Nr. 28Ä Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien» blätter viermal in der Woche deigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brü h i'schen Univers.-Buch- u. Stein- drucke cei (Pretsch Erben) Redaktion. GrpedMon und Druckerei: Dchutstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FerniprrchanschlußNr.bl. Dienstag L. Dezember 1903 Erstes Blatt 153. Jahrgang jmmmwwy Ä BezagspretSr monatlich7 b Pt, viertel« GletzenerAnzelgers General-Ameiger w den pottt und allgem. Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MWZ zeigenteilr Pans Beck. ■ KeKanntmachung. Betr.: Das Meldeweseu m der ProvinzialhaupLstadt Gießen. Nach pos. III, 2 der Melde-Ordnung für die Provinzial- Hauptstadt Gießen vom 10. Mai 1890 haben die dorten des Näheren bezeichneten Meldepflichtigen, mit Ausnahme der Dienstboten, die vorgeschriebenen An- und Abmeldungen versönlich oder schriftlich zu erstatten. Für schriftliche Meldungen sollen vom 1. Dezember L Js. ab eigens dazu eingeführte Formularien zur Verwendung kominen. Wir ersuchen die Meldepflichtigen, sich dieser Formularien bedienen zu wollen, und machen darauf aufmerksam, daß solche außer auf unserem Meldebureau auch an den Oktroierhebestellen des Selters-, Neustadter- und Wallthors unentgeltlich verabreicht werden. Gießen, den 26. November 1903. Großherzogliches Pollzeiamr Gießen. Hechler. Amtliche Nachrichten über Viehseuchen. Bei einem Schweine des Fuhrunternehmers Prätorius zu Biedenkopf ist die Notlausseuche in Form von Backsteinblattern festgestelt worden. Es ist Gehöstssperre an- geordnet^_____________ Ier neue hessische Kausyattsrtat. Der Entwurf des Hauptvoranschlags für das neue Finanzjahr 1904 ist jetzt den Mitgliedern der 2. Kammer übersandt worden. Er ist, genau wie im vorigen Jahr, am 24. November zum Abschluß gebracht worden und unterscheidet sich auch in seiner äußeren Form wenig von seinen Vorgängern. Um so interessanter und bemerkenswerter aber ist sein Inhalt. Im vorjährigen Finanzbericht war in der Einleitung gesagt worden, daß der auf dem gesamten Erwerbsleben lastende Druck noch immer andauere und naturgemäß auch in den Einnahmeposten des Verwaltungsetats zum Ausdrnck komme, ja daß sogar bei einer größeren Anzahl wichtiger Posten die bisherigen Ansätze zum Teil um ein Beträchtliches ermäßigt werden mußten. Der diesjährige Finanzbericht konstatiert dagegen: „So wie allenthalben im Reich schon seit einiger Zeit die Anzeichen einer Besserung der geschäftlichen und wirtschaftlichen Lage sich mehren und danach der Höhepunkt der Krisis überschritten zu sein scheint, so zeigt auch der vorliegende Etat für 1904 im Vergleich zum lausenden; Etat eine deutliche Wendung zum Besseren. Insbesondere die Haupteinnahmeposten unseres Staatshaushaltes, das Einkommen aus dem Staatseisenbahnbesitz und der Ertrag der direkten Steuern und indirekten Auflagen, konnten mit wesentlich höheren Beträgen, mit zusammen rund 2 300 000 Mk. mehr, als im laufenden Hauptvovanschtagi eingestellt werden." Gewiß eine hocherfreuliche Botschaft beim Beginn der parlamentarischen Wintersaison I Als im Herbst verflossenen Jahres bei der Vorlage des Etats sür das laufende Finanzjahr das Zweimillionen- Tefizit bekannt wurde, da erging man sich in lauten Befürchtungen darüber, daß Hessen in finanzieller Hinsicht trüben Zeiten entgegensetze. Ja man ging sogar so weit, in der auswärtigen Presse die Meinung zu verbreiten, als sei unser Großherzogtum schon ganz und gar in die ärgste Defizitwrrtschaft hineingeraten und stehe vor seinen: finanziellen Ruin. Die ängstlichen Gemüter, die solche Ammenmärchen in die Well setzten, übersahen aber dabei die Hauptsache, nämlich die recht tröstlichen Ausblicke, die unser doch gewiß sehr vorsichtige Finanzminister für die nächste Zukunft aab. Er hatte trotz der allgemeinen ungünstigen Lage oer Erwerbsverhältnisse und des trägen Geschäftsgangs die Steuererträgnisse um 300 000 Mark höher ar^esetzt, und zwar auf! Grund der genauesten Ein- schätzungserg^nisse und sprach auch seine feste lleberzeug- ung dahin aus, daß eine Reihe von rückläuftgen Eiw- nahmeposten, wie die Eis en b ah nüb erf chsts s e und die sür Hessen sehr wichttgen Holzerträgnisse, in nicht ferner Zell wieder in die Höhe gehen würden. Vor allem übersah man auch, daß das Rechnungsjahr 1901/02 nicht, wie etatsmäßig angenommen, mit einem Defizit von 2198000 Mark, sondern nur mit einem solchen von 1142000 Mark, also um über eine Million günstiger abschloß. Die Druckschrift führt nun weiter aus: „Trotz der Annahme, daß fid), die finanziellen Be- ziehungen zum Reich sür 1904 noch nicht besser gestalten: werden als in 1902/03 und 1903/04, das Großherzogtum somit an das Reich wiederum einen Betrag von rund 480 000 Mark ungedeckter Matrikularbeiträge zu entrichten haben würde, ist es durch Betätigung strengster Sparsamkeit bei Einstellung und Veranschlagung aller Ausgaben und Zurückstellung aller nickt unbedingt dringlichen Mehr- sorderungen möglich! geworden, unter Beibehaltung der seitherigen Vermögenssteuersätze den voranschlagsmäßigen Fehlbetrag in der Verwaltung des laufenden Jahres von 2360061,42 Mk. für 1904 zu ermäßigen aus einen solchen von 1304 311,26 Mk., was immerhin einer Besserung des Abschilusses um 1055 750,16 Mk. entspricht. Erfreulicherweise hat aber auch die Rechnung des Gtatsjahres 1902/03 weniger ungünstig abgeschlossen als im Voranschlag für jenes Jahr angenommen war, sodaß darin zum Ausgleich der Verwaltungseinnahmen und -Ausgaben nur ein Bettag von 161304,49 Mk. aus dem Vermögen entnommen werden mußte, während der Haupt- voranjchlag dafür 671028,24 Mk. vorgesehen hatte. Dieser mW einige andere, später zu erörternde Umstände haben auch den Vermögens stand immerhin wieder derart verbessert, daß auch nocy für 1904 der obengenannte, im VeLwaltungsteil des neuen Haup Woran schlag es sest- gestellle Fehlberrag von 1304 311,26 Mk. dem Vermögen entnommen werden kann. Rach Einstellung dieses, zum Ausgleich der Ausgaben und der Einnahmen für die Verwaltung erforderten Bettages in die Einnahme der 1. Hauptabteilung: Reste aus ftüheren Jahren des Verwaltungsetats und in die Ausgabe der gleichnamigen Hauptabteilung des Vermögens- etats schließt in Einnahme und Ausgabe der Etat sür die Verwaltung mit 58 508 268,36 Mk., der Etat für das Vermögen mit 18 203 905,99 ML. ab, der Hauptvoranschlag balanziert sonach in Einnahme und Ausgabe mit insgesamt 76 712 174,35 Mk." Der vorjährige Etat belief sich auf 76 792 000 Mark, der diesjährige weist also trotz zahlreichen erhöhten Anforderungen eine Verminderung von 70 000 Mark auf. Besonders hervorzuheben zu werden verdient, daß für 1905 immerhin noch ein Vermögensrest von an - nährend 400000 Mark übrig bleibt, und es darf angenommen werden, daß hiermit bei anhaltender Besserung der Erwerbsverhältnisse und strenger Zurückhaltung in der Uebe'rnähme neuer dauernder Lasten auf dieStaatskasse auch diefolgendenEtatsohne Umwandlung außergewöhnlicherMaßregelnindasGleich- gewicht gebracht werden können. Aus den einzelnen Kapiteln des Etats sei folgendes hervorgehoben: Die 1. Hauptabteilung „Reste aus früheren Jahren", die eine rechnerische Aufstellung oer verschiedenen Positionen gibt, schließt mll einer Einnahme von 1606 000 Mk. ab. In der 2. Hauptabteilung, „Domänen des Großh. Hauses", wird eine Gesamteinnahme von 5 711000 Mk. und eine Gesamtausgabe von 5 022 000 Vit. erwartet, sonach ein Ueberschuß von 689 000 Mark oder 13 000 Mk. weniger als im laufenden Voranschlag. Ter Fällungsetat sür Holz wurde auf rund 400 000 Festmeter bestimmt, deren Erlös jedoch, nachdem im Vorjahr statt der angesetzten 9,50 Mk. pro Festmeter durchschnittlich nur 8,98 Mk. gelöst wurden, nur auf 9,16 Mk. an gesetzt, deren Gesamteinnahme mit 3,662800 Mk. um 13 700 Mk. gegen das Vorjahr zurückbleibt. In den Weinbau-Domänen werden von den zurzeit lagernden 307 Halb stück voraussichtlich im Frühjahr 1905 120 Halb stück zur Versteigerung gelangen, die mit 120 000 Mk. sür 1904 eingestellt sind. Dieser .Ertrag kann zwar noch nicht als ein normaler bezeichnet werden, weil ein erheblicher Teil (beinahe i/c) des Gesamtbesitzes noch Jungfelber u:rd Wust- feit)er sind, immerhin aber werden, da die Ausgaben der Weinbaudomänen nur zu rund 102 000 Mk. veranschlagt zu werben brauchten, diese voraussichtlich sür 1904 schon zirka 20000 Mk., also eine mäßige Verzinsung des Anlagekapitals, abwerfen. Die Einnahmen bei der 3. Hauptabteilung, Staats* domän en, sind mit 13 068 000 Mk., die Ausgaben mll 1430000 Mk. angesetzt. (Im Vorjahr 12 396 000 Mk. Ein- nahrne und 1332 000 Ausgabe). Ter Ueberschuß von 1477 600 Vit. mehr gegen das Vorjahr ist saft ausschließlich auf die Staatseisenbahnen zurückzuführen, die erhöhte Einnahmen erwarten lassen; man glaubte mit Rücksicht auf die Ergebnisse für 1902/03 den Anteil Hessens für 1904 mll 11600 000 Mk. um 1 500 000 Mk. höher als im Vorjahr ansetzen zu können. Für Einrichtung eines neuen Bettiebes auf Grube Lud w ig sho s fnun g, der nicht in Melbach, sondern beim Bahnhof Wölfersheim erfolgte, wurden statt der bewilligten 930 00O Mk. nur 815 900 Mk. gebraucht. Die Einnahmen find hier auf 246 300 Mk., die Ausgaben auf 185 900 Mk. berechnet, sodaß ein Minderüberschuß von 33 000 Mark gegen das Vorjahr verbleibt. Bei Saline und Bad Nauheim wurden für Bäder- Preise und Kurtaxe je 55 000 Mk. mehr eingestellt. Die Einnahmen des Bades sind mit 910000 ML, die Ausgaben mit 699 440 Mk. berechnet, an die HauptstaatsLasse sollen 100 000 Mk. abgeführt werden. Bei der 4. Hauptabteilung, Lotterie, ist der dem Staat zufallende Ueberschuß auf rund 1000 000 Mk. berechnet, Lei der 5. Hauptabteilung- direkte Steuern, Regalien, indirekte Auslagen re. schließen die Einnahmen mit 16 850600 Mk., die Ausgaben mit 1692 000 Mk. ab; aus direkten Steuern allein wird ein Mehr von rund 433 000 Mk. erwartet; der Gesamtertrag der Einkommensteuer auf 9 089 000 Mk. und der Vermögenssteuer auf 3142000 Mk. geschätzt; für die indirekten Auslagen (Erbschasts- und Scheukungssteuer, sowie Stempel rc.) ist ein Mehr von 410 000 Mk. vorgesehen. In der 6. und 7. Hauptabteilung, Land stände und Staatsminifteriunt, sind keine nennenswerten Aen- derungen zu verzeichnen. In der 8. Hauptabteilung, ‘XR.ixiv* Feuilleton. — Meyers Historisch-Geographischer Kalender für 1904. 6. Jahrgang. Mit 12 Planetentasein und 345 Landschasts- und Städteansichten, Porträten, kulturhistorischen und kunstgeschichllichen Darstellungen, sowie einer Jahresübersicht (auf dern Rückdeckel). Zum Aufhängen als Abreißkalender eingerichtet. Preis 1,75 Mk. Verlag des Bibliographischen Jnstttuts llr Leipzig und Wren. — „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen" lautet das den Kalender ellrlellende Motto nach den berüh^ntten viel zitierten Worten, die im Vorspiel auf dem Theater im „Faust" Goethe den Theaterdirektor sprechen läßt. Es ist lvirklich ein Welttheater, das sich vor uns beim Durch-- blättern des Kalenders entrollt. Da ziehen in bunter Reihe an uns vorüber die Selben der Geschichte, der Wissenschaft unter der Literatur, im Wechsel mit Völkerthpen und Landschaften aller Zonen, Werken der Natur und Kunst, den staunenswerten Errungenschaften des Geisies und Fleißes. Prächtige Neprodukttonen von Holzschnitten und anderen Kunstblättern geben uns guten Begriff der Ktmst ihrer Zell, daneben prangen üi lebenswahrer Klar hell vorzügliche Nachbildungen von Photographien. Jeder Tag hat sein besonderes Mld; kurze, aber übersichtliche Geleitworte weisen auf die Bedeutung des Bildes hin. Es sind saft durchweg neue Bilder in deri Kalender anfgenommen, eine stattliche Reihe, bic mancher wohlgeordnet seiner Sammlung einverleiben a>ird. Sehr willkommen ist auch die auf der Rückwand angebrachte Tafel der geographischen Breiten aller wich^- tigen Orte, die Erklärung, zu oen monatlichen Planeten- taseln und der Festkalender. — Münchener Kalender 1904. (Druck und Verzag der Verlagsanstalt norm. G. I. MjanA, Buch^ und Kunstdtuckerei, Att.-Ges., München-Regensburg.) Preis IMk. Nunmehr ist er bereits zum Abschlüsse des 2. Dezenniums seines Bestehens gelangt, der Münchener Kalender, und damit ist der Beweis geliefert, daß mit der Gründung dieses literarischen Unternehmens ein glücklicher Gedanke zur Ausführung gebracht wurde. Der 20. Jahrgang 1904 schließt sich, sowohl was künstlerische Form und Ausstattung, als was Originalität deö Jichalts betrifft, würdig an seine Vorgänger an und bildet iusbesottdere mit jenen seit 1895 erschienenen zusammen ein in seiner Art geradezu einziges deutsches Wappenwerk. Beginnend mit dem Staatswappen und der Stammtafel der Großherzoge von Sachsen, bringt der Jahrgang 1904 als 10. Serie der Mappen der deutschen Dy-nastien und des Uradels die heraldisch richtigen, künstlerisch ausgeführten Wappen der Geschlechter Brandeitüurg> Alten, Cltz, Frankenberg, Freien- Seiboltsdorf, Jngelheün, Kageneck, Kuefstein, Opersdorf, Oertzen, Stubenberg und Isenburg-Wied, und zwar sämtliche mit neuen, ganh eigenartigen, in vielsarbigiem Trucke hergestellten Umrahnrungen. Als Tllelbild schmückt den Münchener Kalende': 1904 das. Mappen der Stadt München, wie es seit dem 15. Jahrhundert in Gebrauch und Aufnahme gekommen ist und wie eine ähnliche in Farben ausgeführte Darstellung desselben in einem Eod. Urb. Monae. des Münchener Stadtarchibes, sowie auf den Tart- sck,en der Münchener Bittgerwehr sich erhallen hat. Von Otto Hup, welcher seit 20 Jahren seine Kunst in den Dienst des Viünchener Kalenders sind sämtliche Originalzeichnungen, und von Dem Geh. Kanzleirat Gust. A. Seyler, Scyristführer des Bereis „Herold" in Berlin, die beglei- etnden Texte zu den Wappen. — Gleichzeitig ist von dern- jelben Verlage auch der „Kleine Münchener Kalender 19 04" audgegebeu worden. (Preis 50 Psg.) Den vielen Freunden, welche sich dieses Dademeeum berells im In- und Auslande erworben hat, werden sich Heuer sicherlich noch zahlreiche weitere beigesellen; bringt er doch aus der Feder des Münchener Dichters Ernst von Testouches, einen originellen poetischen Vertrag: 9Ronats-Sport-Sprüche, denen eine jynrpathische Ausnahme insbesondere in allen Sportskreisen sicher sein wiÄ. — Ein e richtige Zeitung für die reifere Jugend, welche derselben in leichtverständlicher Weise über die wissensioertesten Vorgänge der Gegenwart auf den Gebieteri der Politik und Tagesgeschichte, der Kunst und Wissenschaft, der Literatur und des Handels berichtet, erscheint mit dem 1. Oktober unter dem Namen: „Deutsche Jugendposü' lln gleichnamigen Verlage, Berlin W. 35. Das neue Unterrrehmen mutet einen im ersten Augenblick etwas keck an; wenn man aber den Jnhall der vorliegen- oen Nummer prüft urrd erkannt hat, daß es die Leiter und Mitarbeiter des Blattes mll der ihnen gestellten Aufgabe, das Interesse sür das öffentliche Leben bei unserer Jugend in zweckmäßiger Weise zu wecken, sehr ernst nehmen, dann müssen wir zugeben, daß eine solche Zeitung heute ganz am Platze ist. Tie Jugendpost wird von einem Gymnasialoberlehrer im Sinne der Schule geleitet, zählt Pädagogen, Jugend- und Volksschriftsteller, Geistliche, Aerzte, Naturforscher,,:e. zu ihren Mitarbeitern, und ist für die Jugend im Alter von etwa 12 bis 16 Jahren, vor allem für Knaben gedacht. Auch weniger bemittelte Familien fonnen ihren Kindern dies-Ä .anregende Selbstfortbildungsmittel hallen, da das Abonnement vierteljährlich^ 1 Mk. betrügt. — Masern, Scharlach, Diphtherie sind die- jenigerr unter den ansteckenden KranLheinn, welche vorzugsweise das Kindesalter befallen und Jahr für Jahr eine große Anzahl von Opfern fordern. Es dürfte für viele Eltern angebracht er.cheinen, die Ursachien, den Verlauf und die Eigentümlichkeicen dieser Erttankungen recht zu erfahren und zu würdigen, um später ihre Kenntnis über das Wesen und die Behandlung bei der Pflege ihrer lieben Kleinen richtig ausnützen zu Ebimcn. In dem soeben erschien erwn, sehr empfehlenswerten Buche „Masern, Scharlach, Diphtherie" voll Dr. Herrn. Braun findet man eine ausführliche Beschreibung aller wohl zu beachtenden Momente in dem ^Verlaus der betr. Krankheiten. Preis IMk. (Deutscher Verlag, Berlin SW 11.) Gerichtssaal. Eisenbahn Zeitung. Landwirtschaft. Waren. (Worms. Zlg.). Arbeiterbewegung. Politische Tagesschau. Die rujstschen TabatzöÜe. Ein doppeltes Weihnachtsgeschenk bei einmaliger Ausgabe! — Kleinbahn Frankfurt —Homburg. Die Verhandlungen mit dem Elektrizitätswerk Homburg und der Frank' flirtet Lokalbahn-Aktiengesellschaft wegen der Kleinbahn Frankfurt- Homburg über Bonames sind soweit gediehen, daß voraussichtlich schon im nächsten Frühjahr mit dem Vahnbap begonnen ivird. Tie Eröffnung der neuen Bahnlinie soll im Frühjahr 1905 erfolgen; sie wird zweigeleisig angelegt. Gießen, 1. Dez Gestern verhandelte das militärische Standgericht gegen den Musketier Otto Friedr. Aterkel von der 6. Komp, des litt.' Infanterie-Regiments wegen ausdrücklicher Verweigerung des Gehorsams vor versammelter Mannschaft, Vergehens gegen § 94 des M.-Str.°G. Tie Anklage vertrat Oberleutnant Stephan. Ten Gerichtshof bildete,t Wicijov v. Schlemmer, Aus Stadt und Kund. Gießen, 1. Dezember 1903. Aus dem Zieichs-Wil.läcetat. Berlin, 30. Nov. Im Etat für das preußische Militärlontingent und die kn die preußische Verwaltung übernommenen Kontingente betragen die fortdauernden Ausgaben 451180814 Mark, mehr 3 440 572 Mk., darunter sind folgende Neuerungen: Die Oberstleunants beziehen künftig ein auf 7200 Mk. erhöhtes Gehalt, was eine besondere Denkschrift begründet. Eine zweite Denkschrift betrifft dre in Aussicht genommene Be s s er st e l lu n g und Vermehrung der Unteroffiziere. Es sollen 76d neue Stellen für außerhalb ihrer Truppenteile als Registratoren, etatsmäßige Scyreiber und Zeichner verwendeten Unteroffiziere errichtet werden; gewissen Unteroffiziersgruppen sollen die Gebuhrnisje (ein schauderhaftes Wort! Die Red. oes Gieß. Anz.) der Vizeseldwebel gewährt werden, der vierte Teil der Sergeanten soll eine jährliche Zulage von 72 Mk. erbau er der unzünftigen Gehalts-Pensionsverhältnissc könne den Ersatz- an Offizieren der Insa n t e ne gefahr den. Sck).on jetzt zeige sich ein großer Andrang zu den anderen Waffen. Es sei daher der Ansatz einer besonderen Gehaltsstufe für Oberstleutnants beabsichtigt und der künftig-e Gehalt für Oberstleutnants für höchstens 180 Stellen auf 7200 Mk. bemessen, mit einem Unterschied von 600 Alk. im Hinblick aus die größeren Reprasentations- v lichten der Regimentskommandeure. Tie Denkschrift bett. die Besserstellung und Vermehrung der Unteroffiziere besagt: Eilte den erhöhten dienstlichen Anforderungen entsprechende Vermehrung und den heutigen Verhältnissen Rechnung tragende Besserstellung der Unteroffiziere läßt sich tro t dem zurzeit nicht ungünstigen Stande an Unterosfizieren nicht länger ausschieben. ^zn Aussicht genoniinen sind folgende Maßnahmen: Xie dauernde Abtontlnandieruttg der Unterossiztere aus dem Frontdienst bedeutet für die Truppenteile bei dem an und für sich knapp bemessenen Unteroffizier-Etat und bei den gesteigerten dienstlichen Anforderungen eine erlp.dache Be- lastnngt. Es muß danach gestrebt werden, der Truppe die volle Unteroffizierzahl ungeschmälert zum Dienste zu belassen. Die etatsmäßigen Schreiber und Zeichner tonnen bisher nach neunjähriger vorwurfsfreier Dienstzeit zu uder- zähtigen Vizefeldwebein usw. befördert werden. Ter vierte Teil der Sergeanten erhält eine jährliche Zulage von <2 Mark. .... ,, Wenn nur der Reichstag aus der „nicht ungünstigen Situation nicht den Schluß zieht, diese Gehattsauchesserung rönne im Interesse der Finanzen doch noch vertagt werden. Gesuchte preußis^-e Provinzen dürften allmählich für Lehrer, Postbeamte, Militärs Po.en unb Westpreußen tverden. Denn oie sogenannte „O st m a r k e n z u l a g e", zum Ausgleich ju*. Die Er.chwernifje des Zu-ammenlebens mit oen Polen, entfällt nach dem MUiraretat aus die Unteroffiziere. Offiziere uiid höhere Militärbeamte erhalten Erziehungsbei- hilfen. Guntersblum, 28. Nov. Der hiesige l a n d w i r t * s ch a i t l i ch e Konsumverein ist einer der bedeutendsten im Grobherzogtum Hessen. Erst vorgestern bestellte er wieder bet der Zentralgenosfenschast in Darmstadt jür 70U00 Mt. Futterartikel und Wembergsdünger. Ter Verein wurde vor 26 Jahren von dem derzeitigen Vorsitzenden gegründet, zählte anfangs 13 Mitglieder, jetzt nahezu 140 und bezieht jährlich iür 180 000 DU. ft ex in in des Innern, betragen die Einnahmen 4 652 500 Mk., die Ausgaben 15 335 700 Mk., sodaß ein Zuschuß von 10 683 000 Mk. d. i. 82 700 Mk. mehrm als rm vorigen Etat, erforderlich wird. Die darin zum Ausdruck kommende Rücksichtnahme auf die Finanzlage des Großherzogtums hat - so heißt es in der Denkschrift - in diesem Restort sich ebenso betätigt m Verzicht aus manche zwar envünschte, aber doch nicht unerläßliche Mehrausgabe, wie in dem Bestreben, der Steigerung der Ausgaben entsprechend auch die eigenen Einnahmen einzelner Zweige zu vermehren. pljM £ u & So lvird bei der Landesuni versita t (Kap. 36), beabsichtigt, vom Sommerhalbjahr 1904 an ein mastiges Studiengeld für die Umversilätskasse zu erheben, wovon man eine Einnahme von 10 000 Mk. erhofft; es wird hier- durch ermöglicht, den neuen Etat mit nur 53o0 Mr. Mehrbedarf abzuschließen. Bei der Technischen Hochschule ist vom Wintersemester 1904/05 ab eine Erhöhung der Unterrichtsgelder usw. vorgesehen, durch welche man eine Mehreinnahme von 58 000 Mk. erwartet. Es wird dadurch ein verminderter Zuschuß von 29 800 Mk. erforderlich. Auch der Etat der Gymnasien, Realgymnasien, Oberreal- und Realschulen zeigt ungeachtet einer Vermehrung der akademischen Lehrerstellen um 12 und der seminaristischen um 2 nur einen Zuschuß- bedarf von 873 721 'Mark, d. i. 34 986 Mark weniger als im Vorjahre, was namentlich auf eine beabsichtigte Gleichstellung und teilweise Erhöhung der Schulgeldiätze an den höheren Lehranstalten zuruckzuführen ist. — Der Bedarf für die Volksschulen mußte wieder um 8b800 Mart erhöht werden und wurde auf 2164 000 Mark angeje^L Tie seit 1901 festgesetzte Gehaltsordnung für die Volts- schullehrer gilt nur bis 1. April 1904, von da ab sollen bie Gehaltsbezuge von neuem geregelt werden. Mit Rücksicht auf die Finaiizlage muß vorerst, noch die letzige Gehaltsordnung in Kraft bleiben. Ter für Kap. 47a, Hofmusik, eingestellte Betrag von 12 100 Mart konnte mit Rücksicht auf die Geneigtheit der Stadt Darmstadt abgesetzt werden. Tie 9. Hauptabteilung, Ministerium der Justiz, schließt in Einnahme mit 2123 000 Mark, in Ausgabe nut 4 489 000 Mark, d. i. 57 700 Mark mehr als im Vorjahr. Das Mehr ist in der Hauptsache auf eine Steigerung der Ausgaben für Schreibhilfe und Bureaukvsten zuruckzu- führen. Aus der 10. Hauptabteilung, Ministerium der Finanzen, ist nur hervorzuheben, daß man es mit Rücksicht auf das im Vergleich zu andern Beamtenkate- gorien so sehr ungünstige Verhältnis der Zahl der Hoch- bauaufseher- usw. Stellen (35) zur Zahl der in Verwendung befindlichen Bauaufseher- usw. Aspiranten (91) dringend geboten erachtete, fünf neue Stellen einzurichten. Die Einnahme dieser Hauptabteilung beträgt 310 700 Mark, die Ausgabe 1940 000 Mark. Bei Titel 11, Ausleihu ngen und Staatsschuld wird mitgeteilt, daß die Verzinsung der eigentlichen Staatsschuld 10067 000 Mark erfordert, uiid bei Titel 12, Pensionen, beträgt der Zuschußbedarf 3 087 000 Mark, indem die Einnahmen 603 400 Mark, die Ausgaben über 3 691000 Mark betragen. Titel 13 endlich!, Verhältnis zum Reich, weist nennenswerte Abweichungen gegen das Vorjahr nicht auf. Ter zweite Teil des Hauptvoranschlags giebt die übliche Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Vermögens des hessischen Staates. für das Wintersemester 1903/04 verzeichnet einen Bestand von 32 ordentlichen Professoren, 8 Honorarprofessoren, außer- ordentltche Professoren und Professoren im Nebenamt, 36 Lehrern und Privatdozenten und 37 /Assistenten. Die Gesamtzahl der Studierenden und Hospitanten beträgt 1968, gegen 1882 im Sommersemester 1903. Davon stammen 400 aus Hessen, 1023 aus anderen deutschen Staaten. g. Romrod, 1. Dez. Die Ober-Postdireltion beabsichtigt seit langem, hier ein neues Postgebäude zu errichten. Die Genehmigung ist inzwischen erteilt worden und der Bau dem Maurermeister ' Völz in Oberbreidenbach übertragen worden. Das erforderliche Gelände ist bereits angefauft, und in aller Kürze wird mit der Ausführung begonnen werden. Das Gebäude, das bis 1. April 1905 vollendet sein muß, koinmt dem Großh. Jagdschloß gegenüber zu stehen. Darmstadt, 30. Nov. Eine eindrucksvolle Ueberraschung wurde nach den „N. H. Vbl." Sr. Königl. Hoh. dem Großherzog zu dessen Geburtstag zu teil. Die kleine Prinzeß Elisabeth hatte, um ihrem Vater eine rechte Freude zu bereiten, sich einige Wochen vor ihrem Tode von dem damals hier weilenden Maler Kaulbach malen lassen, mit der Weisung, daß das fertig gestellte Bild ihrem Vater an dessen Geburtstag übergeben werden solle. Die kleine Prinzeß sollte nämlich am 25. November, welcher auch der Geburtstag ihrer butter ist, bei dieser in Coburg weilen, und gedachte durch das Bild ihrem Vater eine liebe, finnige Ueberraschung zu bereiten. Nun starb das Pnnzeßchen plötzlich, doch das Bild wurde fertig gestellt und vor turzem Herrn v. H e y l übersandt, welcher es Sr. Kgl. Hoh. dem Großherzog am GeburtstagSmorgen überreichen ließ. Welche Gefühle den vielgeprüften hohen Vater beim Anblick des fast in Lebensgröße dargestellten Portraits seiner so innig geliebten Tochter bewegt haben mögen, wird jeder Mitempfinden. halten ic. t ... Von erheblichen Mehrfordern ngen sind zu er- ( wähnen: Bekleidung und Ausrüstung ber Truppen erfordern 2913133b Mk. (mehr 908 559 Mk.), Garni'.onsver- < waltungs- und Serviswesen 55 417 463 Mk. (mehr 1174 338 Mark), Reisekosten, Tagegelder,/Vorspann- und Transport- ; losten 9 316 665 Mk. (mehr 909 365 Mk.), Artillerie- und Waffenwesen 41570 560 Alk. (mehr 778 880 Mk.), Festungeii, Ingenieur-, Pionier- unb Verkehrswesen 5 434 596 Mk. (mehr 2 355 876 Mk.). . Während die einmaligen Ausgaben des vrdent- liehen Etats uni 2 387 000 Mk. geringer sind, im laufenden Etatsjahr, werden im außerordentlichen Etat 1441000 All. mehr verlangt, davon eine halbe Million für Feldbahnmatertal, über 19 Millionen zum Ausbau der Festungen. Tie Kosten für bie Naturalver- pfleaung der Truppen sind um rund 21/2 Millionen niedriger angesetzt, die Kosten der Geldverpsleg- ung um 686 293 Mk. , n Der außer ordeni licke Etat erfordert 21 122400 Mart (mehr 1441300 Mk.h darunter 25 800 Alk. zur ersten Anstellung von neuen Formationen und Verstärkungen, 19 164 400 Mk. zum Ausbau von Festungen, 200 000 Ack. als erste Nate für Ersatz baut en in Mainz und Kastel, deren llmwallungen aufgelaften werden sollen. Trifft eine soeben verbreitete Meldung aus Esstn a. R. zu, daß die Kruppsche Fabrik mit der Umänderung der Geschütze in solche mit Rohr rü ck l a u f endgiltig beauf- traot 1 ei, daun wird noch eine Spezial-Vorlage mit ber^Forderung einer Anzahl von Millionen zu erwarten sein. Tie dem Etat bi gegebene Denkschrift, betreffend die Feftfetzung der Gebührnisse für den Dienstgrad der nicht in' Regimentsbommandeurstellungen befindlichen Oberst- leutnants führt aus: Die Veförderungsverhaltnisse in den drei Hauptwaffen hätten zu Ungleichheitett und Härten für die Ooerstleulnants der Infanterie geführt, weil diese nur den Bataitlonst0mmandeuren g.eichstehen, während vie Oberstleutnants der Kavallerie und Der Feloartickerie durch- mea 'in Stellungen mit den Gebührnissen der Regiments- Lmmandcure sich befinden Dieser Nachteil gelte auch bei der Pensionierung' usw. Nach der^dienstlichen ^atigkeit könnten die Oberstleutnants beim Stabe der Infanterie- reaimenter in den Gebührnissen mit den Regimentstom- mandeuren Äeick^ oder ähnlich) gestellt werden. Die Fvrt- ** Der Bazar zum Besten der Aliceschule inj Gießen. Man schreibt uns: Einige Wochen sind vergangen, seitdem sich die Schreckenskunde von dem jähen Ableben der kleinen Prinzessin Elisabeth verbreitet und ganz Hessen in die tiefste Trauer versetzt hat. Unter diesem Eindrücke war es selbstverständlich, daß alle für jene Tage vorgesehenen festlichen Veranstaltungen hinausgeschoben wurden; so vor allem der zum Besten der ^llieeschule geplante Bazar. Die nahezu vollendete Ausfchniückung des ^c|tfaa(e§. mußte wieder abgenommen, die bereits fertiggestellten Verkaufsbuden abgebrochen werden. So war es ein trübes Bild, das die Räume des neuen Saalbaues am Nachmittag des 16.Ngvember boten, und doch entsprach es der Stimmung aller beteiligten Anwesenden. Die Ueberzeugung aber mußte man aus dem Anblick der noch nicht einmal vollendeten Zurüstungen gewinnen, daß man — wenn der Bazar mit Hilfe der opser- 1 Lyon, 29. 9Ldo. Nach einer Versammlung in der Arbeits» willigen Unterstützung aller Mitwirkenden und des dankens- hürse veranstalteten mehrere Tausend Arbeiter und Angestellte werten Entaeaenkommens der Herren Trescher u. Schrödel abends eine Straßenkundgebung gegen die Stellen- O n . 1A nun mirflicb abaebalten merben oermitHer. Ein Gendarmerie-Sergeant wurde verwundet. Em am 8., 9. und 10 Dezember nurt wir uq^ ^gey^n weroen . ^len-Kleinhändler wurde von einem Revolverschuß, den ein wird — imstande fern durfte, dem Publikum Eindrücke nicht P^^eibeamter abgab, getroffen und ft ar b alsbald. gewöhnlicher Art zu bieten. Was lange wahrt, wird gut —' ‘ -------- mit dieser Versicherung können die Veranstalter getrost dem Beginne des Festes entgegensetzen. Ende gut,- alles gut — f)offen st- beim Abschlüsse den Besuchern sr°hen Herzens 8u=. m^mbm @voB rufen zu dürfen. I und Klein, Alt und Jung Freude bereitet, ist das nur unentgeltlich ** I N der Privatklagefache P r 0 fe f f 0 r I erhältliche Myrrholm-Welt-Panorama Album I Europa! In diesem Nutz land gegen Professor Biermer ist, aus-1 prächtigen, dauerhaft gebundenen Album ist iür 400 Bilder Platz märfiaen Blättern zufolge, die Hauptverhandlimg auf den mit beschreibendem Text. Die Bilder sind nach und nach zu sammeln warligen : ^A^ffrnneriAt Berlin l anaefcht unb betreffen photographische Ausnahmen europäischer ^ehens- 29. Dezember vor dem Schofsei g ) 9.' p Würdigkeiten. Wer sich in Apotheken, Droguen- oder Parfümerie" Es handelt sich, wie bekannt, um die orage, od Proseffor ^^schästen zwöls Myrrholin-Seise, Myrrholm-Glyeerin oder 6 Biermer in seiner aeaen Rahland gerichteten Broschüre diesen I Schachteln Myrrholin-Puder für M. 6.— oder 6 Flae. Myrrholim hf'lf'ihint habe ! Mund- und Zahnwasser für M. 7.50 kauft, erhält für die jedem . DC Ja x M o fp;f Apfiern an lieaen 211 bleiben I Präparat beigefügten Gutscheine das für sich allein einen Wert “ S e r e ä) n e e sangt seit gestern an liegen zu vteiven dou Vi. 4,_ repräsentierende Album Europa und 30 Bilder losort ; Heute früh hatten wir 1 Grad Halte, und es^ gab bereit-- und franko übersandt. Dian lese hierüber den Prospekt. Da • Arbeit, die Straßen für die Passage vom Schnee frcizu- die Myrrholin-Präparate bekanntlich in ihren Eigenschaften für die ■ mnrivn io leb wKßem Gewände präsentieren sich unsere Gesundheits- und Schönheitspflege der Haut, des Mundes und bei machen. ZN picg f i i j i unübertroffen und durchaus nicht teurer als andere Par- ^trotzen viel jchoner a s seither bet Jiagc und Schmutz. kümcncu finbf |0 kann man kaum ein praktischeres Weihnachts- Das am 16. JIoü. d. ^5. obg«. ichlogene Personal---! gescheut kaufen. Das Album liegt in der Erpedition des Blattes Verzeichnis der Groß. Technischen H 0 ch j ch u l e,zur Einsicht auf- 7917 IN deutschen Jnterefjentenkreijen ist wiederholt der Wunsch geäußert worden, daß bei den schwebenden Vertragsverhandlungen mit Rußland auf eine Ermatzigung der russischen Tabakzölle, vor allem des Ein g an gs zo l l e s von Tabak und Tabakfabritaten fclgetioe Zolle. Mannschastsstube eingetreten, mo die Kameraden sich zum Aus- a. Tabak in Blättern und Bünoeln, Tabakstengel 23.10 mQC)C^ nis Gelände bereit machten, um draußen Schieijübungen Rubel pro Pud plus 50 v. H. Kriegszuschlag, b. geschult- vorzunehmen, als der Gefreite, jetzige Unteroffizier, Ochsenhirt dem teuer Raucktabak, geriebener Schnupftabak, Tabak in Angeklagten den von diesem nicht ausgefuyrten Besehl gab und Rollen Stangen und Karotten 78 Rubel pro Pud plus zwar nm folgenden Worten: Merkel! xu nimmst Ijeutt; bie .3eil« -(! । 2 vripa?infdüaa c Zigarren aeschnitlener inTabak- pickel, worauf dieser, allerdings m ruhigem Toiie, somit ermtbertc. oO b. H. Kr legvzuschlag, e. Big , Q 1 ) ; e & , ^cl) uQbe jd)on 90 scharfe Patronen und das Schanzzeug zu tragen, blutter emgewickelter Tabat, Z.gart.ettrn 132 Rudel pro Betlpickel nicht, die kann auch em Anderer nehmen, Pud plus 50 V. H. Kriegszuschlag. bet. sonst nichts hat. Ter Gefreite erklärte daraus: Aterkel! Du Im neuen russischen Generaltarrs sind die seit 1900 ninut'xft bie Beilpickel doch, Tu fällst jedes Aial auf. ('Uiertel ist stehenden Kriegszuschläge gleich mit in den Zollsatz ein- r^on mehrfach wegen unsauberer Kleider und schlecht geputzter gerechnet sodaß für a. ein Zoll von 34.65 Rubel, für b. von lassen bestraft). Ter Aiustelier ist darauf sofort dem Befehl nach- 117 Rubel für c. von 288 Rubel vorgesehen ist. Wie außer- gekommen. Ter Ankläger erklärte, er müsse aus schuldig der aus- ordeutlich hoch diese Sätze im Vergleich zu den deutschen drücklichen Gehorsamsverweigerung plädieren, er tonne aber die 1,5 ‘c“1’01 *“ .« W;-» <•«««> ffSÄftSÄS? für 1 Kg. Rohlabak . . . . 0.8o Mk. 4.o6 Mk. bte^er ^erdings an jenem Atorgen für den Aiarfch durch die für 1 Kg. Zigarren oder Zigaretten 2 <0 Mk. lUCt. Patronen und das Schanzzeug gegenüber den anderen Kameraden, Zn Rußland ist also der Rohtabakzoll 5V2 mal unb ber öie nlcI)ts trugen, sehr belastet mar. Es komme weiter mildernd Zigarren-Uiid Zigaretienzoll 14 mal so hoch als in Deutsch- I m Betracht der Umftand, daß der Angeklagte und der Gefreite land Deutschlaiid erhebt von Zigarren und Zigaretten Ochsenhirt einige Wochen vorher noch Kameraden waren und im einen dreimal so hohen Zoll als von Rohtabat; m Ruß- Range gleich standeii, und da woge Merkel fälschlich geglaubt einen dreimal w ijogen jwu uw v « Zigaretten haben, er brauche den erteilten Befehl des Vorgesetzten nicht ernst land h^gegen ist der Zoll auf Zigarren uru 49 net)meil. Wie der Fall liege, müsse aber Bestrafung erwlgen, mehr als achtmal so hoch alsi derauf und er bitte, auf die niedrigste zulässige Strafe von 14 ^.agen ein Beweis, m welchem Maße der russ-fche Zoll als Schutz- Arrestes zu erkennen. Tas Standgericht erkannte zoll für die Zigarren- und Zigaretten sabrikalion to-ucn. .b : uuc auj 7 2aße sirengen Arrestes, es hielt den § 98 des Trotz dieses hohen Satzes findet ein Nicht unbedeutender M.°Str.-G. für gegeben, wonach der Angeklagte in gereizter handel in Zigarren nach Rußland statt. Aus Zigarren Stimmung sich befand, als er den Gehorsam verweigerte. Aierkel deutscher Fabrikation kann dieser 5>andel aber nur daun erkannte das Urteil sofort an. ausgedehnt werden, wenn eine erhebliche Ermäßigung der ' - - - ■ - 1 ■ ■ — Abgaben erfolgt 1 Wwe. das. Angeklagte, 8814 Gäste find willkommen. i « E Sc & el =E Sg £ e 6 t s ZS 's n Milbaeh.Chemrt'la Walltorstrasse Nr. 17. 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Dezember einschließlich bei Herrn Ernst Balser, Mäusburg, abholen lassen. Wer seine Quittung bis dahin nicht ein* letzelsuppe D Morgens Wellfleisch mit Kraut wozu freundlichst einladet t S — rs E S 6 > •5 5* s A. Holterhoff Söhne Seltersweg 20. Csiessero. Seliersweg 20. Normal-Hemden, Jacken Unterhosen. 8315 Mitglied des Einkaufs-Verbandes In Berlin Gemeinsamer Baareinkauf daher denkbar billigste Verkaufspreise. Ca. 200 Mitglieder. Fast konkurrenzlose Preise. Eine reelle günstige Einkaufsgelegenheit bietet der des Modewarenhauses Giessen Bahnhofstr. 29 Geschäftsgründung 1873. Durch Neuaufnahme diverser Artikel bin ich gezwungen, meine bedeutenden Bestände nachstehender Waren zu reduzieren und biete ich daher dieselben zu sehr billigen Preisen, teilweise zur Hälfte des seitherigen Wertes an. 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