I.Mai 1903 153. Jahrgang Erstes Blatt wohlgeneigter der den Kolitische Tagesschau. Handschreibea des Kaisers au deu Flotteuvereiu. soll ich. Was muß ich?" Das praktische Büchlein, dessen Inhalt, Fingerzeige, und Nebenerwerbe für Ntanner und für Frauen, reichhaltig ist, wirb für viele ein wertvoller Wegweiser und Ratgeber sein, die ihre Einnahmen vergrößern möchten. Der Preis des Buches betragt 1 Mk. Mit den Lieferungen 81 bis 35 liegt nunmehr das votts- tümliche Prachtmert: »Die Völker der Erde", eine Schilderung der Lebensweise, der Sitten, Gebräuche, Feste und Zeremonien oller lebenden Völker von Dr. Kurt Lampert (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt- abgeschlossen vor. Die Schlußlieferungen führen uns zunäch'l aus den Hässlichen Boden Italiens und weiter nach Frankreich, Spanien und Portugal. Aus die Schilderung der Bevölkerung'von Oesterreich-Ungarn mit Einschluss von Bosnien und der Herzegowina folgen die Bewohner Serbiens, Bulgariens, Rumäniens mid Griechenlands als die letzten Zweige der europäischen Dolkersamilie. Die schlußkapuel umiassen die Volksstamme der Neuen Welt im arktijSen Amerika und Grönland, RorD-, Mittel- und Cüdarneiüa. Dar Werk verdient die wärmste Empfehlung, denn es stellt eine Vollerkunde für jedermann dar, die m durchaus allgemein verständlicher und anziehender Form alle Ergebnisse der neuesten Forschung den weitesten Kreisen zugänglich macht. Einen befonberen Vorzug bildet die reiche illustrative Auspattung mit 780 Abbildungen (zum Teil m prächtigem Farbendruck), die insofern wohl einzigartig dasteht, als die Bilder allem Anscheine nach aus- nahmelos nach photographischen Ausnahmen hergesiellt und Darum von größter llmmnelbaiicit und Treue sind. Die Ausstattung ist vornehm und gediegen, so daß der Preis von 6u Pfennig für dis Lie'erung als sehr billig zu bezeichnen ist. — Es fei noch daraus hingewieien, daß in unmittelbarem Anschluß an diesen Hausschatz Der Völkertunde, der Cie L Abteilung des Sammelwerkes v2ie Erde in Einzeldarstellungen" bildet, als dessen 1L Abteilung eine genaue nach den gleichen Grundsätzen geschriebene und ausgestattete neue Naturgeschichte des Tierreichs im gleichen Verlag erscheint: ,£ie Tiere der rd vo: Üro'. or Dr .. Marshall, :nu mehr als -H Dem Leben, davon 25 ganzseitige Farben- Drude (50 Lieferungen a 60 Piq.). Tie erste Lieierung isl durch jede Lortlmentsbuchhandlung zur Ansicht zu erhallen. Nr. 101 • rfftetnt ILgllch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hesfilchen Eanbmlrt die Lietzener Familien- blitler viermal m der Woche beiqeiegt Rotanonsdruck a. Verlag bet vtü h l'fchen llnivetl.-vuch- u. Siein- bcuderti (Pietsch Erben) Redaktion, ErvediNo« und Druckerei: Echulftratze 7. ADresse für Depeschen: Anzeiger »irben. gfmiprrd)anldilu64h.5L voll folgt. Was muß man vom Okkultismus wissen? von Hans Merlin. Ein populär gehaltenes Buch, bad sich mit der Frage: Was man vom Okkultismus wissen muß, beschäftigt, isl im gegenlärtigen Augenblicke aktuell, die Verhandlung gegen das sog. „Blumenmebium" Anna Rothe hat bis in die breitesten Massen der Bevölkerung das Dort „Ottullismus" geschleudert. Tas bei Hugo Stei- niy Verlag Berlin SD. 12 soeben erschienene Buch giebt in allgemein faßlicher Darstellung eine Erklärung darüber, was „Okkultismus" überhaupt ist. Tie einzelnen Kapitel umfassen: Einführung in den Okkultismus — Das ist Okkultismus — Tas Gebiet des Ltkultismus — Spiritismus — Telepathie und Telenergie — Psychometrie — Theurgie — Astrologie — Wahrsagen und Hellsagen — Schwarze Magie — Rerromantie — Okkulte Naturwissenschaft — Okluite Heiliunde — Otkulie Kosmogonie — Sie erlangt man okkulte Kräfte? — Anleitung zu okkulten Ueo- ungen — Schulen des Ottullismus — Strafbarkeit des Oklultismus — Tas Buc_; kostet 1 t. Wodurch und wie verschafft in an s i ch einen Nebenerwerb ? Wegweiser für ftdcn, der smit und ohne Fachtenntnisse eine Nebeneinnaym^ verschaffen will, von I. G- Obst, ist ein neuer Band der Sammlung „Was Wilhelm. Berlin im Schloß, den 27. April 1903." Tao Präsidium des Deutschen Flottenvereins trat unter dem Vorsitz des Fürsten zu Salm-Horstmar in Berlin zu einer Sitzung zusammen, an der Admiral Hollmann, Frei- Herr v. Sä>orlemer, General Menges, Kommerzienrat Ra- venö, Geheimrat BuÄey, Herr v. Bressensdorf und Baurat Kyllmann teilnahmen. Der Bayerische Landesverband war durch den Generalkonsul v. Lldenbourg vertreten, während Freiherr o. Würtzburg durch Krankheit verhindert wurde, nach Berlin zu Lammen. Aus den Beratungen dürfte es von allgemeinem Interesse fern, daß in Ausführung eines Beschlusses der Hauptversammlung das Präsidium des Deutschen FlottenvereinS bestimmt hat, vom L Januar 1904 aE der unter dem Probektorat des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen stehenden Gesellschaft „Serina n ns haus für Unteroffiziere und Mannschaften der Kaiserlichen Marine" jährlich einen Beitrag von 16 000 ML zuzuwenoen Auch mit dem Verein „Seemaiinsheim", dessen von Kommerzienrat Tannenbaum aufgefefrte neue Sapiung umfangreiche Betätigung auf dem Gebiete der Seewohl- fahrrsp siege in Aussict-t nimmt, soll ein ähnliches AbLammen getroffen werden Heer und Flotte. Wien, 30. April. Der Erzherzog Josef Ferdi» nanb, der seit zwei Jahren als Major dem in Salzburg stationierten Jägerregiment angehört, wurde unter Beförderung zum Oberstleutnant zu einem in Laibach stationierten Regiment versetzt. Wie das .Deutsche Volksblatt' aus informierten Kreisen erfahren haben will, sei diese Versetzung trotz der Beförderung eine strafweise und habe ihren Grund im Verhalten deS Erzherzogs gegenüber der Aristokratie und dem Hof. Der Erzherzog verkehre nur in bürgerlichen Kreisen und meide alle aristokratischen Picknicks. Zu den von ihm veranstalteten Abenden lade er nur bürgerliche Offiziere. Auch nehme man ihm den freundschaftlichen Verkehr mit einer bürgerlichen Beamtenfamille Übel, deren häufiger Besuch offenkundig der Tochter gelte. Der Erzherzog Josef Fer- dmand ist ein Bruder deS ehemaligen Erzherzogs Lepold Ferdinand, des jetzigen Leopold Wölfling. Aus Hladt und Land. Gießen, 1. Mai 1908. - Zur Bataillonsbesichtigung ist gestern abend auch Divisionskommandeur Generalleutnant Excell. Freiherr von Gall in unserer Stadt eingetroffen. Se. Exc. und auch der Brigadekommandeur Generalmajor Graf v. K a n i tz haben im Hotel ,Großherzog von Hessen* Quartier genommen. , ** Konkurrenzeröffuuugen. Erledigt sind: die L unb 2. Lehrerstelle an der Getneindeschule zu Gedern, beide Stellen sind mit evangelischen Lehrern zu besetzen und dem Fürsben von Stolberg-Werniberode-Gedern steht das Präsentationsrecht für sie zu; mit jeder von ihnen ist die Hälfte des Organistendienstes verbunden, die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Grüningen, mit der Stelle ist Organiftendienst verbunden; dem Ortsvorstande zu Grüningen steht das Präsentationsrecht für sie zu, sämllich mit dem gesetzlichen, nacb dem Dienstalter sich bemessenden Gehalt. - Jubiläum. Heute find 26 Jahre verflossen, daß Herr Karl Schmidt, m der Sandgaffe wohnhaft, den Beruf als Dienstmann antrat. ** Aus dem Theaterburean. Heute Freitag: Boccaccio. — Am morgigen Samsttag findet, um den Wünschen eines großen Tetls des hiestgen Publikums entgegenzukommen, eine Bolksoorstellung zu billigen Preisen statt und zwar wird die „Fledermaus' gegeben. Die Direktion macht aber ausdrücklich darauf aufmerksam, daß eine zweite Voiesvorstellung nicht stack- finden kann. DaS Operettengastspiel ist mit so hohen Kosten verknüpft, daß die Tirektion bei billigeren Preisen unmöglich aus die Kosten kommen kann. — Sonntag findet auf allgemeinen Wunsch die Meile, aber unwiderruflich letzte Aufführung der Geisha" statt. — Montag wird Feuilleton. Wahrheit. Roman von Emile Zola. 2 Bände. Geheftet 6 Mk. (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt.) Noch einmal, ehe der Tod ihm die Feder aus der yand nahm, hat der große Meister des Naturalismus ein Merk geschaffen, das zu den standard-works der modernen Weltliteratur gehört und ein außerordentliches literarisches Ereignis genannt zu werden verdient. Ter Dreysus- Af faire, in die Zola mit seinem flammendenaccuse einbegriffen, hat der Dichter die Hauptmomente der Hmid- lung entnommen und sie zu einem Kriminalroman größten Stiles verflochten, der sich allerdings nicht wie in der Wirklichkeit in militärischer Umgebung, sondern im Lebens- und Wirkungskreise der Geistlichkeit und des Lehrerstandc-, ab- fDielt Wir begegnen hier fast allen Hauptfiguren und Ereignissen der „Affaire", und es bildet einen ganz besonderen Reiz der Lektüre, im einzelnen zu verfolgen, wie sämrfsinnig und kunstvoll der Dichter die vielfältigen Gestalten uni) Episoden des großen Tramas kunftlcriich zu verwerten und dem von ihm konstruierten Parallelfall an- rupassen verstanden hat. Wohl noch nie war ein Roman ä cU des allgemeinen Interesses der Zeckgencyftn,o B^er wie Wahrheit", weil jeder gebildete ZettungÄeser den Schlüssel dazu besitzt. Doch es war dem Dichter nicht bloß um eine dichterische Rekapitulation gefchrchtlicher eigniife zu tun; diese dienen ihm vie.mehr ah? Mittel zu einem höheren Zweck. Wie er seinerzeit als Men,ch durch die Tat mutvoll die Sache der Wahrheit verfochten hatte, so tritt er hier als Dichter mit der Kraft .eines Wortes )ur oirt Wahrheit in die Schranken und preist sie als das ljea*]ie ^beal, dem die Menschheit überhaupt und seui eigenes Volt im besonderen nachzustreben habe, um |id? auf eine höhere Stufe der Sittlichkeit emporzu,chwmgen o* zeugt vrn dem Scharfblick Zotas fttr eine der bebeut)am|ten monatlich 75 oiettrl- fäbrtidj Mt. ÄJO; Durch Adholt- u. Zweigstellen monQlltd) 65 Pf.; Durch Die Post Mk. 2.— vierlel- jäbrL auSfchl. Bestellg. do« Hnjelge« ür Die lageinummet bis xwrmuiag* 10 Uhr. Setlmprtt«: lokal ll'Ot, au* wärt» 80 Plg. Vera»twortlich für Den poltL unb aflgem. Teil: P. Btttlo: tüx ,6taDt und tianb* unb .GeNchtSfaal^: August Götz; für Den An- zetgentell: Han« veck. Aeichstags-tznde. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 30. April: Nichts konnte den Zustand der Auflösung, in dem sich der alte Reichstag seit einiger Zeit befand, mehr kenn- yidynen, als die Tatsache, daß heute vor Beginn der letzten Sitzung im Saale lebljafic und langwierige Verhandlungen zwischen L^rtreteru des Zentrums und der Sozialdemo- Iralie im Beisein des Präsidenten Graf Bollestrem statt- fanben, und zwar über das die heutige Verabschiedung der Krankenkaisennovelle in -weiter und dritter Lesung ermöglichende, verftüht als „fertig" bezeichnete Kompromiß. DaS Zentrum mußte sich zu wesentlichen Konzessionen an die äußerste Linke verftehen, weil diese anders von dem Antrag auf namentlidje Abstimmung nicht Abstand nehmen wollte, der bei der notorischen Bcschluß- unsähigkeit zum Scheitern des sozialvvlitijch« Verbesserungen beziveckenden Gesetzes geführt gaben würde. Tie äußerste Linke setzte ihren Willen durch, well die meisten Abgeordneten auf ihre Eigenschaft als Mitglieder dieses dem Tode geweihten Reichstags keinen Wert mehr legen, sondern in der Wahlagitation ihre ganze Kraft der Erlangung der Mitgliedschaft am neuen Reick)stag widmen. Leuchtend ist der Stern dieses Reichstags also nicht nieder- gegangen, aber er hat doch ein beträchtliche- Maß gesetzgeberischer Arbeit überstrahlt. Ein Parlament, das eine Militarvorlage, zwei Flottengesetze, ein gutes Stück Sozial- Politik und den Zolltarif fertigstellte, hat sich immerhin Verdienste ums Vaterland erworben. Der Nachruf, der diesem ReiclZötag zuteil werden wird, dürfte also wohl freunblicher ausfalleu, als eS der Ruf war, in den das Parlament zeiUvellig geriet, so zurzeft der Kampfe um die lex Heintze und der Obstruktionsstürme beim Zolltarif. ES warc unbegründet und ungerecht, dem alten Reichstag alle- Schlechte nachsagen und dem neuen alles Gute prophezeien zu wollen. . . . Der letzte Arbeitstag des Reichstags brachte eine Doppclsitzung. In der ersten Sitzung wurde die zweite Lesung und in der letzten die dritte Lesung der Kranken- kassennovelle erledigt. Da durch das zwischen dem So- zialpolitiker des Zentrums, dem Äbg. Trimborn, und dem Abg. Singer (Soz.) vereinbarte Kompromiß die materiellen Schwierigkeiten behoben waren, war in der Sache selbst wenig noch zu sagen. Aber man hatte noch anderes auf dem Herzen. Abg. Trimborn wies in nicht mißzu- vcrstchelwer Absicht auf die durch die Tiätenlosigkeit ver- sä-uldete Beschlußunfähigleit des Reichstags hin — ein Wink an bie Regierung, den neuen Reichstag mit Tagegeldern auözustatten. Und Abg. Dr. Arendt (Rp.) hielt eine regelrea>te Wahlrede geacn die „völkeroerderbenbe" Sozialdemokratie und gegen die „biefe Gefahr nicht würdigende, sich in Schweigen hüllenbe oder Entgegenkommen bezeigende" Regierung. Dieser von der Rechten mit demonstrativem Beifall, von der Linken mit Protesrrufen begleitete Hinweis auf die ausgebliebene Wahlparole fand in der Debatte natürlich entsprechenden Wiberball, blieb aber auf die Vertreter der Regierung ohne besonderen Eindruck, obgleich Dr. Arendt mit größtmöglicher Stimm- haft sprach und sich direkt zum Regierungstisch hin- wenbete. Graf Posadowsky hatte den Saal verlassen, er wurde indessen von einem seiner Räte schleunigst wieder berbeigeholt Der Staatssekretär verwahrte die Regierung kurz aber pointiert lebißlich gegen den Vorwurf, mitschuldig zu fein, daß in der Kranlenkassenfrage die Sozial- demokiatie dem Reichstag ihre» Willen aufzwuigen könne. Die Regierung trage mit Ruhe bie volle Verantwortung füt ihr Verhalten. Aus dieser rtuseinandersetzung zu olaern wie ein Rebner der Linken es tat, daß das Tischtuch zimschen der Regierung unb bei Rechten zerschnitten Vereins, Fürsten zu Salm-Horstmar über den Verlauf der in Münck)cii stattgchabten Hauptversammlung hat der Kaiser an diesen nachftcHenbcs Handschreiben geruhtet: „Hocl)geborener Fürst! Es war mir eine besondere Freude, aus Euerer Liebden Schreiben vom 9. April d. I. zu ersehen, welch glänzenden unb patriotischen Verlaus die dies).ihrige Hauvwerstmimlung des Deutschen F-lotten- Vereins in Alünchen baut der gnädigen Teilnahme Seiner Königlichen Hoheit des Prinz-Regenten Luitpold von Bayern unb mehrerer Prinzen des Königlich Bayerischen Hauses genommen, unb welch gastliche Ausnahme die bayerische Haupt- unb Residenzstadt dem Flotten-Berein gewahrt hat. Auch hat mich der von dem Geh. Oüyt Professor Dr. von Heigel bei dieser Gclegenh.it gehaltene Vortrag über die geschichtliche Entwickelung der deutschen Seentacht, der wcseMlich z.u dem Gelingen des Festes beigetragen hat, lebhaft interessiert. Indem ich Eurer Liebden meinen wärmsten Dank ausspreche, wünsche ich der treuen Arbeit des Deutschen Flollenvereins in allen seinen Gliedern auch ferner seaensreichen Erfolg. Ich verbleibe Euerer Liebden MeheimAnzeiger w Eeneral-Anzelger u Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen sei, geht wohl zu weck. Aber eS beftebt ohne Zweifel eine Spannung, unb ben Konservativen ist dabei nicht ganz geheuer zu Mut. Im Parkeck ging allgemach das große Abschiednehmen in Szene. Herzhafte Händedrücke, hoffnungsvolle Wünsche auf Wiedersehen im Herbst, trostreick-er Zuspruch Kollegen gegenüber, bie von Zweifeln in ihre Wi^berwahl erfüllt hab, satirisclie Bemerkungen auS bem gegnerischen Lager — all' das spielte sich unter beträchtlichem Geräusch ab. Je näher aber der Sitzungsschluß heranrückte, bestomehr flaute bas Privatgespräch ab. Es griff baS Gefühl ber Erwartung Platz. Aller Augen waren auf die Bundesestradc gerichtet. Wird der Reichskanzler der Allerhöchsten Botschaft einige auf die Neuwahlen bezügliche Worte hinauf ü gen? Ein Spötter reagierte auf diese in der Luft liegende Frage mit der Prophezeiung, Graf Bülow werde mck einem ftilminanten Zitat auf den Plan treten. In Wirklichkeit tarn es so: Nachdem das Krankenkasiengefetz in der Gesamtabstimmung angenommen war — bie letzte soziale Tat des allen Reichstags! —, erschien Graf Bülow, freundlich lächelnd. Er öffnete bie bekannte rote Mappe, verlas die den Schluß des Reichstags votierenbe Mer- höchste Botschaft — bie Sozialdemokraten hatten sich» wie stets, entfernt —, unb — schwieg. Es bleibt also beim Schweigen der Regierung. Graf Ballestrem widmete dem Reichstag einen Abschieds grüß, Abg. v. 9larmann (ko ns.) stattete namens des Hauses dem Präsidenten für seine Geschäftsführung den Dank ab, die drei Kaiser Hochs brausten durch den Saal — der Reichstag hacke aufgehört zu sein. Fragen des Kulturlebens, daß er bie Aufgabe, den Sinn für die Wahrheck zu schürfen und auszubckben, vor allem ... Schicke zuweisen will und mit gewaltiger Beredsam- keck dafür ein tritt, daß die Schule im Staatsorganismus bevorzugtesten Platz erhalle. Der Roman i|t sowohl als dichterische Schöpfung wie als kulturhistorisches Dokument von dauerndem Wert und wirb lange Zeck das allgemeine Interesse fefthallen. — Ein besonderes 2o6 verdient die von L. Rosenzweig herrührende Uebersetzung, die Zolas krafivollln, aber oft ungefügigen Stil in meisterhafter Weise nriebergiebt und den feuftten Nuancen des Gedankens wie des Ausdrucks ebenso getreu wie Verständnis Offenbachs ^Schöne Helene- gegeben und Diensdrg findet das Benefiz für den Leiter des Operetten-Enfembles, Herrn Oberregisseur Siegfried Bruck, statt, der sicy Sullivans „Mikado" gewählt hat, worin er die Rolle des Oberscharfrichters und ehemaligen Schneidermeisters Koko vertreten wird. -t- Burkhardsfelden, 1. Mai. Heute feiert die älteste Frau unseres Ortes, die Förstersfrau Justine Weiß, in vollster Rüstigkeit den 88. Geburtstag. p. Friedberg, 29. April. Tie Teilung von zwei Klassen der erweiterten Mädchenschule ist seitens des Ministeriums wegen Mangels an Lehrkräften nicht genehmigt worden. — Die hiesige Gewerbe-Akademie wurde am 1. Oktober 1901 gegründet und hat somit dieser Tage ihr viertes Semester begonnen. Das Institut hat sich, wie zu erwarten stand, gleich in den ersten Semestern so außerordentlich entunckelt, daß nicht nur das Anstaltsgebäude, sondern auch die provisorischen Unterrichtsräume wieder voll besetzt sind und daher mit dem Bau des projektierten Akademie-Gebäudes baldigst begonnen werden muß. Die Zahl der Techniker ist jetzt auf über 300 gestiegen, die zum Teil auch in Bad-dtauheim und Fauerbach wohnen. ES bestehen z. Zt. sechs Verbindungen: Teutonen, Rhenanen, Germanen, Askanen, Thuringianer, Arminen (lathol.) und eine freie wissenschaftliche Vereinigung. Hartmannshain, 30. April. In der Schmal- oach'schen Wirtschaft fand heute eine Brenn - und Nutzholzversteigerung statt, und bie Preise waren ungemein hoch Buchenscyetth-olz 1. Masse kostete im Durch schnitt 6 Mk., solches 2. Masse 4 Mk., Buchenknüppel 5 Mk., Frchteustammholz 22 bis 23 Mk. pro Festmeter. Die Versteigerung war gut von auswärts besucht. § Br eung e shain, 30. April. Gestern morgen tzeaen 10 Uhr entstand in der Hofraite des Landwirtes Kaiser Schadenfeuer, welches das ganze Anwesen bis auf einen Stall gänzlich einäscherte. Da- Vieh konnte gerettet werden Brmldstifter ist ein 16jähriger unecht, welcher in der Scheune mit Stteichhölzchen gespult hatte. Er wurde sofort durch die Schotten er Gendarmerie verhaftet. Bis zum Ein- treffen der Wehren aus Michlbach und Busenbom hatte unsere Wehr vollauf zu tun, um das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, da auch die Nact)bargebäude gefährdet schienen -t- Gedern, 29. Astril. Ein IS jähriger Junge von hier wurde wegen Sittlrchkeitsvergehens an einem achtjährigen Rcädchen verhaftet, und in das Arresthaus nach Ortenberg verbracht. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten In Homburg erschoß sich der Bezirksfeldwebel Stieger, als er die Nachricht empfing, daß ferne in einer Wiesbadener Klinik befindliche junge Frau im Sterben hege. Vermischtes. ♦ München, 28. April. Eine hiesige hochadelige Dame machte vor kurzem die unangenehme Entdeckung, daß aus ihrem Schmuckkästchen ein auf 15= bis 20000 Mk. gewerteter Brillantschmuck, ein attes Familienstück, verschwunden war. ES stellte ftch» bald heraus, daß der Sohn derDame,alserin Geldverlegenheit war, diesen Schmuck bei einer hiesigen Tandlerin und Bersetzerin um den Betrag von — 2000 Mk. verkauft hatte. Die Bersetzerin hatte aus dem Schmuck die Steine auebrscheu und daraus teilweise Ohrringe anfertigen lassen; zwei Brillanten kaufte chr ein Herr um den Preis von je 400 ML ab; die Tandlerin hat auf diese Weise ein brillante» Geschäft gemacht. Dieser Tage tourbe sie jeboch von ber Dame ausfindig gemacht, die nun kategorisch die Rückgabe des Schmuckes verlangte. Sie versprach ber Tändlerin eine nicht unbeträchtliche Summe, wenn es ihr gelinge, bie zerstreuten Teile bes Schmuckes nach Möglichkeit wieber zur Stelle zu bringen. * Ein neuer spiritistischer Schwinoel. Während in ben letzten Jahren Anna Rothe ihre spiritistischen Sitzungen veranstaltete und eine große Anzahl Anhänger der „dKulten Wissenschaft" mit ihrem Hokuspokus in Erstaunen setzte, hat auch in Meerane (Sachsen) eine Sekte ihr Unwesen getrieben und den Offenbarungen eines Ate- diums Glauben geschenkt, das den Unverstand und Aberglauben der Mttglieder dieser spiritistischen Bereinigung finanziell geschickt auszubeuten wußte. Das Medium der Sette war, tuie jetzt festgestellt wurde, die Ehefrau Luise des Schmiedes Frenzel. Diese Frau hat es nun — genau wie bie Rothe, im Zustande ber „Trance" — verstanden, die der Sette angehorenden Mitglieder derart zu düpieren, baß letztere den Offenbarungen der Frenzel Glauben schenkten und zu allen Opfern, die bas Medium wünschte, bereit waren. Was in solchen Sitzungen nun für Experimente ausgeführt würben, beziehungsweise was das Medium dabei offenbarte, ist kaum glaublich und wird manchen zum Kvpsschütteln veranlassen, denn es rst geradezu lächerlich. So soll das Medium unter anderem, um Versio r b e n e von ihren Sünden zu erlösen (!), öfters ein Skatspiel arrangiert haben, wobei es die Karten gewöhnlich immer selbst verteilte, aber auf bie Weise, daß das Medium mit feinem Gatten fast regelmäßig gewann. Hatten die übrigen Mitspieler das Glück, einmal zu gewinnen, dann mußten fie das gewonnene Geld an das Medium abliefern. An diesem Spiel haben natürlich auch die weiblichen Spirittsten teilgenommen, obgleich fie vom Skatspiel überhaupt keine Ahnung hatten. War bie Skatkasse gut gefüllt, dann würbe auc Abwechslung bann und wann ein Abendessen veranstaltet, an dem sich bie ganze Sekte gütlich tat Bezeichnend für ben Blöbsinn, Verstorbene selig zu machen, ist auch folgendes Beispiel, über bas wohl selbst bas Mebium Rothe lachen bürste. Das Mebium bestimmte nämlich im „Trancezustand" auch, baß bie Spirittsten bestimmte Tanzsäle ber Umgebung besuchen und hier Terpsichore chren Tribut zollen mußten. Taber schrieb das Mebium sogar vor, wieviel Touren getanzt werben mußten. In ungefähr brei Fällen, in benen es sich nur um Gelb hanbelte, hat bas Medium aber seinen Haupt trumpf aus- gespielt. Es hatte sich Kapitalien in Höhe von etwa 3600 Mark gegen Zinsen von verschiedenen Personen geliehen. Tie Zinsen sind wohl auch ein halbes Jahr lang gezahlt worden, aber bann fällte ber Geist bes Mebiums einen wichtigen Spruch. In einer Seance offenbarte das Mebium, nachdem es eingeschlummert war, ben Gelbdarleihern, daß man berartige irdische Guter (in diesem Falle also die Zinsen) nicht annehmen dürfe. Das Geld müßte ohne Zinsen geliehen werben, damit tue man für den Heiland ein gutes Werk. Die beiden Ehegatten wurden schließlich von ber Polizei verhaftet. * Eine „unsolibe Stabt". Die Zittauer Frauen wollen bie Einführung einer Polizeistun be burchsetzen und haben sich deshalb hinter eine Anzahl Stadtväter gesteckt, die denn auch in der letzten Stadtgemeinderatsfitzung bie Sach? eifrigst betrieben und verschiedene Schriftstücke verlasen, in denen es u. a. heißt: „Mein früher fleißiger Mann ist in Zittau verbummelt, er vertrinkt und verspielt sein Geld bei K. und bei D., und verlangt bann frisches Gelb von mir; verweigere ich's chm, dann schlägt er bie Kinder und wirft sie vor die Wand." — „In Zittau ist's fteilich kein Wunder, wenn die Männer so schlecht werden, denn die ftneipen stehen ja bie ganze auf. . ." Ein Stabtrat erzählte, bie Frau eines hiesigen Hanbwerksmeisters, beren Mann im Begriff stand, mit einer Kellnerin eine Vergnügungsreise zu machen, sagte mir: „Solch ein lüberliches Leben wie in Zittau kann es nicht leicht wieder geben; hier geht alles, was auswärts nicht geht." Und eine Fabrikantenftan äußerte: ,Mie viele verheiratete Männer kommen erst gegen Morgen nach Hause aus den Kneipen! Da spielen ne ben Nooeln und geben ben Kellnerinnen fünf Groschen Trinkgeld, damit sie recht schön mit ihnen tun. Will aber einmal die Frau einen Groschen Geld, dann wird sie angesHiauzt." — Ob es wirklich so schlimm steht in Zittau? Die Stadtverordneten haben ben vom Rate genehmigten Entwurf noch einmal zurückverwiesen. Vielleicht ersteht dort den Zittauer Bürgern doch noch ein EH.ren- retter. * Eine Million in einer Droschke vergessen und wied er erhalten. Vor einigen Tagen stürzte eine Engländerin mit allen Zeichen des Schreckens und der Aufregung in das Polizeibureau des Faubourg Montmartre zu P a r i s und erzählte, daß sie soeben in einer Droschke eine eiserne Kassette habe stehen lassen, in welcher sich Schmuckfachen im Werte von einer Million und ein Check über 30000 Fr., gezogen auf die Bank von Frankreich, befanden. Ta die unvorsichtige Dame die Stummer ber Droschke, bie sie von ihrem Hotel nach einem Restaurant des Faubourg Montmartre gefahren hatte, angeben konnte, ließ ber Polizeikommissar sofort nach dem Kutscher recherchieren. Ter brave Rosselenker, welcher die Kassette in feinem Wagen bemerkt hatte und annahm, daß sie Geld enthielt, war bereits nach dem Hotel zurückgefahren und batte hier ben gefundenen Gegenstand bei dem Portier abgegeben. Die Eigentümerin der vergessenen Million, welche sich Frau Mat- tausch nannte und angab, daß sie aus Monte Carlo nach Paris gekommen sei, war über den Fund hocherfreut, zeigte sich aber dem ehrlichen Kutscher gegenüber wenig generös, indem sie ihm nur 100 Frank als Belohnung einhandigtr. Vnwersitäts-Ualyrlchtr«. — Der außerordentliche Professor ber Theologie an der Uni- verfttät Greifswald, Dr. Friedrich Bosse, ist als Hilfsarbeiter in das preuß. Kultusministerium berufen worden. Prof. Bosse ist em Sohn des früheren preußischen Kultusministers. — Aus Würzburg wird geschrieben: Tie Prioatdozenten Dr. I. Müller (innere Medizin) und Dr. I. S o b o t l a (Slna- tomic) wurden zu a.o. Professoren ernannt. — Aus Hannover wird geschrieben: Prof. Rinne von hier hat im Auftrage bc5 Reichs-Marine-Amles eine Reise nach Kiautschau angetreten, wo er technisch-geologische Untersuchungen vornehmen wird. — Ter a. o. Professor Karl B r o ck e l m a n n in Brest au wurde als Nachfolger des Professors Jahn o. Professor der semitischen Sprachen au der Universität R ö n i g s b e‘r g. — Mit einer Probevorlesung : „Ucber die Untersuchungen des Herzens und der großen Gesäge durch Röntgenstrahlen", hat sich Tr. med. Lothar v. Erregern als Privatdozent m der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig eingesührl. — Tie philosophische Fakultät der Leipziger Hochschule erteilte dem Tr. phil. F. Krueger die venia legendi für Philosophie. — Aus Paris wird berichtet: In der Akademie der Wissenschaften wurde für die geometttsche Abteilung Professor N ö t h e r aus Erlangen zum korrespondierenden Mitglieds gewählt. Eiliges mitt. (Für Form und Inhalt alier unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt Die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ter Mai ist gekommen, und es belebt sich jetzt wieder Feld und Wald mit Spaziergängern. Unsere Stadt bietet mit ihren herrlichen Anlagen und wohlgepflegten Wegen jedem zur Erholung recht gute Gelegenheit. Auch für denjenigen, der em Gärtchen oder em Stückchen Land in Besitz hat, ist nun die Zeit der Arbeit, aber auch die der Erholung durch den Aufenchalt im Freien gekommen. Leider wird ihm dieser doch ost verdorben durch die überaus schlechte Beschaffenheit einzelner Wege. Man mache x. B. einmal einen Gang von dem Neuitädter Viadukt rechts der Bahn entlang nach dem Viadukt an der Schwarzlach — em Weg, der nicht nur von Interessenten, sondern auch von Spaziergängern sehr häufig benutzt wird — und man wird sich fragen, wie em öffentlicher Weg m nächster Nähe der Stadt — besonders von den SchmaU'schen Eishänjern an bis zu den Wiesen — in einem derartigen Zustand sein kann. Augenblicklich ist diese Strecke nicht zu passieren, ohne den Bahndamm betreten zu müssen, was bekanntlich verboten ist. Und wie schnell wäre dem abgeholsen, wenn man nur ein par Wagen Kies für den Weg übrig hätte. X. Odenhausen, den 1. Mai 1903. Zur Zeit herrscht aus dem Wege von der HaUestelle Friedel- Hansen bis ins Tors Odenhausen em solcher Mora st, daß für den Fußgänger ein Turchkommen fast unmöglich ist. Bei dem dort gewöhnlich recht starken Verkehr wäre es sehr angebracht, wenn die zuständige Behörde dafür Sorge tragen würde, daß diesem Uebelftanb abgeholsen wird. G. B. Uölhklltliche licdcrlilhi der TodesMk m du Stadt Gießt«. 16. Woche. Vom 12. April bis 18. April 1903. (Einwohnerzahl: angenommen zu 26 900 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeilsziffer: 15,46, nach Abzug von 4 Ortsfremden: 7,78 °/oo. Kinder Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Krarcke kommen. ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—Iß. Jahr Keuchhusten 1 — 1 — Tuberkulose der Lungen 2(2) 2(2) Krebs 2 (1) 2(1) ErysipelaS 1(1) Kl) — — Leukämie 1 1 — Stünmtt tzenkramps 1 — 1 — Summe 8(4) ' 6(4) 2 — Braut-Seide v. 95 Psg. bis Mk. 18.— p. Met. in allen Farben. Franko u. schon verzollt ins Haus geliefert Reiche Musterauswahl unmgehend. Stet- den-Fabrik Henneberg, Zürich. Drucksachen aller Art liefert in Jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7 Coursbericht der Bank für Handel und Industrie, Depositentaffe Gießen. Eourfe vom Courfe vom aa ttonrfe vom » Courfe vom C 1 Eonrsc vom = i Courfe vom 28J4. 1 3074. 2374. 30. 4. 00 23./4. | 3074. 2S./4. | 30./4. Ä 1 2374.1 3074. 90 1 23J4. ;3OV4. Staatspapiere. Deutsche. 4 Spanier. . 88.10 88.30 StanbeshrL Uni. Nordd. Lloyd . 104.20 103.90 4 Meining. Ser. 8 103L0 103.20 4 Warschau Wien 100.80 100.80 102.60 92.40 102.50 92.35 :! Ung. Goldrente do. StaatSrcnte 102.45 100.40 102.40 4 100.20 Zi/. 92.70 gi/s SolmS-Braunf. 100.70 98.60 100.70 Dortmunder . Hamb.-Amenk. 103.90 102.75 3 d"- «8ÜÄ 102.30 XV“ - iafl Si» 511911« :a®l w tfr. - ■ ier • • ,j8ona|t 100.80 100.85 100.80 sa$ 64.70; 03.- Lse cojenten. Üjtt. 100 Thlr.100 br. 1-' ' IL- - ,Mindeo«r rider ' ' *11 W h -°»L> & 4100 ’ rt- ’ >k"h- 's. 1 '^Staats g 30 Merv- 61# £ 19> SS *ie A-k: 87# *_ 425# 37.- 42-.^ 37# iV 33.-1 M 5 5?<:3s 8 -e ** u) ui € S B ts -e sZ = 5 sr. 3fr D £ 5 E t£ M« K M M K = cd L S§ 3 £ 2. E ff D E=.S E 2 r: j6 ES »ff ■ X o a a g ^5* D s ff E S § a Z ff- s ©■g ff Ls ff äD D «r C4 •e «2^ ” e» ff •ß B 2 Sr ßc5»c L)ff« c c aa ^T (*) 8? ff D ff *ff- S ff = S t=D ZG 6- — D c-< CQ »Sff « 2 S D ocr. C GJ ff S L e* LD e ff ä 3« c D CD CD ff ^►ff O E N- ^: - o> <•£ Sig =3g M E cs >*— o »> t» *5 Z g »ff - £ Z* •cf " -ZZ.Z aS5 s 8 E s L eo B (5 B S 85 5 © s -n Ö L - *& « d < - u — 3 fa s .§ § 2 6 s Q E - c. S -s s w B CQ CT « CS K C ot o Q^ - — C ‘2 Q — ea o JO •—> U2 -72 g - CJ iS Ö C 00 o s IM S aa JO C VD s g ff JO c § V c © 6® O I G» I © --7 AL y 33 £ aa 0 = ff ST- — O ff o *£7 « ff ES S-B c -ff -o 'S LZ X> i—I e . 3s- 525 a - JO E c — c: S ff C «a 5 iff- s "es C3 K Z.E VO 4. K . -L c E-x g s> ea ff ff J6« A Q . Z» CO X- <-» L& ff ff 85 g . Ä-C O0 "" e L c § C>.£, c, hs » L »sS’gg- W CO ^P X- C7 P C ff ff W 3 ±5 ff O noö O »§f s __ -ü S> C -« K= C o -e-ff, « — Ä *s »^=§ . >C*T - • »ff'ff * ff 'S ff ff^Eff s ff « » Z c c p L >c. L. E — i- aa x E ff -O ea 55 “ ■H # « 3 ic aa ff S2 © .2 = Ä"ff" c = -C S> = :-D C öS» QGJ3S© 5^8? CT# p ff ^>cj .2 _> « - -»ES —<—x CS o ff »e - v r « S -s #o *o X O o S^5 C CL. w s = c£ ro . T. CD r-> c c>S g ff X> ® := ’S S5Z. ff . eff JO *TS _ *ti 7- Ji. c i S S2 c ff /□ Ü8#eldort-Keishoiz. Veberall erhältlich, 3224 Engros-Verkant durch fast sämtliche Grossisten einachl. Branchen. inoleum .1N Ka1 Die Marke VORWERK* führt jedes bessere Geschäft! Adolf Bieler Viktoria-Drogerie, Marktstrage 5. Spinat, Salat, getrockneten Pflaumen anwesend. Preise wie bisher. Ehr. Ale in aus Altenkirchen. Ernst Jung, Papierhaudlg., Marktplay Ü. Vertreter für Gießen: Chr. Lndw. Thoma», Telephon 876. P. E. Thuere, Sofliescmt, Utrecht n. Cöln Monogramme und Buchstaben in jeder Ausführung empfiehlt ! Carboltueum Holztheer Jmprägutröl ^giebt den;>l schönsten Glanz 3613 Der Vorstand und Aufstchtsrat. 1CHSE giebt besserem Schuhzeug aus Das Ledercreme ChCVereailX, B0X-Calf Fahrzeiten der Vieberthalbahn $unt Preise von 20 pfg. in der Expedition der Siebener Anzeigers vorrätig. — Der jahrplan kann auch durch die Austräger des Gießener Anzeigers bezogen werden. Gothm LkbkllblmsllMiigsimK ü. G. Versicherungsbestand am L Februar 1903 : 827 Millionen Mark. Versicherungssummen, ausgezahlt seü 1829 : 44)2 M M Die höchsten Verficherungsalter (einfach auf Lebenszeit, gemischtes Dwidendenshstemf find tatsächlich bereits prämienfrei und erhalten sogar eine jährliche Rente. [10 Heinrich Hochreuther, Stein str. 92. Mrkenljol'z echter Bilbeler Doppelkümmel (eigenes Destillat) zu haben bei 3215 Lndw. Loth, WaMhorstr. 23. „Eureka“ Kalbleder etc. mühelos haltbaren Glanz, der nicht absärbt und sich auch bei nassem Wetter hält. Zu haben in den meisten Geschäften. Gebrannten Kaffee vorzüglich schmeckend und sehr beliebt, da- Pfund von 1 Mk. an, «utinouiu gegen Hausschwamm empfiehlt Adler-Drogerie SelterSweg 89. Otto Schaaf. Achtung! SamStag nachmittag de« 2. Mat bin ich von */i3 llhr an unlerm Felsenkeller im Seipp- Tinoxa einz. best. Schutzmittel geg. Mottenfraß, Pack 20 Pfg., empfiehlt -tdlcr-Drogerie ^eltersweg 39. £tto Schaaf. 3367 Gießener Stadttheater. Samstag den 2. Mai 1903 Einmalige volkstümliche Dorffellung Die Fledermaus. Cpercrte in 3 Akten von Johan« Strauß. Eintrittspreise: Loge und erste Saalreihen 'Mk. 1.50, Saal Mk. 1.—, Gallerte 50 Pfg. Büchseristcisch im Ausschnitt, 3428 Frankfurter Würstchen, Halber ftädter Würstchen, Braunschw. Mettwurst, „ Cervelatwurst in Fett- und Rindsdarm empfiehlt in nur feinst. Qualitäten Georg Wallenfels, Marktplatz 21. Fernsprecher 46. Teppiche, Läufer, Vorlagen Enorme Auswahl. Billigste Preise. Ernst Bloedner überall grhälij'^. Georg Wallenfels, Marktplatz 21. Telephon 46. Kalk- uni) Inrinormerfe, Sampfjicgelei Aug. tiabrlel Jr., Giehen. 676 Masseu-Kabrikatto«. Vahuauschlüfse. Werke: HbeubOem. MgMjseilslhilstdeseviillgel.Arbeitcrlitreills tu Hießen Eingetr. Genosienschaft mit beschränkter Haftpflicht. Wir machen unsere Mitglieder auf die nächsten SamH- tag den 2. Mai L I., abends 8y, Nhr, im Cafö Cbel dahier statlfindende diesjährige ordentliche Cenkralversainmlnng hierdurch nochmals aufmerksant und hüten um zahlreiches trenffurt a. M., Laffel, Marbura, Zriebberg, Lollar, Londorf, Hronhauseu, Vetzlar, Loblenz, Löln, Hulda, Alrseld, Grünberg, Gelnhausen, Nidda, Schotten, Hungen, Laubach, Lich, Stockheim und Gedern ankommenden und abgehenden Lisenbahnzüge, sowie Zum neuen Saalbau (früher Steins Garten). Samstag den 2. Mai 1903, abends 8 Uhr: Plakat-Zahrplan enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Gießen, Frau Statt). Elle, Steinstrabe. Emil Kalbfleisch, Niarburgerstr. Foh. Seibel, Ludivlgsplatz. Adolf Leuhard, Frankfurlerslr. Drageser * Mayer, Sonntag den 3. Mai 1903: 3606 Fainilien-Abend Telephon <367. 3221 Albert’s 8360 Prof. Dr. Wagners Universal- Garleudüuger, Ehilisalpeter, Hornmehl, Knochenmehl. Zimmerpflanzen-Nährsalz empfiehlt Adler-Drogerie Seltersweg 89. Otto Schaaf. Streng reell! Pianinosiinh Flügel, an ertön iü erstklasstgeS Fabrikat, liefert frachtfrei auf 14 Tage zur Probe direkt au Private ohne Zwischenhändler renommierte, leistungsfähige, süddeutsche Pianofabrik unt günstigsten Beding, u. strenger Diskret, auf rnonatl. ob. viertelst Ratenzahl, ohne Erhöhung der Original • Netto • Fabrikpreise. Bei Barzahlung höchster Rabatt. Einige kurz. Zeit vermietet gern. Piamnos antzergewöhul. billig. Laugjähr. Gar. Gr. rll. Preisl. iot postfrei. Gefl. Offerten unter N. 3601 an die Exped. d. Dl. 1 Fritz Friedmann aus Berlin (Gesprochene Memoiren oder Tao Wahre auS meinem Leben und eine Verteidigungsrede: Born Tode zur Freiheit) mit Ensemble. greife der IkkLtze im Vorverkauf bei #rnfl ^halller: Sperrsitz 2 9JIL, L Platz 1 Wtf. Abends: Sperrsitz 2.50 'DU, L Platz 1.50 Mk. Die Herren Studenten erhallen an der Kaffe Sperrsitz für 1 Mt, L Platz für 60 Pfg. — «asieuLrösiuuug 7 Uhr. 3678 glänzen alle Messing-Gegenstände am schönsten, wenn diefelben mit Metall- putz „Mnzzi" geputzt werden. Zlhirmk werden schnell und gut ”*s icjjaricrtB.ncubcjoncn Lebende Hummern empfiehlt ‘ 8607 J. M. Schulhof, Samstag den 2. Mai 1903: stier des 39. ZMaagrierte; Kunst-Ausstellung. im Turmhaus am Brand ift ■i ■ ■„■■■■■ — , ■ ■■ ■ . ■ mit Ausnahme Samstags täglich von 11 bis 1 Uhr, Mittwochs auch noch von 3 bis b Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen ununterbrochen von 11 bis 3 Uhr. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Gräfite Auswahl in nur. ,aS.ÄSS'i teelft SttinM j. HankH.' s^tofegaiic't i ©tejieit. Scltemcg 9. Engros-Lager: Gustav I. Kahn, Lederhdlg., Bahnhoistr 68. [ 1358 lüemätöjeif Marke: Dr. Hommel „ „NcichSadler" Alechteukrauke, *XMX trockene, naffeiideSchuppenstechlen und das mit diesem Hebel verbundene, so unerträglich lästige -Hautjucken* heill unter Garantie felbft denen, die nirgends Heilung fanden, nach lanmähr^ praktischer Erfahrung (ohne BerusSstörung tc.) R. Groppler, in Firma SL-SDlarien- Thuenb fhee von Theekennern bevorzugt, immer mehr verlangt. In Gießen zu haben bei: Urania leinsteQualitäts» marke, Fahrradzubehörteile, Pneumatiks tc. staunend billig. Haben Sie Bedarf, verlang. Sie m. llatalog grat. [2181 Urania Fahrradfabrik, Coltbus 2. Bctonkics- Lahnsand in allen Körnungen, gesiebt und gewaschen, durchaus reiucs Material, empfiehlt Cm. Mdlmki Dampfbaggerei. Lagerplatz am Wißmarer Weg. Büreau: Westanlage 60. Telephon Nr. 259. 2738 Iußbodm- Anstrich, ßtrnflfinlniifnrbt lose gern-, Pfund 90 Pfg^ über Nacht trocken, Spiritnsloihfarbt lose gero., Pfund 75 Pfg^ sofort trocken, sowie sämtliche velfarbr«, Lacke, Pinsel re. Gust Walter, MaaSburg 18. Mineralwasser, natürliches und künstliches, empfiehlt 02136 Earl -ich, Westanlage 27. Futzbodenanstriche Oel-, und Lackfarbe, Bernstein- lackfarbe in Patentdüchfen, Luw- leurnlackfarbe, Parkettwachs, Stahlfpäne, Terpentinöl rc. empfiehlt -ldler-Drogerie Seltersweg 39. Otto Schaaf. [3369