«r. 203 Erste- Blatt. 151. Jahrgang Freitag 30. August 1901 ■ebaftitH, Expedition und kmderei: Zcholftrahe 7. Thet beste ite! tuet e. ate •Pfg. >Pfg. § 5 N*. CD 8 CD a L vr chou von diesem pädagogischen Standpunkt aus wollen .UTm>-e injb unsere Jesuiten zu rück hab en. Und '^uge doch endlich gebrochen werden mit dem 2&n- mtcü, daß berjemge, der auf der Universität einem andern «tudium uls der Th^»logie sich zuwendet, schon deshalb seinen Beruf verfehlt hat. Ich gebe zu, daß bei so manchem lIin)QtteIu minder bedeutsame Äkotive mitspieleu unt> daß demselben manches Erdenhaste anklebt, aber das kann man doch nicht von vornherein als Regel hinstellen Zch habe manchen gekannt, der diesen Schritt qctban, und diese stnd nachher Muster und Beispiele katholischen Lebens und Wirkens geworden. Der Gedanke der katholischen freien Universität kann und darf nicht ersterben, er ist erstrebenswert und aller Opfer wert. Aber über die Zukunft dürfen wir die Gegenwart nicht vergessen. In der Gegenwart brauchen wir Kräfte, weil jene die Vorschlagsrechte haben, die gleich dem vulgären Liberalismus die Freiheit im Munde führen und Intoleranz praktizieren. Hier tritt eine Aufgabe heran an die Schar unserer Studenten an den Universitäten. Wir hegen die Hoffnung, daß diese junge Schar mit dem Prinzip des Katholizismus das Banner der Wissenschaft erhebt in treuer, strenger Arbeit, damit ein Ersatz gegeben ist, wenn ein Abgang eintritt, auch in der Fakultät. Es beginnt jetzt der wahre Kulturkampf des katholischen Volkes für sein heiliges Recht, der Kampf für die Wissenschaft. Feinde ringsum, es ist Generalmarsch geschlagen. Die rohe Gewalt haben wir abgewandt. Mit dem Rezept Julians des Apostaten will man uns jetzt vernichten. Da scharen wir uns zusammen, unb aus dem Kampf des Geistes werden wir siegreich* hervorgehen, und auch die Gegner werden wie Julian rufen: Galiläer, du hast gesiegt! Abg. Herold sprack) über: „Die wirtschaftlichen Interessen und ihr Ausgleich". Bedeutung haben in dieser Rede die Auslassungen üb.^r Zölle und Handelsverträge. Herold sagte: Eine mäßige Erhöhung der Zölle für landwirtschaftliche Erzeugnisse wird nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für die Industrie und die industriellen Arbeiter von Vorteil fein. Selbst wenn em kleiner Nachteil für die industriellen Arbeiter kommen würde, ist das Zentrum bemüht, das auszugleichen. Schon jetzt ist die Erklärung abgegeben, daß Mehreinnahmen, die diese Zölle ergeben sollten, für Wohl- fahrtsemrichtung für die Arbeiter verwandt werden sollen. Eine schwere, wichtige Aufgabe liegt dem Reichstage für ferne nächste Tagung ob. Hier werden wir als unverrückbares Ziel im Auge behalten müssen, zu neuen Handelsverträgen zu kommen, weil diese für die Industrie von großem Nutzen und weiOsie nötig sind, unsere Ausfuhrindustrie aufrecht zu erhalten. Aber wir müssen im Auge behalten, daß andere Staaten dasselbe Interesse für Handelsverträge haben wie wir. Ein Zollkrieg ist immer eine chlimme Sache. Denn ein Zollkrieg wird immer beendet ourch einen Vergleich, den man ebenso gut vorher hätte er- Sielen können. Diejenigen, die darstellen, als ob Deutsch- ausgestattet auf die Welt kommen. Wir müssen es auch aus einem praktischen Grunde, damit die Früchte, die au uns kommen, nicht von andern verspeist werden. (Lebhafte Zustustimmung.) Da ergiebt sich aber die Frage: Haben wir auf diesem Gebiete immer unsere Schuldigkeit gethan? Wir Katholiken sind das Beichten gewohnt (Heiterkeit), wir beichten manchmal sogar öffentlich. Was unsere Gegner uns hohnlachend entgegenhalten, haben wir selber schon gesagt, und mit die besten unter uns sind es gewesen, die den Finger auch auf diese Wunde gelegt haben. Ja, wir gestehen es, wir sind auf w i s s en s chaf t li che m Ge b i e t e in das Hintertreffen geraten, allerdings nicht in dem Sinne, als ob wir Katholiken minder befähigt wären. Schon Windthorst hat einmal im Reichstage gesagt: Schauen Sie uns an, sind wir wirklich lauter so dumme Kerle? (Große Heiterkeit.) Wohl aber sind wir dadurch ins Hintertreffen geraten, daß wir uns von n i ch t k a t h 0 l i s ch e r Seite an höherer Bildung überholen lassen. Unsere Zahl in den sogenannten Gelehrtenberufen ist zu gering im Verhältnis zu unserer Bevölkerungsziffer. Wenn man auch mit den Resultaten des Professors Lossen nicht in allen übereinstimmt, so sagt er doch mit Recht an der Spitze seiner Schrift: „Die Zahl der katholischen Dozenten an preußischen Universitäten steht in einem auffallenden Mißverhältnis zur Zahl der katholischen Staatsangehörigen." Während die Bevölkerung 34,5 Prozent Katholiken zählt, waren während 25 Semester, von 1885 bis 1897, von 1856 Dozenten, einschließlich der Theologen, nur 13 Prozent katholisch. Der Redner geht ausführlich ein über die sog. Paritätsziffern an Universitäten und Mittelschulen in Preußen, Sachsen, Bayern und Baden. Ziffern sind langweilig, aber diese Ziffern rufen uns alle gellend ins Ohr hinein: diese Scharte muß ausgewetzt werden. (Stürmischer Beifall.) Wir wollen den Lehrer der Wahrheit an der Universität haben, aber nicht den Hypothesenmann; wir wollen den Philologen, aber nicht den, der über der antiken Form den christlichen Geist vergißt; wir wollen den Mediziner am Krankenbett, aber nicht den, der den kranken Menschen als Versucheskranken behandelt, sondern auch der unsterblichen Seele gedenkt. (Stürmischer Beifall.) Wollen wir aber das, dann müsserrwir auch darnach handeln. Klagen ist unmännlich, und die Hände in den Schoß legen, ist ein sehr bequemes Ruhekissen für die Faulheit; aber der Gefahr in die Augen sehen, Vorkehrungen treffen, sie abzuwehren, ist Sache des Mannes und besonders des katholischen Mannes. So giebt es für uns für die nächste Zeit keine andere Aufgabe, die fortgefeht werden muß, als die, auf dem Boden des Glaubens Förderung der Wissenschaft. Aber wie? Katholische Männer, katholische Eltern, schreckt nicht davor zurück, eure Söhne auch andern» Studium als der Theologie zuzuführen. Grade auf den Realschulen fehlt es dabei ganz bedeutend. Gewiß, es i]t ein erhebender Gedanke, für Väter und Mütter, einen Sohn zum Altar führen zu können. Aber das kann gepaart werden mit der Hochachtung vor den übrigen gelehrten Ständen. Nicht blos Priester brauchen wir, wir brauchen auch tüchtige christliche Aerzte, katholische erungen au f wissenschaftliche m Ge - . ---- Dr. Schädler legte dar: Wenn ein liberales Blatt tu Bezug auf katholische Angelegenheiten einmal nicht in va- gewohnte Horn stößt, darf man sich darüber freuen. 60 erging es wenigstens mir, als über eine gewisse Kon- dcrsion verschiedentlich sehr viel gezetert wurde. Da war es Jic otrafjb. Post, die ein ganz vernünftiges Wort gesprochen n. indem sie sagte: „Wenn jemand, bei dem äußerliche tzrirchtspunkte gar nicht in Frage kommen, aus einem 1 ü üben in einen andern übertritt, bei dem er sein Seelen- h'U besser zu finden glaubt, soll man die Freiheit des Jn- vwiduums achten, mag letzteres nun ein Handwerker oder eine Prinzessin sein. (Zustimmung.) Aber die Freude dlnnert gewöhnlich nicht lange, sondern bald springt die liste auf die alten Füße. So hat gerade die Straßb. Post, wie ihre Mutter oder Schwester, die Köln. Ztg., — ich bin ui der Verwandtschaft nicht zu Hause (Heiterkeit) — die Dichtung wiedergefunden. Sie sind auf einen saftigen •»raten ubergesprungen und au gelangt bei dem Bildungs- rutfgang der Katholiken. Ausgehend von falscher Auffassung >r katholischen Rechtfertigungslehre, finden sie ein Bil- MNsisdefizit der Katholiken in der vollständigen Unselbst- itanöigfeit der Katholiken, die bis über das Grab hinaus nur RgLngelt würden. Eigentlich muß man der Straßb. Post und "fr, . -o^ß- recht dankbar sein, denn es ist wenigstens ein iMtschntt eingetreten feit 1896. Damals machte die Bad. oanvesztg. die famose wissenschaftliche Entdeckung von den billig tob fen und Rundköpfen. (Große Heiterkeit.) Ter Pro- leitaiit hat einen langen Kopf, ist deshalb gescheit; der Alh olik hat einen runden Kopf, ist deshalb dumm. Nach -?cu otrafjb. Post und der Köln. Ztg. ist es jetzt aber ein hcizensfehler geworden, es ist jetzt nur noch die Erziehung Nichts deftoweniger bin ich der Straßb. Post dankbar K den Rippenstoß, den sie gegeben hat. Denn er ist mit Hkraiilasfung zu einigen Aendemngen bei dem Thema, mir gestellt ist; es muß klipp und klar anerkannt wer- «n, daß nicht die wirklichen Ergebnisse der Wissenschaft, ssndorn nur Hypothesen in vielen gebildeten LVreisen die chipliche Weltanschauung erschüttert und untergraben Jibcii. Es ist unsere Aufgabe, soweit es an uns ist, auch sie Wissenschaft wiederum zurückzuführen zu dem, der allein ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. (Stürmischer Mq»ll.) Wir müssen unfern berechtigten Teil auf diesem «Miete nicht blos fordern, sondern wir müssen uns ihn zililickerkämpfen. Wir haben ein Recht dazu, weil wir gleichberechtigt sind mit jedem andern, und können es auch, fwhui gc wir nicht wissen, daß die andern mit bessern Gaben Die sprichwörtliche Hitze im roten Meer verleugnete sich auch diesmal nicht. Für den Juli war sie aber immerhin noch bescheiden: Nur an einem Tage hatten wir drei Ohnmachtsanfälle an Bord. Tas Fatale ist, daß auch die Nächte nicht ab kühlen; 32 bis 33 Grad Reaumur am Tage verringern sich nach Sonnenuntergang nur um 1 odev 2 Grade. Tie Hitze, die sich während des Tages aufspeichert, wird in der Nacht wieder von den äußeren Wänden des Schiffes, von Teck, vom Zeltdach und allen von ihr durch- drungenen kleinen und großen Gegenständen ausgestrahlt. Erschöpft liegt man in seinem paradiesischen Kostüm an xed, sieht die Sterne und den Mond an und schlürft Eislimonade. Glücklicherweise hat der „Kronprinz", abgesehen von den Stühlen in Privatbesitz, auch bequeme Sitze an Tech, auf die man sich ausstrecken kann. Tieses Lob wird manchem sonderbar klingen, denn Sitze an Teck verstehen sich doch eigentlich von selbst. Fehlgeschossen, lieber Leser! Tie reichste und vornehmste deutsche Schiffsgesellschaft z. B. bietet nahezu keinerlei Sitzvorrichtungen an Teck, weder Bänke noch Stühle. Willst Tu Tich hinsetzen, so mußt Du Dir einen Stuhl auf dem Schiffe mieten! Es ist eine amerikanische Gesellschaft, die die Stühle durch den Tecksteward vermietet, und ich weiß nicht, ob der Norddeutsche Lloyd davon einen Vorteil genießt. Jedenfalls zwingt der Lloyd seine Passagiere, für Geld sich einen Sitz zu verschaff en, indem er ihnen selbst keinen Sitz anbietet. Auf der „Werra", vor GietzenerAnzeiaer General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen 8e3ug$prei$ öiertdjäbHj Mk. 2.20, monatl. 75 Pfg. mil Brmgerlohn: durch die Abholestcllen virrieljährl« Mk. 1.90, monatl. 65 Pfg. ei Postbezug Vierteljahrs Mk. 2.00 ohne Bestellgeld ratung über die Verteilung des Staatszuschusses zu den kaufmännischen Fortbildungsschulen im nächsten Monate statt, finden. Der Kammer sind ferner Mitteilungen zugegangen über: die Kohlen- usw. Ausstellung in Barcelona 1901; Forderung-, lachen in Ungarn; zweifelhafte Firmen in Madrid, Sevilla, St. Petersburg, Paris und London. Interessenten wird Herüber auf dem Bureau der Kammer näheres mitgeteilt. Die König!. Eisenbahndirektion Altona hat fei der Kammer an gefragt, ob und inwiefern ein Bedürfnis für die Aufnahme der Zigarrenkiftchenbretter in das Verzeichnis der bedeckt zu befördernden Güter der Spezialtarife anerkannt werden könne. Die Kammer hat hierauf erwidert, daß die bedeckte Beförderung genannter Bretter deshalb angezeigt sei, weil diese Feuchtigkeit nicht vertragen können und daß ihre Aufnahme in den Spezialtarif sich mit Rücksicht darauf empfehle, daß die Preise der Bretter in der letzten Zeit stark gestiegen seien, so daß der normale 10<>/etge Frachtzuschlag für bedeckte Beförderung sich unangenehm fühlbar machen würde. In hiesigen Interessentenkreisen wird es vielfach als llebelstand empfunden, daß die von Friedberg herkommenden MsttagSzüge der neueröffneten Bahnlinie Friedberg. Homburg v. d. H. in Friedrichsdorf keinen Anschluß zu den Zügen in den TaunnS (Strecke Usingen) haben. Die Kammer hat deshalb die König!. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. um möglichste Beseitigung dieses Uebelstandes ersucht. 2. Den Hauptgegenstaud der Tagesordnung bildete die Beratung des neuen Zolltarifevtwurfs. Nachdem die Kammer in ihrer Sitzung vom 8. zum Zolltarifgesetz Stellung genommen und hierbei insbesondere gegen den Minimaltarif für Getreide, sowie gegen die Beschränkung der gemischten Transitlager und des Zollkredits für Getreide u. s. f. Stellung genommen und bezüglich der Zollsätze im allgemeinen eine wesentliche Erniedrigung der ins Auge gefaßten Zollschranken befürwortet hatte, wurde nunmehr in eine Beratung der einzelnen Abschnitte des Entwurfs eingetreten. Aus derselben sind hier vor allem die Erörterungen zu Abschnitt 1 (Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und andere thierische und pflanzliche Naturerzeugniffe; Nahrungs- und Genußmittel) hervorzuheben. Die Ausführungen der Referenten zu diesem Abschnitt gipfelteninderAb lehnun g sämtlicherZollerhöhungen auf die notwendigen Lebensmittel. Begründet wurde diese Stellungnahme mit dem Hinweis darauf, daß die vorgesehenen Zollerhöhungen die Lebensstellung weitester Volkskreise empfindlich schädigen und den Abschluß von Handelsverträgen mit einer Reihe von Auslandstaaten gefährden, wenn nicht unmöglich machen Aus den Endsummen ersieht man, daß für bas zu Grund gelegte Einkommen die Vermögenssteueru um 3,63 Prozent nur wenig, dagegen die Einkommensteuern um 45,9 Prozent sehr beträchtlich und die Gesamt- steuern um 32,9 Prozent des vorjährigen Betrags gePege» ünd, letztere also von ca. Vis auf Vh des Einkommens. Wären die 10000 Mk nur Besoldungseinkommen gewesen, also die Vermögenssteuern ganz weggefallen, dann hätten die Gesamtsteuern in beiden Jahren 479.39 bezw. 699.30 Mk. >etragen. Wären dieselben nur VermögenSeinkommen, etwa die Zinsen von 288000 Mk. gewesen, so hätte sich die Vermögenssteuer verdoppelt und die Summen hätten entsprechend 905.31 und 1140.70 Mk. ergeben. Daraus bemerkt man eicht, daß die Steuer vom VermögenSeinkommen von 9,05 auf 11,41 Prozent und die vom Arbeitseinkommen von 4,79 auf 6,99 Prozent angewachsen ist; erstere um 26,0, letztere wieder um 45,9 Prozent des vor- ährigen Betrages. Die Erhöhung der L andeskircheo- teuer rührt vornehmlich daher, daß dieselbe jetzt mit der Staatssteuer erhoben und daher auch vom vollen (anstatt rüher mit der Kommunalfteuer vom halben) Einkommen lerechnet wird. h- Friedberg, 27. Ang. Gestern feierte Amtsgericht-' »jener Dreher sein 25jährigeS Dienstjubiläu«, wozu ihm von allen Seiten die herzlichsten Glückwünsche za- gingen. Darmstadt, 28. Ang. Eine Deputation der kommerziellen, ndustriellen und gewerblichen Bereinigung Darmstadt, be- tehend aus dem Geh. Kommerzienrat Merck für die Handel-- ammer, Fabrikant Ferdinand Schmidt für den Handels- verein, Kaufmann Kahlert für den Detaillisteavereiv, Fleischermeister Lantz für die Handwerkskammer und Maurermeister Delp für die gewerblichen Vereine und Körper- chafteu überreichte gestern dem StaatSminister Rothe die n der vorgestrigen Protest-Versammlung beschlossene Reso- ution gegen den Zolltarif-Entwurf. Aus einige ' luSführungeu der beiden erstgenannten Herren, in denen die Regierung um Berücksichtigung der in der Resolution niedergelegten Wünschen und Forderungen ersucht wurde, ort' »ortete der Staatsminister, daß er zu dem Inhalt der Resolution eine bestimmte Stellung im Augenblick natürlich nicht Aus Stadt und Land. Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten iß unter genauer Quellenangabe: „®te&> vlrrz." gestattet.) Gießen, den 29. August 1901. *• Das Regierungsblatt veröffentlicht in Nr. 56 eine Bekanntmachung, das Lagern und Bauen von Flößen am rechten Rheivufer unterhalb der Mündung des Main» betreffend. ** Ueber die vor- und diesjährigen Steuern eines evangelischen Gießener Einwohners mit 10000 Mk. Gesamt- eiukommev, von dem 5000 Mk. Besoldung«- und 5000 Mk. Zinseneinkommen aus 144 000 Mk. Vermögen betragen sollen, ift uns von einem Abonnenten unseres Blattes folgende, die Wirkung der neuen Steuergesetze klar zur Anschauung bringende Ueberficht zum Abdruck überlaffen worden: Politische Tagesschau. Unter ter Ueberschrift: „Was sagt die Nationalökonomie als Wissenschaft über die Bedeutunghoher und niedrigerGetreide preise?" hat Prof. Dr. August Oncken in Bern die Aufsätze in Buchform erscheinen lassen, die vor einiger Zeit in den „Monatl. Mitteilungen zur Regulierung der Getreidepreise" erschienen. Ter Verfasser erwähnt in der Vorrede, daß er ein Mann ohne Halm und Ar sei, daß er dem Politischen Parteigetriebe vollkommen fern stehe, daß er es aber für seine Pflicht gehalten habe, „gegenüber den falschen Tar- stellungen über den Standpunkt der Wissenschaft diesen korrekt darzulegen". Oncken-Bern sucht zu beweisen, daß die wissenschaftliche Nationalökonomie niedrige Getreidepreise keineswegs als Segen auffaßte, sondern mittlere stetige Getreidepreise für erstrebenswert hielt. Sie habe die gesetzgeberischen Maßnahmen, die auf eine solche Regulierung der Getreidepreise hinzielten, unterstützt, begrüßt und begründet. Oncken hat viel aus den Werken früherer National- okonomen geschöpft und zitiert aus ihnen manche bemerkenswerte Stelle. Wenn man beispielsweise die Sätze hort, daß „der Landwirt einen legitimen Anspruch auf einen lohnenden Preis habe, und daß der Ausdruck Lohnender Preis' die Höhe bedeute, wonach alle Auslagen einschließlich der Rente ersetzt, werden, und der Erzeuger noch einen rechtmäßigen Gewinn von dem Betriebskapital zieht" so wird man einen Agrarier von heute reden zu hören meinen, während doch diese Darlegung von dem Nationalökonom Ricardo stammt. Ein anderer Volkswirtschaftslehrer James Andersen sagt: „Ich empfinde alle die Nachteile die aus einem unvernünftig niedrigen Getreidepreise entstehen würden, daß ich mir nichts Nachteiligeres für die Nation denken kann, und nichts, wogegen mau sich mit größerer Vorsorge verwahren müßte als gegen einen zu niedrigen Getreidepreis." Marx schloß sich der Ansicht das Fallen der Preise der landwirtschaft- lichw Prteukte die Löhne nicht nur der in der Landwirtschaft beschäftigten Arbeiter reduziere, sondern auch aller kie in der Industrie arbeiten oder im Handel beschäftigt find. noch eine interessante Stelle aus der KUnter Willmm III. wurde in England 5 Beförderung der Ausfuhr von Gfe treibe am /ti / .J 1’8^, erlassen. Nach dem Gesetze wurde für iede ^•rfu.ei^ear-L*ln Normalpreis festgesetzt. Solange dieser Preis nicht erreicht war, war die Einfuhr der betreffenden Ge- treideart verboten. Zugleich wurden Ausfuhrprämie^ tSn ^läufig 10 Prozent des Wertes gezahlt. Ueb^stieg aber der inländische Marktpreis die Hö^/so fielen die P?ämien leisten dem Staate einen schlechten Dienst Haben Sie keine ernten war ein zeitweises Ausfuhrverbot vorgesehen. Man Sorgen. Das vielbewährte Zentrum wird sich auch dieser wird erkennen, daß die Tendenz dieses Gesetzes der des schwierigen Aufgabe gewachsen zeigen. (Beifall.) In ihm Antrags Kanitz einigermaßen verwandt ist Lujo Bren- sind alle Berufsstände vertreten, es wird diese Sache vom t a n o, ter bekannte Münchener Nationalökonom, den die Standpunkte der Allgemeinheit betrachten. Kein Zweifel, Agrarier heute als einen ihrer eifrigsten Gegner einschätzen, daß da das Richtige getroffen wird. An die weitesten Kreise schreibt zu den Wirkungen dieses Gesetzes: möchte ich da die Meinung richten: Haben Sie Vertrauen „Ein bis dahin unerhörtes Aufblühen des Acker- zum Zentrum! (Stürmischer Beifall.) baues war die Folge des Gesetzes. Die Zahl der bestellten Frhr. v. Wendt sprach über die katholische Diaspora Grundstücke nahm Jahr für Jahr zu. Dabei wurde die unter besonderer Berücksichtigung des Bonifaziusvereins, Bestellung sorgfältiger und ergiebiger. Und die Getreide- und Bischof Dr. Bitter aus Stockholm richtete zum Schluß preise? Sie wurden in der That auf die Dauer nicht Worte des Dankes und der Anerkennung an die Versamm- höher, wohl aber stetiger. Die Ausfuhrprämien erleich- lung. Der Papst sandte nnederholt seinen Segen. terten in Jahren des Ueberflusses die Ausfuhr nach Holland. In der P ar a l l e l-V e r s a m m lun g im Neubau der i Dadurch wurde das Kapital ermuntert, sich der Cante Herz-J esu-Kirche referierten Prälat Nacke über den Boni-I wirtschaft zuzuwenden und die größere Vorzüglichkeit der faziusverein, Abg. Stotzel über die Pflichten und Rechte Bestellung ergab solche Mengen Getreide, daß in minder Arbeiters, Rechtsanwalt K rüs e m a nn - Krefeld über I günstigen Jahren der Preis weniger hoch als ehedem die Stellung der gebildeten Katholiken im öffentlichen Leben stieg. In Anknüpfung an diesen großen Aufschwung der der Gegenwart; PaterWeiß Haupt (Indien) über die Landwirtschaft erstanden dann die großen landwirtschaft- Heidenmifflonen; Rechtsanwalt Bit ter-Kiel über den I lichen Schriftsteller Englands: Arthur Young, Anderson, Kampfer für Wahrheit, Freihelt und Recht; Abg. Dr. Ba-I Marshall, Middleton u. a., die Lehrer unseres eigenen e rK.?• ?CUC!n ^lturkampf. I Albrecht Thaer. Mit Staunen sah das gesamte 18. Jahr- «x J^iten ^rsammlungen des katholischen hundert auf diese Erfolge. Die englische Landwirtschaft s rst folgendes nachzutragen: I wurde nicht nur eine Exportindustrie, sondern auch ein ber Ersitzende, Muster für die Landwirtschaft ter gesamten Welt." &abritbyiPer Brandts die Erschienenen: Nach dem ——— ö ' 28111611 Windthorsts sollen wir hier für den wahren Fort-1 In der Fortführung der Reform des höheren r bnitreten, und um die Palme ringen in Handel, «Schulwesens in Preußen ist jetzt ein weiterer Schritt Industrie, Technik, Wissenschaft und Kunst. Tie KatholikenI zu erwarten, der sich auf die sechsklassigen Ni cht v ol l- will man verächtlich machen und von der Mitarbeit an den I a n sta lt e n bezieht. Nach Abschaffung der sogenannten Kultur ausgaben wegdrängen. Solchem Bestreben müssen! Abschlußprüfung an den Vollanstalten sind die Nichtvoll- ■ ’d2nr* P! $er Notwehr entgegen treten. Wir sehen anstalten gegen jene insofern ungünstiger gestellt, als bei im ^.yriftentum die stärfite Kulturmacht und als Katholiken I ihnen die Erlangung des Zeugnisses zum einiähriq-ftei- sehen wir sie besonders im Katholizismus. (Großer Bei- willigen Dienst zur Zeit noch an die Mlegung der Reife- &L'UJere Erlösen Anschauungen lassen wir nicht Prüfung geknüpft ist Bei den Vollanstalten dagegen wird pepptet wird: der Katholizismus! jetzt das Einjährigen-Zeugnis mit der Versetzung'nach Ober- Wf Bitturftufe [eien unvereinbar, so weisen wir sekunda ohne weitere Prüfungsdrangsale erreicht. Diese un- n unb murbig zurück. Wir wollen nicht günstigere Gestaltung der Dinge soll nun dadurch ausge- a 10 bIei6en bei Inszenierung eines neuen Kultur- glichen werden, daß die Schlußprüfung an den Nichtvoll- w -___ _ or, r t I anstalten vereinfacht und möglichst dem Verfahren bei den nnAonJ0«; war Abg. Grober. Er wendet sich! Versetzungen an Vollanstalten gleichgestellt wird. Damit Dro^stante?^,V^W^ ^/??bernen Menschen seien die wäre denn ein weiterer Schritt zur Durchführung der Schul- ^ortbiitennc ^ie ^eit an ber reform gethan. Zur sinngemäßen Ausführung des könig- tönnen r L^nieinsam; neue Probleme lichen Erlasses vom 26. November v. I. gehört aber auch ?b^-^ReUgwn gelost werden, wie die Regelung der Frage der Vorbildung für die ) der Protestant Prof. Roscher zugegeben habe. Auch imsakademischen Studien Bei den Tbeoloaen bleibt da?Vaterunser^ srir? und drvu iaht an o & Se° Störaogeo fjot lveittt ®abrtnbtn SutSörfitzer onb um znt Krise zu UebrigevS ' auf die lali genugsam ' leit die He «rbeiten z * Eil in dem k Ter 72 jät) seiner Wo! wartete au der zu Wa einem Fisc rollte, schl Ein zweite eigenen V barn eilte, befördern, ui der Hm würde er a Tochter au bejahende 8 Eileln Mai um auch j- weise nicht Elenden zu dieser das Recht versck srellte sich Kinn und bevor die t deimochten. 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Auf ein Gesuch der hiesigen Land- Wirtschaftskammer um Dispensierung vonSchul- kindern für landwirtschaftliche Arbeiten hat das Kultusministerium eine ablehnende Antwort erteilt. Die LandwtrtschaftSkammer hatte gebeten, den lokalen Schul bchörden die Befugnis zu erteilen, in dringendes Fällen schulpflichtige Kinder zu landwirtschaftlichen Arbeiten vom Schulbesuche zu befreien. Hierauf ist die Antwort ein« gegangen, daß die Regierung diesem Gesuche nicht entsprechen könne, weil derartige Anträge voranSfichtltch in solcher Anzahl an die lokalen Schulbehörden gelangen würden, daß deren Bewilligung für den UuterrichtSbetrieb empfindliche Störungen bedeuten und die Lehrziele beeinträchtigen werde. Eine weitere Folge dieser den größeren Gutsbesitzern zu gewährenden Vergünstigung würde sein, daß auch die kleineren Gutsbesitzer ein gleiches Recht für sich in Anspruch nehmen und um zeitweise Verwendung ihrer eigenen Kinder in gleicher Weise zu landwirtschaftlichen Arbeiten uachfucheu würden, llebrigens seien, bemerkt die StaatSregieruug mit Rücksicht auf die landwirtschaftlichen verhältniffe und die Arbeiternot, genugsam Vorkehrungen bereits getroffen, um nach Möglichkeit die Heranziehung der Schulkinder für landwirtschaftliche Arbeiten zu erleichtern. Gerichtssaal. Marburg, 28. Aug. In der gestrigen und heutigen Sitzung der Strafkammer hatte sich wegen Urkundenfälschung und Verleumdung der Lehr« Lhrist. Schlierbach in Kinzenb'ach zu verantworten. .Außerdem waren angeklagt wegen Verleumdung der ledige Landwirt xatl Vermischtes. * Ein entsetzliches Fainilien d>ra ma hat sich in bem kleinen Orte Scnn ^Genies bei Nirnes abgespielt. T-er 72 jährige Saintvnge Ferrand hatte sich an dem Fenster seiner Wohnung mit einer Flinte bewaffnet aufgestellt und wertete auf das Erscheinen seines Schwiegersohnes Tustaille, dec zu Wagen mit seiner Frau und seinem Bedienten von einem Fischzuge heimkehren sollte. Als der Wagen heranrollte, icl)ofi Ferrand und traf Tustaille gerade ins Herz. 6in zweiter Schuß siel, und die Frau sank, von ihrem eigenen Vater in die Stirn getroffen, zusammen. Nach- 6a m eilten herbei und wollten sie nach ihrer Wohnung befördern. Ter greise Mörder, der noch immer seine Flinte in der Hand hielt, befahl ihnen, sie liegen zu lassen, sonst Wirde er auf hie Menge schießen. Erfragte bann, ob seine Tochter auch wirklich tat wäre, und rief, als ihm eine bejahende Antwort zuteil geworden war, nach feinen beiden Muffeln Marie und Louis im Alter von 15 und 12 Jahren, um auch sie nlederzuschießen. Mer sie waren glücklicherweise nicht zur Stelle. Ta die Leute Anstalten trafen, den Gkiiden zu packen und bereits in dasHaus drangen, schloß, dieser das Fenster mit dem Rufe: „Ich habe mir selbst Recht verschafft und bin gerächt!" Er zog seine Schuhe aus, steifte sich auf einen Stuhl, legte die Flinte gegen sein Kirn uno- drückte mit seiner rechten großen Zehe ab, bevor die eindringenden Nachbarn ihn Daran zu hindern dennochten. Tie Kugel riß ihm das halbe Gesicht weg und Fstisch- und Gehirnteile spritzten bis zur Decke hinauf. Tiefe ungeheuerliche Thal hat einen ziemlich unbedeutenden Familienzwist Zirm Beweggrund. Ter alte Ferrand hatte von seinem Schwiegersöhne Duftaille, einem Maurermeister, die Anwerbung seiner beiden Söhne für Bauarbeiten zu er- zwimgen gesucht, war aber von Tustaille schroff abgewiesen lvorden. Deshalb hatte der alte Bauer, Der bis dahin als durchaus ruhig und friedlich bekannt war, einen so heftigen staß gegen seinen Schwiegersohn gefaßt, daß er ihn mit seiner ganzen Familie auszurotten beschloßt Frau Tustaille isi ihrer furchtbaren Wunde noch nicht erlegen; es ist tzlcr nur geringe Hoffnung vorhanden, sie zu retten. Vier unglückliche — Kaiserinnen. Im „Figaro" plaudert Claveau über vier unglückliche Kaiser- Einern: die vor kurzem dahingeschiedene Kaiserin Friedrich, 3he U)on einem italienischen Murmeltiermann ermordete jaiierin Elisabeth, die noch lebende, in Wahnsinn ver- Ätlene Kaiserin von Mexiko und die ebenfalls noch lebende Saiierin Eugenie, die alles verloren hat, Macht, Glanz — ainb den einzigen Sohn, der dort getötet wurde, wo jetzt Äs Blut die einsamen Kopjes hinabrinnt, in Südafrika. Sie Zusammenstellung, nicht nur der Persönlichkeiten, son- totm auch des tiefen Leides, das diese vier auf den Höhen Äi Menschheit wandelnden Frauen erlitten, ist in der That ‘ ton a'inem ergreifenden Interesse. Kaiserin Elisabeth von i Oslerreich verlor, wie Eugenie, den einzigen Sohn, allein Hüntel weit tragischeren Verhältnissen; warum Zlronprinz 'Molls in Meyerling tot gefunden wurde, ist ein psychologi- 1 jdt'b Rätsel geblieben. Kaiserin Charlotte von Mexiko büßte inHt nur den aztekisch-phantastischen Thron ein — bei £ Bueri-taro erschossen die rücksichtslosen Republikaner ihren e täblen Gemahl. Am wenigsten gelungen ist dem Artikelschreiber Ltür Begründung des Leides der Kaiserin Friedrich. Tie ZFiünz«osen stolpern immer über die "deutsche Geographie, ruitt) die deutsche Geschichte bleibt ihnen gewöhnlich ein vieiiiegeltes Buch. Was soll man zu dem Satz sagen: „Ms dem Reptilienfonds bezahlte Journalisten, Bismarcks er sh elf er, redeten den Deutschen ein, daß die Mischung im britischem Blut der Reinheit der teutonischen Rasse könne." Einfach unsinnig, boshaft und vor allem — jaiij französisch, d. h. albern? i * Raucher wettkämpfe in Belgien. Eine fon- ' b-ttn ore Sitte sind die Raucherwettkämpfe, die in Belgien trÜ21:ad) veranstaltet und neuerdings besonders ausgestattet ictek'Tt. Es handelt sich bei diesen nicht etwa darum, iabüi d'ie meisten Zigarren oder Pfeifen in der kürzesten 1 Rgjrii omfraucht, sondern der Sieg fällt dem zu, der ein kNsstumtes Quantum Tabak in der längsten Zeit raucht. örügge und Löwen sind diese Rauchwettkämpfe ent- ftWeri, aber sie gewinnen jetzt weitere Verbreitung. Sie lbeÄhem in Belgien schon seit langer Zeit, und die kleine SZaül Löwen zählt nicht weniger als 81 Rauchklubs: bisher ; leigten diese sich jedoch mit Weltkämpfen untereinander, 1 hwUmib nunmehr die Vereine gegeneinander kämpfen, und ' letiQ: i n benachbarten Städten Lorbeeren zu ernten suchen. ■ L^ki einem großen Wettkampf, der in Brüssel während der i QsANa.ge stattfand, gab es nicht weniger als sechs verschie- " hewe Städte auf der der Liste sich beteiligenden Klubs. 1 Tüu Aettkampf findet gewöhnlich in dem Hinteren Saal ’ trjtpb eines Wirtshauses statt. Man kämpft für die Ehre. Tw Neife bestehen meist in kleinen Gegenständen ohne wi-rkiichven Wert. Tie Raucher sitzen um große Tische herum , im einem reservierten Teil, das Publikum wird durch ein : MUSgeipoanntes Seil fern gehalten. Der Eintritt kostet zn»ei ' Sous. Große Plakate an den Wanden verkünden: „Tas Publikum wird gebeten, die Raucher nicht zu stören." Zum Wettkampf bringt man ebenso viele neue Pfeifen als Teilnehmer da sind; es sind weiße Pfeifen aus sehr hartem Thon mit kleinem Rohr, die nach dem Loos verteilt werden. Tie Jury bringt ein kleines versiegeltes Paket mit genau vier Gramm Tabak. Tie Pfeifen werden mit äußerster Sorgfalt methodisch gestopft; an der Art der Vorbereitung scheint man die Konkurrenten zu erkennen, die die meisten Chancen haben. 'Sind alle bereit, so sagt der Präsident feierlich: „Meine Herren, Sie haben zwei Minuten, Ihre Pfeife anzuzünden." Wer keiner rührt sich. Alle wollen ihren Tabak sparen und stecken sie erst an, wenn die zweite Minute beginnt. Ist die Zeit verstrichen, werden schnell die Zündhölzer fortgenommen. Tas ist das Zeichen zum Beginn. Tie Pfeife möglichst lange in Braud zu halten, ist ein schwierigeres Problem, als man gewöhnlich ahnt. Tie ersten Minuten vergehen daher gewöhnlich in tiefstem Schweigen. Wer da es nicht verboten ist, zu sprechen oder zu singen, so lösen sich bald die Zungen. Bemerkungen, schlechte Witze werden von Tisch zu Tisch ausgetauscht, auch Couplets folgen, die oft auf die Gelegenheit Bezug nehmen. Plötzlich ertönt ein kräftiger Fluch. „22 ist tot", ruft einer der Bevollmächtigten, die Pfeife des 22 ist in der That soeben ausgegangen. Fast gleichzeitig werden zehn andere, dann fünf andere Raucher außer Wettbewerb gestellt. Nur die „Champions" führen den Kampf noch fort; es sind die Schweigeirden in der Gesellschaft, sie haben keinen Scherz getrieben, und nicht gesungen. Unbeweglich taub und stumm rauchen sie, den Blick stets auf ihren Pfeifenkopf gerichtet; der mehr oder weniger dichte Rauch, seine tiefere oder hellere Färbung giebt ihnen wertvolle Anzeichen. Allmählich zieht sich ihr Gesicht indessen zu einer bezeichnenden Grimasse zusammen: diese letzten Züge sind abscheulich scharf, das ist nicht mehr Tabak, das ist Nikotinextrakt, den sie dr genießen. Der Sieger bemüht sich daher auch nicht einen Rekord aufzustellen; sobald । der letzte Rivale für „tot" erklärt ist, beeilt er sich, seine Pfeife hinzulegen, deren Kopf er sorgfältig in eine be» ■ sondere Untertasse geleert. Wenn nicht das kleinste Gran * Tabak in der Asche mehr ist, — und das kommt oft vor — , so erklärt man feierlich, daß der Wettkampf „schön" gewesen ist, und die ganze Gesellschaft ist über diesen Ausgang gehörig stolz. Tiefe Raucher-Wettkämpfe sind ein friedliches Vergnügen, scheint es. Und doch geben die Rivalitäten der einzelnen Klubs untereinander oft genug Anlaß zu erbitterten Streitigkeiten. Es giebt in den einzelnen Orten Feindschaften, die nur in diesen Raucherwettkämpfen ihren Grund hoben, und die keineswegs mit den letzten Pfeifen erlöschen. * Das Hohenlohesche Militär. Ter fränkische Kreis hatte seit dem spanischen Erbfolgekrieg zur Reichsarmee zwei Regimenter, und zwar ein Kürassier- und ein Dragoner-Regiment, und drei Regimenter Fußgänger zu stellen. Tie fränkischen Reiter-Regimenter hatten je zehn Kompagnien oder fünf Schwadronen, die Kompagnie ftüher zu 96, seit 1735 zu 80, seit 1757 zu 70, also die Schwadron zu 140 Pferden. Hohenlohe hatte hierzu 52 Reiter zu stellen, welche „leicht bewafsnet" waren und den Namen „hohenlohesche oder Ansbachische Kreisdragoner" ftihrten. Die Garnison derselben war Schillingsfürst. Im Mobilmach- nngsfall kam zu dieser hohenloheschen Kompagnie noch das Militärkontingeict, welches Castell und Schwarzenberg zu stellen hatten. Die Uniform war: weißer Rock mit kleinen Aufschlägen, Klappen, Halskragen, und Futter in blauer Farbe, weiße Knöpfe, strohfarbenes Kamisol, gelbe lederne Beinkleider, steife Stiefel, Hut ohne Borten mit weiß und schwarzem Federbusch. Die Bewaffnung des Regiments bestand in Karabiner mit Bajonet, Pistolen und Pallasch. Von den Regimentsfahnen befindet sich heute noch jene in Schillingsfürst, die in der Schlacht von Ulm mitgetragen wurde. Sie hat ein ziemlich defektes Aussehen und kommt alftährlich an der Fronleichnamsprozession an die Oeffent- lichkeit. Die drei Fuß-Regimenter des fränkischen Kreises führten die Namen „Hohenlohe, „v. Kerpen" und „von Schertel". Kontingente hierzu hatten die sächsischen Häuser, der Graf Schönborn, die Stadt Rothenburg a. T., dann Lohr und Rieneck zu stellen. Ter Kasernenbau ist in Schillingsfürst in seinen äußeren Umrissen noch wohlerhalten. Er dient dem fürstlichen Oekonomiepächter als Viehstall. Der letzte hohenlohesche Hauptmann der Garnison Schil- lingsfiirst strar Franz von Bosch, bet nach der Mediatisierung der Hohenlohe in bayerische Kriegsdienste übernommen wurde, und als höherer Militär zu Anfang der vierziger Jahre in München starb. * Eine hübsche Napoleon-Anekdote erzählt im „Gaulois" einer der kenntnisreichsten Geschichtsschreiber der napoleonischen Epoche. Es war am 20. Mai 1800, als Bonaparte den St. Bernhard überschritt, um Italien zu erobern. Als die Kolonne einmal plötzlich auf dem Wege Halt machte, wurde der erste Konsul aus seinem Sinnen aufgeschreckt, und fein Blick fiel auf den Führer seines Maulesels. Es war nämlich in der That ein Maulesel, auf dem er die Alpen überschritt, während der Maler David ihn auf dein berichmten Bilde auf einem Schlachtroß, das sich am Rande des Abgrunds bäumt, reitend bargeftellt hat. Der Führer war ein junger Dorfbewohner von etwa zwanzig Jahren, den eine tiefe Traurigkeit zu bedrücken chien und der große fThränen, die über feine Wange tollten, ab wischte. „Was hast Tu denn?" sagte Bonaparte gütig zu ihm. „Erzähle mir Deinen Kummer. Ich will ver- uchen, ihn zu cheilen." „Ach> Herr General, da können Sie nichts machen", antwortete der Führer. „Sage es nur immer", redete der General ihm zu. Da erzählte ihm der Mann, daß er-ein junges Mädchen im Val d'Eutromont Hebe, und daß seine Liebe erwidert würde, daß aber der Vater, der einige Morgen Land besitze, seine Tochter nicht einem armen Maultiertreiber geben wollte. Bonaparte war durch die Naivität dieser Erzählung gerührt. Als er im Quartier an kam, und den Fuß zur Erde setzte, gab er einem jungen Führer ein Stück Papier, auf das er einige Borte mit Bleistift geschrieben hatte. „Geh zur Vorhut", agte er zu ihm, „frage dort nach dem General Berthier und gieb ihm dieses Billet." Wie groß war das Erstaunen des Maultiertreibers, als der General Berthier, nachdem er einen Blick auf den Zettel geworfen hatte, ihm zweihundert Goldstücke von feiten des ersten Konsuls auszahlen ließ Einige Wochen später heiratete der Maultiertreiber seine Geliebte, während jenseits der Wpen, in der Ebene von Marengo, Kanonendonner ertönte. DdngeS und die Hebamme Christ. Elisabeth Ttrackbein, beide art Rodheim. Schlierbach hatte im November v. I. ein Schriftstück, unterzeichnet mit dem Namen Karl Schmidt, an die Negierung nach WteSbad« gesandt und darin behauptet, der brüte Lehrer Maxetner in Rodheim züchtige öfter die Kinder in übermäßiger Weise. So habe er ein Mädchen, nämlich die Katharina Klatt, in solcher Weise geschlagen, daß et lungenkrank geworden sei. Maxeiner sei Dirigent drS GesaugoereinS üt Rodheim, mit besten Mtgliebern er bc8 Abenbs in bet Wirtschaft fitze, Seche und fich über Gemeinbeangelegenheiten streite. Weim er dann eine« schweren Kopf habe, wisse er nicht, waS er thue, und das müßten dann andern Tags die Kinder in der Schule aubftestcn. Der angeklagte Lehrer Schlierbach räumte bei seiner Vernehmung in heutiger Straskammerfitzuxt ein, den Brief geschrieben zu haben. Was die 3ramen2sälschung unter seinem an die Regierung in Wiesbaden gerichteten Schreiben betrifft, so «tett Lehrer Schlierbach an, er habe die Mitteilungen betreffend die Züchttgungsüberschreitungen MaxeinerS von Döngeö in einer Wirtschaft zu Rodheim eines SonnlagS erhalten mit dem Auftrag, fie an die vorgesetzte Behörde zu berichten. So habe er fich alß Bevollmächtigter bet *)^nBe8 angesehen, dessen Namen er aber nicht gekannt habe. VielmeWc habe er angenommen, Dönges heiße thatsächlich Schmidt, weil er in einem Hause wohne, das man als „Schmidt'-" bezeichnete. Es sei ihm mit* geteilt worden, Lehrer Maxeiner springe auf die Bänke und schlage von den Kindern auf die Köpfe. Er habe eS daher für feine Pwcht gehalten, der vorgesetzten Behörde Maxeinets von diesem Verfahren Kenntnis zn geben, damit derselbe wenigstens einen Verweis bekomme. Als er (Angekl.) wegen des Schreibens eine Vorladung zu einer Vernehmung nach Wetzlar erhalten habe, hätte ihn die« sehr beunruhigt und er hätte sich zu seinem vorgesetzten Ortüschulinspektor nach Dudenhofen begeben dem er alles mttgctcUt habe. Dieser habe gesagt, er soll- nur sehen, baß DöngeS dabei bleibe, ihn beauftragt zu haben. Letzterer habe ihm bieS auch schriftlich zugeftanden. DöngeS giebt an, er habe von der Hebamme Strackbein ble Geschichte von bet gezüchtigten Katha« rina Klatt gehört. Die habe ihm erzählt, bas Mädchen sei krank nach G'.eßen tn die Klinik geschafft worden, wo eS bet behanbelnde Arzt gefragt habe, ob cs benn viel Prügel von seinen Eltern bekommen hätte. AlS die» bas Kind verneint habe, hätte der «rzt es gefragt, ob eS etwa vom Lehrer viel geprügelt worben sei, was bann von bem Rinbe bestätigt worben wäre. Außerdem machte der Angeklagte noch mehrere Fälle namhaft, in denen Maxeiner K-.nder übermäßig gezüchtigt habe. Dünge» gesteht, daß er dem Lehrer Schlierbach den Auftrag gegeben, die Sache an die Behörde zu berichten. Die Angeklagte Strackbein, Schwester der Mutter der Katharina Klatt (die inzwischen verstorben ist) giebt an, da» Kind habe ihr selbst erzählt, daß es vom Lehrer Maxeiner sehr geprügelt worden fei. DöngeS sei dabei anwesend gewesen, als sie es ihrem Manne mitteUte. Lehret Maxeiner, als Zeuge vernommen, giebt in sehr erregter Weise an, daß sein verstorbener Schwiegervater, Gastwirt und Bürgermeister Schlierbach von der Verwandtschaft und Bekanntschaft des LehrerL Schlürbach auf daö tötlichste gehaßt worden sei. Man hätte ihn immerfort bei seiner vorgesetzten Behörde benunztert, aber nichts gegen ihn ausrichten können. Die Sttackbein habe den Fall mit der Katharina Klatt dem Schul- inspektot angezeigt und ihn (Zeugen) als den Urheber ihrer Krankheit bezeichnet. Er habe sich hierauf sofort nach Gießen begeben, um dort in der Klinik Erkundigungen einzuziehen über den Tod bet kleinen Klatt, wo er erfuhr, daß bad Gerücht nicht wahr wäre. Außerbem sei die Züchtigung im Zahte 1897 bereits erfolgt, also drei Jahre vor dem Tod oer Kleinen. ES sei durchaus nicht anzunehmen, baß bet Lehrer Schlierbach den Namen bes ihm verwanbten Dönges nicht gekannt haben solle. Sin Arzt der Gießener Klinik, alS Zeuge und Sachverständiger vernommen, bekundet, daß die Katharina Klatt in die Klinik krank eingeliefert worden sei. Bei der Untersuchung habe man den Verdacht erhalten, daß sie die Scharlachkrankheit überstanden hätte. Sie starb an einer Lungenerkrankung, die aber nicht von Schlägen herrühren konnte. ES seien in dieser Beziehung auch bei der Einlieferung der Klatt keine Angaben gemacht worben. Aus den übrigen Zeugenaussagen ist noch hervorzuheben, daß der Lehrer Maxeiner in der Wirtschaft seiner Schwiegermutter sich mit dem Wirtschaftsbetrieb befaßt und auch Gäste hinausgeworfen hat. Der Angeklagte Schlierbach wird sreigesprochen, weil seine Schutzbehauptungen nicht als widerlegt anzusehen seien. Die wegen Verleumdung des Lehrers Maxeiner angeklagien Landwirt Karl Dönges und Hebamme Strackbein zu Rodheim wurden dagegen in eine Geldstrafe von 50 resp. 25 Mk. und in die Kosten verurteilt. Handel nud Uerkrhr. Kolkswirlschast. Märkte. r. Limburg a. d. Lahu, 28. Aug. (Fruchtmarkt.) (Durchschnittspreis pro Malter.) Roter Weizen Mk. 13.90, weißer Heizen Mk. OO.OO, Korn, Mk. 10.30, Gerste Mk. 00.00, Hafer Mk. 7.00. Arbeiterbewegung. Nordhause«,, 27. Aug. Aus Anlaß deS AuSstandeS der Tabakarbeiter sind, wie mitgeteilt, bedauerliche Straßenkrawall« oorgekommen. Infolgedessen sind jetzt 20 Gendarmen teil* vom EichS- selbe, teils aus den benachbarten thüringischen Kreisen hierher beordert worden. Wie eS heißt, ist von der Berliner Zentral-Streikeleituvg für Nordhausen die Parole auSgegeben worden, baß auch die Maurer, Zimmerleute, Schlosser und Tischler die Arbeit nieberlegen sollen. PUtSburg, 28. Aug. Shafser richtete ein Schreiben an bi« Mttglieder deö Exekutivkomitees des vereinigten Stahlarbeiter-Ver« bandeS, worin er sie auffordert, dem Plan zur Beilegung bei Auk» standeS, über den sich am letzten SamStag die Vertreter der natio» nalen Arbeiteroereinigung und deS Stahlarbeiter-VerbandeS einigten. imufHmmrn. Universität-Nachrichten. — Der Prioatdozent der Philoloaie Dr. Wentzel in Göttingen ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen FokuULt der Universität Marburg ernannt worden. Schisssnachrichlen. Der Postdampfer .Southwark" der .Red Star Etat* in Antwerpen ist laut Telegramm am 26. August wohlbehalten in Newyork «ngekommev. Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleibe« unberÄLfichtigt.) , n M. e. Nach S 263 bc« Str.-G -B. tritt eine Gefängnisstrafe ein, deren Länge au« den näheren Umständen der Falles bemessen wird. ES kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, eoent. aber auch nur, wenn mildernde Umstände vorhanden sind, auf eine Geldstrafe erkannt werben. Gr. BockenheimerStr. 30. nahe derOper. Berühmte Küche. lende Weinkarte, en u. nach der Karte. Gesellschaften. * AMTLICH GLlNZKND BEGUTACHTET: SSALUTARISS -TOILETTE-FETT-SEIFE Unübertroffen tär Raet- ■ Ceietpfleaet Rein, Bild, epamm. C. Naumann, Seifen- u. Parffimeriefabrik, Offenbach a.M. Je M. Schulhof -euh Mi; K-K -S*U T^SI benutze Tie Ha^ 3L:id)t dec Pri und ^verwunden >°hr _r°l andere Deckung, d ^7 großem von den E ?ehr S" ÜOJiie Mr rrfe »tirL -oedeuri M Ms en einen Ve ßasseOvol . em Mcnm- 3unt lrn scheu «Hnh o^neralstad t>ic ^lnlnnst in großer ihnen untei Heniacht ha -ec neuern tscliang, ent uer von en . £l;ne viele v noepfner i dc-- blinken i Begleitern i 'Ter Prinz »Nheinuser s i und Chinese i des Sonder-' i wurde sofoi tojiebene Be lich etwas i i d. r Äagen r IW ein Kon । d< i Crpediti - Publikum ei -Bor dem ho IRHein, wo e laminelte sil rtÄngang de> fremdländisch ^oalloh und i Wiener Gepäc iid) bemühte, '-Sofort nach ic ui Gerücht, . 1 Hinatifdjen Sei taht unpäßlich loer xofek Vfyj’ idem Selrelar Prinzchen, er l*ay ziemlich beleibten Mir Lmr einigen itit Monocle hatte man Gk Msehen. Im ^.oibeamten, limlichleiten, «er ModeNeii it n Vestibül I m^ikdergelassen cnurf) sie durc 1-einer Ankunft rciertes Telegr M Mission ldNlttrntes Tc Vm. Db" Unwiderruflich vom 7.-9. 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Die Lieferungsbedingungen und Musterstücke sind auf dem Verwaltungsbureau genannter Anstalt an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 6 Uhr einzusehen. Offerten mit der Aufschrift ^Lieferung von Weißzeug rc." find verschlossen bis zum Samstag den 7. September 1901, mittags 12 Uhr, unter Beifügung von Stoffmustern an die Gr. Verwaltung der neuen Kliniken einzure'chen. Zuschlagsfrist bis zum 14. September 1901. D e Lieferung kann auch verteilt vergeben werden. Gießen, den 21. Aug. 1901. Großh. Verwaltungs-Dtrektton der neuen Kliniken. 87.e Auf.-Regiment Kaiser Ztztthelm (2. Hroßh. Kess.) Ar. 116. Steckbrief. Gegen die unten beschriebenen Musketiere Engenchotel, 3.Komp., Wilhelm Kappler, 4 Komp. Jnfanterie-RegimentS Kaiser Wilhelm Nr- 116, welche flüchtig sind, ist die Untersuchungshaft wegen Verdachts der Fahnenflucht ver- hängt. ES wird ersucht, dieselben zu verhaften und an die nächste MilitärbehördezumWeitertransport h erher abzuliefern. Gießen, den 26. August 1901. (gez) von Dewitz, Oberst u. Regiments-Kommandeur. Beschreibung. Musketier Aotet. Alter: 22 Jahre, Größe: 1 m 69 cm, Statur: schlank, Haare: dunkelblond, Augen: braun, Nase: gewöhnlich, Mund: gewöhnlich, Bart: Schnurrbart, Gesicht: voll, Gesichtsfarbe: gebräunt, Sprache: deutsch (elsäff. Accent) und französisch. Besondere Kennzeichen: Tätowierung, auf der Brust ein Pferdekopf, rechte Hand ein Herz, linke Hand einen Anker. Kleidung: Civil, Militürhemd. Musketier Kappte». Alter: 27 Jahre, Größe: 1 m 708 cm, Statur: gesetzt, Haare: schwarz, Augen: grau, Nase: gewöhnlich, Mund: gewöhnlich, Bart: Schnurrbart, Gesicht: schmal, Ge- sichtsfarbe: blaß, Sprache: deutsch (elsäff. Accent) und französisch. Besondere Kennzeichen: Tätowierung, auf der Brust, Krone, Kreuz, Fahne, Buchstaben K. "W., auf beiden Armen Mann und Frau. Kleidung: Civil, dunkelblauer Rock, im Besitz dunkelblauer Hose, grauer Hose, grauer hellgestreifter Hose. 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