Gchalpratze Mbrefle für Devejchem «u-etger Gießen, ^rrvlprcchanschluß Nr. 51. Nr. 357 Drlchetrrt tLgttch aufeet Sonntags Dem Äretzoner Anzeiger werden im Wechsel mit dem Keffischen Landwirt bte Siebener Familien- blätter viermal tn der Woche dergelegl. SlorattorrSdruct n. Verlag btt Brüh l'fchen llniverl^Bach- u.Stetw» btudem (Pietsch Erden) Zweites Matt. 153. Jahrgang Montag 3. November 1S03 Vezn gSpretSr © Z*Ü> O «onatlich7bM^viertel-. Gießener Anzeiger« ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Ai« herrtige Aluminer umfaßt 10 Seiten. Weodor Mommsen f. Ein Prwattelegramm aus Berlin meldet uns, daß Theodor Mornmfen am Sonntag früh 8% Uhr in Charlotten bürg gestorben ist. Theodor Mommsen hatte noch am 22. vorigen Monats jn voller geistiger Irische einer wissenschaftlichen Sitzung der Berliner Akademie beigewohnt. Kurz darauf war er schwer erkrankt. Am Freitag in den ersten Morgenstunden traf ihn ein Schlaganfall, der chm die linke Seite lähmte. Da der greise Gelehrte zugleich bewußtlos wurde, so hatten die behandelnden Aerzte (Mommsens Sohn und Geheimrat Dr. Volbbrth) nicht viel Hoffnung aus die Erhaltung des Lebens. Mommsen war am 30. November 1817 geboren, also dicht vor der Vollendung seines 86. Lebensjahres. Bereits seit einigen Monaten kränkelte er, jedoch ohne daß er sich veranlaßt sah, seine gewohnte schriftstellerische Tätigkeit zu unterbrechen. Jn den Jahren 1838—1843 hatte Mommsen in Kiel Rechts- und Geschichtswissenschaften studiert und lebte dann einige Zeit als Prioatlehrer in Altona. Nach wissenschaftlichen Reisen in Italien und Frankreich wurde er Redakteur der ,Schlesw.-Holst. Ztg." in Rendsburg. Im Herbst 1848 wurde er als außerordentlicher Professor der Rechte nach Leipzig berufen. Doch seine Teilnahme an den Ereignissen des „tollen Jahres" hatte schon 1849 seine Absetzung zur Folge. Er wandte sich nach der Schweiz und wurde 1852 ordentlicher Professor des römischen Rechts an der Universität Zürich. 1854 wurde er nach Breslau, 1858 nach Berlin berufen. 1874 wurde er ständiger Sekretär der königlichen Akademie der Wissenschaften. 1875—1882 gehörte er für den Wahlkreis Kottbus—Spremberg-Kalau dem preußischen Abgeordnetenhause, zunächst als Mitglied der Nationalliberalen, dann als einer der Führer der Liberalen Vereinigung an. Seine ersten literarischen Publikationen waren kleinere Studien zur römischen Geschichte. Als Mommsen nach Berlin kam, faßte die Akademie den Plan eines „Corpus in- scriptionum latinarum“, mit dessen Ausführung Mommsen und Henzen betraut wurden. Das Werk zählt heute ca. 20 Bände. Sein Hauptwerk ist die „Römische Geschichte", die zu den bedeutendsten Werken der neueren deutschen GeschichtZ- schreibung gehört und Mommsens Namen weltberühmt machte. Die Kunde vom Tode Mommsens erschüttert die gesittete Welt. Sein langes fruchtreiches Gelehrtenleben lang, in dem er allzeit nichts anderes sein wollte als „ein deutscher Professor", sodaß er alle ihm zugedachten Ehrentitel und Auszeichnungen stets abgelehnt hat, hat er den Kampf um die „voraussetzungslose Wissenschaft" geführt. Unvergessen bleiüt namentlich in Unrvecsitäts kreisen, aber oudji bei allen Liberalen sein vor ein paar Jahren geschriebener Brief über Universitätsunterricht und Konfession. Er sagte damals: „Es geht durch die deutschen Uni- versrtätskreise das Gefühl der Degradierung; unser Lebensnerv ist die voraussetzungslose Forschung, die nicht das findet, was sie nach Zweckerwäaungen und Rücksichtnahmen finden soll und finden möchte, was anderen außerhalb der Wissenschaft liegenden praktischen Zielen dient; sondern was Logisch und historisch dem gewissenhaften Forscher als das Richtige erscheint, in ein Wort zusammengefaßt: die Wahrhaftigkeit. Aus der Wahrhaftigkeit beruht unsere Selbstachtung, unsere Standesehre, unser Einfluß auf die Jugend. Auf ihr ruht die deutschen Wissenschaft, die das Ihrige beigetragen hat au der Größe und der Macht des deutschen Volkes. Wer daran rührt, der führt die Axt gegen den mächtigen Baum, in dessen Schatten und Schutz wir leben, dessen Früchte die Welt erfreuen. Ein solcher Axtschlag ist jede Anstellung eines Uni Vers itätslehrers, dessen ForschMgsjreihert Schranken gezogen werden." Diese Worte Mommsens sind so llar, so bündig, daß man begreift, wie eine große Reihe Professoren ihm ihre Zustimmung öffentlich aussprach. Auch die Gießener Prosessorenschaft gab eine solche öffentliche Erklärung ab. Mommsen hatte seine Ausführungen an die Besetzung der Straßburger Geschichtsprosessnr mit Dr. Spahn angeknüpst. Damals gaben elliche Berliner Professoren, an ihrer Spitze Schmoller, dem preuß. Ministerialdirektor Althofs, dem Urheber dieser Ernennung, ein „Tevotionsessen", wie es Mommsen nannte. Gegen Mommsen veröffentlichte damals Steward Houston Chamberlain einen Artikel. Ter greise Forscher lehnte es ab, aus diese persönlichen Angriffe zu erwidern. Er schrieb der „Boss. Ztg." mit der Heiterkeit, die seine Seele erfüllte: „Tie Unter,uchung über meine Altersschwäche überlasse ich doch wohl besser anderen Personen, zumal da ich gar nicht abgeneigt bin, dem Manne recht zu geben; man muß wohl ein alter Narr sein, um die Weltverbesserung zu betreiben." Und doch waren die Ausführungen Mommsens über die voraussetzungslose Forschung llar, jugendsrisch und schlagend. Mommsen hatte den Mut der Wahrhaftigkeit, offen auszusprechen: „Abgesehen von den theologischen Fakultäten ist der Konfessionalismus der Todfeind des Universitätswesens." Er kannte die Verhältnisse. Und sein Urteil sand neue Bestätigung in dem Augeirblick, wo er aus das Totenbett sank. Er konnte für seine „Weltverbesser- itr.g" keinen Erfolg mehr erhossen, so lange er lebte. Aber seine Arbeit wird nicht verloren sein, wenn auch die preuß. Generalsynode ihre Professorendebatte damit soeben geendet hat, daß sie mit allen, etwa 15 Stimmen, die Kombination der Anträge Manteusfel und v. d. Goltz annahm, dahingehend, ,pie Generalsynode habe mit Befriedigung gesehen, daß der Oberllrchenrat das hohe Interesse der Kirche bei Besetzung der theologischen Professuren würdige. Die Generalsynade gibt der Hoffnung Ausdruck, daß zu Professoren der Theologie nur Männer ernannt werden, welche im Glauben und Bekenntnis des Sohnes Gottes stehen." * • • Kurz vor Schluß der Redaktion erhalten wir noch folgendes Telegramm: Charlottenburg, 2. Nov. Der Kaiser sandte Frau Prof. Mommsen folgendes Beileidstelegramm: Mues Palais, 1. Nov. An Frau Prof. Dr. Mommsen, Charlottenburg. Schmerzlich bewegt durch Ihre Meldung vom Hinscheiden Ihres Gatten spreche ich Ihnen und den Hinterbliebene der Familie des Verewigten meine herzliche Tellnahme aus. Gott der Herr tröste Sie in Ihrem schweren Leide. Die ganze gebildete Welt nimmt Teil an Jl)rem Verluste; hat sie doch in dem Entschlafenen chren eten humanistischen Gelehrten, den Meister der römi- Geschichtssorschung und unübertrefflichen Organisator wissenschaftlicher Unternehmungen verloren. Was den Heimgegangenen aber mir besonders nahe gebracht hat, sind seine Verdienste um die Erforschung des Limes. In dankbarer Anerkennung seines Wirkens aus diesem Gebiete hatte ich bereits angeordnet, daß die Marmorbüste des großen Forschers von Künstlerhano gefertigt und aus der Saal- burg ausgestellt werde. Ich wollte ihn hierdurch zu seinem kurz bevorstehenden 60jährigen Doktorjubiläum eine Freude bereiten, jedoch hat er durch Gottes Ratschluß diesen Tag nicht mehr erleben sollen. Sein Bildnis aber wird der Nachwelt die Züge des sellenen Mannes überliefern, dessen Name für alle Zeiten ein Ehrenplatz in der Geschichte der deutschen Wissenschaft bllden wird. Gezeichnet Wilhelm R. — Vom Reichskanzler Grasen Bülow ging ebenfalls ein herzliches Beileidstelegramm rn seinem und seiner Frau Namen ein. Deutsches Reich. Berlin,!. Nov. Die Nachricht, KönigEduard habe Kaiser Wilhelm zu einer Besprechung der schwebenden Fragen nach London eingeladen und der Kaiser habe hierauf bereits geantwortet, wird als freie Erfindung bezeichnet. König Eduards Besuch in Berlin dürste kaum vor Frühjahr stattsinden. — Reichsbank präsidentDr. Koch feiert morgen sein 50jähriges Amtsjubiläum, da er am 2. November 1853 im Alter von wenig mehr als 19 Jahren als Auskultator dem Kreisgericht in Kvttbus zugeteilt wurde; mit 23 Jahren wurde er Gerichtsassessor, und 1862 erfolgte seine Ernennung zum Richter in Danzig. Hier hatte er zuerst Gelegenheit, sich als Schriftsteller auf dem Gebiete des Handels-, Konkurs- und Prozeßrechtes auszuzeichnen und 1865 wurde er an das Stadtgericht zu Berlin versetzt, und bald darauf als Schriftführer der Kommission zur Ausarbeitung des Entwurfs einer Zivilprozeßordnung für den Norddeutschen Bund beigeordnet. Aus dieser Tätigkeit entstand der Kommentar zur Zivilprozeßordnung, den er mit Struckmann zusammen verfaßt hat. Nach Beendigung der Arbeiten der Kommission wurde Koch in das preußische Hauptbankkuratorium berufen und 1871 zum Geh. Finanzrat, Hauptbank-Justitiar und Mitglied jener Behörde ernannt. 1887 wurde für Dr. Koch die Stellung eines Vizepräsidenten der Reichsbank neu geschaffen und 1890 rückte er als Nachfolger des verstorbenen Herrn v. Dechend zum Präsidenten der Reichsbank auf. (ä wurde bald darauf zum Kron-Syndikus, Mitglied des Herrenhauses und Wirkt Geheimen Rat mit dem Prädikat Exzellenz ernannt. Die juristischen Arbeiten Kochs haben ihm den Ruf eines der feinsten Juristen verschafft. — lieber die Ausgestaltung der Kanalvor- lä ge, die dem preuß. Landtage zugehen wird, liegen endgiltige Beschlüsse des Staatsministeriums noch nicht vor. Auf Grund eines Vortrages, den neulich Minister Budde dem Kaiser gehalten hat, wird die Vorlage einer neuen Umarbeitung unterzogen. Jn unterrich-- teten Kreisen wird angenommen, daß als erste Teilstrecke Feuilleton. Das erste Konzert der Saison 1903/04 brachte unserem musikalischen Publikum Genüsse von ganz besonderer Güte. Herr Musikdirektor Traut mann, der von dem Guten stets das Beste wählt und mit Vorliebe moderne Tondichtungen aufführt, ist auch gestern seinem Prinzip treu geblieben und hat drei hier nicht gehörte Novitäten den zahlreiche erschienenen Zuhörern geboten. Richard Strauß, dessen Symphonie in F-moll, opus 12, die Reihe der Vorträge eröffnete, wird überall, wo er als Komponist und als Dirigent auftritt, mit Recht der bedeutendste Donkünstler der Gegenwart genannt. Herr Musikdirektor Trautmann hat das sehr ansprechmde Wem mit voller Hingebung einstudiert und feierte damit, tote es nicht anders zu erwarten war, einen großen ^rrumph. In den einzelnen Sätzen lernten wir Strauß nicht nur .als großen Meister der Jnstrmnentatwn, sondern auch als einen Künstler kennen, der die musrkalychen Formen vollständig beherrscht und sich im ‘ührfbau seiner Symphonie als tüchtiger Contrapunktiter bewalM IM ersten Satz, Allegro ma non troppo, un poco maestoso beginnen gleich zu Anfang die Holzbläser mit dem Hauptthema, das im Weiteren von Instrumenten anderer Klangfarbe öfter wiederholt wird und im Verein mit erner Reihe von Nebenmelodieen in der geschmackvollen Instrumentation des Koniponisten dem ausmerrsamen Zuhörer ern herrliches musikalisches Bild entroUt Was von dem ersten Satz gesagt ist, kann im großen und ganzen auch von den drei folgenden „Scherzo presto — Andante cantabile — Fmale, Allegro assai, ruolto oppasionato gelten. Eine Zusammenstellung, die Strauß mit besonderer Vorliebe verwendet, ist das Ensemble von Streicherchor, Holzblaserii und Waldhörnern, das wundervoll klingt. Daß alle tue Schönheiten dieser F-moll-Shmphonie in hervorragender Weise zur Geltung kommen, ist in erster Linie das Verdienst des Lierrn Musikdirektors Trautmaim, der nichts unterlassen hat, die Ausführung zu einer vollkommenen zu gestalten o^che^e^i^nimer von Richard Wagner bearbeitete Ouvertüre zu „Iphigenie in Aulls", eine flott geschriebene und melodienreiche Komposition, die aber nach! dem Anhören der Symphonie keinen großen Eindruck machte. Einen wirkungsvollen pompösen Schluß bildete das Vorspiel zu: Die Dieistersinger von Nürnberg von Richard Wagner. Auck> hier gebührt der Dank stlr die tadellose Aufführung, in der die verschiedenen Anklänge an Szenen aus der Oper selbst in schönster Weise zur Geltung kamen, Herrii Musikdirektor Trautmann, der auch diese Tondichtung mit der ihm eigenen Genauigkeit einstudiert hat. Gleiches Lob gebührt neben dem verehrten Dirigenten der durch hiesige und auswärtige Künstler verstärkten Negimentsmusik, die durch verständnisvolles Eingehen auf die Intentionen ihres Führers viel zum guten Gelingen des Konzerts beigetragen hat. Als Gesangssolist war für den ursprimglich engagierten Baritonist Breitenfeld dessen Stimmkollege, Herr Kammersänger Weber von der Darmstädter 8)osoper, eingetreten, der mit dem Vörtrag von sieben Liedern der verschiedensten Stimmungen sich einen großen Erfolg erjang. Ein schöner, in allen Lagen wohlklingender Bariton, deutliche Textaussprache und große Fertigkeit im Atemholen waren die Hauptvvrzüge seines herrlichen Gesangs. Die Gesänge, die er sich zum Vortrag gewählt hatte, waren an erster Stelle nach der Synchhonie: „An die Musik" von Schubert; „Aus Deinen Augen fließen meine Lieder" von Rieß; „Der Hidalgo" von Schumann. Nach der Ouvertüre fang er an zweiter Stelle mit gesteigertem Erfolge die Lieder: „An die Nacht" von Lassen; „Dein Angesicht" von Schumann; „Zwei dunlle Augen" von de Haan und „Bald blick ich Dich wieder, mein Heimatschloß" — aus „Genoveva" von Schumann. Nach dem letzten Lied steigerte sich der Beifall des PubUllrms so sehr, daß sich der Künstler noch zu einer Zugabe: „Wenn ich in Deine Augen seh'" von Schumann, verstand. Vergessen darf übrigens nicht werden, daß auch Herr Trautmann nach der Symphonie durch dreimaligen Hervorruf ausgezeichnet wurde. Pr. — Die fünfte JahresauSstellung der Frank- sur ter Künstler wurde am 31. v. M. durch Bürgermeister Varrentrapp eröffnet. Sie enthält 144 Gemälde, 22 Bildhauerwerke und 8 Radierungen. Ter uns vorliegeirde geschmackvoll ausgestattete, reich illustrierte Katalog laßt auf eine sehr interessante, künstlerisch bedeutende Ausstellung schließen, deren Besuch wir unseren Lesern empfehlen. — Gerhart Hauptmann hat mit seinem neuen Schauspiel „Rose B e r n d" im Deutschen Theater zu Berlin einen starken Erfolg errungen. Im Wirttelpunll des Dramas steht ein schlesisches Aiädchen, das durch eine ^Verkettung von Schuld und schweren Schicksalsschlägen zum Kindesmord getrieben wird. Haupllnann verliert sich auch nicht ins Doktrinäre. Seine Gestalten smd festumrissen. Die Entwicklung des Dramas ist zwingeird, die Psychologie folgerichtig und der künstlerisch kraftvolle Wschluß hilft über Peinigendes hinweg. Die Ausführung des Deutschen Theaters war vortrefflich « — Die Erben des verstorbenen Staatsministers Dr. Johannes von Miquel beabsichtigen, die hinterlassenen Papiere ihres Vaters, seine Briefe und Auszeichnungen zu veröfsentlichen. Sie richten an alle, die Briefe von dem verstorbenen Minister besitzen, das Ersuchen, sie im Original oder in getreuer Abscyrift an Landrat v. Miquel in Rathenow einzusenden. Auch die Deutsche Verlagsanstalt in Stuttgart, in deren Verlag die Miquel- schen Menroiren erscheinen werden, ist zur Entgegennahme bezw. Weiterbeförderung von Manuskriptsendungen bereit Für zur Abschrift zeilloeilig überlassene Originalyandschrif- ten wird volle Gewähr geleistet und baldige Rücksendung zugesichert. Die Kunst des Jahres. Deutsche Kunstausstellungen 1903. (München, Verlagsanftalt F. Bruckmann.) Zum zweitenmal tritt die Verlagshandlung mit dieser Jahrespublikation vor die runstliebenden Kreise; das Werk gibt wiederum in übersichtlicher Form das Hervorragendste aus den diesjährigen Kunstausstellungen m vorzüglichen Reproduktionen wieder und bietet dadurch ein lebendiges Bild der fortschreitenden Entwicklung der Stuuft in diesem Jahre. Likör-Automa t auf deutsch Die Redaktion der „Lusllgen Blättev' hatte rin Preisausschreiben zur, Verdeutschung des Wortes Likör-Automat erlassen. Hterauf sind, wie uns ans Berlin mitgeteilt wird, einige sehr originelle Vorschläge eingelaufen. Den ersten Preis erhielt der Vorschlag „Geistreicher", dann folgten: „Stummer Budiker", „Schnapferchen", „Likaill", „Schnapskuh". Auch eine nicht preisgekrönte Berdeusichung )'ci hier in Kürze erwähnt: „Branntweinvonsilbstohnebedrenun gn ach einwur f- einesgeldstücksvertäussvorrichtung". Ausland. Wiedergeburt der hebräischen Sprache in den ßer falls freistehenden Verwaltungsgebäude. Sie ist nach den Entwürfen des Oberbaurats Klingelhösfer erbaut und vorläufig zur Ausnahme von 440 Siechen aus der Provinz Starkenburg eingerichtet. Darmstadt, 31. Okt. Heute fand in der Dornberger Fasanerie Hofjagd unter Teilnahme der hohen fürstlichen abgesandt. Y r. Eberstadt, 1. Nov. Nach und nach geht die Butzbach-Licher Bahn ihrer Vollendung entgegen. Wenn auch viele Wünsche unserer Gemeinde bei der Festlegung der Strecke unerfüllt geblieben sind, so erhofft man doch von der neuen Bahn einige Vorteile; darunter auch Ausnutzung der in unserer Gemarkung liegenden Salzquellen und Hebung der Braunkohlen, die sich hier vorfinden. Es haben bezüglich der Salzquellen bereits Verhandlungen stattgefunden, über deren Ergebnis aber noch wenig verlautet ist. R. B. Darmstadt, 1. Nov. Die russischen Maje- Schwimmbad 4280 Männer, darunter 908 zu 10 Pfg , 1171 Frauen, „ 251 „ 10 , Wannenbäder 1. Klasse 237 Männer, 70 Frauen, Aus Htaöl und Kund. Gießen, den 2. November 1903. sd. Darmstadt, 2. Nov. (Eigener Drahtbericht.) Das Zaarenpar, Graf Lamsdorfs und das russische Gefolge besuchten heute heute vormittag den aus Anlaß des Todestages des Zaren Alexander III. in der russischen Kapelle staUgehabten Gottesdienst. Danach hatte Graf Lamsdorfs mit dem heute nacht aus Paris zurückgekehrten ** Personalrichten. Der Kreisumtmaun bei dem Kreiöamt Darmstadt Dr. Nikolaus Reinhart wurde zum Kreisamtmann bei dem Kreisamt Bensheim; dec Mmiste- rialsekretär beim Ministerium des Innern Leopold von Werner zum Kreisamtmann bei dem Kreisamt Darmstadt;! der Kreisamtmann bei dem Kreisamt Büdingen Dr. ^Arl- helm Neid hart zum Ministerialsekretär bei dem Ministerium des Innern; der Kreisamtmann bei dem Kreisamt Erbach Dr. Wilhelm Bernd eck zum Kreisamtmann bei dem Kreisamt Büdingen; der Kreisamtniann bei dem Kreisamt Alsfeld Rudolf Langermann zum Kreisamtnrann bei dem Kreisamt Erbach; der Ministerialsekretär bei dem Ministerium des Innern Hermann von Bechtold zum zweiten Beamten bei der Invalidenversicherungs-Anstalt „Großherzogtum Hessen" unter Verleihung des Amtstitels Amtmann"; der zweite Beamte bei der Jnvalidenversrcher- ungs-Anstalt „Großherzogtum Hessen" Amtmann Dr. Hermann Stammler zum Ministerialsekretär bei dem Mini- , 2. „ 560 „ 401 „ Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 153 Männer und 12 Frauen, Brausebäder 1345 Männer unb 220 Frauen. Die Personenwage wurde von 240 Personen benutzt, das Bad von 6, Personen besichtigt. Klein-Linden, 1. Nov. Bei der Vorstandswahl des Turnvereins wurde der seitherige Vorsitzende, Brandenburger, zum 10. mal wieder gewählt, Turner Frei wurde zum 1., Turner W. Ufer zum 2. Turnwart und Turner Will zum Rechner gewählt. Schriftführer ist Jung, Kontrolleur Fr. Jung, Beisitzer Linker und Langsdorf. n. Queckborn, 1. Nov. Der hiesige Krie gerv erein beging heute unter Teilnahme einer Anzahl auswärtiger Brudervereine sein 25jähriges Jubiläum. Mittags gegen 2 Uhr begaben sich die Festteilnehmer nach einem Umzug i durch den Ort nach dem neuen Schulhause, wo die eigentliche Feier vor sich ging. Nach einer Begrüßung durch Herrn Jost hielt Regierungsrat Dr. Heinrichs-Gießen eine Ansprache und überbrachte die Glückwünsche der Großh. Regierung. Zum Schluß seiner tiefernsten Worte überreichte der Negierungsvertreter die von Sr. Majestät dem Kaiser gewidmete Fahnenschleife und schloß mit einem brausend aufgenommenen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Kgl. Hoh. den Großherzog. Nach einem Gesang der Schuljugend dankte der Präsident des Kriegervereins für die erhaltene Auszeichnung und gelobte im Namen seiner Vereinsmitglieder unwandelbare Treue zu Kaiser und Reich. Pfarrer Franz- Queckborn beleuchtete die Entstehung und Bedeutung der Kriegervereine und ermahnte die Mitglieder desselben, stets ihrer Devise „Mit Gott für Fürst und Vaterland" treu zu bleiben; sein am Schluß ausgebrachtes Hoch galt dem deutschen Vaterlande, worauf die Nationalhymne gesunden wurde. Nach Beendigung der Feier begaben sich die Festteilnehmer in den Gürn ersehen Saal, wo sich unter Musik, Gesang und Tanz ein echt kameradschaftliches Leben entwickelte. Hier überbrachte noch Herr Ranft die Glückwünsche des Bezirksveceins Grünberg, und auf Vorschlag des Herrn Jost wurden an S. M. den Kaiser, sowie Kgl. Hoh. den Großherzog Dank- und Ergebenheitstelegramme gcftern abend in der Turnhalle ab geh alten. Nachdem das Fest durch den Chor: „Schäfers Sonntagslied" ein geleitet worden war, überreichte Frl. Germann die von Mitgliedern des Vereins gestiftete Fahne unter Vortrag eines Prologs. „Wo man singt, da laß Dich ruhia nieder, böse Menschen haben keine Lieder", so begann Stadtverordneter Pirr die Festrede, in der er in kurzen markigen Worten hervorhob, wie sich der Verein gegründet und nach so kurzer Zeit seines Bestehens bereits in den Besitz einer Fahne gekommen sei. Sein dreifaches „Güt Heil", in das die Anwesenden kräftig einstimmten, galt dem weiteren Wachsen, Blühen und Gedeihen des Sängerchors. Herr Fr. Rumpf überreichte hierauf im Namen oes zweiten Tenors des Sängerchors einen Fahnennagel zur neuen Fahne. Was die Leistungen des Vereins anlangen, so herrschte allgemein die Ansicht, „ . , daß der noch junge Verein in jeder Beziehung seine Schul- *• Dr. Wallau bleibt in Lauterbach. Wir lesen digkeit getan hat. Die Chorgesänge, sowie die beiden Qnar- in der Darmst 3tq."* tette wurden unter Leitung des den eigentlichen Dirigenten Se" Kömcch Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst Musiklehrer Kasten vertretenden Musiklehrer Gern Hard geruht, 'am BL Oktober den Kreisrat des Kreises Lauterbach sehr schön zum Vortrag gebracht. Es war eine Lust, den Dr. Eduard Wallau unter Zurücknahme seiner Er» schöben Weisen zu folgen. Frl. Kratz, eine noch jugend- nennung zum Kreisrat des Kreises Bensheim aus ^che Sängerin, die durch einige Liedervorträge bei dem sein Nächsuchen in seiner bisherigen ien st- mitwirkte, erntete großen Beifall. Ihre sanft klingende stellung zu belassen, den Kreisamtmann bei dem wirkte überaus wohltuend. Auch die beiden Duette Bensheim Kurt Eckstein, unter Zurücknahme seiner Ernennung sm und & C Kaufmann) wurden ernt zum müchtigung Sr Kgl. Hoheit bcS Grobherzogs wurde der chors »erlief schon, und wohl alle Anwcsmden werden be- Kreisrat Kurt Eckst ein nut Versehuug derKreisratstelle zu Bens- friedigt den Saal verlassen haben. Nach dem Konzerte heim bis auf weiteres beauftragt. wurde von Jung und Alt bis zum frühen Morgen noch Wie uns von verschiedenen Seiten aus dem Vogelsberge fleißig getanzt. geschrieben wird, soll Kreisrat Dr. Wallau in einem ** Gießener Volks bad. Im Oktober wurden Immediatgesuch Se. Königl. Hoh. den Großh erzog 9449 Bäder verabreicht gegen 8597 im September 1903 und gebeten haben, ihn in seiner bisherig en Amts stelle zu 7590 im Oktober 1902 ober im Durchschnitt auf den belassen. Maßgebend für diese Bitte an höchster Stelle ganzen Badetag 291 Bäder gegen 307 im September 1902 soll vor allem der Grund gewesen fein, daß Kreisrat Wallau 261 im Oktober 1902. Der Besuch hat sich wie folgt befürchtete, es möchte mit seinem Weggänge der Aufschwung, verteilt: den die nationalliberale Partei mit Aufstellung seiner Kan- Schwimmbad 4280 Männer, darunter 908 zu 10 Pfg., letzten Jahrzehnten zu. Belgrad, 1. Nov. Hier zirkulieren Gerüchte, daß kn der Hofkanzlei Briefe ans dem Auslande eingelausen I sind, in welchen über eine Verschwörung gegen den König Mitteilung gemacyt wird. Die Verschwörer hätten beschlossen, den Konak nachts in Brand zu stecken. Peking, 1. Nov. Die chinesische Regierung ist wegen ; 'ungMukdens durch die Russen sehr beunruhigt.' Nach bei der Regierung ein gegangenen Meldungen besetzten 1500 Russen die Amtsgebäude, sperrten die Tore und vertrieben die chinesische Beamten. Tie chinesischen Befehlshaber in der Mandschurei haben gemessenen Befehl, in keiner Weise der russischen Regierung Widerstand zu leisten und alles zu tun, um Kollisionen au vermeiden. Die Umstände, die zur Wiederbesetzung Mukdens führten, sind folgende: Die Russen verwendeten einen Briganten als Ches einer irregulären Polizeitruppe, | bie sie in der AUmdschurei bilden. Die Chinesen verlangten wiederholt, Laß dieser ihnen übergeben werde. Vor kurzem kamen die Russen dem Verlangen nach. Der Brigant wurde von einem chinesischen Offizier ohne vorherige gerichtliche Untersuchung enthauptet.. h., Russen, daß der Offizr e r inner h a l b u n D ag e n hingerichtet würde, widrigenfalls Muldenbe. setzt wichde. Das chinesische Auswärtige Amt erbot sich, den Offizier zu verbannen und verhandelte darüber noch mit dem russischen Gesandten, als die Meldung einging, daß die Besetzung erfolgt sei. Wie verlautet, haben die Chinesen die von den Russen gesetzte Frist mißverstanden. Newyork, 1. Nov. Ein Gegenstück zum Frankfurter Arbeiterkongreß bietet die gestern tu Chicago erfolgte Gründung des Jndustriev ereins in Amerika. Derselbe will die Arbeitswilligen gegen den Terrorismus der Trades Unions schützen uni) den wirtschaftlichen Frieden zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf der Grundlage vollster Gerechtigkeit befördern. die Verbind'img des Dortmünd-EmS-Kanals' mit der Weser hergestellt wird. , . I c\n der letzten Sitzung der bereinigten Bwidesrats-! Ausschüsse für Handel und Verkehr und das Justizwesen ist die N0 v e 1 l e z n m Bö r s e n g e s e tz zu Ende beraten wor-1 den. Da verschiedene nicht unerhebliche Aendernngen an, dem im preußischen Handelsministerium ausgearbeiteten ] Entwurf seitens der Llusschüsse vorgenommen worden sind,^ so acht dieser zunächst an die Regierungen zur nochmaligen Begutachtung. In etwa 14 Tagen wird der Bundesrat sich mit der Vorlage beschäftigen bezw. sie verabschieden. Nach den jetzigen Bestimmungen gilt es als sicher, daß der Reichstag bei seinem Zusammentritt die Novelle zum Dörsenaesetz unter seinen Eingängen vorfinden wird. — Wie die „Tagt. Rundschau" aus bester Quelle erfahrt, Vaden die Ministerkonserenzen zu dem Beschlüsse geführt, Dor den Handels vertrügen keine Steuervorlage an den Reichstag gelangen zu lassen. ।— Zu der Nachricht, daß ein G e r i ch t s a s s e s s 0 r in Mllitsch auf Anordnung des Justizministers von seinem Kommissorium zur Verwaltung einer R i ch t e r st e l l e deshalb entbunden sei, weil er als Schöfsengerichtsvor- sitzender in einer wegen Verbreitung sozialdemokratischer Flugblätter verhandelten Strafsache die sozialdemokratische Partei als den anderen politischen Parteien gleichberechtigt erklärt habe, schreibt die „Nordd. Mg. Ztg-"- „Von dieser Geschichte ist, soweit sie das Justizministerium betrifft, nur das eine wahr, daß dasselbe auf den Antrag des Oberlandesgerichtspräsidenten die Abberufung des Gerichtsassessors verfügt hat, und well er mit dem Amtsrichter in Militsch in solche per,onliche Gegensätze geraten war, daß das weitere Zusammenwirken bei bciSen richterlichen Beamten an demselben Gericht untunlich erschicm Zugleich ist bei der Abberufung ange° ordnet worden, dast der'Gcrichtsassessor für andcrweite Kommissorien zunächst nicht in Aussicht genommen werden solle. Bon den übrigen in her ote nanonau.oerme Vuu« •«„««...« ....... ....... ^Karlsruhe, 31. Okt. Der den gestrigen Wahl- Befürchtung, die ihm von Seiten verschiedener Parteifreunde männer wählen zur halben Erneuerung des Landtags wiederholt ansgefprochen wurde. Man weiß in seinem Wahl- wurden Wahlmäuner gewählt für 25 Nationalliberale, 23 ^eise Herrn Dr. Wallau Dank dafür, daß er mit Hüitanfetzung Zentrmn, 6 Demokraten 2 Freisinnige,5 Sozialdemokraten, vielfacher Vorteile ein solches persönliches Opfer zu leistens 1 Konservativer und 1 Antisemit. bereit ist. — Se. Exz. der Herr Staatsminister soll den! München, 31. Okt. Der Prinzregent verlieh an- Dr. Wallaus bei Sr. Kgl. Hoh. dem Großherzog läßlich seines Namenstages mehrere Ordensdeko- As Verdienstordens der bayrischen Krone, dem Gesandten wurden an der Landes - Universität promoviert. Zum und bevollmächtigten Minister beim päpstlichen Stuhle, Dr. med.: Karl Ermes, approbierter Arzt aus Ehren- Freiherm v. Cetto das Großkreuz des Verdienstordens breitstem. Zum Dr. med. vet.: Fritz Tauchert, appro- vom Heiligen Michael, dem Ministerpräsidenten Freiherrn harter Tierarzt aus Pasewalk. Zum Dr. phiL: Friedrich von Podewils den Verdienstorden vom Heiligen Michael Tornau, Königl. Geologe und Bergreferendar aus Berlin, 4. Klasse und dem Kultusminister v. Wehnerden Verdienst- Heinrich Made, cand. math. aus Langen, Moses Fried- mdenvom^Helligen Nlichael. —--Ilündk'r^ cand. philos. aus Posen, Ludwig Ruhl, Lehr- ~ unb Alotte amtsakzessist aus Gießen, Willy Keiper, cand. ehern, und Dem &aaOft& d°s ReMmaiin-omts, Bizc-bmi- Assistent am phykal.sch-chemischen Labaratarium zu G'eßen ralw Ti rvitz wurde die Erlaubnis zur Anlegung des "Ernennung. Zum Komgl. preuß. Bcrgasiessor von S. K H. dem Großherzog von Hessen und bei wurde Herr Petri aus Gießen ernannt. Rhein'ihm verliehenen Großkreuzes mit der Krone des' - ----------h?™ Verdienstordens Philipps des Gvoßmütigen erteilt. 0 ** Philatelisten-Verein. Am Freitag abend wurde von Griechenland mit Gemahlin, der Minister des Aus- eTMefer Konaresses I im Cafö Ebel eine Sektion des internationalen Philatelisten- wärtigen, Graf Lamsdorff und die übrigen rußqchen Wurden- 'scblüssen betreib Ost- Vereins zu Dresden gegründet. Unter den Alitgliedern dieser träger wohnten demselben bei. russische ^iserpaar fuhr Äft'ikiü "Die Unterhaltuug wendet sich Ln dem Stand Sektion werden grötzere Briefmarken-Auswahlsendungen zirku- mittags 12.1» Uhr nut Exir°zug wied« nach Wo ssgar en der Unterhandlungen mit der Türke! und zum Schluß bet llC£eu und jedem Liebhaber dieses ichünen Sportes ist Ge- zurück. Den Nach, ttag orbrach en d,e Furs^-ten e • c < f ""---[eaenhed Geboten au billigen Preisen seine Sammlung zuNalls m Wolfvgarten, wohin pruig uno ^rinzepin vttgrößern. Allwöchentlich sollen fortan Sitzungen statt- Karl von Hösscn aus Cronbcrg zum Besuch getomnien waren, vergrößern, au.uuuj > , Nm Ilbend wohnten sämtliche fürstlichen Herrschaften der ' »Aus dem Bureau des Stadttheaters. In Erstaufführung von „Boccaccio" im Hoftheater bei - D:e der moraiacn 4. Dienstags-Abonncments-Vorstellung gelangt neue Pr o v i n z, alp flege a n sta lt zu Eberstadt ist, nch- Alt-^eidelbcrg" zur Darstellung. Die gestrige Auf. dem schon vor einigen Tagen eme Besichtigung des herrlichen führung° dieses Stückes in Marburg von Seiten unseres Per- Baues durch die Provmzlalbeamtcn und die Aus chußmit. onats wurde mit jubelndem Beifall ausgenommen. Besonders glicder stattgefundcn hatte, am 1. November °^i>eU °rosf die Studcntensienen mit ihrem Jarbcnreichlum, sowie die und in Betrieb genommen worden, ^te Anstalt besteht in neue effektvolle Dekoration des zweiten und fünften Aktes zwei ifPT^ ben übten große Wirkung aus. — Freitag den 6. November gelangt Friedr. Hebbels bürgerliches Trauerspiel „Maria >Magdalena" mit Herrn Linzen und Fräulein Hohl in den Hauptrollen zur einmaligen Aufführung. ** Ornnibusver tohr. Infolge Fertigstellung der Kaualisatiousardeiten auf dem Sellersweg fahren die Wagen der Linie B. (Bahlihof-Grünbergerftraße- nicht wie seither durch, die Südanlage, sondern Seltersweg, Sonnenstraße, Neuenbäne, Gartenstraße. — Die Wagen der Linie A. (Bahn- y hofstraße-Ntarburgerstraße) Verkehren nach wie vor durch Daraufhin verlmigten die die Bahnhofstraße. ' " c r - 1 ** Das 2. Stiftungsfest des San ger chors desTurn Vereins, verbunden mit Fahnenweihe, wurde London, 31. Okt. Aus Tientsin wird tyom1 31. Okt. berichtet: Die dritte Rate der von China an die Vereinigten Staaten von Amerika zu entrichtenden Kriegsentschädigung wurde heute an den amerikanischen Bevollmächtigten gezahlt, sodaß mit Einschluß der beiden früheru Abschlagszahlungen 75 Prozent der Gesamtfumme bezahlt sind. Die Zahlung der übrigen 25 Prozent ist für Dezember m Aussicht gestellt. England erhielt bisher nur 50 Prozent der ihm zustehenden Summe und bekommt mog- llcherweise weitere 10 Prozent im Januar. Die Verzöger- img in den Zahlungen beeinträchtigt das Gefchastsleben am hiesigen Platze sehr. Parrs,,3l. Oft. Der Berwaftungsr-ck der Arbeiter- , börse beschloß die VeUvaltung des Äellen-Vermittelung^- c-^Em des Innern; der Regierungsassessor Rudolf Muel- Bureaus dem AllgemeinenAr'beiter-Verbande zu übergeben. I g en zum Kreisamtmann ccuannt. Durchs Ent- Hierdurch wird die Lage bedeutMd ernster. Der General- ^oßh. Ministeriums des Innern wurde der! verband der französischen fiudizierten Arbeiter umfaßl: die ^isamtmann Mueller bis auf weiteres mit Wahr-! meisten Syndikate des Muzen Landes, sodaß durch einen ! foer Stelle eines MinisterialsekretärS bei dem I Beschluß desselben die ganze französische ^beiter-i Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirt- slchait zum Aus st an de veranlaßt werden konnte. Handel und Gewerbe beauftragt. — S. K. H. der R om, 1. Nov. Der P a p st empfing ^ute den Maler ^oßherzog haben den ordentlichen Professor des Maschinen- Lippay, der em von ihm gemaltes Bild des PM^es uber-der Technischen Hochschule zu Darmstadt tzrch reichte. Der Papst beauftragte den Maler, drei Bilder sein Nachfuchen aus dem Staatsdienst ent- anzusertigen, die für den deut scheu Kais er, den Kaiser! Der Lehrer an der Oberrealschule zu Offenbach von Oesterreich und den Kaiser von Rußland bestirrrmt^ind ^^drich Goes wurde auf sein Nachsuchen unter An- unb demnächst durch besondere papslliche Delegierte aber- o.xonnuna seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhe- Pracht werden sollen. , , r, . ftanb bericht Ebenso der Lehrer an der Oberrealschule zu gegenüber den un s a glichen Leid en vieier^zuoeu' T - - - geradezu als Pflicht der Stammesßenossen betrachtet werden müsse, an deren Erlösung mitzuarbeiten und erkundigte sich nach den Verhandlungen des Baseler Kongresses. namentlich eingehend nach den Bes^^"'"^ ri(,frptfa Telephonischer fiCursbencht . 26.80 do. . 155.40 . 165.30 . 143.80 . 16.90 . 190.50 . 239.30 . 190.00 . 199JC . 101.85 . 90.95 . 102.00 . 90.80 . 100.30 . 100.20 . 102.10 100.00 . 100.10 . 103.00 . 53.40 . 39.40 . 37.30 3^/g Mexikaner . . 41/gVo Chinesen . «. Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd , . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatebahn . Lombarden .. . Gottharabahn . . . Laurahütto . . . . Bochum . . « » . do Hessen Harpenef Tendenz : schwächer. . 91.95 . 112.75 . 105.90 . 213.00 . 195.90 . 146.10 100 Kg. ab hier. m ... c , tc. Frankfurt a. M., 2. Noo. (Telegr. Orig^-Bericht des »Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 467 Ochsen, 192 aus Oestreich, 54 Butten, 0 aus Oestreich, 751 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oestreich, 206 Kälber, 483 Schafe und Hammel, 2 Qual. 67—69 Dill, 3. Qual. 62—65 Mk.; Bullen l.Quall 66 bis 68 Mk., 2. Qual. 63—65 Mk.; Kühe 1. Qual. 65—67 Mk., 2.Qual. 61-63 SJIL, 3. Qual. 51—53 Mk, 4. QuaL 48—50 Mk., b. Quctt. 00—00 Mk. Kälber: 1. Qualität 85—88 Pfg., Lebendgewicht 52-54 Pf., ~ v ‘ mc]., Schlacht- Briefkasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben rmberückfichtigt.) W. M. Der Schlußsatz Ihrer lokalen Mitteilung gehört ht den Inseratenteil. Arbeiterbewegung. Vilba'o, 31. Oft. Ter Ausstand der Grubenarbeiter Die Arbeit wird am Dlontag wieder ausgenommen Neueste Meldungen. Origmaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Darmstadt, 2. Nov. Der „Darmst. Ztg." zufolge wurde dem Präsieenten des Reichsbankdirektoriums, Koch, vom Großherzog das Großkreuz des Philippsordens verliehen. Berlin, 2. Nov. Ueber die letzten Todesstunden Theodor Mommsens wird berichtet, daß der Tod fast unmerklich eintrat. Gegen 9% Uhr konnten die Aerzte das Hinscheiden konstatieren. Bereits gestern liefen im Laufe des Tages eine ungeheure Anzahl von Beileids-Kundgebungen em. Das Begräbnis findet wahrscheinlich erst am Donnerstag oder Freitag statt, da der Kultusminister, mehrere hohe Beamte des Kultusministeriums, sowie eine Reihe von Berliner Professoren, die der Trauerseier beiwohnen werden, am Mittwoch bei der Ginweihung der Akademie in Posen Hporl. K.-B. Darmstadt, 1. Nov. Der Hessis che Reiter» Verein hielt heute nachmittag bei prächtigem Wetter ferne Herbstrennen aus dem Weilerstädter Exerzierplätze ab. Die Rennen nahmen einen nornialen Verlauf: 1. Pallad-Wiesen-Jago- reimeit für vierjährige und ältere Pierde, 3500 Nieter, gewann Lt Bueks vierjähr. br. Sllue „Arlesienne". 2. Hunter-Jagdrennen, 3000 Nieter, Erster Hauptrnann Frhrn. v. Wangenheims K^F.- Stute „Nioranu''. 3. Weiterstädter Jagdrennen für Chargen- und Dieiislpserde, im Besitz und geritten von aktiven Offizieren, 2500 Nieter, Erster Lt. Sioltes schiv.°br. Stute »Hexe". 4. Schenck- Niemordal, 4000 Meier, Erster O.-Lt. v. Schmelzing u. Warnsteins br. Wallach /Wodan". M arfte. fc. Frankfurt a. M., 2. Nov. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise: Weizen Wik. 16.25—00.00, Kurhessischer Mk. 16.50—00.00, La Plata Mk. 17.00-18.00, Kansas Nik. 17.00-18.00, Roggen (hiesiger) Mark 13.25—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.25—15.50, tfranfen- felfcer 16,00—16,25, Reifer OT. 13.00—13.75, SKaiS pW. 12.50 ^.7^ Weizenmehl 0 Mk. 25.75—26.25, 2. Qualität Mk. 23.7o bis Mk. 24.25, 3. Qualität Nik. 21.75-22.25, Sü)tzgeiunehl 0 Mk. 22.00—22.50,1. Qualität Mk. 19.25—20.25, Weizenklete Mk. 8.7o bis Mk. 0.00, Koggenkleie Mk. 9.75-10.25, Maiskeime Mk 10L5 bis Mk. 9.00, Franken, Psälzer, Ried 9)l£. 00.00—OOOA Alles per Vermischtes. * Köln 31 Oft Gestern abend entstand ün neuen i Stadttheater während der Aufführung des zwerten^ Aktes .von „Tannhäuser" auf der Buhne F e n e r. Unter dem Publikum brach eine Panik aus, jedoch gelnug es dem । auf der Buhne erscheinenden Regisseur, d-cW Publikum zu beruhigen, da die Brandwache das Feueö unterdessen gelöscht hatte. Alsdann tonnte die Vorstellung ihren Fort- aang nehmen. — Als vormittags der Eigentümer des hier ankernden sogenannten „Krebsgartens" mit drei Gehtlsen mittelst eines Kahnes sich auf einen rn Fahrt befindlichen Schlepper begeben wollten, schlug der Kahn um; wahrend es zweien gelang, sich zu retten, ertranken der Kcebsmeister und ein Gehilfe. Beide fmd verheiratet und luuterlassen mehrere Kinder. , , , * Dessau, L 'Nov. Ein Wächter des Wach- und Schließinftituts hat in der Nacht in der Frredrichstraße emen Mann überrascht, welcher ln em Grundstuü widerrechtlich eingeschlichen ha ^edessen sand eme Ortsbesichtigung statt. Es n < uur Fuß emd rucke, sondern auch an den Qtee rn ^t--l'en gesunden, dre Zaren entsprechen. Frankfurt a. M„ 31. Oktt Für die Landtagswahl haben jetzt sämtliche Parteien ihre Vorbereitungen getroffen. Die Nationalliberalen haben den Privatier Ludwig Grüder und den Lehrer Ed. Martell als Kandidat aufgestellt, die Demokraten und Freisinnigen die bisherigen Landtagsabgg. Fabrikant Funck und Redakteur ^O eser, die Sozialdemokraten den Redakteur Dr. Quarck kund den Maurer Hüttmann. Das Zentrum hat sich Äber seine Stellungnahme noch nicht geäußert; es dürste für! die nationalliberalen Kandidaten stimmen. Frankfurt a. Mr, 1. Nov. Heute vormittag wurde xnf dem Frankfurter Friedhöfe ein Den km al für den vor etwa 2 Jahren hier verstorbenen Landtagsabg. Karl Sänger feierlich enthüllt. Namens des Dentmalskomitees sprach der zweite Stadtverordnetenvorsteher Dr. Rößler. Für die Familie antwortete Oberlehrer Dr. Velde. Ferner sprachen die Landtagsabgg. Oeser und Funck namens der deutschen Volksp-artei bezw. der Fortschrittspartei. Zahlreiche Kränze wurden niedergelegt. Das Denkmal zeigt aus granitnem Sockel die lebensgroße Büste Sängers. Marburg, 1. Nov. Vom Theaterverein schreibt man der „Hess. Landesztg.": Die sechs Gastvorstellungen des Theatervereins haben in erster Linie den Zweck gehabt, das Zustandekommen des Städtebundtheaters überhaupt zu ermöglichen. Sie werden daher in dieser Zahl und Form in späteren Jahren nicht wiederholt werden. Zu- gleich aber sollten sie dem kunstsinnigen Publikum der Genuß besonders guter Stücke und Darstellungen bieten. Wenn diese Bestrebungen keinen Anklang im Marburger Publikum fänden,, so wäre das sehr bedauerlich und würde wahrscheinlich dahm! führen, daß Gäste im nächsten Jahre hier nicht herangezogen werden könnten. Der Verein eröffnet daher noch einmal das Abonnement für die übrigen fünf Vorstellungen mit derselben Preisermäßigung wie bisher. Auch kann jeder Abonnent Dutzendkarten zum gleichen Preise hinzunehmen. Die nächste Aufführung am 9. November bringt „Glück im Winkel" von Sudermann mit dem 1. Heldendarsteller des Frankfurter Schauspiels, Herrn Kirch. Danach ist u. a. „Der Erbförfter" und das neueste Sudermann'sche Stuck geplant. Kassel 31. Okt. Als vergangene Nacht der 2.55 Uhr früh hier fällige Schnellzug 101 grantfuct-GWn- Kassel sich dem hiesigen Bahnhof näherte, flog plötzlich, dte Glasscheibe des Wagensensters zertrümmernd, em Stern von der Größe eines Hühnereies in den Packwagen hmem, gluck- licheriveise ohne jemand zu verletzen. Generaraoiurunren yreomes beim Zaren eine längere i Audienz. Offenbach, 30. Okt. Nntei dem Vorsitz der Landes- i Vorsitzenden, Durchs. Fürstin zu Erbach-Schönberg, ’ Prinzessin von Battenberg, fand gestern die diesjährige i Land es kon ferenz des Vereins der „Freundinnen junger Mädchen" im Festfaale des Großen Kollegs unter reger Beteiligung hiesiger und auswärtiger Damen statt. Pfarrer Palmer-Offenbach, der die Konferenz im Namen der Landesvorsitzenden um 11 Uhr vormittags eröffnete und die Verhandlungen leitete, hob in einigen einleitenden Worten hervor, daß der Verein auf dem Boden des positiven, lebendigen Christentums stehe. Es sprachen Pfarrer Dr. Hager-Osfenbach und Frau Prälat Walz-Darmstadt über die allgemeinen Ziele des Vereins, worauf die Berichte der einzelnen Lokalvorsteherinnen fvlgten. Für Offeirbach berichtete Frau Pfarrer Hardt, für Atainz Frau Präsident Lippold, ttir Wornts Frau Baronin o. Heyl, für Darmstadt Frl. A ch t el st ä t t e r. Aus Gießen berichtet, wie wir der ,^Dfsenb. Ztg." entnehmen, eine Dame, daß dort schon jahrelang der Sonntagsverein segensreich wirtt. Frau Provinzialdirektor Breidert, welche von Darnrstadt her viel Erfahrung besitze, wolle sich der Freundinnensache in Zukunft ganz besonders widmen. Die Frau Vorsitzende stellte im Anschluß daran in Aussicht, daß der Verein das nächstemal jedenfalls nach Gießen kommen werde. — Nachmittags hielt Frau Rat Jrmischer-Augsburg einen Vortrag über „Stellenvermittelung und M-ädchenheim", woran sich eine Diskussion knüpfte. Mainz, 30. Okt. Die Militärbehörde hat heute infolge eines 1899 abgeschlossenen Verttages die Schloßtäserne, die Flachsmarktkaserne und das Reicheklarakloster offiziell der Stadt in Eigentum übergeben. Mit der Niederlegung dieser bedeutenden Gebäulichkeiten wird noch im Lause dieses Winters — es dürsten dies Notstandsarbeiten geben — begonnen werden. Wiesbaden, 1. November. Am 8. November, dem Tage der Ankunft des Kaisers Wilhelm, ist im Hoftheater, anscheinend mit besonderer Rücksicht auf den Kaiser, I Einakter-Abend. Es wird gegeben: Lauffs ,Adlerflug", Meine Königin", sowie „Die Meisterschüsfel" von Henzen. Am 4. November, dem Tage des Zarenbesuches, wird „Oberon" aufgeführt. — Das Truppenaufgebot zur Spalierbildung am 4. November bei der Begegnung des Zaren mit dem deutschen Kaiser ist recht stark. Ungerechnet die besondere kriegsstarke Kompagnie- und Eskadron-Deputation werden sechs Infanterie-Regimenter zusammengezogen werden. Ein Hauptkontingent stellt Mainz. Ferner sind beteiligt Frankfurt, Homburg, Gießen, Paderborn und Berlin, letzteres mit der Ehrenkompagnie des Kaiser Alexander-Gardegrenadier- Regiments. Die Einquartierungs- und Verpflegungskosten fallen der Stadt Wiesbaden zu. Die Sicherheitsmaßregeln sollen, wie versichert wird, dem persönlichen Wunsche des -n £ Ä BMI SM «91stölltcü^utr^dle Neugeborenen nur Obenneyer's Herbn-Seüe gebrauchen. ii . nndsein, spröde, auiqckmingcne, rußige, wunde Haut und txlu;c.H.ici)läßc sofortige Htlf. Zu tza.en ui allen Apotheken Lrogen und Parfümerien. 695t euer» Die Anmeldung der Konfirmanden aus der s Markus gemeinde wolle man vornehmen am Donners- ' tag und Freitag, den 5. und 6. November, redesmal nachmittags von 3 bis Vr7 Uhr, bei dem neu ernannten Pfarrer Schwabe, und zwar im Pfarrhaus, Südanlage 8. »Ä es Aj/Neichte ' die ein biTöN -ng |Ä 'e beiden Elchen !&* ÄsÄ tzr-e W-r; aus den yptember 1902 klch wie folgt ^0 Frauen, 401 zusammen ^45 Männer de von 240 Ver. schigt er Ntecaty Ilhende, Äranden- uwer Krei wurde ’ört und Turner r ist L. Jung, Langsdorf, ^riegerverein M auswärtiger in. Mittags gegen ach einem Umzug , wo die eigent- ißung durch Herrn - Gießen eine Alter Großh. Regie- ? überreizte der dem Kaiser ge- 1 brausend auf- ifer und Se.AK. der C>chulMnd für die echattene cVereinsmttglieder Pamr Franz- ib Bedeutung der ter desselben, stets d Vaterland treu ,tes Hoch galt dem talhymne gesunden aben sich # 5^ 0 sich unter Mu,tk, rck° ent- Ranft bit d anf B-qchlag des jtr, f* s‘ i * entgegen. ®enn d'elMeSungd man doch ”onb® \ Ausnutzung w llen und HebM Es habens gen aU.teU\ i’ t fnb bei* ^°chW°issg«"" in tt)=alerh? jfl, n* 6bet|1° « . ugung ’ i nb üf.na kN und/Ä den Sie ‘I1 h„ut und ° . tnbet9eI ■ °vt ;Ct darauf Hinweisen, daß ein Mann die Stakete überklettert hat Größere Bedeutung gewinnt der Vorgang dadurch, daß er sich! auf dempomHofkapellmeisterMikvrey bewohnten Grundstücke abgespielt hat, und daß dre von dem Wächter gegebene Personalbeschreibung des Mrbekann- ten aus den Opernsanger Kienlechner paßt; ja, der Wäckster hat bei der Gegenüberstellung Kienlechner mrt ziemlicher Bestimmcheit als den bezeichnet, welchen erl am Mikoreyschen Hause traf. Kienlechner stellt dres in Abrede und will sein Alibi nachweisen. Das gegen chn vorliegende Material war aber ausreichend, um feine | Verhaftung gerechtfertigt erscheinen zu lassen. Dem> so gewalttätig veranlagten Sänger ist übrigens zur Ber- meioung von Skandalen alsbald nach dem von uns schon mitgetellten abscheulichen Renkontre an der Post der Zutritt zum Hoftheater und der Aufenthalt im Rayon des Theaters von der Polizeibehöroe untersagt worden. Hierin dürste der Schlüssel des nächtlichen Vorfalles zu suchen fein. Kienlechner ist nach Hinterlegung einer Kaution von 10000 Mark aus der Haft entlassen worden. * Göttingen, 30. Olt. Im Steinbruch bei Dransfeld verunglückten die Arbeiter Hesecke und 5)enze beim Sprengen der Felswand. Letzterer, Vater von fünf Kindern, war sofort tot. * Hamburg, 1. Nov. Dre Plane für den neuen Hauptbahnhof sind mit der zustimmenden Unterschrift des Kaisers verjehen hier eingetroffen. Die Fassaden bähen eine völlige Umarbeitung erfahren. Breslau, L Nov. Bei Ausschachttrngsarbeiten zwischen Trebniq und Rudelsdors stieß man auf ein großes!^ beendet. Die Arbeit wird am Dwntag wieder ausgenommen Gräberfeld Es gelang, 30 Gräber mit größtenteils werden. Tie Hauptbedingung für die Wtederauinahme der Arbeit ’* d- s«t>» - ““ oder 1100 nach Ehr. Geb. v ------—--------- - * Heilbronn, 31. Okt. Großes Aussehen erregte die Verhaftung der beiden angesehenen Inhaber t>er| ,Heilbronner Nahrungsmittelsabrik von Otto u.i Kaiser, Hermann Otto und Karl Kaiser, dre wegen um-, fangreicher Betrügereien, begangen durch Nahrungsmrttel- fälschung, erfolgt ist. Die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft hat eine auswärtige Militärverwaltung erstattet. Das Geschäft wurde vor etwa 8 Jahren gegründet und hatte einen schönen Aufschwung genommen. ♦ München, 1. Nov. Vom Nordsüdexpreßzug, der wegen Ueberschwemmungen in Südtirol nachts mit dreieinhalbstündiger Verspätung hier eintraf, geriet auf dem hiesigen Zentralbahnhof der Gasbehälter des Schlafwagens bei Erneuerung des Gasvorrates in Brand. Die Reisenden und das Gepäck wurden sosott in anderen Wagen unterge- v --------------------- c....... bracht. Der brennende Wagen wurde losgekoppelt. Der 1507 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmev. Bezahtt Brand wurde durch herbeigeeilte Berussfeuerwehr gelöscht, wurde stir 100 Psurw Schlachtgewicht: ^sw l.QualrtM 72—73^ Um 2 Uhr setzte der Zug die Fahtt fort. * Rom, 2. Nov. Im Vatikan brach' gestern abend in den Wohnräumen des Bibliothekars Feuer aus. Als, es den Bediensteten nicht gelang, das Feuer zu lojchen, 2, CLuaL 71—so Psg., Lebendgewicht 46—48 Pfg., Schlacht- lvurde die Feuerwehr gerufen. Alsbald eilten auch der 61—64 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 68—70 Pfg.,. Unterstaatssekretär des Innern Ronchetti, Bürgermeister ^ual. 58-00 Pfg., 3. Qual. 00-00 Psg.;Schweme 1. Quall Fürst Colonna und andere herbei. Im Vatikan herrschte 56-00 Pfg„ Lebendgew. 44 Pfg. 2.Qual. 55-00 Pfg^ebendgewicht große Besorgnis, besonders wegen der Büch,er und Manu- 43—00 Pfg., 3. Qual. 46—48 Psg., Lebendgewicht 00—00 Psg. jkripte in den der Brandstätte nahe gelegen en,Sälen. Um! Geschäft: gut; Ueberpand^unbe^ in,——■ — - II1/2 Uhr war das Feuer gelöscht. Wie versichert wird, Evangelische Gemeinde. sind keine Verluste an Kunstgegenständ en usw. Montag, den 2. November,, abends 8 Uhr: Bibelftund^ zu bellaaen. Der Papst war sofort benachrrchttgt worden. im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Jak. 1, 1-8. Die Ursache ist unbekannt. I Psarrer Euler. * Newy vrk, L 9tov. In einem großen Mietshause der 11. Avenue brach heute ftüh ein großes Feuer« aus. 25 Personen, meist Italiener, kamen ums, Leben. Viele erlitten Verletzungen. Der Brand währte nur 20 Minuten. Im Souterrain ist anscheinend infolge lvon Brandsttstung das Feuer ausgebrochen und dichte Rauchwolken erfüllten schnell das ganze Haus, welches besonders stark gefüllt war, da infolge von Allerheiligen viele Famllienfestlichketten arrangiert waren, namentliche Gesellschaftsspiele für junge Leute. Es gab entsetzliche Szenen. Die Frauen kamen fast alle auf die Feuernotlettern, sodaß ihre Rettung unschwer war. Indessen gab es. unter den Männern furtbare Kämpfe um den Vortritt, sodaß an einem Ausgang zu einer Leiter fünf dicht zusammengedrängt waren, welche augenscheinlich bis rn den Tod gekämpft hatten. Die Feuerwehr rettete 60 Personen,! hauptsächlich mittels Sprungnetz. * New York, 31. Okt. Unweit Indianapolis kollidrerte ein Spezialzug mit 1300 Stu d ent en, die zu einem Fußballspel fuhren, mit einem Arbeitszug. Zehn Studenten sind tot, 20 schwer verletzt ** Hochwasser in Italien und Tirol. Zahlreiche Nachrichten melden starke Wasserschäden aus Tirol. Der Verkehr der Südbahn nach Verona ist unterbrochen, wett das Hochwasser bei Rovereto den Bahndamm zerstört hat. Die Meldungen über Schäden, welche 5-ochwasser in ganz Ober- und Mttelttalien angerichM hat, lauten entsetzlich Weite Strecken Landes und zahlreiche Ortschaften sind überschwemmt. Viele Menschen sind ums Leben ge ko mm em Infolge Ueberschwemmungen wurden aus dem Bahnhofe von Chiaton zwei Züge abgeschnitten. Arbeiter und Ingenieure begaben sich alsbald auf Kähnen nach dem Bahnhof. Die Züge können nicht wettersahrem Zu Schaden ift niemand gekommen. Es regnet andauernd. zugegen sein müssen. Breslau, 2, Nov. Die Strafkammer verutteilte den Rittergutsbesitzer Rudolf König, jetzt in Groß- Lichterfelde, zu einem Jahre Gefängnis bei sofortiger Verhaftung. König hatte in der Nacht zum 23. Mai einem Fabrikbesitzer, mit dem er verschiedene Lokale besucht hatte- Ibre Brieftasche mit 7500 Mk. Inhalt gestohlen. VDETlUjlbHUlL Newvork, 2. Nov. DieZahl der bei dem großen Münster i. W„ 30, Okt. Vor der hiesigen Straskammer $ b der 11. Avenue Getöteten beläuft sich auf 55 JÄ’-Ä Ä neben zahlreichen Verletzten. Man glaubt, daß das Jener Angeklagt war der hiesige Buchhändler Seiling wegen auf ein Verbrechen zurückzusühren seu Beleidigung des Leite rsderBonnerUnjversitäts- ~ ~' r 11 Frauenklinik, Geheimrats Prof. Dr. F r i t f ch, dreier Assistenz- '____ ärzle und zweier Schwefiern vom Roten Kreuz. FrauSeiling! 31/ c/ü Reichsanieihe war im Juni in der Klinik von Gehelmrat FrUsch wegen eines 80, do. Unterleibsleidens operiert worden. Auf mehrere telegraphlsche 131/o/f Konsols . Anfragen über das Befinden seiner Frau erhielt Seiling ferne Antwort; eine solche traf erst am Abend um 10 V, Uhr ein. Als öi/i$ü/8 Seiling am nächstfolgenden Sonntag nach Bonn reiste und Geheinr-151/ % Oberhessen . . rat Fritsch wegen der Nichtbeanrwortung der telegraphischen An- oesterr. Goldrente . fragen befragte, sagte dieser : „S re verrückte rM e n s ch, wie | Oesterr. Silberrente können Sie von mir verlangen, daß ich alle 5 Diinuten Ihnen \±y,0 Ungar. Goldrente , zur Verfügung stehen soll?" Als am folgenden Sonntag Setting .. Italien. Rente . . wieder seme Frau besuchte, klagte diese über mangelhafte 41% Portugiesen . . Beköstigung. Der Angeklagte hat auch Blutungen bet seiner ,, ‘ orty»iesen. . . . j Frau wahrgenommen und der Zkrankenwärtertn Dttttetlung davon \1% c< Türken . . . gemacht; aber erst abends sei nach geseh en worden, vub lül.kcnlo8O......14160 es mußten die gerissenen Wundnähte wieder genaht werden. An. 4o/q UrlöOh, Monopol.-Anl. 44.00 nächsten Tage starb dieFrau. Setting war überzeugt, dag der^, % äunsere Arxentteer —.— Tod d u r ch Vernachlässigung ersolat sei. Er schrieb m diesem Sinne einen beleidigenden Brief an Prof. Frilfch und kmh drgte in einem Prospekt eine Broschüre über die Krankenpfiege m der Bonner Frauenklinik an. Tas Kultusmmiftermm beriet il;n ■ nad) Berlin und dort soll Aiinisterialdtrektor Althofs dte Ent- fernungvonzweibesondersderVernachläsfigung > geziehener Schwestern in Aussicht gestellt hab^»; einE von diesen ist auch ausgeschieden. Es sind ^ne ^on Zeugen vernommen worden, die zumtetl ebenfalls Beschwerden über die Beköstigung und üoer Unfreundllchkett der Pflegertnnen äußerten. Das Gericht verurteilte Setltng zu 100 Acark Geldstrafe, da für ihn nicht der Wahrheitsbeweis für seme Behauptung gelungen sei, daß die Aerzte und das Pflegepersonal den Tod seiner Frau verschuldet hätten, und dav in der Sy mit Verhältnisse herrschten, welche unbedingt abgesdiasst werden^mußten. ^lniverltlüls-Uachrichteu. — Der ordentliche Professor des Nlasdiilienbaues an der Technischen Hochsck)uke zu Darmstadt, Heinrich Krauß, wurde 1 aui sein Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassem^ Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigst geliebte, teure Mutter we ■ Giessen, Butzbach, den 1. November 1903. 8199 Die Beerdigung findet in Butzbach Dienstag den 3. November, nachmittags 4 Uhr, statt. M M 8 W ■ ' . ...... Bi© ti©ftrau®rnc3on Sw&s®» r Todes-Anzeige -E " ff—5.' H i im 52. Lebensjahre nach kurzem, schwerem, mit tiefster Geduld getragenem Leiden heute morgen 2% Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stilles Beileid bitten W i, schwerem Krankenlager mit der Teilnahme hi anzeigen. i, Cöln a. 8205 von wir Verwandten, Freunden und Bekannten den 1. November 1903. Alter von 22 Jahren, rig Schultheis Schultheis. -lief nach wiederholtem, und Schwester Die Beerdigung findet Dienstag den 3. November, na der Kapelle des alten Friedhofes aus Im Namen der Hinterbliebenen Heinrich Schmidt, Wlumeutcntnachtt. Gießen, den 1. November 1903, 8210 Heute abend entschlief nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Die Beerdigung findet am Mittwoch den 4. November, nachmittags 2 Uhr, in Braunfels vom Friedhof aus statt. M 'W W- W W W M MW !■ ■ W ■ ■ W 11 I Hrtsgeweröeverein. Nächster DisZussionsabend Mittwoch, 4. November, im Nestaurant Feidel. Besprechungen: Die Sterbekasie, Jahresbericht der Großherzogl. Fabrikinspektionen rc. 8212 Zu zahlreicher Beteiligung ladet ein Der Vorstand. Bmafeolz (Abfattholz) der Ztr. Mk. 1.20, stets zu haben. 7174 Aug. Helfenbein, Zimmerrneister, Schottstraße 19. Wik». MWM grotzart. Neuheit. Preist, grat. 7os8 Ad. Arras, Mannheim 50. Versteigerung. Dienstag den 3. Nod. d. I., nachmittags 3 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: i vollständige Ladeneinrichtung, bestehend in großer und kleiner Theke, Fischs Eiskasten, Eisschrank, 3 Waagen mit Gewichten und Hackklotz, 1 Gasofen, 1 Break, 1 Buffet und verschiedene andere Möbel sowie 35 buchene Bohlen. 8209] Born, Gerichtsvollzieher. 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