* 1 M, iißliii "'■Handlung. '■sucht enNatur-Bunerprerses Manns srahm- arlen: gunß, Irimpd »d Kloria ben bei: 8322 icnber, Neustadt, Slum, Ztemstmüe, Dort, Wallthor|lraße, ichmamy Ederstraße, ictier, Brandgajse, rrmann, Lellersweg, Stuhl, Neustadt. Kertretn: „ Herbert, Mäusburg. ade» Sie stets eneinlageii ochöfen Füllöfen rasch um billiges Geli ohlscbmeckende Sappe) -ratellen wollen. 8440 frisch eingetroffen: rrs Hafermehl ■r Kindernahiong, Grünkernmehl >rrs Beismehl ■rs Erbsenmehl gliche Schleimsuppen, TapiocaduBrisil D9| gehr leicht verdauliche Suppen, >rr, ErbswurH kate Erbswurstsappen, r Suppentafeh . ^8a8er zuzubereiten, )rrs Beispnd« >seisenpvder Je WaUenfe^ 11V * \ l*®6 üiirfA',l’rC *1* Herde I lür UetoW* Nr. 306 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Dienstag 31. Dezember 1901 Erscheint täglich mü Ausnahuie des Diontagc-. Die Gießener Familien, blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" nnd den „Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. GietzenerAiMiger w General-Anzeiger v ** Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Annahme von Anzelgß» ru der für den folgenden Dag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigcn-Vermitt- lungsstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Ps* auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'sehen Unioersitäts - 2) ruderet (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. WUtko: für den Anzeigenteil: HanS Beck. Politische Wochenschau. Die schöne, im Kalender hochrot angestrichene Weihnachtswoche ist durchlebt. Von neuem ist an die Stelle des Jubels unter dem lichtschimmernden Christbaum und des fröhlichen Genusses feierlicher, arbeitsloser Tage die trübe Alltäglichkeit des Werktages und das rastlose Abmühen um des lieben Brotes willen getreten. Der getreue Chronist hat wieder seinen Rückblick zu werfen. Die erste Kunde, die die verwichene Woche brachte, kam aus D a r m st a d t. Das amtliche Organ der Großh. Hess. Regierung meldete, daß durch Urteil des Großh. Oberlandesgerichts die Ehe II. KK.HH. des Großherzogs und der Großherzogin geschieden worden ist. Jetzt ist ein Gesetzentwurf betr. d,ie Regentschaft in Hessen den Ständekanunern, und zwar zunächst der Zweiten Kammer, zugegangen. Durch den Gesetzentwurf soll die Verfassungsurkunde vom Jahre 1820 abgeändert werden. Wir teilen diesen Gesetzentwurf an anderer Stelle unserer heutigen Nummer mit. Wir veröffentlichen ferner heute den Schluß des neuesten Finanzexposäs des Ministers Dr. Gnauth. Herr Dr. Gnauth hat in seine Darlegung der dürren hessischen Finanzen keine Rosen eingeflochten. Nach seinen Ausführungen beträgt das Defizit unseres Landes nicht weniger als 1 690 600 Mk., und da die Deckung dieses Fehlbetrags aus den laufenden Einnahmen unmöglich ist, soll, wie schon im letzten Budget, das Vermögen mit etwa 880000 Mk. herangezogen werden, sodann aber auch zu einer Erhöhung der Vermögenssteuer um 364/n pCt., d. h. von 55 auf 75 Pfg. für 1000 Mk., geschritten werden, Diese ungünstige Gestaltung des Etats wird auf zwei Ursachen zurückgeführt; zunächst auf den Rückgang der Erträgnisse der hessisch-preußischen Eisenbahngemeinschaft, der für Hessen einen Einnahmerückgang von 712 390 Mk. bringt. Dann beeinfluffen die stnanziellen Beziehungen zum Reich die Finanzen des Großherzogtums ungünstig; der ungedeckte Matrikularbeitrag Heffens beträgt für den neuen Etat 480 030 Mk. Sonst pflegt wohl das Wachsen der Ausgaben eines Landes oder eines Ortes durch denAuf- schwung der allgemeinen Verhältniffe der Bevölkerung bedingt zu fein, und dieser führt zur Verpflichtung der Vergrößerung der Einnahmen. Das ist aber leider bei uns zu Lande nicht der Fall. Die Ausgaben steigen ins Immense und die Einnahmen stehen dazu nicht in entsprechendem Verhältnis. Kürzlich nnirbe von München behauptet, daß es die schuldenreichste Stadt sei; man wird dieser Behauptung hinzufügen können, das; Hessen unter den süddeutschen Ländern ftnanziell am ungünstigsten gestellt ist. Das Ziel, das unsere Regierung zweifellos im Auge behalten wird, ist, die Bevölkerung in ihrer finanziellen Kraft zu schonen. An dem schmerzlichen Rückgänge der Einnahmen des Landes trägt nicht die Finanzpolitik Hessens die Schuld, sondern den grüßten Teil der Schuld trägt die Ungunst unserer Zeit, die wirtschaftliche Depression im Reiche, die den Verkehr auf den Eisenbahnen mindert und die Finanzlage des Reiches beeinträchtigt. Diese hat bereits verschiedene deutsche Einzel- Landtage beschäftigt, namentlich den bayerischen und sächsischen, und überall ist die Notwendigkeit einer gesetzlichen Neuordnung des Verhältnisses zwischen den Finanzen des Reiches und der Einzelstaaten betont werden. Zwar ist das diesmalige sogenannte Reichsdestzit, infolge starker Abstriche des Bundesrats, schließlich nicht so hoch ausgefallen, wie die ersten Meldungen erwarten ließen. Aber immerhin ist auch das Bild, das der Reichshaushaltsetat von der Gestaltung der Reichsfinanzen bietet, wahrlich unerfreulich genug. Es zeigt neben einer nicht unerheblichen Steigerung des Anleihebedürfnisses, also den Reichsschulden, vermehrte Anforderungen an die Kasse der Bundesstaaten. Einer geringen Ermäßigung der Matrltülarbciträge steht ein Weniger von 27 Millionen Mark gegenüoer, das die Einzelstaaten an Ueberwcisungen aus Zöllen, aus der Tabaksteuer und der Branntivein-Ver- brauchsabgabe von der Reickskasse erhalten. Was ihnen also das Reich an direkten Umlagen weniger abnehmen wird, das wird es ihnen gleichzeitig neun Mal weniger aus den Reichseinnahmen zuwenden können. Die unbestreitbare Verschlechterung der Finanzlage des Reiches hat also die Verschlechterung der hessischen Finanzlage zur unmittelbaren Folge. Aus feinem stillen Potsdamer Weihnachtsfrieden begab sich Kaiser Wilhelm heraus, um nach der thüringischen Residenzstadt Gotha zu reisen und dort inmitten einer glänzenden Fürsten-Versamnilung den 300jährigen Geburtstag Herzog Ernsts des Frommen zu feiern. Dieser Thüringer Herzog war eine markige Persönlichkeit, die in trüber Zeit Hervorragendes geleistet hat. So veranlaßte er die Herausgabe einer Volksbibel, machte fromme Stiftungen, schuf eine Schulreform, hob die Landwirtschaft, baute Kanäle und verschaffte dem hungernden Volke Arbeit und Brot. Bei dieser Gedächtnisfeier nun hat der Kaiser sich in einer Rede über den Gedanken einer Einigung der evangelischen Landeskirchen ausgesprochen und zwar vorerst vorsichtig und zurückhaltend, ohne daß dabei die Wärme seiner Empfindung zurückgetreten wäre. Man kann hoffen, daß der Kaiser nunmehr in Zukunft die Fäden dieser Bewegung in seine Hand zu nehmen wünscht. Der Streitfall zwischen Deutschland und Venezuela ist noch immer nicht ganz aus der Welt geschafft. Die Zurückziehung der beiden Schulfregatten „MoltLe" und Stein" aus den ven^olanischen Gewässern war. nur von untergeordneter politischer Bedeutung, da man diese „schwimmenden Gymnasien" nur bis zu einem gewissen Grade mit zur Erledigung der politischen Fragen heranziehen durfte. Jetzt aber ist der große Kreuzer „Vineta" in La Guayra angekommen. Die deutschen Offiziere besuchten die Behörden. Dem Präsidenten der venezolanischen Republik, Castro, soll noch einmal die Höhe der Forderungen, die von Deutschland geltend gemacht werden, in einer amtlichen Note zur Kenntnis gebracht worden sein. Die Bedeutung eines Ultimatums hat auch diese Notifikation nicht; sie ist nur erfolgt, um im Falle eines Regierungswechsels jede etwa kommende Regierung im voraus über die Forderungen Deutschlands zu unterrichten. Die Venezolaner geben sich allerdings den Anschein, als ob sie es aufs äußerste ankommen lassen wollten, wie eine Meldung aus La Guyara glauben machen will. Indes werden sie bei einer dann wohl bald deutscherseits folgenden Besetzung ihrer Häfen sich doch beeilen, die deutschen Forderungen zu erfüllen. Aus Südamerika Haven die Weihnachtstage eine Friedensbotschaft gebracht, denn der Konflikt zwischen Chile und Argentinien soll, wie versichert worden, friedlich beendet sein. Dagegen soll in Buenos Ayres eine Revolution ausgebrochen fein. Auf dem Kriegsschauplatz in Südafrika hat der tapfere und gefürchtete Burenführer Dew.et wieder einen namhaften Vorteil über die Engländer errungen, indem er mit einem kühnen Handstreich ein englisches Lager überrumpelte. Nach alledem hat das alte Jahr den Mut der tapferen Buren wieder gehoben, so daß man wohl verstehen kann, wenn von ihnen nahestehender Seite energisch in Abrede gestellt wird, daß die Burahers ihre Friedensbedingungen modifiziert hätten. All den leeren Behauptungen und gewissenlosen Unterstellungen gegenüber, so schreibt die Korrespondenz „Nederland", ist ein für allemal zu erklären: „Die Buren wollen, wie vor dem Ausbruch des Krieges, so auch heute noch den Frieden. Sie sind ihm heute nicht geneigter als vordem. Sie stehen dabei aber heute noch, wie gestern und ehedem, auf dem unverrückbaren Standpunkt, daß für sie nur Friedensvorschläge, die ihre eigene Unabhängigkeit und Amnestie der aufständischen Kapkolonien gewährleisten, in Betracht kommen und Den Frieden h^rbeiführen können. Sic beharren darauf um so fester und zuversichtlicher, je günstiger sich für sie mit jedem neuen Tage die Lage auf dem Kriegsschauplatz gestaltet. In jener Forderung, deren Erfüllung sie conditio fine qua non für den Frieden bildet, wird England den Präsidenten Krüger und fein Volk stets einig sehen; zu ihrer Verteidigung haben die Buren zu den Waffen gegriffen, mit ihr wollen sie stehen oder fallen. Alles, was darunter bleibt, wie Autonomie, sogar eine solche wie die Australiens, ist für sie indiskutabel. Für Friedensvorschläge aus der 'angedeuteten Basis werden die Buren jedoch stets empfänglich sein. Auf keinen Fall aber werden, wie wiederholt betont sein soll, die offiziellen Repräsentanten der beiden Burenrepubliken in Europa in irgend welche Verhandlungen darüber eintreten, ohne mit den leitenden Persönlichkeiten in Südafrika Verbindung gesucht und Rats gepflogen zu haben, wie umgekehrt diese feine Verhandlungen in Gang oder zum Abschluß bringen werden, ohne mit jenen Rücksprache genommen und sich beraten zu haben." Deutsches Wich. Berlin, 29. Dez. Zur Früstückstafel beim Kaiser war vorgestern der Reichskanzler Graf Bülow und der englische Botschafter nach dem Neuen Palais geladen.- — Auf Schloß Friedrichshof, dem ehemaligen Wittwensitz der Kaiserin Friedrich, fand zum letzten male in gleicher Weise, wie zu Lebzeiten der verewigten Kaiserin durch das Hofmarschallamt eine Weihnachtsbescherung für die Schloßbeamten und sämtliche Bedienstete statt. Am 1. Januar wird das bisherige Hofmarschallamt definitiv aufgelöst. Die Diener und Dienerinnen der Kaiserin Friedrich werden von diesem Zeitpunkte aber, fomeit sie nicht von den neuen Besitzern übernommen loerbert, im kaiserlichen Hofhalt zu Berlin Verwendung stnden. Alle Hofwagen werden als Inventar nach dem Kaiser Friedrich-Palais in Berlin über- geführt, zu welchem Behufe bereits ein Wagenzug auf Station Cronberg eingetroffen ist. Die Übersiedelung der Familie des Prinzen Friedrich Karl von Hessen nach Schloß Friedrichshof wird am 1. Mai 1902 erfolgen. — Der Minister v. Thielen ist an Influenza erkrankt, und wird einige Zeck das Bett hüten müssen. — Die im Februar gemachten Vorschläge zur Erhöhung der Betriebssicherheit auf den Eisenbahnen, besonders diejenigen, betr. den Ab stand fester Gegenstände von den Geleisen, sind in einem Erlaße des Eisenbahnministers den Eisenbahndirektionen neuerdings wieder cingeschärft worden. — Die Nachricht, daß Lord Roberts an dem kommenden Kapitel des Schwarzen Adler-Ordens in Berlin teilnehmen werde, ist nicht zutreffend, da hierzu nur inländische Ritter des Ordens berechtigt sind. — Wegen der widerrechtlichen Oeffnung der nach Deutsch Südwestafrikabestimmten Briefen durch die englischen Censurbehörden hat das Reichspostamt durch die Hamburger Oberpostdirektion eine Untersuchung eingeleitet. — Professor Hartmann von der Technischen Hochschule in Charlottenburg ist zum Senatspräsidenten im Reichsversrcherungsamte ernannt worden. — Aus zuverlässiger Quelle erfährt die „Berl. Börsen> ztg.", daß seitens des Handelsministers Möller neuerdings erfolgversprechende Verhandlungen wegen Vergrößerung des fiskalischen B er a w e r ks b e si h e s in Rheinland-Westfalen angeknüpft worden sind. Speziell soll mit dem bekannten Industriellen Thyssen wegen Ankaufes diesem gehöriger Grubenfelder durch den Staat verhandelt werden. Jena, 28. Dez. Dem „Jenaer Volksblatt" wird aus Berlin depeschiert: Zu dem akademischen Althoff-Essen im Hause von Professor Schmoller, das am 5. Januar stattfinden soll, hat der MtiiSminifter Studt sein Erscheinen zugesagt. Eingeweihte bewegen sich in Redewendungen, die kaum einen anderen Sinn zulassen, als daß bei diesem Festessen auf das Erscheinen des Kaisers oder, falls er verhindert fein sollte, des Reichskanzlers gerechnet wird. Der Kaiser (ober sein Vertreter) soll als Beschirmer der „voraussetzungslosen Wissenschaft" gefeiert und im Anschluß daran Althoff eine Ovation gebracht werden. Das „Jenaer Volksblatt" bemerkt dazu: „Wir würden diese Nachricht nicht bringen, wenn sie uns nicht von einer Seite ruginge, die wir ernst zu nehmen allen Anlaß haben. Jedenfalls thut man gut, einer geplanten Überraschung durch Veröffentlichung vorzubeugen." Metz, 27. Dez. Gestern mittag traf die Landgräfin von Hessen, Prinzessin Anna von Preußen, Tante des deutschen Kaisers und einzige noch lebende Schwester des verstorbenen Prinzen Friedrich Karl von Preußen, mit Gefolge und Dienerschaft aus Frankfurt a. M. hier ein und stieg bei ihrer Tochter, Baronin Vincke, ab. (Die Landgräfin ist bekanntlich neulich zum Katholicismus übergetreten. D. Red.) Ausland. London, 29., Dez- Anläßlich des Weihnachtsfestes hat ein freundschaftlicher Briefwechsel zwischen dem englischen, deutschen und russischen Hofe stattgefunden. Der König und die Königin von England erhielten vom deutschen und russischen Kaiserpaar herzliche Briefe, in denen sich die guten gegenseitigen Beziehungen widerspiegeln. Basel, 29.Dez- Der Zionistenkongreß hielt eine Nachtsitzung von Samstag abend 6 Uhr bis Sonntag morgen 4 Uhr ab. Heute verhandelte er den ganzen Tag mit etlichen Stunden Unterbrechung. Dr. Moses-Mannheim entwickelte ein Programm für die wirtschaftliche Hebung der Juden. Sodann wurde die Organisation burchberaten, welche für jebes Land eine befonbere Föderation versteht. Der Kongreß ist für alle zwei Jahre in Aussicht genommen. Ferner würben bie Grunbzüge für bie Sammlung bes Mischen Nationalfonbs festgestellt, ber in allen Säubern auf mm- bestens 200 000 Pfund gebracht und lebiglich für Lanbankauf in Palästina hinb Syrien verwendet werden soll. Der Fonds soll juristische Persönlichkeit erhalten, und, wenn möglich, in ber Stabt Basel domiliziert werben. Lemberg, 28. Dez. Bei ber heutigen Eröffnung bes Lanbtages erklärte der neuernannte Landmarschall Graf Potocki, ber Sanbtag werde bie Wünsche ber beiden Nationalitäten prüfen unb so viel als möglich berücksichtigen. Bei Besprechung ber Vorgänge an ber Lemberger Universität sprach ber Lanbmarschall die Hossnung aus, daß bie Studenten, welche bie Lemberger Hochschule verlassen hätten, roieber zu berselben zu rückte h reu würden. Im weiteren Verlauf Der gestrigen Sitzung lehnte ber Landtag einen Tringllchkeitsantrag ber volnischen Volkspartei ab, in welchem ber Lanbesausschuß aufgeforbert. würbe, sämtliche Bebarfsartikel für bie Lanbesanstalten nur bei galizischen Probuzenten und Lieferanten zu bestellen. In ber Abenbsitzung brachte ber Führer ber polnischen Volkspartei, Stapinski, einen Dringlichkeitsantrag in ber Wreschener Asfaire ein. Der Landtag möge den Polen Mitgefühl und Ehrfurcht aussprechen und zur Unterstützung ber nationalen Märtyrer 100 000 Kronen votieren. Bubapest, 29. Dez- Laut einer beglaubigten Version soll bie ungarische Regierung für ben Fall dauernbev Aktionsunfähigkeit des österreichischen Reill)srats beabsichtigen, für Ungarn unabhängig über Handelsverträge mit ben auswärtigen Staaten zu verhandeln und Vorsorge für die gemeinsamen Angelegenheiten, für die Armee und das Auswärtige auf Grundlage eines ungarischen Spezialgesetzes zu treffen. £ esterreich würbe es über* lassen bleiben, nach eigenem Ermessen vorzugehen. Vom Burenkriege. Der bitterböse Dewet hat bie Weihnachtszeit nicht unbenutzt vorübergehen unb es sich nicht nehmen lassen, am 24. Dezember ben Engländern eine schwere Niederlage beizubringen, indem er das befestigte Lager Firmans bei Tweefontern mit stürmender Hand eroberte unb ben britischen Truppen so schwere Verluste beibrachte, baß sogar Lorb Kitchensr bies in seiner ersten kurzen Vormeldung ausbrücklich betonen zu müssen geglaubt hat. Das Lager Firmans bildete die Kopfstation einer im Bau begriffenen Blockhauslinie, die sich von Harrismith bis nach Bethlehem erstrecken sollte, und war mit 4 Kompagnien Heomanry, bie auch über ein Feldgeschütz und eine Maschinenkanone verfügten, besetzt. Ter Zweck,' den Die Engländer bei der Errichtung der genannten Blockhauslinie im Auge hatten, war, Dewets Bewegungsfreiheit im Norbosten des Lranje- Freistaates zu verringern. Zur Erreichung bieses Ziels sollte ebenso wie weiter süblich Bloemfontein über Tabanchu mit Labybranb, hier bie Stabt Linbley über Bethlehem mit Harrismith durch cme vollständige Blockhauslinie verbunden werden, unb schon vor einigen Wochen wurde berichtet, daß die Strecke Lindlep—Bethlehem fast vollendet schritt, den materiellen und den geistigen. Und darum be- i lebensgefährlichen Messerstich in den Unterleib erhalten fyat. friedigt auch der Rückblick auf das sinkende Jahr, und das ** Zimmerbrand durch Kinderhand. Gestern abend ent- Leid, das es gebracht hat, vergeht und wird vergessen. Die stand in einem Hause der Neustadt ein Zimmerbrand, der feierliche Stunde der Jahreswende naht — die dampfenden I durch ein zweijähriges Kind, das in einem unbewachten Augen- Punschgläser zur Hand, ein stiller Trunk den Toten, und in blick eine brennende Wachskerze an die Fenstervorhänge ge- ftoher Hoffnung ein volles Glas dem Glück des neuen halten hatte, verursacht wurde. Der Brand wurde durch das Jahres 1902! Hinzukommen der Hausbewohner alsbald gelöscht. Außer den *• Ernannt wurden: Pfarrverwalter Vogt zu König 1 Vorhängen und Vorhangstangen sind Fensterbekleidung und der Geburt Jesu Christi gerecht zu werden. Cs folgten m bunter Abwechslung Gesänge des Gemischten Chores des Evangel. Arbeitervereins, der unter Herrn Gröninger's Leitung von neuem seine treffliche Schulung bewies, Violin- vorträge von jugendlichen Geigern, Deklamationen und zum Schluß eine kleine Verlosung zum besten des Fahnenfonds, der bereits eine solche Höhe erreicht hat, daß der Anschaffung einer Vereinsfahne nun bald nichts mehr im Wege steht. - Möge die hohe Sache des Evangel. Arbeitervereins, die hier in Gießen einen so günstigen Boden gefunden hat, auch im neuen Jahre sich günstig weiter entwickeln. ** Zu Guusten der Burenfrauen und -Kinder sind bei der Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen Verbandes weiter eingegangen: Durch Herrn Pfarrer Deichert, Großcn-Buseck: aus der Gemeinde Großen-Buseck 80 Mk., aus der Gemeinde Oppenrod 32.40 Mk., zusammen 112.40 Mk.; von Frau I. S. 5 Mk.; weiter 3.50 Mk. vom Gesangverein „Heiterkeit", Großen-Buseck, 3 Mk. von Frau Sahlfeld, Gießen. Weitere Gaben nimmt Herr August Frees, Gießen, gern vom 1. Januar 1902 an. " Das Großh. Regierungsblatt Nr. 76, ausgegeben am = 1 Darmstadt, 28.Dez. Der Großherzog und der Groß- scheinung trat, findet inzwischen immer mehr Anklang. Nach-!fürst, sowie die Großfürstin Sergius werden am Dienstag dem auch in der Lausitz ein solches Projekt schon lebhaft dem 31. Dezember vormittags aus Kiel hier eintreffen und diskutiert worden ist, beabsichtigen auch die Städte des Ober- im Neuen Palais Wohnung nehmen. Am 1. Januar findet, Harzes die Gründung eines Städtebundtheaters. Theater-1 wie hergebracht, Neujahrsempfang, am 2. Neujahrstafel iw direktor Höfler hat bereits die ersten Schritte unternommen, Residenzschlosse statt. die Städte des Nordharzes, mit Halberstadt als Mittelpunkt, I Worms, 28. Dez. Der in Turin verhaftete Kaufmann für die Idee zu gewinnen. Franz Ille, der mit 12 700 Mk. von hier flüchtig ge- •* Theaterverem. Die nächste (5.) Vorstellung findet gangen war, hatte bei seiner Verhaftung noch eine Summe Dienstag den 7. Januar statt, wie wir schon am Sams-1 von 10 000 Mk. bei sich. Der Dieb hatte von Turin nach !tag durch Aushang in unseren Kästen bekannt geben konnten. Mainz an einen Freund telegraphiert und ihn eingeladen, <*MUx ^tlUVL UlW AlllU». Zur Aufführung gelangt die jetzt über alle größere Bühnen dorthin zu kommen. Auf diese Weise hat sich der Flüchtige (Der Abdruck der unter dieser Rubrik beftndlichenOriginal-Nachrrchten gehende Novität „Die rote Robe" von Brieux. Als Gast selbst verraten, sodaß seine Verhaftung erfolgen konnte. ist «nr unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) I iE Herr Edgar Bolz vom Frankfurter Schauspielhaus auf, I Frankfurt, 29. Dez. Ein junger Mann, der am Gießen, 30. Dezember 1901. der die Rolle des Untersuchungsrichters Mouzon spielt. 24. Dezember dem Untersuchungsrichter vorgeführt und nach *• Der Wandkalender des „Gieß. Anzeigers" für 1902 ** Der Evangel. Arbeiterverein beging gestern Abend seine serner Vernehmung em>twerlen rn eine ZelLe de wird am Sylvestertagc unseren Abonnenten zugestellt Weihnachtsfeier. Der große Saal der Turnhalle war dicht- ^m^unteraeordneten Beamten — Vera essen'' zu werden, werden. Auch diesmal ist er von hervorragendem künstlerischen gefüllt, die Stimmung lebhaft und angeregt. Nach der durch er A ^rei Tage lan g ohne Essen und Werte und wird in jedem Hause einen prächtigen Wand- den Vorsitzenden, Pfarrer Dr. Grein, erfolgten Begrüßungs- $rin f e„ der Zelle. Niemand hörte sein Lärmen, da .schmuck bilden. Ohne in den Verdacht de§ Eigenlobs kommen ansprache wurde das Weihnachtsfestspiel „Das Beste in der über die Feiertage niemand in dem Justizpalaste anwesend AU wollen, möchten wir unseren Lesern doch nicht verschweigen,! Welt" aufgeführt, das um seines ernsten religiösen Gehaltes! war. Erst vorgestern wurde er entdeckt und befreit. Er daß der „Gießener Anzeiger" unter allen deutschen Zeitungen willen einen liefen Eindruck hinterließ. In markigen Worten! wurde übrigens einstweilen in Haft behalten. zuerst einen von Künstlerhand entworfenen Kalender seinen!wußte nunmehr Pfarrassistent Vogt in seiner Festrede der! ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Abonnenten al§ Neujahrsgabe darbrachte, und erst im Vor-, Bedeutung de§ WeihnachtsfesteZ als Familienfest und als Fest. z.Jm »Oberh. Anz." lesen nur folgend es Inserat: „Ich warrL ser. Nunmehr aber hat Dewet durch einen ebenso geschickt Wiel fahre begann man im Reiche unser Beispiel nachzuahmen, energisch ansgeführten Handstreich die Fortsetzung der Ar- s Die allermeisten deutschen Zeitungen aber verbreiten in ihrem beiten gestört, und die sofort zu seiner Verfolgung ausge- Leserkreise noch heute Wandkalender von jämmerlicher Geschmack- sandten Truppen während der Weihnachtsfeiertage hinter losigkeit. — Mögen die auf unserem Kalender verzeichneten sich hergehetzt. Arme Tommys, die ihr euch seit lange die unseren Lesern recht viel Erfreuliches und Gutes bringen! Wmhnachtsz-it mit Plumpudding und Tritthahn so schon ge- .. & _ nieder ist eine Zahreswelle dahin g°- Aber °s hat anders kommen sollen - Wch-nerl .„"den endlosen Ozean der Zeiten. W,° .st doch die ' Di- beiden Stadt- Harrismith, Endpunkt der von M s° flüchtig, und wie unaufhaltsam treibt jeder von uns Durban über Ladysmith nach dem Oranje-Freistaat führen- sterblichen seinem Ziele zu! Ernste Gedanken dieftr zur den Eisenbahn, und Bethlehem sind in der Luftlinie 85 Kilo-! werden heute der Sylvesterglocken hehrer Klang m uns wach- raeter von einander entfernt und durch zwei natürliche, rufen und offene Herzen finden. Freud und Leid hat uns künstlich nur wenig verbesserte Landstraßen miteinander ollen das alte Jahr in Fülle beschieden: rauh und unbarm- verbunden, welche jedoch beim Elands River, 30 Kilometer herzig hat der Schnitter Tod seine Sense geschwungen, daß westlich von Harrismith, und beim Liebenbergs Blei Rtver, mancher unter uns um teure Verstorbene schmerzlich klagen 6 Kilometer östlich von Bethlehem zuiammenlaufen. Die - . versöhnend hat frisches Leben seinen Einzug M^ch°Lhl-h-m s-h-lt-n, das junge ®tan ^ 009^ unb f« v7n" ÄtfÄ b7nt-^W^sen'sich'aber krL und Ve/g-k Stacheldraht miteinander verbunden waren, um emPassieren! Glück und Unglück, Schmerzen und Freuden. Warum das der Linie zu erschweren. Bis Tweesontein, einem von etlichen!alles, warum dieses Aufjubeln in höchster Lust und dieses entgegen. „ . ... _• Hügeln umgebenen Thal, war die Befeftigungslinie von Zusammenbrechen in tiefster Pein, warum die Sorge und ** Em aagstluhes Noblem. Gestern vormittag Icheme em Harrismith aus schon vorgeschoben worden, und hier befand Arbeit, warum dieses Kaleidoskop menschlicher Schicksale? Pferd, das vor em Milchwagelchen gespannt, m der cktoo- ffich die zum Schutze der Arbeiter stationierte britische Truppe bec atzende Pol in dieser Erscheinungen Flucht, daß Heimer Straße, Ecke der Schützenstraße, stand, beim Heran- unter dem Oberst Firmcur in wohlbefestigtem Lager. Das un§ ^rost und Erhebung spende, indem er uns wissen nahen eines Zuges der Bieberthalbahn und ging durch. Aul Gelünd- in diesem Teil- des Orani-.Fr-lstaat-s lst mit nicht umsonst gelebt und gearbeitet zu haben? der Lahnbrücke wurde cs wieder aufgegrissen, ohne weiteren ÄÄ M Uu“ L 7! Mn/ er liegt m uns7!? eigenen Brus?- der Gedanke ist Schade/, angerichtet zu l)aben. welchem der^Bnrenbeld die Engländer nicht schon geschlagen es, daß aus diesem Schaffen und Wirken, aus diesem Dulden, ** Prügelknaben. In vergangener Nacht ensttan am wÄchem der Burenyeld die ^ngmnver nrcyr ,cyong^cyi gen. aus dieser gewaltigen Anspannung Bahnübergang m der Lrebigstraße zwischen zwei Leuten nach Die englischen Verluste bei dem Angriffe menschlicher Kräfte und Leidenschaften immer siegreicher die vorausgegangenem Wortwechsel eine Schlagerei, wobei der Dewets werden jetzt endlich in Kitcheners bekann^r!Ideen der Wahrheit und der Erkenntnis, der Liebe und der eine eine blutende Wunde am Kopfe und stark unterlaufene Meldemanier bekannt; sie betrugen: 6 Offiziere und 521 Schönheit hervordringen und der Kultur zum Segen gereichen. Beulen im Gesicht davontrug. Anzeige wegen Körperverletzung Mann tot, 9 Offiziere verwundet, 4 Offiziere werden ver-l^ftn Ideen hat in seinem letzten Ziel auch das Leben voll wurde erhoben. mißt, d h. sie find doch wohl gefangen genommen^kühe und Arbeit des hinscheidenden Jahres gegolten. Nicht ** In die hiesige Klinik wurde em 22fährrger Burfche U-b-r ,d-n Kampf Mfl werben dann vonb-m Ob-rb-s-hlK- ist di- ausgestreute Saat gewesen - cs .st auch im aus Weyer (Oberlahnkreis) eingel.esert, der von einem alten Jahre 1901 gearbeitet worden für den menschlichen Fort- Bergmann- dort gelegentlich e.nes W.rtShausstre.tes -mm am südlichen Abhang^eines ziemlich steilen Berges ein Lager *■»" s.n .Inh hnrnm be-1 lcbensae.abrl.Len MesteritiL in den Unterleib erhalten hat. errichtet. Die englischen Vorposten hielten einen Höhezug besetzt, eine schon von Natur starke Stellung, und hatten sich außerdem noch verschanzt. Es hat sich ergeben, daß die Buren den Südabhang des Berges hinauf- geklettert sind und sich in der Nähe des Gipfels gesammelt haben. (Und das alles trotz der Vorposten?) Dann haben sie die oben befindlichen Pickets der Engländer um 2 Uhr früh plötzlich mit Uebermacht angegriffen. Bevor noch die im Lager befindlichen Engländer aus ihren Zelten herauskommen konnten, stürmten die Buren schon durch das Lager und schossen die Leute nieder, wie sie aus bend Zellen herausstürzten. Die englischen Offiziere schossen in dem Bemühen, dem Ansturm Einhall zu thun, aber die! Duren waren zu stark und hatten, nachdem einmal die Pickets überwältigt waren, alle Vorteile für sich. Die Zah l der Gefallenen, der Verwundeten und der jetzt in Elandsriver Bridge in Sicherheit befindlichen Engländer beträgt etwa die Hälfte der ganzen Kolonne; die übrigen sind gefangen. Ein britischer Offizier, der entkommen ist, berichtet, er habe zwei Wagen mit getöteten und verwundeten Buren gesehen. Zur Verfolgung der Buren war leichte Kavallerie abgegangen. Es ist jedoch den Buren gelungen, in durchbrochenes Gelände zu kommen. Und nachdem die Buren einmal den Langberg erreicht hatten, » leist' Äb)| -'Henhgnsen, 28. Dez, Gestern abenb hotten ausLiäickten 1901. (Wir haben dre letztere bereits mitgeteilt. n. Jteo.)iMitglieder des Gesangvereins Eintracht ver- Das heißt auf ehrlich gut deutsch: eine furchtbare *' Künstlerische Stadtebuude. Für die Gründung eme§ um Abschied zu nehmen von ihrem Dirigenten, Niederlage Denn neben den bis jetzt gemeldeten ge- Städtebundtheaters in den Städten Gießen, Marburg, Bad- Her in einen anderen Wirkungskreis versetzt worden fit. »iallenen und verwundeten Offizieren werden nun wohl auch Nauheim- Friedberg und Wetzlar, zu denen sich vielleicht Nachdem der Vereinspräsident die Verdienste des Lehrers allgemach die ausführlichen Meldungen über die „der-1noch Hanau gesellen ließe, sind wir an dieser Stelle bereits «Wolf um unsern Verein geschildert hatte, dankte letzterer mißten" Aeomanries nicht verschwiegen werden können. mehrfach eingetreten. Jetzt hören wir, daß man hier beab- in bewegten Worten uird gab der Versicherung Ausdruck, Ein paar kleine Pflaster auf diese Wunde zu legen, sichfigt, vorerst ein Städtebund-Orchester ins Leben zu daß es nicht jiein Verdienst sei, wenn der ^ererv^h^te bemühten sich ein Telegramm Kllcheners aus Johannesburg ^a§ namenllich für Bad-Nauheim von hervorragender Vortressliches leiste, die Sangesbruder ihre Schuldigkeit und eine Meldung Major Beresford nach emem glücklichen ^'tuna wäre wo dieses Orchester das^sich nur aus gethan hatten und ihm allezeit nach^Kräften entgegen^ Einfall in Bothavllle, wobei er 26 Ge angene gemacht hat, Hutung wäre, wo oiests ^rcyeper, oas jia? ma u» fornmen waren. Daraufhin wurden von einigen Mädchen, nach KroonstadMrückgekehrt ist. (Darf man fragen, warum tüchtigen, gut besoldeten Musikern zusammensetzen soll, während Mitgliedern des gemischten Chores, der sich auch unter der er zurück gekehrt ist^) der Badescnson beschäftigt werden wurde. In den anderen Leitung des Herrn Wolf gebildet hatte, einige sinnige Gs- Das „Reutersche Bureau" meldet aus Piquetberg Road: Monaten des Jahres würde es reichlichen Verdienst m ben k^te vorgetragen. Zuletzt sprach ein Mädchen im Namen Die vereinigten Burenkommandos im westlichen Teile der übrigen Städten finden und vor allem für das Konzertwesen der Sängerinnen ihren Dank aus für die durch den Dirr- Kaplolonie, insgesamt 700 Mann, unter den Kommandanten der Städte von außerordentlichem Werte sein. Wir wollen I genten zu Teil gewordenen Gesangstunden, ^tder scheidet Theron, van Rensburg, Woosti, Smit und Pypers griffen boffen, daß diese vortreffliche Idee in den Nachbarstädten der verdienstvolle Mann allzu früh aus unserer Mitte, und am 22. und 23. d. Mts. einen auf dem Wege nach Calvinia Anklang findet, sich recht bald in die Thai umsetzen läßt und man wünscht ihm hier für seinen ferneren Lebensweg alles befindlichen Convoi an, als dieser einen langen Gngpaßki. (Äf-nndlone wird für ein Städtebundtheater. Die!Gute. . durchzog. Es gelang den Buren nicht, auch nur einen Waben . 9§ { - <• • wiederholt des längeren aus- §Butzbach,29. ^ez. Unter der tytima Sparverein wegzunehmen. Sie wurden zurückgetrieben und hatten fünf Vorteste emes solchen, die P u 6 a ist der aus llemen Anfängen zu einem großen Toteund über zwanzig Verwundete. Der Convoi tarn sicher emandergesetzt haben, sind außero^entlich groß. Das Jahres- Geldinstitut gewordene bisherige Sparverein hier geftern -in Calvinia an. engagement endet den ewigen Wechsel des Perjonals, das eine Gesellschaft mit beschränkter tzaft- Der Brüsseler „Petit Bleu" berichtet, daß sein Kriegs - auf eine erheblich höhere Stufe erhoben wird. Wir werden ung umgewandelt worden. Die 40 Gesellschafter haben je korrespondent von den Engländern v er- beim Orchester wie beim Theater in die Lage versetzt,, die 500 Mark Stammeinlage zur Bildung des Betriebskapitals haftet und nach Berundas abgeführt worden ist. DasItüchtigsten unter den Künstlern dauernd an uns zu fesseln,I eingezahlt und die Firma zum Einträge bereits angemeldet. Blatt erklärt, bevor es Einzelheiten über die Angelegen-! wir bekommen in den Leistungen größere Einheitlichkeit, durch Das Unternehmen hat den Zweck, den Sparjimi zu fördern hell veröfientliche, werde es an das englische Kriegsamt die bie qröfeere Künstlerschar ein erweitertes und erhöhtes Reper- und Darlehen gegen genügende Sicherheit zu gewahren. Bitte richten, den Korrespondenten freizugeben. L • < Künstler selbst erlanaen arößere Ruhe und Sicher- 2)16 Zahl der seitherigen Einleger betragt über 600. Difie Eine in Wien äbgehaltene, zahlreich besuchte Bersamm- ™t Hun|tU^: ertanflm . erhalten 4 Prozent Zinsvergütung. tung von Frauen aller Stände beschloß, einen Appell an die das Zusammenspiel wird harmonycher re rc. Wir Nidda, 25. Dez. Am 1. Feiertag wurde dem Frauen Englands und eine Adresse an die Königin von Tonnen heute nur ganz flüchtig diesen weitreichenden Plan^ hiesigen Landwirt Peter Zeitz der siebente Sohn ge- 'England zu richten, in welchen dieselben gebeten werden, skizzieren, dessen Verwirklichung wohl noch emige Zeck auf tauft. Se. Kgl. tzohell der Großherzog Halle die ihren ganzen Einfluß für die Beendigung des grauenvollen sich warten lassen wird, hoffen aber demnächst unseren Lesern«Gnade, die Paten stelle bei dem Kinde anzunehmen und Krieges in Transvaal aus^ubieten. roeitere Mitteilungen über die nächsten Absichten machen zu ließ dem Vater ein namhaftes Geldgeschenk übermitteln Nach neuesten Meldungen hat die Sterblichkeit inlfönnen. — Die Idee des Städtebundtheaters, die zuerst in Sämtliche sieben Knaben sind frisch und gesund, den Konzentrationslagern eine solche Höhe er-!Oberschlesien und dann in Pommern erfolgreich in die Er-1 Darmstadt, 28.Dez. Der Großherzog und der Groß- reicht, daß, wenn keine Besserung eintritt, die ganze' .....- - ----- ~ ~ 1 - - ■ ' Blu renbevölkerung, soweit sie in den Lagern fest- aehallen wird, bis zum Juni ausgestorben sein dürfte!! Das Zentral-Komiree der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz hat am 24. Dezember 1901 der Deutschen Buren- Zentrale (München, Wilhelmstraße 2/11) 5000 Mark für die in englischer Kriegsgefangenschaft befindlichen Deutschen überwiesen. Die Sammlung der Zentrale ist dadurch auf 108000 Mark angewachsen. zum Pfarrassistenten in Gießen, Dekanat Gießen; Pfarrvikar Tapeten verbrannt. Schultheis zu Wolfskehlen, Dekanat Eberstadt, zum Pfarr- ** Die Ehrenpeitjche für Postillone fit zmn verwalt-r bafelbft. - Zur Wieberbesetzung werden aus- W-ihnachtsseste dem Postillon Friedrich Schwertzer rn geschrieben: Die cvangelischeP^rrstellc zu Crainfeld, DÄ- Lauterbach, die evangelische Pfarrstelle zu Munlter, De. Sylvester-Unfug. Nach einer uns gewordenen Mii- Friedberg. , . . , , . teihmq ist die Schutzmannschaft angewiesen, einem alljährlich Pensiomerung. Ruhestand wurden versetzt der Sylvesternacht wiederkehrenden Unfug durch Anzeige- Guterexpeditionsvorsteher Bauern se nd n Mainz und der fteuern. Es werden von Schulkindern und Bahnmeister Kabey I. m Nieder-Olm, beide mit Wirkung \ jungen Bufichen auf der Sllaße, sowie aber auch von Erwachsenen aus Fenstern brennende Streichhölzer, sog. r " «re u < i s.- «re.- x" «bengalische Feuerwerke u. dergl. unter das auf der 27. Dezember enthalt: 1. Gesetz, betr. die verkehrende Publikum geworfen, wodurch nicht allein Gesetzes oom 25. November 1871 die Versicherung von entstehen, sondern auch Beschädigungen an Eigentum Mobilien m Feuerversicherungsanstalten betr. Vom 21. De- ®efUnb^eit vorkominen, ja schon vorgelommen sind, zember 1901. ^7 d°kanntmachung, Änderung Solche Handlungen find als grober Unfug strafbar, ordnung vom 20. Marz 1900 bell. Vom 12. --ezembei Dom, Oben haut en, 28. Dez. Gestern abend hatten 1 Summa: 6 (1) Tendenz: schwach. Biscaya unter im Golf von Der Präsident 30. Dez. verübte Selbstmord. 6317 des Landesgerichts/ Als Ursache wird 1 1 1 hiesigen Raday auf die 37«°/° 3% 37,°/° 3% 1 1 (1) während eines Orkans gegangen ist. 3% Mexikaner . . 47« /o Chinesen . , Electric. Sebuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdiner Bank . Ber-iner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . , Harponer . . . 4% Griech. Monopol-Anl. 47,% äussere Argentiner . 101.10 99.30 . 100.10 . 100.10 . 39.40 . 27.25 . 26.90 . 101.80 . 42.05 Wien, Holtzinger, 37«°/o Hessen . . . 3-6 Hessen . . . . 4-6 Oesterr. Goldrente 47r-6 Oesterr. Silberrente 4-6 Ungar. Goldrente . 4°/j Italien. Rente . . 47,-6 Portugiesen . . 80/. Portugiesen . . . 1-6 C. Türken . . . Türkenlose . . . . . Reichsanleihe do. Konsole do. . . Li. Weinhardt ausgeüU-ete Lehrerin. Diphtheritis Lungenschwindfucht Schlagfluß Leberentartung Altersschwäche Erfrieren drohende Erblindung angegeben. Newyork, 30. Dez. Ter deutsche Gesandte soll au- geblich Caracas nach einem heftigen Wortwechsel mit dem Präsidenten Castro verlassen haben. Die venezulanischeu Rebellen sollen vielfach Erfolge erringen. Präsident Castro ver- hinderte die Landung des französischen Dampfers „Lasayette", der den Rebellen-Chef Matos befördert hatte. Shanghai, 29. Dez. Die Verhandlungen betr. Revi» sion der Handelsverträge haben noch nicht begonnen, da Schang noch immer krank ist. Anmeldungen weiten entgegen genommen Bismarckstraße Ecke der Stephanstraße. Auf Wunsch Eintritt jede Woche. Den fernsten Kaffee machen Sie, wenn Sie als Zusatz eine Kleinigkeit von der sehr ergiebigen Linde'schen Essenz nehmen. Ueberall zu haben! Seidenstoffe bäjä von Eiten & Keussen, NLL Krefeld. Vermischtes. * Breslau, 28. Dez. In Sokal an der galizischen Grenze wurde der Gastwirt, dessen Frau und vierzehnjährige Tochter erm ordet und beraubt. Die Thäter, 3 Bauern, darunter der reichste des Dorfes sind verhaftet worden. • Kiel, 28. Dez. Der wegen Diebstählen in den Uni- vcrsitätsinstituten fortgcwicsenc frühere Student, nunmehrige Assistenzarzt Dr. Kleimerz ist unter dem dringenden Verdachte, nut dem Messerstecher identisch zu sein, in Euskirchen in der Rheinprovinz verhaftet und in das Kieler Untnrsuchungsgefängms cingeliefert worden. * Hamburg, 29. Dez. Der während des Oststurmes bei Sandhamm gesunkene Dampfer ist der schwedische Dampfer „Polstjaernar", der mit Kohlen nach Sandhamm bestimmt mar. Die ganze Besatzung, 22 Pers onen, darunter zwei Frauen, ist e rtrunken. — Der nach London bestimmte Schooner „Matine", mit Weizenladung an Bord, ist im Kanal mit sechs Mann Besatzung untergegangen. — Der Passagierdampfer „Lun" geriet auf der Fahrt nach Nerv-Pott in Brand, von 15 Passagieren sind drei verbra nnt. * London, 28. Dez. Nach Meldungen aus Goa sank der Dampfer „Goa" auf dem Mandaoyflusse. Von 130 an Bord befindlichen Matrosen sind 75 ertrunken. Viele aus den Fluten gerettete Personen starben vor Erschöpfung. * Paris, 30. Dez. Die Hafenstadt Saffi, Marokko, wurde von einer Wasserhose heimgesucht. 200 Eingeborene Strafgerichts wurde in Zürich Graf Andreas v erhaftet und hierher gebracht. Derselbe hat Namen Baron Desider Pronay und Graf Gedeon Raday . 100.80 . 90.50 . 100.60 . 90.20 . 98.70 . 87.80 . 104Jj0 . 201.90 . 180.30 . 125.50 . 128.00 . 139.50 . 140.60 . 19.30 . 164.50 . 186.00 . 172.50 . 159.00 hiermit jedermann, meine Frau, die mir vor einigen Wochen entlaufen ist, wiederzubringen. Wicderbrmgcr ist strafbar. Ebenso warne ich jedermann, derselben etwas zu leihen oder zu borgen, da ich für nichts hafte. Rödgen. Karl Hoffmann, Wirt." Universitäts-Nachrichten. Berlin, 29. Dez. Wie die „Krzztg." mitteilt, hat Professor Mommsen, der uHprünglich an dem Ltebesmahl, das zu Ehren Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. sind ertrunken. Die Zollgebäude und viele Warenlager worden. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kircherrplatz. Bremen, 28. Dezember. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Reichspostdamvser „Darmstadt", Kapitän C. Dewers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 3 Uhr nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Schisssnachrichten. „R e d Star Linie" Antwerpen. Der Postdampfer „Haversord" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 27. Dezember wohlbehalten in New-Pork angekommen. sind zerstört und die Waren ins Meer fortgetragen Europäer kamen nicht um. ' Budapest, 28. Dez. Auf Ersuchen des Spirlplau der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 31. Dezember, nachmittags 372 Uhr: „Aschenbrödel". Abends 7 Uhr: „Der Postillon von Lonjumeau". Schauspielhaus. Dienstag den 31. Dezember, abends 7 Uhr: „Im weißen Rößl". Dmil-JWkide-ZchuIe Der nächste Kursus beginnt am Mölhkntlichc steberWim Todrsfille in der Stadt Gießen. 51. Woche. Vom 15. bis 21. Dezember 1901. Sterblichkeitsziffer: 12,05, nach Abzug von 1 Ortsfremden 10,04%°. (Einwohnerzahl: angenommen zu 25 900 (inkl. 1600 Mann MLlitär). Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr Wechsel im Betrage von 14000 Kronen gefälscht. * Die Harmlosen vom Wiener Jockeyklub. lieber den Millionen-Spielverlnst im Wiener Jockeyklub, von dem wir schon berichteten, wird von wohlunterrichteter Seite gemeldet: Es wurde Baccarat gespielt und die Bank wurde a rouant gehalten — sie ging von Hand zu Hand. Bis zu einer ziemlich vorgerückten Nachtstunde wurde allerdings maßvoll pointiert — wenigstens nach den im Jockeyklub herrschenden Anschauungen. Es kamen Pointierungen von „höchstens" 20000 bis 25000 Kronen vor. Aber auch bei diesem Spiel hatte der polnische Aristokrat bereits Mischen 300 000 und 400 000 Kronen verloren. Nun kam an den ungarischen Sportsman die Reihe, txie Bank zu halten. Da machte der polnische Aristokrat einen Einsatz von 100 000 Str. Der Ungar erhob Vorstellungen gegen ein so hohes Spiel, der Pole beharrte aber auf seinem Einsatz und verlor ihn. Nun verdreifachte er den früheren Einsatz und pointierte 300000 Kr. Der ungarische Bankhalter sprach abermals seine Bedenken aus und warnte den Partner vor einem so hohen Einsatz. Man sprach darüber hin und her, die Mitspieler beteiligten sich an den Verhandlungen, und endlich wurde ein Einsatz von 200 000 Kr. vereinbart und vom Bankhalter angenommen. Aber auch dieses Spiel verlor der polnische Aristokrat; trotzdem wiederholte er den gleichen Einsatz noch mehrmals rasch nacheinander und hatte binnen wenigen Minuten sieben Pointierungen zu 200 000 Kr., also 1400000 Kr. verloren. Der ungarische Sportsman hatte im ganzen 2 075 000 Kronen gewonnen, darunter 1500 000 Kronen von dem polnischen Aristokraten. Trotz dem Hazardspielverbot im Jockeyklub wird in diesen vornehmen Räumen doch recht hoch gejeut, besonders in einem Salon, in dem man das Baccarat bevorzugt. In diesem Salon, von dessen grüner Tapete sich, wie in den übrigen Spielräumen, das Plakat abhebt: „Nach § 522 St. G- darf nicht hazardiert werden", ist auch der jetzt so Aufsehen erregende große Spielverlust vorgefallen. Die Verluste und Gewinne sind im allgemeinen, absolut betrachtet, hoch genug. Gleichwohl wird auch hier nur selten bis zu Einsätzen gegangen, die man selbst im Verhältnis zu der Situation der Spieler als abnorm hohe bezeichnen könnte. Bares klingendes Geld oder auch Papier sind nach internationalem Klubbrauch auf den Spieltischen im Jockeyklub nie zu sehen. Jeder Spieler — es ist wohl überflüssig, zu sagen, daß die Herren im Frack mit weißer Kravatte erscheinen — ist mit Marken aus gestattet, die mit Ziffern bedruckt, im einzelnen bis zu tausend Kronen wert und ans schneeigweißer Perlmutter fabriziert sind. Der Gewinner, ber die Marken übernimmt, folgt diese nach Aufhebung bes Spiels bem Klub gegen einen roten Bon aus, der im Sinne der Spielnormen binnen achtundvierzig Stunden von dem Verlustträger bar eingelöst werden muß. Hat ber verlierenbe Spieler ein Depot im Klub, so regelt dieser barau§ bie Schuld. Die meisten Mitglieder haben aus Bequemlichkeitsgründen im Klub Spieldepots. Spieldepots von hunderttausend und mehreren hunderttausend Kronen ftnt) sehr zahlreich; von einem Klubmitglied ist bekannt, baß sein Spieldepot mindestens 1 Million, oft aber zwei Millionen Kronen beträgt. Mitgliedern, die kein Spiel- bepot besitzen, räumt der Klub für einen Spielabend einen K-redit bis zu 10000 Kronen ein. Nach seinem ungeheuren Spielverlust ersuchte der polnische Graf um eine längere Zahlungsfrist, die der ungarische Sportsman ohne werteres wnzedierte. Wäre er auf der Regelung binnen 48 Stunden bestanden — die 2 Millionen hätten ihm selbstverständlich in dieser Frist bezahlt werden müssen. Nach dem Spiel zog sich der Graf zur Lektüre der Zeitungen in den Lesesalon zurück Dies war durchaus keine affektierte Ruhe, denn ber Verlierer ber höchsten im Jockeyklub je in wenigen Spielen verspielten Summe ist ein sehr reicher Mann, und man erzählt sich übrigens, daß er vor einiger Zeit in Paris 400000 Franks gewonnen habe. . . . Das Unangenehmste für den polnischen Kavalier und seine Mitspieler werden somit die Folgen sein, die sich an anderer Stelle absprelen sollen' vor bem Strafrichter. Und zwar geschieht dies, wie schon kurz mitgeteilt, auf direktes Eingreifen des öfter» r^chischen Kaisers. Wien wird also demnächst auch seinen Harmlosenprozeß haben. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Märkte. Hanau, 28. Dez. Mit Rücksicht auf den Umfang und die bösartige Form, in welcher die Maul- und Klauenseuche in den Gemeinden Wacheubuchcn, Mittelbuchen und Kilianstädten aufgetreten ist, wurde um der Gefahr einer Seucheiwerschleppung vorzubeugen, die einstweilige Abhaltung von Viehmärkten sowie das Beschicken der Wochenmärkte mit Läuferschweinen und Absatzferkeln für den Umfang des Stadt- und Landkreises Hanau verboten. fo. Frankfurt a. M., 30. Dezember. (Telegr.Oria.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- ireise. Zum Verkaufe standen 389 Ochsen, darunter 132 aus Oesterreich, 21 Bullen, darunter 0 aus Oesterreich, 744 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 751 Kälber, 359 Schafe und Hümmel, 955 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaslümmer. Bezahlt wurde ür 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 65—67 Mk., 2. Qual. 58—61 NU., 3. Qual. 53—57 'Dlt; Bullen 1. Qual. 54 bis 56 Mk., 2. Qual. 50—52 Mk.; Kühe 1. Qual. 59—61 Alk., 2. Qual. 55—57 Mk., 3. Qual. 42—45 All, 4. Qual. 32—34 Mk., 5. Qual. 30—31 Mk. Kälber: 1. Qualität78—80 Pfg., Lebendgewicht 46 —48 Pf., 2. Qual. 72—74 Pfg., Lebendgewicht 43—45 Pfg., 3. Qual. Schlachtgewicht 62—67 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 56—58 Pfg., 2. Qual. 46—48 Pig., 3. Qual. 40—44 Pfg.; Schweine 1. Qual. 40—44 Pfg., Lebendgewicht 68 Pfg., 2. Qual. 54 Pfg., Lebendgewicht 67 Pfg., 3. Qual. 53 bis 60 Pfg., Lebendgewicht 58—60 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gedrückt. Bei Kleinvieh gut Markt geräumt. fo. Frankfurt a. M., 30. Dez. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen All. 16.75—00.00, Kurhessischer Mk. 17.00—00.00, La Plata M. 17.50—17.75, Kansas All. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 14.00—14.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.50—16.75, Kleie Mk. 16.50—16.75, Hafer ML. 15.00—15.50, Mais Mk. 00.00 bis Mk. 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 25.00—25.50, 2. Qualität Mk. 23.00 bis Mk. 23.50, 3. Qualität All. 21.00—21.50, Roggenmehl 0 Mk. 22.00—22.50, 1. Qualität All. 20.75—21.00, Weizenkkeie All. 8.50 bis Mk. 00.00, Roggeickleie Mk. 9.50—0.00, Maiskeime Mk. 9.50 bis Mk. 10.00, Frankenpfälzer Rieb Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hrer. 1 — 1 — 1 — 1 — 1 (1) 5 (1) 1 Hamburg, 30. Dez- Das Schiff „Skiathos" ist auf ber Fahrt von Swansea nach Neapel unweit Figueira an ber Küste Portugals untergegangen. Wrackstücke sinb bereits ans Land getrieben. Katto witz, 30. Dez- Im Melzer Bezirk sind mächtige Gyps lager erschlossen worden. Der „Katt- Ztg." zufolge werden sich an ihrer Ausbeutung deutsche FimmK- krei.se beteiligen. Jnowrazlaw, 30. Dez. Arbeiter haben auf einen Kohlenzug der Strecke Jnowrazlaw-Kruschwitz einen frechen Ueb-erfall ausgeführt. Als der Zug vor der großen Brücke wegen einer scharfen Kurve sehr langsam fuhr, sprangen sie auf denselben und brachten ihn zum stehen, Dr. Althoffs stattfinden soll, teilzunehmen gedachte, nachträglich abgesagt. Das gleiche gilt auch von Professor Virchow. — In Wicu ist der Dekan der chemischen Schule an dem hiesigen Technikum, Hofrat Berger, in Freiburg i. B. der Hofrat Prof, der Theologie, Kraus, der namentlich durch feine »Geschichte der christlichen Kunst" in weiteren Kreisen bekannt geworden ist, gestorben. — Der Professor der Volkswirtschaft an der Karlsruher technischen Hochschule, Tr. Troelsch hat den an ihn ergangenen Ruf an die Uuwersität Marburg angenommen. Telephonischer Kursbericht, Frankfurt a. JUL., 30. Dezember. um eine große Menge Kohlen z-u stehlen. Erst dann gestatteten sie dem Zugpersonal die Wetter fahrt. London, 30. Dez. Tas Krregsamt veröffentlicht etn Telegramm Lord Kitchencrs vom 29. d. Mts., worin es hnU, die Offizier und Soldaten der Kolonne Ftrman, die bei Tweefontein in Gefangenschaft geraten iporen, sind von den Buren in Fr eiheit gesetzt worden mü» gestern in Bethlehem eingetroffen. — Die heutigen äuüiier legen dem Gefecht bei Tweefontein keine allzu große Bedeutung bei, kritisieren aber scharf die augenblickliche Lage in Südafrika. . . _ London, 30. Dez. Wie mitgetellt wird, hatte Dr. Olar, Exkonsul in London und intimer Freund Krügers^ vor einigen Tagen eine Unterredung mit Chamber lain. Dr. Clar wird nach dem Kontinent reisen und sich^eintge Tage in Bilversum und im Haag aufhalten. — Die „Dimes" berichtet aus Valparaiso: Die Aufregung hat sich gelegt nachdem bekannt geworden, daß der argentinische Ministerpräsident nicht beabsichtigt, das Protokoll zu kündigen. London, 30. Dez. Aus Shanghai wird gemeldet: Man wartet zur WudererSsinung der Unterhandlungen, betreffend die Revision der Handelsverträge die Genesung Shengs ab. . Paris, 30. Dez. Wie aus Port Said gemeldet wird, ist Cicil Rhodes, begleitet von Jameson, gestern nach England abgereist. Madrid, 30. Dez. Sagasta versicherte in einer Unter- rcdnng mit Führern der Opposition, daß die Wiedereröffnung; der Cortes am 20. Januar erfolgen werde. Rom, 30. Dez. Schwere Unruhen haben bei der Ankunft des sozialistischen Abg. Prof. Ferri in Neapel stattgefunden. Die erregte Menge wollte Ferri lynchen, der unter militärischer Bedeckung nach der Redaktion des soz. Blattes „Propaganda/' in Sicherheit gebracht werden mußte. Als Ferri vom Fenster aus eine Ansprache zu halten versuchte, bewarf ihn die Menge mit Steinen. — Nach detaillierten Depeschen der Blätter hatten die Neapeler Kundgebungen einen ganz anderen Charakter, nämlich für und nicht gegen Ferrt. Schon auf dem Perron; bereitete ihm eine große Volksmenge Ovationen, die außerhalb des Bahnhofs so sehr anschwollen, daß Militär einschreiten mußte. Ferri versuchte, die Menge vott einer Droschke aus anzusprechen, wurde aber daran von der Polizei gehindert. Eine große Anzahl von Verhaftungen wurden vorgenommen. Ferris Gegner beschränkten sich darauf, aus den Fenstern zu pfeifen. Mailand, 30. Dez. Bei der gestrigen Ersatzwahl eines Deputierten wurde der Soziallst Tarati mit 2657 von 2860 Stimmen zum Deputierten wiedergewählt. Wien, 30. Dez. Nach einer offiziösen Mitteilung sieht die Regierung der am 26. Januar erfolgenden Wiedereröfs^ nung des Reichsrats mit großer Zuversicht entgegen. Man glaubt, daß die Regierung entschlossen ist, falls einzelne! Parlaments-Parteien versuchen sollten, durch Dringlichkeits-Anträge die Debatte über die Tagesordnung zu stören, das Parlament aufzulösen und daß keine Fraktion für die Auflösung des Hauses die Verantwortung auf sich nehmen werde. Wien, 30. Dez. Die Montagsrevue meldet: Der Kaisejr hat dem Dr. Ofenheim die zweimonatliche Kerker^ st rase wegen Duellvergehen und alle Rechtsnach- olgen erlassen. Konstantinopel, 30. Dez. Nachdem in Smyruq amtlich ein Pestfall konstatiert worden, wurde über die Provenienzen aus Smyrna die Quarantäne verhängt. Peking, 29. Dez. Reuter-Meldung. 2000 Mann chinesischer Truppen sind am letzten Freitag in Peking eingezogen. Alle Schichwachen für die Gesandtschaften, mit Ausnahme der amerikanischen, haben jetzt Artillerie. Das' Programm des Eintreffens des kaiserlichen Hofes bestimmt, daß der Kaiser von Paotingfu mit Sonderzug eintreffen wird. Ein zweiter Zug bringt die Kaiserin-Witwe nach Peking, wo sie vom Unser am Bahnhof mit großen Ehren empfangen wird. Newyork, 30. Dez. Aus Santiago wird gemeldet, Ministerpräsident Portela ist heute a6 gereift. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Swiuemünde, 30. Dez. Der einer hiesigen Rhederei gehörende Dampfer „Borussia", der am 11. Dezember von Bilbao nach hier abgegangen ist, ist heute noch nicht eiugetroffeu. Mau befürchtet, daß das Schiff mit 20 Manu Besatzung Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Röthges für das Jcchr 1902/03 liegt vom 1. Januar 1902 an acht Tage lang auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Jnter- effenten offen. Röthges, den 30. Dezember 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Röthges. Metzger. 8469 MhebNg m MmWesuchtii M WüZii- WMg BOtt WikumWartkll zv Neujahr 1902 Nachbenannte Herren und Damen haben zu vorbezeichnetem Zweck unserer Kleinkinder - Bewahraustalt bis jetzt Gaben gespendet: 1. Metzgermeister Pirr. 2. Garnisons-Verwaltungs- Jnspektor i. P. Senst 3. Geh. Hofrat Professor Dr. Naumann. 4. Pfarrer Schlosser. 5. Kommerzienrat Heyligenstädt unb Frau. 6. Ingenieur Schiele. 7. Oberkonststorialrat Waas. 8. Kaufmann Hemrich Hochstätter wrd Frau. 9. Direktor Pascoe und Frau. 10. Rudolf Göbel und Frau. 1L Robert Haas und Frau. 12. Philipp Lotz Witwe. 13. Architekt Stein unb Frau. 14. Juwelier Kapl Noll unb Frau. 15. Kaufmann Louis Sunbheim unb Fran. Iß. Hotelbesitzer Mund unb Frau. 17. Regierungsrat Roßmann unb Frau. 18. Pfarrer Euler. 19. Lanogerichtsrat Dornseiff. 20. Postsekretär Schraub unb Frau. 2L Pfarrer Dr. Naumann. 22. Schlachchofbirektor Liebe. 23. Prokurist Köser. 24. Karl Georgi und Frau. 25. Frau Rechnungsrat Kalbfleisch. 26. Stabtverorb- ueter Kirch. 27. Kommerzrenrar Heichelheim. 28. G. W. Schneiber unb Frau. 29. Rentner F. L. Bender. 30. Fabrikant Mylius. SL Verlagsbuchhändler Roth. 32. Kanzleirat Schäffer. 33. Kom- merziemat Georgi. 34. Realgymnasiallehrer Alvach. 35. Stadtverordneter Brück. 36. Stadtverordneter Helfrich. 37. Kaufmann Ed. Sack. 38. Frau Melchior Schäfer Wrtwe. 39. Georg Bickel. 40. August Will. 41. Kommerzienrat Wortmann. 42. Frau Karl Plank Witwe. 43. Fabrikant Georg Schmall. 44. Stadtbaurat Schmandt. 45. Beigeordneter Wolff. 46. Wilhelm Hornberger und Frau. 47. Professor Dr. Pitz. 48, Kanzleirath Demuth. 49. Agent Karl Klees. 50. Kaufmann Jos. Sauer und Frau. 5L Gymnasiallehrer Haggenmüller. 52. Architekt Louis Seuling und Familie. 53. Stadtverordneter Emil Schmall. 54. Glasermeister Luh. 55. Architekt Nicolaus und Frau. 56. Dekorationsmaler Groß und Frau. 57. Kaufmann Louis Benner u. E. Krumm. 58. Hotelbesitzer Nauheimer und Frau. 59. Dr. Koeppe unb Frau. ■60. Mbrikant E. Kauffmann. 61. Fabrikant Heinrich Eichenauer. 62. Zahnarzt G. W. Koch. 63. Agent Jean Bovck. 64. Rentner Earl Schwan. 65. Medizinalrat Dr. Haberkorir. 66. Kommerzienrat Emmelius. 67. Weinhändler Carl Küchel unb Frau. 68. Bau- techniker Altvater. 8463 Wegen iiei mn 31. d. Mt§. ftWeükv Melltm bleibt bie W nachmittags geschloffen. Großen, am 30. Dezember 1901. 8455 GkVkrbkbmb s« Gikheil. Eingetr. Genoffenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Wagner. Carl Vogt DL In heutiger Vorstanbssitzung würben nachfolgendeObligationen ber isr. Religionsgemeinbe Frieb- berg zur Rückzahlung per 1. April 1902 gezogen: Lit. A Nr. 74 h Mk. 400.— Lit. B Nr. 45 ä Mk. 200.—. Die Einlösung obiger gezogener Obligationen erfolgt burch bas Bamhaus Grünewalb, Gießen, unb burch unseren Gemeinberechner Herrn S. Strauß hier. Am 1. April 1902 erlischt bie Verzinsung genannter Obligationen. 8447 Friedberg, den 25. Dez. 1901. Der Vorstand der israel. Religionsgemeinbe. Jsibor Stern. Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute: KuMch 32 llfg. i^sam Ära-alk BCognak HötweiBie Portwem Malaga T okax/eE» empftehlt 05156 J.ZörbWwe., Mäusbnrg 9. Niederlage von I. F. Menzers griechische« Mkiacu. Für Sylvester empfehle 8461 Verlmr Psmkucheii Mb KreWel sowie verschiedene Sorten feinste Pnnsch-Wenzen. Ed. Lind; ______Hofkonditor.______ Frifchgeschoffene Hasen Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 8460 Der Vorstand. Gießener Wer-M. (Wohlthatigkeits'Berem.) Samstag de« 4. Jaunar 1902, abends 9 Uhr pünktlich: General - Versammlung im Bereinslokal (Pfalzer Hof), Schanzenstraße. ^ageS-Ordnnug: 1. Jahresbericht. — 2. Statuten-Aenderung. — 3. Vorstandswahl. — 4. Verschiedenes. WehlWiM-Lerm Werfcttt. Dienstag de« 31. Dezember, abends 8 Uhr: Weihnachtsöescherung mit Konzert im Nestauraut $ttr Stadt München, Schloßgaffe, wozll «g°b«rst eialadet Bäcker-Verein Früh ans. Dienstag den 31. Dezember, Sylvesteruacht: BALL im Saale des Gaf6 Leiv. Anfang abends 8 Uhr. 8G0 „ Herrenkarten ä 1 Mk. sind an der Kaffe zu haben. Bäckergebilfen, welche in hiesiger Stadt arbeiten und nicht Mitglieder des Vereins sind, haben keinen Zutritt. Der Vorstand. Pariser Kopf-Salat, sowie ff. Val. Apfelsine« empftehlt Heinr. Klotz 05155 Mäusbnrg 17. Frische Sendung Austern eingetroffen. 05151 Seiöek'sche Weinstube ________Lndwigsplatz._______ LekvLc LMgelkirpseil Seezungen, Zander, Hechte, Ka- bliau, Schellfische, sowie junge giftete Gänse, Enten, ftanzos. arden, ital. 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