Nr. 354 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Dienstag 29. Oktober 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Familien, blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem .Hess. Landwirt* und den .Blättern sür hessische Volkskunde* viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Feriisprechanschluß Nr.51. GietzenerAnzeiger 'xy General-Anzeiger ** Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen Annahme von Anzei-e« äu der für den solgenoew Tag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Ameigcn-Vermitt- lungsstellen des In-und. Auslandes nehmen An* zeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der B r ü h l'schew Universitäts - Druckerei! (Pietsch Erben). Verantwortlich für de« allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Vom Transvaalkrieg im Licht der öffentlichen Meinung. Der ehemalige deutsche Gesandte in China, Herr v. Brandt, hat in zwei Artikeln der Londoner .Finanzchronik" seine Ansichten über den Burenkrieg und englische Strategie zum Besten gegeben. Das, was in diesen Artikeln steht, könnte von keinem englischen Jingoblatt übertroffen werden. Demnach ist Lord Roberts der größte lebende Feldherr, die Engländer führen den Krieg mit unübertrefflicher Milde und Menschlichkeit, die Buren sind Barbaren und Feinde jeden Fortschritts, der Sieg der Engländer von jedem gebildeten Menschen zu wünschen. Um gar keinen Zweifel darüber zu lassen, daß er es als ein bedauerliches Versehen empfindet, zufällig als Deutscher zur Welt gekommen zu sein, erklärt er noch, die deutsche Kultur bestände in der Grobheit der Menschen, die deutsche Presse benehme sich in „thörichter und taktloser Weise", sie greife zu „Gemeinheiten" usw. Herr v. Brandt sitzt im Auffichtsrat verschiedener Aktiengesellschaften, die sehr lebhafte Interessen in Deutsch-Südwestafrika haben und es aus sehr materiellen Gründen für vorteilhaft halten, vor John Bull in Demut zu ersterben. Diese Thatsache dürfte zur Bewertung des Ur- tells des Herrn v. Brandt genügen. Er ist in weitesten Kreisen der deutschen Gesellschaft gerichtet. Die Sympathien von deutscher Seite England gegenüber schrumpfen von Tage zu Tage mehr zusammen, und wer aus dieser oder jener Rücksicht seine Herzensmeinung verbarg, der geht nun, nach den grausen Nachrichten vom südafrikanischen Kindermord, aus seiner vorsichtigen Reserve heraus. Die amtliche „Karlsruher Zeitung", die bisher in der Beurteilung des südafrikanischen Krieges den Standpunkt der Reichsregierung in starrster Weise vertreten hat, brachte in ihrer letzten Nummer an leitender Stelle, anknüpfend an die Rede Chamberlains (siehe besonderen Artikel) schroffe Ausführungen mit folgenden bemerkenswerten Schlußsätzen: „Auf welcher Seite in diesem Kriege die Sympathien des deutschen Volkes trotz aller berechtigten Staatsraison sich befinden und wo sie sich nicht befinden dürfte in England doch wohl nicht ganz unbekannt sein. Wenn Herr Chamberlain glaubt, durch eine Verzerrung der Ereignisse während des deutsch-ftanzösischen Krieges und auf Kosten der Menschlichkeit und Manneszucht deutscher Krieger eine Irreführung der englischen öffentlichen Meinung herbeiführen zu sollen, so ist das seine und des englischen Volkes Sache. Nun wird man jenseits des Kanals sich nicht wundern dürfen, wenn das Echo, das Herrn Chamberlains Anschuldigungen in der deutschen Presse aller Parteien erwecken werden, den Engländern nicht allzu angenehm in die Ohren klingen werde." Ein köstliches Beispiel flammender Burenbegeisterung aber liefert folgender prächtige Brief eines wackeren Mannes aus unserem Nachbarorte Kl ein lind en. Wir können ihn unmöglich unseren Lesern vorenthalten. Er lautet folgendermaßen : Kleinlinden, 26. 10, 1901. An die Redaktion des Anzeigers. Ich erlaube mir Ihnen mitzuteilen, daß ich die Zeitung von Ihnen von heute ab abbestelle. Als ich am 20. 10. in der Burenversammlung zugegen war, habe ich die richtigen Zustände, wie es eigentlich in Südafrika geht mrd steht, mit angehört. Es ist eine Beruhigung für mich, daß die Buren den Sieg davon tragen. Aber- leider muß ich Ihnen bekennen, daß ich in Ihrer Zeitung eine solche Aufmunterung an Ihre werten Leser noch nicht gefunden habe. Um mir das Äergerniß zu ersparen über Nachrichten aus England, die doch nicht wahr sind, bestelle ich die Zeitung hiermit ab. I ch wollte, ich hätte über 5000 deutsche Truppen zu verfügen. Ich wollte den Engländern doch einmal zeigen, was Deutsche können und deutsche Faust zu bedeuten hat. Sie würden mir keine Frauen in die Gefangenschaft abführen. Es lebe Botha, Stein, Dewet, die tapferen Buren. Achtungsvoll K . . . P....... - Vielleicht finden sich 5000 unserer Leser, die unter dem Kommando des Herrn K. P. aus Kleinlinden nach Transvaal hinausziehen und den Engländern so derb auf die Hosen klopfen, daß fie alle miteinander ins südafrikanische Gras beißen und daß die Telegraphenstationen und Postämter da unten alle in die Hände der Buren kommen, damit die europäischen Zeitungen wieder, wie zu Beginn des Krieges, auch aus den Burenlagern direkte Nachrichten erhalten können. So lange aber werden sich die Ungeduldigen mitsamt der Presse in aller Welt mit den Meldungen des Reuter'schen Tcle- graphenbureaus und gelegentlich auf Umwegen durch die englische Zensurkette geschmuggelten Privatnachrichten begnügen müssen. Doch Scherz bei Seite; Herr K. P. aus Klein- Linden, der Mann mit dem Herzen auf dem rechten Fleck, gefällt uns, trotz seiner uns fürchterlich nahegehenden Abbestellung! Er soll leben und Ohm Paul Krüger daneben! Einen Vorschlag zur Linderung der Not der Burenfrauen und Kinder in den Konzentrationslagern macht ein holländischer Arzt, Dr. H. I. Keßler, in dem Haager Blatt „Het Vaterland". Gerade so wie 1870 die Schweiz das entwaffnete Heer Bourbakis, ferner die aus Paris vertriebenen Deutschen und die Straßburger Bürger, die mit Zusttmmung der belagernden Deutschen die Stadt während der Belagerung verließen, verpflegt hatte, so könnte auch diesmal ein neutraler Staal sich der unglücklichen Burcnftauen und Kinder annehmen. England, das diese armen Geschöpfe gar zu inhuman behandele, könne gegen diesen Vorschlag nichts einzuwenden haben, da die genannten Frauen und Kinder ihm nur Kosten und Umstände verursachten. Vertreter neutraler Länder müßten dann geeignete Orte ausfindig machen, zum Beispiel gesunde Gegenden in Nicderländisch-Ostindien, um diesen Unglücklichen ein menschenwürdiges Dasein zu gewähren. Dr. Keßler fordert all- duieniaen, die seinen Plan unterstützen wollen, auf, sich mit ihm in Verbindung zu setzen. — Wir zweifeln nicht daran, so meint die „Dtsche. Tgztg.", daß dieser Vorschlag auch bei den deutschen Burenfteunden ein offenes Ohr und, wenn nötig, auch eine offene Hand finden wird. Wir fürchten aber andererseits, daß auch diese Bemühung vergeblich sein wird. Die englische Negierung handelt ja augenscheinlich in der bewußten Absicht, die Burenfrauen und Kinder langsam hinzumorden, um das Burenvolk gänzlich auszurotten. Sic wird also ihre Opfer nicht fahren lassen. „Um schwache Charaktere vor der Anwerbung durch englische Werber zu schützen", setzt die Deutsche Buren-Centrale in München, Wilhelmstr. 2 II, jedem, der im Deutschen Reiche englische Werber so zur Anzeige bringt, daß sie sofort verhaftet und bestraft werden, hundert Mark Belohnung aus. Deutsches Mich. Berlin, 7. Okt. Der Kaiser hörte gestern die Borträge des Ehefs des Admiralstabes v. Diederichs und des Chefs des Marinekabinetts v. Senden-Bibran. Um 11 Uhr empfing der Kaiser den neuen persischen Gesandten in Antrittsaudienz und nahm später die Meldung des Unterstaats-' sekretärs Sydow im Reichspostamt, aus Anlaß seiner Ernennung hierzu, sowie um 12 Uhr militärische Meldungen entgegen. Heute nachmittag ist der Kaiser mittelst Sonderzuges nach Liebenberg in der Mark ab gereist. — Die Kaiserin nahm gestern bereits wieder an der Mittagstafel im Neuen Palais bei, am Nachmittage unternahmen der Kaiser und die Kaiserin eine gemeinsame Ausfahrt. — Der „Franks. Ztg." wird mitgeteilt: Im bergan-' gen en Jahre war's. Der nun verstorbene Dr. Georg von Siemens war zur kaiserlichen Frühstückstafel geladen, an der außerdem noch der König von Württemberg mit seinem Schwiegersohn, dem Erbprinzen vdn Wied, teil- nahm. Das Gespräch kam auf den Transvaal-Krieg. Der Kaiser meinte, er könne sich die in ganz Deuts chlandhervorbrechendeBegei st erung für die Buren nicht erklären : „Wo kommt sie nur her?" „Die Sache ist sehr einfach zu erklären", meinte Dr. von Siemens, „die Begeisterung für die Buren ist so groß, weil die Frauen und Kinder für die Buren sind. In meiner Familie ist's so, und so wird's auch wohl überall sein." Der Kaiser schlug sich lachend auf das Knie: „Sie haben ganz Recht, lieber Siemens, in meiner Familie ist's gerade so. Bon denFrauen kommtdie Burenbegeisterung. Auch die meine kann die Zeitungen morgens kaum erwarten, die ihr die Siege der Buren melden." — In einer von einem freisinnigen Neichstagsabgeord- neten ausgehenden Korrespondenz wird dem Kaiser folgende Aeußerung zugeschrreben: „Kommen keine Handelsverträgezu st ande,soschlageich alles kurz und klein." (Ob diese oder eine ähnliche Aeußerung thatsächlich gefallen ist, wird natürlich ebenso unaufgeklärt bleiben, wie die früher ausgestellte Behauptung, der Kaiser habe gesagt, der Doppeltarif sei ein Unsinn, Graf Bülow sei auch dieser Meinung. Die Verbreitung derartiger Geschichten gehört nun einmal zum Rüstzeug des politischen Kampfes. Wenn erst der Reichstag wieder versammelt ist, wird man aus der sachlichen Stellungnahme des Reichskanzlers zur Genüge ersehen können, mit welchem Rechte alle diese Gerüchte herumgetragen wurden.) — Der Geh. Legationsrat Johann es im Auswärtigen Amt ist als stellvertretendes Mitglied für die Dauer Der Verhandlungen über den Zolltarif in den Bundesrat berufen worden. Herr Johannes ist durch feine Thätig- feit als Regierungskommissar in der Weinkommission des Reichstages bekannt geworden. Er erhielt damals wegen seines Eintretens für die Verschnittweine den humoristischen Beinamen „Johannes der Täufer". Geheimrat Johannes gilt für einen der entschiedensten Vertreter der Richtung, die man heute als freihändlerisch zu bezeichnen pflegt. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Behauptung des „Vorwärts", auf Verfügung des Ministers der öffentlichen Arbeiten seien aus Sparsamkeitsrücksichten bei den Staatsbahnen Arbeiter-Entlassungen in größerem Umfange angeordnet, ist erfunden. Die Angriffe gegen die Staatsbahnverwaltung sind um so haltloser, als sie sich gegen eine Verwaltung richten, die in schwieriger Zeit bemüht ist, den Rücksichten auf ihre Wirtschaftlichkeit, aber auch den Rücksichten auf die Industrie und namentlich auf ihre eigenen Arbeiter, gerecht zu werden. Die Fürsorge der Staatseisenbahnverwaltung für ihre eigenen Arbeiter geht aus einer jüngst ergangenen Verfügung des Eisenbahnmmisters an sämtliche Eisenbahn-Direktionen hervor. Hiernach sollen infolge Verkehrsrückganges, insbesondere auf Nangierbahnhöfen, Zugbildungsstationen, Reparaturwerkstätten entbehrlich gewordene Arbeiter unter feinen Umständen aus dem Eisenbahndienst entlassen, sondern anderweit beschäftigt und überall verwendet toeroen, wo infolge natürlichen Ausscheidens ein Bedarf an Arbeitskräften eintritt. (Aus Darmstadt wird gemeldet, daß in der dortigen Hauptwerkstätte der Preußisch-Hessischen Staatseisenbahn der gesamte Betrieb infolge Arbeitsmangels für Samstag nachmittag ausgesetzt worden war und daß es den Anschein habe, als ob derartige Feierschichten auch für die nächste Zeit vorgesehen seien. Aus Mainz berichteten wir bereits Aehnliches, und aus Bromberg kommt heute die nämliche Nachricht. D. Red.) — Die Trauerfeier für Georg von Siemens fand heute nachmittag in der Deutschen Bank statt, in der der Sarg aufgestellt war. Es erschienen die Staatssekretäre Frhr. v. Thielmann und v- Richthofen, Handelsminister Moeller, Reichsbankpräsident Dr. Koch rc. In Vertretung des Kaisers legte General a la suite v. Löwenfeld einen Kranz nieder. — In der Zeit vom 1. April bis Ende September gelangten im deutschen Reich folgende Einnahmen an Zöllen, gemeinschaftlichen Verbrauchssteuern sowie andere Einnahmen zur Anschreibung: Zölle 252 454 439 Mk. (gegen das Vorjahr plus 11 862 819 Mk.), Tabaksteuer 5 436 517 Mk. (plus 87 260 Mk.), .„ucferfteuer und Zuschlag 50 004 722 Mk. (minus 9 610546 Mk.), Salzsteuer 22 799 091 Mk. (plus 117 952 Mk.), Maijchbottichsteuer 1340067 Mk. (mmus 938 765 Mk.), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag 65 879 882 Mf. (plus 851852 Mk.), Brennsteuer 849 512 Mark (minus 524 323 Mk.), Brausteuer 16 824 590 Mk. (plus 186 756 Mk.), Uebergangsabgabe von Bier 1873437 Mk. (minus 168 223 Mk.), Summe 413 082 999 Mk. (plus 1864 782 Mark), Stempelsteuer für a) Wertpapiere 7 338886 Mk.. (minus 6 532 483 Mk.), b) Kauf- und sonstige Anschaffungsgeschäfte 6 288993 Mk. (minus 483119 Mk.), c) Lose zu Privatlotterien 3 073 651 Mk. (plus 541261 Mk.), Staatslotterien 14 945 655 Mk. (plus 7 618172 Mk.), d) Schiffsfracht- Urkunden 372 928 Mk. (plus 145 419 Mk.), Spielkartenstempel' 631589 Mk. (minus 26 633 Mk.), Wechselftempelsteuer 6 429 068 Mk. (plus 63 661 Mk.), Poft- und Telegraphenverwaltung 198854 272 Mk. (plus 10 584 451 Mk.), Reichseifenbahnverwaltung 43 618000 Mk. (minus 3 934 000 Mk.). Danzig, 27. Oft. Das Befinden des Abg. Rickert ist zur Zeit wenig günstig. Er ist wiederum von einem leichten Schlaganfall betroffen worden. Breslau, 26. Okt. Bei herrlichen Wetter fand heute auf dem Museumsplatze die feierliche Enthüllung des Kaiser Friedrich-Denkmals statt. Der Kronprinz war als Vertreter des Kaisers erschienen. Dresden, 26. Okt. Im Ministerium des Innern fanden gestern und heute unter dem Vorsitze des Staats- Ministers v. Metzsch und unter Beteiligung der stellvertretenden Bundesratsbevollmächtigten Geheimrats Dr. giüger. und Geh. Finanzrats Dr. Rüger Besprechungen über die Stellung statt, die die Königlich Sächsische Staatsregierung bei der zweiten Lesung des Zolltarifs im Bundesrat einzunehmen habe. Leipzig, 27, Ott. Die 13. allgemeine Konferenz der deutschen Sittlichkeitsvereine ist heute mit einem Festgottesdienst und einer Abendversammlung eröffnet worden. Heber 2000 Personen waren anwesend. Zu dem Thema „Bibel und Sittlichkeit" sprachen Pastor Phi-, lipps-Berlin, Pfarrer Weber-München-Gladbach und Abg. Henning-Berlin. K ö l n , 26. Okt. Wie der „Köln. Ztg." telegraphiert wird, soll im nächsten Frühjahr in London eine Gewerbeschutzkonferenz abgehalten werden. Am 29. Oktober soll int Kaiserhof zu Berlin eine größere Versammlung von eingeladenen Mitgliedern des Vereins für den Schuß des gewerblichen Eigentums und Vertretern von Handels-, kammern und anderen Vereinen stattfinden, um zu beraten, welche Gebiete des gewerblichen Rechtsschutzes am dringendsten einer Aenderuug bedürfen. Koblenz, 27. Okt. Heute tagte hier der Verband zur Kanalisierung der Mosel und Saar. Die Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, in der sie erklärt, daran festzuhalten, daß das Projekt der Kanalisierung der Mosel und Saar in feiner großen wirtschaftlichen Bedeutung von keinem anderen übertroffen wird. Es müßten alle angängigen Wege eingeschlagen werden, um die Ausführung dieses Planes zu erreichen und denselben mit Rücksicht auf die schwere Krisis, welche Handel, Industrie und Landwirtschaft augenblicklich durchzumachen haben, sowie im Hinblick auf die vorhandene Arbeitsnot baldmöglichst der Verwirklichung entgegenzuführen. Metz, 27. Ott. Samstagabend brachten viele Tausende aus Metz und Umgebung dem Bischof Benzler einen Fockelzug dar. Deutsche und französische Sänger sangen vor dem Bischofspalast Chöre. Stadtrat Lallement überreichte einen Hirtenstab als Zeichen der Ergebenheit der Diözesanen der französischen Zunge mit einer französischen Ansprache. Der Bischof antwortete französische Professor Finger begrüßte den Oberhirten deutsch und wies auf die unter den Katholiken beider Sprachen herrschende Eintracht hin. Der Bischof dankte deutsch Ehorgesang schloß die Feier. München, 27. Okt. Der Staatsminister des Innern hat an die Kreisregierungcn einen erneuten Erlaß betr. die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gerichtet. Ausland. London, 27. Okt. „Reynolds Newspaper" hött auf Grund bester Autorität, daß die in Amerika veröffentlichten Nachrichten über das Befinden des Königs Edward wahr seien. Der König leide an Kehlkopfkrebs. London, 27. Okt. Nach Telegrammen aus Kalkutta sind die indischen Märkte gedrückt, weil sich der afghanische Kronprätendent Eyub Khan der britischen Ueberwachung durch die Flucht entzogen hat. — Nach einer Meldung des Moskauer Korrespondenten des „Daily Graphie" ist ein großer Skandal im Zusammenhang mit dem Weiterbau der transkaspischen Eisenbahn nach Samarkand, Buchara und Andischow entdeckt worden. Beamte hätten Gelder unterschlagen und die Unternehmer 20Mak mehr Land als nötig war angekauft und dann wieder verkauft. Viele Beamte sind verhaftet worden. — Der Pariser Korresondent des „Standard" erfähtt, daß, soweit die ftanzöfische Regierung in Betracht komme, keine diplomatischen Schritte gethan seien, weder rücksichllich der Angliederung Kretas an Griechenland noch rücksichtlich eines Uebereinkommens der Mächte, die Türkei >u. ** Die GesangvereineHeiterkeit-Gie zuerkennen. Wegen Ausschreittmgen und Ruhe- Der Bau von Wegen zum Zweck als erledigt angesehen. Vermischtes. zwingen, die Festsetzungen des Berliner Vertrags an» 1329 Typhuskranke gezählt. * Bukarest, 27. Okt. Der Kapellmeister des 27. Jn- '** Ein Samariterdienst. In der Liebigstraße verursachte gestern abend ein Taglöhner, der sich mit seiner Ehefrau und mehreren Nachbarn auf dem Heimwege befand, argen Skandal. Der Frau wurde die Sache schließlich zu bunt und sie lief ihrem Eheliebsten durch. Auch die Polizei mußte einschreiten. Zu Hause angetommen, bereute der unsanfte Ehemann seine That derartig, daß er^einen Strom von Thronen vergoß. Ein vorübergehender Student horte den Mann jammern. Er empfand Mitleid mit seinem Unglück und begab sich ins Haus, wo er kunstgerecht die kleinen minder des Ehepaares entkleidete und in Gegenwart des Mannes, der in seiner Trostlosigkeit dazu nicht fähig war, haftet. ** Ruhestörer. nacht eine U... -—-------~ ~ • ... Taunusstraße aufgestellte Bank in Stucke und warfen diese beiden Regierungen ausgeführt. Die von der argentinischen Presse hervorgerufene Beunruhigung werde für grundlos erklärt. Amtlich werde erklärt, es herrsche zwischen beiden »Typhus. In Lauban wurden drei Typhusfälle konstatiert. — In den letzten acht Tagen sind im Stadt- und Landkreise Gelsenkirchen 27 Typhuskrauke gestorben, 122 wurden als genesen' entlassen. Gegenwärtig werden noch untersteige. Wien, 27. Okt. Für heute mittag ist em Mmisterrat einberufen, in dem Ministerpräsident v. Körber wichtige Eröffnungen und inhaltsreiche kaiserliche Entschließungen bekanntgeben wird. J Budapest, 27. Okt. Ministerpräsident v. K o r b e r hat! dem Kaiser gestern nur über die politische Lage in Oesterreich Bericht erstattet. Bon einer Absicht zu demissionieren, war in der Audienz keine Rede. — Des ungarischen Ministerpräsidenten Szell Aussprache mit Korber hinsichtlich einiger Stellen seiner jüngsten Rede, die in der Budapester Presse als gegen Ungarn gerichtet ausgelegt wurde, gab Körber beruhigende Erklärungen, sodaß an dem Fortbestände der zwischen den beiden Kabinettschefs vereinbarten Ausgleichs^Bestimmungen keinerlei Zweifel bestehen kann. Petersburg, 27. Okt. Einzelne Blätter, darunter die| „Nowoje Wremja", fordern die Regierung auf, energische Maßregeln zu ergreifen, um die Werbung von Russen sowie den Ankauf von Pferden für die englische Armee in Südafrika zu verhindern. Konstantinopel, 27. Okt. Auf Wunsch des Sultans wurde die Abreise des Prinzen Adalbert auf heute verschoben. Bei der Abfahrt wurden dem Prinzen die gleichen Ehren erwiesen wie bei der Ankunft. Besondere Beauftragte des Sultans geben der „Charlotte" das Geleite bis zu den und Männergesang-Berein Wetzlar hatten fich früher , r . r.r..r,„ WAftn gestern in dem Jagdschlößchen Dutenhofen Stelldichem ge- Führer her, soziälistt,chen Parla- 9 eine^arone Anzahl anderer Wanderlustiger aus Personenfuhrwerke mit Postbeförderung zwischen Ulrichstein Rixfeld Bhf., zwischen Herbstein Ort und Herbstein Bhf., sowie zwischen Grebenhain und Freiensteinau ins Leben. — ,Jn dem an der Bahn gelegenen Orte Frischb orn tritt am L November" eine P^stuZ.ent urin.Thättgteit. angängig, da Sonntagskarten nach Großstädten im Wegfall zu kommen haben. Ebenso dem können wir nicht dem Wunsche nach Sonnta gs karten Friedberg-Homburg v. d. H. gerecht werden, da bet der Wiedereinführung der Sonntagskarten, tote bereits vorerwähnt, nur die seither bestehenden Verhältnisse Berück-^ sichtigung finden konnten, Neueinführungen aber nicht be- >.absichtigt sind." ft Butzbach, 27. Okt- Samstag, den 26. Oktober, y w .. ! beging im großen Saale des Hessischen 5^ofes die Gesell-! er ^ute Vormittag starb. " ' ~ M | Ä(eine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Aus Stadt und Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, den 27. Oktober 1901. verschwunden. St Darmstadt, 27. Okt. Zwecks Gründung einer Automobil-Gesellschaft, nach dem Muster der in Köln bestehenden hatten sich gestern tm Darmstadter Hof eine Anzahl Interessenten eingefunden. Es wurden indessen nur 20 000 Mk. gezeichnet, während zur sicheren Fundierung der Gesellschaft mindestens 60 000 Mk. notwendig sind. — Es soll daher am Montag eine weitere Versammlung statt- findcn Man hofft, bis dahin hinreichendes Kapital zu sichern. — In die Ausstellungsräume der Künstler-Kv- lonic wurde in der vergangenen Nacht zum zweiten Male eingebrochen. Doch eigneten sich die Diebe nur minderwertige Gegenstände an. — Wie von Berlin berichtet wird, ist der Direktor des Philharmonischen Orchesters Stix, der im Sommer im Platanenhain der Künstler-Kolonie spielte, plötzlich von Berlin verschwunden und hat ferne Kapelle mittellos zurückgelassen. — Den Bock zum Gärtner gemacht hat ein vermögender hiesiger Wern Han d ler, y - .. . . za । . • i r — er (in iw* irtrn Häfen Syriens. New-York, 27. Okt. Aus San Juan de Puertorico wwd gemeldet: Der Revolutionär Munol Tebar, welcher diej Präsidentschaft in Venezuela anstrebt, empfing eine Depesche, wonach die Truppen Castros bei Maturin nach sechsstündigem Kampf völlig geschlagen wurden. Die Verluste auf beiden Seiten seien schwere. Castros Truppen zogen stch zurück und überließen den Aufständischen die Stadt und Umgegend. Der Befehlshaber der Truppen Castros und Diele Soldaten seien gefangen, auch Munition sei erbeutet. ulu , rou „ „culc ,----- Buenos-Ayres, 26.Okt. Em Telegramm aus Valparaiso! ^.^hsinn" ihr 25jähriges Jubiläum ihres Bestehens.! Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten, meldet: Der argentinisch-chilenische Zwischenfall ^lva 120 Personen, Damen und Herren, hatten sich zu ^er (Griebel stattgehabten Beigeordnetenwahl wurde ** Postalisches. Auf der am 1. November ins Leben tretenden Nebenbahn L a u t e r b a ch - Grebenhain- Crainfeld werden in jeder Richtung täglich 3 Zuge verkehren, die in Lauterbach Anschluß an die Vormittags-,! Mittags- und Abendzüge der Gießen-Fuldaer Bahn haben. In sämtlichen Zügen werden Schaffnerbahnposten eingerichtet, die den Verkehr für die an der Bahn gelegenen Postanstalten in Herbstein, Grebenhain, Blitzenrod, Elf en- .bad), Rixfeld, Ilbeshausen und Nösberts, sowie für die seitwärts der Bahn gelegenen Postanstalten in Stockhausen, I Engelrod, Altenschlirf und Freiensteinau nebst Landbezirker vermitteln. Die zwischen Lauterbach und Grebenhain ver-' kehrenden Personenposten fallen weg, ebenso einzelne Landpostfahrten; dagegen kommen andere Landpostsahrten zur Einrichtung, um den Personen- und Postverkehr der abseits der Bahn gelegenen Orte mit den Eisenbahnstationen zu vermitteln, und zwar zwischen Stockhausen und Rixfeld Bhf., zwischen Lauterbach und Rudlos mit Anschluß an die Station in Blitzen rod sowie zwischen Altenschlirf und Herbstein. Zu dem gleichen Zwecke treten am 1. November Privat- Ländern das vollste Einvernehmen. Bombay, 27. Okt. Reuter bestätigt die Meldung aus Teheran von einer Verschwörung gegen den Schah und sagt, die Rädelsführer seien nach Kutschan gebracht, wo sie lebenslänglich eingekerkert werden. Ein an-1 gesehener reicher Einwohner sei unbekleidet und gefesselt durch die Straßen Teherans geführt worden. Die Verschwörer hätten auf die Unterstützung der Bevölkerung gerechnet; denn es herrschte starke Mißstimmung über den Plan des Schahs, eine Anleihe znm Zweck einer Pilgerfahrt nach Mesched und eine zweite Reise nach Europa aufzunehmen. auf die Straße. e. Rödgen bei Bad-Nauheun), 26. Okt. Unser Hemer! Ort war heute in großer Aufregung. Der Gemeinderechner Konrad Hartmann, ein Mann von 61 Jahren, der als sehr vermögend galt und überall geachtet wurde, hat sich gegen 2 Uhr nachmittags auf dem Boden seines Hauses erhängt und konnte, trotzdem die unselige That bald bemerkt wurde, nicht mehr ins Leben zurückgerufen werden. Während Hartmann die That beging, wartete unten der Gemeinde- > diener auf die Auszahlung eines größeren Betrages für die Gemeinde. Unter einem Vorwande ging Hartmann die Treppe, --------- ------- --- - - , - c hinauf. Man vermutet, daß Hartmann durch den Kauf eines fanterie-Regiments m Bacau, O. Riedl, hat auf offener Straße dritten Hauses, sowie verschiedener Wirtschastsgegenstände in seine Schwiegermutter, seinen Schwager, emen ve- Geldverlegenheiten geraten ist. Unangenehme Familien-> kannten Arzt Dr. Müller, und dann sich se^b^er^ch^Nen- Verhältnisse mögen auch zur That beigetragen haben. Diel---t_. f , Landbezirken Behörde untersucht bereits den Fall. Rödgen, ein ganz! Q5£tlu)t£x|HIlL kleiner Ort, ist bei den Behörden nicht gut angeschrieben. ged. Gießen, 26. Oktober. (Schiedsgericht für Ai> Denn es ist der Ort, in dem alljährlich großer Unfug mit beiterversicherung.) In der heutigen, unter Vorsitz des den sogenannten „Pasquillen" getrieben wird. Diese Regierungsrats Boeckmann stattgehabten Sitzung ramen Schmähschriften werden im Geheimen geschrieben uud von drei Sachen gegen die Knappschch^^ Haus zu Haus getragen. Ihr «rl-umderisch-r Inhalt richtet VerAndUmg. D-- Rente be^amjmten Suiten oft viel Familienunglück an. Die Schreiber sind fast niemals 100 Proz. auf 50 Proz. der gesetzt. Vollrente herabgesetzt worden, zu fassen. Ein Bruder Hartmanns, der Bürgermeister in Der hiergegen eingelegten Berufung wurde nach Anhörungi res «öbgen war, würbe vor drei Jahren, als er auf der ffir^ ®«^l^en, weihe den Streit eimger Backstemarbeiter um em Mädchen dw a 60^ P^ '^^16. und 17. Oktober 1900 schlichten wollte, erstochen. beim Einheben Zeines aus dem Geleise gesprungenen Kippwcägens A. Nidda, 27. Okt- Auch in unserer Stadt soll den einen Magenbruch zugczogen, dann bis zum 2o. Oktober weiter im Krieg 1870/71 gefallenen Niddaern nochIgearbeitet haben, bis er ami 26. Dftobct mux(£ |ein Denknrl errichtet werden. M einer dieser La^Iivurde vom.26. Oktober bis 2^November 1900 m.bQc LNwk ft en abaebaltenen Sitzung des Kriegerverems vezw. emes Mvn f -früher gewählten Ausschusses wurde die Errichtung eines Denkmals auf dem Schillerplatz, an der Kreuzung der Staatsstraße Bad-Sulzhausen und Schotten, beschlossen und Steinmetzmeister H e w e l von G ieß en mit der Ausführung betraut. Der Entwurf zum Denrmal stammt vom Großh. Hauptlehrer Höhn hier. Die Ausführung des Denkmals wird einen Aufwand von 15—1600 Mk. derurfachen. Due Einweihung des Denkmals soll im Frühjahr 190-, erfolgen. s Glaub erg, 27. Okt- Ein unerwünschter Besuch wurde in der leiden Nacht dem hiesigen Pfarrhause ab- qestattet. Einem Manne, der schon im Laufe des Nachmittags im Dorfe gesehen worden war und sogar m unauf- ätticicr Weise auch den Pfarrer besucht hatte, gelang es, 'ich nach Einbruch der Dunkelheit in . die Pfarrwohnung einzuschleichen. Hter hielt er sich versteckt, bis die EiN- wohiier sich zur Ruhe begeben hatten, und ging dann an seine Arbeit. Nachdem er sich etwa 170 Mk. angeeignet hatte, vermehrte er noch in aller Ruhe sein Abendbrot, das er sich aus der Wurstkammer geholt hatte, trank auch zwei Flaschen Wein dazu und rüstete fick) nun zum Weggang. Infolge des Geräusches, das er hierbei machte, wurden bie Bewohner des Pfarrhauses wach. Obwohl sofort um Hilfe gerufen wurde, war der Dieb doch, ehe diese kam, mit seiner Beute bezüglich der Herstellung von Wegen an der Grenze werde ^em Festessen eingefnnden. In längerer Rede S^^e Lehrer! .^rige Beigeordnete Streb einsümmig wiedergewählt, als erledigt angesehen. Der Bau von Wegen zum Zweck Storch d^..2oi B^n,^Wach^ Gederhen^ wünscht u>w Tanz Praftssor^eorg Karl Wilhelm Se.bt gestorben. Seibt bestehende Unterhaltung. — Auf dem hiesigen Viehmarkte faßte, mehrere Werke über Kunst und Kunstgewerbe. Ein aW für einige Tage Zirkus Althoff Vorstellungen, die seltenes Brautpaar wird demnächst m Gimbsheim vor sich regen Besuches von hier und auswärts zu erfreuen Altar treten. Ein angesehener vermögender Burger, haben. — In einer kürzlich abgehaltenen Versammlung be- Genehmer R., wird sich wieder in die Fesseln der Ehe beschlossen frühere Mitglieder des Fechtklubs, den feit ^er alte Herr zählt 73 Jahre, die Braut 22 Jahre.— mehreren Jahren ruhenden Verein wieder aufleben^zu lassen. I Darmstadt wurde am Freitagmorgen in den Anlagm uÄönlwlwg 5-T na^mitWgl* 75. ©ebudslog rnib Fkld Mr goldenen Hochzeit. D°r unterrichtet. —^Rohe Gesellen zerschlugen in der Sonntag- Herzog ließ ihm sern Bild mit eigenhändiger Unterschriftö uber- dem Verschönerungsverein gehörige, in der Mitteln, auch die Großherzogliche Kreisschulkommisswn brachie Glückwünsche dar. Vor einigen Jahren beging der Jubilar sein 50jähriges Dienstjubiläum. Sattler wie auch seine Fmu erfreuen sich noch vollständiger körperlicher und geistiger Frische. Haag, 27. Okt. Der . .. . . meutsgruppe erhielt von zwei auswärtigen Sozialisten einen Brief, worin ihm die Suinme von 10 000 Gulden zur Unterstützung der Boykottsbewegung gegen die englische Handelrs- marine zur Verfügung gestellt wird. , Antwerpen, 27. Okt. Ein hiesiger Getreidehandler, der eine große Menge- Getreide zu verkaufen hatte, erhielt von seinem'Amsterdamer Agenten die Meldung, er möge diese Ware nur verkaufen unter der Bedingung, daß sie nicht von einem englischen Dampfer fransportiert werde. Brest, 26. Okt. Der Marineminister de Lanessan ist heute hier angekommen, um dem Stapellauf des vv v, ö__. .... , , Panzerkreuzers „Löon Gambetta" beizuwohnen.fi-^^g in der Neustadt wurden mehrere Arbeiter zur An- Während der Feier hielt der Marineminister eine Rede, mLeige gebracht. . welcher er sagte, dieses Schiff gehöre zu den neu zu er- •* - bauenden Schiffen, die Frankreich dieselbe Sicherheit auf dem ' Meere verschaffen sollen, die es auf dem Lande bereits genieße. Die Anschaffung der französischen Schiffe erfordere größere 2lusgaben, als die der anderen. Mcht auf die Zahl der Schiffe komme es an, sondern auf den Wert der einzelnen Schiffe. Der Marineminister schloß mit den Worten, daß die starken Völker den Frieden und die Freiheit erhalten wollen, ohne auf ihre Ehre zu verzichten. Madrid, 26. Okt. Hier bildete sich eine Liga anonymer Gesellschaften zu der Abänderung der Steuer-! gesetze. Bisher sind 222 Gesellschaften mit einem Kapital von einer Milliarde beigetreten. Es ist kaum zweifelhaft, daß man diesen Wünschen Rechnung trägt. (Die Bildung einer derartigen Liga dürfte auch anderswo sich empfehlen!) — Beide Häuser des ungarischen Reichsrates sind heute zusammengetreten. Der Vizepräsident der Kossuthpartei Bu- raban erklärte, daß seine Partei nicht zur Thronrede erscheinen werde. Die 1848er Partei fordere, daß der König von Ungarn zu den Vertretern der Ration herzu Bette brachte. ** Mcnschcnanflauf. Gestern nachmittag verursachten au Oswaldsgarten zwei angetrunkene Arbeiter einen Menschenauflauf. Sie traktierten sich gegenseitig in überlauter Weise mit Ausdrücken, die man nicht wiederholen kann. Ein paar schallende Ohrfeigen, die der eine seinem Gegner versetzte,' beantwortete dieser mit noch häßlicheren Redensarten. Schließlich entfernten sie sich in der Richtung nach der Westanlage. n. H e u ch e l h e i m, 27. Okt. Am Freitag gegen Mittag scheuten am Windhose die Pferde eines dem Brauerei- besitzer Bichler gehörigen Bierwagens vor dem um diese 3eit vorbeifahrenden Zuge der Bieberthalbahn. Der Knecht,, gemacyr yai cm der neben den Pferden stand und sie am Zügel hielt, ver- der seit einiger Zeit mit seiner ^-amilie im Süden weilte und suckite vergeblich^ sie wieder zur Ruhe zu bringen. Er wurde feinem l an g j ü h r i g e n v e r h ei r ar e t e n Buchyai- von den Tieren an die Mauer gedrückt und mußte die Zügel t er die Schlüssel für Geschäft und Wohnung überlassen fahren lassen, worauf die Pferde in wilder Flucht davon- hatte, damit dieser ihm sein Hab und Gut behüte. 4>or rasten. Der Knecht kam dabei zu Falle und ein Wagenrad einigen Tagen glaubten nun die Nachbarn durch die yerav- ging ihm über die Füße. Die Pferde bogen in den Heuchel- gelassenen Rollläden Licht zu bemerken. Mitztrauifch geheimer Weg ein. Bei der Wirtschaft Kruse stürzte der Wagen worden holten sie die Polizei; diese ließ durch einen Schlosfer um wodurch die Tiere zum Stehen kamen. Der Knecht die Wohnung öfsnen und überraschte den verrrauenswur- I fiat* wie wir hören, glücklicherweise nur unbedeutende Haut- digen Buchhalter in einem zärtlichen Tete-a-tete mit einer abschürfungen davongetragen, ebenso kamen die Pferde un- Allerliebsten, die er sich inzwischen zugelegt hatte. verletzt davon. Mainz, 27. Okt. Auf einem Rheinschiffe sollte die )-( Gedern, 27. Okt. Verstossene Woche wurde hier Prostituierte Preußler, die sich dort versteckt hatte, ver- der große See ausgefischt. Man erzielte den stattlichen; haftet werden. Nach langem Suchen sand mau sie in emem Ertrag von 29 Zentnern. Die Fische, hauptsächlich Karpfen Schranke versteckt. Als sie die Sck)utzleute aus das -anb und Hechte, wurden sofort an einen anwesenden Fischhändler bringen wollten, stürzte sich die Pr. plötzlich in den Rhem. verkauft. Die Schutzleute und ein Schiffer fuhren ihr mit einem b Friedberg 25 Okt. Die hiesige Handelskammer Kahne nach und gelang es einem der Beamten die Pr.^ erhielt von der Lsenbahndirektion^ in^Franksurt a. M. als.sie aus den Wellen stauchte am Aerdc- zu saft n. ® LTKLLE SK8 m msas säs -sä- s» husgabe solcher Karten nach FrankfurtM.r^chu26 Olt. Die „Geflügel-Cholera" unter uvut Geslügelbestande des Händlers Karl Henkel von hier ist erloschen und die Sperre aufgehoben worden. Frankfurt, 26. Okt. Heute Nacht kurz nach 12 Uhr erschoß sich im Vestibüle des hiesigen Hauptbahnhofes em junger Mann namens Adolf Eisenbraun aus Bierstadt bei Wiesbaden, zuletzt in Hanau Langestt. 46 wohnhaft. Der Selbstmörder, der' über das Motiv zu seiner That jede Auskunft verweigerte, wurde nach dem Bürger-Hospital gebracht, . einen geben. Auch eine große Anzahl anderer Wanderlustiger au* Gießen und Wetzlar hatten das Jagdfchlotzchen als Ziel gewühlt, so daß die Gasttäume dicht besetzt waren. Tie beiden Vereine brachten mehrere hübsche Weisen zu Gehör. Der kleine Gesangs-Wettstreit sand natürlich den Beifall aller Anwesenden, der seinen Höhepunkt erreichte, als beide Gesangvereine gemeinschastlich ein Ehorlied anstmimten. ** V e r h a s t u n g e u. In der vergangenen Nacht wurden mehrere Obdachlose, sowie ein Mann wegen fortgesetzter Ruhestörung und ein trunkenes Frauenzimmer ver- Imbsen 16.00 bis 00.00 ML, Linsen 15.00 9)1L, Lein 00.00 ML, Wicken Flaggen das humane Auftreten ber, Franzosen an, und im _.. z. .w * . \ . c. i.. n cia V»- i \ ' 11 / r • r * ri ..... 's am M. a**» «Ja I .> <> SKi a I X nri aaR otti i'u markt- 194.90 Neueste Meldungen Bachem (Kreis Köln), 28. Ott. Hier sind mehrere Per- bürg, 26. Okt. Wegen unlauter« Wettbewerbs «a«ycm jwrew wnu, hiesiger Kaufmann, der gewöhiüiche wollene Hemden als souen an Typhus ertrankt. Bei 17 Personen wurde hier der Lüdenscheid, 28. Okt. verdient die 6761 (Marke M. & K.) in allen Farben und Qualitäten zu billigsten Preisen. von NB. Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Gotthardbahn . . . Laurahütto . . . . Bochum . . . . . Harpener . . . . 3'/r°/o S°/o 3'/,°/° 3°/o Reichsanleihe do. Konsole do. . . . 170.90 . 117.80 . 118.30 . 129.80 . 133.50 . 155.70 . 179.00 . 158.50 . 154.00 Typhus festgestellt. Stuttgart, 28. Okt. Ter badische Hofmaler v. Rred- müller ist, 72 Jahre alt, gestern hier gestorben. Budapest, 28. Okt. Der Reichstag wurde vom Komg dritten Briefe weist Voyron den Vorschlag Waldersecs eines einzigen internationalen Gouvernements in Peking zurück. P a r i s, 28. Okt. Der „Matin" meldet aus Petersburg; Die Stadt Bobruisk ist gestern durch eine Fe uers^ brunst zerstört worden. Zahlreiche Personen sind um-> Ende zu machen. Madrid, 28. Okt. Die Krämerkommis hielten gestern abend eine Versammlung ab, worin sie gegen die Sonn- taasarbeit Einspruch erhoben. Es wurden heftige Reden gehalten. Beim' Verlassen des Versammlungsbokales bewarfen sie die Läden mit Steinen. Peking, 27. Okt. Der deutsche Gesandte v. Mumm ist auf drei Wochen nach Kiau-Tschou gereist. Der englische Gesandte Satow hat sich am Samstag über Shanghai nach Hongkong begeben, wo er einen Monat bleiben will. Kommenden Donnerstag begiebt sich Prinz Tschun nach Kaifongfu, um dort einen Kabinetsrat abzuhalten, in dem der Kaiser aufgefordert werden soll, seine Heimfahrt nach Peking möglichst zu beschleunigen. Li-Hung-Tschang. wird den Prinzen während seiner Abwesenheit vertreten. Pretoria, 28. Okt. Oberst Dawkins, der die Truppen im Nylsttoom-Distrikt befehligt, überraschte und eroberte vom 20. bis 23. ds. Mts. in der Dunkelheit drei Burenlager, machte mehr als 60 Gefangene und erbeutete Ausrüstungs- gegenstäude und sonstigen Kriegsoorrat. Unter den ^Gefangenen befinden sich drei Fcldkornets und der frühere Landrost von Pretoria, Schutte. Die Verbannung von weiteren 30 Burenführern wurde bekannt gegeben. N e w y o r k, 28. Okt. Wie aus Port of Spain gemeldet wird, hat General Mandllla 600 venezolanische Revolutto- näre um sich versammelt. General Eastille hat eine lonne gebildet und will sich mit Gastro vereinigen. N e w y o r k, 28. Okt. Der venezolanische Konsul erhielt folgendes Telegramm des Generals Gastro: Ich habe die Waffen der Insurgenten in der Nähe von Guaraprche beschlagnahmt. Die Truppen der Generale Rivas und Garmns, haben sich ergeben. I&ockwoHe 90 Pfg. per Pfund an und höher. J. H. Fuhs’, Sonnenstraße 25. Stricke« vov Strümpfe«, Röcke« re. wird billigst besorgt. Auch stehenMnsterröcke zum Abstricken gratis zur Verfügung. gekommen. Carmauc, 28. Okt. Die Versammlung der hiesigen Bergarbeiter nahm die Mitteilungen ihrer Delegierten im Bundesausschuß von St. Etienne entgegen. Tie Versammlung genehmigte die Beschlüsse des Bundcs- ausschusses und erklärte ihre Forderungen entschieden aus- rechtzuerhalten. Würde der allgemeine Ausstand erttün, so würden die Bergarbeiter von Carmauc iljre PsUcht thun und gegen das Kapital Front machen. Die V^-> sammlung erwählte schließlich eine Kommission, welche eventuell ein Ausstandskomite zu ernennen hat. Rouen, 28. Okt. Die hiesigen Hafenarbeiter, versammelten sich gestern und erklärten sich einstimmig sür Boykottierung der englischen Schisse. Sie verlangten ferner den Zusammentritt eines Kongresses der Dockarbciter ganz Europas, um allgemein die Ladung und Löschung der englischen Schisse in Europa zu verhindern und England zu zwingen, dem Kriege in Südafrika em — Five o’clock tea hat in feineren Kreisen den Nachmittagskaffee bereits verdrängt. Zumeist wohl wird man dabei Meßmer's ^hee antreffen, beim dieser ist heute der beliebteste und verbreitetste mrd wird sogar an mehreren Höfen getrunken. Probepakete L 60, 80 Pfg. und Mk. 1 bei den bekannten Verkaufsstellen. 6131 yöcktte Wkachtung der Kausfrauerr. Es giebt ebenso bequem wie billig — we- nige Hropferr genügen - jeder Suppe, auch wenn sie nur nut Wasser her- JcSTfT sofort einen kräftige« ZeohtgOchmaL. In Fläschchen geilem m, ,o>o Nachfl., C. Herber, Selters- Strickwolle eingeleitet. r. , m . Mainz, 26. Okt. Der 73jährige Gutsbesitzer und Beigeordnete Peter Adam Wenz aus Kempten bei Bingen, der seit langen Jahren dem Provinzialausschuß der Provinz Rhemheßen als Mu-1 glied angehört, hatte sich vor der Strafkammer wegen SUtuchkeUs-1 vergehen, angeblich verübt an einem 12jährigen Mädchen, zu vcr-1 antworten. Das Gericht schenkte den Aussagen des Kindes keinen I aerlügenden Glauben, da die übrige Beweisaufnahme gegen den I Angeklagten, der bei der Bevölkerung Kemptens m hohem Ansehen ~ Ofttiotnpra steht, auch nicht das Geringste in sittlicher Beziehung erwiesen habe. Orrgrnal-rahtmeldungcn des GM,ener Anzeigers. Es erfolgte seine Freisprechung. _ . „ v | “" *" " Marburg, 26. Okt. ™ wurde ein — a~—----. Lahmann'sche Hemden gngekimdigt hatte, zu 15 Mk. Strafe und zu i einer Geldbuße von 25 Alt. an die geschädigte Fabrik Hemzelmann I in Ettlingen verurteilt. Zwei Sachverständige aus Gießen und | Marburg waren über die Unterschiede Lahmann'jcher und | sog. Manno-Unterkleider geteilter Meinung. fo. Biedenkopf, 27. Okt. Zu einem peinlichen, Auftritt kam rs hier am 31. August bei einem Leichenbegängnis. An der Leichenfeier — beerdigt wurde ein Frl. Jrle — beteiligte sich auch der 78 Jahre alte Postschaffner a. D. Kranz, danials in Biedenkopf, jetzt in Koblenz wohnhaft. Der Alte hatte einen,gc-1 hörigen Schwips und ließ sich zu allerlei Dummheiten Hinrechen. I Als während der Grabrede in einem benachbarten Stembruch em I tSprengschuß knallte, sagte Kranz vernehmlich: „Ein Salutschuß.' Emen Förster begrüßte er mit einem schallenden Schlage Mit der flachen Hand. Als der Pfarrer geendet hatte, trat Kranz an das Grab und suchte eine Rede zu radebrechen, woran er nur mit Mühe mit einer Thronrede eröffnet. London, 28. Okt. Einer Meldung der „Daily Marl aus Bloemfontein vom 27. ds. zufolge wurde die Beschlagnahme der Bankguthaben von 11 Burghcrs öffentlich bekannt gegeben, die sich nicht vor dem 15. September ergaben und deren Besitztum daher den Bestimmungen der Proklamaüon vom 6. August wegen Magenüberlabung behanbelt, erwähnte bei der Aufnahme weder etwas von dem Unfall, noch von einem Bruch. Zusallig wurde der Bruch bei der Untersuchung gesunden. Am 3. Jco- öcmber wurde Wagner als beschwerdefrei aus der Klinik^entlasten und arbeitete auf dem Bergwerk weiter. Erst im Jahr 1901 machte er wegen des angeblich bei dem Einheben des Wagens zugezogenen Brriches Anspruch aus Rente, der jedoch von der GenoßenchMt nur Bescheid vom 5. Juli er. abgewiejen wurde, weil der Bruch nicht durch einen Betriebsunfall verursacht worden sei. Aus erhobene Berufung fand heute eine umfangreiche Beweisaufnahme durch Vernehmung von 6 Zeugen und 2 Sachverständigen statt. ~Q'-’ Gericht hiell die Erstattung eines chirurgischen Gutachtens y>r nötig und beschloß demgemäß Vertagung. — Gemäß § 88 des (Senierbe- unfallversicherungsgesetzes stellte die Genossenschaft bei dem Schiedsgericht den Antrag, die Rente des Kaspar S ch m i d t zu Ehringshausen von 100 pEt. auf 75pEt. herabzujetzeii. Bas Gericht gab redoch nach Anhörung des Sachverständigen Dr. Komger und m Uebercinftinummg mit der Ansicht des Vertrauensmannes dem Antrag keine Folge, da eine wesentliche Besserung m dem Befinden des Schwerverletzten nicht nachgewiesen war. Gießen, 27. Okt. Tas Schöffengericht hat emo Anzahl ~anb- wirte wegen nicht rechtzeitiger Anmeldung des Ausbruches der Maul- und Klauenseuche zu Gesänanisstrafen von 3 vis 7 Tagen verurteilt. Es ist dies das erste Rial, daß in Heßen aus diesem Grunde auf Gefängnisstrasen erkannt worden ist. seither wurde iminer nur anf Geldstrafe erkannt; da dies aber stets von den Landwirten zu leicht genommen wurde, so sah sich das Gericht veranlaßt, auf höhere, gesetzlich zulässige Strafen zu erkennen. S. Darmstadt, 27. Ott. (K r i e g s g e r i ch t.) ^er Kanonier Rittn von Llshausen im Elsaß wurde gestern wegen wissentlichen Meineids zu 1 Jahr 6 Monaten Zuchthaus, dauerirder Eidesunfähigkeit, 3 Jahren Ehrverlust und Ausstoßung aus dem Heere verurteilt. Er hatte am 19. April vor dem Schöffengericht Darmstadt 1 einen Eid geschworen, daß er eine gewiße K., cm Landmädchen, nicht näher kenne, obwohl sich alsbald herausstellte, day beide sehr intimen Umgang hatten, der nicht ohne Folgen blieb. Die L. wollte aber einen vermögenden Baler für chr Kind haben und klagte deshalb gegen einen gewissen Walter; infolge dieses Prozeßes wurde Ritty eidlich vernommen und machte obige Aussage. Auch gegen seine schlaue tfteunbm wird jetzt das Strafverfahren wegen Verleitung zum Aceinew Den geehrten Herrschaften hierdurch die ergebene Diitteilung, daß ich meinen . Fröbelschen Kindergarten am 1. November wieder eröffne und bitte um geneigten Zuspruch. Anmeldungen nehme setzt täglich von 10 bis 12 und 2 dis 5 Uhr im Kindergarten, Liidwigstrape 4, part., entgegen. Hochachttmgsvoll Kelene 7120 geprüfte Kindergärtnerin L Kl. 00.00 Mk., Samen 00.00 Äk., Kartoffeln 3.20 bis 0.00 fc. Frantfurt a. M., 28. Oktober. (Telcgr. Sria.-Bericht des Gieß. Anz."). Amtliche 9lotienmgeit der heutigen Blehmartt- vreise. Rum Verkauie standen 431 Ochsen, darunter lo3 aus Oesterreich, 55 Bullen, darunter 1 aus Oesterreich, 869 Kühe, o°r, wurde beschlug- wurdicwn Krankheit, die von berufener Seite als Klauenseuche mit nahmt und soll zur Bezahlung der Kosten der damit verbundenem hestigen Darmkatarrh bezeichnet wurde, sielen Konzentrationslager dienen. — Große Aufregung bis jetzt schon acht der schönsten und wertvollsten Kühe zum Opfer. Hai hier die Meldung aus Moskau hervorgerufen, worein Besitzer erwächst hieraus ein Schaden von ca. 4000 Mk. «nach sich dort die Bevölkerung gestern zu anti^engli» ~ scheu Kundgebungen hat hinreißen lassen. Der eng- Lunü und Wissellschuft. lische Konsul wurde beschimpft und aus der Straße UUV j j f verfolgt, die Fenster des Konsulats emgeworfeu und bureii- Pifa, 27. Okt. Jii der heutigen EröffnungssitzM des nationalen sx^ndliche Proklamationen in den Straßen an gehe stet. Man Kongresses für innere Medxjin Ine t ^ccellt ^ b t bie Regierung auf, auf diplomatischem Wege gegen erfahren daß in der Umgebung dieser Stadt die Maul- und Klauen- Regierung kündigte dte Mobilisation der chileni- seuche austrete. Er habe darauf den Stadttierarzt deaufttagt, ferne sch en ^rmee für Ende November an, angeblich zu Ma- — Baccelli's — Mechode, eine Submlimateinspritzung w die Venen, nöüeril sür einen Monat. Die argentinische Flotte anzuwenden, und zwar in folgenden Dosen: Fiir Kalber 2—4 Eenti- ,.^ j)en Befehl, sich zu verproviantieren und Kohlen -iuMnehrnen. Die Mnrinernannschaften°Tbeit-n Tag Sämtlich-' ÄäS L°ndm, 28. Okt. R-ut-r meldet aus Frankfort --am feien geheilt. Auch in Sardinien seien 26 so behandelte Rinder g5. Oktober: Nach einem Nachtmarfch griff Malor Damants ixxi'd) und vollständig gesund geworden. Ueberhaupt sei überall, wo ^^lonne heute früh 20 Meilen von hier in der Richtung nach ÄTÄZÄ jaü jmfäcnommen. ===== tötet, eine Anzahl verwundet und 20 gefangen. Außerdem Handel und Uerkehr. Uolkswittschaft. “c“ w Berlin, 26. Okt. Die Generalversammlung der.Korporation ^ral Voyron während der chinesischen Expedition « h N « « rö' ” d >