Mittwoch 4. März 1903 Erstes Blatt 153. Jahrgang Nr. 53 • rlftetttt täglich ouüet SonniagL. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hesfischeo Landwirt die -iehener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegL Rotaiionebrud il Der» lag der Brühl'schen Univerl.-Blich- u.Slela» brucferei lD'etich (irben) lUbattion, Gxpedttum und Drnaeretr Schul st raße 7. Ldrelle für Develchenr «nzetger «teßen. KernlprrchanIchlußAr 51. XW 9 G> XXX 9 GlchenerAnzelgerW ” General-Anzeiger " “Sä V fßt den poltL u. allgem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen KWZ V zeiaeiikeil fcanl Deck Mgg. vorsiehst. des Berechtigten nur geteilt werden, wenn der Eigentümer die Rente ablöst oder ein Unschädlichkeitszeugnis nach dem Artikel 97 Nr. 1, 3 Les Gesetzes, die Ausführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs betreffend, vom 17. Juli 1899 beibringt. — In der Begründung dazu heißt es: Ter Entwurf sucht insofern die Teilung zu erleichtern, als er auch ohne die Zustimmung des Berechtigten eine Verteilung der Rente aus die Trennstücbe unter der Voraussetzung zuläßt, daß dadurch die Sicherheit des Berechtigten nicht beeinträchtigt wird Auch soweit der Entwurf mit der bisher geltenden Verordnung vom Jahre 1811 sachlich überein stimmt, weicht er in der rechtlichen Konstruktion von derselben insofern ab, als er, um das Verfahren zu vereinfachen, die Ber- unterpjändung der Rente auf einen Teil des Grundstücks durch die Beibringung eines Unschädlichkeitszeugntsses in Ansehung des von der Belastung zu befreienden Teils des Grundstücks ersetzt. Je nachdem eine Tilgungsrentc oder eine andere Geld- oder Naturalgrundrente abzulösen ist gestaltet sich nach Maßgabe der bestehenden Vorschriften die Ablösung verschieden. — Durch die Vorschrift des Art. 3 wird die lastenfreie Abtretung des Grundstücks insofern erleichtert, als die Ausstellung des Unschädlichkeitszeugnisscs auch dann gestattet wird, wenn das Trennstück nicht im Verhältnisse zu dem belastet bleibenden Hauptyrundstück von geringem Werte und Umfang ist. Es erscheint dies unbedenklich, da es sich regelmäßig nur um geringe Betrage handelt und die Unschädlichkeit für den Berechtigten selbstverständlich auch in diesen Fällen feftgestellt sein muß. Bereits beim vorigen Landtage beantragten dre Mgg. Ulrich und Genossen, die Kammer wolle die Regierung um Vorlage eines Gesetzentwurfs, betreffend En t sch ädi g- ung unschuld ig Verhafteter ersuchen. Die Ansicht der Regierung geht im wesentlichen dahm, daß für Regelung dieser Frage die Reichsgesetzgebung kompetent erscheine, somit die Landesgesetzgebung nicht erngreisen könne. Der damalige Ausschuß jedoch wie das Plenum der zweiten Kammer haben einstimmig bc,chlo,sen, die Regierung zu ersuchen, baldmöglichst eine entsprechende Gesetzesvorlage zu bringen. Tie erste Kammer aber trat diesem Beschlüsse nicht bei, vielmehr richtete sie an die Grovherzogb Regierung das Ersuchen, im Bundesrat für tunlichst baldige Vorlage eines solchen Gesetzentwurfs zu wirken ^zn der Folge verharrten beide Kammern aus^hren^schlu,sen Inzwischen hat Seine Excellenz der Herr ^ustizmiiiistcr in dankenswerter Weise den Gedanken, welcher dem Anträge zu Grunde liegt, gefördert, indem auf ferne Veranlassung ^>ie Großh. Regierung einen ausgeardeiteten Gesetze n t - wurs dem Bundesrat unterbreitete Doch hat im verflossenen Jahre der Bund es rat sich über^den Antrag Hessens noch n icb t schlus s rg gem acht. Wenn man erwägt, daß bereits 1898 der Reichstag -mh-ll.g bc- schlossen hat, an die Regierung das Ersuchen zu Nellen, bald- möglichst einen Gesetzentwurf, betreffend Entschädigung von wlwen Personen, welche mit Unrecht Untersuchungshaft erlitten haben vorzulegen, daß dieser Beschluß 1899 unter allseitiger Anerkenntnis des Bedürfnisses wiederholt wurde; daß die Reichsregierung aber nichts tut, obwohl ihr von Lassen sogar ein ausgearbeiteter Entwurf seit fa,r ^ahres- fri vorliegt, so muß man zu der Ansicht kommen, da« ick die Re chs gesetzaebung überhaupt nicht mit der Frage be assen will. Ter Auszug vereint nach wie vor, daß Hessen berechtigt ist, für tcut Gebre vorzugehen, daß dies bL dem vorliegenden Geseuentwurf aucZ keine so erheblichen Schwierigkeiten, wie solche früher bestanden, mehr verursachen kann. Der ! 11 deshalb dem Anträge einstimmig bei undbeanrr.^i. Trc Kammer möge beschließen, die Grotzl eizor -j j'"---- l;'.‘ ersuchen, baldmöglichst eineG.,etz2rerlag- zu mm.,..<, • - eine feste Entschädigung von zu Unrecht verhafteten Parlamentarisches aus Hessen. Der Antrag betreffend die Errichtung einer weiteren Professur für Nationalökonomie auf der Landesuniversität Gießen liegt jetzt gedruckt vor. Er lautet wörtlich: In Erwägung, day es im volkswirtschaftlichen Ge samtinteresse liegt, daß auf der Landesuniversität auf dem Gebiete der Nationalökonomie die verschiedenen wissenschaftlichen Strömungen angemessene Vertretung Hnben, beantragen die Unterzeichneten. Großherzoglichc Negierung zu ersuchen, neben der bestehenden Professur eine weitere Professur für Nationalökonomie zu errichten, in welcher die agrarwiss enschaftliche Richtung chre Vertretung findet. Darmstadt, den 27. Februar 1903. Bähr. Brauer. Braun. Breimer. v. Brentano. Diehl. Erk. Euler. Frenay. Haas (Darmstadt). Hauck. Häusel. Leidenreich. Hirschel. Horn. Köhler (L). Korell. Lang. Leun. Molthan. Graf von Oriola. Pennrich. Pitthan. Ripper. Schill. Schlenger. Schmalbach. Schmitt. Schönberger. Seelinger. Senßfelder. Stöpler. Weidner. Weith. Wolf. Beantragen zu dem Antrag, die Errichtung einer weiteren Professur für Nationalökonomie auf der Landesuniversität Gießen betreffend: a) in der Einleitung statt „einer weiteren Professur" zu sagen: „weitere Professuren". b) im Schlußsatz ebenfalls statt: „einer weiteren Professur zu sagen: „weitere Professuren", c) im Schlußsatz hinter „agrarwttsenschaftlicher" einzuschieben „sowie die sozialistische Richtung". Darmstadt, den 27. Februar 1903. Berthold. Cramer. David. Orb. Ulrich. Eine neue Regierungsvorlage betrisft den Entwurf eines Gesetzes, die Teilung bela steter Grundstücke betreffend. Danach kann ein Grundstück, das mit einer Tilgungsrente oder mit einer anderen ständigen Geldoder Naturalgrundrente belastet ist, ohne die Zustimmung Der Dritte Ausschuß beantragt, die Wahl des Abg. Senßfelder (Darmstadt-Groß-Gerau) für g iltig zu erklären. Die Fapstfeier. Rom, 3. März» In der PetersTirche wurde heute vormittag der 25. Jahrestag der Krönung des Papstes durch einen feierlichen Gottesdienst begangen, zu dem unzählige Teilnehmer von Nah und Fern herbeigeströmt waren. Auf dem Petersplatz hielten königlich italienische Truppen die Ordnung aufrecht, während im Innern der Kirche die päpstlichen Gendarmen, die Schweizergarde und die Palastgarde diesen Dienst versahen. Schon in den frühesten Morgenstunden herrschte in der Umgebung der Basilika ein äußerst bewegtes Leben und Treiben. Tie Zahl der mit Billets zum Eintritt in die Kirche versehenen Personen wird auf 50 000 bis 60 000 geschätzt. Uni 101/2 Uhr früh wurde die Kirche des Andrangs wegen geschlossen. Bereits seit gestern regnet es in Strömen. Um II1/4 Uhr traf der Papst, umgeben von den Würdenträgern des päpstlichen Hofes und den Nobel- und Schweizergarden, in der Capella della Pietä ein, in der ungefähr 50 Kardinale und zahlreiche Erzbischöfe und Bischöfe ihn erwarteten. In der Kapelle bestieg der Papst die Sedia gestatoria und wurde in glänzendem Zuge zum Altarraum getragen, wo der Thron aufgestellt wurde. Eröffnet wurde der Zug von einer Abteilung Schweizergarde, dann folgten die Geheimkapläne, welche die Mitren und Tiaren des Papstes trugen, der Poemtentiar der Basilika des Vatikans, die Bischöfe, Erzbischöfe und Kardinale. Unmittelbar hinter den Karbinälen wurde die Sedia gestatoria mit dem Papste getragen Ter Papst, bekleidet mit dem goldenen Pluviale, trug auf dem Haupte die Tiara, die i hm von den Gläubigen der ganzen katholischen Welt gewidmet worden ist. Beim Eintreffen des Papstes im großen Schiff der Kirche begrüßten ihn Posaunenklänge und der vieltausendstimmige Rus: Es lebe der Papst! Es lebe Leo XIII.! Der Papst stand aufrecht in der Sedia gestatoria und spendete sichtlich sehr bewegt rechts und links den Segen. Danach nahm der Papst auf dem Throne Platz. Die Würdenl^tzer d - päpstlichen ^)oses stellten sich um den Thron, die Kardmäle, Erzbischöfe und Bischöfe nahmen die für sie bestimmten Plätze ein. Auf den Seitentribünen des Altarraumes hatten die Fürstlichkeiten, das diplomatische Korps, die Ritter des Malteserordens und die Mitglieder des römischen Adels Platz genommen. Das Ganze gewährte ein Schauspiel von seltener Pracht und feierlichem Ernste. Nachdem die Kardinäle dem Papste den Handkuß geleistet hatten, bestieg der Kardinal Langenieur den Altar, um die Messe zu zelebrieren. Nach der Messe erhob sich der Papst und stimmte das Tedeum an, in das die ganze Versammlung einfiel, während die Glocken der Basilika und aller übrigen Kirchen Roms läuteten. Nach dem Tedeum bewegte sich der Zug mit der Sedia gestatoria vor den Altar, wo der Papst den päpstlichen Segen erteilte. Nach dem Segen wurde der Papst um li/i Uhr durch das Kirchenschiff nach seinen Gemächern getragen, während die Menge wieder begeisterte Hochrufe auf ihn ausbrachte. Auf der für die Fürstlichkeiten bestimmten Tribüne in der Peterskirche wohnten der Feier bei die Kronprinzessin von Schweden und dtorwegen, die verwitwete Erzherzogin Pauline von Sachsen-Weimar, die Großherzogin ron Meck- lenburg-Strelitz, Prinz Max von Baden, Prinz Liechtenstein, der Herzog von Parma u. a. Auf der Tribüne für das diplomatische Korps hatte auch die außerordentliche spanische Gesandtschaft unter Führung des Herzogs von Almo- dovar Platz genommen. HäMurgericht. P. Gießen, 4. März 1903. Gestern verhandelte das Schwurgericht gegen die 4bjähr. Frau Karol ine Elser von Michelnau, zuletzt in Borsdorf, wegen Meineids. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Hoos, als Verteidiger fungiette Rechtsanwalt Raab. Es waren acht Zeugen und als Schreibsachverständige Schulrat Tr. Gra- bow-Wilmersdorf-Beclm und Landgerichtssekretär Paehler- Frantfurt a. M. zu hören. Die Angeklagte bestreitet, einen wissentlich falschen Eid vor dem Schöffengericht Nidda in einer Privatbeleidigungssache abgegeben zu haben. Sie ist mehrfach wegen Diebstahls und Urkundenfälschung vorbestraft. In einer dieser Strafsachen wurde sie von Rechtsanwalt Link in Nidda vertreten und hatte am 8. August 0. I. infolgedessen an den Rechtsanwalt einen Brief gerichtet, den dieser zu den Akten genommen hat. Wenige Tage später kam zum Rechtsanwalt Link der Landwirt Wühr von Borsdorf, legte demselben einen anonymen Brief vor, der Beleidigungen enthielt, die angeblich eine Frau Hofmann und Anna Töll von Borsdorf ausgesprochen haben sollten, und die sich gegen die Frau des Empfängers jenes Schreibens richteten. Ter Anwalt brachte sofort den anonymen Brief mit dem ihm von seiner Mandantin, der Frau Eifert, zugesandten Brief in Verbindung, er verglich die Handschrift beider Schreiben und entdeckte, daß beide 1 -Bogen der Schriftstücke auseinander geschnitten waren und genau aneinander vaßten, oiio ursprünglich ein Blatt gebildet hatten. Auch die Handschrift beider Schriftstücke war frappant ähnlich. Ta Weiß crflärtc, er könne sich die Beleidigungen seiner Frau nicht gefallen lassen, strengte anwalt ilint Privat klage gegen die Hofmann an und lud hierzu die Döll, roic die vermutliche Schreiberin des anonymen Schreibens, die Ehefrau Eifert, als Zeugen vor das Schöffengericht Nidda. Die Angeklagte, damalige Zeugin, erklärte unter Eid, daß sie den an Rechtsanwalt Link gerichteten Brief, der ihre Unterschrift trägt, geschrieben und auch selbst unterzeichnet habe, daß sie dagegen aber nicht die Verfasserin des anonymen Schreibens, an Weiß gerichtet, fei, von diesem auch nichts wisse, insbesondere auch die Absaffung dieses Schreibens durch dritte Personen nicht veranlaßt habe. Tiefe Aussage fall nach der Anklage aber nicht der Wahrheit entsprechen. Durch die Vernehmung des Amtsrichter Sellheim, deS GerichtSschreiberafpiranten Baer und des Rechtsanwalts Link, sämmtlich von Nidda, wird festgestellt, daß man sich in der Schffüengerichtssitzung, in der die Angeklagte den Eid geleistet hat, Mühe gegeben hat, sie vor einer falschen Aussage zu bewahren, aber es war dies ein vergebliches Bemühen gewesen. Die Eifert habe bei ihrer Aussage beharrt. Der Cchwurgerichtssaal hatte sich allmählich mit Juristen gefüllt, die sich eingefunben hatten, um bas Gutachten bes Tr. Grabow zu hören, ber in recht ausführlicher Weise ben Geschworenen ben Nachweis führt, baß nur die Angeklagte den anonymen Brief geschrieben haben könne. Die gleiche Ansicht vertrat Landgerichissekr. Paehlep- 5tanEfurt a. M. Die an die Geschworenen gerichteten Schuldfragen gingen dahin, ob die Angeklagte einen wissentlichen Meineid geleistet habe, und ob die Angabe ber Wahrheit seitens ber Angeklagten bieser eine strafrechtliche Verfolgung hätte zuziehen können. Alsdann nahm Staatsanwalt Hoos bas Wort zur Begründung der Anklage. Er verwies darauf, daß man sich bisher vergeblich gefragt habe, wie man den in den letzten Jahren immer mehr zunehmenden falschen Eiden begegnen könne. Alle die vorgeschlagenen Wege hätten sich indessen als ungangbar erwiesen. Die Unverletzlichkeit und Heiligkett des Eioes müsse unter allen Umständen hochgchalten werden; auf ihr allein beruhe unsere Rechtsordnung. Es würden erschrecklich viele Meineide «geleistet, von denen nur ein ganz geringer Bruchteil zur Kenntnis der ötericfite komme, nnb aon diesem Bruchteil |ei es auch nur em geringer Prozentsatz, bei denen es gelinge, den Schuldigen zu bestrafen. Im vorliegenden Fall habe man in demselben Moment, wo bas' Verbrechen begangen fei, die Beweise für dasselbe in der Hand gehabt. Ten Geschworenen hätten die beiden Schreib-Sachverständigen, Autoritäten auf ihrem Gebiet, überzeugend nachgewiesen, daß an der Autorschaft der Angeklagten für den in Frage stehenden Brief kein Zweifel bleibt. Es sei daher die Frage, ob die Angeklagte wissentlich falsch den Eid geleistet, durchaus zu bejahen. Aber auch die Nebenfrage, ob die Angabe der Wahrheit der Angeklagten damals eine strafrechtliche Verfolgung hätte zu- ziehen können, müsse nach Lage des Falles bejaht werden. Rechtsanwalt Raab erklärt, da,st er die Ansicht teile, daß seine Klientin des Verbrechens des Meineides überführt sei. Nach erfolgter Rechtsbelehrung und nach kurzer Beratung verkündet der Obmann im Sinne des Vertreters der Anklage den Dahrspruch. Staatsanwalt Hoos beantragt daraus, gegen die Angeklagte zu 2 Jahren 6 Monate Zuchthaus zu erlernten. Ter Verteidiger, Rechtsanwalt Raab, bittet, die Strafe niedriger zu bemessen, besonders die bürgerlichen Ehrenrechte zu belassen. Ter Vorsitzeitde, Lanogerichtsrat Dornseiff verkündet dann das Urteil, das auf 2 Jahre und 6 Monate Zuchthaus lautet. Die Strafe, die die Angeklagte sich zugezogen haben würde, wenn sie vor dem Schöffengericht der Wahrheit die Ehre gegeben hätte, wäre nur unbedeutend gewesen. Die Angeklagte habe sich zudem nicht reuig gezeigt; sie leugne die Tat jetzt noch und sei auch erheblich vorbestraft. Aus Htad! und Gießen, den 4. März 1903. * * Ernannt wurde am 27. Februar der evangelische Pfarrer Wilhelm Reinhardt zu Worms zum Pfarrer in Hohen-Sülzen, Dek. Worms. - Obetförftcrei Maulbach. Tie „Tarmst. Ztg? enthält eine Bekanntmachung, die amtliche Benennung der Oberförsterei Maulbach betreffend: .Nachdem genehmigt worden ist, daß die seitherige Oberförsteret Maulbach wegen Verlegung des Sitzes derselben nach Kirtorf für die Folge „Oberförsterei Kirtorf" amtlich zu benennen ist, so wird dies hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht." * * E 0 0 ng. Bund. Ter für nächuen Sonntag den 8. März vorgesehene Farn i l iena b en d des Eoang. Bundes mußte aus zwingenden Gründen vertagt werden. Derselbe wird nunmehr bestimmt am 29. März stattfinden. Professor Dr. Sell von Bonn wird über das Thema: „Das deutsche Volk und das Evangelium" reden. • • Der Rhein -Main- Gauverband deutscher Uhrmacher, dem auch der Verein Gießen und Umgegend angehött, hält seinen diesjährigen ordentlichen Gautag am 22. März in Frankfurt a. M. in der Restauration „Alle- mannia" ab. Gelegentlich dieser Versammlung ftndct in Frankfurt a. M., Zeil 50 1, eine Uhren- und Werkzeug-Ausstellung statt, deren Besuch jedem Uhrmacher empfohlen roerbai iann. ~_as . ^mgcment der Ausstellung haben bedeutende Frantfutter km-giog-Firmen übernommen. - 0- Harbach bei Grünberg, 1. März. Lehrer Volt von Schadenbach, Kr. Alsfeld, welcher früher eine RsLhr vrm Jahren hier gewirkt hat, hielt gestern abend in einer vom hiesigen Kriegerverein anberaumten öffentlichen Versammlung rm Auftrage des Kriegerverbandes „Hassia" einen Vortrag über „Unsere Kolonien in Afrika." Reicher Beifall lohnte Herrn Volk für seine fleißige und gediegene Arbeit. In einer kürzeren Ansprache wußte derselbe Redner die Versammelten nochmals zu begeistern für Kaiser und Reich, wie für die Bestrebungen der Kriegervereine, ganz besonders die ihnen noch fernstehenden ehemaligen Soldaten zum Beitritt ermunternd. — Den durch den Vortrag etwa erweckten patriotischen Gefühlen wurde heute nachmittag gleich ein gehöriger Dämpfer aufgesetzt durch eine vom sozialdemokratischen Wahlkomitee in der nämlichen Wirtschaft veranstaltete Volksversammlung, in welcher ein Herr Georg Beckmann von Gießen über „die bevorstehende Reichstags- wahl" referierte. §§ Ulrichstein, 1. März. Heute fand hier eine zahl» reich besuchte Eisenbahnversammlung der Interessenten des Ohm- und Fuldatals statt, zu der auch Geheimrat Schönfeld von Schotten erschienen war. Die Debatte war ziemlich erregt und dauerte über zwei Stunden. Rach dem neuen Projekt, das hauptsächlich dem Feldatal zu Gute käme, würde von Unter selb er tenrod aus über Ehringshausen die Linie nach Niedergemünden auf die ober- hessische Bahn einmünden und zwar etwas bessere Sieigungs- verhältnisse aufzuweisen haben wie das Projekt von Mücke, dafür aber auch länger sein und darum bedeutend teurer werden. Es würde nämlich die Baulinie um 6 Kilometer länger werden, wozu noch eine Bettiebslime.von Ehringshausen bis Mücke mit 137$ Kilometer käme. Rach heftigem Wortgefechte einigte man sich schließlich dahin, es wollen beide Projekte der Regierung wieder vor- gelegt und derselben die Entscheidung überlassen werden, welcher Linie iin allgeineinen Interesse der Vorzug zu geben sei. Frankfurt a. M., 3. März. DaS „Frankfurter Journal" geht am 10. März auf die Firma I. G. Holtz- warts Rachf. S. Minjon, Verleger der Blätter „Jntelli genz- blatt" und „Frankfurter Nachrichten" über, deren bisherige Haltung durch diese Uebernahme keine Aenderung erfährt. Frankfurt a.M., 2.März. Kongreß der deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Als Festgabe für die von auswärts kommenden Teilnehmer des Kongreffes ist eine Festschrift hergestellt worden, die ein Bild der Verbreitung und des wirtschaftlichen Einflusses der Prostitution und der Geschlechtskrankheiten in Frankfurt geben soll. Etwa 20 Acrzte sind an der Abfassung der Schrift beteiligt. Außer statistischen Darlegungen, die sich auf die hiesigen Krankenhäuser, die Garnison und die Ortskrankenkaffe beziehen, enthält sie die Ergebnisse einer Umfrage bei den hiesigen Aerzten über die Zahl der von ihnen behandetten Geschlechtskranken und deren Kotten, Mitteilungen über die ärztliche Untersuchung der Prostituierten, eine Geschichte des Rochusspitals und eine ausführliche historische Darstellung über die Rolle der Prostitution in der Stadt. Eine weitere aus Anlaß des Kongresses entstandene und der Gesellschaft gewidmete Schrift „Geschlechtskrankheiten und Rechtsschutz" ist von Prof. Flesch und Rechtsanwalt Dr. Ludwig Wertheimer verfaßt. Kleine Mitteilungen aus Hess en und den Nachbarstaaten. In Hanau wurde seit einigen.Tagen der Kaufmann A. Rößler vermißt. Am 2. d. M. wurde er als Leiche aus der Kinzig gezogen. Es liegt Selbstmord vor, jedoch hat man keinen Anhaltspunkt für die Motive zu der Tat. R. war tüchtig im Geschäft und stand im Begriff, sich in den nächsten Tagen zu verheiraten. Für die Hochzeit waren alle Vorbereitungen bereits getroffen. Kandel und Verkehr. yollisuiirtfdjßft. — Die Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) verofferulicht soeben ihren Bericht über das 50. Geschäftsjahr 1903. Ter Bruttonutzen beträgt pro 1902 die Summe von............ Mk. 15 895 716.68 hiervon ab die Handlungsunkosten und Steuern mit............... „ 2 675 954.22 sllcL 13 219 762.46 nachdem vorher Mk. 849 562.35 auf Engagements früherer Jahre zu Lasten des Nutzens auf Lperationskonlo abgeschrieben sind. In obiger Summe ist der Gewinn enthalten, welcher aus der Ueber- nahme der Bank für Süddeutschland im Umtausch gegen unsere Aktien erflossen ist. Dieser Gewinn beträgt Mk. 4 389 794.11, sodaß das Resultat des regulären Geschasts im Jahre 1902 Bit. 9 679 530.70 betrug. Aufsichtsrat und Direktion schlagen daher auf Grund dieser Ergebnisse der Generalversammlung am 2. 9lpril die Verteilung einer Dividende von 6 pEt. vor, welche bezüglich der Tan- tiömeit den Betrag von Alk. 8 982 184.53 beansprucht, während der Nutzen aus der Bank für Süddeutschland verwendet wird: zur Ausfüllung der gesetzlichen Reserve (Mk. 481 388.51), zur Rückstellung wegen Defraudation Rebler (Mk. 750 000.—) zur Abbuchung der erwähnten Konsortialverluste (Alk. 849 562.35) uiid zil einer besonders vorsichtigen Bewertung des Operalionskontos durch Abbuchung von Alk. 2 400 000.—. Die Transaktion mit der Breslauer Tis- kontobank, welche im Uebrigen den gehegten Erwartungen entspricht, kommt im Berichtsjahre nicht zur Abrechnung. Berlin, 2. März. Der Auisichtsrat der Diskonto-Gesellschaft beschloß eine Dividende von 8,5 pEt. aus das Kam- mandukapital von 130 Mill. Mk. gegen 8 pEt. im Vorjahre, nebst ein Viertel der Dividende von 8,5 pEt. = 2 auf die neu aus° gegebenen 20 Mill. Alk. Kommandltanteile vorzuschlagen. Ter Bruttogewinn beträgt 19 156 736 'SIL gegen 16 932 350 Alk. im Vorjahre. Ter Reingewinn betragt 13 915 769 Mk. gegen 12 340 948 Mk. im Vorjahre. — Wegcliu u. Hübner. In der kürzlich abgehaltenen ordentlichen Generalversammlung der Wegelrn u. Äübner, Maschinenfabrik und Eisengießerei Akt.-Ges., waren 33 Aktionäre mü zirka 1 800 009 Mk. Aktienkapital vertreten. Es wurde die Bilaiiz und das Geiviiin- und Verlust-Konto genehmigt und die sofort zahlbare Dividende aus 9 pEt. festgesetzt. — Konversion der 4pCt. Württembergischen Staatsanleihe. Der Würtlembergische Finanzmimsler hat Öen Land- standen einen Gesetzentwurf vorgelegt, belr. die Umwandlmrg der 4 pEt. Staatsanleihen von 1891 92 in eine 3 7, vEt. Don dieser Anleihe sind schon rund 34,7 Mill, im Umlauf. Au der Berliner Börse sollen 2 633 000 Mk. 37$% Schuldverschreibungen der Trabt Minden vom Jahre 1903 in Verkehr gebracht werden. Verstärkte Tilgung und Gesanimt-Kündigung sind bis 1. Juli 1910 ausgeschlossen. Die Stücke lauten über 2000, 1000, 500 und 300 Mk. Gänseh berpastete, Trüffeln, Hummer, ünyonnaise, Khein- salm, Wildpret, Piumpudding sind scuwer verdauliche Speisen, die aber der schwächste Magen brillant verträgt, wenn er nach Tisch regelmä-siir em nntis ist nämlich ein ärztlich anerkannter, ausgezeichneter Magenbitter von vorzüglichem Geschmack, der die Verdauung in hohem Maasse tördert und erleichtert. ., Wollen Sie g it verdauen — trinken Sie Säntie!8 Probe- A'ischa Mk. 1.—, grosse Flasche Mk 2,50. Ueuerall erhält! ch Vertreter: Ch Ludwig Thomas, Bahnhofstr. 37. 525 Quaker Oats die Dieses ist Oats Packung. einzige Alles Quaker andere, somit ausgewogene Waare ist Nachahmung. Quaker Oats Brei (das Rezept „Für den Frühstückstisch" steht auf jedem Packet) ist schnell zubereitet und ganz besonders zu empfehlen. GUTEN DAS BESTE. Darmstädter Möbelfabrik (160 Zmun.-Einricht.), Preis!, grat. 912 8 tt w* & o 5 QD (0 4» C£ CT ■ö» er er fz. Sf 2 S - ö "CT: rs o CT = g. «8 «B S s« S <6 c? Z ct CT ct S o er z-’ " P. o Z CT O 2 cS ** =•-= CT @2 et = O - CT 05 r» " 4 s ö »- D L- K — p®ce*3py’j^«to ^5 g- » TT H tt co CT 5," ■e 2T c P' o 'S 3 s 2 3 3 -CT 2 CT « er £2 = 2 « a 2 er „ 3 n S5, -Zr Ä 3- 2 «ff» ' ZCT 2 CT 3 2*. 2 O CT @ e RS.-? —•2 öi o o ~ ♦ § & CO s rr co co 2- ==> s 3 CT - CT Kg- c — - 3 <2 er — 5" 5 3 2? 2.3 AS ■S’ S a* 2 tis Ö " CT 'S* o ou s CT 2. 3 3< Z-Z* CT 2. CT — 5 O —■ . m 2- E.\8* 8 n 2. ö* n CT --- CTA 3 Z «5 K f 31' 5" s a* s rr « e:3 - s s q 3 ct E.CT,' ® 3* o o- e 5 c 2 -CT? "! r?i iz <6 zr. rt - «> = O ~ H rhaa 3 ~‘5 ct£ <6 ~ ■Ö1-”3 2.^ (RE SOä 5.3$2' 3 3 kW»4 ' ~ {^3 ß) X- 2 S-CT Äct 2. CT 2 CT 2 ' 5-^2. 2 - 2 - c SsCur £ - ~ 2 2 «32 3 3 J 2. — - — n rz r. " 3 3 — 2. 2 ~ zT s 9° p? - - - ct - ct.2, q, - CP o CT^2.' -“'” 2 2 5" -cz ct' ' ? »— —-2 » =" 2 . ct CT _ er 2U§-CT % D ö '5' S.'Ö' ct E, ct o - ae, ct 15 ct 3 2 « CT § 2.'-3 5-5 -c 3 § «a- 2 ? S s&S' a*q' " - tß als 91® Hs s i Br“- CT. — 33 Tz e = 2 .2 s s 3> s or CT ct 2 io3 O o _ 05 C 5* or A o isblatt für den Kreis Gietz Wntliche BekMivlchllilg. ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, das, das neu errichtete Grundbuch der Geniarkung Gießen nebsl den dazu gehörigen Parzellenkarten auf dem Ortsgerichtsbureau zu Gießen offengelegt ist. Die Beteiligten sind befugt, dasselbe während der Zeit der Offenlegung in diesem Lokal einzusehen, auch gegen die entsprechende Gebühr von dem Ortsgcrichtsvorsteher in Gießen Grundbuchsauszüge zu verlangen und werden sie durch letzteren auf die entdeckten, sie betreffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen denjenigen, welche sich bet den Angaben des Grundbuchs bezüglich des Besitzstandes und der Größenangaben für beschivert erachten, steht es frei, binnen einer un° erstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstände auf gütlichem Wege bei dem Vorsteher des Ortsgerichts der Stadt Gießen, vor welchem sie chre etwaigen Gegner vorladen laffen können, zu beseitigen und insofern dies nicht von Erfolg ist, chre Ansprüche bei dem für Besitzsrreitigkeiten zuständigen Gericht geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes als das unterzeichnete, so haben ‘fie davon, daß letzteres geschehen, in derselben Frist dem unterzeichneten Gericht Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen die daselbst eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angestellt haben. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch in Verbindung mit den dazu gehörigen Parzellen- karten angiebt, in Bezug auf die Personen der Besitzer und der Größenangaben in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Vorsteher des Ortsgerichts zu Protokoll gegeben noch eine gerichtliche Klage deshalb erhoben und erforderlichen Falls bei dem unterzeichneten Gericht zur Anzeige gebracht worden ist. Zugleich werden diejenigen, welche die in Gemäßheit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grundeigentums betreffend, beigefügten Erwerbtitel berichtigt zu sehen wünschen, aufgefordert, die erforderlichen Anträge binnen der festgesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gericht zu stellen, und wenn dies ein anderes als das unterzeichnete Gericht ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Die unerstreckliche Frist von sechs Monaten beginnt mit dem 1. November 1902 und geht mit dem 30. April 1903 -u Ende. Gießen, den 14. Oktober 1902. 76 Großherzogticbes Amtsgericht. Keller. Holz-Versteigerung. Versteigert werden: Montag Den 9. März L I., vormittags 10% Uhr, aus den Domcutialivald-Distrikten der Forst warteten Langd unb Starnsels unb zwar: L Hailoh Großer Wald. Stämme: 2 Kiefern von 22 und 30 (Sim. Durchm^ 7 unb 9 Mtr. Länge — 0,91 Fstm., 1 Elsbeer o. 22 (Sim. Turchm., 5 Mtr. Länge — 0,19 Fslm., Knüppel: 110 Rin. Buche (Stainmfnxippeü, 74 Rm. Eiche thiervon 40 Rm. 2% Mir. lang und 8 Rm. 4 Mtr. lang), Stammreisig: 580 Rm. Buche, Astreisig: 195 Rm. Eiche, Stöcke: 10 Rm. Buche, 27 Rm. Elche. II. Eiscnkaute. Stämme: 3 Eichen von 25 bis 32 Elm. Durchm., 5 bis 14 Mtr. Länge — 1,67 Fstm., 4 Kiefern von 26 bis 32 Etm. Durchm., 6 bis 17 Mtr. Länge — 2,97 Fstm., 17 Buchen von 30 bis 49 Ctm. Durchm., 5 bis 9 Mtr. Länge — 12,21 Fslm^ Scheiter: 234 Rm. Buche, Knüppel: 123 Rm. Buche, 34 Rm. Eiche (hiervon 16 Rm. 4 Mtr. lang und 12 Rm. 2*/, 'Mtr. lang, Wagnerholz), Reisig: 285 Rin. Buche, 6 Rm. Nadel, Stöcke: 57 Rm. Buche (mehrfach zerkleinert und zur bireficit Verfeuerung geeignet-, 7 Rm. Buche II. Klasse, 2 Rm. Radel (mehrfach -er- kleinert und zur direkten Verfeuerung geeignet), 2 Rm. Radel 11. Klaffe. m. Hupp. Stämme: 2 Eichen von 22 und 31 Etm. Durchm., 6 und 8 Mtr. Länge — 0,83 Fstnu, Derbstangen: 2 Eichen von 8 und 9 Etm. Durchm., 5 Rltr. lang, 5 Bilchen von 8 und 9 Etm. Durchnu, 5 Tltr. lang (Deichsel, Langwiede), Rutzknüppel: 18 Rm. Kiefern (3 Mtr. lang), Scheiter: 206 Rm. Buche, Stammknüppcl: 223 Rm. Buche, 68 Rm. Elche (hiervon 12 Rm. 4 'Mtr. lang und 28 Rm. 2*, Mir. (atm), 8 Rm. Nadel, 4 Rin. Aspe, «streifig: 20 Rm. Buche, 6 Rm. Elche, 4 Rm. Stadel, Stammretsig: 82 Rm. Buche, 216 Rm. Eiche, 29 Rm. Nadel, (hiervon 11 Rm. zu Bohnen- und Gerust- ftaiigen geeignet), Astreisig: 459 Rm. Buche, 312 Rm. Elche, 48 Rm. Nadel, Stöcke: 95 Rm. Buche, 11 Rm. Nadel. IV. Lindes. Stämme: 5 Fichten von 14 bis 24 Etm. Durchm., 14 bis 20 Mtr. Länge — 2,19 Fstm., Nutz knüppel: 2 Rm. Eichen (2 Mtr. lang), 12 Rm. Lurchen i3 Mtr. lang), 6 Rm. Fichten (3 Mtr. lang), 6 Rm. Aspen (3 Mir. lang), „ Knüppel: 223 Rm. Buche (Ltammknüppel), 9 Rm. Elche, 2 Rm. Fichte, 28 Rm. Aspe, Reisig: 542 Rm. Buche, 10 Rm. Eiche, 39 Rm. Fichte (hiervon 31 Rm. in Schicht zu Baumpfählen, Gerüst,tangen und Bohnenstangen geeignet), 86 Rm. Aspe. _ Fast sämtliches Holz sitzt an oder m nächster Nähe von chausfierten Wegen. — Tas mit Kalk bespritzte Holz komuit nicht zuni Äusgebot, auch wird das im Webersrain, Eckardsmahr, voraussichtlich auch das im Lindes, sowie sonst vereinzelt sitzende Holz nicht vorgezeigt werden können. Beginn der Versteigerung tm Distrikt Palloh bet der Ziegelhutte. Nähere Auskunft erteilt zu I bis 111 der Großh. Formvart Büttner zu Langd, zu IV der Großh. Forstivart Bloch zu otomfeld. Eichelsdorf, den 28. Februar 1903. Großherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf. Trautwe»n. 1914 Lanolin wird garantiert durch die Preis 25 Pfg. Rein, mild, neutral. Eine Fettseife ersten Ranges. Lanolintnbrik Mnrtinikenfelde. Auch bei Lanolin - Toilette - Cream - Lanolin achte man auf die Marke Pfeilrine- Holzversteigerung. Montag, den 9. d. MtS. wird im hiesigen Gemeinde- wald folgendes Holz versteigert: 13 Eichen-Stämme von 22—38 cm Durchm., 3—6 m Länge — 4,23 fm, 5 Elchcn-Derbstangen, 26 9tadel- 300 , Reisslängen (Bohnenstangen), 14 rm Eichcn-Schett (2 rm Nutzscheit), 56 , v Knüppel (10 rm sind 2,5 m lang), 1200 Eichen-Wellen, 5600 Fichten.Wellen (500 zu Bohnenstangen geeignet). Zusammenkunft mittags 1 Uhr am Distrikt Ranzen auf der Thalschneise. Großen-Linden, am 2. März 1903. Großherzogl. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 1905 Dergcliung von Kauardeiten. Die für den inneren Ausbau des neuen Schulhauses, die Errichtung eines Ab- ortgcbaudcS und die Herstellung des Schulhofes in Londorf erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Freitag, den 13. März l. I. vormittags 10-/, Uhr bei Großh. Bürgermeisterei Londorf, woselbst Pläne, Voranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, portofrei einzureichen. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: zu Mk. Erd- und Maurerarbeiten 1854,84 Steinmetzarbeiten 1499,57 Zimmerarbeiten 439,23 Dachdeckerarbeiten 160,94 Spenglerarbeüen 138,10 Schlosserarbeiten 1457,25 Glaserarbeiten 1363,73 Schreinerarbeiten 4568,28 Welßbmderarbeiten 2976,55 Tapezierarbeiten 117,00 Pflasterarbeiten 600,00 (Äsen- und Röhren- ßieferung 144,65 Basaltgruslieferung 400,00 Gießen, den 27. Febr. 1903. Der Großh. Kreisbauinspektor. Die hm, 1870 Großh. Baurat. Medicinal-Cognac uärztlich empfohlen, Xrai r u t z. Extract /i ■\ , -/'ZA / Putze 1 nur mit t. I ZN T 1 ’ t i Globus Mainrand Rheinsand Riefelsteine liefert in XVfto-e-ons ab Station Frankfurt a. M. ibStationGustavsburg-Malnz in jedem Qnanmm Bernhard Nathan Dampf bas-srerei (15-41 FRANKFURT a. M. Fernsprecher Nr. 1548. Einen guten Cognac j von vollem naturreinem Gcichmack und feinblumigem Bouquet bereitet man eich am besten und billigsten selbst nur mit «■ Reichel’s Cognac-Extract Lionffer« ’ Niemals lose, nur in Fl. 4 75 Pf., fine Champagne ♦ * ♦ Fl. 1.25 Mk. Keine künstliche Essenz, keine Imitation, sondern ein echtes Naturprodukt aus edelsten französischen Trauben nach der in Frankreich üblich-n Methode der Charente hergestellt. ' M an prüfe und urtheile selbst! •j Glänzend begutachtet von Sachverständigen und Fachmännern! 5Original-Reichel-EssenzenLich^kerz Besten o. Bewährtesten und leichten Selbstbereitung ^von^am, Arac, aller echten Liqnenre, Pnnschextracte etc. I Inhar Oflü Qnrfnn Kur In Original« mit GobrauchivoriohrlH fUr oa. Ucüül 4UU OUI ICH. 2'1, Ltr. 25, 40, 50, 60. 75 Pf. •!<- Jo iteh Serta 3 Wiederholt prämllrt mit der ,,Goldenen Medaille“ und dem ,,Höchsten Preise" ausgezeichnet. Die Destlllirnng im Hiaehalte völlig kostenfrei! ...Otto Reichel, Berlin SO., Eisenbahnstr. 4. Grösste Specialfabrik Deutschlands• y Niederlagen in ganz Deutschland. Man verlange ausdrücklich Reichel - Essenzen» mit Adern Lichtherz und nehme keine Anderen. ® Zo in Glessen be Ad. Uleler, ■ a Ioht . Vi-mri■ •D'oe Saison 1903 eröffnet! Saison 1903 eröffnet! LM ... '1 I 11 ' Freilaus, autzwechsefbare Nebersetzung, Doppelglockeu- lager, ohne Kurbekkeile. Erstaunlich billige Preise, größte Auswahl. Wie immer, unvergleichliche Dürlopp'S-Räder, aber auch sonstige, nur gute, billige Marken. Zubehörteile. Lernapparat. Reparaturen. Joh. Fr. Schaaf, WehslkinftiM 44 rennomiertestes Geschäft der Branche in Gießen. [1422 säulen, Kasten- u. Blechträger, Dachstühle, Gewächshäuser, Brücken etc. fritz jvtüller,Cassel Maschinen-Fabrik Lieferung von Eisenconstructionan aller Art als: »Ml ■ Obst- «Gemüse-Konserven Ui besten Qualitäten zu billigsten Preisen empfiehlt 1566 J. iVL Schulhof. Litt« verkarg,« Sie yrrisHfle. Telephon 119. Dumpfnioilirrti 4 Jac Per-yn empsiehll täglich frisch: Schlagrahm. — Süssen Rahm. Sauren Rahm. Bestellungen nehmen mich die Milchfahrer entgegen. 289 Giessener Flerie-Loto Ziehung am 2L, fiftarz 1903. Erster Hauptgewinn: Ein 4 sitzlges Kufichier-Phaeron mit Pferd und filderplatt. Geschirr. Zweiter Hauptgewinn: Ein Lamerbacher Wagen nut Kutschierbock nebst Pferd und Geschirr. Driiter Hauptgewinn: Ein Restpierd mu Sattel u. ^aum. 7 Pfl r e und Foqitn Zus 600Gewinne, total Sari allen durch Plakate tenmlichen Geschälten zu haben. 1410 Richard Bachacker, Generaloertrlcb, Gießen, Neucubäuc 11. Daselbst 11 Lose für 10 Mark. Zwiebeln. Cirka 100 Zemner v.rnna gesunde Speisezwiebeln Nnd prels- iverr abzugeben. Probe bei 17854 3 Harrtel, Lchtoßgaffe 6. Auf meine große Auswahl in rohem und namentlich in gebräuntem Kaffee mache ich aufmerksam. Tie gebrannten Kaffees sind aufs sorgfältigste zusammengestellt, von feinem, kräftigem Aroma und absolut re tn- schm eckend. 1219 Emil Fischbach. Größte Auswahl in nur Is.Lpcisc- ii. Lnklkarichlii darunter gelbe Mäuschen, empfiehlt 932 Hmkri, Schloßgaffe 6, Zur Probe! tmpf. ygtn ‘Jtadjnobme od. vorh. Kalla. lamme«faljr, Fache, Solingen. SiadlwarensadrN unb Bersanb. Vlawaulliatzt-vtaslrmeNer Mk. 1— belQl Aubrrstahl M. *L— mÜ ßiat. Strcidi- rinnen mit Pasf. e M. 1.30 Pinlel v S Nupi ä 0 50. Sen . 0.25, Ab, rhüttn 2-50. Somvl Nosirgarn-tur tr ftrr.nn trtni Mi.8.—> Katalog mti über 3000 AegevSSsdra -ate 1. Scheeren, Seaien Mafien. Ledcr . Said ri. Lilber vorca, erhalt (tber ftro. umlonfl. Buik . tu ocTlanger- Für yJitbetoerfcänfet I Drfh Be^uoeaveilt. ">i»i ■ । Kschbauk ottooUu. mein eine Torte oder Schirm, Wäsche, Korsett, Haushaltgegenstand etc. gratis erhält 1925 A.<*oldschinid t Schulstrasse 6 Giessen Schulstrasse 6 Dasselbe gilt auch während dieser Zeit für -A.nfartigen Q Hadi IvXäSS. 1108 Zuriickgesetzt 292 Marktstrasse. Giessen Ecke Wettergasse. "7- empfehlen * 1373 BrBder Schmidt (Jhaiupagner 1784 Der Vorstand. Besorgung neuer Couponbogen etc. Panzergewälbe Bei einem Einkauf von 50 Pffg. an erhält jeder Käufer eine elegante Taschentoilette gratis. Es werden ca. 6000 Taschentoiietten verschenkt, von welchen 600 Kummern beigefügt sind, wofür der Inhaber Ein grosser Posten verschiedener Artikel zu jedem annehmbaren Preise. General-Versammlung. Lageö--Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht. — 2. Abnahme der Jahresrechnung und Dschargierung des Rechners. — 3. BorsUurdsmahl. — 4. Verschiedenes. eröffne ich Schulstrasse G (früher Adolf Baer) Es ist hier Jedermann Gelegenheit geboten, für wenig Geld bei reeller Bedienung etwas wirklich Gutes und Billiges zu kaufen. C. F. Schwarz Söhne Bruch, Foithr i Gc„ Reims hervorragende Qualitäten, sehr preiswert. Alleinige Niederlage und Vertretung für Oberhessen und Kreis Wetzlar: 1062 JPli. ticbhard, UciilliauLlung, Giessen. Joseph jterz Bankgeschäft IVenenbäne il. Giessen. Telephon 3dl Konto-Korrent-, Scheck- und Depositen-Verkehr. Geldeinlagen werden je nach Kündigung mit 3 bis 4% p. a. verzinst. Diskontierung von Wechseln, Eröffnung von Krediten unter kulantesten Bedingungen. Ausführung von Aufträgen an deutschen u. ausländischen Börsen. Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren, Versicherung derselben gegen Kursverlust bei Verlosung. Einlösung sämtlicher Zins- und Dividendenschein \ otal-Ausverkauf ar wegen Geschäfts-Uebergabe "MI von heute ab bis zum L April d. J. Um unser grosses Lager bis dahin zu räumen, geben auf sämtliche vorhandenen Warenbestände in nur soliden Qualitäten, wie: Anzüge, Paletots, Havelocks, Kaisermäntel, Joppen, Hosen, Schlafröcke, Kinder- Anzuge, Arbeiter-Kleider Konlirmanden-Anzüge, "SWE; sowie Stoffe (Tuche, Buxkin, Kammgarn und Cheviot) im Ausschnitt etc. grosse Preisermässigung. Geschäfts-Eröffnung Donnerstag den 5. März abends 6 Uhr Gartengeräte Spaten, Rechen, Hacken, Baumscheren, Giesskannen u. s. w. Spezialität: Gärtnerspatsn u. Bärtnergiesskannen Blumendraht in Ringen u. geschnitten Wsiimlttnkch Gichu. Odortlicht Versammlung Sonntag den 8. März, vormittags 10% Uhr in Steins Garten. TageZ-Ordnung: Die neue NmLe M KMleWkrUnuWSgcsetz. Wir laden zu dieser Versammlung sämtliche Kassenmit- glieber und Arbeitgeber ein und bitten um zahlreichen Besuch. 1926 Der Borstand. NB. Mitgliedern anderer Kaffen, sowie deren Arbeitgebern ift der Zutritt, sowie das Eingreifen in die Diskussion gestattet. _____________________ Kranken- nnd Sterbekasse für die Mitglieder des Vereins Her Atmte uon Kietzen M llmgetzend (k. V.) sowie für btc bei denselben beschäftigten Personen (E. H.) Gießen. Donnerstag den 5. März 1903, abends 8» 8 Uhr, im Lokale „ZMn Aquarrum", Walllhorstraße ö: COGNAC „Greil auf Globus“ Erste Taunus-Cognac-Brennerei Fritz Scheller Söhne, Homburg gegründet 1843 792 ♦ preisgekrönt ♦ ärztlich empfohlen ♦ Vt FL Mk. 1.80, 2.40, 3.-, 4.-, 5.-, */, Flasche verhältnismässig. Cognac aus französisch Wein gebrannt Vi Flasche Mk. 3.— , 4. — . o.—, 6.—, 7, Flusche verhältnismässig empfehlen Ph. Schwager Wwe., Giessen. Gebr. Adami. L. Steinhäuser. 83 SelterBweg 83 Wegen Raummangel große Partie gebrauchte LV Nahmaschinen spottbillig. Einige gebrauchte Lchneider- nähmaschinen schon a 10 Mk. Neue Nähmaschinen wie bekannt, gut und billig, und ST 60 ” Ich. Kr. A«i-