Kr. 204 Zweites Blatt 1K1. Jahrgang Samstag 31. August 1901 Expedition und Mruckerei: rchulßratz« 7. en war, und dann wie Mrioncn kam heute die Frage der Konfession der Ober - tums wurzele. Mit der Sozialdemokratie habe die christliche b(8l °* des Duells aus ig eines Ehren- scheiuuM Bald, Stafla 11 )bt IM. 5.) Stuttzvicßl de, hatte einen Kveuzzug 82000 Menschen hatten in Osnabrück, 28. August. Aus den geschlossenen B e r s a m m l u n g e n. Adrkffr für Drpkschent Anzeiger Sichen. FrrnsprrchanschlußNr.ül. Tie letzte offen t l i ch e Gen e r a l v e rsa mm lung, der wiederum die Bischöfe von Osnabrück und Kopenhagen, sowie auch der Regierungspräsident v. Gescher beiwohnten, wurde durch den ersten Präsidenten Justizrat Karl Trim^ born [geleitet. Bevor der erste Redner, Professor Tr. Müller aus Straßburg, das Wort ergriff zu einem Bortrage über die neueste Philosophie und die christliche Weltanschauung, stellte der Präsident Trimborn fest, daß Professor Tr. Müller der erste Elsässer ist, der je auf einer Katholikenversammlung in Deutschland gesprochen hat, was Lei der Versammlung stürmischen Beifall hervorrief. Nach einem geschichtlichen Rückblick auf die Entwickelung der modernen Philosophie entwickelte Prof. Müller die unversöhnlichen Gegensätze zwischen moderner und christlicher Weltanschauung an den verschiedene philosophischen Systemen. Nur die. vom Lichte des Christentums geleitete Wissenschaft I sei im stände, die großen Welträtsel und den Ausgleich der anderen Gegensätze herbeizuführen. Als der tosende Beifall, der nach der Rede erklang, sich etwas gelegt hatte, erklärte Präsident Trimborn, er sei überzeugt, daß dieser Beifall im Elsaß und besonders in Straßburg lebhaften Widerhall finde, und daß noch recht viele Redner aus dem Elsaß auf späteren Katholikenver- sammlungen sprechen werden. Von nicht minderem Beifall begrüßt, bestieg daraufhin Abg. Tr. Lieber die Rednertribüne, um über: Ter Ka- ! tholizismus eine Knltnrmacht zu sprechen. Anknüpfend an das jüngste päpstliche Rundschreiben über die christliche Te- nrokratie gab Redner eine Erklärung des Begriffs christliche Temokratie. Weder zwischen christlicher Demokratie und Christentum, noch zwischen christlicher Demokratie und Aristokratie sei ein Gegensatz vorhanden. Es handele sich darum, die gesamte christliche Gesittung vor dem Untergänge zu bewahren. Auch wenn der gesamte demokratische Zug mtferer Zeit nicht so hervorstechend wäre, müßten alle Volkskreise initwirken an der Erreichung dieses Zieles, und diese Notwendigkeit zuerst erkannt zu haben, sei das Verdienst der deutschen Katholiken. Was in dem päpstlichen [Rundschreiben christliche Temokratie genannt werde, das I fei in unsere Sprache übersetzt der Volksverein für das katholische Teutschland. Alle Kräfte des Volkes sei der Volksverein zu sammeln bestrebt, und etwas anderes sage auch das päpstliche Rundschreiben nicht. Leo XIII. habe das große Kulturproblem der Gegenwart erkannt, und den Weg zu seiner Lösung bezeichnet. Er habe dem Worte Temokratie diejenige Bedeutung gegeben, die ihm im Zusammenhang mit christlich allein gebühren kann. Es könne sich nur um eine Temokratie handeln, die in dem Boden des Christen- che;. : .Bei mttnm-. > xur mitZiW- iu fontwfli1 4 def^.aid^ Äöär* SÄjsT/, Realanstalten in Berlin, .Hannover, Dortmund, Ham- »«rg wnd andern Großstädten für ein dringendes Bedürfnis." " . Antragsteller führte dazu aus: Man kann fragen, ob >n Recht darauf haben. Gewiß, wir haben ein unver- «-Mrnrches Recht dazu. Berlin hat sechs höhere staatliche AiMlllen; daran wirkten 221 evangelische Oberlehrer, kein eMigier Katholik. Ferner hat Berlin 32 städtische höhere An-1 fttnlteni; an ihnen sind 470 Oberlehrer evangelisch, 32 jüdisch rmid mur 14 katholisch. (Hört, hört!) In den Anstalten der > In der gestrigen Sitzung wurde u. a. auch zum Jesuitengesetz Stellung genommen durch einstimmige An- nahme folgenden Antrages: „Tie Generalversammlung fordert als unveräußerliches Recht der katholischen Kirchs die freie, ungehinderte Thätigkeit ihrer Ordensgenossen- schäften. Im Augenblick, wo der Staat das Fürsorgegesetz für ine verwahrloste Jugend erläßt, weiset sie mit beson-, berent Nachdruck hin auf jene Ordensgenossenschaften, die sich der Seelsorge und der Erziehung widmen und dadurch dazu beitragen, daß der Jugend und dem Volke die Religion erhalten bleibe. Insbesondere verlangt sie, daß das den.Grundsätzen des natürlichen Rechts und der von der Verfassung allen Staatsbürgern verbürgten, bürgerlichen Freiheit widersprechende Ausnahmegesetz gegen die Jesuiten, den wiederholten vom Reichstag gefaßten Beschlüssen entsprechend, unverzüglich aufgehoben wird." Osnabrück, 29. August. In der heutigen letzten, unter dem Vorsitz des zweiten Vizepräsidenten Frhrn. v. Thünefeld stattgehabten geschlossenen Generalversammlung wurde die von Redakteur Feige begründete und von dem Präsidenten des Zentralkomitees Grafen Droste befürwortete Einladung der Katholiken Mannheims, die nächstjährige 49. Generalversammlung in ihrer Stadt abzuhalten, angenommen. Mit gleichem Beifall wurde der Antrag des Kölner Katholikenkomitees angenommen, die 48. Generalversammlung wolle beschließen, daß die 5 0. Katholikenversammlung in Köln stattfinde. Der noch unerledigte Rest der Anträge des zweiten Ausschusses wurde mit einigen wenig erheblichen Abänderungen angenommen. Bezugspreis vierteljährig Mk. 2.20, monatl. 75 Pfg. mit Bringrrlohn; durch btt Adholestrllen Vierteljahrs Ml. 1.90, monatl. 65 Pfg. ei Postbezug Vierteljährt, Mk. 2.00 ohne Bestellgelds «ille einstigen.IBtrmiulunoat «ed n dcö In. und Ausland«! ehmrn Anzeigen für de» siebener Anzeiger entgegen. Jetlcnprclö. lokal iS auBwdrtB so Pfg. daß die römisch-katholische Kirche unter allen Religionsgemeinschaften allein diese vier Eigenschaften besitze, und deshalb auch allein die wahre Kirche sei. In diesen Vortrag streute Gröber verschiedene Zeitfragen ein, so Graß- manns Schrift, die persönliche Würde des heiligen Alfons von Liguori, die Evangelisationsgesellschaft, die Los von Rom-Bewegung, die Beichte, das Cölibat und anderes mehr. Herr Grüber führte u. a. aus: Tie Kirche muß eine heilige jein. Auf welche Religionsgemeinschaft paßt dieses Merk- Ruftland, Deutschland, Frankreich. Auch heute liegen Aeußerungen Petersburger Blätter vor, der „Nowosti" und des „Grashdanin", die sich mit ^m Thema Rußland, .Deutschland, Frankreich beschäftigen. Wiederum wird dargelegt, die drei Reiche wünschten den Frieden, die Aufrechterhaltung des Bestehenden. Treue Freundschaft verbinde das russische Herrscherhaus ebenso mit dem Hause der Hohenzollern wie mit dem französischen rascher vorweg kommt. (Stür- hielten noch Lberpsarrer Dram IN er - Aachen nolt-aRN?^'w^^Er,iehung. Er gab ein lebens- volles Bild der Erziehung der Knaben in der Familie, wies auf die Mangel und Schäden dieser Erziehung in den industriellen Zentren hin und forderte auf, mit allen Mitteln unb aller Hingabe da bessernd mitzuwirken. Pfarrer eVS ^5 Quakenbrück knüpfte an das Lebensbild eines Osnabrücker Volksmannes Vorschläge und Malmunaen zur Mäßigkeit und Enthaltsamkeit gegen geistiMGetÄnk? Auch der 1860 verstorbene Osnabrücker Kaplan Matthias Senng, der zuerst Spinnräderarbeiter, dann unter Napoleon strammer Sergeantmajor gewest Kolping ein Apostel des VolkeH^ourd, gegen das Trinken geführt. feine Hände das Gelübde abgelegt, von gebrannten Getränken sich ganz zu enthalten und gegorene Getränke nur mäßig zu genießen. Präsident Trimborn knüpfte an diese Rede Grauerts, der den Vornamen August führt, und deshalb heute seinen Namenstag feiert, unter Beglückwünschung aller Auguste der Versammlung die launige Bemerkung, daß der Alkobolgenuß bei den Namenstagsfeiern des heutigen Abends nicht zu reichlich ausfallen möge. Ter Bischof von Kopenhagen Tr. v. Euch hielt heute eine ähnliche Schlußansprache, wie gestern der Stockholmer Bischof. >. I J* ate s-sre «“Mus! bring mbe f°- °>>e es (ft, \ mtr in . bei Pariser AuM. tat »rift ”6i.r fck® Laien Wglrn Muttert, fi raner mftgmfc «wr Freude und die > -erau-, namentlich $. Dtamalutgit des 6 Mmlr utbttfog Mi. fy. L 6d)teat^) ettei- haupimann Augenscheinlich liegt „System" in diesen Auslassungen pihrender russischer Blätter: es läßt sich annehmen, daß ven Ortungen von oben her der vertrauliche Wink ge- 8 toor^^n ist, in diesem Sinne zu schreiben. Tie GietzeimAnzeiaer General-Anzeiger " -w Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Erscheint täglich mit ■uina^me beS Montags. Mir Gießener Familien« llfitter werben bem An» »>t«er im Wechsel mit,,Heff. •«nbroirt" und „Blätier Mr heff. BolkSlunbe" vier» »ckl wächenllich beigelegt. ■ v,n «nzrfgen Eber nadmdttaflB für den § enden Zag erscheinenden tmm»r kiB Bonn. 10 Uhr. »eftellungen fpdttfienB eitnbB vorher. thkim Stabe schließlich das k. dies in der 619 Seiten ftri- iu ottbtti, oii U iftn. StiWUtti i die Diaymok v: .61 ivm \ra el nn i erM r#cfrn.t. *en hitz ien, echtei t emeff'g Boebhiodlanr*'' M durch Diehhn BektorH-1^ noS.TÄr. einer Vorstädte wie Chaffung des Duells wm Die wiederholten Hinweise der russischen Blätter, daß sich Zwecke hat." eine Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland voll- Tie übrigen heute erledigten Anträge befaßten sich mit zvgien habe. Die „Nowosti" stellen dies als „unzweifelhaft" der Mitwirkung bei Ausführung des Fürsorgegesetzes, mit hu,:, ^n Deutschland denkt man nicht so sanguinisch Man der Pastoration der Italiener in D-eutschland , mit Haus Ija! beobachtet, daß eine große Zahl von Aufmerksamkeiten haltungsschulen für Mädchen der Arbeiterbevölkerung, mit wiii deutscher Seite in Frankreich nur vorübergehend Ein- dem Verbände kaufmännischer Gehülfinnen usw. dlmck inachten. Tie kleine Schaar der Gebildeten und ver-! Tritte öffentliche Versammlung, iniiistig die Thatsachen Anerkennender, was will sie be- Dem Abg. Landgerichtsrat Gröber mar das Thema jagten gegen die Masse der „Unversöhnlichen"? Zwischen zugefallen: „Eine einige, heilige, katholische den Regierungen sind die Beziehungen ja seit längerem «p o st o l i s ch e Ki r che". Er hatte den Nachweis zu führen' durchaus korrekt gewesen, aber von Wärme wird man auch'~ -• • 1 da nicht sprechen können. Die Annäherung bat von deutscher Seite stattgefunden, nicht von französischer Seite. Äieüber wird keine Täuschung gestattet sein, daß, wenn ftnrnfreid) sich stark genug fühlte und des russischen Verbau deten sicher wäre, der Ruf„a Berlin" denselben Widerhall fände wie vor 31 Jahren. Wir glauben nicht an ein demlsch-französisches-russisches Bündnis; wir halten die Mög-, Ichüeit für ausgeschlossen, daß irgend eine französische Re- . . _____o____o........ jicrung es wagen würde, auch nur die Aufrechterhaltting mal? Ich will nicht von den Heiligen der katholischen des Bestebenden offiziell anzuerkennen. Eine solche Regier- Kirche reden. Das ist sicher, daß die Gründer anderer ung wurde alsbald hinweggefegt sein. Religionsgemeinschaften hochbegabte Männer, aber sicher- Ter Zarenbesuch m Teutschland undän Frankreich wird lich keine Heilige gewesen sind. (Lebhafter Beifall.) Im nch l mehr als das Resultat haben, daß der europäische I vorigen Jahrhundert finden wir viele Heiligsprechungen snede eine Befestigung erfährt, weil eben Rußland anfsldarunter auch die des jetzt so verunglimpften Alfons von neu® erklärt, daß es an kriegerischen „Abrechnungen" sich Liguori. Unbestreitbar waren alle, die diesen Mann ge- Nlht zu beteUigen gedenkt und die Freundschaft mit kannt haben, von seiner Heiligkeit überzeugt. Nie hat es Autjchland nicht ininder sck)ätzt wie die Bundesgenossen- jemand gewagt, die sittliche Lauterkeit dieses Mannes zu Mfft mit Frankreich Und diese „wohlthättgen Folgen"! bezweifeln, nur ein halb oder ganz verrückter Mensch dieser ller Zusammenkünfte sind geeignet, vollauf zu befriedigen. I Tage hat es gewagt, das Andenken dieses Heiligen zu be-! - ~ " —— I sudeln. (Stürmische Pfuirufe.) Viel schlimmer sind aber IS» Generalversammlung der Katholiken voch die Tausende, die an die Wahrheit dieser Schmutz- geglaubt haben. Ten Namen dieses Mannes will ich nicht in das Protokoll dieser Versammlung bringen. I (Stürmischer Beifall.) Es ist in den letzten Monaten eine I eigene Evangelifationsgesellschaft gegründet worden, die ' s.' '----“ - r ' ~ »• | nicht etwa das Evangelium den Ungläubigen in den eigenen Hno^^^ung der vorliegenden Anträge und Re-! Reihen überreichen möchte, sondern den Katholiken. ' Tas, ^er ^fufeffiort ber 6 e r * lift ja sehr freundlich, wir hatten aber das Evangelium schon! Vs-11 h r a n jt a l t e n zur Sprache. 16 Jahrhunderte vorher, wir verzichten auf diese Schriften Gründung von jtaatlichen oder und geben der Gesellschaft den Rat, ihre Bibel zunächst ^ttmnajien oder Realanstalten in ge- bei den Professoren der deutschen Hochschulen unteren J >'m^Äl^ov ^efordert der andere beschäftigt sich mit bringen. (Beifall.) Wenn sie sich aber nicht begnügen ' j*™ ^L ar^katholischen Kandidaten des höheren Lehr- sollte, von ihrem Bestreben abzugehen, dann möchte ich Kandidatenniangeflautet: „Tie «einige Fragen an sie richten. Welches Evangelium wollen ^n,r. katholischen Abiturienten die Herren uns bringen, dos Evangelium des Professors i dllngiend, sich in größerer Zahl dem Studium der Philo-1 Martin Luther oder das von Calvin oder von .Häckel oder! Ifc,Thematik usw. zu widmen. Begründung: Der von Harnack? Darauf möchte ich die Herren aufmerksam! * thrmnr"C 'Re^tsoi^wo.^^daten des höhern machen, damit sie ihre Bibel darnach einrichten und ihr 1 i.(nh^n Wii'trnn sy? i Eer - Kiel brachte fol- Geld nicht umsonst ausgeben. (Stürmischer Beifall.) In 5 .n Der!amrnlung erklärt die Gründ- den letzten Jahren hat im benachbarten Oesterreich eine Los ’ u Cn « ^vdtljchen katholischen Gymnasien! von Rom-Bewegung begonnen. Ich behaupte, politische Mo- ttltttr in Wort™ ---— . 'mente liegen da vor, und wenn man die Parole richtig ins Reichsdeutsche übersetzen wollte, dann müßte man die Parole „Los von Rom!" übersetzen in „Hin nach Berlin.'" (Stürmische Heiterkeit.) 1872 hat der Papst einer Abordnung gesagt, die Angriffe gegen die Kirche hätten das Gute, daß die Spreu vom Weizen gesondert werde. Die Leute also, die sich abmühen, die Kirche zu bekämpfen, haben die Rolle von Straßenreinigerii (stürmische Heiterkeit); sie haben den allgemeinen Kehricht abzuführen, damit man w ig. Mit bea V geringeres btt iübtfaurft 6c 6ttr SHm* h «ohlMadM Aus Stadt und Land «ein Eh »3 Olt o V* .1 | I !*' Sachsen, der deutsche Kronprinz, Prinz Georg von Sachs» Prinz Wilhelm von Hessen, Großherzogin Marie von Mecklenburg, Herzog und Herzogin Alfred von Sachsen Koburg- Gotha, Prinz Bernhard Heinrich von Sachsen-Weimar, Prinz Eduard und Prinzessin Louise von Anhalt, Prinzessin von Schleswig-Holstein, Fürst Günther von Rudolstadt, Prinz § Bad-Nauheim, 29. Aug. In der von A. I. Tröster betriebenen Maschinenfabrik explodierte heute ein Sessel, wobei mehrere Bedienstete erhebliche Berletzuogen davon trugen; einer derselben, dem die Arme verbrüht wurden, wohnt in Butzbach, wohin er heute Abend gebracht wurde. 8. Wetterfeld, 29. Aug. Nach vielen Bemühungen ist es nun gelungen, eine Genossenschaft zu bilden, die in unserem Orte eine Wasserleitung bauen will. Bor einem Viertel- — Ein allgemeiner deutscher JnnungStag ist für den 9. und 10. September nach Gotha berufen. Auf der Tagesordnung stehen u. A. folgende Gegenstände: Die Errichtung von JnnungSschiedsgerichten in Anlehnung an die JnnungSauSschüsse unter Berücksichtigung von Einigungsämtern; die Lage der JnnungSgesellenkrankenkasse und die beabsichtigteReformdesReichskrankenversicherungsgesetzes. Der JnnungStag will zum Schutze des gewerblichen Mittelstandes hei den verbündeten Negierungen beantragen: Dem Reichstag Gesetzesentwürfe zu unterbreiten, durch die 1) das Gesetz über den unlauteren Wettbewerb entsprechend erweitert, 2) das Ausverkaufswesen geregelt, 3) die Vereinigung von Beamten des Reichs, des Heers, der Marine und des Staats, sowie den Offizieren zum Betriebe von Waarenhäusern untersagt wird; ferner soll eine Enquete über die Wirkungen der gewerblichen Kartelle, Syndikate und Ringe veranstaltet werden. Dieser Antrag entspricht einem ähnlichen der Reichs tagSabgg. Gröber, Lieber, Pichler und Genossen vom 23. November 1900 in der letzten Session des Reichstags. Deutsch-Krone,29. Aug. Den Gymnasiasten in Deutsch- Krone ist von ihrem Direktor verboten worden, innerhalb der Räume des Gymnasiums miteinander polnisch zu sprechen. Karlsruhe, 29. Aug. Dieser Tage fand im Ministerium des Innern unter dem Vorsitz des Ministers Schenkel eine Beratung über den landwirtschaftlichen Zolltarif mit einer Anzahl Landwirte statt. Die Mehrzahl der Anwesenden habe sich für eine Erhöhung der Zollsätze auf Getreide gegenüber dem Entwurf ausgesprochen, namentlich *• Das Infanterie-Regiment Nr. 116 hat heute Morgen Gießen verlasien und ist mittels zweier Extrazüge nach dem Truppenübungsplatz bei Darmstadt abgerückt. Das 1. Bataillon fuhr gegen halb 8 Uhr ab, das 2. und 3. kurz vor 9 Uhr. ** Familienlag. Der Gießener Wingolf feiert seinen diesjährigen Familientag am Mittwoch, 4. September, im „Hotel zur Post- in Auerbach. Auf 2*/a Uhr ist ein gemeinsamer Spaziergang auf das Schloß festgesetzt, um 4Uhr c.t. geselliges Zusammensein. , Seit eil •Wf8 «nti Ii(te3 ©httel W focnnbi — äulatntnei VrtlS, 100,0 Nachahmung nahmSIoS ab Zntereffe, ”■ Locher'S JW und all "ntineon* jj gegen Ar gelang Wen. Fig, M Niederla ^polhekt i hm überblicken, wo die neuen Bahnhofsanlagen bereits zum größten Teile beendet find. Nur der neue Schuppen harrt noch der Vollendung. Vom 15. September ab wird der ganze Bahnhof (einschließlich des Schuppens) regelmäßig elektrisch beleuchtet werden. ** Beteiligung der Hessen an Universit'ätsstudieu. In ihrer letzten Nummer bringen die „Hessischen Schulblätter- eine interessante Zusammenstellung über die Beteiligung der Hesien am Universitätsstudium gegenüber derjenigen aus anderen deutschen Staaten. Darnach stellt Hessen von allen Staaten Deutschlands verhältnißmäßig die meisten Studenten. Unter den 32 952 deutschen Studenten, die im abgelaufenen Sommersemester 1901 die deutschen Universitäten besuchten, waren 994 Hessen. Auf je 1OOOOO Einwohner kommen bei uns also 88 Studenten, während Preußen im gleichen Verhältnis nur 56, Bayern 62, Württemberg 60, Sachsen 68 und Baden 65 aufweist. Hesien steht mit seinen 88 Studierenden pro 100000 Einwohnern noch mit 30 über der Durchschnitts' zahl von Deutschland, welches je 58 Studierende auf je 100000 Einwohner hat. Von den obengenannten 994 Studenten waren 572 in Hesien und 422 auf nichthessischen Universitäten immatrikuliert. ** Iubiläu m. Die Maschinenfabrik und Eisengießerei von Heyligenstaedt & Co. feiert heute die Wiederkehr des Tages, an dem die Fabrik vor 25 Jahren gegründet wurde. Ter Maschinenbauer-Gesangverein brachte gestern abend dem Chef des Hauses, Kommerzienrat Heyligenstaedt ein Ständchen, während die Beamten und der Arbeiter- ausschuß ihm die Glückwünsche des gesamten Personals heute morgen darbrachten. — Tie Fabrik ist aus den kleinsten Anfängen hervorgegangen, und noch dazu fiel ihre Gründung in eine geschäftlich verhältnismäßig ungünstige Zeit. Infolge der Tüchtigkeit ihres Chefs und der Gefahr legte unser Bürgermeister dem Gemeinderat einen entsprechenden Antrag vor, der aber keine Annahme fand. Bis ! jetzt sind 54 Teilnehmer der Genossenschaft beigetreten. Herr Chr. Neuß II. wurde zum Direktor gewählt. Drei auf einer naheliegenden Wiese gelegene Quellen, die reichlich Waffer liefern, sollen für die Wafferleitung benutzt werden. Die Kosten sind auf 16000 bis 18000 Mk. veranschlagt und sollen in 39 Jahren durch Zahlung eines den Verhältnissen entsprechenden Beitrags getilgt werden. f Bermuthshain, 29. Aug. Hier fand gestern Gemeinde- ratswahl statt. Die drei ausscheidenden Mitglieder wurden wiedergewählt: Gastwirt Ernst Pfannstiel mit 67 Stimmen, die beiden anderen, Appel und Jost mit je 65 Stimmen. Die Wahl war sehr still. Nach der Wahl wurden die Wähler von den Gewählten mit Essen und Trinken für ihre Anstrengung traktiert. § Herchenhain, 28. Aug. Es wurden bei der hier abgehaltenen Gemeinderats - Ergänzungswahl die beiden anö- scheidenden Mitglieder Heinrich Appel mit 34 und Heinrich Bernhard mit 28 Stimmen wiedergewählt. An Stelle bei verstorbenen Gemeinderatsmitgliedes Konrad Strauch würbe Johannes Adolf mit 27 Stimmen neu gewählt. Hartmannshain, 29. Aug. Bei der Gemeinderais- wähl wurden die beiden ausscheidenden Mitglieder Anion Strauch und Henrich Luft IV. mit je 34 Stimmen wieder- gewählt. An Slelle des dritten GemeinderatSmitgliedS Heinrich Appel II., der sein Amt vorher freiwillig nieber- gelegt hatte, waren zwei Kandidaten aufgestellt, Sebastian Appel und Karl Adolf, die die gleiche Anzahl von ©timnitn erhielten, sodaß das LoS entscheiden muß. Die Wahl verlief ohne jeden Zwischenfall. Darmstadt, 29. Aug. Der König von England stattete heute Mittag einen Besuch beim Großherzog uno der Großherzogin auf Schloß Wolfsgarten ab. Darmstadt, 29. August. Der Prinz und die Prinzessin Ludwig von Battenberg nebst Familie trafen heute zu« Besuch deS Großherzogpaares auf Jagdschloß WolfSgartew ein und nahmen an der Frühstückstafel teil.— Der G rotz' Herzog und die Großherzogin gedenken der Eröffnung der Allgem. Deutschen Gartenbau-Ausstellung am 14. tember in Mainz beizuwohnen. , et die m 7. i° f*£ n* • schisst« Dann feine Gev barg ! lavgMl SSt 34«n* gilb verli ,u verbn Söcker ni nage» nei ♦00 Tas neues 2t Hehandlu und odgl führung es feinci Argumei Äuf jede cf Amer und die' gegenübe nicht voi das Äes« ist. Zwe mal in toten fü wünschen gegen ha dürfen Tienstboi Personen binterthö die Unter brechen. Zeit habe sollen dor Wenn her anzunehni National *Sie lidente Hagen al Lräsident hübschen ; ^flfef Ivar einige 60 cv nnb Zödjtcr, noch peinlich M ^ch von .lich zurück, in fe durch die x aller auf i wufte da Gräfin, vi Tinge zu für ihn, . . m weni c — ------ Stellung auf t» Immer mehr Eingang wußten Votttifche Tagesschau. erf«t“eMe "»ök V'"S-?er Re.se M Prinzen Tschun IÄ'llÄ ~ia9n eue „xom. Ztg.", daß sie sowohl auf Gründe des c" ri " • - • ^»l^^^mouiells, als auch darauf zurückzuführen ist, wuy. .wie oeria "b Fortsetzung der Reise so lange unstatthaft erscheint, Minister des Aeußern, Lambsdvl.,,, nuui oen yeq. h ®cite in P^ing dem formellen Abschluß nungen des Zaren mit dem deutschen Kaiser und d. die Gründe für den Zwischenfall nicht ernstlich genug seien, alle werden in die denkwürdige Zeit zurückgeführt, derev um einen Bruch in den guten Beziehungen zwischen beiden hauptsächlichste Momente in ihrer charakteristischen Schärst «tofö K im »Xwais Ltben sind. Zur Darstellung diese? «rM scheu Zwischenfall beschäftigt? franz°f,jch°turlr ,p,^ bei benen eine -nisprech-nd- Musik m.iwirkt, flnd 'r ' ---' 150 Darsteller (Herren, Damen, Kinder und Soldaten der hiesigen Garnison) erforderlich. Uniformen, Waffen, Kostüm u. s. w. liefert Direktor P. Werning aus Berlin, der auch ‘ Unter allen deutschen Bühnen- werken der letzten Jahre hat wohl das Werning'sche Kriegs- a . I festspiel die höchste Zahl an Aufführungen erlebt. Das ?ec ^roßherzog hat, wie Festspiel, das in 31 Bildern die Ereignisie des deusich-fian- II vs J nrmttn nt AT AKvi im m. cm . < * l - I " r r । • - r/ r w’ stemvelt worden. Redner schloß mit den Worten, mit tvelchen der Präsident die erste Generalversammlung geschlossen: „Mit Gott voran, voran unter dem Kreuz!" Hierauf hielt der erste Präsident Justizrat Trim- dorn di- Schlußrede, in . der er feststem^ U selbst die I geben-s'Ä^de'r" Kaiser "uHd^che Kchserin ZCT vorrg;ahrige ^atholikenver,ammlung in Bonn, von der ihr densbora Präsident sagte: „Bonn kann sich nur selbst übertreffen" ~ - — - durch Osnabrück übertroffen worden ist. Keine Generalversammlung hatte ein so prächtiges Lokal, keine einen so gewaltigen Besuch aufzuweisen, wie die unfirige Die Eindrücke, die Freude über das Gelingen der diesjährigen Tagung faßte Redner in die Worte zusammen: „Ach, wenn das der alte Windthorst noch erlebt hätte!" Nach Worten des Dankes an den Bischof tnn Osnabrück für seine Teilnahme an allen Versammlungen, sowie an das Lokal- komitee, die städtischen Behörden und die Einwohnerschaft I von Osnabrück schloß Präsident Trimborn die 48. Generalversammlung mit den Worten: „Gelobt sei Jesus Christus." * * • I ** Pensionierung. In den Ruhestand wurde versetzt der Lelegta»» -eS Gießerrer Anzeiger-. Hilfsdiener bei dem Amtsgericht Darmstadt II Ludw. Baum __________ Prätoria. 29. August. Di- Ginsbergmine bei Johannes.! Er Anerkennung^ feinet langMrigen Irenen Dienste. «uS Schleswig-Holstein, Fürst bnrg erhielt die Erlaubnis, den Betrieb wieder aufzunehmen. ?>urde ihm das Allgem. Ehrenzeichen mit der Sizzo von Leutenberg ufw. > 11 —22—Z—, I Inschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen. --- - - . — - HoirtlffrM ** Ernennung Ernannt wurde der Steueraufseher. aspirant Militäranwärter Konrad Lameli aus Hofheim, mit Berlin, 29. Aug. Der Kaiser nahm heute Mittag Wirkung vom 5. September 1901 an, zum Steueraufseher. den Vortrag des Reichskanzlers Grafen v. Bülow entgegen, ** Elektrische Beleuchtung des Bahnhofs. Von morgen der sodann an der Frühstückstafel im Neuen Palais teilnahm, ab findet, wie wir hören, die elektrische Beleuchtung des — Das „Armeeverordnnngsblatt" veröffentlicht Bahnhofes probeweise statt. Sie läßt sich am besten von eine Allerhöchste KabinetSordre, die bestimmt, daß, um das der Ueberbrückung der Klinikstraße zum GüterbahnhofSgebäude Andenken des Generalstabsarztes der Armee v. Coler $11*“ ,tr—~ ' ehren, sämtliche Mitglieder des Sanitätsoffizierkorps eine Trauer von drei Tagen anlegen fallen. _n — Die „Vosi. Ztg." hebt hervor, daß gegen den zum Bürgermeister von Berlin gewählten, aber nicht bestätigten Stadtrat Kauffmann lediglich auf Grund seiner politischen Thätigkeit vor fast 20 Jahren ein ehrengerichtliches Militärverfahren eingeleitet worden sei, worin eine Mehrheit des Ehrengerichts den Antrag auf Entlassung mit schlichtem Abschiede stellte. Dieser Antrag sei von Kaiser Wilhelm I. verworfen worden; der Kaiser habe sich darauf beschränkt, dem Reserveoffizier Kauffmann „den Abschied zu erteilen." XTf‘enntt3 b-r S°«merfrllchte mit den Mn,erfrüchlen Weit der.Fabrikate aber arbeitete st- sich in weni« Ziehung wollte die christliche Demokratie. In diesem Sinne einer achtunggebietenden Stellung auf t> seien wir alle Demokraten. Das alte ehemalige Schimpfwort Eingang wußten i Demokratie sei durch den Papst zu einem Ehrentitel ae- r J auf allen Ausstellungen, > •. e . y. _ beschickt wurden, errangen sie Prämien. So kam . Kaiser von Ruß- Fabrik allmählich xu dem Weltruf, den sie h^7e land die Kaiserin sowie die kasierlichen Kinder werden nießt, wo sie in allen .Kulturstaaten Absatzgebiete für k auf der Kaiseryacht ,^tandart" hier eintresfen Erzeugnisse hat. Eine noch größere Ausdehnung d!s u und wahrscheinlich in Heftingor landen. Von Helsingör be- schäfts trat ein, als 1886 zu der Maschinenfabrik m hf>tl firh hpr ^rt,fpr 1,M ’ “-kleine Eisengießerei gegründet wurde. Allmählich erwies \( d/.?lsel,R. Aug. Wie gerüchtweise verlautet, sollmn k!§n?^^und^so" Äen^benn weiter^dra^ß^eue E k bevorstehenden Geburtstage der Königin Wilhel- gebäude gebaut, die 1896 bezogen wurden und - Lande Mitgeteilt werden, daß Bezug auf moderne Einrichtung,' besonders auch in Hoffnung aus einen Thronerben vorhanden, ist. auf Hygiene allen Anforderungen der Gegenwart in, ' ?u5‘ ^ute früh hier testem Maße gerecht werden. Gegenwärtig ist das Person! eingetrofsen und hatte alsbald eine lange Unterredung der Fabrik auf nicht weniger als 500 Mann angeivarb?' Iq’?. tCLCa2^e\ erklärte, er werde, sobald die zur Allezeit ist der Inhaber der Fabrik, Kommerzienrat Ä? n h^T Phöben sein werden, n a ch l i g e n st a e d t, in der fürsorglichsten Weift für $ du Kion stantinop el z ur uckkeh r en. Wohlergehen seiner Leute bemüht gewesen. So hat L Unterstaatssekretar bei den Postell und Tele- seinem Personal bei seiner silbernen Hochzeit ein qrötzei^ Winhprn ^2 Abftcht zugeschrieben, an allen Kapital für eine Beamten- und Arbeiter-Pensions- uv Zaudern des Weltpostvereins die Einführung einer Witwenkasse gestiftet, das von Jahr zu Jahr verariib- ^rr efm ar ke von 25 Centimes an- wird. Aus Anlaß seines 50. Geburtstages, der ungestj, Hindernis im Verkehr beseitigt init der Fertigstellung der 50 OOOften Maschine unammri : Jld) babel hauptsächlich um die Bequem- fiel, - vor einigen Monaten konnte die Fabrik, wftnü ei?e,n^ kleinere Betrage in Postwertzeichen aus damals berichteten, die Herstellung der 100 00()sten Maschj,- einem ^.ande ins andere zu schicken. I feiern hat er eine neue (Vinrirftt-ntm ,,, J. u C S?xe tiertautet wird der russische! Leute getroffen, derzufolge jeder Beamte, der 5 Minister des Aeußern, Lambsdorff, nach den Begeg- imd jeder Arbeiter, der 10 Jahre im Geschäft thätia^it' der Darchsllhrusg de» FriedenVvetlrags"'noch"immer H?e° IPLßdenLL7nÄWWn1omml^'^ I ihm ±1 * * * * §”*“ W' «nfp?ach^'di?°P?-n7Tschun t Aug. »e Sobrmije, die heute zusammen.ffr?e?e'r^e7e'^''Lb'fichlL'' M ?? 89 eiterfahrt nach Berlin abhängt. früheren Ministeriums I w a n t s ch o w und R ad o s - Turnhalle die überall mit großer Begeisterung mitgenommenen u s s w — ---------- lawow entgegenzunehmen, mußte die Sitzungen bis auf Wernmg schen Kriegsfestspiele zur Aufführung zu bringen. f « t. ?a!rtta9 vertagen, da eine dreitägige Frist zwischen der Diese Veranstaltungen bringen eine ereignisreiche, folgen- London ^ngetroffene Privatnachrichten stellen die > Zuftellung der Vorladung an die Angeklagten und der Ver-I schwere Zeitperiode, die eine neue Aera in ber @nttoid(unL4 ftnht „L^1!9 K j8?rungszustandes in Kap- Handlung nicht innegehalten war. T^r Bericht beantragt geschichte des deutschen Volkes herbeiführte, in plastisch^ stadt und in den Hafenstädten als unmittelbar bevorstehend Erhebung der Anklag^ vor dem Staatsgerichtshofe gegen Weise zur Darstellung. Sie erfaffen mit untoiberfteBtr hin- Die HanbelSkammer in Kapstadt hat sich zwar febr Ibie früheren Minister Jwantschow, Tont chew und Tenew Macht die Seele eines jeden Vaterlandssreund!«^ 5? ent Rieben gegen diese Maßregel auSgesp'roche? b'ach gl^ult ZNgu,i^^^tEsi^7esL7'' H ° e r r a t S und “X "namenllich'"^. ^m°jung 7 Ge chlech?'VerMd, "u?en bke N ° r - '■ - un9 UDCrnimmt- swd: 76 Pferde, 400 Ochsen, 1840 Rinder, 16500 Schafe n____ Gießen, den 30. August 1901. • "b m r'fen' befangene und 23 Uebergänger, U"/ EMS Darmstadt drahtlich mitgeteilt wird, die Wahl des zösischen Krieges aufleben läßt, ist in den letzten 6 Jabrcn 5ie*n«Cr ®rct^Ce öeigt wieder, wie recht P^rerS Julius Georg St oll iuBrauerschwend zumevangel. in mehr als 300 deutschen Städten 4500 Mal zur Auf- ÄÄ tt.enn r tz-Hils-mittel bet Suren schier UN- Pf°rr-r zuNieber.Ro-bachbestätigt. suhrung gekommen. Unkr ben Herrschaften bie'an dm «/ft.™ anbet eit« aber and), wie unrühmlich diese Das SegiernngSBIatt Nr. 56, ausgegeben am 27. ilugnst, Festspiele teilnahmen, befinben sich u. a. bet SöniB mb ntt der Kriegführung ist: 13 Gefangene und 23 lieber-1 enthalt eine Bekanntmachung, das Lagern und Bauen von c ~ Sanger sind wahrlich ein geringer Erfolg eines Zuges, der Flößen am rechten Rheinufer unterhalb der Mündung des mehrere Wochen gebauert hat, Mains betr. Einziges Radicalmittel Ces- fesc hüt>) Strassers L'ltoun-- , 8U decken, ben i *«■ «erqltefr der Greis, der der! spaonllng verfolc- !'t zurückgeführi,' iarakteristischen & Jung dieser "G mitttirfr, -der und Solbattr °rmrn,Wch^!- I ans Sttlin, s« allen denlscheik aS Werning'j^ uhrnngen ei' Wisse des in den letztens i 4500 W y iHchen, die c u. a. Wrv L\^XpÄ??_; ißin$lantto.M । von TchE : Sachsen-Ermai^; Anhalt, PlW'? von Rudolf' der von A.) Kr erte heute mi le Lerletzullg» !rme verdrLHI« 'btnd gebratt k vielen Vemiihlll bilden, die imr ll. Lor einem k Zemeindnat ein: e Annahme M beigetttun. ( tot gemalt. . Quellen, die u rleitung benutzt r X) Mk. vnach! eines den U en. u r fand gesternt nden MitS B-l «i* oft mit je 6" S-HI d Tunken w" -W-HI Ul' ”1 mit 34 '» ^ Mt • Aonrad ®w® * WS'&ii Aei der 'Ä taff«Kt 4< ML «ri ’U ®118“ b-i« «' ’jl 3W2S: 05® ÄM 1 $in luita :ZM W draun-.« ÄS SSt •S&Ä 11 J®l« Ä -SS* °>°d!» IQB„ jÜBflS ' Ereignisreiche ■ Ehr,Qj betend ^führte, in :? ®l! unwidech •lanbsfrennbes - Frankfurt, den 30. August. Terdeuz fest. am 28.-29. August . 199 20 . 174 80 . 120 00 . 129 10 . 136.20 . 185 00 . 163.00 . 182 50 . 166 00 . 153 20 Höchste Temperatur Niedrigste , 101.00 . 91 25 . 100 85 . 91 20 . 98 30 . 98.80 43.50 . 25 75 . 26.60 . 8410 | iVi0/. S°/o */■ ®/q ® °/t 8Vi% Belohsanlelhe do KoosoJs , . do Hessen + 16.80 C. 4- 7.00 C. sehr bedeutendes Vermögen. Bald darauf verheiratete sich die Witwe von neuem, und zwar mit dein Hausarzt des verstorbenen Gatten, und das Paar zag sich in eine kleine Provinzstadt zurück. Tie Neuvermählte war jedoch für das stille Provinzleben nicht eingenommen, verließ nach ein paar Jahren ihren Mann, und wandle sich wieder nach Kopenhagen. Hie? ging es nun schnell bergab mit ihr. Sie suchte die schlechteste Gesellschaft auf, verkehrte bald in den gewöhnlichsten Kneipen, und sank immer tiefer. In diesen Tagen wurde nun die frühere Gräfin .Holstein in einem Wirtshause niedrigsten Ranges in trostlosem und gänzlich trunkenem Zustande angetroffen. Auf Veranlassung ihres Vormundes brachte man sie in einer Heilanstalt unter. Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit Darmstadter Rank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgut;. Oeeterr. Staats bahn Gotthardbahn . . Laurahütte , . . Bochum ...» Harpener . , , Gottesdienst der israelitischen Keligionsgeseüschaft. «amstag de« 31. August 190L ?amStag vormittags 8 Uhr, nach mittags 4 Uhr, SibbathauSgang 8°6 Ubr. WochengottrSdi-nst: morgens 6« Uhr, abends 6» Uhr. Kirchliche Uachrichteu. Svasqelifche Gemeinte. Sonntag den 1. September. 13. nach Trinitatis. kirchliche Feier des Gedaufestes. Gottesdienst. m Ju der Stadtkirche. Vormittags 8 Ubr: Pfarrer Schlot sei. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmterien der MatthSuSgemeinde. Vormittags 9-/, Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Ma, In'« zemktnde. Anmeldung ro her bet dem Pfarrer jeder Gemeinde etbitc *. ... „ 2n der JohauneSkirche. Vormittags 8 Usr: Stehe Sladtktrche. Vormittags 9«/. Uhr: Pfairaisistent KrauS. ^noiilbS' *C ium besten der Kaiser-Wilhelm-Stiftung für deutsche Landet und UerKehr. Volkswirtschaft. S Butzbach, 29 Slug. Ter heutige Schwetnemarkt war stärker alS der letzte befahren, teils von auswärtigen Händlern und teils von Landwirten bet Umgegend. Obgleich daS Angebot die Nach- f 00t übertraf, warm Ferkel doch ziemlich gut im Preis; eS kostete dak Paar, je nach Alter und Qualität, 10—40 Mk. Läufer wurden bis zu 65 Mk. bezahlt. — Auch heute brachte der Markt unserem Städtchen wieder lebhastm Verkehr. Hanau. 29. Aug. Der kürzlich von den Einlegern der Sparkasse des Kreditvereins e. G. m. u. H., unternommene ,R>n" gab dem Borstand und Aufsichtsrat des Kreditoereins Deranlaffung, den Der- bandsrevisor des VerbandeS der Erwerbs« und WirtschaftSgenoffenschaften vom Mittelrhetn, G. Seibert, sowie den hiesigen Kaufmann Heinr. Ott zu ersuchen, behufs Beruhigung deS Publikums eine außerordentliche Prüfung des G.eschäftSstandeS vorzunehmen. Diese Prüfung hat vom 26. bis zum 28. d. Mts. stattgefunden. Die beiden Herren, die die Prüfung vorgenommen haben, geben heute bekannt, daß von chnen sämt liche Geschäftsausfiände, Posten für Posten, durchgesehen und, die Forderung an Roos u. Junge-Offenbach ausgenommen, für sämtliche Ausstände die erforderlichen Urkunden und die statutenmäßig Deckung durch Bürgschaft, Hypothek oder Wertpapiere vorgefunden worden ist. In der diesbezüglichen Erklärung wird hervorgehoben, daß die in der Bilanz mit 180000 Mk. eingestellte Forderung an Roos u. Junge zu Ende dieses Jahres auf den derzeitigen Wert von 80000 Mk. abgeschrieben und einige ältere kleine Ausstände im Gesamtbetrags von etwa 9000 Mk. auf ein Dubiosen-Konto übertragen werden soll. Die erforderlichen Abschreibungen können aus dem Delkredere-Konto und einem Teil des 1901er Reingewinnes gedeckt werden. Wie die Revisoren zum Schluß erklären, haben die Vereinsgläubiger und Mitglieder nach Lage des Geschästsstandes und der Geschäftsführung keinen Anlaß zur Beunruhigung. Märkte. S Gedern, 28. Aug. Der hier abgehaltene erste diesjährige Vtehmarkt war in Schweinen gut b-sahren; aufgetrieben waren gegen 500 Stück. Besonders entwickelte sich schon frühzeitig ein sehr lebhafter Handel In sogm. Etnlegeschweinen, die in kurzer Zeit verkrust waren, sodaß viele Käufer leer ausgingen. Da« Paar kostete durchschnittlich 90—100 Mk-, bessere Qualität 100-120 Mk. Ferner warm ziemlich junge Sommerferke! am Platze, wckche ebenfalls sebr gesucht waren. Da« Paar, 5-6 Wochen alt, wurde mit 30-36 Mk. bezahlt, 7—9 Wochen alt mit 36—45 Mk. Auch hierin wurde fast alles verkauft. Fette Schweine waren wenig angefahren. DaS Pfund Lebendgewicht kostete 47-48 Pfg., Schlachtgewicht 58-60 Pfg Der Markt darin wurde geräumt. Eine Zuchteber wurde für 100 Mk. oertauft. Zuchtschweine kosteten 65-80 Mk. daS Stück und wurden ziemlich verkauft. Im allgemeinen war der Handel sehr gut. Es waren Händler und Metzger auS weiter Ferne anwesend. Anders dagegen stand eS mit dem Handel in Rindvieh, der ftbr gedrückt war. Der Austrieb war verhältnismäßig gering, etwa 150 Stück. Einjährige Stiere kosteten daS Paar 180—200 Mk., zweijährige 250 bis 100 Mk, dreijährige 320—370 Mk. ES wurde hierin wenig verkauft. Rinder waren nur wenig am Platze. Das Stück kostete: einjährig 90-100 Mk., zweijährig 130-150 Mk. Trächtige Rinder wurden mit 220—250 Mk. bezahlt. Im Ganzen war daS Geschäft hierin ziemlich gut. Fettes Rindvieh war nicht am Platz-, nur einige junge Saugkälber wurden noch vr. kauft und zwar daS Pfund Lebendgewicht mit 35—36 Pfg. — Der nächste Biehmarkt findet Dienstag den 17. September statt. Meteorologische Beobachtungen _________der Station Gietzeu. Sport. Baden-Baden, 29. Aug. Bei ben heutigen Rennen um den Großen Preis von Baden (Goldpokal), gegeben vom Großherzoz von Baden, und garantierte Preishöhe von 80000 Mark, wurden erste Sieger Baron Schicklers „Seinendria", Freiherr Fürstenbergs „Nicus and ManSkes Slanderer". Krurste Meldungen. Elbing, 30. August. Auf der Haltestelle ArnShagen wurde der pensionierte Lehrer Gillewit vom Zuge über- fahren und getötet. Lehrte, 30. August. In einem Hotel tötete sich bet Gesandtschaftsattache Graf Oeynhausen. 5% Ital en. Rente , . 4% Grleoh. Mnnop.-Anl. 8 % Portugiesen , . 8 °/o Mexikaner . . . * "... » um 9'/, Uh,: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2«/, Uhr: Andacht mit Segen. Vermischtes. * So wün schen siees. Aus New-Vork lvird- berichtet: Tas Dien sh boten- Problem hierzulande ist in ein neues Stadium getreten. Pastpr Sheldon befürwortet die Behandlung der Dienstboten als Mitglieder der Familie, u nd obgleich es heißt, daß seine Frau die praktische Aus- fLlhrung dieser Theorie sehr schwierig findet, unterliegt os keinem Zweifel, daß die Tienstboten selbst sich von den Argumenten des Pastors sehr sympathisch berührt fühlen. Auf jeden Fall hat sich die National Servant Girls Union off America mit ihrem Hauptquartier in Chicago gebildet und die folgenden Statuten werden von ihr den Herrschaften gegenüber aufrechlzuerl-atten gesucht: 1. Tie Arbeit dar «nicht vor fünf Uhr morgens beginnen, und hört auf, sobald dts Geschirr fürs Abendessen abgeräumt und gewaschen fit. Zwei Stunden jeden Nachmittag und wenigstens zwei- iral in der Woche den ganzen Wend können die Dienst- boten für sich beanspruchen. 2. Wenn die Dienstboten wmnschen, Klubs beizutreten, darf die Hierrschaft nichts dagegen haben. Gesellschaften für Freunde in mäßiger Zahl birfcii nicht verboten werden, vorausgesetzt, daß die Tpenstboten die Cßwaren usw. selbst liefern. 3. Befreundeten Personen darf iveder die Küche, noch der Korridor zur bi nterthür verboten werden. Mitglieder der Familie dürfen tir Unterhaltung bei solchen Gelegenheiten nicht unterbrechen. 4. Tienstboten sollen am ^)Nontag genügend freie Zeit haben, um die Ausverkaufsläden zu besuchen, und sol len dort dieselben Privilegien wie ihre Herrinnen haben. Stenn Herrschaften sich weigern sollten, diese Bedingungen ar,zunehmen, so werden sie von sämtlichen Mitgliedern der S'Utional Servant Girls Union boykottiert. * Die Gattin eines dänischen Minister-Prä- iifrenten ... Vor einigen Jahren erregte es in Kopen- hGfen allgemeines Aufsehen, daß der frühere Minister- Lrüsident Graf Holstein-Holsteinborg mit einer jungen, sehr hübschen Tarne, deren Vorleben jedoch keineswegs ohne Wefef war, eine Heirat einging. Der Graf war zudem ein ige 60 Jahre alt, Wittwer und hatte mehrere Söhne unb Töchter, was unter solchen Umständen die Sache nur , noch peinlicher wachte. Er legte alle seine Aemter nieder, ' ?og sich vom Hofe und selbst von seinen Verwandten gänz- ■ .lick zurück, um nur seiner Liebe zu leben. Wenn der alte : r4rnf in seiner eleganten Equipage mit der jungen Frau ! dltt ch die Hauptstraßen Kopenhagens ftihr, waren die Augen altr'r auf das Paar gerichtet, und die chronique scandaleuse lüuyte damals von den Wendgesellschaften der jungen Ötiifin, von ihren nächtlichen Ausflügen gar wundersame ■ Tiinge zu erzählen. Der Graf starb, ein wahres Glück für ihn, nach kurzer Zeit, und hinterließ der Gräfin ein Darmstadt, 29. August. Bou zuverläsfiger Seite wird bestätigt, daß der für Ende September geplante Besuch des Zarenpaares am hessischen Hofe wahrscheinlich nicht stattfindet. Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg, die in jüngster Zeit beim Besuch der russischen Majestäten in Peterhof weilten, sind von dort am Montag nach Schloß HeUigenberg bei Jugenheim zurückgekehrt. Der Prinz wird nächste Woche zur Uebernahwe des Kommandos des Linienschiffes „Jmplacable" sich nach England begeben und geht dann zum Mittelmeergeschwader nach Malta ab, wohin ihm seine Gemahlin Ende Oktober zu folgen gedenkt. Frauksurt a. M., 29. Aug. Jo Bad Kösen bei Naumburg a. d. S. ist heute Profeffor Ewald Böcker, ehemals langjähriger Lehrer an der hiesigen Elisabethenschule und mehrere Jahre lang Vorsitzender des hiesigen Journalisten- and Schriststeller-vereins, gestorben. Erst vor einigen Jahren trat er wegen eines Herzleidens aus dem Schuldienst and verließ Frankfurt, um in Thüringen seinen Lebensabend zu verbringen. Geboren zu Solingen 1844, erreichte Prof. Böcker nur ein Alter von 57 Jahren. Von feinen Dichtungen nennen wir das Festspiel zur Jordanfeier (1889). August । Barometer aus Oo reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 29. 9» 750,7 + 11,5 7,6 75 SW. 2 bew. Himmel. 30. 7« 752,9 + 7,9 6,8 86 E. 1 Nebel, Sonnens 30. 2« 751.1 + 19,4 7,7 46 W. 2 schein lcht. bed. Himmel Preis-Abschlag für* Fahrräderl Ferner empfehle ich meine nur prima Weichstraße 7. Dr, = Lahmann 's tfaferkleiefang Kein Einlaufen ! Kein Verfilzen! Dr. Oetker- Geschäften. 231 Damen- und Kinder-Wäsche. MkalWI Alleinverkauf fiir Giessen : 5891*2 Otto Rathschlag, Seltersweg 71. 50 Kilo Mk. S.7S Telephon 215. Neuenweg 9. k 10 Pfg. Millionenfach bewährte Rezepte gratis von den besten Jte Lllllttkraut W und WMrkcn. r w> Jle Hankel, Schloßg. 6. i Unübertroffen an Güte und Haltbarkeit. Gesündeste und praktischste Leibwäsche für jede Jahreszeit. Hemden und Jacken mit nahtlosen Aermeln. Unterbeinkleider regulär mit nahtlosen Beinen. Reithosen, Hemdhosen etc. Dr. Lahmann's Bettwäsche. an. an. 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