& Zweites Blatt. 153. Jahrgang WÜÄ»MÄ«!LW^ srnrnnm! Dienstag 3. NovemderlVV3 ve-ngSpretS» Eichener Anzeiger General-Anzeiger ** ** Amis- md MzeigebLatt für den Kreis Gießen Teil- U ÖHito: tü< ,Stadl und ttonb* unb ,®ertd)tß|aale: August Götz; tüt den An- jetqentetl: Han- Deck. Rr. 258 SrtzSretut täglich anßer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesfifchen Landwirt die Gießener Kamillen- blStter viermal in der Woche bergelegt. SiotattonSdruc! u. Verlag bet Brü h l'schen Univecl.-Buch» u. Stein» dructere« (Pietsch Erben) -tebaktian. fcpeottton unb Druckerei: Schnlstratze 7. kldrrlie Mr Depeschenl «nzetger Gießen. ^rrnsprechanschlutz Nr. 51. monatlich7b vierteljährlich URL 2L0; durch Aohole» u. Zweigstellen monatlich 6o Pj.; durch die Poft Mk.2.— viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen sür die DageSnummer vis vormMagS 10 Uhr. Zetlenprtt»; total 12 auswärts 20 Pig. des Apfelkonsums — er ist auch geeignet, dem Al- ko Holismus Abbruch zu tun — ist gegen die Steigerung der Apfeleinfuhr nichts einzuwenden, vorausgesetzt natürlich, daß es sich um tadellose (schild laus freie) Früchte handelt. Eine erhebliche Erhöhung der Ob st zolle würde bei dem geringen Interesse der meisten Landwirte am Obstbau für diese praktisch wertlos sein. Aber zu bedauern bleibt es, daß derart Jahr aus Jahr ein viele Millionen dem deutschen Nationalvermögen Miüsche Tagesschau. (5w Verlust am SMionalvermögen. Man schreibt uns aus landwirtschaftlichen ^^Är Obstbau ist noch imtner ein Stiefkind der Land- Tyeodor Mommsen. D. B. Hd. meldet uns aus Lharlottenburg: Die Bestattung Mommsens geschieht auf K o st e n der Stadt Charlottenburg, deren langjähriger Ehrenbürger der Verstorbene gewesen ist. Von der Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche aus wird voraussichtlich Mittwoch oder Donnerstag das Begräbnis stattfinden. Beim Charlottenburger Magistrat sind zahlreiche Beileids-Kundgebungen eingegangen, u. a. aus Rom und Venedig. Auch die Vaterstadt Mommsens,. Garding in Holstein, hat eine Depesche gesandt mit der Bitte, am Sarge des großen Sohnes einen Kranz niederzulegen. An der Bestattung, die nach der Trauerseier in der Kaiser-Wilhelms-Gedächtniskirche auf dem Dreifaltigkeits-Friedhöfe erfolgt, werden außer dem Kultusminister und österreichischen, italienische und sonstigen ausländischen Deputationen Vertreter der deutschen Universitäten und der Studentenschaft, des Magistrats und eine Deputation der Stadtverordneten von Berlin und Lharlottenburg teilnehmen. Die Blätter sind unausgesetzt gefüllt mit Würdigungen der Bedeutung Mommsens, mit Erinnerungen aus seinem reichen Leben. Mommsen war in Berlin eine im besten Sinne des Wortes populäre Erscheinung; alle Blicke richteten sich aus den wundervollen Kopf, der ebenso den Gelehrten wie den Künstler kennzeichnete. Nur noch Adolf M e n z e l, der berühmte Altmeister der Malerei, nimmt eine ähnliche volkstümliche Stellung in der Reichshauptstadt ein. Bei der Bestattung Mommsens wird eine beispiellose Beteiligung erwartet. Dem Schmerz, den die ganze gebildete Welt erleidet, hat das Telegramm des Kaisers an die Witwe des Entschlafenen bedeutsamen Ausdruck gegeben. In knappem Rahmen konnten die unvergänglichen Verdienste des Meisters der römischen Geschichtsforschung nicht treffender gewürdigt werden. Das Telegramm des Reichskanzlers an Frau Prof. Dr. Alommsen hat folgenden Wortlaut: Lassen Sie mich meine und meiner Frau innigste Teilnahme an Ihren: Verluste bezeugen, der mit der. herben Trauer, die er Ihnen und Ihren Kinder:: bringt, auch unsere nationale Kultur getroffen hat. Tie Bedeutung Theodor Mommsens ist damit nicht erschöpft, daß es ihn: vergönnt war, als Geschichtsschreiber, als Altertums forscher, als Rechtsgelehrter unter der Bewunderung des Auslandes den Ruhm deutscher Gelehrsamkeit zu mehren. Tie U n i v e r s a l i t ä t s e i n e r G e i st e s r i ch t u n g, das Mitleben und Mit st reden in den Gedanken seiner Zeit, die Bewahrung eines feurigen Jugendmutes im Kampfe sür seine Ueberzeugungen stellen diesen edlen Toten in den Kreis derer, die wir große Europäer nennen und gern als Vorläufer einer leuchtenden Zukunft verehren. Bülow. Tie durch den Druck hervorgehobenen Worte scheinen darauf hinzudeuten, daß dem Kanzler besonders die letzte politische Aeußerung Mommsens, die Mahnung zur Versöhnlichkeit zwischen Deutschen und Engländern, gegenwärtig gewesen sei. Mommsen hat, wie wir schon gestern sagten, häufig und mit großer Entschiedenheit sich mit an die Spitze gestellt, wenn es galt, die gei'stige Freiheit zu verteidigen. Beim Kampf gegen den preußischen Schulgesetzentwurf, gegen die kuustfeindlichien Bestrebungen der Lex tzeintze, gegen den Ultramontanismus, und noch bei mancher anderen Gelegenheit war Mommsen ein Rufer im Streit, dessen Wort Beachtung forderte und Beachtung erzwang. Die „N a iio n alzt g." schreibt über diese Seite des Wirkens Mommsens: „Zu sehr war er mrt den polr- tischen Fragen verwachsen, welche die alte Welt bewegten, um nicht' auch an dem politischen Streit der Gegenwart, an allen großen Problemen der modernen Kultur lebhaftesten Anteil zu nehmen mrd seurer Meinu::g scharfen und bedeutsamen Ausdruck in klassischer Ausprägung zu geben." Des charakteristischen Gegensatzes halber ,er die folgende kritische Bemerkung der konservativen „Kreuzztg/ daneben gestellt: „Ueberhaupt hat er (Mommsen), wre Rud. Virchow, sobald er sich von fernem ergentlrchen Arberts- selde entfernte und - oft nur durch äußerliche Umstande veranlaßt - Seitensprünge rns Gebret der Polrt:k und dergleichen machte, eure nichts weniger als glückliche Hand gehabt und seinem Ruhm dadurch mehr geschadet als genützt." Tie „N o r d d. A l l g. Z t g " wrdmet Dtommsen erneu Nachruf höchster Anerkennung. lieber Mommsens Haupt-- werk, die „Römische Geschichte", sagt ba§ Vlatt der Rem)s- regierung, das Werk sei ein ßetoalti^Mrrschen Schaffens und ausgezeichnet durch geschichtliche Gründlichkeit wie juristischen Scharfsinn urid eine glanzende Sprache. Die , Nordd. Ällg. Zig." teilt noch eine interessante Ermner- una aus dem Leben Mommsens mit — interessant auch, meacn der Stelle, wo sie Erwähnung findet: „Es war dre qePt her politischen Gärung (nämlich das Jahr 184 8). Mommsen wurde gemeinsam Mit seinen Freunden Morift Haupt und Otto Jahn in eine Anklage w? a en Hoch verrats verstrickt. In erster Instanz wurden Haupt und Monunsen zu l ä n g e r e r F e st u n g s - bait in Hubertsburg verurteilt, die zweite Instanz aber ivrach sie alle frei. Nichtsdestoweniger wurden sie im 22 April 1851 auf dem Disztplinarwege ihres Amtes enthoben, weil sie „öffentliches Aergernis gelben und ein sehr schlechtes Beisprel Mr die akademische Jugend aufgestellt hatten" > . . wirtschaft. Wohl hat sicy auch hier im letzten Jahrzehnt manches gebessert, so ist namentlich viel für die Bepflanzung der Kreischausseen mit Obstbäumen geschehen. Aber nur wenige Landwirte lassen auf ihrer Scholle dem Obstbau gründliche Pflege cmgedeihen. Deshalb hält sich die marktmäßige Verwertung des deutschen Obstes in ziemlich bescheidenen Grenzen, sie nimmt jedenfalls nicht solche Gtt- wicklung, daß die Einfuhr ausländischen Obstes in absehbarer Zeit, wenn auch nur zum Teil, überflüssig werden könnte. In gewaltigen Mengen werden besonders Weintrauben und Aepsel ausländischer Herkunft in Deutschland konsumiert, und zwar überwiegend italienische Weintrauben und amerikanische Aepfel. Die Einfuhr der letzteren Frucht soll aber eine weitere Steigerung erfahren. Wie eine Fachzeitschrift für den Obstbau mitteilt, hat sich in Amerika eine mit hohem Betriebskapital arbeitende Gesellschaft gebildet und in der Nähe von St. Louis ein Landgebiet von 5000 Morgen an getauft, das nur mit Aepfeln bepflanzt werden soll, die für den Export nach Europa bestimmt sind. Güter-Schnellzugverkehr von dieser Obstplanlage nach der Küste ist vorgesehen. Im Einblick aus den hohen gesundheitlichen Wert er ist auch geeignet, dem Al- Alrche unO schule. Berlin, 2. 9iov. In der heutigen Sitzung der Gen e* ralsynode wurde dem Gesetzentwurf betreffend Erhebung der Kirchensteuern zugestimmt, nachdem Geheimrat Schuster vom Kultusministerium mitgeteilt hatte, daß die Regierung den Entwurf genehmigen werde. Als Maßstab für die Umlegung der Kirchensteuer soll die Staatseinkommensteuer und sofern daneben eine Heranziehung der Realsteuer erfolgen soll, die staatlich veranlagte Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer dienen. Die Ergänzungs-, Betriebs- und Marenhaussteuer und die Steuer vom Gewerbebetrieb ist nicht heranzuziehen. Die Generalsynode nahm eine Resolution an, daß die Kirchengemeinden gesetzlich ermächtigt werden, die Besitzer von Grundstücken und gewerblichen Anlagen, durch deren Bewirtschaftung oder' Betrieb den Kirchengemeinden Lasten erwachsen, die jedoch in den betreffenden Gemeinden der Kirchensteuer nicht unterliegen, zur Tragung der Lasten heranzuziehen. Grundfragen der Mädchenschulreform von Helene Lan ge. W. Moeser Buchhandlung, Berlin S. Pr. 0.40 Mk. Die bekannte Führerin der Franenbildungs- bewegung in Deutschland und Vorsitzende des Allgemeinen deutschen Lehrerinnenv-ereins entwirft in kurzen Zügen die Hauptgesichtspunkte, nach denen die so drmgend erforderliche Reform der höheren Mädchenschule vorgenommen werden müßte. Sie fordert den Ausbau der bestehenden höheren Mädchenschule nach der Richtung der O b e r r e a l s ch u l e einerseits, des Realgymnasiums andererseits, wünscht aber, daß im ersten Fall der Vorbereitung des Mädchens für seinen häuslichen Beruf .durch Ge sund h eits leh r e> pädagogische Psychologie re. ein genügender Raum gesichert werde. Ein ganz besonderes aktuelles Interesse dürfte das in der Broschüre gegebene Programm dadurch gewonnen haben, daß der Regierungsvertreter in der Generalversammlung des Vereins für das höhere Mädchenschulwesen in Danzig eine baldige Erweiterung der höheren Mädchenschule entsprechend 'den Forderungen der Zeit auf das bestimmteste in Aussicht gestellt hat. * Bochum, 2. Nov. In einem hiesigen Gasthause e r - s chso ß sich gestern ehte reisende Dame aus dem Posenschim, wie sie in einem Briefe mitteilt, wegen unglücklicher Liebe. Die Leicke war mit Brauthemd, Brautschleier, Myrthenkranz und ^ r* a u t» schuhen bekleidet. LLoLorrialpost. Ter in Ebers-vawe eqa^iuenBe „Preuß. Stadt- mü) Landbote" meldet: Eine schmerztiche Nachricht ist dem hiev Deutsches Keich. Berlin, 2. Nov. Der Kaiser hörte heute mittag den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts v. Lueanus nno empfing später zur Meldung den mit Führung des 9. Armeekorps beauftragten Generalleutnant von Bock und Polach sowie den bisherigen argentinischen Militärattachee Oberst Ramon und seinen Nachfolger Oberstlentt:ant Delle- viane. An: Abend reiste er nach Homburg v. d. H. in Begleitung des R e i chs k a n z l e r s, des Oberhofmarschalls Grasen Eulenburg, des Hofmarschalls Grasen Zedlitz, des Chefs des Zivilkobinetts v. Lueanus, des Chefs des Marinekabinetts Freiherrn von Senden-Bibran, des Chefs des Miitärkabinetts Grasten Hülsen-Häseler, ferner in Vertretung des Kommandanten des Hauptquartiers Generaladjutanten von Scholl, sowie Generalmajor von Löwenfeld, Flügeladjutant Oberstleutnant von Plüskow, TRajor von Friedeburg und Leibarzt Oberstabsarzt Jlberg. — Kaiser Wilhelm hat dem türkischen Sultan als Gegengeschenk für das ihm im Laufe des Sommers übermittelle Geschienk einen Trakehner-Viererzug gesandt. — Nach einer Meldung aus Kiel trifft der Kaiser in der zweiten Hälfte des dkovember dort ein, um voraussichtlich der am 20. und 21. November stattfindenden Vereidigung der Marine-Rekruten der Ostseestation beizu- wvhnen. — An Stelle des zum Oberpräsidenten vor: Oiipreußen ernannten bisherigen Negierungspräßidenten v. Mollke in Potsvam ist der Oberpräsidialrat v. d. Schulenburg zum Regierungspräsidenten in Potsdam cn:a:mt loorden. < - Frl. Dr. Anita Augspurg erklärt sich aus Anlaß der preuß. Landtagswahlen für ein Bünd- verloren gehen. Schlachtviehversicherurrg. In den letzten Tagen des Ottober hat in Berlin im Reichsamt des Innern eine Konferenz getagt von Vertretern der Bundesregierungen, um eine event. Basis für ein gemeinsames Vorgehen der Einzel stauten aus dem Gebiete der Schlachtviehversicherung zu schaffen. Wie das „Berl. Tagebl." aus guter Quelle erfährt, ist die Meldung, es sei eine R eich s v i e h v e r s i ch eru n g in Aussicht genommen, unrich tig, und die „Allg. Fleischerzeitung" weiß zu berichten, daß in gut unterrich>teten Kreisen als wahrscheinlich angenommen werde, daß die Beratungen ergebnislos verlaufen würden. Aber die süddeutschen Staaten, so schreibt oie „Dtsche. Tagesztg.", scheinen wenig geneigt von der bisher bei ihnen eingeführten Form der Viehlebensversicherung mit Staatsunterstützung abzugehen, die mitteldeutschen Bundesstaaten, welche bisher die größte Regsamkeit auf dem Gebiete der staatlichen obligatorischen Schlachtviehversichor- uug entwickelt haben, stehen meist auf dem Boden des Prmzipes der Versicherung der Tiere beim Verkauf zum Schlachten durch die Landwirtschaft (SondersHäuser Prinzip), während man in Preußen diesen Aiodus der Versicherung für zu schlverfällig und zu wenig kontrollierbar erklärt und daher die Tiere erst im Moment der Schlachtung für versicherungsfähig hält (sächsisches Prinzip). Diese stark divergierenden Anschauungen auf einer gemeinsamen Basis zu vereinigen, ist aber deshalb doppelt schwer, weil bisher die Neigung auf diesem Gebiete energisch vorzugehen, auch in Preußen nur sehr gering ist. Es kann wohl als ein typisches Zeichen angesehen werden, wenn die „Deutsche Fleischer-Ztg." folgende Klage eines Fleischermeisters wie- dergibt: „Man fragt sich nach solchen Vorkomunnssen doch unwillkürlich immer und immer wieder, ob nicht der Staat durch ein allgemeines Versicherur^sgesetz Abhilfe schaffen kann und muß. So kann es doch nicht weiter gehen, wenn nicht viele Existenzen verrnichter werden sollen. Die Fletschpeschau ist eine hygienische Kulturtat . allerersten Ranges. Aber sie ist auch eine Geißel, eine furcht'barr, Blut hervortreibende Geißel. Mer schafft Hilfe?" nis mit der Sozialdemo kratie und fordert die Frauen aus, wonröAich öffentlich dafür einzutreten. Wo die Frauen aber ohne Einfluß seien, solle wenigstens jede einzelne auf den einzelnen Wähler in diesem Sinne einzuwirken suchen. — Zu den deutsch>-russiscb>en Handelsvertragsverhandlungen teilt der deutsche-russische Verein mit, daß die Konferenz der beiderseitigen Unterhändler für einen neuen Handelsvertrag bereits in wenigen Tagen beginnen wird. — Zu der Kündigung der Handelsverträge weiß das „Bert Tagebl." zu bericksien, daß die Reichsregierung die alten Verträge ohne Kündigung in die neuen überleiten wolle entsprechend dem gleichen Wunsche unter den ausländischen Vertragsstaaten. Eine Kündigung der bestehenden Verträge werde nur dann erfolgen, wenn seitens der Auslandsstaaten absichtlich die Einleitung neuer Verhandlungen verschleppt wird, und unter allen Umständen die Jahressrist bis zum Ablauf des Vertragsverhältnisses innegehalten werde. Löst dagegen ein Vertrag den andern ab, so kann ein früherer Termin, etwa nach Ablauf von drei Monaten, für den Beginn der Giltigkeit des neuen Vertrages festgesetzt^ werden. — Nach der „Gern:." ist die Entscheidung für die Einberufung des Reichstags einstwellen noch nicht gefallen, dürfte aber für die nächsten Tage zu erwarten sein. Das Blatt bestätigt, daß der neue Etatsvoranschlag s ür 1904 keine wesentlichen militärischenMehr- sorderungen enthalten wird, auch steht eine besondere große Militärvorlage für die kommende Session nicht zu erwarten. Die Hauptaufgabe derselben werde die Erledigung des Etats sein, vielleicht werden noch lleinere Vorlagen sozialpolitischen Inhalts ein- gebrachü Spandau, 2. Nov. Im Landtagswahlkreise Lpandau-Osthavelland kandidiert auch Pastor cu D. Dr. Naumann. In seiner Kandidatenrede äußerte er, es könne sich bei der La:ck)tagswahl nur um einen Kampf gegen die Reaktion handeln. „Die Sozialdemokraten verfolgen das gleiche Ziel. Wir wollen sehen, wie die Sache läuft. Die Verhandlung über ein Zusammengehen mit den Sozialdemokraten ist eine Möglichkeit, mehr kann ich auch nicht sagen." Den Wahlkreis vertrat bisher der konservative Pastor Schall. An dessen Stelle kandidiert diesmal für die Konservativen der wildkonservative Reichstagsabg. Tischlerineister Paulü Breslau, 2. 9iov. Die Königin-Witwe Karola von Sachsen stattete heute mittag dem Kardinal Fürsterzbischof 5)r. Kopp einen Besuch ab und besichtigte mit ihm das neu eröffnete Diözesanmuseum. Später nahm die KönigimWitwe am Diner ui: fürstbischöflichen Palais teil und begab sich sodann nach Sybillenort zurück. Nürnberg, 2. Nov. Die mittelfränkische Handelsund Gewerbekammer verwarf in einem von der Staatsregierung verlangten Gutachten den Entwurf eines Gesetzes gegen den Alkoholmißbrauch und mißbilligte diesen Eingriff in die Gewerbefreiheit. 56 p*nictt| billig ZW erteilt S131 Stammler menfanet giebt I •J wrtn • j ( » t1,1 ei»‘ * tz-." Erledig _ 8135 5 Seng ü-dlich^ essen. Hk zu leihen S-iu* ollen sieh meid . 100 HW eiLibr.2lbrtRelol.bOO haust erg. MiÜrnurulÄuiv- 7MWM.ÄeM. t Ms N-ihe« d. Merlin 8. nxchnhaften OLerMutnant a. T. Jobst zugegangen. Das Oberkommando der kaiserlichen Echntzttuppe für Südwest a fr ika teilte ihm mit, daß sein Sohn, der Leutnant Wa l t e r Job st, bei in Warmbad aus-gebrochenen Unruhen im Kampfe gefallen sei. Der junge, hoffnungsvolle Offizier hat seinerzeit den Cbinafeldzug nrit- gemacht und gehörte der deutschen Schutztruppe m Afrika feit etwa einem Jahr an. Ausland. London, 2. Nov. Dem Bureau Reuter wird aus Boston gemeldet: Lureghian, der Redakteur des Blattes „Jun-g^Armeuren", welcher der Polizei die Information gctb, die zur Verhaftung Krikvrians führte, erhielt eine Höllenmaschine zugeschickt. Kureghians Wirtin wußte, daß Kureghian bedroht war. Ms ein Paket für ihn abgegeben wurde, schöpfte sie deshalb Verdacht und telephonierte zur Polizei. Im Pakete war eine Höllenmaschine, die nad) zwei Stunden hätte explodieren sollen. Man hat die Beschreibung des Ueberbringers, der wie ein Armenier aussah. — Durch, eine Verordnung des englischen Laudwict- schafsdeptartements sind für die Einfuhr von Vieh au s dem Auslano mit Wirksamkeit vom 1. August 1903 .neue Vorschriften erlassen worden. Darnach ist die Einfuhr von Vieh aus folgenden Ländern verboten: Argentinische Republik, Oesterreich-Ungarn (einschließlich Bosnien und Herzegowina), Belgien, Bolivien, Kapkolonie, Ehlle, Kolumbien, .Dänemark, Eruador, Frankreich, Deutsches Reich, Gibraltar, Griechenland, Brittsch-Guyana, Mederländisch- ^Guyana, Französischs-Guyana, Italien, Malta, Mexiko, Montenegro, Marokko, Natal, Niederlande, Norwegen, Otto- manisches Reich, Paraguay, Peru, Portugal, Portugiesisch- Ostaftnka, Rumänien, Rußland, Serbien, Spanien, Schweden, Uruguay, Vereinigte Staaten von Amerika (nur für die ^Staaten Maine, New-Hampshire, Vermont, Massachusets, Conneettcut, Rh-ode-Jsland. Die Einfuhr von Schweinen jedoch ist aus dem ganzen Gebiet der Vereinigten Staaten verboten), Venezuela, Zululaud. Paris, 2. Nov. Der Sohn des Ministerpräsidenten .Court» es ist zum Staatsrat ernannt worden. Belgrad, 2. Nov. Der Verkauf von Ansichtskarten mit dem Bilde des ermordeten Königs Alexander wurde behördlich untersagt. Konstantinopel, 2. duov. Die Nachricht von der Ermordung Juzuf Paschas, des Gouverneurs von Asir (Wllajet Renten) durch Araber bestätigt sich Ferner wurden der dort wellende Generalstabschef des 7. Korps, Achmed Pascha, sowie einige andere Offizie re und Beamte ermordet. Außerdem wurde der größte Teil des B a t a i l lo n s, das die Besatzung des Regierungs- gÄräudes bildete, ausgerieben. Weitere Einzelheiten fehlen, da die Telegraphenlinie zerstört ist. Infolge der Unruhen wurden vorläufig zwei Bataillone von Hedschas und die Redifbrigade aus Adana, welche schon vor fünf Jahren euren in Asir ausgebrochenen Aufstand bekämpft hatte, zur Verstärkung der dortigen Garnison abgeschickt. An der Spitze des Aufftaudes steht der Kalifen-Retendent Schell-Hamid-Eddin. Warschaus. Nov. Bei der RekrutenaushoLung fand mf dem Rathause ein blutiger Zusammenstoß zwischen etwa 500 Juden und der Gendarmerie statt. Auf beiden Seiten gab es 41 Verwundete, darunter mehrere tödliche. Zahlreiche Verhafttmgen wurden vor- genommen. New York, 2. Nov. Bei der Fahnenweihe des deutsch-amerikanischen Kriegerbundes überreichte Konsul Geißler im Namen des deutschen Kaisers ein Fahnenband und teilte mll, daß der Kaiser dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten des Vereins den Roten Adler-Orden bezw. den Kronen-Orden 4. Klasse verliehen habe. New-East le (Wyoming), 2. Nov. Ein kleiner Sheriff- -trupp hatte ein Gefecht mit Indianern aus Süo- 'Akota, die die Jagdgesetze übertreten. Ein Sheriff und ein Unterbeamter, sowie 6 Indianer wurden getötet. Dann ,wurde eine größere Sheriffabteilung gebildet, welche zehn 'Indianer tötete und 12 gefangen nahm. Aus Stad! und KauL. Gießen, 3. November 1903. — Personalien. Dem Oberlehrer zu Gernsheim Str o m m wurde der Charakter als Professor erteilt. — Ernannt wurde der Bankbeamte Anton K r e t h zum Assistenten bei der Landes-Hypothekenbant. * * Generalleutnant Mootz zum letzten male! Folgenden Auszug aus dem Geburtsregister der Gemeinde Großen-Buseck stellt endgilüg fest, daß der verstorbene General Mootz geborener Groß en-Busecker gewesen ist: Im Jahre Christi 1808, den 25. Januar, vormittags ungefähr um 11 Uhr, wurde nach geschehener glaubhafter Anzeige dem Balthasar Mootz, Korporal unter dem 2. Bataillon des Großherz. Leibregiments, von seiner Ehefrau Katharine gebohrene Jacobi das vierte Kind gebohren, ein Sohn, der zweite Sohn, und den zwanzig achter» desselben Monats getauft, wo er den Namen Johann Georg echielt. Gevatter waren: 1) Johann Kinkel, Korporal unter dem zwetterr Bataillon des Großherzog- lichen Leib-Regiments, 2) Maria Mootzin, des dahießigen Einwohners Heinrich Mootzen ehel. ledige Tochter, welche gegenwärtiges Protokoll nebst mir dem Pfarrer, oer die Taufe verrichtet, und dem Vater unterschrieben unb mit der Erklärung, daß sie des Schreibens unerfahren, unterzeichnet haben. Johann Wilhelm Decher, Pfarrer Johann Balthasar Mootz, Corp. t t t Handzeichnen der Gevatterin in fidem Decher. Anläßlich des Kaiserbesuches in Wiesbaden werden Mittwoch früh 6 Uhr 3 Bataillone des hiesigen Regiments zu je 2 Kompagnien, zusammen 600 Mann, mit den Fahnen und der Musik des Regimentes sich nach Wiesbaden begeben, um an der dort stattfindenden Parade teilzunehmen. Das Regiment stellt Ehrenposten (Unteroffiziere) im Schloß vor den Gemächern Sr. Maj. des Kaisers. Donnerstag früh um 4 Uhr erfolgt die Rückkehr nach Gießen. • * Ein seltsamer Unfall trug sich am Samstag abend unweit des Bahnhofs Heuchelheim zu. Ein auf der Plattform des einen Eisenbahnwagens stehender Arbeiter stürzte von dem fahrenden Zuge, zog sich jedoch keine Verletzungen zu, ja er konnte gemütlich bis zum Windhof wandern, wo er den Zug wieder erreichte und bestig, um nach seinem Heimatsorte bequem abzudampfen. * * Oeffentliche Lesehalle. Im Oktober wurden 1956 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Litteratur 891, Zeitschriften 512, Jugendschriften 210, Litteraturgeschichte 11, Nersdichtungen 62, Länder- und Völkerkunde 34, Kulturgeschichte 8, Geschichte und Biographien 70, Kunstgeschichte 17, Naturwissenschaft, Technologie 84, Seewesen 5, Gesundheitslehre 13, Religion und Philosophie 19, Staatswissenschast 9, Sprachwissenschaft 3, Fremdsprachliches 8 Bände. Nach auswärts wurden 73 Bände verliehen. ** Ein Gießener Ostasiate, der in Tsingtau als Seesoldat steht, sendet uns ein paar Ausschnitte aus dem Hauptblatte der deutschen Kolonie in Ostasien, der „Deutsch- asiatischen Warte". Sehr niedlich ist folgendes Inserat: Drei Gustavs, jeder Besitzer eines eigenen gutgehenden Geschäfts, suchen drei hübsche junge Damen mit plenty money zwecks baldiger Heirat. Offerten unter „Treue Liebe" an die Expedition dieses Blattes erbeten. Das gute Gustav-Kleeblatt wird vielleicht auch bei dieser oder jener Gießener Schönen mit „plenty money“ Interesse erregen. ** Unbefugte Führung des Meistertitels. Das Gewerbeblatt für das Großherzogtum Hessen macht darauf aufmerksam, daß die Führung des Meistertitels in der Verbindung mit der Bezeichnung eines Handwerks nur demjenigen gestattet ist, der in seinem Gewerbe die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen erworben und die Meisterprüfung be- tanden hat. Jede unbefugte Führung des Meistertitels wird nach § 148 Ziff. 9 c mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. und im Unvermögensfalle mit Haft bis zu 4 Wochen bestraft. Handwerker, welche am 1. Oktober 1901 ihr Handwerk persönlich und selbständig bereits ausübten, sind zur Führung des Meistertitels befugt, wenn sie damals schon in ihrem Gewerbe die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen besaßen. Alle Handwerker, welche nach dem 1. Oktober 1901 sich elbständig gemacht haben, müssen die Meisterprüfung abgelegt haben, wenn sie den Meistertitel führen wollen. Wir machen hierauf die Handwerker aufnierksam, damit sie nicht durch unrichtige Angaben sich strafbar machen. ** Schiedsgericht für Arbeiterversicherung. Die Sektion 5 der Steinbruchsberufsgenossenschaft zu Hagen L W. hatte in Geniäßheit der §§ 88, Abs. 2, 90 des Gewerbe- Unfallversicherungsgesetzes vom 30. Juni 1900 den Antrag gestellt: 1. die dem Laglöhner Heinrich Schneider II. zu Nordeck, Kreis Marburg, gewährte Rente von 15 Proz. auf 10 Proz. herabzusetzen. Der Vertreter der Berufsgenossen- chast zog jedoch vor der Urteilsverkündigung den Antrag zurück, 2. die dem Heinrich Sauer zu Roth wegen der Folgen eines Unfalls zugesprochene Rente von 66% Proz. auf 50 bis 55 Proz. zu reduzieren. Auf die vom Schiedsgericht an- gestellten Erhebungen hin zog der Vertreter der Berufs- genossenschaft den Eintrag zurück, 3. die dem Georg W ü st zu Calbach zugewendete Unfallrente von 20 Proz. um 10 Proz. zu kürzen. Auch dieser Antrag wurde von deut Vertreter der Antrag- tellerin auf Grund der vom Schiedsgericht veranlaßten nochmaligen Untersuchung zurückgezogen, 4. die dem Steinbrecher Ludwig RöhrS heim zu Ruttershausen gewährte Rente von 80 Proz. auf 50 Proz. der Vollrente herabzusetzen. Diesem Anträge entsprach das Gericht nur teilweise und setzte die die Rente auf 60 Proz. fest. Außerdem verurteilte es die Berufsgenossenschast zur Tragung der Kosten der Unterhaltung und der etwaigen Neubeschaffung des künstlichen Beines, 5. die Einstellung der dem früheren Steinhauer, jetzigen Forst- chutzbeamten Wilhelm Steitz zu Winnen, Kreis Marburg, zugesprochene Rente von 10 Proz. anzuordnen. Steitz behauptete, die bestehende Tränenkanalverstopfung stände mit dem Unfall im ursächlichen Zusammenhänge. Da dies Vorbringen des Rentenbewerbers neu ist, beschloß das Schiedsgericht, zunächst die Universitäts-Augenklinik in Marburg gutachtlich zu hören, 6. die Rente des Steinbrucharbetters Philipp Ruth zu Calbach von 50 Proz. auf 33% Proz. zu reduzieren. Diesen Antrag erachtete das Schiedsgericht für durchaus begründet und ordnete demgemäß die beantragte Herabsetzung an, 7. die Zahlungseinstellung der dem Friedrich Stähr zu Ulfa zugebilligten Rente von 10 Proz. auszusprechen. Das Gericht konnte jedoch den Antrag nicht für gerechtfertigt ansehen und wies ihn dementsprechend als unbegründet zurück. — Mit Bejcheid vom 28. Juli 1903 hatte die Steinbruch- genossenschast die Zahlung der Rente von 15 Proz. des Wilhelm Schäfer zu Rodenbach eingestellt. Der hiergegen von dem Schäfer eingelegten Berufung mußte das Gericht den Erfolg versagen, da es zu der Ueberzeugung kam, daß Schäfer durch die Folgen des Unfalles im wirtschaftlichen Leben in seiner Erwerbsfähigkeit nicht mehr beeinträchtigt ist. — Der 23jährige August Grosch zu Büdingen will sich am 14. August 1902 beim Herauswerfen von Sand aus einer tiefen Grube einen Bruch zugezogen haben. Den dieserhalb geltend gemachten Entschädigungsaiispruch lehnte die Berufsgenossenschaft ab, weshalb rc. Grosch Berufimg beim Schiedsgericht einlegte. Dieses veranlaßte zunächst eine Unteer- suchung durch den Privatdozenten an der chirurg. Universitätsklinik Dr. Bötticher hier. Hierbei wurde konstatiert, daß es sich überhaupt nicht um einen echtere Bruch, sondern um ein sog. subperitoneales Lipom (Fettgeschwulst) handelt und daß diese Fettgeschwulst ganz allmählich entstanden rst. Auf Grund dieses Gutachtens und nach der vom Schiedsgericht in Bezug auf die Bruchschäden geübten Rechtsprechung wurde die Berufung als unbegründet zurückgewiesen. (Anm. Hinsichtlich der Rechtsprechung in Bezug auf die Bruchschäden machen wir auf das von dem Sekretär des Schiedsgerichts für Ar- betterversicherung zu Gießen herausgegebene Merkchen ,Die Grundsätze und die versicherungsrechtllchen Gesichtspunkte, von denen die Spruchbehörden bei Fällung ihrer Enscheidungen über die Bruchschäden gekettet werden", aufmerksam. D. Red.) d. Klein-Linden, 1. Nov. Dem Bahnwärter Johannes Müller wurde aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das allgemeine Ehrenzeichen verliehen. h. Burkhardsfelden, 2. Nov. In der Nach«! vom 31. Oktober zum 1. Novernber wurden von böswMger H>and an der Kreisstraße nach Oppenrod Baumstangen von jung gepflanzten Obstbäumchen ausgezogen, sowie neun Pflanzen aus dem Boden geriffelt Man ist den Tätern auf der Spur. () St o ckhau s en, 1. Nov. Daß den Gisewbcchnreisenden einmal der Zug davondampft, kommt ja mehrfach! vor, aber daß dies auch dem Zugführer passiert, ist nicht gerade alltäglich. Bei dem heutigen Frühzug von Mücke ging der Zugführer nut einem Passagier in das hiesige Stationsgebäude, um eine Fahrkarte nachzulösen; währenddessen dampfte der Zug nach Weickarlsporn, und H4er bemerkte man zur allgemeinen Heiterkeit das Fehlen des Führers, welcher bereits telephonisch seinen Zug reklamiert hatte. Mvhl oder übel rollte der „Durchgänger" wieder zurück nach Stockhausen und nahm die so schnöde Verlassenen! zur Weiterfahrt mit. R. B. Darmstadt, 3. Okt. (Eigener Drahtbericht.) Der Zar, der Großherzog und PrinzHeinrich begaben "ich heute ftüh von Wolfsgarten mit Automobil über Stock- tabt und Guntersblum nach den Waldungen^ des Frecheren v. Heyl bei Schloß Guntershausen. — Graf Bülow, der am Donnerstag hierher kommt, wird im Alten Palais Wohnung nehmen. Er ist zum Frühstück bei Graf Lamsdorff eingeladen. D a r m st a d t, 2. Nov. I. Kaiserl. Hoh. Prinzessin Wilhelmine von Baden, ^er^ogia von Leuchtenburg traf nach der D. Ztg. am Samstag nachmittag zum Besuche der Zlllerhöchsten Herrschaften auf Jagdschloß Wolfsgarten ein und reifte gestern nachmittag wieder ab. In Begleitung befand sich die Hofdame Freiin v. Gemmingen. Im Laufe des gestrigen Vormittags trafen I. Kgl. Hoh. Prinzessin Adolf zu Schaumburg-Lippe, sowie S. Hoh. der Prinz und I. K. H. die P r i n z e s s i n Friedrich Karl von Hessen auf Jagdschloß Wolfsgarten ein und nahmen an der Frühstuckstafel teil. Der Prinz und die Prinzessin Friedrich Karl verließen am Abend Wolfsgarten wieder. — Wie der D. Tgl. Anz. schreibt, ist die Kaiserin von Rußland dieser Tage vor einem chweren Geschick bewahrt worden. Bei der Rückfahrt von Worms nach Wolfsgatten, die per Wagen er- ölgte, in welchem außer der Kaiserin noch ihre Schwester, die Prinzessin Heinrich von Preußen, saß, wurden — aus welcher Veranlassung wissen wir nicht — kurz vor Wolfsgarten die Pferde scheu und jagten wie rasend davon, luobci der Kutscher völlig die Gewalt über die Tiere cerlcr, und erst einem Passanten, der denselben mutig in die Zügel iel, gelang cs, das Gefährt zum Stehen zu bringen, wodurch es glücklicherweise gelang, weiteres Unheil zu verhüten. — Dem Andenken des verstorbenen Finanzministers Weber wurde nach dem D. Tgbl. von der Forstverwaltimg ein hervorragender Baum im Domanial- walde der OberfÜrsterei Bessungen gewidmet und mit Namens- tajel versehen. Darmstadt, 1. Nov. Die Gründung einer H e s s i . schen Handwerker Zentralgenosscnfchast in Form einer Aktiengesellschaft hat sich dieser Tage in Darm- tadt vollzogen. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Geschäften, die zur Hebung der wittschaftlichen Lage des Handwerks dienen, insbesondere die Beschaffung von Handwerksbetriebsmitteln, wie Rohstoffen, Kleinmotoren, Arbeilsmaschinen und dergleichen. An der Gründung waren beteiligt die Vertreter des Hessischen Landesgewerbevereins und der Handwerkskammer, sowie verschiedener Innungen und größerer Ortsgewerbevereine. R. B. Darmpadt, 3. Nov. Es unterliegt nach den genauesten Jnsormattonen an berufener Stelle t ein em Zweifel mehr, daß die bevorstehende Kaiserbegeg- n u n g eine hervorragende politische Bedeutsamkeit gewinnen wird. Ganz abgesehen von der Monarchenbegegnung in Wiesbaden und Wolssgarten werden ficty, wie ich aus sicherster Quelle höre, die Leiter der auswattigen Po- littk beider Reiche, Graf Bülow und Graf Lams- dorsf, am nächsten Donnerstag zu einer langen Konferenz in Darmstadt begegnen, in der in gemein- amer Arbeit die Hauptfragen der europäischen Politik näher ^ipuiiert werden sollen. Später nehmen beide Minister an dem Essen der Majestäten im Jagdschloß Wolfsgarten teil. Die Abreise des Zaren, des Großl)erzvgs und des Grafen Lamsdorff zum Besuch des deutschen Kaisers in Wiesbaden erfolgt Mittwoch nachirnittag 3 Uhr im Sonderzug. ** Frankfurt a. M., 2. Nov. Nach kurzem Leiden ist gestern im Alter von nahezu 83 Jahren Pfarrer Basse gestorben. Dr. phil. Joh. Wilh. Hermann Baffe war als Sohn einer Malerfamilie 1820 in Frankfurt a. M. geboren. Er wurde zunächst Direktor der Mädchenschule zu Krefeld, 1852 Lehrer an der hiesigen höheren Bürgerschule, 1857 Landvikar. 1859 wurde Basse Konsistorialrat, 1902 trat er in den Ruhestand. Er hinterläßt eine Witwe und einen Sohn. — Aus dem in voller Fahrt begriffenen Schnellzug 14 3 Paris-Frankfurt stürzte gestern Abend 9 Uhr in der Nähe der Station Raunheim am Main ein fünfjähriger Knabe aus einem Abteil zweiter Klasse. Der Kleine kam mit seinen Eltern von Patts; er hat wahrscheinlich an dem inneren Türdrücker gespielt und dadurch die Türe geöffnet. Die entsetzten Eltern zogen sosott die Notbremse, aber anscheinend nicht fest genug, denn der Zug lief noch über einen Kilometer weiter, ehe er hielt. Das Kind lag auf dem Bahnkörper; es hatte Wunden am Kopf und am Bein davongetragen. Der Bahnarzt in Rüffelsheim leistete die erste Hilfe. Später trafen Eltern und Kind in Frankfurt ein. Die Verletzungen sind nicht gefährlich; der kleme Knabe wird bald wiederhergestellt sein. w. Homburg v. d. H., 3. Nov. (Eigener Dra hl- bericht. Der Sonderzug des Kaisers ist kurz vor 9 Uhr in den hiesigen Bahnhof eingelaufen. Der Kaiser begrüßte den Oberbürgermeister v. Marx, mit dem er sich längere Zett unterhielt. Sodann fuhr der Kaiser in offenem Vierspänner mit dem Reichskanzler und Gefolge nach der Sa al bürg. Die Abreise von hier erfolgte um 11.35 Uhr direkt nach Wiesbaden. Wiesbaden, 2. Nov. Der Kaiser trifft morgen Mittag 1 Uhr und der Zar Mittwoch nachmittag 4V2 Uhr hier ein. czk Wetzlar, 2. Nov. Der Neubau eines Lehrerseminars wird nunmehr begonnen und soll im Frühjahr 1905 seiner Bestimmung übergeben werden. Das Ostern 1902 gegründete Seminar, mit dem auch eine Präparanden- anftalt verbunden ist, besitzt jetzt zwei Klassen zu je ca. 30 Zöglingen. Im nächsten Frühjahr wird die Anstalt vollständig fein, also drei Klassen haben und einen Direktor erhalten. — Der Neubau einer Kirche in dem einge- meindeten Stadttett N i e d er - G i r m e s ist beschloßen mid Architekt Hofmann soll mit dem Entwurf betraut n-erden. Wetzlar, 2. Nov. Die 21 jityriye Dienstmagd Magdalene Hülsmann von Wetz^ar-Medcrgirmes hakte nach dem „W. Anz." am Freitag voriger Woche ein Kind geboren und dasjolbe balo nachher in einem Düngerhaufen vergraben. Auf Grund zwingender Beweise zur Mebe )ung einer ptffi, wsjen/ljaft in T W in Sann« hmens ist der ^e« ta roirtid)Qtilid)en r dic ^e^afiung (en, Riemmotoren, Gründung waren rdeögewerbevereins >irdener Innungen leit d-s toi Bül^'rrn ltn Re« 3! ;i ®rQf«. ”ll>>8 ^mäbotj ln »o« S’ ' '« ^gdjchlotz L Um Gemmi L^P-L U'". teil. «m Abe«« 5- schreibt, ift &vi *.;**-; t Ul — aus Jur5 5ßoljgB ülcv rW davon c die Tiere verlor luh9 M die Züge! ;u Zungen, wodurch 1 öu verhüten. - Finanz. Tgbl. von der im im Tomaniai- i vnd mit NamW- rrterliegt nach den ter Steile teinem Fai/'erbegeg- ^ebeutjamfeit ge- yionaitynbtQ'.ü* rben sictz wie ich lm-waNrgen Po- Graf Lorns- Lr langen fron« x der vn genmn- WnPoMnchr , beide Rmsler an ttz Lolfsgarten teil ogS unö bes Aasen chen Kaisers in lg 3 llhr wi Son- Nach kurzem Leiden n Pfarrer Baste ann Busse mar als tfurf a. Ä geboren. ailN 5"* Wrzqch»le, W „(rai, l« Kat er ZM und einen sMcchneUzug ,-leIn Abend 9 W Mm =*" iü”J‘ eener Me. Der et hat wahrschem- und dadurch du n iofort ö« 91 J denn der Zug '' u Das Kw° * am K°p' -J «öS‘B?BüEt Rmb m FrE° hrlich;dakl-"" M? L- °u^t dkm er i'ch c, ntl. in offenem r Satiet « 1 bit d GesolS^ gz Uhr Igtc uw U--> ibau -'"°ÄÄ ,nb i°ll l?J ost--" nb cm" M«; t S '* lt werde"' 7994 >a einem Theelöffel „Maizena" erhalten, sausende von ^"ttrern haben ihre Babies mit „Maizena" groß und kräftig gemacht. 'Jtcux befrage alle die es schon gebraucht haben. VDN Eiten & S Yslveti [klH direkt an Private. 13; >ar Fnbrik und ILinulung: Kß?£8$^n9 Krefeld.j gegen Schnupfen klinisch erprobt und ärztlicherseits mehrfach als geradezu ideales SchnupFenmiftel bezeichnen Wirkung frappant Neueste Meldungen. afse^ängni?“ 2BU Origüraldrahtmeldurrgen des Gr ebener Anzeigers. Theodor An der Bohre 3. 9cov. Berlin Vermischtes. TelegB^wiMSCfraei* 81urstoeräetat« . 26.70 3% Mexikaner 100.15 schwächer. Adams erschoß, der seinen >ird auf dem Bureau mit schrist- . 189.30 registriert werden, Gieße«, 3. Nov. Marktbericht. Auf heutigem erstickte bei der Suüre nach drei weiteren Lindern in . steten- Butter pr. Pfd. 1,00—1,10 Mk., Hühnereier 1 St. 7—9 Pfg., Gerneüisckrnft rnll diefÄ Die Schwester des Vaters wurde £ g§-00 Pfg., Gänseeier Ot^-OOMg., Erlleneier8-0 Pfg Haie Mmemscyasr mu Diewiu ^rstammelten und verbrann- Stck 5—8Pf.,Käfematte2Stck.5—6Pfg., Erbsen pr.Ltter 21 Pfg., wahuitUNtg, als Änsin p^Liter 32 Vg.,Taubenpr.Paar0,70-09 OMk Hühnerpr Sa ten Lerchen der gongen ^am f <> r a wird auSi 1 30__1 80 Mk., Hahne pr. Stück 0,70—IchO Ätk., Enten pr. Stück * Ein heiteres Wort des Kaisers wird auä 1,30 i,«u ^agnep Ochsensteisch pr. Pfund Etr., Traubeir 00—00 Pfg. GerMülmü. f Ltellenweise Nachtfrost. 103.90 53.40 32.30 37.30 142 20 Okt. 1902 6,60 4,65 7,20 1,22 101.90 90.80 101.90 90.70 100.20 100.20 102.40 Ende Sept. 7,55 5,65 8,55 1,59 4,/a3/o Chinesen . . Electric, bchuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatabahn . Lombarden • • • Gotthard bahn . . . Lauraliütte . . . . Bochum . . « » • Schlußkurse. 213.— 220.— 145.75 190.— 199.12 gestellt, leugnete sie nnsangs hartnäckig, ließ sich alber schließlich doch zum Geständnis herbei. Heute nachmittag fand die Sektion des Kindes statt, um' festzustellen, ob es gelebt hat oder nicht. IDeft. Kredit . . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener . . Tendenz: Okt. 1901 6,95 p. Ztr. 5,00 p. Gall. 5,65 p. „ 1,30 p. barr. Wochenmarkt Gegenwärtig 7,85 6,30 9,20 1,71 . 91.80 . 111.80 . 105.90 . 213.00 . 196.00 . 145.25 . 154.40 . 164.70 . 143.90 . 16.90 . 190.50 . 237.75 . 188.20 . 198.50 den ersetzt. _ _, , , Old enburg, 2. Nov. Im Prozeß gegen Oberlehrer Dr. Ries waren die Richter wegen Voremgenommenheit abgelchnt worden. Jetzt hat das Oberlandesgericht beschlossen, dem Reichsgericht die Entscheidung zu überlaßen, ob der Prozeß einem auswärtigen G erich't übertragen werden soll. Karlsruhe, 2. Nov. Es war in den letzten Tagen des Manövers, am 29. August, im Manoverort Reichartshausen am Neckar-Bischofsheim, als die Soldaten Keinarth, Oehler und Habrch sich verabredeten, den Unteroffizier Peters zu v e r h a u e n und zu 1 70-2 20 2)tk'Gällse pr. Pfd. 58—60 Pfg., Ochsensteisch pr. Pfund 68-78 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62-66 Psg., Schweme- fleifch vr. Pfund 66—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. P und 80 Pf/ Kalbfleisch pr. Pfd.'70—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund Äffeln pt. 100 Rgr. 5,00-5,50 2M SüeiBfraui per Stück 5-7 Pfq., per Zentner 1.30-1.60 Mk., Zwiebeln pr.Zentlier ^50-5,00Mk.^ Milch per Liter 18 Mg-, Aepfel per Zentner 16 bis 20 All., in Körben 00—00 Pfg., Zwetschen 9)IL 7.00—9.00 pr. Harpener Bergbau . . 189.30 Schluß-Tendeiiz: Schwach. — Deutsche Staatsanleihe«. Es muß . daß mit der Aussicht auf Revision des Börsengefetzes der Verkehr in den deutschen Staatspapieren wesentlich zugenommen hat. Auch die Preisbewegung ist infolgedessen wieder mehr nach aufwärts gerichtet. Die 3 V, -prozentige Anleche, die immer mehr vom Kapital, als den spekulativen Elementen in Betracht gezogen werden, Jvnb etwa 7, pEt. gestiegen und man erwartet weitere Aufwarts- bewegung. Die 3 pEt., in denen sich vergangene Woche ein be- deurendes Geschäft vollzog, sind ebenfalls gesucht und glaubt man insbesondere den preußischen Konsols eine weitere Steigerung pr^° nostizieren zu dürfen. Wir glauben überhaupt, daß eme lebhafte Steigerung, die schließlich zu berechtigten Kursen der 3prozentlgen Anleihen führt, erst dann zu erwarten ist, wenn die Reviswn des Börsengefetzes wirklich vom Reichstag angenommen ist. — Die Petroleumnotieruugeu tu Amerika sind weiter erhöht worden und demgemäß stellt sich auch der Preis m j Deutschland teurer, jedoch habeii die Jmportgesellschaften ihre Forderungen an den inneren deutschen Märkten nicht entsprechend erhöht, verkaufen vielmehr im Jnlaride unter Hamburger Parität. Der Preis für Rohöl in Amerika ist jetzt höher, als er seit drei Jahren gewesen ist. vi^uilich holl^^ta Mittwoch meist ruhiges, teils heiteres teils wolkiges, trockenes, aber etwas lälteres Welter wahr|chemlich ♦ Berlin, 3. Nov. Die Morgenblätter berichten: In ber gestrigen Vorstellung des Zirkus Busch entstand Kampf zwischen den dort vorgeführten Löwen, die mit «roher Mühe von der Bändigerin Helio t und ihrem Gehilfen getrennt wurden. Im Publikum entstand eine Panik. Die Menschen beruhigten sich indessen. Gleich darauf stürzte der Radfahrer Mündner, der dort den sogenannten Todessprung mrf btmtobe ausführt pemweoewn, oe» --------------- Er trug Verletzungen an Scrrn und Händen davon. diesem Zwecke rrivillleider anlegten. Dieselben trafen zwar den * Berlin, 2. Nov. Der frühere Tr e b er d ir e ktor Peters mcht, dagegen zwei andere Unteroffiziere, die auf die An-! Adolf Schmidt hat, wie der „Börs. Kvur." erfährt, ein rempelung nicht reagierten, sondern in ihre Quartiere eilten, wo-! Gnadengesuch an den Kaiser gerichtet, worin er rauf sie mit Steinwürfen verfolgt wurden. Am folgenden! irm Umwandlung der gegen ihn erkannten Zuchthausstrafe Abend hatte der Grenadier Feinauer Zivst angelegt, um den CTtiprechenbe SefängniSftrafe bittet. U.Ueroffi,ier Steter zu verhauen, und überredete zur Teünahme Oberlahn st ein, 2. Nov. Gestern nachmittag brach fln ber Tat den chm begegnenden Kematth, auch Folge leistete, in einem Hause der ^chtssttaße F e u er aus, welches diesmal^ mch. denl^^ Io’g en vier Wohnhäuser tn Asche legte. 8 ^MM-lren srud obbad)? xmrebe. ©temauer war vorher davongelaufen. Kemarth wurde los geworden. von Peters entdeckt und erhiett eine Kratzwunde am Hals, worauf *Köln-Nippes, 2. Nov. Infolge von Zwistigkeiten ec tn sein Quartier floh. Nach langer Beratung wurde von hiesigem hat heute früh der Portier Appelmann die Frau des mit Oberkriegsgericht folgendes Urteil gefällt: 5lemarth erhält wegen Sm in einem Hause wohnenden Lagerhalters Söntgen fortgesetzter Meuterei, verbunden mtt Aufruhr, 7 I ahre Zuch t- durch zwei Revolver fchüsse lebensgefährlich v e r - h a u s, Feinauer wegen Meuteret und Aufruhr 6 Jahre Gefangnts, l-tz^uud^daraus sich selbst eiue Kugel tu be» Sopf w^tV ® * Elberfeld, 2. Nov. Eine heftige Gas explo- ! sion trug sich gestern abend im Hause Zimmerftraße 5 L zu. Als die Schreinermeister Müsse'schen Eheleute von I, einem Spaziergauge nach Hause kommend in ihrer Wohn- . ung )vicht anzünden wollten, entstand eine Explosiou Die Wirkung war eine so vehemente, daß die Decke in die Höhe gehoben und die Seitenwändevölligein-L gedrückt worden sind. Die Ehefrau Müsse, sowie deren \ sechs Kinder, welche anwesend waren, erlitten schwere Verletzungen. Drei der Kinder wurden teilweise verstümmelt und schweben in Lebensgefahr. * Aachen, 2. Nov. In dem benachbarten Vaels kam es in dor dcacht zum Sonntag zwischen holländischen Gren^J beamten und die Grenze überschreitenden Schmugglern zu einem förmlichen Kampf. Ein Schmuggler wurde Erschossen und drei verwundet und sestgenommeu. Ein Grenzbeamter wurde verletzt. * Halle a. d. S, 2. sJtoö. Gestern abend wurde der Stadto. Pjaul von einem Straß enbahnwagen üb erfahr en. Er erlitt einen schweren Schädelbruch, an dessen Folgen er, wie die Saalezeitung meldet, heute vormitrag v e r st o r b e n ist. * Helmstedt, 2. Nov. In Brechdors bei Versfelde erschoß der Zimntergeselle Märtens ein 17iahries Mädchen. Er Handelle an der VeruuMckten im Scherz. Der Täter erhängte sich r I * Breslau, 2. Nov. Heute wurde dre 34 Jahre alle unter sittetrpolizeilicher Kontrolle stehende AgatheWein- land in ihrer Wohnung tot, anscheinenderdrosselt, aufgesunden. Der Dwrd ist in der letzten Nacht verübt worden. Der Vtörder ift noch nicht ergriffen. * Madrid, 2. Nov. Einem reichert cvrurldbesitzer aus Granada wurde bei ber Fahrt aus ber Mabrider Straßenbahn jein Portefeuille mit 1617 156 Pesetas ge- Rom, 2. Nov. Einer Mättermeldung zufolge befand sich unter den Persönlichkeiten, welche sich auf dte Nachricht von dem Feuer im Vatikan dorthin begaben, auch der llnterstaatSjekretär des Ministeriums der osfentltcuen Arbeiten, Niccolini Die Beamten des Vatikans fprachen den italienischen Behörden chrerl lebhaften Dank aus für ihr bekundetes Interesse und für die Hilfe der Feuerwehr. I Der anaerichtete Schaden dürfte bettächtllcb. fern, doch bestätigt es sich, daß weder Schriftstücke noch Kunstwute verloren sind. Die Matter heben hervor, daß der Vatr- »an die Hilfe der Regierung beim Löschen des gestrigen Brandes in Anspruchs nahm. Die Beamren der itaXtenv» icbeo Behörden, sowie die Ängeftellten des Vatikans und des tSicherhellsdienstes, die Schweizer- und Muuizipälgarden «inaen, wie betont wird, gemeinsam an die Lüschinngsarber- reru Die italienischen Beamten wurden sehr herzlich anf- aenomnien. Die Matter bemerken weiter wie wichtig es war die im Vatikan befindlichen unvergleichlichen historischen und künstterischen Schätze zu retten. Verbrannt ist lin Kodex Marcellianus, ein sehr altes PA^hrus, sonne einige Inkunabeln und alte Kustfersttche. ®ie Awbiuia' fugt hüizu, es scheine ausgeschloisen, daß der Brand urut- wittia angelegt worden sei. Der püststliche Würdenträger Puscinelli begab sich auf das Lapitol, um dem Bürgeri- nieister den Dank des Papstes auszusprechen. _ » r-uzern, Nov. Das Befinden der Gräfin Lon Y a y b e s s e r t sich weiter. Die Psychische Depression KeW des Malers Mawol hat sich infolge großer Nollage mit ^^ngas ver gi f t et W *Ploskuu, 2. 9wv. Vergangene Nacht find bei einem ^civsbrunde vier Perionen einer n m i lt e umgetommen. Das Feuer hatte Mell beibe Treppen erfaßt Den erwach enden ^wohnM d^ oberen Gw■ - _ . , o cT>«r cs\ p m e i n b e d o r ft e B r <2 c m r a u» Dam.-rau^ im Äreije Jwtow wurde wegen Wahlfälschung, Es stellt sich Preis in Hamburg, Mk. Newyork: Petrol, in Tanks, Els. erwiRL. cuvuu.n-nvvu I „ Standard white, Ets. wertes blieb nur der Ausweg durch das ^ust^ iwri^ oil Eich: Eredit balances, Ets. den die Mutter und zwei ininderrahrige Tochter w°h^ Märkte, ten. Sie langten zerschmettert unten an. ^r Vater . .T . 0 s-rpi rn-pitprp-n ti'inhmt in und Kränze, die von nah und fern gesandt en. Ununterbrochen laufen aus aller Herren Länder telegrcchhrsche Beileidskundgedungen ein. Die große Feiert.ichkett, welche von der Stadt Eharlottenburg in der K aiser Wilhelm-Gedächtniskirche für den BerstorbenQt veranstaltet wird, ist auf Donnerstag nuttag^seftgesetzt worden. Wegen der zu erwartenden großen Teilnahme ist der Eintritt zu dem feierlichen Art nur gegen starten gestattet. Demselben wird eine Privat-Trauerfeier in dem ?>ause des verstorbenen Gelehrten vorangehen, an der nur Familienmitglieder eine kleine Schar intimer Freunde Mommsens teilnehmen werden. Die Beteiligung an den Beisetzungs-Feierlichkeiten wird außerordentlich groß sein. ! Falls die Wiesbadener Disposiiionen es gestatten, wird das Kaiserpaar der Feier beiwohnen. Eine ganze Reihe ausländischer Deputationen, die Vertreter aller deut- ichen Universitäten und Repräsentanten einer großen Anzahl von sonstigen wissenschaftlichen Korporationen haben sich telegraphisch zur Teilnahme angemeldet. Die gesamte deutsche Studentenschaft wird durch Chargierte vertreten sein. Die Witwe Mommsens die schon seit längerer Zeit schwer leidend ist, wird nur an der privaten Feierlichkeit im Trauerhause telluehmeu. Pola, 3. Nov. Im Zusammenhänge mit tn Frankreich ausgetretenen Störungen der Telegraphenleitungen wurde eine äußerst seltene Natur-Er>- scheinung auf dem hiesigen Observatorium der ostretchi- men Kriegsmarine beobachtet Es wurde ein sogenannter magnetischer Sturm von außerordenlltcher Stärke requiriert. Ob diese Erscheinung, tote angenommen wird, von einem Nordlicht begleitet war, konnte wegen des regnerischen Wetters nicht festgestelll werden Sim la, 3. Nov. Ein E r d b e b e n zerswrte die Stadt schitz in Persien 350 Personen sollen umge- m e n sein Die Russen sandten Aerzte zu Hilseleist- ZMdel und Verkehr. Uolkswittschast Berliner Börse vom 2.^November 1903. (Mitgeteilt von der Bant für Handel und Jndustrre, Greßen.) Privat-Diskont 3 8L Prozent. Anfangs- u. 213.25 222.10 145.90 191.75 Kie Lust ist küyl und es dunkelt • und mit der schönen Jahreszeit ist's vorbei. Da heißt's benn, auf der Hut fern und Erkättungserschernungen gleich von An- ® fang an bekämpfen, damit nicht ernste Erkrankungen daraus • entstehen. Fay s ächte Sodeuer Miueralpastrlle« leisten dabei erfahrungsgemäß ausgezeichnete Dienste, sie Und habet 0 billig, in der Amoeiidung angenehm und sie üben-neben der {wohltätigen Wirkung auf die Rachenschleimhaute unb bie ~un= gen auch den günftigiten Emflutz auf den Magen aus. Preis 85 Pfg. per Schachtel, überall erhältlich. byil Stettt/ rnttattlllt wo "d^s' Kaif--paar bettmvttich zürn RLLau7^^m"nschrfs-s „P-usten" » W mcilte Der Restaurateur AppUlauli hatte beim jungfnu K^gsschwßendeTRLuterVSchützenoere^ns der Bürger" bro be ien ediuß für den Kaiser abgegeben, worauf >rch L Kaiser b»L «kiärie, die rhm^von au3 < tragene Würde eines Schützenwnrg- nnttr Leriewun^ae^ übttujen Medaille anzuneymen. Ä« Verein u7tt paares in Stettin yatte nun bt s°mer F-atzne nommen, um dem Äaqe. pga«« vcacvdem ber Ehre Dank und tzuldigun« darMbEgcn. Nachdem gut gemacht!" Wetterbericht vom 2. November. Verlauf der Witterung von Sonntag bis Montag. Das östliche Hoch hat sich nordwestwärts bis Skandinavien ausqebreitet. Es lagert mit fernem Kerne über der C|l|ee, sodax in ganz üesjen nördliche und nordöstliche Wmde emgetreten smd Eni flaches Tief zieht im Nordweften vorüber. Bei dieser Druck- verteilunq ist das Wetter nn Osten Hessens teils heiter, teilt, wolkig im Westen aber meist trüb, nur hie und da lallt ganz unbiLeulendei Regen. Die srachmitlagstemperaturen liegen ,ur die Jahreszer die er als Wahlvorsteher bei der Reichstagsstichwahl vorgenommen hat, zu sechs Wochen Gefängnis r--- Otto und Schliep erhielten je einen Monat Gefängnis. aus der Verhandlung ergab, hatten die Angeklagten, um die be- v. jwv. — -7 -- . reits sertiggestellte Liste nicht ändern zu müffen, ein geschlossenes Myutrnsens sammeln sich die öostbarsteu Blumenspenoe« Kuvert geöffnet und den darin entfallenen anttsemitgchen - - - - - v c— Stimmzettel durch einen auf einen polnischen Kandidaten lauten- Bei sämtlichen Angeklagten wird je ein Monat Untersuchungshaft in Abzug gebracht und die Ausstoßung aus dem Heere ausgesprochen. Das Oberkriegsgericht hat angenommen, daß die drei Angeklagten sich zujammengerottet haben, um mit vereinten Kräften gegen Vorgesetzte Tätlichkeiten zu verüben, und hat ferner angenommen, daß am 30. August, am folgenden Tage, Keinarth und Femauer sich verabredet hatten, zu einem Aufruhr gegen einen Vorgesetzten in fortgesetzter Tat. Es kam weniger darauf an, wer der Betreffende war. Der Tatbestand der Zusammenrottung war gegeben m demselben Augenblicke, als Feinauer sich bei Keinarth eingesunden hatte. ^ur j y _ lb°rr°°t° 100.90 q e 11 cf) t ber 83. Division wegen (einer Broschüre „Aus einer 6°>ä kleinen Garnison- zu verantworten haben. S8on ber ur-Stäben Kent« . fprüngüch aus Verletzung des Dienstgeheimnisses und Seleibigung * von Vorgesetzten lautenden Anklage hat man den ersten Punkt •' / ' fallen lassen, der Verfaffer wird nur wegen Beleidigung zur Der- 1<6 . antwortung gezogen werden. Bilse tritt den Beweis der Wahrheit *MÖnnnol ähL 44 00 an und hat aus seinem Garnisonsorte eine große Zahl von Zeugen f 0o/Gneoa^r^o?^^H^ TTaa wd^> lassen, die größtenteils den ersten gesellschastüchen Urei.en a^sere Argentmer 41.40 angehörem Da sich die Anklage wohl hauptsächlich gegen die zahlreichen galanten Abenteuer, die in dem Roman verhandelt werden, richten wird, so wird wohl die Oe f f en t l i ch k e rt ber der Ver- I Handlung ausgeschlossen werden. er kürzlich in „ das I Bezirksgefängnis, also nicht, wie gemeldet, in Festungshaft, über- geführte frühere Oberleutnant Rüger, der seinerzeit m Mörchingen den Hauptmann Adams e r s ch o ß, der semen Bruder tätlich beleidigt hatte, wird auf dem Bureau mit schriftlichen Arbeiten beschäftigt. TodeS - Anzeige Friedrich Wilhel Alter von 74 Jahren, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme hierdurch anzeigen. Im Namen der Hinterbliebenen Louise Hahn Wwe Bellersheim, den 3. November 1903. 8244 Die Beerdigung findet am Donnerstag dem 5. November, nachmittag? Uhr, statt. Heute vormittag 9 Uhr entschlief nach langem, schwerem Leiden unser guter Vater, Großvater, Urgroßvater, Bruder und Onkel Wh MM M <&V>. :te' M W M '/.t nutz FaüdKms! Dem dritten der großen Paladine unseres siegreichen Kaisers, dem Kriegsminister Albrecht v. Roon, soll in der Stadt seines Wirkens ein Denkmal gesetzt werden. Ist Roon auch nicht in dem Grade wie BiSmarok und Moltke bekannt geworden, so schuldet ihm doch das Vaterland den größten Dank für die Erfolge im Kriege von 1870/71 und für die Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches. Er hat in rastloser Tätigkeit das Schwert geschärft, mit dein Moltl'e die Schlachten geschlagen und gewonnen hat, er hat das Fundament bauen Helsen, auf dem Bismarck den gewaltigen Bau des Deutschen Reiches errichtet hat. In allen deutschen Gauen hat man opferwillig Gaben gespendet, auch in unserem Kreis haben bereits Offiziere und Veteranen einen ansehnlichen Beitrag gestiftet. Bürger und Bewohner in Stadt und Land, laßt — ohne Rücksicht auf den Standpunkt der Parteien und den Zwiespalt der Meinungen — auch uns den Dank für die unsterblichen Verdienste Rooits durch Beiträge zur Errichtung eines seiner vaterländischen Bedeutung würdigen Denkmals betätigen. Jede Gabe, auch die kleinste, ist willkommen. Eine Beitragsliste wird in Umlauf gesetzt. Außerdem ist jeder der Unterzeichneten bereit, Beiträge entgegenzunehmen. Gießen, den 31. Oktober 1903. Das Komitee für die Errichtung eiues Noon-Denkmals. Dr. Brauns, Emmelius, Heichelheim, Rektor der Ludwigs-Universität, Kommerzienrat, Kommerzienrat, Vorsitzender. Schriftführer. Schatzmeister. Balser, Ernst. Becker, Bauinspektor. Bommersheim, Straßenmeister. Bruchhäuser, Bezirks-Vorsitzender. Bücking, Landgerichtsdirektor. Buttron, Bürgermeister. Diehrn, Baurat. Dr. Dickors, Sanitätsrat. Döring, Rendant. Dr. Esch, Direktor. Fischbach, Kaufmann. Hahn, Rektor. Haupt, Oberst a. D. Heyligenstadt, Kommerzienrat. Heller, Bürgermeister. Dr. Heinrichs, Regierungsrat. Hoffmann, Oekonomierat. Jäger, Zahnarzt. Frhr. v. Junaenseld, Bank-Vorstand. Kmdt, Buchdruckereibesitzer. Rtrd), Stadtverordneter. Dr. Krüger, Professor. Kullmann, Landgerichtspräsident. Kullmann, Oberst a. D. Lange, Buchdruckereibesitzer. Marx, Grubenrepräsentant. Tr. Metzler, Regierimgsrat. Müller, Fabrikant. Meyer, Postsekretär i. P. Dr. Naumann, Pfarrer. Nordmann, Verkehrsinspektor. Dr. Oncken, Prof.. Geh. Rat. Petri, Louis IIL, Vorsitzender des Veteranen- Vereins. Roth, Regierungs- und Baurat. Schaffstaedt, Fabrikant. Dr. Schädel, Prof., Geh. Schulrat. Stork, Verrvalter. Spamer, Direktor. Dr. Theobald, Oberstaatsanwalt. Traber, Hauptlehrer. Tr. Wagner, Regierungsrat. Welker, Apotheker und Beigeordneter. Wiener, Amtsgerichtsrat. Zimmermann, Bürgermeister. 8243 w M Die Neuheiten für Herbst- und Wittter-Saisou in Damen-, Herren- und Kinder- Schuhwaren sind in reichster Auswahl ein getroffen und erlaube ich mir, zu deren Besichtigung höflichst einzuladen. Gleichzeitig empfehle ich als 8238 Gelegt ©alli©itskauf einen Posten zuräckgesetzter Schuhwaren jeder Art in nur guten Qualitäten weit unter Preis. Wilh. Herbert, Markt L. 8220 Gebrauchsfertig und in wenige« Minute« herstellbar sind MAGGI* zu io Pfg. für 2 Teller MARKE-tt IZSTERN 2 Perl Suppe. Ohne weitere Zuthat, nur mit Wasser zuzubereiten. Bestens empfohlen von Christian Wallenfels, Marktplatz 17. Ans der Landrichter Dr. Mütter'scheu Stiftung zu Darmstadt sind durch die unterzeichnete Behörde drei Unterstützungslegate von jährlich 600 Lik. an bedürftige elternlose ©luöierenbe der Rechtswissenschaft aus den Provinzen Starkenburg und Oberhessen zu vergeben., Zur Bewerbung um diese Legate mit Nachweis über die Qualifikation wird hiermit eine Frist von vier Wochen gefetzt. Darmstadt, den 31. Oktober 1903. Großherzogliches Ministerium der Finanzen, Abteilung für Finanzwirtfchaft und Eisenbahnwesen. Ewald. 8228 Mittwoch tzen 4.Nsv.l.J., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in dem Bieker'schen Saale: 2 Garnituren, mehrere Sofas, Kommoden, Kleiderschränke, Konsole, 1 Trumeau mit Spiegel, 1 GlaHchrank. 1 gold. Ilyrtettö, 1 ov. Ttsch, 1 Registrier- taffe, eine Partie Schuhwaren, 2 Talmiketten. 1 gold. Medaillon, 2 Granatarmvänder, 8 Paar goid. Manschttwuknüpst, 6 Paar goid. Ohrra*ße, 2 goü>. HatLküUen, 1 Batten Jvva-Maffee, 1 Staan- lator u. v» a. 8ell Geitzler, Gerichtsvollzicher. Netanntmachmg Am 0. November, nachmittags von 2 Uhr an, werden im städtischen Pfandlokal, Selters- wea 11, eine Partie Gartengeräte, Kleider, Watßzeug, Küchengerät- sichaften u. s. w. versteigert. Gießen, den 2. November 1208. Städtisches Avmeuamt. Eurschmann. 8235 NhriHHt 0Ö519 HammeLAeisch Keule ä Pfund 60 Psg., empfiehlt Julius Rosenbaum, Metzger. Versteigerung. Mittwoch den 11. Nov. d. I.. nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Pfandlokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung: 1 Pferd, einen Wagen, 1 Fahrrad, 1 Schreibpult, 1 Vertuow, Kleiderfchränke, Sofas, Spiegel, Kommode, Wanduhren, 1 Staffelte u. a. m. 18238 __Iohauu, Gr. Pfandmeister. Stöbt Schlachtham. Freibank. Heute «uv morgen: 8245 AWkifch 45 jlsg. Prim SHeWe Wurst. Ich versende per Post frei geaen Nachnahme: 8148 9 Pfd. Eervelatwurft f. Mk. 12.75 9 , Mettwurst für „ 12.30 9 „ Eervelat- und Nlettwurft für „ 12.65 Johannes Hamau«, Preetz (Holstein). Wurstversand. JalirtitaÄVS^S Gänse, Enten, fr. geschl., fette Gans oder 3 fette Enten Mk. 4.50. 8226| H. Spitzer, yrobuitnaviaffire»lan. im Anschnitt und im Ganzen empfiehlt 05516| Frau (Sfret, Rittergafse 11. Seiten, Parfümerien und Toiletteariikel — Neuheiten — 80Uo Seltersweg6. Schellfische jeden Donnerstag und Freitag eintreffend. 8059 __________L. Kalkhof Nächst. Lebertran feinst. Medizinal, empfiehlt [6356 Nußschalen-Extrakt aus der Hof-Parfümerie C. D. Wunderlich, Nürnberg, 3mal preisgekrönt. Rein vegetabilisch, ganz unschädlich, um Haaren ein dunkles Ansehen 51t geben. 5B65T Haarfärbc-Nußöl, ein das Haar dunkel färbendes, feines Haaröl, zugl. vorzüglich zur Stärkung des Wachstums. Beide ä 0.70 u. 1.20 Mk. W. Ktlbingcr, Drogenhandlung, Seltersweg 52 _____________________ 7472 IM neu witü Wt l mit Kechtel's Lalmillk-Gnllfeife ge- A wascheneStoff jeden Gewebes, H vorrätig in Pack, zu 40 Pfg. H bei [6212] Gustav Walter, Türvorlagen grösste Auswahl. 8001 A. WciiZy Seltersweg 6. 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