Herd, .^*****«n !?**"*• ScWauchroUen ;,So11* Stahlwaren Küchenmöbel $ ® ^Itersweg »-> 83 Stt M, i Hk Itt 5o^ott ßtsntzt. 38« NähneS in dn Expedition b. 8L Htt ^al»at: Seidenstoffe l”5 ÖL utt Banst lmn Äan ?n OtlCn »Ü )«ttn für den Bertauf öon 6b WgttHW tibd bauernbe BesWigung bei ^hem Lohn. 3754 ßwdiG M 02055 NassaMtzos. AÜMcr KlMsbor^Mie rin tüchtiges FienstMbitei geincht. srsffmn tzos. Lehmädche» Vr beffereS Geschäft unter M Sedingungen gesucht Angebote unter J B » jie »rvedikion b. 8L erbeten^ "üüpi 8*55-* rterre « °u» KL M-°- BE ÄW* in bit Lehre Mcht öon MM Georg Uahmer. tzpengter, Neuenweg 42. 02049 WWWN Mm -erHped. d.A. "Iwei tücbtee MMermen ftnden bei hohem Lohn dauernb« HesWgung. abg. Moat«m» Rachft' ,h ein*elfl’ pH* ucl* h] am te en. 1111^2... Siehe, ®4” v» Mr. 135 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Freitag 31. Mai 1901 «>!».»« Hillch mh S-^LL-an M Montag«. ** W*xur JoetNtl- VÄtttee *»:rbeu bte Sm Dtr»r tat W'chsek mit ^Heff. ■cetieict' und „Blätter M- M! »»ittfuMbe* »ter« Star »«cheknlich bttgtkgt. •«<♦•* S«*ettcn fr W MwKiyi ffre txn VX'nh«w 1-| erShtintnben fca. r..w tat xmn. ie U6«. SWe|*M*«t<> WUeftent *WM »»«her BhfreftUe, Awehrtion und IsM: rchMOratze T. GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger " Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis oterttftH’il Mi. 2/20, monatl. 75 P'«. mit Brti gerlohn; durch Abholestellsi oierteljüht Mk. 1.90, nronati. 65 Sht Bei Postbezug vierteljttr- Mk. 2.00 ohne Besteller» Lüe »«ijeUen ötrmittluM*- stellen M 3'i und Uullenhe» Nehmen Anzeigen für *rw Gtehener Anzrifler »ntgra». Beileuortlo lofai iS fr-iv eu6»ärt6 SO Vf 9. Ldreffe für Devesch««» Anzeiger Gieses. Fernsprcchanschluß Nr.OR. Kriegsflagge und Handel. In den nächsten Tagen lichtet das deutschePanzer- Ig e schwader in den ostasiatischen Gewässern die Anker zur Heimfahrt Da diese nicht so besckKeunigt zu werden braucht Ivie seinerzeit die Ausreise, könnten die Linienschiffe recht wohl einen kurzen Umweg machen und damit einem wirtschaftspolitischen Ztveck von Bedeutung dienen. Wir meinen den Besuch Bangkoks, des siamesischen Haupthafens. Kein Gebiet des großen Asien erweist sich für deutsche Unternehmungen kaufmännischer und industrieller Natur so geeignet, wie Siam, das „Land des Weißen Elefanten". Das — fast möchte man sagen — herzliche Verhältnis zwischen Deutschen und Siamesen kam -r a. bei dem Besuch zum Ausdruck, den Prinz Heinrich von ^eußeu zu Beginn vorigen Jahres am Hose zu Bangkok «vstattete. Und eine bekannte, namentlich von den Engländern beklagte Thatsache ist es, daß der tperrfdjer jenes hrnterrndischien Reiches eine Vorliebe für deutsches Wesen nnd deutsche Arbeit hegt. Gelviß, es mögen auch politische Momente hierbei eine Rolle spielen, in dem Sinne, daß Siam von Deutschlands Seite niemals zu besorgen hat, wessen es sich vom nordwestlichen Nachbar, England, und vom östlichen, Frankreich, vorsehen zu müssen glaubt: Der Ge- - e auf Aneignung siamesischen Gebietes, mindestens solcher auf Vorherrschaft, die gleichbedeutend ist mit zwangsweiser Geltendmachung der eigenen Interessen auf Kosten der Selbständigkeit Siams. Möglich also, daß solche Erwäg- ungen am Hofe zu Bangkok die Wagschale zu Gunsten der Deutschen beschweren. Doch entscheidend ist wohl immer gewesen und wird immer sein die Thatsache, daß die deutschen Kaufleute und Industriellen die in ihre Leistungsfähigkeit gesetzten Erwartungen erfüllen. Seitdem die einzige, den Verkehr zwischen Bangkok- Singapore-Britisch-Borneo vermittelnde Dampferlinie aus englischen in deutsche Hände übergegangen ist, hat die schSvarz-weiß^-rote Flagge im Gesamthandel jener Gegenden frie Führung. Und das will etwas heißen, denn der hinter- indische Markt ist lebhaft umstritten. Selbst Amerika beimüht sich um ihn. Politische Zwecke verfolgt Deutschland dort nicht, so sehr auch das aus dem Feld geschlagene England beflissen ist, ihm solche unterzulegen. Auch, der Besuch des Prinzen Heinrich in Bangkok entbehrte des politischen Charakters. Allenfalls könnte man diplomatische Motive galten lassen, diplomatisch, insofern, als durch den Besuch der Tank für das den Deutschen bewiesene Vertrauen und die Bitte um Wahrung desselben ausgedrückt werden sollte. Mcht anders könnte das Erscheinen des Panzergeschwaders auf der Rede von Bangkok gedeutet werden. Tie Siamesen würden sich ungemein geehrt fühlen, der Austausch von Höflichkeiten trüge dazu bei, die deutschfreundliche Gesinnung zu befestigen und zu vertiefen zu Nutz und Frommen -er in Siam lebenden oder dort interessierten Landsleute. Die Kriegsflagge folge dem Handel! Kolttische Tagesschau. Höchst wunderlich ist die Art, wie die Börse Politische Begebenheiten beurteilt. Damit ist freilich nichts neues gesagt, doch ein Hinweis auf diese „berechtigte Eigentümlichkeit" dürfte immer wieder Interesse erregen. Als die „gelbe Gefahr drohend heraufzog und jedermann sorgenvoll die Entwickelung der Dinge in China beobachtete, trug die Börse eine zuversichtliche Haltung zur Schau. Jetzt, wo das Kapitel „China" bald vollends der ^Vergangenheit angehört, wirkt die „Standard"- Meldung, daß in der entlegenen Provinz S z e t s ch u m neue Unruhen ausgebrochen sind, verstimmend auf die Börse. Daß chinesisches Gesindel immer wieder revoltieren wird, steht ebenso fest, wie die Thatsache, daß die Zurückziehung der deutschen Truppen dadurch nicht im mindesten beeinflußt wird, lieber die Provinz Tschili hinaus hat sich Deutschlands Aktionssphäre niemals erstreckt. Ebenso überrascht und verstimmt zeigt sich die Börse ob der Meldung von der empfindlichen Niederlage der Engländer in Südafrika. Man bedauert, daß der Friedensschluß dadurch aufs neue verzögert wird. Der Nichtbörseaner dürfte -en gegenteiligen Schluß ziehen. Je mehr Kämpfe größeren Styles, desto schneller Erschöpfung und Sehnsucht nach Frieden. Der französisch« e Generalmajor Bonn al ist vom Kaiser Wilhelm eingeladen worden, der Frühjahrsparade über das Gardekorps beizuwohnen nnd hat am H o f e zu P o t s d a m den freundlichsten Empfang gefunden. Dem Bericht des Berliner „Figaro-Vertreters zufolge deutete Kaiser Wilhelm in bekannter Liebenswürdigkeit auf die inChinabewährte Waffenbrüderschaft zwischen Deutschen und Franzosen hin. Mit Bezug ruf die deutschen Truppen äußerte der General später zu dem Journalisten, sie seien zwar prächtig, aber nicht den französischen überlegen. Ueberdies gewinne man nicht mit Parademärschen ein Austerlitz. Alles andere als der vielgerühmte französische Takt spricht aus diesen Worten eines Gastes des Kaisers, und mit treffendem Stott bemerkt die „Boss. Ztg.", daß es ja wohl auch bei .Sedan auf den Parademarsch nicht angekommen fei. In &er Wirkung ist die Austerliß-Wendung natürlich auf Frank- -reich berechnet, wo der Kriegsminister gegenwärtig in Lobreden auf die „große" Armee das Mögliche leistet, ebenfalls ohne Rücksicht auf den Umstand, daß französische Offiziere beim deutschen Kaiser zu Gaste sind. Ein ebenso unerfreuliches wie befremdendes Verhalten. Die Lage in China. Die Vorbereitungen zur Verminderung des ostasiatischen Expeditionskorps sind seit einiger Zeit im Gange, und der Kaiser hat bereits am 11. Mai die Bestimmungen für das Ausscheiden von Angehörigen des Expedit ionskorps genehmigt. Dabei handelt es sich zunächst um Auflösung ganzer Truppenteile und Entlassung größerer geschlossener Transporte ausgedienter Mannschaften, wofür die mit dem Ausscheiden befaßte Dienststelle sowie der Entlassungsort im Einzelfalle besonders bestimmt werden. Alle einzeln oder in kleineren Abteilungen Heimkehrenden werden an Truppenteile des Gardekorps überwiesen, welche die Obliegenheiten eines Ersatztruppenteiles zu übernehmen haben. Es sind dies für die ostasiatischen Infanterie-Regimenter 1 bis 6 das 2., 3. und 4. Garde-Regiment zu Fuß, die Garde-Füsiliere, sonne die Regimenter Alexander und Franz, für das Armee-Oberkommando für Ostasien und das Kommando des Expeditionskorps nebst Fel-venvaltungs- behörden, Stab der 1., 2. und 3. ostasiatischen Infanterie- Brigade und für die ostasiatische Jägerkompagnie das Regiment Königin Augusta; ferner für das Reiter-Regiment die 2. Garde-Ulanen, für Feldartillerie und schchere Feldhaubitzen (Fußartillerie) das 1. Garde-Feldartillerie-Regi- ment, für Pioniere und Telegraphentruppen bie betreffenden Gardeformationen, für Eisenbahner das Regiment Nr. 1, endlich für Sanitätskompagnie, Munitionskolonnen-Abt^i- lung, Train und Etappenformationen das Garde-Train- bataillon. Diesen Truppenteilen bleiben die Zurückgevehrten bis zu ihrem endgiltigen Ausscheiden überwiesen. Für derartig überwiesene Offiziere, Sanitätsoffiziere, Beamten und Unterbeamten ist die Entscheidung über ihre weitere dienstliche Bestimmung oder Pensionierung durch das General- kommandv des Gardekorps und zwar für Offiziere und Sanitätsoffiziere beim Kaiser, für Beamte beim Kriegsministerium unter Vorlegung ärztlicher Zeugnisse zu beantragen, wobei die Wünsche der obersten ostasiatischen Kommandobehörden in den Anträgen zum Ausdruck zu bringen sind. Bis zur Einreihung in etatsmäßige Stellen des Heeres sind die Beteiligten über den Etat auf Rechnung des Etats des Expeditionskorps zu verpflegen. Fähnriche sind wie die Offiziere zu behandeln, über etwaige Fahnenjunker bleibt die Entscheidung Vorbehalten. Bei den Mannschaften, ohne die beiden soeben erwähnten Klassen, werden Dienstunbrauchbare, Tropendienstunfäbige sowie Tropen- dienstfähige unterschieden, wobei aus oen allgemeinen Bestimmungen hervorzuheben ist, daß alle zur Entlassung kommenden dienstfähigen und dienstpflichtigen Mannschaften in das Beurlaubtenverhältnis überzuführen sind, dem sie ohne Rücksicht auf ihre vorübergehende Zugehörigkeit zum ^peditionskorps angehören würden. Hinsichtlich der Besoldung und Verpflegung ist für alle geschlossen zurück- kehrenoen Abteilungen die Rückkehr nach Deutschland als Demobilmachung zu behandeln; bei allen anderen greifen die Bestimmungen über Versetzung von mobilen zu immobilen Formationen Platz, wobei das Eintreffen bei dem den Ersatztruppenteil vertretenden Truppenteil des Gardekorps die Zeitgrenze für den Uebergang zu dem Bezüge der Gebührnisse für immobile Formationen bildet. Aus den Bestimmungen sei schließlich hervorgehoben, daß für Versetzungsreisen von Berlin nach dem neuen Bestimmungsorte für Offiziere, Sanitätsoffiziere, Beamte und Unterbeamte Reisegebührnisse zuständig sind, daneben Umzugskosten aber nur insoweit, als es sich um Einreihung in einen Truppenteil u. f. w. eines anderen Standortes als denjenigen, welchem der Offizier u. s. w. vor seinem lieber» tritt in das ostasiatische Expeditionskorps angehört hat, und zwar nach den Sätzen seiner Dienststelle in diesem und nach der Entfernung vom letzten Standorte berechnet. Insoweit indes verheiratete Offiziere, Sanitätsoffiziere und Militärbeamte Umzugskosten beim Ausrücken nach Ostasien erhalten haben, werden ihnen neben etwaiger Mietsentschädigung solche von dem nunmehrigen Wohnorte ihrer Familien nach dem Standorte desjenigen Truppenteils gewährt, bei welchem sie eingereiht werden, auch wenn dieser Standort derselbe ist, wie vor dem Uebertritt in das ost- asiatische Expeditionskorps. Nach denselben Grundsätzen werden Reisegebührnisse und Umzugskosten auch den Mannschaften gewährt, soweit sie nach der Reiseordnung hieraus Anspruch haben. Tie zur Entlassung kommenden sonstigen Mannschaften erhalten die vorschriftsmäßigen Marschgebühr - niffe. Wie hieraus erhellt, wird den aus Ostasien zurückkehrenden Angehörigen des Expeditionskorps in weitestem Maße durch Bewilligung von Gebührnissen entgegengekommen. Von deutscher Seite werden alle materiellen Vorbereitungen getroffen, um das Oberkommando aufzulösen und den weitaus größten Teil unserer Truppen teils durch Schiffe, die zur Zeit in den chinesischen Meeren stationiert sind, teils durch solche, die eigens zu diesem Zwecke nach China $eljen sollen, in die Heimat zurück- zuführen. Es ist bei alledem aber festzustellen, daß es sich hierbei vorerst nur um Vorbereitungen handelt und daß vor der wirklichen Räumung Chinas die Vorbedingungen auch wirklich und in Mer Form erfüllt sein müssen. Von amerikanischer Seite wird gemeldet, daß China endgiltig den Vorschlag auf Zahlung von 450 Millionen Taels acceptiert habe. Einem Pekinger Telegramm zufolge haben 2500 deutsche Marinesoldaten den Befehl erhalten, in Abteilungen nach Kiautschou abzugehen. 1400 gingen bereits am 28. d. M. ab. 800 marschieren, über Land. Eine deutsche Schwadron kehrte aus Kalgan am Sonntag nach Peking zurück. 5000 deutsche Truppen sollen innerhalb zweier Wochen ab getreu; sie werden nach Deutschland in zwei Transportschiffen eingesckfisft werden. Ter Newyork Herald hat aus Peking das folgende vom 23. Mai datierte Telegramm erhalten : Die letzte Versammlung des diplomatischen Korps beschäftigte sich eingehend mit der Frage der Plünderungen nach dem Einzüge der Verbündeten in Peking. Infolge einer Bemerkung in einem der Briefe General Chaffees über das Benehmen der Gemahlin des britischen Gesandten, die einige Wertsachen mitgenommen haben sollte, stellten zwei dieser Dame freundlich gesinnte Diplomaten die Frage, was über die Angelegenheit bekannt sei. Darauf erklärten die Gesandten zweier europäischer Staaten, daß sie den ganzen Tag über, als das diplomatische Korps die verbotene Stadt besuchte, in der 9kähe dieser Dame gewesen seien und sich dafür verbürgen könnten, das einzige, was sie genommen habe, sei eine gelbe Rose aus dem Garten der Kaiserin-Witwe gewesen. Dagegen erklärten die beiden Gesandten, daß sie es vergeblich zu verhindern gesucht hätten, daß die Gattin eines Mitgliedes der amerikanischen Gesandtschaft alles plünderte, was sie vorfand, Lady MacDonald habe sich an diesen leider fruchtlosen Versucheu beteiligt. Die Amerikanerin hatte sogar einen Antiquitätenhändler mitgebracht. Sie wurde darauf aufmerksam gemacht, daß das nicht gehe, sie bestand aber darauf, worauf sich die Gesandten entfernten, damit ihnen nicht später vorgeworfen loeröen könne, daß die Plünderungen unter ihren Augen stattgefunden hätten. Ter Antiquitätenhändler habe sich vorher ganz genau über den Aufbewahrungsort des kostbarsten Porzellans orientiert, und als es nicht gleich gelang, die Schränke zu öffnen, die die Schätze enthielten, hätte die betreffende Dame einen amerikanischen Soldaten dieselben, mit dem Bajonet öffnen lassen. Der amerikanische Gesandte habe auf diese Vorwürfe nichts erwidert. Ter „Times" wird aus Peking gemeldet: Der russische Gesandte v. Giers erklärte, daß Rußland der Bildung der in dem englischen Vorschläge vorgesehenen gemischten Kommission zustimme. Man glaubt, daß Rußland auch dem englischen Vorschläge über die Bezahlung der EntsckKdigung zustimmen wird. Engländer und Buren. Heber den gestern nach einem belgischen Blatte kurz gemeldeten großen Waftenerfölg der Biken liegen z. Z. noch keine näheren Nachrichten vor. Tie englische Kriegs- berichterstattung versagt in solchen Fallen regelmäßig mit tätlicher Sicherheit. Auf englischer Seite fährt man vielmehr fort, Meldungen von kleinen Erfolgen auszustreuen. So sollen, den „Midland News" zufolge, in Palanye 200 Buren sich ergeben haben. . Interessant ist der Brief eines englischen Kavallerie- Offiziers, der manches erklärt.- Ter Offizier schreibt: „Frenchs große Bewegung im Osten war wirkt ick) ein völliger Mißerfolg und er bringt jetzt mühsam alle seine Truppen zurück. Ich glaube, daß sie die Sache noch einmal von vorne anfangen werden. Tie Hauptidee der Führer der einzelnen Detachements scheint zu sein, daß sie von einer Stelle zur anderen eilen müssen. Wir verbringen Sttinden bamit,. Schafe zusammenzutreiben, und lassen am nächsten Morgen alles zurück. Die Arrieregarde hat gewöhnlich das Vergnügen, zu sehen, wie die Buren ihr Vieh wieder forttreiben, sobald wir einige Meilen fort sind. Es steht außen Zweifel, daß die Buren leicht durch den nächsten Winter kommen werden, und bestenfalls können wir hoffen, bafi, wir etwa im Juli nächsten Jahres ein Ende mit ihnen, gemacht haben. Ehe wir unser jetziges System zedoch nicht, gänzlich ändern, werden wir so lange weitermachen, wie es ihnen gefällt. Ss, wie der Krieg geführt wird, verdienen wir nicht, zu gewinnen." Erklärt wird durch diesen Brief z. B. auch, wie es sich mit den selbst von englischer Seite bespöttelten Berichten Lord Kitcheners über erbeutete Viehherden, Wagen rc. verhält. Deutsches Reich. Berlin, 29. Mai. Ter Kaiser, umgeben von den Herren des Hauptquartiers und den fremdherrlichen Offizieren, worunter sich der französische General Bonnal befand, besichtigte und exerzierte heute, wie alljährlich am 29. Mai, die zweite Garde-Jnfanteriebrigabe auf dem Tempelhofer Felde. Ter Kaiser kehrte an der Spitze der Fahnenkompagnie mit zahlreicher Suite, darunter französische Offiziere, zurück in die Stadt und nahm das Frühstück bei dem Offizierkorps des Garderegiments ein. — Königin WilhelminavonHolland wird auf Einladung des Kaisers mit dem Prinzgemahl Heinrich und dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin am Donnerstag nachmittag auf Station Wildpark bei Potsdam ein treffen. Am Freitagvormittag kommt Königin Wilhelmina dann mit ihrem Gatten nach Berlin. Während sie mit der Malierin im Wagen der großen Frühjahrsparade des Gardekorps auf dem Tempelhofer Felde beiwohnen wird, begleitet ihr Gemahl den Kaiser zu Pferde. Zu Ehren der Ga,ti. wird sationsformen zu treffen. Ausschuß des Gesmntverba Abg. Franken wird aus dem ein der Reifsinger - Mainz, Prof. Dr. H. Freund-Straßburg, Dr. Wehmer-WieSbaden und Dr. Scherer-LudwigShafen. In einem Nebenraume halten die Firmen B. B. Caffel, medizinische- Spezialhaus (Frankfurt), praktische Neuheiten und B. Teubner (Frankfurt) Mufflers sterilisierte Kindernahrung ausgestellt. Um 41/, Uhr begann im Hotel Viktoria das , emeinschaftliche Mittagessen. Als nächstjähriger Kougreßork wurde Soden im Taunus gewählt. fc. Bingen, 29. Mai. Das 2*/, Jahre alte Söhnchen des Direktors der Baugewerkschule Tölg fiel in eine im. Garten steheade Bütte mit Wasser und ertrank. fc Frankfurt a. M., 29. Mai. Im vorigen Jahre, ungefähr zu derselben Zeit, als König Humbert von Italien ermordet wurde, wurde an einem Sonntagabend in der ^aiserstraße hier von zwei Zivilisten ein Mann dingfest gemacht, der einen Unbekannten durch Mefferstiche schwer ver- etzt hatte. Der Festgenommene, ein gewisier Theinhardt aus Berlin, wurde in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert, der Verwundete in das städtische Krankenhaus verbracht. Aus diesem verschwand er nach 24 Stunden spurlos und i war in der Anstaltskleidung, mit Binden und Bandagen am köpf usw. Den Aerzten war es ein Rätsel, daß der Mann »er seinen schweren Verwundungen hatte entweichen können. Er ist nun trotz eifriger Nachforschungen in ganz Deutschland nicht aufzufinden gewesen, und Theinhardt hat vor einigen Wochen nach neunmonatlicher Untersuchungshaft entlasse» werden müsien, da seine Behauptung, er sei der angegriffene Teil gewesen, bei der Unauffindbarkeit des Hauptzeugen nicht u entkräften war. Am selben abend war in der Alten Mainzer Gasse ein Mensch in schwer verletztem Zustande aufgefunden worden. Auch dieser verschwand nach zwei Tagen aus dem städtischen Krankenhause und konnte nicht mehr aufgefunden werden. Man nimmt an, daß eS sich um Anarchisten handelt. Frankfurt, 29. Mai. Heute vormittag erschoß sich in seiner Wohnung der etwa 35 Jahre alte GerichtSaffeffor bei dem Kriegsgericht der 21. Division Gustav Hoertsch. Er war erst vor drei Tagen von Mainz hierher verzogen. Der Lebensmüde hat Briefe hinterlaffen, aus denen hervorgeht, daß er wegen eines Nervenleidens freiwillig in den Tod gegangen ist. — Am ersten Feiertag stürzte der Kalkbrenner Schnell auf der Festeburg bei einer Reparatur an dem Brunnenschacht in die Tiefe und ertrank. DaS Seil, an dem der Unglückliche Herabgelaffen wurde, riß und er stürzte in den 34 Meter tiefen Brunnen, in dem das Waffer etwa 4 bis 5 Meter hoch stand. Soden, 29. Mai. Der Fremdenverkehr war an den Pfingstfeiertagen kolossal, daß an beiden Tagen nach 3 Uhr nachmittags 9 Züge mit je 20 bis 25 Wagen von hier abgelaffen werden mußten. Die KurhauSterraffe und die WirtSgärten waren den ganzen Nachmittag über total besetzt. Unsere Wirte machten ein sehr gutes Geschäft. •» Kleine Mitteilungen anS Hessen und den RachbarstanteN. Wir haben erst kürzlich erwähnt, daß auf dem Wege zwischen Eltville und Walluf ein Unbekannter die Straße mit Schuhnägelu bestreut hatte, wodurch die Räder der dort verkehrenden Radfahrer für einige Zeit un- brauchbar wurden. Neuerdings, am 2. Pfingstfeiertage, war wiederum die von Bingen rheinabwäris führende Chaussee nach Koblenz vielfach mit Schuhnägeln bestreut und dies hatte eine große Anzahl Radbeschädigungen zur Folge. Nürnberg, 29. Mai. Ter Berbandstag des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes beauftragte den Vorstand, eine Einigung mit dem Zentralverein der Former herbeizuführen. Tie Sitzungen werden, entgegen der sonstigen Gepflogenheit, polizeilich überwacht, anscheinend wegen der Teilnahme des Anarchisten Parlowitsch-Berlin. Missionsfest begangen. Als Festplatz diente der bei kirche gelegene freie Grasgarten, der ehemalige Friedhof. Pfarrer Weber aus Lang-Göns und Misfionsdirektor HacciuS aus Hermannsburg predigten. Herr HacciuS predigte über die Missionsverhältnisse in Süd-Afrika und betonte Haupt- Aus Stadt und Zand. Gießen, den 30. Mai 1901. d. Oppenrod, 29. Mai. Gestern wurde hier sächlich die Schädigung der Mission durch den Krieg, die erwachte und teilweise von England unterstützte Wildheit der Eingeborenen, die Grausamkeiten und Roheiten den englischen Soldaten, sowie die Entbehrungen der von England gefangenen Hermannsburger Missionare, deren Zahl sich auf 16 belaufe, von denen mehrere schon über ein Jahr in Gefangenschaft lebten. Einige von dem Redner vorgelesene Briefe dieser Missionare schildern deren große Not. Wesent- lich verschönert wurde das Fest durch die Mitwirkung des Kleinlindener PosaunenchorS und Kirchengesangvereins, der mehrere Volkslieder vortrug. Die Gastfreundlichkeit der hiesigen Bewohner zeigte sich bei dem Missionsfeste wieder, indem diese die Gäste in ihren Häusern bewirteten. A. Kloster Arnsburg, 29. Mai. DaS JahreSfest des Rettungshauses wurde wieder, wie alljährlich, am dritten Pfingsttage gefeiert. Dieses JahreSfest steht in der ganzen Umgegend in großem Ansehen und wird sehr zahlreich besucht, ganz besonders sind eS die Pfarrer, die mit ihren Konfirmanden erscheinen. Festprediger waren Pfarrer Kaiser aus Frankfurt a. M. und Hofkaplan Palmer aus I Schönberg. Mathematiker - Kongreß. ui. P. Gießen, 30. Mai. Gestern nachmittag 2V2 Uhr versammelten sich über 50 Herren an der Universität, um die Gail'sch en Thonwerkc zu besichtigen. Ingenieur Wagenschein empfing die Tew Ausland. London, 29. Mai. DaS Amtsblatt veröffentlicht die Verleihung deS Titels eines Freiherrn von London und Kapstadt an Sir Alfred Milner. Brüssel, 29. Mai. Die für das allgemeine, gleiche Wahlrecht mit proportionaler Vertretung eintretenden liberalen Gruppen des Senats und der Kammer beschloffen heute, in der Kammer den Antrag zu stellen, die Regierung möge eine Volksabstimmung herbeiführen, in der das Land bekunden soll, ob eS für oder gegen die Einführung des all- emeinen gleichen Wahlrechts mit proportionaler Der tretung ist. — Der Generalrat der Arbeiterpartei beauftragte bie ozialistischen Deputierten, gegen die Vorlage betreffend den Abschluß eines neuen Vertrages mit dem Kongostaat und { egen jede Vorlage zu stimmen, die die Annexion deS Kongo- :aaleS bezweckt. Paris, 29. Mai. ES heißt, daß Delcasss, der gestern nach Paris zurückgekehrt ist, feine Zustimmung zum Empfange einer außerordentlichen marokkanischen Gesandtschaft von der vollständigen Erfüllung deS laufenden französischen Ultimatums abhängig macht. Der „Figaro" erklärt, der jüngste Zwischenfall habe die französische Politik Marokko gegenüber dahin gekennzeichnet: Frankreich wünscht keine nlitärische Operation in Marokko und es würde sich zu einer olchen nur in zwei Fällen entschließen: wenn der Sultan von Marokko sich als schlechter Nachbar zeigen oder wenn irgend eine europäische Macht beanspruchen würde, Frankreich )aS Uebergewicht in diesen Gebieten streitig zu machen. Man werde diese einfache Frage in Tanger und anderswo verstehen. Madrid, 25. Mai. Kriegsminister General Weyler erklärte, daß er ohne besondere Ausgaben drei neue Armeekorps organisieren könne, die jeden Angriff auf die .Halbinseln zurückzuschlagen im Stande sein würden. Die Korpsmanöver werden fortan zweimal im Jahre stattfinden. Wien, 29. Mai. Der HeeresauSschuß der ungarischen Delegation nahm das Heeres-Ordinarium als Grundlage für die Sozialdebtte an. Bezüglich der Einführung der zweijährigen Dienstzeit erklärte der Kriegsminister, dieselbe werde große Opfer fordern. Mit erhöhtem Rekrutenkontingente würden auch bei dreijähriger Dienstzeit )ie gewünschten Vorteile erreicht werden. — Abgeordnetenhaus. Bei der Beratung der Wasserstraßenvorlage erklärte Abg. Wolf, die All eutschen könnten nicht für die Vorlage in ihrer Gesamtheit timmen, sie begrüßten jedoch die Regulierung der Flüsse ympathisch, ebenso den Umstand, daß der Bau der böhmischen Kanäle die natürlichste Vorbereitung für ein zoll- politisches Bündnis mit dem Deutschen Reiche sei. Redner reantragt, die Beratung deS Gesetzentwurfes zu vertagen und denselben den Landtagen vorzulegen, deren Meinung »dann dem Parlament mitgeteilt werden soll. Der Pole kapoport Edler v. Porada sowie daS Mitglied des ver- affungstreuen Großgrundbesitz Frhr. von Kübeck hoben ne volkswirtschaftliche Bedeutung der Vorlage hervor, während der Tscheche Prasek sich gegen den Bau der Kanäle erklärte und hervorhob, daß die Vorlage eines FinanzplaneS entbehre. Belgrad, 29. Mai. Es verlautet, der König und die Königin würden Ende Juni den Zarenhof besuchen und Königin Draga darauf in einem KaukasuSbade einen einmonatlichen Aufenthalt nehmen. Konstantinopel, 29. Mai. Die Pforte richtete an die Botschafter Oesterreich-Ungarns, Englands und Frankreich- Noten, in denen sie den Empfang der Noten vom 20. Mai estätigt, durch welche die drei Botschafter von den befriedigenden offiziellen Erklärungen deS Minister- deS Aeußeren, Tewfik Pascha, in Betreff des Postkonflikts Kenntnis ehmen. Die Pforte erklärt, daß die Note der Botschafter vom 20. Mai nicht so gedeutet werden dürste, als ob die Türkei auf ihr Regal verzichtet habe, und daß in dieser Beziehung die Lage auf beiden Seiten dieselbe bleibe, wie vor Ausbruch des Konfliktes. Da die Pforte iudeffen keine An- pielung macht, die den Wert der erwähnten Erklärungen ülewsik Paschas herabzumindern vermöchte, bleibt der Post- Konflikt erledigt. Yokohama, 29. Mai. Nachrichten aus Soeul zufolge brach auf der Insel Brelvart eine gegen die Ehr isten gerichtete Bewegung aus, ein französischer katholischer Missionar wurde ermordet. Havana, 29. Mai. Der Konvent zur Beratung der kubanischen Verfassung nahm mit 15 gegen 14 Stimmen den von der Mehrheit des auswärtigen Ausschusses festgestellten Bericht an; derselbe befürwortet den vom Kongreß in Washington angenommenen Platt'schen Antrag, welcher die Aufrechthaltung der amerikanischen Kontrolle in Kuba empfiehlt. 'Donnerstagabend vor dem Neuen Palars großer Zapfenstreich ftnttfinbcn. Auf Wunsch des Kaisers wird am Freitag die Königin Wilhelrnina beim Besuch der Reichshauptstadt am Brandenburger Thor vom Oberbürgermeister Kirschner begrüßt werden. An der Begrüßung werden Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung mit ihren Tarnen teilnehmen. Das Brandenburger Thor und der Pariser Platz werden, soweit noch die Kürze der Zeit erlaubt, geschmückt werden. — In der heutigen Sitzung des Zentralaus- schusses derReichsbank bemerkte Präsident Dr. Koch im Anschlüsse an die letzte Wochenübersicht, daß die Lage der Bank seit Ende April allmählich wieder mehr gekräftigt sei, die Ansprüche aber noch immer bedeutend seien. Tie Anlage von 845 Millionen Mark überschreite die gleichzeitige des Vorjahres um 33 Millionen, die von 1899 um 48 und die von 1898 um 76 Millionen. Allerdings befänden sich darunter etwa 61 Millionen Mark Schatzanweisungen des Reichs, wovon die Reichsbank zu der gleichen Zeit im Vorjahre nichts besessen habe. Ter Metall- wert sei um 125 Millionen größer als im Vorjahre, ebenso insbesondere der Goldbestand: er sei seit 1895 noch nicht so groß gewesen. Entsprechend besserte sich die Notendeckung. Angesichts der Höhe der fremden Wechselkurse und mancher bevorstehenden Geld Operationen sei indessen, zumal bei der Nähe des Ultimo, eine weitere Ermäßigung des in diesem Jahre zweimal um je einhalb Prozent herabgesetzten Diskonts nicht ratsam. Die Versammlung war mit den Ausführungen ohne Widerspruch einverstanden und erteilte ihre Zustimmung zur Zahlung der Abschlagsdivi- dende von eindreiviertel Prozent ab 15. Juni 1901. — Zu der Vorenthaltung der den aus Militär- anwärtern hervorgegangenen Postassistenten, Postverwaltern und Postsekretären aus ihrer Probedienstzeit zustehenden Gehaltsbezüge verlautet jetzt, daß die Postverwaltung sich zur Zahlung entschlossen und die nötigen Schritte bereits eing^leitet hat. Anspruch auf Zahlling haben alle vom 1. Oktober 1882 bis Ende Juni 1894 in den Post- und Telegraphendienst einberufenen Militäranwärter, für die es fortan besonderer Gesuche und Prozesse also nicht mehr bedürfen wird. Krätke hat sich sonach in die Reichspostverwaltung mit einer erfreulichen Maßnahme eingeführt. — Ter Parteitag der polnischen Sozialisten hat sich mit der Stellung zur Polenfrage beschäftigt. In einer einstimmig gefaßten Resolution erklärte der Parteitag es für Pflicht der polnisch sozialistischen Partei, die germanisatorischen Bestrebungen der preußischen Regierung zu bekämpfen und fordert für das polnische Volk in Preußen völlige Autonomie nach dem Muster Galiziens mit obligatorischer polnischer Amtssprache. Ten Genossen in Rußland, „den bewundernswerten Opfern des zarischen Despotismus" widmete der Parteitag eine Sympathieerklärung. Ueber das Verhältnis der polnischen zur deutschen Sozialdemokratie gab es stundenlange Debatten, in denen namentlich der „Vorwärts" und der sozialdemokratische Parteivorstand heftig angegriffen wurde. Es wurde beschlossen, die bisherige selbständige Organisation beizubehalten, aber in allen allgemein politischen Fragen mit der deutschen Sozialdemokratie rusammenzugehen. Ter Parteitag protestiert ferner gegen die Entsenoung deutscher, der polnischen Sprache unkundiger Agitatoren in die polnischen Provinzen und bedauert die unrichtigen Darstellungen des „Vorwärts" und anderer sozialdemokratischer Blätter über die polnische sozialdemokratische Bewegung in Rußland und Preußen. Greifswald, 29. Mai. Reichs tags st ich Wahl. Nach den bisher vorliegenden Feststellungen erhielt Behr (kons.) 6109, Gothein (freis. Ver.) 8973 Stimmen, ans 70 Landbezirkcn stehen die Ergebnisse noch aus. Braunschweig, 29. Mai. Tie erste Hauptversammlung des 12. evang.-sozialen Kongresses wurde durch den Landesökonomierat Nobbe aus Berlin eröffnet. Minister Hartwig begrüßte die Teilnehmer namens der Regierung. Tie Verhandlungen begannen mit einem Vortrage des Pfarrers Toerries-Hannover über die Erziehungspflicht der Kirchengemeinden gegenüber den sozialen Mißständen. Coblenz, 29. Mai. Tas Silberjubiläum der G ö rr e s g e s e kl s ch a f t, verbunden mit der Generalversammlung für 1901 begann heute abend mit einer Festversammlung. Bischof Korum Trier und die Koryphäen der Zentrumspartei waren anwesend. Ter Vorsitzende des Ortsausschusses, Justizrat Müller, begrüßte die Versammlung. Bischof Komm fordert für die katholische Wissenschaft freie Bahn, nach Tantes Wort, „zu den Sternen". Justizrat Bachem-Köln verspricht weiteren Ausbau der Görresgesell- fchaft. Professor Freiherr v. Hertliug, Vorsitzender der Görresgesellschaft, fordert weitere Ausbildung des Laienelementes an den Hochschulen und Gymnasien, um mit Lern ungläubigen Philosophentnm zu wetteifern. Speyer, 29. Mai. Ter Delegiertentag der evangelischen Arbeitervereine erkennt die Notwendigkeit der beruflichen Organisation der Arbeiter an, hält es nicht für die Aufgabe der Vereine, berufliche Organisationen ins Leben zu rufen und empfiehlt dringend, sich den Gewerkschaften anzuschließen, unter Ausschluß statutarischer oder prinzipiell parteipolitischer Bemssvereine. Er überläßt es den einzelnen Vereinen, die Organisationspflicht einzuschärfen und die Entscheidung über die Organi- r , „ , esamtverbandes herausgewählt und schlägt die angebotene Ehrenmitgliedschaft aus. Ter Austritt aller Arbeitervereine von Rheinlano-Westfalen ist sehr wahrscheinlich. !! Gedern, 29. Mai. Heute ereignete sich dahier ein- chwerer Unglücksfall. Ein Junge von 14 Jahren, der rei dem hiesigen Kirchendiener Ostertag in Dienst steht, war mit demselben in den Wald gefahren, um Holz zu holen. Auf dem Heimwege stürzte der Knabe über eine Vorhecke, geriet unter den Wagen und wurde überfahren. Der Wagen ! ing über den rechten Unterschenkel. Der schnell zugezogene Arzt mußte eine Wunde, die handtief war, vernähen. △ Wenings, 29. Mai. Gestern nachmittag entlud sich bet unserem Orte ein außergewöhnlich schweres Gewitter. Fast gleichzeitig schlug der Blitz in das neuerbaute Wohn- aus des Herrn Kehm und in die Scheuer des Pachters ,)ahn hier ein. In ersterem waren ungefähr 12 Personen versammelt, die ohne Schaden mit dem Schreck davonkamen; edoch richtete der Blitz am Mobiliar bedeutenden Schaden n. Auf dem Dache der Scheuer stand seit langen Jahrein ein Storchnest. Leider wurden von dem Blitz die Störchin nebst ihren 3 oder 4 Jungen getötet. In beiden Fällen zündete der Blitz nicht. Ein wolkenbruchartiger Regen, vermischt mit Hagel, waren Folgeerscheinungen des schweren Wetters. In Allenroth schlug der Blitz ebenfalls ein und tötete ein Pferd. Sch. Darmstadt, 29. Mai. Die Großherzogliche Hofhaltung wird vom 1. Juni nach Jagdschloß Wolfs- ( arten verlegt werden. Mainz, 29. Mai. Die neuen Pläne für die Erbauung einer Eisenbahnbrücke über den Rhein nach Wiesbaden sind nunmehr soweit fertiggestellt, daß sie ins Juni offengelegt werden können. Die früheren Pläne wurden rekanntlich von der Stadt Mainz beanstandet, da die Lage der Brücke für die Stadt ungünstig gewesen wäre, auch die Militärbehörde hatte gegen die früheren Pläne Einspruch erhoben. Bingen, 29. Mai. Die Versammlung mittelrheinischer Aerzte fand gestern hier statt. Bon nachmittags 10 Uhr ab war Begrüßung der auswärtigen Gäste im Teraffensaale der BahuhofSrestauration, woselbst auch der Frühschoppen eingenommen wurde. Anwesend waren über 100 Aerzte. In der städtischen Turnhalle begannen pünktlich um 1 Uhr die angemeldeten belehrenden Vorträge und zwar -rachen: Prof. Dr. Rumpf-Bonn, Dr. R. Schütz-WieSbaden, SanitätSrat Dr. Cramer-WieSbaden, Medizinalrat Dr. gez. Valentin von B t s m a r ck, 1. Vorsitzender. Theater, Kunst und Wissenschaft. Darmstädter Künsilerkolopie. Wie wir hören, werden Vor kehrungen getroffen, einige unglückliche Eigenschaften des Sptelhauses auf der Mathildenhöhe abzuändern. Man will dafür Sorge tragen, daß jedes von außen kommende Geräusch, das die Aufmerksamkeit deS Zuhörers von den künstlerischen.Vorgängen ablenkt, abgehalten wird und daß von allen Plätzen aus ein voller Ueberblick über die Szene gewährt wird. — Uebrigens kursieren im Publikum vielfach und mannigfach falsche Gerüchte. Vorsitzender gez. Fr. Schaefer, Schriftführer, gez. G. Gronau, Kassenwart. Arbeiterbewegung. Darmstadt, 29. Mai. Die Streitigkeiten zwifchm Restaurateur und Kellner in der Ausstellung der Künstlerkolonie UnwersMs Nachrichten. Der bisherige a. o. Profeffor an der Hochschule Dr. phil. und Lic. theoll Fr. Schwally in Straßburg ist als a. o. Profeffor mit dem Lehrauftrag für die semitischen Sprachen nach Gießen berufen worden und hat den Ruf angenommen. Er ist geborener Hesse, aut Butzbach, war von 1889 bis 1890 >als Religionslehrer an dem Gymnasium zu Darmstadt thätig, habilitierte sich Ostern 1893 in Straßburg und wurde dort zu Anfang des vorigen Jahres zum a. o. Profeffor befördert. — Rach dem kürzlich erfolgten Tode des bisherigen Direktors des evangelischen Studienstifts von Sankt Thomas in Straßburg (Dr. Erickson) ist die Stelle nunmehr dem a. o. Profeffor Lizentiat Annch, der bisher gleichzeitig Pfarrer in dem benachbarten Lingolsheim war, übertragen worden. Dabei soll jetzt ein^emerkenswerte und sehr zweckmäßige Veränderung mit dem namentlich für die RrsormationSgeschichte überaus wertvollen Thomaü-Archiv vorgenommen werden. Dasselbe wird unter Wahrung des Eigentumsrechtes des ThomaSstistes dem dortigen Stadt archiv zur Verwaltung übergeben, das unter der vortrefflichen Leitung von Dr. Winkelmann steht, so daß nunmehr dieses wichtige Archiv fach männisch geordnet und damit der wiffenschaftlichen Forschung erheblich leichter zugänglich gemacht wird. — Man berichtet aus Kopenhagen vom 28. d. M.: Der berühmte dänische Chemiker Profeffor Julius Thomsen hat sich von seiner Wirksamkeit als Direktor der hiesigen poly technischen Lehranstalt zurückgezogen. Mehr als ein Menschenalter hat er als Universitätslehrer gewirkt und durch seine bedeutsamen Entdeckungen und Forschungen viel dazu beigetragen, die allgemeine Kenntnis der Raturwiffenschaften zu verbreiten. Auf dem Gebiete der Thermochemie ist Julius Thomsen mit dem Franzosen Berthelot die erste Autorität. Thomsen ist 75 Jahre alt; zunehmende Schwäche hat ihn genötigt, feine Lehrerwirrsamkeit aufzugeben. Er ist Präsident der Kopenhagener Akademie der Wissenschaften. Gotha, 29. Mai. Vom schönsten Wetter begünstigt, wurde das 10. Turnfest de» Verbandes der Hochschulen gefeiert. Dm Veranstaltungen wohnte auch der Regent von Koburg-Gotha bei, der an die Turner eine Anfp ache hielt. Die Turnerschaft »Alsatia". Straßburg errang den Ehrenschild deS Verbandes aller Tunierschaften, ihr Mitglied Stud. von de Weghe war Sieger im Fünf- und Sechskampf. Für den Bismarckbund Braunschweig: Für den Bismarckverein Wolfenbüttel gez. Valentin von Bismarck, gez. Merkel, gez. Lahmann, 1. Schriftführer, gez Dr. H. Jahn, 1. Beisitzer, Nachdruck wünschenswert. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berlin, 29. Mai. Seit der Verhaftung der Dir. klaren Schultz und Romeik ist der Direktor B e h n f e n von der Immobilien- und VerkehrS-Bank „oerreift* und zwar, wie es heißt, nach England. Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke norm. 9ernte, Gießen, lieber die am 25. d. Mts. in Köln unter Ausschluß der Oeffentlichkeit abgehaltene außerordentliche Gewerkenoersammlung wird der ,RH. W. Ztg." folgende- mitgeteilt: Vertreten waren 880 Kuxe durch 65 Gewerken. Der frühere Besitzer Fernie hatte auf daS ganze Besitztum der Gewerkschaft noch eine Forderung von Mk. 2,600,000, die der bisherige Vorsitzende Dr. Pfahl in Bonn bestellt hatte. Die Versammlung beschloß, in diese Verpflichtungen gegenüber Fernie und dem Bankhause Oppenheim einzutreten. Dr. Pfahl übergiebt dagegen der Gewerkschaft 1 Million „Fernie"-Obligationen, ferner 401 Kuxe der Gewerkschaft „Fernie" und 100 Kuxe deS Erzbergwerks Aurora. Man hat nun in Aussicht genommen, auf die Übrigen 599 „Fernie"-Kuxe eine Zubuße von Mk. 2000 pro Kur auszuschreiben; dieser Vorschlag' wird voraussichtlich in einer neuen, für Juni einzuberusenden Gewerkenversammlung auf die Tagesordnung gesetzt werden. In den Grubenvorstand neu- gewählt wurden Rechtsanwalt Grünewald in Gießen, K. Nordhaus und E. Ruthemeier in Düffeldorf und K. Zobel in Gießen. Außerdem be- sindet sich noch im Grubenvorstand der Delegierte deS^Bankhauses Oppen- heim, Ferdinand Rinkel. Der Direktor des Bergwerks wurde seiner Funktionen enthoben. Für 1900 hatte die Gewerkschaft Fernie Mk. 450 Ausbeute pro Kuxe verteilt. Sie ist mit einer hypothekarisch eingetragenen 4proz. Obligationsschuld belastet. — Soweit die „Rh. westf. Ztg." Unsere gestrige kurze Mitteilung, daß der Direktor des Bergwerkes seines Amtes enthoben worben sei, wirb durch ein heute uns übersandtes Schreiben des Vorsitzenden der Gewerkschaft, Rechtsanwalt Grünewald, als unwahr bezeichnet. Begleiterin geschossen und sie Während der Fahrt in den Tunnel geworfen.* In dem Coupee sand man einen jungen, gut gekleideten Mann, der ruhig am Fenster saß und sich über das Erscheinen der Leute zu wunder» schien. Die Blutspuren auf den Polstern und ein Kamm aus Schildpatt, der am Boden lag, ließen jedoch'erraten, daß etwas geschehen sein müsse, und der Wagen wurde abgehängt. Bei den Nachforschungen unter dem nächsten Tunnel entdeckte man ein aus mehreren Kopfwunden blutendes Mädchen, welches wenige Stunden danach in dem Hospital Tenon starb. Es stellte sich heraus, daß der junge Mann Dnsiollier heißt und daß er mit seinem Opfer Marie Pons schon seit zwei Jahren heimlich verlobt war. Bor einem Jahre widersetzten sich seine Eltern der Heirat deS Zwanzigjährigen, weil er erst seiner Wehrpflicht genügen mußte; aber daS Liebesverhältnis hatte fortgewährt. Dussollier, der Buchhalter in einem Geschäfte ist, weigerte sich beharrlich, irgendwelche Auskunft zu erteilen; allein es ist wahrscheinlich, daß er das Verbrechen aus Verzweiflung darüber beging, in einigen Wochen als Rekrut eintreten und die Braut zurücklassen zu müffen. * Einen Metierwechsel origineller Art kündigt ein Arzt in einem Inserat des „Dresdener Anzeigers" in folgender Weise an: Dr. med., berufsmübe, vorzüglicher Musiker, Pianist, Tenorist unb Humorist, sucht Stellung bei Quartett ob. Singspielgesellschaft. Gefl. Offert, unter ü. 0. 906 an Haasenstem & Vogler, A.-G., Dresben, erbeten. Der Humor scheint dem Manne bei den beruflichen Mühseligkeiten trotz alledem nicht ausgegangen zu sein, denn sonst würde er sich nicht u. a. als Humorist empfehlen. — Die Herren von der Aerztezunft werden in Rücksicht auf die StandeSehre von der profanen Mißachtung der ärztlichen Kunst, die aus dem Inserat spricht, sicher nicht erbaut sein. Möglich auch, daß sie eine Notlage der Aerzte herauslesen. Gründung eines Deutsche« BiSmarckbuudeS. Man schreibt unS: Schon zu Lebzeiten beS Fürsten BiSmarck schlossen sich in ben ver- chiebensten Orten unseres VaterlanbeS Männer zu Bereinigungen zu- ammen, um bem großen Staatsmann auch nach seinem Rücktritt offen- lunbig vor aller Welt zu beweisen, baß sie auch ba zu bem Begrünber beS Reiches in Treue unb Dankbarkeit ständen, wo sich viele Tausende von ihm abgewenbet hatten. Unb als bet Tob ihn von uns riß, da chloßen sich diese Vereinigungen nur um so fester zusammen, um das Andenken an Bismarck zu pflegen, und in ihm zu gleicher Zeit das Deutschtum zu ehren, denn in erster Linie Deutsche müssen wir fein, wollen wir auf der gewonnenen Höhe auch fernerhin sicher stehen. Auch bet Bismarckbunb zu Braunschweig unb mit ihm bet Wolfen- bütller Bismarckverein haben sich diese- Ziel gesteckt, aber sie wissen sehr wohl, daß sie allein es nicht zu erreichen vermögen. In allen Städten Deutschlands müssen solche Vereinigungen entstehen und sich zu einem großen Ganzen zusammenschließen, erst bann wirb in deutschen Landen ein Bollwerk des Deutschtums aufgebaut fein gegen alle die Bestrebungen, die an den Fundamenten des Deutschen Reiches zu rütteln wagen. DaS Andenken Bismarcks hochhalten, heißt für das Deutschtum eintreten, heißt unsres Volkes höchste Güter wahren! Kaiser und Reich unb bamit Macht unb Wohlstand, Ehre und Vaterland. Um dieses hohe Ziel zu erreichen, haben die beiden genannten Vereine alle schon bestehenden Bismarckvereinigungen zu einem Zusammen- chluß eingeladen, und fordern zur Bildung ähnlicher Vereine in allen Städten des Vaterlandes und zur Angliederung an die schon bestehenden auf. Möchte der 3. Juni, der Tag an bem in brr Reichshauptstadt bas Standbilb Bismarcks enthüllt wirb, zur Bilbung von Bismarckvereinen überall im beutschen Vaterlande die Anregung geben, und möchte die Vereinigung aller dieser Vereine zu einem großen Bollwerk des Deutschtums im Reiche die baldige weitere Folge dieser Gründungen sein. Zum Zusammenschluß aller Vismarckvereinigungen und der Anschüsse für Bismarckdenkmäler bezw, Säulen wird gebeten, sich mit ben unterzeichneten Vereinen baldmöglichst in Verbinbung zu setzen. Braunschweig Wolfenbüttel im Mai 1901. aß # 4 lll- flirt' j A"’ Mi« -ic » Solen. : finen ' di- «2* & h. :t« 4fäjt “Ö1"* dm Schreck L V0ntn wXA“ *,rer‘ Null «n ' fc für di- den Rhein nach M* d°ß s„ Mm» Whe Jutta itanpiubn, d» di- L« W« wite, Mh bi! M«m Wtat kichnch Betfammlnng mittel* lern hier statt, von nach- l"g der auswärtigen Gäste tauration, woselbst auch der 'e. Anwesend waren über urnhalle begannen pünltlich renden Vorträge und zwar , Dr. R. Schütz-Wiesbaden, saden, Medizinalrat Dr. Freund-Straßburg, Dr. Scherer-Ludwigshafen. A» Firmen B. B. Caffei, mebi> t), praktische NeuDn unb S sterilisierte Sickmhrnng nn im Hotel Moria das lS nächstjähriger Svngreßvrt * 12y, Jahre alU Söhnchen chlür Tvig siel in eine rat fier und ertrank. li. Im vorigen Jahre, W lönig Humbert von Italien em SvMagabend in der Mn ein Mann dingfest ge- urch Messerstiche schwu ver- ne, ein gewisser Theinhack nchungSgesängnis eingemsm, che SraukenhauS verbracht, h 24 Stunden spurlos M t Binden und Bandagen m i einWatfel, d-ßd-r»- en hatte entweichen können, schungen in ganz Deutschlar Theinhardt hat vor einig llutersuchnngShast eotasten Ä'ÄSS' m nimmt an, daß e- W ysxgf: lassen, <-7-7 den Tod Si' denS sreuolll'S " Nrnnnen- w '®i! W4”« f»“1 nehmer an der Fabrik und führte sie, unterstützt durch den Vertreter der Firma Herrn Pfeil, etwa 2 Stunden lang durch die ausgedehnten, etwa 300 Arbeiter beschäftigenden Werke. Zuerst wurden die mächtigen Thonlager neben der Fabrik besichtigt, die bei einer IahreSfabrikation von etwa 10 000 000 Steinen Jahrhunderte lang Vorrat aus diesem kostbaren Stück Erde schöpfen kann. Dann schritt man in die inneren „wohlgeheizten" Räume deS Werkes. Hier er- Närte Ingenieur Wageuscheio die Thonmühle, die Kessel- und Maschiuenanlagen, worauf die ThonprLparierungSmaschine genauer in Augenschein genommen wurde. Nachdem man noch die äußerst praktischen Maschinen für Falzziegel, Dach Pfannen, den Mischungsraum und die Gipsformen-Anstalt im Schweiße seines Angesichts in Thätigkeit gesehen halte, schritt man mit dem Bewußtsein, eine unfreiwillige Entfettungskur gemacht zu haben, über Felder zur Besichtigung der nahen Saudlager der Firma. In den Fabriken hingen an allen Wänden Schilder mit dem guten Pseudonym „Beim Gange nicht zu schmieren", aber der „Gang" durch die Werke wurde so ausgedehnt und durch Jngeniuer Wagenscheiu die Besichtigung so gründlich vorgenommen, daß viele mit trockener Kehle nach einem kühlen Trunk lechzten. Aber die Stunde hatte noch nicht geschlagen. Ein Amateurphotograph machte mehrere Aufnahmen in diesem abgematteten Zustande. Auf die Bilder sind alle Teilnehmer gespannt. Nachdem noch die immensen Trockenlager durchgangen worden waren und die Fabrikation der weißen Berblendsteine, eine Spezialität der Firma, die diese Artikel sogar in» Ausland liefert, mit vielem Interesse beobachtet worden war, trat man in einen großen luftigen Saal mit langem gedeckten Tisch, in dessen Nähe einige Faß „Echtes" lockend lagerten. Die aufge- stapelten Fleischbrötchen waren im Nu vergriffen. Von den Strapazen ruhte man einige Stunden in gemütlicher Unterhaltung aus, in der das Gesehene lebhaft besprochen wurde. Nach 5 Uhr brach man endlich auf, nicht ohne vorher Herrn Wagenschein für seine liebenswürdige Führung gedankt zu haben. • Um 5i/a Uhr fand ein gemeinsames Festmahl in Steins Garten statt. Heute morgen begann der dritte Tag der Verhandlungen. Es wurden geschäftliche Angelegenheiten erledigt. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurden die bisherigen Mitglieder, die Professoren Pietzker-Nordhausen, Scholten-Halle, Hamdorf- Guben, P r e S l e r - Hannover wiedergewählt. An Stelle des verstorbenen Professors Schwalbe wurde der Universitätsprofessor Hansen-Gießen in bett Vorstand mit großer Majorität gewählt. Ferner wurde Direktor Th aer- Hamburg von der Versammlung gebeten, den Verein bei der Hamburger Naturforscher-Versammlung im September dieses Jahres zu vertreten. Es wurde einer liebenswürdigen Einladung der Stadt Düsseldorf Folge geleistet und die Stadt am Rhein zum Versammlungsort für Pfingsten nächsten Jahres gewählt. Da um diese Zeit die Düsseldorfer Ausstellung geöffnet ist, wurde die Einladung besonders dankbar angenommen. Nach einer längeren lebhaften Diskussion über interne Angelegenheiten, sprach der 1. Vorsitzende Prof. Pietzker den Mitgliedern des Vereins, die sich für die Veranstaltung verdient gemacht hatten, sowie in erster Linie der Universität, 1>em Gymnasium und Realgymnasium den Dank des Vor- flavdes aus und schloß den osfiziellen Teil der 10. Hauptversammlung des Vereins zur Förderung des Unterrichts in der Mathematik und der Naturwissenschaft. 9. Kongreß der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie. ii. P. Gießen, 30. Mai. Gestern nachmittag um 2 Uhr wurde die Verhandlung wieder aufgenommen. Sie dauerte bis halb 6 Uhr. Besonderes Aufsehen erregte ein Vortrag des Professors W e r t - Heim-Wien über eine neue Methode der „Hterus-Carci- norn"-Operation. t . Abends 8 Uhr fand im Philosovhenwald der von der Stadt Gießen arrangierte Bierabend statt. Bürgermeister Mecum begrüßte die Erschienenen durch eine treffende, mit großem Beifall aufgenommene Ansprache. Wenn auch die Teilnehmer des Kongresses sich in allererster Linie zu ernster Arbeit hier zusammengefunden hätten, so sei es doch für die Stadt eine angenehme Pflicht gewesen, ihrer- seitä alles aufzubieten, um den fremden Gästen den Aufenthalt in Gießens Mauern so angenehm wie möglich zu gestalten. Bürgermeister Mecum wünscht den Verhandlungen einen guten Verlauf und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf den Kongreß. darauf erhob sich Geheimrat Prof. Lo h le i n und erwiderte in längerer mit feinem Humor durchwurzter Rede die Begrüßung des Bürgermeisters, „armis et litteris ad utrumque parotis" fei der Wahlspruch der Gießener afabemt -scheu Welt. Ter Redner dankte der Stadt Gießen und der Bürgerschaft für das überaus große, freundliche Entgegenkommen. Zum Schluß forderte der Redner die Anwesenden auf mit ihm einen kräftigen Salamander zu reiben auf vivat, floreat, crescat der Stadt Gießen und ihrer Bewohner. Tie Stimmung der Teilnehmer war fröhlich und heiter, und wenn nicht bereits am andern Morgen früh 7 Uhr Demonstrationen ungesagt worden waren, hätte sich der Bierabend noch sehr in die Länge gezogen. Bereits heute morgen 7 Uhr fanden in der Frauenklinik Demonstrationen statt. Präparate waren eigens zu diesem Zweck aus weiter Ferne herberge schasst worden. Um 9 Uhr schlossen sich daran die Bortrage in der Aula der Universität, die sich über das zweite Haupt - Thema . Eklampsie, verbreiteten. Tie Referate hierüber waren von Geh. Rat F-ehling-Straßburg und Prof. Wyder-Zürich übernommen worden. Gegen 1 Uhr trat eine Fruhftucks- oause ein, während der die Herren in den verschiedensten botels Imbisse einnahmen. Um 2 Uhr werden die Vortrage Vermischtes. * Paris, 29. Mai. Als ein Zug der Pariser Gürtelbahn in den Bahnhof von Charoune einlief, sagte ein Fahraast erster Klaffe hastig zu den Bahnangestellten: „Verhaften Sie den Mann, der in jenem Coupee fitzt, er hat auf seine So wirb behauptet, bet Eintrittspreis von 1 Mk. berechtige nur zum Betreten bes Ausstellungsgeländes, für ben Eintritt in jebeS KünfllerhauS werbe ein Extrabetrag erhoben. Diese Annahme ist durchaus falsch; für eine Mark kann man alle«, wsS in der Ausstellung geboten wirb, sehen. Frankfurter Oper. Am Freitag, ben 31. Mal gelangen Richard Wagners .Die Meistersinger von Nürnberg* in der bereits ge melbeten teilweisen Neubesetzung zur Aufführung. Herr AloiS Burgstaller singt zum erstenmale bic Partie des Walther von Stolzing alS Gast. Musikalische Leitung: Dr. Rottenberg. Neuinszenierung: Oberregiffeur Krähmer. Die neuen Dekorationen (Theatermaler Walther) unb bic gesamte dekorative Einrichtung (Obermaschinenmeister Rudolph) sind nach bem Vorbilde der Bayreuther Ausführung angefertigt. Neue Kostüme: Frau Obergarderobier Noback, Herr Obergarderobier Zinner. Da bas Werk ohne alle Striche, genau nach der Origtnalpartitur deS Meister», in Szene geht, ist der Beginn der Vorstellung auf 6 Uhr festgesetzt. — Frankfurter «tadttheater. Ernst o. Wolzogen, der Leiter deS „Uebetbreitl" in Berlin, wirb am 15.. 16. und 17. Juni mit seiner ganzen Gesellschaft im Frankfurter Schauspielhause gaftteren. Mel, 28. Mai. Der allgemeine deutsche Schuloerein eröffnete heute Mittag in den deutschen Reichsballen seine Hauptversammlung. Den Vorsitz führte Professor Biande-Berlin Der Hauptpunkt der Tagesordnung war ein Vortrag deS Professors HaufftN'Prag: „Heber daS geistige Leben der Deutschen in Böhmen". — Aus Wien wird gemeldet: Der berühmte'.Forscher auf dem Gebiete deS BeleuchtungSwesrnS, der Erfinder deS GaSglühltchlS und der elektrischen Osmtumlampe, Dr. Karl Ritter Auer v. WelSbach, wurde vom Kaiser von Oesterreich in ben Freiherrnstand erhoben. Diese hohe Auszeichnung reiht fich an die vielfachen Ehrungen und Anerkennungen, die dem genialen Gelehrten für seine epochalen Schöpfungen bisher zu Teil geworden sind. Newyork. 29. Ma«. Auf dem Hevard Observatorium wurden photographische Mond-Ausnahmen gemacht, die anscheinend daS Vorhandensein von Schnee zetgm. — «ruft Eckstein als Sprachgenie. Wolfgang Ktrchbach widmet in einer Monatsschrift dem vor einigen Monaten Heimgegangenen Ernst Eckstein, dem berühmten Sohne unserer Ssadt Gießen, ein Gedenkblalt, das neben einer feinsinnigen kritischen Würdigung deS beliebten Romandichters eine mit triftigen Pinfelstrtchen gezeichnete Charakterschilderung deS Menschen Eckstein enthält. Kirchbach zeigt unS den Verfasser der „Claudter" vor allem als Mitglied des noch heute bestehenden „Symposion*, einer Vereinigung von in Dresden lebenden Schriftstellern und Künstlern, unter welchen man Namen von gutem Klang, wie den Literarhistoriker Ad. Stern, den Kimfthifto>cker Karl Woermann, den Romanschriftsteller Friedrich Friedrich, den Dichter Robert Waldmüller u. f. w. fand. In diesem Kreise hatte man häufig Gelegenheit, die Gründlichkeit von Ecksteins Bildung kennen zu lernen. Hier sah man ihn gelegentlich in gutem Latein die Unter* Haltung führen, und man versuchte ihm darin die Stange zu halten. Hier begann er, verwandten gut gesattelten Sprachkennern gegenüber, auch die Konversation in gutem Altgriechisch, daß man leibhaftig im Symposion PlatoS zu leben glaubte, und er führte die griechischen Gespräche wohl eine Viertelstunde lang sattelfest durch. Er war sprachlich so reich, daß er sieben Sprachen geläufig lesen konnte. Studiert hat er noch weit mehr, denn neben Griechisch, Latein und den modernen Sprachen trieb er Gothisch und anderes. Er vermochte mit Anmut in fünf Sprachen zu dichten- Man kennt von ihm Gedichte nicht nur in deutscher, sondern auch in englischer, französischer, lateinischer und iciechischer Sprache. Aus diesem Talent sind viele reize-de liebere ehungen herooraegangen; so enthält feine „Lyra germanicolatina“ eine Reihe wunderschöner Uedersehungen deutscher Lieder inS Lateinische. Auch englische Lieder übertrug er inS Lateinische, und so war er ge» radezu ein internationaler Ueberfitzer. Ai» Probe seine» Talents sei hier die hübsch klingende Hebersetzung von Goethe» „Heideröslein" wiedergegeben: Puer viait roeulam, Roaulam in prato. Adit jaounditwimam, Spectat amoenisaimam, Corde delootato. Rosa rubra rutila, Rosula in prato. Gerichtssaal. Bayreuth, 29. Mai. Von der Strafkammer wurde heute der Forstamtsassistent Karl Weber von Klingenbrunn wegen Vergehens des Zweikampfes zu 3 Monaten Festungshaft verurteilt. Weber war am letzten Geburtstag des Prinzregenten im Eafü Vogel dahier in vorgerückter Stunde mit dem Rechtspraktikanten und Leutnant der Reserve Emil Rottler von Bayreuth in einen Wortwechsel über die AnstellungS» Verhältnisse der Forst- und Rechtspraktikanten geraten. Als R. dabei eine beleidigende Aeußerung gebrauchte, forderte ihn W. auf, mit ihm hinauS- zugehen, um die Sache beizulegen. R. folgte zwar der Aufforderung, sagte aber draußen zu SB.: „Sie HanSwurst verstehen nichts vom studentischen Komment". Darauf versetzte W. dem R. eine Ohrfeige. Es kam zu einer Pistolenforderung. Am 15. März standen sich die Gegner gegenüber. Beim ersten Gang erhielt R. eine leichte Verletzung am linken Bein. Nach dem zweiten resultatlos verlaufenm Gang erfolgte eine Ver. söhnung. R. ist bereits am 21. Mai zu 3 Monaten Festung verurteilt worden. Weber gestand heute Alles unumwunden zu und entschuldigte seine Handlungsweise mit hochgradiger Erregung, verursacht dadurch daß er durch die schwere Beleidigung seine» Gegners sehr stark gereizt worden fei. — Leopold HülSner begnadigt. Eine Aussehm erregende Mitteilung bringt die „Bohemia". Danach wäre der wegen zwei- fachen Morde» zum Tode oerurtellte Leopold Hülsner vom Kaiser Franz Josef begnadigt wordm, worauf der Oberste Gerichtshof auf lebenslänglichen schweren Kerker erkannt habe. unterlag der Beurteilung des GewerbegerichiS. Nach vierstündiger Beweisaufnahme, in der verschiedene Zeugen vereidigt wurden, wurden die Klagen der Kellner kostenpflicMig ab gewiesen. Das Gericht nahm als erwiesen an, daß nicht eine Entlassung seitens der Kellner vorlirge. Der Einwand, daß der Kontrakt nichtig sei und nach 8 138 des Bürgerlichen Gesetzbuches als gegen die gut n Sitten verstoßend, nicht verbindlich sei, wurde als unbegründet abgewirsm. Es wurde allerdings zugegeben, daß die Leistungen des WtrteS geringer seien, als tn Darmstadt üblich sei, ek sei aber auch zu brrückfichijaen, daß seitens der Kellner bei Abschluß des Kontrakts auf höbe Atnk- gelber gerechnet wurde Der Einwand, daß gesundheitsschädliches Ess n den Kellnern gereicht worden sei, wurde ebenfalls als nicht nachgewiesen angesehen. Das Essen sei zwar nicht gerade beruh nt, aber auch nicht gesundheitsschädlich. Kriesimsten der Redaktion. H Das Adverb „weg", so viel wie fort, ist, wie unser Weg — Straße, aus dem mittel- bezw. althochdeutschen Worte w6o gebildet worden. Die germanische Wurzel ist weg — ziehen, fahren. Das Adverb „weg" (mbd. enwßo) bedeutet ursprünglich „auf den Weg", allo „wegnehmen" so viel wie „auf den Wer nehmen". Schiffsnachrrchten. Nor.'dnrtsck r Lioyd, in Gießen vertreten durch d n Narrten T. Loo?. Bremen, 29. Ma«. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Doppffschrauben-Postdampfer „Königin Luise", Kapitän O. Bolger, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 4 Uhr nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen Der Postdampfer „Zeeland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 27. Mai wohlbehalten in Newyork anaekomu-eu. Neueste Meldungen. w. Varzill, 30. Mai. 2.15 Uhr. (Telephon Meld, d-s « " Der Oberpräsident in Königsberg Gras Wil- Hel« Bismarck ist soeben gestorben. Berlin, 30. Mai. Der „Lok.Auz." will wißen, bei dem nach dem Exerzieren der 2. Garde-Infanterie Brigade stattgehabteu Frühstück beim 2. Garde-Znfauterie-Regiment habe der Kaiser eine Rede gehalten, worin er zunächst des Kaisers Friedrich, gedachte, und daun sagte, es freue ihn, mitteileu zn können, daß es im fernen Osten zum Friedensschlüsse gekommen sei, und daß ihm aus diesem Anlaß von vielen Seiten Anerkennungen und Danksagungen zu Teil geworden seien, darunter auch eine vom Kaiser von Rußland persönlich abgesaudte Depesche, die der Kaiser verlas. Der Kaiser habe schließlich die Anwesenheit der beiden französischen Offiziere erwähnt und darauf hingewiesen, daß deutsche und französtsche Truppen zum ersten Male gegen einen gemeinsamen Feind in guter Waffenbrüderschaft und treuer Kameradschaft gekämpft hätten, und mit einem Hurrah auf die beiden französisch en Offiziere und ihre gesamte 29. 30 30. Meteorologische Beobachtungen der Station Vietze» Mai । Barometer auf ('0 reduziert c | H der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative F-uchtigkeit . 1 A 1 g P t - Windstärke Wetter 9« 743,9 + 19,3 12,6 75 NE. 1 Heller Himmel 7« 744,2 + 10,9 10,9 13,4 85 ■ 1 Bew. Himmel 225 743,3 4- 21,2 73 NW. 2 n ■ Höchste Te npetohi am 28.-2 9. Mai 4- 29.7° C. Niedrigste n w + 10.4° C. Armee geschloffen. General Bonn al habe dann für die ihm erwiesenen zahlreichen Aufmerksamkeiten gedankt und mit einem Hoch auf die deutsche Armee und ihren Soldalenkaiser geschloffen. Sofia, 29. Mai. Die Sobranje begannen heute bte Verhandlung über die Ministeranklagen. Die früheren Minister Jvautschon und Tonischem waren persönlich er scbienen. Tonischem hielt eine längere Rechtfertigungsrede. Telephonischer Kursbericht. ist die einzige 5chreibmafthiue mit auswechselbarem Typenrad (Alphabete für 12 Sprache«) und Nr.5m. 175-,Nr.7m.225- Zarbroll-Einrichtung. H Katalog bezw. Vorführung durch die Srühl'fche Druckerei, Gießen, Zchulstratze Nr. 7. Vie Blickenrderser Schreibmaschine j? 81 ,5, Reichsan’f'ibe . 8 % do . . 81/| 5/3 Koubojs . . . . 8 C/g do .... 81/e */3 Hessco . . . . 5 Vc Italien, Rente . . . 4 0/o Grieoh, Monop.-AnL 8 o/0 Portugiesen . . . 8 0/0 Mexikaner . . . . 4t/, G/g Chinesen . . . . Frankfurt, den 30 9$ 55 88 10 98 45 88 05 95.50 96.70 43.70 25.85 26.60 82 90 K-editaktien Diskonto-Kommaudit Darmstädter Bank , Dresdener Bank . . Berliner Handelsgut. Oesterr. Staatshalts Gotthardbahn . . Laurahütte . . Bochum .... Harpener . . . Tendenz still. Mai. . 216 00 . 186 80 . 181.90 . 148.20 . 153.10 . 144 00 . 157.50 . 207 00 . 187 50 . 175.60 Kunst-Ausstellung. ausstellung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitgliedar an Werktagen 50 Pfg, an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. §i8i?!sn8,offe'Sammf9’Vel'?e,s^" W ölllwli ®hden, Besatz liefern wir direkt an private. Man verl. Muster unserer großen Auswahl, von Elfen & Keumn, Krefeld. Statt jeder besonderen Anzeige rechtfertigen dauernd ihren Rus als Giessen, London, 29. Mai 1901. 3871 Milan; am 31. Dezember 1900 An 843.63 9027.70 ferner: SU 8863 (Cine kleine Wohnung zu ver- mieten. Brandplatz 12. an Htudott Moste, Kot«. SonntaaSbillet Lick. 8858 BerarMvsrMch für de» aügonetnm keil: P. »tttko; für dm Anzeigrm-U: Ham. ««<5 Drua und «erlag der Brühl'fch« Um»erfirSM.«uch. und Etetodruckeret (Ptetfch «rbe») tu Gtetze». V; Hermietungen Oekiniiitiiindjuniiiii lh*r[d)ifhfiif5 (Offrnr Strllnt ff n n M 3 85 ff H vÄi 2$ 141.14 774.31 7268.62 Daher Stand der Mtglieder Ende 1900 Beuern, den 29. Mai 1901. Aktiva: Utenstlien-Konto Kassa-Konto Waren-Konto diversen Warenausständen Heute mittag 1 Uhr starb nach kurzem Leiden meine liebe Schwester, unsere treue Tante 505.- 1498.04 1511.05 1500.— 3305.68 8864] Rimmer mit Küche an einz. Pertan zu verrn. Seltersweg 2,1. R. Schlabach Nachf., Ludwigsplatz, I. M. Schulhof, Marktstraße, Carl Schwaab, Hoflieferant, Jos. Seeler, Konto Reservefond Betriebsrücklage Aufgenommene Kapitalien diverse Gläubiger Rest des Reingewinnes Original - Packungen mit Firma und Schutzmarke ä Mk. 1.20, 1.40, 1.50, 1.60, 1.70, 1.80, 1.90, 1.90, 2.- per '/» Kilo käuflich in Gießm bei: Bekanntmachung. Ludwig Kliugelhöfer, Taglöhner zu Klein-Linden, und dessen Ehefrau Louise, geb. Loh, daselbst, haben durch notariellen Vertrag vom 13. Mai 1901 vereinbart, daß auf ihre Ehe die Bestimmungen des bürgerlichen Gesetzbuches über die Ecrungenschaftsgemeinschaft Anwendung finden sollen. S861 Eintragung in das hiesige Güterrechtsregister ist erfolgt. Gießen, den 28. Mai 1901. Großherzogliches Amtsgericht. zum Teil schwere, meist junge Pferde, Kourad Bender, Wallthorstraße, Chr. Bieker, Neustadt 55, L. Kalkhof, Westanlage, C. G. Kleiuhenu, Bahnhofstraße, Frau M. I. Rühl, in Krofdorf bei H. Rinu, Frau Geh. Obersteuerrat Engisch, geb. Krauskopf, Friedrich En gisch, Rechtsanwalt, Ludwig Engisch, Frau Dora Engisch, geb. Urich. Die Beerdigung findet Freitag den 31. Mai, nachmittags 3 Uhr, in Giessen, vom Sterbehause, Südanlage 10, aus statt. 3868 Ein Mädchen, welches kochen kann und Hausarbeit versteht, sucht Stellung in beff. Hause bei älteren Leuten. Neustadt 58, III. Sektion Giessen D. 8l Oe. A. V. Sonntag de« 2. Juni: Tour Va: Harveuteick — «Ach—Haardt. Ab 2.05 Uhr nach Garbenteick. Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1899 102 Während 1900 gingen ab......3 Die Hohversteigerung vom 22. d. Mts. in der Obsr- försterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine rönnen vom 7. Juni d. I. an von den zuständigen Hebestellen verogen werden. Die lieber- Weisung des Holzes findet Samstag, 8. Juni d. morgens 8 Uhr, statt. Gießen, 29. Mai 1901. ®r. Oberförsterei Schifferiberfl. _________Heyer. 8855 Glas-Wandbekleidungs-Platten sowie der Marienberger WosaiKAodenpkatten b«i mir emzuholen und stehe ich mit Kostenboranschlägen gern zu Diensten Wilh. Textor« Merstr-ße 4. Eine leistungsfähige Bouuer Kaffee ■ Groß • Rösterei ucht für 8859 Gichn nud UmZkgkild einen mit bei Kundschaft durchaus vertrauten Vertreter Offerten unter K. U. 2958 auf dem Domänenhof zu Haydau, Station Altmorfcheu der Cassel« Bebraer Bahn, sämtliches lebendes und totes Inventar öffentlich meistbietend verkauft werden und zwar: 16 - - '' - ’ 50VVV Backsteine zu kaufen gesucht. Offerten mit Preisangabe unter H. 3874 an die Exped. d. Bl. Passiva: JL $ Per Mitglied er-Antcil- Auktion! Wegen Aufgabe der Do- mänenpachtung Haydau soll am Montag, 24. Ium, und an den folgenden Tagen von morgens 8 Uhr ab. Stadt. Schlachthaus. Aveitzavk. 3858 Heute und morgen: MMch 50 M SchweineAkisch 45 Pfg. Konsum Werein II, Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Kourad Sommerlad IV., Ph. Lmdeuftruth V., Erektor. __________________Lagerhalter. IHÜtf " Jcbctr beliebigen Schriftart und Karton: VlHUUllvIl L0^? otD,c mit Zirkeln aller studentischen u r Bereinigungen, liefert zu mäßigen pressen vruhl sche Universitäts-Druckerei, Schulstrahe 7 in Lollar bei A. Zimmermann in SteinVach bei H. Krämer I. 707.93 9027.70 Fräulein Caroline Krauskopf im nahezu vollendeten 75. Lebensjahre. Mmdrrsitzwagen billig zu ver- vr kaufen. Sonnenftraße 11, II. uierhaltsnes Harmonium preiswert zu verkaufen. 02071 NaYvhofSraße 42, parterre. 9b 3 * 02 3872] Einige tüchtige Aushilfs-Kellner werden noch für «onntag den 2. Juui auf die Schöne Aussicht gesucht.___________A. «uhvd. f «in junger HauSburfche sofort aesuckt. 3866 Bestanrant Royal. Wer baut! versäume nicht, Offerte und Prüfungszeugniffe der 3856 1 Binde-, 1 Getreide- und 1 Grasmähmaschine, 1 Drillmaschine, 1 Rübenhackmaschine, Heuwender, Pferderechen, Göbel- und Häckselmaschine, Trieur, Windfeger, Putzmühle, Schrotmühle, Torfmühle, Hafcrquelsche. Ackergeräte aller Art, 3 herrschaftliche Wagen, 1 herr- chaftlicher Schlitten, 12 Ackerwagen, Kutsch« und A'beitSgeschirre, Leute» betten und Utensilien aller Art. Eventuell können auch Pferde und Rindvieh vor der Auktion freihändig verkauft werden. Gest. Anfragen sind zu richten an die Verwaltung obengenannter Domäne.__________________3860 Achtung*!! Kaulmeljager Schnm; empfiehlt sick zur Vertilgung von Ratten, Mäusen, Schwaben, Wanzen und Ungeziefer jeder Art. Bitte Bestellungen in der Ex- pedition d Bl. niederzulegen. 02069 einjährige Fohlen, Stück Rindvieh, darunter ein Stamm prima Simmenthaler, bestehend auS einem Bullen, tchKühen u. 16 Stück Jungvieh, 60 Zuchlschweine (weiße Edelraffe), untern Nebramte HhffceS 3873] Wohnung von 8 Zimmern, Küche und Zubehör, im Nebenhause, ist inkl. Wasserverbrauch monatlich zu 22 Mk. an anständige Leute zu vermieten. GellerSweg 86, 2 Treppen. 02073] Schöne 8-Zimmerwohn. per 1. Juli oder später zu verm I. Atzbach, Grünbergerstr. 10 a 8865] 2.Zlmmerwohnung mit Küche zu verm. «derstratze 6. 3869] Neuhergerichtete Bier« Zimmerwohnuug, im 3. Stock, mit abgeschl. Korridor, und eine Mansardenwohnung, 4 Zimmer mit Zubehör, per 1. Juli zu Derrn. ______Emil Lotz, Kirchenplatz. schöne Rtansarbenwohnung, toter Zimmer und Küche rc., per I. Juli oder 1. August zu beim. 3862]_______SelterSwea «9. 8867] Geräumige 4- drS 5.Zrmmer- wohnung mit Zubehör per 1. Juli ,u verm. Uarburgklstraßk ll. 387UJ Em LoglS IM Hinterhaus, 2 Zimmer mit Zubehör, zu verm. Emil Lotz, Kirchenplatz. Ein Madlheo^b^Em. 02067_______Nordanlage v. Junges Mädchen tagsüber für leichte Hausarbeit ges. Zu erfragen in der Exped. 02064 Lehrmädchen »efttch. Für ein hiesiges Manufakturwarengeschäft wird ein Lehrmädchen unter günstigen Bedingungen gesucht. Offerten unter L 02065 an die Expedition dieses BlatteS. Laufmädche« auf einige Stda. d. Norm, gesucht. Tiefenweg 19, p. 02070] -4 bis IS Jahre altes Mädchen gesucht. Heuchelheim, Gießenerstraße 40. 020.6] Reinliche Lauffra« auf sofort gesucht. BtsmarckslraLe 28, part. ffIFöblierleS Zimmer zu oermtelen. Q2066 Steinstr. 82, part 3864] Möbliertes Zimmer -rr verm. Löberstratze 18.