Firma ei, Schulstr. 1 irten. W® ! Düte M- ges Packet '' verlangen, linderwertige tragen den sowie die 6711 «=>»» «»ch« bie £ Stig 6t, Ku luch die die Ver. ä,en 'Würben -'St£n- zu bet '£ Steuer beiseite ^,£n eingetretetr gewesen. nS erzielt, r0 Me von 20000 ü.ede der Antrag 1° verhüte mar l"9 würbe batau*- lbetc leuergesähii uommen würden, n. *Ne weiteres an Htjen. lct 8=11=111, b„^ ML MdWS »etlitiU W6= der Ma**?6 14.50 i«d«M 1 And! Mb- Mi beioitbetet* att Sei#«! ' kmärtifli«*' trat unb wch '7 1, m «»«>-» Ms b«;e» * L Ltz it SS er'clty&^ n dem Eriche rke butiiegun9 nd 091 hierzu »ZK? 5$S5S iftyd 'S äs? tSLN »i ätun8 A RZKZ ! ®(t s rt M d 20>fa# ftäa Nr 281 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Freitag 29 November 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Siebener Zamilien. vlaner werden dem Anzeiger im Wechsel mit hem „Hess. Landwirt" und den „Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich bei» gelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Gchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger (Sieben. FrrnsprechanschlußNr.51. GiehenerAMgerM ** General-Anzeiger " ESEÜüfi Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen »WM ___ __ V f kr zeigenteil: Hans Beck. Gießen, 27. November 1901. Das Grobherzogliche Kreisamt Gietzen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des KreiseS. Mit Bezug auf unser Amtsblatt Nr. 3 vom 5. März 1901 beauftragen wir Sie, jeweils bis zum 2 6. März die vollzogene Aushändigung der Kriegsbeorderungen und Paßnotizen, sowie die rechtzeitige Absendung der Bescheinigungen an das Bezirkskommando uns anzuzeigen. Die genaue Einhaltung der Fristen machen wir Ihnen besonders zur Pflicht. v. Bechtold. Gießen, 26. November 1901. Bett.: Die Unterstützung von Familien der zu Friedensübungen einberufenen Mannschaften. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie, soweit dies noch nicht geschehen ist, die Gemeinde-Einnehmer anzuweisen, innerhalb 8 Tagen bezüglich der von denselben in rubro vorgelegten Beträge mit unserer Kreiskasse abzurechnen. v. Bechtold. Krlranntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß der Kontrolbeamte Meyer der Jnvalidenversicherungsanstalt sich stets an Samstagen, vormittags von 9 bis nachmittags 1 und nachmittags von 3 bis 6 Uhr in seiner Wohnung, Alice- straße Nr. 27 II dahier, aufhält, und während dieser Zeit Auskunft auf dem Gebiete der Invalidenversicherung erteilt. Gießen, 27. November 1901. Großherzogliches Kreis amt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Rüddings- hausen. In der Zeit vom 29. l. Mts. bis einschließlich 6. Dezember l. Js. liegt auf dem Amtszimmer der Großherzogl. Bürgermeisterei zu Rüddingshausen der Ausschlag der ungedeckten Bereinigungskosten nebst dem Beschluß der Vollzugskommission vom 18. Januar L Js. über die Erhebung desselben zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses innerhalb der oben angegebenen Offenlegungsfrist bei Großherzogl. Bürgermeisterei Rüddingshausen schriftlich vorzubringen. Friedberg, 21. November 1901. Der Großh. Feldbereinigungskommiffär. Spamer, Kreisamtmann. Der Bund der Landwirte und der Zolltarif. Ter Bund der Landwirte hat, wie wir bereits mit- teilten, Materialien zum Zolltarif in 12 Heften herausgegeben. In Heft 1 ist der Tarifentwurf der Regierung abgedruckt. Heft 2 und 3 im Doppelheft zusammengebunden, bieten die Anträge des Bundes der Landwirte zum neuen deutschen Zolltarif als Eingabe an Bundesrat und Reichstag. In Heft 1 wird die Leistungsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft dargeleat. Das Heft enthält folgende Aufsätze: a) Brotkousum und Getreidebau im Deutschen Reiche. Aus den „Nachrichten vom Deutschen Landwirtschaftsrate" Nr. 9, Jahrgang 1898. b) Die Produktionsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft, von E. Klapper, Oekonomierat Herter- Burschen und Prof. Dr. v. Rümker. c) Einftrhrsteigerung und Produktionsverdränguna, aus der „Deutschen Agrarztg." d) Die Aufgaben des Deutschen Weizenbaues zur Deckung des deutschen Weizenbedarfs, aus der Feder des Heimgegangenen Geh. Rat Prof. Dr. Märcker-Halle a. S. e) Tie deutsche Landwirtschaft an der Jahrhundertwende. (Festrede von Tr. Max Delbrück, d- Z. Rektor der Königl. Lcmdw. Hochschule zu Berlin.) Heft 5 beschäftigt sich mit der Rentabilität der deutschen Landwirtschaft und giebt die Erhebungen des wirtschaftlichen Ausschusses über die Ertrags fähig keit der deutschen Landwirtschaft, ferner aus der „Deutschen Agrarztg." folgende Aufsätze: Güterpreise und Güter kosten, Bvdenwert und landwirts chaftliche Konkurrenz, Vermögen und Einkommen in Stadt und Land, Zunahme der ländlichen Hypotheken und vierzig Jahre Brotgetreidebau von Dr. Otto Rabe, Halle an der Saale- Heft 6 behandelt das „Interesse der Kleinbauern und Landarbeiter am Getreidepreise" und bringt folgende Beiträge: Auszug aus einem Aufsatze über „Getreidebau und Futterbau" von Geh. Rat Prof- Dr. Julius Kühn, Halle a. S., die landwirtschaftliche Besitzverteilung in Deutschland, der Landarbeiter und die Getreidewlle von Generalsekretär Dr. Neumann, Stettin, Getreide-Verkauf kleinbäuerlicher Gemeinden, Legenden von Laaua-Sorgau, die Bedeutung des Getreideverkaufs für den bäuerlichen Grundbesitz und der Anteil der Bauernwirtschaften an der Brotversorgung des deutschen Volkes von Dr. Dade, endlich Kornzölle und Viehzucht aus der „Deutsch. Agrarzeitung". In Heft 7 wird die Frage beantwortet: „Wer zahlt den Zoll?" durch einen Aufsatz von Edmund Klapper und eine Darlegung von Professor Dr. G. Ruhland: Die Wirkung der bisherigen Getreidezölle. Heft 8 erörtert die Futtermittelzölle. Es enthält einen Aufsatz von Edmund Klapper: „Futtermittel- und Fleischzölle" und „Zur Frage der Futtermittelzölle" vom Landesältesten v. Cettritz-Seitendorf, Rittergutsbesitzer Ackermann-Salisch und Rittergutspächter Wrede-Söderhof. Heft 9, „Brotwucher", beginnt mit einer ausführlichen, mit graphischen Darstellungen versehenen Darlegung vom Bunde der Landwirte und enthält dann zwei Aussätze aus der „Deutschen Agrarztg.": Erfahrungen bei einer Gutsbrotkasse und die Nahrungsmittelpreise beim Produzenten und im Konsum, schließlich! eine Ausführung von Dr. jur- G. A Klein: Leistungen der Arbeitgeber zu der Arbeiterversicherung des Deutschen Reiches. Von besonderem Interesse ist Heft 10: Der Zollschutz des Auslandes. Auszug aus den „Nachrichten vom Deutschen Landwirtschaftsrat", 2. Jahrgang Nr- 10 und 11, 3. Jahrgang Nr- 3. Heft 11, „Landwirtschaft und Industrie", besteht aus einer Darlegung von Dr. Tiederich Hahn: Der industrielle Teil des neuen Zolltarifs. Heft 12 behandelt die nationale Seite der deutschen Agrarfrage. Wir finden darin den Auszug aus einem Auftatze des Generals der Infanterie z. D- o. Blume aus dem Juliheft der Preußischen Jahrbücher 1900: Landwirtschaft, Industrie und Handel in ihrer Bedeutung für die deutsche Wehrkraft und von Oberstleutnant Rogalla v. Bieberstein: Das Land, der Jungbrunnen der Armee. Die Eingabe des Gesamtvorstandes und Ausschusses des Bundes an Bundesrat und Reichstag enthält eine vollkommene, ins einzelne gehende Darlegung der wirtschaftlichen Forderungen des Bundes an der Hand des Tarifes. In der daran angefügten ausführlichen Denkschrift hat der Bund alle Einwendungen erörtert, welche im Verlaufe der bisherigen Agitation gegen das von ihm beantragte Schutzsystem geltend gemacht worden sind. Er hat dabei die folgenden Thatsachen unter Beweis gestellt: 1. Gerade die Landwirtschaft ist mehr wie die Industrie befähigt, dem jährlichen Bevölkerungszuwachs eine sichere Arbeitsgelegenheit zu bieten. 2. Die Möglichkeit der Ernährung des deutschen Volkes ist durch eigene Nahrungsmittelproduktion reichlich gewährleistet. 3. Diese Möglichkeit ist ohne jede ungebührliche Verteuerung der Lebenshaltung der breiten Massen, also ohne „Brotwucher" und „Fleischwucher" vorhanden. 4. Keine vom Standpunkt der thatsächlich gegebenen weltwirtschaftlichen Steigerung der expvrtindustriellen und welthändlerischen Tätigkeiten erlassene Maßnahme vermöchte auch nur annähernd so viel zu einem wahren, echten, dauernden Aufschwung der gesamten deutschen Volkswirtschaft boizutragen, wie eine zielbewußte, durch wirtschaftspolitische Maßnahmen herbeigeführte Förderung des deutschen Landbaues thatsächlich bewirken würde. (Nach der „Dtschen. Tagesztg") Politische Tagesschau. In dem Entwurf des Etats für das Reichsschahamt auf das Jahr 1902 sind unter den fortdauernden Ausgaben für Besoldung 31140 Mk. mehr in Ansatz gebracht An die Bundesstaaten sollen für 1902 gegenüber dem Vorjahr aus den Erträgen derZölle und der Tabak st euer 3.53 811000, somit 7184 000 weniger, der Verbrauchsabgabe für Branntwein rc. 110592 000, demnach 824 000 mehr, und der Reichsstempelabgaben 79 832000, danach 20 338000 weniger, überwiesen werden. Die Summe der fortdauernden Ausgaben beläuft sich demgemäß auf 552 248000 gegenüber 578195 680 im Etat 1901. Der Entwurf der Einnahme n des deutschen Reiches an Zöllen, Verbrauchssteuern, Aversen bringt für -1902 folgende Ansätze: Zölle 471651000 (478 078000 Etatszoll für 1901), Tabaksteuer 12108000 (11960 000), Zuckersteuer 114 897 000 (111380000), Salzsteuer 49 320 000 (48 943 000), Branntweinsteuer und Maischbottichsteuer 16 863 000 (18087 000), Verbrauchsabgabe und Zuschlag 110 592 000 (109 768000), Brausteuer, Uebergangs- abgabe von Bier 31580 000 (31 136 000), zusammen 807 011000 (810 252 000) oder einschließlich der Averse für Zölle und Verbrauchssteuern 807 083690 gegen 810 330 850 für 1901. Der Entwurf der Einnahmen an Stempelabgaben bringt für 1902 insgesamt 94 598000 in Ansatz gegenüber 114020 000 im Etat 1901. In dem Entwurf des Etats für die Marineverwaltung schließt das Kapitel für die Instandhaltung der Flotte und Werften mit einer Mehrforderung von 1181 218 Mk. Für Schiffsbauteil gegenüber dem Vorjahr werden mehr gefordert: je 2 650 000 bei 2 Raten für die Linienschiffe „h", „i", 1610000 bei 2 Raten für den großen Kreuzer, Ersatz des „König Wilhelm", je 1000 000 bei 2 Raten für die kleinen Kreuzer -,g", „h", „i", 1 400000 bei 2 Raten zum Umbau der Schiffe der Siegfried-Klasse, 1040000 bei 2 und einer Schlußrate zum Bau der Torpedobootsdivision. Neugefordert wurden zu Vermessungs-Ersatz-Bauten nach Maßgabe des Flottengesetzes als 1. Raten je 3 300 000 für die Linienschiffe „k", „l", 3 800 000 für den großen Meuzer „Ersatz Kaiser",, je 1260 000 für die kleinen Kreuzer „k", „l" und den „Ersatz' Ziethen", 3 400000 zum Bau der Torpedoboots-, division (1. Rate), ferner werden neu gefordert 400 000 als Gesamtbaukosten eines Fluß- und Kanonenbootes auf den großen Flußläufen Chinas, 800 000 zur Einrichtung des Schiffes „Marie" als Artillerieschulschiff, 1000 000 %u der wegen pes Unterganges der „Gneisenau" beabsichtigten Einrichtung der „Nixe" als Seekadetten- und der „Sophie" als Schiffsjungenschulschiff. Mindersorderungen treten ein bei den 4. und Schlußraten für die Linienschiffe „Wittelsbach" (1189 000), „Wettin" und „Zähringen" (je 2 375 000), bei 3. Raten für die Liniertschiffe „Mecklenburg" und „Schwaben" (je 4 275 000) unb endlich bei der 3. und Schluß- rate für den großen Kreuzer „Prinz Adalbert" (300 000). Da außerdem 20183 000 oes Etats für 1901 forifallen, ist die für Schiffsbauten geforderte Summe insgesamt nur 183 000 höher als im Etat des Vorjahres. Bei den artilleristischen Armierungen treten gegenüber dem Vorjahre Minderforderungen ein bei der 3. und Schlußrate für „Kaiser Barbarossa", „Kaiser Karl der Große" (2 600 000) und bei der 3. Rate für „Prinz Adalbert" (1400 000). Mehr gefordert werden ber der 4. urrd Schlußrate für „Wettin", Weihnachtslitteratur. Der Verlag von Alexander Köhler in Dresden bringt uns eine Jugenderzählung „Boxe r und Blaujacke" von Heinrich Meschwitz (Preis Mk. 4.—), die zu dem Interessantesten gehört, was uns der Weihnachtsmarkt auf dem Gebiete der Jugendliteratur bietet. In fesselnder Weise führt uns der Verfasser in den Mittelpunkt des gegenwärtigen Interesses — nach China. Er Der- setzt uns zunächst an Bord des „I l t i s" nach Tsingtau. Wir lernen die emporstrebende, deutsche Kolonie kennen, fahren über den Golf von Pe tsch.il i nach, Taku und nehmen an der Beschießung der dortigen Forts teil. In wahrhaft packender Weise schildert der Verfasser die einzelnen Szenen dieses Gefechts. Wir fühlen uns mitten in ben Kampf versetzt unb glauben ben Kapitän Lans persönlich vor uns zu sehen. Eine sympathische Gestalt, ebenso wie bie Hauptperson ber Erzählung „der junge Leutnant Hans Bernau", bessen Erlebnisse als Ordonanzoffizier den Hauptteil des Buches bilden. Unter mancherlei Abenteuern gelangt er und einer seiner Kameraden nach Peking. Mit Mühe entgehen sie dabei den Boxern, kommen in ein christliches Missionshaus und lernen chinesische Christen kennen - Bei einem Ausfall, den die Belagerten in Peking gegen die Chinesen unternehmen, wird Bernau verwundet und findet Zuflucht bei einem seiner chinesischen Freunde. Noch halbkrank tritt er feinen mühseligen Rückmarsch nach, Tientsin an und wird von da nach dem Lazarett in Tsingtau befördert. Hier sieht er von dem Signalhügel aus bie Einfahrt des deutschen Panzergeschwaders in den Hafen und erfährt, daß Gras Walder see nach China kommen und den Oberbefehl der Truppen übernehmen soll. Hier endet die interessante Erzählung. Trotz ihrer Schlichtheit ist dieselbe mit feinem dichterischen Empfinden abgefayt, und wir können sie nicht allein ber reiferen Jugenb als lehrreiche unb unterhaltenbe Lektüre, sondern auch Erwachsenen aufs wärmste empfehlen. Die Jugend- unb Volksschriften von C. Falkenhorst erfreuen sich seit lange bes Beifalls ber Päbagogen. Der Verfasser zeigt stets bas Bestreben, an der Hand einer spannenden Erzählung ben ftreib bes Wissens seiner Leser zu erweitern. Diese Tenbenz hat auch seine neueste Erzählung „Die Helden vom Vaal" (Verlag von Alex. Köhler in Dresden, Preis Mk. 4.—). Der Kampf des Burenvolkes gegen die englische Uebermacht ist der große Hintergrund, auf dem sich eine freierfundene Geschichte abspielt. Dieselbe hat eine interessante romanhafte Verwicklung, besonders gelungen ist in ihr die Verknüpfung der Schicksale des Burenvolkes mit den Leiden und Freuden der vom Verfasser vorgefübrten Personen. In knappen, packenden Bildern steigt in den ersten Abschnitten die Geschichte des Burenvolkes vor Augen der Leser: der große Trek, bie Kämpfe in Natal, ber Sieg amMajubaberg. Vorbereitungen zum letzten Krieg bilben ben Hintergrund des zweiten Teiles. Dann folgen bie Kämpfe um Ladysmith unb Cronjes Kapitulation. Kapstadt wird berührt in einem Abenteuer, das der Befreiung eines gefangenen Buren gilt. In dem kleinen Guerillakriege kämpfen die versöhnten Helden der Erzählung, bis die letzte Kugel verschossen wirb. Mit einer ergreifenden Szene auf St- Helena schließt das Ganze. Viele Abschnitte sind so tief empfunden, einzelne Gestalten, namentlich bie des alten Pieter Dyck so markig gezeichnet, daß die Erzählung ohne Zweifel auch unter Erwachsenen Leser finden wird. Ein höchst reizvolles Werkchen für den Weihnachtstisch bringen die von Hanns v. Zobeltitz herausgegebenen „Illustrierten Monographien" (Verlag von Velhagen u. Klasing, Bielefeld) in ihrem neuen Bande: „W eihnachte n" von Professor Dr. Georg Rietschel (Leipzig). Tas prächtig ausgestattete Buch behandelt zunächst Weihnachten in der Kirche, dann Weihnachten in der bildenden Kunst und giebt weiter eine hochinteressante Zusammenstellung von Weihnachtsliedern und Weihnachtsbräuchen alter und neuer Zeit. Es enthält u. a. auch viel neues Material zur Geschichte der Weihnachtsbescherung und vor allem des Weihnachtsbaumes. Dem fesselnden Text reiht sich eine vielseitige, muftergUtige Illustration an. Was die Künstler vergangener Jahrhunderte, was unsere modernen Meister zu Ehren des schönen Festes der Christenheit geschaffen haben, ist hier in ausgezeichneten Reproduktionen wiedergegeben worden. Es fehlte bisher auf dem deutschen Büchermärkte an einem solchen Werke, und es läßt sich voraussehen, daß das Buch bei den: billigen Preise von nur 4 Mark, allgemein als eine hochwillkommene Gabe angesehen werden wird. Es ist für alt und jung ein köstliches, Herz und Gemüt erfreuendes Geschenkwerk. Arw Stadt und Land. l" ic (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten 300 000. ist nur unter genauer Quellenangabe: ,,Gre«. Anz. gefiattet.) Gießen, den 26. November 1901. Ministerialdirektor Althoff. fuhrbedmgungen zu erlangen. Arbeitslosigkeit und Zolltarif. Tie ministerielle „Berl. Korresp." schreibt, veranlaßt Lurch den verschiedentlich erfolgten Hinweis darauf, daß die herrschende Arbeitslosigkeit zum Terl eine Ursache des! Zolltarifentwurfs ist: I Ueber die Gründe der Krrsrs, welche zur Zett das deutsche Wirtschaftsleben Heimsucht, läßt sich mit positiver Bestimmtheit ebenso wenig ein Urteil abgeben wie über diel Tauer und Tragweite derselben. Man wird mit der An-1 nähme wohl nicht fehlgreifen, daß die Krisis, inmitten welcher wir gegenwärtig stehen, durch das Zusammengehen i einer Reihe verschiedenartiger Momente hervorgerufen ist, ohne daß sich wird klarlegen lassen, welcher Anteil an der wirtschaftlichen Stockung den einzelnen bettenden Kräften beizumessen ist. Nachdem glanzenden Aufschwung, den die deutsche Industrie in der jüngsten Vergangenheit durchlebt hat, muß der Hereinbruch emer vorübergehenden rückschrittlichen Periode als nahezu unabwendbar ; gelten. Angesichts der gesunden Unterlagen, auf denen unsere wirtsckMliche Entwickelung emporgegangen, darf man aber zuversichtlich hoffen, daß in absehbarer Zeit die aufgetauchten Schwierigkeiten und Reibungswidersande überwunden und neue Erfolge unserer nationalen Arbeit verliehen. I ** Ernennungen. Der Großherzog hat den Rechtsanwalt Karl Selz er in Offenbach zum Notar mit dem Amtssitz m Offenbach, als Nachfolger des Notars Geheimen Justizrats Dr. Hermann Weber daselbst ernannt. Ernannt wurde am 20. Nov. der prov. Gefangenaufseher am Gefängnis in Darmstadt Adam Höfle zum Gefangenaufseher an dieser Anstalt mit Wirkung vom 7. Dezember 1901 an. — Ferner der Vizewachtmeister im Dragoner-Regiment Nr. 23 Johann Konrad B e ft zum Amtsgerichtsdiener in Ortenberg mit | Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an. ** Tabak Tie Großh. Handelskammer Gießen ! schreibt uns: Im 4. Blatt der Nr. 277 Ihrer geschätzten Heilung bringen Sie einige Ziffern über die Ertragnis des Tabaloerbrauchs für die Staatskassen einer Reche von Ländern. Hierbei sind die Erträgnisse für unsere Reichslasse auf die im Vergleich mit Frankreich, England, den Vereinigten Staaten, Ungarn und Italien geringfügige Summe von 31,6 Millionen Mark angegeben. ^'iese Ziffer ist vollständig unrichtig. Nach den Mitteilungen des Kaiser!. Statistischen Amts beträgt vielmehr der Nettoertrag der in I Form von Zoll und Steuer erhobenen Tabak-Abgaben (nach «Abzug der Ausfuhrvergütungen) z. B. pro 1898/99 runo 66 Mill. Mark, pro 1897/98 rund 65 Mill. Mark, pro 1896/9 ( rund 63 Millionen Mark. Hierbei sind die Erträgnisse aus dem Zoll für eingeführte Tabakfabrikate noch nicht em- I gerechnet, die sich ebenfalls noch auf einige Millionen.Mark belaufen. (Wir haben dieser Zuschrift hinzuzufügen, daß unsere Angaben aus „Ludwig Schpnbergers Handelsbericht' stammen. D. Red.) . .. ** Aus der 5 0. Sitzung des B e zir ks eisen-, b a h n r a t s F r a ü k f u r t a. M. ist nachstehendes als von Interesse für unsere Leser zu berichten: Betreffs der von I Seiten der Mitglieder W ü ste f e l d - Münden, v. Schenck- -k- Knnstlerkouzert von Hermann Boldt. Am Dienstag Abend fand im großen Saale des Hotel Einhorn zu Gießen der von dem Konzert- und Opernsänger Hermann Boldt an- aekündigte Liederabend statt. Die sinnreiche Auswahl ferner Vortragsstücke, die zum großen Teil bekanntere Namen trugen, ließen den Besucher einen genußreichen Abend erhoffen. Trotzdem war im Allgemeinen die Beteiligung recht gering, um fo größer war aber die Aufmerksamkeit, die man dem geschätzten Künstler entgegenbrachte. Herr Boldt, der fein Jung- lmg mehr ist, verfügt immer noch über eine klangvolle, dehnbare Stimme, die eine zumal im piano seltene Schatüerungs- fähigkeit besitzt, was namentlich sehr schön m Schuberts Wanderer" zum Ausdruck kani. Sehr gut gelang ihm auch die Arie a. d. Op. „Lotte" ein melodiöses und sehr ansprechendes Stück, und ganz besonders sei hervorgehoben , Die Uhr" von Löwe. Hier konnte der Sänger seine ganze dramatische Darstellungsweise voll entwickeln, und wir können sagen, es gelang ihm meisterhaft, wie ja überhauch getragene, ernste Stücke vornehmlich anzusprechen schienen. Leine iamt- lichen Darbietungen ernteten wohlverdienten Applaus, der auch Herrn Julius Hahn aus Gießen für feine verständige künstlerische Begleitung zuteil werden muß. ** Die Alkoholfrage in der deutschen Marine. Nach einer feit dem Jahre 1894 bestehenden be- I sonderen Statistik lag in der deutschen Marine Trunkfallig- I feit au Grunde: bei ordnungswidrigem Betragen in 24,2 I Prozent, bei Aufwiegelung in 33,3 Prozent, bei Ungehorsam m 35,3 Prozent, bei thätkichern Angriff in o,4 Prozent, I bei Militäraufruhr in 88,2 Prozent aller vor^komnienen I Fälle. Diese Zahlen sprechen eine zwar deutsche, aber bei I weitem noch nicht erschöpfende Sprache über den Fluch des I Alkohols. Denn sie lassen Eigentumsvergehen, Littlichkeits- verbrechen, Körperverletzung und Totschlag, sowie die geringeren Disziplinarbestrafungen außer Betracht. — Wenn schon in der Kriegsmarine mit ihrer strengen Zucht der I Alkohol eine so verhängnisvolle Rolle spielt, wie vielmehr I in der Handelsmarine. Was nur geschehen kann, um dem Alkoholmißbrauch in der Marine zu wehren, sollte ge- ' i di eben. Auch unter diesem Gesichtspunkt sind Seemanns- heime in allen größeren Häfen eine Notwendigkeit, und die beutfdie evangelische Seemannsmistion hat durch, ihre Errichtung schon viel Segen gestiftet und Unheil verhütet. " Hessische Landeslotterie. Schon wieder soll der „Worms. Zta." zufolge für die Landeslotterie ein neuer Spielplan Angeführt werden. Nach demselben sollen die Lose von 45 000 auf 55 000 erhöht werden. Auf diese 55 000 Nummern sollen in sechs Klassen 22 000 Gewinne kommen, sodaß , demnach auf 5 Nummern zwei Gewinne kamen. Seitdem entfiel auf 3 Nummern nur ein Gewinn. Besonders aber sollen in der Folge auch schon in den fünf Vorklassen Prämien von 25 000, 35 000, 40 000, 50 000 und 60 000 Mk. zur Auszahlung kommen, während die beiden Prämien von 300 000 und 200 000 Mk. in der 6. Klaffe verbleiben. Da aber von den Kollekteuren bereits darüber geklagt wird, daß infolge der schlechten Zeitoerhältnisse das Spielen sehr ab- nehme, so ist schwer begreiflich wie und wo die Lottene- Direktion diese 55 000 ganze Lose, also 440 000 Achtel Plenarverfammlung einstimmig, an die Direktionen Frank- , furt a. M., Mainz und Eassel das Ersuchen zu ridjten, bie|e Pachtsätze, sofern sie nicht durch öffentliches Ausgebot regn-1. liert werden, nach billigen Gesichtspunkten in mäfciaer Höhe festzufetzen. Ter Bezirkseisenbahnrat ist ferner der Ansicht, daß der Unterbiet) in den Pachtchtzen für Lager-I plätze,' die unbebaut bleiben sollen und solchen, die Pachter auf eigene Kosten bebauen dürfen, mit 50 Proz. Zuschlag für letztere zu hoch bemessen ist. Der Bezirkseisenbahnrat erachtet sodann den § 12 der All g. Bedingungen für die Verpacht um g von Lagerplätzen nach zwei! Richtungen für als abänderungsbedurftig, und zwar ist: a die Kündigungsfrist erheblich zu verlängern für Platze,! deren Bebauung gestattet ist, unbeschadet der Bestimmungen des 6 13; b. die Kündigungsfrist auf einen Monat zu verkürzen, wenn es sich um andere Plätze handelt und diese ■ kurze Kündigungsfrist vom Pächter gewünscht wird. ^ e Versammlung hält es außerdem für zweckmäßig, daß in Rücksicht auf den häufigen Fall einer nur vorübergehend! nötigen Inanspruchnahme eines Lagerplatzes die Verwa.lt- 1 ung nicht das ganze Lagerterrain vermiete, sondern einige Lagerplätze für solchen vorübergehend .ich emstellenden Bedarf bereit halte. - Schröder-Köln hatte einen Antrag gestellt auf Einlegung eines neuen Schn el l zu g paar es Köln-Gießen, vormittags ab Köln und abends Gegen- zua ab Gießen. Der Antrag wurde von Macco-Siegen I und Koch-Gießen unterstützt, kann indessen wegen der so! sehr verminderten Betriebsergebniss-e vorerst nicht von der Direktion Frankfurt a. M. befürwortet werden. Tiefe wird zufolge einer gegebenen Anregung nach Moglich- I feit für den Sommerfahrplan be, , er e A n - schlüsse für die Verbindung Homberg-Gießen via Nieder- gemünd herbeiführen. •• Ortskrankenkasse Gießen. Zn der auf gestern abend vom Vorstände einberufenen statutenmäßigen General- Iversammlung waren von Seiten der Kassenmitglieder 145 Vertreter und von Seiten der Arbeitgeber 8 Vertreter erschienen. Die seitherigen Vorstandsmitglieder Judt,^ Wieqandt, Lenz und Wolff wurden wiedergewählt und Krack und Becker neugewählt. Mit der Prüfung der Jahresrechnung für 1901 wurden W. Sickert, Gustav Ho ltber g «und Schlossermeister Wiegand t betraut und zum Ersatzmann Wilhelm Schmidt gewählt. Das Ersuchen der ver- I einigten Ortskrankenkaffe Darmstadt, sämtliche größeren Ortskrankenkassen möchten beim Mnisterium um eine Audienz ' I nachsuchen, um gegen die Getreidezölle zu protestieren, hieß >!die Generalversammlung einstimmig gut und schloß sichjprähistorisch er ihm an. Damit war die Tagesordnung erschöpft. .tvvuiu^. ** Der Detaillisten-Verein hielt gestern abend deswillen! im Cafe Ebel seine ordentliche Gener alvers ammlun g qrößerter und verbesserter Form in Frankfurt erscheinen zu lassen. Der Vorstand hat beschlossen, für dieses ^ahr 100 Mk. zur Unterstützung des Blattes beizusteuern (gegen 138 Mk. im abgelaufeneii Jahr). Die Fälle unlauteren Wettbewerbs haben im vergangenen Jahre abgenommen. Es kamen nur einzelne leichte Fälle vor, die ui Gute geregelt wurden. Dagegen ist das ileberhanvnehmen der ckusver- käufe und Wanderlager auch in diesem >zahr zu benagen. ce,hCr läßt sich, wenn nicht besondere Umstande vorliegen, c.nc g-selüiche Abhilfe da nichl schaffen. Man beschloß bei der Zahl der Ausnahmetage des Vorjahres zu lassen, und dieselben Tage.wie im Vorjahr 511, wählen. Was die Krankenversicherung der im kaufmännischen Gewerbe An- - aefieilten betrifft, fo wurde der Verein von oer GemeinDe- I bciiörbe aufgefordert, der Ortskrankenkasse beiziitveten. Der Verein beschloß, mit dem kaufmännischen Verein über diese Frage f ich ins Benehmen zu setzen und vorläufig bei Den Interessenten Umfrage zu halten, ob die Zotige Anzahl von Vers'cherniigspflichtigen zusammenkomme. Da dies Der Fall war, beantragte man Die Errichtung einer eigenen l Ortskrankenlasse der im kaufmännischen Gewerbe V«Schvs- tiaten. Der Antrag ist bereits an die zuständige Ltelle abgegangen. Nachdem Herr Balser dem Redner gedankt hatte, erstattete Kaufmann Noll den Rechnungsbericht, gu Beginn des Jahres war ein Kauenbestand von o33,66 Mark vorhanden, dazu kamen 522 Mk. Mitgliederbeitrage und 23 11 Mk. Zinsen der Gewerbebank, so daß sich^insgesamt 1108,77 Mk. ergeben. Die Ausgaben betrugen 3/4,79 Mark, so daß ein Kassenbestand von /33,98 Mk. verbleibt- Die Rechnung wurde für richtig befunden nno Entlastung erteilt. Bei Der folgenden Neuwahl von o Vorstandsmit- aüederii wurden die ausfck)eidenden Mitglieder Röhr, Franz Schmidt und Nassauer wiedergewählt, ebenso sur die yan- i delskammerwahlen wieder die ausscheidenden Herren Kommerzienrat Koch, Schirmer und Nowack als Kandidaten auf- „Wittelsbach", „Zähringen" 2 700 000, bei der 3. Rate für „Mecklenburg", „Schwaben" 1500 000. Neugefordert werden als 1. Raten zur Armierung der Linienschiffe „t . ' V 1200 000, für einen großen Kreuzer „Ersatz Kaiser 1 300 uuu. Die Torpedoarmierungen bringen insgesamt MehrforDer- ungen von 1960000, Denen 1420000 Mindersoroerungen qeqenüberstehen, sodaß der Gesamtüberschuß der Forderungen unter „Schiffsbauten und Armierungen" über die vorigen Etats 4 816 000 beträgt. Bei den sonstigen einmaligen Ausgaben für Die Bedürfnisse der Oerftverwaltuiig Und den Werften zu Wilhelmshaven, Kiel und ^.anzig werden mehr gefordert im ganzen 2 720 000. Die Summe der int ordentlichen Etat für Schiffsbauten, Armierungen und sonstige einmalige Ausgaben^ für 1902 verlangten einmaligen Ausgaben beträgt 112 768550 gegen 10b83< /oO des laufenden Rechnungsjahres. Die Summe der im am.er- ordentlichen Etat verlangten einmaligen Ausgaben betragt 51746 000 gegenüber 55 223 000 Mk. int Vorjahre, xieje Summe wird aus der Anleihe gedeckt. Die „Berl. Pol. Nachr." glauben, schützend ihre ofstrichen Hände über den preußischen Miitisterialdirektor Althoff ausbreiten zu müssen. In ihrer jüngsten Ausgabe! schreiben sie: . <_. . .. , I Gegenüber den Angriffen auf di e preuß 1, cheI Unterrichtsverwaltung in Sachen der Un tv er-I 'itäten wird daran zu erinnern sein, daß den preußischen Hochschulen gerade in der jüngsten Zeit eine besonders intensive Pflege seitens des Staates zu Teil geworden ist. Die dauernden Ausgaben des Staates für Univer.itats- ,zwecke haben sich von 7,7 Millionen im ^a^re 1890/91 auf 9,7 Millionen im Jahre 1899, also um erheblich über 251 v. H. vermehrt. Infolge dieser erhöhten Zuwendungen haben die Aufwendungen für das Tiensteinkommen Der Professoren und Lehrer von 3,95 auf 4,60 Millionen, diejenigen für die Institute und Sammlungen von 4,8 aus 6 5, also um mehr als ein Drittel, gesteigert werden und die -Rabl Der Lehrstühle eine entsprechenDe Vermehrung erfahren können. Der Etat von 1901 weist eine weitere Verstärkung Der staatlichen FonDs für Universitätszwecke, und zwar auf 10,7 Millionen, also um eine volle weitere Million, auf. Aus einmaligen Ausgaben für die Universitäten sind an Staatsmitteln in Dem Zeiträume von 1889 bis 1899 nicht weniger als 25,3 Millionen Mark flüssig gemacht; seitDem sind weitere 10 Millionen bewilligt. Man wird daher anerkennen müssen, daß es Der Unterrichtsverwaltung gerade in jüngster Zeit, unD zwar auch in PerioDen knapper Finanzen, gelungen ist, , sehr beträchtliche Staatsmittel für Unterrichtszwecke flü'iig zu machen und so Der Entwickelung Der preußischen Universitäten Vorschub zu leisten. Das Hauptv er Dienst für die kräftige Förderung der preußischen Hochschulen gebührt, wie bei allen einigermaßen Unterrichteten außer Zweifel steht, dem jetzt so scharf ange- wu uvv ... .... grifjenen Ministerialdirektor Dr. Altho ff. ^"er mA unb Koch-Gießen aufs neue zur Erörterung gebet größten Sachkunde verbundenen Energie und ftellten Beschwerden über DieHöhederLagermieten, feit verdanken die preußischen Universitäten vornehmlich ' für Lagerung von Massenprodukten, beschloß die die reiche Zuführung der Staatsmittel, welche ihnen ihre ----«— jetzige Leistungsfähigkeit und Blüte ermöglicht hat. Diese Seite Der Sache wird bei Der Beurteilung Der Angriffe nicht übersehen werden dürfen, welche jetzt gerade aus Universitätskreisen sich gegen Dr. Althoff richten- Tie^e Seite der Sache" steht auf einem andern Blatte. Tie Angriffe des Professors Michaelis gipfeln zunächst in Dem Satze: „Ueberall treten einem Beispiele in Fülle entgegen von Den Dabei beliebten Mitteln: Grobheiten, Einschüchterungen, Trohungen, Reverse, die die Freihett des Berufenen einschränken oder seine Interessen schädigen, Strafprofessuren usw." Die „Köln. Ztg.", die von Der Kundgebung des Straßburger Gelehrten keineswegs erfreut ist, meint: „Immerhin ist eine Aufklärung über Die angebliche Reverswirtschaft erforderlich; es darf kein Zweifel Darüber bestehen, Daß nicht ein System berrscht, das die edelsten Güter der Nation entwerten würde." LU. Zu Fakultätsvertrctern Des StuDentenaiisschuffes I wurden gewählt: stuck, theol. Wilh. Reusch, stud. jur. Ludw. Lehr, stud med. vct. Friedr. Maa ß, Sluck. pbiloJ. dass. Wilh. Schmidt. »» Die Vorträge Des PrivatDozenten Dr. Eollm uver Den Deutschen Roman beginnen, worauf wir Die Hörerinnen aufmerksam zu machen gebeten werden, regelmäßig pünktlich um 6 Uhr nachmittags.' Sie finden an jedem Freitag statt. ** Auszeichnungen. Das Ehrenzeichen für Mitglieder > freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern ter freiwilligen Feuerwehr zu Hungen Heinrich Friedrich Bach. — Der Großherzog hat dem Ortsgerichts- diencr Peter M ü n ch in Seligenstadt das Allgemeine Ehrenzeichen nut der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" unterzubringen gedenkt. ** Wieseck, 27. Nov- Am 2. Dezember feiert der lang- iäbriae Werkführer der Firma Arnold Mueller, Joh. Brerau an der Seite seiner gleichalterigen Gemahlin den 75 Geburtstag- Der Veteran geht in voller körperlicher unb geistiger Frische noch täglich seiner Berufspflicht nach. Mosbach, 27. Nov. Anfang der verflossenen Woche | wurde hier auf dem Besitztum des Backsteinfabrikanten Konrad Kaiser im sog. Hüttenfeld von Arbeitern em interessanter Fund gemacht. Beim Abgraben von I Lehm stießen sie in einer Trese von etwa einem Meter unter der Bodenoberflächc auf ein schmuckloses Einzelgrab nut einem menschlichen Skelett in hockender S ellung. Daneben lag ein kleines Steinbeil aus dunklem Gestein. Mit diesem Fund wird das Alter der Besiedlung unserer Gegend bis in die jüngere Steinzeit hinausgeructt. Skelett und Beil sind etwa 2500 Jahre alt. , -z Hambach, 27. Nov. Auf dem Anstande befanden sich jüngst Frankfutter Jagdpächter, die einen Teil der Gemeindejagd von Ruppcttenrod gepachtet haben, die hart an unfere Gemarkungsgrenze stößt. Ein Fußpfad fuhrt vor1 hier^nach Ruppettenrod durch Waldungen und genannten Jagdbezirk. Diesen Fußpfad benutzte eine hiesige Frau nut einem dreizehnjährigen Jungen zum Heimwege, den sie in Der Abend- I Dämmerung angetreten. Plötzlich kracht em Schuß, und die Frau erhebt getroffen einen Schmerzensschrei. Der unglückliche - ' " 1 sehr vorsichtiger Jager, hatte in der beschieden sein werden. ,’ . Merkwürdigerweise haben sich neuerdings auch stimmen gefunden, die den Arbeiten zur Umgestaltung Des! Zolltarifs eine Mitschuld an den Bedrängnissen von sandel und Wandel und Demzufolge nuttelbar juicl} an Der Arbeitslosigkeit aufbürDen möchten. Tie ^arisvor- lage soll zu einer Steigerung Der Unsicherheit auf Dem Arbeitsmartt beigetragen haben. Wenn hierbei auf Dw voraussichtliche Erhöhung einer Anzahl Zollpo,ittonen Bezug genommen wirb, so ist Die Folgerung jedenfalls unrichtig, daß die industrielle Produktion um deswillen,^., «.up «vu 'n.ttnrfift hpnt bisberiaen SU «etriebsewicfcräufungen, Mb-U-r-ntl°ss^us« ab. Jtaufmann Herbst d^kte^unachst dem veranlaßt sehen konnte. Gewiß können beträchtliche ®tei-| gerungen der Einfuhrzölle anderer Staaten der deutschen Ausfuhr schwere Hindernisse in den Weg legen, vorläufig ist aber noch keineswegs erkennbar, daß solche Zollerhöhungen in den nächsten Jahren, von denen zur Zeit doch allein eine Rückwirkung sich erwarten ließe, in einem breiteren Umfange erfolgen werden als etwa in der Zeitperiode, Die mit ihren außergewöhnlich günstigen Ergebnissen hinter uns liegt. Jrn übrigen ist allgemein bekannt. Daß sich die Sätze unseres autonomen Tarifs • bei vielen Positionen nicht mit den Sätzen eines zukünftigen Konventionaltarifs decken werden, und Daß es eine der Hauptaufgaben gerade eines autonomen Tarifs ist, von anderen Ländern mit übermäßigem Zollschutz besser- Ein- 1.' VorsitzenDen Balser, Der im Laufe Des Geschäftsjahres sein Amt niederlegen mußte, worauf Herbert seine Obliegenheiten weiter führte, namens des Vereins für seine Mühewaltung und gab sodann Den G e schäft s b e r 1 ch t. ^cr Verein zählt gegenwärtig 90 Mitglieder, 2 sind im Lauf des Jahres ausgetreten. Er veranstaltete im letzten Jahre 8 Vorstandssitzungen, 1 Generalversammlung, eine öffentliche Versammlung zur Regelung dev Ladenschlusses. Seitens des Verbandes wurde 1 Konferenz und 3 Sitzungen des Preßausschusses abgebalten. In den Sitzungen l war regelmäßig 1 Regierter Des Gießener Vereins zu- negen. Auf Der Konferenz am 13. Oktober in Frankfurt am Main wurDe als Vorort für die nächste Konferenz, die ivätestens im Frühjahr ftattfinDeu soll, 2arm|taDt gemailt.. ~ . • r n c;n « F-au für ein N-h 9c halten, und war in diesem Irrtum umsomehr bestärkt worden, als just an derselben Stelle ein Rehwechsel fest- gestellt worden war. Glücklicherweise ward die Durchschlagskraft der Schrotkörner durch die Kleidung der Frau erheblich abgeschwächt. Die Jäger brachten die Frau nach Hause und holten ärztliche Hilfe. Doch konnten nicht alle Schrotkörner entfernt werden. Von einer Anzeige wurde abgesehen. Stockhausen, 26. 9coo- Große Aufregung herrscht gegenwärtig in unserem Dörfchen über einen in der Nacht vom 23. zum 24. November verübten (Linbruchsdieb- st a h l bei Gastwirt Jochem. Ein Tisch wurde aus dem .vause mitgenommen, in einiger Entfernung davon erbrochen und eines darin aufbewahrten ansehnlichen Geldbetrages beraubt. Das Dienstmädchen, das im unteren Stocke schlief, erwachte, und sah zwei Männer mit einer brennenden Laterne vor sich; es gelang ihr, zu entwischen und die Dienstherrschaft herbeizurufen. Inzwischen waren die Diebe jedoch spurlos verschwunden. Hof heim, 26. Nov. Das Landeshospital hier wurde durch einen weiteren Bau, der die Frauenabteilung enthält, vergrößert. Ferner wurden für die Einrichtung von elektrischem Licht in sämtlichen Räumen der Anstalt, sowie für die Heizung des Neubaues und andere Neueinrichtungen eine neue Dampfkessel- und Maschinenanlage errichtet. Diese Erweiterungsanlagen wurden durch einen offiziellen Akt am Freitag und Samstag voriger Woche eröffnet. Anwesend waren Geheimerat Emmerling, Freiherr v. Biegeleben, Provinzialdirektor Freiherr v- Grancy als Regierungsvertreter; ferner u. a- Oberbaurat Klingel- Höffer und Geh. Obermedizinalrat Dr- Neidhart, sowie als Vertreter der Großh. Dampfkesselinspektion Regierungsbaumeister Dofflein. Geheimerat Prof. Dr. Kittler, der Schöpfer der Anlage, erklärte während des Rundganges in einem längeren, sehr interessanten Vortrage die Neueinrichtungen, bestehend aus dem elektromotorischen Teil von der Firma Lahmayer ui Frankfurt a. M., den beiden Dampfmaschinen von je 140 Pferdekrästen, geliefert von den Vereinigten Maschinenfabriken Augsburg und Maschinenbau-Aktiengesellschaft vorin. Klett u- Co. Nürnberg, und den vier Dampfkesseln von 360 Quadratmeter Heizfläche, System Cornwall, von der Dampfkesselfabrik vorm. Rodberg, A.-G. in Darmstadt, sowie der Akkumulatorenanlage von den Akkumula- torenwerken Pollak in Frankfurt a. M. Mainz, 26. Nov- Die von unserer Theaterdirektion verheißungsvoll mit dem Vorspiel „Rheingold" jüngst inaugurierte Nibelungentetralogie von Richard Wagner erhielt in der letzten Freitag mit einer wirkungsvollen Steigerung inszenierten „Walküre" eine entsprechende Fortsetzung. Wenn vielleicht begeisterte Wagnerianer anfangs bedauern mochten, daß der für die Rolle des Wotan in Aussicht genommene Hofopernsänger Bertram, der wiederholt im „Fliegenden Holländer" Triumphe gefeiert, wegen Unwohlseins hatte absagen lassen, so konnten sie mit dem Ersatz unseres hiesigen Baritonisten H. Rünger sehr wohl zufrieden sein. Sowohl die ganze Auffassung des Göttervaters, als auch die kunstverständige und klangsichere Durchführung in Beherrschung und Nüanzierung einer reichen Stufenleiter von Empfindungen zeigten den denkenden und verständnisinnigen Darsteller und Sänger. Ergreifend und sympathisch namentlich erschollen die Töne tragischer Wehmut im Austausch der Gefühle mit seiner geliebten Tochter Brunhilde, der auch unsere Primadonna, Frl. Materna würdigen und packenden Ausdruck verlieh. Für den männlich kräftigen Siegmund hätten wir uns im Aeußeren eine ge- reiftere Maske gewünscht, als Herr Holm sie annahm, wenn er auch darstellerisch und stimmlich; den Anforderungen genügen mochte. Als Siegelinde stellte sich diesmal für die unpäßliche Frl. Cora ein Gast von Mannheim, Frl- Hilda Schöne dar, die durch ihre gewinnende Erscheinung, sowie durch ihren technisch geschulten und von warmer Empfindung durchfluteten Gesang sofort aller Herzen eroberte. Recht lebendig und wirkungsvoll gebärdete sich die Walkürenschar, aus deren neunsdimmigem Kamönengesang die Stimme eines zweiten Mannheimer Gastes Frl. Fiora besonders hell hervorklang. A. £. Gimbsheim (Kr. Worms), 27. Nov. Während dieses Jahres ließ Professor Weckerling-Worms auf dem des zum Wohnhause der Frau F. A. Beny gehörenden Gebiete Ausgrabungen vornehmen, wobei verschiedene kleinere Altertümer zum Vorschein kamen, die bereits ins Paulus- museum nach Worms gebracht wurden. Vor wenigen Tagen fand auf demselben Gebiete ein hiesiger Lehrer beim Graben einen hellen Krystall, den am Samstag Professor W. mit über 1000 Mk. bezahlte. Gestern wurden unter der Kontrolle des Ministerialrats jSol d an-Darmstadt wieder Ausgrabungen vorgenommen. Man entdeckte drei Gräber, in denen je ein Skelett lag. Das eine Skelett hatte an der Kopfseite silberne Ohrringe mit Edelsteinen. Auf den Brustknochen lag eine 1 Meter lange Bronze-Kette mit einer eiförmigen Kapsel. An dem linken Zirmknochen war ein Bronze-Armband und an einem Fingerknöchel ein silberner Ring mit blauem Stein. Ein anderes Skelett, und zwar das eines Kindes, hatte ein etwa 15 Zentimeter langes Messer neben sich liegen. Die Knochengerüste wurden wieder mit Erde bedeckt, während die gefundenen Schmucksachen usw. ins Paulusmuseum nach Worms kommen. Auch während des heutigen Tages werden Ausgrabungen vorgenommen, da man wieder auf Gräber gestoßen ist. Die Graber sollen aus dem 5. und 6. Jahrhundert stammen. Man entdeckte vier Gräber, in denen gut erhaltene Skekctte sich befanden. In dem einen Grab fand man das Skelett eines etwa 20 jährigen Mannes. Ein Oberschenkel des Skeletts war gebrochen. Ein Teil desselben lag zur Kopfseite. Jedenfalls gab es im 5. oder 6. Jahrhundert noch keine Aerzte, die einen solchen Bruch einrichten konnten. Ebenda lag em Topf mit wertvollen Münzen. In einem anderen Grab wurden Perlen, Gold-Spangen und sonstige wertvolle Gegenstände gefunden. Wieder in einem anderen Grab lagen zwei zweischneidige Schwerter. In der nächsten Woche sollen die Ausgrabungen fortgesetzt werden. Gerichtssaal. — Eine neue Verurteilung iufolgc Duells. Das Kriegsgericht der 18. Division verurteilte den Assistenzarzt Bergmann vom 4. Feldartillerie-Regiment in Flensburg wegen Herausforderung des Zahnarztes Bolten in Husum zum Zweikampf mit tätlichen Waffen zu 3 Monateu Festung. Tas Duell hatte am 26. Oktober bei Kiel stattgefunden, wobei beide Gegner Verwundungen davontrugen. Das Gericht lehnte ein Begnadigungsgesuch ab. - -■ ---- - ■ ■ B. Arbeiterbewegung. Großwardein, 27. Nov. Die beim hiesigen Rachausbau streikenden Arbeiter versuchten die auf anderen Bauten be- schäfttgten Arbeiter an der 9lrbeit zu hindern, was zu argen Straßencxzessen und Schlägereien führte. Die Polizei mußte einschreiten und nahm 40 Perhaftungen vor. 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Dezember 1901, im grossen Saale des Gesellschafts-Vereins. Zweites Konzert Kammermusik-Abend. Ausführende: Frankfurter Quartett-Vereinigung (gegründet 1894) Hermann Hock, Fritz Dippel, August Allekotte, Helnr. Appun. Programm: Quartett op. 95 in F-moll ........ L van Beethoven Quartett op. 105 in As-dur....... Ant. Dvorak, Quartett in C-dur...........W. A. Mozart. Eintrittskarten zam Konzert für Niohtmifglieder za Mk 2.50 weBHHHDeseoeea* (8perrslrz Mk. 8.50), sowie kleine Partitar-Aue- gabe sind in der Musikalienhandlung von Ernst Ohallier (Rudolphs Machfl.), and abends an der Kasse, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. Das dritte Konzert findet am Sonntag dem 15. Dezember 1901, abends 5 Uhr, statt Philipp Wolfram: Ein Weihnachtsmysterium für Soli, Chor und Orchester, 7676 National-sozialer Verein. Freitag de« 29. November 1901, abends 9 Uhr, im CafL Ebel: 04805 Vortrag des Herrn Dr. Maurenbrecher aus Berlin über Die Wust der Kutschen Lanlunirtschnft. Freie Diskussion. Gäste willkommen. Frische Fluß- und Teefische. Wl» Schulhof. B, Telephon 119. Prompter Versand «ach auswärts Schurzen aller Art in denkbar großer Auswahl empfehlen billigst 6893 C. Röhr & So. Stahlonit - Universal - Parketreiniger patentamtlich geschützt Nr. 45199 reinigt verblüffend rasch und schön schmutzige Parketböden unb Linoleum. 7075 Ersatz für Stahlspahne! Stahlonit-Farbenentferner entfernt rasch und sicher alte Farben. Unentbehrlich in jedem Haushalt ist: Stahlonit-Putz- und Scheuerpulver. Stahlonlt-Potz- und Scheuerseife reinigt im Nu beschmutzte Hände. Eosaeea-Wollwasch- und Fleckfeife reinigt alle Arten Stoffe. Ei« Versuch überzeugt! Erfolg garautiert! Zu haben in Gießen in den Drogenhandlungen von Emil Fischbach, Wilh. KUbiuger, Aug. Roll, PH. Schwager. Jacques Dahr, Hannover, Generalvertrieb der Stahlonitpräparate. 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