Nr. 305 Sonntag 29. Dezember 1901 Zweites Blatt. 151. Jahrgang «äsUllr hr llr I /I ||ie Fülle Deutsches Reich. Berlin, 27. Dez. Wie die „Post" erfährt, verlieh der Kaiser dem Ministerialdirektor Althoff zum Weihnachtsfest sein Bildnis mit der eigenhändigen Widmung s in sch rift: ,Milhelm I. R. Die schlechtesten Früchte sind es nicht, woran die Wespen nagen. Weihnachten 1901." — In unterrichteten Kreisen verlautet, daß die Vorlage hinsichtlich Neuregelung des gesamten Militär-Pensionswesens, betreffend deren der Abg. Graf Oriola eine Interpellation eingebracht hat, in der laufenden Tagung den gesetzgebenden Faktoren nicht unterbreitet werden wird. — Die „Berl. Polit. Nachr." melden: Um der notleidenden Industrie und der Arbeiterschaft weitere Beschäftigung zuzuwenden, nahm der preuß. Minister der öffentlichen Arbeiten sicherem Vernehmen nach die Beschaffung weiterer rund 37 000 Tonnen Kleineisenzeug in Aussicht. Gegenwärtig schweben Ermittelungen Über die zu beschaffenden verschiedenen Sorten, sodaß gegen Ende Januar die Ausschreibung obiger Menge in Aussicht steht. — Bei der „Nat. Ztg." fanden bekanntlich vor kurzem Durchsuchungen nach Schriftstücken über den G u m 6 i n n e r, Mordprozeß statt. Das Blatt hatte hiergegen Beschwerde erhoben. Nunmehr hat das Landesgericht infolge dieser Beschwerde die Durchsuchungs-Verfügung des Amstgerichts aufgehoben. Köln, 27. Dez. Die „K. V." veröffentlicht heute einen Jahr esb er ich t des Bischofs Anzer aus Süd- Schantuna. Nach demselben wurde Bischof Anzer bei seiner Rückkehr aus Europa im Jahre 1900, von Juanschikai geleitet, überall freundlich ausgenommen. Er fand die Residenzen Taining unb Jontschufu unversehrt, Puoly teilweise zerstört, ebenso viele 'ändere Orte. Die Häuser der Christen waren verbrannt oder niedergerissen. Jetzt, heißt es in dem Bericht weiter, herrscht überall Ruhe, doch ist der Fremdenhaß noch tiefer eingewurzelt, und das Gefühl der Unsicherhett allgemein. Man hegt noch keinen rechten Glauben an die Lebensfähigkeit der Dynastie und an den Bestand des Friedens. Bischof Anzer gründete im Einvernehmen mit dem Gouverneur eine höhere deutsche Schule für gebildete Chinesen in Jontschufu. Dort wurde auch eine große Sühnekirche eingeweiht. Wichtige Entscheidungen und schwere Kämpfe im innerpolitischen Leben stehen bevor. In solchen Zeiten muß jeder Bürger und Bauer fort» dauernde Fühlung mit dem öffenllichen Leben behalten. Diese Fühlung roirb auch im neuen Jahre der Gießener Anzeiger vermitteln. — Das „Rentersche Bureau" meldet aus Manila, Hauptmann Schoeffel wurde mit einer Abteilung von 18 Mann in Samar von einer großen Zahl Bololeute angegriffen. In dem darauf folgenden Handgemenge wurden 7 Amerikaner getötet, und Hauptmann Schoefsel sowie 6 Mann verwundet. Die Bololeute wurden schließlich mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Brüssel, 27. Dez. Wie „Petit bleu" berichtet, hat sich in Belgien eine Liga zur Boykottierung englischer Waren gebildet, die bereits zahlreiche Anhänger besitzt. Das Blatt ersucht in einem längeren Artikel feine Leser, sich dieser Liga anzuschließen. Paris, 27. Dez. Der GeneralGeslindeBour- g o g n e wurde wieder in den aktiven Dienst eingestellt. Der General war Ende des Jahres 1900 zur Disposition gestellt worden, well er den Zöglingen des Jesuitenkollegs in Vannes die Vendeer als Beispiel hingestellt hatte, welche „Gott und dem Könige" treu geblieben seien. Mailand, 27. Dez. Die dem Minister des Aeußeren, Prinetti, nahestehende „Perseveranza" ist ermächtigt, die Gerüchte von einer unmittelbar bevorstehenden Besetz-, un g von Trip olis als jeder Begründung entbehrend Au bezeichnen. Richtig sei, daß der Minister Delcassee demnächst in der französischen Kammer ähnliche Erklärungen abgeben werde, wie der Minister Frinetti in der italienischen. Dieselbe hätte lediglich den Zweck, die Uebereinstimmung Frankreichs und Italiens in allen Mit- telmeer-Fragen zu bestätigen. Tripolis gehöre der Türkei an und sei indirekt durch den Dreibund gedeckt. Frankreich könne ebensowenig darüber disponieren wie Italien. Belgrad, 27. Dez. Der Kriegsmini st er General Mlljkowitsch hat seine Demission gegeben, da er in der Skupschtina mehrere Schlappen erlitten und eingesehen hat, daß er keine passende Persönlichkeit für das Parlament sei. Mehrere Offiziere, denen man den Posten als Kriegsminister antrug, lehnten mit Rücksicht auf die Schwierigkeit, unvorbereitet das Kriegsbudget in der Skupschtina zu vertreten, ab. Wie verlautet, wird der frühere Hofmarschall, Oberst Raschttsch, zum Kriegsminister ernannt werden. Konstantinopel, 26. Dez. Da die Truppen im Vilajet Kossowo wegen Nichtzahlung ihres rückständigen Soldes gemeutert haben, hat die Sette publique sich auf dringendes Verlangen der Regierung bereit erklärt, 25 000 Pfund vorzuschießen. Was hingt on, 27. Dez. Der dänische Gesandte hat gestern dem Staats-Departement das Ersuchen unterbreitet, die Vereinigten Staaten möchten von den Unterhandlungen betreffend den Kauf der dänischen westindischen Besitzungen der Veranstaltung eines Plebiszits der Bevölkerung zustimmen. Die Vereinigten Staaten werden das Gesuch ablehnen, da die Inseln sich bereits für die Einverleibung in die Vereinigten Staaten ausgesprochen hatten, ein weiteres Plebiszit daher nicht notwendig sei. Politische Tagesschau. Um ein Wort. Die argentinische Gesandtschaft zu Berlin verschickt folgende Mitteilung: Die letzten mit Chile entstandenen Streitfragen haben ohne Appell an das Schiedsgericht eine befriedigende Lösung erfahren. Chile giebt Argentinien Erklärungen betteffs der Wege, welche Chile in dem streitigen Gebiet gebaut hat, und beide Länder ziehen ihre Polizeimann sch asten/aus der „Ultima Esperanza" zurück. Diese Meldung von der '-Beilegung des argentinisch- chilenischen Konfliktes gab natürlich der Börse wieder kräftige Anregung; sowohl in Frankfurt wie in London konnten sich die Argenttnier ansehnlich befestigen, und die Berliner Börse begrüßte die Kunde mit einer Hausse. Wer die Freude ist keine vollkommene. Nicht nur, daß die beiderseitigen Armeen die Vorbereitungen fortsetzen, der argentinische Gesandte in Santiago hat die merkwürdige Entdeckung gemacht, daß der Text des Einigungsprotokolls nicht genau derselbe ist für beide Regierungen. Zwar soll der chilenische Minister des Aeußeren nur ein Wort in dem Protokoll geändert haben, aber dies eine Wort kann unter Umständen eine wichtige Rolle spielen. Der Gesandte droht alles bisher Geschehene für null und nichtig zu erklären, falls die Aenderung von Chfte nicht rückgängig gemacht wird. Es fragt sich, ob das nicht gerade friedliebend auftretenbe Chile dieser Forderung willfahrt. Der Krieg um ein Wort: Das würde allerdings noch nicht dagewesen sein. Freilich teilt das argentinische Blatt „Nation" mit, daß der Minister des Aeußeren e n b g i 11 i g dem Protokoll zugestimmt habe, und fügt hinzu, der Zwischenfall betr. Aenderung eines Wortes im Protokoll habe nicht die Bedeutung, die ihm einige Blätter beimessen. Einem Telegramm aus Santiago zufolge läuft dort das Gerücht vom Ausbruch einer Revolution in Buenos Ayres um. In Berlin eingetroffene amtliche Meldungen lassen die Revolution in Venezuela als sehr ernst erscheinen. Die Herrschaft des Präsidenten Castro gilt als bedenklich erschüttert. Columbische Rebellen erlitten eine blutige Niederlage am Magdalenensluß Auf beiden. Sellen gab es 400 Tote. &om Burenkriege. Genaue Einzelheiten über den Ueberfall der Kolonne Firm ans sind noch nicht cingetroffe'n. Man weiß nur, daß Dewet, unterstützt durch Kavallerie, einen heftigen Angriff machte Der Kanips soll nur kurze Zeit wahrt haben, aber hierbei sollen die Buren größere Tapferkeit gezeigt haben als je. Die Peomanry wurde gleichzeitig von mehreren Seiten unter scharfes Feuer genommen Sie sollen über hundert Tote und Verwundete gehabt haben, darunter den Obersten Simons. De w et so 11200 Gefangene gemacht haben, wahrend der Rest des englischen Lagers flüchten konnte. Die V e r l u st e der Abteilung der berittenen Infanterie unter dem britischen General Sperr-, die im Bezirk Ermelo von Buren überrascht worden war (vgl. unsere Weihnachtsnummer, 2. Bl.), betrugen 10 Tote uitb 15 Verwundete. Das neue Londoner Arnreekorps wird aus 1500 Offizieren und 35 304 Mann mit 1183 Pferden und 90 Kanonen, bestehen. Das Reutersche Bureau meldet uns von Bloemfontein, 26. Dezember: Gestern überraschte General Hamiltyn das Lager Praetorius', nordwestlich von Orangia. Ein Bur wurde getötet, fünfzehn Duren gefangen. — Oberst du Moulins nahm südwestlich von Orangia den Feldkornet Jacobus Dutoit mit 28 Mann gefangen. Unter dem Weihuachtsbaurn. Gießen, den 28. Dezember. Uebcr die feierliche Begehung des Wcihnachtsfestes liegen uns auch heute eine größere Anzahl von Berichten vor. Wir erwähnen davon'folgende: Der Turnverein Gießen (gegr. 1846) beging am 2. Feiertag unter zahlreicher Beteiligung der Mitglieder seine Weihnachtsfeier. Das Programm war außerordentlich geeignet, bei den Teilnehmern die rechte Weihnachtsstimmung hervorzurufen. Ernstes wechselte mit Heiterem. Bald hatte auch die rechte Gemütlichkeit ihren Einzug gehalten. Dank der guten Akustik der Turnhalle kamen die von unserer Regimentskapelle vorgetragenen Weisen zur vollsten Geltung. Ebenso fanden alle an der Aufführung des Theaterstückes „Unterm Weihnachtsbaum" Mitwirkenden für ihr vortreffliches Spiel vielen Beifall. Besonders aber ist eine neue Einrichtung des Turnvereins zu erwähnen: Seit einiger Zeit besteht nämlich ein aus Mitgliedern des Vereins gebildeter Sängerchor. Die Leistungen des jungen Chores sind schon jetzt sehr gute. Was er zur Aufführung brachte, war Dank der Energie und Umsicht des Dirigenten, Mustklehrers Kasten, vortrefflich. Einem Weihnachtsstück, verbunden mit einem Chor und Solo für Tenor, Violine und Klavier, reihten sich die übrigen Gesänge in würdiger Weise an. Der Beifall und die Begeisterung stieg von Nummer zu Nummer. Ein Weihnachtsmärchen, da§ in einem lebenden Bilde dargestellt wurde, bildete den Schluß des Programms. Alsdann vergnügten sich die Anwesenden an einem Tänzchen bis zur frühesten Morgenstunde. r. Buhbach, 27. Dez. In unserer Stadt wurden Verschiedene schöne öffentliche Weihnachtsfeiern begangen. Den Anfang machte die Kleinkinderschule. Die Zöglinge trugen unter einem prächtig geschmückten Christbaume hübsche Liedchen und Gedichtchen vor, um dann ihre Gaben, bestehend au§ nützlichem Dingen und Spielsachen, in Empfang zu nehmen. Am Spätnachmittag des 24. Dez. fand in der ehrwürdigen St. Markuskirche ein liturgischer Militär- gottesdienst statt. Die alten Hallen des Gotteshauses waren durch die Lichter zweier mächtiger Tannenbäume taghell erleuchtet. Besonders schön wirkten die weihevollen Lieder des Schülerkirchenchors. — In der Hospitalkirche feierte in der Frühe des ersten Festtages eine andächtige Gemeinde die hier übliche Christmette. — Unser rühriger Gesangverein „Orpheus" veranstaltete in dem großen Saale des „Hess. Hofes" eine schöne Abendunterhaltung. Besonders wirkungsvoll waren die drei lebenden Bilder: „Weihnachten eines Junggesellen", „Weihnachten im Verein" und '„Weihnachten in der Familie". Der Vorsitzende, Lehrer Storch, sprach vor jedem einzelnen Bilde einen Prolog. Die Bilder selbst fanden durch Gesangsbegleitung eine ebenso ergreifende als sinnige Erklärung. Rein vorgetragene Chorlieder, muntere Kouplets, Konzertstücke und der übliche Tanz vervollständigten das geschickt zusanimengcstellte Programm und hielten die vielen Teilnehmer bis zu früher Morgenstunde zusammen. = Grünberg, 27. Dez. Auch in diesem Jahre fand hier am ersten Christtage im Saale der Kleinkinderschule eine Christbescherung für die Zöglinge dieser Anstalt statt, und am zweiten Feiertage, nachmittags halb 5 Uhr, versammelten sich die bedürftigen Schüler der Volksschule in demselben Lokale um den prächtig geschmückten, hellstrahlenden Lichtcrbaum, um nach dem Gesang des Weihnachtsliedes „Vom Himmel hoch da komm ich her" und einer erbaulichen Ansprache des Pfarrvikars Schmidt die für sie bestimmten Gaben dankbaren Herzens entgegenzunehmen. Die Geschenke bestanden in Stoff zu Kleidungsstücken, Weihnachtsgebäck u. s. w. Da auch diesmal wieder ein recht ansehnlicher Betrag zur Verfügung stand, konnten etwa 60 Kinder reichlich bedacht werden. — Gestern abend veranstaltete der hiesige Musikvcrcin in der Turnhalle eine Weihnachtsunterhaltung, deren zahlreicher Besuch bewies, daß die Bewohner der Stadt dem Verein größte Sympathie cntgegenbringen. Mit gewohnter Fertigkeit wurden die einzelnen Musikstücke unter der bewährten Leitung des Dirigenten Stendal zu Gehör gebracht. Sie wurden mit großem Beifall ausgenommen. Auch das Weihnachtsfestspiel „Heilig-Abend" und das komische Duett für zwei Damen, „Die Leutnantsbraut", wurden rech flott gespielt. Die Mitwirkenden fanden volle Anerkennung. Mit einem Tanzvergnügen endigte die schöne Festlichkeit. G Ober-Widdersheirn, 27. Dezember. Am Sonntag den 22. d. M. veranstaltete im Saale des Bürgermeisters Weiß hier das Basaltwcrk I. Nickel eine Christfeier ft'ir seine Arbeiter. Eingelcitet wurde die Feier durch eine Ansprache des Pfarrers Brill, der den großen Reichtum der hiesigen Basaltlager hervorhob. Es sei das Verdienst des Herrn Nickel aus Gießen, den Steinbruch auf seine jetzige Höhe gebracht zu haben, der gegenwärtig einer großen Anzahl von Leuten von hier und aus der Umgegend reichlichen Verdienst verschaffe. Ec ermahnte Arbeitgeber wie Arbeiter, wie seither auch in Zukunft einträchtig zu sein und schloß mit einem Hoch auf den "Arbeitgeber. Sodann sangen die Kinder der Arbeiter unter Leitung des Lehrers Koch das Lied: Srille Nacht, heilige Nacht. Es folgten komische Vorträge uuo Musikstücke. Alles wurde mit großem Beifall aus- genommen. Am Schluffe der Abcndunterhaltung trug Kasscn- rechncr Grünbcin noch ein Gedicht vor, worin betont wurde, rote dankbar ,die Arbeiter Ober-Widdersbeims . sein, müßten, dafür, daß sie in nächster Nähe so reichlichen Verdienst hätten, ivährend draußen mancher gerne arbeiten wollte, wenn er nur Arbeit fände. Diese Gelegenheit benutzte Pfarrer Brill dazu, eine Sammlung für die Arbeitslosen zu veranstalten, die 11 Mk. ergab. Gleichzeitig erwähnte er die von Pastor Bodelschwingh-Bielefeld ausgegangene Idee durch Umrodung eines Moorlandes den Arbeitslosen Arbeitsgelegenheit zu verschaffen. Sodann wurde der Weihnachtsbaum angezündet und die Verteilung der Christgeschenkc vorgenommen. Der ich anschließende Ball hielt die Teilnehmer bis zum stützen Morgen zusammen. Ans Stadt und Land. Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichenOriginal-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Arrz." gestattet.) Gießen, 27. Dezember 1901. * * Ernennung. Ernannt wurde am 21. Dezember der Kanzleigehilfe bei dem Oberlandesgericht Kleber zum Kanzlisten bei diesem Gericht. * • Auszeichnung. Der Großherzog hat dem Forstwart der Gemeindeforstwartei Langenhain, Lorenz Schneider zu Langenhain, aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Allgem. Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. • * Weihnachtsgabeu. Von den Herren Pfarrern der Gemeinden Leihgestern, Großen-Linden, Lützellinden, Watzenborn- Steinberg, Garbenteich und Grüningen gehen uns mit der Bitte um Veröffentlichung Dankesschreiben für Weihnachtsgaben zu, die ihnen zur Verteilung an Wohlthätigkeits- anstallen oder hilfsbedürftige Glieder ihrer Gemeinden von dem früheren Besitzer der Gießener Braunsteinwerke, Fe rnie, durch dessen Generalbevollmächtigten, Herrn Direktor Pascoe, überwiesen wurden. Wegen Raummangels ist es uns unmöglich, sämtliche Schreiben im Wortlaut hier wiederzugeben. * * Aus dem Theaterbureau. Sonntag den 29. ds. Mts. gelangt die fünfaktige Poffe „Ihr Korporal" von Carl Losta zur Aufführung. — Montag den 30. ds. Mts. wird Björnsons „Ueber unsere Kraft" zum 3. Mal gegeben. Am Neujahrstag sind zwei Vorstellungen: Nachmittags 4 Uhr: „Die Dame von Maxim", abends 8 Uhr: „Der Trompeter von Säkkingen". • • Konzert. Morgen findet in der Südanlage die übliche Promenadenmusik mit folgendem Programm statt: 1) Ouvertüre z. Op. „Don Juan" von Mozart, 2) Spinnlied a. d. Op. „Die Hexe" von Enna, 3) „Du und Du", Walzer von Strauß, 4) Phatasie a. d. Op. „Aida" von Verdi. * * Milttärdienstpflicht. Laut Mitteilung des königl. Niederländischen Generalkonsulats zu Frankfurt a. M. tritt am 1. Januar 1902 im Königreich der Niederlande ein neues Gesetz in Kraft, wonach auch die in Deutschland wohnenden Niederländer in ihrer Heimat militärdienstpflichtig sind und sich zur Ziehung stellen müssen. Die näheren Bestimmungen sind beim Generalkonsulat zu erfahren. ** Preußisch - hessische Eisenbahn-Einnahmen. Die Monats-Einnahmen pro November der Vereinigten Preußischen und Hessischen Staatseisenbahnen haben sich ein wenig besser als im vorhergegangenen Monat Oktober gestellt, indem das Minus pro November nur Mk. 1843 000 beträgt gegen Mk. 3971000 Minderertrag pro Oktober. Der Personenverkehr ergab gegenüber dem vorjährigen Parallelmonat diesmal pro November einen Ausfall von nur Mk. 396 000 (Mk. 790000 Minus im Oktober), der Gütertransport Mk. 1626 000 Minderung (Mk. 2 568000 Minus im Oktober) und die Extraordinarien zeigen im November sogar ein Mehr von Mk. 179 000, während darin im Oktober noch Mk. 613 000 weniger vereinnahmt wurden. Immerhin ist der Rückgang auch im November noch ein recht beträchtlicher gewesen, namentlich in Anbetracht des Umstandes, daß die Gesamtlänge des Bahnnetzes im Zeitraum des verflossenen Jahres sich um 694 Kilometer vergrößert hat. Die Totaleinnahmen vom 1. April bis Ende November a. c. beziffern sich nunmehr auf Mk. 944 514 000 oder Mk. 22 246 000 weniger als in in der gleichen Periode des Vorjahres. ** Hochwasser. DieRheinhöhe beträgt gegenwärtig in Köln 3.79 Meter. Die Mosel ist bei Trier um 2.15 Meter gestiegen. Die Kinzig führt Hochwasser. Bei der Haltestelle Wertheim bei Gelnhausen (Frankfurt-Bebraer Bahn) ist infolge dessen der Personen- und Gepäckverkehr eingestellt worden. — Die Warthe steigt nach Meldungen aus Posen. Dort ist der Berdychowerdamm bereits überschwemmt. Po- gorzelice und Schrimm melden weiteres Steigen. — Die in den letzten Tagen niedergegangenen Regengüsse haben auch in Lüttich und Umgebung großen Schaden angerichtet. Die Meuse ist aus den Ufern getreten und überschwemmt große Flächen Landes. Zahlreiche Häuser stehen unter Wasser. — Die Lahn hat ebenfalls ihren gewöhnlichen Wasserstand schon bedeutend überschritten und ist stellenweise bereits über die Ufer getreten. Auch bei Gießen hat sie ebenso wie die Wieseck teilweise schon die angrenzenden Wiesen überschwemmt. ” Ein Lebensmüder. Unter dieser Spitzmarke brachten wir im 1. Blatt unserer gestrigen Nummer eine Lokalnotiz, zu der uns Herr Louis Euler, dessen Vater sie betrifft, folgendes mttteilt: Der alte Mann, der im 82. Lebensjahre stand, war durch überstandene schwere Krankheiten geistig geschwächt. Nie aber hat mein Vater Aeußerungen gethan, die auch nur entfernt darauf schließen ließen, daß er lebensüberdrüssig sei oder sich ein Leid^ anihrm wolle. Daß man heute trotzdem meinen Vater unbewacht — aber man hörte ihn wohl, denn es ging geräuschvoll wie immer zu — aus der Wohnung ließ, hatte seinen Grund darin, daß er öfters gerade um diese Tageszeit — gegen 6 Uhr früh — den Abort aufzusuchen pflegte, von wo er bisher stets in sein Schlafzimmer zurückkehrte. Auch heute nahm man an, er verweile an diesem Orte, und erst als er länger ausblieb, stellte man Ermittelungen an, die zu dem Ergebnis führten, daß mein bedauernswerter Vater nicht an diesem Orte weilte, sondern das zufälliger Weise unverschlossene Haus verlaßen hatte, und zwar fast unbekleidet. Herbei kann aber von einem Vorsatz, seinem Leben ein Ende zu machen, bei meinem Vater nicht die Rede sein, dem jede Sorge ferngehalten wurde. Sollte dem alten unzurechnungsfähigen Manne ein Leid widerfahren sein, so hat er den Tod nicht aus Lebensüberdruß gesucht. W. Daubringen, 27. Dez. Gestern wurde hier eine Familie von einem schiveren Schicksalsschlage betroffen. §)er Sohn des Hüttenarbeiters Kraushar zu Lollar, ber bei be? 7. Kompagnie des Jnf.-Regiments Nr. 168 in Offenbach dient, hatte die Feiertage im Elternhause verlebt. Gestern nachmittag mußte er nach Offenbach zurückkehren. Seine zwei Geschwister begleiteten ihn nach dem Bahnhof in Lollar. Hier wurde die ältere Schwester von einem Herzschlage getroffen. Sie war sofort tot. Den unglücklichen Bruder aber rief die Pflicht. Er konnte sich nicht um seine so plötzlich verstorbene Schwester kümmern, sondern mußte die Rückreise antreten. Die Eltern brachten später die Verstorbene nach Hause. Heute wird der Bruder zurückkommen, um der Schwester das letzte Geleit zu geben. W. Von der mittleren Nidda, 27. Dez. Heute ist „Bündels Geburtstag". Diese hier und da übliche Bezeichnung führt der dritte Weihnachtstag deshalb, weil an ihm die Dienstboten aus dem alten Dienst aus- und in den neuen Dienst eintreten und dadurch alljährlich auf diesen Tag die Bündel geschnürt werden. Der Dienstbotenwechsel tritt in neuerer Zeit auch vielfach mit dem 1. Januar ein. In manchen Gegenden der Wetterau erfolgt er auch erst am Petritag. Die Dienstbotenlöhne sind in den letzten Jahren bei uns stetig gestiegen. Die Löhne der Dienstmädchen sind jetzt auf dem Lande so hoch wie in der Städte Ein erwachsenes Dienstmädchen bekommt mitunter 230 Mk. jährlich und, wie üblich, noch ein paar Schuhe. Ein Knecht erhält einen Jahreslohn von 340—350 Mk. und noch einen Viertelmorgen Kartoffeln. Man fängt jetzt auch an, Knechte ohne Beköstigung in Dienst zu nehmen. Solche sind mit einem Jahreslohn von 800 Mk. gedingt worden. Bedenkt man, daß die verheirateten Dienstboten ein billiges Logis haben, oder sich ein Häuschen und ein Stück Land leicht erwerben können, so sieht man wohl ein, daß sie sich im Durchschnitt mindestens so gut stehen wie die städtischen Arbeiter, zumal sie nie eine Arbeitseinstellung befürchten müßen. Vermischtes. * Hamburg, 27. Dez. Heute morgen gegen 3 Uhr wurde die 22 jährige Arbeiterin Friederike Wibber in ihrer Wohnung, Gärtnerstraße, in Altona ermordet aufge* sunden. Die Art des Mordes läßt die hiesigen Behörden darauf schließen, der flüchtige Thäter sei mit dem unentdeckten Mörder der Prostituierten Ahlert identisch. * Zwickau, 27.Dez. Als heute vormittag sich mehrere Knaben auf dem Eise eines Teiches tummelten, brach die dünne Eisdecke. Vier Knaben von 10 bis 12 Jahren ertranken. * Rom, 27. Dez. Während der Erzbischof Giani von Livorno, ein bekannter Intransigent, die Weihnachtsmesse zelebrierte, sprang aus der Menge plötzlich ein Mann an den Altar, packte den Erzbischof und würgte^ihn. Ehe größeres Unheil entstand, wurde der Attentäter übermannt. Trotzdem brach in der Kirche eine Panik aus, die indessen ohne ernstere Folgen gedämmt wurde. * Wien, 27. Dez. Der Kassenbeamte der Alpinen- Montan-Gesellschaft Johann Petritsch hat sich heute früh wegen privaten Angelegenheiten im Bureau der Gesellschaft erschossen. Die Gesellschaft erklärt ausdrücklich, daß Petritsch mit Geldsachen nichts zu thun hatte. * Innsbruck, 27. Dez. Während des Hochamtes in der Kirche zu Ambaß stürzte in dem Moment als die Glocken geläutet wurden, der Glockenstuhl ein. Die Glocken fielen in die Tiefe, töteten ein mit dem Läuten beschäftigten Mann, und verwundeten einen zweiten aufs schwerste. * Moskau, 28. Dez. Im Gebäude der Petersburger Versicherungsgesellschaft am Theaterplatz, in dem sich auch das Gasthaus Metropol befindet, brach gestern nachmittag 3 Uhr Feuer aus, das nach angestrengter Arbeit von der Feuerwehr bewältigt wurde. 30 Feuerwehrleute, welche sich in Hängekörben vom Dach des fünfstöckigen Gebäudes auf das Gesims des vierten Stockes herabließen, lagen daselbst längere Zeit bewußtlos. Später wurden sie durch Leitern gerettet und ins Spital geschafft. * Ritualmordgerüchte. Strehlener Lokalblätter enthalten folgende Noti-: „Angeblich soll am 14. d. M. in der Dunkelstunde ein Kind unter Versprechungen in das Synagogengrundstück gelockt worden sein. Wer uns hierüber Aufklärung bringt und den Anstifter hierzu so bezeichnet, daß er zur Verantwortung gezogen werden kann, erhält 300 Mark Belohnung. Strehlen, den 20. Dezember 1901. Die Polizeiverwaltung. Naumann." Ein 5 jähriges Kind soll einen Abend im Schlachtraum an der Synagoge eingesperrt gewesen fein. Die „Strehl- Ztg." weiß zu berichten, daß die Sache an die Staatsanwaltschaft gegangen ist. — Nach Meldung des „S. Anz." wurde Sonntag zwischen Rothkirschdorf und Würben ein Mann erstochen und ein anderer verletzt. Der Thäter, ein Mann aus Teichenau, ist seitdem spurlos verschwunden. * Ein ungeheurer Spielver4ust im Wiener Jockeyklub. Im Wiener Jockeyklub, in dem übrigens Hazardspiele offiziell verboten sind, hat ein polnischer Aristokrat, Graf Josef Potocki, 34 Mill. 200,000 Kronen an einem Abend im Baccarat verloren. Ein ungarischer Abgeordneter und Sportsman, Herr v. Szemere, hat den größten Teil davon, zirka 1 Million Kronen, gewonnen. Ueber das Spiel wird mitgeteift, daß der Verlierer beständig doubliert habe, doch läßt sich vorläufig über den Vorgang noch keine rechte Klarheit gewinnen, da die zunächst beteiligten Kreise strenges Schweigen beobachten. Szemere wird 300 000 Kronen zu Gunsten der Arbeitslosen in Budapest spenden. Er hat erst vor wenigen Monaten im Budapester Parkklub 700 000 Kronen gewonnen. — Nach einer Meldung aus Wien leitete die Wiener Polizeidirektion auf Befehl des Kaisers eine Untersuchung ein. Sie stellte die Namen der beteiligten Spieler fest und übergab diese Angelegenheit dem städtischen Bezirksgericht, das die Anklage wegen verbotenen Spiels erheben wird. Alle hochadeligen Spieler, unter denen sich auch der junge Prinz Franz Josef von Braganza befand, werden als Angeklagte vor dem Bezirksgericht erscheinen müssen. Ferner wird sich auch die Verwaltung des Jockey- Klubs wegen Duldung von Hazardspielen in den Klubräumen zu verantworten haben. UmverMs Nachrichten. Berlin, 27. Dez. Der Vorsitzende des deutschen Fröbel- verbandes, Prof. Eugen P a p p e n h e i ni, ist hier g c ft o r b c n. — Wegen Teilnahme an dem Skandal in der Vorlesung Schiern a n n hat, wie eine hiesige Korrespondenz erfahrt, der akademische Senat der Universität in der heutigen.Sitzung zwei Studierende polnischer Zunge mit Entfernung o o n de r Ä.e-r 11 n c r U-u in er fr tat bestraft und gc^en rwej. Wetter Dezember Sonnenschein Höchste Temperatur am 26. bis 27. Dez. Niedrigste w , 26. . 27. , Tenderz: ri Big. So gut wie Ult. — in plombierten Kartons. r I Jn Gießen bei 2Ldolf Bieler, Vrktoria-Trogerie; Grzstav Walter, Drog.; W. KrMnger, Arog. 5,8° C. 1,0° C. SSW. SSE. BSE. bas glänzend bewährte Rattenmittel „Ls hat geschnappt" wirken keine Rattenfallen, keine Katzen, kein Arsenik und keine Phosphorpillen. Man lese die brillanten Zeugnisse. Z. B. Littergotsbesitzee UL anf Ls. bei Neustadt schreibt: »Vie Rattenplage auf meinem Hofe «ar gerabej# entsetzlich. Da würbe mir ,€s hat geschnappt" empfohlen und ich brachte bamit burchschnittlich <0 5türk pro Tag zur Streife. Jn weniger als einer Woche waren Hof und Ställe von dem Ungeziefer gesäubert." „€s hat geschnappt" ist überall zu haben L 50 Pfg. und + 5,4 + 1,8 + 1,4 3% 3l/2% 738,0 741,0 743,8 . 101.30 99.15 . IOO.uO . 100.10 . 39.50 . 27L5 . 20.90 . 101.80 42.10 bero. Bed. 3u/o Mexikaner . . 41/» /u Chinesen . , Electric, tict.ackert .. Nordd. Lloyd . , . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresd< ner Bank . . Beniner Handelsges. Oesterr. Staate bahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . . Bochum..... Ha rp euer . . . . dmmptI daß Kaiser Wilhelm im Frühjahr dem Kaiserr «Franz Josef in Wien einen Besuch abftatten wird. Petersburg, 28. Dez. In Charkow fanden nem I Unruhen statt. 700 Arb eiter und Studenten, auch Reichs anleihe do. Konsols do. . . Hessen wenig Verluste. Paris, 28. Dez. Dem„Rapell" zufolge gerieten in dem Gefecht bei Tweesonteiu 700 Engländer in Gefangenschaft. 75 wurden getötet. Paris, 28. Dez. Das heutige Amtsblatt veröffentlicht einen Erlaß, nach dem die in Paris ansäsfige Kloster- gen off en schäft der Augustinerinnen der heil. Maria von Loreto aufgelöst und ihr Vermögen entsprechend dem neuen Vereinsgesetz von gerichtswegen liquidiert wird. Es ist dies die erste auf Grund des neuen Vereinsgesehes erfolgte Auflösung einer Kongregation. Wien, 28. Dez. Großes Aufsehen erregt die Mitteilung, daß die leitenden Persönlichkeiten des Jockeyklubs gewillt find, den Klub aufzulöscn, falls die eingeleitete gerichtliche Unter- Befehl seiner Majestät Ihnen allerhöchst seine kaiserliche Genugthuung auszudrücken. Ibrahim Bey." Zürich, 28. Dez. Hier tagt seit 14 Tagen ein Kongreß polnischer Studenten aller europäischen Hoch, schulen. Besonders stark sind Oesterreich und Deutschland vertreten. Zahlreiche Delegierte sind aus Rußland einge- troffen. Die Delegierten halten sich nach außen streng ab. geschlossen. Die Verhandlungen werden geheim gehalten. Wien, 28. Dez. Hier tritt neuerdings das Gerücht . 100.90 . 90.35 . 100.90 . 9Q.40 . 98.60 suchung gegeu dm Grafen Potocki und v. Szemere wegen Hazardspieles mit der Verurteilung der Genannten endigen sollte. Bekanntlich verlor Potocki 2*/2 Millionen Kronen im Bacearatspiel an Szemere. Ta beide Ausländer find, muß im Falle der Verurteilung, die zweifellos erscheint, dem Gesetz gemäß ihre Ausweisung aus Oesterreich erfolgen. Die Klubleitung erklärt, der Klub sei kein öffentliches Lokal. Darum sei das Hazardspiel da erlaubt, während nach polizeilichem Erachten der Klub nicht als Privatlokal zu betrachten ist. New-York, 28. Dez. Der panamerikanische Kongreß vollzog den Anschluß sämtlicher ainerikanischer Repu- Bitten an die Haager Konvention. Außerdem verein- barten Brafilien, Argentinien und einige kleinere Staaten unter fich ein obligatorisches Schiedsgericht. . 87.00 . 99.00 . 205.70 . 180.80 . 125.70 . 128.90 . 139.90 . 141.50 . 1930 . 164.50 . 186.50 . 173.80 . 160.00 3% Hessen . . . . . 4% Oesterr. Goldrente 4‘ Oesterr. Bilbcrrente 4% Ungar. Goldrente . . 4°/) Italien. Bente . . . Portugiesen . . . Portugiesen . . . . 1% C. Türken . . . . Türkenlose ...... 4% Griech. Monopo 1-Anl. 41/i% äussere Argentiner Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Dem Lokomotivheizer i. P. Friedrich Peil ein So^' V-wl Mlntm eb. den 22. September. Dem Schuhmacher «art wigTonTfstn^der^nen Befurch Ä bÄügJ unbÖ der Prinzessin Heinrich von Preußen bis Montag, den 30. Dezember ausdehnt, begiebt sich von! dort^zum Äat^er nach Berlin und kehrt erst von hier nach Darmstadt Wied« Kunst und Wissenschaft. Die Feiertags-Novitäten in den Berliner Theatern hatten sich der lebhaftesten Erfolge zu erfreuen. Das neue fünsaltige Schauspiel „Wohlthäter" von Adolph L'A r r o n g c spielte sich im „Lessing-Theater" unter lebhafter Anteilnahme des ausverkauften Hauses ab. Der Verfasser wurde vom zwetten Akt an nach jedem Aufzug mehrfach gerufen. weitere Studenten, die fich ebenfalls an der Ritnbgebung_ beteiligt haben, aus Androhung der Entfernung von der Umverlitat und mehrtägige Karzerstrasc erkannt. Ein anderer, aus Russisch-Polen stammender Teilnehmer ist bereits als lästiger Ausländer ausgewiesen worden. ., „ , Tübingen, 27. Dez. Prof. v. Lorey, sruhercr Rektor der Universität, ist heute vormittag plötzlich gestorben. Professor v. Lorey wollte sich mit seinem Sohne zur Jagd begeben, als er plötzlich von einem Unwohlsein besallen wurde und wieder umkehren mußte. Er wurde in die medizinische Klinik verbracht, wo er in» _______ c----/sUrrtf n. Vnrcn mar en Gienen, 28. Dezember. Marktbericht. Auf dem heutigenI Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfund 1,10—1,30 Mk„ Hühnereier pr. Stück 8—10 Pf., 2 Stück 00.00 Pf., Käse pr. Stuck 5—7 Pf., Käsematte 2 Stück 0-0 Psg., Erbsen pr. Liter 20 Pfa., Linsen per Ltter 30 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80-0,90 Mk., Hühner pr. Stuck 0,90-1,25 Ätk., Hahnen pr. Stück 0,80-1,25 Mk., Enten pr. Stuck 2,20—2,50 Wit., Gänse pr. Pfd. 50—70 Pfg., Ochsenfletzch pr. Pfund 66—76 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., ^chweme- fleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Psg Kalbfleisch pr. Pfd. 60—66 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Psg^, Karwffeln p!. 100 Kgr. 3,20-3,50 9)U^cittraut per Stück 00—00 Psg., Zwiebeln pr. Zentner 4,00—o,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepfel per Pfd. 9—15 Pfg., in Korben 12 lo Pfg. I Trauben 35—50 Psg., Tomaten per Pfd. 18—20 Pfg. Dauer der Marktzeit von morgens 8 Uhr bis.nachmittag^! <2 Uhr, während der ersten drei Stunden der Matttzett darf nicht I im Uncherziehen feilgeboten werden. Tabak. Veranlaßt durch Festtage kamen während der Berrchts- woche Abschlüsse von Belang nicht zu stände. Man ist gegenwärtig immer noch mit der Abnahme der gekauften Tcttiakc beschäftigt, und fallen die Riedtabake unter den sämtlichen Produkten, was Schönheit anbelangt, am besten aus. cyn den Orten Bellheim und Herxheim konnten Abjchlufte wegen der hohen Forderungen der Eigner immer noch nicht stattfinden. Btehmarkt. Unter dem Einflüsse der Festtage waren die Märkte fast allenthalben sehr stark frequentiert, aber auch bie Umsätze sind als sehr lebhafte zu bezeichnen. Es kann ruhig behauptet werden, daß durchgängig nahezu vollständig ausverkauft wurde. Ueberstand blieb nur an wenigen Heineren Märkten. Getreide. Wie alljährlich um die Zeit der Jahreswende bewegten sich auch Heuer die Umsätze in engen Grenzen, ungeachtet der anbauernben Festigkeit bei »rite Das Angebot von Amerika und Rußland war ziemlich schwach, und die Preise konnten daher eine Erhöhung von Mk. 1—2 per Tonne erfahren. Roggen fest und höher- Gerste: Braugerste unverändert, Futtergerste etwas höher. Hafer unverändert fest. Mais preishaltend. Tie heutigen Notierungen sind: Re^- tointer 2 Mk. 138- Kansas 2 Mk. 136-137. Sudniss, ^zen Mk. 130—135. Rufs. Roggen Mk. 107—108. Rufs. Hafer Mk. 126—142. Rufs. Futtergerste Mk. 102. Mixed Mais Mk. 119- Laplata Mais rye terms Mk. 113. cif Rotterdam. Frauen, zogen, zum Teil mit Revolvern bewaffnet und rote Fahnen schwingend, durch die Straßen. Unverzüg- SlUITntHrtotr I lich schritt Militär und Polizei ein. Die Unruhestifter schossen, gjtlElUUllQlrlL ! wobei ein Schutzmann und ein Revier-Aufseher erschossen vrigmaldrahtnicldunge» des Gietzener Anzeigers, wurden. Ueber soc> Personen wurden verhafdeb In Peters. 0 ' _ _ o ,,. r bürg wird ebenfalls auf fast allen großen Fabriken Gahr- ®erlitt, 28. Dez. D°8 Eisenbahnunglück vo"> zu deren Unterdrückung innerhalb der Fabrik Altenbeken wird im preußischen Avgeordneienyaufe bewaffnete Posten von der Regierung eingerichtet wurden, durch eine Interpellation zur Sprache gebracht worden. Auch sonst trifft die Regierung strenge Vorsichts-Maßregeln, Grimma, 29. Dez. Zn dem Nachbarotte Greschwrtz um ohne Verzug ein sch reiten zu können, falls Unruhen ausbrachen gestern 4 Mädchen im Alter von 7—10 Jahren durch brechen sollten. das Eis des Dorfteiches. 2 herbeieilende Studenten brachten ein New-York, 28. Dez. Nach neueren Meldungen aus Kind lebend ans Land, die andern 3 ertranken. La Guayra ist Präsident Castro entschlossen, die deut- London, 28. Dcz. Rkuttr meld.! aui Ukandhl-: Oberst ich en Forderungen nicht zu b e w i ll i g e n. Er W Edavman griff am 16. Dezember in B°ba°°u»° in Natal °nft^acas nrrt Außensorts befestigen und nach allen Lundes- ^yapman gr u * » an tirthrn teilen Munition schaffen. Wie weiter berichtet wird, beab- der Grenze von -ransvaal eine B g ' sichtigt der deutsche Geschäftsträger heute das Ultimatum 5 Mann gefangen und erbeutet«-die Vorräte der Buren,u überreichen und falls Castro diesem nicht Folge leistet, zersprengt wurden. Spater wurden fie durch Grolnlaars wom -1 ga Guayra sowie zwei andere Häfen zu besetzen. mando verstärkt und sollen sich jetzt mit ihren Familien und ______ dem Vieh im Sabenithale verschanzt haben. — Die „Times" ! melden aus Bleskopspruit vom 22. Dezember nähere Einzelheiten über die Niederlage des englischen Generals Spenz. Hier- nach wurde eine Kompagnie überwältigt. Einer zweiten ging e8 3i/ao/o fast ebenso, eine dritte konnte entkommen, eine vierte hatte nur 3% 1 - 1 BV,% Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. M., 28. Dezember. Auszug uns den Kirchenbücher» her Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. M a t t h ä u s g c m e i n b e. Den 25. Dezmnber: Dem Küfermeister Julius Wellhöser cme Tochter, geb den 24. November. Dem Taglöhner Karl Mandler em «Lohn, Albett Mattw geb. den 1. Oktober. Dem Mechaniker Hermann Bauer ”nrhfer Gertrude Marie, geb. den 7. Oktober. Dem rzuhr- “Ä » eine Toch.er. Ann.) Theres- SW, gdx 2 abroember. L-n 2S. Dezember: Dem FabrUarb-U-rHemr-ch ^mer -ff.- Tochter, Anna Josephine, geb. Len 11. November. 4 uwickau, W. Tez. DerGcmerude - Vorstandvou Eckarl-bach, Gutsbejitzcr Ehrler, ist nach bedeutende Und«, jchlagungcn amtlicher Gelder slüchtig geworden. der unterschlagenen Kastenbetragc uderstergt bis 1-tzt be. retts die Summe von 45 000 Mk. _ Kopenhagen, 28. Dez. Ein furchtbarer Schnee- sturm ftt gestern abend über ganz Mittel-Norwegen hinweg- gegangen, ühristiania ist saft gänzlich von allen Verbindungen abgeschnitten. Zahlreiche Unfälle werden bericht^, Bonbon, 28. Dez. „Daily Mail meldet aus Ston- stautinopel: Die englische Botschaft bemen tirl. auf b<& entschiedenste die Meldung, wonach die türkische Flagge ist Koweit von englischen Matrosen ^^^^holtwor^n^ London, 28. Dez. Wie gerüchtweise verlautet, sttiht die Rückberufung Lord Methuens aus Sudafriür bevor. Derselbe soll das Kommando des irländischen Armee- korps an Stelle des Herzogs von Eonimught, der ins ZttiegK. amt zurückkehrt, erhalten. - Kem Morgenblatt veröffentlicht Einzelheiten über das Gefecht bei Twees o n teiu. Auch amtlicherseits wird keine authentische Mitteilung darüber gemacht. Dagegen stellen verschiedene Korrespondenten fest, daß der Krieg int Oranje ft aat einen neuen Aufschwung genommen hat, obgleich man ssty der Hoffnung yingegeben hatte, den Feind cms dem Oranze- Gerichtssaal. Paris, 27. Dez. Die Liga der individuellen Verteidigung hat beschlossen, Schritte zu unternehmen, um das Todesurteil gegen den Kindermörder Brierre rückgängig zu machen, da die Li^a die Ansicht vertriu, daß das Urteil ohne genügende Beweise gefallt worden ist. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Die Preußische Pfandbrief-Bank löst die Zinsscheine ihrer Emissionsscheine per 2. Januar bereits 14 Tage vor Galligkeit an ihrer Kaffe und bei der Mehrzahl der deutschen Bankstrmen ein. Broschüren über die Fundierung der Papiere find dort unentgeltlich zu haben. n x \ Berlin, 27. Dez. In der heutigen Sitzung be§ Zentral- ausschuss es der Reichsbank führte Präsident Dr.Koch aus, datz die bereits am 30. November wahrnehmbare leichte Anspannung sich diesmal besonders auf dem Lonibardkonto fortsetze. Die Ge° I famtanlage sei, mit Ausnahme des Jahres 1899, noch immer hoher als in den letzten fünf Vorfahren, die Wechselanlage aber kleiner, gegen 1900 um 53 Mill. Alk. Das am 30.Wouember um 27Mill. Matt gefallene Aietallkorrto sei wieder um 17 Mill. Mk. gestiegen, nämlich auf 938 Alill. Ml. Die fremden Gelder seien seit Ende des Vormonats um 24 Mill., die steuerfreie Notenr^erve um 9 Mill. Mk. gewachsen. Im ganzen seien die Ansprüche bisher mäßig. Die (Solbberoegung in der letzten Woche sei günstig, der Börjendiskont bleibe noch um mehr als 1 pEt. unter dem Bankzinsfuß. Atit Hilfe des durchschnittlich wesentlich höheren Gwo- guthabens und des höheren Aielallvorrates sei diesmal gelungen, was seit Ende 1895 nicht möglich gewesen, bis jetzt mit 4pEt. aus- »ukommen. Der durchschnittliche Bankdiskont dieses Jahres sei um 1,23 pEt. niedriger als der des Vorjahres. Em Grund zur Erhöhung liege nicht vor. Märkte. station soivie Redakteur der „Allgem. Forst- und Jabdztg. ^oret) I war von Geburt Hesse; im April 1845 war er zu Darmstadt! geboren, ftubierte in Gieße n Forstnstssenschast, trat in die hesfifche I Staatssorslverwaltung und erhielt 1873 die P r o f e ssur der! 3 o r ft w i i senscha'ft in Gieße n, 1879 in Hohenheim wo er Ö Vorstand der forstl. Versuchsstation wurde. In derfelben tellung war er seit der 1881 erfolgten Verlegung des forft» lichen Hochschulunterrielfts von Hohenheim nach -Tübingen dort als ordentlicher Professor thätig. T. Red. des Gieß. Ariz.) Stockholm, 27. Dez. Der bekannte Bakteriologe Pro enor, Axel Key ist heute gestorben. . Belgrad, 27. Dez. J>i der Skupschtina wurde em königlicher Ukas verlesen, nach welchem der Kultusminister ermächtigt wiiw, eine Vorlage, betreffend Umwandlung der Belgrader Hochschule in cme Universität, einzubringen. . — Tie Bibliothekare Dr. Wenzel von der kgll Bibliothek m Berlin und Tr. Fabrieiiis von der Marburger Bibliothek find au Bibliothekaren an der neuen Kaiser Wilhelms-Bibliothek m Posen ernannt worden. Jean Eugen, geb. den 22. September. Dem Stumpf eine Lackier, Dm- Kaiharme, Tcrn Schlosser Hermann Guldeiipiennig eine Tochter, JJUnna *inna Elifi, geb ben 6. Dezember. - Markusgemeinde Den 22. TeAmder: Eine uneheliche Tochter, Elisabech, geb- den 6.^ep UmbeL3 Dem Musiklchrer Hermann Weller ein^ohn^ Theodor August Karl, geb. den 14. August. Ten ^Dezember ^em Fabrikarbeiter Emil Heppett em Sohn, Karl ^K^rich, ge^ 2. November. Dem Hilssbremser Johann Georg AAlmiscr Auaust lolge eines'He^schlags verstarb" (Prof. Tuisko v. Lorey. war ein! Willy Karl Gech'st'»).c^cha^laKaroline^ gehoben 7to^er. sehr bekannter Forstmann und als Herausgeber eines Handbuchs Aorsten eme Zockst , P eine 2od)tcr, Emilie Charlotte der Forstwissenschaften genoß er m fachmännischen Kreyen hohes ^em oniber — Lukasgemeinde. Den 25. Ansehen, tia war Borsteher der fontgl wurMmb iarstt. V-rmch-. Olga geb. d°n s No°°mb^ eine Tachier, Elis-i Grethe Mettes geboren den'«. Nooember. Tem Werkm-.ste- W-lh-m Sckirnidt etn Sohn, Jakob Karl, geboren den 6. 91000111801. £em Metzger Gustav Trintaus eine achter, Lma, ^boren den 3. zernber. Dem Metzger Max Langzettel cur Sohn, Mar Hermann Wilhelm, geboren den 6. DloDcmbcr. Dem Agent Jean 2cmm eure Tochter, Elsa Maria Karolina Bertha, geboren den lo. November. Dem Schuhmacher Wilhelm Wagenbach eine ToHter, Marie ao baren den 15. 9loüembcr. Dem Brauer und Wirt §"edrich Philipp Tvaaii ein Sohn, Friedrich Christian, geboren den 19. LJtoocr. Johannesgemeinde. Dem Eisendreher Adam Büttner^oule Tochter, Katharina Johanna, geboren den 1. Oktober. ^em Fabrikant Adolf Zurbnch eine Tochter, Anne Mario, (J^boren ben 95 September. Don 25. Dezember: Dem Schutzmann Heiiuch Schnabel eine Tochter, Lina Julie, geboren denlO. November Dem Sattler Franz Seidl eine Tochter, Mmna Emüio, geboren den 8. November. Dem Friseur Johannes Otto Notiinanii eme Tochter, Emma Anna Elise Auguste, geboren den 8. Dezember. IDen 26. Dezember: Tom Schneider Karl August ©obel ein Cobn, v-. .. Friedrich, geboren den 23. Oktober. Acin Bildhau^ Martin Schma > gänzlich hinauSgedrängt zu haben. — Die „Daily Post" eine Tochter, Therese, aeboren den. 2£Cftober Tom Parlier '^ntt die Meldung, der Zar habe zugesagt, der Krön- Gesund Henriette lMarie Elisabeth, geboren den 18. November. Dem hcitszustand der Zarin ^\tattet. Schlosser Wilhelm Löffert eine Tochter, Karoline, geboren den H a lif ax, 28. Dez. M a r c 0 n 1 besichtigte gestern vev- 10 September. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Nachtigall em Sohn, schiedene Stellen zur Anlage der geplanten Station für bu? Friedrich Ludwig, geboren den 27. Oktober. Dem Kreisbauinspektor ^ahtloseTelegraphiein Cape Breton. Er erHarte, Georg Theiß eine Tochter, Else Anna Gertrud, geboren den 18. gtation. sicherlich errichtet, und, wie er hoffe, Dezember. . < ~ 1Q D«ember- Jo- mit der Anlage derselben im Februar begonnen werden. Hann Georg Adami, Kaufmann zu Gießen und Johannette Wil- Praktische Der,uche mit ttansatlantischen Uebermitteluugen 'belrnim «uise Marie Schwall, Tochter des Bierhändlers Emil wurden drei Monate spater angestellt werden. Schrnall zu Gießen. Den 20. Dezember: Karl Ludwig Berninger, M a r s e i l l e, 28. Dez. Infolge eines falschen Manövers Eisenbahnwerkstätte-Vorsteher, ein Witwer, und Anna Marie Becker, Xarnüe gestern das D a m p f b 0 0 t Nr. 48 mit 80 Passagieren geb. Rost. Den 25. Dezember: Karl Johann Friedrich Malkomesins, an Hord gegen den Schleppdampfer Ville de Mar- Trichinenschauer zii Gießen und Anna Mame MagdaleneGmiue .-^ille. Beide Dampfer erlitten schwere Havarie- Die Passa- Elothilde Kraus, Pachter des verstorbenen Spong er^ . 5 - wurden nur mit großen Anstrengungen gerettet. Per- ÄÄÄiÄÄÄLj“ nicht beriet, "doch ifi ber8 be. ^^^Bcordigte/"M a t?h ausgemeinde. Den 26. Dezember: Rom, 28. Dez. Der Wormser Kassendieb Fran- Karl Pimper, Schneidermeister, verheiratet, 50 Jahre alt, starb ben $He wurde gestern in Turin verhaftet. 23. Dezember. Ten 28. Dezember: Amalie Daist, geb. Simon, Basel, 28. Dez. Gestern abend erhielt der Vorsitzende Ehefrau des Justizrats Theophil Baist, 73 Jahre alt, smrb den Zionisten-Kongresses Dr. Theodor Herzl aus 24. Dezember, ^uk a s g e m e l n d A^n 26. Dez^wer. h^. Konstantinopel folgendes Antwort-Telegramm auf das an Sohn deEnwersitats-Dieners I h ch , den Sultan im Namen des Kongresses gesandte Begrütz- alt, starb den^n^e^^^---------— । f unas-Telearamm: „Ich habe zu Füßen des Thrones die Huldigungs-Adresse des Kongresses, welche in Ihrem Telegramm enthalten ist, niedergelegt, und beeile mich, auf Danksagung Gießen, den 27. Dezember 1901. 8412 «WWW Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden bei dem schweren Verluste meines innigst geliebten Gatten, unseres Schwagers und Onkels sage unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elise Pimper, geb. Schmidt. Bekanntmachung. In der Zeit vom 21. bis 28. Dezember 1901 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Herren-Taschenuhr mit Kette u. 1 Pelzmütze; verloren: 1 Medaillon, 1 Bleistift mit silb. Halter und 1 silb. Eßlöffel. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben chre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 28. Dezember 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Steirrheiw für das Jahr 1902/03 liegt vom 30. L Mts. an acht Tage lang auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Jnter- effenten offen. Steinheim, den 28. Dezember 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinheim. Nicklas. 8436 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Nonnenroth für das Jahr 1902,03 liegt vom 31. Dezember 1901 an auf Großh. Bürgermeistereibüreau acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten offen. Nonnenroth, den 27. Dezember 1901. 8437 Großherzogliche Bürgermeisterei Nonnenroth. Jacob. ZM-MWchGichn. Einladung. Die Vertreter der Vereinsgemeinden werden zur ordmtüchenKauptversammlung welche MoiltllS iieo 13. Zwar 1902, nachmittags 3 llhr, im Saale der höheren Mädchenschule dahier (Schiller- ftraße) stattsindet, ergebenst eingeladen. Tages-Ordnung. 1. Mitteilung des Ergebnisses der Oberrevision der Rechnung für 1899 durch Großh. Ober-Rechnungskammer. 2. Desgleichen des Ergebnisses der Vorprüfung der Rechnung für 1900 durch den bestellten Revisor und Mitteilung des Beschlußes des Verwaltungsrats betr.: Künftige Revisionen. 3. Mitteilung des Ergebniffes der stattgehabten Kaffenrevision. 4. Desgleichen die Wahl eines neuen Vorstandsmitgliedes betreffend. 5. Erstattung des Verwaltungsberichts für 1900, sowie Beschlußfassung über Verteilung des Reingewinnes. 6. Belohnung von Sparern gemäß § 1 pos. a der Satzung. 7. Desgleichen von Dienstboten gemäß § 1 pos. b der Satzung. 6. Bewilligung von Unterstützungen zu wohlthätigen und gemeinnützigen Zwecken gemäß § 1 pos. c der Satzung. 9. Gesuche um Bewilligung von Unterstützungen für Industrie- und Fortbildungsschulen. 10. Bewilligung der Kosten für die Pfennigsparkaffen. 11. Erlaß einer Geschäftsordnung für die Sparkasse (§ 7 pos. 2 der Satzung), sowie einer Satzung betr. die Dienstverhältniffe der Sparkaffebeamten (§ 22). 12. Die neue Satzung, insbesondere die Garcmtteübernahme seitens der Vereinsgemeinden (Mitteilung). 13. Die Erbauung eines neuen Spmkassengebäudes und Verkauf eoentl. Vermietung des alten Gebäudes. 14. Wahl eines Vertreters für die Landgemeinden durch deren Bürgermeister (§ 5 und 5a der Satzung). Gießen, den 24. Dezember 1901. 8439 Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen. Wiener. Preussische Pfandbrief- Bank. Die am 2. Januar >962 fälligen Zinascheine unserer Hypotheken-Pfandbriefe, Kommunal-Obligationen, Kleinbahnen-Obligationen werden bereits vom 16. Dezember xr. ab an unserer Kasse und bei denjenigen Bankhäusern kostenfrei 'ingelöst, die den Verkauf unserer Emiesionspapiere übernommen Sahen. Stücke zur Kapitalsanlage können daselbst bezogen und Broschüren über die Fundierung der Papiere in Empfang genommen werden. 8131 Berlin, im Dezember 1901. Preussische Pfandbrief-Bank. bMgklijcher Inglings- vnd Mnuermein. veretnsabende: Sonntag, Montag, Donnerstag u. SamStag, von abends 8 Uhr an. Versammlungsort: Diezstratze 15. — Gäste willkommen! 9426 Der Vorstand: D-r. Ra um-ann, Pfarrer. Steins Garten. Sonntag den 29. Dezember 1901: Grosses Kornert 8432 ausgeführt von der Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Spielplan. 1. Krönungsmarsch v. Meyerbeer. 2. Ouvert. Die vier Menschenalter v. Laohner. 3. Salut d’Amor v. Elgar 4 Finale a. Lohengrin v. Wagner. 6. Ouvert. zu Meeresstille v. Mendelssohn. 6. Abendständohen v. Herfuth. 7. Potpourri aus Faust v. Gounod. 8. Einzugs-Marsch v. Strauss. 9. Gavotte a. d. Optte. Gasparone v. SuppA 10. Schneeflocken, Polka v. Krausse. 11. Im Zick-Zack! Potpourri v. Schreiner. Anfang 4 Uhr. Eintritt 35 Pfg. Bier per Glas 18 und 15 Pfg. Hess. Mvti Waisenschuti Giessen. Weihnachtsfeier Mittwoch den 1. Januar 1902, abends 8 Uhr, im Cafe Ebel. Bescherung von Halbwaisen. Mitglieder mit Familien und Freunde des Vereins fmb freundlichst eingeladen. — Eintritt frei. 8422 Der Vorstand. Evangelischer Arbeiterverein. Weihnachtsfeier Sonntag den 29. Dezember d. Js., abends 8 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten. 8429 Eintritt für eingeführte Nichtmitglieder 20 Pfennig. WWWiW Stöbt Schlachthaus. Freibank. Heute und Montag: Kuhükisch 52 pfg. K-lbSkisch 45 pfg. Vorzügliche MrahA-Tchlbnfftr Schweizer-, Edamer- « Rahm-, Limbargtt- Saah-, Kräuter- Prima frische 8435 MeierBücklirrge prima grauer grobkörniger Astrachau-Caviar leicht gesalzen, soeben eingetroffen. A. & G. Wallenfels Markt 21. Telephon 46. M verkaufen I 05141] Müchen]chrant,Pult, Sopha usw. zu verk. Neustadt 41. 051221 1 wenig gebr.gep. Klappstuhl (Näthers Refornckmderstuhl) ist bill. zu verk. Hofmannstr. 4, 11. 05121] Petroleumherd f. 2 Töpfe wg. Gaseinr. zu ort. 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Progr.kwtalos. Nr» 305 Drittes Blatt. 151« Jahrgang. Sonntag 29. Dezemder 1901 erscheint täglich rnu Ausnahme des Montags. Die Giehener Zamilien- blatter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem „Hess. Landwirt" und den „Blättern für hessische Volkskunde" vrermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger ** UM Amts- und Anzeigeblatt für den «reis Gießen ^^5^ —11, M- —■ Annahme von Anzeige^ zu der für den folgenden- Tag erscheinenden Nr, Ins vormittags 10 Uhr. Alle?lnzeigen°Vermitt- lungsstellen deS In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Stintfo; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Politische Plauderer. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt: Von den Parlamentsreden des Grasen Bülow ist gesagt worden, der Kanzler spreche „in Feuilletons". In dtesem Urteil liegt ein wenig Herabsetzung; Gras Bülow •a • a^ec. e^er f^r ein Kompliment nehmen. Denn es rst nichts Geringes, eine politische Darlegung in so gefälliger o aitrcßenöcr Form zu geben, daß bei dem Hörer ein ähnliches Behagen, ein geistiger Genuß hervorgerufen wird, wie bei dem Leser eines guten Feuilletons. Muß die Politik durchaus mit trockenem Ernst, in doktrinärem Ton oorge- iragen werden? Fürst Bismarck war ein politischer Plauderer wie kein zweiter. In seinen Reden, seinen Briesen, seinen Denkwürdigkeiten finden sich zahllose Perlen einer Behandlung politischer Themen, der ebenso der graziöse wie der derbe Humor zur Verfügung steht, die schärfste Satire wie die liebenswürdigste Anmut. Und Miquel hielt die besten, wirksamsten Reden dann, wenn er seiner Laune die Zügel schießen ließ. Graf Bülow erreicht diese beiden Vorbilder nicht, aber er hat etwas vom „lachenden Philosophen", er sieht die Dinge von ihrer besten Seite an, er schmückt seine Reden mit manchem guten Einfall und Witzwort, er legt Wert auf einen klaren Satzbau, er braucht Ausdrücke und Wendungen, die nicht der Alltäglichkeit angehören. Nicht etwa nur in seiner Eigenschaft als erster Beamter des Reiches hat Graf Bülow, sobald er im Reichstag oder im preußischen Landtag das Wort ergreift, das ausmerksamste Auditorium, sondern es ist der gern gehörte Redner, der ein gutes Teil der Anziehungskraft ».usübt. Dem Parlament gefällt also das Reden „in Feuilletons"; selbst sehr feierlich auftretende Politiker drängen sich zu diesen Vorträgen und stimmen ein in den.Beisall oder in die Heiterkeit. Ueberhaupt haben diejenigen Sprecher int Parlament, die über Witz und Humor verfügen, immer und selbst nach langen, ermüdenden Dis- kussionetl das „Ohr" des Hauses. Auch das beweist, daß die politischen Plauderer zu den. Ausnahmen gehören. Von den Herren der Regierung zeichnet sich nach dieser Richtung hin kein anderer neben dem Grafen Bülow aus. Stants- sekretär Graf Posadowsky ist nicht ohne satirische Begabung, aber er macht selten Gebrauch davon. In besonderem Maße besaß, beiläufig, der frühere Staatssekretär des Auswärtigen, der jetzige deutsche Botschafter in Konstantinopel, Frhr. v- Marschall Witz und Satire. Unter den Abgeordneten ist ber Sinn für Humor vielleicht am meisten zu Hause auf der äußersten Linken. Man weiß das auch von den sozialdemokratischen Parteitagen her; die Berichte über die Verhandlungen sind für Freund nnb Feind an vielen Stellen amüsant zu lesen. Auer, Singer, v. Volkmar siechten manche Aeußerung des Humors in ihre Reden ein; Bebel ist leidenschaftlicher, galliger, mehr Satiriker als Humorist. Unter den Freisinnigen nimmt Abg. Richter auch in dieser Eigenschaft ben Uab.ftriLe.i er fielt Plag ein. (Feiner, doch von beißender, ätzender Schärfe ist der Witz des Abg. Munckel, der einer der gesuchtesten Rechtsanwälte der Reichshauptstadt ist; liebenswürdig ist der feuilletonistische Humor des freisinnigen Lautenschlägers und Advokaten Albert Träger, der wohl der eleganteste Tamentoastredner unserer Tage ist. Treffenden Litteraturwitz besitzt Tr. Müller-Meiningen, bahr. Amtsrichter. D. Red. des Gieß. Anz.) Ihm kommt der noch um eine Nüance kräftigere Abg. Konrad Haußmann von der Süddeutschen Volkspartei nahe. Die Freis. Vergg. hat ihren besten, witzigsten Plauderer nicht mehr,- den Abg. Dr Alexander Meyer, dessen Reden allemal ein „Fest" waren. Von den Nationalliberalen kann eigentlich nur der Abg. Bassermann als politischer Plauderer gelten, besonders auch in dem Sinne, daß seine Vorträge sich durch Eleganz und sorgsame Feilung auszeichnen. (Unser Herr Mitarbeiter vergißt den schneidigen Kämpen Dr. Sattler, den preuß. Staatsarchiv-Direktor, einen Mann von kaustischem Humor. D. Red.) Das Zentrum hat als Vertreter echt süddeutschen Humors den Abg. Groeber; die Abgg. Fritzen und Dr- Bachem prägen rh Nische O emüt i k-i n ihren Reden aus. Von derRckten sinld vorzugsweise die Abgg. Sch rem Pf, Nißler und Dr. Gerte! als urwüchsige Humoristen zu nennen- Die Polen, die „Franzosen des Ostens", haben merkwürdigerweise keinen in ihren Reihen, der als politischer Plauderer bezeichnet werden könnte. Die Liste weist, obwohl sie nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, nur eine verhältnismäßig geringe Zahl von Namen auf. Aber es sind fast durchweg die ersten Redner im Parlament, die ihre Ausführungen reizvoll zu beleben, sie unterhaltend zu machen wissen. Und sicherlich neigt das Publikum in seiner großen Mehrheit den „politischen Plauderern" zu. Humor und Laune sind gerade in der Politik Elemente, die man ob ihrer besänftigenden Wirkung nicht entbehren möchte, und die auch viel dazu beitragen, das Interesse an der Politik rege zu halten. Aus Stadt und Sand. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befind lichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestattet.) Gießen, den 28. Dezember 1901. " Auszeichnung. Dem Eisenbahn-Verkehrs-Kontrolleur Aloys Gerdts in Gießen ist unterm 16. ds. Mts. von Sr. Majestät dem König von Preußen der Titel Königlicher Rechnungsrat verliehen worden. t. Burkhardsfelden, 26. Dez. Hier herrscht seit kurzer Zeit unter den kleineren Kindern Diphtheritis. Schon zwei Kinder fielen dieser heimtückischen Krankheit zum Opfer. — An den Feiertagen, von Mittwoch Nacht auf Donnerstag, wurde dem Schuhmacher B. mit einem 5 Pfund schweren Stein die Fensterscheibe total zertrümmert. Glücklicherweise traf der Stein keine Person. Die Gendarmerie ist dem Thäter auf der Spur. 1. Geih-Nidda, 25. Dez. Der Bau der Wasserleitung, der vor etwa 14 Tagen beschlossen wurde, wird nun energisch gefördert. Durch Kreisbautechpiker Kraft aus Nidda wurden schon die Messungen der in Betracht kommenden Quellen vorgenommen. Das Ergebnis war überraschend günstig. Wasser ist in überreicher Menge vorhanden. Nach vorläufiger Berechnung stellt sich die Herstellung der Wasserleitung auf ungefähr 16 000 Mk. Die Quellen liegen in nächster Nähe des Dorfes, der Erdboden soll für die Legung der Rohre günstig sein. T Gedern, 25. Dez. Vom hiesigen Postamt wurde gestern dem Postillon Otto Hil b e rt, der bereits 3 Jahre seine Stelle bekleidet, die Ehrenpeitsche für „gutes Fahren" überreicht. Diese Ehrenpeitsche hat einen Wert von 45 Mk. und kann später wieder zurück gegeben werden, wofür dem Inhaber 45 Mk. von der Oberpostdirektion ausbezahlt werden. Mteralur, Wissenschaft und Kunst. — Lilicncron aus dem Uebcrbrett!. Bekanntlich ist auch Detlev v. Liliencron, der vortreffliche Lyriker und Novellist, ein Opfer der Ueberbrettl-Seuche geworden. Zur Zeit macht er eine Rundreise durch Deutschland als nomineller Leiter eines Bunten Theaters. Kürzlich trat er in Aachen aut. Man meldet darüber von dort: Die Direktion des „Bernarts-Theaters" hatte für drei Tage das sogen. Bunte Theater des Frhrn. o. Liliencron zu einem Gastspiel gewonnen. Bei allem Wohlwollen für den Dichter Detlev v. Lltiencron können wir nicht begreifen, wie er den für ihn geradezu verhängnisvollen Schritt zum Uebcrbrettl machen konnte; denn er ist nicht im stände, seine poetischen Schöpfungen auch nur int geringsten eindrucksvoll oder sinngenüiß deklamieren zu können, öeinc Vortragsweise ist direkt minderwertig und in den von einigen Seiten gespendeten Beifall mischte sich ein deutlicher Widerspruch. Tas Publikum war vollständig enttäuscht, xuntal auch die übrigen Mitglieder des Ensembles, mit Ausnahme des Intendanten Aloys Pra'sch, kaum zu interessieren vermochten. — Nun muß allerdings dabei bemerkt werden, daß man kaum in einer anderen deutschen Stadt so verständnislos unserer heutigen Kunst gegenäberfteht tuie. gerade in Aachen^ Schon das schöne Wort von „Wohlwollen" gegenüber Liliencron ist charakteristisch genug 1 Aber auch in anoeren deutschen Städten hat Lilieneron als Ueberbrettl-Mann erhebliche Mißerfolge erlebt. Bei Katarrh, Husten, rauhem Halse, Heiserkeit, Verschleimung. lOjähr. überrasch.Ersolge d.Apotheker Albrechts Acpselsäure-Pastillen. In d Apotheken u. bess. Trog. st 80 Psg. Haupt-Depots: Kirsch- u.Anivrrftläts-Apotycke, Trog. «Luft. Hcrhard. Dichte, preiswürdiqe. schöne, dauerhafte a aa. v 9 9 N stelle man her aus den Eächten Andernachs Asphalt-Steinpappen aus der Fabrik von A.W. 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Frs. 10 Meininger fl. 7 127.10 27.55 127*50 15*95 27.85 4 3X 3/^ 3 4 4 5 1 Ruff. Slaats- Rle., Rubel . Schweden v. 80 Schweiz . . . Serben v. 95 . Spanier. . . Türk. Zoll-Obl. do cono. Lit. B. 1 1 1 £1 81 1 'I 1 1 8'1 8'1 'I 103'30 66.55 75.20 *7, 4 37- B’A 3'- Buenos-Aires . Ztandeshrl. Anl. S.-Braunf. . . do..... do. Lich . . Isenb.-Bicrst. . 73.- 95.50 95.70 4 312 3i/2 -1 Pfandbriefe. Frankf.Hypotbk. XIV .. . do. XII-XIII . do. XV . . Frkft. Hyporh.- Crcdilvercin . 99.60 93.— 93,— 98.20 99.80 93 — 93.— 98.20 Bank für Süddeutschland . Mittcldlsch. 'Nationalbk. Oest. Cred.-Akt. Wien. Bankver. 102.— 106.75 102.50 206.20 112.75 102.50 106.25 102.50 205.50 112.60 Hütte . . . Hörder Bergw. Kölner Bergw. Mannst.-Fayon Nordstern Bergw. Phönix Ricbeck Montan Schalter Grub. Bochumer Guß. 191.40 98.10 319.75 121.- 225.- 126.60 208.— 284.25 169.90 ZK.1 I.KZ I. I. 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