Mittwoch I.NPrttlyog 153. Jahrgang Erstes Blatt ihnbr^'iML ache vom 1. Aprü au. (früfjtt Nr. 8). [W VS tHnefle tüt Deoelchen: Vnjetger (Bleien. ^rni1prrio«r1.-V>ich- u Stein- brudt trHiiittld) Erden) Redaktion, Erveduw» und Druckerei: alle- andere als dies Vertrauen überflüssig erschien. In der Mutter vereinigte sich kalte Verstandesklath.it mii einer gewissen Schwärmerei, die in dec Verehrung Swedenborgs, der Seherin von Preoorst, Jusiinus Kerners u,w. zu tage trat; ZschokleS „Stunden der Andacht" waren ein Lieblingsbuch von ihr. ES war, kann man sagen, die Ltmospl-are gemäßigter AufNärung und durchaus individueller Gefühls- (ntcht Dogmen-) Re- ligion, die im Hause Bismarck herrschte, und eine im strengen Sinne christlicl-e Erziehung erhielt Jung-Otto nicht." Der Sohn ging aber, von Kind auf zu „ganzer Arbeit" neigend, sehr bald in diesem Punkte über die Ideen der Eltern weit hinauS; er schlug eine pantheistische Richtung ein und stand der Bibel und dem Ehristeiltum seinem eigenen Bekenntnis nach mit gänzlichem Unglauben gegenüber, worüber die Mutter oft erschrocken und zornig war. In dieser Richtung ging seine geistige Entwicklung auch in den Jahren des Studcnl.n- uub des beginnenden Beamtenledens weiter. Selbst im Strudel der Studenten- jahre, im Taumel der gesellschaftliche Unterhaltungen traten ihm die Gedanken an den Sinn de- Lebens und an die Ewigkeit nahe: dann waren es die Philosophen, bei denen er Antwort auf die anstücmciiden Fragen suchte, die Philosophen des Altertums, Hegel und vor aliem Spinoza, dessen „anscheinend machematis--e Klarheit" ihn bescledigie. Cs folgten die Jahre in stnicphof, schwere Jahre der Me- lancholle, der Unbcsriediglheit, des Irrens, Suchens, Verzweifelns. TamalS entfernte er sich noch weiter von der Religion. Strauß, Feuerbach, Bruno Bauer bildeten seine Lektüre, und es stellte sich bei ihm fest, ,chaß Gott dem Menschen die Möglichkeit der Erkenntn.s versagt hab-". Tas ist der negative Pol in DiSmarcks religiöser Entwirre- lung und er gesteht, in dieser Periode mana-e Stunde trostloser Niedergeschlagenheit mit dem Gedank.n zugebcacht zu habe», b*6 sein uns linderer Menschen Verein zweckll)- und unersprießlich sei. . Awei Pcrfönlichtciten h»iöen dann in brfer ernsten Zeit auf Bismarck einen bedeutsamen Einfluß in religiösen Dingen ausgeübt. Die eine war jein Freund Moritz von Blankenburg. In ihm trat Bismarck ein Mann entgegen, der sich das ganz und rein bewahrt hatte, was er verloren hotte: den Glauben, und der diesen Glauben mit Kraft und Liebe vertrat. Durch Blankenburg wurde er ferner mit einem ganzen Kreise von Menschen bekannt, die in diesem Geiste schlichter Gläubigkeit lebten; und es ist bezeichnend, daß es diesem Manne der Tat vor allem in- Äuge fiel, daß die Angehörigen dieses Kreise- in ihren äußeren Werken fa^t durchgehends Vorbilder dessen waren, was er zu sein wünschte. Jetzt begann in Bismarck Zweifel mit Zweifel zu ringen; der Zweifel an der Macht deS Verstandes in Dingen deS Glaubens mit dem religiösen Zweifel; er lieh sich dazu bestimmen, „konsequenter und mit ent* schiedener Gcsangenhaltuiig einstweilen des eigenen Urteils in der Schrift zu lesen", und es geschah unter dem Trucke schwerer innerer Erlebnisse, daß er in diesen Tagen zum ersten Male wieder persönliche lebendiae Fühlung mit Gott und damit zugleich ein Vertrauen und cuien Lebensmut fand, wie er ihn lange nicht mehr empfunden hatte. Lrenige Monate später trat durch Bismaras Verlobung mit Johanna v. Puttkamer die Persönlichkeit in sein Leben, die auf seine religiöse Entwicklung den tiefsten Einfluß geübt hat. Johanna v. Puttkamer war in einem tiefen religiösen und ;ircng choijllichcn Geiste ausgewachsen, und die Tif ercnz der rel.giosen eci-schauungen, bie zwischen ihr -und L-smarck bcs.ano, hat eS ihr eine zeitlang selbst zweifelhaft gcmaa-t, ob sie feine Werbung annehmen solle (Brief Bismarck- vom 7. Februar 47). AlS sich die beiden aber zum Bunde fürs Leben miteinander versprochen hatten, da gingen sie Daran, ihre Ge sanken über die Religion mündlill) und schriftlich auszutauschen und auszugleichen; und bei diesem Austausche haben beide gewonnen. Tie reine, stille und starte Giäubigleit seiner Staut hat auf Bv-marck beruh.g. id und festigend gewirkt und den Vorgang feiner religwsen Genesung beschleunigt. Aber so zart- linnig er es Dt^nueö, j.e zu Siauoensregungen, wie sie gerade in ihm arbeiteten, -inüberzuziehen, so machte er notwendig sei. Es luge nicht die geringste Gefahr vor, wenn die Kammer den Antrag einfach fallen lasle. Abg. Weidner bringt noch einige Bedenken vor, worauf nach weiteren kurzen Bemerkungen der Abgg. Braun, Haas-Tarmstadt und Köhler daS Hous dem Beschluß der ersten Kammer auf Ablehnung deS Antrags Köhler beitritt. ES folgen nunnnhc Wahlprüfungen. Auf Antrag des Ausichupberichter,.atters Abg. Pennrich wird zunächst über die Wohl des Abg. U l r i ch-Lfjenbach verhandelt, da es sich hier nm bie Grundsätze für Die prinzipielle Frage hinsichtlich des doppelten «Ltaalsbürgerrechts handelt, bie auch bei ben übrigen Wahlen wiede i kehrt. Die Wohl bes Abg. Ulrich ivirb barauf ohne Debatte einstimmig für giltig erNärt. lieber bie Wahl bet Abgg. Säng unb Langenbach in Darm stabt berietet Abg. Pennrich; er gibt bie Ausfchuß- anträge bekannt unb macht Mitteilung von noch weiteren Durch bie Behörde festgepellten ungiltigen Abstimmungen. Tie Wohl wird daraus den Ausschußoiiträgen entsprechend e i n ft i in m i fl für ungiltig erklärt. (Die beiden Abgeordneten hatten bei Beginn der Besprechung über bie Wahl bas Haus verlassen." Tas Haus erlla.t jubann nach ben AuSschußonträgen die Wahl der Abgg. Dr. David und HaaS-Mainz in der Provinzialhuuptstadt Mainz einstimmig für giltig, ebenso die Wahl deS Abg. Tamm-Friedberg. Bei der Wahl des Abg. Tr. Heiden reich (2Batt>- Michelbach-Fürth) beantragt Abg. Bähr namens der AnS- Ichußmehrhcit Ungiltigkeitserklucung, wahrend Abg. Erk namens der Minderheit beantragt, die Wohl für giltig zu erklären, do die vorgekommenen Unregelmäßigkeiten in Birkenau das Wahlergebnis selber nicht altcrieten könnten. Die Kammer lehnt den Antrag der AusschußmehrheU ab und genehmigt mit erheblicher Mehrheit den Antrag der Ausschußminderheit auf Giltigkeitserkläcung der Wahl. Für die Giltigkeit stimmten die Nationalliberalen, das Zentrum und ein Teil der obechejsischen Abgeordneten, dagegen bie Sozialbemokcaten, bie Feeisinniaen, Abg. Pennrich unb mehrere Oberhefsen unb Parteilose. Weiter wird ohne Debatte bie Wahl bes Abg. Rau (Dieburg-Gr oß-Umsiadt) unb bes Abg. Sen ßselder ^Darmsiaoi-Geoß-Gerau) für giltig erklärt. Bei ber Wohl bes Abg. C r b (Esfenbach-Seligenstadt) kam es zu einer sehr lebhaften Debatte. Abg. Erk beantragt namens ber Ausfchußmehrheit bie Giltigkeitserkläcung ber Wahl, Abg. Pennrich namens der Minderheit die Ungiltigieitserttärung. Nachdem Abg. Erk bie Glünbe, welche bie Mehrheit zu ihrem Antrag bewogen haben, bes näheren bargelegt, wendet sich Abg. Ulrich in ziemlicher Erregung gegen bie AuS- schußmmderheit. Er betont dabei, dag unter den Parteien bezüglich der Wahl des Abg. Dr. Heidenreich und des Aba. Orb ein „bircliec Kuhhandel" getrieben worden sei. AIS Redner das Wort „Kuhhandel" bann noch in verschiedenen Variationen wieberholt halte, würbe er vom Präsidenten auf das Ungehörige dieses Ausdrucks hingewiesen, worauf er entgegnete: „Nun gut, dann werbe ich nicht mehr von Kuhhandel, sonbern von Pferbehanbel sprechen"." Der Präsident bezeichnet bie,e Antwort als zum minbesten ^unhöflich". Ter LEdner führt bann weiter aus, baß ein .Hanbel" stattgefundcn habe, sei burch ben ganzen Verlauf Der Sache im Ausschuß erwiesen. Bei ber Wahl des Abg. Dr. Heidenreich feien direkte Gesetzesverletzungen borge- kommen, und doch habe man sie für giltig erttärt. Dasei ein geradezu unerhörtes Vorkommen, daS er öffentlich jeslnagcln wolle. Werde die Wahl des Abg. Orb für un- gierung erteilten Antwort auf die Anfrage fei es h nicht angängig, in eine eiugeh-.ndere Erörterung der Si tinAuiccicn, da sich dieselbe üi einem gewissen Uebergangs- stadium besinde. Er behalte sich deshalb vor, im nächsten Winter näher auf bie Angelegenheit zurücktzukommen. Abg. Langenbach bemerkt, daß er sich im Auftrag 6er Darmstädter Haiidelrlammer ebenfalls mit ber Sache beschäftigt habe. Rebner rügt bann bie mangelhafte Sick)er- heitsvorrichtungen für bie von ben Interessenten hinter- Icßtcn TepotS m Darmstabt. Im hiesigen Zollamt sei bie Aufbewahrung ber Depots so unzulänglich, baß es für einen geiviegten Eiiibrecher eine Leichtigkeit sein würbe, sich in ben Besitz derselben zu bringen. Tie Regierung möge doch dafür Sorge tragen, daß diese Depots an einem sicheren Cne ausbewahrt werden, vielleicht bei der Dank für Handel rnort der Regierung auf bie Anfrage erscheine ihm etwas kühl, sie beruhe auch aus ungünstigen Voraussetzungen. Tie jetzigen Lehrkräfte hätten vielfach eine ganz ungenügende Vorbildung. Man verlange keineswegs, daß für den Fortbildungsunterricht ganz besondere Kräfte herangezogen werden sollen, es seien auch akademisch gebildete Kräfte bei den Realschulen genug vorhanden. Die Regieruilg möge nicht nur die Wünsche der Handelskammern, sondern auch die des Hauses in dieser Frage berücksichtigen. Staatsminister Rothe giebt kurz die Eiklärung ab. die Regierung werde bie hier gegebenen Anregungen in nähere Erwägung ziehen. Abg. Reinhart fuhrt aus: Die weitere Entivickclung der kaufmännischen Fortbildungsschulen in Hessen unb ben anberen beutschen Bundesstaaten sei nid)l in dem Maße fortgeschritten, als es vom Kansmannsstande im allgemeinen hätte erwartet werden können. Die Schuld daran liege wohl auch mit an der nicht genügenden Organisation des deutschen Koufmannsstandes. In den deutscl>enPariamenten sei dieser wichtige Berufsstand seither nicht seiner Bedeut- ung entsprechend vertreten gewesen, er h^ibe deshalb auch nicht den »hm gebührenden Ein,luß aus die Gesetzgebung nehmen können. ES gebe wohl kausmännische Organisationen, aber keine Zentralisation. Der preußische Handelsminister Möller habe kürzlich mit Recht auf biejen Mangel hingewiesen. Erft seit 2 Jahren habe man in Hessen bk kaufmännischen tzortbilbungsschulen mit 12000 Mk. Zuschuß unterstützt, während für die landwirtschaftlichen schulen so große Summen ausgegeben würden. Er h-'sse, daß sich die Regierung ben in ber Anfrage gegebenen Anregungen sympathisch gegenüber stellen werde. Abg. Wolf (Hess. Sp.) legt [eine Erfahrungen bar, die er mit der mangctbasten Berufsausbildung von Kaufleuten aemacht k^ibe. Er Halle eine Verböserung derselben ebenfalls für sehr iwtwenbig. Damit ist bie Desprechuna der Anfrage erlediat. Cs kommt nun die Rückäußerung der ersten Kammer über den Art. 6 des Schlachtvieh- und Fleischbesck-augesetzes zur Be- ratung. Tie erste Kammer hat den hierzu vom Abg. Köhler gestellten Antrag (wonach in erster Lime statt des Kreis- rates der Kreisausschuß darüber entscheiden solle, ob in Landgemeinden Einrichtungen in betreff der Taugllchmari)- ukig von bedingt für tauglich erklärtes Fleisch zu treffen seien) einstimmig übgelehiit. Ter Ausschußberichterstatter Abg. Seelinger empfiehlt jetzt die Zustimmung zu diesem Beschluß der ersten Krunmer. Abg. Köhler führt Beschwerde darüber, dag nach dem Bericht des „Gießener Anzeigers" die Miiiisterialiäte Weber und Braun seinen Antraa als der Landwirtschaft schädlich bezeichnet und versucht hätten, ihn ,^.nzuschwärzen". Es sei ihm auch vorgcworfen worden, daß er den Artikel nlcht gelesen oder ihn mißverstmiden habe. Er habe das Ge-setz sehr wohl gelesen un> vielleicht mehr daraus entnommen, als den Herren lieb sei. Ministerialrat Weber rechtfertigt seine Aeuß?rungen in der ersten Kammer und weist nach, daß Herr Kobler den Ausschußbericht falsch verstanden habe. Redner bespricht dann nochmals die Folgen, die der Antrag ^böhler für die Landgemeiuden zeitigen würde. Tie Regierung sei gewillt, in der Frage nur das rein örtliche Beoücfnis maßgebend sein zu lassen. Sie habe deshalb auch bereits Vorsorge ge- trossen, daß die kreisämtrr von der Bcstimmung, zwangsweise keinen Gebrauch machen sollten, solidem nur, wenn von der Gemeinde selber der Antrag dazu gestellt werde. Abg. Haas-Tarmstadt ist der Meinung, daß der Schutz, ben ber Antrag Köhler einsühren wolle, gar nicht oj. pinn ge|. |27U LMiil)n, tclurtivi'i 36, teueres AiabchH eines pfliisiMä faplaiisflniit U ■ll* b niues für ÜNiuV.^roQiibdiiirt. iesuciit für ««“Ä !,r Cn. m>l D. . ilnfleboie ui'Y111 yrpeöltUHt_PL£----- Y^mÄgclawild jiien. * ü-yp. »l^a^.,r4idrO°n Aismarck unö die Aeligio«. Zum 1. April. Bon Robert Berndt. Man kennt einen arvßen Mann nicht, so lange man nicht über sein Derhülmis zur Religion im Klaren tfL Stellung er auch zu ihr einnehmen mag, s foieX sich darin nicht aNrin seine Larsteilungen aber die letzten Fragen des M-nschenda,-^. sondern -ach bie Art, wie er biefe Vorstellungen jur bas nutzbar macht unh sie darauf überträgt. Blsniarck war im höchsten Grade praktischer Mensch nicht un Zinne eines amerilautschen „man of bu)iiUB , sondern in der eigentlid)en Bedeutung deS snechi,d-en Wortes Praxis", insofern eS ihn stets drängte, ,eme Per,önlich^ leit in der Tat und durch sie darzustellen. Dennach ist and) ihm nicht der peinvolle und dustere Dag durch das Labyrinth des Zweifels und der Spekulation er,part ge- blieben und erst im Mannesalter ^it er em gc>ichcrtrS und klares Verhältnis zur Religion gefunden, ^.ann aber ist es besonders interessant und für BiSmarcks Perfon- l dckeit bezeichnend, wie er die |O gewonnenen religiOjcn Anschauungen mit feinem sich schnell verbreiternden und vertiefenden öffentlichen Dirken in lebendige Dezich- ungen zu fetzen weih, wie sein Geist, vor allem die reli- aiöien ^bcen weiter ausbaut, die feine polttische Tatig- keit zu ^stutzen und zu nähren geeignet sind, und wie „ Leben und Religion vecemt cnUvickelnd und sie an- -inand-r prüfend, zu immer reiferen und ein faseren Ausfassungen g.langt Diese Seite semeS GeisteslebrnS ist eÄ neuerdings in helleres Licht getreten, seitdem der Briefwechsel mit seiner Braut und Gattm bekannt ge- toX>C®kberP Bi>m«iÄ «ater noch Jeine «uttet Äatten, nach der Darst-lluna de» Sohnes den ^istlichen Äauben "firettacn Sinne des Wortes. Der Vater, sagt Bismarck, so auf ©otteS Siebe und Barmherzigkeit, daß ihm unb Jnbustrie. ,, Ministerialrat Becker führt au», daß eine nähere Re- aelung ber Angelegenheit bis zum nächsten Herbst zu erwarten fei. Taß bie Räume für bie Aufbewahrung ber Depots in Darmstadt ungenügenbe seien, gebe er zu, ba- aeucn habe die Bürgernieisterei in Mainz auf regierungs- fcüifle Anfrage ecwibert, daß die für die AufbewahruiigS- räume getrossenen SicheiheitSmaßnahmen allenBorjchrif.en auf Schutz gegen Feuer unb Tiebstabl entsprächen. Tie Regierung habe sich übrigens vor vier Wod)cn an bie Stadt- Verwaltungen von Tarmsladt und DormS gewandt, wo die Berhällnisie ebenfalls sehr ungünstig lagen, und dieselben ersucht, daß sie daraus bebadyt sein möck-ien bauliche Ver- änberungen zu treffen, burch welche bre Sid-erh.it der Hinterlegungen mehr als bisher gewahrleisttt wird. Bei Besprechung der Ansrage der Abgg. Langend ach u. Gen., ben kaufmännischen Fv r t b i l b u n g s- unterricht betr., macht Abg. Langenbach längere Aus- führungen im Sinne seiner Anfrage, bie vom Abg. Sang ^^AbgOÄ meint, eL sei für den KüufmannSstaud büchst widitig, daß an den kaufmänmsd-en Fortbildungs-- chulen nur solche Lehrkräfte angcfUllt wurden, bie auck Le Grwälir bafur böten, daß der junge Mann wirklich zum prak.ischen Kaufmann herangebildet werde. Die Ant- i gesunde (Immen iradjt suchen Stellung. >ei sfrauMierShauser, ^liinbfililirüEe. jzili) ÄjWMki ’ann u. qutt jrufliufie 1)1 balbifiit KieUuna. 48 an die 0Ü ______ _ _ _ Bezugspreis: monail>ch7bPk^vienrl« GletzenerAnzeigerW W General-Anzeiger » Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WM nkum Hainichen . d Elektro^ tot» Propt frei suu.il Ulxroutoinhl Im Anschluß an dieses Referat haben wir folgendes 311 bemerken: Der Herr Abg. Köhler-LangSdorf hat ge,lern, wie bereits in der Sitzung am 27. Februar, den Gießener Anzeiger in der Stammet zur Sprache gebracht. Am 27. Februar beklagte er sich laut dem uns vorliegenden amtlichen Stenogramm darüber, daß die Redaktion des Gieß. Anz. eine in der bei ihm bekannten — sagen wir: originellen — Tonart geschriebene Erwiderung auf Ausführiingen eines anderen hiesigen Blattes abgelehnt hatte. Der Mehrheit der Kammer dürfte eine derartige Angelegenheit höchst gleichgiltig erscheinen und durchaus unwert zur parlamentarischen Behandlung, und auch wir würden jene Köhler'schen Ausfälle unbeachtet gelaßen haben, wenn nicht seine gestrigen Ausführungen in der Kammer unS belehrten, daß Herr K. seine Angriffe gegen uns sich zum Sport gemacht hat. Jene von uns abgelehnte Erwiderung wimmelte nicht allein von schweren Injurien, sondern behandelte eine Angelegenheit, der wir durchaus fernstanden und deren Austragung auf einem ganz anderen Felde sich abspielte, und eS dürfte Herrn Abgeord. K. längst bekannt sein, daß die gesamte deutsche Preffe, soweit sie etwas auf sich hält, von anderen Blättern begonnene persönliche Streitigkeiten unbeachtet läßt. Herr Abg. Köhler hat den von uns abge-- lehnten Artikel, der sich auf Dinge bezog, die unserem Leserkreise zum weitaus größten Telle völlig unbe/annt waren, alsdann in der ihm nahestehenden »Volksmacht" veröffentlicht und der Abg. Dr. David hat in der Zweiten Kammer einige der markantesten Stellen daraus vorgelesen und unseren Parlamentariern damit ein amüsantes halbes Stündlein bereitet. Heute nun schreibt uns unser Landtags- Referent: Herr Abg. Köhler hat seinem so unverständlichen als unberechtigten Groll gegen mich wieder in seiner bekannten drastischen Weise Ausdruck gegeben, indem er seinen Zweifel darüber aussprach, ob »der da oben" auf der Journalistentribüne nicht »wieder etwas Unrichtiges" im »Gieß. Anz." gebracht habe. 9lun hat Herr Ministerialrat Becker in seiner Antwort ja keinen Zweifel darüber gelaßen, daß die in meinem Bericht über die Sitzung der Ersten Kammer vom Samstag mitgeteilten Bemerkungen tatsächlich gefallen sind. Es lag somit für Herrn Kähler »da unten" kein Grund vor, mich in der geschilderten Weise zu apostrophieren und die Aufmerksamkeit des Hauses auf meine bescheidene Person zu lenken. Das entspricht nicht den bisher üblichen parlamentarischen Gepflogenheiten. grltig erklärt, so werde dadurch ein gewisses Odium auf die Lammermehrheit geworfen, das er bedauern müsse. Abg. v. Brentano bemerkt, es sei ja zweifellos, daß bei der Wahl des Abg. Tr. Heidenreich Verstöße vorgekommen seien, aber dieselben seien doch nicht von maßgebendem Einfluß auf die Wahl selbst gewesen. Bei der Wahlmännerwahl in Birkenau habe es sich um eine absichtliche flagrante Gesetzesverletzung gehandelt, während bei Der Wabl des Abg. Dr. Heidenreich doch nur ein Irrtum vorlag, der nicht besonders schwer ins Gewicht fallen kann. Aus Diesem Grunde habe die Minderheit des Ausschusses geglaubt, der Wahl des Aba. Dr. Heidenreich zusammen. Die Wahl des Abg. Orb aber ablehnen zu sollen. Den Freisinnigen müsse er das Kompliment machen, daß sie sich bei der Darmstädter Wahl von rein sachlichen Gesichtspunkten und nicht von Parteirucksichten haben leiten lassen. Er hoffe, daß die Parteien auch bei dieser Wahl so handeln würden. Abg. Dr. David geht im Sinne Ulrichs auf die beiden Wahlen näher ein und sucht darzutun, daß die Gesetzes- Verletzungen bei der Wahl des Abg. Heidenreich viel größer waren, als bei der Wahl des Abg. Orb. Nach weiteren Bemerkungen der Abg. Schlenger und Weidner legt Abg. Pennrichin sehr ausführlicher Weise den Standpuntt der Ausschußminderheit dar. Alsdann wird um Vr2 Uhr die Debatte abgebrochen. Nächste Sitzung morgen vormittag 9 Uhr. Im Preußischen Abgeoiduetenhause wurde am Dienstag zunächst der Gesetzentwurf betreffend die Bewilligung werterer Staatsmittel zur Verbesserung der W 0 h n u n g s v e r h ä l t n i s s e von Arbeitern, die in staatlichen Betrieben beschäftigt sind, und von gering besoldeten Staatsbeamten debattelvs in dritter Lesung angenommen. Sodann wurde der Entwurf betr. eines Ausgleichsfonds für die Eisenbahnverwaltung unverändert in dritter Lesung erledigt. Hierauf folgte die Beratung des Antrags Langerhans (Frs. Vp.) betr. Einführung der fakultativen Feuerbestatt- doch ihr gegenüber aus dem freieren Standpunkte, auf den ihn feine größere Geisteskraft, seine tiefere Bildung und seine reichere Lebenserfahrung hoben, kein Hehl. Er sagte ihr offen, er könne nid>t alles annehmen, was in der Bibel geschrieben stehe, weil es doch immer nur Menschen feien, Die Gottes Wort darin überliefert hätten; und er wandte sich mit Festigkeit gegen den auch von Lothar Bucher bezeugten „herrnhutischen" Geist, von dem Johanna nicht ganz frei war. So warnte er sie vor der religiösen Tränenseligteit, zu der sie und Moritz Blankenburg ganz im Geiste des Pietismus „einander aufregten"; und als sie einmal erkrankte und der Vater in frommem Vertrauen auf GotteS Beistand Arzt und Arznei ablehnte, da rügte er dies Verhalten in ernsten Worten al5 unverantwortlich „Gottes Hilfe entscheidet allerdings", sagte er, „aber gerade er hat uns den Arzt und die Arznei gegeben, damit durch sie unS feine Hilfe zukomme, und diese in der Gestalt ab- iehnen, heißt ihn versuchen." BiSmarck fühlte sich freudig und frei in feinem wiedererrungenen Glauben, aber eS war ein männlicher, kraftvoller, großgesinnter Glaube, dessen er bedurfte, und diese Größe der Auffassung, die er gegenüber der in engerem @ei|te erzogenen Braut geltend machte, trat mit besonderem Nachdruck in der schönen Mahnung, die er im Februar 1847 an sie richtete, hervor: „Wie habt Ihr dou- meist so wenig Vertrauen in Euern Glauben, und wickelt ihn sorgfältig in die Baumwolle der Abgc- fchlossenhcrt, damit km Luftzug der Welt ihn erkälte, andere aber sich an Euch ärgern und Euch für Leute auS- kchreien, die sich zu heilig dünken, um von Zöllnern re. berührt zu werden." Sv trat Bi Sm ar ct inS öffentliche Leben hinaus als ein gefestigter Mann, der unter flaueren Stampfen seinen religiösen Standpunkt gefunden hatte Nicht nach äußeren Einflüssen oder Vorteilen hatte er dabei geschielt — c» war ein Liefet Lebensbedürfnis, dem er dabei nachgab. Erst nng. Derselbe wurde nack längerer Debatte, in welcher ein Regierungövertreter zum Anträge sprach, gegen Die Stimmen der Freisinnigen, Nationalliberalen und Frei- konservativen abgelehnt. Sodann wurden noch Petitionen nach den Anträgen der Kommission erledigt und hierauf die nächste Sitzung auf den 21. April anberaumt. Also der Feuerbestattungsantrag ist in Preußen wieder einmal prompt von der konservativ-klerikalen Mehrheit abgelehnt worden. Aber steter Trovfen höhlt auch hier den Stein. Die Befürworter der Feuervestattung lassen nicht nach in ihrem Eifer, auf der Gegenseite ist zu bemerken, daß die Lebhaftigkeit der Abwehr von Jahr zu Jahr sich mindert. Abg. Pastor Schall von den Ston- servativen gerät zwar noch immer in Harnisch, im Zentrum nimmt man sich nicht mehr die Mühe, führende Mitglieder ais Redner vorzuschicken. Die Regierung beauftragte einen Kommissar damit, die Erklärung abzugeben, dem Anträge würde keinenfalls zugestimmt werden. Eine Aeußerang des Rcgicrungsvertreters über Aergerniserreg- ung durch die Feuerbestattung und Verletzung Der Gefühle bei einem großen Telle der Bevölkerung war wohl allzu pointiert und wurde in dieser Erkenntnis, nachträglich ab- geschwächt. Abg. Dr. Barth (frei). Berg.), Dr. Martens i.natlib.) und Dr. Langerhans (frei). Vp.) führten mit Sachlichkeit und Geschick alle Momente inS Feld, insbesondere auch diejenigen der öffentlichen Gesundheitspflege, die für die Leichenverbrennung geltend zu mad}en sind. Es kennzeichnet hinreichend den Wert der Gegeneinwendungen, wenn z. B. Herr Schall den Trumpf ausspielt: „Glauben Sie, daß die Würmer so dumm sind, sich über eine Leiche herzumachen und sich mit dem Leichengift zu infizieren?" Mit Witzen so billiger Art, obschon jie em großes Ergötzen weckten — beiläufig: Was wird in den Parlamenten nicht belacht? — sollte eine so ernste Frage denn doch nicht behandelt werden. In der Reichshaupiskadt besteht ubrigend Die Einrichtung der Feuerbestattung. Im städtischen Verbrennungsofen werden täglich Die sezierten Leichen Der Anatomie, soweit sie zu wissenschaftlichen Präparaten keine Verwendung finden, durch Feuer vernichtet. Das find dock auch Menschen. Bisher wurde in Berlin lein Protest Dagegen erhoben, daß Die armen Seelen dieser vom Schicksal Enterbten Schaden leiden. Die Tatsache, daß Der weitaus größte Teil Der Aerzte entschieDen für Die Feuerbestattung eintritt, wird merkwürdigerweise hartnäckig ignoriert, während man in anderen Fallen Autoritäten und Sachverständigen so großen Einfluß auf Gesetzgebung und Verwaltung einräumt. Aoiiiische Tagesschau. Blinder Lärm. Tie „Nordd. Mlg. Ztg." schreibt: Der „Vorwärts" brüstet sich, er habe durch feine Enthüllungen über die Wahl des 17. Mai als Termin für die Reichstagswahlen Anlaß gegeben, daß der Termin auf den 16. Juni verlegt wurde. Zum Beweis für die Angabe, daß nach dem sorgfältig geheim gehaltenen Plane Die Wähler mit Dem 17. Mai hätten überrascht werden sollen, stellt das Blatt die Behauptung auf, in der ersten Anweisung an die Behörden über die Aufstellung der Wählerlisten sei der 17. Mai als Wahltermin aufgefuhrt. Das ganze Kartenhaus des „Vorwäüts" stürzt durch die einfache Feststellung zusammen, daß der 17. Mai niemals als Wahltermin in Betracht gekommen ist. Wahrscheinlich hat sich mit dem sozialdemokratischen Zenttalorgan wieder mal jemand einen Spaß erlaubt, inbem er über den Termin der Reichstagswahlen unD die angeb- lißch Dabei beabsichtigte Ueberruuipelung allerlei Enthüllungen machte. Oder sollte em gutgläubiger Gcwährsniann gröblich hinters Licht geführt worden fein? Ein Sonntag als Wahltag war von vornherein fo unwahrfcheinlich wie nur möglich Don der Marine-Artillerie. Von besonderer Seite wird uns geschrieben: Die „Nordd. Alta. Ztg." macht in einem besonderen Artikel darauf aufmerksam, daß im diesjährigen Marineetat zum ersten Male eine Fachzulage — von jährlich 200 Mr. — für Schützenkapitulanten vorgesehen ist. Bezweckt wird damll, artilleristisch ausgebildete Ätatrosen über ihre dreijährige Dienstpflicht hinaus auf weitere Drei Jahre dem Mar.mdcenst zu erh-Ucn.^ Di.ft Maßr gel entspricht« der Bedeutung, welche Die Sccheßausbaoung im Kriegsschifssdienst erlangt hak. Eine ähnliche Einrichtung findet sich, soweit bekannt, bei der russischen und engüfdjen Marine. Die damit gemachten Erfahrungen kennen zu lernen, hatte Kaiser Wil Hel m bei seiner vorjährigen Zusammenkunft mU dem Zaren vor Reval Gelegenheit. Die russische Schisssarttllerie Dom Beglellgeschwader des Zaren erzielte bei dem gefechtsmäßigen Schießen auf in der See befindliche bewegliche Scheiben ausgezeichnete Ergebnisse. in dem sicheren und starken Gottglauben fand er Kraft zum Leben und Lebensfreude, und in diesem Sinne hat er wenige Jahre später in jenem herrlichen Briefe an feine Gattin aus Frankfurt am 3. Juli 1851 bekannt: „Ich begreife nicht, wie ein Mensch, der über sich nachdenkt und doch von Gott nichts weig oder wissen will, sein Leben vor Verachtung und Langeweile tragen kann . . . Sollte ich jetzt leben, wie damals, ohne Golt, ohne Dich, ohne Kinder — ich wägte doch in der Tat nicht, warum ich dies Leben nicht ablegen sollte, wie ein schmutziges Hemde." Zum Verständnis der polittschen Wirtsamtell Bismarcks ist Die Würdigung dieser seiner religiösen lleberzeugungen insofern von der äußersten Wichtigkeit, als durch sie überhaupt erst alles Wirken und Schaffen für ihn einen Sinn bekam und möglich wurde. Aus ihnen baute sich sein Mut, fern Vertrauen, feine Stärke in den gewaltigen politischen Kämpfen auf, die er durchzusechten hatte. Dafür bietet sich besonders wertvolles Material in jenen „Tagebuchblättern" von Moritz Busch, die ja Dom politischen Standpunkte auS manche Anfechtung erfahren haben, die aber jedenfalls zur Darstellung und Beurteilung BiSmarckS als Menschen überaus zahlreiche und interessante Züge beibringen. So bekannte Bismarck im Quartier zu FerrisreS in Den Septembertagen des Jahres 1870, daß er nicht begreife, wie man in geordneter Weife zusammenleben, das Seine tun und jedem das Seine lassen könne ohne den Glauben an eine geoffenbarte Religion, an Gott, der daS Gute will, an einen höheren Richter und an ein zukünftiges Leben; und er enumdelte, daß seine willstigsten politisu-en Ideen auS dieser religiösen Wurzel errouaj]en. AuS Religion ist er Royalist, denn „wenn ich nicht auf meinen Gott rechnete, so gäbe icy gewiß nicht- auf irdische Herren", und: „Wenn eS nicht göttliches Gebot ist, warum soll ich mich Denn diesen Hoyenzollern unteroronen?" AuS Rellgwn dient er Dem Staate: „Warum soll ich mich an greifen und unoer- Dielleicht ist Kaiser Wilhelm durch diese Beobachtung cm#* geregt worden zu erhöhter Fürsorge für Die Ausbildung Der deutschen SchiffSartilleristcn und oor allem für Die Scho fung bezw. Erhaltung eines geschulten Schützenpersonals auch im Beurlaubtenstande. Darüber, daß in einer modernen Seeschlacht die Schiffsartillerie den Ausschlag giebt, sind sich alle Fachmänner einig. Die Schießleistung er deutschen Marineartillerie ist schon heute sehr beträchtlich Das Resultat, welches beim letzten Konkurrenzkampf der Linienschiffsartillerie die Geschützmannschaft des „Kaiser Friedrich Hi." erzielte, war geradezu glänzend, und trug dem Batterieoffizier eine Beförderung ein. Notorisch schlechte Schießleistungen hatte die Schisssartlllerie des französischen Mittelmeeraefchwaders zu oerzeichnen. Maa zählte bei den letzten Herbstmanövem dort nur durchschnittlich 20 Prozent Treffer. Aus £xtuiH uni) $mii). Gießen, 1. April 1903. Der Platz vor dem hiesigen Bahnhofsgebäude hat im vorigen Jahre infolge des Umbaues eine wesentliche Umgestaltung erfahren, die für den Verkehr zweifellos von Nutzen ist. In dieser Jahreszeit allerdings, da Baum und Strauch das FrühlingSkleid anlegen, repräsentierte sich früher der Platz mit feinen buschigen Anlagen in lieblicherer und lockenderer Weise den Ankömmlingen. Wie man hört, wird demnächst der jetzige kahle Eindruck deS Platzes gründlich beseitigt werden, und zwar durch die Anlage eines Sprudelbrunnens, der, in der Mitte deS Platzes errichtet, fraglos eine erhebliche Verschönerung deS Platzes herbeiführen wird. Ter Plan zur Errichtung der Anlage verdankt feine Entstehung dem Umstande, daß sich in dem Stollen, der von der Lahn aus zum Zwecke der Abführung der Grundwüffer im vergangenen Jahre aufgefahren war, geologische Merkmale gezeigt halten, die schon damals mit ziemlicher Sicherheit darauf schließen ließen, daß in verhältnismäßig geringer Tiefe ein Sprudel er- dohrt werden könne. Die Analysen der Wafferproben, die auS den Klüften des Stollens hervordrangcn, haben jetzt erst beendet werden können, und sie haben, wie wir hören, ähnliche Resultate ergeben, wie die der Mineralquelle bei SelterS. Zur weiteren Untersuchung wurden damals bereits Flachbohrungen auSgefühtt. Die Gutachten der hervorragendsten chemischen Analytiker liegen jetzt sämtlich vor und gehen übereinstimmend dahin, daß Qualität und Quantität die außerordenllichsten Hoffnungen erfüllen werden. Wie wir hören, sollen heute nachmittag 5 Uhr in Gegenwatt einiger bedeutender Sachverständiger von auSroäctS und mehrerer Stadtverordneter die ersten Maßnahmen zur Absteckung des TerrainS erfolgen. Prof. Dr. Wassermeyer aus Aachen wird in einer kurzen Ansprache technische Erläuterungen geben. Die ganze Angelegenheit ist mit gutem Grunde so lange völlig geheim gehalten worden; man wollte selbstverständlich daS definitive Resultat ab* warten, um etwa unerwünschte Spekulationen nicht auf* kommen zu lasten. Jetzt besteht aber kein Zweifel mehr, daß die Anlage des Brunnens fofort von statten gehen kann. An den Kosten der ganzen Anlage werden sich, wie wir hören, auch mehrere hiesige Restaurateure beteiligen, die an der baldigen Fertigstellung der Anlage ein wesentliches Jntereste haben. Sie werden fortan auf die bequemste Art in den Stand gesetzt, natürliches Mmeralwaster ihren Gästen anzubieten, das man heute immer noch in manchen Restaurationen unserer Stadt vermißt. Laubach, 31. März. Der im Wahlkreise Marburg von antisemitischer Seite an Stelle deS seitherigen Vertreters im Reichstage, des Dr. Bückel, als ReichStagSkandidal aufgestellte, in Marburg wohnende Rentner Grimm, Hauptmann a. D., war 1878—1880 Schüler des hiesigen Gymnasiums; später mußte er infolge eines Sturzes vom Pferd« die militärische Laufbahn aufheben. Sollte ferne Wahl durch gehen, so wäre es neben dem ReichStagsabg. Bindewald der zweite Schüler deS Gymnasiums, der Mitglied des Reichstags sein würde. werden Seidenstoffe, die künstlich hoch beschwert sind. Solide, gute Qualitäten für Ball, Gesellschaft, Brautkleider liefert daS bekannte Leiden* versandthaus David- Bolz, Hoflieferant, Darmstadt. 967 brossen arbeiten in dieser Welt, mich Derlegenhetten und übler Behandlung aussetzcn, wenn ich nicht das Gefühl habe, Gottes wegen meine Schuldigkeit tun zu müssen?" Religion macht ihn zum Kämpfer für daS deutsche Vaterland: „Wenn ich nicht an eine göttliche Ordnung glaubte, die diese deutsche Nation zu etwas Gutem und Großem bestimmt hätte, so würde ich baS Diplomatengewerbe gleich aufgeben"; ja, ohne biese „nninberooHe Basis Der Religion" wäre er, wie er m ferner Drastischen AuSDruckSweife erklärt, „dem ganzen Hofe schon längst mit dem Sitzzeug ins Gesicht gesprungen." UnD in einer Konferenz mit JuleS Favre unD feinen Begleitern im Januar 1871 vertrat er gegenüber Dem „broit du genie" daS „devoir", das fittliche Pflichtgefühl — feine „Verantwortlichkeit vor Gvtt". So fest aber BiSmarck in feinen eigenen religiösen Auffassungen stand, so duldsam war er gegen die anderer, das umsomehr, je älter und reifer er wurde. „Jeder muh wissen, wie er sich am besten aufS künftige Leben vor- bereitet", äußerte er einmal mit besonderem Hinblicke auf Die Frage der Sonntagsruhe. Pharisäische Intoleranz und Selbstüberhebung lagen ihm fern, und auch hierin stimmten Denken und Leven bei ihm überein. Mitten unter Den großen Erfolgen Der deutschen Waffen sagte er : „Nur Demut jährt zum Siege, Ueberhebung, Selbpüberschatzung zum Gegenteil" AIS ein zügelloser Gewaltmensch steht BiSmarck da in den Augen vieler, die ihn äußerlich beurteilen. Und wahr ist eS: Gewaltig war seine Leidenschaft, eifern sein Wille, rücksichtslos waren seine Mittel. Aber diese Wucht seiner Persönlichkeit findet ihr sittliches Gegengewicht in Dem tief religiösen Pflichtgefühl, in dessen Dienst er sich unbedingt [teilte, und Die herrische Härte seines WesenS wird gemildert durch D.e Demut, mit Der er sich vor Gott beugte und sein Schaffen und Wirken als seine» Wtlleq unD feine Fügung ansah. Bruchig e 0 u P u fC -2 ; >0 c .x o litt. ll April 1903. .en ^ahnhgtg, für Ubmbau5s eine L ben Verkehr 1 «pro.' ,^'gen Anlagen lfömmlingcn. Jßle Ql>le Eindruck des DQr durch die An. der MG de» Verschönerung bei lur ^rrichiung ber 1 Umftanbe, baj QuS -um Zwecke Serien Jahre auf. 'zeigt halten, bie luf Ließen ließen, ln Sprudel er. Wasierprobm, dir angcn, haben jetzt ", wie wir hören, 1 der Mineral, itersuchung wurden - Die Gutachten iegen jetzt sämtlich daß Qualität und n erfüllen werden. Uhr in Gegenwart n auSwärlS und ßnahmen zur Ab- r. Waffermeyer lnfprache technische gelegenheit ist mit gehalten worden; nitlve Resultat ab« lationen nicht aus- bet hin Zweifel von fiathn gehen werden sich, wie ure beteiligen, bit t ein wesentliches die bequemste Art >asser ihren Gästen , m München Re-- !ahUreise Marburg eitherigen Aertrelers chStagSkandidat ier Gnmm, Haupt« des hiesige" Sam« Sturzes vom e seme Wahl durch iabq. Bindcwald da gheb deS Reichstags für W 71; , . Braulilt^r lese ««dth«'' • 961 $tIrfC0«S j «* ‘miiileVr ‘äx "““"S'se'w «“JOT“ ;Ä? L'kS«-» 1 9<9e" Ur i»“’ w»6tV*« lin|M'Ä ““ Me 3 a.Z a -o S5X *E _a- O o ZN CJ D •9 M er o r^L-S- '5 2 B -S.L c e ± »o = E .S er . ZD -c- a s- u "eS jQ Ezv *4 -c* P Z — c ° s a S •# e= c en p Z - E . = E C — c o zd y ~ p N N XX =5 E E S. « 3-e o c M -CB C c Z ■£ E — P g = 3 <3* ± 3 ‘o’ ^55 r- « G * 2 t s a " E :ct22> E o o ot e .,5 c? vf E = E 2 -- . o 9 *3* o »*e = « CP.“ a — - 3 Q — 5$ M *® LZ ■ -o -rr « — o e r «Z e s Z. 2 — o e e K5 -O M . --S c •— ZD E * p- _ 2 E H 1 ZD Z> o £ © B E S Z E B 2 © ZD E 3 e 8 X p w -E p ZD E C r- 6 ’t= E E o ® — 93 e = ö E E 55 • er 50 .% 3 L. e .a _ p = Z <31 ZD v •3« E-s a p (S e SS - 2 = M- -P o - :Q <• “ s 0 Z -4 c en c es. - c vt? •C JP — », c 2 ö v G -o —5? E 2 2; ti) 5 © = S X L G - E „ «S 3 E c 5» -p’ «ES? * Q B * S m e « OV es » = 2® ■C (5 ZM v) ö E3 ►E 33 ö S o'ti) ± u) E -o Z 5 E >E °r € Z IS « © © S Q G N B5 e S 55 x CO K 2 5 HÜ S»5ü) ~i 55 es w 5 - e ck E e CB 5 C*Ä C'.x- E ►E ZD s ° X S 5 S 55 8 3 — t E = c <9 v-l Z ZD S,“ ZD z X k c E- 5 •» c E V K 3 S 3 5 5 Q TK 5-^x 78 s E KD Iß 2 © •G SV G ZD 2D e s 2 C, C <— = ®K - C o 2 5 — r- o S* ’ S*- ZD e £ 7 8 “a 55 ~ .8» ’« • E “i =s E ® C £ « S.L L , , JD E >6*-° Se ns E E = fS) „* E a - 0 c” SzQ 9 s e.K ” >bZ 5«$ 2 >E 1:, E ° t. - C ° -CT E E a =9 ~ E E S-2C § B = 9 s* c ■« 2 3 c LL 2 55 q 3 v L ZD s *>« Hi äi» f 5L?/ 2 E S 2 © t IS 5? N e s k K C7 «0 c E o - X Schulbücher Ä für sämtliche Lehranstalten. SChUI"ü16RS! 118D> Ernst Balser. Mäusburg. „„ Geschäfts-Eröffnung. Emer verehelichen Einwohnerschaft von Dießen und Umgegend hierdurch jur gefL fUiuunil- nähme, daß ich mit dem heutigen Lage 6 Marktplatz 6 ein Papier- und Schrciöwarcn-Kcschüst verbunden mit Galanterie- und Lederwaren eröffne und Halle ich mich bei Bedarf bcftenS empföhle«. Hochachtungsvoll Ernst Jung. MB. Gleichzeitig gestatte ich mir, tntf meine Au**tellnng in Oster- und Serienkarten ganz ergebens! auimerksam zu machen. 2757 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartevftraße 1 (Bürgermeisterei gebäude) Zimmer 9hr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (th-beitrru jeglicher Art, Dienstboten and 8ebr(lngctt) unentgeltlich Arbeit zu oermitteln. An den Werktagen von 8 bis i Uhr und von 8 bt» 6 Uhr geöffnet. SS können eingestellt werden: 83 Dienstmädchen für sofort uud später (hier und aus« mrSwärtS) bet hohem Lohn, 2 Kindermädchen, 2 Schreiner (hier), 2 Schreiner (auswärts), einige Tapezierer für dauernde Arbeit bei hohem Lohn nach au-wärts, 1 Anstreicher (auswärts), 2 Schneider (hier), 2 Schneider (auswärts), 1 Krankenpfleger, em jüngerer Kellner, 1 Gärtner, 6 landwtrtsch. Knechte, 1 landwtrtfch. Arbeiter, 1 Pferdeknecht, 2 HauSburfchen, 1 desgl., der Gartenarbeit verrichten kann, 1 Weißzeugnäherin, 8 Köchinnen. 2 Lauflrauen bezw. Putzfrauen, 1 Waschfrau, 6 landwirtfchaftl. Mägde, 1 Ai ilchaus trage rrn. Lehrlinge: 1 Gärtner, 1 Spengler, 8 Schmiede (1 hier, 2 auswärts), 1 Wagner, 1 Küfer, 4 Schlosser, 1 Schreiner (auswärts), 1 Stellmacher und Wagenbauer (auswärts), 8 Buchbinder, 8 Bäcker (1 hier, 2 auswärts), 2 Schuhmacher, 4 Schneider, 1 Friseur, 2 Glaser, 1 Weißbinder, 2 Kaufleute. SS suchen Arbeit: 8 Bau- und 1 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, 1 Buchbinder, 1 Sattler, 2 Schreiner, 2 Schneider, 1 Dialer bezw. Anstreicher, .1 Glaser, 1 perrfcfaaftSgättnet, 1 Buchhalter oder Schreiber, 1 Büreaugehilfe ober Ausseher, 1 Aushilfskellner. 6 Knechte, 10 Tag- löhner, 2 Gartenarbeiter, 2 Kutscher, 12 HauSourfchen, 1 Kinder» fräulem bezw. Gesellschafterin, 1 Haushälterin, 1 Krankenpflegerin, 2 Lauf fr au en, 1 Wasch- und Puhfrau. Lehrlinge: 1 Schreiner, 1 Weißbinder, 2 Kaufleute, 9 Schreiber. Bekanntmachung, fiftr.: Errichtung eines Dtischen MhnnugsnnchinriscZ. Nachdem durch Beschluß der Stadtverordneten-Verfammlung vom 12. Februar 1903 die Errichtung eines städtischen WohnungS- nachweises genehmigt worden ist, bange ich hiermit zur öffentlichen Kennmis, daß die genannte Stelle vom 1. April 1903 ab in Wirksamkeit treten wird. Die Vermittelung erfolgt gegen eine durch den Vermieter bei Anmeldung der Wohnung zu bezahlenden Einschreibgebühr von Alk. 0,20 bet Wohnungen bis zu 800 Alk. Mietwert einschl. , 0,50 , r von 300—500 Mk. , , , 1,00 , f über 600 Alk. , , Der Vermieter tfl verpflichtet, dem Wohnungsnachwets die «folgte Vermietung einerlei, ob durch den Wohmmgsnachweis oer- miUelt ober nicht, spätestens am nächsten Wochentage anziueigen, und ist bei ber Anmeldung eine Sicherhctt in Höhe von 1 Alk. zu hinterlegen, die bet Nichteinhaltung dieser Verpflichtung und bei unrichtigen Angaben bezüglich der zu vermietenden Wohnung zu Gunsten der Stadt Gießen verfällt. Gesuche von Vermietern und Wohnungssuchende finb persönlich, telephonisch oder schriftlich auf befonberem, beim Wohnungsnachweis erhältlichem Formular, im Aürgermeistereigebäuoe, Zimmer 14, währenb ber Geschästsstunben 8 Uhr oonniUagS bis 1 Uhr nachmittags 8—6 Uhr nachmittags vorzubringen. Gießen, am 20. März 1903. £464 Der Oberbürgermeister. Mecum. Mtanz am 31. Dezember 1902. Daher Stand der Mitglieder Ende 1902 . . 162 Aktiva. JC Passiva. Jt $ 1. AuSgeliehene Kapi- 1. Aufgenommene talien und zwar: Kapitalien 203249.02 a) gegen Dbli- 2. Geschäftsanteile gationen 47676.14 der Mitglieder 4101.— b) gegen Bürg. 3. Reservefond 1154.— schüft 118466.— 4. Betriebsrucklage 886.08 o) gegen Güterkaufgelder 13236.— d) gegen Pachtgelder 59.— e) gegen Wertpapiere nach dem GourS am 81. Dezember 1902 17049.22 2. Kaffenvorrat 11335.44 3. Ausstände 6518.77 4. Mobilien 93.28 5. Reingewinn 542.75 209432.85 209432.85 Die Zahl der Mitglieder ' 'einig Ende 1901 . 156 Während 1902 gingen zu . 6 r e „üb • —- Leihgestern, den 31. März 1903. Spar- und Aiorschußverein LeiyMcrn Eingetr. Genossensch. mit unbeschr. Haftpflicht. Will. «ekler. 2760 Kaffee-Zusatz oder keinen? Kaffee ohne Zusatz schmeckt »ft hart, sinnlich, regt leicht ans, steht diir.n an». Kaffee mit geetgnetem Zusatz — der beste ist der Anker« Cichorien von Dommerich & Co. — schmeckt weich, dabei kräftiger, ist bekömmlicher und zeigt eine tiefbranve Farbe. Wirtschaftlich wird durch diesen Zusatz außerdem gespart. Die praktischste Packung ist der Auker-Sichorierr ii 10 Pf.- Käftchcu mit 1 Lasel zu 50 Würfeln, denen 1 feine AnfichkS- Postkartc beiliegt. Er ist fast überall zn kaufen. 1610 Oeffentliche Verdingung. Die Lieferung von Eifenbaha-VettnugSmaterial für bie Nmgehungdbahn Mainz (rechtdrh. Teilstrecke) und zwar: a. 16000 obm Grodschiag, b. 16000 obm Kleiuschlag soll geteilt oder im ganzen dergeben werden. Die Verdingungsunterlagen können gegen portofreie Einsendung von 30 Psg. durch unser Zentralbureau hier bezogen werden. Angebote stich verschloßen und mit ber Aufschrift: „Angebot auf Lteferung von Vettungsutatertal für Umgehungsbahn Alainz (rechtsrheinische Teilstrecke") versehen, bis zum Gröffnungs- ternüne am iflitfroadi btm 15. April d. norm. 11 Uhr, welcher in Gegenwart etwa erschienener Bieter im 3immer 72 unseres Verwaltungsgebäudes abgehalten wirb, poftgelbfrei an uns einzusenden. — Zuschlagsfrist 4 Woche». — Voraussichllicher Beginn ber Lieferung: lo. Juli 1903. Mainz, bat 27. März 1903. 2764 Königl. Preuß. unb Großh. Hessische Eisenbahn-Direktion. Vom 1. April ab hoben wir nachstehende Kasten- stunden eingerichtet: Für den Conto-Correut», Check- uud Wechsel-Verkehr, sowie für die Abteilung „Spareinlagen": Vormittags von 8 bis 12 Uhr, Nachmittags von 2 bi8 51/, Uhr. Für den Coupons- und Estekten-Verkehrr Vormittags von 8 bt8 1 Uhr, Nachmittags von 2 bis 6 Uhr. Sonntag- sind unsere Kassen geschloffen. Gießen, 31. März 1903. M siir Handel unb Industrie. 2729 Depositenlaste Giesieu. Job. Seibel, 'T’ Billigste BezugSgnelle für W Bowlenweine Slheiu-, Mosel-, Burgunder- und Bordcanxweiue Samos, Portwein, Sherry und Vermont. S745 gtebt beferem Schuhzeug aus Das Ledercröme Chevereanx, ßOX-Calf Kalbleder etc. tnühelos haltbaren Glanz, der nicht abfärbt und sich auch bei nassem Wetter hält. Zu haben in den meisten Geschäften. Fabrikant: Carl Gentner GSppingeu. 1922 jMnpfinotari Sdjauirnflriifie 4 Jac Per*yn empfiehlt täglich frisch: Schlagrahm. — Süssen Rahm. Sauren Rahm. Bestellungen nehmen auch die Milchfahrer entgegen. 289 Lanßlin-topiita mit dem „Pfellrlng“ vermöge seines hoben Lanolingehalts nnd »einer antiseptischen Wirkung ein Vorbeugungsmittel gegen Wundsein Preis per Büchse 60 Pfg. Lanolin-Fabrik Hartlnlckenfelde la. Portland-Zement garantiert allerbeste Qualität 1.75 Mk. pro Sack. 6. Mbsamen. Lager: Westanlage 60 und Wißmarer Weg. s37S8 GMMEMMWMGWMnMSWWMGWWW>MT»SWWWMWMMMMWWO I Zur Konfirmation finden Sie grösste Auswahl in modernen u. gediegenen । Schulinaren | ftir Damen, Herren und Kinder in jeder Preislage bei , Willi. Herbert, Marktplatz 2. 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