Herfahrt, und die treubesorgte Bonne, die üb- ngenS den Tag zu den bedeutungsvollsten ihres Lebens zahlen wird, wurde unter mancherlei Kundgebungen von allen weiten, nicht zum Geringsten von den Eltern deS Kindes, aus das Wärmste beglückwünscht. -o- Lollar, 4. Juni. In den hiesigen Sprechver- kehr wurden die Orte Fauerbach v. d. Höhe, Niedermorlen, Pohlgons, und Ziegenberg (Hessen) einbezogen. 8. Vetzberg, 2. Juni. Schon früher wurde an dieser stelle darüber Klage gefühtt, in welch' trauriger Verfassung sich der Vetzberg befinde. Nicht nur, daß die wenigen Re,le der Rume dem gänzlichen Verfall preis- gegcbcn finb, eS führt auch kein passierbarer Weg bis zum Gipsel des Berges. In erfreulicher Weise hat man nun von einflußreicher Stelle aus eine kleine Verbesserung angebracht indem zum einstweiligen Aufstieg m den Berg- rneö eine Leiter angebracht morden ist. (Eine Leiter? DaS D R d )m bewährtes großartiges Ersteigungsmittel l Ma lnz, 3. Juni. Die Berichte, die über daS gestrig* unro ett er auS der Provinz einlaufen, lauten sehr betrübend. z.c berühmten Weinorte Nackenheim und Nierstein sind ' .ra,C schädigt. Ganze Straßen waren unter Wasser gelegt, -lauern wurden umgerissen usw. In Nieder-Olm wurden zwei Gebäude durch den Blitz eingeäschett. In Blödes- yeun wurden drei Häuser durch den Blitz zerstört, tn Lampert- nerni (ctarfenburg) wurden m einem Hause drei Personen ®h5 getroffen -_$er um 2 Nhc 38 Mm. m.ttogä von -tannheim kommende Schnellzug überfuhr bei Gcrns- 1)^1"! unc ,yrau, die den Bahndamm entlang qmq Die Unglückliche wurde förmlich tn Stucke zerrissen/ 9‘ Buenos Ayres, Die chilenische Flotten- griff kalten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben uuberückfichti (gt. für den Ernp.ang und sagte, daß er aus einen Wunsch hiesiger Pakriziersamilicn befohlen habe, das; das 63. Feld- artillerieregimeni fortan den Namen „Frantsurt" fuhren solle. Ter Kaiser schloß mit einem Hurrah auf die Stadt Frankfurt. Tann ließen sich die Ätajestäten die Magistratsmitglieder u. a. Personen vorstellen, schritten dann durch den Kaiser sank und fuhren unter dem Jubel der Bevölkerung zum Frühstück bei dem Prinzen Friedrich Karl von i Frankfurt, 4. Juni. (Originaltelegr. deS Dich. Anz.) „ „ „ , Dayerit), Ko* An Ordensauszeichnungen wurden verliehen: Ober- Beisetzung Hal der König minsky-Löln (mit dem 18 HP-Motor von Suirny Michael), I bgm. AdtckeS erhielt den WilhelmSordcn, Bürgermeister r k c Kä6* - /aj~ Dr. V arrentrapp den Charakter als GcheunerRegierung-- rat, Stadtvcrordnctenvorsteher Geh. Justizrat Humser er- sind. New York, 4. Juni. Auf dem Bahnhofe Lincoln in der Nähe der Stelle, wo heute Präsident Roosevelt aussteigt, wurde eine Handtasche mit Dynamit gefunden. Es wird ein Attentat vermutet. Washington, 3. Juni. Die hiesige russische Gesandt- S. G. 1000. Wenden Sie sich direkt an den Direktor Dr. v. Peter in Friedberg oder an die Direktion des hiesigen landwirtschaftlichen Umoersuäts-Jnstuules. Passavant. Frankfurt, 4. Juni. (Lrig.-Tel. des „Dich. Anz.") Unter dem Jubel der Bevölkerung fuhren der Kaiser und die Kaiserin, die Prinzen, der Herzog von Sachsen-Coburg Gotha, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen nebst Gefolge nach Beendigung deS Zlvn- zertes zum neuen Rathaus. Ter Pamspratz, der Römerberg und die daranstoßenbcn Straßen waten von einer dichten Volksmenge besetzt. Am Torbogen am Paulsplatz wurden die Majestäten von Oberbürgermeister Ad icke-, Bürgermeister Varrentrapp, den Architekten Reher und Hove empfaiigeu und in den kostbar geschmückten Bürgers aal geleitet. Die Tochter dos Oberbürgermeisters schäft erhielt Berichte aus Petersburg, welche besagen, daß die Räumung der Mandschurei stetig sortschreite und der endgiltige Rückzug der Truppen im September erfolge. Wilkesbarre (Pennjyloanien), 3. Ium. Die Konvention der Bergarbeiter ist zum 15. Juni einberufen worden, um zu entscheiden, ob die Arbeit bis zur Erledigung der Forderungen, für welche die Einsetzung eines vom Präsidenten Roosevelt ernannten Ausschusses erfolgt ist, eingestellt werden soll. Anton Meyer, Wilh. Hanau, Stadlbauinspeklor Wilde und der Vizepräsident der Handelskammer Kommerzienrat RtNtllf Meldungen. Originaldrahtmcldungcn des Gießener Anzeigers. aborbnung ist von Montevideo wieder hierher zurückgekehrt. Hier ist das Gerücht von dem Ausbruch einer Revolution in Montevideo aufgetreten. Dasselbe ist unbegründet. Sididel Abbes, 4. Juni. Das 4. Bataillon des 1. Regiments der Fremdenlegion tyai gestern abend Befehl erhalten, in kriegsmäßiger Ausrüsiung auf schnellstem 2öegc nach dem äußersten Süden von Oran ab-uaehen. Der vom Uhr Ter Schlffbliachrlchteii. In Gießen vertrelcn durch Earl Loos, Kirchenplatz. Norddeutscher Lloyd. hielt den Kronenorden 2. Klasse. — Ferner erhielten u. a. den roten Adlerorden 4. Klasse die Stadlräte Joseph Bär, Bremen,2. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Tovpelschraubendampier „(Safiel', Kavitän B. Perermann, 9lorddeuljchen Lloyd in Bremen, ist am 30. Mar 8 morgens wohlbehalien in Baltimore angekommen. Bremen, 2. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Doppelschraubeii - Losldanipier „Bremen", Staut. R. Niencb, vom NorSdculja)en ^loyd m Bremen, in heute 2 Uhr morgens wohlbehalten in 9lew-Pork angefommen. Bremen, 2. Juni. (Per transailantijchen Telegraph.) Ter Toppelschrauben-Schnellpostdampfer ,Kronprinz Wilhelm", Kapt. «n Diner, ar.dem de h,e>onwefend n Backhaus-^rankfurt. Jacoby-Mainz, Laltwasfer Gteßcn. Ter Postdampfer .Rroonlanb' der Red Star Linie in Ant- sowie die Spitzen der Zivil- und Militärbehörden teunchmen 1^,. tzel-Gießen, Lauer-Gießen u. a. Eröffn ungs- werpen ist laut Telegramm am 1. Juni wohlbehalten in Newwerden. »fahren : 2000 Meter gleich 5 9tunben: Kaminsky-Köln, York angekommen. ' ---- - Buckow-Berlin, Merer-Mainz, Fi scher-Hronk flirt, Lügner» llcrinirriltf Frankfurt, Mesch-Frankfurt, Belows ky-Frankfurt, Hart- mann-Rüsselsheim, Lurz-Frankfnrt u. v. a. Haupt- *Wiesbaben,3. Juni. Aus Anlaß des Hinscheidens fahren- 10 Kilometer gleich 23 Runden: Buckow-Berliu be» Prinzen Julius von Sch l c s w i g-H o Iste in Meisterfahrer), Trcfcher-Mainz (Meisierfahrer von Europa, ging dem König von Dänemark vom S1 ai f e r W i l h e l m Deutschland und Hessen), Schwarz-Dlainz (Meisterfahrer vom f ein herzlich gehaltenes Beileidstelegramm zu. Die be- ^ein), Lurz-Frankfurt (Meistersahrcr von Bayerti), Ka- absichtigte Teilnahme an der Beisetzung hat der fiSnig nuTtefi^ÄDln (mit dem 18 HP>Motor von Sunny Michael), mit Rücksicht auf sein hohes Alter, sowie darauf, daß er Gierer-Mainz (bedeutender südd. Fahrer) u. v. a. (Beil den verstorbenen Bruder kurz vor seinem Hinscheiben in diesem Remien werden ausgezeichnete 12—18 HP-Motorc Itzehoe besucht hat, aufgegeben, und seinen Bruder, den sowie starke Motortandems die Führung übernehmen.) — Prinzen Hans, mit seiner Vertretung beauftragt. — Heute Tandemfahren: Drescher, Schwarz, Lurz, Kaminsky, nachmittag tcaf die Fürstin zu Schaumburg-Lippe Buckow, Gierer, Fischer, Hartmann. Unterfahren für! aus Langensch.oalbach zu einem kurzen Besuche beim Kö- die Schrittmacher mit sämtlichen Motoren des Tauerfahrcns. nig von Dänemark in Wesbaden ein. Ta die Rennen sehr bedeutend und hochinteressant zu mer- * Kassel, 3. Juni. Im hiesigen Bezirk ertranken den scheinen, so wird man schon vorzeitig aufmerksam vier junge Männer von verschiedenen Stellen beim Baden, gemacht, sich für einen Platz zu sorgen, da eine reißende ♦ Berlin, 3. Juni. In der Nähe von Paulsborn Nachfrage besteht. wurden die Leichen eines aus Berlin stammenden Ehe- —. ■ -■ ------------ paareä aut bem ©ninenxilbfee an Sanb getrieben. Selbe m,b miirpllfrilllft. Kvrper waren durch Stricke aneinander gebunden. Ueber llllv die Motive des Doppel-Selbstmordes ist bisher nichts be-l Ueber die deutsche Südpolarexpedition tannt — Auf Grund des Obduktionsbefundes der er-I liegt folgende telegraphische Nachricht vor: Expedition, nach Kcip- mordeten Schülerin Lina Hoffmann neigt die Krimi- stadt sahrend, Turban angelawen. Alles wohl. Berichte abgcsandt. nal-Dolizei zu der Ansicht, daß das Verbrechen in Berlin Adresse: Kapstadt. Schiff vortresfll.ch bewahrt. Trygalski. L lage rn ° .. seiner Wohnung verborgen gehalten, und bann nachts I Anzahlung bietet der Prinz dem Staate oder irgend einem wohl-1 überreichte der Kaiserin cm Bouquet. In oem ^nal |ang in die Spree geworfen. Nach dem Charakter der Gxmor«I tätigen ^nftitut em Drittel des Reingewinnes, soivie em DepotI der knäbcuchor der Musterschule. Oberbürgermeister deten zu urteilen, ist das Verbrechen von einem Manne l yon 400000 an. Er verpflichtet sich, die zu gründende Gesell-1Adickes hielt eine Ansprache an den Kaiser und bot verübt worden, den das Kind gekannt hat, und dem es schast mit einem Kapital von 40 Millionen zu sundieren und binnen in eineni vout Stadtral v. Metzler gestifteten Pokal daber auch ohne Bedenken folgte. 2 Jahren zwei gröbere ©mummen Jnr Sefluterte unb emöJur cincn (fm entrunt. Ter Kaiier criuiocrte mit einem Tant csnmhnro 3 ^unl Tu der hiesigen Filiale der Arme zu errichten. Ueber das Gesuch hat der portuglesiiche Minister-1 < K c—*« MtoJf Bank wurde Ä AuLder Ärsaftek der eine Pgfib/nt ocrichiedene Gutachten cmgewrder, . ^Üfen^wollle.^ In seinem Hotechuartier fand die Polizei Unioersitüts-Nachrichten. werter als gestohlen gemeldete 21000 Franks I Die Hundertjahrfeier der Universität Berlin *London, 3. Ium. Dor Kapit.au ernCV rn Grimsby l. g nach einem Beschlüsse des akademischen Senats im Oktober aus Island eingetroffenen Dampfers berichtet, daß er begangen werden. Augenzeuge eines Ausbruches des Vulkans Hekla' ---- gewesen sei. Drei Stunden lang sei sein Schiff von Schwefeldampfen umgeben gewesen und sei vollständig mit Asche bedeckt worden. Das Meer habe auf 30 Meilen ©flidjtöfUnL ' Löies baden, 4. Juni. Bei der Begegnung Kaiser Kiel, 3. Juni. Vor dem Kriegsgericht stand heute der Wilhelms mit dem König von Dänemark auf dem Entfernung eine graue Farbe angenommen. iMatrose Mess erschmidt unter der Anklage des tat- [jiefigen Bahnhofe wurde als auffällig bemerkt, daß der * Brussel, 3. Juni. Bei den Beratungen des In- lichen Angriffs aus einen Vorgesetzten, begangen am 2. ölai Äaijer im Lause des herzlichen Gespruiys dem greisen König tprnationalen Bergarbeiter-Kongresses Übqr in der Nähe von Friedrichsort gegen den ^Fa hnr^ch zur See eigenen Mantel umhängen ließ. die Trage des Lohnminimus ergab sich, daß die Engländer Abel. Als Zeugen wurden oernoinmen der Fähnrich ^aalwachtei Wies b ade n, 4. Juni. Gestern abend 10 Uhr 25 Min. beffelt (toeidjung auf gewerkschaftlichem Wege bie anbern unb3««^ §omrg^“f,ee/D“ '^cn traf bas üaif erpaar mit bett P'inS'n,«tel^iebrich Nationen auf gesetzlichem Wege den Vorzug geben. Lebhasl Vorfall berichtet und erklärt, er nehme sich das Leben, ivetl er gc- und Adalbert, sowie Dem Herzog von «-04)^61^50bürg» begrüßt wuroe das Eintreten der englischen Delegierten I ich^agen worden sei. Ter Ankläger beantragte drei Jahre Äeiäng-1 Eotha mittels ^otiderzuges hier cm. Auf dem Bahnhöfe für die gerechte Beteiligung der Arbeiterschaft an den Po- ber Verteidiger Freisprechung, weil der Angeklagte nicht ge- war der zur Zeit hier zur Mur lverlende Uomg pon litischen Wahlen nügenb überführt sei. Das Gericht ließ die ursprüngliche Anklage Dänemark sowie Polizeioireltor von schentt und Flügel- * P ar is 3 Juni. In einem Wagenabteil des aus fallen und erkannte wegen Körperletzung mittels hinterlistigen An- Adjutant Oberst von Jacobi erschienen. Tie Begrüßung Mentone hiereingetroffenen Expreßzuges wurde der eng- gnfis auf eine Gesangnisstrase von 18 Monate n , von beiben Monarchen war sehr herzlich. Nachdem der lische Graf Asse rm ödes tot aufgefunden. | oer zehn .tage aus die Unkerwchunq^hau abgerechnet ivuiden. dem König die beiden Prinzen und den fügend- ♦ Salzburg, 3. Juni. Infolge Entgegenkommens--— - . lick)en Herzog von Sachfen-Eoburg Gotha v. igestellt hatte, des Kronprinzen von Sachsen wurden die Vermögensrecht UNd önhfllL NolKSVlNlchüIU fuhren die Majestäten ourd) Die reich g^chumckten Straßen lichen Dm.hältnisse der Prinzessin Luise vollständig I nach dem Schloß. Vom Balkon des Lchlof,es aus befich- aeorbnet. Die Dauer des Aufenthalts des Kindes bei der Mannheim, 3. Juni. In der heutigen Generalversammlung bie Majestäten das prächtig illuminierte Rathaus. Prinzessin wird wesentlich von dem weiteren Verhalten der der M a n n h e i m - R h e inau-Tr ansp ort-® efells ch ah Kopenhagen, 4. Ium. Ter Grönland-Dampfer Prinzefsin «n fn Wi°b--auflebtn ber Affäre ®i- ^rb°^.^ Thor J.Ib’feL ber als »ex^oUen galt 'ft nach 12. 1 ° "» Ä b'ap eaftf03fÖn- Ein Postkutsche^ welcher ÄÄ W 3«Ä eL einen IPostwagen mit Werten im Betrage von 178 000 Kronen und bie Art der Durchführuna der Liquidation wird einer General- geschlossen. führte ist mit dem Gelbe entflohen. Versammlung überlassen. Der Aufsichtsrat soll darüber bei I N orrkoeping (Schweden), 3. Juni. Die Skerblache'sche »New York, 3. Juni. Die Sperre der Bau arb ei- Generalversammlung Vorschläge machen. Die Genehmigung der $ • uni) Sulsitsabrik ist in der letzten Siacht vollständig 4.^ m mtfHpfinhPTi Bilanz, bie Entlastung ber Verwaltung unb bie Amsichlsratswahl F ' 1 t TU Aus Prioas wirb Pericht^ Ter läuft bie ntäbt Gefahr, burch den ^iffifippi u v e r erstattm wird. Prior des dortigen Klosters wurde gestern verhaftet, weil schwemmt zu werden. Die Setooijner ber n^bng ge* Markte. er bie Tore bes Klosters hatte vermauern lassen. Es kam legeneu Stabtviertel treffen bereits VicherheitSvorteyr. y Schotten, 3.Juni. Ter gestrige Pfingst-Prämiierungs- hierbei zu ftunbgebungen, welche ein Eingreifen der Gern ungen. . o markt war nut Rindvieh sehr stark beiahren. Bei flottem Handel I oarmerie notwendig mad)ten. Mehrere Personen wurden * Newport, 3. Ium. Drei funge ^eute, welche im rourl)en recht gute Preise erzielt, namentlich für schönes Zuchtvieh. I verhaftet. Kanal in ber 9iähe von Urcet badeten, find erkunten. lBesonders wirb bie Nachfrage nach rassereinem Vogelsberger Viehl Madrid, 4. Juni. Gestern sand eine große Ber- * Zu dem letzten Unwetter. In Bonn ist an immer größer, ein Beweis bafür, baß bessen Vorzüge immer mehr bcr republitanischen Gruppe zu Ehren ber por- ber Rheinwerft eine Mauer von 20 Meter Länge zusammen- Anerkennung sinbcn. — Der o cb we lnepest wegen, die leider ^giesischen Studenten statt. Salmeron erklärte, gestürzt. In Königswint^er sind zwei Hau,er. eil- immer: weiter um sich greift, schlten Schweine auf dem Markte rug^f^^ heroit, ihr Mut zu vergießen zu weise fortgeschwemmt. Der ^riedhos steht unter -chasfer. ga izi ch. --------------—— ---- Gunsten der Gruiidung einer Repub li t in P o r t u g al. * Schwere Gewitter richteten nach einer Meld-1 Wien, 4. Juni. König Leopold von Belgien ung aus Plauen im Voigtlande vielfach schaden an. ^n Ketjell. I hat sich entschlossen, im Rechts st reit mit feinen Rabersdors würben 1 Bauerngut unb 2 ecgciinen unö ini <ßon Griebens bekannten vortrefflichen Reisebüchern Töchtern wegen ber Erbschaft bes Nachlasses ber Kö- Burkeibe bei Auerbach 2 Käufer ourd) i^er ift unlängst ber reich illustrierte Banb „Berlin, Pots- „fgin Henriette bie orbentlichen Ge rich te anzurusen unb ebenso in Obergeßnitz unb Gablau bei Ellterverg, wo zwei unö Umgebungen" in 47. Auflage erschienen, seinen Anwalt bereits beauftragt, die gerichtliche Liquibation Bauernhäuser verbrannt tuurbem Dieses ganz besonders beliebt geworbene Hanbbuch wird^nd Auszahlung bes Nachlasses zu beantragen. * Vom Blitz getötet. Wie bas „Verl. ^goi. ausi.^ x^^n Zwischenräumen, etwa alljährlich, neu heraus-1 £. Newy ork, 4. Juni. Tie Ueberscywemmung Braunschweig berichtet, würbe ber Prokurist der chemischen 0^5^. allein jede neue Auflage weift, entsprechend ber L n Kansas Eity geht, wie von bort gemelbet wirb, lang- Fabrik Eisenbüttel, Ferbinanb Mörtel, der m’Hcllfer Fortentwickelung und Umgestaltung der Reichs- fam zurück. Ter in ber Stadt und Umgebung angerichtete F-amilie eine Pfingstreise unternahm,^cmf dem -oaynyvf Hauptstadt, in allen Teilen Aenderungcn unb Neubearbcit-1Zchaben wirb auf über 200 Millionen Mark ge- tzerzberg burch einen Blitz getötet, »eine 0 r au rouroc l ungeiI auj ^eben ben mehr materiellen Zwecken bienen-! schätzt. Ter Missouri scheint infolge der Ueberschwemmung gelähmt, der Sohn blieb unverletzt. ■ ben Nachweisen über Unterkunft, Verpflegung, Verkehrs- ,einen Lauf ändern zu wollen. Sollte dies ber Fall sein, * Aus ber ,,$ u genbz : ( Berliner uinrermuno.) i upt) ^cr Aufzählung ber Sehenswurbigkeiten lenft |0 würbe Kansas Eity burch ben Bau eines neuen Kanals „Mama, putz mir heute bie Näse mch: wir yaven heute bec des Buches die Aiiftnerlsamkeit des Lehrers I IQU|enbe Aeres Land von hohem Werte gewinnen. Eine Franzeesisch, unb bet kann ick bann desfer ausfprecyen. hauptsächlich auf bie zahlreichen Mufeen unb bie wissen- Anzahl Gebäube m der Stadt, die anfangs der Flut wider ___ ' sch^ftlicheu Anstalten; sehr zweckmäßig sind u. a. die den standen, sind unterspült und stürzen em. Stündlich werden X+tnrrrt Beschreibungen Der Museen und den Auszügen aus ihren weitere Verluste von Menschenleben gemeldet. Man be* Katalogen bcigefügten Planzerchnungen der einzelnen Ge- furchtet, daß im ganzen über 500 Personen umgekommen Gießener Ruder Gesellschaft. Die günstige schosse und Säle. Ter Band ist außerdem mit zwei großen Witterung der letzten Wochen hat auä) am Bootsl)ause der Ltadtplänen, mehreren starten und zahlreichen Abblld- Rudergesellschaft neues Leben eMfacht. Toppelt ist bcr ungen (von Tenkmälern, Schlössern unü sonstigen hervor- toter, bem man Heb ietzt hingiebt, um bas liachzuholen, > rageiiben öffentlichen Gcbauben, au»ge,tattet was bie kalten ersten Maitage einem Sport versagt haben, •--------—---------- ' der mehr wie ein anberer von bem Wetter abhängig ist, ber aber auch zugleich als einer bcr gesünbesten Leibesübungen gilt. Tas Bootematerial ist burch bas^Eintreffen eines hollänbischen Rennvierers, sowie eines Schulbootes von Leux-Frankfurt, bereu Beschaffung burch bie Unterstützung zahlreich!: Freunbe ber Gesellschaft mogl'ch wurde, vorzüglich ergänzt worden, sodaß die weitgeyenbften Wünsdie erfüllt werben unb dem Körper nach den Muhen des Tages eine gleichmäßige Bewegung aus dem kühlenden Waiier in ftauvfreier Luft geboten werden kann. Zwei Dierermannschaften wurden zum Training verpflichtet unb He teilen bie erste Probe ihres könnens bei der am 91 cluni statlfindenben Frankfurter Regatta ab regen, f?.!ls bie bis bahin allerdings nur noch llrappe Zeit hinreicht, ihre Ausbildung zu vollenden. Ter fo on un Son ab :e in Bad Ems siegreiche Studentenvierer wirb aucn m bufem Jahre wieder an Start gehen; hofscnrite) ciic.) d .smal recht erfolgreich. v . Gießen, 4. Jmii. In Dem große,i :ladrcnnen am j ^uui werben besonders erftflaf• ige ^-.ihrer ba» Interesse Die diesjährigen grossen ir-Änsverkänfe in meinem Wäsche- M Ausstattungs-Geschäft und Beilen-Geschäft beginnen den S. Juni. oijjjuu.» Lar,a^»icsi Günstigste Einkaufs - Gelegenheit für Brautleute. Ausführliche Preisliste folgt ritz Wowack Ktillße Holl. Larkllell empfiehlt billigft 3405 Georg Wallenfels Marktplatz 2L Telephon 46. WMNjiMgkN m prima Caialdöi bei 1304t Andreas Euler, Kartoffeln, ganx prima magnum bonum, env pftehlt billig 4323 IWoicol Sonnenstraße 6. ■ TVCAöül, Telephon 235. Eismaschinen Buttermaschinen Fleischhackmaschinen '^-'fferputzmaschincn L.otschneidmaschineu Haushaltungswaagen LZaschmangelu Wringmaschinen Kaffeemühlen Brotkapseln (rund u. oval) Vogelkäfige empfiehlt billigst 3896 6g. Wilh. Orbig, Haus- u. Küchengeratehaadluug, Schulstraße 10. ESsabath Me nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 18 Jahren zu sich zu rufen. Wer wagt, gewinnt!! 41. Gothaer W-Lotterie. 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