‘"Uhr Cecantrvetilid?: Die yeutige M«mmer umfaßt 8 Seite«. Kiarrtschorr. Uebersichtlichkert. Der 2RarineüertoaIhntg Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Es ist zu hoffen, daß «uw die Ancrkemlung nicht versagt werden, daß sie in der dre in letzter Zeit wieder von englischen Staatsmännern er- Ät .»ft rastlose Tätigkeit entfaltet, gangene Mahnung an die öffentliche Meinung in England üegreiftich, daß der aus dieser Tätigkeit nicht ohne Ellifluß bleiben werde und daß auch jenseits ff über der ganzen Denkschrift des Fanals mit der Zeit hinsichtlich des Zusammengehens ... >7em ,Sen allerdings erscheint manches in der Deutschlands und Englands in der Venezuela-Anaeleaen- von Cement-Werke. Sie6e«W»Ä' Volitische Tagesschau. IrenezmLa. A>W’ Äbtefit für Deyelchear Anzeiger Gießen. gtmfprrd)anid)lu6 Rr 51. ’a-G^tie. Ü2-. 1016 Nieder täglich frisch. Friedrich Noll, -ofbLSer. tü Tanz-Unterricht Murr gefi. Anmeldungen für ui neuen Unternchtskursus nehuu h noch täglich entgegen. Prto«,, lklerrtcht für einylne uni uhrere Personen erteile ich n eher Tagegeld M Achtungsvoll Zoseith Möhl, Luijlchm Ein Berliner Luitarheiter schreibt uns: Zement-Aktien, die schon in der vorigen Woche lebhaft gehandelt wurden, setzten an der heutigen Berliner Borte ihre Kurssteigerung fort. Mit Kanalplanen steht diese Höherbewertung nicht im Zusammenhang. Bekanntlich sind die Kanalprojekte m Preußen der Zementiirüustrie geradezu verhängnisvoll geworden, indem auf die erhofften Besteb lungcn hin Zementfabriken massenhaft gegründet wurden. Aber eine Konvention der Zement fad riken ist in Sicht, wodurch dem ruinösen gegenseitigen Preisunterbieten ein Ende gemacht würde. Außerdem rechnet man bei dem flüssigen Eeldstaude auf eine Belebung des Baugeschäfts. In letzterer Hinsicht ist vor zu weitgehenden Erivartungen zu warnen, denn es verlautet bereits von neuen Lohnforderungen der Bauarbeiter. Daß sich die Führer der Arbeiterbewegung auf größere Ausstände einrichten, geht daraus hervor, daß zwischen den sozial- demokratischen Zenrralverbändeu ein Ka r l e l lv e r trag abgeschlossen sein soll, demzufolge mit streilenden Maurern m einem Orte auch die übrigen Bauarbeiter die Arbeit niederlegen, und umgekehrt. S$i"F Hals. ST仫*- ' Vorstand — SA ^_7^bnkschv!ft betreffend die Entwicklung des Kiau-- nr^SebielS in der Zeit vom Oktober 1901 bis Oktober r ist uns heute früh auf den Redoktionstisch gelegt worden. Sie ist in der Reichsdruckerei soeben hergestellt worden und ist verlegt von Dietrich Reimer in Berlin. Sie ist mit einer Anzahl großer Karten und JllustrationsLeilagen ausgestattet und vereinigt wiederum die Vorzüge der Reich- vommen von 1885 den Vertrag von 1867 aufgehoben habe, dn Frankreich das Recht zuerkannte, selbst einen Tell der Zölle zu erheben zur Bezahlung der ftanzösischen Schuld, dre, ftanzösische Regierung beabsichtige, diesen Vertrag unverzüglich wieder ins Leben zu rufen. Der Kanzler der französischen Gesandtschaft in Caracas hatte häufig Unterredungen mit Castro und dem venezolanischen auswärtigen Amt. Man nimmt an, die französischen Vorstellungen sollen ein Gegengewicht gegen dre Bestrebungen der verbündeten Mächte abgeben. ^4?e ^stellt. NV. 28 •rltittwt «»glich anbei ©•luiuigA. Dem Dietzen er Anzeiger werden rm Wechsel mit dem vesflschn, Landwirt die Siebener Familien« Mltler viermal in der Woche be,gelegt. Aotaliotvtorucf w. Vertag de, Brühl'schen Unlvers.-Buch- u.6lein- druckerei lPietsch Erbe«) Deutsches Reich. Berlin, 2. Febr. Ter Kaiser hatte heute eine Besprechung mit dem Reichskanzler und hörte später im Schlosse den Vortrag des Siellvertreters des Chefs des Zivilkabinetts. — Zur gestrigen Mittagstafel beim Kaiser- paare war u. a. auch der Präsident des Reichstages Graf Balle st rem geladen. . — Die „Kruuzzig." spricht sich heute abend in einem Leitartikel für die Aufstellung von konservativen K a n d i d a t e n bei den kommenden Reichstagswahlen auch in solchen Wahlkreisen aus, in denen man von vornherein auf den Gewinn eines Mandats nicht rechnen kann. — Tie 31. Hauptversammlung deS deutschen Landwirt sch a f t S r a t e s ist heute durch eine Ausschußsitzung ein geleitet worden, der morgen im Provinzial-Lanbeshause die erste Voll-Versammlung folgen wird. Bremen, 2. Febr. Dem Chefredakteur der „Wcser- 3i&" Emil Fitger gingen aus Anlaß seines gestrigen 25. Redaktions-Jubiläums überaus zahlreiche Glückwünsche und Anerkennungen seiner schriftstellerischen Tätigkeit zu. Reichskanzler Graf Bülow telegraphierte: Dem Schüler und würdigen Nachfolger Gildemeisters herzlichen Glückwunsch zur Vollendung des ersten Vierteljahrhunderts reicher schriftstellerischer Wirksamkeit an einem der geachtetsten Organe unserer öffentlichen Meinung. Dortmund, 2. Febr. Gestern wurde die 8. Jahresversammlung des GewerkVereins christlicher Bergarbeiter Deutschlands eröffnet. Der Vorsitzende drückte die U e b e r e i n st i m m u n g der christlichen Bergarbeiter mit der Rede des Kaisers in Breslau aus. Alsdann wurde an den Kaiser ein Huldigungstelegramm abgesandt und eine Resolution angenommen, bie sich gegen die in den letzten Jahren erfolgte bedeutende Herabsetzung der Bergarbeiter löhne richM Straßburg, 2. Febr. Im verflossenen Herbst beauftragte eine Versammlung klerikaler elsaß-lothringischer Vertrauensmänner ein Organifationskomitee, einen Statutenentwurf für eine klerikale elsaß-lothringische Landesorganisation, welche demnächst ins Leben treten soll, zu entwerfen. Der von diesem Organisationskomitee entworfene Statutenen^vurs .vurde in sämtlichen in den letzten Wochen in den elsässischen Wahlkreisen veranstalteten Auf Anfrage Bowens über die Absichten Vene- Der Vorstand des Hesfischea Bauernbundes bitte um gleichmä ßige Behandlung aller Hrrschel-Offenbach) beschoß >^ner o" Friedberg am N ationen in Europa und Amerika, die seine Gläubiger 2‘ ^ebruau liattgehabten ^Mng, den von Großh. Regierung seien. Er halte an seinem diplomatischen Abkommen und oorgelegten Gesetzentwurf „Die Landstände" betreffend: jr'ilheren Abmachungen fest. Frankreich setzte das aus- Wir ersuchen die dem Hess. Bauernbund angehörigen und die lo,artige Amt Venezuelas in Kenntnis, daß, da das Ab-, ihm nahestehenden Landtagsabgeordneten, angesichts der bestellenden .GenchtssaalE Lurt vlato; tüx den An- »etgenteiL Han« Beck. SM SÄ k- 8ttM M Jfj Kl _ _____- Zweites Blatt. 158. Jahrgang Dienstag 3. Februar ivyg GiehenerAnzeigerS ° General-Anzeiger ** SC Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Hier also wird der Spieß sehr niedlich umgedreht und y z w ~< w w wiv_, Lit ^?cuc clurwn einer „Verhetzung der Städtebeoölkerung gegen die be- ^twicklung Kiautschvus nicht " ganz "befriedigend. "Daslheit 'eine ruhig'ere u7w ^sticher^Aufsasftmg^^«^ Interessen de§ Bauernstandes" geredet, während ~7nna: „Was rn Kiautschou not tut" ist in den letzten gelangen wird, wie sie in der deutschen Presse weit über- umgekehrt von Seilen des Bauernbundes alles Erdenkliche Monareu mehrfach diskutiert worden, und zwar auf Grund wiegend von Anfang an geherrscht hat. geschieht, um die Landbevölkerung gegen bic Städter auf» ben der einschlägigen Verhältnisse seitens Die Vereinigte Staaten-Regierung scheint mehr zuhetzenl Die Städter besitzen bekanntlich keine mit dem ffÄ r AaU6iöUl Persönlichkeiten. Da von von der Deutschland unfreundlichen Stimmung im Bauernbunde zu vergleichende straffe Organisation und können x st? h -ran auf Kiautschou Lande angekranlelt zu sein, als dem Einvernehmen förder- schon aus diesem Grunde das Hetzaesckäft nickt betreiben wiederiim der Löwenantell entfallt — fast 12U Millionen lich ist, das vor Beginn der Venezuela-Aktion unser Ans- -- . 't .Y; yc§gqcga[i mcyr oeireiven, dreiachtel Millionen Mark mehr als im Vorjahr —, wärtiges Amt vorsichtshalber mit dem Washingtoner m”enc?a^ec -?U(^ lw. entfernteiten darauf, den „berech- wird der Reichstag voraussichtlich den Etat einer scharfen nett über die zu ergreifenden Maßregeln herbeiaefübrt bat ^'9^de§Bauernstandes'entgcgenzuhandeln, trachten Prüfung unterwerfen, besonders die über 5 Millionen be- Die gestern mitgeteilte Depesche, die den Empfang des netten nn ®c9ented nach möglichster Eintracht mit der Landbeoölke- tragenden fortdauernden Ausgaben, die zum größeren Teil deutschen Gesandten Frhrn. Speck o. Sternburg durch Präsi-1 vunS unö gönnen ihr so viel als möglich, können sich aber Mllitärverwallung entfallen, also nicht im wirt- dent Roosevelt schildert, ist auf einen auffällig kühlen Ton ^me Terrorlsierung durch die Bauern nicht gefallen lassen, schastlichen Interesse Verweudung finden. gestimmt. Roosevelt hat fein Wort der Erwiderung ge- unter der sie, wie männiglich bekannt, bei der ^usammen- q? m dervorzuheben: Hunt)en, ajä der Gesandte die freundschaftlichen Gefühle setzung unseres Landesparlaments schon kurz genug kommen. , .2^ ^m Derichtsjahre ist dn von -usiugtau ausgehende oeS, deutschen Kaisers zum Ausdruck brachte, sondern be- Wir können daher den oben ausdrücklick als rücksickis- beutfche Eisenbahn bis zu dem ersten Kohlenrevier des Ichränkte sich darauf, den Gesandten zu bealückwünfcken" ooen ausövucruct» als ruckslchtS- HinterlandeS fortgeschrllten — und der erste Kohlen- — wohl zu der Berufung auf den Poften - °unb die Hoff- ^npn neuen Feldzugsplan des Bauernbundes schacht im Gebiets von Wech sien fertiggestellt worden, nung auszusvrechen, daß die Mission den Erfolg haben ? b C Stobte nut aufrichtig bedauern, und wollen die Die Denkschrift behält sich ein eingehendes Urteil über die möge, die Lözung der schwebenden Frauen herbeizuführen. Hoffnung noch nicht verlieren, daß es in der Kammer zu Qualität der Kohle vor, stellt aber schon fest, daß die Kohle Der Empfang währte nur wenige Minuten. äGenn man einec verständigen Aussprache und zu einem versöhnlichen einen größeren Heizwert als die japanische Kohle auch in sich erinnert, mit welcher Warme und Auszeichnung in unb für beide Teile gleich ehrenvollen und erfreulichen Aus. den besseren Qualitäten besitzt, und daß sie sich der letzteren Berlin der amerikanische Botschafter Aufnahme gesunden Junge kommen wird. insbesondere durch geringe Rauchentwicklung überlegen hat, dann fällt der Kontrast ins Auge. Es kommt aber eins r zum anderen: Nach einer gestrigen Depesche aus Washing- Werter wird hervorbehoben, daß auch in anderen lon entfalten mit einem Male die amerikanischen Behörden Zweigen des gewerblichen und kaufmännischen einen fieberhaften Eifer in der Fertigstellung der im Bau Lebens sich eine selbständige, rasch ansteigende befindlichen Kriegsschiffe. Auf den W-erften soll Tag und Entwicklung zeigt. Von neuen Unternehmungen Nacht gearbeitet werden. Was bezwecken diese hastigen größeren Stils aus dem letzten Jahre sind zu erwähnen Vorbereitungen? Und was beziveckt die feierliche,fast osten- die Niederlassung einer Seidenindustrie-Gesellschaft, die mit lative Einweihung einer Schiffswerst, auf der ebenfalls dem Bau einer in großem Maßstabe geplanten Spinnerei bie Arbeit eine ununterbrochene sein soll? Am meisten bereits begonnen hat, und die Schaffung eines Hvchsee- auffällig ist aber das Angebot Argentiniens und Chiles in sischerei-Unternehmens. In Tsingtau selbst Eonnte im Be- Washington, den Der. Staaten die für diese Länder in richtsjahr zum erstenmale ein Dampsboot vom Stapel Europa im Dau befindlichen Kriegsschiffe käuflich zu überlaufen, tzas in allen Teilen in der Kolonie hergestellt ist. lassen. Die A^ence Haoas hatte gemeldet, Deulschland Die Handelsentwicklung des letzten Jahres zeigt einen Auf- habe der chilenischen Regierung vorgeschlagen, solck)e, leite chwung in der Einfuhr von Waren nicht chinesischen Ur- fertige, teils im Bau befindllche Kriegsschiffe zu kaufen, prungs. Die Ein- und Ausfuhr chinesischer Ware ist durch Das war natürlich eine tendenziöse Ausstreuung — aber, >ie an der ganzen Küste und auch im Innern Schantungs wie man sieht, es ist ein Körnchen Wahrheit darin, nur ausgetretene Cholera beeinträchtigt worden. Doch zeigt daß eben die chilenische wie die argentinische Regierung die Ausfuhr aus dem Jmieru über Tsingtau im Stroh- den Augenblick für gekommen erachten, den Ver. Staaten geflecht- und Seidenhaudel beträchtlich gestiegene Ziffern, sich mit einem Hilssanerbieten nützlich zu machen. Man Im deutschen Schutzgebiete selbst ist die Cholera nicht epi- darf gespannt sein, wie das Washingtoner Kabinett diesen demilch aufgetreten. Dienst behandelt. Uns scheint, oaß die Situation ein Auch sonst haben sich die gesundSeitlichen Ver- kritisches Aussehen bekommen hat, und daß alle hültnisse der Kolonie nach Angabe der Denkschrift er- Ursache ist, sowohl die Ver. Staaten wie Frankreich scharf fr e ul ich gestaltet und weisen eine weitere beträchtliche lm Auge zu behalten. Es sind allerlei Machenschaften- Besserung gegen die Vorjahre auf. Insbesondere ist Darm- im Merk. Das können die vereinigten Mächte sich nicht typhus, mit Ausnahme der nachweisbar auf Einschleppung gesalleu lassen, daß nun mit einem Male die an der von außerhalb zurückzuführende Erkrankungen im letzten Blockade nicht beteiligten Mächte die gleichen Rechte an Jahre in Tsingtau selbst in keinem Falle entstanden. Die Venezuela beanspruchen. Auf der anderen Seite ist die Denkschrift erwähnt, daß im Sommer des Berichtsjahres Venezuela-Affäre nicht einen kriegerischen Konflikt mit den Tsingtau bereits von einer Reihe von Badegästen von Ver. Staaten und mit Frankreich wert. Aus diesem schwie- außerhalb ausgesucht wurde, und hebt hervor, daß der rigen Dilemma den Ausweg zu finden, erfordert die ganze deutsche Hafenplatz zweifellos von allen Küstenstädten Mittel- Geschicklichkeit und Kaltblütigkeit der Leiter unserer aus- und Nordchinas die günstigsten Vorbedingungen wärtigen Politik. hat, um auch nach dieser Richtung hin sich zu entwickeln. . 2ord Balfour, der englische Ministerpräsident, hat, Die Bautätig keit war sowohl auf dem Gebiete des bisher gerade keine besonderen staatsmännischen Eigen- Hafen- und Straßenbaues als auch des Hochbaues rege, schäften entwickelt. Man könnte mitunter wähnen, der Die umfangreiche Mole des großen neuen Hafens, die in altersschwache Lord Salisbury führe noch die Regierung. »der Kohlenverladung dienen soll, wird Voraussicht- Auch die parlamentarische Befürwortung des Zusammen- nächsten Sommer soweit fertiggestellt sein, daß als- 9^ns Englands mit Deutschland in Venezuela war von dann der erste Schiftsliegeplatz für die großen Ozeandampfer Seiten des Ministerpräsidenten so matt, daß sie sich fast vorhanden fein wird. Ein Schwimmdock ist bereits in toie eine Entschuldigung an ließ und demgemäß von den Deutschland in Bestellung gegeben. Als besonders er- Parteien behandell wurde. Man mag über Chamberlain freulich in gesundheitlicher und wirtschaftlicher Hinsicht denken, wie man will, man wird zugeben müssen, daß er werden die Fortschritte der Forstkulturen und eine ganz andere Sprache im Parlament geführt hätte. Ob st Plantagen hervorgehoben. Er ist eben — das wird besonders klar jetzt, wo er fern In organisatorischer 5-insicht ist die Begründung einer von London weilt — die Seele der Regierung, die anderen Handelskammer und eines für die Angelegenheiten Minister einschließlich des Präsidenten treten ihm gegen» der chinesischen Bevölkerung bestimmten chinesischen Ko- über zurück Seltsam ersck)eint bei alledem, daß Cham- Mitees hervorzuheben. Als kultureller Fortschritt wird ver- berlain um die Venezuela-Affäre sich überhaupt nicht küm- »Lichnet, daß eine höhere Knabenschule staatlicher- wert. Er „beigräbt" sich in ^üdasrika und überläßt es [eite eingerichtet und die Errichtung eines Alumnats, in den Kollegen in London, zu sehen, wie sie zurecht kommen, dem auch Kinder aus anderen Orten Ostasiens ausgenommen das Absicht? Will Chamberlain sich „kostbar" machen lverden sollen, in Vorbereitung ist. Eine höhere Müd- und die anderen Minister beim Volke in Mißkredit geraten che n s ch ul e ist von den Schwestern der katholischLN Mission lassen? Vom deutschen Standpunkte wäre ein englisches ins Leben gerufen worden. Für die chinesische Bevölkerung Kabinett mit Chamberlain als Chef noch nicht das schlech- kvirken die Missionsschulen und praktische Lehrlingsschulen, teste, bei ihm wüßte man wenigstens, woran man ist. Verhetzung der S t ä d t e b e v ö l k e r u n g gegen die berechtigten Interessen des Bauernstandes, wie sie zurzeit noch durch die Freihandels- und Handelsvertragsvereins- Presse und die in meckantilisttschen Bahnen wandelnde Nationalökonomie an den Universitäten betrieben wird, L sich zurzeit der Vermehrung der st ä d t i s ch e n Mandate m E r st e r und Zweiter Kammer rücksichtslos zu widersetzen, jedoch aber 2. mit allen gesetzlichen Mitteln die E i n f ü h r u n g alk- gemeiner, direkter und geheimer Wahlen zurZweitenKammer — begründet auf längerer Ansässigkeit im Großherzogtum Hessen — herbei- führen z u Helsen. i°ie 5U Ratten Pfl bc Brrtrq M m-ktll Sammlungen Heruler Delegierten gutgchcißen. Der „Els. Volksbote" veröffentlicht heute diesen Statutenentwurf, in dem es heißt: Insbesondere fordert die Partei auf politischem Wege Gleichstellung El saß-Lothringens mit den anderen Bundesstaaten, allgemeines, gleiches, geheimes, direktes Wahlrecht für den Laudesausfchuß, freiheitliche Reformen des Vereins- uni) Versammlungsrechts. Ausland. Windsor, 2. Febr. Der König ist an einer mit Hiebererscheinnngen verbundenen Erkältung erkrankt und mutz das Zimmer hüten. Paris, 2. Febr. (Kammer.) Maujau bringt einen Gesetzentwurf ein, nach dem die Dauer der Hebungen der Reservisten und Mannschaften der Territorialarmee um die Hälfte herabgesetzt werden soll. Ferner beantragt Maujan eine Abänderung zu dem Gesetze von 1889 über die Rekrutierung der Armee, nach der jedem Soldaten jährlich ein Monat Urlaub zustehen soll. Diese beiden Reformen würden j ä h r l i ch eine Ersparnis von etwa zwanzigMillionen ergeben, dabei aber die Ausbildung der Truppen tu keiner Weise beeinträchtigen. Auf Antrag Maujans selbst werden diese beiden Gesetzentwürfe an die Armeekommifsion verwiesen. Bei dem Kapitel „Verpflegung der Soldaten" wird ein Kredit von 1 200 000 Frcs. zur Verabreichung von Wein und ein Kredit von fünf Millionen Fres. bewilligt, um den Ankauf von frischem und geräuchertem Fleisch zu erleichtern. Sooann lehnt die Kammer einen Antrag Dejeante auf Abschaffung der Militärgeistlichen und einen Antrag Bouveri auf Abschaffung des kirchlichen Begräbnisses von Soldaten ab. Aus Stadl und Land. Gießen, den 3. Februar 1903. — Die zweite Kammer der Landstände tritt zu ihrer 4. Sitzung am Donnerstag, den 12. Februar, vormittags 10 Uhr, zusammen. Auf der Tagesordnung stehen zunächst die Wahlen der Abgeordneten von Worms, Alsfeld, Pfeddersheim, Bingen, Reinheim—Groß-Umstadt, Gießen, Lauterbach—Schlitz, Laubach—Schotten, Mainz, Oppenheim— Osthofen—Wörrstadt, Michelstadt, Dieburg—Groß-Umstadt, Lorsch—Gernsheim—Zwing en berg, Butzbach—Bad-Nauheim und Herbstein—Ulrichstein. Zur vorläufigen Beratung im Plenum in Gemäßheit des Artrkels 33 und 35 der Geschäftsordnung stehen alsdann u. a.: Antrag der Abg. Köhler (Langsdorf) und Genossen, Sammelausgabe der sämtlichen zur Zeit im Großherzogtum Hessen giftigen Gesetze, Verordnungen rc. betreffend, Antrag der Abg. Erk und Bähr, Verlegung der Haltestelle Ranstadt an der Linie Gießen—Gelnhausen betreffend, Antrag des Abg. Leun, die Gebühren für die Fortführung der bisherigen Grundbücher betreffend, Vorstellung des Oberbürgermeisters Mecum zu Gießen, Sonntagsruhe im Handelsgewerbe betreffend, Vorstellung der ehemaligen hessischen Unteroffiziere, die Unteroffizier - Sterbe- und Witwenkasse betreffend, Vorstellung der Großh. hessischen Domanialfor ft warte, Erhöhung ihres Diensteinkommens betreffend, Vorstellung der Steueraufseher des Groß- Herzogtums, Gehaltsaufbesierung und Versetzung in die achte Klaffe der Zioilftaatsdiener betreffend, Vorstellung der H o ch- bauaufseher und Kreisstraßenmeister, anderweite Regelung ihrer Gehaltsverhältniffe betreffend. Sodann die Regierungsvorlagen, den Hauptvoranschlag der Staats- Einnahmen und -Ausgaben für das Etatsjahr 1903/4 betreffend, sowie Nachträge und Berichtigungen hierzu. ** Gedenktafel für Hermann Schiller. Wie wir bereits kurz mitt elften, hat sich zur Ehrung des am 12. Juni 1902 verstorbenen hervorragenden Gießener Schulmannes und Historikers Geheimrat Hermann Schiller ein Komitee gebildet, das aus Kollegen, Schülern, Freunden und Verehrern des Verewigten besteht. Geplant ist die Anbringung einer marmornen Gedenktafel mit dem Bildnis Schillers in der Aula des hiesigen Gymnasiums, an dessen Spitze Prof. Schiller 23 Jahre lang mit bekanntem außerordentlich großem Erfolge gestanden hat. Das Großherzogl. Ministerium hat seine Genehmigung bereits erteilt Beiträge nimmt die Geschäftsstelle des Gieß. Anz. entgegen und wird sie dem Schatzmeister, Rechtsanwalt Rosenberg, zustellen. *• Gastspiel Christians. Im Interesse unserer Leserschaft machen mir darauf aufmerksam, daß morgen die 6. Vorstellung des Theatervereins stattsindet. Es gelangt Grillparzers »Jüdin von Toledo" mit Rudolf Christians vom kgl. Schauspielhause in Berlin zur Darstellung. ** Besitzwechsel. Verkauft wurde das Hotel-Restaurant Riegelmann an Herrn Karl Kobel in Oberursel für den Preis von 87 000 Mk. ** Der Geflügel- und Vogelzuchtverein Gießen und Umgegend hielt gestern nachmittag im Etablissement Steins Garten eine Generalversammlung ab, die verhältnismäßig nicht sehr stark besucht war. Aus dem erstatteten Geschäftsbericht über das ab gelaufene Vereinsjahr ist zu entnehmen: Der Verein besteht seit sechs Jahren, während welcher Zett er bemüht war, der Geflügelzucht nicht nur unter seinen Mitgliedern, sondern auch weit über deren Kreis hinaus das nötige Interesse zu verschaffen. Es wurden zu diesem Zwecke im abgelaufenen Jahr folgende Zuchtstationen unterhalten, von denen Eier zu Brutzwecken an die Interessenten zu mäßigen Preisen abgegeben wurden: 1. Philosophenwald 1.10 rebhf. Italiener. 2. Röthges bei Laubach 1.3 rebbf. Italiener. 3. Birklar 1.10 schwarze Mino rka Neugegrundet wurden 4. Auf der Hardt bei Gießen Vereinszuchtstation 1.2 weiße Wyandottes. 5. Heibertshäuser Hof 1.6 rebhf. Italiener. 6. Pulvermuhle Gießen 1.2 Emdener Gänse. 7. Allendorf a. L. L2 Peking-Gnten. Außerdem unterhält der Verein in eigener Zuchtstation auf der Hardt b. Gießen 2.20 schwarze Minorka, 2.20 rebhf. Italiener. So gerüstet, hofft man auch in der kommenden Brutzeit allen Wünschen hinsichtlich der Bruteier gerecht zu werden. Der Verein zählt 152 in Gießen und 52 auswärts wohnende, im ganzen also 204 Mitglieder, gegen 187 im Vorjahr. Eine überaus rege Bereinstätigkeit wurde auch im Jahre 1902 entfaltet. Der Verein besitzt in seiner Zuchtstcttion auf der Hardt in seinem Inventar für Aussteltungszwecke, sowie in seinen Zuchtstämmen und dem vorhandenen ca. 600 Mk. betragenden Barvorrat ein Vermögen von 5379,87 Mk., auf dem allerdings noch eine Schuld von 932 Mark lastet. Während von dem Wert der Anlage bet Zuchtstatiou pro Jahr 5 Proz. abgeschrieben wttd, beträgt die Abschreibung von dem Ausstellungsinventar 10 Proz. — Die in der Versammlung vorgenommene Auslosung von Anteilscheinen an der Zuchtstation ergab als Resultat, daß die Nummern 5, 60, 28, 26, 47, 41, 11, 29, 40 und 4 am 1. April d. I. vom Bankhause A. Heichelheim mit je 25 ML bezahlt werden. Bei der Wahl des Vorstandes wurde der Weinhüudler Aug. Schwan als 1. Vorsitzender wieder- und der Apotheker S ch w i e b e r als 2. Vorsitzender neugewählt. Als Schriftführer wurde Kaufmann Louis Hanau wieder-, als Rechner Restaurateur Aug. F e l s i n g neugewählL Brauereibesitzer Georg B i ch l e r wurde als Materialverwalter wieder- gewählt. Die Wahl der Beisitzer fiel auf Kohlenhändler Schäfer, Lehrer Schneider-Heuchelheim, Kvnr.Rüb- f am e n, Schuhmachermeister Erb und S t o h r jr. Es erfolgte noch die Wahl der Revisoren und der Mitglieder der Zuchtstation. Die Versammlung beschloß, innerhalb vier Wochen an einem Wochentage abends eine wettere Generalversammlung ab^uhalten, in der außer einer Berichterstattung über die lÄgebnisse der Zuchtstation auf der Hardt Anträge beraten und beschlossen werden sollen, welche dem Verbände der Geftügelzüchtervereine unterbreitet werden sollen. (?) Grünberg, 2. Febr. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gerieten zwei hiesige Burschen in Stteit, wobei der eine durch Messerstiche schwer verletzt wurde. ge. Neuhaus (bei Homberg a. d. Ohm), 31. Jan. Der letzte Eisenbahnzug der Sttecke Kirchhain - Nieder- Gemünden mußte heute abend gegen 9 Uhr an der Haltestelle Neuhaus infolge Undichtwerden des Kessels längere Zeit märten. Der Zugführer schickte einen Beamten nach Homberg a. d. Ohm zurück, um von dort per Telegramm eine Ersatzmaschine von Nieder-Ofleiden zu bestellen. Ehe der Beamte zurückgekehrt war, hatte der Maschinenführer den Defekt am Kessel selbst notdürftig beseitigt, und so konnte der Zug die Station Nieder-Gemünden noch rechtzeitig zum Anschluß nach Fulda erreichen. Diejenigen Passagiere aber, welche nach Gießen Anschluß suchten, konnten ihn nicht mehr erreichen. Rd. Darmstadt, 2. Febr. Am 25. Januar wurde in der Gemarkung See heim, Kreis Bensheim a. Bg. die Leiche eines unbekannten jungen Mannes an einem Baume hängend aufgefunden. Die näheren Umstände lassen auf Selbstmord schließen. Der Unbekannte — wahrscheinlich Israelit — war etwa 20 Jahre alt, 1,57 cm grüß, mittelkräftig, von schlanker Statur, hatte schmales, gelbliches Gesicht, etwas gebogene Nase, braunes, dichtes Kopfhaar, desgleichen buschige Augenbrauen, Anflug von dunklem Schnurrbärtchen, gut erhaltene Zähne. Bekleidet war er mit hellgrauem Sackrock, gleicher Weste, dunkler Hose, schwarzem, weichen Filzhut, defekten Zugsttefeln, braunem Ueberzieher mit Sammetkragen, rötlicher Halsbinde, weißem, schmutzigen Vorhemd und weißem zerrissenen leinenen Hemd. Letzteres war M. P. und ein weißes Taschentuch mit I. M. gezeichnet. In feinem Besitz befand sich ein auf den Namen »Otto König" aus Neu Heine von Adolf Salus in Pilsen am 1. Februar 1900 ausgestelltes Lehrzeugnis, sowie ein in böhmischer Sprache ausgestellter Heimatschein, datitt 12. August 1896 für Otto König, Handelskommis, geboren 1882. Auf dem Heimatschein befinden sich Stempel Heidelberg, Karlsruhe, Hannover. § Langenhain, L Febr. Gestern abend kurz vor 7 Uhr hörte man in unserem sonst so stillen Dorfe Feuer- lärm. Es brannte in der gefüllten Scüeune unseres Mitbürgers Georg Ludwig; mit verheerender Geschwindigkeit hatten die Flammen das Gebälk der Scheuer und den anstoßenden Teil des Wohnhauses ergriffen. Unsere Feuerwehr vermochte nicht zu hindern, daß die verschiedenen Gebäude des Ludwig zerstört wurden. Der Brandschaden ist groß, wird aber meist durch .Versicherung ersetzt Mit Ausnahme des Wohnhauses sind alle Gebäude, also Scheune, Stallgebäude und Schuppen, ein Raub der Flammen geworden. Frankfurt, 4. Febr. Ein betrübender Unglücksfall hat sich am Freitag abend in Rödelheim zugetragen. Die zehnjährige Tochter des Bäckermeisters Simon wurde von der Familie gegen 8 Uhr vermißt Sofort stieg der Verdacht auf, daß das Mädchen einem Verbrecher zum Opfer gefallen fei. Die freiwillige Feuerwehr, viele Vereine und Privat- perfonen aus Rödelheim streiften sogleich am Freitag Wald und Feld ab. Auch das Nied-Ufer wurde abgesucht, doch vergeblich. Am Samstag wurde wieder eine sorgfältige Durchsuchung der Nied vom Hozzegarten bis zu den sieben Bergen unterhalb der Eifenbahnbrücke veranstaltet. Ein Weißbinder- meister untersuchte bort mit einer langen Hakenstange einen Weidenbusch und entdeckte dabei ein Bein der armen Kleinen. Es kostete viele Mühe, die Leiche aus dem Weidenbufch herauszubringen. Mehrere der Suchenden waren in dem Momente so ergriffen, daß sie augenblicklich die Schreckens- ftätte verließen. Nach oberflächlicher Besichtigung waren Spuren eines Sittlichkeitsverbrechens vorhanden. Die Leiche wurde nach der Leichenhalle des Rödelheimer Friedhofs verbracht und die Staatsanwaltschaft sofort benachrichtigt. — Wie uns heute ein Telegramm meldet, wurde der 32jährige Gärtner Strack aus Rödelheim als der Tat verdächtig, verhaftet. Kassel, 2. Febr. Eine furchtbare Katasttophe ereignete sich infolge Entgleisung eines Motorwagens der elektrischen Straßenbahn. In der Marktgaffe sprang der Wagen durch Versagen der Bremse aus, gerade an einer scharfen Kurve, raste die steil abfallende Straße hinab, überfuhr eine alte Dame, Gattin eines Kaufmannes, der beide Beine abgetrennt wurden. Die Unglückliche gab schon nach mehreren Stunden den Geist auf. Ein Kmd wurde eme Strecke geschleift und erlitt erhebliche Verletzungen. Fahrgäste, die abgesprungen waren, wurden unbedeutend verletzt. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Kriegerverein in Rödgen feiert am 21. und 22. Juni feine Fahnenweihe, verbunden mit lOjährigem Stiftungsfest. Vermischtes. * Kiel, 2. Febr. Der die hiesige Universität besuchende Sohn des Direktors der Marine-Schule, Kapitän zur See, Ehrlich, ist im Düstembrocker Gehölz erschossen aufgefunden worden. * Rom, 2. Febr. Der König hat Marconi wegen seiner Fabnenflucht begnadigt; er kann jederzeit seiner Militärpflicht genügen. ♦ Paris, 2. Febr. Baron Rothschild hat den amertTa* nischen Jokay O'Kohinoor auf 4 Jahre mit einem Iahres- gehalt von 125 000 Franks engagiert. — In Nanterre drangen Zollbeamte in die Wohnung eines Weinhändlers, welcher seit längerer Zeit einen schwunghaften Schmuggel mit Tabak und Zigarren betrieb. Die Zollbeamten beschlagnahmten eine soeben eingetroffene Sendung von 200 Kilogramm Tabak, 7000 Zigarren und 20 000 Zigaretten. Der Weinhändler konnte sich flüchten. • San Nemo, 2. Febr. Die ehemalige Kronprinzessin von Sachsen soll einem hier zirkulierenden Gerücht zufolge eine Reise nach Salzburg zu ihrem Vater planen. Als Termin dieser Abreise sei der nächste Donnerstag bestimmt. Falls der nicht sehr wahrscheinliche Plan zur Ausführung käme, würde Giron in Me ntone bleiben. • • Unglücksfälle. Im Berliner Vororte Reinickendorf tötete die Arbeitersfrau Hlllar ihre 6jährige Tochter mit einem Rasiermesser und erhängte sodann sich selbst. Man nimmt an, daß sie die Tat in Geistesstörung verübte. — Bei einem Gefängnisbrande in Rehna in Mecklenburg kam ein Gefangener um. — In einer Arbeiterwohnung in Altona explodierte eine Petroleumlampe. Ein Kind wurde getötet, ein anderes verletzt. — Bei einer Dynamit- Explosion auf der Zeche „Ewald" bei Essen wurde ein Bergmann getötet und einer schwer verletzt. — Auf Malcolm-Island brannten die Gebäude der sinnifchen Ansiedler nieder. Elf Personen wurden getötet und fünfzehn verletzt. * Kronprinzessin Luise. Wie der „Fränk. Cour." mitteilt, verlangte man in Mentone von der früheren Kronprinzessin vou Sachsen einen Heimatschein oder doch Ausweispapiere über ihre Person. Solche besitzt die Kron- prinzeffin nicht, und wohl auf höhere Weisung hat sich die österreichische Behörde geweigert, sie auszustellen, da die Ge- burts- und Ehematrikel dem Archiv des kaiserlichen Hauses einverleibt sind. Dott roeigerte man sich ebenfalls, der ehemaligen Kronprinzessin jeden Ausweis über ihre Heimat und Gebutt auszustellen, um ihr den Uebertritt zu einem evangelischen Bekenntnis und eme Verehelichung mit Giron zu erschweren. Die frühere Kronprinzeffin hat sich nun an ihren Vater mit der Frage gewandt, ob sie wirklich seine eheliche Tochter sei, und, wenn dies der Fall, mit welchem Rechte man ihr den Namen dessen zu tragen verbieten könne, dessen leibliche Tochter sie sei und als dessen eheliches Kind sie in den Kirchenbüchern und Gebutts- regiftem eingetragen ist. Sie schreibt: „Ich verzichte auf Rang und Titel, und habe nur die Absicht, das Recht der ehelichen Tochter des Großherzogs von Toscana zu Derlei- digen. Wenn ich es bin, fo dürfen mir die Papiere darüber nach dem Gesetz von meiner Heimat nicht oerroeigert werden. Man hat in dem ganzen Verfahren immer betont, streng nach dem Gesetz handeln zu wollen. Man soll dies beweisen, denn ein Gesetz, das die Frau aus ihrem Heimats- und Geburtsland aus Ehescheidungsgründen einfach ausweist, sie heimatlos macht, gibt es nicht. Ich werde mein Recht nicht als Frau des Kronprinzen von Sachsen, sondern als die durch Ausschließung zur Bürgerin erhobene, eheliche Tochter meines Vaters suchen und erzwingen." (??) • Diebstahl im Zarenpalast. Nach einer Meldung auS Petersburg ist im kaiserlichen Palast ein bedeutender Diebstahl verübt worden. Es wurden wertvolle Gobelins entwendet; die umfassendsten Nachforschungen sind im Gange. Gettchlssaai. R8. Leipzig, 2. Febr. Reichsgericht. Recht unliebens» würdig scheint sich in M a a r der Verkehr zwischen den jungen Burschen und Mädchen gestaltet zu haben. Als eines Tages einige junge Mädchen aus dem Orte nach ihrer Spinnstube gingen, wurden sie von mehreren einer anderen Spinnstube zugehörigen jungen Burschen verfolgt und mit Steinen beworfen, so daß sie unterwegs in ein Haus flüchten mußten, und zwar wollte die eine grade durchs offene Fenster Umschau nach ihren Verfolgern hallen, während die anderen zwei auf der zum Obergeschoß hinaufführenden Treppe standen, als bte eine der letzterwähnten, von einem Steinwurf getroffen, laut aufschrie. Tie am Fenster stehende Maria Helfenbein wandte sich daraufhin nach ihrer verletzten Gefährtin um, als ihr selbst ein Holzstück von 2 Fuß Länge und 2—3 Finger dick ins Gesicht flog, so daß ihr Auge heftig blutete. Die Verletzte war infolge davon vier Wochen krank, und jetzt noch ist die^ Sehkraft auf dem Auge erheblich gemindert, auch leidet das Mädchen immer noch an heftigem Kopsweh. Für diese Rohhell wurde der Landwitt Konrad Weller am 2. September vor. I. von der Ferienstrafkammer des Landgerichts Gießen wegen Körper- Verletzung mittels eines gefährlichen Werkzeuges zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat oeruxieilt Trotz seines Leugnens erblickte der Gerichtshof in ihm den Täter, da er sich über den Fall in der Folge sehr altertert zeigte und u a. auch geäußert hatte: wenn das Mädchen blind würde, werde er sich erschießen. Der erste Richter stellte weiter fest, daß ein Stück Holz von derartigen Dimensionen als gefährliches Werkzetrg anzusehen sei, zumal wenn es einem Menschen mit aller Wucht gegen das Gesicht geschleudert werde. Der Angeklagte focht das Urteil mit dem Rechtsmittel der Revision an und rügte zur Rechtfertigung derselben Verletzung materieller Rechtsnormen, insbefondere durch Sßerlennung des Rechtsbegrists des gefährlichen Werkzeugs sowie des Begriffs des Vorsatzes, indem er noch weiter aussührte, tuenn man nach jemand werfe, brauche man deswegen doch noch lange nicht die Absicht zu haben, ihn zu treffen; es sei doch mindestens ebensogut denkbar, daß man nut den Willen darauf gerichtet habe, den anderen zu erschrecken. I" Uebereinftimmung mit den Ausführungen und bem Anträge des Reichsanwalts erkannte jedoch der erste ©traffenat au, Ver- roerfung der Revision des Angeklagten und überbürdete bem Beschwerdeführer die Kosten seines Rechtsmittels. Handel und Verkehr. UMswirlschast — An der Berliner Börse ist der Antrag gestellt worden, 10 000 000 Mk. neue Akllen der Deutschen Bank m Berlin Nr. 175 000 bis 183 331 i 1200 Mk. und Nr. 183 332 d 1600 Mk. mit Dividendenberechtigung vom 1. Januar 1903 ab zum Börsen- handel zuzulassen. — In der letzte« Generalversammlung des Dortmunder Bauk-Bereius wurde die sofort zahlbare Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr aus 6 pCt. festgesetzt. Magdeburg, 2. Febr. Für das verflossene Jabr l)at der Ausichtsrat der Magdeburger B e r g w erks-Gesellschast beschlossen, eine Dividende von 35 pCt. vorzuschlagen. Märkte. Gießen, 3. Febr. Marktbericht. Ans dem heutigen Wochemnarki kosteten: Butter pr.Psd. 0,80—0,SO Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Pfg., 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg^ Enteneier O—VP,g., Käse pr.Stck. 5—8 Pf., Kasematte2Stck. 5-6Pfg., Erbsen pr.Lller 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar 0,70—1,00Mk., Hühner pr.Sll 1,00-1,40 Mk., Hahnen pr. Stück 0,80-2,50 Alk., Enten pr. Stuck 2,00—2,50 Alk., Gänse pr. Pfd. 54—60 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pstlnd 61—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—66 Pfg^ Schweine- ’q eutc§ 5ßeini?antette "ghasten V^lerz. -» 4nb ö^ be- " »w'Äfi e^eN[iqe &r - ’flfWS - Bki V M 1 bei $9nön,iti U, ®!lfn wurde ein verletzt. _ Z Bte bet .Fränk. Cour' von der früheren Kron, m oder doch Aus, -olche besitzt die Krönte Weisung hat sich &ie auszustellen, da die ®e, des kaiserlichen Hauses sich ebenfalls, der ehe- s über ihre Heimat und ebenritt zu einem evan- ielichung mit Giron zu n Hal sich nun an ihren ob sie wirklich seine dies der Fall, mu w e l, M dessen zu tragen Tochter sie sei und als henbüchern und Gebum- nbt: _,^d) verzichte auf e Absicht, das Recht btr von Toscana zu oerir mir die Papiere batik i nicht verweigeü roei.. immer betont, streng -i) n soll dies beweisen, km n heimats- und ©ehe« ifach ausweisi, sie hrmt- erde mem Recht nicht ol§ , sondern als die durch hoöene, eheliche Tochter L'd?) int ft Rach emerMdwig Masi em bedeutwder tben ivrctvM $obeluv »rschmgm smd m Äang- un» 5“:^ gt r dr jaerichl. Recht unlieb^ Seckchr zwischen den iu^ idm. Meines Tages e^ »r Zpümslube gingen, «urf® Sfftz Lbttgesch°vhw^ erwLtzlen.'°°"2 am üenfter 19“ uh .hrv verlGen^ ! Fuß bange unb icÄS w ieptemW ”sega y ZM ZM Len ;SS'As fleisch pr. Psimd 70—80 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 66—72 Pfg^ Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Psg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,50—7,00 Mk., Weihlraui per Stück 00—00 Psg., Zwiebeln pr. Zentner 5,00—6,00 Mk>, Milch per Liter 18 Psg. Aepfel per Psd. 0—00 Psg., m Korben 00—00 Psg. Trauben 00—00 Psg. Mrratur. Klaa r, Alfred, Schauspiel und Gesellschaft. Preis ML 1. (Berlin W. 15, Verlag von Johannes Rüde.) Pros. Dr. Alfred Klaar — der Feuilletonleiter der ,,Voss. Ztg." — zeigt h-ier nicht bloß scharfsinnig, was ist und was sein könnte: er packt und überzeugt. Die „Gesellschaft" wird sich allerdings nicht über alles freuen, was Klaar sagt über Mysterium und Zote im Schauspiels über die Entwickelung uralter Spiele zum griechischen Drama und zum römischen Spectaculum, über Theater- kultus, „der scheinbar kunstfreundlich ist, aber das Wesentliche des Schauspiels erdrücke", diejenigen unter den The- aterdirektvren, toerdeu sich nicht freuen, die alle besseren litterarischen Keime ersticken, die Mimen nicht, die die „Botschaft mit der Urheberschaft verwechseln", nur well sie „am Ende der lange geplanten Wirkung stehen", freuen aber wird sich über Klaar und seine Arbeit, wer ein Herz hat für die Kunst. Kpielpüm der «rrimgten Frankfurter tztadttheater. Opernhaus. Mittwoch den 4. Februar*): .Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg*. Wolfram v. Eschenbach: Herr Hermann Jes en vom Stadtheater in Graz als Gast. Donnerstag den 5. Februar. »Mignon.* Freitag den 6. Februar, abends l)alb 8 Uhr: »Die Großherzogm von Gerolstein.' Samstag den 7. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: »Frau Holle.' Abends 7 Uhr: Szenen aus »Gütz von Berlichingen.* Sonntag den 8. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: »Frau Holle.* Abends 7 Uhr: »Amalia oder Der Maskenball.* Rens: Herr Hermann Jessen a. G. Montag den 8. Februar geschlossen. Schauspielhaus. Mittwoch den 4. Febuar, abends 7 Uhr: »Flachsmann als Erzieher.* Donnerstag den 6. Februar: »Monna Vcmna." Freitag den 6. Februar: Zu Wilhelm Jordans 84. Geburtstag: »Durchs Ohr.* Vorder: Zum ersten Male: »Ist Mitleid Sünde.' Dramolet in 1 Akt von Anna Georgeowna. Samstag den 7. Februar: »Monna Vanna.' Sonntag den 8. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: »Im bunten Rock.* Abends 7 Uhr: Neu einstudiert: »Der Pfarrer von Kirchfeld.' *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Krieskasteu Ser Redaktion. Muouyme Au fragen bleiben unberücksichtigt.) N. Borsdorf. (Nidda.) Wenn Sie Ihren Namen nicht auf das Manuskript setzen, können wir die 9lotiz nicht aufnehmen. Wir bitten 6te, dieS schleunigst nachzuholen. Im übrigen wären wir für häufigere Berichte dankbar und würden sie gern honorieren. Neueste Mewungeu. Origiual-rahtmelduttgeu deS Gießener Anzeigers. Da »zig, 3. Febr. Der Kaiser hat, wie anderen Truppeu-Äeröäuden, auch dem 17. Armeekorps anläßlich seines Geburtstages 50000 Mark als Gesehen k übermittelt, deren Zinsen als Hilfsfonds uameuLÜch für ältere Offiziere verwendet werden sollen. Posen, 3. Febr. Die Akademie wird im Herbst eröffnet. Indessen werden die zu berufenden Dozenten schon im März VortragSkurse halten. Thorn, 3. Febr. DaS Kriegsgericht verhandelte wegen militärischen Aufruhrs mit Ausübung von Tätlichkeiten gegen eine Patrouille und Hilfeleistung zur Befreiung eines Gefangenen gegen vier Pioniere vom 17. Pionierbataillon. Zwei wurden schuldig erachtet, auf zwei Musketiere einer Patrouille, welche einen von einem Infanterie-Sergeanten arretierten Kameraden abführten, mit blankem Seitengewehr eingedrungen und mit der flachen Klinge dreingeschlagen zu haben. Sie wurden dafür zu sechs bezw. fünf Jahren Zuchthaus und Entfernung aus dem Heere verurteilt. Die beiden anderen wurden von der Teilnahme am Aufruhre freigesprochen, aber wegen anderer Vergehen gegen die militärische Unterordnung mit drei bezw. zwei Monaten Gefängnis bestraft. Karlsruhe, 3. Febr. Die auswärts verbreiteten Meldungen über eine schwere Erkrankung der Kronprinzessin vonSchweden sind durchaus unzutreffend. Die Kronprinzessin beabsichtigte in den nächsten Tagen, vielleicht schon morgen, eine Reise nach Italien anzutreten. Lo n d o n, 3. Febr. „Daily Mall" meldet auS Hongkong: Trotz der jüngsten Entdeckung eines Komplottes gegen die chinesische Regierung befürchtet man keine Unruhen an der englisch-chinesischen Grenze. Haag, 3. Febr. Der erste Legationssekretar v. P ro l- lius, der zur Zeit die Geschäfte der deutschen Gesandtschaft führt, ist zum Gesandten für Venezuela ernannt worden. (Diese Ernennung beweist, daß man in leitenden Kreisen eine baldige Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu Venezuela für wahrscheinlich hält. Wie aus Washington über London berichtet wird, habe der amerikanische Gesandte Bowen den Verbündeten einen Vergleich bezüglich vorzugsweiser Bezahlung auf einen Monat angeboten.) Barcelona, 2. Febr. Heute abend wurde hier von Arbeller vereinen eine Versammlung ab gehalten, um die Solidarität mit den Ausständigen in Reus zum Ausdruck zu bringen. Die Versammlung, in der die meisten Redner den Beginn des General-Ausstandes befürworteten, artete schließlich in eine anarchistischeKund- gebung aus, wobei zu Gewalttaten gegen die Besitzenden aufgefordert wurde. Barcelona, 3. Febr. Der Aus st and in Reus beritt eitet sich Die hauptsächlichsten Führer der Ausständigen wurden verhaftet. Rom, 3. Febr. Wie hiesige Matter melden, wird der Zar anläßlich seiner römischenReise im Monat April auch eine Begegnung mit demKaiserFranzJo- s e f haben. Der Ort sei noch nicht bestimmt. Nizza, 3. Febr. Entgegen den Meldungen italienischer Blätter haben in Mentone keinerlei Demonstrationen gegen Giron und die ehemalige Kronprinzessin von Sachsenstattgefunden. Dagegen soll sich bestätigen, daß letztere nur die Zusicherung von sicherem Geleit abwartet, um nach Salzburg abzureisen. Mentone, 3. Febr. Tie Gerüchte von einer schweren Erkrankung des Expräsidenten Krüger sind unbegründet. Derselbe hatte vor einigen Tagen eine leichte Indisposition, ist aber bereits wiederhergestellt. Teheran, 3. Febr. ViscountDowne, der als britischer Spezialbotschafter hier eingetrofsen ist, überreichte heute dem Schah in feierlicher Audienz in Gegenwart sämtlicher persischer Prinzen, des persischen Ministers deS Aeußern, des britischen Gesandten Hardinge und des gesamten Personals der Gesandtschaft den Hosenbandorden. Downe betonte in einer Ansprache die freundschaftlichen Beziehungen zwischen England und Persien und wies auf das große Interesse hin, welches der König an der Wohlfahrt des persischen Herrschers und Volkes nehme. Der Schah erkundigte sich in feiner Antwort in he reichen Worten nach dem Befinden des Königs. Tanger, 3. Febr. Die hiesige englische Gesandtschaft widerruft jetzt chre Nachricht von der Gefangennahme Buha maras. Es herrscht über dieses Manöver hier allgemeine Entrüstung, well man dahinter eine Jn- trigue vermutet. Anderersells wird behauptet, daß die Nachricht von der Gefangennahme Buhaiuaras auf einer falschen Auslegung eines chiffrierten Briefes beruht Tanger, 2. Febr. Genaue Einzell-eiten über die Niederlage des Prätendenten fehlen noch Die bisherigen Nachrichten über den Kampf widersprechen sich. Aller Wahrscheinlich kett fand der Kamps einen Tagemarsch von Fez entfernt statt Die Truppen des Prätendenten wurden in der Nacht vom 28. auf den 29. Januar überrascht und fünf Kolonnen gleichzeitig umzingelt Die erste dieser Kolonnen stand unter dem Befehl des Kriegsministers. Dieser begann den Angriff und zerstörte das Lager. Die Trupven des Prätendenten flohen m die Berge, ivurixm aber von der Kavallerie des Sultans eingeholl. 9äir wenige Flüchtlinge entkamen. Die Truppen des Sultans erbeuteten fast sämtliche Geschütze sowie Waffen und Munition. Newyork, 3. Febr. Ein Telegramm auS Valparaiso dementiert daS Gerücht, wonach Deutschland beabsichtige, Kriegsschiffe in Südamerika anzukaufen. Newyork, 2. Febr. Der deutsche Geschäftsträger in Venezuela v. Pilgrim ist heute hier eingetroffen und reifte nach Washington weiter. Caracas, 2. Febr. Der holländische Kreuzer,Muyter" ist in La Guayra eingetroffen und landete die Post Der englische Konsul in La Guayra hat dem Präfekten mit* geteilt, daß der englische Kreuzer „Tribüne" in den Hafen von Puerto Cabello einlaufen werde, um den Schiffsrumpf einer Reinigung zu unterziehen. Er ersucht, die Bevölkerung hiervon zu benachrichtigen, damit dieselbe nicht allar- miert werde. — Wie aus Puerto Cabello berichtet wird, hat der Zivil-Gouverneur jede Volks-Kundgebung betreffend die Blockade unter]agt und der Bevölkerung Auftechterhalt- ung der Ruhe und Ordnung ans Herz gelegt In Caracas ist alles ruhig. Telephonischer Kursbericht« 8Va% Reich sanleihe . . 103JO 8% do. ... 93.30 3V,% Konsole .... 102.95 äO/o do......93.10 8Ve% Hessen .... 101.35 8% Oberhessen . . . 100.50 4-4 Oeeterr. Go’drente . . 103,35 4i/t% Oeeterr. Silberrente 101.35 4% Ungar. Goldrente . . 102.25 4°/o Italien. Rente . . . 104.10 41/,% Portugiesen . . . 51.90 3°/ Portugiesen. .... 32.70 1% C. Türken .... 80.80 Tttrkenlose......186.— 4*/, Griech. Monopol.-AnL 45.85 4V»X äussere Argentiner —.— By/0 Mexikaner . . . 36L0 4,/«7g Chinesen .... 93.30 Electric. Seb ackert . . . 90.80 Nordd Lloyd . . . . 97.70 Kreditaktien .... 221.00 Diskonto-Kommandü. . . 198.40 Darmstädter Bank . . . 141.60 Dresdener Bank .... 150.70 Berliner Handelsges. . . 162.60 Oeeterr. Staatsbahn . . . 149.50 Lombarden , . . , . 15.90 Gottbardbahn . . . . , 181.50 Laura hätte ......218.— Bochum.......184L5 Harpener......174J5 Tendenz: schwächer.' Bekanntmachung. Arö Grund der Bestimmungen über die Zula Yung von Installateuren zur Ausführung von Anlagen im Anschluß au das DaS- und Wasserwerk der Stadl Gießen vom 29. Dezember 1902 mird der Installateur Herr Karl Graf zu Gießen hiermit zur Ausführung von Anlagen im Anschluß an das Gas- und Wasserwerk der Dtadt Gießen ^gelassen. Dies« Zulassung ist jederzeit widerruflich. Gießen, am 30. Januar 1906. 1041 Der Oberbürgermeister: Mecum. Aufruf. Am IL Juni 1902 ist Hermann Schiller zu Leipzig gestorben. «Linem arbeitsreichen Leben ist damit vorzeitig ein Ziel gesetzt -vordem Ein unermüdlich Schassender war er bis zum letzten Atemzug und sein Schaffen war von hohem Erfolge begleitet In Praxis und Theorie der Pädagogik hat er gleich Be- IdeutendeL geleistet In ferner Doppelstellung als Gymnasialdirektor und Hoch- Lhullehrer in Gießen hat er Tausende von Knaben und Jünglmgen L»em Lichte des Wilsens in seiner anregenden, stets die Selbsttätigkeit oer Schüler erweckenden Art zugeführt Wie mancher seiner Schüler .gedenkt nicht dankbar dessen, was ihm vor allem in dem vorzüglichen Geschichtsunterricht des Meisters ins Leben mttgegeben wurde? Durch seine pädagogischen Werke hat er — ein moderner Mensch im besten Sinne des Worts — an der Lösung des alle Welt augenblicklich beschäftigenden Problems, unser historisch überkommenes Schulwesen bat Anforderungen der Gegenwart entsprechend weiter- und umzugestalten, höchst erfolgreich mitgearbeitet. In der richtigen ErkennMts, daß eine Schulreform beim Lehrer beginnen müsse, fjat er schon vor 25 Jahren in Gestatt der päda- ^oglfchen Seminare für die Ausbildung der Lehrer an höheren schulen Einrichtungen geschaffen, die seitdem wert über Hessens iGrenzen hinaus vorbildlich geworden sind. Um diese seine Orga- i'nsation kennen zu lernen, war jein Gymnasium über zwei Jahr- xehnte ein Sammelpunkt von Schulmännern aus Nah und §em. Daneben hat er noch Zett und 5lraft getuni)en, im Dienste iöer hljtorlschen Wissenschaft tätig zu sein. Zwei große Werke sind Ote Frucht dieser Arbett: die »Geschichte der römischen Kaiserzett" rund eine erst jüngst vollendete »Weltgeschichte'. Es erscheint den Unterzeichneteii — teils Fachgenossen, Verehrer und freunde, teils Schiller — eine einfache Pflicht der Dank- ttarkett, das Andenken diefes Mannes durch ein äußeres Zeichen Eehren und zwar cm der Stätte, der 23 Jahre lang ein Hauptteil er Lebensarbeit gegolten hat, im Gymnasium zu Gießen, das ch chn m die Reche der angesehensten Lehranstatten Deutsch- l-rnds emporgehoben wurde. Geplant ht, in der Aula des Gymnasiums eine Gedächtnis- ttafel mit dem Bildnis Schillers aiizubringen. Wir fordern daher feine Schüler, die dem treuen Lehrer ihre Dankbarkeit bezeugen möchten, seine Kollegen an der Hochschule soowohl wie an den Mittelschulen, seine Freunde und Verehrer, end- liich alle diejemgen, die seine Leistungen würdigen, auf, zu diesem Zwecke beizusteuem. Ammon, Karl, Leutnant im Telegraphen-Bataillon 2, kommandiert z. Dienstleistung b. d. Inspektion d. Tell Truppen Berlin. Älmmon, Otto, Schriftsteller, Karlsruhe. Appelqirsl, Dr. Oberlahrer, Helsingiors. Balser, Oberlehrer, Darmstadt. Bauert, Lehrer süir deutsche u. englische Sprache u. Literatur am Curso supenor dH Letres, Lissabon. Baumeister, Dr. Aiinisterialrat z. D., München. Keckert, Leutnant im 4. Hess. Jnf.-Reg 9h). 118, Worms. Beckmann, Dr. Professor, Universität Leipzig. Behaghel, Otto, Dr. Weh. Hofrat, Professor, Univ. Gießen. Behaghel, W., Dr. Geh. hoofrat, Gymnasialdirettor, Wertheim (Baden-. Bergqirst, Dr. Wymnasialdirettor, Kristianstad (Schweden). Blase, Dr. Gymnasialdirektor, Mainz. Bostroem, Dr. Geh. Medizinalrat, Professor, Univ. Gießen. Brauns, Dr. Profeffor, Dekan der phttos. Fakultäh Univ. Gießen. Bugge, D. Pastor, Christiania. Burk, Gertthts- accejsist, Gießen. Cauer, Robert, Bildhauer, Kreuznach. Clemm, Dr. Professor, Gymnasium Gießen. Collard, Dr. Professor der Pädagogik, Univ. Louvain. Curschmann, Karl, Magistratsassesior, Gießen. Curschmann, Fritz, Dr. Volontärarzt an der Univ.- Frauenklinik Tübingen. Curttnan, Dr. Chemiker, Gießen. David, Dr. Landtagsabgeordneter, Mainz. Degen, Schinststeller und Redakteur, Leipzig, z. Zt Heidelberg. Dettweiler, Dr. Professor, Oberschulrat a. D^ Leipzig. Dieckmann, Professor, Worms. Dieterich, Dr. Professor, Universität Gießen. Dorfeld, Dr. Realschillüirektor, Oppenheim a. Rh. Dornseiff, Landgerichtsrat, Gießen. Eidmann, Dr. Prwatdozertt, Gießen. Fresenius, Dr. Gerichtsassessor, Darmstadt Fries, 9X, Dr. Direktor der Francke'schen Stiftungen, Proß, Geh. Reaierungsrctt, Halle a. S. Funk, Professor, Vorstand der höheren Bürgerschule, Gernsbach (Baden). Gebhcuürt, AnUsgerichts- rat, Gießen. Gennes, Heuirich, Kreisamtmann, Offenbach a. M. Gennes, Otto, Regierungsaffeffor, Darmstadt. Gerstenecker, Gymn.- Rektor, Regensburg, Atitglieü des obersten Schulrats. Geyer, Oberlehrer, Alzey, von Grolman, Dr. med., Wiesbaden. Groos, Dr. Profeffor, Univ. Gießen. Harttnaim, Gymnasiallehrer, Gymnasium Gießen. Haupt, Dr. Profeffor, Oberbibliochekar, Gießen. Hepding, Assistent an der Univ.-Bibliothek Gießen. Heß, Karl, Dr. dirigierender Arzt, Fattenstein i. T. Heß, Arnold, Dr. Chemtter, Höchst a. 9)1 Heß, August, Regierungsassessor, Friedberg i. W. von Heynitz, Legattonsattachö, Wien. Hiemarm, Vorsitzender des Leipziger Lehrer-Vereins, Leipzig, von Hippel, Roberts Dr. Professor, Univ. Göttmgen. von Hippel, Eugen, Dr. Profeffor, Unw. Heidelberg. Hoffmami, Dr. Professor, Gent. Hofuiann, Pfarrer, Baltimore U.S.A. Höhlbaum, Dr. Professor, Universität Gießen, von Hopfen, Hans, Dr. Schriftsteller, Gr.-Lichterselde. Hopfen, Fritz August, Dr. Oberleutnant im 2. Rheuu Husareiiregiment 9ir. 9, Straßburg L E. Hornemami, Professor am Lyceum Hannover. Hüter, Professor, Gymnasium Gießen. Jäger, Lie. theol., Oberlehrer, Friedberg L H. Jayme de Freiws Moniz, Profeffor, Staatsrat u. früher Almister, Lissabon. Ihne, Dr. Professor, Darmstadt. Joeckel, Gerichtsasseisor, Laiilerbach. Kattenbusch, Dr. Geh. Kirchenrat, Profeffor, Univ. Gießen. Keller, canü. med., Gießen. Kjederqttst, Dr. Dozem, Universität Limd (Schweden). Klein, Lehramtsassessor, 9tidda. Knauß, Lehramtsassessor, Worms. Koch, G. W., Zahnarzt, Gießen. Kornemami, Dr. Professor, Universität Tübingen. Jiajer, Dr. phil., Mainz. Kraft, Lehramtsaffefför, Büdingeii. Krelschmar, Dr. Prof., Universität Leipzig. Krüger, Dr. Professor, derzeit Retwr, Univ. Gießen. Kutsch, Professor, Gymnasium Gießen. Lmkenheld, Dr. med., Assistent am pathologischen Jnstittit, Univ. Gießen. Löhlein, Kurt, Regierungsassessor, Lich bei Gießen. Löhlein, Max. Dr. Assisteiit am pathol. Institut, Univ. Leipzig. Löl-lein, Walter, cand. med., Gießen. Loos, Dr. Landesschulinspektor, Linz. Loh, Lederfabrikmtt, Gießen. Lucius Dr. Professor, Kreisschulinspektor, Gießen. Marx, cand. med., Gießen. Atatthaei, Dr. Professor, Univ. Riet Maurer, Tr. Profeffor, Neues Gymnasium, Darmstadt. Messer, Dr. Oberlehrer, Gymnasium und Prioatdozent, Univ. Gießen. Rietz, Justizrat, Gießen. Metz, Dr. Gerichtsassessor, Büdingen. Rieyerfeld, Br., Berlin. Meyers, Dr. Oberlehrer, Handelsschille Luxemburg. Mueller, Dr. med. Spettalarzt, Wiesbaden. Rtünch, Dr. Geh. Regierungsrat, Professor, Univ. Berlin. Naumanii, Dr. Geh. Hofrat, Professor, Univ. Gießen. Nemnich, Verlagsbuchhändler, Wiesbaden. 9toack, Dr. Professor, Gymnanum Gießen. Oncken, Tr. Geh. Hofrat, Professor, Uiiiv. Gießen. Pasch, Tr. Geh. Hosrat, Professor, Univ. Gießen, von Perthes, Exc., Generalleutnant z. D., Berlin. Philippi, Dr. Geh. Hosrat, Professor, z. Zt. Dresden. Pichler, Tr. Professor- Stuttgart Pietzker, Professor, Rordhausen. Ploch, Karl, Tr. med.. Gießen. Ploch, Friu, cand. Nied., Gießen. Reisland, Richard, Verlagsbuchhändler, Leipzig. Reitz, Oberlehrer, Friedberg. Reuther u. Reichard, Verlagsbuchhandlung, Berlin. Roese, Tr. Gymnasial Oberlehrer i. P., Gießen. Rosenberg, Rechtsanwalt, Gießen. Rosen qirst, Oberlehrer, Retwr des schwedischen Normallyceums, Helsing- fors. von Salllvürk, Dr. Geh. Hofrat, Karlsr-uhe. techauinbergcr, Lehrmntsassessor, 9teu°Jsenburg. Scherer, Stadtschulinspekwr, Worms. Schirmer, Fabrikant, Gießen. Schlamp. Dr. Oberlehrer, Neues Gymnasium, Darmstadt Schmidt, Fredrich, Dr. Oberlehrer, Ludwig-Georgs-Gymnasium, Darmstadt. Schmitt, Dr. Oberlehrer, Gymiiasinm Gießen. Schulteß, Dr. Profeffor, Direktor d. Gelehrtenschule d. Johanneums, Hamburg. Schwan, Dr. Kreisassistenzarzt, Darmstadt. Schwarzschild. Oberlehrer, Offenbach a. M. Siebeck, Dr. Geh. Hofrat, Professor, Univ. Gießen. Spohr, Dr. Rechtsanwalt, Gießen. Sprinchorn, Dr. Gymnasialüirekwr, Lund (Schweden). Stempel, Dr. Spezialarzt für Nervenleiden, Wiesbaden. Sticker, Dr. Professor, Univ. Gießen. Stock, Dr. Chemiker, Höchst a. M. Streng, Dr. Chefarzt der inneren Abteilung am Bürgerhospttal, Frankfurt a. 3)1 Swrakoff, Konstantin, Dr^, Varna (Bulgarien). Thaer, Dr. Oberrealschuldirektor, Hamburg. Thieme, Dr. Profeffor, Posen. Todt, Oberlehrer, Darmstadt. Tiwelmann, Besitzer der Rickerffchen Verlagsbuchhandlung, Gießen. Vottelt, Dr. ^ftwfeffor, Universität Leipzig. Voltz, Dr. Biblwthekar an der Großherzogt Hofbiblwthek Darmstadt Weber. Johannes, Dr., Marienwerder (Weslpreußen). Wecklein, Dr. Rettor, Oberstudienrat, München. Wehner, Dr., Gerichtsaccessist, Gießen. Wernicke, Dr^ Profeffor an der Technischen Hochschule und Direkwr der Oberrealschule, Braunschweig. Wiener, Dr. Professor, Unia. Leipzig. Wimmenauer, Lehramtsaccessisl, Gymnasium Gießen. Ziehen, Dr. Profeffor, Universität Utrecht. Zinßer, Dr., Kreisassiftenzarzt, Offenbach a. 3L. Zinßer, cand. med., Gießen. Zörb, Oberlehrer, Neu-Isenburg. Beiträge bittet man möglichst umgehend an den mitunterzeichneten Herrn Rechtsanwalt Rosenberg, Gießen, Alicesttaße Nr. 5, einsenden zu wollen. Derselbe wird durch Postkarte quittieren. Alle Geber werden zur Einwechung der Gedenktafel eingeladen werden. 1013 Geschäfts - Empfehlung. Tie Monate Februar und März sind die geeignetsten zum Beschneiden von Lbstbänmen und Sträuchern. Garten- und Villenbesitzern, sowie Obstbaumfrcunden empfehle ich mich zu diesem Zwecke bestens. Für richtigen Schnitt und saubere Arbett wird (Garantie geleistet Anlegen von Gärten, Bleichplätzen, sowie Neubepflänzen von Obstplantagen. LlaH Pfefiffer, LMiWWrtm, Klein-Linden, Franksnrtcrstraße 88. Bestellungen werden auch in der Gärtnerei, Wilhclmstraße 16, entgeaenacnomine».1029 Mittwoch seu 4. Februar: 0182 Metaelsuype. Morgens Wellfleisch mit Kraut. Zmn Augustiner. 103 Mittwoch den 4. Februar: Metzelsnppe. Morgens: bessfleisch u. Aratwurst mit Kraut Abeilüs: SCostaeeri, Je<*n ßfunuer. ■ W ■ W"! Hochruf. Herr Heinrich Schmitt V zu Lollar. Der Entschlafene hat über 30 Jahre in unserer Familie mit seltener Treue und hingehendster Aufopferung gewirkt, wodurch ihm in unser Aller Herzen ein dauerndes, treues Andenken bewahrt bleiben wird. 1036 Vergangenen Samstag den 31. Januar abends verschied nach längerem Leiden unser früherer treuer Diener Familie Georg Buderus. Gießen, bet 3. Februar 1903. 1032 Statt öesouderer Kuzeige. Gestern morgen */<8 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unser lieber Vater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Leonhard Balser im Alter von 86 Jahren. KumMt» Arnold uud ^cpeqapf. Die Beerdigung findet Mittwoch den 4. Februar, vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause, Asterweg 23, aus statt. 120] Nordaulage 8 2-Zlmm.- Wohnung mü Zubehör im 3. St. per sofort zu verm. Näheres bei Liebmann Bar, Slordanlage 1. 121] Mansardenwohnung, 4 Zimmer mit Zubehör, zu ver- mieten. Emil Lotz, «irchenplatz. 122] Durch Versetzung des Herrn Hauptmann Becker ist dessen seit 7 Jahren innegehabte Wohnung in meinem Hause Asterweg 29, IL für sofort oder später zu vermieten. Sanitätsrat Dr. Haupt. Große PartmcmiMilg,8 auch zu Bureauzwecten geeignet, billigst zu verm. Näh, b. d. Exp. 31] ö—6- Zimmerwohnung zu vermieten. 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Februar ÄlS mit allen gestern auf- m Waren am Bahnhof Gießen anwesend; außerdem empfehle 19 Stück Zitronen -n *0 Pfennig. 0487 UiATiMtlaB Klein auS Alteiikirchen.________ Kartoffeln! Eme Ladung gelbfleischiger, ganz vorzüglich schmeckender Kar- tosfeln hat, solange der Vorrat reicht, zu Mk. S per Zentner abzugeben die 1083 Kartoffclhdtg. J. Weisel, Delephon 235. Sonnenstraße 6. Blitzartig I verschwinden alle Unrein igteü en der Haut als: Mitesser, Iftune«, Mütiüe«, Hestchlsröte rc. durch täall Waschen mit Radebeuler Teerschwefel * Seife Schutzmarke: Steckenpferd 1 St. 50 Pf. bei «d. Bieler, Trog. 811-, Salon- aal NtllWW« in weiß, Goldkäfer und Lack für Herren und Damen in großer Auswahl zu den billigsten Preisen empfiehlt Franz Neumeier Schuhlager 488 Sonneustratze 20—22. Im UmttAmmll empfiehlt sich 352 Hermann Baner, Dammstr. 34. Iü verkaufen Haus 861 mit Laden, im Mittelpunkt der Stadt gelegen, 6 % verzinslich, preiswert zu verkaufen. 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In Vorbereitung: Die Gerechtigkeit»