Nr. 2 Erschein« täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden mt Wechsel mit dem besstschen Landwirt die Siebener Kamtlien- ßlStter viermal in der Woche de,gelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brü h l'fche« Univerl.-Buch- u.Steiw- druckeret (Pietsch Erden) Redaktion. Expedition und Druckerei r Gchalstraße Te Adresse für Depeschen: «n-eiger Gießen. Qkm(prfd)Qnl4luß9h.5L Erstes Blatt. 153. Jahrgang Samstag 3. Januar 1903 3 v?zugSpretsr monatlich 75^., vierte- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch. diePost Mk.2.— viertes jahrl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnlimmer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal ISPf^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den poltt. u. allgem. teil t.V.: Fr.Hannemanry für „©tobt u. fianb* und .Gerichtssaaf: Eurt Plato; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Eichener Anzeiger w Seneral-Anzeiger v Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bekanntmachung. Betr.; Milzbrand zu Oder-Hörgern. Der Milzbrand in dem Gehöft des Heinrich Loh in Ober-Hörgern ist erloschen. Die Gehöftsperre ist aufgehoben. Gießen, den 30. Dezember 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießer» Dr. Breidert. *--—------------------—---------- KeKanntmachung. In der Zeit vom 27. Dezember 1902 bis S. Januar 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Zigarrenetui und 1 Damengürtel; verloren! 1 silberne Zylinderuhr, 1 Kravattennadel und 1 Paar Herrenschuhe. Angeschwemmt wurde 1 Kahn. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 8. Januar 1903. Großherzogttcyes Polizeiamt Gießen. Hechler. Aas ZSirtschajtsjayr 1902. Dem Wirtschaftsjahre 1902 weinen wir keine Dräne nach. ES ist ja richtig, das jetzt abgelaufene Jahr war nkcht so schlimm, wie das Jahr 1901, daS eine ganze Reihe der allerschwersten Katastrophen gebracht hatte. Im ganzen aoer war 1902 ein ausgesprochenes Krisenja.hr. Merkwürdigerweise jedoch ließ sich d-er Beginn deS Jahres gar nicht so krisenhaft an. In dem ersten Quartal berrschte an der Börse eine sehr rege Tätigkeit. Auch auS den Jr> dustriegebieten lauteten die Nachrichten recht erfreulich. Einzelne Zweige der Eisenindustrie hatten sehr reichlich zu tun, und konnten sich selbst, was sonst nur in guten Zeiten gestattet ist, Preiserhöhungen erlauben. Sanguinische Gemüter wähnten sogar, das Ende der Krisis sei schon da und ein neuer Aufschwung stehe vor der Türe. Wer „es fiel ein Reif in der Früblingsnacht" auf diese vorzeitige Blüte. In der nun wieder hereinbrechenden trüben Stimmung begann man, den auS Südafrika herüberklingenden Meldungen vom bevorstehenden Friedensschlüsse sein Ohr zu leihen. Der Friede kam, aber er brachte nirgends! eine Anregung hervor. Im Gegenteil. Tie dort auftauchen- den Schwierigkeiten in der Beschaffung deS Arbeitermaterials für die Minen-Jndustrre und die Erörterungen über die beste Arh, die neuen Kolonien zur Tragung der Kriegskosten heranzuziehen, rückten den Beginn des sehn- lichst erwünschten Aufschwunges in weite Ferne. Auf der anderen Seite war bei uns inzwischen auch die Kohlen- industrie in den Strudel der KrrsiL gezogen worden. Tie nach Mitte des Jahres herauskommenden Abschlüsse industrieller Gesellschaften, insbesondere auch der Elektrizitätswerke, lauteten mit wenigen Ausnahmen sehr betrübend. Tividendenlosigkett, Verluste, Unterbilanzen, Reorganisation, diese Stufenfolge in den Abschlüssen war wirklich n icht geeignet, eine hoffnungsvolle Stimmung auf- lommen zu lassen. Unter diesen Umständen konnten auch die fast überall günsttg ausfallenden Ernten an der Ge- anttlage wertty Ludern. Im Herbst zog dann das Gespenst >er „amerikanischen Gefahr" am Horizonte auf und blieb wrt bis zum Jahresschlüsse stehen. Tie Ueberspekulation, im besonderen die Uebertreibungen in der Gründung von Trusts, in die auch die Bankwelt eng verstrickt war, hatte eine, für unsere Verhältnisse unglaubliche Geldklemme hervorgerufen, der auch der SchatzsekretLr nicht dauernd abzuhelfen vermochte, da das Geldumlaufwefen gerade in kritischen Zetten der dringend erforderlichen Elastizität entbehr!. Unsere Börsen Wurden durch btefe allgemeine Ungunst der wirtschaftlichen Lage stark in Mitleidenschaft gezogen Nachdem die Cur^e Begeisterung vom Frühjahr verflogen war, lag sie, mtt ganz geringen flüchttgeii Aiomenten der Erregung, in beinahe beängstigender Apathie da. Taran war außer der Fortdauer des Börsengesetzes und seinen Härten auch die Ungewißheit über den AuSgang des Kampfes um den Zolltarif schuld. Der Geldmarkt erfreute sich fast daS ganze Jahr hindurch einer Flüssigkeit, wie man sie nur in den Zeiten vor dem letzten Aufschwünge beobachtet hatte. Erft gegen Ende des Jahres erfuhren die Geldsätze eine leichte Versteifung. Ter flüssige Geldstand gab den Banken die Anregung, mtt einer ganzen Reihe von Emissionen festverzinslicher Anlagewerte herauszukommen, auch an Konversionen hat es nicht gesehll. Und das Publikum nahm diese Werte wttlig auf; ist es doch eine der charakteristischen Erscheinungen einer Krisis, da.ß sich daS Publikum von seinem Besitze an industriellen Tividendenpapieren trennt und in steigendem Maße seine Kapitalien in Staatsfonds aiilegt Tiefe Emissionen, namentlich wenn sie ausländische Werte bettefsen, bringen den Banken ganz hübsche Gewinne. Diese sind ihnen zu gönnen, denn die Krisis verstopft ihnen die besten Quellen des Verdienstes. Bei flüssigem Geldstande ist an Zinsen wenig zu verdienen. Ta der Börsenverkehr stockt, ist auch am Effektengeschäft nichts zu holen. Zu Gründungen gar hat niemand so leicht den Mut. Trotzdem herrschte aus dem Gebiete der Banken eine sehr lebhafte Bewegung. Tiefe war hauptsächlich auf Fusionen gerichtet. Eine ganze Zahl kleinerer Banken hat Anschluß an große Institute gesucht. Kleinere Banken haben sich zu Anstalten mittlerer Größe vereinigt. Ganz besonders auf das industriereiche Rheinland-Westfalen war bad Augenmerk der Banken gerichtet. Tort hat denn auch die Konkurrenz der Bankwelt sehr scharfe Formen angenommen. Die Eisenindustrie befand sich den größten Teil des Jahres hindurch in sehr mißlicher Lage. Tie Werke hatten während der Hochkonjunktur ihre Anlagen enorm vergrößert und können nun in der Zett der Depression für ihre vergrößerte Produktion im Jnlande keinen Wsatz finden. Sie sahen sich deshalb gezwungen, die Ausfuhr unter Aufbietung aller Ktaft zu fvrzieren. TaS Ausland, namentlich die Bereinigten Staaten, nahmen denn unsere Eisen- und Stahl-Ausfuhr sehr willig auf, jedoch zu Preisen, die den Werken keinen Nutzen ließen. Obendrein hatte diese Ausfuhr die unangenehme Nebenfolge, daß sie das Ausland in den Stand setzte, den deutschen Werken, die mtt Fertigsabrikation aus dem Weltmärkte erscheinen, eine gefährliche Konkurrenz zu machen. Tie deutsche Kohlenindustrie hatte das außerordentliche Glück, durch den amerikanischen und den französischen Kohlenarbeiterstreik von ihren Vorräten und dem Truck ihrer Produktionsj- einschränkung wenigstens teilweise befreit zu werden. Auch die strenge Kälte zum Beginn des Winters verstärkte ihren Absatz. Auch sonst begegnen wir, wenn wir das WirtschustA* leben Revue passieren lassen, noch einzelnen erfreulichen Erscheinungen. So konnten die Hypothekenbanken ihren Wsatz an Pfandbriefen vergrößern, und demzufolge die Bautättgkett alimentteren. In recht günstiger Lage befand sich auch die chemische Industrie, die ja vermöge ihrer Exportnatur weniger von inneren Ktisen abhängt und manche Vorteile beim Einkäufe ihrer Rohmaterialien genießt. Sehr beachtenswerte Anzeichen eines neu einsetzew den Aufschwunges sind bet der Fahrrad- und Textilbranche zu verspüren, die sich beide aus einem Jahre langen Siechtum zu erholen beginnen. Nichtzu vergessen Jini auch die Bemühungen, die in der Elektrizittätsiichustrk gemacht werden, um diese mächttge Branche unseres So werbslebens wieder zu konsolidieren. Werfen wir zum Scylusse einen Blick auf das <& gelaufene Jahr, so finden wir, daß unser Wirtschaftskörper wohl von dem größten Teil der ungesunden und faulen Elemente, die er in der Periode des Aufschwunges in sich hat aufnehmen müssen, wieder befreit worden ist. Auch die Aera der Entdeckung von Unterschlagungen und Tefrau- dationen dürfte zum größten Teile überwunden sein. Wer noch dürfte es eine Wette dauern, bis sich unser Wirtschaftsleben völlig erholt hat. Immerhin ist mtt der Annahme des Zolltarifes eine Hauptsorge geschwunden. Wir können nur den Wunsch äußjern, daß wrr jetzt zu recht günstigen Handelsverträgen gelangen, und daß unser Wirtschaftsleben die Lehren, die jede KvisiS enthält, recht beherzigt. Potttische Tagesschau. Besuch des Kronprinzen in Petersburg. Die „Nordd. Allg. Ztg." macht die interessante Mitteilung, daß sich der deutsche Kronprinz, einer Einladuna des Zaren folgend, um die Mitte dieses Monats zum Besuch des russischen Hofes nach Petersburg begeben werde. Der Besuch entspricht wohl lediglich dem Wunsche des Zaren, eine politische Bedeutung wird der Reise reicht beigelegt werden können. Für den Träger einer polittschen Mission, wie sie Prinz Heinrich bei seiner Amerika fahrt yatte, ist der Kronerbe noch in zu jugendlichem Alter. Auch hiervon abgesehen, ist kein Grund ersichtlich für eine besondere Entsendung nach Petersburg. Dian könnte vielleicht an den deutsch-russischen Handelsvertrag denken, aber die Fragen, die dabei in Bettacht kommen, sind wohl überhaupt noch nicht spruchreif, und wenn sich Schwierigkeiten ergeben, was bei dem cholerischen Charakter des russischen Finanz- ministers zu erwarten ist, so dürfte Graf Bülow die Fahrt nach Petersburg antreten. Doch das ist Zukunftsmusik. Der Kronprinz, der, wie es heißt, in den Eigen- schäften des Umgangs, in der Gabe, Personen bei der ersten Begegnung richtig aufzu fassen, sehr an seinen Großvater erinnert, wird sicherlich die herzlichste Aufnahme am russischen Hofe finden und in mannigfacher Weise ausgezeichnet werden. In Oesterreich^Ungarn und in England bat der Kronprinz, wie man roei& den sympathischsten Eindruck hinterlassen. Die Beziehungen zu Rußland, wenn Der Rücktritt des Krafeu Kochöerg. Ueber den Wechsel der obersten Leitung der Königlichen Hoftheater zu Berlin und den unerwartet schnellen Rücktritt des Grafen Hochberg zirkulieren, wie aus Berlin geschrieben wird, verschiedene Gerüchte, die schwer auf ihre Richtigkeit zu prüfen sind. Während offiziös daran fest- gehalten wird, daß ausschließlich Ruhebedürfnis den Entschluß des Grafen diktiert habe, wird von andererr Sette behauptet, daß für die unvermutete Beschleunigung des Personenwechsels noch andere Gründe bestimmend gewesen seien. Einmal habe man, wie wir schon kurz andeuteten, an maßgebender Stelle Anstoß an dem Libretto zu Richard Strauß' Oper „Feuersnot" genommen, dessen zum Teck etwas derbe Deutlichkeiten als unvereinbar mit den Rücksichten, die eine Hosbühne schulde, bezeichnet wurden. Den eigentlichen Anlaß aber zum Rücktrttt Höchbergs habe ein Besucki gegeben, den die Kaiserin mit den älteren Prinzen einer der letzten Ausführungen von Wildenbruchs ,König Saurin" ab stattete. Der Kaiserin soll der viertte All der Dichtung- der eine hyperrealistische Liebesszene zwischen Justinian und Theodora enthält, so sehr mißfallen haben, daß sie unwillig ihre Loge verließ und noch un Theater äußerte, es wäre bedauerlich^ daß man sich un Kgl. Schauspielhause über den Inhalt der- aufgesührttn Stücke in Zukunft erst würde informieren müssen. Ist diese Ber)ion richtig, so würde eine eigentümliche Ironie der Welt- (oder wenigstens der sie bedeutenden Bretter-) Geschichte darin liegen, daß Graf Hochberg, der Präsident des Tugendbundes und thatkrästigste Förderer aller Sittlichkeitsbesttebungen, über zwei dramatische Werke stolpern mußte, die als unmoralisch beanstandet werden. Was seinen Nachfolger, Herrn Georg von Hülsen, betrifft, der, wie gemeldet, vorläufig interimistisch mit der Oberleitung der königlick)en Theater betraut worden ist, so rechnet man in unterrichteten Kreisen mit der Annahme, daß Sieir von Hülsen spätestens zum Herbst d. I. zu dauerndem Aufeuthatt nuck) Berttn übersiedeln werde. Zu diesem Zettpuntt (1. Oktober) hat, wie berichtet wird, Herr v. H. eine feste Wohnung in Berlin gemietet. Bis dahm ijat ihm der Kaiser eine Dienstwohnung im Palais des unlängst verstorbenen Prinzen Georg von Preußen zur Ber- jügung gestellt. Graf Hochberg hat sich inzwischen von den Mitgliedern der Hofbühnen in liebenswürdiger Weise verabschiedet. Einzelne Blätter veröffentlichen die dabei von ihm gehaltene Rede. Ueber den letzten unmittelbaren Anstoß zu seinem Rücktritt pflegt ein so hoher Hosbeamter sich ebensowenig auszusprechen, wie ein Minister. In dieser Beziehung bietet die Abschiedsrede nichts. Interessanter ist ein anderer Tett der Rede des Grafen Hochberg, in der er sagt: Ein alter, verabschiedeter General sagte mir einmal: „Die Feder, die man nimmt, um sein Wschiedsgesuch zu schreiben, taucht man in sein Herzblut ein." Dies kann ich auch auf mich anwenden. Mein Herz hat geblutet und blutet noch diesem Abschied gegenüber; denn mein Herz hat 16 Jahre ganz und gar unserem Institut gehört und uf), war nicht nur dazu bereit, mein Herzblut für dasselbe hinzugeben, ich habe es, das können Sie mir glauben, auch oft wirllich getan. Das mtt Beispielen zu belegen, müssen Sie mir erlassen, aber wenn dies Almt eine Rosenkrone scheinen mag, so ist es vielmehr ein Kranz von Dornen, mit einzelnen, freilich sehr schönen Rosen besetzt, und ich hätte es vielleicht auch nicht so lange getragen, wenn mich nicht auch die allerhöchste Huld des Kaisers, unseres aller- gnädigsten Herrn, die auch in Zeiten bitterster Anfeindungen das Vertrauen zu mir nickt verloren, mit ihrem Schutze bis in die allerneueste Zeit getragen hätte. — So spricht ein Mann, der harte Erfahrungen gemacht haben muß. Die „Zeiten bitterster Anfeindungen" beziehen sich wohl auf gewisse Jntriguen, die sich vor Jahr und Tag abgespielt haben und in intimen Kreisen auch jetzt noch mit großer Zurückhaltung besprochen werden Tie Berufung des Herrn v. Hülsen ruft die Erinnerung an die eigentümliche Art und Weise wach, wie sein Vater vor mehr als 51 Jahren zu demselben Posten gelangte. Am 1. Juni 1851 übernahm nämlich Boto v. Hülsen, Premierleutnant und Regimentsadjutant beim Regiment Alexander, auf Befehl des Königs anstelle des freiwillig aus dem Amte geschiedenen Herim v. Küster die interimistische Leitung der Kgl. Theater. Wie das geschah, erzählt Helene v Hülsen in den Erinnerungen an ihren Gemahl (Seite 70). In einem kleinen Wendzirkel bei Friedrich Wilhelm IV. wurden u. a. die Bewerber um den Posten des Generalintendanten durchgenommen, ohne daß einer von ihnen besonders geeignet dafür befunden worden wäre. Da lenkte sich, das Gespräch, auf militärische Vorkommnisse, und der Minister v. Massow tat einer der vortrefflichen Ansprachen Erwähnung, die der Premierleutnant v. Hülsen, der öfter im Kreise seiner Kameraden und auch einmal bei Hofe kleine Theatervorstellungen arrangiert hatte, an seine Untergebenen zu halten pflegte. Bei dem 9Lamen Hülsen schlug sich der König plötzlich vor die Stirn. „Da haben wir ihn!" rief er in seiner lebendigen Mt und Weise. „Der Hülse-n ist ja, wie ich von seinen Aufführungen weiß, ein geradezu geborener Generalintendant. Glauben Sie, daß er dies« Stelle annehmen würde?" Herr o. Massow entgegnete: „Zu Befehl, Eure Majestät!" Ms der itiönig später die Kabinettsordre unterzeichnete, sagte er vergnügt lächelnd: „Was die Leute wohl zu diesem Attus sagen und wie sie sich^ die Köpfe und Zungen darüber zerbrechen werden!^ Aor «nd in Karis. Aus den Kriegstagen von 1871. Tie von uns schon angeführten, zettgeschichtlich werd vollen Tenkwürdigketten des Generals und WmttaÜ Albrecht von Stosch, die Herr Hauptmann a. D. Ulrich von Stosch in Mchard Fleischers „Deutscher Revue" veröftend licht, sind nnmnehr bis zu den Friedensverbandlungen und dem Präliminar-Frieden von Versailles gediehen. Wtt teilen aus diesen Tageblättern und Briesen im folgenden mit, was ein mithandelnoer feiner Beobachter zur Beleuchtung der Vorgänge und zur Charakterisierung bei beteiligten Personen ausgezeichnet hat: ^Versailles, ‘24. 1. 71., Als ich heut früh auf dem Kalender neben dem Tatuw las: „Geburcstag Friedrichs des Großen", da dachte ich^ den Tag müßten die Pariser doch festlich begehen. _ Und siehe da, der Anfang ist gemacht. Jules Favre erschien gestern abend und erklärt, Paris sei „en ssdition et cnbiaMe" und könne sich nicht länger halten. Ich zweifle nicht daran, daß das den Frieden bedeutet, um so mehr, als gfeicfizeitig die volle Besiegung aller feind« lichen Armeen erfolgt ist. Eben erst verdüsterte das Ut.bermaß von Gefahr de^ Horizont, jetzt uchtet hellster Sonnenschein unsre gan# Sage. Roch bei dem Ausfall vom 19. gab es hier Deu» sich auch mitunter im diplomatische« vccnm*- unv Meinungsaustausch Schwierigkeiten ergeben, und wenn auch keine Regieruna vorsichtiger behandelt sein will, als die russische, Haven dadurch allmählich Festigkeit und Stetigkeit erlangt, daß Kaiser Wilhelm sich die Pflege der familiären Beziehungen zum Zarenhause sehr angelegen sein läßt. Ueb- rigenS ist anzunehmen, daß der Kronprinz seinen Vater auf der für Anfang des April geplanten Reise nach Italien begleiten wird. DaS „Schlaraffenland* Samoa. Aus KolonialLeisen wird uns geschrieben: Ter neue Kolonialetat ist bisher noch nicht veröffentliche wvrden. Man weiß einstweilen — von Kiautschou abgesehen — nur, daß die Reichstznschüsse für sämtliche Schutzgebiete in Berücksichtigung der Finanzlage auf düs' knappste bemessen fink Verhältnismäßig gering dürfte also auch der Betrag sein, bert, die Regierung für Samoa diesmal aus^uwenden gewillt ist, obwohl es an Wünschen um möglichste weitgehende Berücksichtigung dieses jüngsten deutschen Schutzgebietes nicht gefehlt hat. An dis Erwerbung Samoas seitens Deutschlands knüpften sich mancherlei übertriebene Erwartungen in Be^ug auf die Entwickelung der Insel unter der schwarzweiß-roten Flagge. Phantastische Schilderungen hatten hier und da die Vorstellung erweckt, als sei Samoa, sofern nur Friede Und Ordnung dort herschten, eine Art Schlaraffenland, in dem sich ein müheloses und genuß> reiches' Dasein führen lasse. Es übersiedelten Leute nach dem Südseeeiland, denen nicht allein Kenntnisse über die einschlägigen Verhältnisse, sondern auch Barmittel fehlten, die auf Samoa vielleicht mehr als sonstwo zur Existenz erforderlich sind. Andererseits ließen sich durch effektvolle Berichte über den Ertragreichtum der samoanischen Kakao- Kultur Heimatmüde, denen ein kleines Kapital zur Seite stand, zur Auswanderung nach Samoa anregen. Enttäuschung und die Neigung, die Dinge allzu schwarz zu sehen und zu schildern, blieben nicht aus. Tatsächlich ist, darin stimmen alle Sachkenner überein, der Kakaobau auf Samoa rentabel; aber die Frucht muß auf sorgfältig ausgesuchtem Boden angepflanzt werden, und dann gestaltet sich der Betrieb der Plantage solange kostspielig, als die Beschaffung einer ausreichenden Zahl von Arbeitern Schwierigkeiten macht. Die Verhältnisse liegen jetzt allerdings etwas günstiger, weil die Regierung mit der Verwendung chinesischer Landarbeiter auf Samoa sich einverstanden erklärt hat. Aber auch jetzt noch verursachet die Arbeiterbeschäffung dem Pflanzer bedeutende Kosten, denn er muß dem Kuli einen Lohnvorschuß zahlen und für den Transport auffommen. Es würde sich vielleicht empfehlen, wenn die Regierung der Deutschen Samoa- Gesellschaft, der, wie es HÄßt, das Monopol der Chinesen- Ginsuhr znsteht, eine Subvention bewilligte, damit die Kosten der Arbeiterbeschaffung für die Pflanzer sich tunlichst verbilligen. Die Subvention könnte in der Form eines Darlehns gewahrt werden. Vielleicht erfolgt bei der Etats- debatte eine entsprechende Anregung. Ohne einschneidende Belastung des' Etats würde sich auch ermöglichen lassen die Anstellung ausreichender Lehrkräfte an der deutschen Schule in Apia. Vor allem aber tut not der direkte Anschluß Samoas an den deutschen Postdampferverkehr. Die Kosten dieser Einrichtung sind fteilich erheblich, doch der überwiegende Einfluß Australiens) Neuseelands und Nord- Amerikas auf der Jüsel kann nur dann zu Gunsten des deutschen Einflusses in beit Hintergrund gedrängt werden. Wenn die Kolonie unmittelbare und regelmäßige Schiffsverbindung mit dem Mutterlande erhält. Kunst und Wissenschaft — Das nächste Bonner Beethovenfest findet vom 17. bis 21. Mai statt. Das Programm ist sehr einfach: Joachim und Genoffen werden Beethovcn's sämmtliche Quartette vortragcn. Die Kompositionen werden nicht chronologisch aufeinander folgen, sondern jeder Abend wird je ein Quartett aus den drei Entwicklungsperioden des Meisters bringen. Jedes Konzert wird also für sich ein Bild von dem Werdegang Bcethoven'S geben. — Felix Weingartner, so verkündet eine vorläufig unkontrollierbare, aber mit großer Sicherheit auftretende Meldung, wird demnächst seinen Posten als Kapellmeister am königl. Schauspielhaus wieder antreten. Er hat dieses Amt bekanntlich vor Jahren aus Gesundheitsrücksichten niedergelegt. Die deutsche Kaisergruft. Aus Speyer wird berichtet: Nach Vollendung der neuen Kaisergruft im Dom zu Speyer wurden die Reste der hier bestatteten deutschen Kaiser uno Könige,.darunter die Leichen Rudolfs von Habsburg und Albrechts von Oesterreich, -rus den provisorischen Holzsärgen in ihre definitiven Ruhestätten übertragen. Die Bleisärge wurden verlötet, die Steinsärge mit Zement verschlossen. Der einzige noch vorhandene figürliche Gröbstem, der Rudolf? von Habsburg, welcher zu den Meisterwerken frühmittelalterlicher deutscher Bildhauerei gehört und bisher verstaubt rmd mtt Wachs betropft in einem finsteren Winkel der Krypta untergebracht war, wurde sachgemäß gereinigt, restauriert und in dankenswerter Weise durch Aufstellung im Königschor der allgemeinen Befichttgrmg zugänglich gemacht. Die Beigaben der Leichen, wie Mäntel, Hosen, Strümpfe. Schuhe, Handschuhe, dann Ringe, Grabkronen, Brustkreuze, bleierne Jnschrifttafeln u. s. w., welche seinerzeit in sehr schadhaftem Zustande vorgefunden und gehoben worden sind, wurden in daS Laboratorium des bayerischen Nationalmuseums nach München gebracht und dort genauerer Untersuchung unterwoffen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Mainz, 81. Dez. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Hutfabrikanten Adam Berndrorh soll nunmehr die Schlußverteilung erfolgen. Während die nicht vorberechtigten Forderungen sich auf Mk. 23 382.22 belaufen, können unter "den Gläubigern, welche diese Summe zu fordern haben, nur Mk. 3085.80 zur Verteilung kommen. — Die Allgemeine Deutsche Kredit-Anstalt in Leipzig wird für 1902 voraussichtlich 8 pEt. Dividende verteilen. — Am 2. Januar er. wurden zum ersten male die 4 pCt. Pfandbriefe, Abteilung 10, der Deutschen Grundkredit-Bank zu Gotha mit dem Kurs von 102.50 bez. und Geld gehandelt. — Die Januar-Kokons der 3 pEt. Portugiesen, welche noch nicht zur Konversion angemeldet sind, bleiben unbezahlt. — Die nächste ordentliche Generalversammlung der Bielefelder Maschinenfabrik vorm. Dürkopp u. Co. findet am 29. Januar er. in Bielefeld statt. — Braunschweiger 20Thaler°Lose. Auf die am 1. November gezogenen 61 Serie,: als 191, 588, 659, 703, 868, 923 1123, 1211, 1898, 1541, 1632, 1640, 2093, 2304, 2430, 2511, 2560, 2613, 3471, 3661, 3950, 3951, 4256, 4505, 4568, 4733, 4799, 4858, 4881, 4959, 5216, 5352, 5617, 5772, 6396, 6458, 6460, 6629, 6750, 6879, 6962, 6980, 6989, 7364, 7365, 7701, 7733, 7753, 7792, 8063, 8087, 8132, 8211, 8807, 9049, 9058, 9093, 9239, 9262, 9368, 9424, entfielen auf nachstehende Serien folgende Prämien: auf Ser. 191 Nr. 4 Mk. 150, Ser. 588 Nr. 4 Mk. 3000, Ser. 588 Nr. 27 Mk. 10 800, Ser. 923 Nr. 43 Mk. 300, Ser. 1123 Nr. 22 Mk. 150, Ser. 1632 Nr. 13 Mk. 300, Ser. 1640 Nr. 34 Mk. 300, Ser. 2560 Nr. 19 Mk. 150, Ser. 3950 Nr. 12 Mk. 300, Ser. 5352 Nr. 6 Mk.7200, Ser. 5772 Nx. 9 Mk. 300, Ser. 6396 Nr. 38 Mk. 300, Ser. 6629 Nr. 49 Mk. 45 000, Ser. 6750 Nr. 30 Mk. 150, Ser 6962 Nr. 25 Mk. 800, Ser. 6980 Nr. 49 Mk. 300, Ser. 9049 Nr. 4 Mk. 300, Ser. 9049 Nr. 39 Mk. 150, Ser. 9058 Nr. 5 Mk. 300, Ser. 9424 Nr. 6 Mk. 150. Alle übrigen zu obigen Serien gehörenden Nummern: kommen mit Mk. 78 zur Einlösung. Die Abzahlung der gezogenen Lose erfolgt vom 31. März 1903 ab. I»WS MS den Standes,mtsrkMmi der Stabt Sikßrn. Aufgebote. Am 31. Dezember. Heinrich Junker, Kaufmann dahier mit Johmmette Karoline Bercha Marie Wilhelmine Brückmann Hierselbst. Am 2. Januar. Georg Karl Kloos, Former in Offenbach a. 2JL mit Auguste Margarethe Katharine Zeidter dahier. Geborene. Am 11. Dezember. Dem Taglöhner August Rausch ein Sohn, Ernst Wilhelm. Am 20. Dezember. Dem Bezirksfeldrvebel Heinrich Kaiser eine Tochter. Dem Fabrikarbeiter Philipp Hahn eine Tochter. Dem Mechaniker Jakob Schlaffer ein Sohn, Friedrich. Am 21. Dezember. Dem Ingenieur Theodor Eigel ein Sohn, Leopold Josef. Am 22. Dezember. Dem Drechsler Wilhelm Walther ein Sohn. Dem Glaser Wilhelm Kreß ein Sohn, Eduard Karl Wilhelm. Am 23.-Dezember. Dem Zimmermann Christian Staffel ein Sohn. Dem Maurer Heinrich Müller eine Tochter, Elisabethe Margareche Juliane. Am 25. Dezember. Dem Kaufmann Friedrich Jung ein Sohn. Dem Kaufmann Karl Häuser eine Tochter, Elsa Regina Sophie. Dem Kaufmann Heinrich Friedrich Roth ein Sohn, Karl Walter. Dem Eisenbahntelegraphist Paul Neumann ein Sohn, Heinrich Wilhelm Albert. Am 26. Dezember. Dem Schmied Johannes Groß ein Sohn, Johannes Josef Wilhelm. Am 27. Dezember. Dem Gerber Hermann Höhn ein Sohn, Johann Anton. Dem Platzmeister Heinrich Westecker eine Tochter, Lisette Luise. Am 29. Dezember. Dem Artist Friedrich Jörg ein Sohn, Heimich. Gestorbene. Am 27. Dezember. Elise Bra:m, 9 Jahre 11 Monate alt, Tochter des Bremsers Johannes Andrea? Braun dahier. Am 28. Dezember. Marie Elise Müller, 78 Jahre alt, Rentnerin dahier. Jakob Bamberger, 60 Jahre alt, Lcderhändler dahier. Am 31. Dezember. Heinrich Hattenhauer, 34 Jahre alt, Schneider dahier. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Sonntag nach Neujahr, den 4. Januar. Vorrmttags 9l/8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vorm:ttags 11 Uhr: Kindergottcsdienst für die Markusgemeinde. Pfarrer Scheunemann. Nachmittags 5 Uhr: Stehe Johanneskirche. Donnerstag den 8. Januar. Abends 8 Uhr in: unteren Konfirmandensaal, Kirchstr. 9, Bibel- slunde, Marc. 2. Pfarrer Scheunemann. In der Johanneskirche. Vormittags 91/« Uhr: Pfarrassistent Vogt. Vormittags 11 Uhr: Kindergottcsdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Ludwig Naumann aus Siefersheim. Am Sonntag, dem 4. Januar, abends 8 Uhr: Versammlung und biblische Besprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirch^ Montag den 5. Jannar, abends 8 Uhr: Sibel ft unbe tm Konfirmandensaale der Johanneskirche. Text Psalm 115. Pfarrer Euler. Nächstkünftigen Sonntag den 11. Januar: Feier des Landesmissionsfestes. An diesem Tage wird in beiden Kirchen eine Kollekte für die Heidenmiffion erhoben werden. ----- Krielkaflen der Redaktion. (Anonyme Auftagen bleiben unberücksichtigt.) W. W. Drei Stücke Würfelzucker haben denselben Nährwert wie en: Ei. Ob ein Ei in weich- oder hartgekochtem Zustande leichter verdaulich ist, können wir nicht sagen. Von einem Gelehrten wird behauptet, daß ein hart gekochtes Ei bester vom Körper ausgenommen wird. Sie und Andere bitten wir, Manuskripte, die für btt Redaktion bestimmt sind, immer nur auf einer Seite zu beschreiben. „Braunschweig". Ueber den Stapellauf des ^.:n:enschiffs „Braunschweig" lesen ivir in der Zeitschrift „Ueberall": „Am 20. Dezember, dem Tage der Flottmachung der „Wittelsbach" lief auf der Kruppschen Germaniawerft der Neubau "ft von Stapel und erhielt den Namen „Braunschweig". Den Taufakt, welchem der Prinz und die Prinzessin Heimich, Udrmral von Köster, Admiral von Tirpitz, eine große Anzahl anderer hoher Oifiziere, sowie das Direktorium der Kruppschen rv m beiwohnten, vollzog der Prinzregent von Braunschweig. L>:e „Braunschweig" bildet bekanntlich den ersten schwimmenden Vertreter unseres neuen Linienschiffs-Typs, welcher, wie wir be- • ausführlicher erörtert haben, einen ganz bedeutenden Fortschritt im Vergleiche zu unseren anderen Linienschtffen darstellt. ±cr Uebersicht halber seren hier noch einmal die Konstrukttons- Angaben zusammengefaßt: Länge 121,5 Meter, Breite 22,5 Meter, Tiefgang 7,6 Meter: Deplacement 13 200 Tons. Es sind drei dreifache Expansionsmaschinen vorhanden, welche als Höchstleistung 16 000 ind. Pferdekräfte entwickeln und dem Schiffe dann eine Fahrtgeschwindigkeit von 18 Seemeilen in der Stunde geben sollen. °1®r, st: eingeschaltet mit Rücksicht auf die vielfach verbreiteten falschen Angaben, daß das Schiff 19 Knoten laufen solle oder aber, baß man wegen ber schweren Gewichte ber Panzerung netge- brungen ficb mit einer solchen von 18 habe begnügen müssen, daß d:e Geschwindigkeit von 18 Knoten mit reiflicher Ueberlegnng als ausreichend erkannt worben ist. Wir glauben aber annehmen zu können, baß diese 18 Knoter: Leistung nicht nur die sogenannte Probefahrt-Geschwindigkeit darstellt, welche meist in der Praxis überhaupt nicht ober aber nur aus ganz kurze Zeit erreicht wird, sondern eine solche, welche während längerer Dauer eingehalten wird. Den prakttschcn Beweis hierfür können erst die Probefahrten liefern. Von den vierzehn Keffeln sind sechs Cylinderkeffel, acht Wasterrohrkeffel System Schultz. Der normale Kohlenvorrat beträgt 700 TonS und kann durch die Zuladung auf 1600 TonS erhöht werden. Dazu kommen noch 200 TonS flüssiges Heizmaterial. Die Armierung setzt sich zusammen aus vier 28-Zenttmeter Länge 40, vierzehn 17-ZenttmeterLänge 40, davon zehn tn der Kasematte und vier in Einzeltürmen darüber, zwölf 8,8-Zenttmeter Länge 35 mit Schutzscktlden, sämtlich Schnellladekanonen; ferner zwölf 3,7-Zenttmeter-Maschinenkanonen, acht 8,8-Millimeter-Maschtnen- gewehre und endlich sechs 45-Zenttmeter-Torpedo-AuSstoßrobre> davon fünf unter Wasser und nur das Heckrohr über Wasser. Der das Schiff umgebende Gürtelpanzer besitzt im mittleren Telle eine Stärke von 225 Millimeter und verjüngt sich nach dem Ende bis auf 100 Millimeter. Der Citadellenpanzer ist 140 Millimeter, der der Kastematte 150 Millimeter stark. Die schweren Türme besitzen eine Stärke von 280, die der 17-Zenttmeter-Geschütze eine solche von 170 Millimeter. Die Besatzung beläuft sich auf 660 Köpfe." WM- Verlobte "WG verlangen von ber Darmstädter Möbel-Fabrik, Darmstadt, Offerte nebst Katalog imb Preisliste. 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Mvltke ist der Mann der vornehmen Ruhe, Bisprarck der leidenschaftliche Politiker; jener die Sache kühl erwägend, dieser immer fest die Personen anfassend. Selbst innerhalb des Generalstabes ist der Kamps entbrannt, weil es Bismarck versteht, die Menschen zu bestechen und zu beherrschen. König und Krvn- prmz sind höchst unglücklich über Hefen Konflikt, haben aber keine Mittel, ihn beizulegen. Versailles 25. 1. 71. „Nun sind doch schon ein gute# Stück weiter; 2e- tDar gestern amüsant, wie sich die Wett mit der hiesigen Tätt'gleit von Jules Favre beschäftigte. Der eine wußte dies, der andere jenes, die eigentlich Wissenden aber spielten Versteckens mtt ihren Kenntnissen. Um 12 Uhr mittags war ich bei Bismarck und wurde eingeweiht; um fünf war Diner beim König, der die Diskretion selbst war; auch der Kronprinz war furchtbar zurückhaltend, und heitt früh fand Mvttke nur schwer die Sprache. Morgen oder übermorgen wird Favre zurückkommen und alle Zungen lösen. Ich habe Gelegenheit gehabt, Bismarck in der Mion 5u sehen, und muß sagen, daß ich die Energie seiner Anschauungen und Handlungen bewundere. Eigentümlich war, daß er bei allen entscheidenden Verhandlungen ängstlich jede Person von seiner Sette entfernte, wo er nicht gerade, wie in meinem Fall, eines technischen Beirates bedurfte. Er faß' ganz allein dem Gegner gegenüber und zerzauste chn. Der Vorzug ist, daß die Verhandlungen rasch von statten gehen, der Nachteil, daß das Sttpulierte ost doch auslcgbar bleibt. Da muß dann die Gewalt die «Entscheidung geben." .Versailles, 2. 2. 71. _ „Verhandlungen zwischen Favre und Bismarck find unausgesetzt im Gange. Män sieht, wie tausendfach die Berührungen sind- die das in Frankreich erwachende Leben überall hervorruft. Ich muß gestehe::, daß id). es jetzt schon sehr vernünftig finde, wenn Bismarck das Verhandeln als seine unbedingte Domäne in Anspruch nimmt und alles und Mar gmrz allem abmacht. Gewiß erregt er so allgemeines Mißvergnügen bei Attlitär und Zivil, aber je mehr Menschen sich in solche Sachen mischen, je mehr ^wollen sich wichtig machen und um so mehr Zett wird vertrödelt. Die kleinen Eitelkeiten aber süid die niederträchtigsten, und' manch einer wird es ihm sein Leben lang nicht vergessen, daß er jetzt nicht zu Rate gezogen wttd." Versailles^, 4. 2. 71. „Tie großen Dinge sind immer die Früchte von Kompromissen ganz entgegengesetzter Meinungen und Interessen, folglich passen sie dem einzelnen nie ganz. Aber glaube mir, wenn wtt jetzt Paris nicht knechten, so wie Napoleon einst Berlin, so handeln wir unter den gegebenen Verhältnissen nur weise, und vor allem sichern wir uns die Mögttchkett, daß aus dem Waffenstittstand der Friede wird. Hier macht man Bismarck allein verantwortlich, und es finden sich eine ganze Menge Menschen, die sich bestreben, die Macht dieses^ großen Tyrannen auf ein Minimum zu reduzieren; das wirkliche allgenreine Friedensbedürfnis wird schlieWch auch auf unserer Seite das Einsehen erleichtern." Versailles, 13. 2. 71. „Manteuffel hat vorzüglich manövriert, aber er kam nicht an den Feind und ist deshalb trotz der schönen Erfolge fein HÄd geworden; er wird auch aus diesem Feldzuge ohne Popularität zurückkehren. Fransecki dagegen hat sich wie 1866 als famoser und zuverlässiger Soldat gezeigt. Werder ist augenblicklich der große Mann für das Volk, wie Falckenstein 1866. Belforts^ Fall mutz aHe Tage erwartet werden, man verhandelt hier um die Einstellung der Feindseligketten, . da Belfort allein vom Waffenstillstand ausgeschlossen ist. Als ich dann nach Haus fam, fand ich die FranAofen: bei mir mtt 2 Millionen Franken, deren Abnahme nnd)' bis 6i/2 Uhr in Anspruch nahm: sie haben nur Banknoten und große Wechsel zur Stelle gebracht, müssen aber, um den Bestimmungen des Wass en still stand es zu genügen, 50 Millionen in Gold zahlen, die erst von außen kommen unb noch nicht heran sind. Morgen wird die erste Zahlung in Gold erfolgen. Zum Empfang der Wechsel ist Bleichroeder hierher kommittiert. Er geriet in spaßhafte Begeisterung über zwei Wechsel zu je zwei Millionen Thalern von Rothschild, zeigte sie mir wiederholt und ftagte mich, ob es wohl schöneres gäbe. Er war Feuer und Flamme dafür, so viel GeD auf so kleinem Zettel vereinigt zu sehen. Außer ihm hat man nock den Geheimrat Scheidtmann von der Seehandlung hierher geschickt. Er ist ein alter reicher Junggeselle, der viel von Rotwein versteht und die Langeweile und körperlicke Unbequemlichkeit des Geld- zählens dadurch zu überwinden sttebt, daß er plötzlich auf- springt und einige Freiübungen oder Zimmergymnastik vornimmt, wie Helmerding auf der Bichne. Er erzählte, er ziehe ein Paar Sttefel nur einmal in der Woche an und würde, da er nur drei Paar bei sich! habe, in Versailles! nicht viel ausgehen können. Wozu die Menschen alles Zeit haben! Herren von der stanzösiscken Kommission wahrten ehre -Wurde dadurch, daß keiner einen Bissen von meinem Frühstück annahm, waren aber sonst höftickn" An Gustav v. Rosenstiel-Gorgast. m. . t , Versailles, 18. 2. 71. „4uel angenehmer und erwärmender wie das Nachzählen der 200 Millionen ur wie Bleichroeders Entzücken über die Rothschildschen Wechsel ist es mir, wenn ich von Bismarck nad> Tische große Politik höre. Es war ein Meisterstück von ihm, daß er von dem Tage an, wo Favre anfing zu verhandeln, diesen zu stützen und zu heben suchte um das bestehende Gouvernement zu fertigen. Es gelang' Favre wurde eine Macht, Gambetta fiel daran, und wir haben jetzt die Nationalversammlung, die ein großes Maul Kel.Kabrtt, Dmmchadh bedeutendstes und gW Munds für alle Stünde, fertig, einschließlich Küche, ffi: Brautausl attungen N-Ios in Auswahl, Fowb >* yöniiQ «ttete. ""»H 'S $.ogt "ntt »-di.«, *U «fe : Januar: ■‘*>*5,Sä iiriMj"' * "»‘'«iHfitttg,) Li“ Prinzessin Heisch' B'ri,eme .große AM irertorhim der fttuppE id§ A schwimmend^ 'p-, welcher, wie wir be. SJ’q?" ganz bedeutenden erEn -mienschiffen darstellt, «mnal die Konstruktion-- Ater, Breite 22,5 Meter sind drei drei- als Höchstleistung ? Schiffe dann eine m der Ttunde geben sollen. M die vielfach verbreiteten mten lausen solle oder aber, lchte der Panzerung notge- habe begnügen müssen, daß lt reiflicher Ueberlegung als glauben aber annehmen zu g nicht mit die sogenannte welche meist in der Praxis R kurze Zeit erreicht wird, längerer Tmr eingehakten Können erst die Probefahrten smd sechs Lvlinderkrssel, acht er normale llohlenvorrat bt» Zuladung aus 1600 toni ep- M Jon? Wsüges Hehmatenal. iu? vier ^Zentimeter Länge davon zedii in btt Kasematte zwölf SF-Zentimetn Länge (CiMnonen; ferner ^wölf t 8Mllmete»Maschmen- meter-korpedo-AuSstoßrobre, beckohr über Wasser. Der. sitz! im mittleren Teile eine not sich nach dem Ende dimer ist 140 Millimeter, der & schweren Türme deschm metev-Eeschütze eine solche läuft sich auf 660 Köpfe.' mi-Brnbo® achte man nnonce. ____— meladfc___ genLgw, 50 Surfte 3*6 dp w tof ;S.A"S pWid> ““J* *5 'iiä iDte örtert »n **• einen Jftä? 18 2. n. .. .. wenn j. »fjt rt . rnl z 6s tvar eu -tzs.-rsZ ’ . 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ES können eingestellt werden: 1 Schuhmacher, 1 Bauschreiner für eine selbständiae Arbeit, 8 landwirtschaftliche Knechte, 8 Fubrknechte, 8 landwirtschaftliche Mägde, 1 Lauffrau, 5 Dienstmädchen, 1 Flickerin. Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schreiner, 1 Sattler, 1 Friseur, 1 Kaufmann. ES suchen Arbeit: 1 Bäcker, 1 Steinhauer, 1 Sattler, 2 Schlaffer, 1 Schmied, 6 Schreiner, 1 Schweizer, 4 HauSburschen, 5 Taglöhner, 4 Fuhrknechte, 2 Bureaugehilfen, 3 Dienstmädchen, 1 Waschfrau. Lehrlinge: 2 Kaufleute, 1 Schreiber. Ilce-Schule. Zie Schule begmt Montag freu 5. Januar. Der Unterricht im Bügeln und Kunstwaschen beginnt Mittwoch den 7. Januar. Anmeldungen nimmt entgegen 57 L. Moser, Höerleyrerin. ArchMer WiWmii. Die auf Montag den 5. l. Mts. angesagte Versammlung des Vereins muß wegen Erkrankung des Redners bis auf weiteres verschoben werden. 58 Gießen, 1. Januar 1903. Der Vorstand. Kunstverein. Das Kolossal-Gemälde von H. Koberstei«, Berlin: „1793", Szene aus der französischen Revolutionszeit, bleibt nur noch kurze Zeit ausgestellt. 178 kvtmira« GtsufVtrtii Die auf den 5. Januar angesetzte Probe fällt aus. Nächste Probe i Montag den 12. Januar 1903. 186 Der Vorstand. ^Bonbons mildem Russen ö7 Erna Irlich m den meisten APOTHEKEN u. DROGERIEN tstiser Z5.30.Mu.100 : Vorzüglich bewahrt bei H US TEN. HEISERN Et ä VERSCHLEIMUNG. StTTchh Giessen, Hauptdepot: Victoria-Drogerie, Ad. Bieler, Marktstrasse 5. Anerkannt bestes Mittel gegen W^njFhmeieiMlküremük. find Ik. Hölichs hygien. West-Mg-Schleil (patentiert in der ganzen Welt). Dieselben können auch als Prandsohlen vom Schuhmacher eingearbeitet werden. — Alleinvertreter für Gießen unb Umgegend: Wilh. 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Angebotformulare sind auf dem städtischen Tiefbauamt (Zimmer Nr. 6 des Bürger- meistereigebäudes) erhältlich, woselbst auch die verschlossenen Angebote abzugeben sind. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 2. Jan. 1903. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. 181 Fertige Särge, tannene und eichene, poliert, habe stets auf Lager und halte mich bei etwaigem Bedarf bestens empfohlen. 150 Justus Heck Schreinermeister, Asterweg 46. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Geschw.Aron Korsetten-Hans Seltersweg 89. GieSSCrt* Seltersweg 89. Wir empfehlen als letzte Neuheit: Frack- Korsetts (gerade Form), Reform- und Sport-Korsetts Gurt-Korsetts für Damen mit starkem Leib und Hüften Umstands- und Nähr-Korsetts nach ärztlicher Vorschrift Kinder-Korsetts und Geradehalter in allen Formen. 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Ich glaube aber nicht an seine Kraft, er ist alt und abgenutzt. In den allernächsten Tagen sollen die Grundlagen des Friedens sestgestellt und dann der Waffenstillstand abgeschlossen werden. Einigt man sich nicht, so beginnt der Krieg am 24. wieder. Sie können sich denken, wie in solcher Lage die leiterrden Geister angeregt sind, und daß ich das Glück habe, mit diesen augenblicklich in näherem Verkehr zu stehen, genügt schon, die hiesige Existenz angenehm zu machen. Dazu tritt dann freilich noch der Reiz der Gegend und das prachtvolle Wetter. Das Frühjahr erwacht, wir haben schon eine Reihe von Tagen über mittag 15 Grad im Schatten, und es ist ein wahrer Hochgenuß, die Luft zu atmen. Frankreich! ist ein schönes und reiches Land, es wird rasch die Folgen des Krieges überwinden, wenn das Volk nur in sich wieder zu Kräften kommt. Aber es gibt Stadien, wo das Fällen leichter ist wie das Aufstehen." Versailles, 26. 2. 7L „Heut in der letzten Stturde wird der Präliminarfrieden unterschrieben. Ich habe gestern die interessante Gelegenheit gehabt, eine ganze Welle den Verhandlungen Bismarcks mit Thiers und Favre beizuwohnen. Er war ganz allein und rief miay dazu, um in mllitärischen Fragen ein Lexikon zur Seite zu haben. Er hat sich ordentlich geschüttelt. Als er gleich beim Anfang mal hinaus- ging, öffnete Thiers das Fenster. Nur um etwas zu sagen, äußerte ich- daß es sehr heiß sei. Da rief Thiers: „Zumal, wenn man so bchandelr wird, wie wir." Tie beiden Franzosen waren ungeheuer wortreich und hielten auf jede Bemerkung oder Proposllion lange Reden. Endlich sagte Bismarck: , , w „Das geht nicht, damit kommen wir nicht vom Fleck. Ich muß Sie bitten, mir mit einfachen Gegenpropojllronen zu anllv orten." Thiers: ,M>er man muß sie doch begründen." Bismarck: „Nein, das müssen Sie mir schon zutrauen, daß ich die Gründe selbst erkenne. Ueberhauvt muß ich Sie ersuchen, Ihre Worte mehr in der Gewalt zu haben und sich verletzender Reden zu enchalten. Sie sind die Herren von Frankreich, und ganz unumschräntt. Ich dagegen bin an meine Instruktionen gebunden, an Ihnen also ist es, milder zu sein, während ich genöttgt bin, die Befehle meines Machtgebers stritte zu erfüllen. Sie wissen, daß wir Montag zu schießen anfangen, wenn wir bis dahin nicht ferttg sind, und diese Sprache werden Sie wohl verstehen. Wir sitzen heut schon sieben Stunden und werden nicht fertig, das verträgt meine Gesundhell nicht." — Me Franzosen wurden dieser Philippika gegenüber ganz Lein, und Zchiers rief ein über das anderemal: „Wer, Herr Graf, Herr Graf!" Endlich erklärten sie, sie könnten nicht mehr, und fuhren nach Hause. Heut sind sie wieder da und haben, wie mir mit geteilt wird, die Absicht, zu unterschreiben." Die armen Leute kommen nicht zum Mschluß, well Bismarck immer mehr Spezialitäten in den Präluninar-- vertrag bringt; er will mit den Franzosen ganz auseinander sein, ehe andere das Recht haben, die Nase hinein- zuftecken, und es wird ihm auch gelingen. Mese langen Kämpfe ganz allein müssen kolossale Kräfte in Anspruch nehmen, und er wird sich wieder krank machen; es ist aber sicher, daß er allem besser durchkommt." gilt neues Mittel gegen Epilepsie. Ter durch seine Organotherapie, das heißt, durch die Verwendung" spezifischer, in den verschiedenen Körperorganen enchaltenen Stoffe als spezifische Arzneimittel, rn wellen Kreisen bekannt gewordene Petersburger Prof. P^>ehl glaubt, in einem aus der Hirnsubstanz gewonnenen Substanz ,Cerebrin" ein Mittel gegen die leider sehr weit verbreitete Fallsucht (Epllepsie) gefunden zu haben. Herr Poehl hat auch neuerdings hierüber in einer Sitzung das,Greins für innere Äiedizin" berichtet. In der soeben aus- gegebenen Nr. 50 der „Ttsch. Mediz. Wochenschr." berichtet Herr Tr. Lion aus Tomaschow bei Samara (Rußland) über eine Anzahl günstig verlaufener Fälle. Ter Herausgeber der genannten Fachschrift, Herr Geheiurrat Professor Dr. Eulenburg, macht zu diesen immerhin doch beachtens werten Angaben folgende Bemerkungen: „Zu dem Aufsatze Lions möchte ich mir einige Bemerkungen erlauben, da ich, durch die Freundlichkell des Herrn Professors Dr. A v. Poehl sell etwas über einem .halben Jahre in die Lage gesetzt war, das „Cerebrin" bei Behandlung von Eplleptischen kurmähig zu verwerten. Allerdings ist bisher nur eine kleine Zahl (6, worunter 5 weibliche, 1 männlicher Epileptiker, im Mter zwischen 14 und 31 Jahren) lange genug behandett worden, um einigermaßen ein Urteil über die Wirkung des MllteM für diese Fälle wenigstens zu ermöglichen. Es handelt sich dabei durchweg um schwere, veraltete Fälle mit großen, zeitweise besonders gehäuften Msällen, bei denen die verschiedensten Formen der Brombehandlung (auch die Balintsche Bromopankur) aus die Tauer versagten oder wegen der damit verbundenen Unzuträg- lick)ketten wenigstens eine längere Aussetzung erforderlich machten. Das „Cerebrin" wurde teils innerlich, zu vier bis sechs Tabletten täglich, teils subkutan, zu ein bis zwei Kubikzentimeter auf einmal, an jedem zwellen Tage oder in beiden Darreichungsformen abwechselnd verabfolgt. Der allgemeine Eindruck war der, daß wir in dem „Cerebrin" ein Mittel haben, dem anscheinend eine gewisse Bedeutung für die Behandlung derartiger Epilepsiefälle nicht abzusprechen sein dürste, — wenn ich auch weder die überschwenglichen Hoffnungen Lions zu teilen noch mich seinen anderwellig publizierten klinischen Anschauungen über Epllepsie (Berl. Kk. Wochenschrift 1901, Nr. 51) anzuschließen vermag. Allerdings kamen in den von mir behandelten Fällen der „Cerebrintherapie" audy salzarme Diät und allgemein roborierende Methoden, hydrotheraveutische Prozeduren,, Gymnastik usw. stets zur Verwenoung. Ueble Mben- erscheinungen wurden bei der vorerwähnten Dosierung und Verabreichung bisher niemals beobachtet." Ein so erfahrener Kliniker wie Herr Professor (men/* bürg ist naturgemäß in seinen Aeußerungen über dre Wirkung des genannten Mtttels sehr vorsichtig, und mll einer noch gesteigerten Dosis dieser Vorsicht geben wrr von diesem Mtttel öffentliche Kenntnis. Möge es jrch bervahrenl Ermäßigte Preise. Ungekürztes Programm. Hauptaewinn 1 L 15000 „ 15000 1L 6000 fl Größte Auswahl iu eleganten und soliden Ba • il Gesellsclialis-Scliuteii in allen Preislagen. Ph. Weiler. N. Reiss <£> IranKfurter Schuytager, Wäusöurg 12. L 27 bei Deutsche 191 Der I. Lurrrwart. 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Der Gouveri lichen Häuptlingen der K der Wege in ihren Bezir Danaer wird ferner gerne Mullah Mohammed, mit der bisher gefangen gehal fteigelasfen und in Ran worden ist. Eine ander äußerte, er iämpfe nickt Besitz zu Mchmen. — maßregeln fort. Die Ar baber der äußeren Fort baten nach außen passü Eine weüere SZelb: Hofe des Sultans nahi scher, daß, wenn die il nehmen, der Sultan v Zemmur-Kabylen zur i Ausgabe seiner Neigun tungen alshüter de- dLrjle dcr Sultan mit m tchren, um bis zum äu Reuters Bureau in Regierung habe dem 9i gemeinsamen Borc Anzuschließen, vorgestelli Rochfort und hauptmar bÄ?' kW F bem abes Wt, der Negus habe d genommen, werde aber wartet, daß die mS Tru^ven^^^bntte Vormarsch ••ÄJ. ZE und Dru f Schalstr" e k-st rwelchenr «nKi.