‘Nrail Itt “I 2029 hkstWl ttte 0. B. 0, o« Gegenwart, ßükl)UW ende nahine- frei '^lwuch \ sm. JJ48 Mfi-™ Eat° und * °uch für inieri iv— UBtll 1 ^eht^- nsefedeTO’ ?£$> rH°- e,ilclbelbltle« Ähg*» Wdr Ss»E8 '°ckh°n,^'>°h°"ig, nr :c' «"Mt [6879 i. Häuser, nbcuteich. DQOQqqq tize Särge, d eichene, poliert, habe ^ger und halte mich gem Bedarf bestens empfohlen. 6861 ;usHeck eiltet, tytertvcß 46. OOOOOOfl 'äffet itjtättbet tanttö^e KrMhobel « Kohlerum Neustadt 12. lelatwurst »sie Gothaer 7819 nil Fischbach. trat Sncfmarkk», tone, Lallt, Kongo, Korea, toi"., Slam, Sudan-c.- ^««< -* —----7 05311 Erstes Blatt. 153. Jahrgang Ami§- und AnzeigeNaLI für den Kreis Gießen GSB5 eben Nr. 357 Erscheint täglich außer Sonntags. L)em Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit bem hessischen Landwirt die Gießener Zamilien»> blattet viermal in der Woche delgelegt. ^totatronSdruck u. Verlag dn Brühl'schen llnioers^Buch- u.Etein- druckerettPlelsch Erben) Nedatrwm Lrpedittoa unb Druckerei: Schulflrutze 7. Adresse für Depeschenr ««Letger Gtetzen. ^ernl prechanichlußAr.51. Montag 3. November 1903 veHNgsprer», monatlich 75 Ps^ viertele iäbrlich Mt. L.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6d Pf.; durch Mauberetm aus der Kaiserstadt. (Nachdruck verboten.) Das neueste Kindertheater. — Neue Wochenschriften. — berliner Pflaster einst und jetzt. Die Jagd nach Neuem auf allen Gebieten hört nicht auf in der Metropole der Intelligenz Müde der ewigen dramatisierten Kindermärchen, die sich an Unwahrscheinlichkeit und AusstattungIprunk überbieten, hat man jetzt einen großen Sprung in ein anderes Gebiet gewagt, in das der Tiersabeln und zwar einfachster Art. Denn ein dramatisierter „Reinecke Fuchs" wäre vielleicht noch schlimmer als „Khalif Storch' oder „Rumpelstilzchen". Man ist zu den schlichten kleinen Geschichten zurückgekehrt, in denen sich Hunde und Katzen über ihre Lebensweise, chre Vorzüge und Fehler unterhalten und durch einen drastischen Zwu- schensall illustrieren, man hört einen Dialog zwischen Kanarienvogel und Sperling, belausch einen Kaffeeklatsch mit Tanz bei der Hausmaus und wohnt einer Besserungsszene a la Struwelpeter bei, die in Kasperletheatermanier dargestellt wird. Dazwischen füllt ein Kinder- Quartett die Berwandlungspausen mit der Jugend bekannten Melodien, und eine Märchengruppe singt lustige Künd er lieber. Wenn man den Beifall des jungen Audi- ^riums als Maßstab nehmen darf, so war alles in allem ausgezeichnet. Die Zwischenrufe der ungenierten Kleinsten verrieten eine innige Anteilnahme; die Begleller, deneln glänzende Kinderaugen und fröhlicher Enthusiasmus auch ein Schauspiel sind, kamen gleichfalls auf ihre Rechnung. So ist es wohl möglich^ txch auf diesem Wege, aus diesen Ansängen heraus, sich noch, eine lebendige Kinderkunst zu entwickeln vermag, die in ihren erziehlichen Wirkungen die bisher üblichen „Kindervorstellungen" vortellhaft übertrifft, wenn man überhaupt diese Jahrgänge, die sich von den ersten Pumphöschen bis zum Eintritt in die Sexta etwa — an den jungen Herren der Schöpfung gemessen — erstrecken, in ein Theater lassen will. Eine direkte Not- wendigkell möchte kaum vorliegen. Für die Zwölsjährlgen sängt aber diese Kost schon an, etwas zu W nachdem Blloer- buch zu fchmecken, wenn man sich sein goldenes Kindergemut nicht ganz unberührt und naiv erhalten hat. Und das pflegt in Berlin wie anderswo selten genug vorzukvnunen, was aber, nebenbei bemerkt, nicht etwa an den Kindern liegt! Giehener Anzeiger " General-Anzeiger Datums entlehnt, und dann eine Reihe von Anzeigen, die sich in anständige Blätter nicht gern hineindrängen, bilden den Inhalt dieses Groschenschunds, der leider mehr Abnehmer findet, als für die Geschmacksbildung des Berliner Publikums ersprießlich wäre. Dann kommen Blätter, die sich ernsthafter geben möchten, moderne Auswüchse des Gro-ßstadtlebens geißeln wollen, satirische Streiflichter auf die Gesellschaft blitzen lassen: aber es ist meist ellel Flunkerei, und das Rezept heißt: Sensation um jeden Preis! Dahin gehören „Pikanterien", „Spitzen" u. a. Einen guten Anlauf hat der Plauderer des „Kleinen Journals", Leon Leidiger, mit seinen Mvchenhesten „Der Roland von Berlin" genommen, der in geistvoller Weise allerlei Torheiten des großen Spreebabels zu Leibe geht und daneben auch ernsthaften 'Themen und dichterisch feinsinnigen Großftadt- novelletteu weiten Spielraum gewährt. Ob er Glück hat, muß die Zukunft lehren. Es ist zu viel, was der Tag gebiert und verschillngt auf diesem Gebiete im Bereiche des Berliner Pflasters, das eigentlich kein Pflaster mehr ist, sondern mehr und mehr dem Asphaltguß hat weichen müssen. Freillch weiter draußen int Runden und Osten, vor allem in den Vororten, kann man noch Studien machen, die ein Bild davon geben, wie es vordem war. Es existiert ein „Schattenriß" von Berlin aus dem Jahre 1788, in dem der etwas taüelsreuüige Verfasser erzählt, daß man sich in den Berliner Straßen zuweilen nicht „vor schnell- fahrenden Wagen, Kot und Gossen hüten" körrne, und besonders die „hohen Auffahrten vor den Häusern", auch in der Leipziger Straße, rügt, Noch schlimmer erscheinen ihm die steinernen Treppen, die zu den Haustüren hinaufführen und den Fußgänger alle Augenblicke zwingen, auf den haben und im „Residenz-Tl)eater" französische Unfrtten- komödien genießen können, ohne noch rot zu werden, sorgt in jüngster Zeit in erstaunlicher Vielfältigkeit der Zeitschriftenmarkt. Es ist fabelhaft, was die Händler an den Bordsteigen der Friedrichstraße im Laufe einer Saison an neugeborenen Zeitschriften anpreisen. Unglaublich Mele Nickel werden da Tag für Tag an eine jammervoll-llägliche, zweideutige Lesekost verschwendet, die bald als „Tip-top" oder „Sekt" oder „Schwerenöter" denselben trivialen Zu- schnitt zeigen. Schlecht verhüllte galante Abenteuer, wo- nröglich mit ein paar lüsternen Abbildungen dazu, in einem pikant sein sollenden Stlle erzählt, ein paar sogenannte Wiße, aewöhnlich aus den „Wiener Karikaturen" älleren Bier-BekeunlnlS. Ich habe in Bonn und in Breslau studiert, In Halle nnd Göttingelt 'rumvegetiert, ^ch hab' mich in Würzburg umhergelrieben, In Jena und Stiel Salamander gerieben, Ich hab mich in Rostock unb Straßburg berauscht, In Marburg und München die Schilder vertauscht, In Tübingen, Freiburg, Heidelberg, Gießen Und Leipzig tonnt ich mein Dasein gelüeßen Und immer aufs neue hab' ich eMdeckl, Daß Kulmbacher doch am bestell mir schmeckt! Da bin ich in meinen »reiferen Jahren Zum weiteren Studium nach Kulmbach gefahren, Wo keine einzige Fakultät Dem ernsteren Studium im Wege steht, Und heule studier' ich in Uulmbach vom Faß Und pfeif’ auf die Universitas! (Aus der Gaudeamus-Rumme? der „Lustia^u Blätter"- Volilische Wochenschau. Wer nicht an unheilbarer politischer Schwarzseherei leidet, der mußte in manchem Ereignis der vergangenen Woche einen frohen Sonnenblick ernt politischen Himmel Deutschlands erkennen. Es ist wahrlich nicht dankbar genug zu begrüßen, wenn die günstige Entwicklung un- erer wirtschaftlichen Verhältnisse so ununterbrochen wie gegenwärtig anhält, während aus fast allen übrigen Ländern, voran aus dem vielbeneideten Amerika und aus Frankreich und England, von Arbeiterentlassungen, von andauernden Verschlechterungen des Arbeitsmarktes berichtet wird. Dieses erfteuliche Bild wird vergoldet durch das günstige politische Anzeichen, das man in der für den 4. d. M. bevorstehenden Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Zaren in Wiesbaden zu erkennen hat, der am Tage darauf der Gegenbesuch Kaiser Wilhelms in Schloß Wolfs gart en folgt. Diese beiden Entree vuen, die schon durch die Teilnahme unseres Großherzogs einen besonders fteundschastlichen Charakter er* halten, sind als ein Entgegenkommen von russischer Seite gegenüber dem Deutschen Reiche aufzufassen. Dre Anregung ist vom Zaren, also auf hessischjem Boden ausge> gangen, und Rußland braucht die deutsche Freundschaft augenblicklich dringender angesichts seiner Riesenpläne int fernen Osten, als wir, die wir ja allerdings, wie das erst neuerdings der Geograph der Gießener Universität, Prof. Dr. Sievers, in einer lesenswerten Broschüre ausführte, auch mannigfache Vorteile daraus ziehen können. Gerade damals, als sich der heftigste Widerstand gegen das russische Vorgehen in der Mandschurei, in Japan und England erhob, als beide Mächte ein Bündnis gegen die russischen Pläne schlossen, damals träumte man tm der Themse den schönen Jdealgedanken des nordischen Poeten Björnson von einem all germanischen Bündnis nach, und hoffte auf den deutschen Widerstand gegen die russische Besetzung der Mandschurei. Da hat denn die kluge deutsche Erklärung, wir hätten an der Lösung der Mandschureiftage im russischen oder englischen Sinne kein Interesse, die Sachlage mit einem Schlage verändert. Dus wird heute aus russischer Seite so rückhaltlos anerkannt, daß man bemüht ist, sich für den Verlaus der Angelegenheit die wertvolle Neutrale tüt Deutschlands weiter zu sichern, ja man glaubt wohl sogar aus eine Unterstützung von (eiten Deutschlands rechnen zu können. „Moskowski Wjedomosti", ein einflußreiches russisches Blatt, das mit aufrichtiger Freude die bevorstehende Kaiserzusammenkunft begrüßt, sprich^ das offen aus, indem es sagt: „Trotz der bestehenden Gruppierung der Mächte fand deren Annäherung statt, welche sowohl die europäische als die asiatische Politik beeinflußt. Das Verdienst daran kommt in bedeutendem Maße Deutschland zu, welches streng den Standpunkt vertritt, daß die Mand- fchurei in die Interessensphäre Rußlands gehört. Zweifellos fördert Deutschland auch zukünftig die friedliche Polittk Rußlands im fernen Osten. Solck)e Politik ist auch für Deutschland vorteilhaft, weil sich seinem Handel in der russischen Mandschurei ein ebenso weites Absatzgebiet eröffnet wie im europäischen Rußland. Gute Beziehungen zu Rußland brachten Deutschland immer Vorteil und erleichterten ihm in kritischen Augenblicken das Herauskommen aus einer wegliche. Machtinseln der Kulturstaaten auf remdem Meere nebeneinander kreisen, Grüße austauschen, und gemeinsame Aufgaben erfilllen. Wie aber schvn nach nüchterner Rechtsanschauung die deutschen Krieasschtfse chwimmende Gebietsteile des Reiches sind, so gelten sie auch in unseren Herzen als ein Stück Deutsckjland, und wie jeder vom Stapel laufende Panzer nach vollendeter Ausrüstung mit seinen Ossizieren und seiner Mannschaft eine deutsche Welt im Kletnen ist, eine Summe vteler Tüchtigkeiten, so folgt ihm aus seinen Fahrten eine rerche Fülle menschlicher, drenstlicher, staatlicher Beziehungen, sorgende und hofsertde Liebe von Eltern und Kindern, von Frauen und Brauten, Wünsche der Kameraden, Befehle der Vorgesetzten, Berechnungen der Politik, das Machtgebiet des obersten 5briegsherrn, die Ehre der Nation. Deshalb ist uns ein solches Schiss keine bloße Nummer, sondern von dem Augenblicke ab, wo es zu Wasser gleitet, erscheint es uns als ein beseeltes Wesen, das em Eigenleben suhrt. Fern im Osten zwischen Weichsel und Memel wohnte ein heidnischer Stamm, den die Tapferkeit deutscher Ritter m mehr als halbhundertjährigen Kämpfen deutscher Ordnung unterwarf. Ms an einem der unglücklichen Tage deutscher Geschichte der d e u t s ch e O r d e n zusammenbrach^ blieb ein kleiner Teil erhalten, der sich auch in trüber Zeit und in fremder Abhängigkeit deutsche Sprache und Sitte bewahrte, bis der Stern der Hohenzollern über ihm aufging. Und als die Hohenzollern den Kurhut mit der Königskrone vertauschten, erhielt das neue Königreich den Namen des alten vielumstrittenen Ordenslandes. Kaum ein Name wäre geeigneter für ein Fahrzeug, das gegen Wind und Wellen kämpfen soll. Denn der Staat, der diesen Namen trägt, von Anbeginn bedroht, gefürchtet, gehäßt, aber auch geliebt und hochgeachtet von seinen Söhnen mit Anspannung aller Kräfte, war wie wir oft von Stürmen umbraust, hat aber mit Gottes Hilfe alle Stürme immer siegreich überstanden. Sie haben uns oft bedrängt unb unsere Jugend auch, aber sie haben uns nicht üb erm ocht. Möge für unser jüngstes Linienschiff das Leben lang, glücklich und ehrenvoll sein, würdig des stolzen und ruhmreichen Namens, den Ew. Majestät ihm ^etzt geben wollen! Nach dem Taufakt begäb^ sich das Kaiserpaar zur Ablaufkanzel. Der Stapellauf ging glatt von statten. Nach dem Stapellauf begab sia^ der 5daiser zum O f fizi er- kafino des Grenadierregiments König Friedrich Wilhelm IV. imd übergab hier dem Offizierkasino ein Bild des Malers Nöcyling, darstellend eine Epifode aus der Schlacht von Waterloo. Me Ueberreichung des Schlachtengemäldes war ein rein militärischer Akt. Ter Kaiser hielt eine län g er e Red e an das Osfitter- Korps, in der er an die großen Traditionen des Jahres 1815 anknüpfte. Darauf fiel die Hülle des Gemäldes. Oberst von Puttkamer dankte im Namen des Regiments und des Offizier-Korps. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates des Vulkan, Geh. Kommerzienrat Schlutow, erhielt den Stern zum Kronenorden 2. Klasse. Ter Kaiser und die Kaiserin verließen bald nach 3 Uhr Stettin und begaben sich zurück nach Wildpark, wo sie um 61/2 Uhr einttafen. Der Kaiser und der Reichskanzler in Stettin, Stettin, 31. Okt. Der Kaiser und die Kaiserin trafen hier heute vorm. um HV2 Uhr ein, und begaben sich nach der Werft des „Vulkan" zur Taufe des Linienschiffes „K". Das Kaiserpaar wurde an der Anlegestelle vom Staatssekretär von Tirpitz, empfangen. Der Kaiser schritt die Front der Ehrenwache ab, und betrat dann mit der Kaiserin und dem Reichskanzler die Taufkanzel. Die Kaiserin taufte das Linienschiff „K" auf den Namen „Preußen". Bei der Taufe hielt Reichskanzler Graf Bülow die Taufrede: Cw. Majestäten? Meine Herren! Aw 22. November 1873 weilte hrer das deutsche Kronprinzenpaar mit seinen beiden ältesten Söhnen. Eine nach damaligem Stande der Technik erstklassige Panzerftegatte ging zu Wasser und empfing aus dem Munde der Frau Kronprinzessin den Namen „Preußen". Neben der Kronprinzessin stand hoch-- aufgerichtet im herbstlichen Schneegestöber der Sieger von Wörth. Dem ablaufenden Schiffe aber folgten die Blicke des jugendlichen Prinzen, der später als, Kaiser sich die Aufgabe stellen sollte, unter sorgsamer Verwertung der überkommenen Grundlagen die neue Flotte zu schaffen, die d as über die Bedeutung eines festländischen Staates hinaus wachs en de Deutsche Reich nicht entbehren kann. Die alte nur noch als Hafenschiff verwendete „Preußen" war wohl auf einer deutschen Werst, aber noch nach fremdem Muster unb nach den Plänen eines ausländischen Schiffsbauers entstanden. Heute liegt vor unseren Augen, fertig zur Entlassung in sein Element, der Körper eines mächtigen Linienschiffes von rein d eutscher Bauart, ein Zeugnis deutschen skönuens, ein Preis der heimischen Arbett, woran von den Ideen des lertenden Ingenieurs bis zum Hammerschlag des braven Werkmannes viel fleißige Köpfe unb Hände teil haben. Beim Vergleich eines Stapellaufs aus dem Jahre 1873 mit unserem heutigen Stapellaufe dürfen wir ohne Ruhmredigkeit sagen: es geht vorwärts mit der d eutschen Flotte, vorwärts durch die bahnbrechende Kraft kaiserlicher Initiative, durch die bundesftendige Mithilfe der Landesfürsten, durch den Patriotismus und die opferwillige Halt- inm des Reichstages, durch die Grund stimmun g des deutschen Volkes, das mit seiner parlamentarischen Vertretung, seinen Fürsten und fernem Kaiser sich über die Unmöglichkeit llar ist, das nationale Leben in binnen* ländliche Sch rauten zurückzudämmen. Es liegt in der allgemeinen Entwicklung unserer Tage, auf den Gewässern des Erdballes die Berührungen zwischen den Kriegsschiffen der s eefahrttreib enden St aa- ten zu vermehren. Iw glaube, das ist eine erfteu- liche^ Eigentümlichkett der ruodernen Zeit zur Erziehung der Völker, zum Vorteile ihrer Umgangssitten und zur Stärkung der Friedensliebe. Wie die Diplomatie, so besitzt auch die Marine durchgebildete, tttternationale Verkehrssormen. Auch sie ist jetzt ein völkerverbindendes Element. Man lernt sich höher achten, wenn man auf See oder an ftemden Gestaden im Dienste der Zivilisation und für die Forderungen des Völkerrechts sich im Schmucke blanker Wehr begegnet, wenn gleichsam be- diePostMk.2.— vtettel- jährt auS|d)L Bestellg. Annahme von Anzeigen ür die TageSnummer dis vonnUlagS 10 Uhr. £cilcnptti»i total ILPs. auÄipätü 80 Pfg. töetanl®ean1 Beck. Für dre großen Kinder, ine chre Lehrjahre hrrtter srch Damm äu stergen. „Jn >n und tm „Residenz-Theater" französische Unsitten- Lxrmme abew, fahrt er fort, „rst e^> ber schlechter Wtttermrg - - " ö v *1 ■ ----- außerordentlich kotig, und in dem Steinpflaster selbst gibt es unzcllstige Löcher, was teils von dem sandigen Boden, teils von der unverantwortlichen Nachlässigkeit der Steiu- jeder und ihrer Aussetzer herrührt. Die übermäßig ffcofccit) Steine, welche zwischen einer Menge kleiner, spitzer Kieselsteine gelegt finb, verursachen, daß man alle Augenblicke Gesahr läuft, an;ustoßen und zu Boden zu stürzen." Unb nun erst die Gossen, die der Schilderer mit gesährlrcheu Fallbrücken vergleicht, über die man drei bis vier Fuß von den sie bedeckenden Brettern herunterstürzen kann; bis Schmutzhausen, die neben den Gossen in stattlicher Höhe au getürmt sind, und deren Bekanutschaft man unfehlbar macht, wenn mehrere Wagen schnell hmteremander geschren kommen, und man nicht übergefahren werden will; dm Lehm- Haufen, Bohlen, Mistberge m, die die Bürger ungeniert vor ihren Häusern liegen lasten, ohne eine Laterne zur Nachtzeit daneben leuchten zu haben. „Es liegt etwas Menschenfeindliches in einer solchen Anlage der Straßen, weil man dabei bloß an die Reichen, dre in Kutschen fahren,, aedacht zu haben scheint!" schließt der Verfasser des Schattenrisses" dieses Kapitel. Er würde sich nicht schlecht wundern, wenn er sehm könnte, wie weit wir's nach dieser Seite hin heilte gebracht haben, wie heute auch der Fußgänger zu seinem Rechte gekommen ist — und wie er ttotzdem, — mehr, viel mehr als damals — ju mäkeln weiß und hurI selber in der Kutsche fahren mochte.. . _A. A. en rra- Kolonialpoft Auszug KUS dru StMrsalürsretzlstrr« der AtkdL Gltkeu. Aufgebote. Am 24. Okt. Wilhelm Lotz, Vizefeldwebel dahier, und Anna Schuchard dahier. — 26. Heinrich Johann Gennö, Kutscher dahier und Elisabethe Zirkel, Dienstmädchen dahier. — Johann Ludwig Jakob Hengst, Kaufmann dahier, und Emma Friederike Noll, dahier. — Friedrich Wilhelm Heinrich, Kassierer dahier, und Lina Rupp, Dienstmädchen zu Hainchen. — Karl Friedrich Emil Hauß, Kaufmann dahier, und Anna Marie Luise Kurz zu Braun- fels. — 28. Konrad Malkomesius, Bremser dahier, und Luise Fay, Dienstmädchen dahier. — 29. Heinrich Arnold, Eisenbahn-Bureau- gehilse dahier, und Helene Elisabethe Katharine Gtar dahier. — Johannes Erdmann, Privatmann dahier, und Marie Plock, Köchin dahier. Eheschließungen. Am 24. Okt. August Otto Bertram, Schneider dahier, und Marie Oehler, Dienstmädchen dahier. — Wilhelm Wirt, Metzger dahier, und Barbara Eichmann, Tochter des Postschaffners Georg Eichmann dahier. — Peter Rosenbecker, Taglöhner dahier, und Wilhelmine Luise Hütter dahier.— Wilhelm Giesler, Schlosser dahier, und Anna Kalhariiie Schaub, geb. Sippel dahier. Geborene. Am 19. DEL Dem Geschäftsführer Hermann Will eme Tochter Minna Marie Frieda. - 22. Dem Kutscher Philipp Geißler eine Tochter Katharine Elisabethe Ewa. — 23. Dem Friseur Karl Muhl eine Tochter Frieda Henriette. — 24. Dem Zahnarzt Eduard Jäger eine Tochter. — 26. Dem Schriftsetzer Rrchard Emil Hugo Weber ein Sohn Karl August Hans. 27. Dem Bäcker Gustav Johann Henn eine Tochter. — Dem Feilenhauer Fritz Otto Alfred Liersch eine Tochter Ottilie Berta Luise. Gestorbene. Am 24. Okt. Hermann Theodor Dörr, 4 Monate alt, Sohn des Schlossers Theodor Dörr. — 25. Wilhelm Paul Forbach, 31 Jahre alt, Milchhändler dahier. - 26. Katharine Reichwein, geb. Dadt, 55 Jahre alt, Taglöhnerin dahier. — 2. Elisabeth Marie Johanna Schrödel, 26 Tage alt, Tochter des Hoteliers Hermann Schrödel. — 27. Heinrich Wellhausen, 46 Jahre alt, Gartner dahier. _ die Note der Ententemächte überhaupt nicht zu antworten, sondern sie wollen es erst auf einen stärkeren Druck ankommen lassen. Alle einflußreichen türkischen Kreise suchen den Sultan zu bewegen, entweder tue Note von vornherein abzulehnen oder sie nur, soweit sie das türkische Setbstgesühl nicht verletzt, anzunehmeu. Sie machen geltend, daß seine Stellung als Sultan und Walls unversehrt bleiben würde, wenn er etwa die Forderungen der Mächte nach einem verlorenen Kriege bewilligen müsse, während ein freiwillig eingeräumtes Kondominium des Auslandes in den türkischen Provinzen weittragende Folgen nach sich ziehen könne. Es kann als feslgestellt gelten, daß das neue Reformprvjekt tatsächlich keine Amnestie aus- Franz Joses hat imIGvafen Tisza, dem Sohne des Ministerpräsidenten, der Ungarn am längsten, von 1875 bis 1890, regiert hat, endlicy den starken Mann gesunden, der es mit dem Dämon der magyarischen Obstruktion auj- nehmen will. Graf Tisza wurde am Samstag vom Kaiser in anderthalbstündiger Audienz empfangen, in der er Bericht über die Lage erstattete und die neue Ministerliste Parlamentarisches aus Hesseu. Die Vorstände der evangelischen Kirchen- und der politischen Gemeinde Buübach haben eine Vorstellung betreffend Umbau der dortigen St. Markuskirche an dre zweite Kammer gerichtet. Die Markuskirche, erbaut im frühgotischen Stil Ende des 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts, wird dermalen einem gründlichen Umbau unterzogen mit einem Kostenaufwand von ca. 70 000 Mk. Die Kirche besitzt gar kein Vermögen und diese bedeutende Summe muß durch Kommunalumlagen erhoben werden. Es wird dies der Gemeinde Butzbach um so schwerer, da sie verhältnismäßig nur klein, in der letzten Zeit sehr bedeutende Ausgaben bei Errichtung der städtischen Turnhalle und Realschule, sowie bei Verlegung der neuen Garnison und des Zellengesängnisses nach hier gehabt hat. Sie hat außerdem seit einer undenklichen Reihe von Jahren die Besoldungen für ihre evangelischen Pfarrer und Lehrer aus dem Kugelhaussonds aufgebracht und auch noch ihre Kirchensteuer bezahlt und ist dadurch doppelt besteuert gewesen, wie dies auch heute noch der Fall ist. — Mit Rücksicht nun darauf, daß die Stadtkirche für unser ganzes Land historisches Interesse hat, indem die Ueberreste des Landgrafen Philipp III. von Butzbach und einer beiden Gemahlinnen, sowie diejenigen des Prinzen Heinrich, des Sohnes des Landgrafen Ludwig VI. in dereil) en beigesetzt sind und im Hinblick auf den Umstand, )aß auch bei der Restauration der Stadtkirchen zu Friedberg, Oppenheim und Wimpfen kürzlich aus Staatsmitteln Beiträge geleistet worden sind, bittet man um einen Beitrag zur Wiederherstellung der St. Markuskirche. Mehr als 200 Einwohner und die Gemeindevertretung von Ginsheim bitten die Kammer um Ablehnung des Gesetzentwurfs über die Lostrennung Gustavsburgs von Ginsheim. Einem auf dem Landtag 1891/94 geäußerten landständi- chen Wunsche entsprechend werden die Ergebnisse der Staatsrentenablösungs- und Landeskulturrentenkasse, über die seit der Finanzperiode 1894/97 keine besondere Rechnung mehr gestellt wird, in die Veranschlagung und Verrechnung der allgemeinen Staatsschuld "mit ausgenommen, infolgedessen haben die Uebersichten eine we- entliche Veränderung gegen früher erfahren. Die Großh. Oberrechnungskammer hat die Uebereinstimmung der mitgeteilten Uebersichten mit den revidierten und abgeschlossenen Rechnungen der Großh. Hauptstaatskasse bescheinigt und zu den Erläuterungen der Regierung keinerlei Erinnerungen erhoben, auch keinen Anlaß zu weiteren den Ständen mitzuteilenden Bemerkungen gefunden. Die eigentliche Staatsschuld hat zu Ende der Finanzperiode 1894/97 die Höhe von 146 471979.47 Mk. erreicht gegenüber einem Schuldenstand von 41317 027.05 Mk. zu Anfang der Finanzperiode. Die unverzinsliche Schuld weist eine Verminderung von 1201.85 Mk. auf, die verzinsliche dagegen eine Vermehrung von 105156 154.27 Mk., mithin hat im Lause der Iinanzperiode 1894/97 eine Vermehrung der gesamten Schuld von 105154952 Mark stattgesunden. Ter erste Ausschuß der zweiten Kammer beantragt: Tie zweite Kammer wolle die Verwaltung der Staatsschuld in der Rechnungsperiode 1894/97 für gerechtfertigt erklären und die Ergebnisse derselben 1. hinsichtlich der allgemeinen Staa tsschuld mit einem am 1. April 1897 verbliebenen Passivstande von 146 471979.47 Mk. gegenüber einem Aktivstande von 8 399 472.2-- Mk., demnach mit einem Ueberschuß der Passiven von 138 072 507.23 Mk.; 2. hinsichtlich der Staatsrentenablösungsschuld mit einem am 1. April 1897 verbliebenen Passivstande von 4 860 988.09 Mark: 3. hinsichtlich der Landeskulturrentenschuld mit einem am 1. April 1897 vorhandenen Aktivstande von 489 371.89 Mk. gegenüber einem Pasjivstande von 470 910 Mk., demnach mit einem Ueberschuß der Aktiven von 18461.89 Mk. als richtig anerkennen. schmerzlichen Läge. Auch Rußland hat Grund, die nahen Beziehungen zu Deutschland zu schätzen. Kaiser Wilhelm, der so tätigen und lebhaften Änterl an den Staatsgeschäften nimmt, ist aufrichtig bestrebt, dem deutschen Volke die besten Exister^bedingungen zu schaffen. Die wichtigste derselben ist die Wahremg des Friedens, darin ftimnit er mit der russischen Regierung überein. Solange die beiden Mächte diesem Ziele zustreben, unterstützt durch Oesterreich-Ungarn einerseits, Frankreich! und Italien! Midererseits, wird eine Störung des Friedens der europäischen Völker weder in Asien noch in Europa gelingen." Es könnte als glückverheißender Umstand betrachtet werden, daß in dem Augenblick dieser erfreulichen Friedens- tundgebung sich im benachbarten Frankfurt kaum die Pforten hinter einer anderen deutschnationalen Friedens- kmidgebung geschlossen haben, die in der Zerrissenheit unseres sozialen Lebens ein neues schönes Moment der Versöhnung gebracht hat. In Frankfurt ist der Versuch geglückt, ein deutsches nichtsozialdemokratisches Arb eiterparlam ent zustande zu bringen, das in sachlicher und rücksichtsloser Vertretung der, Arbeiterinteressen in keiner Weise hinter den sozialistischen Verunstaltungen zurückblieb, dabei aber in seiner nationalen und monarchischen Gesinnung glänzend gegen den revolutionären Tamtam auf Sozialisten tag en abstach. Die bürgerlichen Parteien täten u. E. gut daran, wenn sie diesem Ereignis mehr Beachtung schenkten, als es im allgemeinen der Fall gewesen ist, Bisher kettete zahllose Arbeiter ihre Massenwirkung an die sozialistische Partei. Man erhofft von ihr nicht nur die Durchführung der Reformen zu gunsten der Arbeiterschaft, sondern die Herrschaft des Proletariats. In Frankfurt waren auch über V2 Million Arbeiter vertreten, und die deutsche Arbeiterschaft konnte dort sehen, daß die rücksichtslose Vertretung der Arbeiterorganisationen gewissenhaft besorgt wird, der nicht durch die persönliche Eifersucht der Führer das Rückgrat gebrochen ist, und die in ihrer nüchternen Beurteilung der Tatsachen mehr Aussicht hat, von der Gesetzgebung als vollberechtigt angesehen und beachtet zu werden, als die Sozialdemokratie, die in einem unerquicklichen Streit zwischen dem Chamäleon Mehring und dem ^Vorwärts" noch immer schmutzige Wäsche vor der Öffentlichkeit wäscht. So lange die in der Sozialdemokratie verkörperte Arbeiterbewegung ihre politischen Kinderkrankheiten nicht überwurrden hat, kann man es auch einem vorurteilslosen Manne, wie es der preuß. Eisenbahnminister Budde ift, nicht verdenken, wenn er in Danzig wieder die Konsequenzen hieraus ge- Kogen hat und jedem staatlichen Eisenbahnarbeiter mit Entlassung gedroht hat, der sich der Sozialdemokratie anschließt. Es gibt — das hat Frankfurt gezeigt — heute auch andere Organisationen, die die Arbeiterinteressen vertreten. Es • liegt also nur an der Arbeiterschaft, daß sich diese Organisation auch zu einer einflußreichen parlamentarischen Vertretung auswächst. Erfreulich ist auch das Erscheinen des lange erwarteten Militürpensionsg esetz es, das wesentliche Verbesserungen für alle Chargen bringt und überdies den Zivib- beamten die angenehme Aussicht eröffnet, bald ebenfalls mit der Pensionserhöhung an die Reihe zu kommen. Sparsamkeit am unrechten Ort ist es freilich gewesen, daß man bei dem Passus über die Jnvalidenbezüge die Friedens- invaliden schwer hinter die Kriegsinvaliden zurückgesetzt und dem Gesetz hierbei keine rückwirkende Kraft eingeräumt haL Hier wird der Reichstag sich! der Benachteiligten annehmen müssen. überreichte. Diese wurde vom Kaiser genehmigt. Das neue Kabinett wird morgen, Dienstag, vom Monarchen empfangen werden und sich Mittwoch dem Parlament vorstellen. Nach einem Budapester Telegramm der „Nat.- Ztg." scheint es, daß die Annahme des Militär-Programms seitens der liberalen Partei und der Rücktritt Apponhis vom Präsidium des Abgeordnetenhauses auf die äußerste Linke einen nachhaltigen Eindruck macht. Diese gibt zu, daß das Programm Tiszas einen großen Fortschritt in der Erfüllung der nationalen Wünsche bedeute. In der am Dienstag stattfindenden Konferenz wird die äußerste Linke einen endgiltiaen Beschluß fassen, der demnach ziemlich riedlich aussallen dürste. Das am meisten Erfreuliche an )em bisherigen Fortgang der Dinge ist, baß Oestreich einmal sein Prestige gegen Ungarn zu wahren gewußt und gezeigt hat, daß es sich von den Herren Magyaren nicht mit Füßen treten läßt. Nur durch Festigkeit ist auf Verblendung jener Herren, die nur in Schönthanschen Schwänken von bezaubernder Liebenswürdigkeit sind, Eindruck zu machen. Von Oesterreich aus wird ihnen llar gemacht, daß man mit Seelenruhe ibr Ausscheiden aus dem östreichisch-ungarischen Zollverbande mit ansehen würde. Nun werfen sie sich auf Deutschland und möchten deutsches Kapital nach Ungarn ziehn, das ihnen die fehlende Industrie schaffen soll. Ungarische Zapiere aber sind in den letzten Wochen bedenklich an der -örse gefallen und schon sind Fälle vorgekommen, wo man im Ausland ungarische Waren wegen ihrer zweifelhaften Herkunft zurückgewiesen HaL Mährend Deutschland nach alledem recht friedlich in bie Welt schauen kann und weder von dem Unwetter in der Türkei, noch in Ostasien, noch in Marokko, wo Frankreich immer energischer vorzugehen im Begriff steht, noch auch in der dv min ik an i s ch e n R e p ub li k, wo wieder einmal große „Verwirrung herrscht" und mehrere Häfen geschlossen worden sind, unmittelbar berührt wird, muß der Zar noch immer mit der doppelten -Kriegsgefahr in der Türkei und in Ostasien rechnen. Der Aufschub seines römischen Besuches hat in Italien eine Ministerkrise heraufbeschworen, die noch ungelöst ist. G-io- litti hat mit den Radikalen gebrochen. Diese verlangten den Ausschluß von drei Kandidaten. Giolitti blieb aber fest und beschloß, sein Kabinett ohne die Radikalen zu bilden. Die türkische und die ostasiaüsche Kriegsgefahr wünschteber z.Z. noch an den halkyonischen Tagen im schönen hessischen Odenwaldesich erquickende erhabene Autor des Haager Friedensmanifestes wohl zu vermeiden. Und er versicherte deshalb in dem Handschreiben, das sein am Samstag abend nach! Darmstadt zurückgekehrter Minister Graf Lamsdorff in Paris überreicht hat, er erhoffe von dem französisch'-russischen Bündnis die tätigste Mitwirkung zur Erhaltung des Friedens. Voraussetzung ist aber dabei, daß Frankreich nicht allzusehr durch Liebäugeln mit England und Italien das russische Mißtrauen machruft und fest davon überzeugt bleibt, daß die Voraussetzung für die Friedensliebe des Zaren eben die ist, daß er seine Hauptzwecke in der Türkei und in Ostasien erreicht. Wie aus Paris gemeldet!wird, verlautet dort, daß das Arranae- ment Rußlands mit Japan darin besteht, daß beide Mächte die Souveränität Koreas unangetastet lassen, daß aber Rußland der japanischen Einwanderung nach Korea, soweit es sich> um Arbeiter und kapitalkräftige (Aemente handelt, keine Opposition machen will. Die japanische Kriegspartei ftndet dieses Zugeständnis allerdings noch unzureichend. — Die Pforte aber rüstet inzwischt weiter ab. Nach neuesten Konsularmeldungen aus Adri nopel ist dort der Befehl eingetrosfen, die Rediss zweiter Klasse im Bereich des 2. Korps zu entlassen. Man bleibt aber fortgesetzt gespannt über das Verhalten des Sultans gegenüber der Reformnote der Entente-Mächte inbetref' Maeedoniens. Die Türken beabsichtigen vorläufig au Kerzerchlns der neu immatrikulierten Studierenden an der Universität Gießem a. Theologische Fakultät. I. Happel, Heubach i. O., Ludwigslr. 57. K. Reichert, Nieder-Wiesen, Seltersweg 67. b. Iuristische Fakultät. H. Bichmann, Groß-Gerau, Goelhestr. 40. O. Cordes, Mainz, Ludwigstr. 12. L. Daudt, Rietz, Bleichstr. 36. E. Eulau, Büdingen, Ludwigstr. 44. W. Hill, Gießen, Ludwigslr. 27. E. Krug, Worms, Alicersttr. 26. P. Langenbach, Worms. Ludwigstr. 20. K. Meisel, Darmstadt, Ludwigstr. 7. H. Ateißinger, Friedberg, Bahnhofstr. 58. Xi. Oppenheimer, Darmstadt, Wohnung noch nicht angegeben. W. Orth, Darmstadt, Ludwigstr. 26. I. Oster, Türkismühle, Bleichstr. 15. O. Rose, Kleiu-Poley, Neuenbäue 16. R. Siegelt, Wesel, Hoimannslr. 8. P. Summel. Darmstadt, Stephanstr. 31. W. Vogel, Dieburg, Grünbergerslr. 39. H. Walter, Worms, Westanlage 10. F. Weimer, Gießen, Ludwigslr. 7. c. Medizinische Fakultät. G. Becker, Med., Friedberg, Bleichslr. 37. R. Bertsche, Trerhlk., Engeir, Ludwigstr. 40. F. Bispinck, Ried., Liünsler i. W., Bleichstr. 27. P. Blaiicke, Aled., Heirrsberg, Wilhelmstr. 8. C. Capelle, Tterhlk., Recklillghausen, Löberslr. 13. E. Dieckerhoss, Tierhlk.. Lichlertdors, Stephanstr. 15. W. Dieterich, Aled., Flomborn, Goetheslr. 54. I. Dützer, Aled., Alorsbach, Hillebrandstr. 2. L. Faulhaber, Tierhlk., Aliltenberg, Frankfurterstr> 83. A. Frolnme, Aled., Gießen, Bleichslr. 20. H. Gebb, Aled., tülem-Karben, Klinikstr. 22. W. Goetz, Aled., Osthosen, Aslerweg 52. W. Goldmann, Zahlihlk., Laubach, Bahnhosstr. 63. R. Grinibach, Aled., Waxweiler, Hillebrandstr. 2. F. Haas, Aled., Köln, Crednerslr. 37. B. Hasner, Tierhlk., Karlsruhe, Lonystr. 20. W. Hahn, Tierhlk., Dresden, Franksurterstr. 72. B. Hermjohanknecht, Aled., Ennigerloh, Crednerslr. 12. F. Hertel, Tierhlk,, Wiesbaden, Reustadt 14. G. Hellamp, Tierhlk., Beckacker, Goelhestr. 50. B. Jungmann, Med., Alünster i. W., Ludwigstr. 59. I. Klein, Aled., Hüslen, Bleichstr. 8. K. Kleili, Aled., Heppenheim a. d. B., Liebigstr. 68 K. Klein, Aled., Gießen, Oslanlage 34. G. Klepper, Aled., Alainz, Löberslr. 7. W. Kuper, Med., Steele, Frarrkfurterstr. 62. W. Langenkamp, Med., Waltrop, Crednerstr. 12. A. Lingemann, Tierhlk., Bad Oeynhausen, Goechestr. 29. G. Micke, Aled., Unna, Frankfurterstr. 63. K. Nordalm, Med., Unna, Bleichstr. 8. A. Otte, Aled., Ibbenbüren, Frankfurterstr. 43. W. Panthen, Tierhlk., Zabern, Wohnung noch nicht angegeben- Al. Ruben, Med., Alleiiessen, Liebigstr. 47. W. Ruckel, Aled., Eller-Düsseldorf, Frankfurterstr. 36. B. Ruppert, Tierhlk., Berlin, Stephanstr. 15. P. Thaler, Tierhlk., Wulkersdorf, Frarckfurterstr. 21. G. Bieten, Med., Berg-Gladbach, ^rankfurterstr. 58. K. Boßschulte, Aled., Linz, Ebelstr. 23. E. Weber, Aled., Fraiikfurt a. Al., Frankstivterstr. 72. W. Wegener, Med., Frankfurt a. M., Klinikstr. 21. I. Zange, Med., Elberfeld, Liebigstr. 55. pflichtung ein viermonatiger Heimatsurlaub unter Belassung der Remuneration neben einer Reisebeihilfe bewilligt. Um die Tierärzte für die im Schutzgebiet ihrer harrenden Ausgaben besorrders vorzubereiten, wird ihnen vor der Abrerse Gelegenheit gegeben, auf amtliche Kosten an einem etwa zweimonatigen Kursus über Bakteriologie und Tierhygiene teilzunehmen. Die Teilnehmer erhalten während dieser Zeit Diäten. Veterinärwesen in den Schutzgebieten. Mit der fortschreitenden Entwicklung in den deutschen Kolonien gewinnt auch das Veterinärwesen daselbst an Bedeutung. Besonders gilt dies für die Schutzgebiete Deutscb- Südweftasrika und Deutsch-Ostasrika, wo das tierärztliche Personal ständig vermehrt wird und wo daher sich tüchtigen Tierärzten, welche Neigung für den Kolonialdienst haben, die Gelegenheit zu einer befriedigenden und erfolgreichen Tätigkeit darbietet. Die Bedingungen, unter benen die Annahme von Tierärzten für die beiden Schutzgebiete erfolgt, sinb folgende: Die Bewerber müssen das vorgeschriebene Staatsexamen bestanden haben, und einige Zeit praktisch tätig gewesen sein. Sie müssen körperlich für den Dienst in den Tropen geeignet und etwa 30 Jahre alt sein. Unverheiratete Bewerber werden bevorzugt. Die Verpslicht- ungsdauer für Ostasrika unb für Sübwestasrica ift drei Jahre. Für die Ausreise sowie für die Hermreise nach beendetem Dienstverhältnis wird reichliche Vergütung und zum Zweck der Ausrüstung ein Betrag von 500 Mart gezahlt, der sich nach einjähriger Dienstzeit um weitere 500 Mart erhöht. In den Schutzgebteten roirb freie Wohnung uni» eine jährliche Remuneration von 7500 Mark sowie besondere Vergütung bei Dienstreisen gewahrt. Nach Ablauf der Dienstperwde wird bei vorheriger woUorer Vor-! f Bei bei alten Käsen * Aus de Hahr 1903 c Faimlienhm zu vergeben 100 Mark, bei dem ftäl Ließen, । Der *r haben aus be: Were,Sani Lerchen be fetteten fjn Amtliche Res 1899 eing' %l, unö 1902 ^nüliche zur Klasse,re Man eilenbat)n.; g A""l.iche Res Witals- unh srä Ss* todieni“ f “?tc» O °«Ä: ‘«BCjcJ. 9t “'«Bett, © eo H Q an Q Oft Ö rr ö s p O $4 cj jO CO o CS CO o Ci p -p Ä“ Ä t»- ö « 5-* C >b c c Ci' 5 »io p1 Q K e ew >JP ■u 's 3 s Z .8 en SS 2* SS vo n E 'S c g Q L2) 9 I -A- On $> C vQ -° C _ p 6 ** uO 64 cv «i Ci s> " i-, an ffig" I 5 g tc 2g& cv an j-> (g/3 c Q G TU '2 >b $3 &< A LR ’S B SS Ci *ö e C o C JC |6 «2 ci p «-»- o E 2 K ’Z® £ V» an rs 2. G> sP"1 yo U22. o 5 ® t$a c S »O «g- g C Cl> ,— o Ci an SS p O o -c KG Z C7^ )M=- SS an dP- c C) & «§ Sä *2 ÖD-» Ci — o e 5 ® er 2 Z £ §»■ 7S. -c *5 an § es er? § o SS p -p 2z; ci Q L CD -g ’S sg X) G c PC an E J> an c E c "2 S Q &> C - C- 9 "c 2 Z R . 21 2 o H n L5> hi C- •> " C P G C o >b o d) Lo S =a ® S — ’r- an p ’H© K an e-> cl» VQ ,-*-♦ Cl> £ o c >g~8> a> Cö o » eT "o yp is s vo 2, >b .9 iS -LPZ) C< - ° ss § S § Z8u ÄÄ.O " R .^«trco ■ 9 *s g ^Cr? S»"2 -o % o EZ) w*? u .. v vz; p a^ 2s an 9s 2 c c Pi *8' j2 g g Ci ® g-j K ^7>b « CD w *Jo C o i ö | R E S 5 S ■ ? O 2 L E P ‘O El '“’ CTS s ” ® *- ‘yQ .<-> *- RSt ♦ c*» 9 o 051 C -P £ -J5 _ E ’W \#a .t± P c « ‘c o « 9 L "LA8 o *ö 2 ♦ E w.P Ci^io) S ° 3 pl-r w 5 S E^-g 2 2 .S § 5 rs> 9. sP -2i c*. gci^ 2- § Ci § S . CD CO p e- H SS o v L o E.0,0 ei 5 sO §O 2 2 610 3 c - h H *° Q 2 , g^.O w UP - i*?- 2 :9 'S' o o o S. «Bel § CD.E P C o q " o P VD Ä 'S' 9 an E 'H o p j- E Ei .- o CijO.Q o , _ c an cp^ ö - .« © <-> 1 *— o ‘E o P o H-j -»— ^<3 c 5 _ (£) ’g §.ö^®S85 g=§^ AZ I 8Z ! Z§" “- '" . 2 ä 5 3 ® ,5 5 .s: _ VD 'P 3 -2 ,_ cR *2 'S 2 p V?" CidP- tfj'E.u p O e o o -. t-^’ö 2 ?^*S9 p-S 2 p-9 p c L 5 8i 9 äo ~PW ‘CZLJsCT' W >rp t/< :p P o M ^>2 S c g E Bekanntmachung. Aus der Friedrich Bückiug'scheu Stiftung sind iür das Hahr 1903 an zehn bedürftige und würdige Bewohner Gießens, Vamilienhäupter oder einzeln stehende Personen Unterstützungen zu vergeben und zwar zwei mit je 150 Mark und acht mit je 100 Mark. Bewerbungen haben bis längstens 30. November d. I. bei dem städtischen Armenamt, Neuenbäue 43, zu geschehen. Gießen, den 28, Oktober 1903. 8191 Grohherzognche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Brka««tmachnng. Bei der am 6., 7. und 9. November 190di im Hofe der alten 5taferue am Brandplatz stattftndenden Herbft-Äontrollverfammlung haben aus der Stadt Gießen zu erscheinen Am 6. November, vorm. 9 Uhr: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve, sowie sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1896 und 1897 eingetreten sind. Am 6. November, nachm. 2 Uhr: Sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1898 und 1899 eingetreten sind. Am 7. November, vorm. 9 Uhr: Sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1900, 1901 und 1902 eingetreten silld. Am 7. November, nachm. 2 Uhr: Säintliche zur Disposition der Truppenteile und der Ersatzbehörden entlassene Ntannschasten der Infanterie, sowie sämtliche Reservisten der Garde, Jäger, Kavallerie, Feld- und Fußartillerie, Plonrere, Eisenbahn-, Telegraphen- und Luftschifsertruppen. Am 9. November, vorm. 9 Uhr: Sämtliche Reservisten des Trams (einschließlich Krankenträger), Sanitäts- wid Beteriiiärpersonals, Büchsenmachergehülfeii, Oekono- miehandwerter und Marine-Mannschaften, sowie zur Disposition der Truppe,iteile nnb Ersatzbehörden entlassene Mannschaften aller Waffen, aiisschtießlich Infanterie und die durch besondere Gestellungsbefehle dazu befohlenen Wehrleute.- . Befreiungsgcfuche fmd bis laugsteus 8 Tage vor dem Appell auf dem Dienstwege (durch das Hauptmeldeamt) einzureichen und müssen durch die Bürgermeisterer, bezw. bei Beamten durch die vorgesetzte Behörde beglaubrgt fein, werden aber nur im dringendsten Notfälle genehmigt. Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen. Stücke, Schinne, P'eifen und Zigarren find vorher wegzulegen. Die Militärpapiere (Patz mit eingellebter Äriegsbeor- deruug und Führungszeugnis) müssen zur Stelle sein. Sämtliche Mannschaften steheu tm Laufe des ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Mitt- Gießen, den 28. Oktober 1903. 8185 Großherzogtiche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Garbenteich für Las Jahr 1904/05 liegt vom 4. bis zum 12. November 1903 auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Garbenteich, den 31. Oktober 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. Kissel. ; 8201 Zwangs -Versteigerung. Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus den Namen des Karl Ester in London im Grundbuch eingetragen waren, sollen Mittwoch den 30. März 1904, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht auf dem Rathaus zu Villingen versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 10. September 1903 in das Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aushebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Laub ach, den 27. Oktober 1903. GroßherzogUches Amtsgericht. Weiß. 8193 Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Villingen, Band II, Blatt 96. 1. Flur I Nr. 92 850 2. „ XI , 623 775 3. , XVIII „ 330 1113 4. , XXI „ 44 750 5. „ XXII , 34 387 qm Acker in der Oberau. 0 Wiese aus der Gänsweide. „ Acker am Kötheweg. „ Acker am Winterweg links. ,, Acker in der kleinen Aue. Verdingung. Die für die Herstellung eines erhöhten Bürgersteigs auf dec südlichen Seite der Rodheimerstraße, vor den Kröck'schen Neubauten, erforderliche Lieferung von Bord- und Bandsteinen aus Basaltlava soll Mittwoch den 11. November d. I., vormittags 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Lieferungsbejchreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Amtszimmer zur Einsicht offen. Angebote aus Vordruck, dea daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 31. Oktober 1903. 8196 Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Verdingung. Die Anfertigung und Lieferung von 10 Kanal-Anzügen aus englischem Lederstoff, sowie von 6 Paar Kanal-Stieseln soll im Wege des schriftlichen Angebots vergeben werden, wozu Termin auf Samstag den 7. November d. I., vormittags 11 Uhr anberaumt wird. Angebote auf Vordruck, der bei uns auf Zimmer Nr. 6 erhältlich, woselbst auch das Stoffmuster für die Anzüge eingesehen werden kann, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsftist 3 Wochen. Gießen, den 31. Oktober 1903. 8195 Städtisches Tiefbauamt. Braubach. < Konkurs Versteigerung Am Donnerstag dem 5. und Freitag dem 6. November d. Fs., jedesmal vormittags V310 Uhr und nachmittags 2 Uhr anfangend, werden Schottstraße 7 die zur Schomöer'schen Konkursmasse gehörigen Farben, Lacke, Pinsel, Glaspapier u. s. w. öffentlich meistbietend versteigert. 8141 Gießen, den 30. Oktober 1903. Die Konkursverwaltung. Gothaer LtbkllsverßlhttNAPbaaK a. G. Versicherungsbestand am 1. September 1903: 835 Millionen Mk. Versicherungssummen, ausgezahlt seit 1829: 414 ,, ,, Die höchsten Versicherungsalter (einfach auf Lebenszeit, gemischtes Dividendenspstem) sind tatsächlich bereits prämienfrei und erhalten sogar eine jährliche Rente. [10 B-Sem rach Hochreuther, Klein str. 92. Für besseres Schuhzeug aus Ehevreaux-, Box-Ealf, Kalbleder rc. ist das Allerbeste „Nigrin" denn es erzeugt ohne Mühe Üpräditig6a8!anz Konserviert und erhält das Leder weich! Einfachste Behandlung! Zu haben in Dosen ä, 10 Pfg. und größer in den «reisten Geschäften. 7491 Fabrikant: Carl Gentner in ggpping^. ab- Kammermusik-Abende der Herren Hegar, Reimer, Trautmann. Erster Abend Sonntag den 8. November abends 5 ühr in der grossen Aula. Gasts Herr Anton Kohmann aus Frankfurt (Tenor) Programm. 1. Trio in 8-dar ....... J. Brahms. 2. Arie: Mit Würd’ und Hoheit . . . , J. Haydn. 3. Sonate für Cello und Pianoforte . . . B. Strauss. 4. Lieder am Klavier: a) Das Geheimnis . . . . . F. Schubert. b) Das Geständnis . . , , , B. Schumann. 6. Trio in G-dur . . . . , , . L. v. Beethoven. Zweiter Abend: 17. Januar 1904. Billets: Abonnements für drei Abende: Sperrsitz Mk. 6.—, ...... tninummerierter Platz Mk. 3.75. Für einen Abend: Sperrsitz Mk. 2.50, unnummerierter Platz Mk. 1.75, Studentenkarten Mk. 1.— sind in der Musikalienhandlung von Emst Challier (Rudolph’s Nachfolger) zu haben — Studentenkarten auch beim Hausverwalter Herrn Stork. 8206 8208 i SÄ WMWW n I (K Die Geburt einer gesunden Tochter zeigen Freunden und Bekannten an UissiöDsarzt Dr. Hans Winkler und Frau, Gretchen, geb. Schlosser. Pearadja, den 23. Oktober 1903. Taroetoeng, Sumatra. W Z Generalversammlung It8 Fechtverband Gießen - Lahr. Montag den 9. d. Mts., abends 9 Uhr, im Deutschen Hof bei Mitglied Flamme. 8202 Tagesordnung: 1) Bericht über das verflossene Geschäftsjahr. 2) Rechnungsablage. 3) Vorstandswahl. 4) Verschiedenes. Zu recht zahlreichem Erscheinen werden die Mitglieder hös- üchst gebeten.Der Vorstand. | Von der Reise zurück. | Oscar Os’aef I. Kohlermaun's Nachf. 8200 "ti Atelier für künstliche Zähne und ZahnoPeratiouen ■ | Bahnhofstraße 35, II. Fernsprecher 358. | Cichei. Vortag des Bichard Feldhaus aus Basel über das Thema: Der Krieg der Zukunft Mittwoch -en 4. November L I., abends 8y2 Uhr im Neuen Saalbau (früher Steins Garten). 8190 Der Vortrag wird durch Vorführung zahlreicher Lichtbilder erläutert — Die Vereinsmitglieder mit ihren Familien, sowie die Mitglieder aller hiesigen zur Krieger-Kameradschaft „Hassia" ge» Höngen Vereine und ihre Familien werden hierzu kameradschast- lichst eingelaben. Der Vorstand. Gießener Kisverein e.A Montag den 2. November 1903, abends 81/, Uhr pünktlich, im Hotel ,Moßherzog von Hessen" Gl«eril-Nkrsmm!«iis. Tagesordnung: 1) Geschäfts- und Kassenbericht. 2) Vorstandswahl. 3) Verschiedenes. Gießen, 28. Oktober 1903. [8111 Der Borstand. Blousen -B- Kostüm-Röcke « # » Unterröcke in denkbar grösster Auswahl. Kuder & Sonneborn Marktstrasse 25. 8023 Sir Gesunde itnb Kranke. Für Erwachsene und Kinder. Simons-Brot (Malz-Kornbrot) Höchst schmackhaft, nahrhaft und leicht verdaulich stets frisch zu haben bei 8057 Georg Wallenfeis, Markt 21. Telephon 46. BERÜHMTE MISCHUNGEN. FEINSTE SOUHONGS. Verkaufstellen durch Plakate kenntlich. 6632 2,80.3,50 4 I Am 11. November 1903 beginnt die erste Gewinuziehung der Mislgfsinu: 7500©®! 1 5 1 i 1 Prämie r Gewinn r ä 500 000 75 000 250 000 150 000 100 000 Mk. e r r 5006G0 375000 250 efoo 150 000 80QQOQ Mk. r B tt i : 4 e 5 . 5 , 25 , 55 , 255 , 1525 , 3080 , 23114 , zusammen 40 Lose zu der am Vs L 50 000 , 600 000 „ ä 40 000 . 120 6100 , ». 30 000 , 120 3Q0 , ä 25 000 , 625 0ÖO , ä 20 000 , ISO 000 , ä 10 000 , 250 000 , ä 5 000 , 275 000 , ä 3 000 , 765 000 . ä 1000 , 6525900 , ä 400 , S232Ö00 , ä 200 , 4S22800 , u. s. w. 5G0 Gewinne und S Prämien. H. November 1903 beginnenden Ziehung 1/4 V2 V1 7999 Mk. 3.50 7.— 64.- - 20__ sind zu haben bei der amtlich bestellten Haupt°Kollektur Richard Buchacker, u 70 Mark Kasse. [8U4-1J ! Brüder Schmitu Seltersweg 83 ' Nähmaschinen lager !empfehlen Langschiff-Tret. ^Maschinen t>. Seistel & Naumann, Junker & Ruh, Stück Tischdecken Kaffeedecken Bettiiberdecken Bettvorlagen in großer Auswahl. 7676 C. Röhr & Co. 7203 Echte echte Kieler Grotten in fetter, frischer Ware empfiehlt Georg Wallenfels Marktplatz 21. Telephon 46. Listen, -Säcke, Glashanstüre 2,60X1,35 m, zwei Fenster 1,95 X0,85 m, gut erhalten, zu verk. 8178s______Seltersweg 39. In einer aufblühenden Stadt Oberhess. (Luftkurort projektiert) ist eine vorzügliche 8129 Metzgerei und eine renommierte Vastwirrschaft wegen Todesfall des Besitzers Behr preiswert zu verkaufen, ung nach llebereinkunft. ornten wollen sich melden unter M. W. postlag, Marburg. Likkroiirz Ä^3cntS Fr. Schreiuer, Lindenplatz 4. Kleiugcmachtes Absaüholz (Eichen-, per Wagen 3 Alt. frei ans Hails, zu verkaufen. [05481 Wrllhöser, Marburo-^^ 3 mieten. 8213] Ludwigsplatz 4, IH, 2 gilt möbl. Zimmer zu verm. 05503] 2 Arbeiter können Kost und Logis erhalten Mäusburg 3. ~ 05494] Bahuhosstr. 20, 2. Sch 2 schön mödl. Zimmer zu verm. Möbl. Zimmer zu vermieten Lndwigstr. 6, III. 8202] Eine aiigenehme, warme Stube im Mittelst., ob. u. unt. geheizt, mit sep. Eilig., möbl. od. un- möbl», z. v. Wetzsteins,. 43ob.Kirchst. 05491] Schön möbl. Zimmer zu vermieten Asterweg 2. 05453] Schöir möbl. Zim. mit Schreibtisch z. v. Westanlage 19, pt. 05478] Schön möbl. Zimmer zu verm. Dammstraße 46, pt. 05443) Schön möbL Zimmer zu. vermieten. Weserstraße 8, pari. 05438) Nähe der Universität in ir. Lage, gur möbl. Zimmer fof. au verm., auf Wuiisch gute Pens. Näheres Bismarck st raße 36, pt. 7969] Kleineres, frdl. möbl. Zim. z,l verm. Grülibergerstr. 29, II. 7932] Möbl. Zimmer zu verm. __Riegelpfad 17a, IL 7754] Schön möbl. Wohn- u. Schlafz. zu v. Westalilage 25,1. 7741] Gut möbl. Wohn- u. Schlafz. zu vermieten. Neuenbäue 3. Möbl. Zimmer zu vermieten. 04333_______Seltersweg 12. 7690] Möblierte Zimmer zu vermieten Bergstraße 17, pari. 7507] Niobliertes Zimmer zu vermieten________Asterweg 50. 05428] Möbl. Zimm., separat, zu vermieten Neuen Däne 2. 6185) 2 schön möbl. Zimmer, mit ober ohne Pension, zu vermieten._________Neustadt 45. Möblierte Wohnung | zu verm. Frankilirterstr. 36,1 Tr. 7920] Schön möbl. Zimmer zu vermieten Kirchenplatz 9. 7979] Gut möbl. Zimmer zu vermieten__Seltersweg 81, II, r. 7454] Frankfurterstr. 31 schöner großer Keller und Pferdestall per sofort zu vermieten. Näheres Bahnhofstraße 18. Will). Plank. em Zimmer, möbl ober urnnöbL, mit Küche, mögt. Parterre m. separat. Eingang, von alleinstehend. Frau. Gest. Oss. mit Preisangabe unter 05502 befördert die Expeb. d. Bl. Buchhändler sucht sofort möbliert. Zimmer in besserem Hause. Off. m. Preisang. unter 05506 an die Expeb. b. Bl. | Verbeten* | für Auiomateil gesucht. 6540 H S Choeoladen-Parik Selbmann, Dresden. | C^ür Jedermaun hoh. Nebeu- y eiukommcn, täglich nach- weiSl. bis 60 Mk. durch Vertretungen ; schristll u. Häusl. Arbeiten, Hanbarb. rc. ß. Mencnau, Pöitaunib. __8197_____________ Tütztigcr RökliiiHer, auf schwarze Arbeit geübt, für bauernbe Beschäftigung gesucht. 8170] Georg Leib & Sohu. Junger 2. Hausbursche für leichte Arbeit bei freier Station gesucht. 8198 Georg Wallenfels, Marktplatz21 Gin grälrn Restaurant Darmstadt's gründlich das Kochen erlernen ohne gegenseitige Vergütung. Offerten unter 05486 an bie Exp. d. Bl. 8192] Nach Neujahr wird ein zuverlässiges Mädchen bas bie einfache Küche u. alle arb. versteht, ges. Frnnsturterstr.48. Lehrmädchen ober angehende Berkäuferiu gesucht. Robert Haaö Nächst., 8203________Seltersweg 18. Laufmädcheu gesucht 05422 Lubwiall^' rße 6 ITT. Mehrere UmÄlhks per sofort gesucht. 05495 Else Hinkel, Kreuzplatz 6. Atelier für Damenschneiberei. C^enmnb zuni Labenputzen ados. -V gesucht Lubwigstr. 20. [05501 Wegen Erkrankung des Kindermädchens suche ich für Frau Kreis- amtmann Wolff in Worms ein jiingms, znokkl. Msötzen. Frau Dr. Haberkoru, 8048________Aioltkestraße 5. Infolge des andauernd lebhaften Geschäftsganges suchen wir per sofort 15 W 20 Machen gleichviel welchen Alters für- leichte Fabrikarbeit bei dauernder Stellung. Monatlicher Verdienst ca. 45 bis 55 Alk. [8166 Lüdenscheider Metallwerke, A.-G. vorm. Jul. Flscner &, Basse, ______Lüdenscheid i. W. Alht.ÄcrkMseti!!iien^L7t 8033 Kaufhaus Elsoffer. 7934] Dienstmädchen gesucht. Neustadt 24. Kaufmann mit la. Zeugnis sucht per alsbald Stellung als Buchhalter ob. Kontorist. Off. beliebe man unt. 05416 an bie Expeb. b. Bl. einzusenden. Meiu Laden befindet sich ab 1. November er. 05497 MckLM 63 Ludwig Hinterlang, Gemüsehändler. Bestellungen auf versch. Sorten guter Speisekartoffelu sowie auf Kornstroh (Handdrusch) iverden in der Herberge zur Heimat entgegengenommen. Ta- selbst sind Proben zu haben. [0548' Stud. jur. wünscht Violmnnterricht zu' nehmen. Off. m. genauer Preis« ang. u. 05488 an bie Exp. erbeten. Gküllöl. PtiNtNlerrW in den Elementarfächern sowie Nachhilfe bei den Schularbeiten erteilt biMg geprüfte, erfahrene Lehrerin. Gest. Offerten unter 8040 an die Expedition d. Bl. Sßßrchm-MllrßttlU in Postkolli ü. 9 Pfund, täglich frisch (im Geschmack u. 9tährivert gleich mit feinster Molkereibutter) wünscht eine leistungsfähige Fabrik einer Firma in Gießen ben Alleinverkauf zu übertragen. Offerten unter H. G. UOO an Rudolf Mosse, Hamburg.8161 Rentables Geschäft zu mieten event. mit HauS zu kaufen gesucht. Offerten unter 05455 an bie Expeb. ds. Bl. 100 ElarK zu 6 pCL sofort auf 1 Jahr zu leihen gejucht. Darleiher wollen sich melben unter K. W. 100 Hauptpost- lagernd Gießen.___ 05490 (ftine weiße Taube, Krause um V-, ben Hals, Feberfüße, zuge- flogen. Abzuholen Sübanlage 8. ÄerztLKreisverö Giessen. 8194 BA Donnerstag, 5 Nov., ■ im Hotel Viktoria. eoe®@eeeee Stadt-Theater Siehen. Direktion: Siebigoetter. Dienstag den 3. Nov. 1903: 4. Dienstag-Abonnem.- Vorstellg. Mit neuer Ausstattung an Dekorationen unb Requisiten.