ormtag 30. Juni 1001 Erstes Blatt «r. 151 ♦♦♦♦♦♦♦♦♦ KWkt A Wick, Reg.erungSrat. Bekanntmachung. .. Schulerausslüg-/ Tie «assen der Realschule ,cti 30. N»'- 1901 i6- l* Itlch ent ütentafll. 151. Jahrgang bigt sein; c) ein Unbescholtenheitszengnis, welches von Obrigkeit oder der ) * zustellen ist; d) ein selbstgeschriebener Lebenslauf. NNU« wrter künstlerischen Phantasie ergiebt den bisher noch nicht stier berührten allertiefsteu Unterschied Swychen den Bau- yier ^brnyrun Malers. Ter kunstleri che LLkt wtrNeä Matz halten, weil er aus einer «er- GÄWWSE i^nes nicht — da ist der erste Traum der Phan^sie Zerstört und das mag sich! im Laufe des Bauens noch manchmal wiederholen. "Rein praktisch ergeben sich Aenderungen über aus alter Zeit geliehenen Erkerchen, Türmchen, Getier» ^^Tas"Äema^7st^schon"'so oft erörtert worden, dennoch kann gar nicht häufig genug gefragt werden: Was soll uns Heutigen diese Maskerade mit der schlechten groben Nachäffung eines „stilvollen" Trödels? Wir erfinden uns doch sonst alles Mögliche neu. Bücher gab es früher schon und giebt es heute, aber der Zeitgeist spricht heute andeE ans einem Buch als ehedem, wir haben unv- unser Buch, und wäre es allein in Bezug auf das Heften mit der Tralstmaschine, gleichsam neu erfunden. Wir erfinden uns Teile unserer Kleidung, die es früher nicht gab, trotzdem man stets Kleider hatte: wir erfinden und *^erleug fo wie wir sie brauchen, tote sie uns nützlich und schon dünken. Wir erfinden eine andere Musik, eine Musik, ine zu unserer heutigen Seele spricht, die unsere heutige Seele ausspricht. Wir ersinden Kriegsmaichmen immer und immer neu, trotzdem es welche gegeben hat, so lange der Mensch dem Menschen mit künstlicher Waste gegenubersteht. Aber wenn es sich um Kunst handelt, heute atterinngs fast nur noch allein um bauende Kunst (— die anderen Künste sind heut schon besser dran —), dann ists aus nut dem Erfinden. Was bei einer Kanone das Stabile, das unm?i> ändeclichc Moment ist, welches besteht, seit der erste Mensch den ersten Stein nach einem Gegner geworfen hat: nämlich daß das Geschoß nach vorwärts zu fliegen hat, Nicht nach rückwärts, das entsprechende unveranderlick)e Moment ist beim Bauen die Statik, die bei Benutzung sewerls anderen Materials mit etwas veränderten Zahlen zu rechnen hat, im Grunde aber an gewisse physikalische Gesetze gebunden ist Darüber hinaus giebt der Eine seiner Kanone dieses Aussehen, der Andere seinem Hause jenes Aber wenn wir der Historie zu liebe keine faule Grethe oder kein Katapult mit Bolzenbündelgeschossen mehr bauen, warum bauen wir dann unentwegt Ritterburgen und Rokokoschloßchen? Was geht uns Zigaretten- und Tennismenschen die Historie an? Können wir nicht auch in unserem Hause das moderne Element betonen, haben wir nicht die Freiheit, uns eigene Formen für unser Haus zu erfinden? ^a, fallen mix bieje Freiheit nickst haben? Das Urteil mancher Leute scheint sie wirklich unterbinden zu wollen. Schluß folgt. Aus Stadt und Kand. (D-r Abdruck bet unter dlelet Rabtll bch"d-lch-n otigmul Nachrlchten >st ttur unter genauer Quellenangabe: «M. fleiww j B S. Kunstausstellung Tnrmhaus v Es ist ein erfreuliches Zeichen^ säender Teck^ Reg.-Blatt ^hme 1 ' Werke aus Prrvatbesltz -men Plcch ,n-Dcm be- Hinfichtlich der Anbringung der Gesuch, wird im Speziellen IM»* das Folgende bemerkt: Direktor v. Schulz (Berlin) erstattet inzwischen in der 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungskommission sozialen Praxis" einen längeren Bericht über die neuere nur daun einzureichen, wenn der sich Meldende im ^^rliner Gewerbegerichts als Einigungsamt. Großherzogtum Hesien seinen dauernden Aufenthaltsort hat. ^^derholt darin, daß schon heute ber Besetzungs- 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem Lrage derselbe Grundsatz, der nach! der Lovelle zum ^e 17^ Lebensjahr ersvlgen. werbegerichtSgeseP allgemern °wg-suhtw den so , durch 3. Das Gesuch muh van dem Betreffenden selbst g-schn-b-n Ortsstatut ausgestellt werden konnte und rn Berlrn^d^ che ^^U' es inirh I didaten Wderspruch^ erhöbet worden. Wenn die Novelle nähere Adreffe angegeben wird. ^clek werä werde im großen und ganzen alles beim 4. Dem Gesuche sind solgende Papiere betzusugen. n ^,oiben. Auch, zukünstig würden von den «arteten a) Geburtszengnis; reqelmätzig Gewerbegerichtsbeisitzer in das Cantgungsamt b) EinwilliguugS Attest des Vater» -der B-rwunde--mt 8^icft'lufrbeii. Die Wirksamkeit ^„Vertrauensmänner der Erklärung über dessen B-r-ttwtlltgkett, den Frei- bic bisher manchmal das ^U'gung-amt ergänzt willigen während einer ein,Lhr>gen aktrven Dienst rourbc lasse überdies erwarten, daß. Ms das■ tto n .eit tu bekleiden, auszurüsten, sowie d,° Kosten sür b Parteien auf Per onen, ine das Amt eures Berlchers Löhnung und Unterhalt ,u übernehmen. Die Fähige nM bekleiden i°lleu sollte dre ^gebn tze g W* ,eit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß langen vor dem,^'SUUgsamch 7>^.de^UrSH g^ die Unl-rschrist de» B-t.-S oder Vormunde» beglau Mawn nutzt abwerch d,^ her Jahre eine .. M* BSäjSMtWS -Ä M. sx-iWSs d) em selvstgeicyrieoenei seocumuuf. ! und Arbeitnehmer auf dem Gewerbegericht emg s 5 dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen unb bem Vorsitzenden über die Sachlage bei Streiks ' nuei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, La- unb Antwort gestanden. — ieinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 1------------------ " 6 Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung ' eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheitszeugnis beiznlegen. a-st-llt°"w°rden dr'Aüs7nA°Ordnnn°g ' (S",ur |Sra~n b" Ä "ein erfreuliches 3°icheu Mgeu-r 6Äw »nm 22. Nov mär 1888 - Reg.-Blalt , hme a« L AE— ^seres »nswereru^imß ÄTJÄ i»»i. des Lokals in LlML, d°u dke SUU-t Gie^., d^wenden.MH welchem die Prüfung stattsindet, erfolgt eventuell wettere ^schas,enhat,^o^troffcues und charaktervolles Bildpis Bekanntmachung; aus spezielle Ladung kann nicht gerechnet ^amm ch ^ M^bürger und eine Reihe von Landschaftswerden. . 1OAI Iftubien weter Vertreter der Frankfurter . Mer amü Darmstadt, den 20. Ium 1901. . kfeüh Allerdings ist keiner von ihnen identischmit I Großherzogliche Prüfungs-Kommission für einstig Freiwillige. au§ „Dichtung und Wahrheit" u^d weiger ersr^ich Der Vorsitzende: aus Gutzkows „Königsleutnant" bekanntenEhr Georg * ' Sckütz' wir haben vielmehr iemen ^oohn Franz uno einen ===== Ehr. Georg, der wahrscheinlicher der Nesfe als der Sohn des älteren ist, vor uns. Letzterer,,,Schutz der^ Vetter der sich, besonders durch Gouache- und Sepiabilder bekannt iAfÄnpieke Ätc ist in der Ausstellung nur mäßig vertreten; das '**?ßeLc bieten die zierlichen und Mt hm geworfenen Landschaftsbilder u. a. Münzenberg - von dem ziemlich jung verstorbenen Franz Schutz, der sich auch^ neben be- Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung I NolliilÄe TülleSschaU. zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Herbst 1 • I v ff " Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der Die Novelle zum Gewerbegeri , „ u• r 1iit darüber bisher nichts ge51)mty vn.iww/»«*“ o""v ■', . .. , 1»O1 ’ 9 ™ beut^d^nd^ bei der NHen. I batteu? Sie Entscheidung steht al>° wohl uoch aus, maul Amtlicher Teil. 1 Bekanntmachung. 8 e t r.: Die Veranstaltung von Verlosungen innnerhalb des Großherzogtums. Der Ortsvorstand zu Huugen beabsichtigt mit dem am 16. September d. IS. zu Hungen stattsindenden sogenannten PrämiierungSmarkt (Faselschau) eine Verlosung von Vieh and landwirtschaftlichen Geräten zu verbinden. Großh. Ministerium des Innern Hal die nachgesuchte I Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der! Bedingung erteilt, daß nur bis zu 5000 Lose zu 1 Mark! daS Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 60 Proz. I des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf! von Gewinngegenständen zu verwenden sind. I Großh. Ministerium hat zugleich den Vertrieb der Lose in der Provinz Oberheffen gestattet. Gießen, den 27. Juni 1901. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________________v. Bechtold.____________________ Gießen, den 27. Juni 1901. Betr.: Die Remunerierung des Feldschutzpersonals. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 4. d. MtS. (Gießener Anzeiger Nr. 131) noch nicht entsprochen haben, werden hiermit an Erledigung derselben binnen acht Tagen erinnert. v. BechtoId._________ Ä Ä Bt$ug$preis © Kg ▼ A 2.20, noMtl. Tf- »■ GiehenerAMgers Eeneral-Anzeiger v Ainir- und Anzeiaeblatt für den Ureis Gietzen ss i—------- öae 16. Gkschästrjahr btt GrisKraiiKtnIiofft Vichn 1900. P. Gießen, 29. Juni. Im Jahre 1900 wurden für die Ortskrankenkasse neue Lokalitäten erworben, da die alten weder räumlich noch hygienisch den Bedürfnissen genügten; und zwar kaufte die Kasse das früher Bepler'sche Anwesen, Ludwigstraße 12, zum Preise von 48 000 Mk. Tas Geschäftsjahr war sehr wechselreich, und der finanzielle Erfolg nicht so günstig, wie erwartet wurde. Tie Ursache waren die hohen Ausgaben, sowie der hohe Krankenstand zu Anfang und Ende des Jahres. Aber auch die Einnahme der Beträge blieb weit hinter den Erwartungen zurück und zwar ist dieses, wie der Geschäftsbericht feststellt, lediglich nur zurückzuführcn auf die beiden großen Streiks der Maurer und Weißbinder, die fast während der ganzen Saison streikten. Ties hätte sich zwar nicht so bemerkbar gemacht, wenn nicht die Zersplitterung des Kassenwesens in Gießen so einzig da- tünde. Es dürfte wohl in Teutschland wenig Vorkommen, daß im Verhältnisse zur Größe der Stadt soviel Betriebskrankenkassen vorhanden sind wie in Gießen, nicht gerechnet die vielen freien Hilfskassen, die ebenfalls Tausende von Arbeitern für sich in Anspruch nehmen. Man zählt hier nicht weniger wie 12 Betriebs- und eine Knappschaftskasse. Seiber ist auch in absehbarer Zeit auf eine Besserung nicht zu hoffen, da es sehr schwierig ist, den Mitgliedern begreiflich zu machen, daß eine starke Einheit mehr zu leisten imstande ist, tvie der heutige traurige Zustand. Spier liegt der Schwerpunkt, und da bei vielen Betriebskrankenkassen zudem der Aufnahme eine ärztliche Untersuchung vorausgehen muß. weshalb sich 'die meisten Ortskrankenkassen seither auf dem Niveau der Gesetzgebung halten mußten und sich nur unter den schwierigsten Um- tänden zu einer etwas höheren Leistung aufschwingen konnten. Tie Verwaltung der Ortskrankenkasse Gießen teilt mit, daß sie sich freuen würde, wenn man sich hier die Beispiele der Städte Mainz, Darmstadt rc. zu Herzen nähme. Tie Einnahmen an Zinsen sind gegen das Vorjahr von 2849.55 Mk. auf 3418.74 Mk. gestiegen. Tie Beiträge sind ebenfalls gestiegen und zwar von 82 286.07 Mark auf 88 336.94 Mk. Leider klagt die Verwaltung über das unregelmäßige Einlaufen der Beiträge der Arbeitgeber. Tie Zahlungen erfolgen vielfach unpünktlich und von den 750 Arbeitgebern mußten bei jeder Erhebung der Beiträge etwa 100 gemahnt und etwa 50 gepfändet werden. Tas ist, wie der Bericht mit Recht sagt, ein trauriger Zustand. Aber auch die An- und Abmeldungen sollen nicht immer rechtzeitig vorgenommen worden sein. Der Bericht erwähnt anch, daß noch immer eine große Anzahl Simulanten und Kassenmarder vorhanden sind, die nur durch die schärfste Kontrolle zurückgedrängt werden können. Tie Ausgaben für ärztliche Behandlung sind von 11 747.85 Mk. auf 12 363.72 Mk. gestiegen. Tiese Mehrausgabe ist durch die 'freie Aerztewahl hervorgerufen worden. Tie Auszahlung der Krankenrente ist im Berichtsjahre bedeutend gestiegen und zwar von 29 879.84 Mk. auf 41014.74 Mk. Tie Tauer des einzelnen Krankheitsfalles stieg bei männlichen Mitgliedern von 16,9 auf. 18,5 Tage und die der weiblichen von 23,8 auf 24,7 Tage. Tie Wöchnerinnenunterstützung sowie die Sterbegelder haben auch kleinere Mehrausgaben erfordert. Ter Aufwand für Kur- und Verpflegungskosten in Krankenanstalten ist dieses Jahr wiederum zurückgegangen. Tie Kassenverwaltung weiß manchmal gar nicht, was sie anfangen soll, wenn den Mitgliedern vom Arzte mangels häuslicher Pflege die Krankenhauspflege verordnet wird, und sie kann den Kranken solche nicht angedeihen lassen, da die Kliniken die Auftuchrne „wegen Ueberfüllung oder für sie nicht geeignet" verweigern, auch eine andere passende Unterkunft nicht zu erlangen ist. Ties sei, wie der Bericht sagt, ein für eine Provinzialhauptstadt nicht würdiger Zustand. Gleichzeitig wird im Bericht ein Beispiel erwähnt, wie manchmal Kranke, die in die Klinik wollen, behandelt werden. Ein junger Mann, der den Arm gebrochen hatte, wurde vom Arzt zur Klinik eingewiesen. Tort sei ihm gesagt worden, „die Klinik sei kein Hotel". Daß durch derartige Verhältnisse sich mancher Krankheitsfall in die Länge zieht, ist unbestreitbar und in dieser Beziehung, so sagt der Bericht, muß von der Stadtverwaltung irgend etwas geschehen. Besonders da durch die Krankenversicherung in punkto Armenwesen tausende Mark jährlich gespart werden. 27 Lungen- und Herzkranke wurden auf deren Antrag zum Kurgebrauch nach Bädern geschickt. Tie Lungenkranken wurden im Luftkurorte Reichelsheim i. O. mindestens ein halbes Jahr verpflegt, während die anderen, deren Kur brannte völlig nieder, trotzdem die Feuerwehr rasch zur Stelle war. Tas Eindringen und längere Verweilen von Kugelblitzen in Gebäuden ist nicht selten beobachtet worden; bisweilen schwebte die Blitzkugel in einer gewissen Hohe durch das Zimmer oder rollte über den Boden. Seltener wht man die Kugelblitze aus der Luft herabkommen; ein solcher Fall ereignete sich im April 1719, als nachts drei eurige Kugeln sich aus die Kirche zu Quesnon bei Brest herabsenkten und sie zerstörten. Merkwürdig ist übrigens, daß die zahlreichsten Fälle von Kugelblitzen aus Schleswig-Holstein und Tänemark bekannt sind. D. Red.) W. Weidenhausen, 28. Juni. Tie Arbeiten an der neuen Bahnstrecke von hier nach Hartenr ot^ gehen ihrer Vollendung entgegen, findet doch am 15. Juli die Eröffnung statt. Tie neue Strecke führt das Salz- bödethal hinauf, das sehr eng ist, und ziemlich steil ansteigt. Infolgedessen waren an der neuen Strecke große Geländeschwierigkeiten zu überwinden, hohe Dammbauten und Brückenbauten mußten errichtet werden. Aus diesem Grunde hat die Strecke teilweise ein Steigung von 1:60 und zwischen Endbach und Hartenrod beträgt sie 1:50. Vor letzterem Orte waren die größten Schwierigkeiten, da die Gesamtstrecke Niederwalgern-Herborn hier ihren Höhepunkt erreicht und einen bedeutenden Höhenzug, den Hirschböhl und Sonnenberg, der Salzböde und Siegenbachthal trennt, in einem sehr langen Tunnel durchbricht. Dieser Tunnel soll einer der längsten in Deutschland, sein und ist gegenwärtig soweit ausgemauert und fertiggestellt. Tie Strecke von Hartenrod bis Herborn soll bis 1. Oktober vollendet und eröffnet werden und wird die Stationen Eisenroth, Ubernthal, Offenbach Bicken, Herbornseelbach und Burg erhalten. Bemerkt sei noch daß die Bahnbeamten an der neuen Strecke von hier bis Hartenrod, die erst kürzlich hierher kamen, jetzt wieder von der Bahnbehörde nach Gladenbach versetzt worden sind. und des Realgymnasiums unternahmen am letzten Donnerstag Ausflüge. Während einige Klassen die Umgegend von Wetzlar besuchten, fuhren andere mit der Bahn nach Nidda und Schotten und erstiegen den Hoherodskops und Taufstein. , , c. r f . ** Turnerisches. Auch m diesem Jahre hat der hiesige Turnverein, gegr. 1846, eine größere Feiet, in das Programm seiner Sommervergnügungen ausgenommen, indem er für den 7. Juli ein Sommerfest nut gleichzeitiger Begehung seines 55. Stiftuiigssestes vorgesehen hat. Tie Vorbereitungen hierzu sind in vollem Gange und tragen bereits jetzt die Bestätigung in sich em Fest echt turnerischen Charakters zu werden. In reicher Abwechselung mit Konzertstücken unserer hiesigen Reglments- musik unter Leitung des Musikdirektors Krauße werden mannigsaltige Darbietungen turnerischer und anderer Art zur Aufführung gelangen, überhaupt die ganze Feitlrch keit dazu angethan sein, einige recht schöne und gemütliche Stunden inmitten eines frohen Turnerkreises verleben zu können. Als Festplatz ist wiederum der schon gelegene und gern besuchte Philosophenwald erwählt. Wir wollen hoffen, daß dem Turnverein auch Jupiter Pluvius gewogen und der Feier einen guten Verlauf beschieden sei. ** T e r I u n i ist seinem Ende nahe. Er war diesmal zum größten Teile kein besonders angenehmer Gesell, und an einigen Tagen herrschte eine Temperatur, daß man hätte Feuer anmachen und dampfenden Grog und heißen Mokka schlürfen mögen anstatt des kühlenden Lichtenhainers oder des angenehm den Sommerdurst stillenden Aepfelweins. Als sich am Tonnerstagabend unser Musik und anderes liebende Publikum zum Abonnements-Konzert im Stein- schen Garten znsammenfand, da hatten wir nur 11 Grad R.; und wir wunderten uns, daß die wackeren Musiker nicht blau gefrorene Nasen und verklammte Finger hatten. Gestern nachmittag erst veränderte sich die Szenerie, es wurde glühend heiß, und am Abend dufteten die Rosen und Linden so berauschend wie je zuvor. Ein überwältigender Zauber liegt in der Juninacht, in der alles blüht und reift unb gärt unb nach Liebe brängt, nach Kosen und Küssen. Unlängst hat freilich wieder einmal ein gelehrter italienischer Arzt mit einem klangvollen Namen aufs nachdrücklichste gewarnt, von rosigen Mädchenlippen zu nippen; Krebs, Lungenschwindsucht, Tiphtheritis, kurz alle Hebet, die geeignet sind, einen Menschen ins Jenseits zu befördern, soll der Kuß im Gefolge haben, und wer sicher sein verfehltes Leben enden wolle, der brauche sich nur im zärtlichen Kuß mit einem andern Lippenpaar zu berühren, so werde er unfehlbar hinüberschlummern in die Welt des ewigen Friedens. Aber was kümmert sich die leichtsinnige Welt um die Warnung des gelehrten Doktors? Trotz dieser abschreckenden Theorie, trotz bet Entdeckung der Kußbazillen werden Tausende und Abertausende über diese zweifelhafte Errungenschaft der Hygiene recht abfällig denken, zumal in der jetzigen Zeit, wo die Linden ihren Blütenschmuck angethan und balsamischen Duft aushauchen. So zeigt uns auf der einen Seite der scheidende Juni frisch pulsierendes, hoffnungsvolles Leben; aber auf der anderen Seite klingt b>cw auch wiederum die leise Mahnung, daß die Sonne ihren höchsten Stand erreicht hat, daß es nun wieder stetig abwärts geht, thalwürts dem nächtlichen Dunkel entgegen, der Zeit entgegen, die vom Welken unb Vergehen redet. Auf manchen Gebieten fünbet schon jetzt ber Herbst sein rasches Nahen. Manches Blatt am Baum ber Politik ist am Welken unb Absterben unb wehmütige Tobesahnnng zittert leis durch die Szenerie. In Berlin unb auch in Karlsruhe kriselts, unb es scheint, als ob bieses ober jenes Blatt matt zur Erbe fallen wirb, das noch kurz zuvor sich eifrig unb munter im Staats- toinbe geschaukelt hat. Aber mag bas politische Leben allerorten rasches Vergehen prebigen, bie Natur ringsum rebet vom Werben unb Wachsen unb Sichausreifen: Noch, ist bie schöne, bie blühende Zeit, noch sind die Tage der Rosen! fingen wir mit Otto Roquette, dem Dichter von „Waldmeisters Brautfahrt" (75. Auf!., I. G. Cottafche Buchh. Nachf. in Stuttgart). —h. Lin d en str u t h, 28. Juni. Vorigen Freitag wurden hier die Arbeiten zu dem Schu l h a u s n e u b a u vergeben. Trotzdem unsere Gemeinde zu den kleinsten im Kreise Gießen zählt, und nur rund 350 Einwohner besitzt, hat sich! der Ortsvorstand doch entschlossen, gleich einen Schulsaal und eine Lehrerwohnung zu erbauen. Tie Zahl unserer Schüler ist verhältnismäßig groß, sie beträgt 65. Ter Rohbau des neuen Schulhauses soll bis Herbst fertig sein, im Frühjahr wird der innere Ausbau ausgeführt, unb im Spätsommer soll bas Gebäube eingeweiht werben. § Schotten, 27. Juni. Während eines Gewitters wurde vorgestern in der Gemarkung Altenhain ein Kugelblitz beobachtet, lieber die höchst interessante Erscheinung wird uns von einwandfreier Seite das Folgende mitgeteilt: In den Mittagsstunden überzog dunkles Gewölle den Himmel, und ein schweres Gewitter kam heraufgezogen. Da bemerkten plötzliche im Felde arbeitende und vom Felde heimkehrende Leute eine mächtige Feuerkugel von dem nahen Walde Herkommen. Tie Kugel hatte die Größe eines Korbes oder einer Bütte; sie schien sich auf oder nur wenig über der Erde hin fortzubewegen und zwar in langsamem Zeitmaße. Jedes Hindernis, das füf)i ihr au dem Wege entgegenstellte, zertrümmerte sie im Nu. Ihre Richtung ging durch einen Bohnengarten; hier zerbrach sie bie Bohnenstangen wie Strohhalme unb zersplitterte sie in Atome. Auf bem weiteren Weg nach bem Torfe Altenhain zu geriet ein Huhn in ben Bereich des Feuerballes; es', wurde von ihm vollständig verzehrt, ohne eine Spur zu hinterlassen. An der Maner des dem dortigen Straßenwärter gehörigen Hauses prallte die Kugel an und Die »utomobU.Tou.enfahrt Parts-Berttp. Potsdam, 28. Juni. Von den Touristenfahrern sind aus Leipzig eingetroffen: Erster: Nr. 226 (Roussy) 10 Uhr 2 Min. 15 Sek., Zweiter: Nr. 246 (Debacker) 10 Uhr 3 Min. 31 Sek., Dritter: Nr. 318 (Delaunay) 10 Uhr 17 Mm. 2 Sek., Vierter: Nr. 227 (Boissaye) 10 Uhr 41 Min. 27 Sek. Außerdem Nr. 220 (Braun), 210 Katzenstein, 301 (Baronin Zuylen), 317 (van Beck), 308 (Klvpstein). Sämtliche Fahrer befinden sich in ausgezeichneter Verfassung. Di- Automobilschnellfahrt Pariö'verttr,. Berlin, 28. Juni. Tie Abendblätter melden aus Aachen: Graf Tayllerand-Perigord, der gestern hier als Viertbester eintraf, ist schwer erkrankt und- mußte die Weiterfahrt aufgeben. Kö ln, 28. Juni, Tie Automobilfernfahrer tarnen heute vormittag 6.20 Uhr deutsche Zeit in folgender Reihenfolge an- Nr 4, 6, 12, 19, 5, 13, 15, 40, 33, 58, 1, 16, 7, 112, 4 8 Gegen 7 Uhr kam Nr. 21 an. Elf Minuten später durchfuhren Nr. 102, 39, 162, 44, 165 das Ziel. Die An- gelommenen wurden von Radfahrern 20 Minuten durch neutrales Gebiet geleitet und traten dann die Weiterreise über Worringen nach Düsseldorf an. In Aachen erschienen am Start heute morgen nur 75 Fernfahrer; mehr Wagen waren bis gestern abend dortselbst nicht eingetroffen. Düsseldorf, 28. Juni. Schlön von 6 Uhr an sind! Straßen und Chausseen stundenweit von Tausenden besetzt Aus der linken Seite der Rheinbrücke am Ratinger Thor und vor der Villa Golzheim 'sind Ehrenpforten errichtet Die ersten Automobilisten Nr. 6 und 4 kamen um 7 einhalb Uhr an der Rheinbrücke an und verließen Taissel- nach 25 Minuten. Aus der Kontrollstation wurden Blumen und Erfrischungen gereicht; bei der Ankunft und Abfahrt spielte die Militärmusik. — Kurz vor Tusseldors ist em Automobil explodiert, ohne Personen erhebliche zv- verletzen. Der französische Konsul, der den Automobilist^ entgegengefahren war, wurde bei einer Biegung aus dem SSia8@f f ett^i^sRuttr, 28. Juni. In Neumühl bei Ruhrort wurde ein Ki n d von einem an der Rennfahrt teilnehmenden Automobil überfahren. Tas Kmd wurda eidlich b. Ruhrort, 28. Juni. Der Autoniobil- wagen Nr. 9 (Pinson) stieß hier mit einem Wagen d.r elektischen Straßenbahn zusammen. Der Vorderperron! des Straßenbahnwagens wurde eingedruckt, /«s A u o- mobil ist unbrauchbar. Personen wurden Nicht verletzt. Hannover, 28. Juni. Als Erster kam Nr. 4 (Mor^>) Fournier 2 Uhr 14 einhalb Minuten an. Es folgten Nr. 7 um 2.50, Nr. 162 um 2.52, Nr. 6 um 2.54, weiter 12, 1, 8, 14, 16, 38, 112, 163, 15, 126, 2, 5, 102, 40, 104, 13 75 19, 21, 127, 34, 149, 143, 46, 39 158, 106, 80, 68 131 Tas letzte Fahrzeug lief 6.33 ein. An der Festtafel nahmen etwa 100 Personen teil, meistens Franzosen. Tas Präsidium führte der Herzog von Ratibor. Der Oberbürgermeister begrüßte die Gäste, auf die heute die Augen bey Kontinents gerichtet seien, mit dem Wunsche, daß der alte Kulturstaat Frankreich sich glücklich! weiter entwickeln möge. Ter Redner schloß mit einem Hoch auf Frankreich und Loubet. Tie Musik spielte hierauf die Marseillaise. Faleonnet dankte mit einem Hoch auf beide Nationen und Baron v. Rothschild-Paris brachte ein Hoch auf den deutschen Automobilklub aus. Tie Automobil-Wettfahrt* Paris-Berlin hat dem „Fi- aaro"-Zeichner Saran d'Afche zu einem Bilde gebient, das einen Auto-Fahrer a Berlin fahrend als den „neuen Geist darstellt, während als „alter Geist", ein Invalide von 18,0/71 am Wege steht, und angesichts des Fahrers und Angehorv des a Berlin sagt: „Ten Kehrreim kenn ich wohl, allem die Weife ist anders!" Tte „Neue Zürcher Zeitung" knüpft an die in diesem Bilde ruhende Kundgebung sehr beherzigenswerte Bettachtungen, in denen die Thatjache begrüßt wird, daß Franzosen und Deutsche in Berlin w jammen fröhliche Feste feiern werden, und „wenn auch nicht gerade Brüderschaft getrunken wird, so wird man doch hüben und drüben besttebt fern, sich von der liebenswürdigsten Seite zu zeigen." Man hat sich eben m den verflossenen dreißig Jahren gegenteilig tennen gelernt. Wor dem Kriege war selbst oas Wohlwollen, das dann und wann die Franzosen für Deutschland hegten, mit einer gewissen Herablassung gepaart. Selbst die vorurteilsfreiesten Franzosen hielten die Deutschen für em Volt zweiten Ranges, das dem französischen in allen Dingen, vielleicht die Philosophie ausgenommen, nachstehe. Ter Krieg hat ihnen zuerst gezeigt, daß die Deutschen im Wehrwesen ihnen überlegen sind. Am meisten aber hat die Franzosen überrascht, daß ihre Feinde ihnen auch in Handel und Industrie den Rang ablaufen, und daß sie ihnen in Kunst und Wissenschaft gleichkommen. Hatten die Franzosen einst geträumt, daß sie einmal den Deutschen Elsaß-Lothringen abkaufen würden, da diese viel zu arm seien, um das schwere Rüstkleid, das fie sich angelegt, lange tragen zu können, so ist auch diese Illusion verflogen. Tie kriegerischen Rüstungen zu Wasser und zu Land haben Teutschland nicht ärmer gemacht, sondern eher dazu beigetragen, daß es immer reicher wurde. So ist 'aus allen Punkten menschlicher Thättgkeit Teutschland zu einer Macht geworden, vor der die Franzosen, mochten sie nun wollen ober nicht, Respekt bekamen unb; die sie kriegerisch zu unterwerfen nicht mehr hoffen können. Warum also nicht ,o gut wie möglich', sich ihr zu stellen, zumal Deutschtanb nichts Besseres wünscht, und ihnen hierfür alles ©ntgegentommen zeigt? Tie Franzosen sind zu klug, um schließlich nicht : ebenfalls bie großen Vorteile einer fteunblichen Nachbarschaft mit Deutschland einzusehen. Die Zeit und die Logik der Thatschachen helfen mächtig mit, um diese Einsicht zu : fördern. , ,c , , . _ Ties Urteil des unabhängigen, freibenrenben, schwer ■ zeriscken Blattes wird man allerseits gelten lassen können. riß hier schwere Steine ans der Ecke der Mauer. Endlich verschwand die unheimliche Erscheinung in der Nähe des Forstwarthauses. Der Weg, den der Kugelblitz genommen, zeigte überall Brandspuren, (lieber eine ähnliche Erscheinung wird aus ber Stabt Renbsburg in Schleswig-Holstein berichtet. Tort würbe ein benachbarter Bauernhof burch Blitzschlag eingeäschert, und zwar handelt es sich auch in diesem Fall um einen kugelförmigen Blitz. Ter Besitzer dieses Gehöfts befand sich mit seiner Ehefrau im Wohnzimmer, als sie plötzlich in der 'Nähe des Spiegels einen kreisrunden, sich drehenden Feuerball sahen, der bald platzte unb verschwanb. Tas Meteor hinterließ einen starken, schwefeligen Geruch, der bie Anwesenben zwang, ßas Zimmer zu verlassen. Ein Knall war nicht vernommen worben. Als bie Personen bas Freie gewonnen hatten, sahen sie zu ihrer Ueberraschung wie zu ihrem Schrecken, Vaß bas ganze Gebäube in Flammen stanb. Dasselbe 4—5 Wochen dauerte, sämtlich in Bad-Nauheim verpflegt wurden. Die persönlichen Verwaltungsunkosten sind von83c>2.17 auf 8792.65 Mk. gestiegen. Tie Steigerung wurde durch die Einstellung eines zweiten Gehilfen veranlaßt. Um ben Kafsenorganismus nach ben mobernen Betrieben umzugestalten, waren burchgreifende Maßregeln notwenbig. Im Lause bes Berichtsjahres trat die Kasse dem Verbände deutscher Ortskrankenkassen bei, da ein fester Zusammenschluß aller Kassen im Tentsetzen Reiche notwendig ist. Weiter erwarb die Kasse die Mitgliedschaft bei dem „Viktoria- Melitta-Verein" (Verein zur Bekämpfung der Tuberkulose). Ä» *2 D. Sie heutigen l 26. April 18k und den am ! Gießen in An Dito Deibel ; zesihrNchrr 35 schädigt zu ho sländnis des scagllchen Ab« gegen den da gelegenen Wir in angetriinfei verlöten Deik kirnen, bie oa sammechanden gezeigt, den p Wortwechsel,' Jäger mit se> babung halbe, Deibel derart Kopses, daß < deS Körpers Boden Lieger Schlag, ber al eine totale Ze und zwar von und Aerletzunk zugesügten lör urgischen Klin Daß leine etti Schuld des 3 Angellagten n Werkzeuge zu sündigen und Tesüngnigfl Untersuchungs 'N eine fok M längerer d« etaaldair auf eine @ lte Zerfahr, *?et sechsmal Tagelöhner Le 0*® । Twchlec eine Mdet, außer jWeim um Wen HM Frieds d'-s-s Betrage ff S-l-gl .7»Angellagi ZAd, fco ^nannten des .^-hiskralt be "denen aber i Geilshausen ‘"Wagt ist. • Leif »itettou.ai 10 Uhr 11t1 von einem zweier and- verständlich Haus war ^waige M sofort verh' Hause gekou wegen einet iu fahren, ihn in Unte ist am 4. Js and hat e' 6 Jahren. • 8eu Pantoffel gleich nach wobei der Frau vrrba hob die Gebieter" i dadurch ein waS ihm b! »Olk zwischen R Lchönherr beim Baden * Dal wie die A meldet, aus eisenbahn st brachen. 5 sind die A Die Feldfrü sie nicht sch> 11 h 91111 verpsl^ > »°MnlK d»ch °««°n »«in Me bem Setbanh8' ,N bei yi$*«ittt Mung her 7>.k,'^^a- :. 94c /(?JJt.ouH>)) 10libr •Ä -*«» ®yg • *fwHr« tarnen J!ule ’lSTi’ft» -hmn A PMei dM 5flten dann die Weiterreise i Äachen erschienen Fernfahrer; mehr Vaaen tielvst nicht eingetrosfen. Aon von 6 tihr an sind enweit von Tausenden be- c Rheinbrücke am Ralinger heim 'sind Ehrenpforten eilen Nr. 6 und 4 tarnen um cke an und verließen Tüssel- trollstvtion wurden Auinen i der Ankunft und Abfahrt urz vor Tüffeldvrf ist ein i Personen erheblich zu vec- l, der den Automobilisten bei einer Biegung aus dein i. In Neumühl bei Ruhrort n an der Rennfahrt teil« ahren. Tas And wurde 28. Juni. Ter Auwmobil- hier mit einem Lagen der mm en. Ter Vorderperron de eingedrückt. Tas Mo- onen wurden nicht veckfl Als Erster kam Nr. 4 (Mors) nuten au- $ Wm . 6 um 2.54, weiter «4 V& 2, v, M, ; MM ».». '6.33 ein. An der yW il, meistens Franzosen. .on Ratibor. Ter Obnburger- u? die heute die Augen es yäs-s s des Fahrers aikin chrreim leJ’^;fuI?q" lnüvji \Lue Zürcher Zutung chende .»WaX bf ,, in W «5 und nenn üllQ tn W*, f Zjrb man etrunten tier(i^ d°e11 M aber INI! E'm m* and) «“ » eaL’g ablmi* Siti«' >‘"2 ein»»1. ju t, MUJ1 m diel'S Lfcjt. färben- . stänbtgen und augenscheinlich bereuenden Angeklagten Noll in eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft; den Angeklagten Jäger als den' Hauptthäter, in eine solche von 2 Jahren 6 Monaten. Das Gericht erkennt nach längerer Beratung gegen den Angeklagten Noll dem Anttage der Staatsanwaltschaft gemäß, gegen ben Angeklagten I ä g e r auf eine Gefängnis strafe von 3 Jahren. Die Kosten des Verfahrens werden tun Angeklagten zur Last gelegt. — Der sechsmal wegen Diebstahls vorbestrafte, im Jahre 1868 geborene Tagelöhner Leo Fröhlich von Hainzell ist angeklagt, am 23. Oktober 1900 »u Offenheim seinem bei demselben Dienstherrn beschäftigten Mitknecht Karl Ditschler eine Uhr mit Nickelstahlkette im Werte von Über?25 M!. entwendet außerdem um die gleiche Zeit ben Landwirt Hermann Mickel m Offenheim um den Betrag von 5 oder 6 Mk. durch die Vorspiegelung der falschen Thatsache, er habe feinen Koffer bei dem Stellensermtttler Pohlig in Friedberg in Verwahrung gegeben und bedürfe zu '.seiner Auslosung dieses Betrages, geschädigt zu haben. Der Angeklagte'leugnet die ihm »ur Last gelegten Straftaten. Die Beweisaufnahme ergiebt die Schuld des Angeklagten, soweit die Anklage wegen Diebstahls erhoben ist, die Unschuld soweit er des Betruges beschuldigt ist. Er wird wegen des erstgenannten Delikts in eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr und in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Der Angeklagte erkennt die sofortige Rechtskraft des Urteils alsbald an. — Gegen den ordnungsmäßig geladenen aber nicht zur Hauptverhandlung erschienenen G-org Müller m Geilshausen, der wegen Beleidigung gemäß ßß 18o, 186, 200 St.-G.-B. angeklagt ist, wird auf Antrag der Großh. Staatsanwaltschaft Haft- Börse re. entstanden. Wenn wir diese Meinungen auch für zu optimistisch halten, so müffen wir allerdings wiederholen, daß man sich über den Wert der im Treber-Eoncern investierten Kapitalien heute in keiner Weise ein zutreffendes Bild machm kann. ES märe je zu hoffm, daß die Abwickelung bei der Treber-Trocknungs- Gesellschaft sich einigermaßen günstiger gestalten möge, all m«t eben erwartet. Der gleichfalls verhaftete zweite Direktor deS Leipziger Instituts, Dr. Gentzfch, hat zu allen Transaktionen mit der Treber-TrocknungS-Gefellfchaft feine Unterschrift ge» geben, und wenn er auch schließlich nicht die eigentliche Triebfeder gewesen ist, so konnte er durch Verweigerung seiner Unterschrift dem Treiben ein. Ende machen. Mttgegangen, mitgehangen l Dahna Aechf nur in versiegelten grünen Packeten ä 30u.50Pfg' Tötet sicher alle Jnsecten sammt Brut "PI 4 (besonders auch in Stall- vregen X liegen, aussen), flöhe, 8ohnaoksa, Russen u. s. w. ist die Wirkung des Dalma geradezu überraschend und wird von keinem anderen Mittel erreicht. In 10 Minuten lebt kein Stück mehr. Garantiert giftfrei. Fabrikant: Apotheker E. Lahr Würzburg. In Giessen zu haben in d. Hirsch-Apotheke und bei Aug. Noll, Drogerie zum roten Kreuz. 4548 - -------------------------------------------- Unioersitäts Nachrichten. — Während der Herbstferien 1901 werden an der Universität I TrtfO ItMth Würzburg von den Privatdozenten und Assistenten Kurse abgehalten. WU-V IJVWVI/IHIU/W Sie beginnen Montag den 9 September und bauern fünf Wochen. Aus-1 r fünft wirb durch die Univerfitäts-Quästur erteilt. Stundenpläne werden | __ v *1 H V e r . .. c auf Verlangen kostenlos zugefendet. Man schreibt aus Tübingen: Der|— Wenn es nut den neuen Mondamm-Gemusesaucen serviert wird. Nationalökonom Professor Dr. Friedrich Julius v. Neumann blickt amI Dte gewöhnlichen Gemüse, wie Rüben, Mohrrüben, Schluffe dieses Sommersemesters auf eine 25jährige Tätigkeit als o. und Wirsingkohl rc., werden überraschend geschmackvoller durch Professor an der staatswissenschaftlichen Fakultät der hiesigen Hochschule solche Saucen. Ihre Zubereitung geschieht leicht und schnell durch zurück. — In der philosophischen Fakultät der Berliner Universität einfache Zuthaten. Leicht verständliche Rezepte sind gegen Em- habllitierten sich zwei Privatdozenten, Dr. Ebrnund Lanbau (Mathe-1 sendung von einer 10 Pfg.-Marke an Brown 6r Polson Berlin C. mattier) unb Dr. Emil Philippi (Geograph), mit Vorlesungen überIZU haben. Man gebe Namen unb Abreffe deutlich an. „Die Geschichte der analytlschen Zahlentheorie" beziehungsweise „Die I Brown & polfons geologischen Verhältnisse des Sübpolargebietes". — Professor Dr. Her-i > mann Widerhofer in Wien, der im Frühjahr sehr schwer erkrankt z* # <* war und derzeit beurlaubt sst, wird seine Lehrthätigkeit als Professor ber I V ■ W V lll l 11 Kinberheilkunbe an ber Wiener Universität im nächsten Semester nicht | . mehr außüben, sonbern in ben Ruhestanb treten. An seine Stelle wird. Gesetzlich geschützt seit 1884. Prof. Dr. Escher ich-Graz nach Wien berufen werben. Aus Frankfurt a. M. wird uns geschrieben: Nachdem die diesjährige Ferieneinteilung dahin getroffen wordm ist, daß das Schau- ptelhaus feine Vorstrllungm bis zum 20. Juli fortfetzt und nach vier- wöchentlicher Sommerpause mit 18. August wieder aufnimmt, hat Intendant Elaar auch mit Rücksicht auf den Fremdendurchzug für ein besonders interessantes Sommerrepertoire Sorge getragen. ES werden folgende Werke währmb ber genannten Zeit im Spielplan erscheinen: Von Björnstjerne Björnfon: „Ueber unsere Kraft-. Erster Teil (Erste ES starben an: Aufführung in Deutschland im Frankfurter Schauspielhaus am 30. Oktober 1897) und Zweiter Teil. Von Henrik Ibsen: „Hedda Lungenentzündung Gabler", „Nora", „John Gabriel Borkman" und der dramatische Krebs Epilog „Wenn wir Toten erwachen". Von Tolstoi: „Die Macht der i Schlagfluß Finsternis". Von Brieux: „Die rote Robe". (Erste Aufführung in Herzfehler Deutschland im Frankfurter Schauspielhause am 3. April 190M Von | Leberentartung Ludwig Fulda: „Talisman", „Schule der Ehemänner" (nach Ml Von Sudermann: „Johannisfeuer", „Heimat-, „Glück tm hinter-, i «euggunen „Ehre". Von Gerhart Hauptmann: „Der Biberpelz", „Die versunkene Gehirnerweichung Glocke", „Fuhrmann Hmschel", „Hannele" (neu einstudiert). Von Lebensschwäche Max Halbe: „Jugend", „Haus Rosenhagen" (zum ersten Male). Von Verunglückung Otto Erich Hartleben: „Rosenmontag". Von Sardon: „Madame Selbstmord __________________________________________________ Sans Göne", „Cyprienne". Von I. B Widmann: „LysanderS Summa: 13 (7) 9 (5) 2 2 (2) Mädchen". (Erste Aufführung in Deutschland im Frankfurter Schau-1 sinnt. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele pielhsuse am 11. Februar 1901.) Von Friedrich Hebbel: „Maria I ^r Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Magdalena". Einige klafstsche Vorstellungen werden dem Repertoire I Gießen gebrachte Kranke kommen. Abwechselung verleihm, unb baß heitere Drama wird vertreten fein > ■ . durch „Flachsmann als Erzieher" von Otto Ernst und „Im weißen . Rößl" von Blumenthal-Kadelburg. Mit 1. September beginnt dann die Reihe der Novitäten und Neueinstudierungen. Die erste größere! GF Jjrr . Novität wird „La reine“ von CapuS sein, die im Frankfurter Schau-1 Der Postdampfer „Kensington" der „Red Star Lmie , m Ant- pielhause die erste deutsche Aufführung erleben wird. In neuer Ein-1 roerpen, ist laut Telegramm am 26. Juni wohlbehalten in New-York an- studierung wird Shakespeares „WaS ihr wollt", sowie ein Drama von gekommen . Grillparzer folgen. | Der Postdampfer „Nederland" der „Red Star Lmre, m Ant- I werpen, ist laut Telegramm am 26. Juni wohlbehalten in Philadelphia Gebr. jxiarkfplafz. Giesse« >ehulstra55. 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