dteffeg Matt. ISS Jahrgang enb vi Sch«kstratzs t. totcfie für fcepefäem Nuzeiger Gtetze«. Aerusprrchmrschlatz Nr. 5L Letlr V. ©ittto: für , Stobt and £ontr und JBericbtejaaF; Auaust D2tz; für den An- -etgentellr Hand Beck. GießenerAnzeiger Semral-Anzeiger " Amt§- md Anzeigeblatt flr den Kreis Siehen Donnerstag l.Ottover 1W3 BerngSpretS» Mr. »30 Mr-chsLvt tLgr^ch «cher SomrtagS. SV^Gtetzener Anzeiger werden Wechsel mit dem yMschen Landwirt dre Lietzener Zamiüen' matter viermal in der Woche deigelogt. DotatiovSdrwL *, Der- BÄ&ttSfc monatlich7b Pt, cuertel» säkrkich ML. 2L0, durch A oho le- u. Zweigslellen monatlich 6o Pf.» durch diePost Mk.2«—cterrel- jährt, ausichl. Bestellg. Annabme von Anzeige« iür die Lagesnummer bis vormtturgS 10 Uhr. Zettenpvetsr lokal 12Pl^ auSroärl< 20 Ph^. Gießen, den 80. September 1903. Das Großherzogliche Kreisamt Meßm ea die Grohh. Bürgermeisterei«, deS BttHrf, Wir sehen bis längstens 5. L iöits. Ihrem ^richtüa- rüber entgegen, ob und welchen Teldbetrng Ihre Gemeinden für an Truppen während der letzte» Manöver gelieferte, von diesen aber nicht bezahlte Marsch.Fourage aufgewendet haben Dr. ö reift er t 3>er Zar i» Hesterreich. Wien, 30. Gept. Soffer MollmS von Rußland traf heule vormittag mit Gefolge, darunter der Minister des Aeußeren, Gras von Lams-dorff, auf dem prachtvoll geschmückten Westbahnhos em mrd wurde vom Kaiser Franz Josef, den Ministern, dem russischen Botschafter in Wien, Grafen Kapnist, dem östreüch-uugarischen Botschafter in Petersburg, Grafen Aebrenthal,rc. empfangen. Die Begrüßung zwischen dem Kaiser Franz Josef, der die Uniform seines russischen Kex- holmregiments trug, mrd dem Kaiser Nikolaus, der die Uniform seines östreichisch-ungarisch en Ulanen re ginr ents angelegt hatte, war überaus herzlich. Beide Dtonarcheu schüttelten einander die Hande und küßten sich zweimal. Nachdem sie dann die Front der EhrenLourpagnie abgeschrit-- ten hatten, folgte die Vorstellung der Erzherzöge und der der beidersertigeu Gefolge. Darauf fuhren die Monarchen unter Kauonensallck und stürmischen Ovationen der zahlreichen Menge nach dem Schönorumler Schloß. Auf dem ganzes Wege bildeten Truppeu Spalier. 'An mehreren Stellen waren prächtig Triurnphbogeu errichtet. Im Schlosse wurde Kaiser Nikolaus von den Erzherzoginnen und den obersten Würdenträgern empfangen. Die Monarchen zogen sich barm auf kurze Zeit in ihre Gemächer zurück. Um 11 Uhr 15 Minuten fand in der großen Galerie oeS Schlofft Frühstücks täfel statt, an der bäde Kaiser, die ErzherKae und Erzherzoginnen, die Grafen Gvluchowski, Lamsdorff, Kapnist, Aehrenthal, Fürst Franz Lichtenstein, das Gefolge des Kaisers Molaus, sowie die Mitglieder der russischen Botschaft tellnahmeu. Um 2 Uhr 15 Minuten erfolgte die Abreise der beiden Monarchen nach Mürzsteg. Beim Dejeuner brachte Kaiser Franz Josef nach- suchenden Doast aus: Indem Eure Majestät der Einllwung zu den Jagden in Steiermark, welche ich so glücklich war, an Sir zu richten, Folge leisten, haben <Äe mir einen neuen Beweis Ihrer Freundschaft geliefert, die ich hoch anschlage und die bei mir stets ein ebenso lebhaftes als aufrichtiges Echo findet. Die Herzlichkeit, welche sich daraus für unser Verhältnis ergibt, hat schon wiederholt ihre wohltätigen Wirkungen auf die politr/cheu Beziehungen unserer Staaten ousaeübt und ich schmeichle mir mit der Hoffnung, daß die vollkommene lleberein- stimmung der Zluschauungeu und Auffassungen, welche zwischen "uns angesichts der bedauerlichen Ereignisse, deren Schauplatzi gegenwärtig die Balkan- halbinsel ist, besteht, zu dem Erfolge der Aktion, welche wir dort einverständlich im Interesse des europäffch'en Friedens durchführen, hervorrageird beitragen werde. Bon diesen Empfindungen erfüllt, trinke ich, aus das Wohl meines lieben und treuen Freundes, Sr. Majestät Kaiser Molaus. Kaiser Nikolaus erwiderte hierauf: Die Worte, mit welchen mich Euere Majestät bewillkommnet haben, berühren mich lebhaft und ich danke Ihnen dafür aus vollem Herzen. Mit ganz besonderem Vergnügen habe ich oie freundliche Einladung Suerr Majestät ausgenommen und bin glücklich Ihnen N^söullch den Ausdruck der Gefühle, die mich beseelen, wiederholen zu Efcmen. Unser herzliches Einvernehmen^ und vollkommene Harmonie, die sich daraus für die Aktion unsererRegierungen ergibt, sind, wie Euere Majestät sagen, ein wertvolles Unterpfand fick den Ersiolg des großen pazisikatorischen Werkes, welches wck im gemeinsamen Einverständnis unternommen haben. Ter humanckäre Zweck, welchen wir verfolgen, schließt jede Parteilichkeit aus mrd nmß mit Festigkeit und Ausdauer durch die zu einer wckk- lichen und dauerhaften Beruhigung geeignetsten Mittel erreicht werden. Unsere Bemühungen werden zugleich, hoffe ich, zur Befestigung des allge meinen Friedens beitragen. Ich trinke auf das Wohl meines lieben und verehrten Freundes, des Kaisers Franz Joses. Ursprünglich war beabsichtigt, keine längeren Toaste auszubringen. Vorstehende Trinksprüche wurden erst mittags vereinbart. Mürzsteg, 30. Sept. Der Zar, der Kaiser Franz Josef und Erzherzog Franz Ferdinand trafen um 6 Uhr in Neuberg ein und setzten ohne Aufenthalt die Wagenfahrt nach Mürzsteg fort. Auf der Straße postierten sich zahlreiche Gendarmen und sorgten für Sicherheit und Ordnung. Da der Aufenthalt der Monarchen den Charakter eines einfachen Ja-g^aus- fluges trägt, unterblieb eine offizielle Begrüßung. Am Waldessaum ausgestellte Bläser der Wiener Hofoper begrüßten den Zaren mit einer russischen Fanfare. Außer dem Kaiser und dem Zaren wohnt auch Erzherzog Franz Ferdinand im Jagdschloß, währerrd die Minister Lamsdorfs und Goluchowsti in der Villa Schönauer Quartier nahmen. Nach der Ankunft war im Schlosse ein Tiner mit 18 Gedecken, worauf die Monarchen Cercle hielten. Die Bläser trugen Jagdlieder vor. An den Cercle schloß sich ein Teeaveno. Wenn das Wetter günstig ist, werden morgen im Revier Burggraben Gemsen gejagt, wozu große Vorbereitungen getroffen sind. An den Jagden nehmen am ersten Jagd tag auch Goluchowski und die Botschafter Aehrenthal und Kapnist teil, während'Freitag und Samstag politischen Konferenzen Vorbehalten sind. Im Auftrag des Kaisers wurden auch zwei mächtige mit Jagdemblemen in russischen Farben und mit dem Jagergruß: Weidmannshell! geschmückte Trinmphpforten beim Eingang und Ausgang des Ortes errichtet. Auf besondere Eülladung des Kaisers Franz Josef nehmen an den Jagden muh die Prinzen Arnulf und Heinrich von Bayern teil. Abends fand ein Diner zu 18 Gedecken statt, an dem beide Kaiser und Erzherzog Franz Ferdinand teilnahmeu. Das Diner, welches einen intimen Charakter trug, verlief in angeregter Süwmmvg. • • Soweit der offiziöse Telegraph. Privat wird ge- nieföef, daß das ungeheuere Aufgebot von Truppen, das die Straßen Wiens, durch die der Zar fuhr, besetzt hielt, großes Aufschen erregte*- Das Publikum wurde in die Seitenstraßen zurückgedrängt, sodaß es absolut nichts zu sehen bekam. Am Bahnhofe waren große Vorsichtsmaßregeln getroffen worden, wie man sie in Wien noch nicht gesehen Hai. Privai- depeschen der Berliner Blätter' sagen ferner, die Begrüßung sei mehr kühl als herzlich gewesen, rechte Begeisterung wollte bei der Menge nicht aufiommeu. Beiläufig, bei dem ungeheuren Aufgebot von Spalier bildenden unb den Blick versperrenden Truppen ist das kaum zu verwundern. Die Verschiedenheit der Auffassung, gleich zu Beginn, erscheint uns symptomattsch für tue Beurteilung des politischen prab- ttscheu Werts dieser Kaiserzusammeniuuft. Auf dem Balkan glaubeu die Mchtüetelligten, glauberr weder die Türken, noch die Bulgaren oder die Ltaeedonier an einen Umschwung. Wenn das ,,Reformpck>graunu" für Makedonien noch so emeiiert wird, den Aufständischen genügt kein noch so gefülltes Maß von Zugestündnifsen. Diese unruhigen Elemente führen Kriegtzum des Krieges willen, sie haben Geschmack gefunden am Sengen und Morden, an dem In die Luft Sprengen, und der Ettelkett der Führer schmeichett es, durch, ihre „Späten" die Welt in Atem ju hallen. In den Wiener Begrüßun-gsarttkeln wckd behauptet, das energische Auftreten der beiden Kaiserreiche habe bewirkt, daß Bulgarien den Frieden bewahrte. Auch eine Illusion. Einen drastischen Vergleich zu gebrauchen: hier liegt der Knüttel beiur Hunde. Bulgarien brennt dacaiff, loszuschlagen — hätte es die Munition und das Geld dazu, emen Angriffskrieg nur auf die Dauer von ein paar Wochen durchzuführen. Die Türkei beschrärttt sich, solange es ckgend angeht, im Ernstfall auf die Berteidigungsstellung. Wck möchten gern helfen, wenn wir nur könnten, ohne die Interessen und die Sicherheit Bulgariens zu gefährden, das ist die Quintessenz der schönerc Toastrede, ine der bulgarische Ministerprä[ident Petrow vor der Abordnung der mace- donischen Kolonie in Sofia jüngst gehalten hat. Aber, ist vorläufig die bulgartsch-ttcktische Kriegsgefahr gebannt, das schwelende Feuer im Orient ist, weil die Wiederkehr normaler 3u{taube sich gar nicht absehen läßt, kaum minder be- denllich als ein "offener Brand. Die obigen Triuffprüche haben zwar den Wert, die Geschlosienhett der russischen und östteichischerr Polttik zum Ausdruck zu bringen und dadurch" Qüertreibckreien zu erMveren, wie sie noch, bis vor kurzem von eugLischer unb französischer Sette versucht wurden. An der Sache selbst ändern die Kundgebungen kauur etwas; ihr Eindruck auf die Friedensstörer ist dahin, noch bevor der Zar seinen Besuch beendet hat. Und schließlich, man müßte nicht die China-Wirren mtteüebt haben, um nicht zu wissen, auf tote sctzvcmLn Säulen das Emvernehmeu der Mächte ruht, unb wie es nut eines kleinen Anlasses bedarf,, um ine ck^flichsteu Aburachwrgeu in Frage zu stellen. Die poüttMe Bedeutung deS^Zaven- besmhes värd gewiß hoch zu veranWagen fein, nur wird man nicht einen Umschwung auf bem BalLrn, eine entschiedene Taner versprechende Weildung zum Besseren erwarten dürfen. • • • Erne von der Partelleittmg der östreichischen Sozial- demokraten gestern abend ab^ehülteue Protestver- sammlung der Wiener Arbetterschaft gegen den Zaren besuch konnte die von Dr. Ellenoogen eingebrachte Resolution nicht annehmen, da die Versammlung durch den anwesenden Regierungsvercketer aufgelöst wurde. KsMische Tagesschau. Mommsen über Süßland. Nach einer Meldung aus Lorckon wird die heute erscheinende erste Nummer einer neuen „The independent Review" betitelten Monatsschrift einen Artikel aus der Feder Theodor Mommsens enthalten, der die Heberschrist „Ein Deutscher an die Englärrder" trägt In dem Artikel wird ausgeführt, daß man vor einer ernsten Gefahr stehe, wenn es so wettergehe mit dem gegenseitigen Mißtrauen, dem Aufb au schen geringfügiger Meiu- ungs Verschiedenheit en und Kollisionen zu Staatshändeln in den unverantwortlichen Verhetzungen der englischen wie der deutschen Presse. Der Grund zu diesem Völkerhasse liege in dem nun beendigten Burenkriege. Derselbe habe diese Wendung herbeigeführt, demi diese Aufnahme, die er in Wort und Tat bei der deutschen Nation gefunden, habe bei der großen Masse der Engländer als Ausbruch des Englünderhasses der Deutschen gegolten. Vielleicht aber werde jetzt auch eine ruhigere Auffassung auch.jenseits des itemafo sicy einstelten. Nachdem der Gelehrte sich noch des näheren über den Burenkrieg ausgelassen,' bernertt er, die Deutschen hätten wohl einen einzigen Akt der e'N glisch en Nat wn mißbilligt, nämlich den Burenkrieg, ihr selbst aber sich näher verwandt und in jeder Beziehung inniger verbu^rden gefühll als jeder anderen. Auch dem neuen engllschen Jrnperialisrnus stehe Deutschland keineswegs feindlich gegenüber. Man dürfe wohl an der Hofftnrng festhalten, daß in den schweren Krisen, denen vermutlich unsere Zivilisation entgegengehe, Errgland und Deutschland ebenso zusammenfteHeu werden, wie sie einstmals bei der ^Schönen Bereinigung" die französische Uebermacht verbündet in ihre Schranken zurückgedrängt haben. Den Deutschen und den Englanderu sei bestimmt, ihre Wege Hand tu Hand' zu gehen. Dou den sechs sostardeMokratischev BerslUQMlmrgru, die am Dienstag abend in Berlin shattstnrden, war die de- 2. Wahlkreises, in der Bebel, Fischer, Auer, Wurm, Stadthagen und Bernhardt anwesend waren, die bemerkenswerteste. Die Referenten für den Parteitagsbericht traten lebhaft fick Bebel ein.und wandten sich scharf gegen die Revisionisten, insbesondere gegen Dr. Braun. In der Debatte ergingen sich die meisten Redner in den jchärfiten Angriffen gegen bic Revisionisten. Stadthagen stellte in Aussicht, daß Dr. Brauns Reichstags- Mandat von der Partei entzogen werden müsse, wenn er es nicht freiwillig niederlege. Einen breiten Raum nahmen die Angriffe gegen Fischer ein. Es wurde ihm vorgeworfen, die Berliner Parteigenossen diskreditiert zu haben durch die Verbreitung der Nachricht, biß Berliner suchten die ^Wiederwahl Auers zu hintertreiben, wofick er Abbitte zu leisten habe. Fischer erklärte, daß er eine Diskreditierung der Berliner rncht beabsichtigt habe und den ganzen Vorfall bedauere. Die Versammlung wurde erst um. 1 Uhr nachts geschlossen. In der Versmnmlung im 3. Wahlkreise hat der Abg. Heine sein Reichstagsmaudat seinen Wähler» zur Verfügung gestellt. Der Abg. Zubell und der Stadtv. Schulz hatten Resolutionen eingebracht, tu denen Heine seines Mandats fick unwürdig erklärt wurde. Heine verteidigte in längerer Rede seine Haltung; als er dabei von der ,Majestat Bebek^ sprach, entstand ein furchtbarer Lärm, der nach geraumer Zett nur notdürftig beigelegt werden konnte. Unter steter Unruhe gab dann der Redrrer eine Abrechnung mit Bebel. Als der Abg. Zubeil in einer persönllchen Bemerkung erklärte, er fei der von Heine als Schuft und Denunziant gekenuzecchnete Mann, entstand abermals ein großer Lärm, ein Teil' der Versammlung rief Zubell Beleidigungen aller Art zu. SMießlich wurde mit Zweidrittelm ehr heck ein Vertrauensvotum für Heine angenommen, in dem die Verfanmv- lung die Angriffe gegen Heine mißbilligt und ihm ihre Sympathie ausspricht. Deutsches Reich. Berlin, 30. Sept. Ein Besuch des Kaisers in Stettin steht für AnSgcmg Oktober bevor. Er gedentt am 3L Oktober dort einzutreffen, um bem an diesem Tage auf der Werft des ^Vulkan" stattfmbeuden Spapellanfe eines neuen Linienschiffes beizuwohnen. Während der Tafel wird der Monarch dem Qjstzierkorps ein von Professor Röchling gemaltes Bild überreichen, das die Erstürmung des Kirchhofes von Planchenoit bei Waterloo am 18. Juni 1815 darstellt. — Wie das „B. T." ans Londmr berichtet, find b« englisch-deutschen HaudelsverLrags-B erhandln« gen völlig ms Stocken geraten. Von beiden Seiten wird die Lnsicherheit der politischen Verhältnisse in England geltend gemacht. — Wie die „Stüt Zig." erfährt, handelt es sich bei den Verhandlungen zwischen deutschen unb schweizer Kommissaren um vorbereitende Besprechungen über einen neuen Handelsvertrag. Der Auffassung gegenüber, daß es sich nur mn eine Revision des bestehenden Handelsvertrages handle, weist das Blatt darauf hin, daß von beiden Seiten der neue autonome Zolltarif den Vorverhandllmgen zu Grunde gelegt werden muß. — Die »Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Regierung von Neuseeland legte einen Gesetzentwurf vor, der nach Zeitungsmeldungen Deutschland unb Amerika durch Ausschluß ihres SchiffsoerkehrL von den Küsten Neuseelands dafür bestrafen soll, daß sie angeblich den Neuseeländer Handel zwischen Neuseeland und Honolulu und Samoa und den Phillppmen ruinieren. Bei Einbringung soll Premierminister Seddon nach dem ^Nerv-Seeland Herold^ erllatt haben, als Samoa unter der oereinigten Kontrolle Englands, Deutschlands unb Amerikas stand, fanden daselbst die Neuseeländer Dampfer einen offenen Hasen. Von dem Augenblicke aber an, als England seine Rechte an Deutschland und Amerika abtrat, wurde Pagopago durch em amerikanisches Gesetz, für Neuseeländer Boote geschloffen, ebenso Apia von Deutschland. Wir können hierzu feststellen, daß die Behauptung von der Ausschließung Neuseeländer Schiffe von 9lpia völlig unbegründet ist, wie man sich durch einen Blick ins Reichskursbuch ober in den Annoncenteil der ^Samoanischen Ztg." leicht überzeugen kann. Es verkehren die Schiffe der Neuseeländer Union Steamship Company heute genau so wie zur Zeit der Dreiherrschaft in vier- wöchentlichem Turnus in Apia. — Die „Mtionallib. Korr." schreibt: Dem Reichstage wird in der neuen Gesetzgebungsperiode ein neuer Vorschlag zur Entlastung des Reichsgerichts zugehen. In diesem werden die Einwendungen, die gegen den früheren Antrag einer Hinaussetzung der Revisionssumme genracht Vermischtes. Bedeutung erscheint. I Budapest, 30. Sept. Abgeordnetenhaus. Nach Erledigung des Emlaufs erhebt sich Graf Khuen und erklärt, daß er infolge der gestrigen Abstimmung sein Erlllafsungs-1 Gesuch eingeÄcht habe. Kosiuth drückt sein Befremden darüber aus, daß das Ministerium strebte. Er drückt den Wunsch aus, daß ein Ministerpräsident ernannnt werde, der die Uebergrifse des österreichischen Ministerpräsidenten von Körber entschieden zurückweise. Kakovsley kritisiert Ausführungen von Körbers. Er bezeichnet dieselben als Verstoß gegen das! ungarische Gesetz. Nachdem sämtliche Parteiführer ihre Stellungnahme gegen die Aeußerungen Körbers über die Armeefrage dargelcgt haben, führt Geza Kubinyi (Regierungspartei) aus, daß er, ohne einen Auftrag seitens der liberalen Partei erhalten zu Haden, erklären müsse, daß die liberale Partei kein Kabinett unterstützen werde, das nicht ermächtigt jein werde, die die Rechte Ungarns verletzenden Aeußerungen v. Körbers aus das entsprechende Maß zu reduzieren. Yeues vom ZLalLau. Der türkische Botschafter in Berlin Tewsik Pascha ist plötzlich vom Sultan nach Konstantinopel berufen worden und bereits heute morgen von Berlin abgereist. Die Stadt Mehomia ist durch türkische Truppen in Brand gesteckt worden. Bei dem nahegelegenen Dorfe Radschwo finden blutige Gefechte statt. Aus Sofia wird der „Fckf. Ztg." telegraphier^ daß nunmehr auch Italien zu der türkisch-bulgarischen Spannung! Stellung genommen hat. Nach einer Mitteilung des dortigen Vertreters schließt sich Italien den Erklärungen Rußlands und Oesterreich-Ungarns an, doch verspricht es, ähnlich England, emen Druck auf die Türkei wegen einer energischeren Durchführung der 9ieformen. Da Frankreich die russische und die österreichische Erklärung ohne Vorbehalt akzeptiert, so er- giebt sich, daß die Hoffnung auf eine englisch-französisch- italienifche Sonderattion gescheitert ist. Bäder verabfolgt wurden. E. B. Darmstadt, 1. Oktober. (Eigener Drahtbericht.) Zur Teilnahme an den Hochzeitsfestlichkeiten trafen in diesen Tagen noch folgende Persönlichkeiten ein: Heute vormittag Prinz Ludwig von Battenberg, morgen vormittag Prinz und Prinzeffin Heinrich von Preußen. Großfürst und Großfürstin Sergius werden morgen nachmittag erwartet. Mit dem König von Griechenland und der Königin von England trifft am Montag nachmittag auch der König von Dänemark hier ein. — Aus Anlaß der Vollend- i ung der russischen Kapelle hat das Zarenpaar dem Architekten FriedrichOlberich eine prachtvolle, mit Edelsteinen besetzte Tabatißre verliehen. Dem russischen Maler, von Frolofs, wurde das Ritterkreuz II.Klasse des Ordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Der Großherzog hat am 30. September dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, Fritz Zimmermann, und dem Amtsrichter in Langen, Dr. Karl Langsdorf, den Charakter als Amtsgerichts- rat verliehen. Darmstadt, 30. Sept. Die Braut-Ausstattung für die Prinzessin Alice von Battenberg ist, wie wir dem „D. T. Anz." entnehmen, zum guten Telle hiesigen! I Firmen übertragen worden, was gewiß als eine ehrenvolle Anerkennung für unsere heimischen Geschäfte umsomehr betrachtet werden darf, als derartige Lieferungen bisher zumeist !von auswärts und namentlich auch aus dem Auslande bezogen wurden. Es ist hiermit ein gutes Beispiel gegeben, i das hoffentlich auch in anderen Kreisen Nachahmung findet. JSo wird das Brautkleid der Prinzessin-Braut in der • Berlin, 30. Sept. In der Kaiser Friedrich- Ged ächtniskirche im Tiergarten ist ein Einbruch verübt worden. Wertvolle Abendmahlsgerätschaften sind gestohlen worden, zwei große Kannen, zwei Kelche, em Bibo- Ausland. London, 30. Sept. Das vom 15. September datierte Schreiben des bisherigen Finanzministers Ritchie an den Premierminister Balfour, in welchem ersterer demissionierte, I ist heute veröffentlicht worden. Er sagt in demselben: Nach dem, was gestern im Kabinettsrate geschehen ist, ist es mir unmöglich, Mllglied der Regierung zu bleiben. Ich sympathisiere durchaus mit dem Wunsche, Mutterland und Kolonien enger zu verknüpfen; aber ich weiß von keiner anderen Methode, den Kolonien eine Vorzugstx l andlung einzuräumen, als derjenigen, die der Kolonialmu.'.^er angeraten hat, nämlich! den Zoll aus Lebensrnittel, welcher eine Vermehrung der Besteuerung bedeutet. Dagegen bm ich entschieden. London, 30. Sept. Der vertraute Rat des Sultans non Marokko, Sir Mac Lean, welcher seit einigen Tagen sich m London aufhält, erklärte in einem Interview, er glaube, der Sultan sei berell, ftauzösische Offiziere mll der Leitung der marokkanischen Polizei zu betrauen, lieber die Frage des französischen Protektorats m Marokko erklärte er, er glaube davon kein Wort. Er sei zwar nicht eingewecht in die Jntensionen der Ministerien von London, Paris, Madrid und Rom, aber eine solche Lösung der marokkanischen Frage sei unmöglich, da sich die Marokkaner dagegen mll aller Kraft widersetzen würden. Ostenbe, 30. Sept. Die königliche Yacht Victoria and gHfcrt, an deren Bord sich König Eduard befand, ist gestern beim Auslaufen aus dem Hafen mit einem Dampfer! zusammengestoßen. Dieser erlitt schwere Havarie, während die Yacht unbeschädigt blieb. Paais, 30. Sept. Der sozialistisch-revolutionäre Kongreß in Reims hatbie Einigung der Partei beschlossen. Die französische Arbellerpartei wird sich nunmehr als sozialistische Partei gruppieren. Dieser Beschluß wurde angenommen. Hierauf wurde mit der Beratung des Parteiprogramms begonnen. Wien, 30. Sept. Wie verlautet, wird der König oon Rumänien auf der Rückreise nach Bukarest in Wien eintreffen und eine neuerliche Begegnung mll Kaiser Franz Josef haben, die mll Rücksicht daraus, daß sie unmittelbar nach dem Besuche des Zaren erfolgt, nicht ohne polllische bürg bei Berlin gestorben. * Berlin, 30. Sept. Der Buchhalter Mieraß wurde heute früh mit seiner Frau in seiner Wohnung tot aufgefunden. Der Tod ist infolge Gasvergiftung eingetrcten. Ob das Ehepaar freiwillig aus dem Leben schied oder ob ein Unglücksfall vorliegt, ist nicht festgestellt. • Elberfeld, 30. Sept. Der bei der hiesigen Staatsanwaltschaft beschäftigte Gerichtsassessor Dr. Meyer erschoß sich aus unbekannten Gründen in seiner Wohnung. * London, 30. Sept. Die Leiche einer Frau, die mir mit Strümpfen und Schuhen bekleidet war, und iSchnittwunden an Hals und Beinen hatte, wurde heute früh bei der Waterloobrücke in der Themse gefunden. Tie Frau hatte starkes blondes Haar und war anscheinend über 45 Jahre alt. Tie Leiche scheint zehn Tage im Wasser gewesen zu sein. * Eine Massenerkrankung. Wie der „grff. Ztg.* aus Budapest berichtet wird, sind im dortigen Armenhause aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache nach dem Mittagessen 150 Personen schwer erkrankt, wovon eine bereits gestorben ist. * Einen hübschen Rückblick aus den Dresdener Parteitag wirft der Kladderadatsch. Er schreibt: Misthaufen, Lügner, Quasselpeter, Pestbeulen, Stänker und Verräter — So rief man sich in Dresden zu, Doch störte das nicht Singers Ruh'. Nur emmal ist er aufgesprungen Aus Stadt und Kund. Gießen, den 1. Oktober 1903. L.U. Heute hat Herr Prof. Dr. Reinhardt Brauns! die Rettoratsgeschäfte an unserer Landes-Universität übernommen. ** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Darmstadt I, Carl worden sind, eine ihrer Bedeutung entsprechende Verwertung ürrden. ~ , • Nürnberg, 30. Sept. Der Zar nahm (rftcrn bet der Durchrnf- aus dcm Lahnhof bie Vorstellung der Offi. yrn und Bcamtui seines Cheoa^legers-Reguneuts entgegen und verlieh dem Kommandeur und mehreren Offizieren Ordensauszeichnungen. München, 30. Sept. Das Namensfest des Königs Otto wurde heute in der herkömmlichen Men Weis« be- amlqeii. Ju dem Befinden des kranken Königs ist seit aeraumer Zeit keine Veränderung eingetretrn. Der König hot für einige Zeil an einem Adszesfe am Fuße zu leiden gehabt, dessen Heilung sich bei der Natur der Erkrankung des Königs, d. h. bei der Schwierigkeit, chm ärztliche Hilfe in der wünschenswerten Form angedcihcn zu lassen, etwas verzögerte. In dem geistigen Zustand des Königs hat sich keine Besiermig ergeben und eine solche ist auch bet der Natur seines Leideiis nicht zu erwarten. Wenn das Wetter irgendwie geeignet ist, hält sich König Otto stets im Freien, m dem schönen, bei Schloß Fürstenried gelegenen Parte auf. Er ist noch immer ein leidenschaftlicher Raucher und bevorzugt Zigaretten, die er meist nach ein paar kurzen, hastigen Zügen wegwirft. Auch Heuer wurden ihm, da er dies liebt, zur Erdbeerenzell, wie in den Vorjahren, Körbchen, gefüllt mll diesen kösllich dufteiiden Kindern des Waldes, als Aufmerksamkeit gereicht. König Otw, der seinem unglücklichen Bruder am 13. Juni 1886 auf dem ^hron nachfolgte, steht nunmehr im 56. Lebensjahre. Kunst und Wissenschaft. Berlin, 30. Sept. Die anläßlich der Enthüllung des Richard Wagner-Denkmals geplanten Festlichkeiten sind heute mit einem Empfangsallend im Reichstagsgebäude eingeleitet worden. Anwesend waren u. a. Staatssekretär Frhr. v. Richthosen, Kultusminister Dr. Studt, Staatssekretär des Reichsschatzamts Frhr. v. Stengel, Prinz Friedrich Heinrich von Preußen, Militärs, Finanziers und Künstler. Rach einigen Konzertvortrügen hervorragender Künstler und Künstlerinnen des In- und Auslandes wurde bis zum Schluß ein Promenadentonzert des philharmonischen Orchesters aus Leipzig ausgesührt. — Neue, neunte Ausgabe von Stielers Hand-Atlas, 100 Karten in Kupferstich, herausgegeben [ von Justus Perthes' Geographischer Anstalt in Gotha. (Erscheint in 50 Lieferungen, jede mit 2 Karten, zu je 60 Pfg.) 19. bis 22. Lieferung. — Die in den letzten Wochen heraus- gegebenen vier Lieferungen behandeln Frankreich, Spanien, Portugal und Rußland. Besonders eindrucksvoll sind die i Uebersichtskarten von Frankreich und Portugal; auf, der durch Geschenke. — Von der Jagd. Im Großherzogtum ist vom 1. Oktober an die Jagd aus den Dachs wieder offen. ** Besitzwechsel. Frau Constantine Heintz e verkaufte ihre Hofratte verlängerter Asterweg Nr. 53, an Makler I Samuel Katz hier zum Preise von 24 000 Mk. ** Verlaus der Witterung von Dienstag bis! Mittwoch. Die Wetterlage weist nur sehr wenig Aenderung auf- das Hoch behauptet trotz des von Westen her andrangenden Tiefs seine östliche und südöstliche Lage. Jnsolgedeyen nutzen meist südöslliche und südliche Winde, unter deren Einfluß im Verein mit der kräftigen Sonnenstrahlung die Temperatiir für die Jahreszeit höbe Beträge erreicht (20-22 Gr.». Tie Tie,'s rusen öfters dünne Bewölkung hervor, auch wird stellenweise ganz germger Regen gemeldet (in Grünberg und Umgebung gestern mit Gervittererschem-1 unaen), ohne daß der Witterungscharakter hierdurch wesentlich geländert wurde. Ein Witterungsumschlag ist also vorderhand noch hingeschoben. 21. e p p 1 e r. § Griebel, 30. Sept. Em junger Mann von hier, der vcrflosiene Woche an Diphtherie erkrankte, zu der sich noch Genikstarre gesellte, starb infolge derselben. Er war 21 Jahre alt und wollte jetzt zum Militärdienst em- treten. I. Bad-Nauheim, 30. Sept. Heute war der offizielle Schlußtag für die diesjährige Saison. Das herrliche Wetter lockte eine große Menschenmenge am Nachmittag sowohl wie am Abend auf die Terrasse und m die Park-! anlagen. Das Kaiser-Wilhelm-Jnsanterie-Regiment Nr. 116 aus Gießen konzertierte unter Leitung des Musikdirektors Krauße. Am Abend fand ein kunstvolles Feuerwerk statt, das I ber diesjährigen Saison einen glanzvollen Abschluß gab. Die I Frequenz unseres Bades zeigte in diesem Jahre ein besrte- I digendes Ergebnis, denn zirka 24 000 Kurgäste weilten hier und rund 320 000 Bäder wurden abgegeben. Im Vorjahre besuchten 22 000 Kurgäste unseren Badeort, denen 295 000 Kolb, zum O ~ -—— —,— • r Oberförster in Beerfelden, Forstmeister Karl H eg er . feiben, in gleicher Diensteigenschaft in die Ob^försterei Iugw- beim, den Oberförster in Dorn berg, Forstmeister Karl Ruths ru Dornberg, unter Belassung seines seitherigen Gehalts und in gleicher Diensteig en schäft in die Oberförsterel Groß-Gerau und den Oberförster in Münster, Forstmeister Ludwig Spieler zu Dieburg, in gleicher Diensteigenschaft in bte Oberförsterei Friedberg versetzt. —Dem Forstwart der abnormalen Domanial- forstwartei Ober-Sensbach, Heinrich Wilhelm zu Ober- Sensbach, wurde aus Anlaß seiner Versetzung m. den Ruhestand der Charakter als Förster verliehen. ** Hcssisch-Thüringischc StaatSlotterie. Bei der heute stattgefundenen Schluß-Ziehung der 6. Klasse flel die Prämie von 100 000 Mk. auf Nr. 83501 (nach Alzey), vier Prämien ä 50 000 Mk. auf Nr. 28249 (nach Oberstein), 41538 (nach Oppenheim), 53455 (nach Mainz) und 78487 (nach Gotha), ein Gewinn von 40 000 Mk. auf Nr. 489151 (nach Oldenburg), acht Prämien von je 25 000 Mk. fielen auf Nr. 17043 22214 35953 54035 58952 75846 81966 84379, drei Gewinne von 2000 Mk. fielen auf Nr. 53288 I 72928 83158. (Ohne Gewähr.) ** Der frühere Direktor unseres Staot- tHeaters, Herr Kruse, hat sich mll Herrn Ge^ch I assoziiert und wird, wie uns mitgeteilt wurde, demnachft in I Neuwied eine Reihe von Vorstellungen veranstatten. ** Aus dem Stadtheater-Bureau. Der Freitag bringt uns Stobitzers historisches Lustspiel ^Liselotte", ba§ bei der sorgfältigen Vorbereitung, die ihm hier zu teil wird, wohl dieselbe Zugkraft ausüben dürste, wie an allen größeren Bühnen, über die es gegangen ist. Liselotte ist die historische Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte, die, durch Heirat an den Hof des Sonnenkönigs verschlagen, dort durch ihre deutsche Derbheit und drollige Natürlichkeit einen amüsanten Aufruhr her-1 vorrust. Frl. Margarethe Hohl, die in der Eröffnungsvorstellung den Prolog sprach, hat die Titelrolle mne; sie bars Rollen dieses Genres als besondere Domäne betrachten. ! Diese Vorstellung ist die erste Freitags-Abonnements-Vor- stellung. Es sei bei dieser Gelegenhell nochmals darauf hingewiesen, daß die Inhaber von Abonnementsbillets nur das 1. Billet ihrer Blocks abends vorzuzeigen hallen und fein Tagesbillet einzutauschen brauchen. Die Direktion beabsichtigt, auch in den Sonntagsvorstellungen ein gewähltes Programm zu bieten, wovon Interessenten auf Sonntags- Abonnements gefälligst Kenntnis nehmen wollen. InKm'"einV PÄ'en^'ein^Teller mit kleinen Löffeln. Größere " Der Prolog, den fei; ber Eröffnung des Stadt- ^^^eie Silb-rgegenstände blieben unberührt. Der D-eb. theaters Fraulem Margarethe Hohlwirkungsvoll oortl:u3' f ( an|^eüienb ®on Persönlichkeiten ausgeführt worden, hat, wie wir jetzt hören. Herrn DwektorHerm. Sterng oetter stahl^rst °»>^Een genau bekannt waren" zum Verfasser. * Berlin 30 Sevt. Der durch seine Wetterprognosen L ®«‘‘ * °»—— *• ™ •*-’ jubiläum. 15 Jahre war er als Schutzmann tätig, 10 Jahre lang widmete er dem Bauamt seine Dienste. Die Beamten des Hoch- und Tausbauamts ehrten heute morgen den Jubilar Und hat die Glocke jäh geschwungen, Als ein Genosse wutentbrannt Den andern meuchlings „Herr" genannt. * Humor des Auslandes. „Warum nennt man denn unsere "Sprache die Muttersprache?" — „Weil der Vater doch nie zum Sprechen kommt." Scherzfrage. Frage: „In welcher Stadt gab es den ersten sozialdemokratischen Zeitungsredakteur?" Zlntwort: „In Lystra in Kleinasien, denn Apostelgeschichte Kap. 14, V. 8 heißt es: „Und es war ein Mann in Lystra, der mußte sitzen." — Aut—Aut. Lehrer: „Lehmann, was heißt auf Lateinisch „sowohl . . . als auch"?" — Lehmann: „et ... et." — Lehrer: „Und was heißt „entweder . . . ober?" Lehmann schweigt. — l Lehrer: „Du kannst dabei an Automobil denken." — Lehmann: „Töff . . . töff." — Aus dem Aufsatz einer höheren Tochter. „Lessings Gram über den Tod seiner Frau war ein so tiefer, daß er überhaupt erst nach Italien gehen mußte, um dort die Wunden zu hellen, die ihm semc Frau geschlagen hatte."(„Münchener Jugend.") *• '‘tra». SSÄ”*S SÄTvMM. ' ' - Crepe de Chine; Form und Ausführung desselben erfolgt in einfach.jugcndlichcm Stil. Den Hauptpntz an dem kostbaren Kleide werden die wundervollen echten Spitzen sein, welche dem Familienschatz der Eltern der Braut entstammen und die auch schon das Brautkleid ihrer Mutter sowie das,emge der verstorbenen Großherzogin Alice schmmckten. Der Braut- schleier ist aus denselben echten Spitzen w,e die Verzierungen des Kleides. Die Myrtenzweige zum Brautkranze sind auf der Terrasse des Heiligenbcrgs gewachsen (und stehen zur Zeit noch dort), während die Orangenbluten aus England bezogen werden. Einzelne Zweige des Kranzes werden später in die neu- He-mat der Prinzessin, nach Griechenland, «versandt, um dort eingepflanzt zu werben. Von Interesse dürfte wohl sein, daß nach dem Tode der Großherzogin Alice keine fürstliche Hochzeit hier in Darmstadt abgehalten wurde, als die der ältesten Tochter ber Großherzogin, ber "nnzesttn Viktoria von Battenberg, unb nun jetzt diejenige ber ältesten Tochter der letzteren, ber Prinzessin Alice. ss Marburg, 30. Sept. Gestern mittag würbe bet Cölbe ber 60 Jahre alte Arbeiter Vornam aus Unterrosphe vom Schnellzuge zermalmt. — Exzellenz Geh. Mat Professor Dr. v. Bshrtng ist heute zu einem mehrwöchentlichen Aufenthalt nach Italien abgereist. Kleine 9Ji i 11 e i i u n g e n aus Hessen und den Nachbargebieten. Die Turner in Lollar haben ihr Abturnen auf Sonntag den 4. Oktober verschoben. Daß ein rühriger Berichterstatter aus einem Nachbardörschen Gießens bereits einen vervielfälttgten emgehenden Bericht über den Verlauf der Veranstaltung an mehrere hessische Blätter schickte, war die Tat blinden Eifers im Dienste der Oeffentlichkeit. — Wegen Beleidigung des Kaisers wurde am Dienstag in Kassel gerichtlich die Donnerstagsnummer des sozialdemokratischen hessischen Volksblattes beschlagnahmt. — Der 16jährige Schüler der Dillenburger Präparandenschule Edmund Lehr von dort ist seit dem 21. September unter Mitnahme seiner Sachen verschwunden. ■Werkmeister. 4% Oesterr. Goldrente 4^6% Oesterr. Silberrente 100.45 Staatskonunissar. 99.50 102.90 50.80 30.90 36.20 133.40 43.50 41.70 87s% 8”/o 3V,% a°/o 872% 37,% . 101.60 . 90.10 . 101.60 . 90.10 . 100.- . 99.20 . 101.60 Reichsanleihe do. Konsole . do. . . Hessen Oberhessen . 27.20 . 91.80 . 96.60 . 102J.0 . 202.50 . 187.60 . 136.90 . 148.00 . 154.50 . 139.50 . 16.30 . 191.70 . 226.50 . 181.40 . 185.80 zwischen streikenden Kutschern und der Polizei wurden vier Streikende erschossen und über 60 verwundet. 45 Personen wurden verhaftet. Es werden weitere Demonstrationen befürchtet. Belgrad, 1. Oktober. In dem Feldlager bei Top- schidcr gab des nachts ein unbekannter Täter auf das Zelt des Hauptanführers der Verschwörer gegen König Alexander, Major Lazarewüsch mehrere Schüsse ab, welche die Zeltleinwand zerstörten. Da der Major zufällig abwesend war, entging er dem Anschlag. Odessa, 1. Ott. Ein englischer Taucher, der für Rechnung der hiesigen Hafenverwaltung arbeitet, ist ertrunken, weil dec Luftzuführungsschlauch riß. 4% Ungar. Goldrente , . 4% Italien. Bente . . , 47,% Portugiesen . . , 8% Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose..... 4% Griech. Monopol.-Anl. 47,96 äussere Argentiner — Do» wirklich sozialer Bedeutung sind Diagg i's bewährte Produkte. Denn sie ermöglichen es, die Kosten der Ernährung ganz erheblich zu verringern. Die moderne Wissenschaft und Technik haben in dieser Beziehung viel geleistet, aber Ntaggis Produkte dürfen eine der allerersten Stellen beanspruchen. Sie vereinigen mit ausgezeichneter Qualität alle Vorzüge praktischer und bequemer Verwendbarkeit, der Ausgiebigkeit und Billigkeit. 3ü/q Mexikaner . . 4%% Chinesen . . Electric. Sohuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diakonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden , • • Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . . Bochum . . , . . Harpener .... Tendenz: fest Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Petersburg, 30. Sept. Die „Handels- und Jndnstrie-Ztg." meldet, das Finanzministerium bringe zur allgemeinen Kenntnis, daß über die nachgesüchte Ermäßigung desZolls aus importierte Baumwolle nicht früher als im Herbst 1904 entschieden werden könne. Lenox (Massachusetts), 30. September. Die Vereinigung der Baum Wollefabrikanten hat in ihrer Halbjahresversammlung einen Befchlußantrag angenommen, in dem das Staatsdepartement ersucht wird, der Vereinigung jede mögliche Information über die Bedürfnisse des ausländischen Baumwollmarttes zukommen zu lassen. Dies wird als Anzeichen dafür erachtet, daß der Ausfuhr von Baumwollwaren mehr Aufmerksamkeit zugewendet werden soll. — Deutsche Reichsbank. Berliner Meldungen zufolge waren die Ansprüche bei der Reichsbank zu Ultimo relativ mäßig; wenigstens bis jetzt, so weit sich dies übersehen läßt, da seitens der Bankwelt wegen Befürchtung einer eventl. Diskonterhöhung frühzeitig Vorsorge getroffen war. Die Goldzuflüsse dauern an. Tie Ansprüche, die die Provinz macht, sind noch nicht zu beurteilen. Gerichtssaal. Hüffen er. Nach einer Kieler Depesche hat Hüssener sich am Mittwoch dem Kriegsgerichtsrat vvrsühren lassen und einen formellen Antrag aus Haftentlassung gestellt. Beuthen, 30. Sept. Im zweiten Laur ahütter Wachlkrawallprozeß wurde der Hauptangeklagte Guinz zu sechs Jahren Zuchth aus, sechs Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeianfsrcht, der zweite Hmrptangeklagte (Äraikzarek zu fünf Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust, die übrigen Angeklagten zu zwei bis vier Jahren Gefängnis und entsprechenden Nebenstrafen verurteilt. Neueste Meldungen. Origttlaldrahtrncldungerr des Gießener Anzeigers. Berl in, 1. Ott. Der „Volksztg." zufolge ist auf Veranlassung der Nieder-Barnimer Landratsamtes gegen den verantwortlichen Redakteur der Pankower Zeitung, Salis, ein Zeugnis-Zwangs-Verfahren eröffnet worden. In einer der letzten Nummern des Blattes war eine Lokal-Notiz enthalten, wonach irrtümlicherweise an 15 000 Mk. Steuergelder von der Gemeindekasse zu Pankow zu viel an die Kreiskasse abgeführt worden seien. L. Danzig, 1. Okt. Der Husar Kooks vom 1. Leibhusarenregiment wurde vom Kriegsgericht wegen Majestätsbeleidigung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Auch wurde auf Versetzung in die 2. Klasse des Soldatenstandes erkannt. Körrigsgrätz, 1. Oktober. Die Verwaltung des Schloßes Ratiborric bei Nachod, welches dem Prinzen Wilhelm von Schaumburg-Lippe gehört, erhielt anonyme Briefe, in denen die Ermordung der auf der Besitzung weilenden Königin Charlotte von Württemberg angedroht wird. Die Polizei vermutet einen anarchistischen Plan und hat eine strenge Untersuchung eingeleitet. London, 1. Okt. Lord George Hamilt on gestattete, daß der Brief, in dem er seine En'tl assung aus dem Amte des Staatssekretärs für Indien nachsucht, gleichzeitig mit dem Schreiben veröffentlicht werde, in welchem er Aufklärung zu TeSephomsolher Kursbericht. l'rankturt ». wi., 1. Oktober i‘JU3. II«—— «—rri.mi n Tnurl21g"lscne3 I — ■ i i llll rr ■ um i «B ra en enri Elektro-u. Masohinen- Techmom JlmeataM -Techniker Streikenden RrS Frachtemncrgahin am Westbahnhof, wobei auf die einschreitende Polizei geschossen wurde. Tie Polizei erwiderte das Feuer, wobei es beiderseits etwa 60 Verwund ete gab, darunter mehrere schwer. Nach diesem Zusammenstoß wurde Militär requiriert, welches das Streiklager zernierte und nach heftigem Kampf sprengte, wobei sehr viele Verhaftungen erfolgten. Nachmittags ist es gelungen, zwischen den Fuhrwerksbesitzern und Kutschern eine Einigung zu erzielen, wodurch der Streik in der Hauptsache beigelegt ist. Den Streikenden wurde eine Erhöhung ' des Wochenbohnes um zwei Kronen, eine Krone nr Ueb erstund en und achttätige Kündigung bewilligt. ersten befindet sich ein Plan der weiteren Umgebung von Paris mit Angabe sämtlich,er Befestigungen. Erne Pracht- Leistung verspricht die neue Karte vom Europäischen Rußland und Nordskandinavren in 1:3 700000 zu werden, von welcher die beiden erster: Blätter, die das nördliche Skandinavien, Finnland und das nördliche Rußland enthalten, vorliegen. Die Aufgabe, den Gegensatz zwischen den tief einschneidenden Fjorden und der Hochgebirgswelt des nördlichen Norwegen mit ihren Gletschermassen, zwischen den tausenden von Seen und Inseln Finnlands und den einförmigen Tundren und Sumpf flächen des nördlichen Rußland zur bildlichen Darstellung zu bringen, ist von den Kartographen H. Kehnert und H. Hab erricht trefflich gelöst worden. Neue Sunftliteratur. Anselm Feuerbachs Vermächtnis, das fesselnd geschriebene, weit verbreitete kleine Buch galt bisher als historische Quelle und wurde als solche benutzt. Diese Legende wird von H. Werner nunmehr endgültig zerstört, der im Oktoberheft der „K u n st" (München, Bruckmann, vierteljährlich 6 M.) in einem interessanten Artikel nach eingehendem Studium der Originalhandschriften nachweist, wieviel Umgestaltungen und willkürliche Erweiterungen und Kürzungen darin enthüllen sind. Aus dem übrigen Inhalt dieses Heftes, das als erstes des 5. Jahrganges besonders glänzend ausgestattet ist, sei hervorgehoben: Franz Stuck, eine reich illustrierte Monographie von F. v. Üstini; Oskar Bie: Ueber den Genuß alter Kunst; B. Zuckerkandl. Joses Hoffmann und seine Architektur; »Aus dem Hohenzollern-Knnstge- werbehaus Berlin"; »Die Porzellanfabrik Bing u. Gröndahl Kopenhagen"; R. v. Schneider-Florenz: „Zuerst der Hof und dann das Haus." Arbeiterbewegung. Berlin, 30. Sept. Die Allgmeine Berliner Omnibus-Gesellschaft erläßt an den Anschlagsäulen eine Erklärung, daß sie von den ausständigen Angestellten diejenigen, die über 10 Jahre in ihren Diensten waren, sofort, die über fünf Jahre nach Bedarf wieder einzustellen bereit sei. Berlin, 30. Sept. Die Masserkaus sperrung der Metallarbeiter erfolgte nicht in dem erwarteten Umfange. Während mit der sofortigen Entlassung von 12 000 bis 15000 Arbeitern gerechnet wurde, beträgt die Zahl der Ausgesperrten bis gestern abend nur gegen 800. Von den maßgebenden Großfirmen der Metallbranche erfolgten überhaupt keine Entlassungen. Budapest, 30. Sept. Der Streik der Lohnfuhrwerkskutscher hat im Verlaufe des Tages überaus gefahrdrohende Dimensionen angenommen. Die Polizei war genötigt, mit den Streikenden, welche nun etwa 2000 zählen, veritable Straßenkämpfe zu führen, wobei die Attacken der Polizei trotz Gebrauches von Sabel und Revolver wiederholt zurückgeschlagen wurden, sodaß militärische Hilfe requiriert werden mutzte. Die aufgeregte Menge widersetzte sich auch energisch den eiufchr eiten den Husaren, und es mußten in einzelnen Stratzen halbstündige Gefechte geliefert werden, bis es gelang, die Merrge auseinander zu sprengen. Die Rettungsges ellfchaft errichtete im Streiklager ein Lazarett, da es unmöglich war, die vielen Verwund eten sofort zu transportieren. Die Kämpfe begannen bneits am frühen Morgen, da die Streikenden bei den verschiedenen Stallungen den Auszug der Arbeitswilligen mit Gewalt verhinderten. Die Streikenden durchschnitten die Telephondrahte, sodaß die Polizei keinen Sukkurs erhielt. Die Stallungen der Firma Hoffmann wurden von etwa 1000 Streikenden gestürmt und förmlich demoliert. Die einsckfteitende Polizei wurde in die Flucht gejagt. Nach dem Eintreffen von Verstärkung gelang es einigermaßen, Ordnung zu machen. Später stürmten die Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dreser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 30. September 1903. Sie haben wiederholt die Spalten Ihres Blattes zur Verfügung gestellt, wenn es galt, Mißstände zu beseitigen. Ein solch geradezu unerträglicher Mißstand besteht darin, daß in nächster Nähe der Stadt das Kartoffelkraut verbrannt und hierdurch die Luft und Atmosphäre verpestet wird. Nicht nur die Spaziergänger nach der Marburgerstraße und dem Philosophenwald leiden unter dieser Unsitte, nein, am gestrigen Abend war auch die Südanlage und Umgebung von diesem Qualm und Rauch gefüllt. Ich glaube mich zu entsinnen, daß vor einigen Jahren dieserhalb em Polizeiverbot erlassen wurde; vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, dem zuständigen Aufsichtspersonal die Polizeiverordnung in Erinnerung zu bringen und so für Abhilfe zu sorgen. Einer für Viele. seinem Entlassungsgesuche giebt. In seinem Entlassungsgesuche sagt Lord Hamilton, er könne nicht einsehen, wie Schutzzölle und Wiedervergeltungszölle dem Handel Großbritanniens zum Vorteil gereichen fömücn, es sei denn auf Kosten der einheimischen Konsumenten. Er könne sich nicht daran beteiligen, die Grundsätze der Fiskalpolitik, auf denen das Gebäude der britischen Wohlfahrt beruhe, umzustoßen. Madrid, 1. Okt. Der spanische Botschafter in Paris erklärte alle Lesarten über ein französisch-spanisches Abkommen in der Marokko-Frage für falsch. Dieselben entbehrten jeder Grundlage. — Bon anderer Seite verlautet, daß die Verhandlungen sich um die Ausdehnung des spanischen Gebietes bei Ceuta und Melilla sowie um Rechte der in Marokko ansässigen Spanier handelten. — Gestern fand in Valadolid ein Studenten-Krawall statt. Die Studenten^ die mit dem Prüfungs-Modus nicht zufrieden sind, schlugen sich mit den Professoren h er u m und warfen einige Fensterscheiben ein. Mehrere Personen wurden verwundet. Wien, 1. Oktober. Die in Schönbrunn gehaltenen Trinksprüche werden von der gesamten hiesigen Presse als Kundgebungen von höchster politischer Bedeutung bezeichnet, da sie eine Friedensbotschaft ersten Ranges verkünden von zwei mächtigen Herrschern, welche in ihrer Gemeinschaft stark genug sind, ihren Willen durchzusetzen. Mürzsteg, 1. Ott. Die heutige Hofjagd begann um 11 Uhr vormittags und dauert bis 3 Uhr nachmittags. Um y27 Uhr findet im Jagdschloß Galatasel statt. Mürz sieg, 1. Oktober. Gendarmen patrouillieren im ganzen Park auf allen Wegen und Stegen, halten alle Dörfer besetzt und versperren die Eingänge zum Schloßpark. Zwei Leute, die man für Italiener hielt, wurden siistiert, aber wieder freigelassen, nachdem sich herausstellte, daß sie ganz harmlos waren. Budapest, 1. Oktober. Bei dem Zusammenstoß Bekanntmachung. Betr.: Die Bildung der Schöffengerichte und Schwurgerichte. Die Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt eine Woche lang und zwar von Freitag den 2. bis einschließlich Freitag den 9. Oktober d. Js. auf dem Bürgermeisterei-Bureau — Zimmer Nr. 15 — zu Jedermcums Einsicht offen. Innerhalb iener Offenlegungsfrist kann gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Urliste ‘ schriftlich oder zu Protokoll des Bürgermeisters Einsprache erhoben werden. Gießen, den 30. September 1903. _ 7386 GrotzyerzogUche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Rohrverlegungen auf dem Kreuzplatz muß am Freitag den 2. Oktober d. I. das Wasser auf dem Kreuzplatz, sowie in folgenden Straßen: Mäusburg bis zur Schulstraße, Wettergasse, Neuenweg, Weidengasse, Seltcrsweg zwischen Kreuzplatz und Volksbadweg, Plockstraße, Johannesstraße, Löwengasse, Katharinengasse, Teuselslust- gärtchen und Kaplansgasse von 7 Uhr morgens bis gegen 2 Uhr nachmittags abgestellt werden. Wir empfehlen den Anwohnern genannter Straßen, sich vorher für diese Zeit mit Wasser zu versehen. Gießen, den 30. September 1903. 7366 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. B Bessere Schuhe * | aus Chevreaux- und Kalbleder etc. werden neuerdings hauptsächlich mit | Galopcreme Pilo gewichst, denn dasselbe giebt am ■ 7363 schnellsten wunderbaren Glanz. Vergebung wn Sauarbeiten. Die für den Rohbau eines neuen Schulhauses, Herstellen von Einfriedigungen und Hofanlagen in Annerod erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Dienstag den 13. Oktober l. I., nachmittags 3 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Annerod, woselbst Pläne, Voranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, portofrei einzureichen. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Erd- und Maurer- . Heute prima frisch geräucherte fruUBnMnt in bekannter Gitte per Paar 25, 30 und 35 Pfg.' empfiehlt 6183 Friedrich Schreiner Metzgermeister, Seltersweg 65. Heute Abend 6 Uhr ab zeMkie Fische. J. R. ScliuiM ffl Statt besonderer Anzeige geb. Ihring im 54. Lebensjahre, Im Namen der Hinterbliebenen: 7383 Lieh, den 1. Oktober 1903. Die Beerdigung findet Samstag den 3. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Btarl Scfeön, Bauinspektor in Lieh. Wilhelm Schön, Gr. Kreisamtmann in Worms. l>r. Fritz Schön, Sekundärarzt am Knappschaftslazarett in Königshütte. Heute vormittag verschied sanft nach längerem, schwerem Leiden unsere liebe Gattin, Mutter, Schwester und Schwägerin e Frau Marie Schön ■ I« 7385 Die Beerdigung findet Samstag den 3. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Grossmfihle aus statt. Todes -Anzeig1©. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren geliebten Bruder, Schwager und Onkel, Herrn Mühlenbesitzer Heinrich Inderthal heute morgen 4 Uhr nach schwerem Leiden zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten —, . - ——, . ■ ■, - Die trauernden Hinterbliebenen Grossmühle bei Alten-Buseck, den 1. Oktober 1903. ßewerbevmitt. Dienstag den 6. Oktober, abends 8'/, Uhr, findet im Restaurant Keidel der erste Diskussions-Abend über gewerbliche Angelegenheiten statt. 7368 Zu reger Beteiligung ladet ein Der «ovftanb. Kartoffeln Prima Magnum bonum (Wetterauer Ware) sind eingetroffen und empfehle dieselben zu ganz billigen Preijen. J. Wefieei, 7382 Sonnenstraße 6. Telephon 235. Achtung! Das Einrahmen von Bildern und Spiegeln, sowie das Grn- setzen von Fensterscheiben besorgt billigst am Platze Jean Bergmann, Glaser, Sandgaffe 19, pt. «1 1OOOO ktax Seid * 1 Ik.nie Ziehung garantiert 7. 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