Erstes Matt. 153. Jahrgang zelqentetl: Han- Beck. Die Erhaltung des Getreidebaues. mraoRsea tatamüöt zu fernen Ungunsten besiegelt, ehe die Muffen die letzte 'Entscheidung gebracht Hütten. Die Erhaltung des Getreidebaues ist eine nationale Forderung ersten Ranges." Aeichstagswaylkreis Feffau-Zrröst. Betrachtet man die Ergebnisse der bisherigen 11 Wahlen tn diesem Kreise, so wird ohne weiteres klar, wo der Kandidat aesucht werden muß, der ein Anheimfallen des Kreises an die Sozialdemokratie allein verhindern kann. Es macht sich ein stetiger Zug nach links dort bemerkbar. Bis 1893 schien der Kreis zum eisernen Bestände der nationalliberalen Partei zu gehören. Aber schon einmal war er 1881 bis 1884 anders vertreten, als Sello aus Berlin als Art- gehöriger der liberalen Vereinigung aus dem Wahlkampfe als Sieaer hervorging, indem er in der Stichwahl seinen nationalliberalen Gegner mit 10174 Stimmen gegen 7257 schlug. Von 1884 bis 1890 gelang es den Nationalliberalen, den Kreis gleich in der ersten Wahl zu behaupten. 1893 war schon eine Stichwahl, diesmal mit dem Sozial- beinokraten erforderlich, der mit 8719 Stimmen den damals noch wildnationalliberalen Rösicke mit 8517 Stimmen überflügelt hatte. Seitdem ist es dann immer erst m der Stichwahl gelungen, den von Anfang an numerisch stärkeren Sozialdemokraten zu schlagen. Die konservativen Elemente des Kreises versuchteii in den Jahren 1890, 1893 und 1898 ihr Heil durch Sonderkaridibaturen und brachten es auf 2602, 5063 und 3897 Stimmen, ohne jedoch auch nur in die Sttchwahl zu gelangen. Eine ernsthafte Konkurrenz machten eigenttich den Nationalliberalen nur die Teutschfreisinnigen in den Jahren 1884 und 1887 mit 6863 und 7309 Stimmen. Diese vereinigten sich jedoch später mit beu anderen liberalen Schattierungen auf die Kandidatur Rösicke, um dem Wachstum der Sozialdemokratie einen Tamm entgegenzusetzen, ein Vorgang, der die schon oben erwähnten konservativen Sondertandidaturen zur Folge hatte. Ter Beittitt Rösickes zur Freisinnigen Vereinigung sprengte dann 1903 nocy den rechten nationalliberalen Flügel von der liberalen Masse ab und vereinigte chn mit den Konservativen aus die Kandidatur des Dr. Rhode. Jetzt jedoch zeigte sich, daß der Kreis eine entschieden liberale Vertretung haben will; Dr. Rhode brachte es nur auf 5704 Stimmen, während Rösicke 11416 und der Sozialdemokrat Kappler 12 268 erhielt. Auch das Zentrum hatte in diesem zu 98 pCt. evangelischen Kreise zweimal kandi- diert, so im Jahre 1893, wo es 89 und 1903, wo Dr. Bachem 84 Stimmen erhielt. Die Sozialdemokratie ist von 579 Die Zukunft Chinas. In Shanghai herrschen nicht nur in europäischen, sondern auch in solchen chinesischen Kreisen, die für gut unterrichtet gelten können, zurzeit recht pessimistische Auffassungen über die Zukunft des Reiches der Mitte. Das beweist u a. ein Brief eines Pekinger Mandarinen an einen Freund in Shanghai, den dieser der „North China Daily News" zur Verfügung stellt. Tarin heißt es: „Die Lage in der Hauptstadt ist hoffnungsloser als je. Tie Mandarinen in den leitenden Stellungen sprechen zwar genug über Re- sormen, aber dabei sind sie innerlich allen Aenderungen durchaus abgeneigt. Personen, die im kaiserlichen Palaste Bescheid wissen, versichern, die Kaiserin-Witwe sei noch immer mit Haß gegen die Ausländer erfüllt, und wenn sie jetzt zu den Gesandtschaftsdamen die freundschaftlichsten Beziehungen zu unterhalten strebe, so geschehe das nur, um ihre wahren Absichten zu verbergen. Die wiederholten Einladungen der Damen und die Geschenke für sie sind nur Mäntelchen, die dem Hasse vorgehängt werden. Ihr Verhalten erinnert lebhaft an den Sommer 1900, wo sie den belagerten Fremden mit der eigenen Hand Wassermelonen und andere erfrischende Früchte schickte, während sie mit der anderen Hand den Flinten- und Kanonenkugeln die Richtung nach den Gesandtschaften wies. Ich sürchte sehr, daß sich die Vertteter der fremden Mächte über die wahre Lage" der Dinge täuschen. Nach meiner Ansicht kann es im Norden bei dem geringsten Anlaß einen neuen Ausbruch geben. Die Kaiserm-Witwe bekümmert sich augenblicklich blutwenig um Staatsangelegenheiten und um das Wotzlergehen ihrer Untertanen. Wenn sie hohen Mandarinen Audienz gewährt, so spricht sie dabei fast nur über unbedeutende Sachen. Sobald einer sich unterfängt, unaufgefordert über so wichtige Dinge wie die Regierung der Provinzen oder internationale Beziehungen des Reiches zu reden, so kann er sich aus einen strengen Blick und auf scharfe Worte seiner Herrin gefaßt machen. Schwerlich wird ihm dann eine zweite Audienz bewilligt werden. 'Das Vorstehende ist nicht das Ergebnis einer vorschnellen Denkweise, sonders es beruht aus sorgsülttgen Beobachtungen. Die Ausländer sollten auf ihrer Hut sein." Bom türkischen Marmemimster. 1 Die „Zeitschrift für Sozialwisseuschaft" bringt aus der Feder von Dr. Brößling-Breslan eine ausführliche Besprechung des kürzlich erschienenen Werkes „Sozialismus und Landwirtschaft" von dem sozialdemokratischen ALg. Dv. David. Für die Allgemeinheit beachtenswert ist der Hinweis auf die Erhaltung des Getreidebaues als nationale Forderung: „Den Getreidebau im Interesse lohnender Pflanzenarten aufzugeben, könnte zur Zeit richtig erscheinen. In gleicher Weise hat vom wirtschaftlichen Standpunkt aus der Brentanismus recht, der in seinen letzten Konsequenzen darauf ausläuft, daß der Staat am besten fährt, wenn seine Bürger sich dem jeweils gewinnbringendsten Berufe zuwenden. Wohlgemerkt, weltwirtschaftlich bettachtet, nicht aber rratto unwirtschaftlich; nicht größtmöglicher Reichtum nicht größte Fülle an billigem Brot sind die erstrebenswertesten Ziele. Reichtum ist nichts ohne die Sicherheit des Genusses. Was nützt es> wenn man noch so billiges Bpot zu verzehren hat, und dabei der Gefahr ausgesetzt ist, daß die Herrlichkeit eines Tages zu Ende geht. In dieser Lage würde sich Deutschland befinden, wollte es dem Rate Davids im,t> der Brentanisten folgen und seinen augenblicklich in der Lat unrentablen Getteidebau opfern. Der Hinweis auf England und Dänemark, die bekanntlich von fremdem Brote leben, ist durchaus verfehlt. England hat die größte Kriegsmarine der Welt und kann damit die Getteidezusuhr selbst im Kriegsfall vielleicht einigermaßen sicherstellen. Schiffe zu bauen und zu unterhalten, kostet aber, wie männiglich bekannt, Geld; in Wirklichkeit kommt also den Engländern das billige Brot recht teuer zu stehen. Aber wehe dem englischen Volke an dein Lage, an dem eine stolze, bisher unbesiegte Flotte entscheidend ge^- schlagen wird! Hinfällig ist auch das Beispiel Dänemarks, aus das Davio besonders hiruveist; denn der kleine Staat dürste bei seiner zunchmenden Bedeutungslosigkeit gegeu- über den aufstrebenden Großmächten kaum einen Kriegs- Lanz wagen. — Anoers Deutschland mit seiner Weltpolitik, das trotz allen Entgegenkommens leicht einmal in ernstliche kriegerische Verwickelungen verstrickt werden kann. Was dmm, wenn der einheimische Getteidebau zu existieren aufgehört hat? Deutschlands Flotte ist nicht stark genug zur ungestörten Aufrechterhaltung des Getreideimportes. Die . exportierenden Hinterländler, besonders das hier in Be- ■ tracht kommende Ungarn — selbst in Mitleidenschaft gezogen — würden woyl kaum geneigt sein, etwas von der eigenen Produktton herzugebcn. So wäre möglicherweise Deutschlands Geschick infolge der rasch ausbrechenden Brot- ! Stimmen im Jahre 1871 auf 12919 im Jahre 1903 gewachsen. Von den bisher genannten Kandidaten hat, nachdem Dr. Barth verzichtet hat, eigentlich nur Herr Büsing einige Aussichten, gegen den Sozialoemokraten siegreich zu bleiben, falls nicht noch ein geeigneterer, rein liberaler Bewerber auftaucht. Büsing steyt den politischen Ansichten Rösickes nicht allzu fern. Aus jeden Fall wird es einen harten Kanrpf der Meinungen noch geben,' ehe eine Klärung eintritt. Wer aber auch der bürgerliche Kandidat ist, der Aussichten aus Erfolg haben soll, er muß einwand- srei liberal und mit einer gehörigen Dosis sozialen Oeles gesalbt sein. DoMischr Toges schau. Ein zollfeindlicher Bauernsiihrer. Ter Präsident des dänischen Agrar-Vereins Gutsbesitzer R. A Westenholz, hat einen bemerkenswerten Aufruf an seine Gesinnungsgenossen öffentlich erlassen. Nachdem der Präsident vor aus geschickt hat, daß er seine Wahl als Ausdruck der f r e i h a n d e l s f r e u n d l i ch e n Gesinnung des Vereins betrachte, nennt er als jein Programm die Mattup-Resolutiori der dänischen Laudleute, in der es heißt: Dänemarks Bauern wünschen —1—1——---- Die fast fahrige Amtsführung des jüngst verstorbenen türkischen Mariueministers Hassaw-Pascha läßt sich, wie die „N. Fr. Pr." schreibt, in einem Satze kennzeichnen: Hassan war redlich und mit Erfolg für die Krieas- u-n fähig tert der türkischen Flotte bemüht. Bei dieser Arätt wurde er reich und blieb ein Günstling im Bildiz, im Volke freilich gut gehaßt. Je mehr die türkische Wehrkraft zur See abnahm, desto voller wurden die Laschen des geschickten ausdauernden Ministers. Sein Hareni wuchs, und jedes Jahr baute er sich am Bosporus ein neues Haus. Man behauptet, der kleine wohlbeleibte Mann habe wahrend seiner Amtszett Lein Schiff bestiegen. Vom Fach verstand er Nichts und schlug daher auch die Gutachten Kalau vom Hofe Paschas, des ausgezeichneten deutschen Seeoffiziers in den Wind. Beim Aalsbruch des russisch- türkischen Krieges war die türkische Panzerflotte die dritt- tärtste, und heute? Hinten im Goldenen Horn, im Eyub- winkel und in den Dardanellen ankern die veralteten Kriegsschiffe, die Millionen gekostet haben, in anerkannter kernen Zoll auf Getrei de und Futterstoffe. Wrr suchen keinen Schutz auf Kosten anderer und wünschen Nicht unserm Volk feine Lebensbedürfnisse zu verteuern ^st en holz fährt dann dem ,^amb. Fremdenbl." zufolge „Der breiten Masse des Volkes wird die höchstmögliche Produktion die meiste Arbeit und damit den höchsten Arbeitslohn schaffen. Um eine große Produktion abzusetzen, müssen wtt billig verkaufen, und das können wir nur, wenn wir alle Rohmaterialien billig! erstehen. Wunen wir alle Erzeugnisse der fremden Länder zollfrei einführen, so vermögen wir jedem Wettbewerb zu ttotzen. Jedes einzelne Mttglied des Agrar- Vereins solle dahin wirken, daß Regierung und Reichstag das Band, welches unseren Verkehr mit dem Auslande jetzt noch behindert, lösen, und die Zölle au: alle Waren mit Ausschluß der Luxusgegenstände und der Getränke aufheben." _ - Samstag 1. August 1903 Gießener Anzeiger General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Nr. 178 Vrschetrrt täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit ^Lettischen Landwirt d e Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt. FiotationSdruck u. Verlag der vrüh.l'scheu Uutvers^Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erden) Kedatttou. ÖrpeMtton und Druckerei; Schnlstratze V. Adresir für Depeschenr «uzetger Gießen. Kernjprechanlchluß Nr. 6L FeuMeton. Aus Anlaß des gestrigen 60. Geburtstages von Pbter Rosegger erschien soeben im Verlage von L. ^taamnann rn Leipzig „Peter Rosegger und die st e i r i s cb e Volksseele" von Ernest Seilliöre Autorisierte Übersetzung von I. B. Semmig. 9 Bogen in bester Ausstattung: Preis Mk. 2.50. Diese kritische Studie, die zuerst in der angesehensten Monatsschrift Frankreichs, der Revue des deux Mondes, erschien, hat in literarischen Streifen Aussehen erregt. Sie beschäftigt sich mit dec Person uiw veii Werken des Dichters in eingehender und liebe- OE.Mse, und zwar nicht bloß vom poetischen und moralischen, sondern besonoers vom religiösen Stand- vuntte aus. In Deutschland wird diese Schrift umsomehr mierestieren, weil es.gerade ein Franzose ist, der Rosegger mit solcher Eingebung studiert hat. Noch mehr, Seillwre ist Überzeugter Katholik, und ttotzdem liebt er den Dichter, von dem er selbst bekennen muß, daß er in vieler Hin- r m axU emem andern Standpunkt steht, als er. Seilliöre I ucht dies aber zu erklären, und in viesem Zwiespalt die versöhnenden Niomente hervorzukehren. ker und Cook. Tie Jahreszeit steht unter Kern Zeichen des „Bädeker". Der rote Reiseonkel ist in 7^11 der unentbehrliche Freund und Führer voll Zausenden, die sich von ihm die Wege zu den Sehens- njJUL'uigreiten unbekannter Städte, den Natursch>önheiten suemder Gegenden weisen und über diese selbst unterrichten Msten looilen. Die Rolle, welche der alte ehrliche Bädeker m unserm Verkehrs- und Reiseteberl spielt, bedarf eigentlich, liier Beleuchtung mehr. Aber andere Namen sind auf v j.m Gimero aufgetaucht und haben in kurzer Zeit eine lUjin ulua/e Bedeutung gewonnen, Die noch nicht in ihrem jcAiigen um lange, in dem, was sie für die Eutivickeliulg rees vleisevertehrs in der nahen Zukunst verheißt, richtig tcrannt und gewürdigt worden ist. Umso beachtenswerter stt deshalb bk Parallele, welche Hermann Frank in seinem im August-Hefte von „N o r d u n d S ü d" (Breslau, Schlesische Verlagsanstall v. S. Schottlaender) veröffentlichten Aufsätze zwischen Carl Bädeker und Thomas Cook, — deren Unterschied zunächst darin besteht, daß wir mit dem ersteren reisen, während der letztere mit uns reist — zieht und die in dem Endresultate gipfelt: Bädeker — eine deutsche Jwtzpflanze; Cook — ein amerikanischer Parasit. Eine feine, ironisch gewürzte Psychologie des Reisepublikums macht die Lektüre dieses Aufsatzes, dessen praktischer Kern ernsthafte Beherzigung verdient, besonders anziehend. In demselben Hefte von „Nord und Süd" beleuchtet ein kompetenter Beurteiler, Kurd von Sttantz, „Die Stellmig der Albanesen in der Balkanfrage"; Ty. Achelis hat einen gehaltvollen Essay über Ralph Waldo Emerson beigesteuert; yand Schmidkunz weist in seinem Aufsatz „Der Unterricht in der Musik" nach^ wie schlecht es derzeit mit dem Riusikunterricht bestellt ist, sowohl was seine Praxis, als auch was seine Kritik und Theorie, als auch was seine historische Erforschung und Darstellung bettisft, und macht beachtenswerte Resormvorschläge. Sigmund Münz kennzeichnet in seinem Artikel „Graf Bülows Reden" knapp und ttefsend die Eigenart und die Vorzüge der Redekunst des gegenwärttgen öieichskanzlers. Eine feinfühlige und liebevolle Würdigung des Erzählers Karl Hauptmann, dessen Bild in trefflicher dlabienmg von Joh. Lindner das Heft schmückt, hat Arthur Konrad Müller geliefert. Eine wundervolle poetische Gabe hat uns der alte schlesische Dichter Theobald Nöthig in seinem Doppelgedicht „Wandrers Abendlied" beschert, in dem sich pantheistisches Sinnen und Sehnen in rein lyrische Stimmung umgejetzt hat. Andere wertvolle poettsche Schöpfungen hat unter dem bezeichnenden und berechtigten Titel „Erlebnisse" Heinrich Brömse veröffentlicht. An erzählenden Beiträgen enthält das Heft den Schluß von „Rotkäppchen" von Henrik Pou- tvppidan und die Novelle „Nur der Irrtum ist das Leben" von Carl Biberfeld, die ein interessantes Problem mit o-sychologiscyer Kraft und in eigenartiger Auffassung behandelt. Eine reiche, illustrierte Bibliographie, in welcher üisbesondere die eingehende, von Bilderproben 6egleitete Besprechung des Cook'scheu Werkes über die belgische Süd- pol-Expeditton der Beachtung empfohlen sei, schließt das reichhaltige Heft ab. Aus Frankfurt a. M. schreibt man uns: In der August-Ausstellung der Galerie Hermes hat Professor Karl Heffner eine Sonder-Ausstellung von 20 Gemälden veranstaltet. Neben größeren Kollektionen von Franz von Lenbach, und Hans Thoma, sind mit neuen Werken vertreten Jos. Wenglein, F. A. von Kaulbach- Fritz von Uhde, Walther Urle, F. von Defregger, Jos. von Brandt, G. Schönleber, und viele andere mdjr. Bon Gabriel Max ist ein soeben serttggestellles Gemälde „Maria auf der Heide", und von Arnold Böcklin der Cimbernkampf aus dem Jahre 1889 ausgestellt. Folgenden Stoßseufzer aus der Schweiz ver* öffentlicht ein Frankfutter Blatt: Legt mir ins Bett en große, warme Deckel, Und macht mer aach die Wärmflasch p'rat, Genau wie ich friert mancher alte Deckel Bei siwwe Grad! Da hock' ich jetzt schon in der fünften Woche, G'rad wie Diogenes in seinem Faß, Und kriech' ich wirklich mal aus meinem Loche Da werd' ich naß! Dabei fällt Schnee in endlos großen Massen, Lammen find fast täglich hier zu seh'n, Dadrunter kann man sich begraben lassen — Ist das nicht schön? Hat sich dem: Petrtls gegen uns verschworen? git denn der Himmel gänzlich liebeleer? Die vor'ge Woche sind hier zwei erfroren — Erst sie, dann er! ’o fallt mer net ei’, noch länger hier zu hocke • Ick) hab' 'n satt, den feuchte, kalte Kram; Ich schnür' mei' Bündel, mach' mich uff die Socke Und reise haam! Gerichtssaal. -c Wetter Bed. Himmel 2 2 2 925 August 19Ö3. trunken ist. Ä . Frankfurt, 31. Juli. In einem Mittelbau der ausgedehnten Lagerhäuser der Firma Badenheimer u. Co. war heute — vermutlich durch Selbstentzündung — eine Ladung von 200 Zentnern Heu im Dachstuhl in Brand ge- was nur zu wünschen wäre. Kraftsuttermittel. Die Tendenz des Futtter- mittelmarktes blieb cruch in der abgelausenen Woche eine ruhige bei kleinem Geschäft. Von einhermischien Artikeln erfreuten sich besonders Reissuttermehl bei steigenden Preisen größerer Beachtung, während Palm- und Leinkuchen unverändert zu notieren sind. Baumwollsaatmehl war trotz der noch immer hohen Preise mehr gefragt obwohl die letzten Zufuhren in Qualität zu wüuschen übrig ließen, Erdnußkuchen unverändert; Sesamkuchen dagegen Halm 1 ** Auch ein Fein 31. 31. 1. Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfrage« bleiben unberücksichtigt.) M. L. Sie behaupten, bei Subskription aus ein „Rhei m albu m" einem Schwindler in die Hände geiallen zu sein, und wir geben Ihnen Recht, wenn Sie meinen, vor jenem Agenten andere warnen zu sollen, da nicht der ganze Reinertrag dieses Werkes dem hessischen Fechtverein „W a i s e n s ch u ij" zufließen soll, sondern nur „ein Teil", wie es klar und deutlich aus Syrern „Bürgschaitsschein" zu lesen ist, und zwar wahrscheinlich nur em winzig kleiner Teil, während der weitaus größere Teil m dem Ad° laßkasten des Herrn Verlegers klingen wird. Aber wir meinen doch, daß Sie, bevor Sie Ihre Unterschrist gaben, den Zettel genau hätten durchlesen sollen. Sie sehen, durch Schaden wird man klug! Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. »öchste Temperatur am 30.—31. Juli 16,9U C. iieorigste „ „ 30.—31. „ 10,5U C. S-euntüchtialeit. Meilich al8 tobul AM wurde an ienetn Mntenabend des Jal)«s da YEcn mc gt.7N'^'s»sossl' für tvelche der Sultan so sehr grschwarmi, Sultanspatäste in Feuer nehmen Daher das U ßtrmrm BsSWä bafi jene famose Flottenbemonstration rm turkisch.grrea)^ scheu Kr-iege nicht über die Dardanellen hmauskam. viel Unterhaltendes — das ist die Quintessenz ^er les en en, unabhängigen Tageszeitung. Gottlob, bemerkt dazu! der Zeitungsverlag, giebt es noch genug Zeitungen, bei denen nicht das Publikum die Redaktion führt. * Ein heiteres Gescyichtchen wird der „Generat- Verk.-Jtg." in Hamburg aus Atonte Carlo berichtet: In Monako wurde dieser Tage der Geburtstag des Fürsten Albert gefeiert. Das Festprogramm enthielt u. a. eine Vorstellung im Theater, der das Geburtstagskind beiwohnte. Im ersten Zwischenakt sollte dem Fürsten eine besondere Huldigung in Form eines Gesangsvortrages der aus biederen Monaranern zusammengesetzten Liedertafel dargebracht werden, deren Leiter den Dirigentenstab vortreft- K i e l, 31. Juli. Heute hat das M a r i n e - O b e rkr i c g s° aericht der Ostsee-Station den Kapitän zur See Jakob- sen der fahrlässigen Herbeiführung des Zull m m e n st o ß e s der Schisse Freya und Brummer wahrend emer v , Uebunq auf der Außenföhrde schuldig gesprochen und aus d r e r Juli. Heute früh fand die Eröffnung des Tage Stubenarrest erkannt. . '----A-s» »-M. -—T-L— \ Mörchingen , 31. Juli. Vor dem Krregs g^et^der —i— Lauterbach, 1. Aug. Hier ist die Errichtung eines Kriegerdenkmals zur Erinnerung an den Feldzug 1870/71 und Ehrung der Krieger geplant. Die dieser Tage zirkulierenden Sammellisten haben eine stattlich,e Summe ergeben. t. Nidda, 31. Juli. Daß auch hier der deutsche Flottenverein verdienstvolle Mitglieder hat, erblicken wir darin, daß der Zugführer Scherz, Schatzmeister des Vereins, zum Ehrenwart ernannt worden ist mit gleichzeitiger Aushändigung eines Diploms. Mainz, 31. Juli. Heute früh fan' Landwirtschaft. Die jüngst in einer Kundgebung des Zaren in Aussicht gestellte Tätigkeit zur Besserung der Verhältnisse in der russischen^ Landwirtschaft nimmt jetzt greifbare Form an. Zunächst > wendet die Regierung ihre Aufmerksamkeit dem ländlichen Kreditwesen zu Ter Regierungsbole veröffentlicht einen Ukas, welcher bie Errichtung eines besonderen Komüees für Angelegenheiten des Bodenkredits unter dem Vorsttz des Präsidenten des Finanz- komitees anordnet. Mitglieder des Komitees sind die Minister der Finanzeii, des Innern, des Ackerbaus, der Reiehökontrolleur sowie einige Dom Kaiser erwählte Personen. Ter Beratung des Komitees unterliegen Fragen übet die allgemeine Richtung und Tätigkeit der Bodenkredit-Jnstitutionen, sowie vom Kaiser, vom Komitee selbst I und von den erwähnten Ministerii angeregte Fragen. Die Jahres- I berichte der Staats-, Adels- und Bauernbank werden von dem Komitee geprüft, um diesen Banken eine dem Staatsnutzen ent- sprechende Richtung zil geben. _ tenmißhandlunaen m ööö 6a men zu Detannuvuc.u Es wurden 366 Fälle nachgewiesen Das Urteil lautete auf zweieinhalb Jahr Gefängnis und Degradation, ~eut- - '---demselbeii Regiment wurde wegen Richterstatt- ---- । v ~ v ^ct-ldunaen in Zusammenhang mit dem Fall Dunkel Zwecken verwertet werden. Dfe Ansen von 100 000 "einer Woche Stubenarrest vevutteilt sind der Religio nsgememde für da- Pjründnerhaus über-! _________------- - ~ SPÄPSWÄS&“-S‘K 8“llil£1 und B-rkchr. U-Uiswulschafl. Bezug aus unsere gestrige Mitteilung über den wacklig! Tabak. Verlauft wurden einige kleinere Posten ant- gewordenen Quintinsturm dürsten nachstehende No-!rippter 1901er Einlage zu Mk. 82—85, sowie eine KleiNig- tizen von Interesse sein: Als 1348 Juden beschuldigt! keit in Umblatt und Einlage und Einlagetabaken zu Anwaren, Brunnen vergiftet und Christenkinder ermordet zu sangs Mk. 40. Von Abschlüssen in 1892 er Tabaken ist uns Haden, ergriff das Kuer, welches von Christen in Judenhäuser gelegt wurde, auch die Quintinskirche, so daß die große Stadtglocke in dem Turme schmolz. Vom Rhein und Main. Von dem talwärts fahrenden Schleppschiffe „Gott mit uns" des Schiffers Heinrich Specht-Rherndürkheim ist auf der Strecke zwischen Eltville und Erbach im Rheingau die 17 Jahre alte Tochter des Schissers verschwunden. Es ist nur anzunehmen, daß das junge Mädchen über Bord gefallen und er- lung sagte er ... bier und unseren selbstgezogi wir noch den Alkohol!" () Bad-Nauheim, 31. Juli. Bis heute sind 1, 418 Kurgäste angekommen, von denen 6403 anwesend sind. । 212 376 Bäder wurden bis- zum 30. Juli abgegeben. I— Friedberg, 1. Aug. Der Herbst-Pferde- and Fohlenmarkt findet am 27. Oktober, die Prä- miierung der Stuten und Fohlen am 28. Oktober statt. Die Schweinepest ist in unserem Kreise im Ab nehm en begriffen, und in mehreren Orten, z. B. Vilbel, Steinfurth, Wölfersheim, Ober- und Nieder-Wöllstabt bereits erloschen. Sie hat natürlich den Märkten sehr geschadet. Eberstadt, 30. Juli. Heute zog zwischen 3 und 4 Uhr ein kurzes, aber heftiges Gewitter über unsere Gemarkung. Ter Blitz schlug dabei in einen Kornhausen, welcher infolgedessen rasch abbrannte. Ganz in der Nähe saßen Leute leichtsinnigerweise unter einem Kornhaufen. Sie kamen mit dem Schrecken davon. etwas matter und bei den relativ billigen Preisen für ««» ----- schon nennenswerte Abschlüsse in ueuen^rumamschen und russischen Weizen, deren Qualität nach en bis ^etzt vorliegenden Mustern ziemlich bcjricbigend aussallt,zustande. In amerik. Weizen fanden keine Umsätze statt wnl die Forderungen über Parität des hiesigen Marktes Argentinien sind nur noch ganz veremzelte Partrech,en ■■SÄ.« ifl feft und MM»-»-- Tendenz, sodaß man eine demnachstrge P^scrhohung für wahrscheinlich hält. Im Gegensatz zur Vorwoche sanden belangreiche Abschlüsse statt, und ist das Interesse für Petroleum ein fortgesetzt reges. Die Ziehung der Straßburger B i e n e n l o 11 e r i c findet am Donnerstag den 30. er. ganz sicher ft a 11. Die Kiebungslisten erscheinen 6—7 Tage nach Schluß der Ziehung. Es werden' im Ganzen i. W. 10000 Mk. verlost, welche s ä rnt l t ch mit 80 Prozent in barem Geld auszahlbar sind. Die Lose kosten nur 50 Pfennig, 11 Lose 5 Mark, und sind, solange Vorrat, beim General-Agent I. Stürmer, Straßburg i. E-, Langestraße, und den bekannten Verkaufsstellen zu haben. — Gleich' zeitig wird auf den baldigen Schluß der Karls r über D e u t s ch/ Kolonialen Jagdausstellung aufmerksam gemacht. Auch mit dieser Ausstellung ist eine Lotterie verbunden, deren Ziehuug am 11. August stattsindet. Bei dieser Lotterie kommen 40U00 Act. i zur Verlosung. Hauptgewinn 10 000 Mk., 3 ä 1000 Mk. B a a v ohne Abzug. Tas Los kostet 1 Mk., 11 Lose 10 Mk. Lose sind beim General-Agent I. Stürmer, Straßburg L E., und in den ve- ! kannten Verkaufsstellen zn haben. Näheres aus den Inseraten. nichts bekannt geworden. Die im Feld stehenden Tabake haben bis jetzt nur günstige Witterung zum Wachsen und wenn solche auch^ von Mitte bis Ende August so an hält, werden wir einen gnten Zigarren-Jahrgang bekommen, Warnung vor Fälschung J in Pillen noch Pulverform noch mit Kakao WC-Iltvl gemischt, sondern tllir io Flaschen mit eingeprägtem Namen ist Hommel 11 Ul Hämatogen echt. 92 Aus Staöl und Land. Gießen, 1. August 1903. ** Personalnachrichten. S. Herzog haben Aller gnädig st geruht, am 29. Julr der am •j 1903 durch die Stadtverordnetenversammlung zu Worms erfolgten Wahl des zweiten Arrgermersters der Lt-bt Itzehoe Dr^ W°Ms"die^^Beftättgung zu'«gebracht werben, beten Leiter den MNgemenirao ooriresi-, 6hem S d, u 8.man n $ a 11 af a i Makler lich zu führen weiß, im übrigen Uber nicht zu den geiltigen 'n das Allgemeine Ehrenzerchen mit bcr Uebermenschen zahtt. Als erste Ätummer sollte dre .iational- i cs treue Dienst " zu verleihen.' Hymne zrstn Vortrag gebracht werden, deren Begmn auwt. Iti? San.b roir tf dj af r at wählte in „Tas ist unser teurer Fürst, unser Herrscher Albert! Dre US. ***** - “SWS I ein e] 3Q c&nd Heule morgen beim gelangenden Stück, einem preisgekrönten italienischen «■J-, K S Sh?“ »" ’ ■ «SCi« S«‘Ä“ “ÄÄ LTpn rah cintthWÄ besonders lebhaft seine Dann blickte er schweigend, nachdenklick und traurig zur c-nftimniuiiu 'U den Ausführungen des Redners über die Erde. Während dieses Sck)wergens hob der Dirigent der ^wädeu' des Alkoholaenusses Am Schlüsse der Versamm- Liedertafel, der annahm, jetzt sei die Schaden des.^Mgenu^es. nm Aktien- vorttag gekommen, den Taktstock, und wie Windesbrausen '^°w^-'^^en Wein, was brauchen -am es aus den vierzig Kehlen der Gesangsveremler: uv I Das ist unser teurer Fürst, unfer Herrscher Albert! Tie genannte Hamburger Zeitung hebt hervor, daß es sich um ein tatsächliches Vorkommnis handelt. Ra, na! Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 1. August. Morgen, Sonntag, findet im Philosophenwald das bereits seit längerer Zeu augesagte Volks - und Jugendf est statt. Es sind über 2500 Kinder zum Feslzug angcmeldet. Auch Vereine werden an dem Zuge 'teilnehmen. Ta die Einwohner hiesiger Stadt mehrfach an den Festen und Freuden von Vereinen 2C., auch äußerlich, durch Schmücken ihrer Häuser, Interesse genommen haben, so wird man sicher die Gelegenheit nicht vorüoergehen laßen, auch der heben Kinderwelt mit freundlichem Verständnis für ihren großen Tag entgegenzukommen, und der durch die Strafen der Stadt hebenden Schar der Kleinen den ganz ununiganglichen Fahnenschmuck an den Häusern zu zeigen. Erst dann werden die Kinder die richtige frohe Stimniung des Festes findeli koimen. -X. MM ans 6tn 5iau6tßamt5rrgipnu dkl StBOt Klktzkll. Aufgebote. Am 27. Juli 1903. Georg Konrad Wilhelm Kailfmann, Rechtsanwalt zu Gießen mit Minna Margarete Marie Schwalb zu ! Büdingen. Am 30. Juli, ^afob 9ii^^cr, ga^rfartenau§geber beider nut Katharine Auguste Mathilde Funk, Schneiderin dahier. Wü- heliu Fourier, Kaufmann dahier mit Katharine Elifabethe Huth- mann, Kleidermacherin dahier. Heinrich Alüller, ^aglohner dahier nut Elifabethe Rehbein dahier. Am 31. Juli. Wilhelm Glock, Tapezier und Volsterer dahier nut Jakobme „Atarie Katharine Bickel dahier. Heinrich Trechsler, Flafchenbierhandler dahier nut I Anna Karol ine Christine Pausch geb. Kramer, L>pezereihandlerm, dahier. . „ Eheschließungen. Am 25. Juli 1903. Wilhelm Kinkel, Schreiner dahier und Sophie Philippine Katharine Berger geb. Schmidt, Witwe des Kaufmanns und Wirts Ludwig Berger dahier. Georg Ludwig Klein, Schlosser dahier und Karoline Vogelhofer, Schneiderm- Tochter des Zigarrenmachers Wilhelm Vogelhöfer dahier. Geborene. Am 20. Juli. Dem Kutscher Karl Enders einen Sohn.^ Am 21. Juli. Dem Schuhmachermelster Franz Neumeyer einen Sohn. Dem Lackierer August Kramer einen Sohn. Am 22. Juli. Dem Oberkellner Philipp Kleiß eine Tochter Paula Margarete. Am 23. Juli. Dem Zahnarzt Robert Schwalm eine Tochter Anna Paula Elifabethe. Dem Hilfswagenmeister Heinrich Geitz einen Sohn Karl Heinrich. Dem Bildhauer Martin Schwall einen Sohn Hellmuth Heinrich. Am 24. Juli. Dem Universitätsdiener Johannes I Schädel einen Sohn. Dem Restaurateur Robert Luckenwaldt einen Sohn Willy Rodert Karl. Dem Kaufmann Kart Seibel eine Tochter Alma Elise Henriette. Am 25. Juli. Dem Hilfsbahnwärter Heinrich Fritzius einen Sohn Willy. Am 26. Juli. Dem Bauunternehmer Martin 'übermann eine Tochter Martha Charlotte Paula. Arn 27. Juli. Dem Schreinermeister Georg Haubach einen Sohn. Am 28. Juli. Dem Viehhändler Joseph Löwenberg einen Sohn Martin. Am 30. Juli. Dem Schlosser Karl Reiber einen Sohn • Wilhelm. Gestorbene. Am 25. Juli. Rosalie Rosenblatt ged. Niedermayer, 62 Jahre alt, Rentnerin dahier. 'Am 28. Juli. Anna Margarete Katharme : Weder 5 Monate alt, Tochter des Dachdeckers Heinrich Weder ' dahier! Ernst Hertnch, 2 Jahre alt, Sohn des Schreiners Emil -1 Hertrich dahier. Am 30. Juli. Dietrich Gerch, 76 Jahre alt, ohne Gewerbe dahier. , taten Mchtigc Fcucrsäulen schlugen aus dem I^Ikter S“ÄX“ ««Ä? ■& i«, to fllöhalb am Brandplatz erschienen, das Feuer rasch. D nur der Dachstuhl und das Heu verbrannt sind, ist der. rin entliehe Feuerschaden unbeträchtlich Er ü>trd aus 10 000 Mark geschätzt Viel größer ist der durch daS Wasser^entstandene Warenschaden. Die F-irma hatte nachmittags _ein I Quantum Hutzucker im Wert von 30 000 Mk. erhalten und diesen in dem unteren Raum des vom Feuer auöegrrssenen Mittelbaues gelagert. Dieser Zucker ist neben anderen Materialien, wie die bedeutenden Vorräte an Salz, vom Wasser stark beschädigt. Wie groß der Gesamtschaden -ist, __ —— , läßt sich noch rticht genau seststellen, da die Jirnra noch! Kirche und Schule. \ V ^Cll Mumungsarbeiten Imschästigt ist. Doch durfte der Tie Unterrichtsstunde der Fortbildun^gs-j 50 000 M6. M bemessen,sem. /x.j n Bei Uiis in Hessen, und auck)^ m Sachsen-Wei-,^ mar, gilt bekanntlich die Bestimmung, daß abends 7 Uhr Vtl'MljchteL'. spätestens der Unterricht geschossen sem mutz Dw sur » Die lieben Abonnenten. Zu diesem Kapitel die Weiterentwicklung der lungen Leute' 1 Ortenauer Bote (Offenburg): Merkwürdige Bestimmung wirbelte feiner^ext 1 fund Aufgaben der Presse aus und es chug eine lebhafteng dr ch^ scheinen noch vielsach im Publikum zu bestehen. Da kommt Aber die Regierung stand feft und vollzog ruerst der „scharfe" Polittker und verkündet: Sie müssen Fällen kleine Abweichungen. In ^chftn WQw -p Mmn verlangt heutzutage C dagegen 2“ eine von einem öfatte, ivelches Widerspruch zu ftn^en. in viel höherem aus der Höhe der Zeit stehen will. — Der Koniproniißpoli- Einführung ber neuen Unterri Me der Fort- tiker: Maß halten ist das Klügste, die vde Draus'gang erei Grade mit den -^eifttt g . irrrrfmehenhe Versön-! kann nur schaden, und „allzu scharf macht schartig . bildungsschüler zufrieden undßg günstige Der Jnteressenpolittker: Wir bilden die Mehrzahl Ihrer d^te dies nmt J KeL "U- Won^enten" unsere Spezialmteressen^lange Einfluß der a iiii-nsriit'rroatums Olden-! nicht nachbaltta genug. Das nmß anders werden. . zessioneu hat öuL ^^*0 bcnjcn|gen Schulen, welche Nichtpolitiker: Lassen Sie doch die langN^ilige Polittk weg; bürg insofern geht ) , , L mtf/rifit hm Unterricht! ns kommt ja doch nichts dabei heraus, uud Sie wissen staMic^ l^teiMtzung ^rne^n, ^^reußische Mmiste- ja, „Politik verdirbt den Charakter". — Der Kvmmunal- r^^stens 1900 auch eine Lersüg-! polittker: Sie müssen Ihr Hauptaugenmerk! auf die Vo^ rrum für welcher cs sagt daß zu erstreben sei, gänge in der Gemeinde richten; das „Hemd liegt uns naher T ^-Nachmittags, oär^ls ^b°r Rock", rntb bie hohe Politik verstehen doch b,e „den AortLübungAchpUnuerruya rn wirb ols meniaiten — Der Parteilose: Halten Sie Ihr Blatt tm f ^.“4" dw vom Wgifti'at der sten/ralanzeigeMt Die große Äcnge interessiert sich übW- Maden gLrossene Anordnung bezerchnet, wonach der Fort- bildungsschulunterricht nicht jM-r als von Uhr nach), mittags stattfiiiden soll. Kapp 'schen Testamentes statt, welcher Oberbürger- ' M ö r ch i n g e n , 31. Juli. Vor dem K r i e g s g e r i ch t der meister Dr. Gaßuer, die Vorstände der israelitischen Re-133. Division hatte sich der Unteroffizier Duiuel 17. Jm.-oregt. ligionsgememde und einiger Wohltättgkeitsvereine undlwegen Soldatenmißhandlungen m .. mehrere Verwandten des Verstorbenen beiwohnten. Die I verantworten. &a rni,v * a Stadt ist als Universalerbin eingesetzt. Gelder sollen abzüglich einiger Legate zu gemeinnützigen u^d^nstlicher Niewungen Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windttchtung 745,2 15,5 11,0 85 SW. 746,3 14,4 10,2 84 WSW. 748,0 13,8 10,2 87 W. c> ff* e ec o o QD n CD «V .5 M ti S v ‘tu C P CO .Ü o p 2 CD^jO Z'Z "ä w ö 4) g «st sS- $i S o .p E^K ö?T.. x> . a ** CO yZ} e 5 N- CDÄ' o p S C* «D^P E Ä C-P *p E> «V N e S«ft ^_>b C --' g = tu " ,- vO °2 VD E He-’- ’"' C OD P -1-4 tu 4Ö A 2 p o 5 *“ «SV u'u M •♦—<■ tu y -2 u ’S « ZÄ '§ nL « ' g 3 o 4ET-H Jo -U4 ä w w^“2 s p’£ 'SiS‘*?s■? £>qj "bp § °g^ 2sS « _4s^pS'S _ ä p p p ^2 » g h p r°‘ä p p so- q 'y-> er C p 5 E Ci -p «SV S j_> 2 l^-.Z8^ s §'S.y§'3^tiä»S^ 5 53 rt s-4 v-» >p w b -2 P- rs p E E O 2 <£b "o 5 y tu vT «st ®§e 2 p» o C VD P g >b 2 ° *g 5 CD 3 Z®- egg K ip* p *0 2^ «•£■ E CD - er tu tS2 t_> T B c CO* ‘tu ' o csd ort C tu K8 Q P 40 tt tu ISO. Z tu P c L 2 o CD E C 3 ü tu 40 rV. O - P e S tPl s « C CSD ♦ «sv e 5? *o eo O p N 2 ä 5 *5 p v* e?§.. «» ,5 #d o> P E P C tu tu }gs >b « E° cd'e ^‘2'<4- gp " Q 'ZTGQ Ci tu O C*- 3 12. iE" ä c Z - pc ä «ft 2 L T ?oQ J" Q -p *c >R*p tu p .p -oäip *-> O " 2^ L-u *-* vCZ o o A'D pd •“ 2 -p co ’pd; cd c p 2 p •♦- -g "2^ g _p S 6Q c «st p -+-. .2 p2? ®sv o 40 2- o (T?2 -p ö 2 ä w 2 ^L-s«-SLZ§-LLL§ »& ^c SdP C jg .? « e e E e p " S 00 p C c^o2tu‘tu^>2 .5 cn c> 2 «£ V>R2i N c g tu s <3Dg) p cn 2 P ■ •- «St tu -. 4.®°3W.5>ff^ä .2>2 y ti e L-^ E e. 43 p_ -u tu 8' o U3 E . -C er ~ W;g g**-" § jCD o .5 2^5 tu (2) G g 8§tu p tu SH‘ “2 tu P1-— P E LtidtWer WchmMchmis Gicht«. Äartenstratze 2, Zimmer Nr. 14. (Geschäftsstimden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es sind zu vermieten: 55 Wohnungen von 1—7 Zimrnern, 1 4-Zirnnrerwohnung mit Werkstätle, 1 Zimmer zur Lagerung von Möbeln oder Bibliotheksbeständen, 7 möblierte I- und 2-Zimmerwohnungen, 1 unmöbliertes Zimmer. Zu mieten gesucht: 29 Wohnungen von 1—6 Zimmern, 1 3-Zimmerrvohnung mit Stallung, 2 möblierte I-Zimmermohnungen. Dre Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Dtietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. einschließlich 0,50 Mk., rmd von mehr als 500 Mk. 1,00 Mk.' außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung unentgeltlich^5460 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteustraße 2 (BÜrgermefftereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbetteru jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit gu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 biß 6 Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: 4 Pferdeknechte, 3 landwirtschaftliche Arbeiter, 1 Kunstschlosser, 1 Bauschlosser, 1 Eementmüller, 6 Schreiner, 1 Drechsler, 1 Friseur, 3 Weißbinder und Anstreicher, 2 Glaser. 1 Spengler, 2 Hausburschen, 19 Dienstmädchen gegen hohen Lohn hier und auswärts, 2 bessere Kindermädchen, 1 Laufmädchen, 1 Büglerin od. Flickerin, 1 Weißzeugnäherin, 1 Plätterin nach auswärts, 2 Lauffrauen, 1 Putzfrau. Lehrlinge: 1 Kellner, 2 Bäcker. Es suche« 2lrbeit: 4 Pferdeknechte, 4 landmirtschaftl. Arbeiter, 1 Gartenarbeiterin, 3 Kutscher, 1 Taglöhner, 3 Spengler od. Installateure, 1 Spengler, 1 Schlosser, 2 Schmiede, 1 Maschinist oder Heizer, 3 Buchbinder, 1 Gerber, 2 Schreiner, 1 Küfer, 1 Bäcker, 1 Glaser, 1 Lackierer, 3 Hausburschen, 2 Diener, 1 Dienstmädchen, 1 Kinderfräulein, 1 Stütze der Hausfrau, 1 Weißzeugnäherin, 1 Büglerin und Flickerin, 3 Waschfrauen, 1 Wäsche- oder Plättemädchen, 2 Laufoder Putzfrauen. Lehrlinge: , 1 Schreiner für auswärts, 1 Schreiber.__5935 Jergebung von Schlosserarbeit. Die bei Anbringung von eisernen Fensterläden im Universitäts-Kanzleigebäuve dahier erforderliche Schlosserarbeit wird hierdurch zur Vergebung auf dem Submijsionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen, Zeichnungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen und können letztere daselbst auch zunr Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum 10. August d. I., vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei n uns abzugeben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 30. Juli 1903. ' 5910 Großh. Hochbauamt Gießen. Neuling. In unser Genoffenschaftsregister wurde heute eingetragen: 1. das Statut vom 7. Mai 1903 der „Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht" mit dem Sitze zu Eberstadt. Gegenstand des Unternehmens ist gemeinschaftlicher Einkauf von Verbrauchsstoffen und Gegenständen des landwirtschaftlichen Betriebes, sowie gemeinschaftlicher Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die von der Genossenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen sind unter der Firma der Genossenschaft, gezeichnet von zwei Vorstandsmitgliedern, in der deutschen landw. Genossenschaftspresse aufzunehmen. Die Willenserklärung und Zeichnung für die Genossenschaft muß durch zwei Vorstandsmitglieder erfolgen, wenn sie Dritten gegenüber Rechtsverbindlichkeit haben soll. Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genossenschaft ihre Namensunterschrist beifügen. 2. der Vorstand, bestehend aus: 1. Wilhelm Löbrich III., 2. Karl Ludwig Rühl II., 3. Wilhelm Holler, alle zu Eberstadt wohnhaft. Die Einsicht der Liste der Genossen ist während den Dienststunden des Gerichts Jedem gestattet. Lich, am 31. Juli 1903. 5923 Großherzogliches Amtsgericht. Hkrbst-Wkdtnmkt;n Gieße«. Am Montag dem 14. September 1903 findet im Anschluß an die landwirtschaftliche Ausstellung auf dem Trieb an der Grünbergerstraße Pferdewarkt statt. Die für die Ausstellung errichteten Stallungen stehen auch für den Pferdemarkt zur Verfügung. Auskunft hierüber erteilt Herr Hoflohnkutscher Huhu, über sonstige Marktangelegenheiten Herr Wemhändler August Schwan dahier. Atit den: Pferdemarkt ist ein Zuchtviehmarkt, sowie eine Prämiierung verbunden: a) für Pferde von Händlern, b) für Pferde von Landwirten, die auf der Ausstellung nicht bereits Prämien erhalten haben. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Oekonomierat Schleuke- Hardthof bei Gießen zu beziehen. Nachmtttags 3 Uhr findet Konzert, Prämienverteilung und Vorführung der prämiierten Pferde statt. Gießen, den 25. Juli 1903. 5909 Die städtische Pferdemarkt-Kommifsion. Jean Kirch, Stadtverordneter. Kräuterwein „Salus“ mit der Nonne, vorzüglich v. Geschmack, wirkt vermöge seiner Bestandteile groß- arttg auf die Verdauungsorgaiie niu) Blutbildung, ist sehr kräftigend und appettterregend. 5905 Die große Flasche Mk. 1.75. Die kleine Flasche Mk. 1.25. Bestandteile: Taragona-Portwein 3333,0, Weingeist 160,0, Eitronenjchalen 2,5, Pommeranzenschalen 2,0, Flieder 1,0, Kümmel, Anis, Wachholderbeeren, Earduibenediktenkraut, Rosmarin, Ate- lissenblätter je 0,75, Angelika, Entian, Galgantwurzel, Kamillenblüte, Eoriairder, Pfefscrlninzblätler, Eanehl je 0,5, Quendel 0,25. Zu haben in den Drogerien: Adols Bieler, Otto Schaas. Versteigerung» Dienstag den 4. August d. I., von vormittags 9 Uhr ab, versteigern wir wegen Aufgabe bler Oekonomie in dem Hause Hauptstraße 52 nachbenannte, Herrn Theodor Breidenbach dahier gehörige Gegenstände: 1 Landauer, 1 mit rotem Safianleder ausgeschlagener Schlitten und Schlittendecke (Hirschfell), 1 Jagdwägelchen (viersitzig, ein- und zweispännig), 2 zweispännige silberplattierte Chaisengeschirre (das eine fast neu), 2 einspännige Chaisengeschirre, einige zweispännige Fahr- und Ackergeschirre, 3 schwere und 1 leichter Oekonomie- wagen mit sämtlichein Zubehör, verschiedene feststehende und Wendepflüge, Hack- und Streichpflüge, 1 eiserne und verschiedene hölzerne Eggen, 1 hölzerne Walze, 1 Häckselmaschine, 1 Fruchtfegemühle, 1 große Obstmühle, für Keltereien geeignet, verschiedene große Fässer, für Obstwein geeignet, Pferdedecken, 2 starke Wagenseile, 1 verzinntes Milchbassin, ca. 100 Liter Inhalt, 1 Milchkühler und verschiedene andere Gegenstände öffentlich freiwillig meistbietend. Bad-Nauheim, den 29. Juli 1903. Großh. Ortsgericht Bad-Nauheim. Langsdorf. 5903 Sjjidtishe ßMtfkikMkhl. Donnerstag den 6. August d. I., abends 8'/z Uhr im Turm hause am Braud: llebimg der 3. M 4. Rotte. Gießen, am 1. August 1903. 5916 Der Branddirektor: Traber. Alleinverkauf eines gesetzlich geschützten Massenartikels der, weil überaus ansprechend und leicht verkäuflich, überall grössten Absatz findet für hiesigen Platz zu vergeben. Offerten unter B. G. 4453 an Kudolf Mosse in Bremen. 5924 GeltgeiheitÄsiis. Einetompl.Badceiurichlttng mit Zinkwanne und Lfcn auf Kohlenfeuerung, last neu, billig abzngeveu. 5033 Illg. Richard Fertsch, Gas-, Wasser-, Clet'tro-Anlagen Gießen, Seltersweg 77. Telephon 378. 03649) Frau empfiehlt sich im Stricken. Cderstraße 4,1 Tr.links. M Lehrfabrik fg Prakt. Ausb.v.Volontax. l Alu- schinenb. a.Elektrotechnik. Cure. 1 Jahr. Prosv. d. Georg Schmidt & Co., Ilmenau i.Th. Molster- und Tapezier-Ar- beiten übernimmt 103626 Earl Reh, Weslanlage 25, pt. ürflimij. Die am 17. Juli 1903 im „Gießener Anzeiger" gegen den Herrn Carl Mohr in Lollar ausgesprocheneBeleidigung nehme ich hiermit unter Bedauern als unwahr zurück. 5940 H. Heinbach. ßögierasa empfiehlt fiel) m und außer dem Hause. [03615J Asterweg 46. -rach Schluß der am Sonntag dem 2. -lugust ftattfinbcnbcn Vorstellung von Texiui-Tex wirb im großen Saale von Te.rtors Kardt ein Tanz-Vergnügen abgehalten, wozu freunblichlt einlabet P. Schadeck Wwe, Eintritt nach dem Reimen auf der Terrasse frei. 5110| 4—5 » Zimmerwohnung Bleichstraße 17, pari, zum 1. Cf- tobet zu vermieten. — Näheres nebenan, X'übcv] trage 26, pari. Weilburger Wetterkarten die bestell für unsere Gebend. Bei Post bezug 1 All. monalNeh. (5779 Sdjriicrnfrilf hält auf Lager unb fertigt nach Maß an 5246 Vai. Brauer, Seilerei, Neustadt 28. RedStarline I l Rvthk l) Stern Jjßmic opdampfer von Ned Star Linie in Antwerpen, Carl Retter im „Kaufhaus zur Sonne" in Gießen, 80 tz. Nlippstein in Langsdorf. 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