Mittwoch 1. April 1903 153. Jahrgang Zweites Blatt. JHe heutige Dummer umfaßt 12 Seiten. Deutsches Deich. Feuilleton. nicht cinfa sie nur 60 sondern sie Bbrefle für Tevet ch«: «nzetger »irfccn. DerntprechantltlutzNr.bl. imposante Anordnung und auÄ. veröffentlicht folgendes angelegte erste Verband ohne Schwierigkeit ersetzt. Nr. 77 Erscheint täglich auüer SonmagS. Dem Giehener Anzeiger werden irn Wechiet mit dem heffffchen Landwirt die Giehener Zamtlien- blätter viermal tn der Woche deigelegt. NotatlonSdruck u. Verlag der Brüh Ischen Univers.-Buch-u.Siein- drucke ret (Bletich itrdeas Redaktion, ErvedMoa Konstantinopel, 81. Dtärz. Nach der der General- Direktion der orientalischen Eisenbahn emgegangenen 9toch- achten ist die Ltsendahndrücke bei Muüapha Pascha vergangene Nacht gesprengt worden. Der Ehef-Jngenieur tst heute morgen dorthm abgereist. Ntan oennutet, daß bic Sprengung durch eine makedonische Bande oorgenommen worden ist. Petersburg, 31. März. Ter .Regierungsbote* ver- öffentlicht ferner ein Telegramm des Konsuls in Uesküb vom 27. März, welches besagt, daß bie Wirren in dem Wilajct Koffowo zunehmen. Es seien viele, oft über hundert Alaun starke Banden vorhanden und t» fei geplant worden, die Kasernen, den Artilleriepark und die Pferde- Italic in Jschtib mit Dynamit in die Luft zu sprengen und den Eisenbahn- und Telcgraphcnocrkchr zu unterbrechen. TaS Eintreffen von Offizieren auS Bulgarien werde erwartet. Die Dorfbewohner werden unter Todes- drohungcn gezivungen, die Banden zu unterstützen, Geld und Proviant zu liefern und die Waffen zu ergreifen. Tie Mit- tedung des Konsuls, daß die russische Regierung die Hand- lungSweise deS Komitees mißbilligt, wird der Bevölkerung von den Komitees verheimlicht, die sich sogar bemühen, es so darzusleUen, alS ob sie unter dem Schutze Rußlands stehen. Ter Konsul führt einen Fall an, wo eine Abordnung ihm erklärte, falls die Bewegung auf Befehl Rußlands begonnen fei, wolle die Bevölkerung trotz der Abneigung gegen die Komitees geben, wohin Rußland wolle. Hieraus geht hervor, daß die Bewegung künstlich hcrvorgerufen ist und ihren Stützpunkt nicht in der Masse hat. Die Luge wird verschärft durch die von den HomueeS an den dürfen verübten Gewalttätigkeiten. Die Komitees tun alles, so schließt das Telegramm, um eine allgemeine Erbitterung unter den Moharnedanern hervorzurufen und dieselben zur allgemeinen Vernichtung der Ehristen zu oeranlassem sprach dem Architekten gegenüber recht ungünstig über die „wenig Gestaltung des ganzen Räume»" — Der ,9telchsanzeiger* Bulletin: Der der Kaiserin Berlin, 81. März. Eine ungünstige Kritik des Herren hauSneubaueS aus dem Munde des Kaisers liegt jetzt vor, ähnlich wie daS seinerzeit mit dem Reichs- tagSpalast der Fall war. Wie schon gestern gemeldet, besichtigte der Kaiser eingehend den neuen Herrenhausbau und das hierfür bestimmte Bildwerk: Die Krone als Hort deS Friedens. Der Monarch nahm hierbei Gelegenheit, auch über den Neubau deS Herrenhause« sich zu äußern. Der Kaiser in scharfer Kritik sich wurde durch einen GipSoerband Ter Befund der Bruchstelle war günstig. DaS Allgemem- besinden ist gut. — Zum Befinden der Kaiserin berichtet eine Korrespondenz, daß die völlige Heilung deS gebrochenen ArulcS vor 6 bi« 6 Wochen keinesfalls zu erwarten ist. Von einer Uebersiedelung der Kaiserin nach Schloß Bellevue sei keine Rede, da sich die Kaiserin im Berliner Ausland. London, 31. März. DaS Unterhau, hat die Vorlage, welche den Verkauf von mehr al« 20 Wasser enthaltender Buller verbietet, heute m zweiter Lesung anörn den Wert desselben höher bemißt als das Terrain aller übrigen Exvroprianten taxiert word.n sei. C4 sei.durch den jLiufniann Bieter nach- gewiisen, daß für dies Gelände dem Eigentümer burdi jenen der höhere Preis von 10 uub bann von 12 Mk. offeriert worden sei und daß der Bauiuiternih.ner tiBüin, für welchen Bieker das Gebot abgegeben habe, für den Quadratmeter, um einen Teil des Geländes zu erhalten, ca. 15 Mk. oerneb- lich angeboten habe. Damit sei bargtian, daß es sich bei Dem Plantschen Gelände um Bauland jubele, für welel-es der geforderte Preis von 20 Mk. pvo Meter kein zu hoher sei, und weicher auch dem wahren Wert des Geläiides ent- *PrC<2er Vertreter des Staates, Geheimer Iustizrat I öckel- A.us §laöi und Juni. Gießen, am 1. April 1903. ** Personalien. Ernannt wurde der Oberlehrer zu Alzey, Rektor Eduard Pfaff zum Oberlehrer an 6em Seminar für Volksschuilehrerinnen zu Darmstadt, der Lehrer zu Alzey Jakob Dieterich »um Kreisschulinspek- tor in Erbach, der Direktor der Realschule zu Butzbach Jäger zum Direktor der Lberrealschule zu Offenbach, Der Oberlehrer zu Friedberg Professor Karg zum Direktor der Iiealschule zu Butzbach, der Oberlehrer zu Offenbach Tr. Dingcldey zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Darms.adt, der Oberlehrer zu Oppenheim Enders zum Oberlehrer an dem Gymnasium zu Ossendach, der Oberlehrer in Mainz Kraft zum Oberlehrer an dem Gymnasium und der Rea.schule zu DormS, der Oberlehrer zu Gau-Ldernheim, Rektor Tr. Meyer Grundstücks fei bujai.ge Summe, Die der Eigentümer bei einem Verkauf desselben im fielen Verkehr erhalten würde. Rach diesem zu Re^>t bestehenden Gruiidsatz have die Lokal- lotninissi0ii verfahren; sie habe diese Prei.e festgestellt für das Geläiide zwtsu-en Der Wilhelm- uns Kunikstraße. Diese festgesetzten £umuicn entsprächen gaitz den zutiao^n, denn eine ganze Reihe von Grundbesitzern habe in der gleichen Lage befindliches Gelairde an den Staat freihändig den Quadratmeter für 5 Mk. verkauft, liä glaube doch gewiß niemand, daß cs in Gießen so einfältige Leute g.be, bie, wenn ihr Gelände 20 ML wert fei, es für ö Mk. ircuvillig Ijergeben würden und iioch dazu an den Fiskus. Hierzu loiliNie leoch Die Tat,aä)e, Daß Die Uumniune das in ihrem Besitz gewesene Getänoe ebenfalls mü 5 Mk. Den Quadratmeter für Zivecke Der Kliniken Dem F.s'us überlassen habe. Es sei DieS ja auch Der wahre Wert, Denn die Stadigemeinde verschenke gewvh.ilrch nick>ts. Es sei keüieSwegs in Der Ber- handlung Dargetan, Daß Der Verkehr f.»ch. des Gelände», um wela-cs es sich hu.idele, bemäujtigt hätte. Auch die angeblich prej Lun gewesenen Struß.>ianlagen seien weiter nichts aL! Zukunftsmusik, denn Das GcläiiDe sei nachae- wies^nermaßen noch niemals m Den Bebauungsplan einbezogen, noch weniger zur Bebauung srcigegeb.n gewesen. Ter UmftanD, Daß DaS in Frage kommende GelänDe einmal später Baugelände h^tte werden kotinen, habe schon, so er- Härt Geh Fusttzrat Jockel, die Lola.konimission voll und ganz geiuürDigt bei der Bemessung der zu gewährenden ^ntschäu.gung. So sehr der Herr Geh. Iustizrat nut der Laxe für das Gelände auch einverstanden ist, so sehr halt reitet er eine Verpachtung des Staates, die daraus stehen- öen Bäume sowie Die llmfcicuigungen der Gärten zu bezahlen, diese gehörten zu dem Grundstück. Es entbehre Die Zubilligung einer Entschädigung hierfür jeder recht- l.chcil Gruiiulage. Würde das Gelände nur alfl tidergelanbe mit d0 Psg. pro Cuauratnictcr bewertet, ja, bann müßten Die Bäume usw. extra bezahlt werden, dann würbe oder der Preis von 3 Mk. nicht h.rauslomrncn. Gewiß wolle auch Der Staat den Leuten eine reichliche Entschädigung für bas Gelände geben, aber außer bem reellen, merkantilen Wert des Geländes auch noch die doraitsstehenden Baume besonderbezahlen, hieße bie Eigentümer boppeU entschädigen. Darum müsse er die Taxe der Lokalkommisston in all den Punkten bestreiten, wo es sich um Baume und Umfriedigungen han- Dclt Bei der Position Gabriel bumeiti er, blejer verlange für feine Hofraite alles in allem 122000 Mk., obgleich die Sachverslälidtgeii, die er damit betraut, sie mit ca. 144 000 Mark bewertet hätte,i. Dabei werden allein für Baume rc. ca. 57uOj Mk. und für das Gelände, 3-86 Quadratmeter i . lö Mk., also 49290 Mk. verlangt. Tie Lokalkommiffwn habe 32 460.10 Mk. zugeb.lligt, dabei ca. 0500 Mk. für Bäume, Die er nicht aneiLinie, ebenso erlenne er 1100 Mk. für Einfriedigungen Nicht an. Auch die an Gails Erben von der Lolallomimsstoii für Bäume jugcbilliflkn Summen und ebenso die Entschädigung an die Bal | er ft if Lung in Höhe von 517 Mk. werden im Speziellen bestritten. (Fortsetzung folgt.) G. A. Brettschneider. Utlrich von Hutten sagte einst im Vollgefühl des Strebens und Sck-afsens von feiner Zeit: „ES ist eine Lust zu leben". Er gatte ein Recht dies auszurusen. Allenthalben neue Gesichtspunkte, nno»* um neues Leben, neue Erfindungen, neue Gedanken. Kaum irgend eine Periode der Wcltge|chichte kann sich mit derjenigen, in welcher Hutten lebte, so vergleichen wie de unsere. Dasselbe rege Leben, allenthaLen neue Gedanken, neue weittragende Erfindungen; und tmS W Glück unserer Generation besteht wesentlich darin, d ß toir den wohltuenden Kontrast von em st und letzt lebendig empfinden. In ein paar Jahrhunderten wird die dann lebende Generation alles das, was unS zetzt als neu und aroßartia erfreut und erhebt, als etwas ganz selbst v!rständLs emp inden, und der Name der Ersin^r. di wir heute bewundern und oerehrem wird dann so ziemlich vergessen fein. Geht e5 uns doch nicht anders. Tinge, Mc toir9ttld selbstverständlich .^gUch. ^brauche", existier- ien vor 150 Jahren noch nicht. Sin Denkmal, das m diesen Tagen in Lipra enthüllt wird, erinnert lebhaft an jene Wahrheit, wie wir nachstehend zeigen werdew Der Leser maSculini generiS benutzt täglich em un^t- bchrliches KlcidunaSstuck: — dietz osc n tu ger fc- staunt wird er sich fragen, — bie finb also 150 Jahre alt? Bidleicät aber rtnrb er sich '« SLHen j drüber wundern, daß dem 150jährigen Geburt'^2 " ** v rv kJ V A iähriid) ^r. tJü. burt» GlchenerAMigttW General-Anzeiger v —Sh Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WW zirm Oberlehrer an dem Gymnasium und der Realschule au Worms, der Oberlehrer in Wimpfen Dr. Noll rum Oberlehrer an der höheren Madcbenschule und an oem Lehrerinnen-Seminar zu Mainz, der Oberlehrer zu Als- feld Schmitt zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Offenbach, der Oberlehrer zu Buhbach Professor Storck zum Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Gießen, der Oberlehrer zu Worms Professor Beith zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Darmstadt, der Oberlehrer zu Pfungstadt Rektor Wahl zum Oberlehrer an der Realschule zu Michelstadt, der Oberlehrer in Darmstadt Professor Walger zum Oberlehrer au Darmstadt, der Oberlehrer zu Darmstadt Professor Weyell zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Darmstadt, der Oberlehrer zu Bingen Zimmer zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt, der Lehramtsassessor Franz aus Gießen zum Oberlehrer an der Real- und Landwirtschaftsschule zu Groß-Umsladt, der Lehramtsassessor Görtz aus Mainz zum Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Mainz, der Lehramtsassessor Hertsch aus Gießen zum Oberlehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms, der provisorische Lehrer zu Büdingen Kraft aus Gießen zum Oberlehrer an dieser Anstalt, der Lehramtsassessor Müller aus Gießen zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnaslum zu Bingen, der Lehramtsassessor Nenn stiel aus Gießen zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Alzey, der Lehramtsassessor Ploch aus Darmstadt zum Oberlehrer an der Realschule zu Alsfeld, der Lehramtsassessor Dr. Rausch aus Friedberg zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Schotten und zum Leiter derselben mit dem Amtstitel „Ziektvr", der Lehramtsassessor Reinig aus Offenbach zum Oberlehrer an der Realschule zu Butzbach, der Lehramtsassessor Rohr aus Heidesheim zum Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Mainz, der Lehramtsassessor Spiegel aus Michelstadt zum Oberlehrer an der Realschule zu OpDen- heim, der Lehramtsassessor Voll Hardt aus Dornoerg zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Wöllstein und zum Leiter derselben mit dem Amtstitel „Rektor, der Lehramtsassessor Weißer aus Diainz zum Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Mainz, der Oberlehrer zu Bingen Professor Erckmann zum Oberlehrer an der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedbera, der Lehramtsasses,or Set- nius aus Ueberau zum Oberlehrer an der Höheren Bür- gerschule zu Grünberg und zum Leiter derselben mit em Amtstitel „Rektor, der Lehramlsassessor Fuhry aus Hochheim bei Worms zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Bmgen, der Kreisassistenzarzt bei dem Äreisgesundyeitsamt Gießen Dr. Ko Niger zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Schotten, der zweite Kreisassistenzarzt bei dem Kreis- Gesundheitsamt Gießen Dr. Bötticher zum ersten Kreisassistenzarzt bei diesem Kre^sgesundhertsamt, der Setter der Lungenheilanstalt zu Obertaufungen Dr. Theod. Curschmann zum zweiten Kreisassislenzarzt bei dem Kreisgejundl-eitsamt Gießen, Landgerichtsrat Fabri- cius in Mainz zum Vorsitzenden, der Landgerichltsrat Psannmüller in Mainz zum ersten Stellvertreter des Vorsitzenden und der Laltdgertästsrat N e e s in Matnz zum zweiten Stellvertreter des Vorsitzenden der Kammer für Handelssachen in Mainz für die noch übrige Dauer der -Geichüjtsperiode 1901/03 bestellt. Ernannt wurde ferner der Kanzleiwärter im nördlichen Kollegienhause Sva- mer zu Darmstadt zum Miniiteriallanzleidiener bei dem Ministerium der Finanzen. •• Bürgermeister-Versammlung. Infolge Einladung des Herrn ProoinzialdirektorS Dr. Breidert fand am 26. d. M. im hiesigen Kreisamte eine Versammlung der Bürgermeister auö dem Kreise Gießen von Gemeinden mit über 1000 Einwohnern statt. Der aus Darmstadt erschienene Landeswohnungsinspektor G r e tz s ch e l erläuterte in eingehendem Vortrage das neue Wohnungsfürsorgegesetz und die Ausführung desselben sowohl in der Richtung einer Durchführung der Wohnungsinspektion, als auch einer positiven Wohnungsfürsorge durch Erstellung billiger Kleinwohnungen durch die Gemeinden oder gemeinnützige Bauvereine. Er wies gleichzeitig darauf hin, daß die Landeskredilkasse in Darmstadt durch Gesetz vom 6. Angust 1902 ermächtigt worden sei, ihre Mittel, soweit dieselben hierzu verfügbar sind, dem gemeinnützigen Wohnungsbau zu billigem Zinsfüße zur Verfügung zu stellen. An den Vortrag knüpfte sich eine längere Debatte. Provinzialdirektor Dr. Breidert erklärte, er sei der Ansicht, daß es nicht erforderlich sei, die Säckel der Gemeinden in Anspruch zu nehmen, und bezeichnete eS als wünschenswert, daß auch die Gemeinderäte über die Angelegenheit im Sinne des Vortrags unterrichtet werden möchten, da dieselben hierdurch eher für eine Förderung der gemeinnützigen Bautätigkeit zu gewinnen seien. Er werde deshalb in Aussicht nehmen, zu geeigneter Jahreszeit eine Versammlung der Gemeinderäte anzuberaumen und zu derselben wieder den Landeswohnungsinspcttor einzuladen. Von einigen Bürgger- meistcrn wurde bestätigt, daß allerdings Mißstände im Wohnungsivesen herrschen und ein Einschreiten auf Grund bes Gesetzes notwendig sei. Der Bürgermeister von Ltch hält die Gründung gemeinnütziger Bauvereine in den einzelnen Gemeinden für empfehlenswert, damit gute und billige Kleinwohnungen geschaffen werden und die Gemeinden dadurch die Möglichkeit erhalten, schlechte Quartiere leer zu stellen oder zu beseitigen. Kommerzienrat EmmeliuS, Vorstandsmitglied deS hessischen ZentralveremS für Errichtung billiger Wohnungen, empsiehlt ebenfalls warm die Gründung gemeinnütziger Bauvereine, Material an Statuten, Bauplänen u. f. w. stelle die Geschäftsstelle des genannten Vereins in Darmstadt gern zur Verfügung. Herr Rendant Doering schilden die Tätigkeit des hiesigen Bauoereins, er hebt hervor, daß der Verein mit seinen Mietern gute Erfahrungen gemacht habe, die Mieten gingen pünktlich ein, auch sorge der Verein dafür, daß in den Häusern Ordnung und Sauberkeit herrsche. — Hierauf hielt der Direktor der Landes-Hypothekenbank, Dr. Fresenius aus Darmstadt einen auSführltchen Vortrag über Wesen und Zweck der genannten Bank. Eine längere Besprechung konnte sich an diesen Vortrag in Anbetracht der vorgerückten Zeit nicht mehr anknüpfen, der Herr Provinzial- direktor stellte in Aussicht, daß auch dieses Thema später noch «Detter erörtert werden solle. D. U. Promotion. Im Monat März 1903 wurden an der Landes-Universttät promoviert: zum Dr. jur.: Wilhelm Wehner, Gerichtsaccessist auS Gießen; zum l)r. med.: Ludwig Wißmann. approbierter Arzt aus Darmstadt; zum Dr. phiL: Philip Ely Robinson, cand. rDr. nat. auS Sewickley; Wilhelm Gruninger, LehramtSaeceffist auS Butzbach Theodor Wiese, Königl. Bergreferendar auS Minden L W.; Gustav Schöner, Pfarrer in Eschenrod. — Johannette Lein. Das Begräbn iS der Dichterin fand gestern nachmittag um 5 Uhr statt. Vom Häuschen der Verstorbenen in der Kleinen Mühlgaffe auS bewegte sich ein kleiner Leichenzug auf den Friedhof, wo Pfarrer Scheunemann eine schöne, schlichte Grabrede hielt, die an die Bedeutung und daS Wesen der Verstorbenen am besten anklang. — Von Angehörigen der Verstorbenen erfuhren wir noch folgendes: Der verewigten Dichterin war bald nach Herausgabe ihrer Gedichte in ihrem hessischen Vaterlande eine zweifache Ehrung zuteil geworden. S. K. H. der Groß Herzog ließ ihr zur Feier ihreS 80. Geburtstages seine Glückwünsche aussprechen. Dem Schreiben war eine ansehnliche Geldspende beigefügt. Das Großh. Ministerium des Innern hatte verfügt, daß der Dichterin aus dem Fonds für Kunst und Wiffenschaft alljährlich die Summe von 300 Mt. ausbezahlt wurde. Der hessische Staat ist also, wie wir sehen, der Stadt Hamburg, die unlängst dem Dichter Falke einen Ehrensold verwilligt hat, mit rühmenswertem Beispiel vorangegangen. — Zu unserem gestrigen Nekrolog teilt uns Herr Alfred Bock mit, daß die Gedichte von Johannette Lein getreu nach dem Original von ihm herausgegeben und nur einige von ihnen im Einverständnis mit der Dichterin gekürzt worden sind. — Die diesjährige Spielzeit des Stadt- theaterS ist gestern abend mit einer Wiederholung der »Flotten Weiber' sang- und klanglos zu Ende gegangen. Die zweifellos höchst verdienstvolle Direktion Kruse hat nun also ihr Szepter niedergelegt, wir werden aber kurz nach Ostern aufs neue Gelegenheit finden, ihr zu begegnen, und da wird man es dann wohl, wenn's ans definitive Scheiden geht, nicht an Zeichen herzlicher Anerkennung und Dankes fehlen lasten. — Die scheidenden Mitglieder der Kruse'schen Theater - Gesellschaft werden morgen, am 2. April, noch ein »Buntes THeater" auf eigenes Risiko unter Leitung des Herrn H. Ramseyer veranstalten. Zur Aufführung gelangen unter anderem die Lustspiele »Der Giftmischer", »Jochen Päsel, was bist Du für'n Esel" und »Der Nachbar", eine Tragikomödie. Dazu kommen GesangSoorträge und Rezitationen in bunter Abwechslung, Piöcen in der höheren Salonmagie rc. — also ein sehr reichhaltiges, amüsantes Programm. Auch dieser Abend wird gewiß reich sein an manigfachen Ovationen für die wackere Künstlerschaar, die sich demnächst wohl in alle Winde zerstreuen wird. • * Operetten-Nachsaison im Stadttheater. Unserem musikliebenden Publikum stehen im April besondere künstlerische Genüste bevor. Direktor Kruse hat das gesamte Operetten-Ensemble des Elbinger Stadttheaters zu einem mehrwöchentlichen Gastspiel gewonnen. Die Operettensaison wird am Ostermontag, den 13. Zlpril, mit Suppö's »Boccacio" ihren Anfang nehmen. Darauf folgt am Dienstag, den 14. April als erste Novität »Wiener Blut", daS letzte Werk des genialen Johann Strauß, das am »Theater deS Westens" zu Berlin mit glänzendem Erfolge über 300 mal in Szene ging. Ferner sind von Novitäten »Ziehrers »Landstreicher", Strauß' »Waldmeister", Reinhardts »Süße Mädel" und das reizende Ballet »Die Puppenfee" m Aussicht genommen. Von älteren Werken sollen »Zigeuner- baron", »Fledermaus", »Bettelstudent', »Vogelhändler", »Girofle-Girosla", »Schöne Helena", »Orpheus in der Unterwelt", »Lustige Krieg", »Mikado" und »Geisha" zur Ausführung gelangen. — Das Ensemble gastierte letzten Winter mit größtem Erfolge in Königsberg, Danzig, Tilsit usw. und eS wurden sowohl die vorzüglichen Leistungen wie die glänzende Ausstattung gerühmt. Von Solisten erwähnen wir die Damen Stöger (erste Sängerin), Bartl und Schredt (Soubretten) und die Herren Sommer und Nolte (Tenoristen), Ganzert (Komiker) und vor allem Herrn Registeur Bruck. — Dutzendbillets sind von heute ab bei Herrn Challier zu haben. Mit Sicherheit darf man wohl annehmen, daß unser kunstliebendes Publikum das Unternehmen mit Freuden begrüßen und es nach besten Kräften unterstützen wird. * * Ehrung. In diesem Winter waren es 10 Jahre, daß die hiesige Gewerbeschule unter der Leitung des tznupt- lehrers Traber reorganisiert ist. Aus diesem Anlaß haben die Schüler der Anstalt gestern eine Gedenktafel getoiomet, welche bei Malermeister Hirz, Seltersweg, ausgestellt ist. Angefertigt ist dieselbe von einem Schüler der zweiten Klasse unter Anleitung des Architekten Demmer. Sie giebt ein beredtes Zeugnis von den. gediegenen Leistungen der Schule und dem harmonischen Zusammenwirken von Lehrern und Schülern unter der bewährten jetzigen Leitung. * * D i e er st en Birnenblüten s.nd auch in diesem Jahre wieder am Spalierobstbaum auf dem Hofe deS Weinhändlers August Schwan am Seltersweg zu sehen. Der betreffende Daum steht allerdings überaus günstig und geschützt , Im Garten des Herrn Schwan ist übrigens auch ein Aprikosenbaum bereits in voller Dlütenpracht. -o- Grün berg, 1. April. Gestern wurde die Tochter einer hiesigen Bürgerfamilie in Untersuchungshaft genommen. ES soll sich, dem Vernehmen nach, um eine versuchte Verleitung zum Meineid handeln. — Der hiesige gemischte Chor gab am Sonntag abend ein sehr zahlreich besuchtes Konzert in der Turnhalle. DaS reichhaltige Programm bestand in Ehorgesängen und Soli, welchen am Schluffe cm gut gegebenes Singspiel »Reisebekanntschaften" (mit Musil von Abt) folgte. Sämtliche Aufführungen erfreuten sich ungeteilten Beifalls. Butzbach, 31. März. Wie die „B. Ztg." nritteilt, wird in den nächsten Tagen mit den Erdarbeiten für die Butzbach-Licher Bahn begonnen. Zu diesem Zwecke sind bereits vereinzelte italienische Arbeiter hier einge- trossen und es werden in den nächsten Tagen noch eine große Anzahl hier erwartet. Ter F-irma Sinn in Gießen ist ein großer Teil dec vergebenen Arbeiten übertragen worden. (?) Selters (Hessen), 30. März. Heute wurde die am 21. Marr erbohrte neue Sool-Ouelle durch den Großh. Cberbcrgrat Tr. CheliuS au5 Darmstadt einer FundeSbesichtigung unterzogen. DaS Spcudel-D^h^loch hat bereits eine ansehnliche Tiefe erreicht und, da der Wasser- auftrieb mit starker Kohlensäureenuvicklung konstant geblieben ist, wird die Arbeit hierfelbst alS beendet anaeicAen. Es soll nunmehr die Arbeit in dem großen Bohrloch auf dem Kirschcnkamp, daS bereits über 80 Meter niedergebrachL war, und wegen FelseinstnrzeS unterbrochen werden mußte- wieder in Angriff genommen werden. Darmstadt, 31. Marz. Seine Königliche Hoheit der Großherzog sind gestern abend in Genua wohlbehalten eingetroffen, werden daselbst biS Donnerstag verweilen und Freitag, 3. April, hier eintreffen. (D. Ztg.) Darmstadt, 30. März. Die Antiduell-Liga hat hier eine Ortsgruppe gegründet, die die Provinz Starkenburg mit umfassen soll. Es ist bereits eine größere Zahl Herren aus den Kreisen der Juristen, Philologen und Aerzte beigetreten. Ten Vorsitz hat Graf Adalbert zu Erbach-Fürstenau übernommen, als dessen Stellvertreter figuriert Dr. med. und Stadtverordneter Kolb-Darmstadt. ycrmifdjtrs. • Berlin, 1. April. Wegen Versuchs des Gatten- mordes wurde in Schöneberg der Photograph Fischer verhaftet. Er gestand ein, daß er feiner Frau längere Zeit Jodkali im Morgenkaffee beibrachte, um sie langsam zu töten. — Tas Blumenrnedium Anna Rothe hat auf die Einlegung der Revision verzichtet. ©eridjtsftuiL W. (Stehen, 31. Mörz. (Strafkammer.) Heute ver» bandelte die Strafkammer in der für Jägerkreise höchst wichtigen Strafsache gegen den in Diensten des Herrn o. Rabenau stehenden Oberförster 9L von Londorf wegen Jagdvergehen. Ter Forstmann war s. Z. vom Schöffengericht Gießen zu einer Gelbslraie von 10 Mark verurteilt worden, weil er ein Reh auf v. Rabenau scheu Jagdgebiet krairk geschoben und bann, nachdem eS über die Grenze gegangen war, seinen Hund von der Leine losmachte, aus die Fährte des Wildes setzte, sodaß das Tier in em sremdeS Jagdgebiet daS Wild verfolgte, würgte und dann au dem Jäger zurück- schleifte. (Wir berichteten s. Z. über die Verhandlung vor^ dem Schössengerlcht) Oberförster N. wiederholte heule vor der Stras- fanuner, was er bei der Verhandlung erster Instanz bereits erklärt hatte, man sei in Jägerkreisen allgemein der Ansicht; daß seine Handlungsweise im vorliegenden Falte legal sei, er stützte sich dabei aus den Artikel 21, Abs. 2 deS Hess. Jagdgesetzes vom Jahre 18ö8, welches vom Reichsgesege in bieiem Punkte nicht ausgehoben sei. Tas was er getan und wie er gehandelt, würde von allen Jägern der Rabenau befolgt und Niemand habe darin bisher em Jagdvergehen erblickt. Tie Strafkammer verkannte nicht, daß im vorliegenden Fall der § 292 des Strafgesetzbuches verletzt ist, und daß daS Heff. Jagdrecht den Angeklagten itraiirei mache, denn der Art. 8 desselben verbiete die Wildfolge oder Jagdiolge. Ter Artikel 21 des Heff. Jagrechtes habe höchstens eine zivil-prozessuale Bedeutung. Es sei dieser Artikel auch nur so zu verstehen: der Hund, aus der Jagd begriffen, alfo im Jageuer, veriotgt auf eigenem Jagdgebiet seines Herrn angeschosjenes Wild über die Grenze. Der Gerichishos kam aber trotzdem zur Freisprechung mt vorliegenden Fall, roeil dem Angeklagten die Rechtswidrigkeit seines Handelns bei Begehung der Tat gefehlt habe. T»e Beweis- ausnahme habe dargetan, daß im oortregenden Fall der gute Gtaube den Jäger beieelt habe. Hierzu komme, daß, besonders in der Rabenau, vielfach die Jäger der irrigen Ansicht seien, es bestehe bei uns in Hessen noch Wildfolge. — Weiter verhandelte die Kammer gegen den noch nicht ganz 17 Jahre alten Metzgerlehrling Karl K. von Birklar, zuletzt beim 'Meister Schneider in Butzbach tätig, wegen Brandstiftungooersuches. Ter Angeklagte ist gelten big. Weil ihn sein Lehrherr wegen einer begangenen Unregelmäßigkeit habe entlassen wollen, habe er bic Absicht gehabt, bemselben einen Schaben zuznsügen. Zu biesem Zweck sei er abends in den Vorraum zum PfeideslaU gegangen und habe dort liegendes Stroh angesteckt, um dadurch den Stall mcderzu- bvennen. Ter Knecht kam gerade dazu, als die Flamme empor- Iböerte, und so konnte zum Glück diese erstickt weiden, wobei der Angeklagte geholfen hat. R. gesteht, noch an demselben Abend von dem Sohn des Meisters eme gehörige Tracht Prügel belouunen zu haben für seine srevelhaste Tat. Ter Gerichtshof bejahte bie Frage, ob der übrigens wegen TiebstahlS mit einem VerwciS schon vor- bestraite junge Bursche die nötige Erkenntnis der Straibarteit seiner Handlung besessen habe und erkannte auf 3 'Monate Gefängnis, dabei strafmildernd berücksichtigend, daß erstens der Angeklagte noch sehr jung ist und zweitens eme schlechte Erziehung bekommen hat. — Teni Sandgriibenbesitzer Theodor Ai. von Schwalheim wird zur Last gelegt, daß er durch Fahrlässigkeit vermöge seines Berufes den Tod eines Aienschen verschuldet habe. Ai. betreibt in der Nähe seiner Heimat die Gewinnung von weißem Sand, wozu ihm eme Sandkaute sogenannter Tagbau und ein unkeriidischer Bau (Schacht von dem Stollen in« Gebirg getrieben worden, zur Verfügung stand. Im Atonal Oktober wurde dem Angeklagten m Gegenwart feiner beiden Arbeiter von dem die Aufsicht führenden Beaniten die weitere Sandgewinming in den unnterirb »scheu Stollen untersagt, weil bas Gebirge bebenkiiche Risse auiioied unb baS Arbeiten unter Tag für bie Arbeiter gefährlich werben konnte. 8 Wochen später gingen bie beiben Arbeiter beS Angeklagten doch wieder in die Stollen, der Letztere kam dazu unö_ ermaünte bie Leute zur Vorsicht, er wies sie zwar an, in ber eanbfaute unb nicht in Sanb zu graben, verhielt sich aber im Uebtigen pahto unb verhuiberte nicht bas Weiterschaffen unter Tag. Hierbei sanb ber ca. 60 jährige Sanbgräber burch Verschütten icinen Tod. «ter Gerichtshof faßte bie Sache um besmillen sehr milbe auf, weil ber um sein Leben gekommene Kühl nicht ganz unverfdiulbet seinen Tob gefunden. Tieseni war bas Verbot des Aufsichtsbeaniieu, die Stollen zu betreten, bekannt, er hat diesem zuwider qehaiidelt. Aber auch der Angeklagte hat sahrläffig gehandelt, weil er unterlassen hat, dem Verbot Geltung zu oerschageir. Er hätte Den schacht als den Eingang zu dem Stollen abjchlteßen konneii unb den Schlüssel zu sich stecken müflcn, dann wäre eS dem Verungiückren nicht möglich gewesen, unter Tag zu arbeiten. ES mußte datier der Angeklagte wegen fahrläffiger Tötung au, f^runb des § 222 deS Str.-G. mit 1 Monat Gefängnis bestraft werden. Der Staatsanwalt hatte im vorliegenden Fall 4 Monate beantragt. PartS, 31. März. Tie Verhandlungen gegen Ehabaneix, den Mörder des Worrnfer Dr. C r 6 c n ft e i n, wurden gestern nachmittaa vor dem Schivurgericht fortgesetzt. Eine Reihe von Zeugeii bestätigte, daß der Angeklagte un Ganzen stets cm zurückgezogenes Leben geführt hat. Aus den Aiis|agcn von zwo Bankbeamten geht klar hervor, daß er jein f lern cd ererbtes unb bei e,ncc Bank deponiertes Kapital nahezu amgebraucht hatte, als er zinn Derbrechen schritt. Eine andere Reihe von Zeugen, zunieist angesehene Pariser Aerzte, welche Lrdenstein seit Jahren a!4 ^rcund mit) Kollegen kannten, schildern daS Privatleben des Ermordeten alS das klarste und am besten geordnete, daS man sich denken tonne. Nach ihren einmütigen Eingaben sind die von Ehabaneir gegen den Ermordeten erhobenen Änschuldigungen ooUftänbig aus Der Lust gegriffen. Der größte Test der Sitzung war ausgelüllt mit der Vernehmung der GerichtSärzte, welche Ehabaneir auf feinen Geisteszustand hin untersuchten unb beobachtet haben. \oic kommen zu bem Schluß, baß Ehabaneix vollkommen zurechnungsfähig ist und sich jetzt burch Simulation von Geistesgestörtheit zu retten versucht. Der Verteidiger des Angeklagten bemühte stcti vergebens, den Sachverständigen da? geringste Zugeständnis cuiev verminderten Zurechnungsfähigkeit herauszuwcken. DaS Schwurgericht verurteilte beuteEhabaneix zu lebenslänglicher Zwangsarbeit. Dem Briider dcS Ermordeten, der 1-rmaitlagc eingelegt batte, um den von Ehabaneix auf sein Opfer geworfenen Verdacht eines unlauteren Lebenswandels zu entkräften, wurde der Form . .'.'ber em ^clbrimcbäoigima zu erkannt. Ziiiirict uuö Verkehr. Vmkvwirlschäst. Berliner Vörfe'vom 31. Mar; 1003. (Alltgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gi^en.) Nachdem Bankaktien sich eme Zeit lang nur immer der allgemeinen Tendenz zo^entb anschloffen, übernahmen dieselben heute plötzlich bie sühreube stell- 102 fiO an Preise. «wil e stets frisch abgefüllt -u haben. 877» Um geneigten Zuspruch bittet 32. 2769 2762 Droste und Herne Au vermieten . 26 16 . 9? 96 . 97 00 . 96 50 . 216.20 . 192.00 . 143.60 . 149.70 . 169 60 . 149 50 . 1425 . 191 00 . 226 00 . 196.20 185.70 2139| Kirchcuplatz 21, 2. Stock, 5-Zimmerwohnung zu vermieten. 181 60 4520 89 40 flnfonq«- . 217 76 . 216.70 . 14290 . 196.00 Prioat-DiSkont 2*/4 Prozent. Dffl. Kredit . . e Firmen. Reelle Bedieuvug. 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Dr. Balser. 104 00 101.00 102 45 10.3 50 50.20 81.70 Schlustkurfe. 218.40 219.62 14330 196.12 186,30 velanntmachung Alle noch rückständigen Rechnungen über die zur Unterhaltung der städtischen Gebäude im RechnungSjahrl902/8 auSgeführten Arbeiten und Lieferungen sind bei Meidung der Nichtberücksichtigung bis längstens den 1. Mai d. I. in doppelter AuSferligung bei unS einzureichen. Gießen, 1. April 1903. Städtische» Hochbauamt. I. V.: Gerbel. 2765 81/, X Oberhewwm . . . 4K Oniterr. Oo’drerte . . 41 t X Oeetorr. Filbcrrenle 4 X ünrar. Ooldrcnte, . . 4•/ Italen Rente . . . 4« Portoriee-n . . , •/ Portnrieeen. « . . . 1X C. Tttrken . . . Tflrkenloee . . . . . 4e/e Oriech. Monopo’ -Anl. 41'. X Mn"e*r* A rg<-nt:nw Flledersträuche n. Kastanien- banm wegzugShalber zu verknusen 2760] Sudan läge 16, IIL ”70—80 ßtr. Sirfrourj billig zu verkaufen >01491 Grunbergerstraste 41. LlkiGklißk Nihk SüDanfflüC 5-Zimmenvhna.rc.p.l.Iuliz.vrm. 22481 Aäb. Südanlage 17, II. 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Die venezolanische Regierung will angeblich den Beweis erbringen, dah Deutschland gewissermas^n den ihm von Castro seinerzeit gemachten Vorwurf verdiene, al» letzterer behauptete, Deutschland schüre dieRevolution in derRe- p u b l i k. ____tl Telephonischer Kursbericht« Frnnktart a. 6., 1. April 18v8 spätestens den 1. Mai d. I«. in doppelter Ausfertigung «»/, Mexikaner . . 4>/,'/- Chineecn Rl-ctric. He^nekort . Nordd Lloyd . , Kreditaktien . . . Diekonto-KommnndiL Darmütldhr Bank . Dresdener Rank . . Bor ;ner Randelriree. Oeotnrr Staatabahn . Lombarden . • • Gotthar i jeiem Alter n.Geschlecht durch neuestes, patentiertes Verfahren. Zeugnisse n. Prospekte frei durch Herrn. Warhur». Frankfurt a. 11- AUerbeiliceeetr. 76. OI4>71 Krühkartoffelu verkaust 3chm-tt, Temel^li-stgärtcheii 26. ’ 0150oj Sim« 8arle«dü«gcr abzugeben Lahnstraße 5. Hochachtungsvoll Carl Peppier Zum neuen Schützcnhof. Grünbcrgerstraße . 186.75 Schluß-Tendenz: fest. Hübsche S.Zimmerwohuuug per 1. 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Der Schriftsteller Marcel V re voll bat die Forderung de« Bruder« seiner früheren Geliebten angenommen. Da« Duell soll heute stattftnden. Dien, 1. April. Abgeordnetenhause stellte der Aba vara in tschechischer Sprock* den Präsidenten zur Rede, warum seine letzte tschechisch gehaltene Anfrage nicht im stenographischen Sitzungsbericht enthalten fei. Er erging sich in heftigen Au-sällen und wurde von den übrv nm radikalen Dsckiechen im Schimpfen und Schreien unterstützt. Der Alldeutsche Iro rief den Tschechen zu: Der böhmische Löwe hat die Hundswut bekommen. Die Dsche. erwiderten: Ihr seid auch nur Regierung«- Sklaven. Der Lärm dauerte minutenlang, dann aut- wartete der Unterrichtsminister auf eine Anfrage der llhristlich^ozialen, daß er der Verwaltung der Bauern- seld-Stiftung nick)t al« Staatsmann, sondern a4« V^oat- mann angchöre Bei der Verleihung des Vouernfeldpretses an Arthur Schnitzler sei nicht der Taufschein, son- dern nur die literarische Leistung maßgebe^id gewesen. Po- (itifefteu Richtungen müsie die Stiftung ihr Ohr verschließen Belgrad, 1. April. Die Albanesen befinden stch in Hellem Aufruhr. 5000 überfielen die Ortschaft Dut- schitrn und brachten 11 christliche landarmen nach Prtsch- tina, während sie Dutschitrn belagert hielten. <$U\Ay zeitig übersielen 8000 Albanesen M itrovitza, belagerten bte Stadt und begannen sie zu beschießen. Auf energisches Einschreiten des rusiischen Konsuls wurde die Garnison alarmiert 12 000 Mann rückten mit 4 Kanonen gegen die aufrührerischen Albanesen, die nach vierstündigem Dampf vertrieben wurden. Versteigerung. Donnerstag den 2. April 6.3., nachmittags 2 Uhr werben im Bieker'fchen Saale — Neustadt 55 — versteigert: 1 große Partie Mützen, als Steppballon-, Winker-, Vrinz Heinnch-, Sport- und Mädchenmützen, 112 bessere Mützen, 6 Forstmützen. 50 Knabenhüte, 1 Partie Tnchstofle in schwarz, Eskimo, hellblau, gelb, blau, violett, grün il a., 1 Partie Pelzwareu als: 175 Schweife, 14 Katzenfelle, 6 blaue Kanin- tefie, 41 VoaS in braun und schwarz, 20 Glühstrümpfe, zwei Fußkorbleder u. a. m. Die Versteigerung findet be- stiulmt statt. 2726 Geißler, GenckkSvollzteher Geschäfts-Uebernahme. Mit Gegenwärtigem beehre ich mich, allen Freunden »md Bekannten in Gießenund der Umgegend, sowie meiner werten Nachbarfchast die ergebene Mtttetlung zu machen, daß ich bte fett Jahren bestehende Rcstaiililtioii M neuen Wtzkchs 32 Grünbcrgerstratze 32 vom 1. April d. I. ab übernommen habe. __ . ES wird mein eckrigeS Bestreben sein, mtr daS Wohlwollen und Vertrauen setkenS meiner Kundschaft zt. erhalten zu suchen durch Verabreichung nur guter, kalter «»d warmer Speife« und Getränke zu jeder TageSzeit, sowte AuSschank etneS vorzüglichen Hellen Viere# au« Dem (Siebener Brauhaus von Ad. Tenninghoff, prima Qualität, nebst reiugehalleneu Weine« erster llrurltc itirlüHimciL vriginaldrahtmeldungen des Gießener Anzeiger». Darmstadt, 1. April (Orifl.-IeL de« „Greß. Anz.") In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer kam e« bei der fortgesetzten Beratung über die Wahl deS Abg Orb zu lebhaften Auftritten. Tie Wahl wurde schließlich mit allen gegen 10 Stimmen — die der Sozialdemokraten und Freisinnigen — für unailtig erklärt. Noch lebhafter wurde der Streit betreffs der Dahl des Abg. Hirschel. Hier konnte Abg. Dr. Schmitt den von sozialdemokratischer Seite in aller Form versuchten „Kuhhandel" nachweisen, und Abg. Boer bestätigte denselben. Die Wahl Hirsches« wurde schließlich mit allen gegen 6 Stimmen für gilttg erklär! Ferner wurden für gütig erklärt bie Dahlen der Abgg. Stöpler, Weidner und Dr. Frenay. Darauf trat ba« hauS seine Osterferien an. Kiel, 1. April. Die Kaiserin wird an der bevor- Rochum . Harponor Tendant: mhlp. 26.36i In meinem hause Tteiu- firaße 17 ist der L Lrock, 5 große SimmcT, Küche, Älansarden- z.mmer, Bodenkammer, 2 Kellerräume roea;ua«halber Wort oder 'paier zu Dermieter. Alb er i S» abärger. Bahnholstrasse 8 schöne S-Zimmerwohmmg mit allem Zubehör per ioion zu ver- uneren. >23271 S». ftltnkel. 434L' 3»Ai««er «Woh«nug nut Lallerlermng an ruhige Leute zu vermieten Schloßgasse 15. niod.lstndenplatz3.Zigarreiigcsch. gut erhalten, ♦ flgrtonS, Abschnitt ♦ ▲ zu verkaufen. 12758 ♦ Kikßkll. SdjnlflraSf 6. J 1531 Familien-Wohnung im 2. Stock mit allem Zubchör zu vermieten. Asterweg 6. _______Nähere« «sterweg 2. 165] 2 schön geleg. Zimmer u. Küche an alleinstehend. Herrn ob. Tarne ob. kinderl. 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Tie Tetachierunq der Twidendendenscheine, auf die wir biet schon de« öfteren binroielen, sowie der allgeme ne regere Verkehr im Effektenmarkt veranlaßte bte Spekulation, thr Augenmerk den Bankaktien zuzuwendetr. Tie Umsätze waren recht lebbnlt und KurSavancen entsprechend. Ter Montanmarkt behielt auch heute unentwegt feste Stimmung; im Vordergründe de« Interesse« standen Konsolidation, welche trotz bereit« hoher Anfang-notiz im weiteren Verlauf noch um 6 pEt. anzogen; von sonstigen Roblen- roerten besonder« Hibernia und Gelsenkirchen bevorzttgt, Eilenwerte ebenfall« in anbaltenb guter Tendenz. Kanada trotz matter Newyorker Kurse gut behauptet. Von Bahnen waren heute Iran- Csen, angeblich auf günstigen Stand der VerktaatlichtingS-DerHand- ngen, im Kurie anziehend, während für sonstige Bahnen sich bei «weraaderten Kursen wenig Interesse zeigen. Versteigerung. Mittwoch de« 8. April d. 3-, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Pfandlokal SelterSweg 11 gegen Barzahlung: 1 Wagen, 1 B,Nard, SofaS, Kommoden, Slewerlchranke, Sptegel, 1 Parlle Schwamme u. a. m. 12747 Gießen, den 31. März 1903. Johann, Gr. Pfandmeister. Versteigerung. Donnerstag den 2. d. MtS., «achmittagS 3 Uhr, sollen da- hier im Löwen, Neuenweg 28 j. Haus-n.KüchengeräteallerNrt, 2. 1 Deumalwage und 6 Ktsten Nudeln, . c, 3. eine größere Partie «chuh- waren, 4. 30 Blumenkörbe, 5. 1 Nähmaschine und v. andere zwangsweise gegen bar versteigen werden. „ L01508 Gießen, 1. April 1903. Lcipel, GerichtSvollzteher.^ Stöbt. Schlachthaus. Rrcibant. Heute n»d morgen: 2768 Slitüfirihk ;'i6 Pst. StzNkiükßkisäl 54 Pst- Schöne gerä«mige4.Ztmmer- Wohnungen mit allem Zubehör, Kloselspülung, per 1. Just euentL früher ,In Löber« Hof, Neubau, zu oemueten. Näheres bei |2434 (6g, Vellof, Neuenbäue 7. 2544] Klelncre schöne 5-Zimmer- wohnung in freier Lage per 1. Juli zu vermieten. 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Sämtliche besseren Kolonlalwaaren, Delikatessen, Konserven, Südfrüchte, Weine, Kognaks und Moussenx etc. etcwie dieselben im Hause A. & G. Wallenfels geführt wurden, habe ich mir neu zugelegt, nnd werde ich stets bestrebt sein, meine werte Kundschalt in jeder Hinsicht vorteilhaft zu bedienen. Hierdurch teile ergebenst mit, dass ich mein seit 1829 bestehendes Xoloiiialwaargfl-, EandcsproduHtcc- vnd Butter-Geschäft mit dem heutigen Tage an Herrn August Wallenfels, hier, (ohne Aktiven und Passiven) käuflich abgetreten habe. Für das mir geschenkte Wohlwollen meinen verbindlichsten Dank sagend, bitte dasselbe auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen und zeichne Hochachtungsvoll Hochachtungsvoll 2777 August IWallenf eis. ai *7!' Die Beerdigung findet Freitag den 8. April, vormitttagS II Uhr, von den neuen Kl unten aus flott MWWWWWWW Todes-Anzeige. Hiermit die traurige Nachricht, daß unser lieber Vater, Onkel, Bruder, Schwager, Schwigervater und Großvater Johannes Muhl, Friseur heute nacht nach kurzem, schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernde» Hinterbliebenen. Gießen, den 1. April 1903. 2780 01397] Eine 2-Zimmerwohng. mit Küche an tt ruhige Familie sofort zu penn. Brandgasfe 8. I In der MillklMsAIe (Dtezstraße 15) ist der mittlere Stock, 5 Zimmer mit Mansarde iunb sonstigem Zubehör in Keller nnd Speicher, neu zu vermieten vom L Juli d. Js. an, oder sauf Wunsch aucb früher. Anträgen erbeten in der Klemkinder- Ichule selbst bei den Schwestern oder bei dem Unterzeichneten. Der Vorstand H. Kleinkinder-Bewahranstalt. I______Dr. Naumann. (2621 ! 2269] In miserein Vteubau am !Branbplatz sind schöne 5-flünmer- wohnnngen mit Bad und Erker [Unb allen der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen zu vermieten. Näh, Birkcustock * Schneider. 185] 2 Wohnungen, Parterre imb 2 Treppen, je 6—7 Zumner, Wassert, Gas- u. eleftr. 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