Zweites Blatt Dienstag 3. Märzi 903 iten rrrs Die Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten ntlich mitgeteilt, daß die Uebergabe der Statue Friedrichs des Großen auf Anordnung Kaiser Wilhelms in Anbetracht der Unfertigkeit der Kriegsakademie erst im Frühjahr 1904 erfoigen soll. — Nach einer Meldung aus Hannover hat der Präsident der dortigen Eisenbahndirektion, v. Eickhoff, sein Abschiedsgesuch eingereicht. Auch andere Chefs von Eisenbahn-Direktionsbezirken sollen beabsichtigen, zurückzutreten. Den Grund hierfür bildet angeblich die von Minister Budde eingesetzte Ueberraschungs-Kommission, die unangemeldet in den Direttionsbezirken erscheinen soll, um Mißstände zu ermitteln und gegebenen Falles zu beseitigen. — Zu dem letzten großen Präsidentenwechsel in verschiedenen preußischen Regierungsbezirken wird, wie aus Hannover berichtet wird, bekannt, daß den meisten dieser Herren die Versetzung durchaus unerwartet kam. So wurde dem Regierungspräsidenten von Brandenstein- Hannover und von Philippsborn in Hildesheim erst am Freitag Mittag durch einen Brief Kenntnis von ihrer Versetzung gegeben. Es soll nicht ausgeschlossen sein, daß von Brandenstein sein Abschiedsgesuch einreichen werde. — Nach einem Telegramm aus München ist Regierungsrat von der Heydte zum Kunstreferenten im bayerischen Kultusministerium ernannt worden. — Wie die „Germ." meldet, ist ihr ^früherer Chefredakteur, der jetzige Propst Falkenberg in Schrotz in Westpreußen in der vorletzten Nacht gestorben. — Wie in Sachsen, Württemberg und Braunschweig, so macht sich auch in Thüringen lebhafter Widerspruch gegen die Aufhebung des § 2 des Jesuilengesetzes geltend. Nach der „Nat.-Ztg." sind daselbst Petitionen an die Einzelregierungen ausgelegt und in Vorbereitung, im Bundesrate gegen diese Aufhebung zu stimmen. — Das neue Anarchislen-Organ, welches ursprünglich in Düsseldorf herausgegeben werden sollte, ist gestern unter dem Titel „Anarchist" hier erschienen, da die Anarchisten in Düsseldorf feinen Drucker finden konnten. — Tie „Nordd. Allg. Ztg." wendet sich heute abend gegen den Berliner Korrespondenten des „New-Pork Herold", dec seinem Blatte allerhand geheimnisvolle Mitteilungen über in hiesigen amtlichen Kreisen angeblich herrschende Anschauungen hinsichtlich der macedonischen Aktion gemacht haue. Zn der ironisch gehaltenen Polemik sagt dos offiziöse Blatt: Emen Vertreter, der es mit seiner Aufgabe, gegen Deutschland selbst um den Preis der Lächerlichkeit Stimmung zu machen, genauer nehme, könnte die genannte amerikanische Zeitung in dec That schwerlich finden. - Die Mitglieder der Phosphor-Kommission deS Auf Antrag des Abg. P o r s ch (Ztr.) wird die Inker- ~ ition besprochen. — Abg. Dr. Di11rich (Ztr.) bemerkt, ) ," ' ' ile, der etwa jetzt begonnen werden solle, sei ihm nichts bekannt. Er habe den Eindruck, als ob die Interpellation die Angelegenheit außerordentlich aufbausche. Der Kanzelerlaß sei nur eine etwas ungewöhnliche Belehrung der Katholiken, weiter c , 183» Federer Preußisches Abgeordnetenhaus. 34. Sitzung vom 2. März. Tagesordnung: Interpol lat ion Bachmann u. Gen. (nl.): Hat die Staatsregierung Kenntnis davon genommen, daß die kathvliscbe Geistlichkeit in Trier im Anschluß an £inen Erlaß des dortigen Bischofs von der Kanzel eine Erklärung verlesen hat, welche katholische Eltern, deren Kinder die st aatlichehöhereTöch ter schule in Trier besuchen, mit kirchlichen Zuchtmitteln bedroht? In welcher Weise beabsichtigt sie, die staatliche Autoriät auf dem Gebiete des Schulwesens diesen geistlichen Uebergriffen gegenüber zu wahren? Abg. Hackenoerg (nl.) legt die Vorgänge in Trier dar, die Publikation des bekannten Bischof-Erlasses von den Kanzeln (dessen Wortlaut Redner verltest). Diese Verkündigung werde, abgesehen von der Zentrumspresse, von der gesamten öffentlichen Meinung als eine der schärfsten Herausforderungen betrachtet. Grundlage des Vorgehens in Trier sei die römisch-katholische Auffassung von der modernen Schule, der Staatsschule, die man als etwas verderbliches ansehe. Redner weist dann hin auf die von der römischen Kirche gewählten Kautelen, um die Kinder an paritätischen Schulen vor der Gefahr ßtllchlH * rich Schmidt, Lchioftr meister, HeuäMnm JSS Mtzlerii! man werde dem Bischof von Trier, wenn er nicht allzu eigensinnig ist, goldene Brücken zu einem sanften halben Nachgeben bauen. — Die „T ägl. Rund s ch a u" ist mit dem Ergebnis der gestrigen Verhandlungen zufrieden, da von der Regierung kein grundsätzliches Zugeständnis ao macht und die Würde de» Staates einigermaßen gewahrt wurde, meint aber, das praktische Ergebnis sei, daß nun noch einige katholische Lehrer und Lehrerinnen nach Trier abgesandt werden würden. — Die „N at.- Zt g." schreibt: Die Erklärung Bülows eröffne die Möglichkeit einer für den Staat besriedigenoen Erledigung des Konfliktes. Bischof Komm und seine Verteidiger hätten gestern ihren Prozeß verloren. 9jun müsse sich zeigen, ob das Urteil gegen ihn von der römischen Kurie vollstreckt wird oder ob die Staatsgewalt genötigt wird, die Vollstreckung selbst vorzunehmen. — Der „Börsen-Kur i er" bezeichnet es als bedenklich, daß Graf Bülow dem schroffen verletzenden Vorgehen des Bischofs von Trier gegenüber den Weg der diplomatischen Verständigung mit der Kurie betreten hat und seine Hoffnung auf deren Einsicht und Einwirkung setze. — Die „Voss. Ztg." führt aus: Die gejtrigen Verhandlungen würden ihre Wirlung bei der Mehrheit des Volles nickst verfehlen und alsbald zeigen, wohin die schwacheHattung gc genüfc er bem Zentrum fühst. Man würde gespunni erwarten, was Graf Bülow bei der Kurie erreickst und was er tun wird, wenn er nichts erreicht. Mit der gestrigen Interpellation sei der ö'aii Komin nicht abgetan. — Der „Vorwärts" sagt: Gras Bülow har die Rede gehalten, die er bei jeder Gelegenheit hält. Er schwebt immer noch auf der mittleren Lime zwischen stolzer Energie und weisem Maßhalten. Wenn Bifcho, stör um ) einen Erlaß zurückgezogen wat, werde wieder eitel Freuoe und Seligkeit herrschen. Bülow habe bann wieder einen Sieg errungen und die künstlich unterlegene Kirche triumphiert. t «W L- tttdtt WEZ nöei @raf Aükow zum Trierer Schulkampf. Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt tmterm 2. März: Die Tribünenbesucher des preußischen Wgeordneten- hauses und die Parlamentarier haben sich lange nicht in so erwartungsvoller Stimmung befunden, wie heute. Endlich stand die nationalliberale Interpellation über die «Vorgänge in Trier auf der Tagesordnung. Was wird Graf Bülow zu dem kräftigen «Vorstoß des Bischofs Komm gegen eine staatliche Schule sagen? Wird er in ebenso energischer Weise parieren, auf die Gefahr hin, es mit dem Zentrum für eine Weile $u verderben'? Solche Vermut^ ungen hörte man vielfach äußern, und auch die Mitglieder der „regierenden Partei", wennschon äußerlich in gewohnter würdevoller Haltung, schienen von der Nervosität erfaßt, welche durch die Ungewißheit hervorgerufen wird. Skeptiker — und wir gehörten zu chnen — glaubten von vom-< herein, dem kampsesmutigen Bischof werde nicht viel geschehen. Um des lieben Friedens mit dem Zentrum willen. Und also kam es. Graf Bülow hielt auch bei dieser Gelegenheit eine seiner Versöhnungsreden, für deren Vortrag der warme, milde und beruhigende Klang seines Organs so vortrefflich sich eignet Zwar ^tiefes Bndauern" über die Gefährdung des konfessionellen Friedens — aber andererseits scharfe Mißbilligung jeder Kulturkampf-Oie- miniszenz, neue Verheißung, die berechtigten Klagen unserer katholischen Mitbürger wirksam abzustellen. Zwischendurch beutete ber Herr Ministerpräsident einige „mildernde Um> stände" an. Unausgeglichene Differenzpunkte seien aus der Zeit des Kulturkampfes zurückgeblieben. Bischof Korum hätte versuchen sollen, zu einer praktischen Regelung der nach seiner Auffassung in Trier besteheitden Unzuträg- lichkeiten zu gelangen durch eine Verständigung mit der Regierung. Das fei leider nicht geschehen. Worin aber besteht die „Unzuträglichreit"? Doch darin, daß der Bischof gegen die paritätischen Schulen im allgemeinen auf das schärfste Stellung genommen hat Und das ist eine Auffassung, die schlechterdings nicht vereinbar ist mit den staatlichen Grundsätzen. Graf Bülow hat in dem „bedauerlichen Zwischenfall" die Vermittlung der Kurie angcrufen, Graf Bülow erwartet ferner, daß Bischof Komm den Kanzel- erlaß gegen katholische Eltern, deren Kinder die staatliche höhere Töchterschule in Trier besuchen, zurücknimmt. Wenn es der Bischof nicht tut, wenn die Kurie es ablehnt, chren Einfluß geltend zu machen — was dann? Wird dann etwa die preußische Regierung trotzdem die „Unvollkommenheiten und Mängel" besectigen, worüber das Zentrnm nicht müde wird, Klage zu führen? Tie Antwort des Grafen Bülow ist keine Antwort auf eine in aller Form erfolgte Herausforderung der staatlichen Autorität Auch in katholischen Kreisen hat bas Vorgehen bes Bischofs Komm ernste Mißbilligung gefunben. „Die Regierung ist etwas mitschulbiß bar an", sagte in seiner vortrefflichen unb klaren Begrünbung ber Znterpellation Abg. Hackenburg (natl.). Mit biefem Verhalten ber Regierung gegenüber bem nachgerabe allmächtig geworbenen Zentrum geht es nicht weiter. Dies Entgegenkommen unb Zurückweichen muß mit ber Zeit bas Gefühl ber Zurücksetzung erwecken in allen benen, bie nicht zur Fahne des Zentrums gehören. Wenn irgendwo, so war hier ber Anlaß gegeben, mit fester Entschlossenheit zu er- llären: Bis hierher unb nicht weiter! Der Staat muß auf bem Gebiet ber Schule Herr bleiben, und die Versöhnlichkeit hat da ein Ende, wo von ber anderen Seite offene Fehde geboten wird. Es braucht keinen neuen Kulturkampf zu geben — kein Vernünftiger wird ihn herbeiwünschen — aber es ich auch nicht nötig, daß aus übergroßer Besorgnis vor einer politischen Verstimmung des Zentrums die Politik nach der Frage zugeschnitten wird: Wie wirkt die Maßregel auf das Zentrnm? Die angeEünbigtc Aufhebung des § 2 des Zesuitengesetzeö, an und für sich keine Sache von besonderer praktischer Bedeutung, ruft so lebhaftenWiderspruch in der Bevölkerung hervor, nicht nur .wegen des religiösen Friedens, sondern hauptsächlich deshalb, weil man beunruhigt ist über die fortgesetzten Zugeständnisse an das Zentrum. Der heutige Tag mit ber Rede bes Grafen Bülow und ber auf ungefähr benselben Ton gestimmten des Kultusministers S t u b t bestätigt bas stolze Wort, baß das Zentrnm Trumps ist. ber Glaubenslosiakeit zu behüten: Anweisung ber Eltern unb Äinber zur Spioniersucht, Warnung vor Umgang mit anbersgläubigen Kinbern re. Nach bem Stanbpunkte ber römischen Kirche sei das Vorgehen des Bischofs Komm durchaus korrekt. Das Bezeichnendste an dem Vorgänge sei, daß der Bischof von Trier es jetzt an der Zeit halte, einen alten Erlaß gerade jetzt wieder aufzufrischen unb urbi et orbi zu verkünben. In einer Zeit, wo bad Zentrum noch bazu Toleranz fordere und wo die katholische Kirche doch wahrlich keinen Grund habe, sich über die Verhältnisse in Preußen oder überhaupt in deutschen Landen zu beklagen. (Lebhafte Bravorufe.) Tas eben fei das lieber- raschendste an diesem Vorgang. (Sehr richtig!) Daß durch das Vorgehen des Bischofs eine ernste Lage g. schaffen sei, stehe fest. Mit Polizeimaßreaeln sei in großen geistigen Kämpfen nichts zu machen. Nur darauf komme es an, ob die Regierung in Bezug auf die Schule eine Stellung ein* nehmen wolle, welche für die Zukunft solchen Dingen vorbeuge und eine feste Grenze ziehe: Hier mbet das Recht der Kirche und beginnt das Recht des Staates. Seine Freunde verlangten, daß die Regierung bie paritätischen Schulen erhalte, damit den katholischen Kindern von Anfang an Ehrfuchrt unb Achtung vor Andersgläubigen beigebracht werde. (Lebh. Beifall.) Der Regierung müsse er den Vorwurf machen, daß sie an solchen Vorgängen eine Mitschuld treffe (Rufe: Sehr richtig) durch die Zartheit unb Freunb- lichketten, mit der sie die Forderungen der tatholischen Kirche stets befriebigt habe. Hoffentlich werbe sie jetzt mit biefen Freunblichkeiten etwas zurückhaltenber werden. (Lebh. Beifall.) Die Reden des Ministerpräsidenten Grafen Bülow und des Kultusministers Dr. Studt haben wir bereits in unserem heutigen Parlamentsblatt wiedergegeben. EMI, ft * durchaus niw , Mil. ., -> nichts. (Heiterkeit.) Wer die Regierung auffordert, hier ein-- zugreifen, ber verlange ben Kulturkampf unb uerjünbige sich am Vaterlande. Die Katholiken bctämpften nicht bie staatlichen Schulen, sondern die paritätischen Schulen, weil in den letzteren bas wesentlichste Erziehungsmoment, bas religiöse, fehle. Rebner hofft, baß ein Ausgleich zu erzielen fein unb bie ganze Angelegenheit zu einem befriebigenben Abschlüsse kommen werde. — Abg. Dr. Friedberg (nl.) ist mit der Erklärung des Ministerprchrbenten im allgemeinen einverstanden, weniger einverstanden aber fei er mit der Einleitung von Verhandlungen mit der Murie in Rom. Der eigentliche Urheber der mißlichen konsessionellen Mißstände in Trier sei Bischof Slorum, seit dessen Amtsantritt immer neue Vorstöße gegen die konfessionellen Schulen erfolgt seien. Hoffentlich werde die Regierung an der paritätischen Mädchenschule in Trier nichts ändern. — Abg. Graf Lcmbur g-Stir um (fonf.) verliest eine Erklärung des Inhalts, daß die Konservativen sich in inner- kirchliche Angelegenheiten der katholischen Kirche nicht ein» mischen wollten, daß sie jedoch anderer Ansicht seien, wenn es sich um Gefährdung staatlicher Einrichtungen handele. In diesem Sinne bedauerten sie das Vorgehen des Bischofs Komm. Sie erwarteten von der Regierung, daß sie eine Zurücknahme oder angemessene Aenderung der Verfügung des Bischofs herbeiführen werde. — Abg. Frhr. v. Zedlitz (frk.) bezeichnet den Erlag des Bischofs als eine Provokation der schlimmsten Art. Er hoffe, daß die Regierung mit voller Kraft sich dem unqualifizterbaren Vorgehen des Bischofs Komm widersetzen werde. — Abg. Dr. Müller- Sa g a n (frf. Vp.) betont, durch das Vorgehen des Bischofs seien die Gefühle Andersdenlender aufs tiefste verletzt. Zu bedauern würde es fein, wenn zu den wirtschaftlichen und Klassengegensätzen jetzt auch noch fünfenioneile Gegensätze kämen. Sie erwarteten aber von der Regierung, daß sie bie Rechte des Staates in jeder Hinsicht wahren werde. — Abg. Dr. Barth (frf. Vg.t bezeichnet gleichfalls das Vorgehen des Bischofs Komm als eine Provokation ber schwersten Art. Wenn die Regierung ber katholischen Kirche gegenüber nicht eine Politik ber Schwäche befolgte, bann würde der Bischof niemals gewagt haben, ihr einen solchen Schlag ins Glicht mit dieser „ungewöhnlichen Belehrung" zu versetzen. — Abg. Roer en (Ztr.) behauptet, daß nur bie Regierung die Schuld an dem Streite trage. (Große Heiterkeit.) Tce Katholiken wolllen den Frieden, den Frieden auch mit den Andersgläubigen, aber auf Grund voller Parität, anderes wolle auch Komm nicht. (Heiterkeit.) Tie Kirche wolle nicht die Herrschaft übe£ die Schule, sondern nur ihren Anteil an der Herrschaft. Seine Freunde hielten an dem Prinzip der konfessionellen Schule fest, und er glaube nicht fehlzugehen in der Annahme, daß in ähnlichen Verhältnissen der ganze Episkopat ebenso gehandelt haben würde, wie Bischof Komm. a*y»u, Wer Hann, ° achtbarer Alun, für mL ~ au,ev5 geg. Sergiu. dff- «eug, Lelkersmeg 4». »en Lehrling ^nj.-Freiw.- Zeugnis ai! MMilie sucht & Aui;. Frees, nb Universiläls-LuchhE mein Tapeten*, Xeppid- iöbelsloff°6eschäil suche i; ™ Lehrling. Ernst Vloe-ner. Gießener Anzeiger W General-Anzeiger " ** “HSä Amts- und Anzelgebiatt für den Kreis Gießen VWZ ____ _____________________ ” ieiqenieü: t>un« Veck. MW zeug nähen fann. sM yeres in der (rrpeb. d. öl. ui Lausfruu gesuchl. ieißeuberg, Mcknr. lÄMinn Zur Äushilie D: Anfang April ^8s^GeiüchtHi°u k »es etwas kochmka.m,^ 2 wohn. JUiceiWl m einem Briefe über die Streitfrage, die infolge der Erst osten in den Südstaaten entstanden ist, erklärt, er könne glerchgittig ob diese bejahend oder verneinend laute, Aufklärung darüber geben, was der Vertrag enthält oder nicht enthält. Da der Vertrag aber geheim sei, könne er keine Antwort auf die Frage Eirmenis erteilen. VergrößerungOestcrreich-Ungarns gleichwertige territoriale Kompensationen für Italien im Gefolge Reichstages find von ihr« Kasseler Inspektionsreise zurück- gekehrt und werden in der nächsten Sitzung über die Ergeb- niffe der Lokalbesichtigung berichten. Nach Durchberatung des Postetats und des Etats -er Reichsdruckerei wird der Reichstag die zweite Lesung des Etats der Reichseisenbahnverwaltung und des Auswärtigen haben solle und bittet die Regierung um Aufklärung. Minister Baceelli erwidert, er würde, wenn er eine Antwort gäbe, nennung von Farbigen für Bund esbeamten- Washington, 2. März. Präsident Roosevelt hat besteigung gekräftigt zu sein. — Deputierten kämm er. Eirmeni bringt das Gerücht zur Sprache, wonach gemäß den Bestimmungen des Dreibund-Vertrages jede eventuelle territorische Schwurgericht. P. Gießen, 3. März 1903. Gestern vormittag wurde die diesmalige Tagung, des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen durch den Vorsitzenden Landgerichtsrat Dornseiff eröffnet. Verhandelt wurde gegen den Arbeiter Wilhelm Pfeil von Rieder-Ofleiden, der des Wilderns und des versuchten Verbrechens des Tot-" schlages beschuldigt wird. Tie Anklage wurde vertreten durch Oberstaatsanwalt Theobald. Tie Verteidigung führte Justizrat Metz. Es waren Mehr wie 40 Zeugen, und als Sachverständiger der Büchsenmacher Dickore-Gießen zu hören; die Verhandlung ging infolgedessen erst abends gegen 9 Uhr zu Ende. v wart verübten Mordversuchs, der ihm vorgeworfen wird, giebt der Angeklagte an, daß er am Tage der Tat, also am 30. Dezember nachmittags, um die Zeit, wo das^Verbrechen verübt sein soll, gar nicht in der Nähe des Tatortes gewesen sei. Er will an diesem Tage bis 2 Uhr nachmittags sich in einem Steinbruch bei Rieder-Ofleiden, und von 2 Uhr an bis zu seiner um 5 Uhr erfolgten Rückkunft in der Kieselgurgrube bei Rieder-Ofleiden aufgehalten haben, an letzterer Stelle um nach Str beit zu fragen. Der Angeklagte erklärt, wenn Zeugen aussagren, er sei am 30. Dezember in dem Steinbruch Hermanusberg, der in der Nähe des Tatortes liegt, gesehen worden, so müssen sie sich irren; in diesem Steinbruch will er am Tage zuvor, also am 29. nirr cm mvjrujt uvjxTjtw, ivtraju- npn war. Auf dem Wege nach S?aufc fiel ihm dann ein, daß er den Menschen beim Steinklopfcw an der Herrenmühle an getroffen habe, und nun erinnerte er sich auch, daß man ihn den Steinklopfer als den Will). Pfeil bezeichnet hatte.. Der Zeuge hat den Vorfall im Walde sofort seinem Vorgesetzten gemeldet und auch der Gendarmerie angezeigt, und dieser gegenüber den Angeklagten als den Täter angegeben. Ter Verteidiger fragt den Zeugen, ob es richtig sei,,daß er gleich nach der Tat anderen Personen gegenüber sich geäußert habe, er wisse nicht, wer auf ihn geschossen. Jäger erklärt, dies sei richttg, er habe aber doch aus dienstlichen Gründen den Namen des Täters nicht sagen wollen. Mehrere^andere Zeugen bekunden, daß der Angeklagte am Tage der -tat den Steinbruch bei Meder-Osleiden statt um 2 Uhr mittags, wie er an gebe, schon um halb 12 Uhr vormittags verlassen Hobe, l Weiter sagen Zeugen besttmmt aus, des Angeklagten Pfeils Behauptung, am 30. Dezember in der Kieselguhrgrube bet Rieder-Ofleiden gewesen zu sein, sei unwahr, denn fie hatten ihn dann sehen müssen. Die Zeugen Lenz, Wilhelm und Fischer bekunden dann auf das Bestintmteste, daß Pfeil am 30. Dezember zwischen 3 und 4 Uhr in dem in der Nähe des Tatortes gelegenen Steinbruch am permannsberg gewesen ist und daß er von dort in der Richtung, wo die Tai geschehen, sich entfernt habe. Der Onkel des Angeklagten, welcher ebenfalls am Hermannsberg im Steinbruch beschas- Hat ist, bekundet aber, die drei Leute, welche aussagen, daß der Angeklagte im Steinbruch nakfy ihm gefragt habe, müßten sich im Datum irren, es sei dies am 29. Dezember gewesen. Die drei Zeugen bleiben indes dabet, daß Psetl am 30. Dezember am Äermannsberg gewesen ist. Die beiden Söhne Mei' von der Aumühle bekuuden, daß sie den Angeklagten am 30. Dezember durch die Muhle haben gehen sehen. Der ältere von den Zeugen sagt aus, les sei am Rachmtttag gegen 3 Uhr gewesen, als Pfeil die Mühle passiert hat. Als er, der Zeuge, am nächsten Tage von der Tat hörte und erfuhr, daß Psell verhaftet sei, da habe er zu seinen Verwandten gesagt, es müsse der Pfeil am Tage vorher von der Mühle aus direkt nach dem Tatort geeilt fein, um den Schuß auf den Forstwart abzugeben. Der Zeuge kann jedoch keinen Anhaltspunkt I dafür angeben, daß er au cd sicher sei, daß es 3 Uhr gewesen wäre, als der Angeklagte die Aumühle passiert hat. Es wird nämlich festgestellt, daß es von dort bis zu der Stelle, wo der Schuß gefallen ist, ein Weg von 1—l1/* Stunden tst. Der Fuhrmann Schlosser bekundet, daß Forstwart Jäger ihm erzählt habe, im Augenblick, in dem der Schuß ge fallen, fei er ganz erschrocken gewesen, das Gesicht des 1 Schützen sei ihm bekannt vorgekommen, und als er am Abend das Gesicht des Pfeil gesehen (bei dessen Verhaftung), da habe er gewußt, dieser sei der Richtige, der den Schuß abgegeben. Forstmeister Otto Bär-Homberg a. d. Ohm schildert, wie Jäger ihm gleich am 30. Dezember die Mel düng gemacht und dabei gesagt habe, an den Augen habe er den Täter erkannt, er glaube, es sei Pfeil, der aus ihn । geschossen habe. Forstmeister Bär hält den Forstwart Jager ; rür einen wahrheitsliebenden Menschen, der als Beamter Jim Dienste sehr gewissenhaft sei. Mehrere Zeugen bekunden übereinstimmend, daß sie den Schuß im Walde gehört haben, und kurz darauf sei der Forstwart Jäger zu ihnen ge kommen und habe ihnen den Vorfall erzählt, aber dabei erklärt, er habe den Menschen nicht erkannt. Dieser Bekundung gegenüber verweist der Vorsitzende darauf, daß Jäger aus dienstlichen Gründen geschwiegen habe. Rach der Ansicht des Büchsenmacher Dickors, der an Ort und Stelle die Wirkung des Schusses festgestellt, bestand die Ladung aus gesacktem Blei, das in Kugel- ober Schrotform gebracht und etwa 8—9 Millimeter stark gewesen fein müsse. Rach dem ganzen Befund hätte der Schutz unbedingt tödlich fein können, wenn er den Forstwart getroffen hätte. Die dem Sachverständigen vorgelegte Flobertpistole, welche beim Angeklagten vorgefunden wurde, sei sehr wohl, so begut achtet dieser, eine zur Jagdausübung geeignete Waffe. Dickoro erklärt ferner, daß die Auswahl der oorlieaenden Munition rc. für jemand, der nicht die Jagd ausübe, ein ungewöhnlich stattlicher Vorrat sei. Rach geschlossener Beweisaufnahme werden den Gc- schworenen folgende Fragen vorgelegt: „Ist der Angeklagte schuldig des Jagdvergehens?" „Ist der Angeklagte schuldig des Totschlagsoersuchs Auf Anttag des Verteidigers: „Liegen mübembe Um- Amtes im Plenum vornehmen. — In der Angelegenheit der Pensionsvers icherung der Privatbeamten wurde dem Komitee, welches sich in Aachen zur Verfolgung der Angelegenheit gebildet hat, sowie dem Verband reisenderKaufleute Deutschlands in Leipzig, welcher seinerzeit diese Versicherung zuerst in Deutschland anregte, eine Audienz im Reichsamt des Innern auf Verfügung des Staats- w fekretärs Grafen Posadowsky bewilligt. Den Vertretern Der Angeklagte, der 19 Jahre alt ist und schon einmal wurde eröffnet, daß die Regierung der Sache sympathisch wegen Körperverletzung vorbestraft worden ist, beftreitet die aegenüberstehe, zunächst aber folgendes von den Verbänden ihm zur Last gelegten Straftaten. Als Beweismittel ist .InonMeSung "'il dcc schon bchch-nd-n Jnoolch-nonsichowns 2°r'DE'csto'nd ■ denke, der schon zahlreiche Beamte angehoren, und 3. das fo(gcnber: Wilhelm Pfeil stand schon längere statistische Material, bei dessen Beschaffung ihnen das Reichs- -ni D^trncht des Wilderns, er hat auch mit dem schon amt Unterstützung angedeihen lassen werde. ! häufig, zuletzt im September 1902 wegen Jagdvergehens — mit i/3 Jahr Gefängnis bestraften Heinrich Wißner von! Dannenrod verkehrt. Die Anklage wirft dem Pfeil vor, j^USlUllU* daß er im Jahre 1902 mehrere Male an Orten, an denen Varis 2. März. Kriegsminister Andree plant die er zu jagen nicht berechtigt war, so in der Gemarkung Oberer gegangen sei, er hnbe aber Generals der Reoolulwn Mareean eme Ansprache in der eü nn^aus Vögel schossen.,, H-Mrchtlich^e^geg^n den ,-orst- gegen die jüngste Rede des sozialistischen Deputierten Iaurss polemisiette und im Gegensatz zu dessen Erklärungen mehrere Aeußerungen DantonS und Lazare Carnots zitiette, welche für Frankreich die natürliche Grenze des alten Galliens mid Vereinigung mit den ehern. Brüdern fordern. Der „Temps" weist diese Stelle in der Ansprache Deschanels scharf zurück und sagt, diese Wotte könnten zu gefährlichen Auslegungen Anlaß geben. Die Theorie der natürlichen Grenze habe Frankreich nach Waterloo und die Theorie der Rationalität nach Sedan gefühtt. Wir brauchen eine starke Armee, aber es wäre strafwürdig, wenn wir nach einer furchtbaren Lektion, welche die letzten hundett Jahre Dezember, gewesen sein. uns erteilt haben, nach weit ausgreifenden Ideen Hierauf wird in die Zeugenvernehmung eingetreten: jagen würden. Das Gallien Eäsars ist nicht das heutige!Der Zeuge Klapp erklärt, er habe beim Angeklagten im Frankreich. Dieses hat bestimmte Pflichten. Man möge das vergangenen Jahre ein Flobertgewehr gesehen. Er und Volk lieber zur Erfüllung dieser Pflichten ermahnen, anstatt Pfeil seien mit der Waffe mindestens 7—8 Mal Sonntags in revolutionären Erscheinungen das Beispiel eines eroberungs-1 draußen in Feld unb Wald gewesen, es sei jedoch nur nach süchtigen Kosmopolitismus zu suchen, welches alles Mtß° Vögeln geschossen morden. Atld habe man me angetroffen tränen rechtfertigt und M-deAagen °°rb°r°itete woll^de/Wl "'When' Pfeil ^habk das öÄ'Bei Slenne, 2. Marz. 800 Arbeiter ber n i I liefen Gängen unter dem Rock getragen. Der Oberstaats- nalen Waffenfabrik wurden gestern benachrichtigt, baß anroalt weist darauf hin, daß Zeuge Klapp in der .Vornnter- fie am 1. April entlassen werden. Es sind beim Kriegs- ^chung ausdrücklich deponiert habe, daß Pfeil auch dem minister Schritte unternommen worden, um denselben zur Wild nachgegangen sei. Es wird dies auch durch den Vor- Aufhebung dieser Maßregel zu veranlaßen. Die Angestellten sitzenden betätigt Der Zeuge erklärt auf eindringlichen der Waffenfabrik werden Mittwoch abend eine große Ver- Vorhalt, wenn es in seinem Protokoll stehe, so sei es richtig, inmmluna abhalten bann aber zieht er dieses Zugeständnis wieder zuruck, indem Madrid 2 Märi Das Blatt Jmparcial" veröffent-!br meint, er könne nicht sagen, daß Pfeil dem Wild nachge- w ”:ä* ÄKÄtt » «sk KTäSSäSS fÄÄS des Sultans feien geschlagen und der Kriegsminister un^ Mittäter anzusehen sei. Der Landwirt getödtet worden. Ein anderes Blatt behauptet, der ^-hron- Aionrad Bieker von Ober-Ofleiden deponiert: Er habe Prätendent fei bei dem Angriff verwundet worden.Lerere Gewehre geerbt und einen Toppelläufer an den (Der marokkanische Kriegsminister ist von spanischen Blättern Angeklagten für 5 Taler verkauft. Dieser habe bei bem schon mehrfach erschossen und der Prätendent schon mehrfach Handel seiner, Biekers Frau, gegenüber angegeben, er habe ertränft worben, so daß man auch der Meldung keinen einen Mann für die Waffe, bem er sie verkaufen wolle. Der nationalen Verbandes plane, der alle Arbeiter der ganzen .j von Wißner aus Ta.menrob gewesen. Er wisse nur noch, Wett angehören sollen, um auf em gegebenes Zeichen den I demselben gestanden hat, Wißner habe das Flobert-1 Generalstreik zu inszenieren. Der Ausschuß stehe augenblick- gewehr im Sttoh nicht finden können, er, Pfeil, der es ver- lich in Verbindung mit den spanischen Arbeiterverbänden, die steckt habe, solle es holen und zu Wißner bringen. Zeugin sich bereit erklärt hätten, dem internationalen Verbände bei- Margarethe Wolf erflärt, sie fei am 30. Dezember v. I. mtreten Im nächsten Ministerrate werden Mittel und Wege! gegen 5 Uhr in die Rühe des Tatortes gekommen, ba habe vorberaten werden, um die Ausführung eines solchen Planes sie einen Menschen gesehen, ,der nach Meber-Ofleiden zu „ hL.rn ' geeilt fei, fie glaube, der Groge nach fei es der Angeklagte zu Dcrmrwcuu y, . r - mrtnftp2 ist n-r- gewesen. Hieraus wird der 60 Jahre alte Forstwart Jäger Rom, 2. Marz Da^ BeNnden des Papstes rst ver- g^ufen. Der Vorsitzende, Landgerichtsrat ^altmsmaßlg gut. Cr schlief die vergangene Rächt olemuch Dornseiff ermahnt den Zeugen, unter dem Hinweis, daß er I ruhig. Heute überredete ihn Lappom, das Bett zu hüten, einzige Mensch sei, von dessen Aussage das Schicksal um für die morgige Feier der 25 jährigen Thron- Angellagten abhänge, ja recht gewissenhaft mit seiner Bekundung zu sein. — Jäger sagt aus, er sei gegen halb 2 Uhr am 30. Dezember in den Forst gegangen, um nach den Holzmachern zu sehen. Che er von den Holzhauerii fortgiug, wurde er gefragt, wie spät es sei und er habe sich überzeugt und die Antwort gegeben, daß es 10 Minuten vor 4 Uhr wäre. Hierauf habe er auf bem von Ho mb er A nach Schadenbach führenden Wege (der alten Grünbergerstraße) I nach Homberg zurück gehen wollen. Er könne etwa 10 Mi-^ nuten gegangen sein, da blieb er einen Augenblick stehen und vemahui nebenan im Gestrüpp des Waldes ein Geräusch. Er sah dann einen Menschen in gebückter Haltung sich bewegen, der ettvas in der Hand hatte, welches er für ein Beil gehalten habe. Zeuge bemerEt, daß. er bei der ganzen Situation au einen Holz.revel dachte und nicht im | geringsten vermutete, es mit einem Wilderer zu tun zu haben. Der Mensch sprang, als er seiner ansichtig wurde, zurück in die Buchenrausche, er eilte nach unb rief jenem . v . .. r . .. iu „Halt, was giebts ba". In diesem Moment habe er die Farbe nicht mehr als den Glauben ober die Herkunft als ^er biden 2®o äussere Argentiner erwähnt seien endlich noch Herr Zoder als Michel Nenndorfer, Herr Sättige als Pfarrer von St. Jacob und Herr Becker als Schulmeister. Im übrigen war das Zusammenspiel flott, die Dekorationen für unsere Bühnenvcrhältnissi' geschickt und geschmackvoll arrangiert. Kein Wunder, daß das äußerst zahlreich erschienene Publikum mit seinem Beifall nicht knauserig war. *• Evangelischer Arbeiter-Verein. Die Bemühungen des Vereins, seinen Mitgliedern und Freunden gute Musik und Darbietungen der Kunst zu vermitteln, hatten mit dem gestrigen dritten Volkskonzert wiederum einen großen Erfolg. — Das am Tage vorher vom Konzertverein und vom akademischen Gesangverein veranstaltete Konzert mit seinen beiden wundervollen Orchesterwerken „Die erste Walpurgisnacht" von Mendelssohn und „Die neunte Symphonie" von Beethoven wurde als Volkskonzert wiederholt vor ca. 1000 Zuhörern. — Nachdem der erste Teil des Abends „Tie Walpurgisnacht" unter großem Beifall geendet, sprach der zweite Vorsitzende der Arbeitervereins, Herr Ritsert, dem Kvnzerlverein und dem akademischen Gesangverein den Dank aus für ihre tatkräftige Mitwirkung bei den Volks- konzerten und überreichte dem verdienten Dirigenten der beiden mitwirkenden Vereine, dem Leiter der herrlich gelungenen Aufführung, Herrn Gr. Universitäts-Musikdirektor Trautmann einen Lorbeerkranz. — Hierauf gab Professor Dr. Krüger Erläuterungen, welche die Zuhörer in die Stimmung für die folgende Symphonie einführen und ihnen das Verständnis für das gewaltige Werk nahe bringen sollten. Für diese Freundlichkeit fühlten sich die Besucher zu ganz besonderem Danke verpflichtet. Mit andächtiger Stille lauschten die Zuhörer den wunderbar schönen Klängen der Tondichtung und dankten zum Schluß dem Dirigenten und allen Mitwirkenden durch lebhaften Beifall. w. Krofdorf, 2. März. Mit dem 1. April er. wird im Kreise Wetzlar die Jleischschau nach dem Reichsgesetz vom 3. Juni 1900 eingeführt werden. Zu diesem Zwecke wurde unter Leitung des Kreistierarztes Hitschfe Id- Wetzlar im Schlachthause zu Wetzlar ein fünfwöchentlicher Kursus in der Fleischschau abgehalten. Unter dem Vorsitz des Departements-Tierarztes K oll aus Coblenz fand Freitag und Samstag die erste Prüfung von Laien-Fleischbeschauern statt, und es haben: Georg Römer-Krofdorf, Philipp Strack- Launsbach und Karl Feiling-Dorlar die Prüfung als Laien- Fleischbeschauer bestanden. Aanöel"ünd"Uerkrtm Mlksmlrtschusj. Mannheim, 2. März. Die konstituierende Versammlung der Jndustriedörse findet am 5. März, nachmittags, in der Börse statt. Tie Jndustriebörse bezweckt regelmäßigen persönlichen Verkehr zwischen den Vertretern nicht nur der Mannheimer, sondern der ganzen südwestdeutschen Industrie anzubahnen und zu sördern und diese persönliche Fühlung au geschäftlichen Zwecken und zur Besprechung gemeinsamer wirtschastlicher Interessen auszumitzen. Die Jndustriedörse soll deshalb in einer regelmäßigen, einmal monatlich stattfindenden Versammlung m der Mannheimer Börse bestehen, wo die Tellnehmer Vertreter aller Industriezweige treffen und sprechen können. Selbstredend werden auch die Vertreter des Großhandels in Rohprodukten, Kohlen, Eisen und allen anderen Artikeln, soweit Interessenten vorhanden sind, sich einfinden. Märkte. Giessen und Dieburg, 1. März 1903. 1887 10 Uhr von den neuen Kliniken aus statt. Die Beerdigung findet am 4. März vormittags Maria Kinkel geb. Hamel. Heinrich Kinkel, Oberlehrer. Die trauernden Hinterbliebenen. Todes-Anzeige, (Statt jeder besonderen Anzeige.) Gott dem Allmächtigen hat es in seinem un erforsch liehen Ratschlüsse gefallen, unseren lieben Gatten, treu sorgenden Vater Herrn Heinrich Kinkel nach kurzem Krankenlager heute morgen 9 Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen. Verwandten und teilnehmenden Freunden teilen dies tief erschüttert mit der Bitte um stille Teilnahme mit MrAtz' - Herr Friedrich Löhlein in Coburg nach längerem Leiden sanft entschlafen. Giessen, 2. März 1903. 1898 In tiefer Trauer Familie Löhlein. Heute mittag 12% Uhr ist unser geliebter, guter Vater und Grossvater Gaskoks. In der Stadtverordneten-Versammlung vom 22. d. M. rourbe beschlossen, die am 10. April d. I. festgesetzten Preise bis auf weiteres beizubehalten, mit der einzigen Ausnahme, daß der Preis für Nußkoks. Größe 9h:. 2 um 6 Pfennig für den Zentner herabgesetzt wird, sodaß die Nutzkoks Nr. 1 und 2 jetzt gleichen Preis haben. Die KokSpretfe stellen sich hiernach wie folgt: Für den Zentner ab Verkaufsstelle: Stück-KokS .............. 1,10 Mk. Nuß°KokS, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge O f ens ch ä ch t e paffend zerkleiirert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracil, g an tz- bar ste Sorte . . . . . . . . . 1,25 Mk. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Amhracit ......1,25 AU. Zn Wagenladungen von mindestens 36 Zentnern: StücklokS.......1,05 Mk. Nußtokv Nr. 1.....1,20 „ Nutzkoks Nr. 2.....1,20 , Bei Entnahme vou mindestens 200 Zentnern: StücktokS.......1,— Mk. Rußkoks Nr. 1.....1,15 , NußtokS Nr. 2.....1,15 v Für Kolkabnehmer, welche zwei mtb mehr Doppelwaggons beziehen, ermäßiat sich der Preis um weitere 5 Pfg. für den Zentner. Für Anfuhr an das Hans werden 5 Pfennig für den 3ttttner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der KokS — bis zu 6 Zentnern — auf die bett. Lagerplätze (Keller, Stall rc.) mit keinem außergewöhnlichen Zeüaufmand verbünden ist, gesthiehl dies ohne besondere Vergütung. 3m Gaswerk findet mir ein Verkauf von über 5 Zentner Koks statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der SkimitrliMf der Gaskaks von 1 bis 5 Zentner emgerichtet, nämlich bei den Herren: Bachcuheimcr & Schaumberger, Marburgerstraße 22, Andreas Euler, Steinstraße 11, Joh. Fischer, Alicestratze 19, H- Hof, Bahnhofilraße 34, Gebr. Kahl, Frankiurterslraße 151, Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, August Struck, Bismarckslraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unier er Gaskoks samt Ansuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch m Mengen unter 5 Zentneriu Die Preise unserer Gaskoks für die Abnehmer außerhalb -er Gemarkung Goeßeu ermäßigen sich um den Betrag der Oktrotrückvergounng von 4 Pfg. für den Zentner. Gießen, den 31. Dezember 1902. 63 Städtisches GaS- und Wasserwerk Gießeu. Otto Bergen. Bekanntmachung Aus dem UniversilätSfonds können Ende dS. Mts. 17—18000 Mark auf gute erste Hypothek ganz oder in Teilbeträgen ausge- liehen werden. Gießen, den 3. März 1903. Gr. UniversitätS-Rentamt. _______Weimer. ]1909 In Homberg a. Ohm soll das frühere »Hotel zrun Hessischen Hof" am 21. Mürz d.J., nachmittags 1 Uhr, auf dem Rathaus versteigert werden. Es ist hier einem tüdytigen Wtrt Gelegenheit ge- boten, ein rentables Geschäft zu gründen, da ein dringendes Bedürfnis für eine bessere Wirtschaft in Homberg vorhairden ist und die frühere Wirtschaft mit gutem Erfolg betrieben wurde. Auskunft erteilt Bürgermeister Repp, Homberg.[1895 Handelsschule für Knaben Handelsschule für Mädchen Gewerbeschule für Mädchen HauShaltungSpeusiouat Waldburg in Eobleuz am Rhein und an der Mosel. Aufnahme 6. und 7. März 9—11 Uhr vorm. Schulpläne kostenfrei durch l“81 Direktor Dr. Zimmermann. Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute uud morgen: 1880 SkMSW.10 pfg. Klvdßkifch 45 pfg. Keppel« täglich frisch. Friedrich Noll, ________Hofbäcker. 721 Neue MM-ziattojselll goldgelb per Pfd. 18 Pfg. Nklic Matjes-Hämge per Stück 20 Pfg. [1904 bci L. Steinhäuser Telefon 346. Neuen Baue 17. Gemüse- u. Obst- Konserven itt nur la Qualität Champignons, la Trüffeln Steinpilze, g-sMi Pfifferlinge Tomaten-Pnree empfiehlt 1218 Emil Fischbach. Flaschenbiere, em^pfiehtt^"1907 Carl Reh, Westanlage 27. Maclarani, ital. Brachmaecaroni Eiunnbeln Banbnnbeln la. amerik. AMringe „ „ Apschalten „ barn. Pslanmen „ calif. Pslanmen empfiehlt billigst 1148 Robert Stuhl Neustadt 28. 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