Erstes Matt. 158. Jahrgang Dienstag 3. Februar 1903 Feuilleton. Parlamentarisches. Eckernförde, 2. Febr. (Amtliche Meldung.) Bei der Neichstagsersatzwahl im Wahlkreise Schleswig- Eckernförde am 29. Januar wurden im ganzen 16 005 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf Spethmann, Redakteur in Eckernförde (f r e i s. V P t.) 5 1 2 4, auf Hoffmann, Gastwirt in Hamburg (Svz) 4480, auf Graf Revenllow^ Wulsshagen (Bd. d. Landw.) 3231, auf Hansen, Landesversicherungsrat, Kiel, 2952, und auf Professor Lehmann- Hohenberg in Kiel 219 Stimmen. MaroLLo. Der vollkommene Sieg der Truppen des Sultans wird durch weitere amtliche Nachrichten aus Fez bestätigt. Die Gefangennahme des Prätendenten gilt als zweifelhaft; er soll sich durch die Flucht gerettet haben. Der englische Gouverneur von Gibroltm: wurde amllich davon in Kenntnis gesetzt, daß die maurische Armee den Prätendenten am 29. Januar angegriffen und geschlagen habe. Die Niederlage des Prätendenten sei eine vollständige, das ganze Lager in die Hände des Siegers gefallen und viele Leute des Prätendenten ge^ tötet und gefangen genommen worden. Wie aus den Meldungen über die Einzelheiten von der Niederlage des Prätendenten hervorgeht, verdauten die Truppen des Sultans ihren Erfolg teilweise der Mitwirkung des Benioarieu- Stammes, der sich erst am Tag vorher dem Sultan unterworfen hatte. Die Truppen waren kommandiert von dem marokkanischen Kriegsminister, marschierten um 4 llhr morgens von der Sebubrücke ab und stießen später zu der Vorhut, die unter dem Befehl von Omarel Jusi stand. Sie führten vier Geschütze und acht Maximkanolwn mit sich. Der Angriff begann um 7 llhr morgens. Das Feldlager des Prätendenten wurde zu gleicher Zeit auch im Rücken von dem Benivarien-Stamm angegriffen, wie bereits vorher verabredet war. Auf beiden Seiten wurde mit großer Entschlossenhell gekämpft, die Schlacht war sehr blutig. Kurz nach 10 Uhr flüchtete der Rest der Aufständischen aus dem Lager und floh in der Richtung auf Tazza. Menelhi rückt auf Tazza vor, um die Rebellion vollends niederzuwerfen. Maeterlincks, Georgette Leblanc, ist in W-ien interviewt worden und hat von einem neuen Werke chres Gatten erzählt. Sie sagte: „Das Stück heißt ^Joy zelle" und ist ein Märcyendrama. Es spielt im Fabelland und ist in derselben lyrischen Prosa geschrieben wie „Monna Banna". Fünf Akte uni) nur vier Personen: der Liebhaber, die Geliebte, ein alter Mann, ein junges Mädchen. Tas Stück schildert, wie eine treue große Liebe durch alle Prüfungen siegreich hindurchgeht. So tragisch diese Leidensstationen auch sind, das Drama endet doch gut. Wir werden das Stück gleich nach unserer Heimkehr in Paris stuelen. Und im nächsten Herbst soll dann eine Truppe gebildet werden, die, von meinem Manne geschult, genau nach seinen Absichten ferne Werke in dec ganzen Welt, in Europa und Amerika, spielen wird. Ihr Repertoire wird den ganzen Maeterlinck umfassen: „Monna Banna", „Joyzelle", „Pel- leas und Melisande" usw. Jetzt ruht sich mein Mann aus. Er arbeitet übrigens sehr regelmäßig. Nur des Vormittags, zwischen 8 und 12 Uhr. Er treibt immer sehr viel Sport, Radfahren und Automobilismus. Und nach dem aufregenden und auf- Trubel des Winters, nach dieser Tournee im Politische Tagesschau. DeS Kaisers Dank und ueue Kun stau ftrage. Der „Neichsanzeiger" veröfserlllicht einen Erlaß des Kaisers au den Reichskanzler, worin der Kaiser seinen Dank für die Glückwünsche zu seinem Geburtstage ausspricht. Es heißt darin: „Ich ersah aus diesen Kundgebungen und Meldungen über die allerorten veranstalteten Festlichkeiten mit Befriedigung, mll welcher freudigen Teilnahme meiner von allen patriotisch fühlenden Deutschen im Auslände gedacht worden ist. Aeußerungen der Liebe und des Vertrauens, denen ich auch auf meinen Reisen im vergangenen Jahre in allen von mir berührte»! Städten und Ortschaften des Rerches in so reichem Maße begegnet bin, und das Bewußtsein, daß neben lauten Festes- fteuden manch treue Fürbitte für mich aus frommem Herzen in Palast und Hütte zu Gott emporgesandt wurde, beglückten mich wahrhaft am Geburtstage. Es ist mir daher ein Bedürfnis meines Herzens, auf diesem Wege allen Beteiligten den wärmsten Dank auszusprechen" Die ^Korrespondenz für Kunst und Wissenschaft meldet: Der Kars er befahr, daß dec im Tiergarten gelegene Platz „Großer Stern" als Mittelpunkt des Tiergartens eine einheitliche, durch bildnerische Kunstwerke verschönte Gestaltung erfahren soll. An der einen Seite soll ein Monumentalbrunnen aus Marmor entstehen. Der Brunnen soll ein Vdobiv aus der Hu- bertussage behandeln. Professor v. Uechtritz soll mit dem Entwurf betraut werden. Seitlich von dem Monu- mentalbrunnen werden im Halbkreise vier waidmännische Marmorgruppen errichtet werden. Diese Werke wurden drei Bildhauern, darunter Karl Begas, übertragen Der Kaiser empfing am 1. Februar die Bildhauer im Fahnenaal des Schlosses und übergab ihnen die Aufträge. Zur Staffelet Zuckerkouveatio«. Gegenüber dem in agrarischen Preßäußerungen gegen )en Direktor des Auswärtigen Amts, Korner, erhobenen Vorwurf, er habe bei den Verhandlungen des Reichstags über die Brüsseler Zuckerkonvention unrichtige Angaben gemacht, stellt die „9tordd. Allg. Ztg." fest: Nichtig ist, daß sich über die Verpflichtung Englands zur Erhebung von Ausgleichszöllen von dem prämiierten Zucker seiner Selbstverwaltungskolonien Ateinungsverschiedenhellen er- pro Mer *m*ben ein ö an Prwate ach tzewich, machst durch den Transport mer Lrinterverdienst. Auch der Holzhändler Cloos auz kun bringen. . 'N* St. Hkimm "sen worden, um dort in r 8“ sprechen. Professor öot. Kurzem in Frachm manischen Ausgrabungen in 'n Bezug aus das Thema 'eren Standpunkt als Pro. indem er die Anschauung aels nichts mit dem Polgthei-- — Tie Stadtverordneten^ i ihrer letzten Sitzung mit Opernhausorchesters, 78 Musiker petitionieren ur Höhe von 20000 3M § >e steht die Anregung, bei tischen. Dieser Sedank in kompetenter Seite eröden hen Behörden bislang feint In wenigen Jahren witi -rennend, wenn die neu; mehr das Opernorchester den - Mu/ellmskewzer/e zur Ber Zustand ist derartig, daß die aslet sind, in gleicher West? W W dir Wx* nüber, es wurde bereits i Anb die Theater-Miengeitl causwendung von 20000 i: ijialturfi fit (Halft (Obertertia) Md M» Kaffe (Unterfetunba) w > die ADHm bebmgt, m * B bat, ba» fie M binJ* jettet W- * »*•>*$ tau ’Soraft £tl "Sä* :n aus Heft W itsanwaltschasl ' 5 stahls dieser | stich verfolgen. - K * rf verkauf-, ^^gelvers^ Tallman" «(änen su' ur Erlangu^eubaues * ein PreE'° gab an, insofern deutscherseits ebenso wie fettens Hollands und Oesterreich und Ungarns die Verpflichtung Englands ans dem Wortlaut der Konvention abgeleitet wurde, während sie von der großbritannischen "Regierung bestrttten wird. Die deutsche Regierung hält auch jetzt noch obige Auslegung für zutteffend, meint jedoch, daß diese Streitfrage nach Lage der Verhältnisse keine praktische Bedeutung besitzt, also kein ausreichender Grund bestand, die Rati- siration der Konvention von deren Entscheidung abhängig zu machen. Ebenso richtig ist, daß nach den hiesigen Reichstagsverhandlungen von der russischen Regierung den Konventionsstaaten mitgeteitt wurde, daß rrach der russischen Auffassung die Erhebung von Ausgleichszöllen von russischem Zucker mll der Meistbegünstigung russischer Erzeugnisse nicht vereinbar sein würde. Diesbezüglich be- schränkte sich Direktor Körner im Reichstage darauf, aus- mführen, daß nach der Haltung Rußlands auf der Londoner Konferenz 1888, sowie wichrend der Brüsseler Konferenz von 1901/02 anzunebmen sei, daß die russische Regierung zwischen den Ausgleichszöllen und der Meistbegünstigung leinen Widerspruch sinde. Irgend welche Angaben über Zusicherungen Rußlands machte Körner nicht. Die Frage selbst ist noch in der Erörterung zwischen den Regierungen begriffen. Nr. S8 1»aNH außer oonntogÄ. fcen D,ebener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessische« Landwirt die Siebener Familien« Hättet viermal in der Woche bU ganj geheime Wahl. Man schreibt uns: Der verstorbene Führer der freisinnigen Bereinigung, der A^. Rickert, hat ost im Reichstage Anklagen erhoben über die Art und Weise, in der man in Deutschland aix Zett der Reichötaaswahlen die Staatsbürger bei der Ausübung ihres höchsten politischen Rechtes kontrolliere Und nach ihm pflegte Herr Wurm oder ein anderer Oe- noffe mit entsprechend vermehrter Heftigkeit loshudonnem gegen alle, die der persönlichen Freihell des Urwählers Schranken auferlegen und ihn hindern wollen, dem Manne ihres Herzens die Stimme zu geben. Selten oder nie jedoch vernoüm man etwas von dem Terrorismus, den etwa die Sozialdemokratie auf die Arbeiterschaft ausübte, obwohl doch dre zielbewußten Genossen eine Parteidisziplin innezu- hatteu verstehen, wie man sie sonst höchstens mal in Ostelbten nnb in dem allerschwärzesten Deutschland anttesfen kann. Rickert hat wahrlich nicht viel von dem, was er erstrebte süh in Wirklichkett umsetzen sehen. Er ist gestorben mll dem bitteren Gefühl, daß sein Stteben größteittells eitel gewesen sei. Hat doch noch am 22. Januar 1902 Graf Bülow in derselben Rede, in der er sich gegen Reichstagsdiäten aussprach und es ablehrtte, der ^VolksVertretung die Gründe anzugeben, die den Bundesrat bei seinen Beschlüssen bestimmen, mit nachhaltigem Pathos erklärt, daß nie und »immermebr an eine Durchführung der Rtckertzchen Anträge zu denken sei: Er lehne eS, so versicherte er, auf das Bestimmteste ab, in der strittigen und verwickellen Materie eine Aenderung einzusühreu, er folge wie Bismarck dem Grundsatz „quieta non movere", man dürfe das Ruhende nicht in Fluß bringen. Uüberdies könne ja das bestehende Verfahren gar nicht so mangelhaft sein, da es doch einen so stattlichen Reichstag, wie den jetzigen, hervorgebracht habe. Nun ist derselbe Reichstag zwar noch immer am Leben, Bebel ist nicht sanfter und Oertel nicht grimmiger geworden, Mißstände bei den Reichstagswahlen konnten sich nicht zeigeir, well überhaupt keine Wahlen stattgefunden haben, der Wunsch, den ^zialdemokraten oder dem (leinen Häuflein der Hinterbliebenen Zreuude Rickerts einen Liebesdienst zu erweisen etwa als Gegenleistung für ermiefene Gefälligkeiten, Gönnte auch nicht erwachen. Und doch hat, genau nach einem Jahr, Graf Bülow seine Meinung von Grund aus geändert. Während es sich in den Bundesstaaten allerwärtS regt, das geheime und birette Wahlrecht zu den Landtagswahlen Gesetz werden zu lassen, verkündete der Kanzler des Reiches dem Reichstag, daß fortan für die Wähler der Weg zur Urne durch die Dunkelkammer gehen werde. Manche zergrübeln sich ftellich den Kopf darüber, warum Graf Bülow inzwflchen seinen Glauben aeündert und aus einem Saulus ein Paulus geworden fei Aber was soll denn solche Zwnsequenzmeierei? Längst gitt der Satz, daß nichts oauemd ist, als der Wechsel. Wenn man diese neueste Aktion des Grafen Bülow verallgemeinert oder doch aus andere Fälle amuenbet, so werden wir in der nächsten Zell Reichstagsdiäten erhallen, die ja auch vom Kanzler stets bekämpft wurden. Das wäre ja an sich auch recht erfreulich, ebenso wie die jetzt versprochene ^anz geheime Wahl". Konservative Organe sind der Meinung, daß die neue Einrichtung eine starke Belästigung der Wähler und eine Erschwerung deS Wahlgeschäfts herbei- führen werde, und das amtliche Parteiorgan der Ziechten stelll sogar die höhnische Frage: ,Mie kommen die Wähler dazu, daß sie gezlvungen werden sollen, in die geheimnisvolle Dunkelkammer zu treten, auch wenn sie ihr Wahlgeheimnis auch ohne solche ^Kinkerlitzchen" schon für gesichert hallend Es empfehle sich, auch Waschschüsseln in dem Nebenraum $......fi- ! tr§ Sä ‘wmiipc bei. ec Ten , ni*en. toicbcr s15 des ? werde uÄ*lt5 "**■«&! 7 ä"‘bri,! mmmm über - ^".beendet DerHypnotismus als Heilungsmitte 1. Die Hypnose-Kommission hat der Aerzte-Kammer in Berlin jetzt Bericht erstattet. Die Kommission, der Professor Mendä, der Direktor Dr. Gock-Landsberg a W, Dr. Munter und Sanllätsrat Tr. Aschenborn angehären, bestreitet im allgemeinen die Bedeutung des Hypnotismus für die Heilung von Krankheiten. Es sei von vornherein ausgeschlossen, day der Hypnotismus Krankheiten helle, durch die eine organisch« Veränderung bedingt werde. Auch die Möglichkeit der Heilung der Epilepsie durch Hypnotismus wird, u. a aus Grund früherer Versuche eines Kommissionsmitgliedes, bestrttten, und angeblicye Hetterfolge werden auf falsche Diagnose zurückgeführt. Ebenso wlld nach der „Tägl. Rundsch." in Abrede gestellt, daß die Hypnose Hellerfolge bei hysterischen Störungen hervorbringen könne. Hysterie sei nur zu heilen, wenn es gelinge, den Kranken gegen die erhöhte Suggesttbilttüt widerstandsfähig zu machen, und bei einer solchen Krankheit könne ein Mittel, das Suggestion auf Suggestion häufe, nichts nützen. Da endlich auch die funllionellen Geisteskrankheiten der hypnotischen Beyarcklung in der Regel unzugänglich seien, Anne auch da von einem Heilerfolge keine Rede sein. Etwas anderes sei es mit der Anwendung des Hypawtismus als symptomatisches Mtttel, also zur Beseitigung einzelner Symptome einer Krankheit. Kein verständiger Arzt werde atn Krankenbett auf eine suggestive Wirkung verzichten; daß die Machsuggestion und die Hypnose imstande seien, die verschiedenen Krankheitssymptome zum Verschwinden zu bringen — ohne aber die Krankheit selbst zu heilen — sei nicht zweifelhaft. Der Erfolg werde besttmmt durch das größere oder geringere Geschick des Suggerierenden, durch äußere llmstände und durch die Suggestibilität des ruanken. Gestehe man aber der Hypnotisierung einen Platz in der symptomatischen Therapie zu, so möge man doch reibenden . — — nicht außer acht lassen, daß sie im Gegensatz zu anderen Mit- ■ Galopp durch die Welt gehen wir im Sommer in die Nor- Gießener Anzeiger W General-Anzeiger ” *==££ Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen UW i|imimuiiim«Hum_______ _____gelgentetl: Han» Beck . ch ein 8* r'^"rs ..... iirifine»aufr ■ :,n ’J, .halt’" Der Kriegsminister versichert, daß der ganze Wagen- und Geschützpark der Aufständischen in seine Hände gefallen sei. Wie das Madrider Blatt meldet, erklärt sich eine Gruppe spanischer Bankiers bereit, dem Sultan von Marokko eine Anleihe von 10 Millionen Pesetas zu sechs Prozent zu gewähren. Die Anleihe soll durch eine zweite Hypothek aus die marokkanischen Zölle sichergestellt werden. Sie ist von der durch die Banque de Paris et des Pays-Has gegebenen Anleihe unabhängig. ‘jtuöt und Land. Gießen, den 3. Februar 1903. * • Oeffentliche Lesehalle. Im Januar 1903 wurden 2775 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Litteratur 1042, Illustrierte Zeitschriften 932, Jugendschrlsten 296, Litteraturgeschichte 31, Versdichtungen 19, Geschichte und ^Biographien 131, Naturgeschichte, Technologie 138, Länder- und Völkerkunde 72, Kulturgeschichte 36, Seewesen 15, Gesundheitslehre 8, Religion und Philosophie 16, Staatswissenschaft 11, Sprachwissenschaft 6, Fremdsprachliches 22 Bände. — An Auswärtige wurden 103 Bände verliehen. — Gießener Volksbad. Im Januar wurden 7418 Bäder verabreicht gegen 5478 im Dezember 1902 und 7863 im Januar 1902 oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 270Bäder gegen 207 im Dezember 1902 und 281 im Januar 1902. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad 3952 Männer, darunter 759 zu 10 Pfg., „ 554 Frauen, , 115 „ 10 „ Wannenbäder 1. Klasse 269 Männer, 94 Frauen, „ 2. , 625 „ 368 „ Dampf- und Heißlustbäder, sowie Massage zusammen 145 Männer, 16 Frauen. Brausebäder 1195 Männer, 220 Frauen. Die Personenwage wurde von 200 Personen benutzt. * • Deutscher Flottenverein. Ehrenwart-Diplome erhielten Prinz Alsted zu Psenburg-Büdingen, Stationsvorsteher Hainer-Büdingen, Pfarrer Bär-Lindheim, Pfarrer Eckstein - Aüendorf, Lehrer Neeb - Groß-Felda , Kreisrat Dr. Melior-Alsfeld, Eifert-Londorf, Haberkorn-Mücke, Geh. Regierungsrat Schöllfeld - Schotten und Provinzialdirektor Geheimrat Freiherr o. Gagern-Mainz. * * Gemischter Chor des Ev. Arbeitervereins. Das Stiftungsfest, das der gemischte Ehor am Sonntag in Steins Garten feierte, nahm einen recht schönen Verlauf. Außer den eigenen Darbietungen des Vereins trug vor allem der Gernhardt'sche Zither- und Mandolinenchor zur Verschönerung des Abends bei; die noch junge Veremigung erntete wohlverdienten, reichen Beifall. Eröffnet wurde das Fest nach einer kurzen Begrüßung seitens des Vorsitzenden Graulich durch eine Ansprache des Vorsitzenden des Hauptvereins Pfarrer Euler. Der Redner ivies, nachdem er Vorstand und Leitung des gemischten Chors Dank und Anerkennung ausgesprochen, auf die Entwickelung der Musik, vor allem des Gesanges im deutschen Volke hin, zuletzt speziell die Leistungen des gemischten Chores berührend. In einem Hoch auf letzteren klangen die trefflichen, mit reichem Beifall aufgenommenen Ausführungen aus. — Ueber die nun folgenden Emzel- und Chorvorträge wollen wir nur berichten, daß sie die gestellten Envartungen vollständig rechtfertigten und sich den Darbietungen des Perelns im letzten Jahre würdig anschlosien. Einer recht guten Darstellung er» freute sich das Singspiel „Die wilde Toni" Die Bühne war in eine Alpenlandschaft verwandelt worden, die sich besonders beim anschließenden lebenden Bild „Kirchgang" vortrefflich ausnahm. Und überall wirkte der rührige Dirigent. Begleitung des Singspiels auf der Zither, Leitung des gemischten Chors und seines Zither- und Mandolinenchors gelangen ihm so trefflich, daß wir ihm gern unseren Dank aussprechen. Auch zusammen mit den Herren Kasten und Jonas (Flötensolo) bot er uns Leitungen, die Anerkemning verdienen. — Mit einem Ball schloß die Feier. * *Das Präsidium der Hassia hält am 22. Febr. im Kaisersaal zu Darmstadt eine Sitzung ab mit der Tagesordnung: Jahresbericht, Rechnungsabschluß, Delegiertentag 1903, etwaige Anträge, Kysshäuserbund, Unter* stützungswesen. Anträge seitens der Vereine müssen bis 22. Februar eingelaufen sein. t. Großen- Bus eck, 1. Febr. In dem Besitze des ———■■ wenig gemein hat, und sich nur in einer eklektischen Szenenfolge mit gleicher Handlung an letzteres anlehnt, bietet die Oper eine Reihe erhebender Momente voll Glanz und Schönheit und läßt die Schaffens- und Gestaltungskraft des greisen Künstlers in höchstem Grade bewundern. Wenn das Werk auch den Ruhm der „Königin von Saba" nicht teilen wird, so zeichnet es sich doch durch seinen prachtvollen harmonischen Fluß und das glänzende Kolorit aus, das bekanntlich die stärkste und interessanteste Seite der Goldmark'schen Produktion bildet. Tie dramatische Durchschlagskraft geht der Oper leider ab, aber für dieses Manco ist nicht der Komponist, sondern seine Stoffwahl verantwortlich zu machen. Aus Frankfurt a. M. schreibt man uns: In den Hermes' scheu Gemäldesälen ist neu ausgestellt eines der größten und bedeutendstenGemä.de von Arnold Böcklin „von Seeräubern überfallene Burg" aus dem Jahre 1886. Das Bild ist über 4 Meter groß. Berlin, 2. Febr. Der ärztliche Setter des Kaiser- imb Kaiserin Friedrich-Krankenhauses, Professor Bagins- k y, der sich schon früher um die Berämpfung des Scharlachs veroient gemacht hat, kündigt jetzt in einem Bericht der Anstalt ein Scharlach-Serum an. — Zu Ehren von Adolf v. Menzel und Eduard Pave, die in Kürze das goldene Jubiläum der Mitgliedschaft der königlichen Akademie der Künste feiern, veranstaltete gestern abend der Präsident der Akademie Professor Ende ein Bankett im Künstlerhause, auf dem außer den Gefeierten auch der Kultusminister Dr. Studt anwesend war. Paris, 2. Febr. Auf Verlangen iveitläufiger Verwandter des verstorbenen Komponisten P l a n q u e 11 e ist die Ausgrabung der Leiche und deren gerichtliche Obduktion angeordnet worden. Die betreffenden Ver- n-andten vermuten, wie es heißt, daß Planquette nicht auf natürliche Weife gestorben ist. In Musik- frelfen herrscht hierüber große Aufregung, da man glaubt, daß das Vorgehen der Verwandten daraus zurückzuführen ist, daß das gesamte Vermögen der Gattin Planquette's zu- ^ef allen ift Handelsmannes Berlin befindet sich seit einigen Tagen eine vierhörnige Ziege. -k. Wißmar, 2. Febr. Die Schneidersche Gastwirtschaft ging für den Preis von 40 000 Mk. an Herrn Forsthövel aus Dahlhausen a. Ruhr käuflich über. Die Uebernahme erfolgt am 1. Juni. () Dutenhofen, 2. Febr. Seit einer Reihe von Jahren wird die hiesige dreiklassige Schule von nur zwei Lehrern versehen. Laut Anordnung der Regierung zu Koblenz werden wir mit Beginn des neuen Schuljahrs einen dritten Lehrer erhalten. Auch soll der Bau eines neuen Schul Hauses in Kürze in Angriff genommen werden. Zum Neubau und zur dritten Lehrerstelle hat die Regierung einen namhaften Zuschuß zugesagt. Die Zahl der Schulkinder beträgt fast 200. Auch Lützellinden oll im Frühjahr einen dritten Lehrer erhalten, die dortige Schule ist ebenfalls dreiklassig und hat fast dieselbe Schülerzahl. t. Birklar (bei Lich), 1. Febr. Gestern wurde dem hiesigen 65jährigen Bürger St. das 2 3. Kind geboren. (?) Burkhards, 1. Febr. Hier gründete man einen Musikverein für Burlhards und Umgegend. Dem Vereine gehören bis jetzt fünf Lehrer und sechs Berufsmusiker an. (-) Sichenhausen, 31. Jan. Heute fand in der Fischer'schen Wirtschaft die Verpachtung unserer Feld- und W a l d j a g d statt, insgesamt 414,84 Hektar. Pächter wurde der Rentner Johann Wilhelm Jörg V. aus Oberrad bei Frankfurt. Die frühere Pachtsumme von 200 Mark wurde wieder erzielt. Ter seitherige Pächter war Landwirt Schmalbach-Crainfeld. )( O b b o r n h o f e n, 1. Febr. In einer im Gemeindehause abgehaltenen Versammlung wurde die Gründung einer Spar- und Tarlehnskasse vollzogen. Der in der Versammlung anwesende Verbandsrevisor Le la aus Darmstadt schilderte in einem Vortrage die Einrichtungen der Spar- und Darlehnslassen, sowie deren Zwecke und Ziele. Die Statuten des Verbandes der Hess, landw. Gcnvjjsenschaften fanden einstimmige Annahme. Zum Direktor wurde Bürgermeister L e s ch h o r n gewählt. Sämtliche anwesende Ortsbürger — aO — erklärten sofort ihren Beitritt. Gedern, 1. Febr. Ter eine Reihe von Jahren hier stationierte Stationsverwalter Hau dach, ein sehr beliebter Beamter wurde nach Niedernhausen (Strecke Frankfurt—Limburg) versetzt. )( Fr i edb er g, 1. Febr. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurde in der Burg die Statue des Ritters Sankt Georg auf dem vor dem Großh. Schloß befindlichen St. Georgsbrunnen schwerbeschädigt. Der rechte Arm und die Lanze, mit welcher der Ritter den am Boden liegenden Drachen tötet, ist ab gehauen und verschwunden. Von den Tätern fehlt jede Spur. Hoffentlich gelingt es den eifrigen Nachforschungen der Polizei der Schandbuben habhaft zu werden unb sie einer exemplarischen Strafe ent- g.genzusühren. Ter St. Georgsbrunnen ist von jeher eine Zierde der Burg. ZNieder-Weisel, 2. Febr. Wieder ist einer der wenigen Kriegskameraden von 1870/71 aus unserem Flecken verstorben, nämlich der Bürger Joh. Georg Kraus- grill V. Bis vor kurzem war es ihm noch vergönnt, seinem Beruf als Landwirt mit voller Rüstigkeit obzuliegen; die Influenza warf den 58jährigen ehemaligen Streiter in letzter Woche aufs Krankenlager und setzte seinem Leben heute ein frühes Ziel. Frankfurt a. M., 1. Febr. Heute fand hier im „Frankfurter Hof" eine von Angehörigen der hiesigen ersten Gesellschaftskreise und der ftanzösischen Kolonie arrangierte Soiree zum Besten der bretomschen Fischer statt, in der Cleo de Merode mitwirlte. Etwa 200 Personen waren anwesend. Das finanzielle Ergebnis war sehr günstig. *• Frankfurt a. M., 2. Febr. Bei der gestern von der Zentrale für private Fürsorge veranstalteten Arbeitslosenzählung wurden 3 2 34 Arbeitslose festgestellt. Hanau, 30. Jan. An unserem Gymnasium werden sich bei dem Ostertermine auch drei junge Damen als Nichtschülerinnen der Reifeprüfung unterziehen. — Als am 30. Januar abends die Haushälterin des vor einiger Zeit aus seiner Stellung entlassenen Feldhüters Sauritz diesem Vorhalt darüber machte, daß er nicht genügend für seine Kinder sorge, geriet dieser in heftigen Zorn und setzte schließlich seine Wohnung in Brand. Die im anderen Zimmer befindlichen Kinder mären bereits aufs höchste durch die Flammen gefährdet, als es der Haushälterin im Verein mit anderen Leuten endlich gelang, den Brand zu löschen. Sauritz entzog sich seiner Verhaftung durch die Flucht. — Eine blutige S^at spielte sich heute vormittag gegen 9 Uhr am Ballplatz ab. Der etwa 22 Jahre alte, aus Gera gebürtige arbeitslose Schlossergeselle Adler drang in die Wohnung des Formermeisters Vor ast und verlangte dessen sechzehnjährige Tochter zu sprechen, die er in letzter Zeit wiederholt erfolglos mit Lievesanträgen bedrängte. Als die Mutter des Mädchens den Eindringling abwies, versetzte er der Frau mehrere schwere Dolchsti ch e i n d i e B r n st. Der Attentäter wurde verhaftet. Da er sich aber mit dem Dolchmesser selbst bedeutend verletzt hat, so mußte er in das Landkrankenhaus gebracht werden. Die Verletzungen der Frau sind lebensgefährlich. Vermististes. Berlin, 30. Jan. Die Angelegenheit der Gräfin Isabella Wesierska-Kwilecka, die der Kindesunterschiebung verdächtig erscheint, ist nach einer hiesigen Korrespondenz schon so gut wie aufgeklärt. An der Unterschiebung soll nicht mehr zu zweifeln fein. Der Knabe ist angeblich der Sohn einer österreichischen Bahnwärtertochter, die Frucht eines Liebesverhältnisses, das diese mit einem österreichischen Hauptmann hatte. Die Ermittelungen zeigten, daß zwei Frauen ihn von Posen nach Berlin gebracht hatten. Hier mußten ihn zwei vornehme Damen in Empfang genommen und in einer Droschke nach der Geburtsstätte weiter gebracht haben. Hierüber konnte nur der Kutscher Auskunft geben. Darum las man vor kurzem in den hiesigen Zeitungen, für eine polizeiliche Ermittelung sei es wichtig, daß ein Droschkenkutscher sich melde, der vor 6 Jahren am 25. Januar zwei Damen vom Schlesischen Bahnhofe nach der Kaiserin Augustastraße, wo die Gräfin damals wohnte, gefahren habe. Der Erfolg dieser Aufforderung schien sehr zweifelhaft zu sein. Wie sollte sich ein Kutscher einer sechs Jahre zurückliegenden Fahrt noch erinnern ? Aber es dauerte gar nicht lange, da meldete sich der Mann schon. Der Droschkenkutscher Adolf Wilke aus der Hermannstraße 18 zu Rixdorf hatte an jenem 25. Januar einen so guten Tag gehabt, daß er ihn sobald nicht wieder vergaß. Und d und 2.- 2. 2. 3. NW. W. NW. . r r der Philofop^ ' ondon erhall^ rMM '»raget « in „ weit mit Volant Verzierung Serie I . / II . „ ni. Annjng ans de» Kirchendnchm bft Stadt ffiitljfn. Evangelische Gemeinde. Getränte. Johannesgemeinde. Den 24. Januar. Johann Heinrich Botz, Fuhrmann zu Gictzen, und Luise Deutsch, Tochter des verstorbenen Zimmermanns Johann Daniel Deutsch zu Schlierbach. Tenjelbeii. Adam, genannt Aridreas Erhardt, Schlosser zu Gießen, und Lina Katharina Reuter, Tochter des Dienstmannes Karl Reuler zu Gießen. Getaufte. Aiatthäusgemeinde. Den 25. Januar. Dem Kaufmann Karl Häuser eine Tochter, Elsa Sophie Regine, geboren den 25. Dezember. Denselben. Dem Wirt Ludwig Wagner eine Tochter, Fanny Georgine, geboren den 19. November. Denselben. Dem Landbriefträgcr Heinrich Schmidt eine Tochter, Amalie Elise Frieda, geboren den 23. November. Den 29. Januar. Dem Schauspieler Konrad Wallmüller eine Tochter, Paula, geboren beu 12. Dezember. — Markusqemeinde. Ten 25. Januar. Dem Lackierer Georg Reih eine Tochter, Elisabethe Emilie Katbarine Karoltne, geboten den 16. Dezember. Denselben. Dem Maurer Heinrich Müller eine Tochter, Elisabeth Margarethe Juliane, geboren den 23. Dezember. Tem Wagner Ludwig Gnett eine Tochter, Marie Elise, geboren den 25. Oktober. — Lukas- gemeinde. Den 25. Januar. Dem Zugführer Johann Friedrich Preiß eine Tochter, Hedwig Leonore Johanna, geboren den 26. Oktober. Denselben. Tem Former Wilhelm Fuchs eine Tochter, Elise Auguste, geboren den 15. Dezember. Denselben. Dem Großh. Hochbauausseher Friedrich Freudenberger eine Tochter, Aiuia Katharine, geboren den 4. Januar. Denselben. Dem Platzmeister Heinrich Weslecker eine Tochter, Llsctte Luise, geboren ben 27. September. Beerdigte. Matthau sgemeinde. Den 21. Januar. Margarethe Allgeier, geborene Bepling, Ehefrau bes Schncibers Karl Allgeier, 35 Jahre alt, starb den 19. Januar. Den 26. Jan. Emilie Müller, Arbeiterin, Tochter bes verstorbenen Dlaurer- nielsters Emil Müller, 41 Jahre all, starb beu 23. Januar. Den 28. Januar. Katharine Waldschmidt, geb. Schmibt, Witwe des verstorbenen Schmieds Peter Waldschmidt, 80 Jahre alt, starb den 26. Jan. — Johannesgemeinde. Den 24. Januar. Georg Noll, Gärtner, 62 Jahre alt, starb den 21. Januar. t 'sjkkerl, b£n^W ,3' der l-r"" TlÜ'^6 (i.® verkaufen wegen Aufgabe dieses Artikels zu jedem annehmbaren Preise ZU 75 Pfg. I Serie IV . V . VI nll'che ye e5 ni(W . sr-Ätz: ^erpen Vom I. bis 10. Februar verkaufen wir zu Gerichtssaal. Z. Gießen, 31. Jan. Strafkammer. Den Vorsitz führt Großh. Landgerichtsbirektor Bücking, bie Staatsanwaltschaft vertritt Großh. Staatsanwalt Reuß. — Ter Schreiner Karl H., ber in ber Zellenstrafanstalt Butzbach eine längere Gefängnisstrafe verbüßt, hatte in einem Brief an seine Angehörige»!, ber, wie er wußte, der Direktion oorgelegt werben mutz, einen Aufseher beleibigt Er glaubte, bieser sei ihm feindlich gesiiint, weil er ihm früher einmal eine Schreinerarbeit nicht gleich gefertigt habe, unb vermutete, er fei baran schuld, baß ihm statt ber Beschäftigung in ber Schreinerei solche in ber Tütenkleberei zugewiesen worden sei In dem Brief gebrauchte er Ausdrücke wie ,Haß und Niederträchtigkeit eines Aufsehers, der bie Sache aus bte lügenhafteste Art darstelle, um ihn gehörig zu drücken und seine Rachsucht zu befriedigen", .Feigheit und Ehrlosigkeit" und andere. Zu dieser Beamtenbeleidigung kommt noch hinzu, daß er im November vor. I. in seiner Zelle alles darin befindliche Mobiliar kurz und klein schlug und dabei einen Schaden von etwa 50 Mk. verursachte. Dies tat er aus Aerger darüber, daß er mit Dütenkleben beschäftigt wurde und daß chm mit einer Disziplinarbestrafung gedroht war, wenn er nochmals auf einem Stuhle stehend zum Fenster seiner Zelle hinaus- sehen werde, was in ber Anstalt verboten ist. Ein Aufseher packte ihn in seiner Zelle unb wollte ihn in eine anberc bringen; er widersetzte sich jedoch mit aller Kraft, hielt sich mit ben Füßen am Geländer fest und krallte sich in die eine Hand des Aufsehers so fest, datz sie blutete. Nur mit großer Mühe gelang es, ihn in eine andere Zelle zu schaffen. Ta es sich um grobe Vergehen in der Anstalt handelt, erhält er wegen Beleidigung und Widerstand gegen einen Beamten sowie wegen Sachbeschädigung sechs Monate Gefängnis. Strafmildernd zog das Gericht in Betracht, daß er ein leicht erregbarer, nervöser Mensch ist, ber sich einbtlbete, in unverbienter Weise zurückgejetzt und schlecht behandelt worden zu sein. — Wegen schweren Diebstahls erscheint Hermann G. von Huttenhauland auf der Anklagebank. Als Dienstknecht in Utphe kam er öfters in die Wohnung des W. unb war mit ben örtlichen Verhältnissen infolgebeffen wohl bekannt. Am 25. Dezember bezahlte er ber Frau W. eine Rechnung unb merkte habet, wie sie den Sekretär mtt einem Schlüssel öffnete, der auf dem Sekretär lag, unb wie sie ihn nach Entnahme des Geldes wieder abjchloß und den Schlüffel an die alte Stelle legte. In der Nacht überstieg er nun das Hostor, drückte ein Fenster ein, das zu dem Zimmer führte, in dem ber Sekretär staub, öffnete das Fenster, flieg ein, schloß ben Schrank auf unb entwendete einen größeren Geldbetrag, ungefähr 120 Alk. Auf demselben Weg, wie er in das Zimmer gelangt war, verließ er es auch. Schon am nächsten Tag wurde ber Diebstahl entdeckt. Der Angeklagte, auf ben sich ber Verdacht sofort lenkte, gestand seine Tat alsbald ein. Er bekommt mit Rücksicht auf sein umfassendes Geständnis, seine seitherige Un- bestraftheit unb sein jugendliches Atter, sowie mit Rücksicht Darauf, daß bas Geld zum größten Teil noch bei chm vorgefunden wurde, 9 MouateGef ängniS. Straferschwerend fällt die große Frech- hett ins Gewicht, mit der er den Diebstahl ausführte, der große Betrag, um den es sich handelt, unb baß ber Angeklagte nicht in Not war. Von ber erkannten Strafe, bie er alsbald annimmt, werden chm drei Wochen auf die erlittene Untersuchungshaft crn- oerechnel — Ein ebenfalls geständiger Verbrecher ist der Schreiner Philipp S. aus Bergen. Schon acht mal wegen Betrugs unb Diebstahl vorbestraft, sicht er auch heute roieber wegen gleicher Delikte unter Anklage. Arn 29. Dezember traf er mtt bem Arbeiter R., ber ihm einen unerfahrenen Eindruck machte, zusammen. Beide gingen in die B.'sche Wirtschaft, wo R. seinen Koffer hinstellte. S. frag den R., wo er in Arbeit treten wolle, unb als dieser es ihm sagte, machte er ihm bie unwahre Angabe, er arbeite auch bei W., R. glaubte es unb bezahlte ihm bie Zeche. Darauf gingen sie in bie F.fche Wirtschaft unb S. setzte hier seine unwahren Erzählungen fort Er behauptete, W. habe ihn beauftragt, Meffingplatten zu kaufen, habe ihm aber fein Geld gegeben, es fehlten ihm 16 Mk., bie chm R. leihen möge, da er gegen bar kaufen solle. Auf die Bemerkung des 9L, er habe soviel nicht bei sich, meinte S^ er habe iiachgerechnel, eS genügten chm auch 5 Mk. 30 Psg^ R. solle chm bie(en Betrag nur geben, in einer Viertelstunde werde er zurück fein. Der arglose R. gab chm auch daS Geld. Der Angeklagte begab sich in die B.fche Wirtschaft zurück und holte sich dort den Koffer des R^ der dcffen Habseligkeiten im Werte von 50 bis 60 Mk. und ein Sparkassenbuch enthielt. Erst als R. längere Zett gewartet hatte, und S. nicht erschien, erstattete er Anzeige, und es gelang ber Polizei, den Bauernfänger alsbald zu faffen. Er erhält angesichts der unglaublichen Unver,chämthett seiner Tat e inJahr unb breiMonateZuchthaus sowie 150M k. G e l d st r a f e. Tie bürgerlichen Ehrenrechte werben ihm auf fünf Jahre aberkannt. Tiefe Strafe nimmt er an. m. Gießen, 31. Jan. Gewerbegericht. Den Vorsitz führt Oberbürgermeister Mecum. Als Beisitzer sinb tätig: Speng- lermeiftcr E. A. Faber unb Schreiner Heinrich Männche. — Die Köchin Elise V. hier klagt gegen ben Restaurateur K. hier auf Zahlung von 58 Alk. Entschädigung wegen kündigungsloser Entlassung. Der Beklagte beantragt Klageabweisung. Er sei zur sofortigen Entlaffung der Klägerin berechtigt geroefen, weil dieselbe ihn und seine Frau gröblich beleidigt habe. Tie stattgehabte Beweisaufnahme ergab die Richtigkeit dieser Behauptungen unb es würbe deshalb die Klage kostenfällig abgewiesen.— Die Klage des Kellners Friedrich Sch. hier gegen ben Restaurateur H. wegen Entschädigung wurde von dem Kläger zurückgezogen. — Der Hülfs- montcur Wilhelm Sch. hier verlangt von bem Ingenieur M. hier riiefftänbigen Lohn. Ta Beklagter im Termin lischt erschienen ist, erging auf Klägers Antrag Versäumnisurteil. Berlin, 2. Febr. In bem heute begonnenen Kurpfuscherprozeß gegen Narbenkötter, ben Apotheker Klesper, Arzt K r o n h e i m unb ben flüchtigen Arzt Guthermann, welche ben Betrieb von Heilmitteln in großem Maßstabe unb unter An- wenbung gewaltiger Reklame betrieben, wurde auf Antrag des Staatsanwalts der Hauptangellagte, frühere Apothekergehilfe Nardenkötter wegen Fluchtverdachts verhaftet, ihm fcdoch bie Stellung einer Kaution von 15 000 Mk. freigestellt. Berlin, 80. Januar. Tas Ali litär geeicht ber ersten Garbebivision verurteilte ben Oberleutnant v. Grawert wegen bes Zweikampfes mit bem Rechtsanwalt Aye zu zwei Jahren Festungshaft. Tie Verhanblung fanb unter Ausschluß ber Oeffentlichkeit statt. Landwirtschaftliches. Die Tagesorbnung berGeneral- versammlung des Bunbes der Landwirte, bie am 9. Februar, nachmittags '/,1 Uhr zu Berlin stctttfinbet, lautet: 1) Eröffnung ber Versammlung durch den Bundesvorsitzenden Frhr. v. Wangenheim-Klein-Spiegel, Dl. d. R. und Dl. d. A. 2) Ansprache des Bundesvorsitzenden, Tr. Roesicke-Görsdorf, M. b. 9t 3) Geschäftsbericht für bas Geschäftsjahr 1902, erstattet vom Direktor des Bundes, Dr. Diederich Hahn, Dl. d. R. und M. b. A. 4) Kaffen- Revisions-Bericht ber vom Ausschüsse gewählten Kassen-Revisions- Kommission 5) Der Zolltarif und die künftigen Handelsverträge. (Die Referenten hierüber werden später bekannt gegeben werden). 6) Anträge aus der Versammlung. Diskuffion, insofern sie nicht die in den Punkten 3 und 4 erörterten rein geschäftlichen Angelegenheiten des Bundes berührt, findet erst nach Erledigung des Punktes 5 statt. Anträge aus Mitgliederkreisen zu Punkt 6 müssen 8 Tage vor der Versammlung schriftlich an die Direktion eingereicht werden. Abänderungen der Tagesordnung bleiben vorbehalten. Die ,D. Tagesztg." bemerkt hierzu, daß „infolge der veränderten Stellung der Behörden die Betelligung von Damen an ber Generalversammlung nicht mehr zugelassen werben tonn'. Wie erinnerlich, hatte bie Behörde noch im vorigen Jahr die Anwesenheit von Damen in der Zirkus Buch-Versammlung gestattet, jedoch fast gleichzeitig in sozialdemokratischen Versammlungen unter den gleichen Umständen verboten, was zu Erörterungen führte, die den preußischen Minister des Innern veranlaßten, eine Abänderung der bisherigen Bestimmungen dahin zu veranlaßen, daß Damen „in einem abgesonderten Raum" als Zuhörerinnen an öffentlichen politischen Versammlungen teilnehmen dürfen. Ein „abgesonderter Raum" steht den agrarischen Damen im Zirkus Busch nicht zur Verfügung, so daß sie werden zu Hause bleiben müssen. A. Holterhoff Söhne, Giessen Seltersweg 20. ' Seltersweg 20. Damen-Blusen in Wolle und Halbwolle Reeller Wert das Doppelte. , 1.- Mk. , 1.50 . Äc cot"'Ä M "’ufe b,e Samen "»« r $ai)erin.9[L? Unb hrent 3)lanH9U’lHe * A.r ba" ‘LW1 qe.e MW Sää ^Hionellen Teile beider J d>e Liadlverordneten- üerein§ hatte sechs stm, aufgestM: uur Lätzen, 'als die Presse 5 alle Kandidaten M igen. Aenige Tage dar- seitgesetzten Form der -Bureau, Berlin W., e.iem Jahre die Zahl der i>en und Sonderfahrten -gedehnten Reisen nach r Algier, Spanien, Ruß. Reisenden entsprechende 'n der Fahrplane borge. , denen nur kurze Zeit ) Belehrung zur Verfüg, illige Sonderfahrten nact gelegt und für Liebhaber j unten Sonderfahrten mit ipia" von der Deutscher :eau veranstaltet, die bestem verlange von San’ al-Reisepläne für Frühjch . kostenfrei versandt, enorgesang. Taße er zurück noch unter K empfänglichen alten ftr- ; auf Die Bühne geholt Micher ging es neulich Herr M> nichtenden Heiserkeit bereiten ÄrmeM'NM eiann \\41, dch dn'M und dvid tvar er dort « totxitai - 9"“ t „6mbW”" ijm Mgeilhch HA m »de--i-gst'E Beste dmch te Stmuimto I« i ailgemei«- tblifum, als ligtuitb Vtt als WM (M; tii unb schob * - i* bem AM 9eBtW ' zu 2.50 Mk. , 3.75 . . 5.- . 2 Meter weit mit Volant . 1.35 Mk. Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) S. A. 20. Eine Rute = ca. 4 Meter. KTdOQM Herr San.-Rat Dr. H. in D. schreibt liulB iläSeile hierüber : Ich habe zur Behandlung einer > H —■ hartnäckigen Akne vulgaris (Hautunreinigkeit) und einer roten Nase Ihre Obermeyer's Herba-Seife mtt gutem Erfolg angewandt. In letzterem Falle wurde die Nasenröte unvergleichlich geringer u. zwar schon nach kurzer Anwendung. Z. h. i. all. Apotheken u. Drogerien p. Stck. 75 Pfg. u. M. 1.25. Februar 1903 Barometer auf 0° redii ziert Temperatur ber Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Winbrichttmg Winbstärke Wetter Allgemeiner Deutscher Versicherungs-Verein in Stuttgart. Auf Gegenseitigkeit. Gegründet 1875. Mit Aktien-Garantie. Haftpflicht-, Umfall- und Lebens-Versicherung. 101 Gesamtreserven über 27 Millionen Mark. Gesamtversicherungsstand mehr als 490000 Versicherungen. Monatlicher Zugang über 6000 Mitglieder Zum Abschluß von Versicherungen werden allerorts Mitarbeiter aus allen Ständen angenommen und bei berufsmäßiger Thätigkeit dauernd gegen feste Bezüge angestellt. Bekanntmachung. Die Lieferung der Kleider für arme Kousirmauveu auf Ostern 1903 soll an AngebotSwege vergeben werden. Es «erden benötigt: a. für Knaben: Anzüge aus dunklem Cheviot — gefüttert, b. für Mädchen: Schwarzer Lachemir zu Kleidern und furchiger yloncU zu Unterröcken. Offenen sind unter Beischtutz von Mustern — auch bezüglich des zu den Knabenanzügen zu verwendenden Futters — bis spätestens »um 14. Februar 1903 bet Hofpitalverwalter Dörr verschlossen aozugeben. Gießen, am 80. Januar 1603. 983 Die Armen-Deputation der Stadt Gieße». ___________ Mecum._______________ Bekanntmachung. Die an den nachbenannten Kreis straßsn lagernden Pappel- stärmne sollen im Submissionswege verkauft werden und zwar: au der Straße Gießen-Neiskirchen, 19 Stämme im Meßgehalt von 15,03 cbm, , , , Seilshausen-Kessel bach, 12 Stämme im Meß- geholt von 4,69 cbm, , , r Kesselbach-Londorf, 14 Stämme im Meßgehalt von 6,02 cbm, r , r Londorf-Norbert, 15 Stämme im Meßgehalt von 8,55 cbm, r r r Allendorf-Londorf, 1 Stamm im Meßgehalt von 0,60 cbm. Schriftliche Angebote sind bis Samstag den 7. bs. MtS^ vormittags 10 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten (Bandplatz 9) abzugeben, woselbst die Eröffnung der Angebote stattfindet. Dießen, de» DO. Januar 1903. 1039 Der Großh. Kreisbauinfpektor. Stahl. Versteigerung wegen Aufgabe der Pachtung. Freitag den 6. und Samstag den 7. Februar 1008, jedeSmal um 10 Uhr nwrgenL beginnend, werden auf dem Hofgut zu Mphe im Auftrage der Firum A. Fülberth & Sohn daselbst durch den Unterzeichneten au de» Meistbietenden öffentlich gegen Barzahlung, bei größeren Gegenständen eventuell gegen Ziel, versteigert: Das lebende Inventar, bestehend in: 15 Pferden, 4 Fohlen, soivie der Bestand an Schweinen, darunter 2 Eber, mehrere Zuchtschweine, Läufer und Ferkel; barmt anschließend da« komplette tote Inventar, beginnend mit der Feldbahnanlage, Wagen und Maschinen, endlich mit kleineren Geräten in Hof, Haug und Ställen, soweit solche abgegeben werden, endigend. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Hungen, den 16. Januar 1908. 667 Bele. Gerichtsvollzieher. Verkauf auf Abbruch. Das der Frau Ferd. Burk Wwe. gehörige Nebengebäude au der Ostanlage, welches Waschküche, Wagenremise, Kutscherwohnung und Heuboden enthält, soll auf Abbruch verkauft werden, ebenso die Hofpflasterung und der Brunnenrahmen nebst Pumpe. Das Gebäude ist im besten baulichen Zustande und läßt sich leicht wieder an einem anderen Ort aufrichten. Reflektanten können den Bau jederzeit ansehen, auch können Zeichnungen von demselben, sowie die Verkaufsbedingungen bei den Unterzeichneten während der üblichen Büreaustunden eingesehen werden. Schriftliche Angebote find bis zum 10. Februar 1903 an Frau Burk, Ostanlage 14, einzureichen. Dießen, am 30. Januar 1903. 946 Stein L Breyer, Architekten. Bekanntmachung. Die Holzversteigerung, welche im Oppenröder Gemeindewald Donnerstag den 5. Februar L I. abgehalten werden soll, beginnt vormittags 10 Uhr. Oppenrod, 2. Februar 1903. Vr. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. 1024 Bekanntmachung. Die am 30. Januar in Gießen abgehobene Versteigerung aus- rangierter Bahnfchwellen ist genehmigt 1040 Gießen, den 2. Februar 1903. Großh. Bahnmeisterei V1IL Iagdverpachtung. Montag den 9. Februar L $♦, vormittags 11 Uhr, soll in dem hiesigen Gemeindehause die der Gemeinde Queckborn zustehende Feld- und Waldjagd (inkl. der Domanialwald- drstrikte Judeneiche und Hinkelberg) auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Queckborn, 2. Februar 1903. Gr. Bürgermeisterei Queckborn. Schmidt. 1025 Vergebung von Kauarbeiten. Die zur Verbretterung der Sreisstraße Gießen— Hausen erforderlich werdenden Arbeiten und Lieferungen und zwar: veranschlagt zu Mk. Erdarbeiten 531,89 LhaussierungSarbeiten 2302,72 Kanalarbeiten 41,50 sollen am Dienstag, den 10. Februar 1903 im Wege schriftlichen Angebots im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst Voranschlag, Pläne und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, vergeben werden. Gießen, d. 31. Jan. 1903. Der Großh. Kreisbournspektor. Stahl. 1038 Segen Men nnd Heiserkeit Eucalyptusöl,Euealyptus-Bon- bons, Malzboubous, Emser-, Sodener-, Lichi-Pastillen, Malzextrakt, Fenchelbonig, Isländisch Moos, Salmiak, Lakritzen, Salmiak-Pastillen, Lachu, Knöterich, Linoterich-Bonbons, Borsäure, Alaun 2c. re. empfiehlt die Medizinal-Adler-Drogerie [799 Seltersweg 39. Otto Schaaf. Fechtverband Giessen-Lahr Wohltättgkettsverein. Sonntag de« 8. Februar 1903, abends 8 Uhr: Großer UtarKnball w Cafe Leib mit großen staunen erregenden Gruppen - Aufführungen u. a. kommt zur Aufführung: Das Duell zur KTarreuzeit. XJm Kopf und Hals. Eintrittspreis tut Vorverkauf für Herren 1 3RL, Damen 40 Pfg., Geheimkarten bis zur Demaskierung gillig 50 Pfg. — Au der Kaffe: Herrenkarten All. L20, Damenkarteu 50 Pfg^ Gallerte 20 Pfg. — Borverlaufstelleu bei den Herren Imherrser, Teipel und Zigarrerchaus Weiler, Dtarttplatz, Loh« (früher Leitzow), Marktstraße, Odel, Neustadt, sowie bei den Herren Friseuren Koch, Bahnhofstraße, Stier, Reuen Bäue, Klenker, Tichy, Seltersweg, Wahl, Neustadt, Balser, Lrndenplatz, Rüger, Wallthor- stratze. — Geheimkarte« nur bei den Herren Teipel und Weiler, Marktplatz, Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Der Vorstand» KB. Der Ueberschutz wird an hiesige Stadtarme verteilt. Gesdlschaftsrtisu Tunis, Algier Orient, Italien, Spanien IO. April, 46 Tage, 1700 M. Russland 25. April, 68 Tage, 2*50 M. Verschiedene Touren. Aegypten, Palästina, Türkei, Griechenland 15. 23. ü&n Dalmatien, Bosnien, Montenegro, Nordamerika, Frankreich, England, Schottland, Karpathen, Schweden, Norwegen, Dänemark, Um die Erde. Schönste Touren. - Grosser ComlorL - Niedrige Preise. 11., 12., 2S. Februar, 4., 5., 16. Mär*, 4m 9 , IO. 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Anmeldungen für den neuen Unterrichtskursus nehme ich noch täglich entgegen. Privatunterricht für einzelne und mehrere Personen erteile ich au jeder Tageszeit. 1009 Achtungsvoll Joseph Möhl, Tanzlehrer. SA tote 51# Ratten vttl bei Utrhrag bH vittteU natttt1 M gtflOflgra stob. Darum bitte id) arii b»4 8 Hmkrtt (» 1 »u ftabtn, fftt mi<6 u*b Atoti AoUeflex. »ea betiafl we« • DU. k*be 3bntu h«u, btt Post«nr»etfimtz. H.d}tung«uoa Mene. lUoptaer, Obttfchwet^tt. . «. K X4. 8. 62. < vkhnbckx Att-omlsi lauf« fori« < währrod da itbrr bei für Haustitt* nngeftljrUtH nat für Ragrtierr übllty MottramiUtl Hal a^chiappt". »in «ersuch mib nroa ist übtneugt. Ueberon »o hoben k 50 Psg. nn6 Dtt 1.— in pUnnbterta Rortiml. Ftt-tt hi b i Mk. b -, fh kt vtt. 8.-. B» ei* »a »ebo. bnr<6 die gabt« wilh. LrhaU S. m. b. Oflseedab Kollrerg. In Gießen bei Adolf Vieler, Viktoria-Drog.: Gustav Walter, Drog.; W. Kilbiuger, Drog. I Ostertag-Stahlpanz. Kassenschränke. Garantierte Sicherheit geg. Feuer. 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