153* Jahrgang Erstes Blatt. Eichener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Nr. 258 Hrscheirrt täglich außer Sonnlags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfifchen Landwirt die Gießener Familien» blätter viermal in der Woche deigelegt. Rotationsdruck tu Verlag bei vrüh 1 'scheu Unioers.-Guch- u. Stein» d ruck erei (Pietsch Erdens Redaktion. Expedition und Druckerei: Gchulstratze 7. kldresse für Depescheni Anzeiger Gießen. Fernlprechanschluß Nr. 51. Dienstag 3. November 1903 vezngs-reiSi monattich75Ps., oiertcl» jährlich Mk. 2.20; durch Adhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Alk. 2.—viertel» sährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen üx die LageLnurnmer olfl vormittags 10 Uhr. ZettenprrtS: lokal 12 Pf^ auSwärtS 2V Plg. rlZerantwoetlich für den polil. and ollgem, Teil: P. SBtttfo: tüt r etabt und &mb* und , GerichtSsaal*; August Götz, tüi den Anzeigenteil: Hans Beck. Aus Kutatz ves LOjayrigeu Fienhjubltäums des AeichsvtMkprästo.nten Ir. Aoch überbrachte am Nüontag, tote aup Berlin W. L. B. meldet, bei Staatssekretär des Innern den Roten Adlerorven erster Klasse mit Eichenlaub. Ter Großh. hessische Gesandte Dr. o. '^ieidhardt überreichte das Groß kreuz des hessischen Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Lec Senat von Bremen überreichte ei.nen Ehrenrrnnk aus oent Ratskeller, der -Senat von Hamburg die hamdurgischL Ehrendenkmünze irr Gold. Im Lause des Tages waren Kur Beglückwünschung u. a. erschienen: der Fknauzminister, der Handelsminister, der Staatssekretär des Reichs) chatzamkes Freiherr v. Stengel, die Präsidenten des Reichseiseubatzn- amtes, der Seehandllrng und der Zerttralgenossenschufts- kasse. Namens der Mikglleder des Zenttataiisscyuj)is der Reichsbank überreichte Kommerzienrat Frentzet 1J4 6uü Rik. zur Begründung einer Stiftung für hiljsbedürf- rrgeBeamtederReichsbantundderenHinter- blrebene. Auch von außerhalb gingen dem Reicysbank- vräsidenten zahlreiche Ehrungen zu. Bon der rechts- und staatswissenschMstlichen Fakultät der Universität Straßburg wurde Dr. Koch die Würde eines Doktors der Staatswissenschaften honoris causa verliehen. Bei dem Festmahl zu Ehren des Präsidenten des Reichs- bankdirettoriums Dr. Koch hielt Reichskanzler Graf Bülow eine längere Ansprache, in dec er etwa aussührte: Gern vereinigen wir uns, unr den Ehrentag des trefflichen Mannes zu feiern, dessen Lebensarbeit srch im Herzen des deutschen Gekd-verkehrs vollzogen hat. Ich möchte für meinen Teil Se. Exzellenz den ^räschenteu Dr. Koch nur als lebenden Zeugen und Mitbegründer des gewaltigen Aufschwungs in Anspruch nehmen, der sich ansprägt in dem Unterschied zwijd)eu den Ziffern der deutschen Geld wirt sch ast beim Beginn der Laufbahn unseres Dr. Koch und dem gegenwiirtigen Geschästsumsang der Reichsbant. Die Grund äuge, auf der solche Erfolge möglich sind, ist die gesamte Bcsti-assenyell unserer Volkswirtschaft. Ich glaube und hoffe mich-dabei in Ueberein- Laien anbahneu. „ _. m Mät eher als die für die geistige Ideife des Publl- rums in n-ediziniZchcn Fra-gm etwas o^rftichie Ä:lehrunA drrrch Vorträge, lvürden m. E. voiistumUche Ärtrtcl, imü) beiiei Zeitschriften auf diesem Gebiet zum Ziel fuhren können, weiche allein dem Zwecke der Auftmruug des Voiles dienen müßten. S^iei könnte ein Brieskaften, oer allerdinas wohl recht viel Raum einnehmen würde, segensreich wirren Ich loill diesen Gedanien aber nicht iverter zu erwarten steht. Wenn mau also dem Kranken, welcher vielleicht bei einer Lungenentzündung in Fieberdelirien liegt und über Stechen in der Seite klagt, es nickst verübeln kann, wenn er den un- erjüllbaren Wunsch nach rascher Besserung und Heilung hat, so wäre schon viel gewonnen, wenn die Angehörigen wuszten, daß diese Krankheit neun Tage dauert, daß in dieser Zeit eine wesentliche Besserung nicht zu erwarten ist, daß vcel- nrehr die Hauptaufgabe des Arztes in der Kräftigung des Herzens besteht, welches dabei der ungeheuren ihm durch Anschoppung der Lunge erwachsenen Mehrarbeit sehr leicht unterliegt und daß am 9./10. Tage in der Regel unter starkem Schweißausbruch die Krisis eiintritt, welche zum Leben oder zum Tode führt. Dabei ist es völlig belanglos, daß nebenbei eine Rippen- fellentzündung besteht, denn diese ist fast--rnll jeder Lungeu- entzünduug vergesellschaftet. Sind die Angehörigen von diesen Dingen nicht unterrichtet, ziehen sie einen zweiten Arzt zu, oder wechseln während der ihrer Ansicht nach nicht erfolgreichen Behandlung den Arzt, so findet per neuzugezogene Arzt eine Lungenentzündung und eine Rippenfellentzündung. Nun ist der sichere Beweis erbracht, daß der erste Arzt eine wichtige Komplikation übersehen hat. Darin liegt auch wohl der mangelnde Erfolg der Behandlung begründet. Denn siehe da, am 7. Tage wurde der neue Arzt zugezogen und unter seiner vortrefflichen Behandlung war die Krankheit bereits binnen zwei Tagen behoben. So kann es bei mangelndem Vertrauen, inangelndem Verständnis und der Fülle von Vorurteilen, welche dem Arzt die Ausübung seiner Tätigkeit erschweren und verleiden, häufig gehen und es geht auch häufig so zu. Wir können eben nicht die Krankheit, sondern müssen den Kranken behandeln, und werden nach dem Erfolg bewertet. Dieser aber hängt in Wirklichkeit zumeist nickst vom Arzt und seiner Kur, sondern von Umständen ab, welche bei jeoem Kranken verschieden sind, wie Sitz und Ausdehnung der LraullM, sonst gesunder oder bereits kranker r esp. geschwächter Organismus, Lebensweise, Beruf, Konfllturion, soziale Stellung u. a., sodaß man tatsächlich zwei Fälle der gleichen Krankheit fast nre miteinander verMan kann also gerechterweise auch den Arzt für den (&> folg oder Mißerfolg der Behandlung in d^ Regel nutzt v er an Uv örtlich machen, tut es aber sehr hmrftg. Würdigt man diese Tatsache entsprechend und zieht man die richtigen Schlüsse daraus, so wird manches klar werden, was bisher Unverstand tich schien und zu Mißveb.stand- Nissen Äulaß gab, und manches Unrecht, das man in Aedanken und Worten beut Arzt getan hat, wird vermieden werden. Ich habe ftüher, als junger Mediziner, die Aussuhr- ungem eines höheren Osftziers belächelt und ihnen wider- sprochen, welcher es für ein schweres Unrecht hielt, daß die medizinisa-en Fachausdrücke dem Lacen unverständlich seien. Heute muß ich anerkennen, daß es nur heilsam für uns Aerzte und für" das Publikum sein konnte, wenn man »ichen Ausführungen seines Arztes folgen, [ie ver- n könnte. Daß Vies niM möglich ist, liegt allerdings am wenigsten an den fremden Sprachen entlehnten Ter- mircis tecyniciS. Es liegt vielmehr an dem Mangel der aröbften, grundlegerrden Begriffe vom rnenschllchen Körper, ten Funktionen seiner Organe und den Grundbegriffen der Heilkunde im Publikum. Um bcm abzuhelscm, smd beerende Vorträge, zu:täck)sst bei einem gebildeten Laieu- m-Ltikum sehr zu empfehlen. Man hat ia berells mrt der Beleuwung weiterer Kreise in der die Grurwregelu für ein Leben umfassenden Hygiene erfolg- reicknm Anfang gemacht. Samariter- und Krankenträger- turie, Ausbildung von freiwilligen Pflegerinnen sur den Krieasfall, die vorgeschriebene Belehrung dec Elsenbahn- ausjpinnen. Wer würde eine solche Zeitschrift lesen? So viel Optimist bin ich leider nicht, um anzünehmen, daß die Wichtigkeit der hier angeregten Frage alle Schichten der Bevölkerung in absehbarer Zeik zu durchdringen vermag. Und wenn ich selbst bei den gebildeten und geistig höher stehenden Schicksten diese Einsicht voraussetzen müßte, — wer findet heutzutage die Zeit neben seiner politischen und seiner Fachzeitung noch solche Allotria zu lesen? Und doch wären sie wohl zunächst der gangbarste Weg, um dem Ziele näher zu kommen. .. . Aehnlicheu Zwecken dienen ja aucp beispielsweise die Volkshellstätten für Lungenkranke, Gutkemplerorden, Alkohol- und Nwrph mmenkz iehungsanst alt en usw. zum Teil im Nebenzweck. Auch in ihnen sollen durch Aufklärung über das Wesen der Krancheit und über ihre Bedeutung die Patienten aufgeklärt und zu einem gesundhellsgemaßen Leben erzogen werden. Hierin liegt der Hauptwert solcher Anstalten, denn die Heitersolge jiiid im Verhälluis leider nickst so zahlreich, als im Interesse der Vollsgesundhell zu hoffen wäre. Diesen Zweaen dienen auch Vorträge und . Zeitschriften auf den erwähnten Spezialgebieten, denen deswegen ein lebhafteres Interesse entgegengebracht wird, als ich es für meme Zweäe erhoffen zu dürfen glaube, weil sie Heilungsuchende, jedenfalls Kratike als Publikum also eme mächtige Triebfeder im Egoismus haben, während für meine Zweae lediglich das etwas übersländige Gebiet der sozialen Fragen um eine, wenn auch eine wichtige, bereichert wird. Der Leser, welcher meinem Gedankengange völlig ge«. folgt ist, wird von selbst den einzig richtigen Weg finden, welcher aus dieser Finsternis heraussuhrt auf ebenere Bahnen. 'Nickst bei den Kranken dürfen wir ansangen, auch ist es nicht immer angenehin mid häufig erfolgtos, eingefleischte Vorurteile zu zerstören. Der werdenden Generation, der Schuhugend müssen diese Begriffe im Anschauungsunterricht, in der Naturkunde usw. beigebracht werden. Ein Hauptscy>aden unserer heutigen Erzieyungsinslltute liegt darin, daß fie über gelehrtem üirimstrams vielfach das 'Nächstliegende urid Notwendigste vergessen. Was nutzt uns die genaue Kenntnis vieler Vogetarten urcd des Magenlabyrüllhes der Wiederkäuer, der Schlangenhäutung uiib des Eioechsenschwanzes, der Ge- bitzforuien und der Gesäßjchwielen, wenn wll nicht alles ats Vorbereiturig für dre Kenntnis unseres eigenen Orga- uismuS betrachten. Auf jene Dinge aber wird zuviel Zell verloandt mW für dre Hauptsache gebricht es später an derselben. Und doch kaml oie Naturgeschichte des Menschen, wenn ich so sagen darf, auö Büchern nnd ohne Modelle mW Interpretation, wie fie später nur dem augeyerwen Mediziner wieder zur Verfügung stehen, überhaupt nicht gekernt werden, während uns die übrigen er- loahnten Daten das tägliche Leben eigenllich ständig vor Augen führt. Ich will damit nicht jene ersterivähnten Kenntnissi als überflüssig hmsteklen. Ich wllk nicht mit Steinen aus die Gymnasien werfen, ich wlll auch dre Lehrer weder be- kewigen, noch ihiien chren ohnehin schrveren Beruf noch verleiden; ich will nur Hinweisen auf den natnrgeschjicht- lichen Unterricht an höheren Bikdungsanstakten^ für die heramvachsende Jugend. — Das genügt! Ich bm noch nicht all gerrug, uni meine Ideale und die Hvsfiiung auf bessere geilen gänzlich ausgeben zu dürfen. Helfen Sie mit, verehrte Le,er, soweit es m Ihrer Maast steht, diese Hoffnungen zn verwirklichen und Sie werden nicht nur uns Aerzten, sondern unserem Volke und der Menschheit einen großen Dienst erweisen. beamten und -Arbeiter durch die Bahnärzte, tragen wohl auch etwas dazu bei. Wer wenn man namentlich den letztgenannten Bestrebungen in ihren Erfolgen nachzuforschen in der Lage ist, fo ergibt sich doch ein recht klägliches Resultat. Wohl ist eine Brauchbarkell für die jeweils verschiedenen Zwecke zu erreichen, wohl ist eine gewisse Dressur erzeugt, aber dre Verrichtungen entspringen eben nickst dem Verständnis. Leicht läßt sich ja begreifen, daß es unmöglich ist, einem Laien in kurzer Frist von einigen Wochen oder auch Monaten das beizubringen, was der Arzt erst nach mindestens 5—bjährigem Studium zu beherrschen verrnag. So smd solche Vorträge und Kurse, zumal sie mehr das dankbare Gebiet der Hygiene, Wundbehandlung rc. mn- assen und das weniger erfolgversprecherwe der inneren Äiedizin höchstens in eurigen typischen Bildern zeigen, meist aber nur im allgemeinen bezw. der Pflege rc. berühren, ohne reckst in die wiakerie einzrwringen, für die angestrebten Zwecke eher von schädlicher Wirkung. Leute, welche solchermaßen ausgebildet sind, ohne die nötige aus Bildung und Erziehung beruhende Selbstzucht zu besitzen, maßen sich gar zu leicht ein Urteil in diesen Dingen an, zu welcheru sie naa) Lage der Verhältnisse absolut nicht befugt noch befähigt sind. Sie konnten sich wohl mit dem ärztkichen Leiter der Vorträge oder Kurse auf Grund ihrer Dressur verständigen, nicht aber mit jedem beliebigen anderen Arzt und insbesondere nicht auf dem Gebiete der inneren Äiedizin. Der augenfällcgste Beweis hierfür sind die Pflegerinnen, Schwestern usw. in Heilanstallen. Dieselben verstehen vollkommen ihre Aufgabe zum Heil der Leidenden und Kranken, sie wissen sogar technische Ausdrücke und die Bedeutung gewisser Symptome zu verwerten. Gkeichwohl fehlt ihnen auf Grund der mangelnden Ausbildung in diesem Zweige das Verständnis siir dre patho- kogisch anatomischen Grurrdlagen der Erkrankung und damll für den tieferen Zweck dessen, was sie tun. Daher werden ie sich nie mit j ed em Arzt über derartige Dinge verständigen können. Wohl aber wird ihnen in den Augen des Publikums der Schein anhasten, sie, die täglich jahraus jahrein im Krankensaal tätig sind, müßten mit den Krantherten und ihreur Wesen vollkommen vertraut sein. Sie werden z. B. in befieuudetem Kreise oder iu ihrem jeweiligen Aufenthaltsort zu Rate gezogen. Sie kennen wohl im besten Fakte das Krankheitsbrkd oder ein ähnliches und erinnern sich, in welcher Weise sie ähnliche Fälle zu verpflegen hatten. Sie wenden, bona sioe wollen wir natürlich an» nehmen, diese Manipulationen auch auf den ihnen übertragenen Fall an. Mir brauchen dabei gar keine Pflichtverletzung insofern anzunehmen, ob der Arzt eigentlich auf 'Anraten der Pflegerin, Schwester oder dgl. hätte zu Rate gezogen werden müssen. Wir brauchen nur ein llein wenig geschmeichelte Ellert und können dabei rnhig eine scheinbar ganz ungefährliche Erkrankung annehmen. Es ist ja leider auch rechtlich nur dann etwas dagegen einzuwenden, daß dckchtärzte Kranke 'behandeln, wenn eine Schädigung des Kranken der Erfolg ist, und dem „Arzt ohne Approbation" eine Fahrläfjigteit nachgewresen werden kann. So kommen wir ganz folgerichtig auf das Gebiet des sog. Kurpfuschertums. Die belehrten Krankenträger, Samariter, Pflegerinnen oder Schwestern sehen ihre Tätigkeit jeweils erfolgreich. Die Dressur ist, um beim Bilde zu bleiben, eine ferme. Was liegt näher als die W- nahme, daß der Geist der Medizin leicht zn fassen fei Freilich wird dabei außer acht gelassen, daß die Ausbildung solcher Perjonen sich eben nur auf einzelne Zweige entsprechend dem besonderen Zweck und rm übrigen höchstens auf die Umrisse des Baumes der Erkenntnis erstrecken kann. , ., Kurz, es wird auf diesem Wege leicht zu einer Unterschätzung der ärztlichen Gesamt-Wissenschaft kommen, die zwar noch heute durchstudiert die große und lleine Welt, für welche aber der Satz heute nicht mehr zutrifft, daß fie leicht zu fassen sei. . /_^„p . So koinmt es dann, daß hier em Schäfer, dort em Pastor, eine Hebamme, ein Ferkelschneider plötzlich den Berus in sich entdeckt zum Wunderdoktor. Und so komm: es auch, daß solchen Leuten, lvelche in ihrem Spezialfach äußerst tüchtig jein mögen, seitens des Publikums Vertrauen entgegengebracht wird Das große Heer oer chronisch, der mcheikbar Kranken, der neurasthenischen Männer und der hysterischen Frauen wird stets dankbarer Anberer eines neuen Meteors am medizinischen Wünderhimmel fern. Freilich kann es daneben auch Vorkommen, daß Kranke durch solche wirllich gehellt werden oder zu einem Zell- pnnkt nahe der Krisis in die Behandlung eines Wuiider- dottors kommen, s-odaß die Besserung nach vielleicht mehrwöchiger (z. B bei Typhus^ scheinbar erfolgloser Behandlung auf die Künste des Naturarztes zuruckgeführt wird, während fie eben nur dem nallirlichen Verlaus euksprrngt. Daß durch solche Götzen dem leidenden Publikum und der Wsisenschaft selten ein Nutzen, dem Ansehen und der materiellen Stellung der staatlich approbierten Aerzte aber auf jeden Fall erheRich-er Schaden erwächst, sei nur nebenbei erwähnt. Denn es sollen diese Zeilen ja in erster Linie eine bessere Verständigung zwgchen Aerzten und Wie kann das Wolk zu einer gerechten Ke- urteiluug ärztlicher Leistungen erzogen werden? Von einem prakt. Arzte. Original-Artikel des „Gießener Anzeigers". Wenn man über die Gründe nachdenkt, welche den Patienten vielsach mit seinem Arzte unzufrieden sein lassen, so müssen dieselben in letzter Linie darin geftmden werden, daß der Kranke Anforderungen an den Arzt stellt, denen er so wenig wie seine Wissenschaft genügen kann. Selbstredend hat der Kranke das begreiflichss Interesse, mö-gllchst schnell gesund zu werden. Und er meint, daß ihm sein Arzt hierfür die Mittel, seien es nun Medikamente oder physikalisch-diätettsche Diaßnahmen, verordnen könne und müsse. Es ist eben eine weitverbreitete Ansicht, daß es für jede Krankheit besondere Heilmittel gebe, während es tatsächlich nur drei speziftsch, das heißt auf die Krankheit als solche wirkende Arzneimittel gibt, nämlich das Antipyrin für die Malaria, das Quecksilber für die Lues, und die Salicylsäure für den Gelenkrheumatismus. In neuerer Zell haben sich hierzu noch verschiedene Heilsera, so das Tetanus- (Starrkrampf-), das Hundswut- (Lyssa-h und das Dipytheriesernm gesellt. Diese Mittel sind dazu besttmmt, das Hebel an der Wurzel zu fassen, doch! ist auch bei ihnen die Wirkung nur eine unter bestimniten Voraussetzungcri, zu denen in erster Linie ihre ftüyzellige Anwendung gehört, prompt und sicher einttetende. Alle übrigen Krankhetten werden im Gegensatz zu dieser spezifischen Behandlung symptomattsch behanöell, das heißt die Symptome der Krankheit, welche dem Kranken lästig, namentlich aber gefahrdrohend find> werden durch geeignete medikamentöse, diätetische und hygienische Vorschriften bekämpft und dadurch versucht, die inneren Organe in einer Weise im Gleichgewicht zu halten, daß die Kräfte und das Leben bis zu dem Zeitpunkte erhalten werden, zu welchem ein Wheiieu des trarikhajken Prozesses erfahrungsgemäß fttmmung nrtt Ihrem Urteil zu befinden, daft diese Grundlage gesund und lebensfähig ist und daft sie uns weitere Fortschritte verspricht, nicht in irgend einem Zukunftsstaat, sondern innerhalb der tüchtigen Wirklichikeit des deutschen Reichs. (Bravo0 Zum Hohn au f all e Ver e le n d- ungstheorien erfreut sich unser Volk als Ganzes trotz mancher Krisen bis in immer breitere Schichten einer Lebenshaltung, wie sie ihm in der Vergangenheit für die grofte Masse der Nation niemals beschieden war. Die Kräfte zu diesem Aufblühen gewann Deutschland aus seiner großstaatlichen Zusammenfassung, aus der inneren und itußcren Sicherheit, die ihm das Reich gebracht. Nicht als äußerlichen Prunk, als Schaustück, das man nach Belieben haben oder nicht haben mag, auch nicht bloß als Verwirklichung einer idealistischen Sehnsucht, sondern als zwingende historische Notwendigkeit, als conditio sine qua non für Deutschlands Zukunft ehren wir die am 18. Januar 1871 erneuerte Krone. Nicht bloft die politische und nationale Einheit, auch die materielle Wohlfahrt unseres Volkes hängt nm deutschen Kaisertum der Hohen zo Hern. Lassen Sie uns auch bei diesem Feste an erster Stelle des Mannes gedenken, der mit frischem Mut und hohem Sinn über den deutschen Geschicken waltet, der mir jüngst, als seinem.Hause abenteuerliche, über die Reichsgrenze hinausgreifende Pläne nachgesagt wurden, geschrieben hat: „Ich und meine Söhne gehören dem deutschen Volke!" Seine Majestät der Kaiser und König lebe hoch! (Andauernder, lebhafter Beifall.) Die Musik intonierte die Nationalhymne. Staatssekretär Frhr. v. Stengel brachte sodann in längerer Rede einen Trinkspruch! aus. Er entwarf ein ausführliches Lebensbild des Jubilars und feierte dessen Verdienste um die Durchführun g und Befestigung der deutschen Währung. Erstes und wichtigstes Fundament des Wirtschaftslebens sei der Giroverkehr und das Banknotenwesen. Besserals ein Toastsprächenfür seine Verdien st e zwei von Universitäten ihrn verliehene Ehrendoktorate, die Liebe, Verehrung und Dankbarkeit weiter Volkskreise. Unantastbar sei die Lauterkeit seines Charakters, die Verbindung des edelsten Herzens und scharfsinnigsten Geistes habe den: Jubilar viele treue Freunde, Verehrung und Anhänglichkeit seiner Beamten erworben. Ter Staatssekretär schloß unter dem Beifall der Anwesenden mit dem Wunsche, es möge dem Jubilar veraönnt sein, sich lange zum Segen des deutschen Vaterlandes der Frische des Geistes und Körpers erfreuen, die man heute an ihm bewundere. Der Jubilar dankte in bewegten Worten für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen und schloß mit einem Hoch auf die Reichsbank. Geh. Kommerzienrat Frenzei brachte einen Trinkspruch auf die Familie des Jubilars aus. Namens derselben dankte der Schwager des Präsidenten Koch, Oberregierungsrat Uteri. Aollblutpserdezucht. Bekanntlich hatte der Kaiser angeordnet, daß der Landstallmeister Dr. Grabensee aus Celle Südfrankreich bereisen möge, um die Superiorität der französischen Vollblut-Zucht über die deutsche feftzustellen. Der Bericht hat dem Kaiser auf der Nordlandsreise vorgelegen, er ist der Ausgangspunkt für zahlreiche Reformen bereits gewesen und wird für weitere maßgebend sein. Der Chef der französischen Gestütverwaltung Hornez hat den deutschen Landstallmeister bei seiner Expedition sehr wirkungsvoll unterstützt. „Bei unserer Aufzucht", so hat Landstallmeister Grabensee in seinem Bericht bemerkt, läßt man sich viel stärker als in Frankreich von der Rücksicht auf das Exterieur leiten, dort ist nur die Rücksicht nach Leistung die Devise! Das Vollblut muß von früher Jugend viel Bewegung im Freien haben und reichliches Futter genießen. Graditz hat einen für die Aufzucht und das Training ungeeigneten Boden, wegen der hohen Kosten ist eine Verlegung des Hauptgestüts nicht möglich; aber es empfiehlt sich dringend, die Vollblut-Fohlen nach dem Absetzen und bis zum Beginn des Trainings in eine Gegend zu bringen, in welcher der Boden durch größeren Kalkgehalt besseres Futter erzeugt, wo das Wasser kalkhaltiger ist und die daselbst aufgezogenen Pferde mehr Widerstandsfähigkeit erhalten (vielleicht in Thüringen bei Gotha oder am Rhein). In Frankreich handelt man so; von den Fohlen der etwa 1OOO in der Niederung von Tarbes befindlichen Vollblutstuten wird der größte Teil in Distrikte gebracht, in denen der Boden zur Aufzucht geeigneter ist." Diese Anregungen werden zweifellos benutzt werden, freilich darf Graditz die Rücksicht auf das Exterieur der Pferde nicht ganz vernachlässigen, denn es ist doch richtig, daß nur solche Vollbluthengste Aussicht aus gute Vererbung bieten, welche Generationen hindurch nach regelmäßig gebauten und korrekt gehenden Eltern gezüchtet sind. 5er Arozeß wegen Kindesunterschicbung gegen die Kräfin Kwikckr. v. Berkin, 2. Nov. Jll der fortgesetzten Zeugenvernehmung bekundet der Briefträger Pawtik aus Posen, nach seiner: Wahrnehmungen befand sich die Gräfin unzweifelhaft in anderen Umständen. Die Ossowska war 14 Tage vor der Entbindung der Gräfin auch bei seiner Frau tätig. Sie entschuldigte ihr gelegentliches Zuspätkomwen durch ihre Tätigkeit auf dem Schlosse, da die Gräftn in kurzer Zeit niederkomme. Die Ossowska bestreitet, dies gesagt zu haben. Der Förster Czelinski erinnert sich eines Gesprächs mit dem Vorzeugen, in dem er sagte, er habe keine körperliche Veränderung der Gräfin bemerkt. Pawlik gibt zu,. daß ihm eines Tages an der mit einem Schlafrock bekleideten Gräfin nichts auffiel. Crelinski sagt weiter aus, die Ossowska habe ihm vor oer Geburt des Knaben gesagt, die Gräfin wolle den Leuten ein red en, sie fei in anderen Umständen gewesen. Die Ossowska bezichtigt den Zeugen der Lüge. Zeuge von Blumen tal aus Montreux bemerkt, bart habe zwischen dem Grafenvaac ein gutes Verhältnis gewaltet. Die Gräfin sei sehr lebhaft; er habe nie Ausdrücke gehört, die auf ein gespanntes ober auch nur kühles Verhältnis hindeuten. Der Hausarzt der Gräftn Sanitätsrat Rosinski be- lufllet, die Gräfin verw eigerte stets, wenn sie krank war, die Untersuchung. Im Sommer 1896 erklärte ihm die Gräfin, daß sie in anderen Umständen sei. Der Augenschein bezeugte dies. Im Jahre 1896 war das Verhältnis des gräflichen Paares ein gutes. Sie fuhren aus einem kleinen Wagen in trautem Einvernehmen auf den Vorwerken herum. Die Wäscherin CzibüLka tonne er nicht als Gutachterin anerkennen. Andererseits hatte die Gräfin öfters geschstvollene Hande, Füße und Gesicht. Tie Gräfin telegraphierte ihm am 27. Januar, sie sei von einem Knaben entbunden, und erbat sein Kommen nach Berlin, wo er nachts eintraf und die Gräfin zu Bett liegend, blaß, angegriffen, heiser und matt, aber.mit normalem Puls und normaler Temperatur vorfand. Tie Gräfin verweigerte wiederum eine Untersuchung. Nachdem er das Kind gesehen hatte, sagte er der Gräfin, das Kind sehe so blau aus und fragte, ob es scheintot zur Welt gekommen sei, worauf die anwesende Frau von Mosz- ezewska ihm sagte, die Hebamme habe das Kind zweimal geschlagen, und auf die Frage, ob sie bas aesehen habe, erhnoerte sie: Aber natürlich, ich war ja bei der Ge b u r t zugegen. Diese Antwort beseitigte alle seine Bedenken. Sanitätsrat Rosinski bekundet ferner, außer Frau von Moszczewska wohnte auch der Entbindung bei Frau von Koszowska, eine hochangesehene Dame und Freundin der Gräfin. Graf Mieezislaw Kwilecki sagte ihm allerdings später, die beiden Damen formten dies nicht aufrecht«’ erhalten. Er schreibe die Weigerung, sich untersuchen zu lassen, der in den Kreisen der Gräfin verbreiteten Abneigung derselben gegen eine körperliche Untersuchung zu. Ter Knabe war ein starkes Kind, konnte aber wohl ein neugeborenes sein. Der Zeuge bemerkt sodann, die wachsenden Geldschwierigkeiten entzweiten die Eheleute immer mehr. Es kam deswegen und wegen der Liebesverhältnisse des Grasen zu bösen Austritten. Die ewigen Sorgen bildeten bei der Gräfin ein zerfahrenes Wesen, zu welchem die Anlage ihr angeboren war, heraus. Zeuge betont noch, daft sie die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gräfin durch die Geburt eines Knaben nicht bessern konnten, denn die schlechte Wirtschaft verschuldete die Kreditlosigkeit des Grafen, im Gegenteil verschlimmerte sich die Lage nach der Geburt so, daß die Herrschaft dem Institut zur Verwaltung überlassen werden mußte, sodaß die Familie auf nicht sehr hohe Rente gesetzt wurde. Der Zeuge spricht sich über oen Charakter der Gräfin dahin aus, daß es bei ihrem eigenartigen ethischen Empfinden nur eines geringen Anstoßes bedurft hätte, in ihren Gedanken eine solche Tak reifen zu lassen. Die Portierftau des Hauses, wo die Gräftn niederkam, Biedermann, hörte vor der Geburtsstunde kein Kindergeschrei und beseitigte gewisse von der Knoska übergebene Gegenstände, die mit der Entbindung in Zusammenhang stehen. Hierauf wird die Verhandlung auf morgen vertagt. Aus Stadl nnü Land. Gießen, den 3. November 1903. K. Gesellschaft für Erd - unt) Völkerkunde. Mit einem wertvollen Beitrag von Dr. Fritz Sarasin- Basel über Celebes wurde am 29. Oktober die Wintertätigkeit der Gesellschaft aufgenommen. Der Redner untersuchte zu wiederholten Malen in Gemeinschaft mit seinem Vetter die wenig bekannte Sundainsal durch Kreuz- und Querzüge und hat sehr bedeutendes wissenschaftliches Material zusammengetragen, das er in Auszügen, unterstützt durch vorzügliche Lichtbilder, den zahlreich Versammelten vorführte. Die Insel Celebes, in ihrem nördlichen äquatorialen Teil von einer wunderbar reichen Vegetation, in ihrer südlichen Hälte, zumteil auch von Grassavennen bedeckt, steigt steil aus dem Meere auf und besitzt nur wenig Flüsse, die ein Eindringen ermöglicht hätten. Wenn es den Reisenden dock) gelang, das Land genauer zu erforschen, so ist das ganz wesentlich dem holländischen Gouverneur zu verdanken, der sie in ungewöhnlich entgegenkommender Weise unterstützte, sogar ein Kriegsschiff mit einer Lcmd- ungsmannschaft zu ihrem Schutze zur Verfügung hielt. Die Insel ist holländischer Besitz; unter Hollands Verwaltung stehen aber nur kleinere Teile derselben, während der größere Teil von eingeborenen Fürsten beherrscht wird. Sie werden in Vasallen, Lehensfürsten und Bundesgenossen unterschieden. Die Urstämme von Celebes sind kleinwüchsige, wollhaarige, dunkelfarbige, den Ceylonbewohnern verwandte Gestalten, werden jedoch meist von den höheren Stämmen als Sklaven behandelt, während die Toala („Waldmenschen") und Toradjas als Hauptbewohner der Insel zu bezeichnen sind; die ersteren wohnen in Höhlen. Tort finden sich für ihre Kulturzustände bezeichnende Werkzeuge, nach denen ihre Kultur sich auf der Grenze der alten und neueren Steinzeit (in Deutschland ca. 2000 Fahre vor Chr.) bewegt. Die Toradjas, den Sumatrabewohnern verwandt, sind Menschenjäger schlimmfteu Schlages. Hierzu kommen noch die Buginesen im Süden der Insel — aus ihnen stammen vielfach die Fürsten des Landes — und die Minahassa-Bewohner, den Japanern verwandt. Im ganzen dürften zwei Millionen Bewohner vorhanden sein. Die Verwandtschaft der Bewohner mit benachbarten Inselbewohnern entsprechend weisen auch die Fauna imb Flora auf eine vormalige Landverbiudung der Insel mit anderen hin. Celebes ist vielfach vulkanisch mit noch tätigen Vulkanen im Norden, im Süden zeigt die Großbritannien an Größe gleichkommende Insel hohe Faltengdrirge aus Glimmerschiefer, Granit, Kalk usw. Die Reisenden durchquerten 1893 zuerst das Land, von der Minahassa ausgehend und Höhen bis zu 3000 Meter überwindend; sie entdeckten zwei Seen, den Metana- und Tovutifee, neben anderer wertvoller wissenschaftlicher Ausbeute. Eine zweite Reise führte sie 1896 vom westlichen Teile von Zentral-Celebes, von der Bai von Palu aus quer durch die Insel nach Südosten. Obwohl sich ein Fürst als Führer anbot und die Karawane vorzüglich ausgerüstet war, stellten sich ihr mancherlei Schwierigkeiten entgegen, insbesondere durch die versteckte Feindschaft des Fürsten von Sigi, deren Spuren überall zu bemerken waren. Die dort hausenden Taradjastämme zeigten große Bestürzung beim Eintreffen der Expedition und konnten nur mit Mühe beruhigt werden. Eine weitere Steigung bis zu 1000 Meter führte zum Lindusee, sehr bemerkenswert durchs eine Toteninsel mit einem leerstehenden Dorf, das nur zu Festen bezogen wird. Hier fanden sich kostbare Särge aufgestellt und eine seltsam ausstaffierte Hütte mit einem Marterpfahl, an dem Kriegsgefangene in festlicher Versammlung zu Tode gemartert werden. Ohne Führer und Träger (diese waren furchtsam desertiert) ging der Marsch nach langer Wartezeit weiter der Küste zu. Der Feindseligkeit des Fürsten von Sigi zu begegnen, hatte man durch einen vertrauten Bote:: den Gouverneur der Insel um Hilfe gebeten, der denn auch mit seinem Dampfer und bewaffneter Macht an die Küste eilte und solange dort verweilte, bis das Reich Sigi von den Reisenden verlassen war und neue Träger sie einholten. Trotzdem zeigten fick) noch unsägliche Hinoernisse auf feindselig verstellten Wegen im Waldgebirge. Da erschien eine Hilfskarawaue, die hen Reisenden entgegengesandt worden war. Die Bevölkerung der Landschaft Bvda begegnete den Fremden friedlich. Dieser Stamm ist bemerlei Mert durch seine wohtgebildeten Gesichtszüge und der malerischen fast europätscyen, aus Baumbast hergestellten reich bestickten Tracht. Sogar „euls de Paris" trugen diese Leute. Die Landschaft bildet eine Insel der Mtur in der Wildnis, wo im übrigen auch Kopf- jägerei an der Tagesordnung war. Ms zu 2000 Meter stieg der Weg auf ein zweites Hochplateau, oas die Expedition beschritt; in der Nähe befindliche Bergzüge erheben sich sogar bis zu 3000 Meter. Bald wurde muhamedanische Kul- tirr bemerkbar, und flaches Land führte bis ans Meer. Ein weiterer Zug zur Durchquerung der südwestlichen Halbinsel nach Osten 'fand ebenfalls weitgehende Unterstützung des Gouverneurs. Erschwert wurde er durch die Feindseligkeiten zweier Fürsten untereinander. Parteinahme für den einen ließ den Haß des andern entflammen. Auch hier waren die Wege durch die schönen, aber sumpfigen Sago- wälder mit Verhauen versperrt oder mit Gras verdeckt. Tie Einwohner der seltenen Ansiedelungen waren meistens geflohen, und nur schwer war eine Verständigung zu erzielen, um anthropologische Messungen zu erTnöglichen. Ueberaus schwer war der Opasee zu passieren; der See erwies sich als ein ausgedehnter Sumpf, von Lothosblüten übersät. Schwer leidend, von Fieber und Moskitos gequält, durchschritt ber Zug diese Sümpfe. Ost bis an die Hüsten sanken die Reisenden ein oder stürzten über Hindernisse. Nach diesem großen Hemmnis endlich kamen bessere Pfade bis zur Kendari-Bai, wo wiederum der holkändrsche Gouverneur die Herren gaftfrei auf seinem Dampfer empfing. Ter sehr zahlreich besuchte Vortrag war ungemein anregend und lehrreich, die eingestreuten LichtbUder trefflich gelungen. **9luchim Winter Schutz den Anlagen! Es ist eine bei den Besitzern von Hunden weit verbreitete Ansicht, daß sie ihre Tiere im Winter auf den Grasplätzen und Beeten der Anlagen herumlaufen lasten könnten, da Schaden hierdurch nicht verursacht werde, das ist jedoch unzutreffend. Wie uns von fachmännischer Seite mitgeteilt wird, haben die von Hunden besudelten Wurzeln der Bäume, Sträucher und sonstige Gewächse bei Frostwetter derartig zu leiden, daß sie oft ganz eingehen. Es ist daher dringend geboten, auch im Winter dafür zu sorgen, daß die Hunde nicht in den Anlagen umherlaufen. ** K a s s e l, 2. Nov. Der heute Morgen 5 Uhr 50 Min. nach Volksmarsen abgegaugene Personenzug ist in Oberelsungen auf einen dort stehenden Personenzug, wahrscheinlich in Folge des herrschenden Nebels a u f gefahren. Acht Personen, teils Personal, teils Passagiere wurden mehr oder wenig erheblich verletzt, beide Zugmaschinen stark beschädigt. Der Verkehr wird aufrecht erhalten. Verzeichnis der neu immatrikulierten Studierenden an der Universität Gleßen. d. Philosophische Fakultät. H. Arndt, Pharm., Witten, Bismarckstr. 7. G. Arnold, Math., Schaasheim, Grünberqerstr. 8. E. Berninger, Kl. Phil., Offenbach, Franksurterstr. 71. F. Bezold, Naturw., Mainz, Stephanstr. 29. I. Eaelhof, Math., Gau-Kongernheim, Bahnhosstr. 37. F. Eigenbrodt, N. Phil., Auerbach a. d. B., Griinbergerstr. 7. L. Emrich, Kl. Phil., Mainz, Ludwigstr. 26. S. I. Fendler, Philos., Krakau, Wohnung noch nicht angegeben. A. Gebers, Math., Hamburg, Ludwigstr. 14. H. Gepp, Math., Bingen, Seltersweg 26. E. Haberkorn, Forstw., Alsield, Bergstr. 16. O. Hartung, 91. Phil., Dillenburg, Bismarckstr. 17. M. Henninger, Math. u. Näiurw., Bad-Nmrheim, Grünbergerstr. 4. H. Hinrichs, Kl. Phil., Windecken, Bismarckstr. 38. N. Hony, Forstw. u Naturw., Hanau, Grünbergerstr. 10 a. O. Kaltenhäuser, Math., Gernsheim, Loberstr. 7. N. Kern, Forstw., Darmstadt, Grünbergerstr. 52. F. T. Kieffer, Kl. Phil., Bensheim, Llidwigsplatz 14. A. Knoll, 91. Phil., Tiefenbach, Grünbergerstr. 17. R. Kohler, Naturw.7--Lich, Bismarckstr. 16. H. Kroh l, Phi los., Jekaterinoslaw (Rußl.), Wohnung noch nicht an* gegeben. K. Kurz, Math. it. Naturw., Alsfeld, Stephanstr. 13. B. v. Langenheim, Chem., Budapest, Wohnung noch nicht angegeben. H. Lerch, Vädag., Hergersdorf, Ludwigstr. 14. I. Levy, 91. Phil., Gieften, Ludwigstr. 24. E. Sinn, Chem., Bockenheinr, Bleichstr. 31. W. Luckhardt, Math., Gießen, Wilhelmstr. 8. Th. Maisch, Philos., Odessa, Marburgerstr. 27. M. Michelowsky, Math., Odessa, in Friedberg. H. Perlstein, Philos., Kesmark (Ung.), Asterweg 8. B. Pines, Chem., Warschau, Steinstr. 15. G. Praftkier, Math., Kolo (Rußl.), Wohnung noch nicht angegeben. W. Riedel, Math., Darmstadt, Ludwigsplatz 14. T. Rubinoff, Philos., Warschau, Nordanlage 9. K. Rühl, 91. Ppil., Groß-Felda, Diezstr. 6. R. Stier, Naturw., Darrnstadt, Stephanstr. 38. F. Stroh, Math. u. Naturw., Darmstadt, Grünbergerstr. 5. M. Schiechel, 91aturw., Dresden, Wilhelmstr. 8. P. Schlie, Kl. Phil., Mölln, Südanlage 7. K. Schlitt, Naturw., Darmstadt, Mittelweg 2. W. Schmidt, Math., Gießen, Loberstr. 10. F. Schonebohn, 91. Phil., Gießen, Grünbergerstr. 14. K. Schuchmann, Pädag., Gießen, Alieenstr. 19. W. Schwarz, Kl. Phll., Essenheim, Bleichstr. 10. 91. ThomS, 91. Phil., Selbach, Liebigstr. 57. E. Tyurn, Forstw., Münchhof, Ludwigstr 10. S. Ullmann, Philos., Antwerpen, in Frankfurt a. M. G. Waldt, 91. Phil., Darmstadt, Grünbergerstr. 52. G. Frhr. v. Wedekind, Forstw., Darmstadt, Ludwigstr. 10. K. Weidemann, Math., Glücksburg, Stephanstr. 41. Ein Siegeslauf. Auferstanden und durch die tnobeme Wissenschaft in wirksamster Weise vervollkommnet ist jenes Schönheitsmittel, welches schon vor Jahrtausenden mit bestem Erfolge angewandt wurde. Die orientalischen Völker priesen es in Wort und Schrift, die römischen Dichter haben es besungen, die Bibel schätzt es wie Gold und Spezereien. So steht es als Kosmetikum einzigartig da in der Weltgeschichte! Und in neuester Zeit haben tausende von Aerzten begutachtet, daß die Myrrhe, modernisirt und idealisiert im „Myrrholin^ ein äußerst wirksames Verschönerungsmittel ist. Von Ort zu Ort, von Land zu Land dringt das Myrrholin in seinem Siegeslauf vor, indem es alle anderen Mittel überholt und vertreibt. Die Uilübertrefflichkeit der Wirkung und ber billige Preis haben den Myrrholin-Präparaten Eingang verschafft bei Hoch und Niedrig. Wie allgemein sie benutzt werden, bezeugt nicht nur die Broschüre, die „Myrrholin-Kosmetik", welche in der Expedition des Blattes mit Tausenden von Anerkennlmgen. von Profefforen, Aerzten imd Privaten aufliegt sondern es verkundets auch der zarte Teint vieler Damen, die gesunde Hcmt der kleinen Kindlein, das reine „blütenlose" Gesicht der Jünglinge und Männer. So setzen die Myrrholin-PrapaEe (Seife, Glycerin, Puder, sowie das Mund- und Zahnwaffer) ihren Sieaeslairs über den ganzen Erdball fort und finden überall die gleiche Anerkennung als die besten auf wissenschaftlicher Basis beruhenden Schönheitsmittel. Er-Hälllich in Apotheken, Drogen, Parfümerie-Geschäften und achte man beim Einkauf stets auf das Wort .Myrrholin". bildet ri',cuß be ^OOn^loM1 J ätW' Schs MnTJK" h^Rt1 1 üte >27 ,9 des ?.^K ’t Ä6«g01 &TbifonJen8 sL^E !S L7ZL --U bfc» Mänd s^ Z* ba«„|n)e Gnu. «rs [nI,a9etti (g... ®rQ«DiQbcn fiAS “S'Henbie «Met unb * !^N, bei f1( Wen, such iB *mdmAnl°Pn SenbUhrsoRn „ncniM ift in Person,nz«,, «S nt/ft, M Mli $afin, ,°"l-tzi, k,de ejr wird achecht UmversMEHm, ■tat l 8. rstr.71. fstr. 37. runbergerffr. 7. nicht angegeben. Oft 2 «it 6>? c 6-4 C § <§J c c «ft X> So = 3 O (M 2 xd d Z'^ zd£ e-> <ÖL *=» « 8 lö. - § „ p P-^R o C X _ - 8 ^ZK. 1Q - ;c ’-’ftG - &n x 'S' H ° o — c c _. o i> £O6P rcHÄ M «7t L -v CD C C O P c cd E c t» s o 77 vO Ud q «ft CD E .d .22 M X) d Ö >§- -— an »5 § d L tfc XD O *5"ß^ °§5 LZ- «ft «ft cd c « <5 <5 *s» °>^ L N o S o » d CD O JX p 5v «ft «ft O vO CD. «ft CD C c LÖ- c c d ii. c ♦ -c co IS) d XD «ft «ft «ft «ft « i» C d CD p CD Q LI I ■8- g I ° I CD _ XD O Ep jO /£P Q d S M H >b -M c dd« XD X C d c Ä o XD .d vo 2Q o >b 5 M CD E PÄ d XQ HZ «ft s. >b Ä AR Ql. b T ®Ä» CD>bZ d^Z^Z _E — W c ° 60 p «j» «ft lö o S c S CD d >3 CD ^-.N o ffö? E £ o — XD *a’S C ‘E* ^.N .CD E KH g 60 "c L Lq .d o d-' kJ co 'V. Q '2 Q Z C^>2 v E 60 c *ö__ yC'nd :C CD-:" C CD E *0 -C 3 ß ? » -d d ,p~l o .d c-» «ft Oft XD Lq d d o Q d CD -C e e d iSD. O S s N XD ö.S, = SS o Ä SS CD CD C Zs 4D C *O "2> CD' 83- .LI r- Idt T U SS'.. ^§N CO ho J-D o «ft -*-« GO E 5-> d S?Z. . cd p E c "E § ~j*jc. 60-d c >_ XD Cu dC L .2? o> z-» e >d CD c C S O c CD Eta W § tTg'.E^ -"E n 60 gG 'd E «Ä o d p.£ LZ § - >b uO 5 _ C™* jQ — Cd Q ^-d 5S e--1 «ö «ft«««« Oft R ec L) >eQ sr w £ W E-fiD o d « srs 4S 2 c Ö) s CO E «ft 9 « dft © 'J> a» «r- — 5 Z A o *>5*- o hJ d bergerstr- 5. RS N o «Qd EZ X. 14. ^N^© sr R « ■*? © «n JE S q rO- d CD E >9'$ L d o — ED Q 5 c S N 2 ö g 5 - CD an «ft XD* ff.®- . 62. 1A ibtDigft1,1' €£ «ft 5» « <2 Ä rr ■s Z! «"§ AM SM 8 E sr c « N 55 8 .© o £60 K -d c N p «ft o e -• so 11. m, Brünbertznstr. 4. .38. ingersk. 10 a. ,7. 52. lcch 14 -17. ohrmg noch nicht tm* ifc 13. y _ liny noch nicht üfr « _d 64 E < s LA d « c s § © c L A - L C ES' VL>: 4i-gQ Jo *5 C «JS LZ §L ® CD O C --E 2 «ft “ eö w © «ft "D «ft Oft d K «g Sißenschakl *” «« «u* e ««Sä die t und Sä-^j, ®0lb schätzt j dn "d"Ks K°AA bS M«L,t ,m tfunb "Tki6o*C i^nD^d ■ -A^- ■" r ÄeHSJ »arte ■ Pdet, -lW v^r SS 8 «ft «ft «ft «ft «ft «ft «ft «ft t. 41. 2 2 «ft «ft 8 2 2 60 CQ 61 eo «ft « « «ft d" 2 d >ö M es «» « d « e 3 L «« Z « § .© d ,co - . C IS «» «se W Höchßigeiinn: Mk. Mk. Prämie L Gewinn 0) Lotzis, Zubehör, : 6030 und und 8 Prämien. 40 500 zugesichert. 8135 zusammen Lese zu der am 11. Noveurber 1903 beginnendeu Ziehung 7999 Mk. 3.50 erteilt 8131 - gesucht. 8230 Honorar mäßig. 8109 8231 kann eintreten. 05517 Neustadt 30. mieten. Soeben erschienen! 8178| Seltersweg 39. KhmWk ^3|Jöbl. Zimmer v. d. Korridor JJ* z. d. Grabenstr. 3, IL [05512 cmgekört, verkauft 05509 05495 per sofort gesucht. 3wei Sdjwcine <1Äinb3U 8236] Sandgaffe 18, Beste Führung. — Grösster Komtort 8214 Eelteröweg 12. 04333 Norwegen". 8218 trd.ici.ene» ZU ucrmirfeii 1 5 1 1 1 2 3 4 5 5 25 55 255 1525 3080 23114 L X X X X X X X X X X 500060 375000 250(100 150 000 MLOüO 600 000 620 000 6’20 000 625000 moooo 250000 275000 705000 6525000 8232000 4622800 06478] Schön möbl. zu verm. Dammstraßo 500 000 75 000 250 000 150 000 100 000 50 000 40 000 30 000 25 000 20 000 10 000 5 000 3 000 1000 400 200 iss- 8. melierte Kohlen AuthrazitWn Koks Briketts immer S, pt. , 3 Zinimer, Küche 1. Etage, zu verm. sind zu haben bei der amtlich bestellten HarlPL Kollektur Richard Buchacker, „JS „ Kirchenplatz offeriert in nur prima Qualität: Iie allgcsidsea pregramac für 1904. GecMctoVtrdi LrheMilhe Mitzli^cr - BechiWlmg Donnerstag -en 12. November, 8% Uhr im Cafb Cbel. Tages-Ordnung: Anihrae.-tonn-Briketts Braunkohlen Lanütt-Sslz in großen und kleinen Quantitäten zu billigsten Tagespreisen. 7890 Vs Die Prospekte werden porto- und kostenfrei ausgegeben. Für Elnzelreisende Fahrkarten, Rückfahrkarten, Rundreisehefte etc für Eisenbahnen und I>ampfschiffe in jeder beliebigen Zusammenstellung. Hotel-Checks als Zahlungsmittel für alle grösseren Platze. Carl Stasgea* Reise-Bureaa Gegründet Ee^äiam FrMrlo&ßtr. 72. Gegründet kSSL■ JSnrtes und ältestes deutsches Beise-Baretbu. 8868. Cbelstratze 38 Mansardenwohnung, 3 Zimmer, Kabinett, mit allem Zubehör, neuhergerichtet, zu vermieten. [7220 Näheres Neuenweg 28. u. s. w. Gewinne Gesucht eine gut möblierte Wohnung von 2—3 Räumen. Off. m. Preis- ang. u. 05505 an d. Exp. d. Bl. erb. schöne 6-Znnmer-Wohnung so- v fort zu vermieten. 6248 Schillerstraße 11, Ecke Nordanlage 8132) 1 Zimmer und Küche zu verm. Unverzagt, Schottstr. 11. 1465] Der Nebenbau meines Hauses, bestehend aus 5 Zimmern, per sofort oder später zu vermieten. Carl Eichmann, Cderstratze 1, Nordanlage. Sektion Giessen o. & Oe. a. v. Donnerstag d. 5. Asvewder, abends Sl/8 Uhr, Monats- versaRmlllirg. der Vereinsausflüge 'ahr 1904. 2) Vortrug oes Herrn Pros. Dr. Eollin über ,,Eine Reise in Aichiige Ztzamnarbeittt oder Arbeiterinnen (8237 für bessere Arbeit bei gutem Lohn gesuchl. Handarbeller bevorzugt. Carl Schneider, Marburg. __Kontor: Bahnhofstraße 20. -Arbeiter. Halte mich zur Anfertigung «WnMiWkr Weite« wie: Abschriften, Zirkulare, Schreiben von Adressen, Durch- schlage», Bervielfältigungeu re. bestens empfohlen. Diskrete u. prompte Erledigung .3,, rot^aiibtn tfl' Ch iffreA nsseigen für FeraoÄBl-Geencho , ®tcllen*€leeuche , An- and Verkaufe , FlnaMlrun&cn sowie Annoncen jeder Art besorgt am besten und billigsten die | älteste Annoncen-Eipedltlon । Eaasmtein&Vc8krÄ.G.I Frankfurt a. M. Zeil 48,1 Fernsprecher 468 : Vertreter für Giessen:7713 Gnstav Wohlmimth. I Ei» Mcheil vm Sunde auf Weihnachten gesucht. [8063 Chr. Haubach Witwe, Hinter der Westanlage 6. Am 11. November 1903 beginnt die erste Gewinnziehung der Eisenwaren SMhMn-HUlMlck Lau-, Mövei- und Sarg-Beschläge Gnßgeschirre PsrzkllM-».StÄMiVkrtn empfiehlt 6910 EBaith. Mäanser, Garbcuteich.________ . Zimmer, Krsu^platz 1. 8&&4| Schöne 2-Ziimnerwohn., mit Küche u. Gartenant. p. Mon. 14 Mk., z. v. SchSne Aussicht. 05513) Große 3- auch 2-Ziinmer- wohn., 3. St., mit Zud. sot. zu ver- mieten. 9täh. Steustadt 14, pari. 7325, Clke Nordaul.—Weserstr. 3 2. Stock, 6-Zirnmerw., zu verm. 7690] Möblierte Zimmer zu vennieten Bergstraße 17, pari. 7632] Är möbl. Zimmer zu Vermieter Ludwigstr. 30, III. 7631] Möbl. Zimmer m. Kab. zu vermieten Goethestraße 54. 7762] 1 schön möbl. hell. Zimmer i. l.St. z. v. J.H.Fuhr, Soimenstr.25 1. Geschäftsbericht des Vorsitzenden. 2. Rechenschaftsbericht des Rechners. 3. Antrag des Vorstandes, dem § 23 der Satzungen folgende Fassung zu geben: „Ter Vereinsvorstand besteht aus zehn Mitgliedern, die von der Mitgliederversannnlung (§ 16) auf ein Jahr gewählt werden. Der Vorftand ist berechtigt, falls die Geschäfte es als angemessen erscheinen lassen, die Zahl Wem auf eigenen Wunsch pensioniert, rüstig, wünscht Nr'ls«!ßc8«!!S anzunehmen. Demselben stehen auf kausm. Gebiete reiche Gv- fahrungen zur Seite und würde bet seiner Energie und Tatkraft auch einem größeren Unternehmen vorzustehen vermögen. Vorzügliche Zeugnisse vorhanden. Off. unter B. 1416 an Haaseustciu ck-Vogler, A.-G., Gießen. [8225 05526] Bess. Mädch. i. Kleiderm. il Büg. betu., s. St., a. l. z. Kind. Näh. Stellend. Hoffman«, Dämmst. 15. 1473] Per sofort zu oermteten: Ludwigstr. 42 IL Stock, Sieben- Zimmerwohnung mit Mansarde und Garten. Neiß, Westanlage 27. Metzgerei«. Wirtschaft in der Umgegend v. Gießen z. kauf. ges. Oft. «U. 05688 an die Gxp. d. Bl. Giessen. 8194 BÄ Donnerstag, 5 Nov., ■ LL, im Hotel Viktoria. Else Hinkel, Kreuzplatz 6. Atelier für Damenschneiderei. Infolge des andauernd lebhaften Geschäftsganges suchen wir per sofort 15 bis A Rich« gleichviel welchen Alters für leichte Fabrikarbeit bei dauernder Stellung. Monatlicher Verdienst ca. 45 bis 55 Mk. [8166 Lüdenscheider Metallwerke, A.-G. Dörrn. Jul. Fischer & Basse, Lüdenscheid i. W. 7934] Dienstmädchen gesucht. Neustadt 24. seiner Mitglieder durch Zuwahl bis auf fünfzehn zu erhöhen. Die zugewähllen Mitglieder gehören dem Vorstand bis zu einer Neuwahl des Vorstandes an. Die ausscheidenden Mit- alieder des Vorstandes sind wieder wählbar." 4. Neuwahl des Vorstandes. 5. Vortrag des Herrn Prof. Dr. Dragendorff ans Frankfurt über die Bedeutung der Gefäßfunde für die hessische Altertumskunde. 6. Mitteilungen des Herrn Hauptmann Kramer über die jüngsten Ausgrabungen auf dem Trieb. Bei Nr. 5 und 6 sind — von 9 Uhr ab — Gäste willkommen. Dieselben enthalten die Programme für Gesellschaftsreisen nach allen Teilen des Orients, Egypten, Palästina, Syrien, Griechenland, Türkei, zwei Beigen um die Erde, Indien, Ceylon, Singapore, China, Japan, Nordamerika, alsdann Reisen nach Italien, Tunis, Algier, Spanien, Frankreich, England, Schottland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Russland u. s. w, Annahme 15. bis 25 Teilnehmer für jede Reise. Sonderfahrten nach den gleichen Ländern mit Ausnahme von Indien, China und Japan. — Annahme 25 und mehr Teilnehmer für jede Reise. Bei allen Gesellschaftsreisen mid Sonderfahrten im Preise eingeschlossen: Fahrt, Führung, Hotel, Verpflegung, Ausflüge, Besichtigungen u. s. w. Weltausstellung m St. Louis 1904 Vom 16. April 1904 ab wöchentlich je eine Sonderfahrt bis St. Louis. — Anschliessend Ausflüge bis San-Francisco. Mittelmeer-Fahrten mit dein Dampfer Kaiserin Maria Theresia vom Norddeutschen JLioyd in Bremen und mit den Dampfern Therapia, Pera, Stamhul von der Deutschen Levante-Linie in Hamburg. Bei allen Reisen kommen nene, Interessante Touren in Betracht 'M Xiotv^s 5./11.1903, abends 9 Uhr: Derems-Aöend mit Vortrag im Cafe Ebel. 8223 '/r Vi 64.— 28. - Ida Stammler _______Wilhelnrstratze 1. Deutsch-Amerikaner giebt Unterricht in engt Eprnche. G. E. Seng, Ludwigstr. 6, L Gründlichen Ferd. Burk, Rodheimerstr. 05518) GineLaussrauod. Mädchen für soi. ges. Frankfurterstr. 9, II. MMe Kirchenplatz 11, III. ^cht Häusl, erzog. Dame yulul Vermög. 100 000 Mk. Herren (auch ohne Vermögen), aber gutem Charakt. erhalten Näh., auch Bild durch „Olüokstern“, Berlin S. 42. 7898 Reiche Heiraten! Herren jed. Stand, u. Alt., wenn a. oh. Verm., erh. n. Mitteil. ihr. Adresse sof. 600 reiche Partien u. Bilder z. Ausw. U. Ä. wünsch. s.z. verh.: 1 ja. Waise m. 150000 Mk. Verm., 1 Häusl, erz. Dame m.200000Ack.Vrm.u.lGuts- bes.,Ww.,m. ca. 350000 Mk. Verm. u. spät. Erbe. Ällles Nähere d. F. Gombert, Berlin 8. 14. >8162 100 Hark zn 6 pCL sofort auf 1 Jahr zu leihen gesucht. Darleiher wollen sich melden unter K. W. 100 hauptpost- lagernd Gießen.05490 fLine Koralleu-Äctte in der oberen Bahnhofftr. ob. Grabenstr. verloren. Der Hind. wird gebet., solche aeg. gute Bel. Bahn- Hofstr. 59 im Laven abzug. ]05507 7901] Eilw schöne Wohnung, 3 Z., Küche, Vorpl., für 20 All. an kinverl. Fam. z. v. Bleichstraße 7. 8060] Schöne 2-Zimmerw.iin 2.St. sofort zu verm. Bahnhofstr. 58. 8075] SU eine Wohnung zu ver- C. Wigandt, Löberstraße 5. Mehrere tüchtige Wrrkelmacher gesucht. Gebr. Pletz, 8262 60 Frankfurterstraße 60. 8219] 2 freuudl., schön möbl. Zimmer an ruhigen Herrn zu oerm. Westanlage 30, III. 05503] 2 Arbeiter können Kost uub Logis erhalten Mmrsburg 3. 05494] Bahnhofstr. 20,"2. St7, 2 schön möbl. Zimmer zu verm. Möbl. Zimmer zu vermieten Ludwigstr. 6, III. 8202] Eine angenehme, warme Stube rm Mittelst., ob. u. unt. geheizt, mit sep. Ging., möbll ob. un- möbl., z. v. Wetzsteing. 43 ob^irchst. 05491 ] Schön möbl. Zimmer zu Vermieten Asterweg 2. 7969] Kleineres, frbl. möbl. Zim. zu verm. Grünbergerstr. 29, II. 7932] Möbl. Zimmer zu verm. ___Riegelpf ab 17a, IL 7754] Schön möbl. Wohn- u. Schlafz. zu v. Westanlage 25,1. 7741] Gutmöbl.Wohn-mSchlafz. zu vermieten. Neuenbäue 3. SRöbl. Zimmer zu vermieten. Stalldünger zu verkauf. [05404 Jungblut, Robheimerstr. 2. "Kisten, -Säcke, Glashaustüre 2,60X1,35 m, zwei Fenster 1,95 X0,85 m, gut erhalten, zu verk. 5210] Ludwigstratze 37 ist eme Wohnung (Bel-Etage) von 5 großen Zirnmern mit allem Zubehör per sofort zu vermieten. _______Näheres Löberstraße 8. 5332) Gocthestrasje 29 schöne Wohnung von 5 Zimmern mit Balkon und Badezimmer per sofort zu vermieten. LailiMöcheii &r, ZMtU.,MbmsMchen für Küche und Hausarbeit sucht Frau Pros. Höhlbanm, 8229 Aloltkestraße 1. QrtntfyflH gesucht 05511 ^/UUf stUU Lubwigstraße 46, II. 8192] 9iach Neujahr wirb ein zuverlässiges NLädchen das bie einfache Küche u. alle £>au^ arb. versteht, ges. Frankfurterstr. 48. Laufmädchen gesucht 05492 Lubwigstraße 6, III. Mehrere Näheres Bahnhofstraße 54, II. 05525] Ein Mäbchen empfiehlt sich im Kleidermacheu in u. außer dem Hause. Walltorstr. 6, III. i(Line rentable Wirtschaft am ^3/ hiesigen Platze ist zu verkauf, ob. an kautwnsfäh. Wirt z. verpacht. Näh. Georg Schäfer, Licherstr. 9. Student sucht Gelegenheit zum Schachspiel. Offerten unter 05508 befördert bie Exp. b. Bl. An- und Verkauf VON getr.Aleideru, Möbelujeber Art, Vorhängen, Haus- u. Küchengeräten, Uhren, Gold- u. Silberwaren bei 05515 Fr. I. Ott, Neuenweg 58. Sehr vermögende u. Häusl, erz. Dame wünscht sich noch v. Weihn. ui verh. Herren, wenn auch ohne Verm. erf. Näh. u. „Liebesglück" (Emma Rudo), Berlins.0.26 til63 Karl Merz, Groß-Eichen, Mücke. Ein Kalbverdeck § in bestem Zustand, hat preiswert zu verkaufen Friedrich Kopp. Schmiedemstr., Laubach, Oberhess. 05472] 3-Zimmerwohnung mit Zubehör an ruhige Leute zu vermieten____Hammslraße 4. 7960] Schöne 2-Zimmerwohn. 3ju verm. I. Weiiiert, ^leuenweg9. 7365] Schöne 4-Zimmerwoh- nung im Ätebenhaus sofort ober später zu verm. Lnbwigstr. 14. 6721] Kleine Tvohnung per sofort zu vermieten. ______ Ludwigstraße 57. 7219] NcustadL 19 schöne 3-Zimmer-Wohnttng mit Küche und allem Zubehör sofort zu dernteten.__________________________? 05521) Niöbliertes Zimmer zu vermteten. Schillerstraße 9, III. 05527) Zimmer mit Bett zu üer- mieten. Ulm, Schützenstr. 17. 05520) Schön möbl. Zimmer mit sep. Ging. u. Straßenfront per sof. preisw. zu v. Marktstratze 21. 05514) Schön möbl. Zimmer zu vermieten. Bahnhofstr. 23,1. ZB Wer schnell u.billig Stellung ftndenwill,verlangep.Postkartebie „Deutsche Kaüauze«poft"Eßlingen. Leistungsfähige, günstig gelegene GraisPenmühLe sucht für Gießen einen bei ber Großkunbschaft bestens eingeführ- ten Vertreter. 8227 Gefl. Offert, unt. H. 55 562 an Haasenstein & Vogler^ A.-G. (Gustav Wohlmuth) Gietzen, erb. Tücht. Schlosser 'WrfttHiri verkauft 1 Zentner zu MMlj 0,50 Mart 05485 Fr. Schreiner, Linbenplatz 4. Zwei fprnnpf. MMn Simmentaler Reinzucht, Eltern Herbbuchtiere, 15 Monate alt, L. Feidel, Soniienstraße 3. 2 RMfarötil-Wöhuiillgeli mit je 4Zimmern, ber Neuzeit ent- sprechenb, per sofort zu oermieten. 6131 Büttner & Damm. 6477] Freundl. 3-Zimmer- Wohnung im 4. St., in. Korribor, Waherabspülg. u. all. Zub., p. sof. ob. spät, zu verm. Norbanlage 11. Zwei 3-Zimmer-Wohuungen per sofort zu vermieten. 6634 Schottstraße 7. Parterre-Wohnung, 6 Zimmer, Badezimmer u. allem Zubehör, sowie eventl. Mansarde per sofort ober später zu verm. 6698] Näh. Walltorstraße 71. 7416) Kleine Nlaniardenwoh- nung an ruhige Leute zu ver- mieten. Frankfurterstraße 11. 7748] Schöne, freunbliche 3-Zimmerwohuung Beletage, mit abgeschl. Korridor und allem Zubehör zu vermieten. Wctzsteiustratze 44, nächst ber Norbanlage. 7144] Wir suchen für einen Lande. Gießen, 21. September 1903. _________Armenanit._________ 05524] Mädchen, zu aller Arbeit willig, sucht Stelle drrrch Frau Sparr, Bahnhofstr. 30. 7öZD] öerjon moot. m. avavi. zu verm. Marburgerstr. 22. 7900) Gut möbl. Wohn- u. Schlaf- zimmer zu verm. Bleichstr. 7. 7909] 2 gut möbl. Zim. z. v.. fr. Sage, nahe der Aula. Schiffen- bergerweg 16, pt. u. 2. St., Neub. 05459] Sch. mbl.Zim i. gesund., freier Lage z. v. Dammstr. 46,1. 05460] Einfach möbl. Zimmer zu verm. Frankiurterstraße 89. 05479] Möbliertes Zimmer zu vermieten Kirchstraße 13, 1. St. Crednerstraße 12 möbliertes Zimmer zu vermieten, nahe den neuen 5Uiniken. ,05363 05384] Schön möbl. Zimmer zu vermieten. Asterweg 2. Wallthorstraße 24, neu gebauter Laden, nebst großem Zimmer dahinter, mit ober ohne Wohnung alsbalb zu verm. Stein u. Meyer. [7236