>.20; durch Ter Gchulsteatze Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 5L Volttische Tagesschau. DaS lenkbare Luftschiff in Frankreich. General Andre. Die beiden genannten Offiziere fanden sich denn bereits auch am Tonnerstag in Nenilly ein, wo Santos Dumont seine verschiedenen Luftschiffe untergebracht hat, von denen namentliche der „Santos Dumont Nr. 10" und oessen Motor von 60 die Ausmerksanrkeit der Offiziere errege. Diese schienen ganz begeistert von den ersten Versuchen, und gedenken bereits demnächst ein praktisches Experiment vorzunehmen, das darin bestände, in einem Tage von Paris nach! Nancy oder Belfort zu gelangen. Santos Dumont soll7 früh morgens Paris mit der Eisenbahn verlassen, sein Luftschiff und das gesamte Material sowie das zur Bedienung notwendige Personal in besonderen Waggons mitnehmen und in einer kurzen Distanz vor der zu erreichenden Stadt aussteigen und von dort mit dem Ballon sein Ziel erreichen. Santos Dumont erklärt^ daß er nur zwei Stunden braucht, um sein Luftschiff in Äand zu setzen. Nr. 179 Erscheint täglich außer Sonntags. Dein Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit bem Hessischen Landwirt die Siebener Familien, blätter viermal in der Woche betgelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'fchen Untv*L^Buch-u.Stein- (Pietsch Eichen) Kie ungarische ZSestechuugsaffäre. Die Haltung Szaparys in der Nacht von Freitag auf Samätag vor der Parlaments-Kommission war jammer. I voll. Man hatte Mitleid mit dieser zusammengebrochenen Gestalt, die M, von raffinierten Schtrnndlern hatte übertölpeln lassen, und Geld hergab, mit welchem der Haupt- Faiseur einfach durchbrannte, nachdem er seine dringerchsteri Schulden bezahlt hatte, um vor Polizei-Bersorgmig sicher zu fein. Eine besondere politische Bedeutung hat dre Affäre I keineswegs. Zweifellos gewinnt aber die Obstruktion hier- aus neue Nahrung und dies verschlechtert für den Augen- l blick die politische Lage. ~ - In der Vormittagssitzung am Samstag der zur Aufklärung der Vestechungsangelegenheit eingesetzten pnrlw- mentarischen Untersuchnngskommispon erklärte ^wr Äb^- ■ ordnete Olav, er besitze Kenntms von mehreren Bestech- i unasversuchen, die er dem JmmunitätsaussclMß anmelden I werde. Die weitere Zeugenvernehmung ^gab, daß Graf I Szapary auch mit Sozialisten verhandelt habe, um sie | zum Aufgeben des Kampfes gegen das _ gegenwärtige Re- I gime zu veranlassen. In oer Abendsrtzung teilte der I Abgeordnete Weszy mit, daß man ihm indirekt durch, den I Obergespan in Hagara, Grasen Teleki, den Schwier des I Ministerpräsidenten, verführerische Angebote gemacht habe, I )ic er jedoch zurückgewiesen habe. Darauf gibt Seres I an. daß er, Dienes und Singer in einem Zimmer des | 2ationalt'asinos mit dem Grasen Szapary üv-r bie Be- I ü echungsangelegenheit verhandelt haben. Jnr Nebenzrm-j mer jri der Ministerpräsident anwesend gewesen. Teleki sagt aus, von der ganzen Sache nichts zu wissen. Der Abgeordnete Bela Kubik meldete gegen den Minister für Kroatien, Domasitsch, den In ko mpa tibilität s fa ll an, toei: der Minister anläßlich seiner Ernennung sich nicht einer Neuwahl als Abgeordneter unterzog. Infolgedessen gab Tomasitsch gestern seine Entlassung als Minister, um die Inkompatibilität gegenstandslos zu machen. — Ministerpräsident Khuen Hedervary wird in der Sitzung der Untersuchungs-Kommission am Montag die ehrenwörtliche Erklärung abgeben, daß er der Bestechungsafsäre völlig fern steht. — sstunmehr hat auch, Gras'Szapary die Betrugs- Anzeige gegen den Redakteur Dienes erstattet. — Gra' Szaparv hat Budapest verlassen. Er will eine Reise um die Welt antreten. — Sonntag nachmittag veranstalteten die Sozialdemokraten einen imposanten Demonstrationsumzug, an welchem etwa 20 000 Personen, darunter viel bürgerliches Element, teilnahmen. In einer darau ; stattgehadten Versammlung wurde eine Resolution gegen den Grasen Khuen beschlossen, welche allen oppositionellen Abgeordneten mit dem Ersuchen zugesandt wird, den Kampf sortzusetzen, damit endlich die notwendige Par- lamentsresorm herbeigesührt werde. Aie Wahl des «even Yapstes. Am Samstag früh 8 Uhr begaben sich die Kardinüle in die Paulinische Kapelle und nahmen alsdann das Abendmahl ein. Den Kranken wurde es in chrer Wohnung gegeben. Hierauf folgte Frühstück und gegen 10 Uhr gingen sie einzeln und paarweise in die sixtinische Kapelle. Es folgte die Wahl derer, welche die Stimmen der kranken Kardinale ijt deren Wohnung abholen müssen. Jeder Kardinal, der in die Urne sein Beto legt, spricht eine Formel, die auf deutsch lautet: Ich schwöre, bei dem Herrn, der mich dereinst richten wird, daß ich den wählen werde, den ich nach Gottes Willen als den Würdigsten wählen zu müssen glaube. — Unter den Gesellschaftern der Kardinäle befinden sich mehrere Gelehrte. Kardinal Kopp hat als Konllavisten den Kunsthistoriker Steinmann, Kardinal Fischer den Historiker Jansen bei sich. — Sonntag hatten schon von der frühesten Morgenstunde sich eine zahlreiche Menschenmenge auf dem Peters- platze angesammelt, die trotz der großen Hitze die Sfumata erwartete. Diese erschien um 11 Uhr 20 Min., innerhalb 6 Minuten zweimal hintereinander, was darauf schließen läßt, daß eine Acceßwahl stattfand, und zuerst die Zettel der ersten Abstimmung und dann die der Acceßwahl verbrannt wurden. Als die Sfumata vorüber war, begab sich eine zahlreiche Menschenmenge in die Peterskirche, um zu beten. Bon der außerhalb des Konllaves befindlichen Loge über der Bronzetür des Vatikans aus betrachteten viele Prälaten und Angehörige der Nobelgarde das belebte Bild, das der Petersplatz gewährte. Vormittags zelebrierte Msgr. Lazzareschi aut Hauptaltar der Peterskirche die Messe, der it-a . alle katholischen Vereine und Schulen beiwohnten. Nach der Messe zogen alle Anwesenden in Prozession am Grabe des Papstes vorüber. Aus dem Petersplatze herrscht lebhaftes Treiben. Die „Voce della Verita" meldet, daß schon bedeutende Spenden für das Denkmal Leo XIII. eingegangen seien. Von 5 Uhr an ist der Petersplatz außerordentlich belebt. Die Menge wuchs so stark an, daß die militärische Absperrung verstärkt und auch aus den Platz vor der Kirche ausgedehnt wurde; doch wird das Pubttkum in der Peterskirche, deren sämtliche Türen geöffnet sind, zugelassen. Um 6 Uhr 40 Min. stieg die vierte Sfumata vom Dache der Sixtinischen Kapelle auf; die Menge wartet noch auf dem Petersplatze. Ms kurz nach 6 Uhr aus dem Kamin der sixtinischen Kapelle Rauch aufstieg, und' zufällig wegen des Peterssestes die Glocken läureten, glaubte man, der Papst sei bereits gewählt, aber bald merkte man, daß man sich getäuscht hatte. Aus dem abermaligen negativen Resultat zieht man den Schluß, daß im Konklave scharfe Gegensätze bestehen. Man bezweifeü sogar, ob heute oder morgen eine Wahl $u stände kommt. Gerüchtweise verlautet, Rarnpolla habe bei der ersten Abstimmung 20 Stimmen erhalten und auch der Nachmittags-Wahlgang habe ein ähnliches Resultat gehabt. Vielfach spricht man davon, die Kc.rdinäle würden sich aus den von Gibbon vorgeschlagenen K-mpromiß-Kandidaten Martinelli einigen. Die Spannung bet Menge ist sehr groß. Auf dem Petersplatz sah man alle Stände vertreten, vom Bettler bis zum vornehmen Nobile. Nach den Meldungen aus dem Vatikan hat di Pietto das Konklave beschworen, ihn nichl zu wählen, da er zu alt und kränklich sei. Rampolla hat sich neuerdings für Martinelli oder' Sarto erklärt. — Die Ueberwachung des Konllaves ist so streng, daß selbst Hühner und Fische geöffnet werden, bevor sie hineingebracht werden dürfen. Nur die an Oreglia gerichteten Postsendungen werden keinerlei Prüfung unterworfen. — Me Sonntagswahlen verliefen also ergebnislos. Die Menge aus dem Petersplatze verlies sich abends erst nach 8 Uhr. lieber das Ergebnis der heutigen Abstimmung glaubt das „Giornale d'Jtaliä" melden zu können, daß vornehmlich Rampolla und Vannutelli, in der Nachmittagsabstimmung auch di Pietro und Capecelatro, viel Sttmmen erhielten. „Italic" sagt, die Rampollapartei hätte die Oberhand zu Gunsten di Pietros. „Giornale d'Jtalie" meldet, es wären Versuche, aus dem Konklave mit der Außenwelt in Verbindung zu treten, beobachwt worden, die Oreglia zu einer Verschärfung der Ueberwachf ungsmaßnahmen veranlaßten. kühne brasilianisckie Lustschifser Santos Dumont erschien während der großen Truppenschau des Nationalfestes vom 14. Juli urplötzlich aus dem Manöverfelde von Longchamps mit seinem lenkbaren Luftschisfe und erregte die Bewunderung aller Zuschauer. Nach der Truppenschau richtete Herr Santos Dumont ein Schreiben an den Kriegsminister, General Andrs, um ihm mitzuteilen, daß er sich Frankreich im Falle eines Krieges mit irgend einem Staate, ausgenommen mit Brasilien (der Heimat des Luft- schifsers) zur Verfügung stelle. General Andre antwortete darauf mit nachstehendem Schreiben: Mein Herr! Im Verlaufe der Truppenschau vom 14. Juli hatte ich. die Leichtigkeit und Sicherheit bemerkt und bewundert, mit der der von ihnen gelentte Ballon sich bewegte. Es war unmöglich, die Fortschritte zu übersehen, mit denen Sie die Lnstschiffahrt ausgestattet haben. Es scheint, daß diese dank Ihnen nunmehr praktischen Anwendungen, namentlich vom militärischen Gesichtspnntte aus, dienen soll. Ich erachte, daß sie diesbezüglich sehr ernste Dienste in Kriegszeiten leisten kann. Ich bin daher glücklich das Anerbieten anzunehmen, das Sie mir machen, un Noftalle Ihre Luftflottille zur Verfügung der Negierung der Republik zu stellen, und danke Ihnen in deren Namen sür Ihr liebenswürdiges Anerbieten, das von Ihren lebhaften Sympathieen für Frankreich zeugt. Ich habe den Herrn Dataillonschef Hirschauer, Kommandierenden des Lustschisferbataillons beim ersten Genieregiment, bezeichnet, der im Einvernehmen mit Ihnen die zu ttessen- den Maßregeln prüfen wird, damit Sie die Absichten, die Sie mir bekundet, durchführen können. Der Herr'Oberstleutnant Vourdeaux, Sous-Ehef nieines Kabinetts, wird sich übrigens jenem höheren Offizier anschließen, um mich persönlich über die Resultate Ihrer Arbeiten auf dem laufenden zu erhalten. Empfangen Sie, usw. . . . Deutsches Keich. Dron theim,2. Aug. Der Kais er besichtigte gestern vormittag die Renovierungsarbeiten im hiesigen Dom und begab sich blurauf zum deutschen Konsul I e n s s e n, bei dem er das Frühstück einwahin. Heute vormittag wurde ein Gottesdienst an Bord der ,^tz-ohenzollern" ab gehalten. Das Wetter ist seit gestern kühl und regnerisch. Berlin, 2. Aug. Der „Norddeutschen Mlgemeinen Zeitung" zufolge ist die von einem englischen Blatte vev- brettete Nachzucht, der deutsch eKaiser habe wegen eines im Herbst England ab zu stattenden Besuches an den König von England geschrieben, erfunden. — diach einer Mener Meldung des „Berl. Tgbl." dürste der Besuch König Eduards in Wien mit der Anwesenheit Kaiser Wilhelms daselbst zusammenttesfen. — Anläßlich des morgigen ö0jährigen Regier- un gsjubiläüms des Herzogs von Altenburg chreibt die „Nordd. Allg. Ztg.": Allezeit für das Wohlergehen seiner Untertanen besorgt, hat Herzog Ernst sich im Lause feiner langen und gesegneten Regierung auch stetts als ein echt deutscher nattonalgesinnter Fürst erwiesen. Mit einem Lgnde bringt daher das ganze Reich seine Glückwünsche zu dem seltenen Ehrentage dar Ausland. Cowes, 2. Aug. Der König und die Königin sind nachmittags, von Queenstown kommend, hier eingetroffen. Wien, 2. Aug. Der König von Rumänien, der aus seiner Steife nach Gastein am 8. August hier eintrifft, wird vom 9. bis 10. August zum Besuch des Kaisers Franz Josef in Ischl weilen und am 11. August Weiterreisen. Paris, 1. Aug. Das Parlament wird erst nach dem Besuche des Königs Viktor Emanuel, und zwar am 15. Oktober, einberufen werden. — Der Chefdes französischen General stab s, General Pendezeck begiebt sich einer Einladung des Zaren folgend in den nächsten Tagen nach Rußland, um den großen russischen Manövern beizuwohnen. Der General wird dem Zaren aus dessen Wunsch ein Mbum überreichen, worin sich 60 photographische Porträts französischer Generäle sowie Stahlstiche und Zeichnungen, Episoden aus dem Krimkriege darstellend, befinden. Das Album soll dem Museum in Sebastopol einverleibt werden. — Vor dem Denkmale Etienne Doleti veranstalteten die Freidenkervereine heute nachmittag eine Kundgebung. Sie versammelten sich vor dem Stadt- Hause und zogen, die internationale Hymne singend und unter Schmährusen aus die Geistlichkeit, nach dem Maubert- platze. Die Polizei hat umfassende Vorkehrungen zur Aufrechterhaltung der Ordnung getroffen. Aus dem ganzen Wege haben sich zahlreiche Zuschauer ang-csammelt, doch hat sich kein Zwisll),ensall ereignet An die Kundgebungen schlossen sich zwei öffentliche Versammlungen an, in denen sozialistische Redner die Trennung von Staat und Kirche forderten. Nach Schluß der Versammlung kam es zu einigen Stockschlägereien zwischen Freidenkern und ihren Gegnern, jedoch zu keiner ernsteren Ruhestörung. Bordeaux, 2. Aug. Hier fand gestern abend in der Alhambra ein großes sozialdemokratisches Meeting statt. Die Abgeordneten Dejeante, Constans und Jules Guesde hielten Reden. Letzterer ezttwars ein Bild des revolutionären Sozialismus und forderte das Proletariat auf, sich von der Ausbeutung seitens der Kapitalisten zu befreien. Am Schluß seiner Rede richtete er heftige Vorwürfe gegen diejenigen Sozialdemokraten, welche sich kompromittiert hätten, indem sie einen Minister posten angenommen hätten oder einen Vicepräsidentensitz in der Kammer angenommen haben. Dieser letzte Teil der Rede wurde durch laute Kundgebungen begleitet. Die Anwesenden brachten Hochrufe auf Jaures und Millerand, welche mit dieser Anspielung gemeint waren, aus. Andere brachten Hochrufe auf Guesde aus. Die Ruhe konnte erst nach geraumer Zeit wieder hergestellt werden. Tanger, 2. Aug. Den hiesigen marokkanischen Behörden ist die amttiche Nachricht zugegangen, daß der Prätendent in einem Gefecht schwer verwundet worden und infolgedessen gestorben sei. — Unruhen an der: marokkanischen Grenze dauern an. Wie es heißt, ist eine Mobilmachüngsordre bereits in Constantine eingetroffen und ein Teil der dortigen Garnison soll Befehl erhalten haben, nach der Grenze abzugehen. Petersburg, 2. Aug. Der Kaiser genehmigte den Vorschlag, eine besondere Kommission einzusetzen, die den Klein kr edi t organisieren soll, um damit den Bedürfnissen der Landwirtschaft Rechnung zu tragen. Der Finanzminister wird gleichzeitig ermächtigt, zu diesem Zweck für das nächste Jahr einen Kredit in Höhe von zwei Millionen Rubel zu beantragen. Es sind für die landwirtschaftliche Bevölkerung kommunale Spar- und Vorschuß- kassen in Aussicht genommen. Madrid, 2. Aug. Ter König wird, nachdem er die von ihm noch nicht besuchten Gegenden Spaniens bereist hat, möglicherweise nach dem Auslande reisen, um einigen fremden Souveränen Besuche abzustatten. Washington, 2. Aug. Die Re gierun gsein^ nahmen betrugen im Juli 48 611576 Dollars, die Ausgaben 56 490000 Dollars. Die Staatsschuld ^rahm um 5 011671 Dollars zu. Der Barbestand des Schatzes bettäat Dollars 1366194 228. Aus Stadl Uttö Land. Gießen, 3. August 1903. L. U. Promo tion en. Im Monat Juli 1903 wurden an der Landes-Universität promoviert: Zum Dr. theol. honoris causa: Konrad Ludwig Fro hnhäuser, Stadtpfarrer in Mainz; zum Lic. theol. honoris causa: Peter Grünewald, Stadtpfarrer in Mainz; zum Dr. med.: Otto Wirth, approbierter Arzt aus Neunkirchen, Joseph Borgard, approbierter Arzt aus Schmallenberg, Hermann Wantia, approbierter Arzt aus Gescher; zum Dr. phil.: Wilhelm Kirsch, Gand, ehern, aus Poulheim, Frederic William Rixon, Gand ehern, aus Heywood, Heinrich Wagner, Lehramtsassessor aus Gießen, Otto Reinecke, Gymnasialoberlehrer in Stendal, Peter Rixiu s, Gand. phil. et hist, aus Bingen. — Zum 50jährigen Doktorju- biläum wurde erneut das Diplom als Doktor der Medi- j,in dem Geheimen Medizinalrat Dr. Georg Ludwig in Heppenheim a. B.; das Diplom als Doktor der Philo- ophie dem Fabrikdirektor Dr. Karl Wilkens in Dresden und dem Dr. Emil Neubürger in Frankfurt a. M ** Unfere Garnison geht am 18. August auf drei Wochen nach dem Truppenübungsplatz bei Griesheim, um, wie man hört, von dort aus ins Nlanövergeläude abzurücken. — Am Sonntag, den 9. d. Mts., geht das Regiment per Eisenbahn nach Mainz, um an der am 10. d. Mts. bar* Erstes Matt. ISS. Jahrgang Montag 3.August 1903 —gsf Ä BerugSvret-r ” W monatUch75V^ viertel- Gietzener Anzeiger “ üeneral-ünitiger " !=K Amts- und Mzcigeblatl für den Kreis Sichen WA —————— ____________________ ” zetgentetl: Pan« Beck. Programms, dem Wettrennen Pferd gegen Rad, voraus, bei welchem der Radfahrer vom Reiter um über zwei Runden geschlagen wurde. ♦* Theater- uiti> Saalb au. Wie uns heute mit- Vermischtes. • Bochum, 1. August. In der Kohlen-Destillation von Schulz fand eine Explosion des Theer-Kessels statt. 6 Arbeiter wurden schwer verletzt. Der Schaden ist bedeutend. Eine halbe Stunde im Umkreise sind die Gärten und Wiesen durch Theer verdorben. Brühl (Rheinprovinz), 4. Aug. Durch den Einsturz einer Mauer eines Neubaues wurden 3 Arbeiter lebensgefährlich verletzt. • Braunschweig, 1. Aug. Von 400 Schulkindern, die während der Ferien in einem benachbarten Holze an Waldspielen teilnahmen, sind bis jetzt 67 unter typhösen Erscheinungen erkrankt. Die Ursache der Jn- ektion ist noch nicht sestgestellt. • München, 1. Aug. Nach den „M. N. N." ist der Realitätenbesitzer Waidelich nebst Familie seit 17 Tagen ver- chwunden. Seine Verpflichtungen sollen zwei Millionen. Mark betragen. * Kopenhagen, 1. Aug. Die norwegische Nordlichtexpedition, die den Winter in Spitzbergen verbracht hatte, ist nach Tromsö zurückgekehrt. Die Teilnehmer haben durch Kälte und Skorbut viel gelitten. Die niedrigste Temperatur betrug 37 Grad und trotz der Heizung waren in den Häusern höchstens 4 Grad Wärme zu erreichen. Die wissenschaftlichen Beobachtungen haben ein günstiges Resultat ergeben. ' Innsbruck, 1. Aug. Die Zillertalbahn ist an vier Stellen unterbrochen. Die Gefahr ist vorüber. Der Schaden ist bedeutend. Eine Mühle ist weggeschwemmt worden. * Perth, 2. August. Während des gestern hier abgehaltenen Crikettwettspiels brach die Tribüne mit 1 500 Zuschauern zusammen. Einer ist tot, etwa 150 Personen verletzt. • Peking, 2. Aug. Ein chinesischer Journalist wurde in barbarischer Weise durch Totschlägen hingerichtet, nachdem er in der Untersuchung zugegeben hatte, daß er vor drei Jahren im südlichen China einen Aufstand zu erregen beabsichtigte. • Der grimmige sran zösische Ma rin erninster Pelletan, der bisher als Feind der Frauen galt und mit seinem ungepflegten Aeußeren auf den ersten Blick den Eindruck eines echten verwilderten Junggesellen machte, ist reuig zu Kreuze gekrochen und hat sich die goldenen Fesseln der Ehe anlegen lasten. Er hat eine seiner Cousinen, eine bildhübsche aber blutarme Kreolin, eine Volksschullehrerin, als Gattin heimgeführt. Die junge Dame soll ein Muster von Eleganz fein; man hofft daher stark, auch den Minister eines Tages noch als elegantes Salongigerl herumspazieren zu sehen. Ein Blatt behauptet sogar, daß Pelletan beschlossen habe, sich in Zukunft zwei bis dreimal im Monat zu waschen. Das ist jedoch eine durchaus unverbürgte Nachricht. • Die Geselschast für Verbreitung vonVolks» bildung hält ihre diesjährige Hauptversammlung am 3. und 4. Oktober in Berlin ab. Die Verhandlungsgegenstände sind folgende: 1. Die Volkslektüre, ihre Bedeutung für das Volksleben und die Leseanstalten in größeren, mittleren und kleinen Ortschaften. Referenten: Dr. Jaeschke, Stadtbibliothekar in Elberfeld, Lehrer Selchow in Straßburg i. U. und Pfarrer Hörnlein in Premslin. 2. Fortbildungsschulen für Mädchen. Referent: Schulrat Dr. Zwick, Berlin. 3. Freiwillige Bildungsveranstaltungen in der Reichshauptstadt. Referent: I. Tews, Generalsekretär der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung. * „Von Pontius zu Pilatus". Wohl nur wenige sind sich des Witzes bewußt, den sie machen, wenn sie die Redensart „Von Pontius zu Pilatus laufen" in den Mund nehmen: denn sie denken kaum daran, daß ja Pontius und Pilatus eine Person sind. Richtig müßte es heißen: von Herodes zu Pilatus lausen, wie Heine bemerkt hat. Tatsächlich findet sich der Ausdruck in dieser Fassung in den 1796 erschienenen Skizzen von Meißner. Heute aber ist er nur noch landschaftlich in Gebrauch. Tie anscheinend widersinnige Wendung ist aber darum nicht ein sich falsch, sondern sie wird nur falsa) angewendet. Das wird im letzten Heft der Zeitschrift f. d. deutsch. Unterricht nachgewiesen und durch ein Seitenstück aus dem römischen Altertum gestützt. Ta, wie gesagt, Pontius und Pilatus nicht zwei Personen sind, so konnte man die Wendung nicht von solchen gebrauchen, die wirklich von einem 3um andern lausen, sondern nur von solchen, die das vorgeben, also in ironischem Sinne. Einen ganz ähnlichen Witz sollen die Römer mit Cäsar sich gemacht haben, der, als er 59 v. Chr. mit Bibulus das Konsulat führte, diesen hiesigen Sprechbereich die Orte Dortelweil und Stockstadt (Rhein) einbezogen worden. Die Gebühr beträgt für beide Orte je 50 Pfg. t. Aus dem Lumda-Tal, 2. Aug. Dieser Tage kam ein Viehhändler zu einem Bauern und fragte, ob er nichts zu handeln wisse. ,Mr könnten ein Geschäft zusammen machen", erwiderte der Geftagte, „ich habe sechs Bieter Holz' da liegen, die könntest Du klein machen". Der Bauer bot dem Viehhändler pro Meter 5 Mk., wenn er das ganze Holz klein machen würde, jedoch in der Allinung, daß alles nur auf Scherz beruhe. Der Händler nahm jedoch die Sache ernst, erschien des andern Tags mit seinem Wertzeug uill begann, trotz des Protestes des Bauern, Holz zu hacken. In zwei Tagen war die Arbeit vollendet, uiü> der Bauer mußte den versprochenen Lohn zahlen. Er hat sich, jedoch vorgenommen, bei ähnlichen Scherzen in Zukunft vorsichtiger zu sein. w. Bad Nauheim. Am Frauenwald sind 32 Morgen Wiesen und 5 Morgen Wald von einem internationalen Komitee auf 12 Jahre gepachtet worden zur Errichtung eines Sportplatzes, ans dem Golfspiel, Kroquei und Tontaubenschießen stattstnden sollen. Um das Unternehmen lebensfähig zu erhalten, sind von Nauheimer Einwohnern, namentlich Hotelbesitzern, auf die Dauer der Pachtzeit größere Beträge zinslos gezeichnet worden, auch hat ein Kurgast aus der Schweiz 5000 Mk. dem Unternehmen geschenkt. Ein Sporthaus mit Cafs wrrd bis zu Beginn der nächsten Saison, mit welcher das Unternehmen eröffnet werden soll, auf dem Sportplatz erbaut. — Nachdem die Pläne des Baumeisters Hofmann aus Herborn für die in Nauheim zu errichtende „Dankeskirche" die Genehmigung des Großherzogs erhalten haben, wird der Bau im Oktober d. I. auf dem Platze des bisherigen alten Kursaales in Angriff genommen werden. () Friedberg', 2. Aug. Das städtische Rathaus soll einem Umbau unterzogen w-erden, um für die P 0 lizei- verwaltung, die seither im großen Sitzungssaal untergebracht war, woraus sich nicht selten Unzuträglichkeiten herausstellten, geeignete Räumlichkeiten zu schlaffen. Auch, das Stadtbauamt soll im Rathaus untergebracht werden. Die Gesamtkosten des Umbaues, 3500 Mk., wurden von der Stadtverordnetenversammlung genehmigt. — Das Fest der goldenen Hochzeit begingen am 2. August Landwirt Georg Kipp und seine Ehefrau, geb. Klein im benachbarten Ockstadt. Das Ehepaar ertzreut sich noch einer außerordentlichen Rüstigkeit. fc. Geisenheim, 2. August. Vermißt wird der Sohn eines höheren Regierungsbeamten in Straßburg, der sich hier auf einer Schule befand. fc. Waldalgesheim, 2. August. Der vor einigen Tagen auf einer Dienstfahrt Bingerbrück-Rüdesheim vorn Trajektboot verschwundene Postschaffner Heckert von hier wurde bei Oberwesel als Leiche aus dem Rhein gekündet. Worms, 1. August. Die in der gestern gemeldeten Abtreibungs-Affäre verwickelte Schauspielerin, zur Zeit in Mainz, wurde im Lause des gestrigen Tages verhaftet. Im Ganzen besinden sich in dieser Angelegenheit jetzt vier Personen in Untersuchungshaft. Frankfurt a. M., 1. Aug. Der Unterpäch-ter des Börsenrestaurants Weumakers aus Düsseldorf ist vorgestern unter Mitnahme von etwa 20 000 Mark plötzlich von hier verschwunden. Sein Bruder, der zuletzt im'Restaurant mit tätig war, wurde heute morgen verhaftet, als er Vorbereitungen zur Abreise traf. Es wurden nur einige hundert Mark bei ihm vorgeftmden. Frankfurt u M., 2. Aug. Vom 2. bis 4. August findet hier der zweite internationale Kongreß des Weltbundes zum Schutz der Tiere und gegen die Vivisektion statt. Sonntagabend 8 Uhr ist Begrüßung der Telluehmer, am Montag und Dienstag beginnen die Verhandlungen vormittags 91/2 Uhr. Montagabend werden zwei öffentliche Versammlungen veranstallet, in denen Vorträge über verschiedene Tierschutzfragen, namentlich über die Vivisektion, gehalten werden. An Gewerkschaftshaus sprechen Prof. Quidde-München und andere Vertreter deutscher Vereine, die dem Weltbund angehören, im polytechni- • scheu Saal Pros. Förster-Friedenau bei Berlin, O b e r st a. D Spohr-Gießen, Schuldirektor a D. Engler-Dresden und andere Vertreter deutscher und ausländischer Vereine. §ier ; werden Vorträge in deutscher, englisch>er und französischer . Sprache gehalten. Diestagabend 8 Uhr ist in der Loge zur ; Einigkeit musikalische Abenduut er Haltung, Mittwochjvorm. halb 10 Uhr treten die dem Weltbund angehörigen deutschen Vereine zu einer Tagung zusammen. Hanau, 3. Aug. (Originaltelegramm d. Gieß. Anz.) l Im benachbarten K e j f e t ft a b t wurde heute die Grund- ' steinlegung zur neuen ev a n g e l i s che n Kirche Voll- Kinder festlich geschmückt mit Blumen und Bändern auf Oswaldsgarten voll Erwartung eintressen, wo der Zug Anf- stellung nehmen sollte. Durch die vorzügliche Organisation oes Oämungskomitees gelang es dann auch in kurzer Zeit, die einzelnen Züge so zu gruppieren, wie es für einen derartigen Jugendfestzug zweckmäßig erschien. Voran schritten die Mädchen, geführt von den Vereinsdamen, chnen folgten die Knaben. Fliegende Bänder, Kränze, kleine Fähnchen, über 40 große Fahnen und 4 Musikkorps schmückten und ergänzten den Festzug. Gegen 3 Uyr kam dieser im Philo- sophenwald an, wo alle Unterhaltungen sowohl für die Kinder wie auch für das übrige vergnügungslustige Publikum eingerichtet waren. Leider unterbrach, gegen 5 Uhr ein mächtiger Regenguß, der glücklicherweise nur kurze Zeit anhielt, die fröhliche Stimmung. Er hatte eine Störung der Preisverteilung an die Kinder zur Folge, die aber bald wieder ausgeglichen wurde. Nach dem Regenguß nahm das Fest, trotzdem Tische und Bänke ziemlich naß geworden waren, seinen feuchtfröhlichen Verlauf. Der Festausschuß hatte eine Gedenkmedaille prägen lassen, bereit Ausführung überall Anklang fand und die gern gekauft wurde. Diese Medaille trägt die Inschrift: „Zur Erinnerung an das erste Volks- und Jugendfest 1903 — Vereinigte Wohltätigkeitsvereine, Gießen" und ist mit dem Stadtwappen geschmückt. Besonders verdienen aber auch die vorzüglichen Leistungen des aus 14 Knaben bestehenden Mesecker Trommler-Korps hervorgehoben zu werden. Tie Jungen verdienen wirklich alles Lob. Nun sei noch einiges vom Juxplatz erzählt. Hier hatten wir Gelegenheit, eine ganz neue Karussel, bestehend aus Hängeschaukeln, zu erblicken, die viel benutzt wurde. Die großartigen Ausrufe eines zum Besuch seines Theaters einladender Kraftmenschen zu hören, die allerdings oft durch noch originellere, humoristische Rufe aus dem Publikum übertroffen wurden, war sehr interessant. Jung und alt verlebte mit diesem Tag ein fröhliches Fest und wir können nur im Interesse aller eine alljährliche Wiederkehr wünschen. Gegen 8 Uhr gingen die ftinber im Zug, geführt von einem Musikkorps, zur Stadt zurück. Auf dem Festplatz aber herrschte noch recht lange reges Leben und Treiben. -r. Ein seltenes Schauspiel auf dem Sportplatz an der Hardt brachte uns der gestrige Sonntag, dem zuzusehen sich trotz ungünstiger Witterung em verhältnismäßig zahlreiches Publikum eingefunden hatte. Einige Spiele der Mexikaner und Siouxindianer unter Leitung des berühmten Bow- boys Texas-Tex, von denen das geschickte Lassowerfen besonders hervorgehoben sei, gingen der Hauptnummer des als Vertreter der Presse gewählt, was jedoch weder au3; der Aufforderung zur Beteiligung, die an den Gewählten erging, noch aus den in der letzten Versammlung gepflogenen Beratungen hervorging. _ , ** Das Beschwerdebuch. In einer unserer Wirtschaften ist seit einigen Wochen ein Kellnerlehrling eingetreten, welcher sich für das Geschäft ganz vorzüglich eignet. Ter für fein Alter noch recht kleine Mann wird wegen der ganzen Art, wie er die Gaste bedient, von dem Stammpublikum nur allgemein mit seinem Familiennamen angeredet, dem auch das Prädikat „Herr" vorgesetzt wird. Ter Verkehr zwischen dem angehenden Gastwirt und den Gästen wickelt sich seitens der letzteren in den liebenswürdigsten und höftichsten Formen ab. Nicht wenig erstaunt war daher der Piccolo, als ihm vor einigen Abenden von einem humorvoll gestimmten Gast das Beschwerdebuch abverlangt wurde. Der Fall war für den kleinen Mann nicht nur ganz neu, sondern setzte ihn sogar in Verlegenheit, weil er darüber nicht Bescheid wußte. Mer bei seiner angeborenen Dienstbeflissenheit besann sich der Jünger Gambrinus nicht lange, er ging in das Privatzimmer seines Herrn und meldete diesem, daß ein Gast das Beschwerdebuch wünsche. Schmunzelnd ging der Wirt aus den Scherz ein und übergab dem Jüngling zwei riesige, dickleibige Folianten mit der Weisung, der Ga'st solle nur inzwischen den Paragraphen heraussuchen, den er brauche. Schallendes Gelächter tönte dem diensteifrigen 'Jüngling entgegen, als er auf den Stammtisch mit dem ernstesten Gesicht von der Well die beiden Bände des Berliner Mreßbuches niederlegte, ober noch mehr lachte man, als er die ihm aufgetragene Bestellung wegen des Paragraphen ausrichtete. Lollar, 3. Aug. Am 1. August ab sind in den zogen. Landgraf A. Friedrich von Hessen Hai ür die Baukosten ein Gnadengeschenk von 25000 Mark bewilligt. , p a. Frankenberg, 1. Aug. Auf Anordnung des Regierungspräsidenten ist der ganze P f e r de b e st an d des Fuhrwerksbesitzers Th. Schneider getötet worden, da der größte Teil der Tiere von dem Kreistierarzt für rotzverdächtig erklärt worden war. Zu diesem Zwecke waren der Departementstierarzt Veterinärassessor Tietze aus Kassel und Dr. Heck, Assistent am pathologischen Institut der Königl. Tierärztlichen Hochschule zu Berlin, hier anwesend. Durch die sofort vorgenommenen Sektionen wurde festgestellt, daß von den 7 getöteten Pferden 6 Stück mit der Rotzkrank-' heit behaftet waren. Dr. Hack nahm zu Untersuchungs- und Unterrichtszwecken mehrere interessante Präparate mit nach Berlin. Von der Behörde sind die weitgehendsten Vor- ichtsmaßregeln getroffen, um der Verbreitung der Seuche vorzubeugen. Sv werden durch den Kreistierarzt^ sämtliche Pferde, die irgendwie mit den getöteten in Berührung ger- ömmen sind, 6 Monate alle 14 Tage untersucht. Die Krankheit ist durch zwei Handelspferde eingeschleppt worden. Die echs rotzigen Pferde werden zu 3/< vom Kommunalverband, das nicht rotzige ganz aus der Staatskasse entschädigt. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Hoch-Weisel wird z. Z. die Kirche einer Renovierung unterzogen; die Arbeiten sollen bis Spätherbst beendet sein. — In Frankfurt wird der zwanzigste Deutsche Tischlertag am 2., 3. und 4. August im Zoologischen Garten abgehalten. — In Mainz wurde in der Nach! von Freitag auf Samstag auf den Posten am Pulvermagazin Nr. 14 am „Fort Joseph" vor dem Gautor wiederholt mit Steinen geworfen. Der Soldat gab nach der Richtung, woher die Steine kamen, drei scharfe Schüsse ab, ohne jedoch jemanden zu treffen. — Wegen des be- örgniserregenden Umsichgreifens der Reblaus in den Reichslanden werden energische Maßregeln beraten. ftaitftndenden Kafferparade teilzunehmen. Me un§ mitgeteitt wird, sind für die voraussichtlich am 10. d. Mts. m Mainz stattsindende Kaiserparade sechs Unterofsiziere des h^sigen Regiments zum Wachdienst vor den Geinachern Sr. Maiestat des Kaisers ausgewähll worden. Gleichzeitig roert^n 2 Unteroffiziere zur Eskorte bestimmt. Es ist natürlich, daß dies- Ehre der persönlichen Dienst- bei Sr. M-r-stät nur dekorierten und tüchtigen Unteroffizieren des Regunents zu teil wurde. ~ Landwirtschaftliche Ausstellung Gießen. Der aeschästsführende Ausschuß des Ausstellungsunternehmens teilt uns mit, daß für den Rücktransport der Ausstell, ungsgegenstände und Tiere auf den Strecken der E.senbahn- Direktionsbezirke Kastel, Riainz, Frankfurt und Köln sracht- freie Beförderung bewilligt worden ist. Für die Hsnbeför- derung wird die volle tarifinäßige Fracht berechnet. Auf dem Frachtbriefe, der doppelt auszufertigen ist, ist zu ver. merken, daß die Tiere und Gegenständ- ausgestellt waren und unverkauft geblieben sind. **DerGesangve rein Liederkranz hielt gestern abend im Neuen Saalbau unter großer Beteiligung der Mitglieder sein diesjähriges Sommer fest ab. Lewer konnte diese Festlichkeit wegen der Ungunst ber Witterung nicht im Freien stattfinden, was aber für bte Säuger umso angenehmer war, da die gesanglichen Aufführungen unter der tüchtigen bewährten Direktion des Herrn H-ranz^Bauer vorzüglich zur Geltung kamen, insbesondere dre Aiadrrgall aus dem 15. und 16. Jahrhundert, sowie „Der ftohe Wandersmann" von Mendellsohn u. a. in. Tuß ine gesanglichen Leistungen dieses Vereins vorzüglich waren, bewies der naxb jedem Vortrag nicht enben wollende Applmrs der Zu- börer. Hervorzuhebeu finb auch die Vorträge der hiesigen Regimentsmusck, insbesondere das Soll für Piston des Herrn Neudack ** Verein,^ undesport für Gieß en und llm- aeaend". Die gestrige offizielle Eröffnung des neuen Achliefplatzes am Mittelweg, nahe Philosophenwall und LiÄiigshöhe, gestaltete sich zu einer iNiposanten Vereins- Festlichkeit. Alle Vorbereitungen für ein gutes Gelingen dieser Veranstaltmig waren auf das Sorgfältigste getroffen und der Erfolg des gestrigen Tages hat gezeigt, daß die Leitung des ganzen Unternehmens den denkbar besten Krästerl antiertraut ift In diesem Sinne hat sich rückhaltlos auch der als Preisrichter anwesende bewährte Kyno- [oge Emst Prösler aus Frankfurt a M., ausgesprochen, ber in längeren hochinteressanten Ausführungen über bie Kynologie im allgemeinen und bie intensive Tätigkeit des Gießener Vereius „Hundesport" im Besoilleren seiner hohen Beftiedigung Aiwdmck verlieh über die vorzügliche Allage dieses neuen Schliefplatzes. Diese Eröffnungsfeierlichkeit war in allen Teilen nur den Mitgliedern des Vereins, deren Angehörigen und näheren Freunden Vorbehalten; — zum Prüftmgsschliefen wurden deshall auch nur solche Hunde zugelajsen, bie sich im Besitze von Vereins- mitgtieöem befinden. Zn. den eingelaufenen zahlreichen Nennungen fanden die folgenben bemerkenswerten Prämiierungen statt: In der dteulings-Klasse auf Fuchs erhielten 1. Preise: Dachshund Männe aus ber Neustadt, Besitzer Ed. Noll; Terrier Fox von ber Mäusburg, Besitzer Georg Malllmosius. In offener Klasse auf Fuchs werden prämiiert: die Dachshunde Moritz, Besitzer Ferd. Schmidt und Waldmann von Wetzstein des gleichen Besitzers mit 1. Preisen, und der Dachshund Männe aus der Neustadt, Besitzer Ed. Noll, 2. Preis. Im offenen Dachsschliefen endlich errangen: Waldmann von Wetzstein L, und Nllrtz 2. Preis bei durchgängig vorzüglicher Arbeit. Volks- und JugendfestimPhilosoPh en- wald. Schon gestern morgen um 7 Uhr wurden die Einwohner unserer Stadt durch die Revellle einer umh erzieh enden Musikkapelle aus dem Schlummer geweckt und an das an diesem Tage stattfindende Volks- und Jugendfest erinnert Festvorbereitungen waren schon Tage vorher sowohl von den a^ngemelleten Kindern, wie auch von dem tätigen Festausschuß der vereinigten Wohltätigkeitsvereine getroffen worden, sodaß man mit Erwartung dem Verlauf entgegensehen tonnte. Hatten sich doch ca 2500 Kinder zur Beteiligung vormerken lassen. Gegen halb 1 Uhr nachmittags sahen wir dann auch bereits eine große Anzahl Mäder. Gerichtssaal. 4% Oesterr. Goldrente . 4l/6% Oesterr. Silberrente 100.80 41.00 Tendenz: still. Mr die Redaktion: I. V. August Götz. Wlanz am 31. Januar 1903 & 704240.02 a) 71595.10 b) 5816.57 183915.20 c) 373635.98 d) 23882.96 6) /r papiere nach dem 28037.60 ff ab liefert billigst Brüdl'sKe llniversitäts-v.uckerei, Gietzrn. 3n verkaufen 207.30 211.40 136.60 178.00 207.25 212.25 136.25 178.25 179.12 gegen Obligationen gegen Schuldscheine gegen Güterkaufgelder gegen Immobilien gegen Wert- 102.00 90.95 102.00 91.00 101.30 100,20 102.80 Rheinisches Technikum Bingen für Maschinenbau und Elektrotechnik. 6245 20045.45 25303.97 726574.46 65 1 3% Mexikaner . . 41?2,,/o Chinesen . . Electric, bchuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . , Gotthardbahn . . , Laurahütte . . . . Bochum . . . . . Harpener . , . . 3V2% 3% 3V,°/q 3 °/o 378o/o 372% 100.90 103.35 40.70 31.20 35- 132.20 Reichsanleihe do. Konsols . do. . . Hessen Oberhessen Oest. Kredit. . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Wetterauer la. gelbe Perle von Erfurt, liefert unter Nachnahme Die Bäderfrequenz beträgt z. Z. in Soden 2483, Königstein i. T. 1932, Ems 13107, Wiesbaden 28 440 Aktiva. An ausgeliehenen Kapitalien: Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1901 Während 1902 gingen ab .... . Passiva. Per aufgenommene Kapitalien y Geschäftsguthaben der Mitglieder nommene Besichtigung der Lokalitäten des Nationalkasinos ergab, daß die am Samstag gemachte Angabe des Journalisten Seres, der Ministerpräsident habe in einem anstoßenden Zimmer der angeblichen Beratung des Grafen Szapary mit Singer und Konsorten zugehört, absolut nicht stichhaltig ist, weil solche Räume, wie Graf Andrassy sofort erklärte, dort nicht vorhanden sind. Budape st, 3. Aug. Heute nacht kam es in einem Kasseehause zu einem Renkontre zwischen einem Major ber gemeinsamen Armee und zweiHonved-Soldaten, tvelche das Kossut'h-Lied sangen. Der Major brauchte die Masse und verletzte einen der Soldaten schwer. Die Oppo- lion wird auch diese neueste Mtlitärasfüce im Parlament zur Sprache bringen. §. New York, 3. Aug. Edison ist durch seine fortgesetzten Versuche mit den Röntgenstrahlen halb! erblindet. Die Aerzte haben ihn veranlaßt, die Versuche einzustellen und ihn gewarnt, wenn er ihren Weisungen nicht folge, werde er völlig erblinden. Bei dem einen ferner Assistenten ist der rechte Arm gelähmt, sodaß eine Amputation notwendig sein dürste, da die Gewebe, nachdem sie den Strahlen längere Zeit ausgesetzt sind, absterben. Drei Finger der linken Hand des Assistenten müssen wahrscheinlich ebenfalls amputiert werden. £. San Fr an cisco, 3. Äug. Eine Anzahl Sträflinge, die aus dem Gefängnis in Fulton ausgebrochen waren, wurden durch Miliz und Polizei verfolgt, undstn einem Hinterhalt überfallen. Es kam zum Handgemenge, wobei 4 Polizisten getötet und 2 Sträflinge verwundet wurden. Endlich wurden die Sträflinge sämtlich in die Grube eines Bergwerkes gedrängt, aus der man sie durch Feuer herauszu treib en drohte, falls sie nicht freiwillig herauskämen. Darauf ergaben sie sich. Harpener Bergbau . . 179.25 Schluß-Tendenz: besser. . 26.70 . 92.60 . 94.30 . 97.10 . 207.80 . 187.50 . 136.90 . 147.50 . 153.80 . 143.30 . 17.40 . 191.00 . 218.70 . 177.50 . 179.00 Km MrtschaDusset, auch zu Ladentheke geeignet, zu^ verlaufen. . 03657 Näheres Wiestnstraße 4, 11. Mark 00.00—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 00.00—00.00, Franken- Felder Mk. 00,00—00,00, Hafer Mk. 14.25—15.00, Mais Mk. 12.25—12.75 Weizenmehl 0 Mk. 25.75—26.25, 2. Qualität Mk. 23.75 brs Mk. 24.25, 3. Qualität M. 21.75—22.25, Roggenmehl 0 Mk.f 21.75—22.25, L Qualität Mk. 19.00—20.00, Weizenkleie Mt. 9.00 bis Mk. 9.25, Roggenkleie Mk. 9.75—10.25, Maiskeime Dtk. 10.25 brs Mk. 12.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—000.0. Altes per 100 Kg. ab hier. Paris, 3. Aug. Aus Veziers wird gemeldet: Gestern,fand-en in Florcnzac anläßlich der Gemeinderatswahlen Unruhen statt. Das Wahllokal wurde vom Publikum gestürmt, F-enster und Türen eingeschlagen. >Die Gendarmerie mußte eurschreiten und mehrere Demonstranten verhaften. Auf beiden Seiten wurden verschiedene Personen verletzt. Infolge dieses Zwischenfalles tonnte das Wahlresultat nicht verkündet werden. Barcelona, 2. August. Die Polizei verhaftete während eines Stiergefechts einen Anarchisten, der zwei Dyuarnitbomben bei sich trug. Reichen au, 3. aug. Der Wiener Tourist Franz Schmidt ist von der Köurgsschuß-Wand abigestürzr und blieb tot. Auch i<-ii der Kaiferwand ist ein mwetannter Tourist abge stürz.. Buda pest, 3. August. Der Ministerpräsident erscheint am nachmittag vor der parlamentarischen Unter* juchungskommijsion» Die gestern nachmtttaa vorae- 4% Ungar. Goldrente . . 4°/o Italien. Rente , . , 41/2 26 Portugiesen . . , 6°/_. Portugiesen. . . . , 1% C. Türken . . . Türkenlose . 4% Griech. Monopol.-Anl. 4 V, 56 äussere Argentiner M , Markte. 11 August. Fruchtmarkt. (Durchschnitts- nn ^00 Kilo.) Weizen 00.00 bis —Alk., Korn 16.00, bis - ®er’tc 00.00 bis 00.00 Hafer 14.00 bis 15.00 'Mk., /Ab)en 18.00-00 Mk., Linsen 00.00 Alk., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Utarf, Samen 22.00-00 Mk., Kartoffeln 10.00 bis 00.00 Mk. zr.n'O August. (Orig.-Telegr. des „Gießen, n? • Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreis e: ™ 16-/0—00.00, Kurhessischer Alt. 16.75—17.00, La Plata 16.2o-17.7o, Kansas Mt. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Echzell ä Etr. zu 3,50 'Mk. Ludwig Erb zu Echzell, (5711 Kartoffel-Versimdlgeschäst. Während 1902 gingen zu .... . Daher Stand der Mitglieder Ende 1902 . Lang-Göns, den 3. August 1903. Spar- und Leihiiasse Eingetr. Genossensch. mit unbeschr. Haftpflicht. Paris, 3. Aug. Aus Hennebon t wird gemeldet: Tie Streikenden hielten gestern auf freiem Felde ein Meeting ab, bei welchem der Delegierte des Metall-Ar- beiter-Berbandes eine Ansprache hielt. Nach dem Meeting begaben sich die Ausständigen gruppenweise zur Stadt zurück. Hterver kam es zu Zusammenstötzen mit den Gendarmen. Diese versuchten, oen Streiteno en die Fahne des Arbeiterverbandes zu entreißen. Dieselbe blieb jedoch in den Händen der Aus ständigen. Während des Handgemenges wurde ein Streikenver schwer verwundet. Zahlreiche andere Streikende sowie mehrere Gendarmen wurden leicht verletzt. Der Direktor: Der Rechner: Der Kontrolleur: Henrich. Wagner. Wagner. 64 4 68 ^Frankfurt a. M., S. August. (Telegr. Orig.-Bericht des „Greß. Anz."). Amttiche Stotrerungen der heutigen Viehmarkt- prerse. Zum Berkauje standen: 457 Ochsen, 152 aus Oestrich, 62 Bullen, 1 aus Oestreich, 712 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 00 aus Oestreich, 248 Kalber, 142 Schafe und Hümmel, 1299 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen--, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen L Qualität 70—73 Mk., 2. Qual. 65—67 Mk., 3. Qual. 61—64 All.: Bullen 1. Qual. 61 bis 62 Mk., 2. Qual. 57—59 Dlt; Kühe 1. Qual. 63—65 Alk., 2. Qual. Samstag,'Äends 7 Uhr : ,Teil." Im Äb. (Srotse $r.'-©onntag, I abends 6 Vs Uhr: ^Tristan und Isolde." Im Ab. Große Pr. — ^00 7?' 1-^ualckat81-83 Pfg., Lebendgewicht 49-50 Pf., Montag, 10. August, abends 7 Uhr: Vorstellung bei kleinen Preisen. ^6-, ,^^5"^6ewicht 43—46 Pfg., Schlacht- „Figaros Hochzeit." Außer Ab. — Als erste Neustudierung joll 2 70_172n^9;' am 23. August Wagners „Rienzi" zur Aufführung gelangen. Hieran sF -,8N..<°..,«->d-.«-. ».« M. «8leiger«. fängnis. Berlin, 3. Aug. Irr einer gestern abgehalbenen äußer ■-? zahlreiche besuchten Versammlung der Feilenarbeiter Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. ralstreik einzurreten, weil die Feilenhauer-Jnnnng ^den Berliner Börse vom 1. Angnst 1903. ! verlangten Lohntarif für nnannehrnbar erklärte und uber- (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) hstupt alle Forderungen kurzweg ablehnte. Privat-Diskont 3l/a Prozent. Leipzig, 3. Aug. In Röhrsdorf erschoß der Gnts- , Der außerordentlich günstige Abschluß des Hörder Vereins Inspektor Schwengler einen polnischen Arbeiter, der auf blteb gänzlich ohne Eindruck auf die heutige Börse, da den mäßigen ihn mit einer Sense losaina Meinungskaufen ziemlich umfangreiche Wochenschlußrealisationen Nürnbera 3 Aua Gestern nackmittaa nm 91/ gegenüber standen. Die gute Stimmung übertrug sich mehr auf Int. • c. -et. < , »acymniag um 2/ 2 die von Paris abhängigen Werte, von welchen Spanier, Türken |. bin emfahrender Vorortzug mit einem aus- und Türkenlose ihre Kurse nicht unbeträchtlich erhöhen konnten, fahrenden Zuge zusammen. Die Maschine und der Tender stellten sich die österreichischen Werte neuerdings niedriger, des letzteren entgleisten. Drei Personen wurden schwer ba die Nachrichten aus Budapest eine förmliche innerpolitische Per- n? rlekk roitrung wiederspiegeln. Es dürften daher auch die heutigen Rück- * c Q o e schlage auf unserem Montanmarkte in der Hauptsache auf Ver- London, d. Aug. Zum Andenken an den Besuch kaufe für Wiener und Budapester Rechnung zurückzusührerl fein, des Königs in Irland stiftete Lord Jveagh 50000 Lstr. E^^^^ders gute Haltung bekunden seit ewigen Tagen die Aktien zur Verteilung an die protestantischen und katholischen ÄÄ'tTÄÄI ff getjalten. in ^iew-Castle soll ebenfalls einen Teil von der Stiftung Anfangs- u. Schlußkurse. I erhalten. 5970 Gießen, New-Pork, den 3. August 1903. beute geziemend in Kenntnis. Der Vorstand 5959 Krofdorf, den 4. August 1903. 5115 zu vermieten. R. Oppenheimer Sohu. _____ MGWiK ■ (iDffhir Sfdhi Kans-Gesuche ZU vermieten eine Dingi eine werbt einfliu Gotti telli i man (Sin Weres Arbeiltzjerd zu kauten gesucht Licherstraße 19. t ed gfrtfl W V '."Vf# 5225) Schöne 3-Zimmerwohn- ung, mittelster Stock, Tieserrweg 19, per 1. August an ruhige Leute zu Perm. Edgar Borrmauu. Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 4. August, abends 6 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus. Blumenspenden werden dankend abgelehnt. Die Beerdigung findet Dienstag den 4. August, abends 6x/2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Die Beerdigung findet Dienstag den 4. August, nachmittags 2 Uhr in Krofdorf statt. abgeschlossener Vorplatz, neu her- gerichlet, per 1. August zu Perm. 5352)Christ. Reiber. 5560) Schöne 2-Zim.°Wohn. im 3. Stock per 1. Septbr. an ruhige Leute zu Perm. Bahnhofstr. 58,11. Ein brcwes, fleißiges Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht 5967)_______LudwigSplatz 2. iE aF kanbil einer Mnp oielfa des 2 Mos jagen gierig wand eine tegei 3eu größere- deutscher tragende W es ^vnpf hitl toiti regae j . Än Slevrliche iardsreis '^eignis Lj? * Ma «tt '■Men seine $ lifyn das Re -r noch t es mc Mer wer c man sowei ili- 5565) Schöne 4-Zinu-Wohng. (Mans.) zu verm. Asterweg 52. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber Vater, Schwieger- pater und Großpater Herr Philipp Heyer Ziuuuermeifter gestern pormittag nach kurzem Leiden im Alter pon 80 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag nachrntttag 4 Uhr pom Portale des neuen Friedhofs aus statt. [5972 häute. Fegen NM, MB Todes-Anzeige. Am 1. August nachnrittags entschlief nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Wileii Lo&aise Ferber. Um stille Teilnahme wird gebeten. Die tmernßen Hinterbliebenen. Marn des, i Todes-Anzeige. Verwandten, Freilnden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unser innigst geliebter Gatte, Vater, Bruder und Schwager Hm Georg Adam Reich im Alter pon 43 Jahren heute abend 91/, Uhr nach kurzem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Die tiestrauernden Hinterbliebenen. Gießen, Reuchelheim, Wallroth, Frankfurt.a. M., Pitts- burg, den 1. August 1903. 03683 Die Beerdigung findet Dienstag den 4. August, nachm. 4 Uhr, non der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. jtl ‘^nun„ toitb, k s-n u blelen3? 5‘Ä Todes-Anzeige. Sonntag pormittag IO1/, Uhr perschied nach kurzem, schwerem Leiden unser liebes, unpergeßliches -Söhnchen Bari NN Aller pon 10 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Bellnhöfer. Gießen (Erednerslr. 44), den 2. August 1903. 03684 Die Beerdigung findet Dienstag den 4.August, nachmittags 6 Uhr, oon der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Junges rräuleitt, das die Buchführung gelernt hat, sucht sich in dieser Weise fortzubilden, oder Stellung in einem Alodewarengeschäst. Offert, unter Nr. 03670 an die Exped. d. Bl. 5961] Junges Mädchen sucht pass. Stelle, wo es sich in Küche und Haushalt weiter ausbilden kann. Es wird weniger auf hohen Lohn, als auf Gelegerch. zur gründl. Erlernung aller Arbett und auf gute Behändl. aes. Gefl. Angeb. u. L. 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Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Zusammenkunft am Haupteingang. 5953 Achen We»z findet junger Mann mit 1500 Mk. bar durch ein Unternehmen, zu welchem Vorkenntniffe nicht erforderlich. Besonders geeignet für Möbelüschler und Maler. Anträgen unter Nr. 5962 an die Expedition ds. Blattes._____ 5351) Schöne Mansarden- WohniUig inii abgeschlossenem Vorplatz und Wasserleitung per Christ. 3'eibcr, Bahnhosstr. 63. 5703) 3-Zunmerwohliung mit Zubehör im 1. Stott zu vermieten Bahnhofstraße 33. . 4854] Lstanlage 40, neben der Freimaurer-Loge, ist die Parterre-Wohnung per 1. Oktober evtl, per 1. September zu verm. A. Keller, Ostanlage 39, II. 5206] Schöne 3-Zimm.-Wohn. und 2-Zimm.-Wohn. mit Hab. an ruh. Leute zu verm. Asterweg 44. Sirtttiijtelt. Auf 1. September d. Js. ist eine Wärterinstelle in der Kreispflegeanstalt Weinheim mit einer gesunden, ledigen Person zu besetzen. Jahresgehalt 400 Mark nebst freier ötatton und Befreiung von allen Kassen beiträgen. Schriftliche oder mündliche An- melbungen unter Vorlage von Zeugnissen nimmt entgegen die 5955 Anstalts-Direktion. Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, daß e§ Gott dem Allmächtigen gefallen l)at, am 1. August unsere unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Schlotzverwalter Emma Dönges Wwe. geb. Heil im Alter von 76 Jahren zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten Die tiestrauernden Hinterbliebenen. In dereri 91 amen: Adolf Hansult, Großh. Bezirkskassier. Gießen, Friedberg, Frankfurt a. M., am 2. August 1903. Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 4. August, nachm. 5 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofs in Gießen aus. 5969 Emgel. Arbeiter-Herein. Wir setzen unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Mitgliedes Herrn Adam Reich Bahnhofstraße 63 | 5451) In unserem Neubau freundll Wohnung im Hinterhaus, I Ette Brandplatz und Lmrdgrafen- erfter Stott, 3 Zimmer, Küche, | straste sind elegante 2-, 3-, 4- oder ' ' " "------m.....f*1" ..... ö-Ztrnmerwohnungen per Oktober Labnstrasse 11 Eingang auch von der Hammstr. 2-Zimmerwohnung mit 5ube5br an ruhige Leute zu verm. (5726 5769) Kleine Wohnung, zwei Zimmer und Küche, im 3. Stott zu vermieten. (Preis Mk. 18.— monatlich.) Seltersweg 61. 03661] Schöne Wohnurig sofort zu verm. Grünbergerstraße 47. zu Perm. Birkenstock & Schneider. Durch Versetzen des Herrn Hensler ist das 1. Obergeschoß, eine elegante 4-Zimmerwohnung mit Bad, Balkon und sonstigen, der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen in Wilhelmstraße 6 per 1. Oktober zu permieten. 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