Zweites Blatt. 158. Jahrgang Montag 3. August 1903 Aie heutige Mmmer »«faßt 8 Sette«. te, so Uotitischr Tagesschau. Reformierung des englischen Parlaments. Mr. Keir Hardie, der schon eine der einschneidendsten Reformen im englischen Parlament bewirkt hat, indem er als erster wirklicher Arbeiterdeputierter mit einer Mütze anstatt mit dem durch die Jahrhunderte alte Tradition geheiligten Zylinder zu den Sitzungen kam, hat einen Gesetzentwurf zur Reform des Parlaments eingebracht. Darin heißt es, daß ede Person über 21 Jahre, die vier Wochen lang vor der Registration in einer Wohnung gelebt hat, wahlfähig und Schulftraße 7. Adresse für Depeschenr «»zeiger Otetzerr. Fernsprechanschluß Nr. 51. wahlberechtigt sein soll. Ausgeschlossen sind nur Ausländer, Frauen, Blödsinnige, Peers, Arme, Verbrecher, Soldaten und Matrosen — eine liebliche und für manchen recht schmeichelhafte Zusammenstellung. Der Gesetzentwurf sagt ferner, daß die Wahlen stets alle an demselben Tage stattsinden sollen, und zwar am Sonnabend. Freie Fahrt auf den Eisenbahnen wird nach deutschem Muster ebenfalls vorgesehen, aber weit wertvoller wäre für viele, wenn die von Mr. Hardie vorgeschlagenen Diäten im Betrage von 6000 Mark pro Jahr bewilligt würden. Leben könnte ein englischer Volksvertreter zwar beim besten Willen nicht davon, aber man muß schließlich auch für kleine Gaben dankbar sein. Mitlerweile ist auch die liberale Partei nicht müßig, sondern versendet Flugschriften im Lande, in denen aus parlamentarische Reformen hingearbeitet wird. Allerdings soll dies auf andere Weise geschehen, aber die Besoldung von Abgeordneten spielt auch hier eine Rolle. Es heißt, die Partei wolle große Summen Geldes zusammenbringen, aus denen diejenigen Abgeordneten der Partei, deren Vermögensverhältnisse nicht glänzend sind, besoldet werden sollen. Dadurch würde es ermöglicht werden, stets ohne Rücksicht auf finanzielle Position der zur Verfügung stehenden Kandidaten denjenigen zu wählen, der die meiste Aussicht hat, den betreffenden Wahlkreis zu erobern und so gleichzeitig die Wahlkosten zu reduzieren. Sozialdemokratie und ReichstagSprLfidium. Die Diskussion in der Sozialdemokratie über ihre Beteiligung ani Reichstagspräsidium wird mit vielem Eifer weitergeführt. Auch der sozialistische Abgeordnete Heine hat sich jetzt in einer Wahlversammlung für den dritten Berliner Wahlkreis über die Frage des sozialistischen Reichstagsvizepräsidenten ausgesprochen. Er stimmt mit Bernstein überein, daß die Fraktion mit Rücksicht auf ihre Stärke den Vizepräsidentenposten fordern müsse. Nur hätte Bernstein die Sache jetzt nicht in die Diskussion werfen, sondern es der Fraktion überlassen sollen. An der Formalität des Besuches beim Kaiser dürfe man keinen Anstoß nehmen. Die Sozialdemokratie werde durch einen Kaiserbesuch nicht monarchisch. Eine weit größere Schwierigkeit bilde die Personenfrage, da man die Führer und Hauptredner der Partei nicht gut entbehren könne. Herne fand nur geringe Zustimmung bei den anderen Rednern der Versammlung. I man gegen ihre Fällung an sich Bedenken tragen müfi: besteht keine Erklärung für die tatsächlichen Zustände als ein marrgelndes Interesse der Forst Verwaltung. Me forstlichen Behörden sollten angewiesen werden, der Freihaltung von Aussichtspunkten mehr Aufmerksamkeit zuzuwenden, und im besonderen sollten sie verpflichtet sein, den an sie herangebrachten diesbezüglichen Wünschen der überall bestehenden Gebirgsvereine das weiteste Entgegenkommen zu bezeigen. Der Naturgenuß im Gebirge ist von ungeheurem moralischem Wert, und- man kann es daher ohne weiteres als eine Pflicht des Staates bezeichnen, ihn nach Kräften zu fördern, namentlich, wenn es aus so einfache Weise und sogar ohne Unkosten geschehen kann. Di e Pflege der deut scheu Literatur in den Bereinigten Staaten gewinnt erfreulicherweise eine immer größere Ausdehnung. Einer Aufzählung in den German-American Annals entnehmen wir folgende Daten. An der Eolumbia-Universität in Newyork wurde von Dr. Emanuel Baruch ein Vortrag über Richard Wagner als Dichter gehalten. Das Deutsche Departement des Lake Erie College zu Painesvill führte kürzlich Schillers Maria Stuart aus. In Lancaster, Pa., haben strebsame Studenten des Franklin und Marshall College einen Leseverein zur Pflege der deutschen Sprache gegründet. Auf einer Abendunter- haltung führte der Verein letzthin zwei deutsche Lustspiele aus. Aua) die westliche höhere Töchterschule von Baltimore veranstaltete eine deutsche Abendunterhaltung und erzielte mit dem Vortrag deutscher Chorgesänge einen großen Er- e. Me Zeitschrift bemerkt zu diesen Daten: „Der immer kere Drang nach der, wenn auch nur deklamatorischen Heer rrrrb Motte. Berlin, 31. Juli. Der verstorbene Generalleutnant Frhr. Fuchs von Bimbach und Dvrnheim war der erste bayerische Offizier, der im preußischen Heere eine etatsmäßige Generalsstellung bekleidet hat, ohne aus dem bayerischen Heeresverbande ausgeschieden zu fein, sodaß er die bayerische Generalsunisorm ungestört in seiner neuen Stellung weiter trug. Aus der Artrlleriewaffe hervorgegangen, verfügte er über umfassende technische K'enutnisse auf artilleristischem Gebiete. Als Präses ter Artillerie- Prüfungskommission hatte er Gelegenheit, einen entscheide^, den Einfluß aus das neuere Geschützmaterial der Fußartillerie wie der Feldartillerie auszuüben. An der Ein- ührung der schweren Feldhaubitze sür die schwere Artillerie des Feldheeres, die weiterhin die Aufstellung von Bespannungsabteilungen für die Fußartillerie zur Folge hatte, war der General in hervorragender Weise beteiligt. Während seiner Amtszeit wurden auch Versuche mit einem klein- kalibrigen Maschinengeschütz für die 'Feldartillerie abgehalten, das aSer nicht zur Annahme gelangte, weil die Verwendung des Schrapnells nicht möglich war. Auch in die Versuche mit den Rohrrücklaufgeschützen ist der 'Verstorbene noch eingetreten und hat einen wesentlichen Anteil an der Annahme von Neuerungen und Verbesserungen auf dem Gebiete des Geschützwesens gehabt. Als sein mutmaßlicher Nachfolger wird Oberst Bücking genannt, der als Fruilletsn. .Zur Pflege des Naturgenusses. Mehrfach ist auf_ einen Uebelstand hingewiesen worden, der eine viel größere Beachtung und eine möglichst allseitige Abhilfe verdient,, nämlich die mangelhafte Sorge für die Aussichtspunkte in Berg und Wald. Wenn man heute so oft davon sprechen und darüber klagen hört, daß die Nervosität in weiten Kreisen zunimmt, so sollte mit um so größerem Ernst daran gedacht werden, daß der Naturgenuß das Palladium gegen die Entwicklung ter Nervosität zu einer Volkskrankheit ist und daher mit allen ausführbaren Mitteln gefördert und geschützt werden muß. Das geschieht aber in der fraglichen Hinsicht nicht, und zwar nicht wegen erheblicher Schwierigkeiten, sondern aus Nachlässigkeit. Werin sich jemand im Äbirge ergeht und einen mehr oder weniger hohen Berg besteigt, so ist die Erfrischung und Belohnung, die er nach dieser körperlichen Leistung empfinden wird, .zu einem großen Teil davon abhängig, daß er von der Höhe aus eine möglichst umfassende Aussicht über Höhen und Täler gewinnt. Es ist nun eine betrübliche Tatsache, daß gerade die Mehrzahl der Berge in unseren deutschen Gebirgen, die überhaupt'der Aussicht wegen bestiegen werden, eine solche nur mangelhaft bleien, weil die -Gipfel verwachsen sind. Wer einen guten Reiseführer für den Harz oder den Thüringer Wald durchsieht, wird bei 'vielen Bergtouren die Anmerkung finden, daß die Aussicht .auf diese Weise beeinträchtigt ist. Da sich auf den Höhen :imr in Ausnahmefällen so mächtige Bäume vorsinden, daß fötaler Abgxortmeter wird sich künftig den Freisinnigen crn- schlleßen. Wenn trotzdem fast die gesamte Presse dem Vorgänge die lebLafteste Aufmerksamkeit zugewandt hat, so muh ter Grund sdoch etwas tiefer Logen, als in ter zahlenmäßigen Bedeutung dieser Parteivereinigung. Man dar dem Pfarrer Naumann und der auserlesenen Schar geistig bochsteheuter Männer, die sich seiner Führung anschlossen, das Zeugnis nicht versagen, daß sie unserem öffentlichen Leben neu?, Welten zu erschließen suchten. Die Ausetzn- Untersetzung mit den National sozial en rechnete mit geistigen Faktoren, mit einer ehrlichen Begeisterung für politische Ideale, mit einem über die Sphäre engherzigen Klasseninteresses erhobenen redlichen Wollen. Und das Verschwinden der Nationalsozialen als Sonderorganisation ist rühmlich wie ihr Leben; es weist uns von neuem auf ein ideales Ziel. In der parteipolitisch so unbedeutenden Fusion liegt, zum ersten Mal seit langer Zeit, die Tendenz auf die „große liberale Partei". Vor einer parteipolitischen Frage, die eine prinzipielle Tragweite hat, steht auch die Sozialdemokratie. Zwischen ihren Führern wird die Frage diskutiert, ob man aus den Reihen der Partei einen Kandidaten als Vizepräsidentendes Reichstages präsentieren solle. Die Meinungen in dieser Frage gehen auseinander. Der Abg. Heine hat sich dieser Tage (vergl. pol. Tagesschau) öffentliche der Ansicht Bernsteins angeschlossen, daß die Partei den Vizepräsidentenstuhl besetzen müsse. Interessant ist, wie die verschiedenen Führer sich zur Aufsagung ter Repräsentationspflichten eines Mitgliedes des Reichstagspräsidiums stellen. Nun, wie ter Entschluß der Partei auch ausfallen mag, die bürgerlichen Parteien können und wollen der Sozialdemokratie, falls sie der repräsentativen Verpflichtungen sich nicht entziehen will, nicht in den Weg treten, wenn sie einen KandÜmten zum Reichstagspräsidium aufstellt. Viel mehr Aussehen als diese Erörterungen haben die ungarischen Ereignisse dieser Tage erregt. Im ungarischen Reichstag hat es einen großen Skandal gegeben. Der Ministerpräsident Khuen hatte am Mittwoch in seiner Eigenschaft als Abgeordneter den Antrag gestellt, daß die Debatte über p!as Regierungsprogramn: endliche abgebrochen unb die Jndemnitätsvorlage auf die Tagesordnung gesetzt werde. Die Abgeordneten ter äußersten Linken machtet: infolgedessen einen Höllenlärm. Als der Präsident schließ lich einen schriftlich ihm überreichten Antrag weitergeben wollte, verlangten die wütenden Oppositionsredner die Anberaumung einer geschlossenen Sitzung, um über eine Be- techungsafsäre zu verhandeln. Wir haben schon die Mit- teilung gebracht, daß der Abg. Papp 10000 Kronen auf den Tisch des HaüseS legte mit dem Bemerken, er habe diese Summe erhalten, damit er die Obstruktion im Stiche lasse. Nun hat sich bekannllich inzwischen ergeben, daß zwar der Ministerpräsident direkt an den Bestechungen nicht beteiligt ist, daß aber Bestechungsversuche gemacht worden sind, ist durch das Gestmtdnis des Grasen Szapary, des Gouverneurs von Fiume, sicher sestgestellt. Me nun die Lage in Ungarn endet, ist nicht abzusehen. Me politische sehr gespannte Situation ist durch die Affäre aufs äußerste zugespitzt worden. Und die Klärung der Bestechungsgeschichte lüstet nicht nur den Schleier, der über diesem einzelnen Fall tag, ontern wirft zugleich grelle Streiflichter auf den korrumpierten Zustand, in dem sich das Parlamentarische Leben in Ungarn befindet. Aufführung deutscher Bühnenstücke gibt einen hoffnungsvollen Ausblick auf die Zukunft der deutschen Bühne in den Vereinigten Staaten. Und das ist doppelt erfreulich, wenn man sieht, wie viel Unkraut auf den amerikanischen Bühnen wuchert, wie da auf den Bühnen niedrigen Ranges die Jugend geradezu zum Tragen und zum Gebrauch von Schußwaffen, zu Mord und Selbstmord, zu Wagehalsigem und Abenteuerlichem ebenso verleitet wird, wie durch die Schundliteratur. Me drei Großmächte der neuen Welt, die Irländer, Deutschen und Juden, müssen dort die unflätigsten Roheiten über sich ergehen lassen und werden zur fratzenhaftesten Verzerrung einzelner Bühnencharaktere benutzt. Meser üterhandnehmende Unfug brachte'jüngst die schon lange nur mühsam zurückgehaltene Wüt der Irländer zum Ausbruch. In Newyork und Philadelphia bombardierten sie die Schauspieler mit faulen Eiern, Rüben, Kohlköpfen und sogar Ziegelsteinen. Von dieser Politik der faulen Eier werden dtp beiden anderen Großmächte absehen, dafür aber umsomehr bildend und ausklärend wirken." DasneuesteHeftvonVelhagenLKlasings Monatsheften bringt eine Fülle interessanter Beiträge. Prof. Dr. Wilh. Oncken gibt Erinnerung en anBis- m a r ck und sein erstes P a r l a n: e n t (1867), Prof. Dr. Heyck erzählt von Maria von Medici an der Hand der einzigartigen Ruhmesgalerien, die die Königin für sich durch Peter Paul Rubens jcyafsen ließ. Tie Romane „Ketten" von Ida Boy-Cd uui) „Der Stroz" von Fürst Wrede werden zu Ende geführt; das Heft bringe ferner eine abgeschlossene größere "Novelle „Der Knirps" von A. Sonrmer, eine reizende Kind erge schichte rc. rc. Nr. 179 S-schet»tt täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem YeMschen Landwirt die Gießener Familien, blätter viermal in der Woche betgelegi. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl^chen VslMfche Mochenfchml. Gießen, 3. August. Auch in dieser Mochte standen die Ereignisse in Rom noch tat Mittelpunkt des politischen Interesses. Zwar war es meist nur müßiges Gerede, was die einander widersprechet) en Meldungen mutmaßten über die Aussichten dieses oder jenes Kardinals. Kein Mensch weiß heute, wer aus deut Konklave als Sieger hervorgehen wird. Wenn man den gsegenwäMgen Stand des Konklaves anjieht — soweit mcm eben ans die Zeitungsmeldungen angewiesen ist — kommen 6 Kardinäle hauptsächlich in Betracht. Es gießt tat Kardtaalskolleginm zwei Strömungen, die gegeneinander arbeiten und deren Vertreter auf ter estaen Seite Götti und Mampolla, auf der artteren Seraphtao Vannu- telli und Oreglta sirch. Im ersten Wahlgang mußte, weil man wohl auf allen Seiten sich ter Einwirkung auf die Wähler enthielt und eine abwartende Haltung einnahm, eine größere Zersplitterung der Stimmen eintreten. Dann werden viele zu Gunsten artterer, die mehr Chancen habejn, zurücktreten. Die Kardinale, die seither vielfach als Haupt- Landidaten genannt wurden, von denen aber in feiner Weise einer als der aussichtsreichste bezeichnet werden kann, sind: Rampolla, Gotti, Mrnnutelli, Oreglia, Sarto und di Pietro. Hoffentlich wird das Konklave kurz sein. Man nimmt auch! vielfach an, daß es bald beendet sein werde. Me Pforten des Vatikans haben sich bereits hinter den Kardinälen geschlossen. Schon wurde, wie uns die letzten Meldungen sagen, am Samstag gegen 12 Uhr dem Heer der Neugierigen auf dem Petersplatz, die dichtgedrängt unverwandt nach dem Blechjschornstein der Sixtina schauten, durch eine Rauchwolke aus dem Schornstein das Zeichen, daß die Stimmzettel deS ersten Wahlganges verbrannt sind und eine Erneuerung ter Wahl notwendig ist. So liegen die Dinge heute. Mit welchen Gefühlen muffen die gr ei sein Wähler den bedeutungsvollen Wahlakt vornehmen! Man denke sich ta; die Lage eines solchen Kardinals verfetzll Wähler sein im schert Sinne heißt, eine Stimme für ein Progran -geben, einen Stein zu einem Gebäude herbeifchafft.^, —chl— tat Konklave sein aber bedeutet, gegen sich selbst hanteln, notgedrungen einen Impuls an- regen, der vielleicht zur Entsagung des eigenen Wunsches, zur Wahl eines Kolföen führen tarnt! Wie muß viele ter Wähler ter JnstinÜ ter Selbstenthaltung quälen und wie schwer, wie bleiern muß siie äußere Ruhe auf ihrem Mmmwrantlitz tasten! Bedenkt man, um was es sich bei tee^ta Drama hantelt — um die Erhebung zum ^rpst, des, wie mau sagt, von Gott eingesetzten unfehlbaren Beherrschers der GLäubigeir eines N^itverbreiteten religiösen Bekenntnisses — so versteht man, daß ter Erdball mit Recht seine Aufmerksamkeit auf dieses titanischje Ringen der mensch lichen Leidenschaften richtet. Me Spannung, mit der man das Resultat erwartet, ist groß, wenngleich man sich sagen muß, daß der Gang der päpfllichen Politik unter den heutigen Verhältnissen kaum erheblich von dem seitherigen Kurs icnb weichen wird. Deutschland hat am Ausgang ter Papstwahl kein größeres Jrrteresse als die anderen Läuter. In unserer deutschen Politik wird der neue Papst kaum eine weit- tragende Aenderung der Situation herbeiführen. Anders 1 st ehr es mit Frankreich, dessen Regierung einen erbitterten Kampf gegen die kirchlichen Ansprüche begonnen hat. Hierhin wird auch der neue Papst feine Hauptsorge und feine regere Wirksamkeit wenden wollen. Innerhalb ter deutschen Grenze herrscht in ter Politik < ziemliche sommerliche Stille. Der Kaiser ist "auf seiner Nord- ' landsreise, und tat Reich ist nur ein einziges politisches Ereignis eingetreten, über das sich denn auch die Presse mit großem Eifer hergemacht hat. Me Nationalsozialen ; sind zur freisinnigen Vereinigung übergetreten. Zwar wird ' oie parlamentarische Gruppierung durch diesen Uebertritt nur sehr unerheblich geändert; nur ein einziger national- 5 9 Atf o -SBKK&. GietzenerAnzeiaer " eeneral.ünjdga " **’ Amts- und Anzeigeblatt fiir den Kreis Sietzen Ms ——————————— __zetgentetl: Hans Beck. WtatfM hn W-W die Itihmg; zu leiten hat.__ Simna des-Strafverfahrens umrütz । -------------- J.. y < «___,,.c+/4-MKi.n neaen ben Geh. Oberbergrat Professor Dr. Lepsins find, wie uns die Direktion des Großh. Adrsenn^ in Darmstadt schreibt, in verschiedenen Zeitungen Mcktcck- ungen erschienen, die unklare und zum Teck unrecht:ge Darstellungen enthalten. Die Direktion des Museums frehü «««I - ->.» 3«». U-I-- «--'--»4-- Spezialmcrrke, garantiert, sranz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Lllerflasche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. Ferner gelten meine französischen Kognaks unter Oriainalverschluß als die Mein Cig$irreH' (ennros u.endetail)Geschäft Kognak- und Weinhandlung Für die Reise empfehlen wir unsere grosse und schöne Auswahl in 5866 farbigen Himbeersaft, Jngwerbier, Brause- bonbons, 5o||or zur einfachen, billigen Selbstbereitung voll kohlensaurem Wasser, Brausepulver rc. 5804 Adler-Drogerie Sellersweg 39.1 Otto Schaaf. | Iußöoden- | Anstrich.! ßerustriulacksarbe lose gen)., Pfund 90 Pfg., über Nacht trocken, Kpintuslacksarbe lose gew., Pfund 75 Pfg., sofort trocken, sowie sämtliche Oelfarbeu, Lacke, Pinsel rc. Gust. Walter, ^ Wäusöurg 13. Heteph. 386. In das Handels-Register Abt. A wurde heute bezügllch der Firma , August Ackermann" zu Gießen eingetragen: Offene Handelsgesellschaft ist in Folge Ausscheidens des Teilhabers I Wilhelm Eichmann erloschen. Firma wird von Otto Ackermann unter Uebernahme von Aktiva und Passiva weiterbetrieben. Der Ehefrau Else Ackermann gebor. Groschwitz zu Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 31. Juli 1903. Großh. Amtsgericht. [5951 Versteigerung. Dienstag den 4. August d. I., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 3 Pferde, 3 Wagen, 1 Haut Sohlleder, 1 Schreibtisch, zwei Sofas, 6 Rohrstühle, 20 Rehgeweihe, 1 Jagdflinte u. s. w. 5966] Born, Gerichtsvollzieher. Salat- und Speise-Kartoffeln von Mk. 4.50 an per Zentner enipfiehlt 5685 I. Hankel, LMch 6. TWÄM billigst abzugeben. Gießen, den 25. Juli 1903. Löber, stellverrret. Psandmeister. Prima neue Holländer ! DollhkllWk,! per Ttülk 5 Pfg., empfiehlt 5971 Ph. Herrmann, Sellersweg 33. Telephon 257. « Ifl w llt» Id« auW De"1® den>A dl« **' HitW (total la, ° Untot 3» Hrige Kelauie leitete den al in der wurdet deitz« eine t nlchuu Oberb dankte dem € spiel,, pllch i mitten illunw einer erweip Strafe in ute. schreibt Altenbi §iernnf lvüsen baä tz beuka Amp Äerdi Grün wie i Wir wims der S Patr ‘ vL 11 plitzc. dvL K biLT zeigtr Ltzti tereü Peter - B geteil 19, ii Leine biejen im er telli fi jedoch oftentl durch § auch K Arasilie des Kar ungsschr orbnung rate ui ^ufgenox Aensk d oom oeh 1^; t ^ngen Quillt f'h sch '»»riet NOaie h°t Mach "Jätete 3 ?? ben M aus ‘ «Oe.?' ff* ä e"otat nt bem , Serben ‘