Nr. 78 Donnerstag 2. April 1903 (Erstes Blatt. 153. Jahrgang n. Amtliche Nachrichten über Viehseuchen. Die Rollaufseuche unter dem Echweinebeslonde des Heinrich FriebertShäuser in Marburg ist erloschen, bic Sperrmaßregeln finb ausgehoben. ich unterlassen: es tonnte die Wirkung die sie im ganze» Bekanntmachung. Bei dem ®nneinbebullen, sowie bei ft einer Kuh beS Albert Schultheiß, Heinrich Menz unb Georg RIö6 11. in Beltershain ist der BläSchenauSschlag auSge- krochen. Li« kranken Tiere finb bifl zu chrer voUslänbigen Heilung von ber Begattung ausgeschlossen. Gießen, ben 1. April 1903. Groß herzogliche- ureiSamt Gießen. I. D.: Dr. Kranzbühler. Eichener Anzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen vczagHpre»»: monoihrti 75*91, oiertel« jfibriid) Alk. 2.20; durch Adbole- u. .groetgfteUee monatlich 6o i?t.; durch die Post Alk. 2.— Dienet- jabrL auolctil Vestellg. Annahme mi Hnjeigei toi tue iagetnummec bi« Dormuiüg* 10 Uhr. SeilenpTeK: total 12*UU ouAioane 2u Big. Verantwortlich tot ben doUl unb oügem. Teil; U Witiko. tot , otabi und t'anb* unb ,Genchi»taal' iluguft Göy: tot den An- tetnentetl: Pan« Beck. Lande Hervorrufen wird, nur Abg. Cramer bleibt dabet, Abg. Bähr fei xu Ihm gekommen und habe unterhandeln wollen. Der äuhhaiidcl ^Redner wird für bas wiederum gebrauchte unparlamen- larifche Wort zur Ordnung geruscn >. Abg. Dr. David versucht nochmals, die Haltung seiner beiden Genossen zu rechtfertigen, worauf Abg. Bähr genau noch einmal den Tatbestand feststellt. Er Hube in einer Ausschußsitzung eine Unterredung mit den Herren Cramer und Ulrich gehabt, und da hätte ihm Herr Cramer gesagt: Wenn Sie für die Giltigkeit der Wahl von Orb stimmen, dann können mir auch für Hirsche! stimmen. (Erneute große Bewegung im ganzen Hause.) Abg. Cramer bleibt dabei, er habe nur mitgeteilt, was Abg. Hirschel in der Sache unternommen und zu ihm gesagt habe. Abg. Wolf konstatiert, daß Cramer vorhin auSdrück» lich gesagt habe, er werde nach dem, waS er gestern und heute hier erfahren habe, für die UngiltigCeit der Wahl Ker starke Arm. Man schreibt uns aus Berlin. L April: Sehr wenig erbaut ist man in den Kreisen der konservativen Partei darüber, bdy die Regierung keine Miene macht, sich auf den „starten Arm" zu stützen, den die konservativen anbieten. Aus dem Delegiertentag hat eS nicht an allerlei Offenherzigkeiten gegen die laue Haltung zur Sozialdemokratie gi.ji.htt, und G^as Lim b u r g-äußerte als Vermutung „selbst loyaler Kreise", es liege der Regierung daran, daß jetzt ,/tnders" gewählt werde als visher. Der Sinn der Worte ist, daß der Regierung ein „Ruck nach links" nicht unerwünscht tarne bei den Wahlen. Dazu gehört nicht Diel Scharfsinn, um zu solcher Auflassung zu gelangen. Ter hauprnccent der Tätigkeit des neuen Reichstages liegt auf dem Gebiete der Handelsverträge. Tie Regierung müßte entweder blind gegen die Sc^vierigtellen dieser Ausgabe oder unbegreiflich vertrauensselig {ein, wenn sie irgendwie dazu ihre Unterstützung lieye, das die Agrarier womöglich Der* iiärlt aus dem Wahllampi hervorgehen. Wir g.auben darum nicht, dag cs im Sinne des Gra.en Bülow und anderer leitender Männer hegt, würde der amtliche Apparat zu . Gunsten der unechten arbeiten. Im Gründe ist das konfer* oative Begehren nach der Parole „Gegen die Soz.ardemo- kratie'" docy wohl von der fiulcn Erwägung beeinflußt, Die wertvolle hü Leistung seitens der Regierung sich zu sichern, .miängiicy hat die Regierung diese Parole als gant «ucctmäßig benagtet. In der „Rordd. AUg. Ztg." und in anderen osj.zu-sen C.ganen wurden einbrmgliax Dor- stellungen an die „Ordnun...spar:-.en" gerichtet, sich gegen öen „gemeinsamen uCinb" zuiOm^-nzutun. Cs scheinen aber Ledeüken waa) geworden zu sein, ob man dadurch nicht eine bequeme Bruäc errichie, auf der die Handelsvertrags- gegner nocy zaylreicher ais jetzt in den Reichstag einziehen, nur zum, der Sammlungsrus ertönt kaum noch. Was sonst an d.n neuen Reichstag heranttllt: Militärische und Flotten- iorb:iungcn, Reichisf.nauzresorm und osta rttanische Zentral- dahn. das hat ja t.,ne viel tx.terung die Unteriiützung Der Lons er Dativen. Gegen die Ltnlc, aus die in diesem o^lle freilich nicht zu rechnen ist, fallen die Stimmen bebte Zettelabgabe fast unmöglich gemacht wurde. Solche Ln- ammlungen kämen auch In Offenbach Dor. Redner wendet ich gegen den Abg. v. Brentano und meint, er habe ge- ehen, wie gestern ein Vertreter der gestrigen Mehrheit aus einer Tür in die andere gelaufen und herumgeflogcn ei, wie ein Nachtfalter in der Laterne. (Präsident Haas rügt diesen Ausdruck als ungehörig.) Adg. D. Brentano fleht nach einigen (Entgegnungen an den Abg. Ulrich fest, daß von einem „Kubhanbel" oder einem Abkommen gestern gar keine Rede sein konnte. Denn einige Abgeordneten zusammenkamen und privatim sich über die Chancen der Wahl besprachen, so fei daS doch kein Bündnis oder gar ein Handel. Abg. Grak O r i o l a erklärt, er fei nach der Durchlesunß deS AusschußberichteS zu der Ueberzeugung gekommen, dag infolge der Vorgänge in Bieber die Wahl tariert werden muffe. Daß Besprechungen zwischen befreundeten Abgeordneten über die Wahl Heidenreich ftattgesuliden hätten, gebe er zu, aber daS sei doch ganx natürlich und erklärlich, daß man sich über solche Tinge bespreche. Abg. Dr. Gut fiel sch spricht seine Freude darüber aus, daß die beiden Vorredner eine direkte Abmaä-ung in Abrede stellen. Merkwürdig sei es aber doch, daß vor acht Tagen noch zwei Parteijührer sich gegen die Giltigkeit der Wahl Heidenreich aussprachen unb gestern doch dafür stimmten. Abg. Weidner meint, es habe nach seiner lleber- zeugung gestern doch ein Handel stattgejunden. Abg. Dr. David wendet sich gegen die Abgg. v. Brentano und Gras Criola, Abg. Ulrich bemerkt, er Lonne Zeugen dafür nennen, daß ein Handel i'tattgejunöen habe. Bei der nun folgenden Abstimmung wird der Mehrheitsantrag gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und der Freisinnigen abgelehnt und der Minderheitsantrag, der auf UngiltigkeitSerllärung lautet, mit allen gegen 1U Stimmen angenommen. Die zu dieser Wahl eingegangenen Wahlproteste und Vorstellungen werben vom Hanse für erledigt erklärt. Cs folgt nunmehr die Beratung übet die Dahl im 6. Wahlbezirk (Grünberg-Gießrus, Vertreter Abg. Hirschel. Der Ausschuß beantragt durch den Abg. Datum die Gittig- keitserklärung Abg. Cramer (Svz.) führt ans, er habe sich zuerst im Ausschuß seine Abstimmung über diese Wahl für sväter vorbehalten. Rach dem aber, was er gestern und heute hier erlebt, werde er für die Ungilligtcil stimmen. Redner verliest bann mehrere Zeugenaussagen, durch welche bewiesen werden soll, daß bei der Wahi HirschelS ebenso viele Unregclinäßigkeiteu (Freibierausschank rc.) rwrgetommen seien, wie bei ber Wahl Orbs. Abg. Dr. Schmitt (Zentr.): Cs wäre wohl am besten, wenn bei der Prüfung der Mandate die Angehörigen der direkt beteiligten Partei überhaupt nicht das Wort ergriffen. Ls werde jetzt im Hause behauptet, daß die Sozialdemokraten bereit gewesen wären, für die Giltigkeit der Wahl Hirscheis zu stimmen, wenn die Gesinnungsgenossen des Herrn Hirschel auch für Orbs Wahl stimmten. Die Redner dieser Partei hätteu gestern mit so großer sittlicher Lntrüstung der anderen Seite deS Hauses einen „Kuhhandel" vorgewvrsen, aber gerade sie seien es gewesen, die einen solchen in aller Form versucht hätten. (Große Unruhe. Stufe: Namen nennen!) Ich konnte Ihnen auch Namen nennen, aber ich habe es zunächst für meine Pflicht gehalten, die Tatsache selbst hier zur Sprache zu bringen. Abg. Dr. David: Ich erkläre das eben Gesagte für eine vollständig haltlose Unterstellung, so lange der Vorredner nicht die Beweise dafür oorbruigt Wir sagten uns nur, wir wollten warten, nut welchem Maßstab die Wahl Orbs von den Gegnern gemessen werden würde, und wollten dann mit eben dem Maß auch die Wahl HirschelS messen. 'Jhtdj dem jetzt angewendeten Maßstab tonn auch die Wahl Hirscheis nicht aufrecht erhallen werden. Freibier, Schnaps unb Bein sei dabei in Strömen geflossen, unb diese Tatsache genüge, die Wahl für ungiltig zu erklären. Abg. Dr. Schmitt: Zch stelle fest, baß zwischen den Abgg. Ulrich unb Cramer einerseits unb dem Abg. Bähr andererseits Verhandlungen fiatigefunben haben. Abg. Cramer: Bir sind nicht zu ben Antisemiten gekommen, sondern diese zu uns. Abg. hirschel kam und erklärte, er habe mit Orb gesprochen; sie wollten für Orb stimmen unb wir sollten bajür für hirschel stimmen. Line Zusage fei aber nicht gegeben worben. (Zurufe: Ls hanbell sich um Bähr!) Don Verhandlungen, die später zwischen Bähr und mir stattgefunden haben sollen, weiß ich nichts! Abg. Bähr: Ich muß dem Kollegen Tr. Schmitt in seinen Ausführungen vollständig recht geben. (Rufe: hört, hört, große Bewegung.) Tie Herren Cramer unb Ulrich kamen in einer Ausschußjitzung auf mich zu unb fragten mich: Wie ist Fhre Stellung? Herr Gramer erklärte mir bann, wenn Sie mit 2hren Freunden für unfern Kollegen Orb ft im men, so wollen wir für hirschel eintreten. (Große Bewegung unb Gelächter im Hause.) Lr habe aber erklärt, es habe jeber mit seinem Gewissen abzumachen, wte er |iiinmeu wolle. Abg. Ulrich: Ich muß Das auf mich Bezügliche ent- schieben zurückweisen. Don irgenb welchen Abmachungen kann gar feine Rede sein. . Lbg. Tr. Schmitt: Barum finb denn keine Abmachungen getroffen worden? Nur weil das Angebot ber Sozialdemokraten von dem Abg. Bähr unb Getto,fen ab- gcllhnt worben ist. (Lebh. Zustimmung.) Ter Versuch dazu ist von den Sozialbematraten gemalt worden, das ist ber wringende Punkt bei der ganzen Lache. Ich konstatiere deshalb ich begreife die sittliche Entrüstung Nicht, nut ber bic rerren Soz.albemollaten sich über tun angeblichen „handel' bei der Wahl herbenreichs aufgehallen haben, auf die vom Abg. Bähr sestgestellte Tatsache näher einzugehen, will HirschelS stimmen. Abg. Tr. David meint, baß das, waS der Abg. Bähr gesagt habe, nicht bewiesen sei. Abg. Tr. Schmitt: Cs kommt nicht barauf an, was Herr Dr. Davib glaubt, sondern waS bas Land dazu sagt. nicht gefaßt. Damit ist das spruchreife Material des Hauses erledigt und mit dem Wunsche des Präsidenten auf ein „F röh- 1 iches Osterfest" vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung unbeftimnit. «Hejstjcher Landtag. R. B. Darmstadt, 1. April. Am Ministertisch: Staatsminister Rothe, Ministerial. täte Braun unb Dr. Best. Nachbem Präsibent Haas um 9y* llhr die Sitzung er- 2flnet, werden zuerst einige Vorstellungen, bett. Baugelände in der Gemarkung Arheilgen und Sttaßcngeländc in ZügcS- heim dem Ausschuß überwiesen. Zur Beratung kommt Johann die Vorstellung des Adam Sauer 111. in Hamm, Fischcrciberechtigung betreffend. Bekanntlich hatte der Betreffende mit erheblichem Kostenaufwand in Hamm bei Worms im Jahre 1870 eine künstliche Fi cherel angelegt: durch das ün Jahre 1882 erlassene Fi chcreigesetz wurde Sauet nach feiner Behauptung sehr ge chädigt. CS hanbell sich hierbei Haupt ächlich um_ die Frage, ob diese Fischereianlage alS ein offenes Gewässer ober als eine künstliche Anlage anzusehen fei. Die Großh Regierung hat das erstere ajigenonuncn unb deshalb das Gesuch des Petenten auf Gewährung einet Entschädigung abgelehnt. Abg. Schill trägt die strellige Angelegenhell dem Hause vor unb ersucht, ben Wünschen des Petenten entgegenzukommen. Ministerialrat Braun bestreuet, daß dem Petenten irgenb ein Nrecht Denveigert worden fei. Ihm eine besondere Cntschädigung zu zahlen, wäre ungerechtfertigt, bie Verwaltung könne nicht anders entscheiden, als bas Gericht eS getan habe. Adg. Häufel bemerkt, die ganze Angelegenheit sei nicht spruchreif und beantragt, sie an den Ausichuß zutückzu- verwcisen. Adg. M o l t h a n widerspricht diesem Antrag, der jedoch Dom Hause angenommen wird. Die Vorstellung deS Gendarmen G a n ß auf Gewährung bet Dienstentschäbigungszulage wird Dom Berichterstatter, Adg. Schill, befünvortet, nach einigen Bemerkungen dcS MinisierialratS Dr. Best ebenfalls an den Ausschuß zutückverwicsen. Das HauS setzt nun die Beratung übet die Wahl des Lbg. Orb im Wahlkreis Lfsenbach-Seligenstadt fort. Abg. Dr. David wendet sich gegen bie Ausführungen Des Berichterstatters der Minderheit. Wenn er auch die hallung des Adg. Pennrich selber als eine konsequente anerkenne, so fei doch der Standpunkt feiner Parteigenossen ein verkehrter. Abg. Pennrich habe mit dem Ausdruck graue Gesetzesverletzung" sich geirrt, et, Redner, verstehe unter einer foldxm eine bewußte, schwere CA-setzeSverletzung, und in Bieder seien nicht solche, sondern nur formale ©erflöge vorgekommen, bie zubem auf daS GeiamtergcbniS ber Wahl keinen beftimmenben Einfluß aus üben konnten. Rebnet gehl nun auf bie einzelnen Vorkommnisse bei der Wahl noch näher ein. 2lbg. Cramer meint, Herr v. Brentano habe bic Freisinnigen gelobt wegen ihrer Unparteilichkeit unb eine Mahnung an bie Parteigenossen deS Rebners gerichtet, ilbg v. Brentano hatte sich mit seiner Mahnung an eine anbere Adresse wenden müssen, dkachdem bie Wahl heideureich für giltig ertlärt würbe, müsse auch bie Wahl beS Abg Orb gutgeheißen werben, beim die Verstöße seien bei der ersteren Wahl mindestens ebenso fd)!immer Natur gerne,en, wie in Bubet. Slbg. haaS - Mainz wendet sich gegen einige Aeutzer- Lngen beä Abg. Schiengcr in der gestrigen Sitzung. Abg. Tr. Gut fleisch betont, er unb feine Partei fei bet Meinung, daß bie Entscheidung über bie Glltigkell ober Ungiltigkeit einer Wahl eine ernste, heilige Pflicht bes Hauses sei unb lebiglich auf Grunb ber vorhandenen Tatsachen getroffen werden müsse. Et sei auf Grund der Sachlage zu der Ueberzeugung gekommen, daß die Wahl ber Abg. Tr. Heiden reich hätte für ungütig erklärt werden müssen, ebenso wie bie Wahl Des Abg. Hllschel, wahrend bie Wahl des Abg. Orb als gütig erklärt werden mutzte. Es sei \a kein Zweifel, daß bei der letzteren Wahl &em- lussungen stattgesunden hätten, namentlich durch Verab- rciajung von Freigetränken re., aber dre deeinfluflung sei doch nicht so groß gewesen, baß sie auf bas ^^^L^onis hatte wesentlich einwirken können. 6s ser deshalb nicht richtig, bie S, Dotierung noch einmal durch bee ^ornahnie einer^Neuwahl in Erregung zu bringen, ba sie boch laum Cih gestern Präsidenten rur Lronung gerufen wurde, so war berseloe in seM'.m KSßt benn ber Ausdruck ,Fuhhonde^ war nicht parl^ mentarifd), aber er war eine richtige Dezeidjnung für bas bezüglich ber Wahl .heidenreich gcnehcnc Ab lammen. Redner geht bann auf ixe Abstimmung in Ächer naher ein und bestreitet, daß sich am Wahlnsche m Dreher eine Sr. chinesische Mauer geblldet hatte, durch welche ben anderen außer Sonntag«. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessische» tanbwlrt die »icfcener jai»ille»> WUlet viermal tn der Woche beigelegL Rotaiu>n<$örud u. Verlag der Brüh l'lchen Unroet1.-ibud>- u. Stein- brudettl (Pteksch lirben) Reval non, (trpeömoe und Druckerei: EchUlftrat« T. Adresse tot Depeschen: «azetger Gießen. FernIpreLantldlußAr dl. währt werde. Schluß folgt. bei Aus und Land. Gießen, am 2. April 1903. ** Ernannt wurde der Steuerkommissariatsassistent ... dem Steuerkommissariat Worms, Regierungsaftessor Gustav Pflug zum Bezirkskasseasftstenten bei der Bezirks- kasse Mainz II. ** Erledigte Stellen. Die Stelle des Kontrollbeamten der Lokallassestellen des Bezirks Darmstadt I; die Stelle des Steuerkommissariatsassistenten bei dem Steuerkommissariat Worms. ** Ern Unfall ereignete sich vorgestern mittag auf dem Braun st einberg wer vorm. Fernie. Zwei Leute verunglückten dadurcb, daß ein eiserner Rollwagen auf sie stürzte. Der eine, der ledige Arbeiter Müller-Dutenhofen, mußte wegen Scbenkelbrucys in die Klinik verbracht werden, der andere, im Rücken verletzte Woller-Kl.-Linden ist Vater einer kinderreichen Familie. - Oeffentliche Lesehalle. Im März wurden 2147 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Litteratur 654, Zeitschriften 553, Jugendschriftcn 309, Litteraturgeschichte 18, Dichtungen 40, Länder- und Völkerkunde 57, Kulturgeschichte 27, Geschichte und Biographien 124, Naturwissenschaft und Technologie 114, Seewesen 8, Hauswirtschaft 2, Philosophie und Religion 12, SraatSwisien- schäft 11, Fremdsprachliches 11 Bände. — Nach auswärts kamen 108 Bände. — Beachtenswert für die Benutzer der Bibliothek ist folgende Aenderung der Ausgabestunden: vom 15. ?lpril bis 1. Oktober ist Montag und Mittwoch von 7—9 Uhr abends geöffnet (statt von 6—8). Freitag und SamStag bleiben die Stunden wie bisher. v. Von der Jagd. Die Schonzeit für Enten hat bereits am 1. März begonnen. Sonst haben unsere Auer- Birkfasanen, Truthähne, Trappen, Schnepfcnarten, Brachvögel und alles übrige gesetzlich geschützte Wild Schonzeit. Heber- Haupt keine Schonzeit hat bet uns: Schwarzwild, männliches Edel- und Damwild, alles Raubzeug, wilde Kaninchen, wilde Tauben, alles Wüd, welches tm Groß Herzogtum oder in deffen nächster Umgebung nicht setzt oder nistet. Ter Dachs ist von dem Raubzeug ausgenommen und hat vom 15. Februar bis 15. Mai Schonzeit, die zeitweise besonders aufgehoben werden kann. In einigen Gebietsteilen OberheffenS haben auf Grund besonders erteilter Erlaubnis die Jagdbestände das Recht, biß zum 1. April Enten zu schießen. _ DreS ist aber nur bei den an Preußen angrenzenden Gewässern gestattet, weil in Preußen die Schonzeit erst am 1. April beginnt. In der Ausdehnung der Schußzeit biS zum 1. April liegt eine empfindliche Schädigung der Jagd, da die Enten bereut am Brüten sind und die Jungen m wenigen Tagen Voraussicht» lich auSschlüpfen werden. Gin waidgerechter Jäger wird daher trotz der ihm vielleicht erteilten Erlaubnis von dem Schießen der Enten absehen. § O r i e b e l, 1. Aprtt. Degen des kürzlichen Cranbel in der Hofraite unseres Mitbürgers Bär, sonne einer vor mehreren Wochen versuchten Brandlegung fanden wiederholt gerichtliche Verhöre hier statt, die sich auch auf die Ermittlung der Verfasser von Brandbriefen erstreckten, die seinerzeit hier gefunden worden sind. 69 wäre sehr zu wünschen, daß der aber die Täter bezw. Drohbriefschreiber entdeck würden, darutt ihNeu daS Handwerk gelegt werben kann. () Friedberg, 1. April. Au der am IS. Juli, de» iKebeuktag dar Siiegierüänuig, ftLttsiubeubarr Stieger- berücksichtigen, daß ein großer Teil der Eigentümer durch das im Besitz des Staates befindliche Gelände an_ bei Klinikstraße, das, falls die Kliniken dort nicht hinkärnen, sicher als Schutzzone für die jetzt schon bestehenden Kliniken liegen bleiben müßten, von der Verbindung mit der Kltnik- straße abgcschnitten seien. Herr Becker erklärt, er erachte es ür notwendig, auf den freihändigen Geländeerwerb von iZrof. Boström mit wenigen Worten einzugchen, weil man es 0 hingestellt habe, als sei Prof. Boström, weil er Staatsbeamter sei, für sein abgetretenes Gelände ein zu hoher Preis bezahlt worden. Man habe diese Erwerbung machen müssen, weil man möglichst bald eine Zufahrt zur Bautelle nötig hatte, auch hätte man darauf gerechnet, früher mit dem Bau einen Anfang machen zu können. Professor Boström habe «bdä Gelände ungern hergegeben, er hatte einen Garten dort, an dem er seine Freude hatte Dieser Umstand führte dazu, dem Eigentümer einen gewissen Afsek- tionswert zu bezahlen. Ties tue und könne der Staat auch tun bei freihändigen Verkäufen, bei Enteignungen ober könne davon keine Rede sein. Man hoffte auch anfangs mit dem Herrn Gabriel auf einen Verkauf sich zu einigen. Gewiß wäre es dem Staat hierbei aus einige tausend Mark mehr ober w niger nicht angekommen, aber bei dessen Forderung wäre jede Vereinbarung von von h nin aussi^tslos g - toejen. a,er merkantile Wert des Gabrielschen Hauses ohne Gelände sei keine 27 000 Ml., es sei auch zu den Zinsen dieser Summe sicher nicht zu vermieten. Wie Architekt Meyer ein 30jähriges Bauwesen, wie das von Gabriel, ebenso hoch bewerten will, wie ein neues Haus, begreife er nicht. Lauinspektor Becker verweist darauf, daß die Balserstiftung und Gails Erben großen Vorteil von den zu errichtenden Kliniken haben, weil voraussichttich die Straße durch Boströms Garten als öffeittliche Straße sehr bald frei gegeben würde. Tann liege deren Gelände an der Straße und könne bebaut werden. Planks Gelände habe erst durch die kommende Klinik höheren Wert erhalten, und es gehe nicht an, daß der Eigentümer einen Vorteil aus diesem Umstand ziehen wolle. Justizrat Hirschhorn, der Vertreter der Balserstiftung, von Gails Erben und Rentter Schwan, nimmt hierauf das Wort und erklärt, das nachträgliche Gutachten der Lokal- lommission sei rechtlich ganz ohne Bedeutung. Zuvörderst müsse er protestieren gegen die Darstellung des Herrn Bau- inspektor Becker, wie wenn hier in der Verhandlung von ihm oder einem seiner Kollegen der Verkauf Boström in illoyaler Weise gegen den Staat ausHeschlachtet worden wäre. Nein, er wiederhole, daß man der Ansicht sei: Boström und Haubach haben für ihr Gelände viel zu wenig bekommen vom Staat. Man wolle den wahren Wert, und das sei mehr als Doström und Haubach erhalten. Sein Kollege Jöckel hätte nicht mit den ältesten Entscheidungen des Reichsgerichts kommen sollen, sondern mit den neuesten und aller- neuesten, die nach Lage der Verhältnisse zu Gunsten der Eigentümer im vorliegenden Falle sprechen. Wegen der Entschädigung der Bäume auf dem Gelände wolle er kein Wort verlieren. Die Frage fei für den Provinzialausschuß tägliches Drpt, es komme ja alle paar Wochen vor, daß eine Entschädigung für Bäume vom Puovinzialausschpß ge- Zentrums, der Nationalliberalen, der Reichspartei in die Wagschale, vollkommen ausreichend für die Bildung einer Mehrheit auf die Regierungsvorlagen. Nach alledem ist es begreiflich, daß die leitenden Stellen gelassen darauf Verzicht leisten, den gereichten „starken Arm" anzunehmen. Es wird nicht als ein nationales Unglück betrachtet, sollte der nächste Reichstag ein etwas anderes Gesicht zeigen, in dem die Freunde der Landwirtschaft in verminderter Zahl, die Freunde der Handelsverträge, der Industrie in vermehrter Zahl zur Stelle sind. Gras Bülow wußte, was er tat, als er die Sicherung des Wahlverfahrens zugestand. Und es hat Wahrscheinlichkeit, wovon man zurzeit in politischen Kreisen sprechen hört, daß demnächst eine besondere Anweisung an die Beamten ergehen werde, alles zu vermeiden, was als eine Einflußübung auf die Wahlen gedeutet werden könnte. Enteignung des Klinißgeläudes vor dem Srovitizial-Ausschuß. Fortsetzung. Dauinspektor Becker verweist darauf, daß der Staat bereits über 33000 Quadratmeter des zu den Kliniken nötigen Geländes, also die größere Hälfte, in Besitz und diese freihändig von 12 Eigentümern zu dem angemef|cnen Wert von 5 Mk. pro Meter erworben habe. Alle die in der Verhandlung zum Vergleich herangezogenen Geländeerwerbungen passen nicht zum Vergleich mit dem Terrain, welches zur Enteignung stthe, viel geeigneter zu einer Parallele mit demselben sei das Geläiwe hinter der Cholera-Baracke von Georg Simon und Carl Plank, das die Stadt gekauft und mit 2 Mk. pro Meter bezahlt hat. Eine weitere wich- tige für die Preisbewertung sei der Umstand, daß die Stadtverordnetenversammlung in der Sitzung vom 31. Mai 1900 das fragt Gelände zu ö Mk. pro Quadratmeter bewertet und demgemäß die Abtretung der boriigcn städtischen Parzellen zu diesem Preise dem Staat abgetreten fribc. Die Behauptung, daß der Platz zwi,chen Wilhelm- und Klinikstraße der öfjentliä-en Bebauung wegen der Älimfen entzogen worden wäre, sei eine toiuiürlid)e, durch nichts bemic)ene und gerechtfertigte Behauptung. Die Stadt Meßen habe gar keine Veranlassung, nachdem die Stephans- mark uni) demiüichst wohl aitch die Schwarzlacb der Bebauung eröffnet wurden, im Interesse einzelner Leute über den SclterSberg teure Strafen anzulegen und damit den Stadtsäckel zu belasten. Man tue auf der Jenseite immer so, als ob das Gelände, welches für die Äünikn bestimmt ist, das einzige Baugelände für Gießen sei, und dem sei doch nicht so. Tie Eigentümer berücksichtigen gar nicht, daß der Staat ihnen jeben Quadratmeter mit o Mr bezahle. Würden aber dort zwischen Klinik und Wilhelmstraße Straßen angelegt, um das Qklänbe der Bebauung zu erschließen, so entfiele etwa ein Sechstel der ganzen Fläche auf Straßen- gelände, wofür die Stadt etwas mehr als 1 Mk. pro Quadratmeter bezahle, ziehe man dies in Rücksicht, so fei der wirklich zugebilligte Preis des Staates nichr 5 Mk., sondern 5.60 bis 5.70 Mk. pro Quadratmeter. Die Eigentümer sollten svch aber auch bedenken, daß kein Mensch wissen könne, wie die Straßen dereinst einmal gelegt würden uub daß daher jeder von ihnen da» Risiko trage, mit dem garten ober größten Teil seine» Geländes in die Straße zu füllen und dann ein schlrch^ Geschäft zu machen. U sei fern« zu politische Tagesschau. Die Frauenfrage im würtembergischen Landtag. Tie einhellige Stellungnahme der Stuttgarter Abgeordnetenkammer zu der Petttion einer Doktorin — Fräulein T r. Breiti nger — wird man ihr zum Ruhme anrechnen dürfen. Tie Petentin hat mit einer seltenen Energie und Zähigkeit von der Voltsschule, die sie noch mit 30 Jahren besuchte, durch ein Lehrerinnenseminar, durch Privatstu- dium im Lateinischen und ourch Besuch der Universität Bern sich bis tunt „Dr. meb." hindurchgedrungen. Nun möchte sie in Württemberg, dem Lande ihrer Tätigkeit — sie praktiziert in Eßlingen — noch die ordnungsgemäße ärztliche Staatsprüfung ablegen. Aber der Reichskanzler erlaubt es nicht, obgleich die württembergischen Minister des Innern und des Kirchen- und Schulwesens sich für diese Erlaubnis verwendet haben. Da nämlich der Studiengang der Dame, die übrigens schon im 52. Lebensjahre steht, nicht den alten Traditionen entspricht, so kann nur der Reichskanzler du Dispensation erteilen. Einhellig hat sich die Abgeordnetenkammer zu gunften der Dame ausgesprochen, die mit einer ungewöhnlichen Energie sich in den Dienst der Frauenwelt stellen möchte; und ebenso sympathisch hat sie sich prinzipiell dahingehend geäußert, daß mit alten Vorurteilen aufgeräumt und den Kauen besonders der Zugang zum ärztlichen Berufe gewährt werden müßte. Heer und Flotte. Berlin, 1. April. Die Feier des 50jährigen Dienstjubiläums des Chefs des Generalstabes Grafen Schlieffen begann heute früh mit einem Ständchen dreier Militärkapellen. s2ün Vormittag versammelten sich im Bibliothekzimmer des Generalstabes die hiesigen General- stabsosfiziere, die Chefs der Generalstabe der sämtlichen deutschen Armeekorps und Gouvernements, Abordnungen des bayrischen und sächsischen Generalstabes, ferner Feldmarschall Graf Waldersee. Um 10y2 Uhr erschien der Kaiser mit den Herren des Hauptquartiers. Der Kaiser begrüßte die Versammelten. Hierauf trat Graf Schliessen ein. Der Kaiser hielt eine kurze Ansprache an den Jubilar, indem er dessen Verdienste um die Armee in warmen Worten hervorhob und ankündigte, daß er ihm das Großkomturkreuz des Hausordens von Hohen- zollern mit der Kette verleche. Oberquartiermeister General Deseler hielt ebenfalls eine Ansprache. Graf Schliessen dankte mit einem Hurra auf den Kaiser, der Kaiser brachte ein Hurra auf den Grafen Schliessen aus. Später besichtigte der Kaiser das in einer Ecke der Bibliothek aufgestellte Geschenk der General- stabsofsiziere, eine Nachbildung des Uphuesschen Mottke- standbildes in Marmor. Sodann verabschiedete sich der Kaiser, und nun begann ein ununterbrochener Strom von Gratulanten, Abordnungen der Regimenter und Cffißiere aller Waffengattungen. Heute abend sand in der Kriegsakademie ein Diner zu Ehren des Jubilars statt. Der Oberst z. D. Hermann von Petersdorfs auf Schloß Geilnau bei Balduinstein a. d. Lahn feierte sein 50jähriges Militärdienstjubiläum. Er trat 1853 beim Regiment 21 (jetzt Regiment v. Borcke in Thorn) ein, machte mit dem Regiment 31 (jetzt Regiment Graf Bose in Altona) beide Feldzüge mit und erwarb sich das eiserne Kreuz erster Klasse bei Evinay vor Paris. Die Gattin des Jubilars ist eine Tochter des verstorbenen Dich? ter» von Badenstedt. DenkmalSeuthüllung werden auch die ehemaligen hessischen Jäger, welche vor dem Feldzug hier garnisoniert waren, eingeladen werden. Die letzte Zusammenkunft der Jäger fand hier 1897 statt. Tie Kapelle der Hanauer Ulanen wird konzertieren. — Einen Selb st Mordversuch verübte ein aus dem hiesigen Bersorgungshaus ins Provin- zial-Siechenhaus in Gießen überwiesener älterer Kranker; er brachte sich Schnittwunden am Halse bei und liegt schwerverletzt im Hospital. Sieben Sieche sind von hier nach Gießen übergesiedelt. — Die feierliche Entlassung der Kandidaten des hiesigen evang. Predlgerserninars inbet nächsten Samstag oormutag statt. Sechs Herren werden entlassen werden. — T-er Vors chu ß- und Kreditverein erzielte für den Februar eine Gesamteinnahme von 418145 Mk. -o- Rodheim a. d. Bieber, 1. ApriL Heute sind es 25 Jahre, daß Lehrer Höhn an der hiesigen Schule wirkt, und Lehrer Heymann versieht bereits seit 31 Jahren in hiesiger Gemeinde sein Amt. Beiden verdienten Lehrern wurde tn Gegenwart des Schulvorstandes und des Lehrerkollegiums des Kirchspiels durch den Üreisschul-Jw spektor Dank und Segenswunsch ausgesprochen. Bürgermeister Bechtold überreichte den beiden zerren entsprechende Geschenke der Gemeinde. w. Wetzlar, 1. April. Die seit 1879 geplante Vereinigung der Landgemeinde Niedergirmes mit der Stadt Wetzlar trat mit dem heutigen Tage in Kraft. Ter Regierungspräsident hat zugleich angeordnet, daß Niedergirmes von heute ab den Namen Weylar-Niedergtrmes zu führen hat. Nach der Etatsaufstellung wird die Ein- ivohuerzahl unserer Stadt darurch auf 11233 steigen. Eine bedeutsame Aenderung tritt auch in Detug auf unser Stadtverordnetenkollegium ein, indem die Zahl seiner Mitglieder von 18 auf 24 erhöht wird. Das Vermögen, welches Niedergirmes der Stadt Wetzlar zubringt, beläuft sich auf 160 000 Mk., tue Abfindungssumme, welche die in ihrem Bestand verringerte Landbürgermeisterei Aßlar von der Stadt erhält, ist auf 140000 Mk. bemessen. Vermischtes. * Königsberg t. Pr., 1. April. Ucber die bereit- kurz erwähnte furchtbare Bluttat, die sich in der Nacht vom Samstag zum Sonntag hier zugetragen, berichtet die „Königsb. Hart. 3tg/ folgendes: Die verwitwete Frau Oberstleutnant Lina Grapow hat — zweifellos in einem Anfall geistiger Störung — ihrem 10 Jahre alten Sohne, ihrem 4 Jahre alten Töchterchen und schließlich sich selbst mit einem Rasiermesser den Hals abgeschnitten. Alle drei wurden Sonntag vormittag tot aufgefuxben. Frau Oberstleutnant Grapow war 37 Jahre alt, fcu onn vor etwa zwei Jahren erfolgten Tode ihres Gemahls, mit dem sie in glücklichster Ehr gelebt hatte, etwas schwermütig. Sie lebte in durchaus geordneten Verhältnissen. Nahrungssorgen können unter keinen Umständen als Motiv angenommen werden. Nachdem die Mutter ihre Kinder durch Durchschneiden deS Halses getötet hatte, trug sie beide in em Bett, bedeckte bie Leichen und setzte sich bann völlig angekleidet zu Füßen deS Bettes auf einen Stuhl. In dieser Stellung hat bie Unglückliche sich in gleicher Weise wie die Kinder getötet Rian and sie hintenüber über das Bett gesunken. Ter tätliche Schnitt war mit solcher Gewalt gefühtt, daß die Klinge deS Messers verbogen und von dem Heft ein Teil der Schale abgesprungen war. In zwei EouoettS, die Frau G. vor der Tat auf den Tisch gelegt hatte, fand sich der auf den Tag abgezählte Lohn für das Mädchen und für das Kmderftäulein vor, auf einem besonderen Zettel bat sie, über ihre Tat möglichst Stillschweigen zu bewahren, ohne jedoch auch dabei irgendwelches Motiv anzugeben, und endlich sand man noch in einigen Gläsern Gift bereitgestellt, vermutlich für den Fall, wenn das Meffer nicht das ersehnte Resuttat bewirkt hätte. * Ostende, 1. April. In der Nähe von Zeebrugge sind Teile eines Ostender Fischerbootes, welches feit dem 24. März überfällig war, an Land gespült worden. Tie fünf Mann der Besatzung scheinen umgel ommen zu sein. * Nizza, 1. April. Heute vormittag fuhr bei dem Automobilturbinenrennen Graf Sborowski gegen einen Felsen und wurde mit zerschelltem Schädel tot aufgehoben. Auch sein Chauffeur wurde verletzt. * Las er ta, 1. April. Gestern abend wütete in der Gemeinde Grazzanise em schrecklicher Orkan. Ter auf den Feldern und in den Wohnstätten angerichtete Lchaden ist sehr bedeutend. Drei Personen sind getötet, mehrer? verletzt. • An den Folgen eine- HundebisseS gestorben ist auf Gut Duren bürg in Westfalen der Prof. Dr. Grote- meyer, der bei dem kürzlich Heimgegangenen Abgeordneten Frhrn. 0. Heereman die Funktionen emeS HauSgeiflUchen auS- Qbte. Der 78jährige Greis war vor einiger Zeit von einem Lchoßhündchen in das Bein gebissen worden; die ursprünglich ganz unbedeutende Wunde verursachte schon nach wenigen Tagen unter starker Anschwellung deS betroffenen Körperteils eine Blutvergiftung, welcher der Bedauernswerte jetzt erlegen ist. • Gegen eine Kaution von 200 000 Mk. wurde m Hamburg der Tabakmakler, Kaufmann Querner. der vor einiger Zett in Begleitung seiner Frau von dort fiüchtete und auf Grund eines hinter ihm erlassenen Steckbriefes in Kopenhagen verhaftet und nach Hamburg zurück- tranSporkiett worden war, auS der Untersuchungshaft entlaßen. Duemet wird der fortgesetzten Untreue gegen seine Kommittenten, die Fttma Otten u. Co. m Bahrn, beschuldigt; ei soll sich hierbei um eine Gesamtsumme von nahezu 750 000 Mk. handeln. Gr ist infolge dieser Anschuldigung bereite durch Beschluß bei Börsen-Sbrengerichte auf sechs Monate vom Besuche der Börse auigeschloffen worden. Bei seiner un Hotel .PhSnix' in Kopenhagen erfolgten Verhaftung sand man im Reisekoffer bei Flüchtigen Geld und Wertpapiere von rund ewier viertel Million Mark vor, während seine Frau die Summe wen 50 000 Mk. in Papiergeld in ihrer Taille eingenäht bei sich trug. Diese Gelder bezeichnete Cuerner bei seiner Vernehmung als sein redit- mäßiges Eigentum. • Ein Dorf durch Feuer zerstört. DaS Dors Befände m der spanische« Pcowinz Leon »nrde von einet furchtbaren Feueitedrunst tzenngcsncht. 32 Häuser und 41 Bieh- (lalle sind emgeäschert wordon. meisten Einwohner haben ihre ganze Habe »eilace«. 143,37 Lüdweiue Beerenweine 2788 2796 Anerkannt erstNasfige LnalttLte» 2082 Mm Männtr-Turniltreiii i Nächsten Samstag, den 4. April i| la. Metzer Marmelade snt Dlk. Kinder j per Glas 45 SporWni 2967 Moritz Gregor! L Sohn u Idm6 1*1 iftei hi reicllittipr linralL B 'S. ltiö.25 185,87 0.45 1.40 0.75 Oesetrlkh geschützfl 2 1 1 2 1 2 0.45 L— 0.55 1.15 Mixed Pi«kle» tcufgurfeu Mote Müden Mlrffergerlee per Dias 1 Pstmd-Dose 2 Pfd^Dose 10 , 2 , 2 , 1 2 , 1 1 ' 2 , 1 , 2 , 1 , 1 , 2 , 1 , 2 , (feinstes Fabrikat) allseitig bekannt und beliebt 10 Psb.-Limer 2.50 Mark. 2 Psd.-Dose 1 vae»eUhaft: laßverwalter bestellt. Gießen, den 27. März 1903. Großherzoat'HeS Amtsgericht. Pertzmiebet» •eierte m Scheib« • Ein Pariser Duell. Nach einer Pariser Depesche murde bei dem Degenduell zwischen dem Dichter Marcel Prevost und dem Bruder seiner ehemaligen Geliebten der letztere am Arm verwundet. • Nicht übel ist ein Witz auS der Pfalz über d,e Ursache des Erdbebens vom vorigen Sonntag. In Landau wurden auf Anordnung deS Gerichts 40 Fuder gepanschter .Wem' laufen gelassen. Davon soll die Mutter Erde .Bauchgrimmen' bekommen Loben. Pflaumen 1 Pid.-Dose Mk. 0.42, Kirschen, rot Mirabellen Meine c laude« viruen, weiß Melange Mepfel, rot Dallnüsse Brombeeren 1 , 0.65 , 2 Psd.-Dose Mk. 1.30 1 . , 0.70 2 , , 0.65 1 . . 0.40 0.85 0.45 Dt. W. Knechts Magenbitter „SÄNTIS“ erstklassiges Hilfsmittel bei mangelhaftem Stoffwechsel, ärztlich anerkannt und empfohlen. Grosse Flasche Mk. 2.50. Probeflasche Mk. 1.—. Ueberall erhältlich. Preiselbeere« Erdbeeren «entzerrst ^Kesangbüchev für Konfirmanden in großer AuSwahl empfiehlt 8288 Mktßrck l WilheBm KBee. Preiselbeere» 1 Pid-Lose 0.50 Mk. 4 Heidelbeeren Kunst und Wissen sch all. — Richard Wagner-Denkmal. Im tzentralbiireau deS Richard Waaner-KomtteeS in Berlin land am «amstag eine auberoroen.l.che Sitzung statt. Im Verlaut der Derha.idlimgen wurde der Vorschlag deS Präsidenten, KommerzicnratS Le'chner, iur Feier der TenlmalS-Eiithullung eme Gedachlni S-M ed a tue prägen und eme nationale Konkurrenz tut bildnerische Entwürfe derselben ausschreiden zu wollen, zum Beschlug ciboben. Ter Schöpfer des imt dem ersten Preise von 2000 Mark gekrönten Ent- würfe* har balür die bildnerische Auslührung der Medaille zu übernehmen. Stach bieiem preisgekrönt« (hitmutfe, der m daS ausschließliche Eigenluin deS Tenkinalkomuees übergebt, werden un ganzen nur dreißig Exemplare und zwar in feinstem Gotde geprägt, welche vom Ieitprostbium deniemgen Mustren Kunst ern gewidmet werden, welche sich bei den mustkal,sch»n Veranstaltungen der Tenkmalsweihe hervorragend auSzeichnen. Ter zweite und dritte Preis ist auf 5uü reso. 3üü Mk. festgesetzt. Rom 1. April. Heute vornuliag land im großen Saale des Kollegium Romanum die vorbereitende Sitzung des internationalen Historiker-tlongresies statt. Zum Präsidenten des »on- grelle- wurde durch Zurui Senaior Villa r t ernannt, zu Vize- Präsidenten d»e Proiestoien H a r n a ck - Berlni, Meyer-Paris, Bnce- Melange, Pflaumen. Birnen lose ausgewogen, per Pfund 40 W per Pfund Mk. 2724 W 65 Psg. 45 Lbst- Md 6emse-ÄMsenicll bieten wir unserer verehrten Aundschast auch in diesem Jahre zu äußerst billigen Preisen. In Schnittbohne» 2 Psd.-D. SO u. 85 Psg. do. 5 70 Psg. ' Lvachvbohue» 2 , 42 u. 50 , Juugc Erbse» 2 Psd.-D. 45 , btemüseerbse» 2 t 50 , , Erbse», temerc Siebung , 65 , Gesangbüehev für _ w. 74 er ist und bleibt die Krone aller W asclimittel! Eureka“ —-t-s“,..™ Bekanntmachung. Ueber daS Vermögen der am 8. Januar 1903 m der Gemarkung Steindorf als Leiche geländeten ledigen Näherin Elis ab et ha Mandler auS Gießen wurde durch Beschluß des unterzeichneten Gerichts vom 27. März 1903 auf An- trag der Erben Nachlaßverwallung zum Zweekc der Be- riedigung der Nachlaßgläubtger angeordnet. Kaufmann Jean Boeck in Gießen wurde zum Nach- Mit höchsten Preisen ausgezeichnet. 2884 Fr. Leo KitcbfoUer (C. Herber). LelterSweg 58. Mark «Men witt 48R53 Stimmen vertreten. Trr RechmmgS- abichluß für daS Jahr 1902 wurde einstimmig ptnebnugi blflolort ja bibare Dividende auf 11 pSt. selige,egt, sowie dem AufNcht^rat und dem Vorstand Entlastung enciit. Al» Mitglieder deS Auf- stchiSralS würben die Herren Ad. vom Rath, LandiogSabg^ Ernst v. Eimern, Web. Kommerzienrat Ernst Hergerlderg, Estenbahn- birehor a. D. Karl Schrader, sämtlich zu Berlin, und pei-r Adolf Ceiling zu Hamburg wieder-, und Regierungürat a. T. Tr. Thco- dor Bonmger tu Berlin neugewählt. Märkte Bei dem am 24. und 25. Mär» a. c. zu Gießen stattge- fundenen Alartte waren auigetrteben 1204 Nindvieb, 9-9 cditveuic, 298 Pierde und 27 Johle». Ter nächste Liarkt findet am 2L und 22. Avril a c. statt. ~ _ Limburg a. d. L., 1. April, tzruchtmarkt. Durch- schnitlsprcisc pr. Maller. Roter Netzen 18^ Mk., Ae.ßer Weizen uu.OU Rtk^ Koni lu.64 Mk^ Werfte 04X) 'DIL, Hafer (kB8 Dlf„ Erbfen 0.00 Atk^ «arwfieln 0.00 WIL Schuittspargel mü Köpfen Ix. ba. , । Stangeospargek ff. Stangenspargel Suppenspargel «MM —- Progre»-Stähle Bekantttmachnnst. ©ei den am 4., 6., 7. und 8. April im Ho,e der alle« Paferue am vrandplah stattsmdenden l ^»uhjuptS >t0tttrvliVersammlungen < haben au« der Stadt Gießen zu erscheinen: i am 4. April 1903, vormittag» 8 Uhr: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamlei» der Reserve und Landwehr L Aufgebotes, Reservisten der Infanterie, welche m den Jahren 1805 und 1896 cmgeircien find: am 4. Aprit 1903, vormittags 10 Uhr: Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1897 und 1898 euigureten find; am 4. April 1903, nachmittags 3 Uhr: Reservisten der Infamere, welche m den Jahren 1899 1900, 1901 u>id 19u2 euigcircier. find, foioic sämtliche ztir TlSposilwn der Truppenteile und der Ersatzbehörden entlassene Mannschaften der Infanterie; „ am 6. April 1903, vormittag» 8 Uhr: Wehrleute erficn Aufgebots der Infanterie, welche m den Jahren 1890 und 1891 eingcircien find; ata 6. April 1903, vormittag» 10 Uhr: Wehrleute er,len Aufgebots der Infanterie, welche m den Jahren 1892 1893 und 1894 emgetrcicn such; am 6. April 1903, nachmittag» 2 Uhr: sämtliche Reservisten der Warbt, Jäger, Kavallerie, tfelb- und §uß- ortiUmc, Pioniere und Berkehrslruppen, Eisenbahn-, Telegraphen- turb Luilschlnerlruppen; am 7. April 1903, vormittag» 8 Uhr: . sämtliche Re,crvlsten der Trams seinschi. Krankenträger), SanUatS- unb Veterinärpersonals, Buchsenmachergehilfen, Leloiiomiehand- werker unb Manne-Mannschaften, so>v»e zur TiSpostuon ber Ttuppenlelle unb der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften ber Spezial wüsten; , . am 7. April 1903, vormittag» 10 Uhr r Wehrleute ersten ?lu,gcbot» aller übrigen Waffen; am 7. April 1903, nachmittag» 2 Uhr: Ersatzreservisten der Jahrgänge 1690, 1891, 1892 und 1893; am 8. April 1003, vormittag» 8 Uhr: Ersatzreservislen der Jahrgänge 1894, 1895, 18VSi und 1897; am 8. April 1003, vormittag» 10 Uhr: Ersayresermsten der Jahrgänge 1898, 1899, 1900, BetrelungSgesuche sind durch das Haupnneldeamt euizureichen und muhen bet)ördl,ch beglaubigt sem, können aber nur tm brumcnölten Notfall genehmigt werden. ,, Tie Leute haben in bürgerlicher Hlcibung zu erschemen. Blöcke, Schirme, Pfeifen unb Zigarren smd vorher wcgzulegen. Tie Atililärpapiere sPaß mit cmgeflebiet Wnegibeorberung) und Fuhriingsanest müssen zur Stelle fein. ichafren stehen un Laufe des ganzen KontrolltageS biS etnschlieblich TiuienmiDi unter dem Miluargeictz. Gieven, am 30. März 1903. 2783 Der Oberbürgermeister. Riecu m. _________ (trbfen 2 Psd-Dose 60, 70 und 95 Pfg. Marotten uub Erbsen Karotten. Tomaten. Steinpilze. Ehampignon». 2 Psd^D. 0.75 Psg. in den neuesten Fa^ons, sowie 2367 Ä Gebrüder Berdux Leiterwagen aller Grossen -1 B^,fMe87. 12. are»*> Auawalil. emflaki« BUilge Preise. [ , J 7 7 H K Ccft Kredit.... 218,50 218,00 reutsche Bank . . . 212,75ex Tw. 212,^ Tarinllädler Bant . . 142.60 Bochumer Guß . . • 196,50 Harpener Bergbau . . 185,50 Schluß-Tendenz: behauptet. «erlin, 30. März. In der heutigen ordentlichen ® fneraj- Versammlung der deutichen Bant waren 29311800 Rik. 0.70 . 3.40 , 0.80 , 0.75 , 0.45 _ 0.90 , 0.50 _ 0.85 , 0.50 , 1.25 , 0.75 , 0.90 . 0.50 , 0.55 . 0.95 , 0.55 , 0.85 , LOO , 0.70 . L30 Tionfivnrcrnden Reiche Auswahl L7.7.7L Ernst Balser. abend» 9 Uhr im Hotel Schütz: Kaupt Ansammlung Tages. Lrvuuug: 1. Bericht. 2. Rechnungsablage. 3. BoruandSwahl. 4. Sommer- 2788 Progranuti. 5. Verschiedenes. Ter Vorstand. Hcschästs-Kröffnung. Ter geehrten Bürgerschaft von Gießen, sowie meinen werten ftreunben und Sc(annten die ergebene Mitteilung, daß ich am heutigen Tage im Hause des Henm Dhoma» Schneider Bahuhofstratze 17 einen TalonKdllWcidellHrisitrtll n. Rafiercy eröffnet habe. ES wird mein Bestreben fein, meine werte Kundschaft nur sauber und gut zu bedienen und bitte um recht zahl- ^©leSmfl empfehle mich zur «ufertigung sämtlicher Haar- arbeiten zu billigen Preisen. Aöpfe und Toupets werben natur- getreu angesertigt und übernehme für guten Siy bie vollste Garantie. 01512 AchtungSvollst M. Roscher, Pcrrückenmacher und Friseur. Landon. ModestoTv-PeterSdirr». Zu Gbrenpräfidenlen wurden gewählt der italienische Unterricht-minisler Rast, der Bürgermeister 00» Rom und Tbeodor Mommsen. Die deutsche Orientgesellfchast bat dem Programm de» Kaiser» entsprechend deschloNen, größere »ul- ara düngen in P a l äst ina >u veranstalten. Im Auftrage der Gesellschaft ist der Archäologe Tr. Th »er sch nach Palafttna abgereist, um geeignete Gradungsstätten ausfindig zu mac handel und tzerticssr. VolKswiNschasl. Berliner vörse vom 1. Avril 1903. (Tlugeieilt von der Bank für Handel und Industrie, Gieße,i.» Ungünstige Slachnchten über die Lage in Macebonlen veranlaßten heule bie lokale vpelu- lotion zu größeren Gewnmrealisterungen, d»e ,eboch durch reich- hebe Kauforbre» Mr Prov nz ausgeglichen würben. Ter l’lant eröffnete in recht guter Haltung aui ollen Gebieten, doch bröckel en die Kurse allmählich auS oben erwähntem Wrunb um Rleungteiten ab; immerhin kann bie Tenbeiiz als recht fest bezeichnet werden. Bet regem Berkehr erfuhren heute bie Aktien ber Lubeck-Buchener Eisenbahn eme beträchtliche Kursdesierung. da man mit ber ^log- liebten einer Verstaatlichung rechnete. Für Tynamite Trust LhareS •ernte sich Abgabelusl, die auf eine niedrige Tivibendentaxe — man sptach von 8 plit. — zurückzusühren ist: der Kut-S gab bis um ca. 5 p(51. gegen AnsangSnoliz nach Ans dem Kasiamarkt war die Tendenz nicht emheulich, vorwiegend jedoch abgeschwacht. Privat-Dtslont 2'/. Prozent. Anfang»- u. Schlußkurse. Submission. Für die Grvßh. psychiatrnche Älmit soll die Lieferung von 30 9im. ranntu-Lchcitholz auf dem Wege der öffent- lichen Ludmtffiou vergeben werden. Die für b'cse -lefirung «Lugen allgcm-tnen Bedmgungen iGrlaß der Gr. Ministerien vom 16. Juni 1893) und bie speziellen Bedingungen siegen an den Docheniagen nachmittags von 3 btS 6 Uhr auf dem DenvalttingSbüreau offen. , v v or -x. s Cjfcrtcn find versiegelt und mit enNprechender Aufichntt ven'cficn diS zum GröffnungÄermm »am4tag den 18. «prtt, vormittag» 11 Nhr, auf dem erwähnten Duttau emz». reichen. — Der Zuschlag erfolgt bi5 22. Äprtl 1903. Gießen, den 1. Apnl 1903. 2®°* Großh. Verwaltung?-Direktion der psychiatrischen Munk. I. P.: Dr. D a nn e m a n n.___ Submission. Für die psychrnrrische Älm^ soll die Lieferung von 150 ecntnern guter Gpeife-Aartoffcl« (»»xnam b«rom) «uf dem Sbege der öffenliichm Lubnnsfion vergeben werden. Die für diese Lieferung giltigen allgememen Bedingungen (Erlaß der »r.ßh. Ministerien vom II. Ium !•••) und bic wesiellen Bedmgnngen liegen .» den Biochentagen nach- von S M » Utzr dem 9^ Lfferten find verfiegett, mit emiprechender Lus.chr^ wer- sehen und unter Beifügung von Pr.bekartoffeln di« zum SröffnungStermm To«»cr4t«S den 16. AprU 1666' vor' mitt«» 11 Mr, auf »em erwähnten Btremr ^gkden. S* ^n!chUi, eq.l-t »1 l^n 2^. *4H< 1vvI- Gießen, de» 1. ^rtl 1808. a80Y Gsoßtz Hc»»attungS-DireNi»n der pspchiairfich«, fiLi«. 3. St. Stnntmeua. do. sehr zart Asterweg 47 GieSSGH. Ederstrasse 8 Gegründet 1868. Einzelne Mel, sowie Vollständige Wotoengs- Einrichtungen in jeder Ausführung zu billigsten Preisen stets am Lager. 8468 Abgepasste Gardinen in creme und weiss, das Fenster von Mk. 3. an. Eigene Polster-, Dekorations- und Tischler-Werkstätten für Neuanfertigung und Aufarbeitung. Zeichnungen und Voranschläge bereitwilligst zur Verfügung. gnl- unk 1592 (Privatschule mit Pensionat) m Marktbreit aMain. Die Peifezeuguisie berechtigen zum eiujährig-freiwill. Dienst. Aufnahme-Alker 10—16 Jahre. Prospekte durch J. 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