Nr. 80 Erscheint '«glich duner Sonntag«. Dem «Siebener Anzeiger werden im wechsel mit dem Kessilchen tanbrolrt die •itfjtntr Kamillen* blätter viermal in der Woche deigelegt. IRotationebrucf u. 'Oer- lag bet Brüh l "leben Umoert.-Buch- u.Siem- biul>>b^tr 5t. TamStag 4. April 1908 153. Jahrgang Erstes Blatt vezu g «p reiSr mviiailich 75^1^ menet- jährlich 'Dlt. 2 20. durch Ylbbole» u. Hipeigfiellen monatlich 65 "UL; durch die Bost 'Dlf.t.— menel- lätvl. anelcbU Beucllg. Annahme von Lnzetge« für die iaae*miminet bi« vormittag« 10 Ube. ^eilenptet«; total 12*Ü1W autivaue ttv 15*ft. H treffende keinem fremden Unterranenoeroanoe angehören dürfe. (ÄtL 14 der Berf.-Urt.) Der WahlauS,chuß hat fcch nun mit dec Ecactecung oec Fcage dec ^taa,-,a.igeho.igt^it sehr eingeyend bif-zün^t uno s^t.e^.ia,' dayin e.it,ch^eoen, oaß un^r der Bezeichnung „fremder Uiitertanenv^^öand" nur der außerdeut,a-e ver,mnden loerden fol.e. ).un Hal iroat auch die Äanißier dem vom Wahm^ssu^Utj g^.e.l.en motivierten Knircg auf GcktigkeitSertmrung utc ^uhl zugestimmt, allein sie ist auf die Materie selber nid>t ein* nen, sondern Hal wohl zumeist nur auS dem Grunde : Giltigkeit votiert, weil bei der großen Stimm i- mehrheit Uliick-s die Beteiligung nichtbcssischer Staatsbürger überhaupt nicht ins Gewicht gefallen wäre. Die Großh. Regierung, an die sich der Ausschuß mit dem Ec- suchcn um Mitteilung ihrer Aufsasjung über die Sache wendete, hat die Beantwortung der Anfrage mit der Bemerkung abgelehnt, daß sie sich in fpeziecl bie Kammer angehende GejetzesauSlcgungen vorerst nicht einlassen tuulle. Die Streitfrage ijt somit wohl fürs erste durch ben kammer- beschluß erledigt, aber noch lange nicht bcfmUlö aus der Welt geschafft. Bei der Wahl der beiden Darmstädter Abgeordneten hat die Frage der StaaiSbürgerquallsikation eben* jalls eine Rolle gcsp.elt. Aber da hier Die Wahl der meisten Wahlmuttner nut nut 1—4 Stimmen Mehrheit erfolgt war, und die behördlichcrseits angestellten Untersuchungen ergaben, daß NiittDestens 20 nia-the,s.sche rejp. nicht am Orte wohnende Staatsangehörige mckgestimmt hatten, so mußte schon aus Gruud dusec Tatsack-e die Wahl kassiert werden, was betaiiiiilich auch einstimmig geschehen ist. BiS soweit hatte sich das Kapitel Wahlprüfungen In der zweiten Kammer in ganz lot-mer Weise erledigt, aber Dann wurde cs interessant. Die Wahl deS Abg. Dr. H e i d e n- reich war von vier Ausschußmitgliedern für ungiltig er klärt worden, während nameuL der drei übrigen iLdtQuebec Die GilligteUSerlmruttg beantragt wurde. Eine Debatte war darüber »licht beliebt worden, und bei der Abstimmung votierte eine erhebliche Mehrheit für die Giltigkeit der Wahl. OJian horte während dieses Vorganges auf der Ioutitalistentribotte bereits ein leichtes Ausdiitzeu im Wetter* zucken da unten am Kammechotizont verspüren tonnen, aber bei der nun begonnenen Beratung über das Wahl* Mandat des Abg. Ocv-Ossenbach-Land brach da- Un* gewitter los. c nalioualliberale Abg. E r k hatte den oon der Ausschußmehcheit (vier Milglteoer) gestellten Antrag auf Giltigteitserllärung noch mündlich näher begründet, der Mittderheusberick-terpatter Abg. Pennrich glaubte sich mit seinem jchri,liichen Bericht begnügen zu tonnen und schwieg. Schon hatte sich Präsident Haas von Ieinem Sitz erhoben, um nut den ublick-en Worten: „Wir kommen zur ub|ummung" die Entsa-eidung herbetzu- ,uhren, da schnellte urplötzlich In grimmer Wut Herr Ulrich in die ^ohe: Er have nur aus die mündliche Begründung deS Antrags bvr Minderheit warten wollen, aber nun konstatiere er, daß er den Direkten Kuhhandel", der unter den Parteien iui Hause getrieben weroe, sehr klar ouichfchaue. Ohne vom Präsidenten daran gehindert zu werden, griff der Redner dann emgeherrd aus die Wahl Hcidenreia-s zurück und suchte darzutun, daß zwischen -Je a l i 0 n a 111 b c r a l e n und Zentrum ein geheimes '21b lo m nie n gctrojsen worden fei, dergestalt, oaß das Zentrum fite Heidenreich stimmen würde, wenn Die Ratioiwllrberalen gegen die 4xxu>l Orbs votierten. Damit war der Sturm eut|e||dt Ter ruhigen Darlegung de- Abg. v. Brentano, daß lediglich die jlaguuueii aosicht* Uuj.n Eksetzesverrepungen in B.eoec seine Partei veranlassen wurden, jur den Mtuderheiisailtrag zu stimmen, wurde ebeiijowenig wie bie allzu ausführlichen Darlegungen deS 21bq. Pennrich über den Standpuntt der Minderheck eine ern,Arche Beachtung seckens der Genossen gejchentt. Am nächsten Tage nahmen dann der Reihe nach nochmal- vier Genossen, Dr. Doord, Eramer, Haas-Mainz und Ulrich, sowie Dr. Gut fleisch daS Wort, um für die Anerkennung der Wahl Lrds zu pratdieren, und den „Kuhhandel" darzutun, aber joioohl 21bg. v. Brentano, wte Abg. Graf Oriour blieben bei der Versicherung, Dan von irgend welchen geheimen Abmachungen gar lerne Rede fein tonne, ihre Parteien würd.it leotgltch aus Grund des Ausjchußbeiichts für die Uttgiingkeit i.unnien. Und das geschah denn auch, und ba sich auch die oberhefsischen 21bgeoroneten mit zwei Ausnahmen diesem Vorgehen ai.schloßen, jo blieben im ganzen nur 10 Stimmen zu Gunsten Oros übrig. Es lag wohl in der Absicht des Präsidenten, ben letzten Tag des Beisammenseins vor Ostern noch mit einem allgemeinen Frühschoppen zu feiern, lvvzu auch fein Geburtstag und oer ihm aus Anlaß deoiztene Blumen* strautz die erwünschte Beranlasjuzig geboten hätte. Aber da lam noch die xoah 1 Hir,chets zur Beratung, und damit erst die größte Ueberrafchung des TageS. Vutte Abg. drunter hierbei nicht das Wort ergrifjen, so wäre wahischcinlich jede Debatte über die Wahr HirjchelS unterblieben. Herr Eramer fühcke sich aber gemüßigt, notb einmal die Rocke der gewännen Unschuld zu spieten und mit sittlicher Eiitrüpung dte Erlrärung adzugcben, daß er, nachdem waS er gestern und heute un Hau,e erlebt, mit seinen Freunden gegen die Gcktigteit stimmen würde, DaS schlug Dutn Faß den Boden aus. Tenn nun trat Abg. Dr. Schmitt vor und erzählte, erst schüchtern, dann immer bestimmter, von ernem Gceucyt un ^au|e, die Sozialdemokraten seien zu einem Patt mit den Antisemiten bereit gewesen, berart, baß sie für Hirschel liimmcn rockten, wenn die Gc,Uinungsgeiiossen des Dep- lercn jur Lrös Dahlgiltigkrit stimmen würden. Ta Abg. Tr. David bie ltcoite.-e Enthüllung wiederum mit Ent- rüstung alS eine „oock,tänoig haltlose Unterstellung" zu- cuaiüiJ, so ließ Abg. Dr. Schmitt das schwerste Geschütz aujfahc^n in de. Pei,on vcs Tbg. x-ähr, der denn auch — Der Rot gehoichLno, nicht Lern eigenen Triebe — mit aller Offenheit eczcchcke, wie jich dec Sachoerhack abgespielt hat. Tie p'ost entrüsteten Genossen schäumten nun vor Wut; jie fuujitn et|t aozuleugnen, da.m wenigstens sich als die un|"u/utuig.n uno <>eii«y.teii hmzustecken. 'über der Zen- truiii»,uh..c Dr. Lu,huu ließ niuvt locker $iit aller Ruhe uno '^..ihternhrit — le tann son,i auch leicht erregt werden! — stekte er au, G.uno der be.ckmmlen Erklärungen deS Wahl-Vcwegung. e n - wei von Wochen BM dtll stBLLlSBMtslkkchrn» irr Stahl VUtzli. Auf dem Balkan Kunst und Wiffcnschast. 116» frage feinen lltjL Universitäten. LS ist jedenfalls von Interesse, Anschauungen kennen tu lernen, wie sie die Aristokraten Gras v. Krieskasttn der Kedaklion. («u-nyme «»frage« »leiten unberücksichtigt.) Stammtisch bei V»b. ,Lanalcge»' und .Hämatogen'. Ufllilifdje Tagesschau. Die Freiheit der theologischen Forschung. Im preußischen Herrenhause Iain es bei Beratung des Kultusetats zu einer längeren Debatte über die Freiheit der theologischen Forschung an den Macht, die Frühlingswelt um uns, die im Knospen und 6c- ~ r ' i wir schon die — Neue Doktoren. Die Londoner Universität ernannte ^beuPrinzenvonWales zum Dr. jun» und seine Da i tin mit liebenswürdiger Galanterie zum Doktor der Musik Die Verner Regierung hat ,um Professor für Strafrecht M.i der llmocifuat Vern an Stelle von Mutermeier Dr. jur. L d o r in a n n , Rechtsanwalt in Vern, gewählt. Die Meldung, wonach die Petersburger U n i ö e r | i - tät wegen verschiedener Kuubgebuugen der fcmbiereubcii gegen Rektor und Senat wieder einmal geschlossen >oerdeu mubte, wirb “ ihrer Vorgeschichte nach dmch folgende Nachricht ergänz!: Unlängst 1 kam es zu U n r u h e n im I n st i t u t der medizinischen F r a u e n k ,i r s e. Die weiblichen Studenten waren unzutiieden mit etnem Professor. Damit oerbaiiden üch auch politische ibründe, I jodod der Dnekior der Kurse dem Projesfor detahl, die Uebungen emstiveilen zu schließen. Die Studenten der llmverfuat erciierten I sich darüber rind dieemal kam die Unzuirtedenhelt um so lauter zum Ausbruch, als die rnrrrihigeir Tlcnreute, tue ^wohnlich am I Stiitungstag der Universität da» Signal zu großen Temoiutrauo- uen geben, dieses Jahr eul'ach kaltgelteilt worden waren, iveshalb teuer Lag ebne Zivucheniälle verlief. Älun aber benutzten sie üie I erste Gelegenheit wieder, um Unruhe zu unten. Am 1. d. M. tau- eine grove Vestammiuug in der Universität statt, wobei diel Schließung der medizinischen Frauenkurse da» Haupuhema bildete. | «ege» Schnupfen ist der Schnupfenäther .Forman' anzuwenden, der ärztlicherseits mehrfach als .geradezu idealer Schnupfenmtttel' bezeichnet wird. Bet leichtem Schnupfen Forman- Watte (Dose 30 Pfg.), bet starkem Schnupfen Farman. Pastillen (60 Pfg.) zum Inhalieren mittel« RiechgläschenS. Wirkung frappant: Bei beginnendem Schnupfen tast unfehlbar. In allen Apotheken. Man Aus Aliiöl unD iniiD. Gießen, 4. April 1903. - Palmsonntag. AuS dem fahrenden und veränderlichen Tun des Lebens lenken wir morgen wieder in einen Tag des Gedenkens ein. Zwar sind die Frühlingssonntage alle in uns voll tiefer stiller Ruhe. Tas ist des Frühlings Gcrichlssaal. Gießen, 3. April. Strafkammer. Mit seltenem Raffinement wurde am 19. Dezember v. I. in der txrube in Vilbel bet den Eheleuten Wasserhandler Burkhard Schmidt em Diebstahl verübt. Ter oder die Later nähme,t daares Geld im Betrage von Daran schlossen sich neue Dünsche, die der Regierung vorgelegt iverden sollten. La man abermals Ausschreitungen befürchtete, ist die Universität ebenfalls bis auf weiteres geschlossen worden. — Schwerin und noch eifriger Frhr. v. kurant vertraten: daß die Lehrfreiheit der evangelisch-theologischen Wissen- schäft beschränkt werden müsse. Die künftigen Diener der preußischen Landeskirche dürften nicht von Lehrern vorgebildet werden, die mit den fundamentalen Grundsätzen der Kirche in Widerspruch stehen. Graf Ziethen erklärte, daß die evangelischen Mitglieder der konservativen Fraktion durchaus den Standpuntt des Frhrn. v. Turant teilen. Wenn die medizinische Fakultät z. B. die Homöo» M pathie aus schließe, warum soll dann die theologische Fa- roQd ' c^ht. Arn vergangenen Sonntag sahen rin Z hierher L Nun ist'-« i-i.dcm wieder kühl und feucht g^wd-dew Man nicht weiter" zugerufen werden, aber er schloß doch seine braucht wieder Feuer tm Ofen und warme Kleidung im Rede mit dem Trostwort: 6r versiä>ere, daß bei Besetzung Freien. Vielleicht ist eS morgen wieder anders. Aber wenn der Lehrstühle der evangelischen Theologie die Positive auch nicht, wir stehen still und schauen uns um. Von Buße Richtung nicht zu kurz kommen werde. Dieser unb Gebet spricht uns der Geistliche in der Kirche. Ja, halben Absage gegenüber wirkt umso kräftiger die ent- werden nicht bald die Osterglocken ertönen, wenn die Sträucher schiedene Haltung, die von Professor Schmoller, Pro- —g^n und die Bäume bluhn? Wir wissen: dann werden ^^rhPberT^ß^rhTnntfHt(^^ ‘eirdle- roic bic 3mftec öffncn- und di- Frühlingsdüfte werden mit w. Wetzlar, 3. Avril. Langsam zwar, aber doch schon mit merklicher Deutlichkeit, setzt auch im hiesigen Wahlkreis Wetzlar-Altenkirchen, welchem auch einige Orte des Biebertals zugeteilt sind, die Wahlbewegung für die nächstenNeichs- tagswahlen ein. Nationalliberale, Konservative, Antisemiten und Sozialdemokraten haben ihre Kandidaten be-| reite nominiert, nur das Zentrum fehlt noch. Wie es heißt, soll Landgerichtsrat Diiutelen nicht mehr als Kandidat aufgestellt werden. Del der letzten Retchstagswahl 1898 ergab sich folgendes Resultat: Bürgermeister Krämer (natl.) 6109 Stimmen, Dr. Rintelen (Zentr.) 52/4, Rentner Dr. Burckhardt (christlich-sozial) 3u41, Redakteur Zimmer- mann (Amis.) 2762, Bebel (Soz.) 2507 Stimmen. In der Stichwahl siegte Krämer über Rintelen. Aus d e in Reichstagswahlkreis AlSfeld- Lauterbach-Schotten wird uns unterm 3. d. M. geschrieben: Demnächst werden hier und da Wahlversammlungen stattfinden. Rührige Agitatoren sind in unserer Hegend tätig. Von zwei Parteien wurden Kandidaten ausgestellt, nämlich von den Antisemiten der seitherige Abg. Maler Btndewald und von der Sozialdemokratie eine noch unbekannte Persönlichkeit Letztere Partei flieht sich im Geheimen schon sehr viele Mühe darum. Eheschließungen. Am 28. März. Heinrich Wilhelm Eiffer, Echloffermei'ier in ßunaen, mit Johanna Dörner dahier. Wilhelm Adolf luoioig Gabriel, Hilfsheizer dahier, mit Eliiabeth Hedwig Anna -diu fit uumeu peinlich Philipp Pfeiffer, Sergeant in Taiinitadt, mit •Unna Elisabeth Roder dahier. Am 2. April. Adolf Reinhard rudtvig Staudt, Kaufmann dahier, mit Auguste Johanna 9U>U dahier. Geborene. Am 24. März. Dem Tapezier Wilhelm ReeS em >oohn, Heinrich Wilhelm. Dem Maurer Ernst Haufer em Sohn, per mann. Am 25. Marz. Dem Wirt Konrad Ruth ein Sohn, Karl. Am 26. März. Dem Bäckermeister Louis Engeldardt eine pochier. Dem Dachdecker Karl Adolf Thielmaun eine Tochter, Wilhelmine Charlotte Marie. Dem Schlößer Hermann Guldenp enmg eine Lochter, Lncie Luise. Am 27. März. Dem (hfenbicDcr onedrich Römer em Sohn. Dem Oberpostaffi'tent bn^diich Paost ein eobn. Am 28. März. Dem Maurer Wilhelm Walter ein ^ohn, Kack Wilhelm. Dem Kaufmann Otto Poyeruheun em Sohn, Julius. Am 2. April. Dem Baumeister Adolt Braubach em Sohn. Gestorbene. Am 38 man. Viktor Friedrich Wilhelm Kammer, 1 Jahr 1 Monat alt Sohn des Overpoilaffistenten Wilhelm Kammer da- i hier Am 29 März. Iohanuette Lein, 82 Fahre 9 Atonale alt, Näherin bahle'r «m 30. Alärz. Hermann Teigler, 22 Lage alt, Sohn de» Wirte« Friedrich Tetgler basier. Rudou Rückert, 39 Fahre 8 Monate alt, Realletzrer dahier. Am 1. April, (stuft Koch, 2 Monate Qit Eohu de« Kaufmann« Karl Koch dahier. Am 2.21pnL Heinrich Jakob, 37 Fahre 11 Monate alt, Taglohner dahier. Aufgebote. u -- - ■ • , . , . . ,u . «... Am 27. März. Peter Bachmann, Schuhmacher dahier, mit findet ihn ganz gesund, laßt stch aber bei der Gelegenheit I ^^1,^1) Hebestrest in Kirchworbis. Am 2v. Marz. Augustin Bla^, aleich die Stiefel besohlen — Preis 2.50 Mark. Piefkes (Gendarm dahier, mit Lina Elisabeth König in Lber-Morlen. Am ^ünafter faat ihm em Gedicht auf und will vom Onkel 30. März. Johann Jakob Anton Luy, Bierbrauei e.belitzer m Jiinglter agl ihm e > «« 6 Wetzlar, mit Wilhelmine Katharine Ghrisuane UUfübeib Uuler Doktor dafür einen sechser haben. Dr. Meyer. ,So nun 1^., 21m 81. März. Friedrich Wilhelm Schäfer, Schneider da- habe ich wieder 15 Pfennige verdient — abzüglich 3 Marl!. mjt ajiavie KrauSkops in Essershaufen. Otto Wilhelm Karl und 75 Pfennige Spesen.* I Adolf Bergen, Kaufmann dahier, nut Johanna Wilhelmine Berdux • Noch einAprtlreinfaU. Auch daS ,Berl. Tagebl.- in Marburg. Johann Karl Eduard Ludwig Lchünhuth, Kau'mann halte am 1. April verschiedene ol)ne weitere« al3 aipcxllc^erje I $xer‘ J^a.His^a W,U)ci.",„e zu erkennende Artikel und Nachrichten fabriziert. Darunter g^rmem in Gelnhaufen. Philipp Jakob Racke, Zäpier dahier, war ein Scherz des Inhalts, daß der Berliner Theaterdirektor mlt Alana Juliane Aluhl dahier. Lautenberg wegen seiner Verdienste um die Verbreitung dramatischer Werke in Deutschland von der französischen Negierung eingeladen worden sei, Nathan den Weisen in Paris zu spielen, unb daß ihm dazu die dahier. Heinrich große Oper zur Verfügung gestellt worden sei. Diesen Scherz'"""--^ estcht geleuchtet, sodaß es für il)h nicht schwer war, den thnt begegnenden Atann zu erkennen. Ein Aiaurer, der zwischen 6,15 und 6,30 Uhr seine Vilbeler Wohuung ocrlaficn hatte, um nach Frankfurt zur Arbeit zu gehen, hat in der Räbe des Lchmidt'fchen Hauses zwei Alanner, Darunter einen von der Figur des Angeklagten, an einem 'Jleubau i stehen sehen, die Geld gezahlt hätten. Zwei andere Zeugen belun- I den, Schaub sei ihnen gegen 7,15 Uhr an jenem Morgen, von Frankfurt kommend, vor Vilbel begegnet. Ter Angeklagie, Der stch »ehr verschlagen verteidigte, bei’lreuet nicht, an jenem Morgen Die Schmidt'sthe Wohnung nach 7,15 Uhr betreten zu haben, er habe auch die Tochter des Hauses gesprochen. Daß er dieser gesagt habe, er wolle der Mutter nach Frantiurt Kartoffeln mugeben, sei Unwahrheit gewesen, er fei vielmehr damals lange ohne Arbeit gewesen, und habe Frau Schmidt bitten ^wollen, ihm doch mit einem Sack voll Kartoffeln anszuhelien. Tie Schaub'sche Ghestau »st eine Richte der Schneider Gheleute und hat vor ihrer Verheiratung lange ÄÄVSÄÄ « ... — . w - SÄSÄÄÄS” li scheu Kirche zurück. (Große Bewegung.) „Sind denn s frostig w re. , I is-innnnn in das Haus finden. Rur wer wußte, baß man an den unfereStudenten Kinder?" so ries Prosejsor Lomnß ~~ Lagen, wo bie Frau Schmidt außerhalb des Hanfes war, unb nur aus. „Wir sollen sie heranbilden zu Männern, die im ÖCrilll Ultf5» wer genau orientiert war, wo d,e Gheleute «chnudt ihre ziemlich Kamps des Lebens und der Wissenschaften stehen". Ober- ® 1 gut verwahrten Erspamiffe auibewahrt hatten, konnten den Dieb- bücaecmeifter ©truamann erklärte „vom Standpunkt des 'Vereitelter Vtehhandel. Auf dem -15^130110™ attsfüljren. Der Angeklagte war durch setne Gheiran, dte alle einfachen Laien": der Gegensatz zwischen Forschen unb in Weimar ereignete sich dieser Tage ein tragikomischer diese Verhältniffe genau gekannt hat, unterrichtet; er ist rn Vilbel Lehren, den Frhr. v. Durant für den .Hochschullehrer und Zwischenfall. Ein Landmann, der zwei Kühe auf den Markt am Tage der Tat auch um btti ^eü, roo> biefe Piarrer auf[iellt, würde zur Heuchel °i führen. Am o unterhält sich mit seinen Nachbarn. 3n bas Sch war auch in. Lanmwla.en meisten Nachhall aber werden wohl die Ausführungen g^scheinend sehr interesiante Unterhaltungsthcma ganj oertieft, ^Qu|e Qu jenem 'Ulorgen. Wenn zwei Zeugen ben Aitgeklagten am des Lberhojpredigers Dry an der smden, der als ern- , mcrft cc niä)t, daß sich hinter seinem Rucken ein eigenar- 19. Dezember gegen '.6 Ubr vor Vilbel von Frankfurt nach Dort ziger evangelischer Geistliche rm Herrenhaus das Q;cbhQbcc einnefunben hatte. Der blaubeknöpfte ,Ab- hm gehend gesehen hätten, so beweise b,es nicht, ba» ber Angeklagte ergriff und sä>arf und klar die Grenzen zog zwischen den uger ^/oyaoer emges r,.-.,ndlick!t beim Roof unb druckte den Diebstahl nicht begangen habe, beim er körnte ,a an lenem Ansprüchen der Kirche und denen der Wissenschaft an die nehmer nahm beide Kühe fre ch! Pi , Morgen zweimal ben Weg von Franstun nach Vilbel gemacht tbcoloaildw Forschung. Dryander warnte eindringlich, ihnen daS — GerichtSvollziehersiegel zwischen die Hörner. ^^^1. Ls handele sich umlernen schweren Diebstahl und auch um die T lleoloaie^u bevormunden: man würde da- Ehe der Händler sich recht von einem Schrecken erholte, wr die Verhälmme der Bestohlenen kerne kleine Lumme. Tie Lat durch Scha, hatte ihmber »«amte ben Zwe. feine. P^^n W- SM den zufügen. Die Möglichkeit, daß einmal em Forscher auSeinandergesetzt und verschwand Mit den beibcn ~(rQfe von 2^3abren Hndjtijau« am Platze gewesen. Zwei von entgleise, könne mit in den Kauf genommen iuerben; I tppcglinßen deS Bäuerleins, bei dem anscheinend zu Häufelnoch zu verbüßende Gefängnisstrafen von 6 und 3 ’J das sei untrennbar von der Wissensä)ast, die sich selbst nichts zu holen" war. wegen Unteckchlagung und Diebstahls hat der werichtshoi m 20 iafle korrigieren müsse. Ein Seelsorger müsse wissen, was in " . $ Kassenarzt. Dr. Meyer wird brieflich zu dem Zuchthaus umgeivandelt unb auf eine Gesamtzuchthausfirafe voo der Zeit vorgeht, er müsse selbst durch das Ringen der Pj^ste berufen und muß zehn Pfennig Strafporto 12 Jahren unb 20 Tagen erkannt.----------------------------. Zeit hindurchg.fahrl werden und sich AQb((.n nimmt sich eine Droschke für eine Niark und trifft 5ori^T^^ d-- Schusters emenjtie.Uer, bem er einen daß es tm preußischen Herrenhause geschah, das giebt dem Groschen gibt. Er untersucht den Schuster eingehend und Ereignis seine besondere Bedeutung. * *'*r"*lS IAr,t fiA nhpr hp* bpr Geleoenbett Bähr die Tatsache ftst, daß die Soziakdemokraten Ulrich unb Cramer den „Kuhhandel" mit den Antisemiten versucht und ibn nur deshalb nicht zur Ausführung gebracht hätten, weil ihn die Antisemiten abgelehnt hätten. Man merkte es der ganzen erregten Stimmung im Hause an, daß wohl alle von der Richtigkeit dieser Feststellung lberzeugt waren, und es erweckte dann auch minutenlange türmische Heiterkeit, als der Zentrumssührer am Schlüsse ter Verhandlung mit gutem Humor auf das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner hinwies. Man fühlte wohl an- gemein: Eine so niederziehende Schlappe ist den Sozialdemokraten in der zweiten hessischen Kammer wobl kaum jemals bereitet worden. Und die Moral von der Geschicht: Grab andern keine Grube nicht! schreitet die Anarchie lustig weiter fort. Nach einer | Konstantinopeler Depesche vom 3. d. M. wurde neuerdings auf der E i s e n b a h n st r e ck e Saloniki-Konstantinopel in der Nähe der Station Angista eine 30 Meter lange Brücke zerstört und nicht weit davon ein Tunnel besastidigt. Die unteren Schichten des Widerlagers der Bruae wurden größtenteils zerstört, ebenso die Telegra- phendrLhte. Ter mutmaßlick-e Löter ist der bulgarische Bandenfuhrer Alex Broylue. — Ferner wird aus Konstaii- tinopel telegraphiert, dap, bei einem blutigen Zusammenstoß zwischen bulgarischen Banden und türtischen Truppen Bei Ochrtda 1000 Personen getötet und verwundet worden seien. Uebereinstimmende Konsularmeldungen aus Monastir zufolge fand im Distrikte Ochrida von Freitag bis Sonntag em förmlicher Aufstand statt. Die Veranlassung war folgende: Eine bulgarische Bande tötete mehrere Mohamedaner. Truppen und BaschibozukS verfolgten dieselbe, umzingelten zwei Dörfer auf den Höhen von Debrea nördlich des Ochrrdajees, wohin dte ©anve sich geflüchtet hatte, worauf bie Truppen und Baschibozuls von den Einwohnern auS zwölf bu.garifdjen Dörfern umzingelt wurden. Tie Banoe entfloh. Dte Lotaldehörden, bonong cau8a. finö bemüht, die Einwohner zur Rückkehr in die Dörfer _ Larneaie schenkt weiter. Er hat jetzt dem Carnegie- zu bewegen. In den letzten Tagen fanden e i n i g e -.„stjtut in Pinsbura wicbenim 1550 000 Dollars überwiesen uub Morde stitcns der Komitees wegen deS FcldhüterwechjelS dadurch die Aesamisumme seiner Schenkimgeri1 ju den Baukasten Hntt und der Au-stattung Des Jnftiluts auf 7 852 000 Dollar« gebracht, Die Verwunduna deS russischen Konsuls Schtscherbina otme bie zwei Millionen Dollars zu rechnen, die er für Zweig- ist ^^™fo£snltre8,nbr ^^M.^t= bcm eafS^mXn S IUC getreten sei, und daß in einigen Tagen die gänzliche 8c- ------—-------J-------J—■ ruhigung und bauernbe Unterwerfung der ?Hbane|en durch-1 geführt sein werde. — Man wird dieien offiziösen türti-1 scheu Versicherungen wenig Glauben ocimeiieii können. Der „Frkf. Ztg." wird aus Arnstonti.wpei telegraphiert an Wiewohl die allgemeine Situation noch immer sehr ernst k * * ausgejaßt wird, kann doch al- sicher gelten, daß Rußland die durch das feige Attentat auf seinen Konsul in Ltitrowitza gi-ichassene tage nicht dazu benutzen wird, dem Sultan Verlegenheiten zu bereiten, dem nicht- ungelegener kam, ai* das Attentat und der es aufrichtig bedauert. Rußland durste vielmehr dem Sultan einen größeren Spielraum zur Bekump>ung und Niederwerfung der Albanesen genki^en. doch ist man skeptisch, ob bie Türket nach dem ersten energijcl)€n Anlauf auch die Aus- dauer zur Fortführung der Aktion finden werd, die an ihre moralischen und finanziellen Kiäste hohe Anforderungen stellt. Vereinfacht wird in Die [ein Spezialist die Saae dadurch, daß der Attentäter durch Personen der Begleitung deS Konsul- töstich verletzt wurde und nicht entkommen ifo Ul 6(1 Still Wl'l Ron'°öe in Ä von lcf) .aus öen ?,Dtr- Va"ÜUtl Q «]] i W r-rSF U'N 6 UQt J‘S b-t !ll, t)QUe j’J lUly Qtn "L 4^5 er komme 'on 1 S?ttS 5 11h? Slen 9laubea a-s >'">"» ««« l’u.< X bege,inenden Wlann *«« Uhr |tl„ J#“J«urt zur Sltbtu ■« pauies poet Hanner, ?len, an einem Dleubaii « andere Zenqen belun- an lenem ^(flen, Don *« «ugetlaflie, der nch fln jenem 'iliorgen die !ten zu haben, er habe ■ßQB et dielet Maviofieln mugebeu, |ei 115 lauge ohne Arbeit Wen, ihm doch mit einem aub’jthe Wiran ift eine hrer Äerhenatung lange )er Ansicht, nur jemanö, Midt'ichen Pause genau ngen haben. Dlur wer omue mittele beejelben dichte, daß man an den ei faules war, und nm le -Schmidt ihre ziemlich llen, konnten den Tnd- ch seine tzhejrau, die alle mchiLl; er ijt in Dilbel diese aurgesuhrl wurde, hrschemlich Seien an bem ar auch im Lchrnidt'schen ngen den Ängellagten am von ftvanfiurt nach dort nicht, daß berSlngeW! i er tonne ja an jenem m nad) Sudel gemacht i £iebi'iat)l unb mich um leint summt, iit Lit liegt ousgetuhrl, darwn zu Verlagen und eine \e aeweserr. Awer von i von 6 unb » Wen er HerräMoi in 20 lauf desamtzrichchaussiraie dos Schuhmacher dahier, m SS.Wrz. Augiimnk^, ,nlfl in Cbet-'Dlotltn. - "9 5)ierbtauevtibe|iyt Listiane WiiabeH ** Mn Lchäier, ccbneue^-- £nSlÄ~ ®n«, wtjKJui) ■ Wilhelm > -cvuch bett) H-d'vA:.m>Än-..- anttn^Ä^ • yb6lf/iS ^biet. 1(belm^%<,;. vennann. auser Hutb em ^,n! Tochter« Engels' iZilheiniu'e ff-»'* tz-SK-r $ ‘ 1 -,n FoN"^ "1 kch"UP ,tzchn»L' jchicitt W'ro Pig-> Ärlv"S .„nbC"1 O» -i Geschäfts-Eröffnung. 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